"Arbeiterkampf"
Arbeiterzeitung des Kommunistischen Bundes

Materialien zur Analyse von Opposition

Von Dietmar Kesten, Gelsenkirchen

Der "Arbeiterkampf" des Kommunistischen Bundes (KB) erschien als Fortsetzung der Zeitung des "Sozialistischen Arbeiter- und Lehrlingszentrums Hamburg". Mit der Gründung des KB im November 1971 durch den Zusammenschluss der Sozialistischen Arbeiter- und Lehrlingszentren (SALZ) Hamburg, Bremerhaven und Frankfurt, der Kommunistischen Bünde/Marxisten-Leninisten (KB/ML) Flensburg und Eutin, des Kommunistischen Arbeiterbundes (KAB) Hamburg und der Kommunistischen Arbeitergruppe (KAG) Oldenburg erschien der "Arbeiterkampf" als gemeinsames Organ genannter Gruppen.

Die erste Ausgabe des "Arbeiterkampfs" erschien im Dezember 1971 als Nr. 13, nachdem in der "Kommunistischen Arbeiterzeitung" Nr. 12/1971 vom November das neue Organ angekündigt worden war. Zunächst erschien der AK mit dem Untertitel "Arbeiterzeitung des Kommunistischen Bundes", später hieß es "Zentralorgan des Kommunistischen Bundes". Die Nummerierung (beginnend mit der Nr. 13/1971) setzte die der "Kommunistischen Arbeiterzeitung" (vom 18. November 1971) fort. Die Auflage des AK wurde mit 5.000 angegeben. Verantwortlich zeichnete zunächst Kai Ehlers aus Hamburg.

Die Zeitungen wurden in den Datensätzen der Datenbank MAO bisher nur bruchstückhaft ausgewertet.

Wir danken dem Verein für politische Bildung, Analyse und Kritik e.V., Herausgeber von 'analyse & kritik' - Zeitung für linke Debatte & Praxis, für die Genehmigung der Veröffentlichung.

1. Jahrgang, 1971

2. Jahrgang, 1972

3. Jahrgang, 1973

4. Jahrgang, 1974

5. Jahrgang, 1975

6. Jahrgang, 1976

Arbeiterkampf, Inhaltsverzeichnis Jahrgang 1976

7. Jahrgang, 1977

8. Jahrgang, 1978

9. Jahrgang, 1979 (noch komplett ohne Scans)

10. Jahrgang, 1980

11. Jahrgang, 1981

12. Jahrgang, 1982 (wird gerade erstellt)

Auszug aus der Datenbank "Materialien zur Analyse von Opposition" (MAO)

November 1971:
Im November wird der Kommunistische Bund (KB) gegründet von den Gruppen SALZ Hamburg, SALZ Bremerhaven in Bremen, SALZ Frankfurt in Hessen, der Kommunistischen Aufbaugruppe (KAG) Oldenburg in Niedersachsen, dem KAB Hamburg und in Schleswig-Holstein den KB/ML's Eutin und Flensburg.
Eine enge Zusammenarbeit besteht, nach eigenen Angaben, mit dem KB/ML Lübeck in Schleswig-Holstein und den SALZ's Cuxhaven und Stade in Niedersachsen, die auch an der neuen gemeinsamen Zeitung 'Arbeiterkampf' (AK - vgl. Dez. 1971) mitarbeiten.

Später heißt es vom KB dazu:"
Der KB wurde im November 1971 gegründet. Die Gründungsorganissationen sind, wie allseits bekannt, das Hamburger SALZ und der Hamburger KAB. Diese Gründung erfolgte vorläufig in Form eines Dachverbandes. Diesem Dachverband haben sich 5 örtliche Zirkel von vornherein angeschlossen: nämlich Zirkel in Bremerhaven, Eutin, Flensburg, Frankfurt und Oldenburg. Dieser gemeinsamen Dachverbandsgründung KB ist ein mehrmonatiger, teilweise mehrjähriger Prozeß der praktischen Zusammenarbeit, der gemeinsamen politischen Diskussion, der Herausarbeitung gemeinsamer politischer Standpunkte in wesentlichen Grundfragen vorausgegangen.

Insbesondere intensiv war dieser Prozeß in Hamburg zwischen dem SALZ und dem KAB. Bei Gründung unserer Organisation waren eine Reihe wesentlicher Grundfragen zwischen diesen Gruppen - v.a. den Hamburgern - vereinheitlicht … Gemeinsamkeiten oder Vereinheitlichungen gab es bei der Einschätzung der Entwicklungstendenzen des BRD-Imperialismus nach innen und außen, d.h. nach innen einmal die Faschisierung, die Einschätzung des rasanten Ausbaus des Repressionsapparates. Nach außen: die besondere Agressivität des BRD- Imperialismus, der Charakter der neuen Ost-Politik …, die Politik des BRD-Imperialismus gegenüber Westeuropa … Einheitlichkeit bestand auch über die Politik der Aktionseinheit und der Notwendigkeit von Bündnispolitik im Allgemeinen, sowie - im groben und ganzen - über die Ziele und Methoden unseres Planes zum Organisationsaufbau (bzw. Parteiaufbau), was seinerzeit sehr breit diskutiert worden ist … Einheit bestand bei der Gründung auch in der grundlegenden Abgrenzung von Revisionismus und - vom damals so noch auftretenden - super'linken' ML-Spektrum. Neben dieser Vereinheitlichung in wesentlichen Gründungsfragen war für die Gründung unserer Organisation ebenso wichtig, vielleicht sogar noch wichtiger, die Entwicklung immer festerer praktischer Zusammenarbeit. Das heißt, die Erprobung politischer Grundsätze, die erörtert und vereinheitlicht worden sind in der politischen Praxis …

Die Zusammenarbeit gestaltete sich in Hamburg immer enger und führte zu monatelanger gemeinsamer Herausgabe von Flugblättern, Broschüren, Stellungnahmen aller Art zu allen damals anstehenden Fragen und zu einer direkten Blockbildung, die damals … als 'Hamburger Kommunisten' öffentlich auftrat. Der Zusammenschluß von SALZ und KAB im KB bedeutete praktisch: Herausbildung einer gemeinsamen Leitung …, die Herausgabe einer gemeinsamen Arbeiterzeitung, dem 'Arbeiterkampf', als Nachfolger der 'Kommunistischen Arbeiterzeitung' des SALZ und die gemeinsame Herausgabe einer theoretischen Zeitung 'Unser Weg' als Nachfolger der 'KAB/AZ' des KAB. Bei Beginn, d.h. 1971 bestand die Grundorganisation des KB praktisch ausschließlich aus Betriebs- und Branchenzellen."

In einer "Gemeinsamen Erklärung" von SALZ Hamburg und KAB Hamburg wird u.a. festgestellt:"
Wir halten den Zeitpunkt für gekommen auf dieser Grundlage nun auch die ORGANISATORISCHE Vereinheitlichung voranzutreiben. Dazu soll die Bildung des Kommunistischen Bundes und die gemeinsame Herausgabe einer politischen Zeitung dienen. Der Kommunistische Bund ist noch keine Partei … . Er ist vielmehr die Organisationsform in der jetzigen Etappe der Parteischaffung, wo vom Zirkelwesen schrittweise zum Wiederaufbau der Kommunistischen Partei übergegangen wird." Die verschiedenen Organisationen innerhalb des KB behalten ihre politische Selbständigkeit. Eine gemeinsame Leitung wird gebildet, um "die Aktivitäten der verschiedenen Organisationen zu koordinieren und ein möglichst einheitliches Vorgehen zu gewährleisten".

Die bisherigen Organisationsnamen werden mit Erscheinen der ersten Ausgabe der politischen Zeitung des KB ersetzt durch die Bezeichnung KB (/) Gruppe (Ortsname). Weiterhin wird die Herausgabe der 'Arbeiterstimme' Bremerhaven (vgl. Sept. 1971) und der 'Kommunistischen Arbeiter Zeitung' Flensburg sowie die Herausgabe der 'Kommunistischen Korrespondenz' Oldenburg zugunsten der politischen Zeitung 'Arbeiterkampf' (AK), die die 'Kommunistische Arbeiter Zeitung' des SALZ Hamburg (vgl. **.**.1971) fortführt, und des theoretischen Organs 'Unser Weg' (UW), welches die bisherige 'KAB-Arbeiterzeitung' des KAB Hamburg (vgl. **.**.1971) fortführt, eingestellt. Der KB gibt sich auch ein Statut.
Quellen: KAB-Arbeiterzeitung Nr. 11/12, Hamburg 1971; Arbeiterkampf Nr. 13, Hamburg Dez. 1971; Unser Weg Nr. 26, Hamburg März 1979

Dezember 1971:
Der neugegründete KB gibt erstmals seinen 'Arbeiterkampf' als Arbeiterzeitung des KB heraus (vgl. Jan. 1972), der die Nr. 13 trägt womit er die Nummerierung der 'Kommunistischen Arbeiter Zeitung' (KAZ - vgl. **.**.1971) des SALZ Hamburg fortführt. Diese wird, ebenso wie u.a. auch die Flensburger Zeitung selben Titels (vgl. 22.11.1971) eingestellt. Die Auflage der neuen Zeitung wird mit 5 000 angegeben. Außer einem Bericht über die Gründung des KB (vgl. Nov. 1971) sind eine Reihe von Betriebsberichten enthalten, bei denen man auch aus den eigenen Betriebs- und Branchenzeitungen zitiert. Dabei handelt es sich um Berichte aus dem IGM-Bereich aus Schleswig-Holstein von der MF Utina Eutin ('Metallkampf') und der FSG Flensburg ('Metallarbeiter') sowie über die HSW Hamburg ('Metallarbeiter' - vgl. 10.11.1971), aus dem ÖTV-Bereich über die HHLA Hamburg ('Hafenarbeiter') und die aus dem CPK-Bereich über die Norddeutsche Affinerie Hamburg (NA - 'Arbeiterstimme'). U.a. wird noch auf die SPD eingegangen, besonders auf deren Hamburger Aktivitäten im IGM-Bereich bei Blohm und Voss (B+V), Valvo, HSW und im Hafen (ÖTV-Bereich). Aus der Hamburger Chemieindustrie (CPK-Bereich) wird auch berichtet über Reichhold und Colgate-Palmolive.

Über Anti-NPD Aktionen wird berichtet aus Hamburg (vgl. Okt. 1971) und aus Freiburg in Baden-Württemberg (vgl. 23.10.1971).
Q: KB: Arbeiterkampf, Jg. 1, Nr. 13, Hamburg, Dez. 1971

Januar 1972:
Der KB gibt zum zweiten Male seinen 'Arbeiterkampf' (AK) heraus (vgl. Dez. 1971, Feb. 1972), dessen Auflage mit 6 000 angegeben wird und der die Nr. 14 trägt.
Bei einer ganzen Reihe von Betriebsberichten stützt man sich auf die eigenen Betriebs- und Branchenzeitungen. Hierbei handelt es sich um den Eutiner 'Metallkampf' (IGM-Bereich - vgl. Dez. 1971) in Schleswig-Holstein und die Hamburger Zeitungen 'Druckarbeiter' (DP-Bereich), 'Metallarbeiter' (IGM-Bereich - vgl. 14.12.1971) und das 'Rote Banner' bei Colgate-Palmolive (CPK-Bereich - vgl. 21.12.1971).

Außer auf den Straußbesuch in Hamburg (vgl. 11.12.1971) geht man auch auf den Texacostreik in Hamburg (CPK-Bereich - vgl. 22.11.1971) und bundesweit (vgl. 23.11.1971) ein, wobei auch die Texaco Fettfabrik Kiel in Schleswig-Holstein und die Bohr- und Förderbetriebe Hohne und Wietze in Niedersachsen und Holstein erwähnt werden. Weitere Berichte und Meldungen aus der Chemieindustrie behandeln die Chemischen Werke Meerbeck in Moers in NRW und die Betriebszelle Reichhold Hamburg.
Aus der Druckindustrie (DP-Bereich) behandelt man den Münchener Merkur (MM) in München in Bayern, Springer Ahrensburg in Schleswig-Holstein und Hamburg sowie die Bauer KG Hamburg.
Aus der Metallindustrie (IGM-Bereich) berichtet man u.a. von der FSG Flensburg in Schleswig-Holstein, Daimler-Benz Mannheim in Baden-Württemberg und von Nordmende Bremerhaven in Bremen.

Die Kontaktadresse der Gruppe Frankfurt des KB in Hessen ist in Bad Sooden. Berichtet wird aus Hessen aus Frankfurt vom Streik bei den LAW (ÖTV-Bereich - vgl. 23.11.1970), vom Streiks bei der DVSG (IGM-Bereich - vgl. 1971), von der MSI in Rödelheim (vgl. 26.11.1971) und der Jugendvertretung des Siemens Schaltwerkes (IGM-Bereich - vgl. 21.12.1971).

Artikel der Ausgabe sind:
- "Betriebsrätewahlen 1972. Die Weichen stellen
- "Menschenschlächter"
- "Indien besetzt Ostpakistan"
- "Antifaschistisches Aktionsbündnis in Hamburg"
- "Strauß in Hamburg: Faschistische Aufhetzung der Kriminalpolizei"
- "Linksextremismus an der Universität"
- "Köln: Kapitalistenoffensive"
- "Metaller in die Pfanne gehauen"
- "Texaco-Streik: Betriebsnahe Tarifpolitik?"
- "Akademische Leiharbeiter"
- "Lehrlingsstreik"
- "Faustrecht der Polizei"
- "Staatsschutz für Faschisten"
- "Eutin: Jugendsprecher gefeuert"
- "Eutin: Spitzel"
- "Flensburg: Völlig verschimmelt"
- "Bremerhaven: Blumen statt Informationen"
- "Entlassungen bei Colgate"
- "Bericht der Betriebszelle Reichhold: Bei Gegenwind kreuzen"
- "Betriebszelle Blohm & Voss: Gewerkschaftliche Aktivitäten unerwünscht"
- "DKP-Denunzianten"
- "Hamburg: Drupa Kollegen auf's Kreuz gelegt"
- "Albert-Bauer KG: Spanische Zustände"
- "10%-Forderung der IG Druck und Papier"

Berichtet wird u. a. von den "Betriebsrätewahlen 1972", von der Besetzung Ostpakistans durch Indien. "Eine Resolution der UN-Vollversammlungvom 8. Dezember den sofortigen Waffenstillstand und Rückzug hinter die jeweiligen Grenzen fordert, wurde von Indien abgelehnt". Ein "Antifaschistisches Aktionsbündnis" machte in Hamburg Front gegen einen Strauß-Auftritte. An einer Demo am 11.12.1971, beteiligten sich ca "2.000" Menschen. Agitiert wird gegen die DKP, die an einem "gemeinsamen Handeln" kein Interesse zeigte. Parolen waren u.a.: "Kampf gegen Strauß und die Demagogen der Kapitalistenklasse", "Schluss mit der politischen Verfolgung aller fortschrittlichen Kräfte-Für die Aufhebung des KPD-Verbots". Die Hamburger CDU veröffentlichte eine "Untersuchung über den Linksextremismus an den Hamburger Universitäten". Zur Metalltarifrunde wird gegen "Lohnabbau" und "Lohnleitlinien" agitiert. Zum "Texaco-Streik" erscheint ein Bericht, der die Unnachgiebigkeit der Geschäftsleitung in den Tarifverhandlungen kritisiert. Ein weiterer Artikel beschäftigt sich mit einem Frankfurter Lehrlingsstreik von Ende November 1970. Es streikten in der "Frankfurter städtischen Lehrlingsausbildungswerkstatt" ca. 120 Lehrlinge. Anlass u. a. Übernahme nach der
Ausbildung. Berichtet wird noch über Entlassungen bei Colgate, über einen Bericht der "Betriebszelle Reichhold" zu den anstehenden Betriebsratswahlen. Der "Metallarbeiter. Zeitung des Kommunistischen Bundes für die Kollegen der Hamburger Metallindustrie" berichtet über "Beurlaubung" einer Kollegin. Die IG Druck und Papier fordert in den Tarifverhandlungen 10% Lohnerhöhung. Geworben wird für "Unser Weg", das "Arbeiterbuch", für das "Rote Banner. Informationen der Betriebszelle Colgate im Kommunistischen Bund".
Q: KB: Arbeiterkampf, Jg. 2, Nr. 14, Hamburg, Januar 1972.

Februar 1972:
Der KB gibt die Nr. 15 des 'Arbeiterkampf' (AK - vgl. Jan. 1972, März 1972) heraus, dessen Auflage mit 6 000 angegeben wird.

Berichtet wird von Phrix (CPK-Bereich).

Aus Baden-Württemberg wird berichtet von der Trennung des Landesverbandes Südwest von der KPD/ML-ZK.

Aus Bayern wird berichtet aus München von Siemens Balanstraße (IGM-Bereich) und aus dem DP-Bereich aus Regensburg und vom DP OV München und dem Münchner Merkur (MM).

Aus Bremen wird berichtet von Philips Electrologica (IGM-Bereich - vgl. 3.2.1972).

Aus Hamburg wird berichtet von einer Hausbesetzung im Karolinenviertel (vgl. Jan. 1972), aus dem DP-Bereich vom eigenen 'Druckarbeiter' (vgl. Jan. 1972) und aus dem CPK-Bereich über die eigenen Betriebszellen Beiersdorf und Reichhold (RACAG).

Aus Hessen wird berichtet aus Frankfurt von einer Jugoslawien-Demonstration (vgl. 11.1.1972) und aus dem IGM-Bereich von Teves (vgl. 4.1.1972), Roth (vgl. 5.1.1972) und VDM (vgl. 10.1.1972).

Aus Niedersachsen wird berichtet von Voigtländer Braunschweig (IGM-Bereich) und von Multicolor Springen (DP-Bereich) sowie von Philips Electrologica Osterholz-Scharmbeck aus Bremen (IGM-Bereich - vgl. 3.2.1972).

Aus NRW wird berichtet aus dem IGM-Bereich von Hoesch Dortmund (vgl. 10.1.1972, 14.1.1972), Krupp Bochum (vgl. 10.1.1972), dem Schalker Verein (SV) Gelsenkirchen (vgl. 10.1.1972), Mannesmann (MM) Duisburg (vgl. 10.1.1972), Rheinstahl Duisburg (vgl. 10.1.1972) und von der ATH Duisburg-Hamborn (vgl. 10.1.1972) sowie aus dem GTB-Bereich von Göcke und Sohn (1 020 Besch.) in Hagen-Hohenlimburg.

Aus dem Saarland wird berichtet aus dem IGM-Bereich über Arbed und Röchling.

Aus Schleswig-Holstein wird berichtet aus Flensburg vom Kampf gegen die Berufsverbote (BV - vgl. 27.1.1972, 28.1.1972), aus Malente und Preetz von Kuhnke (DP-Bereich - vgl. Jan. 1972), aus Ahrensburg über eine kleine Druckerei (DP-Bereich) und aus Lübeck vom 'Metallarbeiter' des KB/ML Lübeck (IGM-Bereich - vgl. Jan. 1972).
Q: Arbeiterkampf Nr. 15, Hamburg Feb. 1972

März 1972:
Der KB gibt die Nr. 16 seines 'Arbeiterkampf' (AK - vgl. Feb. 1972, Apr. 1972) heraus, dessen Auflage mit 8 000 angegeben wird.

Aus Bremen wird berichtet vom KB Bremen (KBB - vgl. Feb. 1972).

Aus Hamburg wird berichtet über die Maivorbereitung (vgl. 16.2.1972), aus dem Karolinenviertel, vom ÖTV BJA, aus dem CPK-Bereich über die Betriebszelle Beiersdorf und die Jugendvertretung Norddeutsche Affinerie (NA).

Aus Hessen wird berichtet aus Fulda.

Aus NRW wird berichtet von der KI Köln (vgl. Feb. 1972).
Q: Arbeiterkampf Nr. 16, Hamburg März 1972

April 1972:
Der KB gibt die Nr. 17 seines 'Arbeiterkampf' (vgl. März 1972, Mai 1972) heraus, deren Auflage mit 10 000 angegeben wird.

Aus Hessen wird berichtet aus Frankfurt von Spanienaktionen (vgl. 18.3.1972), von einem Prozeß wegen Beleidigung gegen den 'Roten Metaller' der KPD/ML-ZK bei Teves im IGM-Bereich (vgl. Jan. 1971), wo drei DKPler im Betriebsrat seien und wozu auch die Gruppe des KB ein Flugblatt verteilt habe.

Aus Niedersachsen wird berichtet vom KB Wolfsburg (vgl. März 1972).
Q: Arbeiterkampf Nr. 17, Hamburg Apr. 1972

Mai 1972:
Der KB gibt die Nr. 18 seines 'Arbeiterkampf' (AK vgl. Apr. 1972, Juni 1972) heraus, dessen Auflage mit 14 000 gegenüber der letzten Ausgabe um 4 000 erhöht wurde, was wohl mit den Maidemonstrationen zusammenhängt.

Aus Baden-Württemberg wird berichtet aus dem IGM-Bereich von Graubremse Hockenheim, IBM Sindelfingen und Zeppelin Friedrichshafen.

Aus Berlin wird berichtet aus vergangenen Zeiten von der Herausbildung der Roten Zellen Germanistik an der FUB aus der Ad-hoc Gruppe Germanistik.

Aus Hamburg wird berichtet aus dem IGM-Bereich von Blohm und Voß (B+V) und aus dem CPK-Bereich von Beiersdorf, Colgate Palmolive, der Norddeutschen Affinerie (NA) und von Reichhold (RACAG).

Aus Hessen wird berichtet von Graubremse Frankfurt (IGM-Bereich).
Q: Arbeiterkampf Nr. 18, Hamburg Mai 1972

Juni 1972:
Der KB gibt seinen Arbeiterkampf (AK) Nr. 19 (vgl. Mai 1972, Juli 1972) mit einer Auflage von 12 000 heraus.

Aus Baden-Württemberg wird berichtet vom 1. Mai in Freiburg und Mannheim.

Aus Bayern wird berichtet vom 1. Mai landesweit sowie in Augsburg, Fürth, München, Nördlingen, Nürnberg, Regensburg und Würzburg.

Aus Berlin wird berichtet vom Maikomitee der SEW (vgl. 15.3.1972) und einem Maibündnis von linken Gruppen (vgl. Apr. 1972), von den Maidemonstrationen und den Vietnamdemonstrationen (vgl. 22.4.1972, 13.5.1972) sowie deren Vorbereitung (vgl. Apr. 1972).

Aus Bremen wird berichtet vom 1. Mai in Bremen und Bremerhaven.

Aus Hamburg wird berichtet von den Seeleuten (ÖTV-Bereich - vgl. Okt. 1971, 29.2.1972), von der Demonstration gegen die CDU-Putschversuche (vgl. 26.4.1972), vom 1. Mai, von Vietnamaktionen (vgl. 9.5.1972, 18.5.1972) und der eigenen Zelle Springer (DP-Bereich).

Aus Hessen wird berichtet landesweit von den Maiaktionen und von den Maidemonstrationen in Frankfurt (vgl. 30.4.1972, 1.5.1972) und Rüsselsheim. Aus Frankfurt wird berichtet von Vietnamdemonstrationen (vgl. 9.5.1972, 18.5.1972).

Aus Niedersachsen wird berichtet vom 1. Mai in Braunschweig, Göttingen, Hannover, Wilhelmshaven und Wolfsburg. Polemisiert wird gegen den KB Bremen (KBB) und den KB Göttingen (KBG), die sich gegen die Aktionen gegen die CDU-Putschversuche ausgesprochen hätten.

Aus NRW wird berichtet vom 1. Mai in Dortmund, Essen, Köln und Oberhausen und aus Köln von Felten und Guillaume (F+G - IGM-Bereich - vgl. 26.4.1972).

Aus Schleswig-Holstein wird berichtet von den Aktionen gegen das Mißtrauenvotum im Flensburger IGM-Bereich (vgl. 26.4.1972), vom 1. Mai in Flensburg, Kiel und Preetz sowie von Vietnamaktionen in Flensburg (vgl. 15.5.1972, 19.5.1972).
Q: Arbeiterkampf Nr. 19, Hamburg Juni 1972

Juli 1972:
Der "Arbeiterkampf - Arbeiterzeitung des Kommunistischen Bundes" Nr. 20 erscheint mit 20 Seiten.
Q: KB: Arbeiterkampf, Jg. 2, Nr. 20, Hamburg, Juli 1972.

August 1972:
Der "Arbeiterkampf - Arbeiterzeitung des Kommunistischen Bundes" Nr. 21 erscheint für August/September mit 20 Seiten.
Q: KB: Arbeiterkampf, Jg. 2, Nr. 21, Hamburg, August/September 1972.

Oktober 1972:
Der "Arbeiterkampf - Arbeiterzeitung des Kommunistischen Bundes" Nr. 22 erscheint mit 20 Seiten.
Q: KB: Arbeiterkampf, Jg. 2, Nr. 22, Hamburg, Oktober 1972.

November 1972:
Der "Arbeiterkampf - Arbeiterzeitung des Kommunistischen Bundes" Nr. 23 erscheint mit 18 Seiten.
Q: KB: Arbeiterkampf, Jg. 2, Nr. 23, Hamburg, November 1972.

Dezember 1972:
Der "Arbeiterkampf - Arbeiterzeitung des Kommunistischen Bundes" Nr. 24 erscheint mit 22 Seiten.
Q: KB: Arbeiterkampf, Jg. 2, Nr. 24, Hamburg, Dezember 1972.

Januar 1973:
Der KB gibt seinen "Arbeiterkampf" (AK) Nr. 25 für Januar/Februar (vgl. Dez. 1972, März 1973) heraus.
Enthalten ist der zweite Teil des Artikels "Wie sich das Zirkelwesen am eigenen Schopf aus dem Sumpf zieht" (vgl. Dez. 1972):"
ZUR AUSEINANDERSETZUNG MIT KBB/NRF (TEIL 2)

Im ARBEITERKAMPF 24 bericheten wir von der Absicht einiger Gruppen - KB Bremen, KB Göttingen, NRF Heidelberg u.a. - eine einheitliche Organisation zu bilden.

Auf einer Konferenz am 16./17. September 1972 bildeten diese Gruppen eine fünfköpfige 'Programmkommission', die den Auftrag erhielt, 'in etwa drei Monaten einen ausformulierten Programmentwurf vorzulegen. Schon vorher sollen vorbereitende Untersuchungen der Kommission veröffentlicht werden.'

Die Programmkommission konnte offensichtlich ihren Auftrag innerhalb der vorgesehenen Zeit von drei Monaten nicht durchführen, die Veröffentlichung von 'vorbereitenden Untersuchungen' unterblieb; stattdessen legte die Kommission Anfang Dezember bloß einen Arbeitsplan vor, der den Aufbau des Programms skizziert.

Diesen Arbeitsplan überschrieben NRF/KBB tollkühn mit dem Titel 'Das Programm der westdeutschen Kommunisten'. Damit soll gesagt sein, daß NRF/KBB den westdeutschen Kommunisten vorschlagen, sich auf dem Boden dieses Programms (zu dem freilich bisher nur der Arbeitsplan vorliegt) zur Neugründung der KPD zusammenzuschließen.

Dieser Arbeitsplan beseitigt immerhin einige maßlos überbetriebene Vorstellungen, die nicht nur wir, sondern auch einige Sympathisanten von NRF/KBB sich über das zu erwartende Programm gemacht hatten. So hatten wir z.B. noch vor kurzem geschrieben:

'…wir zweifeln nicht, daß die Genossen nunmehr ein Programm zustande bringen werden, das ausführlicher und exakter ist als die bisher vorliegenden Programme…' (ARBEITERKAMPF 24)

Und die mit NRF/KBB sympathisierende KG Köln hatte von dem Programm u.a. 'sorgfältige und konkrete Untersuchungen über Lage und Struktur der Arbeiterklasse', 'Aufarbeitung und Anwendung der Erfahrungen der kommunistischen Weltbewegung' und 'Anwendung der marxistisch-leninistischen Methode auf die Entwicklungstendenzen des westdeutschen Imperialismus' erwartet. ('tup' der KG Köln, September 1972)

Aus dem nunmehr vorgelegten Arbeitsplan geht jedoch hervor, daß das Programm von NRF/KBB zwar länger, aber keineswegs inhaltsreicher ausfallen dürfte als das halbe Dutzend von Programmen und Programmatischen Erklärungen, die schon von anderen Organisationen vorliegen.

Mit seiner Parole gegen die 'Verwechselung von programmatischen und taktischen Fragen' hatte das NRF schon vor einiger zeit das rechte Stichwort gegeben. Der Arbeitsplan zeigt, daß unter dieser Parole anscheinend die Beschränkung des Programms auf 'ewige Wahrheiten' (vom Typ 'Westdeutschland ist ein imperialistisches Land' oder 'Der endgültige Sieg des Proletariats ist unausbleiblich') gemeint ist, während konkrete Untersuchungsarbeiten und die Frage der Massenlinie aus dem 'Programm' hinaus in das Ressort der 'Taktik' verwiesen wurden. Dabei wurden auch einige Punkte der 'Taktik' zugeschlagen, die bis vor kurzem von NRF/KBB als Kern und Voraussetzung des Programms bestimmt worden waren.

So hatte z.B. die Bremer 'Wahrheit' den 'KPD's und 'KPD/ML's vorgeworfen, sie seien nicht in der Lage, in ihren programmatischen Erklärungen die 'Entwicklungsperspektiven des westdeutschen Imperialismus darzulegen' ('Wahrheit' Juni/Juli 1972 (vgl. 1.7.1972, d.Vf.)). Das war damals überhaupt die entscheidende Kritik des KBB an den 'Parteien', womit begründet werden sollte, warum das zukünftige Programm von NRF/KBB gaaaaanz anders aussehen müßte als die programmatischen Erklärungen der 'Parteien'. Im Arbeitsplan heißt es nunmehr:

'…unseres Wissens gibt es keinen Artikel, der sich mit Programmfragen beschäftigt und dabei nicht die Entwicklung des westdeutschen Imperialismus als DIE zentrale Aufgabe theoretischer Arbeit aufstellt. Nun wollen wir die Bedeutung dieser Aufgabe keineswegs abstreiten, aber von Bedeutung ist sie gerade in Hinblick auf die Ausarbeitung einer korrekten Taktik (!), nicht in Hinblick auf das Programm.' (Arbeitsplan, S. 10)

Auf einaml also soll die ehemals als Prüfstein und Fundament angegebene Untersuchung über die Entwicklung des BRD-Imperialismus fürs Programm gar nicht mehr so wichtig und bloß Gegenstand der 'Taktik' sein. ? Der Arbeitsplan beschränkt sich daher hinsichtlich der Entwicklung des BRD-Imperialismus auf allgemeinste Aussagen, die schon in der Programmatischen Erklärung des NRF von 1971 enthalten waren (verstärkter Kapitalexport, Konzentrationsprozeß etc.).

Ein zweites Beispiel: im 'Gemeinsamen Kommunique' der beteiligten Gruppen vom 28. Mai 1972 sind mehrere Punkte angegeben worden, und es heißt dazu: 'Die Klärung (!) dieser Frage ist die entscheidende (!) Voraussetzung (!) für die Erarbeitung des Programms'. Einer der dort angegebenen Punkte war die Faschismus-Frage. Wie aber wird die Faschismus-Frage nunmehr im Programm behandelt? Da heißt es, das Programm sollte auch einen 'Hinweis' auf Rückschläge der Arbeiterbewegung enthalten. Unter diesem Punkt sollen außer der 'Restauration des Kapitalismus in der Sowjetunion' (SU, d.Vf.) auch der historische Faschismus in Deutschland und Italien 'angeführt' werden, weil er 'eine stark demoralisierende Wirkung' hatte (S.26).

Ist der Faschismus aber nur ein HISTORISCHES Problem, auf das ein 'Hinweis' am Rande ausreichend ist…? - Der Arbeitsplan erkennt zwar die Möglichkeiteiner 'aktuell drohenden faschistischen Gefahr' auch für die Zukunft an, jedoch sei das 'eine andere Frage, die nicht Bestandteil des Programms (!), sondern Gegenstand taktischer Erörterungen und Resolutionen ist' (S.30).

Erst wurde also die Klärung der Faschismus-Frage als 'entscheidende Voraussetzung' für die Erarbeitung des Programms definiert. Nun aber heißt es, diese Frage sei gar nicht Gegenstand des Programms, sondern der 'Taktik'. In der Tat widmet der Arbeitsplan der Faschismus-Frage alles in allem noch nicht einmal 10 Zeilen!

Gegen die 'KPD' haben NRF/KBB den Vorwurf der 'programmatischen Beliebigkeit' (Arbeitsplan, S. 8) erhoben. Aber was könnte 'beliebiger' sein als der Arbeitsplan von NRF/KBB, worin ehemals für unentbehrlich erklärte Bestandteile des Programms einfach fallen gelassen sind, worin über zentrale Fragen der Arbeiterbewegung (Faschismus, Opportunismus) oberflächlich hinweggehuscht wird, während Nebenfragen (z.B. Rolle der 'neuen Mittelklasse') genüßlich ausgewalzt werden?

Zumindest die Führer des KBB wissen genau, was sie da veranstaltet haben. Denn in der 'Wahrheit' schrieben sie schon vor fast einem Jahr völlig richtig:

'Wir gehen also davon aus, daß es noch keine politische Plattform gibt, welche die Basis bilden könnte für eine dauerhafte Einheit der Arbeiterklasse und frei von Opportunismus und Gründungsfieber (!). Wir gehen weiter davon aus, daß diese Basis auch nicht in wenigen Monaten (!) geschaffen werden kann, zumal in der westdeutschen kommunistischen Bewegung mit der umfassenden wissenschaftlichen Untersuchung unserer Wirklichkeit kaum begonnen worden ist.' ('Wahrheit' Feb. 1972 (vgl. 1.2.1972, d.Vf.))

Der Arbeitsplan ist der zwangsläufige Ausdruck des Versuchs, wider besseres Wissen nun DOCH 'in wenigen Monaten' und ohne umfassende wissenschaftliche Untersuchungen so etwas wie ein Programm zusammen zu bringen. Dieses Programm hat keine Funktion für den Kampf der Arbeiterklasse, sondern es dient der bornierten Gruppenlogik der NRF/KBB-Führer: sie haben nun etwas zum Vorzeigen, mit dem sie in der Bewegung den großen Fischzug zu machen hoffen.

SALTO MORTALE

Immer und immer wieder haben NRF/KBB in ihren Publikationen die brennende Notwendigkeit des Programms eindringlich beschworen: das Programm schaffe überhaupt erst den einheitlichen Willen in der kommunistischen Bewegung und 'damit die Basis für ihren Zusammenschluß in der Partei' - ohne Programm sei die Bewegung zur 'taktischen Defensive' gegenüber der Bourgeoisie verdammt - ohne Programm könnten innerorganisatorische Widersprüche nicht offen ausgetragen werden usw. usf.

Aber der nun folgende 'Salto mortale' der NRF/KBB-Führer endet prompt auf dem Arsch! In ihrem Programm/Arbeitsplan lassen sie den Leser teilnehmen an ihrer Suche nach 'Vorbildern' für ihr Programm und das Ergebnis ihrer Suche fassen sie so zusammen:

'Seit dem Erfurter Programm von 1891 (!) ist von der revolutionären Arbeiterbewegung Deutschlands kein (!) systematisches Programm mehr ausgearbeitet worden, auf das wir uns stützen könnten.' (S.14/15)

Die verschiedenen Programm der KPD seien - so führt der Arbeitsplan weiter aus - alles gar keine richtigen Programme gewesen, sondern bloß 'Erklärungen mit Aufrufcharakter' oder 'taktische Feststellungen, die auf eine bestimmte Klasenkampfsituation bezogen waren'. Diese Programme der KPD seien zwar nicht völlig bedeutungslos, aber als 'Vorbild' fürs Programm von NRF/KBB seien sie untauglich. Ihr 'Vorbild' sehen die Genossen stattdessen in den programmatischen Diskussionen zum SPD-Programm von 1891 und zum Programm der russischen Partei von 1903 (zuzüglich dessen Erweiterungen 1918).

Die Genossen scheinen sich noch nicht einmal über die unglaubliche Arroganz im Klaren zu sein, SIE würden seit 1891, seit 80 Jahren (!) endlich wieder ein 'systematisches Programm' für die Arbeiterbewegung schreiben, wozu die KPD anscheinend nicht in der Lage war.

Wenn überhaupt erst das Programm die Basis für den parteimäßigen Zusammenschluß schafft - was war dann die KPD, die ja angeblich niemals ein 'richtiges' Programm gehabt hat? War die KPD seit ihrer Gründung 1918 nur ein gigantisch aufgeblähter ZIRKEL, der sich 'unrechtmäßig' als Partei bezeichnete? Man muß dies freilich glauben, da ja NRF/KBB das Fehlen eines Programms als wesentliches Merkmal des Zirkelwesens bezeichnen.

Zuerst haben die NRF/KBB-Führer die unheimliche Bedeutung und unbedingte Notwendigkeit des Programms betont. Nun ja, jede Henne gackert zum Eierlegen. - Aber dann tischen sie plötzlich die Behauptung auf, die KPD hätte während ihrer ganzen Existenz niemals ein Programm gehabt und sie müßten ihr Vorbild im Jahre 1891 suchen. Totale Konfusion!

Woran liegt es, daß die Genossen bis aufs sozialdemokratische Erfurter Programm von 1891 und aufs Programm der russischen Sozialdemokratie von 1903 zurückgreifen müssen, während sie in der nachfolgenden Zeit bis heute nichts 'Gescheites' im Sinne ihrer 'programmatischen' Pläne gefunden haben? Den Genossen scheint nicht einmal aufgefallen zu sein, daß hier eine Frage liegt.

WIE MÜSSTE DER FASCHISMUS IM PROGRAMM BERÜCKSICHTIGT WERDEN?

Wie wir sehen, geht der Arbeitsplan von NRF/KBB zum Programm mit kaum 10 Zeilen auf die Fragen ein, die sich aus der Erfahrung des Faschismus für die Arbeiterklasse ergeben.

Das entspricht zwar nicht den früheren Ankündigungen von NRF/KBB, daß die 'Klärung der Faschismusfrage' eine 'entscheidende Voraussetzung' (!) für die Erarbeitung des Programms sei. Jedoch liegt es ganz auf der Linie ihrer sonstigen Politik, die Faschismusfrage durch Schweigen zu 'lösen'

Daß sich im Programm überhaupt ein 'Hinweis' auf den Faschismus (der Vergangenheit) finden soll, begründet der Arbeitsplan ausschließlich mit der 'stark demoralisierenden Wirkung;, die der deutsche und italienische Faschismus auf die Arbeiter gehabt habe.

Schon diese Begründung offenbart den falschen Ansatz bei NRF/KBB, die von einer WIRKUNG der Erfahrung des Faschismus ausgehen, statt von der Erfahrung selbst: der Faschismus hat den grauenvollsten Krieg der Menschheit herbeigeführt, mit Millionen Arbeitern vieler Nationen als Opfer. Der Faschismus hat tausende klassenbewußter Arbeiter abgeschlachtet oder zerbrochen, er hat die Ergebnisse von Arbeitskämpfen vieler Jahre zunichte gemacht. DESHALB - und nicht in erster Linie der 'demoralisierenden Wirkung' wegen, die sich als Folge im Bewußtsein der Arbeiter zeigt - muß im Programm vom Faschismus geredet werden. Wenn wir über Niederlagen reden, dann deshalb, um aus ihnen zu lernen - und nicht deshalb, weil Niederlagen nebenbei auch eine demoralisierende Wirkung haben. Der Aspekt, aus der Niederlage des Faschismus zu LERNEN, scheint aber in den programmatischen Vorstellungen von NRF/KBB zu fehlen.

Der Arbeitsplan stellt den Faschismus lediglich als Gegenstand 'taktischer Erörterungen' - nicht aber als Gegenstand des Programms - dar: Es sei ja möglich, daß 'unter bestimmten Umständen' die Kapitalisten nochmals zu faschistischen Lösungversuchen greifen könnten; aber was die Kommunisten (und die Arbeiter) dann zu tun hätten, das sei halt bloß Gegenstand 'taktischer Erörterungen und Resolutionen' (Arbeitsplan, S. 30). Weiter unten führen sie dann noch eine Resolution an, die einzige, die sich auf den Faschismus zu beziehen scheint: diese Resolution soll eine Auffassung zurückweisen, der demokratische Kampf müsse heute wesentlich als antifaschistischer Kampf geführt werden. Die einzige 'taktische Resolution', die ihnen zum Faschismus einfällt: eine negative Abgrenzung von bestimmten Kampfformen, statt einer positiven Bestimmung der Aufgaben der Kommunisten (Arbeitsplan, S. 39).

NRF/KBB haben offenbar noch nicht einmal begriffen, daß der Faschismus und andere Formen der Konterrevolution TYPISCH sind für die ETAPPE des untergehenden Kapitalismus und proletarischen Revolution. Demnach geht es hier nicht um die TAKTISCHE Antwort, die auf eine bestimmte eventuelle Wendung des Klassenkampfes zu geben ist, sondern es geht um eine STRATEGISCHE Antwort auf die grundsätzliche und fürs Proletariat wesentliche Frage nach dem Weg der Revolution in dieser Etappe. Mit einem unnachahmlichen Sinn für Banalitäten haben NRF/KBB sogar die 'Unausbleiblichkeit' des proletarischen Sieges als Programmpunkt angegeben. Aber auf die Frage nach dem WEG dorthin haben sie nur eine Antwort: darüber zerbrechen wir uns jetzt noch nicht den Kopf. Das gehört in die Taktik und wenn es soweit ist, werden wir schon eine Resolution dazu machen…

Immerhin ist sogar die revisionistische DKP in diesem Punkt richtiger verfahren als NRF/KBB im Arbeitsplan. Im ursprünglichen Programm der DKP (gleich Grundsatzerklärung) hieß es nämlich:

'Die DKP erstrebt den für das arbeitende Volk der Bundesrepublik günstigsten Weg zum Sozialismus, einen Weg ohne Bürgerkrieg. Es waren immer die herrschenden reaktionären Klassen, die zur Rettung ihrer Macht und ihrer Vorrechte blutige Gewalt gegen das Volk anwandten…'

In den späteren 'Thesen' der DKP (1971) findet sich kein entsprechender Hinweis mehr. Bei einer revisionistischen Partei wie der DKP ist das nicht weiter verwunderlich.

Aber auch NRF/KBB haben in ihrem Arbeitsplan zum Programm die Frage des Bürgerkriegs und des bewaffneten Kampfes schlichtweg 'vergessen'. Und eine solche 'Vergeßlichkeit' ist einigermaßen erstaunlich bei Leuten, die sonst sogar der 'KPD/ML' schon Konkurrenz an Wortradikalismus zu machen beginnen.

Die Geschichte der Klassenkämpfe zeigt, daß die Revolution in den imperialistischen Ländern ihren Weg wahrscheinlich über den Bürgerkrieg nehmen wird, der vom unbedingten Festhalten der herrschenden Klasse an den bestehenden Besitz- und Machtverhältnissen hervorgerufen wird. Die Vorbereitung der Arbeiterklasse gerade auf diesen Weg der Entwicklung ist demnach eine zentrale Aufgabe der Kommunisten - unabhängig von taktischen Wendungen, die der Klassenkampf erfordert und auf die das Programm nicht im Einzelnen eingehen kann.

Das Programm der Kommunisten wird diese Schlußfolgerung aus der Geschichte der Klassenkämpfe festzuhalten haben. In diesem Zusammenhang ist der Faschismus als eine besonders brutale Form der Konterrevolution nach innen und außen anzusprechen. (Wir auf die inhaltlichen Vorstellungen von NRF/KBB zur Faschismusfrage demnächst nochmals ausführlicher eingehen - vgl. hierzu auch ARBEITERKAMPF 16, 17 und 18).

WIE MÜSSTE DER OPPORTUNISMUS IM PROGRAMM BERÜCKSICHTIGT WERDEN

In der Frage des Kampfes gegen den Opportunismus tritt die chaotische Fehl-Proportionierung des Programms, das Verwechseln von Wesentlichem und Unwesentlichem durch NRF/KBB besonders krass zutage: da widmet der Arbeitsplan zum Programm mehr als 200 (!) Zeilen der aufregenden Frage 'Wie wird die neue Mittelklasse im Programm berücksichtigt?', während ganze 9 (neun) Zeilen auf den Abschnitt 'Der Kampf gegen den Opportunismus' entfallen. Das widerspiegelt das Bewußtsein von Kleinbürgern, denen die genaue Bestimmung ihrer Klassenlage schon seit Jahren im Kopf herumspukt, und denen sich die Frage nach der 'neuen Mittelklasse' ohne weiteres als DAS zentrale Problem der Programmatik darstellt (kein anderer Punkt ist im Arbeitsplan so ausführlich und geradezu liebevoll abgehandelt wie dieser!).

Die Aussage des Arbeitsplans zum Punkt 'Kampf gegen den Opportunismus' beschränkt sich im Wesentlichen auf einen einzigen mageren Satz, nämlich daß 'jeder bürgerliche sozialdemokratische Einfluß auf die Arbeiterbewegung bekämpft werden muß, ebenso wie die revisionistische Entstellung des Marxismus durch diejenigen Parteien, die im Fahrwasser des russischen Sozialimperialismus schwimmen' (S.27).

Der Opportunismus als Form bürgerlicher Politik in der Arbeiterbewegung ist sozusagen das 'friedliche' Gegenstück zur Gewaltpolitik der Bourgeoisie. In seinem Kampf um den Sozialismus muß das Proletariat mit seinen Feinden fertig werden: mit dem Einfluß der bürgerlichen Ideologie ebenso wie mit dem bürgerlichen Terror. Daher muß der Kampf gegen den Opportunismus im Programm ebenso wie der Bürgerkrieg breiteren Raum einnehmen. Und es ist eben typisch für das 'programmatische' Bewußtsein der Führer von NRF/KBB, daß sie von diesen zwei zentralen Fragen der Arbeiterbewegung die eine glattweg 'vergessen' haben, während sie an der anderen vorbeihuschen.

Ein wirkliches Programm der Kommunisten müßte zunächst auf die historische Entwicklung der Spaltung der Arbeiterbewegung eingehen. Hierbei kann auf die Ausführungen Lenins Bezug genommen werden, ergänzt durch eine Konkretisierung auf der Basis (noch fehlender) aktueller Untersuchungen über die Struktur der Arbeiterklasse. Es muß daran verdeutlicht werden, daß der Opportunismus seine materielle Basis im Imperialismus hat (z.B. Frage der 'Arbeiteraristokratie', Stellung der Angestellten und Beamten, Verbindung von sozialdemokratischer Bürokratie und Staatsapparat, Imperialismus und 'Dritte Welt').

In Deutschland ist der bedeutendste organisatorische Träger des Opportunismus die SPD. Das Programm der Kommunisten muß entscheidende, für die Arbeiterbewegung verhängnisvolle Stationen der SPD ansprechen: die Haltung zum imperialistischen Krieg 1914, die Irreleitung und Unterdrückung der revolutionären Arbeiterkämpfe 1918-1923, die Verhinderung der antifaschistischen Aktionseinheit der Arbeiterklasse 1929-1933, die Hilfestellung bei der bürgerlichen Restauration nach 1945 und die Regierungsführung seit Ende der 60er Jahre. Dieser Abschnitt müßte dazu dienen, außen den 'Schrecken des Imperialismus' (Arbeitsplan, S. 26) sozusagen auch die Schrecken des Sozialdemokratismus deutlich zu machen.

An dieser Stelle hätte eine allgemeine Ausführung zum Vorgehen im Kampf gegen den Opportunismus zu folgen: daß die Kommunisten den Sozialdemokratismus als Agenten der Bourgeoisie auf keinen Fall verwechseln mit ihren sozialdemokratischen Klassenbrüdern, also unser Ringen um die Aktionseinheit der Arbeiterklasse bei gleichzeitigem unversöhnlichen Kampf gegen die sozialdemokratische Politik und Ideologie.

Hier wäre dann auch der Platz, auf den modernen Revisionismus einzugehen - zum einen als 'linke' Variante des Sozialdemokratismus in den kapitalistischen Ländern, und zum zweiten als Wegbereiter der bürgerlichen Restauration in jenen Ländern, wo das Proletariat schon die Macht erkämpft hat. Diese Entwicklung müßte vom Programm erläutert werden.

WIE MUSS DIE AUSEINANDERSETZUNG GEFÜHRT WERDEN?

Bekenntnisse zur Notwendigkeit der Auseinandersetzung um eine kommunistische Strategie und Taktik sind heute allgemein üblich. Würde der Fülle der bekenntnisse die Breite und Tiefe der Auseinandersetzung annähernd entsprechen, so stünde es glänzend um die Zukunft der kommunistischen und Arbeiterbewegung in unserem Land. Leider ist das aber durchaus nicht so, und zwar im Wesentlichen als eine Folge der Zersplitterung der kommunistischen Bewegung.

Die einfachste Voraussetzung einer Auseinandersetzung zwischen Kommunisten ist die Existenz einer kommunistischen Presse. Diese muß die Gegenstände der Auseinandersetzung behandeln und diese Auseinandersetzung muß von den Kommunisten verfolgt werden.

Wie sieht es mit dieser einfachsten Voraussetzung aus?

In der BRD gibt es vier Organisationen, die sich den Namen einer 'Kommunistischen Partei' zugelegt haben: die revisionistische DKP, ferner zwei 'KPD/ML's und die 'KPD'. Alle vier Organisationen geben eigene Zeitungen heraus, davon zwei (DKP und 'KPD') wöchentlich und eine ('Roter Morgen') vierzehntägig.

Weiter gibt es mehrere andere kommunistische Organisationen. Von diesen haben u.a. die 'Arbeiterzeitung' des Heidelberger NRF, die 'Kommunistische Arbeiterzeitung' der ABG München und der Freiburger 'Klassenkampf' vorwiegend den Charakter örtlich begrenzter Agitationszeitungen. Überörtliche Bedeutung haben gegenwärtig insbesondere der Hamburger ARBEITERKAMPF, die Bremer 'Wahrheit', das Heidelberger 'Neue Rote Forum' (das sich freilich als theoretische Zeitschrift in erster Linie an fortschrittliche Intellektuelle und organisierte Kommunisten wendet) und die 'Rote Fahne' des schwäbischen KABD.

Diese Zeitungen erreichen insgesamt immer noch nur einen sehr kleinen Kreis, verglichen mit der bürgerlichen Presse - zusammengenommen hat die kommunistische Presse noch nicht einmal die Auflage einer faschistischen Wochenzeitung wie etwa der 'National- und Soldatenzeitung'.

Die meisten Organisationen scheuen sich, die Auflagenhöhen ihrer Zeitungen zu 'verraten'. Die Gründe dafür sind nicht einleuchtend, da jedenfalls der Staatsapparat diese Zahlen wohl recht gut kennt (zumal viele dieser Zeitungen noch im bürgerlichen Lohndruck hergestellt werden).

Die höchste Auflage aller Zeitungen mit kommunistischem Anspruch hat zweifellos die 'UZ' der DKP, wahrscheinlich 60 - 90 000, wovon allerdings regelmäßig mehr als ein Drittel kostenlos verteilt wird.

Der 'Arbeiterkampf' hat seine Auflage seit Beginn seines Erscheinens vor einem Jahr erheblich steigern können, von 5 000 auf gegenwärtig 16 - 18 000.

An dritter Stelle folgt das 'Neue Rote Forum', das ebenfalls regelmäßig die Höhe seiner Auflage angibt und zuletzt (Oktober 1972) bei 12 000 stand.

Andere Auflagen sind nur zu schätzen. So dürften die 'Rote Fahne' der 'KPD' und die 'Wahrheit' des KBB knapp über 10 000 liegen, während wahrscheinlich von den übrigen Zeitungen keine mehr als 5 000 Stück Auflage hat.

Es liegt auf der Hand, daß die überwiegende Mehrheit der Kommunisten weder Zeit noch Interesse hat, die gesamte kommunistische Presse ? zwei Wochenzeitungen und ein halbes Dutzend Monatszeitungen - regelmäßig zu kaufen und durchzulesen. Erst recht ist klar, daß dies der unorganisierte, aber am Marxismus-Leninismus interessierte Arbeiter kaum tun wird.

Prüfen wir im Licht dieser Situation zwei häufig zu hörende Parolen von NRF/KBB: die Auseinandersetzung zwischen den Kommunisten müßte 'offen vor der Arbeiterklasse' geführt werden und sie müßte 'quer durch die Zirkel hindurch geführt' werden.

Zur ersten Parole: wir haben festgestellt, daß die kommunistische Presse immer noch nur einen sehr kleinen Teil der Arbeiterklasse erreicht und also im besten Fall nur dieser kleine Teil der Arbeiterklasse überhaupt Zeuge der Auseinandersetzung um eine kommunistische Strategie und Taktik wird. Ferner kriegt selbst dieser kleine Teil in der Regel nicht die ganze Breite der Auseinandersetzung mit, sondern im Wesentlichen nur den Standpunkt einer Organisation, deren Zeitung er regelmäßig liest.

Das liegt sozusagen 'in der Natur der Sache'. Bemerkenswert ist aber, daß NRF/KBB anscheinend ausdrücklichen Wert auf die Aufrechterhaltung dieses Zustands legen! In einem bösen Brief beschwerte sich nämlich vor einiger Zeit das NRF bei uns, weil am 1. Mai 1972 einige Genossen den ARBEITERKAMPF in Mannheim (das vom NRF als sein 'Jagdrevier' angesehen wird) verkauft hatten.

Dies - so das NRF - sei 'spalterisch' und 'verwirrend'. Den vollständigen Wortlaut des Heidelberger Briefes haben wir in UNSER WEG 16/17 (vgl. **.*.1972, d.Vf.) wiedergegeben. Dies zeigt klar, daß NRF/KBB zwar von 'offener Auseinandersetzung vor der Arbeiterklasse' gerne schwätzen, aber sehr erschrocken sind, wenn man sie beim Wort nimmt.

Zur zweiten Parole: eine Auseinandersetzung 'quer durch die Zirkel hindurch' erfordert, daß die Kommunisten auch die Zeitungen anderer Organisationen (zwar nicht alle, aber doch die bedeutendsten) regelmäßig zur Kenntnis nehmen und daß zwischen den Oranisationen in der Presse überhaupt erst ein Austausch und Kampf der Standpunkte organisiert wird. Damit liegt es jedoch sehr im Argen.

Hierzu nochmals Zahlen. In der Buchhandlung 'Arbeiterbuch' in Hamburg, die dem Kommunistischen Bund nahesteht, werden jeweils 7 - 800 Stück des Heidelberger 'Neuen Roten Forums' und 5 - 600 Stück der Bremer 'Wahrheit' verkauft.

Umgekehrt verkaufen das NRF in seinem Heidelberger Buchladen und der KB Bremen in seinem Buchladen nur je etwa 150 Stück vom ARBEITERKAMPF. Diese Zahl wurde vom KBB kürzlich gar auf 80 gesenkt. In einem ironischen Begleitbrief dazu hieß es: 'Das Interesse ist zurückgegangen'. (Warum wohl?)

Die Führer des KBB geben sich hier die biedermännische Maske des kleinen Krämers an der Ecke, der die 'sinkende Nachfrage' nach einem bestimmten Produkt achselzuckend zur Kenntnis nimmt. So möchten sie verdecken - was sie in Wahrheit wohl recht gut wissen - daß der überörtliche Verkauf der verschiedenen Richtungen der kommunistischen Presse eine politische Frage ist und die 'Nachfrage' nach Zeitungen anderer Richtungen von der Haltung der Führer und vom 'Klima' in den jeweiligen Organisationen bestimmt wird und daß sie geradezu ein Gradmesser für die politische Reife einer Organisation ist.

In einer Organisation wie dem schwäbischen KABD z.B. kann man von den Mitgliedern offen hören, daß sie nur das lesen, was ihre Führer ihnen verordnen. Der dem KABD nahestehende Buchladen in Stuttgart weigert sich in diesem Sinn auch, den ARBEITERKAMPF überhaupt zum Verkauf anzubieten. Ebenso wiegert sich der Buchladen der ABG in München, den 'Arbeiterkampf, dieses Trotzkistenblatt', zu verkaufen. (Der erste 'Boykott' gegen unsere Zeitungen wurde übrigens schon 1971 von einer Frankfurter Buchhandlung ausgesprochen, die damals der 'KPD/ML' - 'Roter Morgen' (KPD/ML-ZK, d.Vf.) gehörte).

In diesem Zusammenhang sind auch die KBB-Führer zu erwähnen. Als vor einigen Wochen in Bremen von unseren Genossen der ARBEITERKAMPF verkauft wurde, tauchte plötzlich Claus von Eitzen, Mitglied des ZK des KBB, auf und verkündete: wir sollten 'auf Beschluß des ZK des KBB' den Verkauf sofort einstellen. Als unsere Genossen natürlich weiter verkauften, wurde ein Mitglied des KBB hin dirigiert, der regelmäßig zu schreien hatte 'Die Zeitung der neuen Sozialdemokratie'. Interessant wäre zu wissen, ob die KBB-Führer auch den Verkauf anderer Zeitungen (z.B. der revisionistischen 'UZ' oder der super-'linken' 'Roten Fahne') in Bremen in ähnlicher Weise zu stören versuchen, oder ob nur der ARBEITERKAMPF sie zu solch schwachsinnigen Reaktionen reizt.

Es liegt bei der Führung, in 'ihren' Organisationen ein Klima zu schaffen, wo das Lesen kommunistischer Zeitungen (außer der eigenen) entweder direkt als ketzerisch verboten ist oder zumindest für Zeitverschwendung gehalten wird. Im einen wie dem anderen Fall ist das Kennenlernen und Vergleichen verschiedener Auffassungen über kommunistische Strategie und Taktik, d.h. die wortreich geforderte 'Auseinandersetzung quer durch die Zirkel', unmöglich.

WIE DIE NRF/KBB-FÜHRER DEN KB BEKÄMPFEN

Die Führer von NRF/KBB, die die Verbreitung des 'Arbeiterkampf' unter den Arbeitern ihres 'Reviers' verhindern wollen, setzen diese Art der 'Auseinandersetzung' in ihrer Presse konsequent fort.

Bevor wir die äußeren Erscheinungsformen dieser 'Auseinandersetzung' darstellen, muß etwas über die dahinter stehenden grundsätzlichen Vorstellungen von NRF/KBB und deren materielle Basis gesagt werden.

Im Arbeitsplan zum Programm heißt es: '…wir fordern nicht die organisatorische Unterordnung und Auflösung der bestehenden Organisationen (d.h. der 'Partein und der Zirkel - Anm. des AK) in die unsere, sondern wir kämpfen um die politische Anerkennung unseres Programms und unserer Taktik…' (S.40).

Wir wollen hier nicht auf die Frage eingehen, daß NRF/KBB zum Programm nur einen oberflächlich zusammengebastleten, unvollständigen Arbeitsplan haben und daß ihre Taktik überhaupt noch nicht fixiert ist, sondern bisher nur aus ihrer Politik zu rekonstruieren ist.

Uns geht es vielmehr um den Begriff der 'politischen Anerkennung' einer bestimmten Linie von Programm und Taktik. Dieser Begriff setzt voraus, daß MEHRERE Linien existieren, und daß eine von diesen die RICHTIGE ist. Welche das ist, muß sich dann nur noch im 'Kampf um die politische Anerkennung' herausstellen.

Diese Vorstellung verkennt aber den aktuellen Stand der kommunistischen Bewegung, wie er von den Bremer Führern selbst in besseren Zeiten einmal richtig beschrieben worden ist: aus dem Fehlen umfassender revolutionärer Erfahrung und gründlicher Kenntnis des wissenschaftlichen Sozialismus ergeben sich für die Kommunisten heute große Schwieirgkeiten, eine klare (korrekte) Linie herauszubilden ('Wahrheit' Juni/Juli 1972).

Wir gehen davon aus, daß es 'die korrekte Linie' - verkörpert durch eine 'Partei' oder einen der Zirkel - heute noch nicht gibt. Deshalb haben wir gesagt, daß diese Linie in der Dialektik der Auseinandersetzung und Zusammenarbeit zwischen den kommunistischen Organisationen zu erarbeiten ist.

Die Parole vom 'Kampf um die politische Anerkennung' hat ihre Basis in der Zersplitterung des Zirkelwesens und in seiner Isoliertheit von der Arbeiterklasse. Sie bedeutet eine Übertragung der Formen kapitalistischer Konkurrenz auf die kommunistische Bewegung. Der 'politische' Selbsterhaltungstrieb einiger Führer der Bewegung bildet die 'Hauptseite' bei der Durchsetzung dieser Parole.

Die Führer von NRF/KBB reden wie Kommunisten, aber sie handeln wie Kapitalisten, die eifersüchtig ihren 'Markt' verteidigen und 'Konkurrenten' auszuschalten trachten.

Die Führer von NRF/KBB schwätzen von 'offener Auseinandersetzung vor der Arbeiterklasse'. Aber die bekanntmachung der Arbeiter ihres 'Reviers' mit den Zeitungen anderen kommunistischer Gruppen würden sie gern verhindern, wenn sie könnten.

Auch in ihren Zeitungen setzen sie sich mit dem Kommunistischen Bund gar nicht ernsthaft auseinander. So ist es typisch, daß die Bremer 'Wahrheit' es bis heute nicht geschafft hat, auch nur eine einzige Zeile aus dem 'Arbeiterkampf' vollständig wiederzugeben. Stattdessen erfährt der Leser bloß in indirekter Rede, was angeblich im ARBEITERKAMPF gestanden haben soll.

Meist wird dabei der wirkliche Standpunkt des Kommunistischen Bundes bis zur Unkenntlichkeit verdreht. Im Vergleich dazu zitiert der ARBEITERKAMPF ständig längere Passagen aus der 'Wahrheit' usw., um mit den Vorstellungen anderer Gruppen bekannt zu machen. Wir halten uns dabei an Lenin, der in seinen Artikeln immer wieder ausführlich in Zitat-Form die Auffassungen seiner Gegner wiedergab, bevor er sie widerlegte. Es ist ohne weiteres einsichtig, daß nur auf dieser Grundlage überhaupt eine ehrliche Auseinandersetzung möglich ist. Lenin schrieb:

'Die Polemik wird nur dann Nutzen bringen, wenn sie klarstellt, worin eigentlich die Meinungsverschiedenheiten in Teilfragen handelt, ob diese Meinungsverschiedenheiten ein Hindernis für die gemeinsame Arbeit in den Reihen ein und derselben Partei sind oder nicht…'

Für die aktuelle Polemik zwischen den Kommunisten ist dagegen bezeichnend, daß gerade diese Klarstellung über das Wesen und die Tiefe der Differenzen kaum vorgenommen wird. Und besonders die Führer von NRF/KBB sind traurige Meister in der Kunst, einen Streit um Formulierungen oder Nebensächlichkeiten als Wesen der Meinungsverschiedenheiten auszugeben. Ohnehin macht sich der größte Teil ihrer Polemik gegen den Kommunistischen Bund an Fälschungen und Verdrehungen fest.

Wo NRF/KBB nicht direkt zum Mittel der Fälschung greifen, da bringen sie den Standpunkt des Kommunistischen Bundes doch zumindest in einer diffamierenden Form ein.

Indem sie z.B. schreiben: 'Die Genossen (gemeint ist der Kommunistische Bund - Anm. des AK) jammern über die Stärke der Bourgeoisie', drücken sie sich zugleich um eine ernsthafte Diskussion dieser für die Arbeiterbewegung wichtigen Frage (NRF 4/5, 1972 (vgl. Okt. 1972, d.Vf.), S. 9). Aus einer Auseinandersetzung über das aktuelle Kräfteverhältnis im Klassenkampf machen sie eine moralische Frage. Dabei ist die Sache sehr einfach: der Kommunistische Bund jammert nicht über die relative Stärke der Bourgeoisie, aber er stellt sie fest. Da NRF/KBB diese Feststellung durch Tatsachen nicht widerlegen können, sticheln sie in der Manier von kleinen Kindern: 'Ihr seid ja bloß zu feige und traut euch nicht!'

Einen Höhepunkt hat diese Alberei in einem Beitrag des ZK des KBB erreicht, wo die ganze Politik des Kommunistischen Bundes auf die 'Kleinmütigkeit' seiner Führer zurückgeführt wird (NRF 6/1972 (vgl. Dez. 1972, d.Vf.), S. 10ff).

Die prinzipienlose Polemik von NRF/KBB gegen den Kommunistischen Bund hat Tradition. Sie ist überhaupt eines der wichtigsten Bänder, das diesen Zirkelblock zusammenhält. Im Arbeitsplan zum Programm vertseckt sich dieser Tatbestand hinter folgendem Satz:

'Seit dem gemeinsamen Auftreten der kommunistischen Zirkel in der Metalltarifrunde (MTR, d.Vf.) 1971 haben wir in den Auseinandersetzungen mit einem allmählich sich herausbildenden System rechtsopportunistischer Politik die Gemeinsamkeit unserer Organisationen herausgearbeitet' (S.13). Oder in klarem Deutsch: die Führer von NRF/KBB haben ihre 'Gemeinsamkeit' im Kampf gegen den 'rechtsopportunistischen' Kommunistischen Bund 'herausgearbeitet'.

Sie behaupten, wir hätten unsere 'rechtsopportunistische' Politik erst almmählich herausgebildet. Mit dieser Lüge wollen vor allem die Führer des KBB ihre eigenen Schwankungen bemänteln. Nicht wir, sondern sie haben ihre Politik geändert, vor allem in der Faschismus-Frage ('unvorstellbar', daß die KBB-Führer im Herbst 1971 die SPD zum … (Zeile unlesbar, d.Vf*) Strauß aufforderten. Eine Begründung, eine Selbstkritik für ihr politisches Zick-Zack haben sie bis heute nicht geliefert.

Die Führer des KBB schreiben, sie hätten zunächst 'in einer gemeinsamen Front mit denjenigen Genossen' gestanden, 'die später den KB-Nord (den Kommunistischen Bund - Anm. des AK) gründeten… Die Widersprüche zu diesen Genossen, die heute in aller Schärfe hervortreten, waren damals noch völlig unentwickelt' (Arbeitsplan, S. 12). Erst durch die Gründung des Kommunistischen Bundes sei es zum Bruch zwischen uns und den KBB-Führern gekommen (Arbeitsplan, S. 13).

Wieder eine Lüge. In Hamburg entstand die Gruppe des Kommunistischen Bundes durch einen Zusammenschluß des SALZ und des KAB. Hiervon war das SALZ eine relativ stark in den Betrieben verankerte Organisation, während der KAB eine kleine Gruppe war, die sich in erster Linie mit der Herausgabe einer politisch-theoretischen Zeitung befaßt (KAB-AZ).

Zum SALZ standen die Führer des KBB längst in alter Feindschaft, die ihren Ursprung offenbar in früheren Auseinandersetzungen um die 'Vormacht' in Norddeutschland hatte. Dagegen biederten sich die KBB-Führer beim KAB an, zogen die KAB-AZ zur Schulung im KBB heran und forderten den KAB auf, in Hamburg eine Konkurrenzorganisation zum SALZ zu schaffen.

Während der Aktionseinheit zahlreicher Zirkel zur Metall-Tarifrunde 1971 gingen dann die KBB-Führer zum offenen Angriff gegen das SALZ vor. Der Gegenstand ihrer Polemik verrät die Prinzipienlosigkeit der KBB-Führer. Griffen sie doch damals das SALZ von rechts (!) an, warfen ihm 'Links'-Sektierertum (!) vor, weil es die Lohnforderungen der IGM-Spitze als zu niedrig kritisiert hatte. Damit sei das SALZ 'aus dem Kampf der Arbeiterklasse ausgestiegen', behaupteten die KBB-Führer. Das SALZ wolle so - man höre und staune! - 'die Gewerkschaft spalten'.

An diese Polemik hängten die KBB-Führer zugleich eine wilde Schimpfkanonade gegen das SALZ, in der 'Agentur der Bourgeoisie' und 'konterrevolutionären Machenschaften' des SALZ die Rede war.

Schließlich wurde noch zur Zerschlagung des SALZ aufgerufen.

Als diese Attacke in der gesamten Bewegung auf Ablehnung stieß, machten die KBB-Führer einen taktischen Rückzug und verfaßten eine heuchlerische 'Selbstkritik': sie hätten ein 'falsches Verhältnis zum SALZ' gehabt, die 'Diskussion vergiftet', eine 'kleinbürgerliche Linie' vertreten, die Prinzipien der kommunistischen Aktionseinheit verletzt, eine 'offene Provokation gegen das SALZ' begangen, eine 'sektiererische Haltung' eingenommen usw. usf.

In einer gemeinsamen Stellungnahme von SALZ und KAB zu dieser 'Selbstkritik' wurde richtig eingeschätzt: 'Die Wortführer des KB Bremen und des KB Göttingen sind diesmal völlig auf den Arsch gefallen, weil sie das Kräfteverhältnis falsch eingeschätzt hatten… Das hat sie offenbar veranlaßt, ihren Angriff vorerst abzublasen und den Rückzug anzutreten. Sie scheinen die Hoffnung zu hegen, durch eine heuchlerische 'Selbstkritik', scheinheilige Bekenntnisse zur Aktionseinheit und gespielt 'reumütige' Vorsprache bei … (Zeile unlesbar, d.Vf*) ein besuch der Führer des KB Göttingen bei den ABG München - Anm. des AK) sich erneut in die Aktionseinheit einschleichen zu können, um bei günstiger Gelegenheit erneut vorzupreschen.' (21. september 1971, zit. nach KAB-AZ 11/12 (vgl. S9.*.1971, d.Vf.).

Inzwischen haben die KBB-Führer - mit stärkeren Verbündeten und besser vorbereitet als 1971 - zur alten Form der 'Auseinandersetzung' zurückgefunden.

Im Artikel des ZK des KBB zum Faschismus (NRF 6/72) wird nicht nur behauptet, der Kommunistische Bund hätte 'den Boden des Marxismus verlassen', sondern es ist gleich noch hinzugefügt, 'falls sie ihn je betreten haben'.

WARUM MUSS DIE AUSEINANDERSETZUNG VOR DER ARBEITERKLASSE GEFÜHRT WERDEN?

Die Führer des KBB haben vor längerer Zeit die gute Parole ausgegeben, die Auseinandersetzung zwischen den Kommunisten müßte 'offen vor der Arbeiterklasse' geführt werden. Sie warnten damals vor der Gefahr, 'daß der Kampf der Zirkel um die richtige Linie zum endlosen Sektengezänk entartet.'

Und weiter: '…diese Gefahr wird nur vermieden, wenn die Auseinandersetzung um die Strategie der westdeutschen Arbeiterbewegung offen vor der Arbeiterklasse geführt wird, und die Arbeiter lernen, daß es sich bei diesen Auseinandersetzungen um die Frage ihres Kampfes handelt, die nur entschieden werden können durch ihr eigenes revolutionäres Handeln.' (Wahrheit, Februar 1972, S. 6).

Von dieser Parole sind die Führer von NRF/KBB in der Praxis offen abgerückt. Im NRF ist das auch 'begründet' worden.

Im NRF 2/72 (Mai) ist der Vorschlag für ein 'gemeinsames theoretisches Organ verschiedener Gruppen' (des Zirkelblocks) gemacht worden. Die Genossen schreiben dort über ihre 'Arbeiterzeitung' (eine Zeitung, die sie vor Betrieben im Raum Mannheim/Heidelberg verkaufen):

'… es ist klar, daß wir in diesem Organ die Auseinandersetzung mit anderen Organisationen und Gruppen nur bgrenzt führen können, wenn die Auffassungen dieser Gruppen den Lesern in den fabriken nicht bekannt sind.' (S.17)

Diese Begründung ist nicht aufrichtig. Die NRF-Führer setzen sich ja gerade dafür ein, daß die Auffassungen anderer Gruppen den 'Lesern in den Fabriken' (d.h. den Arbeitern) nicht bekannt werden sollen (s.o. 'Verkaufsverbot' für den ARBEITERKAMPF). Ehrlicherweise müßten die NRF-Führer schreiben: 'Wir wollen in der 'Arbeiterzeitung' die Auseinandersetzung mit anderen Gruppen nur begrenzt führen, und deshalb wäre es uns am liebsten, wenn die Auffassungen anderer Gruppen 'unseren Lesern' gar nicht erst bekannt würden.

Daß sie dies meinen, wird außer … (Zeile unlesbar, d.Vf*) schlag deutlich: die Auseinandersetzung nicht 'wahllos in die Arbeiterklasse hineinzutragen' (!), sondern sie in einem 'gemeinsamen theoretischen Organ' erst zu 'sichten'. Als ob ein theoretisches Organ nicht ebenso gut wie eine 'Arbeiterzeitung' Plattform für demagogisches Gezänk sein kann.

Die Konsequenz dieses Vorschlages müßte tatsächlich sein: 'Reviere' abzustecken, wo nur jeweils eine lokale Gruppe ihre Zeitung verbreitet. Daneben ein 'gemeinsames theoretisches Organ', in dem sich die Auseinandersetzungen abspielen.

Eine Kommission hätte dann zu entscheiden, welche Bestandteile der Auseinandersetzung den 'Massen' bekannt gemacht werden dürfen, ohne daß sie vielleicht 'verwirrt' werden.

Dabei stellen die NRF-Führer die Dinge auf den Kopf. Was von den kommunistischen Organisationen tatsächlich 'wahllos in die Arbeiterklasse hinein' getragen wird, sind die massenhaften Flugblätter von zig Zirkeln, die 'wahllos' jedem vorbeigehenden Kollegen in die Hand gedrückt werden. Das schafft wirklich Verwirrung, das schadet den Kommunisten - ohne daß wir freilich einen Patent-Vorschlag angeben könnten, wie diese Lage zu ändern ist (Einführung einer 'Obersten Zensurbehörde', die darüber entscheidet, welche Flugblätter verteilt werden dürfen?).

Wenn dagegen ein Arbeiter eine kommunistische Zeitung KAUFT, so offenbar deshalb, weil er wissen will, welche Auffassung die Kommunisten zu bestimmten Fagen haben, welche speziellen Vorstellungen dieser oder jener Zirkel zu ieser oder jener Frage vertritt usw.

Die kommunistischen Zeitungen werden also nicht 'wahllos in die Arbeiterklasse hinein' getragen, sondern sie wenden sich an einen bestimmten Kreis von Arbeitern, der etwas über kommunistische Politik wissen will. Diese eile der Arbeiterklasse, die mit den Lesern einer theoretischen Zeitschrift icht gleichzusetzen sind, erwarten, daß in den kommunistischen Zeitungen uch die Auseinandersetzungen ehrlich dargestellt werden.

Zu diesen Gesichtspunkten bemerken die NRF-Führer: 'Es hat wenig Sinn, gegen den Vorschlag eines gemeinsamen theoretischen rgans… einzuwenden, die Auseinandersetzung finde hier nicht vor der rbeiterklasse statt. Gegenwärtig findet die Auseinandersetzung so statt, daß elbst unter den Kommunisten nur Spezialisten einen Überblick haben…' (NRF 2/1972, S. 17)

Wir haben oben gezeigt, welche Einschränkungen heute gegen die Parole der 'offenen Auseinandersetzung vor der Arbeiterklasse' zu machen sind: nur ein kleiner Teil der Arbeiter liest kommunistische Zeitungen und kriegt außerdem nur einen kleinen Aspekt der Auseinandersetzung mit. Die ganze Breite der Auseinandersetzung ist tatsächlich nur von 'Spezialisten' noch zu erfassen.

Nehmen wir aber aus der Fülle den 'relevanten' (für die Arbeiterbewegung bedeutsamen) Teil der Auseinandersetzung, so verkleinert sich das Feld merklich. Die zwei wichtigsten politischen Zeitungen - den ARBEITERKAMPF und die Bremer 'Wahrheit' - einmal im Monat zu lesen ist ohne weiteres möglich.

Hierzu kommen die gelegentlichen Artikel der 'Roten Fahne' ('KPD') zu ideologischen Fragen, ferner einige Artikel des NRF, eventuell die Kölner 'tup'. Es braucht jedenfalls keine 'Spezialisten', um das Wesen der Auseinandersetzung zu begreifen und die Standpunkt der 'relevanten' Gruppen zu vergleichen.

… (Zeile unlesbar, d.Vf*) NRF/KBB-Führer das Märchen von den 'Spezialisten' brauchen, um ihre eigene Existenz abzusichern. Sie wollen ja gerade verhindern, daß sich möglichst VIELE Mitglieder 'ihrer' Organisationen und möglichst VIELE Arbeiter zu solchen 'Spezialisten' entwickeln, die selbständig verschiedene Standpunkte innerhalb der kommunistischen Bewegung kennenlernen, miteinander vergleichen und auf dieser Grundlage politisch tätig werden."

Dieser Artikel wird u.a. diskutiert in:
- NRW in Dortmund im Projektbereich Gesamthochschule (PGH - vgl. März 1973).
Quelle: Arbeiterkampf, Jg. 3, Nr. 25, Hamburg, Jan. 1973

März 1973:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 26 (vgl. Jan. 1973, Apr. 1973) heraus.

Berichtet wird u.a. von der eigenen Zentralen Regionalkommission (ZRK - vgl. Sept. 1972).

Aus Baden-Württemberg wird berichtet von einem Prozeß gegen die KHG (NRF) Heidelberg (vgl. 14.2.1973).

Aus Hessen wird berichtet aus dem Raum Frankfurt von der ersten Kommunistischen Gruppe (KG - vgl. Juni 1970).

Aus Niedersachsen wird aus Oldenburg berichtet von einer Vietnam-Demonstration (vgl. 18.1.1973).
Q: Arbeiterkampf, Jg. 3, Nr. 26, Hamburg, März 1973

April 1973:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 27 (vgl. März 1973, Mai 1973) heraus.

Aus NRW wird berichtet von einem Brief von P. Weinfurth aus Bochum (vgl. März 1973) an den KB/Gruppe Oldenburg in Niedersachsen.

Im Artikel "Einige Fehler im Wahlkampf" wird zu den BTW am 19.11.1972 ausgeführt:"
Es wurden also drei grobe Fehler auf einmal gemacht: es wurde so getan, als stünde direkt schon der Faschismus zur Wahl; es wurde die Möglichkeit vorgespiegelt, den Faschismus mit dem Stimmzettel zurückzuschlagen; und es wurde schließlich die SPD als eine anti-faschistische Partei hingestellt, ihr Anteil an der gegenwärtigen Faschisierung von Staat und Gesellschaft fiel völig unter den Tisch."
Desweitern wird zur Stärkung der organisatorischen Arbeit des KB, der Aufbau einer 'zweiten Linie' gefordert. Mit ihr sollen die "Voraussetzungen geschaffen werden", "daß im Falle einer Illegalisierung (Verbot) unserer Organisation genug qualifizierte Genossen vorhanden sind, die an die Stelle von verhafteten usw. Leitungsgenossen treten könnten".
"Deshalb ist der Aufbau einer 'zweiten Linie' in doppelter Hinsicht wichtig: sowohl zur Konsolidierung unserer politischen Arbeit in der Gegenwart wie auch als Absicherung dieser Arbeit für härtere Zeiten in der Zukunft."
Q: Arbeiterkampf, Jg. 3, Nr. 27, Hamburg, Apr. 1973.

Mai 1973:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 28 (vgl. Apr. 1973, Juni 1973) heraus.
Q: Arbeiterkampf, Jg. 3, Nr. 28, Hamburg, Mai 1973.

Juni 1973:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 29 (vgl. Mai 1973, Juli 1973) heraus.
Q: Arbeiterkampf, Jg. 3, Nr. 29, Hamburg, Juni 1973.

Juli 1973:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 30 (vgl. Juni 1973, Aug. 1973) heraus.
Q: Arbeiterkampf, Jg. 3, Nr. 30, Hamburg, Juli 1973

August 1973:
Der KB gibt die Nr. 31 seines 'Arbeiterkampf' (AK - vgl. Juli 1973, 5.9.1973) heraus, in dem u.a. der 1. Teil eines Artikels zum KBW "Zur Politik des Zirkelblocks" erscheint. Dem KBW wird u.a. vorgeworfen, daß er die "spontanen wirtschaftlichen Kämpfe der Arbeiterklasse maßlos überschätzt" und gleichzeitig die "politisch-ideologische Offensive der Bourgeoisie unterschätzt".
Q: Arbeiterkampf, Jg. 3, Nr. 31, Hamburg, Aug. 1973

05.09.1973:
Der KB Gibt die Nr. 32 seines 'Arbeiterkampf' (vgl. Aug. 1973, 26.9.1973) heraus, in dem u.a. der 2. Teil eines Artikels zum KBW "Zur Politik des Zirkelblocks" erscheint. Hier wird versucht, dem KBW nachzuweisen, "daß gerade die Neigung zum Ökonomismus - d.h. zur Vernachlässigung der politischen und theoretischen Aufgaben der Kommunisten - eine entscheidende Gemeinsamkeit der unterschiedlichen Tendenzen innerhalb des KBW bildet".

Enthalten ist auch der Artikel "Chile: 'Friedlicher Übergang' auf dem Sterbebett".

Berichtet wird u.a. von der Aktionseinheit zur Metalltarifrunde (MTR der IGM - vgl. 25.7.1971).

An Einheiten des KB finden Erwähnung:
- EWG-Kommission.
Q: Arbeiterkampf, Jg. 3, Nr. 32, Hamburg, 5.9.1973

26.09.1973:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 33 (vgl. 5.9.1973, 16.10.1973) heraus mit den Artikeln:
- "Militärputsch in Chile. US-Imperialisten und chilenische Reaktion stürzen Regierung der 'Volkseinheit'";
- "Woher kam das 'wirtschaftliche Chaos'?";
- "Im Hintergrund immer der US-Imperialismus"; und
- "Es lebe der Kampf des chilenischen Volkes!".
Q: Arbeiterkampf, Jg. 3, Nr. 33, Hamburg, 26.9.1973.

16.10.1973:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 34 (vgl. 26.9.1973, 6.11.1973) heraus.
Der Artikel "Zur Außenpolitik der VR China" verdeutlicht die Prinzipien der Außenpolitik der VR China und ist interpretierend angelegt. In der vorliegenden Nummer wird keinerlei Kritik an dieser "sozialistischen Außenpolitik" geübt.

Von Aktionen im IGM-Bereich wird berichtet aus Baden-Württemberg.

Aus Hamburg wird berichtet von der Chemietarifrunde (CTR der CPK) bei Texaco, einem Treffen der norddeutschen Chemie-Tarifkommissionen und davon, daß das SALZ bereits seit Herbst 1970 (vgl. Sept. 1970) in dem Chemiebetrieb Reichhold Albert Chemie AG in Hamburg Betriebsarbeit geleistet habe. Später, nachdem das SALZ in den KB aufgegangen war, wird die Betriebsarbeit von der Betriebszelle Reichhold des KB/Gruppe Hamburg weitergeführt.

Berichtet wird auch von der SPD-Agitation im Hafen (ÖTV-Bereich). Weitere Artikel Hamburger Gruppen sind:
- "Reservistenverband der Bundeswehr - Kampf an der Heimatfront" (Militarismus-Kommission),
- "Inquisition 73 - Verschärfte Anwendung des Radikalenerlasses" (BV - Bündniskommission),
- "Gleichberechtigung der Frau nur auf dem Papier?" (Bezirksgruppe St. Georg).

Es erscheinen die Artikel:
- "Wütender faschistischer Terror" zu Chile;
- "US-Imperialismus mordet mit" zu Chile;
- "Marshall-Plan und Liebe zum Faschismus" zu Chile; sowie
- "Wie die indonesische KP nach dem faschistischen Militärputsch 1965 ihre Fehler kritisierte".

Folgende Einheiten des KB finden Erwähnung:
- Gruppe Hamburg:
- Bezirksgruppe St. Georg,
- Bündniskommission,
- Militarismus-Kommission,
- Chemie-Bereich:
- Betriebszelle Reichhold,
- Gewerkschaftsgruppe,
- Sympathisantengruppe Texaco,
- Metall Komitee,
- Bereichsleitung Hafen.
Q: Arbeiterkampf, Jg. 3, Nr. 34, Hamburg, 16.10.1973

06.11.1973:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 35 (vgl. 16.10.1973, 26.11.1973) heraus mit dem Artikel "Erklärung der 'KP' Chiles nach dem Putsch".
Q: Arbeiterkampf, Jg. 3, Nr. 35, Hamburg, 6.11.1973

26.11.1973:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 36 (vgl. 6.11.1973, 18.12.1973) heraus.
Der Artikel "Zur Außenpolitik der VR China" wird fortgesetzt. In diesem Teil wird zur "Einheitsfront gegen die Supermächte" ausgeführt:"
Sie variierten zum einen in der Frage, gegen wen sich diese Einheitsfront richten sollte - d.h. ob in erster Linie gegen den US-Imperialismus und den Sowjetrevisionismus. Sie variierten außerdem in der Frage, wer in diese Einheitsfront einzubeziehen ist …? Das hatte gleichzeitig zur Folge, daß bestimmte imperialistische Staaten (z.B. BRD, Japan, Großbritannien), die früher als Juniorpartner des US-Imperialismus galten …, gewissermaßen aus dem Kreis der Hauptfeinde verschwanden und sogar in die Einheitsfront gegen die Supermächte aufrückten. … Überhaupt zeigte sich, daß die Politik der KPCh 'Verbesserung der Beziehungen' in vielen Fällen gleichsetzte mit Verzicht auf Kritik an bestimmten imperialistischen und reaktionären Staaten … Es ist auch nicht zu übersehen, daß die KPCh ihre früheren sehr bedeutenden Bemühungen weitgehend eingestellt hat, Einfluß auf die politisch-theoretische Diskussion innerhalb der internationalen kommunistischen Bewegung zu nehmen."

Zu den Konsequenzen, die sich aus dieser veränderten Außenpolitik ergeben, wird ausgeführt:"
Entweder hat die KPCh recht, die imperialistische europäische Gemeinschaft als positive Tendenz zu betrachten und zu begrüßen. Dann dürften eben auch die Kommunisten in den westeuropäischen imperialistischen Ländern die EWG nicht etwa bekämpfen, sondern müßten sie im Gegenteil unterstützen. Ähnliches gilt auf dem militärischen Gebiet. Die KPCh vertritt die Auffassung, daß sich die meisten oder gar alle Länder - außer den zwei Supermächten - in einer Position mangelhafter Verteidigung befinden und sie daher ihre Landesverteidigung stärken müssen. Speziell für die Verteidigungsanstrengungen der westeuropäischen Imperialisten wird Verständnis und Sympathie geäußert. Wenn dies richtig ist, dann wäre der Kampf z.B. der westdeutschen Kommunisten gegen den Militarismus, gegen die Rüstungskosten usw. falsch, dann müßten vielmehr auch die Kommunisten die Verteidigungsanstrengungen propagieren. Es liegt auf der Hand, daß sie damit auf eine Position der Vaterlandsverteidigung und des Sozialchauvinismus abgleiten würden … Die chinesische Außenpolitik geht in diesem Punkt soweit, daß sie ganz überwiegend Äußerungen reaktionärer Politiker, Militärs etc. gegen die eine Supermacht, nämlich die Sowjetunion aufnimmt, und dabei großzügig übersieht, daß diese Leute beim Kampf gegen die andere Supermacht (die USA) durchaus keinen Eifer zeigen, sondern im Gegenteil für deren militärische Präsenz in Westeuropa eintreten … Wir halten aber die Politik der internationalen Einheitsfront in dieser Weise für einen großen Fehler. Sie ist auch mit der notwendigen Ausnutzung zwischenimperialidtischer Widersprüche nicht zu erklären."

Aus Hamburg wird berichtet von Broschek (DruPa-Bereich).
Weitere Artikel Hamburger Gruppen sind:
- "Hamburg: Prozeß gegen Hausbesetzer" (Stadtteilgruppe St.Georg / Hamm),
- "Jugendvertreter-Wahlen auf der HDW-Hamburg. Ein Sieg der Linken" von der Zellenleitung Werften (IGM-Bereich).

Enthalten sind die Artikel:
"Behörde will Solidaritätssammlung für Chile verhindern" über den Antrag des IKAH Hamburg (vgl. 16.10.1973);
- "SPD zu Chile. 'Nicht hilfreich'";
- "Langandauernder revolutionärer Krieg";
- "Starke Aktionen des Widerstands im ganzen Land", aus 'Lotta Continua' vom 9.11.1973; sowie
- "Interview mit einem italienischen Genossen über Chile" aus 'Avanguardia Operaia'.

Folgende Einheiten des KB finden Erwähnung:
- Gruppe Hamburg:
- Bezirksorganisation:
- Leitung der Bezirksorganisation Wilhelmsburg,
- Stadtteilgruppe St.Georg / Hamm,
- Druck Komitee,
- HBV-Bereich:
- Betriebszelle Edeka,
- HBV-Komitee,
- Zellenleitung Werften.
Q: Arbeiterkampf, Jg. 3, Nr. 36, Hamburg, 26.11.1973

18.12.1973:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 37 (vgl. 26.11.1973, Jan. 1974) heraus mit dem "Appell von Miguel Enriquez, Generalsekretär des chilenischen MIR. Wir haben eine Schlacht verloren, nicht aber den Krieg".

Aus Hamburg wird berichtet über den Ausschluß der eigenen Seeleute-Zelle (ÖTV-Bereich - vgl. 16.10.1973) sowie aus Bergedorf vom IGM OJA (vgl. 1.11.1973).
Aus Hessen wird berichtet aus Frankfurt von der Gründung des KBW (vgl. 23.11.1973) und über politische Entlassungen bei Teves (IGM-Bereich).

Erwähnung finden u.a. folgende Einheiten des KB:
- Gruppe Bremerhaven:
- Vertriebsorganisation,
- Gruppe Frankfurt:
- Branchenzelle Metall,
- Gruppe Hamburg:
Chemie-Bereich:
- Gewerkschaftskommission,
- Betriebszelle Lufthansa,
- Gruppe Oldenburg:
- Vertriebszelle II.
Q: Arbeiterkampf, Jg. 3, Nr. 37, Hamburg, 18.12.1973

15.01.1974:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 38 (vgl. 18.12.1973, 6.2.1974) heraus.

Berichtet wird vom CISNU Iran-Kongreß in Frankfurt (vgl. 9.1.1974, 12.1.1974).
Aus Berlin wird berichtet vom KPD-Verbot (vgl. 12.12.1973).

Aus Hamburg wird berichtet vom KPD-Verbot (vgl. 18.12.1973).

In einem Artikel zum KBW "KBW auf neuen Wegen? Was schert mich mein Geschwätz von gestern!" heißt es auf S.27:"
Der KBW gibt jetzt aber wohl doch zu, daß es einen Angriff der Bourgeoisie gibt, er spricht von zukünftigen, noch härteren Notstandsmaßnahmen, kündigt den Einsatz der Bundeswehr und des BGS gegen streikende Arbeiter an, er erwähnt den Versuch, die Bevölkerung rassistisch zu verhetzen und die imperialistische Volksgemeinschaft herzustellen, er spricht von direkten Kriegsvorbereitungen. … Die Art, wie der KBW diesen Schwenk durchführt, erinnert im Stil an eine typische ML-Sekte, vor allem an die inzwischen zu Bruch gegangene KPD/ML-Rote Fahne (KPD/ML-ZB, d.Vf.) kurz vorm letzten Schnaufer: Ohne ein einziges Wort der Selbstkritik, ohne eine Bilanz der bisherigen Politik, wird der Organisation von ihren Führern mit Pauken und Trompeten eine neue 'Linie' verordnet, die sogleich auf die Straße getragen werden muß. … In gewohnter Manier gibt der KBW ein falsches Bild vom gesellschaftlichen Kräfteverhältnis und dem Stand der Klassenauseinandersetzungen: die Bourgeoisie steht am Rande des Abgrunds, weiß sich nicht mehr zu helfen, ist völlig hilflos etc. … Wir haben deshalb immer wieder betont, wie verbrecherisch die Politik der KBW-Führer ist, solche Illusionen zu verbreiten, die letzten Endes leicht in Resignation und politische Apathie - oder sogar ins Lager des Klassenfeindes - führen können, wenn die Illusionen mit der Wirklichkeit konfrontiert werden." Im Grunde würde sich hier "die Mentalität des kleinbürgerlichen Anarchismus" zeigen.
Quelle: Arbeiterkampf, Jg. 4, Nr. 38, Hamburg, 15.01.1974

06.02.1974:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 39 (vgl. 15.1.1974, 26.02.1974) heraus.
Q: Arbeiterkampf, Jg. 4, Nr. 39, Hamburg, 6.2.1974

26.02.1974:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 40 (vgl. 26.2.1974, xx.03.1974) heraus.
Q: Arbeiterkampf, Jg. 4, Nr. 40, Hamburg, 26.2.1974

10.04.1974:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 42 (vgl. xx.xx.1974, xx.xx.1974) heraus.
Q: Arbeiterkampf, Jg. 4, Nr. 42, Hamburg, 10.4.1974

01.05.1974:
Der KB gibt ein 4-seitiges Extra-Blatt des 'Arbeiterkampfs' (AK) (vgl. xx.xx.1974, xx.xx.1974) zum 1. Mai 1974 heraus.
Q: Arbeiterkampf, Jg. 4, Extra-Blatt (zum 1. Mai), Hamburg, (1.5.1974)

11.06.1974:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 45 (vgl. xx.xx.1974, 02.07.1974) heraus.
Q: Arbeiterkampf, Jg. 4, Nr. 45, Hamburg, 11.6.1974

02.07.1974:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 46 (vgl. 11.06.1974, 23.07.1974) heraus.
Q: Arbeiterkampf, Jg. 4, Nr. 46, Hamburg, 2.7.1974

23.07.1974:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 47 (vgl. 02.07.1974, 20.08.1974) heraus.
Q: Arbeiterkampf, Jg. 4, Nr. 47, Hamburg, 23.7.1974

20.08.1974:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 48 (vgl. 23.07.1974, 10.09.1974) heraus.
Q: Arbeiterkampf, Jg. 4, Nr. 48, Hamburg, 20.8.1974

10.09.1974:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 49 (vgl. 20.08.1974, 01.10.1974) heraus.
Q: Arbeiterkampf, Jg. 4, Nr. 49, Hamburg, 10.9.1974

01.10.1974:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 50 (vgl. 10.09.1974, 22.10.1974) heraus.
Q: Arbeiterkampf, Jg. 4, Nr. 50, Hamburg, 1.10.1974

22.10.1974:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 51 (vgl. 01.10.1974, 12.11.1974) heraus.
Q: Arbeiterkampf, Jg. 4, Nr. 51, Hamburg, 22.10.1974

12.11.1974:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 52 (vgl. 22.10.1974, 03.12.1974) heraus.
Q: Arbeiterkampf, Jg. 4, Nr. 52, Hamburg, .11.1974

03.12.1974:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 53 (vgl. 12.11.1974, xx.xx.1975) heraus.
Q: Arbeiterkampf, Jg. 4, Nr. 53, Hamburg, 3.12.1974

07.01.1975:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 54 (vgl. 3.12.1974, 28.1.1975) heraus. Aus Baden-Württemberg wird berichtet vom Auftritt des Neonazis Roeder in Calw (vgl. 16.10.1974).

Aus Bremen wird berichtet vom Löwenthal-Auftritt (vgl. 29.11.1974).

Aus Hamburg wird berichtet vom Prozeß gegen Kai Ehlers (vgl. 26.11.1974) und der eigenen Italien-Veranstaltung (vgl. 13.12.1974).

Aus Niedersachsen wird berichtet aus Hannover vom Prozeß gegen Götz Buchwald (ehemals KPD/ML-ZB - vgl. Aug. 1973, 14.11.1974).

In einem ersten Artikel gegen das geplante Atomkraftwerk (AKW) Brokdorf an der Unterelbe im Kreis Steinburg in Schleswig-Holstein wird u.a. festgestellt:"
Hier wird auch deutlich, daß die Atomenergie nicht nur zur Versorgung der Industrien dienen soll, sondern auch die Pläne der westdeutschen Imperialisten auf dem Energiesektor schlechthin darstellt: ein ernstzunehmender Konkurrent zu den anderen imperialistischen Ländern zu werden."

Es werden folgende Einheiten des KB erwähnt:
- Gruppe Hamburg:
- Betriebszelle Siemens.
Quelle: Arbeiterkampf, Jg. 5, Nr. 54, Hamburg, 7.1.1975

28.01.1975:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 55 (vgl. 7.1.1975, 28.1.1975) heraus.
Enthalten ist u.a. eine Grußadresse des KB an den ersten nationalen Kongreß der italienischen Lotta Continua (LC). Berichtet wird vom Strauß-Besuch in der VR China (vgl. 22.1.1975) und von der 'Kämpfenden Jugend' des BDJ/RBJ (vgl. Jan. 1975).

Aus Hamburg wird berichtet von Demonstrationen der Aktionseinheit (AE - vgl. 8.11.1974, 17.1.1975).
Q: Arbeiterkampf, Jg. 5, Nr. 55, Hamburg, 28.1.1975

28.01.1975:
Der KB gibt heute ein Extrablatt des 'Arbeiterkampf' (AK - vgl. 28.1.1975, 18.2.1975) zu den "Betriebsräte-Wahlen 1975" (BRW) heraus. Zu oppositionellen Listen wird u.a. ausgeführt:"
Grundsätzlich sind wir der Auffassung, daß die Kommunisten und die klassenbewußten Arbeiter den Kampf um eine klassenkämpferische Orientierung der gewerkschaftlichen Einheitsliste führen müssen - als Teil des Kampfes um die Gewerkschaften als Kampforganisationen der Arbeiterklasse überhaupt. Die Kandidatur auf linken Oppositionslisten kann ernsthaft überhaupt nur dort erwogen werden, wo die Gewerkschaftsführer (bzw. deren Gefolgsleute in den Betrieben selbst) die Einheit spalten oder gespalten haben - sei es, daß sie Vertreter einer konsequenten gewerkschaftlichen Klassenpolitik aus dem Verband ausgeschlossen haben (bzw. den Ausschluß derselben betreiben); sei es, daß sie ein prokapitalistisches Programm zur Betriebsratsarbeit durchsetzen (a la IG Chemie-Führung), oder sei es, daß sie Vertreter der Linken durch undemokratische Machenschaften (Zensur der gewerkschaftlichen Kandidatenlisten in den örtlichen Gewerkschaftszentralen oder Mauscheleien in der SPD-Betriebsorganisation) de facto von einer Kandidatur auf aussichtsreichen Listenplätzen ausschließen."
Q: Arbeiterkampf, Jg. 5, Extra zu den Betriebsräte-Wahlen, Hamburg, 28.1.1975

18.02.1975:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 56 (vgl. 28.1.1975, 25.2.1975) heraus.
Aus Berlin wird berichtet von RAF und F.J. Strauß (FJS von der CSU - vgl. 31.1.1975).

Aus Hamburg wird berichtet von der eigenen AE (vgl. 8.11.1974, 6.12.1974, 17.1.1975, 14.2.1975).

Es werden folgende Einheiten des KB erwähnt:
- Gruppe Hamburg:
- Antifa-Kommission.

Beilagen wurden uns bekannt aus Frankfurt (vgl. 18.2.1975).
Q: Arbeiterkampf, Jg. 5, Nr. 56, Hamburg, 18.2.1975

25.02.1975:
Der KB gibt eine Sondernummer seines 'Arbeiterkampf' (vgl. 18.2.1975, 11.3.1975) zur "Außenpolitik der VR China" anläßlich des Besuches von F.J. Strauß (FJS von der CSU) in China (vgl. 22.1.975) heraus. U.a. enthält die Sondernummer einen "Offenen Brief" des LG des KB an den KBW, die KPD/ML und die KPD. Es wird dazu aufgefordert, diesen Brief in den Zentralorganen abzudrucken. Kritisiert wird u.a. daß die chinesische Regierung sich dem "BRD-Imperialismus" anbiedere:"
Die Politik, die hier propagiert wird, daß sich die europäischen Imperialisten zusammenschließen sollen, daß sie ihre Verteidigungsanstrengungen verstärken sollen usw. erleben wir mit ihren Folgen für die werktätigen Massen tagtäglich. Das ist die Faschisierung und Militarisierung von Staat und Gesellschaft, die die Voraussetzungen für die imperialistischen Großmachtspläne, für den Aufstieg des EG-Imperialismus zur neuen Supermacht unter BRD-Führung schaffen sollen."
Wenn die VR China die westeuropäischen Staaten zu "verstärkten Verteidigungsanstrengungen etc. gegen die Sowjetunion aufruft", dann muß man sich fragen, ob man mit der "chinesischen Außenpolitik noch übereinstimmen" kann.
Eine konsequente Unterstützung der chinesischen Außenpolitik würde letzten Endes zum "Sozialchauvinismus und zur Politik der Vaterlandsverteidigung" führen, zur "Rechtfertigung und Unterstützung des eigenen Imperialismus gegenüber den Supermächten".

Berichtet wird auch von den eigenen Freunden in Nürnberg in Bayern (vgl. Feb. 1975).
Q: Arbeiterkampf, Jg. 5, Sdr.Nr., Hamburg, 25.2.1975

11.03.1975:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 57 (vgl. 25.2.1975, 25.3.1975) heraus, in dem erstmals eine Arbeitsgruppe Frauen erwähnt wird, die sich zunächst hauptsächlich mit Fragen des Paragraphen 218 beschäftigt. Dazu erscheint auch:"
Nur mit der proletarischen Frau wird der Sozialismus siegen! Zu den Aufgaben der Arbeitsgruppe Frauen."
Dem Artikel folgend hat "im Zusammenhang mit der Kampagne gegen den Paragraphen 218 der KB in Hamburg eine Arbeitsgruppe Frauen gebildet. Ein Schwerpunkt unserer Arbeit ist die Agitations- und Propagandaarbeit, d.h. unsere Pressearbeit. … Ein weiterer Bereich unserer Arbeit wird sein, konkrete Hilfeleistungen für Frauen und Genossinnen zu organisieren. … Ein wichtiger Bereich unserer politischen Arbeit wird in der Gewinnung und Organisierung fortschrittlicher Frauen bestehen."

Über Paragraph 218-Demonstrationen wird berichtet aus Niedersachsen aus Hannover (vgl. 15.2.1975) und Göttingen (vgl. 28.2.1975), aus Hamburg (vgl. 25.2.1975), aus Baden-Württemberg aus Karlsruhe (vgl. 25.2.1975), aus Hessen aus Kassel (vgl. 26.2.1975) und aus Bayern aus Nürnberg (vgl. 10.3.1975).

Aus Baden-Württemberg wird u.a. über die Anti-AKW Kämpfe in Wyhl (vgl. 26.2.1975) berichtet.

Aus Hessen wird u.a. von der Frankfurter Demonstration gegen Schulmisere und Jugendarbeitslosigkeit (vgl. 22.2.1975) berichtet.

Es werden folgende Einheiten des KB erwähnt:
- Gruppe Hamburg:
- Bezirksorganisation Eimsbüttel
- Gruppe Nord,
- Metallbereich
- Bundeswehrzelle.

Beilagen wurden uns bekannt aus Westberlin.
Q: Arbeiterkampf, Jg. 5, Nr. 57, Hamburg, 11.3.1975

25.03.1975:
Der KB gibt ein Sonderblatt des 'Arbeiterkampf' (AK - vgl. 11.3.1975, 2.4.1975) zu Chile heraus:"
Chile: Trotz brutaler Unterdrückung, Mord und Terror: Der Widerstand lebt und erstarkt". U.a. wird zu einer Veranstaltung in Hamburg (vgl. 4.4.1975) aufgerufen.
Q: Arbeiterkampf, Jg. 5, Sdr.blatt, Hamburg, 25.3.1975

02.04.1975:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 58/59 (vgl. 25.3.1975, 2.4.1975) heraus, in dem er u.a. darüber berichtet, daß die erste Reaktion auf den "Offenen Brief" des KB zur chinesischen Außenpolitik von den Frankfurter Marxisten/Leninisten (FML) in Hessen gekommen sei:"
Unter der martialischen Überschrift 'Nieder mit den Trotzkisten und Lin-Biao Elementen der KB-Führung' wird dort mit uns fürchterlich zu Gericht gegangen. Vor allem aber wird dort mit schonungsloser Offenheit veranschaulicht, daß - wie wir schon lange vorausgesagt haben - die konsequente Unterstützung der chinesischen Außenpolitik gegenüber Westeuropa sich notwendigerweise in Unterstützung für den BRD-Imperialismus verwandelt."

Im Artikel "KBW fordert Volksentscheid über Paragraph 218" wird u.a.
ausgeführt:"
Die KBW-Forderung nach Volksentscheid ist ein gutes Beispiel, wie aus einer an sich guten Idee unter veränderten Bedingungen Unsinn werden kann … Die Forderung nach 'Volksentscheid gegen den Paragraphen 218' als Hauptparole führt also in die Irre, weil sie nicht angibt, wie der Kampf gegen den Paragraphen 218 zu führen ist. Der Kampf gegen den Paragraphen 218 kann unter den gegebenen Umständen nicht mit den Mitteln des Volksentscheids geführt werden … Wir halten deshalb den Vorschlag der KBW-Führung in seiner Stoßrichtung für untauglich."

Aus Berlin wird berichtet, daß nach den Abgeordnetenhauswahlen (AW - vgl. 2.3.1975) die Kandidaten der linken Gruppen, bzw. Menschen, die sie per Unterschrift von Wahlaufrufen unterstützten, mit Berufsverbot (BV) und Disziplinarverfahren bedroht werden. Dies trifft ca. 15 Kandidaten der KPD und 6 des KBW, 135 Unterzeichner eines Wahlaufrufes der SEW und knapp 50 Menschen, die die KPD unterstützten; alle sind im Öffentlichen Dienst (ÖD) beschäftigt.

Aus Bremen wird berichtet von faschistischen Attentaten (vgl. 7.12.1974), u.a. gegen den KBW (vgl. Jan. 1975, 19.3.1975) und im IGM-Bereich beim Vulkan (vgl. Jan. 1975).

Aus Hamburg wird berichtet von den Betriebsratswahlen (BRW) bei Hanomag (IGM-Bereich - vgl. 13.3.1975).

Aus Niedersachsen wird berichtet aus Hannover vom Fahrpreiskampf (vgl. 24.3.1975).

Aus Schleswig-Holstein wird berichtet von der Demonstration in Kiel gegen Jugendarbeitslosigkeit (vgl. 22.3.1975).

Ortsbeilagen wurden uns bekannt aus Westberlin.
Q: Arbeiterkampf, Jg. 5, Nr. 58/59, Hamburg, 2.4.1975

02.04.1975:
Vermutlich heute gibt der KB eine Sdr.Nr. seines 'Arbeiterkampf' (AK - vgl. 2.4.1975, 29.4.1975) zu F.J. Strauß (FJS) von der CSU heraus.
Q: Arbeiterkampf, Jg. 5, Sdr.Nr. F.J. Strauß, Hamburg, o.J. (1975)

29.04.1975:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 60 (vgl. 2.4.1975, 21.5.1975) heraus.

Berichtet wird von den Chile-Veranstaltungen des MIR in Niedersachsen in Hannover (vgl. 1.4.1975) und Göttingen (vgl. 17.4.1975), in NRW in Bochum (vgl. 1.4.1975), in Hamburg (vgl. 4.4.1975), in Hessen in Frankfurt (vgl. 11.4.1975, 12.4.1975), in Berlin (vgl. 18.4.1975), in Bayern in München (vgl. 20.4.1975) und in Bremen (vgl. 21.4.1975).

Aus Baden-Württemberg wird berichtet vom AKW Wyhl (vgl. Apr. 1975).

Aus Bayern wird berichtet vom AKW Grafenrheinfeld bei Schweinfurt (vgl. 19.4.1975) und der Gruppe Nürnberger Kommunisten (GNK - vgl. Jan. 1975).

Aus Hamburg wird berichtet von den Betriebsratswahlen (BRW) bei Colgate-Palmolive (CPK-Bereich - vgl. 24.4.1975) und Broschek (DP-Bereich - vgl. 24.4.1975).

Aus Hessen wird berichtet von der Demonstration gegen Jugendarbeitslosigkeit in Frankfurt (vgl. 19.4.1975).

Aus NRW wird berichtet über die Floriangruppe Düsseldorf (ex-KPD/ML - vgl. Jan. 1974).

In der "Mai-Plattform des Kommunistischen Bundes", die vom Leitenden Gremium (LG) unterzeichnet ist, heißt es u.a.:"
Eine besonders schwerwiegende Entwicklung im letzten Jahr ist die Herausbildung einer 'sozial'chauvinistischen Linie der 'Vaterlandsverteidigung', unter dem Einfluß der chinesischen Außenpolitik gegenüber den westeuropäischen Imperialisten … Heute ist der Übergang des größten Teils der jetzt bestehenden linken Gruppen und Organisationen zum 'Sozial'chauvinismus und zur Linie der 'Vaterlandsverteidigung' voraussehbar. Eine Einheitsfront mit 'links'faschistischen Gruppen wie den sogenannten 'Nationalrevolutionären' zeichnet sich ab. Diese Anpassung an die Kriegs- und Faschisierungspolitik der Monopolbourgeoisie bedeutet einen Rückschlag bei der Herausbildung einer Arbeiterlinken in der BRD und erfordert von den Gegnern dieses rechtsgerichteten Kurses unter pseudo-linker Fahne verstärkte Anstrengungen für ihre Arbeit unter den Massen, für den Prozeß der politisch-ideologischen Auseinandersetzung und Vereinheitlichung, für die Schaffung einer Kommunistischen Partei in der Arbeiterklasse, die in kommenden Kämpfen als organisierende und führende Kraft wirken kann."

Im Artikel "Das war vorauszusehen: KPD/ML schwenkt offen ins Lager der Vaterlandsverteidung" wird ausgeführt:"
Als erste größere Gruppierung - nach dem Vorpreschen einiger örtlicher Sekten - ist nunmehr die KPD/ML offen ins Lager der Sozialchauvinisten und Vaterlandsverteidiger eingeschwenkt." Die KPD/ML habe den Schwenk Mitte März in Paris vollzogen, als ein Gespräch mit Vertretern der PCML Frankreich geführt wurde. Die PCML sei "seit längerem der Vorreiter des Sozialchauvinismus". Diese habe schon frühzeitig zur "nationalen Verteidigung" aufgerufen. Auch die KPD/ML würde zur "nationalen Verteidigung" und zur "breitesten Einheitsfront mit den Supermächten" aufrufen.

Im Artikel "Wettrennen der Vaterlandsverteidiger - KPD spurtet nach vorn" heißt es, die KPD übernehme "die These vom Sozialimperialismus als die aggressivere und gefährlichere Supermacht". Auch die KPD spreche davon, daß "der Gedanke des gerechten Verteidigungskrieges" propagiert werden müsse. Gleichzeitig würde sie dazu auffordern, die "Stärkung der militärischen Unabhängigkeit der westeuropäischen Staaten" zu unterstützen.

In der "Erklärung des LG des Kommunistischen Bundes zur Herausbildung des neuen Sozialchauvinismus" heißt es:"
Neben dem traditionellen Sozialchauvinismus der SPD bildet sich gegenwärtig eine neue sozialchauvinistische Strömung der Vaterlandsverteidigung und der patriotischen Einheitsfront heraus … Von dem Sozialchauvinismus der SPD unterscheidet sich diese Strömung durch ihre weitgehende Bedeutungslosigkeit - einen Rückhalt in der Arbeiterklasse und im Kleinbürgertum hat sie praktisch nicht … Der Übergang zum offenen Sozialchauvinismus und das bereits angekündigte - und für die Zukunft absehbare - Bündnis solcher pseudorevolutionären Gruppen mit linksfaschistischen Gruppen wird diese Gefahr noch enorm verstärken. Wir rufen deshalb alle Genossen, alle fortschrittlichen Arbeiter, Schüler und Studenten, zur Wachsamkeit gegenüber dem sich hier auftuenden Sumpf von subjektiver politischer Blindheit auf der einen und klaren Provokationen auf der anderen Seite auf. Eine Zusammenarbeit und Aktionseinheit mit Gruppen, die sich in die Kriegspropaganda des BRD-Imperialismus einreihen und zum Bündnis mit faschistischen Gruppen bereit sind, muß im Allgemeinen abgelehnt werden. Dies gilt insbesondere für die KPD/ML, die als politisch arbeitende Organisation ohnehin kaum noch irgendwo existiert."

In "KBW gegen Sozialchauvinismus?" wird zum Ausdruck gebracht, daß der KBW sich gegen eine "Propagierung der Vaterlandsverteidigung" ausspricht. Weiter heißt es:"
Tatsache ist leider allerdings auch, daß der KBW bisher durchaus in einzelnen Punkten mit dem Sozialchauvinismus geliebäugelt hat … Insgesamt stellt sich die Frage, ob der KBW nicht nur eine dezentere, geschicktere Variante des Sozialchauvinismus einschlagen will: Ablehnung der Vaterlandsverteidigung in Worten, aber ihre Propagierung in der Tat (z.B. durch Lügengeschichten über angebliche sowjetische Stützpunkte und militärische Überlegenheit, durch Verharmlosung der Aggressivität des BRD Imperialismus), durch Leugnung der inzwischen schon geradezu handgreiflichen Faschisierung und Militarisierung von Staat und Gesellschaft. Die Zukunft muß zeigen, welchen Weg der KBW gehen will."

In "Angola - imperialistische Söldnerhorden mit Kurs auf Bürgerkrieg!" spricht sich der KB für die Unterstützung der MPLA aus, die er als "sozialistische Befreiungsorganisation" bezeichnet. Die FNLA dagegen vertrete "die Interessen der Imperialisten und ihrer Marionette Mobuto". Sie würde "ein neokolonialistisches Staatsgebilde in Angola" anstreben. Die UNITA vertrete dagegen "eher die Interessen der weißen Siedler, die eine Zusammenarbeit mit dem Imperialismus zwar keineswegs ablehnen, die dabei allerdings an der Ausbeutung der schwarzen Bevölkerung stärker beteiligt werden wollen: die UNITA vertritt in ihrer Propaganda deswegen stark die Zusammenarbeit der Weißen und Schwarzen". Kritik wird an der VR China geübt, die die FNLA materiell unterstütze. Kritisiert wird auch der KBW, der "undifferenziert von drei Befreiungsbewegungen" in Angola spricht. Es würde genügend Material öffentlich zugänglich sein, "das den konterrevolutionären und proimperialistischen Charakter von FNLA und UNITA belegen" würde. Der KBW müsse sich nun entscheiden. Seine Angola-Berichterstattung hätte "eine eindeutige konterrevolutionäre Qualität erreicht". "Wir fordern die KBW-Führer auf, ihre Position zu überdenken und öffentlich und selbstkritisch zu korrigieren. Andernfalls wird eine weitere Isolierung des KBW von ausländischen antiimperialistischen Organisationen kaum ausbleiben."
Q: Arbeiterkampf, Jg. 5, Nr. 60, Hamburg, 29.4.1975

21.05.1975:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 61 (vgl. 29.4.1975, 10.6.1975) heraus.
Vom 1. Mai wird berichtet bundesweit, u.a. über KPD, KPD/ML, KB und KBW und aus Berlin, aus Baden-Württemberg aus Stuttgart, aus Bayern aus München und Altötting, aus Bremen aus Bremerhaven, aus Hamburg, aus Hessen aus Frankfurt, aus Niedersachsen aus Göttingen, aus NRW aus Bielefeld, Dortmund und Gelsenkirchen und aus Schleswig-Holstein aus Flensburg und Lübeck.

Berichtet wird von der GDCF (vgl. Apr. 1974).

In Bayern versuchen, laut "Gesellschaft für Deutsch-Chinesische Freundschaft (GDCF) in Nürnberg: Vaterlandsverteidiger am Ruder" "die Vaterlandsverteidiger (KPD und KPD/ML), die GDCF zu einem Anhängsel ihrer Parteien zu machen und Genossen, die mit der GNK (Gruppe Nürnberger Kommunisten) und ihrer Zeitung 'Nürnberger Arbeiterzeitung' sympathisieren und mit deren Kritik an Teilen der chinesischen Politik übereinstimmen, herauszusäubern, notfalls sogar mit satzungswidrigen Methoden." Kritisiert wird desweiteren, daß das Mai Komitee Nürnberg/Fürth der KPD "die Nürnberger Linke in ihrem Vorgehen am 1. Mai zersplittert und desorientiert" habe. "So lehnte dieses 'Komitee aller kämpferischen Arbeiter' konsequent
eine Zusammenarbeit mit anderen kommunistischen Organisationen (z.B. GNK) ab, die GDCF-Führer ließen damit ihre gespielte Überparteilichkeit fallen und beschlossen in einer satzungswidrigen Mitgliederversammlung die Teilnahme der GDCF an allen Aktivitäten des 'Mai-Komitees', kurzum der KPD. Damit scheinen die GDCF-Führer in Nürnberg ihr Ziel vorerst erreicht zu
haben: Aufhebung der demokratischen Satzung. Unterordnung der GDCF unter KPD-Beschlüsse und Aktivitäten."

Aus Berlin wird berichtet vom Kampf der KPD/ML gegen die Russen (vgl. 29.4.1975).

Aus Hamburg wird berichtet von den Betriebsratswahlen (BRW) bei Beiersdorf (CPK-Bereich - vgl. Apr. 1975) und bei Broschek (DP-Bereich - vgl. 24.4.1975) und Colgate-Palmolive (CPK-Bereich - vgl. 24.4.1975), von der Veranstaltung des MIR Chile (vgl. 4.5.1975) und der Antifa-Veranstaltung des KB (vgl. 8.5.1975).

Aus Hessen wird u.a. berichtet von der Antifa-Demonstration in Frankfurt (vgl. 10.5.1975).

Aus NRW wird berichtet von den Betriebsratswahlen (BRW) bei Opel Bochum (IGM-Bereich - vgl. 6.5.1975).

Aus dem Ausland wird berichtet vom 1. Mai in Dänemark.

Im Artikel "Portugal und der K(r)ampf der Supermächte." heißt es u.a.:"
Portugal ist heute im kapitalistischen Europa das fortgeschrittenste Beispiel für einen revolutionär-demokratischen Prozeß. Zugleich wird von Portugal der beispielhafte Versuch unternommen, unter äußerst ungünstigen Bedingungen … eine Politik der Selbständigkeit, Neutralität und Unabhängigkeit von den Großmächten durchzuführen … Die bürgerliche Hetze gegen die demokratische und selbständige Entwicklung in Portugal trägt unter diesen Bedingungen den Charakter von offenen Drohungen mit militärischer Intervention für den Fall, daß die Entwicklung in Portugal nicht den Interessen der Imperialisten entsprechend verläuft; zugleich soll mittels massiver antikommunistischer Hetze eine mögliche Intervention schon jetzt gegenüber der westdeutschen Arbeiterklasse gerechtfertigt werden … Bezeichnend für die jüngste Entwicklung der Gruppen KPD/AO und KPD/ML ist, daß sie sich in diese bürgerliche Hetze einreihen und das antikommunistische Gekläff von der 'Gefahr aus dem Osten' mit ihrer Theorie der Supermächte (wovon die Sowjetunion die gefährlichere und aggressivere sei) fortführen … Den Vaterlandsverteidigern zufolge wird Portugal (ökonomisch weitgehend vom Imperialismus abhängig, NATO-Land!) heute schon von den Sozialfaschisten (PCP) und damit letztlich auch von den Sozialimperialisten beherrscht." Dies sei eine "politische Kehrtwendung".
"Während man es damals vorzog, den Revisionisten Verrat an der Revolution vorzuwerfen (Unterstützung der NATO, der Bourgeoisie etc.) wirft man ihnen heute Verrat an der Nation vor (Unterstützung des Warschauer Pakts (WP, d.Vf.), des Sozial-imperialismus etc.). Die Demagogie (denn um solche, und nicht um Kampf gegen den Revisionismus, handelt es sich hier eindeutig!) ist auswechselbar; was bleibt, ist im Grunde ein 'links' aufgezogener Antikommunismus, der sich heute offen im nationalistischen Gewand präsentiert … So unterstützte die letzte Ausgabe der 'RF' (vgl. 14.5.1975, d.Vf.) ganz offen die PS von Soares und übernahmen*z.B. dessen lügenhafte Version über die Vorfälle am 1. Mai … Die KPD/AO unterstützt nicht etwa bloß einen Vertreter der EG-Imperialisten gegen die beiden Supermächte, sondern unterstützt vielmehr wissentlich direkt den Agenten der einen Supermacht, des US-Imperialismus! Hier zeigt sich, daß hinter der Fassade des Kampfes gegen die beiden Supermächte in Wirklichkeit mehr und mehr Kampf an der Seite des US-Imperialismus steht. Das ist die letzte Konsequenz der Vaterlandsverteidigung."

Von der KPD wird auch berichtet über ihre Aktionseinheitsbemühungen wegen der Verhaftungen in der DDR in Ostberlin (vgl. 17.5.1975).

In "ML-Frankfurt - die ultrarechten Treiber im Lager der Vaterlandsverteidigung" heißt es zu den Frankfurter ML (FML) u.a.:"
"Die Rolle des Antreibers bei diesem makabren Ringen der Supermächte um Hegemonie spielen seit längerem die ML-Frankfurt, inzwischen im Bund mit der ML-Bochum und ML-Aachen … Offenbar haben die ML-Frankfurt, die vorübergehend eine Art westdeutsches Monopol in Sachen Vaterlandsverteidigung hatten, nunmehr Angst, daß ihnen nach dem Einschwenken von KPD/ML und KPD die Felle wegschwimmen könnten und sie wieder in die ihnen zustehende lokale Bedeutungslosigkeit zurückfallen könnten."

Erwähnt werden u.a. folgende Einheiten des KB:
- Gruppe Flensburg:
- Dänemark-Kommission.
Q: Arbeiterkampf, Jg. 5, Nr. 61, Hamburg, 21.5.1975

10.06.1975:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 62 (vgl. 21.5.1975, 1.7.1975) heraus.
Q: Arbeiterkampf, Jg. 5, Nr. 62, Hamburg, 10.6.1975

01.07.1975:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 63 (vgl. 10.6.1975, 22.7.1975) heraus, in dem er u.a. berichtet von den GEW-Ausschlüssen (vgl. 3.5.1975).
Vom KB wurden Vietnamspenden übergeben (vgl. 16.6.1975).

Aus Baden-Württemberg wird berichtet von den Fahrpreiserhöhungen in Heidelberg (vgl. 21.6.1975, 26.6.1975).

An der Uni Bremen ist der Physik-Professor Jens Scheer, Sympathisant der KPD und AKW-Gegner, "von der Entlassung aus politischen Gründen bedroht", d.h. vom Berufsverbot (BV). "Jens Scheer ist in der Öffentlichkeit insbesondere wegen seiner Untersuchungen über die Gefahren, die von Kernkraftwerken ausgehen, bekannt geworden. Er unterstützt Bürgerinitiativen die gegen Kernkraftwerke kämpfen und fertigt Gutachten für sie an".

Aus Niedersachsen wird berichtet von der Demonstration gegen Jugendarbeitslosigkeit (vgl. 14.6.1975).

In "Eiertänze und Riesen-Slalom. Die chinesische Außenpolitik bringt die Opportunisten in Schwierigkeiten" heißt es:"
Im Eiltempo sind in den letzten paar Monaten KPD/ML und KPD zur Politik der Vaterlandsverteidigung übergegangen, d.h. zur Unterstützung des BRD-Imperialismus und jeder anderen gegen die Sowjetunion (SU, d.Vf.) gerichteten reaktionären Kraft. Die Anerkennung ließ nicht lange auf sich warten: Im Mai, kaum einen Monat nach dem Startschuß des 'Roten Morgen' der KPD/ML zur Vaterlandsverteidigung, durften KPD und KPD/ML Delegationen nach China schicken. Dabei schnitt die KPD/ML, deren grosser Vorsitzende Ernst Aust von Politbüromitglied Yao Wen-yüan empfangen wurde, deutlich besser ab als die Konkurrenz …
Die Taktik des KBW ist einfach unverschämt … So möchte sich vor allem der KBW als der angeblich wirkliche Interpret der chinesischen Außenpolitik hinstellen …
Schmierer wird jedenfalls außerhalb des KBW kaum jemanden überzeugen können, daß nicht die Vaterlandsverteidiger, sondern der KBW im Einklang mit der heutigen chinesischen Außenpolitik sei.
Dem AB und dem KBW werden "Verhöhnung des proletarischen Internationalismus" vorgeworfen, weil sie sich nur "pauschal zur Analyse der internationalen Lage durch die Kommunistische Partei Chinas" bekennen. "Wir halten es allerdings für ein Prinzip jeder kommunistischen Organisation, daß sie breit und allseitig auch zu internationalen Problemen Stellung nimmt, daß sie die Widersprüche umfassend darstellt, daß sie überall auf der Welt die reaktionären Kräfte angreift und die fortschrittlichen unterstützt etc."

In "Vaterlandsverteidiger besuchen China" heißt es:"
Für ihren besonders rabiaten und bedenkenlosen Kurs gegen den Sozialimperialismus wurde die KPD/ML gegenüber der konkurrierenden 'Partei' mit dezenten, aber eindeutigen Bevorzugungen bedacht:
- Während die KPD sich unter dem Titel einer 'Arbeiterdelegation' verstecken mußte, wurde der KPD/ML der offizielle Titel einer 'Delegation des ZK der KPD/ML' zuerkannt,
- Während die 'Arbeiterdelegation' unter Führung eines 'Mitglieds des Ständigen Ausschusses des Politbüros des ZK der KPD', Karl-Heinz Hutter, stand, durfte für die KPD/ML deren Vorsitzender Ernst August Aust, höchstpersönlich die lange erträumte Reise nach Peking antreten,
- Während für die 'Arbeiterdelegation' der ranghöchste Gesprächspartner eine Stellvertretende Vorsitzende des Ständigen Ausschusses des Volkskongresses war, wurde die 'Delegation des ZK der KPD/ML' von Yao Wen-yüan, prominentes Mitglied des Politbüros der KP Chinas empfangen."
Q: Arbeiterkampf, Jg. 5, Nr. 63, Hamburg, 1.7.1975

22.07.1975:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 64 (vgl. 1.7.1975, 19.8.1975) heraus.
Berichtet wird von den Betriebsratswahlen (BRW) bei Klöckner Bremen (IGM- Bereich - vgl. 8.7.1975) und PEI Hamburg (IGM-Bereich - vgl. 6.5.1975) und Opel Bochum in NRW (IGM-Bereich - vgl. 6.5.1975). Eingegangen wird auf den Prozeß gegen den KB in Hamburg (vgl. 1.7.1975) und die dortige ACG-Veranstaltung (vgl. 5.7.1975).

Aus dem Ausland wird berichtet aus Portugal (vgl. 11.7.1975).

In "Vaterlandsverteidiger rufen zur Einheit" wird ausgeführt:"
Der Rote Morgen der KPD/ML vom 5. Juli enthält eine viereinhalbseitige Rede ihres Vorsitzenden Ernst Aust. Die Rede ist als Aufruf zur 'Einheit der Marxisten-Leninisten' überschrieben. Die Rede richtet sich speziell an die gleichfalls der Vaterlandsverteidigung verfallenen KPD; dieser wurden noch durch eine spezielle Botschaft Gespräche … angeboten. Darüber hinaus wendet sich Aust aber auch an alle anderen Organisationen … der revolutionären Bewegung … Gemeint sind damit offenbar auf überregionaler Ebene die Gruppe Rote Fahne (KPD), der KBW, auf regionaler Ebene der KB, der KABD und der Münchener Arbeiterbund für den Wiederaufbau der KPD (AB, d.Vf.) … Die KPD reagierte postwendend mit der Erklärung, sie werde Austs Rede gründlich lesen und prüfen … Der Eröffnung von Gesprächen zwischen den Parteileitungen steht nichts im Wege … Es bleibt abzuwarten, ob es sich nur um einen der schon üblichen Wettbewerbe im Einheits-Schreien handelt, oder ob jetzt ernsthaft an eine Vereinigung von KPD/ML und KPD gedacht ist."
Q: Arbeiterkampf, Jg. 5, Nr. 64, Hamburg, 22.7.1975

19.08.1975:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 65 (vgl. 22.7.1975, Sept. 1975) heraus.

Berichtet wird von der Angola-Diskussion zwischen KPD und KBW (vgl. Okt. 1974, Aug. 1975).

Laut "Betriebsrätewahlen 1975: Leichter Linkstrend wurde bestätigt" spielte der "Block der Rechtsopportunisten (also KBW, ABG, KABD) bei den BRW praktisch gar keine Rolle".

Aus Baden-Württemberg wird berichtet von den Betriebsrats- bzw. Personalratswahlen (BRW bzw. PRW) im ÖTV-Bereich in Heidelberg beim MPI für Kernphysik (vgl. Juli 1975), dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ - vgl. Juli 1975) und dem Rehazentrum Neckargemünd (vgl. Juli 1975), im CPK-Bereich bei Ciba-Geigy Grenzach (vgl. 26.5.1975) und im IGM-Bereich bei Daimler-Benz Stuttgart-Untertürkheim (vgl. Juli 1975).

Aus Berlin wird berichtet von den Betriebsratswahlen (BRW) bei AEG Brunnenstraße (IGM-Bereich - vgl. 21.5.1975).

Aus Bremen wird berichtet von den Betriebsratswahlen (BRW) im IGM-Bereich bei Klöckner (vgl. 8.7.1975) und beim Bremer Vulkan (vgl. 16.4.1975).

Aus Hamburg wird berichtet von den Betriebsratswahlen (BRW) im CPK-Bereich bei Beiersdorf (vgl. Apr. 1975) und Colgate-Palmolive (vgl. 24.4.1975), im DP-Bereich bei Broschek (vgl. 24.4.1975), im IGM-Bereich bei Hanomag (vgl. 13.3.1975), Philips Elektronik (vgl. 6.5.1975) und Blohm und Voß (B+V - vgl. 31.5.1975) und im ÖTV-Bereich bei der HHLA (vgl. Juli 1975).

Aus Hessen wird berichtet von den Betriebsrats- bzw. Personalratswahlen (BRW- bzw. PRW) bei Opel Rüsselsheim (IGM-Bereich - vgl. 6.5.1975) und am Bürgerhospital Frankfurt (ÖTV-Bereich - vgl. 31.3.1975).

Aus NRW wird berichtet von den Betriebsratswahlen (BRW) im CPK-Bereich bei Bayer Leverkusen (vgl. 26.5.1975), im IGBE-Bereich bei General Blumenthal Recklinghausen (vgl. Juli 1975) und im IGM-Bereich bei Opel Bochum (vgl. 6.5.1975), Hoesch Dortmund (vgl. 26.5.1975), Mannesmann (MM) Düsseldorf-Rath (vgl. 26.5.1975), Ford (vgl. Apr. 1975) und KHD Köln (vgl. 7.4.1975) und bei Siemens Witten (vgl. Juli 1975).

Aus Schleswig-Holstein wird berichtet von den Betriebsratswahlen (BRW) im Kieler IGM-Bereich bei Elac (vgl. 26.5.1975) und bei HDW (vgl. 26.5.1975).

Dem Artikel "Geschäft mit der Hilflosigkeit: KBW zu Paragraph 218" zufolge benützt der KBW die Losung 'Volksentscheid' "bewußt zur Spaltung der Bewegung gegen den Paragraphen 218", denn "die vom KBW gebildeten Komitees gegen den Paragraphen 218 machen nicht lediglich das Ziel des Kampfes zur Voraussetzung der Einheit, sondern legen sich zugleich verbindlich auf ein ganz bestimmtes Mittel des Kampfes fest - eben die von den KBW-Führern erdachte Parole 'Volksentscheid'. Sie engen also den Kreis der Menschen, die gegen den Paragraphen 218 sind, von vornherein auf diejenigen ein, die auch das vom KBW vorgeschlagene Mittel für sinnvoll halten …
Daß der KBW die Spaltung von Anfang an gewollt hat, ergibt sich eindeutig daraus, daß er keinerlei Versuche unternommen hat, das weitere Vorgehen gegen den Paragraphen 218 mit den anderen linken Organisationen zu beraten."
Diese gesamte Politik sei "nicht auf Einheit im Kampf, sondern auf Rattenfängerei für den eigenen Parteiladen orientiert".
"Diese Methode des KBW läßt sich zurückverfolgen bis zum Versuch einer Kampagne gegen die sog. 'Energiekrise' Ende 1973/Anfang 1974. Sie zeigt sich in den verschiedenen Fahrpreis-Kampagnen, in den Parolen zum 'Sturz der Magistrate' u.a."

Die KPD/ML habe erklärt, daß die bisherige Losung "im Ernstfall die Gewehre umdrehen", falsch gewesen ist. Stattdessen wird nun betont, daß sie keinesfalls im Falle eines sowjetischen Überfalls dazu aufrufen würden "die Gewehre sofort gegen die westdeutsche Monopolbourgeoisie zu drehen. Vielmehr seien in diesem Falle Absprachen mit dem Staat der Bourgeoisie über gegenseitigen militärischen Nichtangriff möglich".

Die Frankfurter Marxisten-Leninisten (FML) fordern das Verbot der DKP.
Q: Arbeiterkampf, Jg. 5, Nr. 65, Hamburg, 19.8.1975

September 1975:
Der KB gibt eine Sonderausgabe des 'Arbeiterkampf' (AK - vgl. 19.8.1975, Sept. 1975) zur "Chile-Solidarität" heraus. U.a. wird auch auf die Chile-Komitees von GIM und KBW eingegangen:"
Obwohl die Chile-Komitees zunächst öffentlich erklärt hatten, eine breite Kampagne zur Freilassung der politischen Gefangenen in Chile durchzuführen zu wollen, haben sie in ihrer Mehrheit schließlich nicht nur nichts zum Gelingen dieser Kampagne beigetragen, sondern in zahlreichen Fällen aktiv (mit den übelsten Methoden) gegen die unabhängig von den Chile-Komitees organisierten Veranstaltungen gearbeitet."
Q: Arbeiterkampf, Jg. 5, Extra zur Chile-Solidarität, Hamburg, Sept. 1975

September 1975:
Der KB gibt eine Extraausgabe des 'Arbeiterkampf' (AK - vgl. Sept. 1975, 9.9.1975) zur "Portugal-Solidarität" heraus. Enthalten ist eine Darstellung der Geschichte (vgl. 13.8.1975, 30.8.1975) der Portugal-Aktionseinheit.
Q: Arbeiterkampf, Jg. 5, Extra zur Portugal-Solidarität, Hamburg, Sept. 1975

09.09.1975:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 66 (vgl. Sept. 1975, 2.10.1975) heraus.
Dem Artikel "Portugal: KPD auf der Seite der Faschisten" zufolge ist die "Haltung zur portugiesischen Revolution heute der Punkt, an dem der konterrevolutionäre Charakter der KPD-Politik am krassesten zum Ausdruck kommt." PCP/ML und KPD würden eindeutig auf "der Seite von Faschismus und Konterrevolution stehen". Beweis dafür sei das Gerede von dem angeblich drohenden "sozialfaschistische Regime der Cunhal-Partei".

Dem Artikel "KBW zu Angola: Astreiner Rassismus" zufolge vertritt der KBW hartnäckig die These, "daß dort ein Streit zwischen 'gleichberechtigten Befreiungsbewegungen' im Gange sei und daß man sich diesem Streit gegenüber 'neutral' verhalten müßte".

In "Amilcar-Cabral-Gesellschaft (Guinea- Bissao): Vaterlandsverteidiger auf Provokationskurs" wird über die ACG (vgl. 25.5.1975) berichtet:"
Besonders die offizielle Anerkennung der ACG durch die PAIGC hat von Beginn an ein reges Interesse der KPD und ihrer Unterorganisation 'Liga gegen den Imperialismus' hervorgerufen." KPD und LgdI seien auf verschiedenen Veranstaltungen darum bemüht gewesen, "die Amilcar-Cabral-Gesellschaft zu majorisieren, um mit der Autorität der PAIGC ihre antikommunistische Hetze gegen die Sowjetunion an den Mann zu bringen".

Aus Berlin wird berichtet von einer Demonstration gegen die Mauer (vgl. 13.8.1975).

Aus Hamburg wird berichtet von der Spaniendemonstration (vgl. 6.9.1975).
Q: Arbeiterkampf, Jg. 5, Nr. 66, Hamburg, 9.9.1975

02.10.1975:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 67 (vgl. 9.9.1975, 21.10.1975) heraus. Man befaßt sich mit der Paragraph 218 Demonstration des KBW (vgl. 21.9.1975).

Eine Portugal-Woche soll vom 21. bis zum 27.9.1975 dauern.

Berichtet wird von der Portugal-AE (vgl. 24.8.1975) und Veranstaltungen in:
- Baden-Württemberg in Emmendingen (vgl. 16.9.1975), Wyhl (vgl. 22.9.1975), Stuttgart (vgl. 23.9.1975), Tübingen (vgl. 23.9.1975), Karlsruhe (vgl. 24.9.1975), Freiburg (vgl. 25.9.1975) und Heidelberg (vgl. 25.9.1975);
- Bayern in München (vgl. 25.9.1975), Nürnberg (vgl. 26.9.1975) und Landshut (vgl. 27.9.1975);
- Berlin (vgl. 26.9.1975, 27.9.1975) und Hamburg (vgl. 25.9.1975, 27.9.1975);
- Hessen in Darmstadt (vgl. 25.9.1975), Kassel (vgl. 25.9.1975) und Frankfurt allerdings z.T. zu Spanien (vgl. 26.9.1975);
- Niedersachsen fanden Veranstaltungen statt in Braunschweig (vgl. 22.9.1975), Hildesheim (vgl. 24.9.1975), Göttingen (vgl. 26.9.1975) und Hannover (vgl. 27.9.1975);
- NRW in Aachen (vgl. 23.9.1975), Münster (vgl. 23.9.1975), Duisburg (vgl. 24.9.1975), Bochum (vgl. 25.9.1975), Köln (vgl. 25.9.1975), Bielefeld (vgl. 26.9.1975) und Essen (vgl. 27.9.1975);
- Rheinland-Pfalz in Mainz (vgl. 26.9.1975) und
in Schleswig-Holstein in Elmshorn (vgl. 19.9.1975), Kiel (vgl. 23.9.1975) und Lübeck (vgl. 26.9.1975).

Aus Bremen wird berichtet von einer Anti-NPD Demonstration (vgl. 20.9.1975).

Von den Frankfurter Marxisten-Leninisten (FML), werden deren Offener Brief an KPD/ML und KPD (vgl. 28.6.1975) und der 'Maoist' Nr. 1 (vgl. Aug. 1975) erwähnt.
Auch wird darüber berichtet, daß "die sogenannten Frankfurter Marxisten-Leninisten … vom Staat das Verbot der DKP … fordern".
Die KPD sei hier schon einen Schritt voraus:"
Sie fordert dazu auf, alle Revisionisten … aus den Betrieben und Gewerkschaften zu schmeißen."

In "KBW zu Chile - Ganz neue Erkenntnisse." heißt es:"
Sicher ist es zu begrüßen, daß sich der KBW zwei Jahre nach dem faschistischen Putsch mit den Tatsachen vertraut zu machen beginnt. Das Unverschämte daran ist jedoch, daß er nicht nur keinerlei Selbstkritik an seinen früheren Fehleinschätzungen übt, sondern sich sogar noch frech in die Positur desjenigen wirft, der der Solidaritätsbewegung in Westdeutschland Lehren zu erteilen hat. Dies zeigt, daß vom KBW in der Frage einer ehrlichen und sachlichen politischen Auseinandersetzung auch in Zukunft vorerst kein Wandel zum Besseren zu erwarten ist."
Q: Arbeiterkampf, Jg. 5, Nr. 67, Hamburg, 2.10.1975

21.10.1975:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' Nr. 68 (vgl. 2.10.1975, 11.11.1975) heraus. Berichtet wird von der Delegiertenkonferenz der Paragraph 218 Komitees des KBW (vgl. 11.10.1975).

Aus Bremen wird berichtet von der Spaniendemonstration (vgl. 4.10.1975).

In "KBW zu Angola - Ein Skandal!" wird ausgeführt:"
Wessen Position unterstützt der KBW aber in Angola? Darüber schweigt er aus leicht durchschaubaren Gründen. Stattdessen beschwört er die 'drei Befreiungsbewegungen', sie müßten doch endlich begreifen, daß sie bloß von den Supermächten gegeneinander aufgehetzt werden und sollten sich hübsch manierlich miteinander vertragen und gemeinsam gegen die Supermächte kämpfen. Und dies in einer Situation erbittertster Kämpfe in allen Teilen des Landes. Wenn das kein Weltschiedsrichtertum ist, und ein gottsjämmerliches noch dazu! … Zur Rechtfertigung beruft sich die KVZ immer dennoch auf die OAU (Organisation afrikanischer Staaten) … Nun ist die OAU sicher eine respektable Organisation, wenn es darum geht, sie gegen Angriffe des Imperialismus zu verteidigen … (Dennoch) kann die OAU für Kommunisten keine höchste Autorität sein … Im übrigen schweigt der KBW darüber, daß die FRELIMO Mosambiks und PAIGC Guinea-Bissaos klar die MPLA unterstützen, ebenso wie u.a. die VR Kongo/Brazzaville … Wenn der KBW behauptet, zwischen den 'drei Befreiungsbewegungen' sei heute - im Kampf gegen den Imperialismus - tatsächlich Einheit möglich und nötig, so tritt er schlicht als Prediger von eigenen Gnaden auf. Zumindest MPLA und FNLA haben stets erklärt, daß die Gegensätze zwischen ihnen absolut unversöhnlich sind, da sie genau entgegengesetzte Ziele vertreten: die MPLA kämpft für die Errichtung einer Volksdemokratie, die FNLA will dies um jeden Preis verhindern … Man muß es noch einmal sagen: Der KBW stützt sich … nicht im geringsten auf die Analyse und die Strategie und Taktik irgendeiner der drei Bewegungen in Angola, sondern bloß auf sein Bücherwissen … Der KBW weigert sich zwischen fortschrittlichen und reaktionären Kräften in Angola zu unterscheiden."
Q: Arbeiterkampf, Jg. 5, Nr. 68, Hamburg, 21.10.1975

11.11.1975:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 69 (vgl. 21.10.1975, 2.12.1975) heraus.

Aus Berlin wird berichtet vom ML-Überfall auf die GIM-Veranstaltung (vgl. 6.11.1975).

Aus Hamburg wird berichtet von der KBW-Veranstaltung zu Zimbabwe (vgl. 4.11.1975).

Aus Niedersachsen wird berichtet von der Portugalveranstaltung in Hannover (vgl. 28.10.1975).

In "KPD fordert handfeste Repressalien gegen die Arbeiterklasse" heißt es:"
In ihrer Hetze gegen die portugiesische Revolution hat die KPD mittlerweile den Punkt erreicht, wo sie sich von den erklärten Faschisten nur noch durch die besondere Radikalität unterscheidet, mit der sie Reaktion und Imperialismus unterstützt und zur Eile antreibt."
Erstmals bezeichnet der KB die KPD-Anhänger als "KPD-Faschisten" und führt weiter aus:"
Was jedem Kommunisten Grund zur Freude und Zuversicht ist, bereitet den KPD-Faschisten den größten Schrecken. Denn die ganze portugiesische Revolution ist für sie nur ein Machwerk der Revisionisten und des russischen Sozialimperialismus. Alles - die Einheitsfront FUR, der Soldatenverband SUV, die Arbeiter- und Bewohnerkommissionen. Selbst die meisten ML-Gruppen (!) - alles das dient nach Meinung der KPD-Faschisten nur dem Sozialimperialismus … Die KPD hat auf kommunistischen und demokratischen Veranstaltungen nichts mehr zu suchen! Die letzten KPDler, die es mit dem Marxismus-Leninismus und dem revolutionären Kampf ernst meinen, müssen sich von dieser Gruppe trennen! Alle kommunistischen Organisationen müssen einen eindeutigen Trennungsstrich zur KPD ziehen! Keine Zusammenarbeit mit diesen Propagandisten des Faschismus und der Konterrevolution."

Der Artikel "KBW: Erster Beitrag zur Portugal-Solidarität" geht auf die Nichtbeteiligung des KBW an der Portugal-Solidaritäts-Kampagne ein:"
Der ganze Beitrag des KBW zur internationalen Portugal-Solidaritäts-Kampagne bestand bisher in hämischen Bekundungen von Schadenfreude über Mängel bei der bisherigen Mobilisierung und über zwischen den beteiligten Organisationen aufgetretene Widersprüche. Kein sehr großartiger Beitrag! Aber kennzeichnend für die nicht nur politische, sondern auch moralische Versumpfung der Typen, die die Politik des KBW bestimmen."

In der Amilcar-Cabral Gesellschaft (ACG) für sollen derzeit heftige Auseinandersetzungen stattfinden. Es soll Widersprüche "zwischen Antiimperialisten, die nach der politischen Linie der PAIGC ihre Arbeit ausrichten wollen, einerseits und den Vaterlandsverteidigern von KPD/Liga gegen den Imperialismus (LgdI, d.Vf.) andererseits geben."
"Im Zentrum dieser Auseinandersetzung steht der provokatorische Versuch der Vaterlandsverteidiger auch für Guinea-Bissau und die Kapverdischen Inseln den Sozialimperialismus zum Hauptfeind zu machen. Dies widerspricht diametral den Aussagen der PAIGC, die eindeutig den Hauptfeind im Imperialismus sieht und sich mehrfach für die solidarische Bruderhilfe der Sowjetunion (SU, d.Vf.) bedankt hat … Die Mitglieder der KPD/Liga innerhalb der ACG stehen momentan vor der Situation, entweder die Rolle der Sowjetunion bezüglich Guinea-Bissau so darzustellen wie sie ist und wie die PAIGC sie beschreibt (Bruderhilfe etc.), was einer glatten Polemik gegen ihre eigene Partei gleichkommt oder die Position der KPD/Liga (Hauptfeind Sozialimperialismus etc.) zu propagieren, was ihre Mitgliedschaft in der ACG per Ausschluß beenden würde … Diese schizophrene Situation ist Ergebnis der schizophrenen Politik der Vaterlandsverteidiger. Sie beschreibt den Widerspruch zwischen antiimperialistischer Phrase … und der realen Politik der Vaterlandsverteidiger, die letztlich nur noch eine Maxime hat, den 'Hauptfeind Sozialimperialismus' zu beschwören und damit die reale Aggression und Gefährlichkeit von US- und EG-Imperialismus herunterzuspielen. Bisher scheint sich innerhalb von Liga/KPD kein einheitlicher Standpunkt durchgesetzt zu haben. Ein Teil hat sich bereit erklärt, die gefaßten Beschlüsse umzusetzen (!) und sich an der MPLA-Kampagne zu beteiligen … Ein anderer Teil der Liga-Vögel scheint bewußt auf die Spaltung der ACG hinzuarbeiten. So hat die fast nur aus Liga-Mitgliedern bestehende Hamburger Ortsgruppe beschlossen, den Vorstandsbeschluß bezüglich Angola abzulehnen und sich daher auch nicht an der MPLA-Kampagne zu beteiligen."
Q: Arbeiterkampf, Jg. 5, Nr. 69, Hamburg, 11.11.1975

02.12.1975:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 70 (vgl. 11.11.1975, 21.12.1975) heraus.
Berichtet wird von der zentralen Spaniendemonstration in Frankfurt (vgl. 15.11.1975) und vom Kongreß der FILE Italien (vgl. 22.10.1975).

Aus Bayern wird berichtet vom Polizeiüberfall auf den Trikont-Verlag in München (vgl. 24.11.1975).

Aus Hessen wird berichtet von einer Iran-Veranstaltung in Frankfurt (vgl. 21.11.1975).

In "KBW zu Angola: Weiter in den Sumpf" heißt es:"
Bei seiner Verleumdungskampagne gegen die angolanische Befreiungsbewegung, die MPLA, hat sich der KBW eine neue Variante ausgedacht: Er ist in das Kostüm eines besorgten Freundes der MPLA geschlüpft, um seine Lügen und hanebüchenen Ratschläge besser verkaufen zu können … Der KBW hat es bisher stets abgelehnt, zwischen den drei Befreiungsbewegungen Angolas (er bezeichnet auch die pro-imperialistischen Truppen der FNLA und UNITA als Befreiungsbewegungen) zu differenzieren und Sympathie für eine von ihnen zu bekunden … Nunmehr behauptet der KBW jedoch, es sei die MPLA selbst, die ausdrücklich auf eine Politik der nationalen Einheit verzichtet … Was sich der KBW damit geleistet hat, ist noch um einiges schweinischer als seine bisherigen Äußerungen zu Angola. Wenn der KBW ehrliche Sympathie für die MPLA hätte, so würde er eine derart schwerwiegende Behauptung wie 'Verzicht auf eine Politik der nationalen Einheit' zumindest zu beweisen versuchen … Der KBW ist nicht in der Lage, seine Behauptungen durch Tatsachen zu untermauern, daß für die MPLA eine 'Einheit' mit FNLA und UNITA möglich und sinnvoll wäre. Die Erklärungen der MPLA, daß es sich bei FNLA und UNITA nicht um Befreiungsbewegungen handelt, sondern um konterrevolutionäre, proimperialistische Marionetten-Organisationen, hat der KBW gar nicht zur Kenntnis genommen. Stattdessen hat er diese Kennzeichnung von FNLA und UNITA lügenhaft als angebliche Erfindungen der Sowjetunion (SU, d.Vf.) oder des KB-Nord diffamiert … Der KBW kann nicht erklären, warum sämtliche Befreiungsbewegungen die MPLA einseitig unterstützen, warum Staaten wie Nord- und Südvietnam sowie Korea die MPLA-Regierung anerkannt haben. Sie alle befinden sich ja nach Meinung des KBW auf dem falschen Weg. Recht haben dagegen nach Meinung des KBW die reaktionären Staaten, die die MPLA zu einem Pakt mit FNLA und UNITA, das heißt faktisch zur Preisgabe des Befreiungskampfes zwingen wollen. Da der KBW diesen Widerspruch nicht klären kann, verschweigt er ihn entweder völlig oder geht jedenfalls nicht inhaltlich darauf ein … Immer deutlicher führt diese Politik dieser Art von Linken direkt an die Seite von Imperialismus und Reaktion. Und es ist kaum zu hoffen, daß Angola das einzige und letzte Beispiel dieser Art bleiben wird."

Es findet "in den nächsten Tagen eine Bundesdelegiertenkonferenz der Gesellschaft für deutsch-chinesische Freundschaft (GDCF) statt. Auf dieser Konferenz ist ein Frontalangriff der Vaterlandsverteidiger zu erwarten, der als Resultat die Übernahme der GCDF durch KPD und KPD/ML bringen soll".

Derzeit "streben die Vaterlandsverteidiger der BRD und Westberlin - zumindest in Worten - zügig die Einheit an. Mittlerweile scheinen einige kleine Grüppchen um die sogenannten Frankfurter Marxisten-Leninisten schon aus dem Rennen zu sein, nachdem sie sich allzu plump-blöd für den Burgfrieden mit dem BRD-Imperialismus, für den Konsumverzicht der Arbeiterklasse zugunsten der Vaterlandsverteidigung etc. ausgesprochen hatten. So geht es heute vor allem um die Einheit zwischen KPD und KPD/ML … Wie ihren Zeitungen zu entnehmen ist, haben sich beide Organisationen Anfang November getroffen, Dokumente ausgetauscht und die Diskussion eröffnet … Man darf gespannt sein, ob es tatsächlich noch zu einer Vereinigung von KPD/ML und KPD kommt, bevor der Sumpf über beide Vereine zusammenschlägt".
Q: Arbeiterkampf, Jg. 5, Nr. 70, Hamburg, 2.12.1975

21.12.1975:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 71 (vgl. 2.12.1975, 19.1.1976) heraus.
Berichtet wird von der bundesweiten Betriebsräte-Veranstaltung (vgl. 6.12.1975) in Hamburg.

Aus Baden-Württemberg wird berichtet von der ersten KB-Veranstaltung in Heidelberg (vgl. 12.12.1975).
Q: Arbeiterkampf, Jg. 5, Nr. 71, Hamburg, 21.12.1975

19.01.1976:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 72 (vgl. 21.12.1975, 2.2.1976) heraus.

Aus Hamburg wird berichtet von der DKP-Veranstaltung zum KB (vgl. 8.1.1976).

Das Leitende Gremium (LG) des KB habe "einige Veränderungen diskutiert und beschlossen":
- Die Bildung einer Gesamtredaktion für 'Arbeiterkampf', 'Rebell' und Internationale',
- 14-tägiges Erscheinen des 'Arbeiterkampfes',
- Monatliches Erscheinen der 'Internationale'.

Der KBW baue zu Angola "seine reaktionären Thesen" aus:"
Der kleinbürgerliche Unfug des KBW besteht jedoch darin, daß er diese Differenzierung unter den afrikanischen Staaten nicht als ein notwendiges Produkt gesellschaftlicher Zustände, Widersprüche und Entwicklungen dieser Staaten selbst begreifen kann, sondern als bedauerliches Ergebnis einer äußeren Einmischung konkret besonders des russischen Sozialimperialismus. Diese These des KBW ist ein reaktionärer Angriff auf alle fortschrittlichen afrikanischen Staaten und Befreiungsbewegungen, die sich eindeutig für die Unterstützung der MPLA ausgesprochen haben und die vom KBW praktisch als willenlose Opfer sozialimperialistischer Einmischung verleumdet werden."

Die "Vaterlandsverteidiger der KPD/ML" hätten einen "Kurswechsel" vollzogen. Eine "Diskussion, die im November im ZK der KPD/ML geführt wurde", habe die bisherigen Thesen als falsch bezeichnet. Der KB meint:"
Dabei ging es um die Frage des Hauptfeindes der Revolution in der BRD … Diese These wird nunmehr als falsch bzw. unklar und mißverständlich kritisiert. Richtig sei, daß in der BRD 'der Hauptfeind der westdeutschen Werktätigen die westdeutsche Monopolbourgeoisie, der westdeutsche Imperialismus ist, 'in zweiter Linie' dann auch der US-Imperialismus'."
Quellen: Arbeiterkampf, Jg. 6, Nr. 72, Hamburg, 19.1.1976; KB-LG: Rundbrief Nr. 10, Hamburg 1981, S. 2

02.02.1976:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 73 (vgl. 19.1.1976, 16.2.1976) heraus. Zwischen dem KB und der ZANU Zimbabwe fanden Gespräche statt (vgl. 31.1.1976).

Aus Hamburg wird berichtet von der Portugalveranstaltung (vgl. 23.1.1976).

Bei den Hochschulwahlen in Göttingen in Niedersachsen und Bremen erzielten "die Listen Demokratischer Kampf (LDK), in denen mit dem KB sympathisierende Studentengruppen mitarbeiten, den größten Wahlerfolg". In Göttingen erreichte die LDK 14, 2% der Stimmen.
Q: Arbeiterkampf, Jg. 6, Nr. 73, Hamburg, 2.2.1976

16.02.1976:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 74 (vgl. 2.2.1976, 1.3.1976) heraus. Berichtet wird vom Treffen des KB mit dem AB (vgl. 8.2.1976).

Aus Bayern wird berichtet von der Paragraph 218-Demonstration in Nürnberg (vgl. 11.2.1976).

Aus Hamburg wird berichtet von der Schuldemonstration (vgl. 13.2.1976) und der Paragraph 218-Demonstration (vgl. 11.2.1976).

Aus Hessen wird berichtet aus Frankfurt von Paragraph 218 Aktionen (vgl. 22.1.1976, 4.2.1976, 12.2.1976) und der Angolaveranstaltung (vgl. 4.2.1976).

Aus Niedersachsen wird berichtet über die Paragraph 218-Demonstration in Göttingen (vgl. 12.2.1976).

Aus NRW wird berichtet aus Bochum über die Antirepressionsarbeit (vgl. Jan. 1976), eine Angolaveranstaltung (vgl. 6.2.1976) und die Paragraph 218-Demonstration (vgl. 6.2.1976). Auch in Bielefeld wurde gegen den Paragraphen 218 demonstriert (vgl. 7.2.1976).

Aus Schleswig-Holstein wird berichtet von der Paragraph 218-Demonstration in Kiel (vgl. 12.2.1976).

In "KPD/ML in der DDR gegründet" heißt es:"
Dem Roten Morgen war bisher noch nie etwa über konkrete Aktivitäten in der DDR zu entnehmen. Offenbar verfügt die KPD/ML in der DDR noch nicht einmal über einen regelmäßigen Korrespondenten, da sie bei ihrer gesamten Berichterstattung über die DDR stets nur die westliche Presse zugrunde legt." Es würde auf der Hand liegen, "daß die gesamte Sektion DDR der KPD/ML nichts weiter ist als ein Schreibtisch-Produkt des schon immer phantasiebegabten ML-Vorsitzenden Ernst Aust. Schon einmal, vor mehreren Jahren, hatte er belgischen ML-Freunden den Bären aufgebunden, er habe 'Zellen in der DDR'. Dieses Märchen wurde prompt in deren Zeitschrift 'Clarte' nachgedruckt, erschien aber nie im Roten Morgen … Krankhafter Größenwahn und Geltungssucht gehen hier fließend in Provokateurstum über."

In "NPD wertet KPD-Wahlergebnis auf" wird zu den Nachwahlen im Wahlbezirk Berlin-Zehlendorf aus der 'Nationalzeitung' zitiert:"
Folgen jetzt endlich die deutschen Maoisten dem Kurs der Pekinger Führung, der darauf hinausläuft, die Front gegen den Sozialimperialismus weltweit zu stärken - ohne Rücksicht auf ideologische Unterschiede auch im Bündnis mit kapitalistischen Staaten und deren Zusammenschlüssen?"
Q: Arbeiterkampf, Jg. 6, Nr. 74, Hamburg, 16.2.1976

01.03.1976:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 75 (vgl. 16.2.1976, 15.3.1976) heraus.

Aus dem Ausland wird berichtet aus Portugal vom Tode von G. Bruns (vgl.
1.1.1976) und einer MES-Veranstaltung (vgl. 16.2.1976).

Aus Baden-Württemberg wird berichtet von den Stupawahlen an der Uni
Heidelberg (vgl. 26.1.1976) und dem AKW Wyhl (vgl. 22.2.1976).
Q: Arbeiterkampf, Jg. 6, Nr. 75, Hamburg, 1.3.1976

15.03.1976:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 76 (vgl. 1.3.1976, 29.3.1975) heraus.

Aus Bayern wird von einer Paragraph 218-Veranstaltung in Nürnberg (vgl. 19.2.1976) berichtet.

Aus Bremen wird berichtet von Paragraph 218-Aktionen in Bremen und Bremerhaven (vgl. 12.2.1976).

Aus Hessen wird berichtet aus Frankfurt von der Paragraph 218-Demonstration (vgl. 21.2.1976) und der dortigen Schuldemonstration (vgl. 6.3.1976).

Aus Niedersachsen wird berichtet von Paragraph 218-Aktionen in Göttingen (vgl. 12.2.1976), Hildesheim (vgl. 25.2.1976) und Oldenburg (vgl. 25.2.1976).

Aus NRW wird berichtet von der Paragraph 218-Demonstration in Bochum (vgl. 11.2.1976).

Aus Schleswig-Holstein wird berichtet von einer Paragraph 218-Veranstaltung in Lübeck (vgl. 25.2.1976).

Es wird der erste Teil der Artikelreihe "China: Kampf zweier Linien?" abgedruckt (vgl. 29.3.1976). Kernpunkte der Artikel sind vor allem die Deng Hsiao-ping Frage:"
Bei den gegenwärtigen Auseinandersetzungen handelt es sich zum einen um einen Angriff der Linken auf die Anhänger Deng Hsiao-pings, d.h. des 'kapitalistischen Wegs' (Förderung materieller Anreize etc.); dieser Angriff nimmt praktisch die alte, immer noch nicht beglichene Rechnung aus der Zeit der Kulturrevolution wieder auf. Zum anderen steht die Linie Deng Hsiao-pings aber auch denjenigen Rechten im Wege, die in der Politik des 'kapitalistischen Weges' derzeit ein wesentliches Hindernis für die beabsichtigte Entwicklung der Produktivkräfte (als Voraussetzung für ihre bürgerliche Großmachtpolitik nach außen), gestützt auf eine Stärkung des zentralen Plans und eine politische Mobilisierung der Werktätigen zu erheblich gesteigerter Mehrarbeit, sehen. Diese Rechten, als deren Vertreter wir den amtierenden Ministerpräsidenten Hua Guo-feng eingeschätzt haben, sind zwar daran interessiert, die Anhänger des 'kapitalistischen Weges' zu dämpfen und sich mit ihren Vorstellungen ihnen gegenüber durchzusetzen; nicht interessiert sind sie aber an deren Entmachtung und an einer wirklichen Mobilisierung der Massen."
Q: Arbeiterkampf, Jg. 6, Nr. 76, Hamburg, 15.3.1976

29.03.1976:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 77 (vgl. 15.3.1976, 12.4.1976) heraus.
Aus Niedersachsen wird berichtet von der 218-Demonstration in Braunschweig (vgl. 21.3.1976).
Q: Arbeiterkampf, Jg. 6, Nr. 77, Hamburg, 29.3.1976

12.04.1976:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 78 (vgl. 29.3.1976, 26.4.1976) heraus. Berichtet vom Treffen von KPD, KPD/ML, KABD und KBW zu den Bundestagswahlen (BTW - vgl. 14.2.1976).
Q: Arbeiterkampf, Jg. 6, Nr. 78, Hamburg, 12.4.1976

26.04.1976:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 79 (vgl. 12.4.1976, 14.5.1976) in einer Auflage von 19 000 Exemplare heraus.

Aus Bayern wird berichtet von der Betriebsräteveranstaltung in München (vgl. 10.4.1976).

Aus Bremen wird berichtet von Repressionen des KBW gegen AK-Verkäufer (vgl. 22.3.1976).

Aus Hamburg wird berichtet von der VV des RBJ/BDJ (vgl. 9.4.1976).

In "Zwei Schritt vor und einen zurück. Eiertänze der Vaterlandsverteidiger" wird ausgeführt:"
Die Politik der linken Vaterlandsverteidigung zuerst theoretisch entwickelt von KPD/ML-Chef Aust in seiner berüchtigten 'Kieler Rede' vom 27.3.1975, hat in unserem Land wenig Freunde gefunden. Schon bald sah sich daher die KPD/ML zu verschiedenen einschränkenden 'Erläuterungen' und schließlich zu kosmetischen 'Korrekturen' gezwungen. Anscheinend im Vertrauen auf die Vergeßlichkeit ihres eigenen Anhangs behaupten Aust und Co. heute schon ganz empört, für die Vaterlandsverteidigung seien sie nie eingetreten. Ihrem Beispiel scheint jetzt die KPD folgen zu wollen. In Ihrer 'Roten Fahne' vom 14.4.1976 wendet sie sich entrüstet gegen Vorwürfe (der KPD/ML), sie sei sozialchauvinistisch und betreibe eine 'Blockbildung mit der Bourgeoisie'. Sie bestreitet sogar, für eine Stärkung der Bundeswehr zu sein und spricht in einer Erklärung davon, die Bundeswehr habe nur die Aufgabe, das eigene Volk zu unterdrücken und Aggressionen gegen andere Völker zu verüben. Auch die KPD spekuliert dabei wohl auf die Vergeßlichkeit der Menschen. Weder den Führern der KPD/ML noch denen der KPD geht es darum, eine selbstkritische Bilanz zu ziehen und ehrlich mit ihrer Linie der Vaterlandsverteidigung und des Antikommunismus Schluß zu machen. Lediglich von einigen allzu verräterischen Thesen wollen sie sich trennen, um aber insgesamt genau ihre alte Politik fortzusetzen."
Q: Arbeiterkampf, Jg. 6, Nr. 79, Hamburg, 26.4.1976; KB-LG: Rundbrief Nr. 10, Hamburg 1981, S. 2

10.05.1976:
Der KB gibt ein Extrablatt des 'Arbeiterkampfs' (AK) (vgl. 26.4.1976, 14.5.1976) in einer Auflage von 100.000 Exemplaren heraus. In einer "Mitteilung der Redaktion" heißt es dazu: "Aufgrund des Streiks in der Druckindustrie kann der ARBEITERKAMPF nicht - wie gewohnt - am heutigen Montag erscheinen. Wir erklären uns jedoch mit unseren streikenden Drucker-Kollegen voll und vorbehaltlos solidarisch und bringen als Zeichen unserer Verbundenheit mit ihrem Kampf diese Extra-Ausgabe heraus.
SOLIDARITÄT HILFT SIEGEN!
Leitendes Gremium des KB und AK-Redaktion"
Q: Arbeiterkampf, Jg. 6, Extrablatt zum Druckerstreik, Hamburg, 10.5.1976.

14.05.1976:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 80 (vgl. 26.4.1976, 31.5.1976) heraus. In einer Beilage erfolgt die Maiberichterstattung.

Aus Baden-Württemberg wird berichtet vom 1. Mai in Freiburg, Heidelberg, Karlsruhe, Mannheim, Pforzheim, Ravensburg, Reutlingen, Stuttgart und Tübingen.

Aus Bayern wird berichtet vom 1. Mai in Altötting, Augsburg, München, Nürnberg, Regensburg, Tegernsee und Weiden (vgl. 30.4.1976).

Aus Berlin wird berichtet vom 1. Mai (vgl. auch 4.5.1976).

Aus Bremen wird berichtet vom 1. Mai in Mitte, Nord und Bremerhaven.

Aus Hamburg wird berichtet vom 1. Mai.

Aus Hessen wird berichtet vom 1. Mai aus Darmstadt, Frankfurt, Gießen, Hanau, Kassel, Marburg und Wiesbaden.

Aus Niedersachsen wird berichtet vom 1. Mai in Bad Pyrmont, Braunschweig, Emden, Göttingen, Hameln, Hannover, Hildesheim, Lüneburg (**), Oldenburg, Osnabrück, Salzgitter und Walsrode.

Aus NRW wird berichtet vom 1. Mai in Aachen, Bielefeld, Bochum, Bonn, Castrop-Rauxel, Dortmund, Düsseldorf, Duisburg, Essen, Hagen, Herne, Köln, Münster, Neuss und Wuppertal.

Aus Schleswig-Holstein wird berichtet vom 1. Mai in Flensburg, Itzehoe, Kiel, Lübeck, Mölln, Niebüll und Süderbrarup.

Im Artikel "Erste zarte Bande zwischen Faschisten und MLern" heißt es, der Zeitung 'Nationale Verantwortung' der Volkssozialistischen Deutschen Partei (VSDP) zufolge, hätten sich "in Frankfurt Vertreter der VSDP, des Weltfriedensbundes … und der deutschen Maoisten getroffen. … Es habe sich zunächst nur um ein einleitendes Gespräch gehandelt, das aber erfolgversprechend verlaufen sei. … Zukünftig wolle man in weiteren Gesprächen die gegenseitige Vertrauensbasis ausbauen und eine gemeinsame Aktionsplattform schaffen."
Der KB berichtet weiter davon, daß als Diskussionsbeitrag in der 'Nationalen Verantwortung' ein Artikel von Rolf Schneid (MLD) abgedruckt worden sei.

Im Artikel "Der 'Arbeiterbund für den Wiederaufbau der KPD' - Eine unverbesserliche zentristische Strömung" heißt es zur Arbeit des AB:"
Der 'Arbeiterbund/ABG' hat Zeit seines Bestehens meistens nicht zu den linken Gruppierungen gehört, die durch eine intensiv geführte öffentliche Auseinandersetzung die Entwicklung auf den Wiederaufbau der KPD vorangetrieben haben. … In ihrer politischen Linie, sofern dieser Ausdruck überhaupt angemessen ist, versuchen sie u.a. die 'Sozialimperialismus'- These und die unkritische Haltung der 'ML'er zur chinesischen Außenpolitik unter einen Hut zu bringen mit opportunistischen Positionen zum gewerkschaftlichen Kampf und offener Anbiederei an die DKP, was von ihnen als Politik der 'Aktionseinheit' bezeichnet wird. Aufgrund dieses politisch-ideologischen Mischmasch fühlen sich die Genossen vom 'Arbeiterbund' von Zeit zu Zeit berufen, kluge Ratschläge nach allen Seiten zu erteilen und sich als große einigende Kraft aufzuspielen, die das gesamte Spektrum von KBW bis DKP unter einen Hut zu bringen trachtet."

Im Artikel "Ulrike Meinhof tot!" heißt es:"
Festzuhalten bleibt: die offizielle Darstellung von Ulrike Meinhofs Tod ist in sich widersprüchlich und die Eile, mit der die Staatsschutzbehörden ihren Leichnam fortgeschafft und ohne Beisein von Vertrauensanwälten und neutralen Ärzten haben obduzieren lassen, läßt die Vermutung zu, daß sie nicht durch Freitod, sondern durch Mord oder Totschlag umgekommen ist."
Der Artikel bezeichnet desweiteren das RAF-Mitglied Ulrike Meinhof als "Kämpferin gegen die Faschisierung und Militarisierung in der BRD".
Q: Arbeiterkampf, Jg. 6, Nr. 80, Hamburg, 14.5.1976

31.05.1976:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 81 (vgl. 14.5.1976, 14.6.1976) heraus.

Aus Baden-Württemberg wird berichtet von der Chile-Argentinien Solidarität in Freiburg (vgl. 23.4.1976).

Aus Berlin wird berichtet von der Demonstration für Ulrike Meinhof (RAF) (vgl. 16.5.1976).

Das SBO wolle über Pfingsten (5.-7.Juni) "im Rahmen einer längerfristig angelegten Anti-Repressions-Kampagne in Frankfurt einen nationalen Kongreß durchführen". Dieser solle "verschiedene Großveranstaltungen, Arbeitsgruppen, Demonstrationen etc. umfassen … Der Kongreß - wie die ganze Kampagne des SB - richtet sich gegen die zunehmende politische Repression in gesellschaftlichen Bereichen der BRD und die verschärfte ökonomische Ausbeutung. In einem Brief an das SB hat die Leitung unserer Organisation Initiative und Durchführung von Kongreß und Kampagne begrüßt. Wir haben eine Einladung zum Kongreß durch das SB dankend angenommen und werden den Kongreß mit einer Delegation unter Führung einiger Leitungsmitglieder des KB beschicken. Die KB-Gruppen und Mitglieder aus Frankfurt, Darmstadt und Umgebung werden auch auf der Ebene der öffentlichen Mobilisierung den Kongreß unterstützen."

Laut KB ruft "die Gruppe 'Marxisten-Leninisten Bochum', zusammen mit den 'Marxisten-Leninisten Deutschland' (Frankfurt und Aachen) auf dem rechtsradikalen Flügel der marxistisch-leninistischen Bewegung stehend, … zum Bündnis mit Junger Union (JU der CDU, d.Vf.), RCDS u.a. zu gemeinsamen Gegenaktionen gegen pro-sowjetische und landesverräterische Veranstaltungen auf". Weiter heißt es:"
Sind die 'ML-Bochum', MLD' oder sind auch die ihnen nahestehende rechtsradikale Düsseldorfer ML-Gruppe 'Alle Wege des Opportunismus führen nach Moskau' … isolierte Spinner? … Zusammenfassend läßt sich sagen, daß die 'MLD', 'ML Bochum' und 'Alle Wege …' Düsseldorf keine isolierten Spinner, sondern die Spitze eines reaktionären Eisberges namens marxistisch-leninistische Bewegung sind."

In einer Beilage "Zum Eingreifen der Linken in die Bundestagswahlen" heißt es:"
Verschiedene Organisationen, die den Anspruch haben, eine fortschrittliche, revolutionäre Politik zu vertreten, haben bereits ihre Kandidatur bei den Bundestagswahlen angekündigt - die DKP, der KBW, die KPD, die GIM. Keine der kandidierenden Organisationen hat jedoch über die Frage von Zweck und Art einer Wahlbeteiligung eine Diskussion nach innen und außen geführt … Für unsere eigene Organisation käme - wenn überhaupt - eine Kandidatur (eigenständig oder gegebenenfalls auf gemeinsamen Listen) von vornherein nur in wenigen Städten und Wahlbezirken in Frage, nämlich dort, wo unsere Arbeit schon eine gewisse Dauer und einen gewissen Einfluß hat. Wieweit dies örtlich möglich und sinnvoll ist, wird zur Zeit in der Organisation diskutiert. Darüber hinaus hat das LG vorgeschlagen, zur Stimmabgabe für eine der kandidierenden Organisationen links von der SPD aufzurufen. Das hieße in erster Linie für die DKP oder den KBW. Wir würden es für falsch halten, grundsätzlich nur für eine oder die andere dieser Organisationen aufzurufen, da wir nicht den Eindruck machen wollen, als wäre eine dieser Organisationen besser als die andere … Diese Wahlempfehlung müßte verbunden sein mit einer umfassenden Begründung, warum wir für die Wahl einer Organisationen links von der SPD aufrufen, und was uns andererseits von diesen Organisationen trennt … Das heißt, die Wahlkampagne muß dazu genutzt werden, um zum einen den nationalen Aufbau unserer Organisation, der in den letzten Monaten schon einen großen Sprung nach vorn erlebt hat, mit aller Kraft weiter oranzutreiben und die örtlichen Gruppen zu festigen und mehr zu verankern, und muß zum anderen genutzt werden, die Einheit der Linken, im Prozeß von Auseinandersetzung und Zusammenarbeit, zu entwickeln. Dabei müssen wir praktisch am Nullpunkt beginnen, wozu das Aufbrechen der starren Zirkel-Schranken und die Organisierung einer breiten Debatte über die Wahltaktik eine wichtige Voraussetzung sind."
Q: Arbeiterkampf, Jg. 6, Nr. 81, Hamburg, 31.5.1976

14.06.1976:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 82 (vgl. 31.5.1976, 29.6.1976) heraus.

Aus Baden-Württemberg wird berichtet von der DKP-Veranstaltung gegen den KABD in Heilbronn (vgl. 22.1.1976) und der Spaltung des KSA Heidelberg (vgl. 27.5.1976).

Im Artikel "Es kracht beim KABD!" (vgl. 10.5.1976) heißt es:"
Beim KABD, einer vorwiegend in Baden-Württemberg konzentrierten Organisation, geht es rund. Dies kommt vor allem in zwei Vorgängen zum Ausdruck: zum einen in der Abspaltung mehrerer Ortsgruppen in Hessen und im Saarland vom KABD (darunter die Frankfurter Ortsgruppe), und zum anderen im Rückzug des KABD aus der von ihm selbst ins Leben gerufenen 'Massenorganisation' VIK (Vereinigung Internationaler Kulturaustausch (vgl. Mai 1976, d.Vf.)) … Ein Rückzug von KABD-Sympathisanten und Mitgliedern aus demokratischen Bündnis-Ansätzen unter total sektiererischen Begründungen zeigt sich derzeit auch in einer Reihe weiterer Punkte. Auch in der Frage der 'Aktionseinheit' nimmt der KABD eine sektiererische Haltung ein, indem er eine umfassende ideologische Vereinheitlichung zur Voraussetzung gemeinsamer Aktionen macht. Dieser Politik muß an den Orten, wo der KABD noch präsent ist, zum beschleunigten Schiffbruch verholfen werden."
Q: Arbeiterkampf, Jg. 6, Nr. 82, Hamburg, 14.6.1976

29.06.1976:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 83 (vgl. 14.6.1976, 12.7.1976) heraus.

Berichtet wird über die Aktionen gegen das Treffen Kissinger/Vorster (vgl. Juni 1976) in Berlin und Hamburg, in Baden-Württemberg in Freiburg, in Hessen in Darmstadt und Frankfurt, in Niedersachsen in Göttingen und in NRW in Essen, Köln und Münster.

In Bonn demonstrierte der VDS (vgl. 22.6.1976) und dort fand auch eine Ost-Timor/Indonesienkonferenz statt (vgl. 24.6.1976).

Aus Baden-Württemberg wird berichtet von den Studentenparlamentswahlen an der Uni Tübingen (vgl. Juni 1976).

Aus Berlin wird berichtet von den Studentenparlamentswahlen an der PH (vgl. Juni 1976).

Aus Hessen wird berichtet von den Studentenparlamentswahlen an der GHS Kassel (vgl. Juni 1976) und der Uni Marburg (vgl. Juni 1976).

Aus Niedersachsen wird berichtet vom 1.Frauenfest in Göttingen (vgl. 19.6.1976) sowie von den Studentenparlamentswahlen an der PH Göttingen (vgl. Juni 1976) und der TU Clausthal-Zellerfeld (vgl. Juni 1976).
Q: Arbeiterkampf, Jg. 6, Nr. 83, Hamburg, 29.6.1976

12.07.1976:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 84 (vgl. 29.6.1976, 26.7.1976)heraus.

Bei den Studentenparlamentswahlen erzielten linke Gruppen u.a. folgende Ergebnisse: Emden: Spontis 40, 2%; Lüneburg: KBW 250 Stimmen; Gießen: KBW 2 Sitze.

Aus Niedersachsen wird berichtet von der Afrikaveranstaltung in Hannover (vgl. 2.6.1976).

Vom AB wird berichtet von der Abspaltung der OG Passau (vgl. Mai 1976) und in "Der Arbeiterbund in der Krise. Massenorganisation ohne Massen oder Theorie-Zirkel ohne Theorie?" wird ausgeführt:"
Der 'Arbeiterbund' … hat mit seinem Versuch, über eine ökonomistische und platte Agitation eine Massenverankerung zu erreichen, totalen Schiffbruch erlitten. Es ist bekannt, daß dem 'Arbeiterbund' in München die meisten proletarischen Genossen davongelaufen sind, daß in Passau die Arbeit total zusammengebrochen ist, daß auch anderswo die Betriebsarbeit nicht mehr läuft. In dieser Situation hat die Arbeiterbund-Führung im Versuch, die Not zur Tugend zu machen, die Devise ausgegeben, daß man ja eigentlich auch in erster Linie ein Theorie- und Propagandazirkel sei. So versucht man jetzt redlich, sich als führende politisch-ideologische Kraft in der linken 'scene' in der BRD in Szene zu setzen, ohne dafür jedoch weder von der eigenen Arbeit der letzten Jahre noch von den Fähigkeiten her die Voraussetzungen mitzubringen."
Q: Arbeiterkampf, Jg. 6, Nr. 84, Hamburg, 12.7.1976

26.07.1976:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 85 (vgl. 13.7.1976, 9.8.1976) heraus.
Aus NRW wird berichtet von der Chile-Solidarität in Mönchengladbach (vgl. 25.6.1976), Aachen (vgl. 16.7.1976), Emmerich (vgl. 10.7.1976) und Wuppertal (vgl. 10.7.1976), der Spaniensolidarität in Gelsenkirchen (vgl. 31.7.1976) und der Anti-Repressions-Arbeit in Münster (vgl. Juli 1976).

Im Artikel "Wahldiskussion" heißt es zu den Bundestagswahlen (BTW - vgl. 3.10.1976) u.a.:"
In der Diskussionsgrundlage des Kommunistischen Bundes … war vorgeschlagen worden, zu einer 'linken' Stimmabgabe aufzurufen - das heißt, für eine der kandidierenden Organisationen links von der SPD, insbesondere also DKP und KBW. Die Frage der Eigenkandidatur an Orten, wo unsere Organisation schon eine gewisse Verankerung durch ihre Arbeit erreicht hat, … war noch offen gelassen worden …
Die Diskussion in unserer Organisation hat gezeigt, daß der Vorschlag, den KBW zur Wahl zu empfehlen, auf breiteste Ablehnung und sogar Empörung gestoßen ist. Dazu ist zum einen selbstkritisch zu sagen, daß das LG den Grad der Abwirtschaftung und Isolierung des KBW im nationalen Maßstab unterschätzt hat …
Zusätzlich kommt hinzu, daß sich gerade in den letzten Wochen, seit der Veröffentlichung der Diskussionsgrundlage des LG … der Niedergang des KBW noch rasant beschleunigt hat …
Vor diesem Hintergrund wäre es tatsächlich falsch, den KBW ausdrücklich zur Wahl zu empfehlen …
Daher wird jede Stimme für den KBW eine Stimme gegen den Kommunismus; gegen den Aufbau der Kommunistischen Partei der Arbeiterklasse, gegen solidarische Formen der Auseinandersetzung innerhalb der Linken und aller demokratischen Kräfte sein. Das LG vertritt angesichts der jüngsten Entwicklung des KBW ausdrücklich die Auffassung, daß innerhalb der Linken Klarheit darüber geschaffen werden muß, daß eine Stimme für den KBW objektiv als Stimme gegen den Kommunismus zu Buche schlagen wird …
Die Auswertung der Wahldiskussion zeigt weiter, daß eine Wahlempfehlung für die DKP insgesamt eher für möglich gehalten wird als eine für den KBW. Hieran ist wohl soviel richtig, daß die DKP nicht in derselben Weise wie der KBW ihr Wahlergebnis als Zustimmung für ihre Politik ausschlachten wird … Daher stellen wir zur Diskussion, ob in der Propaganda nicht auch die Linie 'Keine Stimme der DKP' auszugeben ist …
In der Hamburger Ortsgruppe ist, nachdem in den ersten Diskussionen diese Frage offengelassen worden war, inzwischen die Mehrheitsmeinung ganz klar für eine Eigenkandidatur unserer Organisation …
Außer in Hamburg wurde die Frage einer Eigenkandidatur auch in Göttingen, Flensburg, Kiel und Lübeck mehr oder weniger massiv diskutiert … Wir werden propagieren, sich entweder der Stimme zu enthalten, oder in irgendeiner Form eine 'Proteststimme' abzugeben, was durch Ungültigmachen des Stimmzettels oder Stimmabgabe für eine der kandidierenden Organisationen links von der SPD geschehen kann … Für die kommenden Kommunal- und Landtagswahlen wird sich erneut die Frage eines Wahlbündisses, eventuell örtlich auch eine Eigenkandidatur, stellen."
Q: Arbeiterkampf, Jg. 6, Nr. 85, Hamburg, 26.7.1976

09.08.1976:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 86 (vgl. 26.7.1976, 23.8.1976) heraus. Aus Hamburg wird berichtet von Anti-NPD-Aktionen (vgl. 4.8.1976, 7.8.1976).
Q: Arbeiterkampf, Jg. 6, Nr. 86, Hamburg, 9.8.1976

23.08.1976:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 87 (vgl. 9.8.1976, 26.8.1976) heraus.
Aus Berlin wird berichtet vom 13. August.
Q: Arbeiterkampf, Jg. 6, Nr. 87, Hamburg, 23.8.1976

26.08.1976:
Der KB gibt ein "Extra" des 'Arbeiterkampfs' (AK) (vgl. 23.8.1976, 6.9.1976) mit dem Titel "Russel-Komitee gegen die politische Unterdrückung in der BRD" heraus. Es beschäftigt sich mit dem "Stand der Bewegung gegen Berufsverbote".
Q: Arbeiterkampf, Jg. 6, Extra zum Russel-Komitee, Hamburg, 26.8.1976

06.09.1976:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 88 (vgl. 26.8.1976, 20.9.1976) heraus.

Aus Bremen wird berichtet vom Auftreten des KBW gegen die CDU (vgl. 27.8.1976).

Aus dem Ausland wird berichtet vom Festival der irischen Official Sinn Fein (SF - vgl. 19.7.1976).

Das LG des KB richtet auch einen "Offenen Brief an die westdeutsche Linke - insbesondere an Jusos (der SPD, d.Vf.), GIM, Spartacus (SpB, d.Vf.), SAG, RK, Arbeiterbund für den Wiederaufbau der KPD (AB, d.Vf.), KABD, KBW, KPD/ML und KPD." U.a. heißt es darin:"
Es ist eurer Aufmerksamkeit wahrscheinlich nicht entgangen, daß in den letzten Monaten wiederholte sogenannte 'Kominformisten', angebliche Mitglieder einer illegalen Kommunistischen Partei, von jugoslawischen Gerichten zu langjährigen Haftstrafen verurteilt wurden. Nach offiziellen Angaben befinden sich derzeit über 100 verurteilte 'Kominformisten' in jugoslawischen Gefängnissen. Aus für uns nicht genau erklärlichen Gründen existiert zu dieser Tatsache innerhalb der Linken die breiteste Aktionseinheit aller Zeiten. Von den Jusos bis zu den Vaterlandsverteidigern; von den Trotzkisten bis zur DKP: man schweigt sich aus! … Wir fordern alle Organisationen, die sich der sozialistischen Linken zurechnen, auf, ihr Schweigen zu brechen und ihre Haltung zur jugoslawischen Linksopposition öffentlich darzulegen und zu begründen … Es gilt die 'Aktionseinheit des Schweigens' gegen die jugoslawische Linksopposition zu brechen!"

Im Artikel "Chile-Solidarität; KBW sucht sein zweites Angola" heißt es:"
Kaum hat sich der KBW mit seinen konterrevolutionären Standpunkten und putschistischen Praktiken zu Angola weitgehend aus der Afrika-Solidarität hinausmanövriert, versucht er nun mit der Chile-Solidarität ein Gleiches … Aus dem 'Chile Monitor' geht im übrigen hervor, daß auch in der Chile-Solidarität sich eine ähnliche putschistische Entwicklung des KBW anbahnt wie in verschiedenen Afrika-Komitees. Mit derselben, jetzt rational überhaupt nicht mehr zu erklärenden Blödheit, hat man dem KBW offenbar wieder wesentliche Schlüssselstellungen in der Komitee-Koordination überlassen … Inzwischen scheint in manchen örtlichen Chile-Komitees die Auseinandersetzung zwischen den KBWlern und anderen Komitee-Mitgliedern voll entbrannt zu sein."

In "Metall-Aktionseinheit 1971. Die Weichen wurden gestellt" (vgl. 25.7.1971, 11.9.1971, 25.9.1971) heißt es zur MTR-AE 1971:"
Vor 5 Jahren, im Sommer/Herbst 1971, wurde von einer Reihe örtlicher kommunistischer Zirkel der Versuch unternommen, zu einem gemeinsamen Vorgehen in der Metalltarifrunde jenes Jahres zu kommen und darüberhinaus insgesamt eine größere Vereinheitlichung des Zirkelwesens zu erreichen. Im Rückblick erweist sich dieser Versuch als ein entscheidendes und folgenreiches Ereignis für die Entwicklung der kommunistischen Bewegung in unserem Lande seither. Zwischen den örtlichen Zirkel entstanden einerseits Gemeinsamkeiten, andererseits Fronten, Blöcke bildeten sich heraus. Die Bildung des Kommunistischen Bundes ebensowie des KBW gehen direkt auf diese Blockbildung zurück."

Es wird auch eine "Offene Antwort an den Arbeiterbund für den Wiederaufbau der KPD" (AB), vom LG des KB unterzeichnet, abgedruckt:"
Zugleich fordern wir euch auf, euch endlich der öffentlichen-politisch-ideologischen Auseinandersetzung zu stellen, insbesondere auch was die Frage der Aktionseinheit und der richtigen Orientierung im antifaschistischen Kampf angeht."
Q: Arbeiterkampf, Jg. 6, Nr. 88, Hamburg, 6.9.1976

20.09.1976:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 89 (vgl. 6.9.1976, 4.10.1976) heraus.
Über Chile-Aktionen wird berichtet vom 11.9.1976 in Berlin, Bremen, Bremerhaven und Stuttgart, in Kiel (vgl. 13.9.1976), Bochum (vgl. 15.9.1976), Hamburg (vgl. 16.9.1976) und Frankfurt (vgl. 18.9.1976).

Aus Niedersachsen wird berichtet von der NPD in Lüneburg (vgl. 11.9.1976).

Aus NRW wird berichtet von der Spaltung des KSB Düsseldorf des KBW (vgl. 11.8.1976).

Berichtet wird auch vom Verbot von GUPA und GUPS Palästina (vgl. 3.10.1972).

In "Keine Stimme den bürgerlichen Parteien" wird zu den Bundestagswahlen (BTW - vgl. 3.10.1976) aufgerufen:"
Keine Stimme den bürgerlichen Parteien! Für den Aufbau einer breiten Kampffront gegen die Angriffe des Großkapitals auf demokratische Rechte und Lebenslage des Volkes."

In "Kampf der Spaltung der GEW Westberlin!", wo ca. 13 000 Mitglieder vom Ausschluß aus dem DGB bedroht seien, heißt es:"
Der KBW - am rechten Flügel der Liberalen in der GEW anzusiedeln - fordert die Einberufung einer außerordentlichen Bundesvertreterversammlung, um das 'Recht auf Revision' des Ausschlusses in Anspruch zu nehmen. Mittlerweile sieht sich der KBW genötigt, auf das Argument fast aller anderen Linken einzugehen, dieses Gremium, das die Unvereinbarkeitsbeschlüsse ohne nennenswerten Widerstand selbst verabschiedet hat, werde die Politik des Bundesvorstandes ohnehin nur bestätigen … Durch eine besondere Idiotie zeichnet sich auch die Stellungnahme der KPD aus. Was die 'Rote Fahne' natürlich besonders beschäftigt, ist die Androhung der Gewerkschaftsführer, beim Aufbau ihres Spalterverbandes den Unvereinbarkeitsbeschluß auf die SEW auszudehnen … Die KPD fordert ihre Massenorganisation, den 'Bund Sozialistischer Lehrer und Erzieher' (BSLE, d.Vf.) auf, verstärkt ihre Linie in den Koordinationsausschuß linker GEW-Mitglieder in Westberlin hineinzutragen, z.B. den Kampf 'gegen die sozialfaschistische Unterdrückung in der DDR'."
Q: Arbeiterkampf, Jg. 6, Nr. 89, Hamburg, 20.9.1976

04.10.1976:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 90 (vgl. 20.9.1976, 18.10.1976) heraus.

Berichtet wird vom Kongreß der äthiopischen Studenten (vgl. 25.9.1976) und einer Veranstaltung in Griechenland (vgl. 27.9.1976).

Aus Baden-Württemberg wird berichtet von Chile-Veranstaltungen in Freiburg (vgl. 3.9.1976, 10.9.1976).

Aus Bremen wird berichtet von Anschlägen auf Linke (vgl. Jan. 1975, 19.3.1975), u.a. im IGM-Bereich (vgl. Jan. 1975).

Aus Hamburg wird berichtet von Anschlägen auf Linke (vgl. Apr. 1975), den Beziehungen der KPD/ML zu Faschisten (vgl. Aug. 1976) und einer Strafverteidigerveranstaltung (vgl. 28.9.1976).

Aus Hessen wird berichtet vom Brand beim BDJ Darmstadt (vgl. 14.2.1975).

Aus Schleswig-Holstein wird berichtet vom Kampf gegen die Rechten im KBW Kiel (vgl. 23.9.1976).

Der Artikel "KBW: Wo gehobelt wird, fallen Späne!" beschäftigt sich u.a. mit der Funktionserhebung der 'KVZ' Redakteure B.B., W.M. und E.R. und deren Vorgeschichte (vgl. 18.10.1975, 10.1.1976, 27.3.1976). Der KB formuliert u.a.:"
Der genannte W. M. ist Wilfried Maier, der bisherige Chefredakteur der KVZ, eine der führenden Personen bei der Gründung des KBW, davor Chef des KB Bremen (eine der Vorläuferorganisationen des KBW). Maiers Nachfolger als Chefredakteur der KVZ wurde H. J. Hager. Er ist u.a. der Verfasser einer ungeheuerlichen Geschichtsfälschung über den angolanischen Befreiungskampf … und liefert wohl die beste Gewähr für die skrupellose Durchsetzung jeder gewünschten Dummheit und Lüge der KVZ. Der mit Maier zusammen abgesetzte B. B. ist Burkhardt Braunbehrens, ebenfalls einer der KBW-Gründer und davor eine wichtige Figur im Heidelberger SDS. Er galt im KBW lange Zeit als Mann der Kleinarbeit … und rechte Hand von Schmierer. E. R. (Eddi Riethmüller, d.Vf.) schließlich ist der frühere Chef des Freiburger BKA (Bund Kommunistischer Arbeiter), davor führend im Freiburger SDS, gleichfalls einer der Mitbegründer des KBW. Es gilt als sein Verdienst, die Linie des KBW, d.h. speziell den abenteuerlichen Schmierer-Kurs im BKA durchgesetzt zu haben. W. M., B. B. und E. R. waren im übrigen alle drei als Delegierte ihrer Gruppen auf der '2. Hamburger Konferenz', Ende September 1971 (vgl. 25.9.1971, d.Vf.) - einem Versuch, anläßlich der Metall-Tarifrunde '71 die damals bestehenden örtlichen kommunistischen Gruppen, zu einer näheren Zusammenarbeit zu bringen … Daß jetzt andere - Figuren wie Hager, Fochler etc. - dem Genossen Maier die Schippe aus der Hand genommen haben und ihn selbst zu Grabe getragen haben, ist nicht ohne melancholische Ironie … Daß jedoch plötzlich in einer Zeitung zu lesen steht, sie sei im ganzen letzten halben Jahr oder noch länger das 'Hauptquartier' einer 'rechten Strömung' gewesen, ohne daß es in diesem halben Jahr entsprechende Auseinandersetzungen in der Zeitung selbst gegeben hätte, stellt der gesamten Führung der betreffenden Organisation das politisch-ideologische Armutszeugnis aus! … Hinter dem 'Kampf zweier Linien' im KBW stecken unserer bisherigen Einschätzung nach vor allem zwei Hauptpunkte:

1. Der Versuch, einer bisher insgesamt eher kleinbürgerlich-liberalen, rechtsopportunistischen Organisation einen 'ML'-Kurs aufzuzwingen - beispielsweise die konterrevolutionären, nur durch krasse Geschichtsfälschung abgestützten Thesen des KBW zu Angola; der Kurs der Anbiederung an die KPD/ML und die schmierersche These von der marxistisch-leninistischen Bewegung (bestehend aus KBW, KABD, KPD und KPD/ML); inzwischen auch die Durchsetzung bestimmter konterrevolutionärer Positionen zu Chile (Kampf gegen die Forderung nach Boykott der Junta etc.).

2. Der für die Mitglieder und Sympathisanten des KBW immer mehr spürbare Widerspruch zwischen dem tatsächlichen Rückgang des KBW einerseits und den vom ZK verordneten Thesen andererseits, in denen stets vom Aufschwung und einer ausgezeichneten Situation die Rede ist …

Drittens spricht vieles dafür, die jüngsten massenhaften Säuberungen und richtigen Maßnahmen zur rechten Zeit beim KBW genau in diesem Zusammenhang einer kurz bevorstehenden Selbsterhebung des KBW zur Partei zu sehen, für die als Etappenziel die Bundestagswahl ja schon seit dem Frühjahr feststeht …

Interessant ist in diesem Zusammenhang die Bemerkung in der Erklärung der KVZ zur Absetzung von W. M., B. B. und E. R., wo es heißt der Genosse Maier sei 'seit Gründung des KBW der Hauptvertreter der rechten Strömung in der Organisation' und er habe 'die Auffassungen, die in den berüchtigten Thesen ihren Niederschlag gefunden haben, niemals wirklich korrigiert' … Diese 'Thesen' erschienen als Beilage zur Mai/Juni Nummer 1973 der 'Wahrheit', Zeitung des KB Bremen, kurz vor der Gründungskonferenz des KBW, die Anfang Juni stattfand. Auf der KBW Gründungskonferenz wurden die 'Thesen' des KB Bremen mehrheitlich abgelehnt und das neue KBW-ZK wurde beauftragt … 'den Kampf um die Durchsetzung der richtigen Linie in der Bremer Ortsgruppe … zu führen'."

Dem Artikel "Ein Blick in die gute Stube des KBW" zufolge bekam die Redaktion des 'AK' verschiedene Rechenschaftsberichte der Ortsleitung (OL) Hamburg des KBW zugespielt, in denen es u.a. heißt:"
Die Kräfte, die wir in verschiedenen Bewegungen gewonnen haben, werden zahlenmäßig kompensiert durch Mitglieder, die wir verloren haben. Der Zellenaufbau ist kaum vorangekommen. Die Notwendigkeit des Kampfes um den Parteiaufbau als Instrument der Führung der Massen zur proletarischen Revolution ist schließlich der OL und der Ortsorganisation aus dem Blickfeld geraten."

Weiter heißt es:"
Die OG Hamburg, die zahlenmäßig eine der stärksten Ortsgruppen des KBW ist, hatte laut RB im Berichtszeitraum … einen geringfügigen Anstieg der Mitgliederzahl von 105 auf 110 zu verzeichnen. Tatsächlich verbirgt sich hinter diesen Zahlen ein realer Rückgang, da laut Bericht 16 Mitglieder austraten oder ausgeschlossen wurden … Wie es in Wirklichkeit mit der sozialen Zusammensetzung und der 'Verankerung im Proletariat' bei der OG Hamburg des KBW steht, zeigen anschaulich die weiteren Angaben … Danach besteht die OG aus 19 Zellen. Davon sind zwei Zellen in den KBW-Massenorganisationen SSG und GUV. Von den übrigen sind: neun Stadtteilzellen, drei Zellen im Öffentlichen Dienst, fünf Zellen in Industriebetrieben. Pech für den KBW: Die Postzelle ist ausgetreten … und eine Krankenhauszelle mußte mangels Masse dicht gemacht werden."
Q: Arbeiterkampf, Jg. 6, Nr. 90, Hamburg, 4.10.1976

18.10.1976:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 91 (vgl. 4.10.1976, 1.11.1976) heraus.
In den Afrika-Komitees (KSA) und Nahostkomitees (NOK) putsche der KBW weiter:"
Nach den beiden Putschen des KBW in den Komitees 'Südliches Afrika' in Hannover und Heidelberg, setzte der KBW sein spezielles Demokratie-Verständnis auch im Kölner 'Nahost-Komitee' durch. In dem Komitee ist es zu Differenzen gekommen zwischen einer 'mehrheitlichen Fraktion' und der KBW-Minderheit, die in bekannter Manier ihre Vorstellungen im Komitee durchsetzen wollte … Die Mehrheit äußerte Kritik an der Politik der PLO (Palästina, d.Vf.) und sympathisierte offenkundig mit der FDLP … (Daraufhin) erklärte die KBW-Minderheit die Mehrheit kurzerhand für ausgeschlossen. Den Namen des 'Nahost-Komitees' hat der KBW gleich mit einkassiert und gibt unter diesem Namen weiterhin eine Broschüre heraus."

In "Wer soll das bezahlen, wer hat das bestellt?" heißt es u.a. zu den MLD:"
Das fragt man sich immer wieder angesichts der aufwendigen Propaganda der sogenannten 'Marxisten-Leninisten Deutschlands' und einiger ähnlicher Grüppchen, wie der 'ML Bochum'. Diese Grüppchen zählen im gesamten Bundesgebiet insgesamt kaum 20 - 30 Aktive (die 'ML Bochum' beispielsweise besteht exakt aus drei ehemaligen KPD/MLern), bringen aber u.a. eine regelmäßige dicke Zeitung, ein umfangreiches theoretische Organ sowie zu verschiedenen Anlässen großformatige Flugblätter und Extra-Ausgaben heraus, mit denen eine Bedeutung vorgespiegelt werden soll, die diese Grüppchen überhaupt nicht haben."

In "Rechtsputsch in China" heißt es:"
Wenige Wochen nach dem Tode des Vorsitzenden Mao scheint es in China den Rechten um Hua Guo-feng gelungen zu sein, die 'Linken' aus der Parteiführung auszuschalten … Unabhängig von den Einzelheiten bedeutet der Putsch der Rechten um Hua Guo-feng einen schweren Rückschlag für die chinesische Revolution und damit auch für den globalen revolutionären Prozeß, dessen historische Bedeutung dem verhängnisvollen 20. Parteitag der KPdSU (1956) zumindest gleichkommt … Der Putsch der Hua-Gruppe ist die dritte und abschließende Phase der Liquidierung des 'linken' Blocks, der sich während der Kulturrevolution in der Parteispitze gebildet hatte … Die erste Phase war die Ausschaltung Tschen Bo-da's im Herbst 1970 … Die zweite Phase war die Ausschaltung der 'linken' Armeegruppe um Lin Biao … In der jetzigen dritten Phase wurden die verbliebenen vier 'Linken' in der Parteispitze ausgeschaltet: Djiang Tjing, … Wang Hung-wen, … Dschang Tschun-tjiao, … Yao Wen-yüan … Was der Putsch der Hua-Gruppe tatsächlich bedeutet, wird erst die Zukunft deutlich machen … Auf längere Sicht werden sich die Revolutionäre in aller Welt darauf einrichten müssen, daß sie sich … nicht mehr ohne weiteres auf die Existenz eines sozialistischen China als 'Bollwerk der Weltrevolution' und ermutigendes Beispiel in ihrem Kampf stützen können."
Q: Arbeiterkampf, Jg. 6, Nr. 91, Hamburg, 18.10.1976

01.11.1976:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 92 (vgl. 18.10.1976, 15.11.1976) heraus.
Q: Arbeiterkampf, Jg. 6, Nr. 92, Hamburg, 1.11.1976

15.11.1976:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 93 (vgl. 1.11.1976, 29.11.1976) heraus. Aus Schleswig-Holstein wird berichtet von der Demonstration gegen das AKW Brokdorf (vgl. 13.11.1976).

In "China - Machthaber auf dem kapitalistischen Weg" wird ausgeführt:"
Die Hua-Gruppe scheint derzeit bemüht, eine Atmosphäre des politisch-ideologischen Tauwetters zu verbreiten, wie Chrustschow nach dem 20. Parteitag der KPdSU. Alle diejenigen, die sich von der 'Vierer-Bande' kritisiert und unterdrückt fühlten, können aufatmen. In Literatur und Kunst werden '100 Blumen' versprochen. Den Funktionären wird versprochen, unbehindert durch 'linke' Bevormundung der Steigerung der Produktion nachgehen zu können, und den breiten Volksmassen wird wachsender Wohlstand versprochen. Selbst den Anhängern der 'Linken' wird ein glückliches Leben in Aussicht gestellt, wenn sie zu Kronzeugen gegen die 'Verbrechen der Vierer-Bande' werden. Nach ihrem Rechtsputsch ist die herrschende Gruppe erst einmal um Konsolidierung und Sicherung ihrer Macht bemüht. Die 'Linken' sind aufgefordert, zu dieser Konsolidierung beizutragen und zu ihrer endgültigen späteren politischen Liquidierung des 'Untersuchungs- und Anklage-Material' selbst zu liefern. Einmal fest im Sattel wird die Hua-Gruppe zeigen, wie ihre Parole zu verstehen ist: Bisher haben wir nur die erste Schlacht in unserem Kampf gegen die parteifeindliche Wang-Dschang-Djiang-Yao-Clique gewonnen."
Q: Arbeiterkampf, Jg. 6, Nr. 93, Hamburg, 15.11.1976

29.11.1976:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 94 (vgl. 15.11.1976, 13.12.1976) heraus.
Eingegangen wird u.a. auf das erstmalige Erscheinen von 'Womit beginnen?' (vgl. Nov. 1976).

Aus Bayern wird berichtet von der eigenen Libanon-Veranstaltung in München (vgl. 19.11.1976). In Nürnberg beteiligten sich "trotz Verbots der verfaßten Studentenschaft in Bayern" 41% der Studierenden an den Fachschaftsratswahlen des Fachbereichs Sozialwesen, wo zwei Listen zur Wahl standen:
- LDB (Liste Demokratisches Bündnis, eine Basisgruppe, in der u.a. auch KB-Studenten mitarbeiten),
- und eine Liste des KSV, die von der KPD/ML unterstützt wurde.
Die LDB erreichte 89, 81%, der KSV 10, 19%.

Aus Hamburg wird eine Spanienveranstaltung angekündigt (vgl. 4.12.1976).

Aus Niedersachsen wird berichtet von Ausschlüssen aus dem KSB Göttingen des KBW (vgl. 24.11.1976) und einer Anti-AKW Veranstaltung in Bad Pyrmont (vgl. 16.11.1976).

Aus Schleswig-Holstein wird berichtet vom Kampf gegen das AKW Brokdorf vor Ort (vgl. 26.11.1976), in Elmshorn (vgl. 20.11.1976) und in Kiel (vgl. 23.11.1976). Angekündigt wird eine Spanienveranstaltung in Kiel (vgl. 3.12.1976).

In "MLer und Trotzkisten gegen VR Angola. Wilde Hetze und stümperhafte Fälschungen" heißt es:"
Die Hetze gegen die Volksrepublik Angola, die sich ihre Unabhänigigkeit und sozialistische Perspektive unter so schweren Opfern erkämpft hat, wie keine der anderen ehemaligen portugiesischen Kolonien, gehört mittlerweile zur normalen Berichterstattung eines Teils der westdeutschen Linken. Eine systematische Verleumdungskampagne wird von Gruppen wie der KPD und dem KBW angeführt, deren Auslassungen über die Volksrepublik Angola nunmehr durchgängig faschistische Dimensionen erreicht haben. Unter der demagogischen Parole der 'Fortsetzung des Befreiungskampfes des angolanischen Volkes' (KBW) werden die Reste der CIA-Marionetten FNLA/UNITA als die wahren Vertreter des angolanischen Volkes unterstützt und die Liquidierung der MPLA als 'sozialfaschistische Marionettenclique Moskaus' (KPD) propagiert. Für einen nicht unerheblichen Teil der westdeutschen Linken ist diese wilde Hetze von KBW und KPD, die vor allem der militanten Ausrichtung der verbliebenen Mitglieder dieser Gruppen gegen den Sozialimperialismus dient, zwar ein starker Tobak und unglaubwürdig, aber dennoch nicht wirkungslos geblieben. An diese Kreise wenden sich KABD und vor allem die trotzkistischen Organisationen GIM und Spartacusbund, die - profitierend von dieser Vergiftung der Solidarität mit der MPLA - eine geschicktere und subtilere Diskreditierung der angolanischen Revolution betreiben. Sie erfinden entweder 'neokolonialistische' (KABD) oder 'stalinistische' Tendenzen (Trotzkisten) in der MPLA und beklagen alle laut eine angebliche Repression gegen eine - von ihnen eigens erfundene - angolanische Linke. Insgesamt ist die Verleumdungskampagne gegen die VR Angola das logische und notwendige Resultat der proimperialistischen Propaganda der westdeutschen Nachbeter der chinesischen Außenpolitik, wie sie während der imperialistischen Aggression gegen die VR Angola 1975-76 von diesen Kreisen betrieben wurde … Der politische Gleichschritt der ansonsten eher spinnefeindlichen Brüder aus der trotzkistischen und ML-Szene und die Maßlosigkeit ihrer Hetze und Schmähungen gegen ein revolutionär-demokratisches Land wie die VR Angola, diese willkommene Unterstützung imperialistischer Propaganda, ist eine neue Erscheinung in der westdeutschen imperialistischen Bewegung. Es ist nicht zu verkennen, daß selbst bei aufrechten Antiimperialisten, die die Positionen der MLer und Trotzkisten ablehnen, etwas davon verfangen hat und hängengeblieben ist."
Q: Arbeiterkampf, Jg. 6, Nr. 94, Hamburg, 29.11.1976

13.12.1976:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 95 (vgl. 13.12.1976, 10.1.1977) heraus.
Berichtet wird von der Vorbereitung des Russell-Tribunals (vgl. 28.11.1976) und dem 7.Parteitag der PAA Albanien (vgl. 1.11.1976).

Aus Baden-Württemberg wird berichtet von einer Chile-Veranstaltung in Stuttgart (vgl. 20.11.1976) und der Ost-Timor Veranstaltung in Freiburg (vgl. Dez. 1976).

Aus Hessen wird berichtet vom Schulkampf (vgl. 3.12.1976), u.a. in Kassel (vgl. 3.12.1976).

Aus Niedersachsen wird berichtet von Anti-AKW Aktionen in Hannover (vgl. 29.11.1976, 2.12.1976) Cuxhaven (vgl. 10.12.1976) und Hameln (vgl. 11.12.1976).

Aus NRW wird berichtet von einer Veranstaltung der Linken (vgl. 28.11.1976) und den Ost-Timor Veranstaltungen (vgl. Dez. 1976) in Aachen, Bonn und Köln.

Aus Schleswig-Holstein wird von Anti-AKW Veranstaltungen in Eutin (vgl. 2.12.1976) und Neustadt/Ostholstein (vgl. 3.12.1976).

Dem Artikel "Der KBW und der Kampf der besitzlosen Studentenmassen" folgend, soll "auch der Schuldige für den Zusammenbruch des ehemals großen Einflusses des KBW, bzw. seiner Vorläuferorganisationen unter den Studenten gefunden (worden sein): W. Maier, der unlängst als 'Hauptquartier der bürgerlichen Linie' von seinem KVZ-Chefredakteurposten abgelöst wurde". Weiter heißt es:"
Mit seiner Politik, die wirklichen Kämpfe der Studenten zwar einerseits hochzujubeln, andererseits praktisch aber immer weniger zu führen, dafür umso lauter die Unterstützung seiner Ansichten durch die besitzlosen Studentenmassen im Munde zu führen, hat sich der KBW völlig isoliert … Damit bietet der KBW das denkbar abschreckendste Zerrbild von Kommunisten, zumal er sich selbst gern als die 'Kommunisten' oder gar die 'Arbeiterklasse' bezeichnet. Er liefert praktisch alle Klischees frei Haus. Phrasendrescherei, Maulheldentum, arrogantes Verhalten gegenüber allen, die nicht seiner Meinung sind - was braucht der Antikommunismus mehr. Je eher diese schädliche Strömung von der Bildfläche verschwindet, umso besser für die Entwicklung einer wirklich sozialistischen Hochschulpolitik."
Q: Arbeiterkampf, Jg. 6, Nr. 95, Hamburg, 13.12.1976

Januar 1978:
Das "Inhaltsverzeichnis" des "Arbeiterkampfs", Jahrgang 1976, erscheint.
Im Vorwort heißt es dazu: "Das vorliegende Inhaltsverzeichnis gibt einen Überblick über alle erschienen Artikel des ARBEITERKAMPF des Jahrgangs 1976. Hierbei sind viele Artikel nicht nur einmal - nach ihrem thematischen Schwerpunkt - sondern teilweise zwei- oder dreimal unter verschiedenen Rubriken aufgeführt. Dies - und die Zusammenfassung eines ganzen Jahrgangs in einem Heft - macht das Verzeichnis so umfangreich, das Auffinden der in den Artikeln behandelten Aspekte wird so jedoch erheblich erleichtert.
Mit dieser Ausgabe wird die Inhaltsverzeichnis-Serie über alle erschienenen ARBEITERKÄMPFE komplett. Jahrgang 1977/2. Halbjahr erscheint in Kürze.
Im Verzeichnis aufgenommen sind die Ausgaben 72 (Januar) bis 95 (Dezember) des ARBEITERKAMPF.
Alle Ausgaben sind im Verlag erhältlich und können (auch einzeln) nachbestellt werden. Außerdem ist (wie für die Jahrgänge 73, 74 und 75 schon erhältlich) auch eine gebundene Ausgabe der Zeitungen 1976 in Kürze zu erwerben."

Geworben wird für die "Antifaschistische Russell-Reihe", die "anhand einzelner Komplexe die fortschreitende Faschisierung des BRD-Staates und der westdeutschen Gesellschaft darstellt". Die Reihe umfasst 10 Hefte. Ferner für Mao Tse-tung: "Band V".
Q: KB: Arbeiterkampf, Inhaltsverzeichnis Jahrgang 1976, Hamburg, Januar 1978.

10.01.1977:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 96 (vgl. 13.12.1976, 24.1.1977) mit einer Auflage von 24 500 heraus.
Für die Nahostveranstaltungen, die u.a. mit PFLP Palästina und CIS Iran durchgeführt werden sollen, strebe man jeweils das größtmögliche Bündnis an (vgl. 17.1.1977).

Aufgerufen wird zur bundesweiten Anti-AKW-Konferenz in Wilster (vgl. 15.1.1977).

Von den MLD wird berichtet über ihre Pläne für die Vierte Partei (vgl. Dez. 1976) und ihr Eintreten für den Freispruch von Weinhold (vgl. DDR - 6.12.1976), Eingegangen wird u.a. auch auf die Wirtschaftskriminalität, das Stahlkartell des Vereines Marktförderung Kaltprofile Düsseldorf, den Ladendiebstahl, die Werbung für den Verfassungsschutz, den Prozeß der SPD gegen den KB (vgl. 3.1.1977), auf NS-Mörder, auf Hoffmann (WSG) in der 'Konkret' (vgl. **.**.197*), auf Erwin Schönborn und die Zentralstelle zur Verfolgung nationalsozialistischer Verbrechen in Ludwigsburg, die NATO, das Treffen der Soldatenkomitees (vgl. 19.11.1976, 20.11.1976), das Frauenhaustreffen (vgl. 27.11.1976) und den europäischen Frauenkongreß (vgl. 12.12.1976, 12.2.1977). Das IKAH organisiert einen Büchertausch für Gefangene.

Aus Baden-Württemberg wird berichtet von der Metalltarifrunde (MTR) der IGM, einer Demonstration gegen die Berufsverbote (BV - vgl. 11.12.1976), aus Stuttgart von der Basisgruppe Germanistik an der Uni (vgl. Dez. 1976) und der RAF in Stammheim (vgl. 13.12.1976), aus Freiburg vom AKW Wyhl (vgl. 27.1.1977), aus Endingen von einem Berufsverbot (BV - vgl. 3.1.1977), aus Tübingen von Nazis (vgl. 4.12.1976, 22.12.1976).

Aus Bayern wird berichtet aus München über Mieterhöhungen, über Schauspieler, u.a. am Residenz-Theater, sowie über die JVA Bernau.

Aus Berlin wird eingeladen zur Nahostveranstaltung (vgl. 17.1.1977) und berichtet über kriminelle Polizisten in Kreuzberg, über Schauspieler, u.a. am Berliner Renaissance-Theater, über eine Anklage gegen Christian Ströbele (vgl. 3.1.1977), aus dem UG Moabit und über die beiden GEWs.

Aus Bremen wird berichtet von einer Anti-AKW Demo (vgl. 18.12.1976), über Schauspieler. Eingeladen wird zur Nahostveranstaltung (vgl. 26.1.1977).

Aus Hamburg wird berichtet vom Hungerstreik politischer Gefangener (vgl. 23.12.1976), aus dem ÖTV-Bereich vom TÜV (vgl. 3.1.1977) und den Kindertagesheimen (vgl. 4.1.1977), aus dem HBV-Bereich von Edeka (vgl. 1.1.1977), über Mieterhöhungen, den Miethai Kaußen in St. Pauli, kriminelle Polizisten, über Nazis in St. Pauli (vgl. 18.1.1977), über Schauspieler, aus dem IGM-Bereich (vgl. 22.11.1976, 26.1.1977), über die Alternative im GEW-Landesverband, in dem auch die DKP tätig ist und den GEW-AJLE, von der Norddeutschen Affinerie (NA, CPK-Bereich - vgl. Dez. 1976), aus dem ÖTV-Bereich von der HHLA, der GHB, Tiedemann und über den eigenen 'Hafenarbeiter' (vgl. Dez. 1976) Die Chemiefrauengruppe berichtet u.a. über Beiersdorf, Colgate-Palmolive und Severa, die Arbeitsgruppe Frauen über Lohn für Hausarbeit (vgl. 8.3.1976). Aufgerufen wird zur Anti-AKW Demonstration (vgl. 22.1.1977) und zur Nahost-Veranstaltung (vgl. 28.1.1977).

Aus Hessen wird berichtet aus Frankfurt vom Russell-Tribunal (vgl. 8.1.1977), von der NSDAP/AO und einer Nazifeier (vgl. 20.1.1977), über eine vom Berufsverbot (BV) bedrohte Lehrerin in Bruchköbel, vom DP OV Wiesbaden, vom Anti-AKW Kampf in Kassel (vgl. 17.11.1976) und Borken (vgl. Dez. 1976) und eingeladen zu Nahostveranstaltungen in Frankfurt (vgl. 18.1.1977) und Darmstadt (vgl. 19.1.1977).

Aus Niedersachsen wird berichtet vom Anti-AKW Kampf in Lüneburg (vgl. 18.12.1976), Celle (vgl. 29.11.1976, 10.1.1977) und Garßen (vgl. 10.12.1976), von einem Fahrpreisprozeß in Braunschweig (vgl. 1.12.1976), von der Anti-Repressionsarbeit (vgl. 23.12.1976) und der GEW (vgl. Dez. 1976) in Hannover, von Nazis (vgl. 14.1.1977) und einem Zensurprozeß (vgl. 3.1.1977) in Oldenburg, über politische Gefangene in Celle, von AOS und VAW Stade (CPK-Bereich - vgl. Dez. 1976), einem Frauenfest in Hildesheim (vgl. 15.12.1976), Eingeladen wird zur Nahostveranstaltung in Göttingen (vgl. 20.1.1977).

Aus NRW wird berichtet von Anti-AKW Veranstaltungen in Essen (vgl. 18.12.1976) und Dortmund (vgl. 18.12.1976) und aufgerufen zur AKW-Demo in Wesel (vgl. 15.1.1977).
Aus Köln wird berichtet vom Prozeß gegen Roland Otto und Karl-Heinz Roth (vgl. 17.1.1977), aus Hagen von Westfalendruck (WAZ - DP-Bereich), Eingeladen wird zu Nahostveranstaltungen in Köln (vgl. 21.1.1977), Bochum (vgl. 22.1.1977), Bielefeld (vgl. 24.1.1977) und Münster (vgl. 25.1.1977).

Aus Rheinland-Pfalz wird berichtet über NS-Mörder und Nazis (vgl. 19.1.1977) in Kaiserslautern, Nazis in Neustadt/Weinstraße (vgl. 18.1.1977) und ein SS-Denkmal in Altenkirchen.

Aus Schleswig-Holstein wird berichtet von ex-KBWlern in Kiel (vgl. Dez. 1976), vom Hungerstreik politischer Gefangener in Lübeck (vgl. 23.12.1976), vom dortigen Kampf gegen AKWs (vgl. 17.12.1976, 18.12.1976, 22.12.1976) und aus der 4. Jäg. Btl in der Hanseatenkaserne, von einem Bundeswehr-Prozeß (vgl. 8.12.1976), einem Prozeß gegen Nazis (vgl. 23.5.1975, 3.1.1977) sowie den dortigen AKW-Aktionen aus Flensburg (vgl. 15.12.1976, 16.12.1976), sowie durch die Gruppe Kiel über Sylt, Amrum, Surendorf, das Institut für Meereskunde Kiel und die Anti-AKW BI 'Kein KKW an der Eckernförder Bucht, die die 'Hochaktiv' herausgibt. Die Gruppe Steinburg/Pinneberg berichtet über Brunsbüttel, Elmshorn und Stade in Niedersachsen. Ein Leserbrief kommt von zwei Soldaten des Jägerbataillon 714, die momentan auf dem Truppenübungsplatz Todendorf sind. Eingeladen wird zur Nahostveranstaltung in Kiel (vgl. 27.1.1976) und zur AKW-Demonstration in Brokdorf (vgl. 19.2.1977).

Auf Seite 1 heißt es im Artikel "Bürgerkrieg in China?", daß es im vergangenen Sommer in einer Reihe von Provinzen scharfe Kämpfe gegeben habe und, "daß in einigen Teilen des Landes die 'Linken' noch Widerstand leisten".
Auf S.41 heißt es dann, diese richteten sich gegen die Hua-Gruppe, die bei der "Durchführung ihres … konterrevolutionären Plans" sei.

Eingegangen wird u.a. auch auf den Libanon, Indien, das AKW Kaiseraugst in der Schweiz (vgl. 1.1.1977), die USA, Großbritannien, Dänemark, Australien, Skandinavien, Irland, Österreich, die Schweiz, Italien, auf die freundschaftlichen Beziehungen zwischen KB und MES Portugal sowie die dortigen Wahlen und auf Zimbabwe (vgl. 10.1.1977).

Im 'AK' und dem beiliegenden Extra der 'Solidarität' kommen folgende Einheiten, Unterorganisationen und Genossen des KB zu Wort bzw. finden Erwähnung (bei den Gruppen in Klammern gehen wir einmal davon aus, daß dort derzeit reguläre Gruppen bestehen, da es noch Untereinheiten gibt):
- Genossen Köln,
- 1 Gen. aus Stuttgart,
- (Gruppe) Berlin:
- KB-Hochschulgruppe,
- SStB,
- Gruppe Bochum,
- Gruppe Braunschweig,
- Gruppe Bremen:
- Österreichkommission,
- Schweizkommission,
- SStB,
- Zelle HfSS (Studenten),
- Gruppe Bremerhaven,
- Gruppe Darmstadt,
- Gruppe Emden,
- Gruppe Flensburg:
- SStB,
- Zelle FSG,
- Gruppe Frankfurt,
- Gruppe Göttingen:
- KHB,
- Gruppe Hamburg:
- Afrikakommission,
- Antifakommission,
- Antimilitarismuskommission,
- Arbeitsgruppe Frauen,
- Berufsverbotekommission,
- Bezirksgruppe Billstedt,
- Bezirksgruppe Eimsbüttel-Mitte,
- Bezirksgruppe Karolinenviertel,
- Bezirksgruppe Rahlstedt,
- Bezirksgruppe St.Pauli,
- Bezirksgruppe Steilshoop,
- Bezirksorganisation Altona,
- Bezirksorganisation Barmbek,
- Bezirksorganisation Bergedorf,
- Bezirksorganisation Eimsbüttel,
- Bezirksorganisation Harburg,
- Chemiebereich:
- Chemiefrauengruppe,
- Chemiekomitee,
- Betriebszelle Norddeutsche Affinerie (NA),
- Druckbereich:
- Betriebszelle Broschek,
- Emigrantenzelle,
- Englandkommission,
- Geisterkommission,
- HBV-Bereich:
- Handelszelle,
- HBV Komitee,
- IKAH,
- Italienkommission,
- Lateinamerikakommission,
- Lehrerkomitee,
- Metallbereich:
- Metallkomitee,
- Betriebszelle Lufthansa,
- Nahostkommission,
- ÖTV Bereich,
- HHLA- und Hafenzelle,
- Zelle Vereinigung II,
- ÖTV Kommission,
- Schauspieler in der Gruppe Hamburg,
- SSchB:
- Bezirk Altona,
- Bezirk Mitte,
- SStB,
- Verlag Arbeiterkampf,
- Wirtschaftskommission,
- Gruppe Hannover:
- Frauengruppe,
- (Gruppe) Hildesheim:
- Frauengruppe,
- Gruppe Kassel,
- Gruppe Kiel,
- Gruppe Nürnberg:
- AK-Leserkreis,
- (Gruppe) Osnabrück:
- Frauengruppe,
- Gruppe Stade,
- Gruppe Steinburg/Pinneberg,
- Sympathisanten aus Dortmund,
- Sympathisanten Freiburg,
- ohne Ortsangabe:
- Asienkommission,
- Griechenland/Türkeikommission,
- Irlandkommission,
- Portugal/Spanienkommission,
- Skandinavienkommission,
- Wohnungskommission.

Kontaktadressen aus Orten, die oben nicht oder nicht mit offiziellen Organisationen auftauchen, werden angegeben für:
- Bamberg,
- Cuxhaven,
- Duisburg,
- Erlangen,
- Freiburg,
- Fürth (als Nürnberg/Fürth),
- Geesthacht,
- Heidelberg,
- Kappeln,
- Karlsruhe/Pforzheim,
- Landshut,
- Lübeck,
- Lüneburg,
- Mönchengladbach,
- Ostholstein (Eutin, Plön, Malente),
- Ratzeburg/Mölln,
- Regensburg,
- Reinbek,
- Südpfalz (Bergzabern)
- Weser-Ems (Oldenburg).
Quelle: Arbeiterkampf, Jg. 7, Nr. 96, Hamburg, 10.1.1977

24.01.1977:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 97 (vgl. 10.1.1977, 7.2.1977) heraus.
Aus Bayern wird berichtet von der Diskussion zwischen AB und KB in Regensburg (vgl. 14.1.1977).

Aus Bremen wird berichtet von den Fahrpreiserhöhungen (vgl. 1.1.1977, 13.1.1977) und den Wahlen an der HfSS (vgl. Jan. 1977).

Aus Hamburg wird berichtet von der Anti-AKW-Demonstration (vgl. 22.1.1977) und den BUU-Plena (vgl. 13.1.1977, 20.1.1977).

Aus Hessen wird berichtet von der Türkeidemonstration in Darmstadt (vgl.9.1.1977).

Aus Niedersachsen wird berichtet von der TU Clausthal (vgl. 12.1.1977).

Aus Schleswig-Holstein wird berichtet von der Wilster Konferenz (vgl.15.1.1977).

Im Artikel "Den 19. Februar vorbereiten! Die Bewegung stabilisieren und verbreitern, am Prinzip der Aktionseinheit festhalten!", heißt es u.a.:"
Am 19. Februar wollen die westdeutschen AKW-Gegner erneut eine Massenaktion am Bauplatz in Brokdorf organisieren. Für dieses Ziel setzen sich eine Vielzahl linker Organisationen und Gruppen und die Bürgerinitiativen aus den städtischen Zentren (Hamburg, Bremen, Kiel u.a.) ein. Demgegenüber steht eine eher zurückweichlerische Haltung von Bürgerinitiativen aus einigen ländlichen Gebieten an der Unterelbe und aus Schleswig-Holstein (insbesondere die Westküste). … Innerhalb der norddeutschen Bewegung, die die Hauptlast der Brokdorfer Februar-Aktion zu tragen hat, sind verschiedene spalterische Tendenzen aufgetreten, die das Projekt einer neuen Massenaktion in Brokdorf zum vorgeschlagenen Zeitpunkt gefährden. …Es sind dies zum anderen 'linke', sektiererische Strömungen innerhalb der Bewegung - vor allem die sogenannte KPD - die mit allen Mitteln der Manipulation, Spaltung, moralischen Erpressung, des offenen und versteckten Betrugs der Bewegung unbedingt den Stempel ihrer wahnwitzigen Vorstellungen aufdrücken will. Die Zersetzungstätigkeit dieser Kräfte ist für die Realisierung des Projekts einer neuen Massendemonstration in Brokdorf nicht minder gefährlich, als die offenen Versuche einer Zerschlagung der Bewegung durch die Bourgeoisie."

Vom Verhalten der KPD in der Hamburger Anti-AKW Bewegung (vgl. 13.1.1977) wird kundgetan:"
Um von den eigenen Methoden einer ständigen Bevormundung und Manipulation der Bewegung abzulenken, hat die KPD zur massiven Diffamierung ihrer politischen Gegner, vorzugsweise den KB gegriffen, wobei sie drolligerweise diesen eben das unterstellt, was sie selbst … praktiziert. Angeblich habe der KB diverse Bürgerinitiativen unterwandert, bzw. eigene (KB-) Gruppen als Bürgerinitiativen ausgegeben, um seinen Einfluß im Plenum zu vergrößern. … Neben der Diffamierung des KB, dient das Unterwanderungsgeschrei der KPD auch der Flucht vor einer inhaltlichen Auseinandersetzung mit anderen Vorstellungen und als Mittel zur Verhinderung der Bewegung. … Allgemein versucht die KPD das Gerücht zu verbreiten, der KB sei gegen militante Aktionen, speziell gegen einen erneuten Bauplatz-Besetzungs-Versuch und versuche insgesamt, die Bewegung gegen die AKW's abzuwiegeln. … Die innere Logik der Politik der KPD und ihres konkreten Auftretens innerhalb der Bewegung besteht darin, daß sie - entgegen ihren vordergründigen Behauptungen - gar nicht am Aufbau einer breiten Front von AKW-Gegnern interessiert ist, sondern im Gegenteil, an der systematischen Zersetzung der schon bestehenden Bewegung. Warum? Die ganze Politik und Propaganda der KPD besteht wesensmäßig in einer Unterstützung und Förderung der industriell-militärischen Aufrüstung des BRD-Imperialismus, in der Unterstützung und Forcierung der Autarkie-Bestrebungen der BRD …, in der Forderung nach atomarer Aufrüstung und überhaupt allgemeiner Verstärkung der westdeutschen Armee, in einer - mit unglaublichen Lügen, Verdrehungen usw. aufgebauten - Kriegshetze gegen die osteuropäischen Staaten."

In der Broschüre der KPD "Nein zu den Atomkraftwerken" vom Jan. 1977 werde die DKP als "schlimmster Feind der AKW-Gegner" bezeichnet. Die KPD fordere rigoros den Ausschluß von Mitgliedern und Sympathisanten dieser Organisation aus den Bürgerinitiativen. Erneut werden in der Broschüre KB und KBW angegriffen:"
Zusammenfassend ist zu sagen, daß opportunistische und prorevisionistische Organisationen wie der KB-Nord und wie auch immer mehr die KBW-Führung, nicht im geringsten daran interessiert sind, den Kampf gegen die Atomkraftwerke zu führen, sie fallen der Bewegung in den Rücken."

In einem Artikel über die VR China verurteilt der KB den "Rechtsputsch vom 7.Oktober 1976" in China. Er würde auch einen massiven Angriff auf die Kulturrevolution" darstellen.

Es kommen folgende Einheiten, Unterorganisationen und Genossen des KB zu Wort bzw. finden Erwähnung (bei den Gruppen in Klammern gehen wir davon aus, daß dort derzeit reguläre Gruppen bestehen, da es noch Untereinheiten gibt):
- Gen. Mölln,
- Berlin:
- SSB,
- Gruppe Bremen:
- Schweizkommission,
- Gruppe Bremerhaven:
- Belgienkommission,
- Gruppe Darmstadt,
- Gruppe Eutin,
- Gruppe Flensburg:
- Antifakommission,
- Gruppe Fankfurt:
- Unigruppe,
- Gruppe Hamburg:
- Antifakommission,
- Antimilitarismuskommission,
- Arbeitsgruppe Frauen,
- Arbeitsgruppe Sexualität,
- Berufsverbotekommission,
- Betriebszelle Broschek,
- Betriebszelle Lufthansa,
- Betriebszelle Reynolds,
- Betriebszelle Springer,
- Bezirksgruppe Karolinenviertel,
- Branchenzelle Druck,
- Chemiekomitee,
- Druckkomitee,
- Geisterkommission,
- HBV Komitee
- HHLA- und Hafenzelle,
- IKAH,
- Italienkommission,
- Kinderkommission,
- Lehrerkomitee,
- Medienkommission,
- Metallkomitee,
- Metallkommission,
- Niederlandekommission,
- ÖTV Kommission,
- Ortszelle Geesthacht,
- Postzelle,
- RGW Kommission,
- Zelle Amt für Jugend,
- Gruppe Kiel:
- Berufsverbotekommission,
- Studenten im KB/Gruppe Kiel,
- Gruppe Lüneburg,
- Gruppe Nürnberg,
- Gruppe Oldenburg,
- Sympathisanten in Aachen,
- 1 Sympathisant Clausthal-Zellerfeld,
- Sympathisantengruppe Hildesheim,
- Sympathisanten Mönchengladbach bzw. Sympathisanten des KB Gruppe …,
- Sympathisanten München,
- Sympathisanten Münster,
- ohne Ortsangabe:
- Afrikakommission,
- Asienkommission,
- Bündniskommission,
- Englandkommission,
- Griechenland/Türkei Kommission,
- KKW Kommission,
- Nahostkommission,
- Skandinavienkommission,
- Spanienkommission,
- USA Kommission,
- Wohnungskommission,
- Zentrale U-Boot Kommission.
Kontaktadressen sind die selben wie in AK 96.
Q: Arbeiterkampf, Jg. 7, Nr. 97, Hamburg, 24.1.1977

07.02.1977:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 98 (vgl. 24.1.1977, 21.2.1977) heraus.
Berichtet wird über die Nahostveranstaltungen (vgl. 17.1.1977), die Anti-Supermächte Kundgebung in Rom (vgl. 30.1.1977) und die Freundschaftsgesellschaft Vietnam-BRD (vgl. 5.12.1976)

Aus Baden-Württemberg wird u.a. berichtet aus Stuttgart über eine Veranstaltung des MIR Chile (vgl. 20.11.1976). Zu den SP-Wahlen an der Uni Heidelberg heißt es:"
Die kleine LUI (Liste unorganisierter Institutsgruppenmitglieder) gewann auf Anhieb fünf Sitze, die KHG schrumpfte von 14 auf vier! Da gleichzeitig die LiLi (Linke Liste, Spontis, Unorganisierte, GIM) sich von 16 auf 19 Sitze verbesserte, haben die Linken in Heidelberg jetzt ohne KHG schon fast eine Mehrheit (24 von 50)."

Aus Bayern wird berichtet von der LUST Erlangen/Nürnberg (vgl. 25.1.1977), dem KOMM Nürnberg (vgl. 21.1.1977) und Anti-AKW Aktionen in Erlangen (vgl. 1.2.1977), Bamberg (vgl. 3.2.1977) und Regensburg (vgl. 4.2.1977).

Aus Berlin wird berichtet von der Nahostveranstaltung (vgl. 17.1.1977).

Aus Bremen wird berichtet von den SP-Wahlen an der Uni, bei denen der KSB des KBW 227 Stimmen bzw. 12% und 3 Sitze, der KSV der KPD 35 Stimmen bzw. 1, 5% und keinen Sitz erhielt.

Aus Hamburg wird berichtet von der Vorbereitung der Nahostveranstaltung (vgl. 15.12.1976).

Aus Hessen wird u.a. berichtet aus Frankfurt von einer Nahostveranstaltung (vgl. 18.1.1977) und zwei Demonstrationen gegen die Bildungsmisere (vgl. 2.2.1977, 5.2.1977). Den Mitgliedern des Frankfurter Gefangenenrats (GR) solle voraussichtlich im März der Prozeß gemacht werden:"
Der GR wird in erster Linie angeklagt, eine 'kriminelle Vereinigung' entsprechend Paragraph 129 StGB gebildet zu haben".

Aus Niedersachsen wird berichtet von den SP-Wahlen an der Uni Göttingen, bei denen der KSB des KBW 351 Stimmen bzw. 5% und 4 Sitze, der KSV der KPD 35 Stimmen bzw. 0, 5% und keinen Sitz erhielt.

Aus Schleswig-Holstein wird berichtet von der AntiAKW Landeskonferenz (vgl. 6.2.1977) und einer Anti-AKW Demonstration in Schleswig (vgl. 5.2.1977).
Q: Arbeiterkampf, Jg. 7, Nr. 98, Hamburg, 7.2.1977

21.02.1977:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 99 (vgl. 7.2.1977, 7.3.1977) heraus.
Berichtet wird über die Anti-AKW Demonstrationen in Wilster bzw. Brokdorf und Itzehoe (vgl. 19.2.1977) und das wankelmütige Verhalten der KPD/ML dazu (vgl. 8.2.1977, 13.2.1977), u.a. in Hamburg (vgl. 14.2.1977, 15.2.1977).

Vom KBW wird dessen KSA Heidelberg in Baden-Württemberg wegen dessen Position zu Zaire (vgl. 10.1.1977) angegriffen.

Aus Bayern wird berichtet von Anti-AKW Aktionen in Landshut (vgl. 12.2.1977) und Nürnberg (vgl. 6.2.1977).

Aus dem Ausland wird berichtet von einer Spanien-Veranstaltung in Straßburg (vgl. 29.1.1977).
Q: Arbeiterkampf, Jg. 7, Nr. 99, Hamburg, 21.2.1977

07.03.1977:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 100 (vgl. 21.2.1977, 21.3.1977) heraus.
Berichtet wird über die Besetzung des AKW-Bauplatzes in Grohnde in Niedersachsen (vgl. 19.2.1977).

Aus Bayern wird berichtet über die Kundgebung am AKW Grafenrheinfeld (vgl. 5.3.1977) und eine AKW-Veranstaltung in München (vgl. März 1977).

Aus Hamburg wird berichtet von einer AKW-Veranstaltung in Wandsbek (vgl. 5.3.1977, dem KBW zu Brokdorf (vgl. 3.3.1977) und vom BUU-Plenum (vgl. 24.2.1977). Zur Bilanz der Demonstration gegen das AKW Brokdorf (vgl. 19.2.1977) heißt es:"
Vor allem in der Hamburger Anti-AKW-Bewegung ist die KPD … bemüht, die Kritik am KBW abzuschwächen. Mit dem KBW und einzelnen Unorganisierten … ist die KPD in Hamburg eine miese Koalition eingegangen, um den KB aus Gremien der BI-Bewegung auszuschließen."

Zu den Folgen der Brokdorf-Demonstration wird in "Don Quichotte von der Wilstermarsch." ausgeführt, daß der KBW eine "neue Dolchstoßlegende nach der Demonstration von mehr als 30 000 Menschen" erfand (vgl. 3.3.1977). "Daß es sich dabei wirklich um eine Niederlage, und nicht etwa um einen großen Erfolg, gehandelt hat, ist für den KBW von vornherein klar. Die Niederlage besteht darin, daß der Bauplatz nicht besetzt worden ist … KB und KPD haben, so behauptet der KBW, die zur Platzbesetzung drängenden Massen vom Sturm abgehalten … Die Spekulation des KBW geht auf die menschliche Dummheit und ist denkbar primitiv: auf der einen Seite stehen die enttäuschten Ertwartungen mancher militanter Demonstranten, auf der anderen Seite steht die läppische Polizeisperre von 50 oder vielleicht auch 200 Bullen. Daß wir diese hätten überrennen können, bezweifelt niemand. Also braucht man nur so zu tun, als wäre die Besetzung des Bauplatzes ein genauso leichtes Spiel gewesen wie das Überwinden der bewußten Sperre. Nachträglich läßt sich viel zusammenphantasieren. Und am Ende reduziert sich alles auf ein paar bösartige Individualisten der Leitung des KB Nord (und der KPD), die die Demonstranten um den verdienten Erfolg brachten … Es ist gut, solange sich der KBW mit derartigen Spinnereien nur selbst lächerlich und unmöglicht macht. Es birgt aber Gefahren, wenn er sein Garn während einer Massenaktion spinnt. Dann muß man aufpassen, damit der Spinner nicht zum Provokateur werden kann."

In einer "Erklärung zum Vorfall um das KBW-Büro Chemnitzstraße (Hamburg-Altona)." heißt es:"
Vom KBW werden derzeit gezielt Gerüchte verbreitet, der Kommunistische Bund habe das Hamburger KBW-Büro überfallen, KBW'ler zusammengeschlagen etc. … Der bloße Verdacht, ein KB-Rollkomando habe aus Protest gegen ein Flugblatt ein KBW-Büro zertrümmert, ist mit unserer politischen Praxis unvereinbar."
Q: Arbeiterkampf, Jg. 7, Nr. 100, Hamburg, 7.3.1977

21.03.1977:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 101 (vgl. 7.3.1977, 4.4.1977) heraus.
Berichtet wird über die Entlassung von Bernd Hübner (KPD/ML) aus DDR-Haft (vgl. 2.3.1977).
Aus Hessen wird berichtet über die 'Filmfaust' in Frankfurt (vgl. Dez. 1976) sowie eigene AKW-Veranstaltungen in Langen (vgl. 10.3.1977) und Darmstadt (vgl. März 1977).

Aus Niedersachsen wird berichtet von der Demonstration gegen das AKW Grohnde (vgl. 19.3.1977) und deren Vorbereitung (vgl. 5.3.1977), von Anti-AKW Veranstaltungen in Wolfsburg (vgl. 9.3.1977) und Braunschweig (vgl. 10.3.1977) sowie dem NPD-Parteitag in Hannover (vgl. 26.3.1977).

Aus NRW wird berichtet von Anti-AKW Veranstaltungen in Extertal (vgl. 14.3.1977) und Münster (vgl. 21.3.1977).

Aus Schleswig-Holstein wird berichtet über eine Anti-AKW Veranstaltung in Flensburg (vgl. 9.3.1977).

Im Artikel "Biedermann oder Brandstifter. Nochmals zur KPD." wird ausgeführt, "daß die KPD in ihrer Strategie eine pro-imperialistische Linie (Vaterlandsverteidigung) verfolgt, aber in Anpassung an die gegebenen Verhältnisse eine linke Taktik verwendet. Obwohl die KPD die strategische Linie der Vaterlandsverteidigung 1975 ganz offen entwickelt hat und hiervon praktisch nichts öffentlich zurückgenommen hat, erhebt sich jetzt jedesmal ein wehleidiges Geschrei, wenn wir die Sache beim Namen nennen und den taktischen linken Schleier mal etwas anlüften … Die KPD versucht die Parole 'Kein AKW in Magdeburg oder anderswo' auf eine Stufe zu stellen mit der Parole 'Kein AKW in Brokdorf und auch nicht anderswo' … Der KPD geht es eben im Sinne ihrer Strategie speziell um den Bezug zur DDR, einmal im Sinne der von ihnen vertretenen These zur 'nationalen Frage' und zum zweiten wegen der Stoßrichtung gegen 'Sozialfaschismus' und 'Sozialimperialismus' als Hauptfeinde des deutschen Volkes und aller Völker, d.h. letztlich wieder um verstärkte Verteidigungsanstrengungen und Vaterlandsverteidigung … Die KPD versucht die Gunst der Stunde zu nutzen, um gestützt auf die breite Empörung über das Verhalten der DKP alle Ladenhüter von Sozialfaschismus, Sozialimperialismus usw. an den Mann zu bringen … Dennoch bleibt auf lange Sicht sowohl in der Anti-AKW-Bewegung wie auch in der Arbeiterbewegung im allgemeinen die Sozialdemokratie der Hauptfeind … Weitgehend hat sich die KPD allerdings gerade in der Anti-AKW-Bewegung so sehr den realen Verhältnissen anpassen müssen, daß man fast auf den Gedanken kommen könnte, sie habe wirkliche Abstriche an ihrer pro-imperialistischen Strategie gemacht. Zu dieser Anpassung gehört auch ein sichtlich versöhnlicherer Ton gegenüber dem Kommunistischen Bund … Festzustellen bleibt, daß die KPD-Führung ganz eindeutig weiter die strategische Linie der Vaterlandsverteidigung verfolgt, aber heute aus taktischen Gründen bestimmte Schlußfolgerungen zurückhält, die sie vor allem 1975 und teilweise noch in der ersten Hälfte 1976 offen vertreten hat - Stärkung der Bundeswehr, Atomwaffen für die NATO, Verbleib der US-Truppen in der BRD usw. usf. Das heißt, die KPD entwickelt heute praktisch an jeder beliebigen Erscheinung die Argumentation genau auf diese Schlußfolgerungen hin, sie spricht aber die Schlußfolgerungen selbst nicht mehr offen aus."
Q: Arbeiterkampf, Jg. 7, Nr. 101, Hamburg 21.3.1977

04.04.1977:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 102 (vgl. 21.3.1977, 18.4.1977) heraus.

Von den Polizeirazzien gegen VLB-Läden wird berichtet, daß inzwischen auch die Internationalismus-Buchhandlung in Hannover durchsucht wurde. Dagegen richtete sich Protest auch auf Groenewold-Veranstaltungen in Bochum (vgl. 23.3.1977) und Hamburg (vgl. 28.3.1977). Eingegangen wird auch auf die VDS-MV (vgl. 20.3.1977).

Aus Bayern wird berichtet von der Anti-AKW BI in Nürnberg (vgl. 26.3.1977).

Aus Hamburg wird die erste Russell-Tribunal Veranstaltung angekündigt (vgl. 7.5.1977).

Aus Hessen wird berichtet vom SSR Frankfurt (vgl. 31.3.1977).

Aus Niedersachsen wird berichtet von der Demonstration gegen das AKW Grohnde (vgl. 19.3.1977) und vom Anti-AKW Treffen in Bodenwerder (vgl. 28.3.1977).

Aus Schleswig-Holstein wird berichtet über Anti-AKW Aktionen in Lübeck (vgl. 12.3.1977) und Kappeln (vgl. 25.3.1977) sowie über die Landeskonferenz der BUU (vgl. 3.4.1977).

Die KPD/ML schweige sich zu weiteren Aktivitäten gegen die AKW's aus, denn "die KPD/ML, so scheint es, hat mit der Anti-AKW-Bewegung nicht mehr viel im Sinn. Ihr kurzes Gastspiel scheint ihr gereicht zu haben. Zwei Erklärungen bieten sich hierfür an:

1. Die KPD/ML existiert seit langem nur noch in mumifizierter Form. Eine wesentliche Existenzbedingung ist der weitgehende Abschluß von realen Bewegungen, denn jeder frische Windhauch könnte für den lebenden Leichnam tödlich sein. Daher fürchten die KPD/ML-Führer jede Massenbewegung wie der Teufel das Weihwasser und suchen sich davon fernzuhalten.

2. Möglich wäre auch, daß die Partei aus dem fernen und doch so nahen Albanien einen dezenten Wink bekommen hat, daß der Kampf gegen AKW's nicht korrekt und folglich nicht erwünscht sei. Dies wäre durchaus nicht der erste Fall, wo der 'Rote Morgen' auf einen derartigen Wink hin total kehrt gemacht hat. Oder vielleicht hat die Partei auch nur einen Winterschlaf gehalten und taucht bei unserer nächsten Aktion wieder in gewohnter Qualität an der Spitze der Massen auf."
Q: Arbeiterkampf, Jg. 7, Nr. 102, Hamburg 4.4.1977

18.04.1977:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' Nr. 103 (vgl. 4.4.1977, 29.4.1977) heraus. Berichtet wird vom Kongreß der ÄSU Äthiopien (vgl. 7.1.1977) und vom Kongreß der GUAS Arabien (vgl. 8.4.1977).

Aus Baden-Württemberg wird berichtet von der Maivorbereitung aus Freiburg (vgl. 1.5.1977). Aus Stuttgart wird berichtet von einer Frauenveranstaltung zu Chile (vgl. 18.4.1977).

Aus Bayern wird berichtet vom Russell-Treffen in Nürnberg (vgl. 6.4.1977).

Aus Berlin wird berichtet von der Maivorbereitung (vgl. 1.5.1977).

Aus Hamburg wird berichtet von der Maivorbereitung (vgl. 1.5.1977).

Aus Hessen wird berichtet von der Maivorbereitung aus Frankfurt (vgl. 1.5.1977) sowie ebenfalls aus Frankfurt von Frauenveranstaltungen gegen AKWs (vgl. 1.4.1977).

Aus Niedersachsen wird berichtet von Anti-AKW Aktionen in Hameln (vgl. 1.4.1997) und Bremervörde (vgl. 6.4.1977) sowie von der Maivorbereitung in Osnabrück (vgl. 1.5.1977).

Aus NRW wird berichtet von Anti-AKW Aktionen in Hamm-Uentrop (vgl. 9.4.1977).

Aus Schleswig-Holstein wird berichtet von der Russell-Ini Kiel (vgl. 14.4.1977), der Maivorbereitung in Flensburg (vgl. 1.5.1977), sowie von den BUU-Landeskonferenzen (vgl. 3.4.1977, 16.4.1977) und AKW-Veranstaltungen in Reinbek (vgl. 2.4.1977), Bredstedt (vgl. 7.4.1977) und Viöl (vgl. 13.4.1977).
Q: Arbeiterkampf, Jg. 7, Nr. 103, Hamburg 18.4.1977

29.04.1977:
Der KB gibt ein Extra seines 'Arbeiterkampf' (AK) (vgl. 18.4.1977, 16.5.1977) gemeinsam mit der französischen Zeitung 'L' Etincelle' heraus.
Q: Arbeiterkampf, Jg. 7, Extra, Hamburg 29.4.1977

16.05.1977:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 104 (vgl. 29.4.1977, 31.5.1977) heraus.
Berichtet wird vom Alternativpressetreffen in Frankfurt (vgl. 23.4.1977), der Anti-AKW Bundeskonferenz (vgl. 14.5.1977), dem Parteitag der KPD/ML (vgl. 5.2.1977) und der Anzeige gegen den eigenen presserechtlich Verantwortlichen Kai Ehlers wegen dem AKW Brokdorf in Schleswig-Holstein (vgl. 21.3.1977).

Aus Baden-Württemberg wird berichtet vom 1. Mai landesweit und aus Freiburg, Heidelberg, Karlsruhe, Pforzheim, Stuttgart und Tübingen.

Aus Bayern wird berichtet von einer Anti-AKW Demonstration in Augsburg (vgl. 14.5.1976) sowie vom 1. Mai in Bamberg, Erlangen, Landshut, München, Nürnberg und Würzburg.

Aus Berlin wird berichtet vom 1. Mai.

Aus Bremen wird berichtet vom 1. Mai in Bremen-Mitte und Nord und Bremerhaven.

Aus Hamburg wird berichtet vom 1. Mai, dem Russell-Tribunal (vgl. 7.5.1977) und der DVU (vgl. 15.5.1977).

Aus Hessen wird berichtet vom 1. Mai in Darmstadt (vgl. 30.4.1977), Frankfurt, Gießen, Kassel, Wetzlar und ganz Hessen.

Aus Niedersachsen wird berichtet von der Atommüllkonferenz für den Bezirk Braunschweig (vgl. 23.4.1977) sowie vom 1. Mai in Bad Pyrmont, Braunschweig, Göttingen, Hannover (vgl. 29.4.1977), Hannoversch-Münden, Hildesheim, Lüneburg, Osnabrück und Stade.

Aus NRW wird berichtet vom 1. Mai landesweit und aus Aachen, Bielefeld, Bochum, Dortmund, Düsseldorf, Duisburg, Essen, Extertal, Hagen, Hamm, Köln, Mönchengladbach, Münster, Oberkassel, Waltrop, Wetter und Wuppertal.

Aus Schleswig-Holstein wird berichtet vom 1. Mai in Elmshorn, Flensburg, Itzehoe, Kiel, Lübeck, Neumünster und landesweit.

Der Artikel "ML-Internationale: Ein totgeborenes Kind!" geht zunächst davon aus, daß Enver Hoxha auf dem 7.Parteitag der PAA erklärte, daß "eine Situation eintreten (kann), in der man sogar zu einer großen Beratung der Vertreter aller marxistisch-leninistischen kommunistischen und Arbeiterparteien gelangt", und folgert daraus:"
Während sich die Konturen dieser Blockbildung immer deutlicher abzeichnen, ist bisher der Zusammenhalt zwischen den extrem vaterländisch-sozialchauvinistischen Parteien vom Typus der KPD erheblich lockerer. Diese Gruppe ist auch etwas kleiner als der albanische Block. Daneben gibt es immer noch eine starke Gruppe von ML-Organisationen, die keinem dieser beiden Blöcke zuzurechnen sind, obwohl sie sich teilweise intensiv um die offizielle Anerkennung durch die KP Chinas bzw. die PdAA (oder gar durch beide) bemühen. Zu dieser Gruppe gehört hierzulande der KBW."
Der Artikel folgert weiter:"
Nach dem 7. Parteitag der PdAA hat sich ein fester Block von europäischen ML-Parteien herausgebildet, die sich immer klarer von der chinesischen Außenpolitik abgrenzen und die sehr bestrebt sind, als Vorform einer neuen Internationale möglichst häufig öffentlich in Erscheinung zu treten. Verschiedene internationale Großkundgebungen mit Reden der beteiligten Parteiführer sollen dem Unternehmen nach außen mehr Glanz und Gewicht geben" (vgl. 30.1.1977, 14.3.1977, 17.4.1977).
"Das ständige Ensemble dieser internationalen Wanderbühne besteht vor allem aus den Parteivorsitzenden der folgenden Organisationen:
- Die KPD/ML, 1969 gegründet.
- Die portugiesische PCP (r), 1975 gegründet,
- Die italienische PCD'I (ml), 1966 gegründet.
- Die spanische PCE (ml).
- Die griechische KKE (ML), im November 1976 aus der OMLE entstanden.
- Ferner einige lateinamerikanische ML-Parteien, nämlich die KP Argentiniens (ML), die Revolutionäre Kommunistische Partei Chiles, und die KP Brasiliens, die bei keiner der bisherigen internationalen Großkundgebungen gefehlt haben …
Erstmals am 17. April in Lissabon ist auch die schon 1967 gegründete MLPÖ (Österreich) in diesem erlauchten Kreis aufgetreten. … Zusätzlich gehören zu diesem Kreis auch eine Reihe von Organisationen, die zu den großen festlichen Anlässen regelmäßig mit Grußadressen in Erscheinung treten. Das sind die Marxistisch-Leninistische Partei der Niederlande, der Kommunistische Einheitsbund Islands (ML), und die Japanische Kommunistische Partei (Linke), sowie die iranische Organisation Tufahn."
Dem Artikel folgend soll es angesichts der Differenzen zur chinesischen Außenpolitik zu einer Blockbildung im ML-Lager gekommen sein. Zum albanischen Block sollen demnach gehören:
- KP Argentiniens ML,
- KP Paraguays,
- Revolutionäre Kommunistische Partei Chiles,
- KP Boliviens ML,
- KP Kolumbiens ML,
- Revolutionäre Kommunistische Partei Uruguays,
- KP Brasiliens,
- Revolutionäre Marxistische Partei von Kongo-Kinshasa,
- OCA (Angola),
- KP Polens.
Zum chinesischen Block sollen gehören:
- KPD,
- PCP/ML (Portugal),
- PCMLF (Frankreich),
- PCMLB (Belgien),
- SKP (Schweden),
- AKP/ML (Norwegen),
- KP Australiens/ML,
- October League (OL) USA.
Eine Sonderstellung soll der "Block asiatischer Parteien" einnehmen. Zu ihnen sollen gehören:
- KP Malaysias,
- KP der Philippinen,
- KP Ceylons,
- KP Birmas,
- KP Thailands,
- KP Nordkalimantans (Nordborneos),
- KP Indonesiens.
Zweifelhaft sei die Stellung der KP Großbritanniens, und der Kommunistischen Arbeiterpartei Dänemarks (ML) (vgl. Nov. 1976). Diese Spaltung würde dazu führen, "daß sich zukünftig die Widersprüche in der internationalen ML-scene noch ganz erheblich verschärfen werden".

Im Artikel "Arbeiterbund wirbt weiter für AKWs" heißt es u.a.:"
Mit der Schlagzeile 'Für Atomenergie und Sozialismus' setzte sich der südbayrische Arbeiterbund für den Wiederaufbau der KPD in seiner Zeitung 'KAZ' vom 6. März voll in die Scheiße". Hier wurde eine Beteiligung an der Anti-AKW Bewegung abgelehnt:"
Es liegt auf der Hand, daß das nicht die Politik der Kommunisten sein kann … Denn Tatsache ist, daß die Anti-AKW-Bewegung dem BRD-Imperialismus an einem wesentlichen Punkt seines agressiv-expansionistischen Konzepts Sand ins Getriebe streut. Das allein ist schon ein wichtiger positiver Faktor. Hinzu kommt, daß an dieser Frage neue Schichten der Bevölkerung an den antikapitalistischen Kampf herangeführt werden, neue Menschen für die kommunistische Politik gewonnen werden … Die Reaktion der Arbeiterbund-Anhänger und KAZ-Leser zeigt allerdings, daß die Arbeiterbund-Führer diesmal offenbar etwas zu weit gegangen sind. Helfen wir nach, damit sie sich daran politisch das Genick brechen."
Q: Arbeiterkampf, Jg. 7, Nr. 104, Hamburg, 16.5.1977

31.05.1977:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 105 (vgl. 16.5.1977, 13.6.1977) heraus.
Ein Leitartikel befaßt sich mit der Mescalero bzw. Buback-Razzia in Göttingen (vgl. 27.5.1977). Gegen KB-Genossen laufen zwei Prozesse in Hamburg (vgl. 7.5.1977) und Itzehoe in Schleswig-Holstein (vgl. 21.5.1977).

Berichtet wird von der Anti-AKW Bundeskonferenz (vgl. 14.5.1977) und vom Russell-Tribunal (vgl. 14.5.1977).

Aus Baden-Württemberg wird berichtet aus Heidelberg von der bundesweiten Studentendemonstration (vgl. 18.5.1977) und einer AKW-Veranstaltung (vgl. 21.5.1977).

Aus Niedersachsen wird berichtet von Anti-Repressions Veranstaltungen in Delmenhorst (vgl. 20.5.1977) und Hannover (vgl. 13.5.1977).

Aus NRW wird berichtet von AKW-Aktionen in Herford (vgl. 21.5.1977), Kalkar (vgl. 28.5.1977) und Kamen (vgl. 15.5.1977). In Bonn unterstütze die Initiative Kommunistische Gruppe (IKG) das Russell-Tribunal, dessen Stellenwert sie besonders hoch ansetzt. Gründe: öffentliche Wirksamkeit der Verurteilung des Modell Deutschland, Ergänzung der bisher gelaufenen Aktivitäten in der BRD und in Westeuropa, Aktionseinheit von kommunistischen, sozialistischen und demokratischen Organisationen".

Der KBW fordere das Streikrecht für Studenten:"
Der KBW appelliert mit seiner Forderung nach einem besonderen 'Streikrecht für Studenten' an die breiten schwankenden Kräfte, die zwar kämpfen wollen, aber vor den Risiken des Kampfes doch zurückschrecken. Mit seiner Diffamierung von Streikaktionen als 'Abenteuer' wird sich der KBW wahrscheinlich zukünftig bei diesen Kräften anzuschmieren versuchen. Es könnten sich dann durchaus Gemeinsamkeiten mit MSB/SHB und Jusos (der DKP bzw. der SPD, d.Vf.) ergeben, denen es gewiß gelegen kommt, wenn der KBW die Studenten mit den Risiken eines Streiks zu schrecken versucht. Aber ohne diese Risiken werden die Studenten im Kampf keinen Schritt vorankommen."
Q: Arbeiterkampf, Jg. 7, Nr. 105, Hamburg, 31.5.1977

13.06.1977:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 106 (vgl. 31.5.1977, 27.6.1977) heraus.
Vom Russell-Tribunal wird zentral berichtet von der Ausländer-AG (vgl. 11.6.1977). Eingegangen wird auch auf das VLB-Treffen (vgl. Mai 1977) und die Haltung der MLD zum Schlesiertreffen (vgl. 27.5.1977).

Aus Baden-Württemberg wird berichtet von der Russell-Initiative Heidelberg (vgl. Mai 1977).

Aus Bayern wird berichtet aus München und Nürnberg, wo sich Gruppen für das das Russell-Tribunal gebildet haben (vgl. Juni 1977). Aus Nürnberg wird berichtet vom Ausländerkomitee, welches sich um B. Targün (ehemals Ford Köln) kümmert (vgl. 1.5.1977). Aus München wird berichtet von der 2. Juni Veranstaltung (vgl. 2.6.1977).

Aus Berlin wird eingegangen auf den Aktionsrat zur Befreiung der Frau (vgl. Jan. 1968), den Zentralrat der Kinderläden (vgl. Juni 1968), den Schülerladen 'Rote Freiheit' (vgl. Dez. 1969), die 2.Juni-Demonstration (vgl. 2.6.1977) und eine Berufsverbote (BV) Demonstration (vgl. 3.6.1977).

Aus Bremen wird berichtet von einer Referendarsdemonstration (vgl. 2.6.1977).

Aus Niedersachsen wird berichtet von bzw. aufgerufen zu Anti-AKW Aktionen in Hannover (vgl. Juni 1977) und Esensham (vgl. 16.6.1977).

Aus NRW wird berichtet von der Russell-Initiative Bonn (vgl. Juni 1977).

Aus Schleswig-Holstein wird berichtet aus Kiel von einer Veranstaltung zum 2.Juni 1967 in der Uni (vgl. 10.6.1977) und von Anti-AKW Aktionen in Kiel (vgl. 10.6.1977) und Glückstadt (vgl. 4.6.1977).
Q: Arbeiterkampf, Jg. 7, Nr. 106, Hamburg, 13.6.1977

27.06.1977:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 107 (vgl. 13.6.1977, 8.7.1977) heraus. Vom KBW wird berichtet von dessen Delegation in der VR China (vgl. 2.6.1977).

Aus Baden-Württemberg wird berichtet aus Freiburg von der Gründung einer Anti-AKW BI (vgl. 6.6.1977) und von den Stupa-Wahlen an der Uni Tübingen (vgl. Juni 1977).

Aus Bayern wird berichtet von der Anti-AKW Landeskonferenz (vgl. 14.6.1977).

Aus Berlin wird berichtet von einer internationalen Konferenz der KPD (vgl. 25.5.1977).

Aus Hessen wird berichtet von der NPD in Frankfurt (vgl. 16.6.1977, 17.6.1977) und den Stupa-Wahlen an der Uni Marburg (vgl. Juni 1977).

Aus Niedersachsen wird berichtet von der AKW-Bauplatzbesetzung in Grohnde (vgl. 13.6.1977) und den Stupa-Wahlen an den PH's Göttingen und Hannover (vgl. Juni 1977).

Aus NRW wird berichtet aus Münster von einer 2. Juni Veranstaltung (vgl. 21.6.1977) sowie von den Stupa-Wahlen an der Ruhr Uni Bochum (RUB - vgl. Juni 1977) und der TH Aachen (vgl. 24.6.1977).

Aus Schleswig-Holstein wird berichtet von einer Veranstaltung in der Uni Kiel zum 2. Juni (vgl. 14.6.1977).
Q: Arbeiterkampf, Jg. 7, Nr. 107, Hamburg 27.6.1977

08.07.1977:
Der KB gibt eine Sondernummer seines 'Arbeiterkampfs' (AK) (vgl. 27.6.1977, 11.7.1977) zum Thema "Der Bluff mit der Kohle - Mehr Sicherheit? Mehr Arbeitsplätze? Kohlekraftwerke statt AKWs" heraus.
Q: Arbeiterkampf, Jg. 7, Sondernummer, Hamburg, 8.7.1977

11.07.1977:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 108 (vgl. 8.7.1977, 25.7.1977) heraus.
Aus Berlin wird berichtet von der Initiative gegen das einheitliche Polizeigesetz (vgl. Jan. 1977):"
Mit mehreren Flugblättern und Broschüren, einer Podiumsdiskussion, die von über 1 200 Menschen besucht wurde, und einem Block auf der 1. Mai-Demonstration der GEW versuchte die Initiative, gegen das Einheitliche Polizeigesetz zu mobilisieren. Außerdem forderte die Initiative in Flugblättern, den genannten Broschüren und auf einer Kundgebung ein Verbot der Chemischen Keule …
Zusammenfassend kann man sagen, daß es der Roten Hilfe (RH, d.Vf.) e.V./KPD gelungen ist, eine längerfristige Aktionseinheit mit unorganisierten Linken einzugehen und auch Unterstützung von Liberalen zu erhalten. Dennoch arbeiten viele Linke in Westberlin deshalb nicht in der Initiative mit, weil sie davon ausgehen, es handele sich um ein KPD-U-Boot … In nächster Zeit kommt es darauf an, daß wir in der Initiative die Aktionseinheit suchen mit allen Gruppen, in in Westberlin gegen die Bullenrepression arbeiten, um abzusichern, daß die Initiative gegen die Repression hier und nicht gegen den Sozialimperialismus kämpft. Für die KPD wird es zur Gretchenfrage werden, ob sie auch bereit ist, sich an der Vorbereitung des Russell-Tribunals über die Repression in der BRD und Westberlin in der Initiative zu beteiligen, um eine breite Öffentlichkeit über das geplante Einheitliche Polizeigesetz herzustellen. Daran wird sich zeigen, inwieweit die KPD ernsthaft bereit ist, gegen die Repression hier zu kämpfen. Bisher hat sie sich bei dieser Frage in der Initiative recht ablehnend gezeigt."

Aus Hamburg wird berichtet von den Stupa-Wahlen an der Uni (vgl. Juni 1977).

Aus Hessen wird berichtet von den Stupa-Wahlen an der Uni Frankfurt (vgl. Juni 1977) und der Landesdelegiertenkonferenz des Bund Deutscher Pfadfinder im Bund Demokratischer Jugend (BDP/BDJ - vgl. Juni 1977).
Q: Arbeiterkampf, Jg. 7, Nr. 108, Hamburg, 11.7.1977

25.07.1977:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 109 (vgl. 11.7.1977, 8.8.1977) heraus, den wir noch nicht weiter ausgewertet haben.
Q: Arbeiterkampf, Jg. 7, Nr. 109, Hamburg, 25.7.1977

08.08.1977:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 110 (vgl. 25.7.1977, 22.8.1977) heraus.
Aus Baden-Württemberg wird berichtet von Anti-AKW Aktionen aus Freiburg (vgl. 2.8.1977, 6.8.1977), Heidelberg (vgl. Aug. 1977), Karlsruhe (vgl. Aug. 1977), Stuttgart (vgl. Aug. 1977) und Tübingen (vgl. 6.8.1977) sowie der Verhaftung Helga Rosenbaums in Heidelberg (vgl. 26.7.1977, 30.7.1977).

Aus Bayern wird berichtet von Anti-AKW Aktionen in Nürnberg (vgl. 3.8.1977).

Aus Berlin wird berichtet von der Spaltung der Redaktion des 'Langen Marsches' (vgl. Juni 1977) einer Anti-AKW Aktion (vgl. 6.8.1977) und dem Komitee gegen Berufsverbote (BV) und politische Disziplinierungen an der FHSS (vgl. Juli 1977).

Aus Bremen wird berichtet von Anti-AKW Aktionen in Bremen (vgl. 3.8.1977, 6.8.1977) und Bremerhaven (vgl. 5.8.1977, 6.8.1977).

Aus Hamburg wird berichtet von Anti-AKW Aktionen (vgl. 1.8.1977, 5.8.1977, 6.8.1977).

Aus Hessen wird berichtet von Anti-AKW Aktionen in Frankfurt (vgl. 3.8.1977) und Kassel (vgl. Aug. 1977).

Aus Niedersachsen wird berichtet von Anti-AKW Aktionen in Esenshamm (vgl. 31.7.1977) und Hannover (vgl. 6.8.1977).

Aus NRW wird berichtet von Anti-AKW Aktionen in Düsseldorf (vgl. 6.8.1977) und Köln (vgl. Aug. 1977).

Aus Schleswig-Holstein wird berichtet von einer Repressionsveranstaltung in Kiel (vgl. 28.7.1977) und Anti-AKW Aktionen in Flensburg (vgl. 5.8.1977) und Kiel (vgl. Aug. 1977, 1.8.1977).

Aus dem Ausland wird berichtet von der Demonstration in Frankreich gegen das AKW Malville (vgl. 31.7.1977).
Q: Arbeiterkampf, Jg. 7, Nr. 110, Hamburg, 8.8.1977

22.08.1977:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 111 (vgl. 8.8.1977, 5.9.1977) heraus.
Von der KPD wird über ihre Initiative gegen die Supermächte (vgl. Aug. 1977) und ihren 2. Parteitag (vgl. 28.7.1977) berichtet.

Die MLD festigten "ihre Zusammenarbeit mit der rechtsradikalen Tübinger Studentengruppe HTS, bundesweit bekannt geworden durch gemeinsame Auftritte mit der Terrorbande des Nürnberger Nazis Hoffmann. Ersten zarten Annäherungsversuchen folgte inzwischen ein Spitzengespräch zwischen HTS und MLD".

Aus Baden-Württemberg wird aus Heidelberg berichtet von der Freilassung Helga Rosenbaums (vgl. Aug. 1977).

Aus Bayern wird berichtet von Antifa-Aktionen in Nürnberg (vgl. 31.7.1977, 2.8.1977, 6.8.1977).

Aus Hessen wird berichtet von der NPD in Frankfurt (vgl. 13.8.1977)

Aus Niedersachsen wird berichtet vom Anti-AKW Camp in Gartow (vgl. 16.7.1977), den Kappler-Aktionen in Soltau (vgl. 19.8.1977) und der linken Liste zur Kreistagswahl in Rotenburg (vgl. 12.8.1977).

Aus NRW wird berichtet vom KPD/ML-Büro in Essen (vgl. 13.8.1977).

Aus Schleswig-Holstein wird berichtet von Anti-NPD Aktionen in Lübeck (vgl. 13.8.1977).
Q: Arbeiterkampf, Jg. 7, Nr. 111, Hamburg, 22.8.1977

05.09.1977:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 112 (vgl. 22.8.1977, 19.9.1977) heraus.
Im Leitartikel "Kalkar: Breites Bündnis! Unterstützungskonferenz erfolgreich abgeschlossen" heißt es u.a.:"
Immer größere Teile der westdeutschen Anti-AKW-Bewegung beschließen ihre Unterstützung für die nationale Großkundgebung am 24. September in Kalkar, direkt am Bauplatz des Schnellen Brüters. Die Unterstützung kommt sowohl von den großen Regional- und Landesverbänden der AKW-Gegner (am 3. September beschlossen z.B. die fünf Regionalverbände der BUU, nämlich Elbmarschen, Hamburg, Westküste, Ostküste und Oberelbe, einmütig die Unterstützung der Aktion und breite Mobilisierung dazu aus Norddeutschland, eine Unterstützung des Aufrufes beschlossen am 3.9. auch 11 bayrische BIs), als auch den national organisierten Umweltschutz-Verbänden (z.B. BBU, Bund für Umwelt und Naturschutz, etc.), sowie politische Organisationen, u.a. dem KB, dem SB (SBü, d.Vf.), diversen Sponti-Strömungen und - mit regionaler Begrenzung auf NRW - auch der KPD und der Falken (SJD der SPD, d.Vf.). DKP und KBW haben bisher noch keine abschließende Stellungnahme zur Kalkar-Großkundgebung abgegeben. In Norddeutschland hetzt der KBW gegen die Kalkar-Aktion als dem 'Itzehoe des KB'. Erstmals rufen auch die badisch-elsässischen Bürgerinitiativen (Wyhl) zu einer nationalen Großaktion auf. Aus insgesamt 10 westeuropäischen Ländern haben die drei großen Verbände der AKW-Gegner, sowie diverse linke Parteien und Gruppen (PSU/Frankreich, PR/Italien, PPR/Niederlande u.a.) ebenfalls ihre Unterstützung der Kalkar-Aktion zugesagt."

Berichtet wird auch von der bundesweiten Unterstützungskonferenz für die Demo in Kalkar in NRW (vgl. 27.8.1977).

Im Artikel "Weiter Streit um Deng" heißt es, die "Wiedereinsetzung Deng-Hsiao-pings in alle seine Ämter (habe) … die Gemüter in der ML-scene heftig aufgewühlt und bisher nicht zur Ruhe kommen lassen". Die KPD/ML würde die Auffassung vertreten, daß "die Wiedereinsetzung von Deng Hsiao-Ping in seine Ämter … eine Entscheidung ist, die die Führung der KP Chinas getroffen hat, für die sie ihre Gründe hat und für die sie auch die Verantwortung trägt". Die KPD meint verlauten lassen zu müssen, daß der "Sturz Dengs im vorigen Frühjahr … ein Manöver der Viererbande war … die einen ihrer entschiedensten Gegner ausschalten wollte und dabei falsche Beschuldigungen und Verleumdungen zusammenkochte, um aus Deng Hsiao-ping einen Vertreter der Bourgeoisie zu machen".
"Die Leute vom südbayrischen Arbeiterbund (AB, d.Vf.) bleiben ihrem alten Ruf als unfreiwillige Komiker treu … Auch diese Zeitung, die KAZ, glaubte einmal, genug zu wissen, um Deng Hisao-ping verurteilen zu können … Also: kritisieren will der Arbeiterbund die Rückkehr Dengs nicht. Begrüßen - wie die KPD - will er sie aber auch nicht, denn: kurz gesagt, gehört weder eine Verurteilung noch eine Begrüßung der Wiedereinsetzung Dengs zu den Aufgaben der westdeutschen Kommunisten, ebensowenig wie eine Verurteilung oder Begrüßung des Ausschlusses der Viererbande aus der Partei. Niemand in der BRD könne überhaupt beurteilen, ob Deng ein 'Repräsentant der Bourgeoisie' ist oder Wang Hung-wen ein 'neuer Bourgeois'." Der KABD würde seine "scharfe Kritik an der Rehabilitation Deng's" bekräftigen … Der KABD übt sodann eine dezente Selbstkritik an seinem seinerzeitigen Jubel über den Hua-Putsch und den Sturz der Viererbande … Als Fazit und Seitenhieb auf den süddeutschen Lokalrivalen AB schreibt der KABD:"
Eine Organisation, die nicht in der Lage ist, die internationale Entwicklung richtig einzuschätzen, eine solche Organisation ist für die Arbeiterklasse schlicht und einfach unbrauchbar." Der KBW würde sich "in vornehmes Schweigen hüllen … zum 11. Parteitag der KPCh hat Schmierer eine blumige Grußadresse entsandt, in der aber der Name Deng Hsiao-pings erstaunlicherweise überhaupt nicht vorkommt. Absicht oder Versehen?"

Der Artikel "Wer ist das Chamäleon?" beschäftigt sich u.a. mit einer Artikelserie der KPD, die u.a. in ihrer 'Roten Fahne' behauptet habe, da "der KB über kein Programm verfügt und dort, wo er ansatzweise programmatische Aussagen macht, diese so widersprüchlich und wechselnd wie die Haut eines Chamäleons sind, ist die ideologische Auseinandersetzung mit ihm kein leichtes Geschäft".
Darauf antwortet der KB:"
Dieser Vorwurf ist nicht neu, und den Begriff des Chamäleons brachte ausgerechnet der Arbeiterbund für den Wiederaufbau der KPD … schon 1972 ins Spiel. Indessen ist anhand der Presseveröffentlichungen der letzten 6 - 7 Jahre einwandfrei zu überprüfen, daß alle Programm-Organisationen (KPD/ML, KPD, KBW, ABG/Arbeiterbund) in dieser Zeit größte politische Windungen und Wendungen in fast allen wesentlichen Fragen vollzogen haben, während nur der angeblich so unprogrammatische flexible und prinzipienlose KB feste und konsequente Positionen von Anfang an entwickelt und weiterentwickelt hat: zur Frage des Faschismus, der Aktionseinheit, des Terrorismus, der Einschätzung des Kräfteverhältnisses und des Stands der Klassenkämpfe, der Rolle der EG und des BRD-Imperialismus, der chinesischen Innen- und Außenpolitik. Demgegenüber braucht man bei der KPD nur zu erinnern, an ihren total aus den Wolken fallenden Übergang zur Linie der Vaterlandsverteidigung im Frühjahr 1975 sowie an ihr blindes Hinterherzockeln hinter den Wendungen der chinesischen Innenpolitik … Wer ist also hier das Chamäleon?"

Berichtet wird auch über die ML in der Bundesrepublik (vgl. Aug. 1977).

Aus Bayern wird berichtet aus der AKW-Bewegung (vgl. 3.9.1977).

Aus Hamburg wird berichtet von der BUU (vgl. 1.9.1977).

Aus Hamburg und Schleswig-Holstein wird berichtet von der BUU (vgl. 3.9.1977).

Aus Schleswig-Holstein wird im Artikel "Die Abenteurer pfeifen auf dem allerletzten Loch" über den Kampf gegen das AKW Brokdorf berichtet:"
Derzeit versuchen der KBW und verschiedene Spontis mit viel Gelärme und radikalem Getue, den Eindruck zu erwecken, als würden sie einen erneuten Angriff auf die Baustelle Brokdorf vorbereiten. Nach dem Willen des KBW soll 'ein erfolgreicher Angriff auf die Baustelle im September geführt werden' … In allgemeiner Weise wird dabei davon phantasiert, daß jetzt der Zusammenschluß der Arbeiter und Bauern gegen das KKW Brokdorf hergestellt werden müsse, daß die Arbeiterklasse die Führung im Kampf gegen das KKW Brokdorf übernehmen müsse … Irgendeinen Bezug zur gesellschaftlichen Wirklichkeit unseres Landes haben diese Phrasen nicht. Sie verdeutlichen nur, wieweit sich der KBW schon in seine eigenen Fieberträume eingesponnen hat. Leider folgen ihm wider besseres Wissen dabei aus opportunistischen Erwägungen auch verschiedene Spontis, insbesondere aus dem Umkreis des sogenannten 'Montagsplenums' in Hamburg. Für jeden denkenden Menschen ist handgreiflich einsichtig, daß es derzeit und in den nächsten Monaten - und der KBW spricht bereits vom September - keinen Zusammenschluß der Arbeiter und Bauern gegen das KKW Brokdorf geben wird. Wahr ist im Gegenteil, daß die Anti-AKW-Bewegung in den letzten Monaten an Rückhalt in der Bevölkerung verloren hat … Dies wissen auch der KBW und die mit ihm verbündeten Spontis, da auf BI-Sitzungen von ihnen selbst durch Umfragen sehr exakt ermittelt wurde, wieviele AKW-Gegner von ihnen derzeit für militante Aktionen … mobilisiert werden können … Obwohl KBW und Spontis in Hamburg ihren schmalen Kräften entsprechend einen Riesenwirbel um das Anti-AKW-Lager am Bauplatz Brokdorf gemacht hatten und dafür voll mobilisiert hatten, … befanden sich bei der Räumung des Lagers durch die Polizei dort gerade 112 AKW-Gegner … Auch die Stimmung der Arbeiter und Bauern ist dem KBW und den Spontis bekannt … In dieser Situation versuchten die Abenteurer vom KBW und unter den Spontis aus der Sackgasse zu kommen, indem sie mit gezielten Falschinformationen z.B. in den Kieler BI's den Eindruck zu erwecken versuchten, daß die Bevölkerung der Marschen unheimlich kampfbereit sei; anderswo berufen sie sich dann wieder auf die Kieler BI's usw. … Hierzu gehört dann auch, daß KBW und Spontis ganz selbstverständlich Etikettenschwindel mit dem Namen der BUU betreiben, daß eine dreiköpfige KBW-Gruppe als Bürgerinitiative firmiert (Heide) oder fünf KBWler als 'BI Quickborn' - obwohl es an diesen beiden Orten weitaus größere aktive BI's gibt, die den Amoklauf des KBW und seiner verbündeten Spontis nicht mitmachen … Man täuscht sich aber, wenn man vielleicht meint, der KBW würde unter 'neuem Angriff' in Wahrheit nur eine friedliche Großkundgebung verstehen. Nein, die KBWler sprechen tatsächlich davon, den Bauplatz stürmen zu wollen: 10 000 AKW-Gegner sowie der vom KBW bis dahin noch rasch herzustellende Zusammenschluß der Volksmassen seien ausreichend, um die Polizeitruppen zu zersetzen. Es versteht sich dabei von selbst, daß der KBW sich in gewohnter Manier auch diesmal nicht an irgendwelche Beschlüsse der Bürgerinitiativen und der Landeskonferenzen zu halten gedenkt, sondern wieder auf Provokation aus ist, wie schon am 19.2. …
Wir lehnen eine Großkundgebung am Bauplatz Brokdorf zum jetzigen Zeitpunkt und vor Aufhebung des Baustopps ab. Zwar sind wir nicht der Meinung, daß generell nicht während des Bestehens eines Baustopps demonstriert werden sollte. In der konkreten Situation jedoch, wo die Bewegung insgesamt geschwächt ist und noch nicht wieder die mobilisierende Kraft hat wie im Frühjahr, könnte unserer Einschätzung nach zur Zeit nur eine Aufhebung des Baustopps als Auslöser für eine angemessene Mobilisierung wirken. In der jetzigen Situation eine Großkundgebung am Bauplatz Brokdorf oder gar einen Angriff auf den Bauplatz zu organisieren, ist die Fortsetzung der mit den 'Alarm'-Spielen und der sogenannten 'Verhinderung der Rückführung der Baumaschinen' begonnenen Linie: Unzweckmäßige Abnutzung und Ermüdung der Kräfte vor der Entscheidungsschlacht, statt Konzentration der Kräfte auf die politische Massenarbeit und den politischen Wiederaufbau einer Massenfront gegen das geplante AKW-Brokdorf. Wir glauben nicht, daß eine vierte Brokdorf-Aktion Mitte September, wie sie vom KBW und den mit ihm verbündeten 'Spontis' gefordert wird, und die derzeit unserer Einschätzung nach nur eine Demonstration der Schwäche sein könnte, bessere Voraussetzungen für eine fünfte Aktion schaffen würde. Im Gegenteil. Die Forderung des KBW und der mit ihm verbündeten 'Spontis' nach einem neuen Angriff auf den Bauplatz Mitte September muß auf der Landeskonferenz der BUU zurückgewiesen werden."

Weitere Berichte aus Schleswig-Holstein befassen sich mit den Regionalkonferenzen der BUU (vgl. 26.8.1977, 2.9.1977).
Q: Arbeiterkampf, Jg. 7, Nr. 112, Hamburg, 5.9.1977

19.09.1977:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 113 (vgl. 5.9.1977, 3.10.1977) heraus.

In "Rechts-Staat und Terrorismus. Erklärung des Leitenden Gremiums des Kommunistischen Bundes" wird zum Schleyer-Attentat (vgl. 5.9.1977) erklärt:"
Der KB ist nicht bereit, sich seinerseits an der von Strauß, Schmidt und Co. befohlenen Abgrenzungs-Hysterie innerhalb der Linken zu beteiligen. Wir warnen in diesem Zusammenhang vor der bereits deutlich gewordenen weiteren Spaltung innerhalb der Linken, die gewolltes Ergebnis dieser Kampagne ist. Eine solche weitere Spaltung, die nicht mehr an der Frage einer Zustimmung oder Ablehnung des 'bewaffneten Kampfes' (Terrorismus) zum jetzigen Zeitpunkt in der BRD laufen würde, sondern vielmehr an untergeordneten Fragen (z.B. unterschiedliche Schärfe bei der Abgrenzung etc.) müßte die Aktionskraft der westdeutschen Linken zusätzlich schwächen. Hierin läge ein nicht zu unterschätzender Sieg derjenigen, die in unserem Land für Ausbeutung und politische Unterdrückung verantwortlich sind. Der KB bedauert die Haltung einiger linker Persönlichkeiten und Organisationen (SB (SBü, d.Vf.)), sich mit unwürdigen Abgrenzungsbeiträgen beifallheischend in die Spalten der Regimepresse zu drängeln, um dort noch Öl ins Feuer der bürgerlichen Hetzkampagne zu gießen.

Der KB fordert die westdeutsche Linke - Organisationen wie Personen auf, die jetzt unmittelbar zu erwartende Kampagne der Bourgeoisie, die auf einen gewaltigen Ausbau des staatlichen Gewalt- und Repressions-Apparates und einen nicht minder gewaltigen Abbau demokratischer Rechte in diesem Staat zielt, in optimaler Einmütigkeit und Geschlossenheit zu beantworten und nach Möglichkeit zurückzuweisen …

Der Anschlag von Köln durch die RAF wird nicht der letzte dieser Art sein. Im Gegenteil, die terroristischen Aktivitäten in der BRD werden sich steigern. Die Bourgeoisie weiß das, und die Linke weiß das ebenfalls … Die relative Schwäche der westdeutschen Linken verschlimmert diese Lage, da sie gegenüber den zukünftigen 'Terroristen' kurzfristig keine glaubhafte Alternative für einen mittelfristigen Zeitraum anbieten kann … Es ist nicht unbekannt, daß derzeit nicht wenige Genossen Gedanken erwägen, in den politischen Untergrund zu gehen, sowohl auf 'eigene Faust', als auch mit dem Versuch, sich der RAF anzuschließen. Die absehbare Repressions-Kampagne der Bourgeoisie nach Beendigung der Schleyer-Entführung wird diese Tendenz zweifellos verstärken … Der Terrorismus in der BRD ist zwar eine Antwort auf die Unterdrückung durch dieses System, er ist ihm aber gleichzeitig hoffnungslos unterlegen … Wir haben uns seinerzeit (im Juli 1972) konkret mit dem Angebot einer terroristischen Alternative auseinandergesetzt und uns davon abgegrenzt; wir haben auch die Perspektive dieser Alternative real einzuschätzen versucht. Diese Einschätzung hat sich inzwischen in z.T. grausamer Weise bestätigt. Der vom KB eingeschlagene politische Weg mag mühevoll und lang sein, der Weg des Terrorismus dagegen ist absolut aussichtslos."

Im Artikel "Russell-Tribunal - SB: Mittler oder Spalter?" heißt es über das Sozialistische Büro (SBü) u.a.:"
Anfangs schien es so, als würde das SB von einer gemeinsamen und gleichberechtigten Zusammenarbeit zwischen kommunistischen, sozialdemokratischen, liberalen und sozialdemokratischen Kräften zur Vorbereitung und Unterstützung des Russell-Tribunals ausgehen … Die maßgeblichen Kräfte im SB haben ein solches Vorgehen jedoch von Anfang an abgelehnt und es vorgezogen, durch raffinierte Schachzüge, taktische Zugeständnisse etc. (z.B. Ausklammerung strittiger Fragen wie der Unvereinbarkeitsbeschlüsse, Verschweigen der Mitarbeit von Kommunisten usw.)" das Tribunal vorzubereiten. "Unabhängig von den konkreten Erfolgsaussichten dieser Taktik wurde dadurch jedoch eines der möglichen Ziele der Initiative von vornherein aufgegeben: die Verankerung der Politik der Aktionseinheit gegen die staaliche Repression. 'Überall dort, wo der KB auf der lokalen Ebene das praktiziert, was er zentral propagiert, wird eine solidarische Zusammenarbeit nicht möglich sein', ist das Fazit, das in dem erwähnten Rundbrief vom SB-Sekretär Vack gezogen wird … Wie dies umgesetzt wird, zeigen folgende Beispiele:
- in Kiel wurde die Vorbereitungsgruppe gespalten, weil mit Hilfe des SB bestimmte Bereiche der Repression definitiv von einer Untersuchung ausgeschlosssen wurden,
- in München scherte das SZ (dortiges SB) aus der Vorbereitungsgruppe aus und gründete einen neuen Kreis, weil es die Blanko-Anerkennung des vorläufigen Sekretariats nicht hatte durchsetzen können,
- in Oldenburg versuchte das SB, eine schon beschlossene und angekündigte Veranstaltung zu verhindern, da diese die 'Liberalen' verschreckte. Weiterhin forderte das SB, daß im Unterstützungskomitee keine Organisationsvertreter mehr zugelassen werden sollten,
- in Osnabrück machten sie die Herausgabe eines Flugblattes davon abhängig, daß die teilnehmenden Gruppen nicht genannt würden,
- in Bielefeld, wo das SB als Beobachter teilnimmt, traf man sich separat mit DKP, MSB, Jusos (der SPD, d.Vf.) usw., wobei der bisherige Unterstützungskreis nicht informiert wurde …
In einigen weiteren Städten lud das SB zu Treffen ein, wobei zufällig der KB vergessen wurde. Der krasseste Fall der Spaltung ereignete sich jetzt hier in Westberlin … hier jedoch unter der direkten Regie des AK/FU und des provisorischen Sekretariats … Stets argumentiert das SB mit dem 'linken Ghetto', in dem sich die Unterstützungsgruppen angeblich befänden. Allein dies ist schon ein äußerst fragliches Argument, da es in verschiedenen Städten durchaus gelungen ist, ein breites, repräsentatives Spektrum an der Vorbereitung zu beteiligen (Hannover, Hamburg, Nürnberg, Westberlin). Das Demagogische an diesem Argument besteht freilich darin, so zu tun, als sei dieses Ghetto zu einem Gutteil selbst verschuldet … und nicht Folge der SPD/DKP-Unvereinbarkeitspolitik, die praktisch nicht bekämpft wird … Darüberhinaus stellen wir mit Erstaunen fest, daß das SB, das ansonsten keine Gelegenheit ausläßt, dem KB zu unterstellen, er würde die Unabhängigkeit des Tribunals nicht respektieren, es unterläßt … diesen Versuch der Jusos, massiven Einfluß zu nehmen und das Tribunal zum Objekt politischen Schachers zu machen, öffentlich bekanntzumachen und zu kritisieren. Wer gefährdet hier wohl die Integrität der Untersuchungen, die das Tribunal anstellen soll … Bei alledem ist das SB auf dem besten Weg, seinen eigenen Anspruch, Mittler zwischen den revolutionären und radikaldemokratischen Kräften zu sein, aufzugeben. Stattdessen hat das SB (in der Mehrheit) mit dem Schreckgespenst des 'linken Ghettos' vor Augen, an vielen Orten dazu beigetragen, die Berührungsangst der Radikaldemokraten zu verstärken bzw. sie ganz von einer Zusammenarbeit abzuhalten und damit die vorhandenen Gräben eher vertieft."

Eingegangen wird auch auf das geplante K-Gruppen-Verbot (vgl. 26.9.1977).

Aufgerufen wird "Trotz Verbotsdrohungen: Am 24.9. in Kalkar!" in NRW (vgl. 18.9.1977).

Aus Baden-Württemberg wird berichtet von der Chilekampagne in Stuttgart (vgl. 10.9.1977).

Aus Hamburg wird berichtet von Chile-Aktionen (vgl. 2.9.1977, 10.9.1977).

Aus Niedersachsen wird berichtet von der Anti-AKW Bewegung (vgl. 14.9.1977).

Aus Schleswig-Holstein wird berichtet von der Kieler 'Herausforderung' (vgl. Aug. 1977).
Q: Arbeiterkampf, Jg. 7, Nr. 113, Hamburg, 19.9.1977

03.10.1977:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 114 (vgl. 19.9.1977, 17.10.1977) heraus.
Berichtet wird von der bundesweiten Demonstration gegen das AKW Kalkar in NRW (vgl. 24.9.1977), der AE gegen das K-Gruppenverbot (vgl. 27.9.1977) und den MLD (vgl. Sept. 1977).

Aus Hessen wird berichtet vom Antifakampf in Neu Isenburg (vgl. 23.9.1977).

Aus Niedersachsen wird berichtet von der Anti-Repressionsarbeit in Hannover (vgl. Sept. 1977).
Q: Arbeiterkampf, Jg. 7, Nr. 114, Hamburg, 3.10.1977

17.10.1977:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 115 (vgl. 3.10.1977, 24.10.1977) heraus. Berichtet wird von der bundesweiten Demonstration gegen das K-Gruppenverbot (vgl. 8.10.1977). Dagegen haben sich zahlreiche Bürgerinitiativen, Komitees und Organisationen gewandt, u.a.:
- Rote Hilfe (RH),
- Vereinigte Linke (VL) (Köln),
- GIM,
- TLD,
- Komitee gegen politische Unterdrückung in beiden Teilen Deutschlands,
- Kommunistische Aufbaugruppe Osnabrück (KAG),
- KAB Saar,
- KABD,
- KAB (Revolutionärer Weg) (RW),
- KG Bochum/Essen (KGB/E),
- Anti-Repressions-Arbeitskreis Hannover (ARAK),
- Arbeiterbuch Hannover,
- KB,
- Frauen gegen Repression, **
- SHL PH, **
- Spartacusbund (SpB),
- Ermittlungsausschuß, ***
- Russell Initiative Braunschweig,
- Kieler Initiative gegen Berufsverbote und politische Unterdrückung (KIBUPU),
- Initiative gegen politische Unterdrückung Delmenhorst,
- Unterstützungsgruppe zum Russell-Tribunal,
- Initiativgruppe gegen politische Unterdrückung Bremen,
- Initiative gegen Berufsverbote, politische Entlassungen und Gewerkschaftsausschlüsse an der TU Westberlin,
- Initiative gegen das einheitliche Polizeigesetz Westberlin,
- Russell-Initiative Mainz,
- Mainzer Komitee gegen Berufsverbote, politische Entlassungen und Gewerkschaftsausschlüsse,
- Westberliner Komitee der FRAP,
- Initiativgruppe Westberlin zum Polnischen Komitee zur Verteidigung der Arbeiter,
- Palästina-Komitees Bonn, Gießen, Siegen und Tübingen,
- Solidaritätskomitee Südliches Afrika Bonn.

Aus Bayern wird berichtet von der NPD in Nürnberg (vgl. 8.10.1977).

Aus Bremen wird berichtet vom Berufsverbot gegen Jens Scheer (KPD - vgl. 3.10.1977).
Q: Arbeiterkampf, Jg. 7, Nr. 115, Hamburg, 17.10.1977

24.10.1977:
Der KB gibt ein Extra seines 'Arbeiterkampf' (AK) (vgl. 17.10.1977, 31.10.1977) heraus, das wir noch nicht ausgewertet haben.***
Q: Arbeiterkampf, Jg. 7, Extra, Hamburg, 24.10.1977

31.10.1977:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 116 (vgl. 24.10.1977, 15.11.1977) heraus.
Berichtet wird von der AE gegen das K-Gruppen-Verbot (vgl. 29.10.1977).

Im Artikel "Das Wunder von Stammheim" wird zur RAF ausgeführt:"
Angesichts der in großer Fülle zutage geförderten Verstecke, Radio-Geräte, Kopfhörer, Sprengstoff, Kommando-Zentralen usw. in den Zellen der vier Gefangenen im 7. Stock von Stammheim entsteht zweifellos bei der großen Mehrheit der Bevölkerung der Eindruck, daß das doch nicht einfach alles erfunden oder manipuliert sein kann. Eher traut man wohl der 'Baader-Meinhof-Bande' geradezu magische und überirdische Fähigkeiten zu, statt die naheliegende Schlußfolgerung zu ziehen, daß die ganze Sache von vorn bis hinten stinkt … Rufen wir dazu auf, für eine restlose Aufklärung der 'Selbstmorde' und sonstigen Wunder von Stammheim einzutreten. Dafür kann in dem in diesem Lande produzierten Klima nur eine international zusammengesetzte Untersuchungskommission Garantien bieten … Die 'Selbstmord-Aktion', die Wunder von Stammheim und alle sonstigen Umstände der Haftbedingungen der politischen Gefangenen sollten auch ein Untersuchungsgegenstand des geplanten Russell-Tribunals über die Repression in der Bundesrepublik sein. Über die Sache darf kein Gras wachsen."

Der Verband der freien Jugendpresse Deutschlands "(rechte Abspaltung der Deutschen Jugendpresse)" habe "auf seiner Jahrestagung eine engere Zusammenarbeit" mit den MLD beschlossen.

Aus Hamburg wird berichtet von NPD und Antifa (vgl. 29.10.1977).
Q: Arbeiterkampf, Jg. 7, Nr. 116, Hamburg, 31.10.1977, S. 33

15.11.1977:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 117 (vgl. 31.10.1977, 28.11.1977) heraus.

Ein Leitartikel zur RAF fordert "Schluß mit den Selbstmorden!" (vgl. 17.10.1977).

In einer "Erklärung des KB zu den Kölner AE-Gesprächen am 29.10." (vgl. 12.11.1977) wird vom LG des KB ausgeführt:"
Wir begrüßen es, daß unter dem zunehmenden Druck der Repression, namentlich der Verbotsdrohungen gegen KBW, KPD und KPD/ML sowie den KB, das Streben nach gemeinsamen Aktionen und größerer Einheit sozialistischer und demokratischer Kräfte wächst … Wir lehnen es ab, irgendwelche Kräfte von vornherein von Gesprächen und Bündnissen auszuschließen. Daher kritisieren wir die zwischen KBW, KPD und KPD/ML vereinheitlichten 'Unvereinbarkeitsbeschlüsse' gegen die DKP und gegen die Trotzkisten … Dem Plan eines zentralen Kongresses gegen die politische Unterdrückung, wie von KBW und KPD angegeben, stehen wir äußerst skeptisch gegenüber … Grundsätzlich begrüßen wir den Gedanken einer 'Front von Demokraten, Antifaschisten, Sozialisten und Kommunisten' … Diese Front kann sich jedoch unserer Meinung nach derzeit nur auf den Kampf gegen die Repression, für die Verteidigung demokratischer Rechte usw. beziehen, und nicht auf den Sozialismus und auch nicht auf den Kampf für die 'Rechte der Arbeiterklasse und des Volkes' im Sinne des KBW."
Zum selben Thema wird auch das gemeinsame Kommunique von AB und KB (vgl. 10.10.1977) veröffentlicht.
Folgende Gruppen haben sich mit den vom Verbot bedrohten Organisationen KB, KBW, KPD und KPD/ML solidarisch erklärt:
- SJD - Die Falken der SPD - Landeskonferenz Berlin,
- KAB Saar,
- GOG (Opel Bochum),
- Bezirksverband der GEW Berlin-Kreuzberg,
- Jugendvertretung des Auguste-Viktoria-Krankenhauses (AVK - ÖTV-Bereich) Berlin,
- ÖTV-Betriebsgruppe Krankenhaus Berlin-Neukölln,
- BI Aktion Umwelt Mülheim,
- AK gegen Atomkraftwerke (AKW) Herne,
- Initiativgruppe gegen Atomanlagen Leverkusen,
- BI für Umweltschutz Tübingen,
- BI Niederrhein Krefeld,
- Radioaktiv Mannheim,
- BI Freiburg gegen Kernenergieanlagen,
- AK gegen Atomenergie Göttingen,
- AK gegen Atomenergie Hannoversch Münden,
- BI gegen Atomanlagen Gelsenkirchen,
- Institutsgruppen der Uni München,
- Studentenrat der TU München,
- Koordinationstreffen aller Liberaler Hochschulverband (LHV) Gruppen Hamburg,
- Fachschaft für allgemeine Verfahrenstechnik der FHS Köln,
- FSR Germanistik der TU Hannover,
- FSR Chemie der TU Braunschweig,
- AStA der Evangelischen Fachhochschule Freiburg,
- Jugendvertretung der TU (ÖTV-Bereich) Braunschweig,
- Landesastenkonferenz (LAK) Baden Württemberg,
- Studentenparlament der PH Dortmund,
- Russell Initiative Nürnberg,
- Jugendzentrum (JZ) Gelsenkirchen,
- Schaubühne Hallesches Ufer Berlin,
- Schülerinitiative gegen Berufsverbote Köln,
- Komitee für die Unabhängigkeit Ost-Timors Köln/Bonn,
- Aktion 3.Welt (ADW) Freiburg,
- CISNU Iran.

Die MLD wollten "1978 eine Partei gründen". Außerdem würden sie zu Somalia bzw. der RAF den "Einsatz des BGS in Mogadischu bejubeln".

Aus Baden-Württemberg wird berichtet über Stammheimveranstaltungen in Mannheim (vgl. Nov. 1977) und Freiburg (vgl. Nov. 1977).

Aus Bayern wird berichtet vom 'Selbstmord' von Ingrid Schubert (RAF) in München (vgl. 12.11.1977), einer Stammheimveranstaltung in Nürnberg (vgl. Nov. 1977) und einer Demonstration gegen die WSG Hoffmann in Nürnberg (vgl. 12.11.1977).

Aus Berlin wird berichtet von Anti-Repressionsdemonstrationen (vgl. 31.10.1977, 9.11.1977).

Aus Bremen wird berichtet von einer Stammheimveranstaltung (vgl. Nov. 1977) und vom Berufsverbot gegen Jens Scheer (KPD - vgl. 19.10.1977, 1.11.1977).

Aus Hamburg wird berichtet von Anti-Repressionsaktionen (vgl. 10.11.1977, 12.11.1977).

Aus Hessen wird berichtet aus Darmstadt über eine Antirepressionsfete und eine Stammheimveranstaltung (vgl. Nov. 1977).

Aus Niedersachsen wird berichtet von einer Stammheimveranstaltung in Braunschweig (vgl. Nov. 1977), von NPD bzw. Anti-NPD Aktionen in Oldenburg (vgl. 29.10.1977) und Wolfsburg (vgl. 12.11.1977), einer Anti-Repressions-Demonstration in Hildesheim (vgl. Nov. 1977) und einer Studentendemonstration in Göttingen (vgl. Nov. 1977).

Aus NRW wird berichtet von Stammheimveranstaltungen (vgl. Nov. 1977) in Bielefeld, Bochum und Essen und der NPD in Dortmund (vgl. 5.11.1977).
Q: Arbeiterkampf, Jg. 7, Nr. 117, Hamburg, 15.11.1977

28.11.1977:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 118 (vgl. 15.11.1977, 12.12.1977) heraus. Berichtet wird von der AE gegen das K-Gruppenverbot (vgl. 12.11.1977).

Aus Hessen wird berichtet von einer Stammheimveranstaltung in Frankfurt (vgl. 17.11.1977).

Aus Niedersachsen wird berichtet von der NPD in Braunschweig (vgl. 11.11.1977, 12.11.1977).

Aus NRW wird berichtet von einer örtlichen AE gegen das K-Gruppenverbot in Düsseldorf (vgl. 18.11.1977).

Aus Rheinland-Pfalz wird berichtet von der Anti-Repressionsarbeit in Kaiserslautern (vgl. 8.11.1977).
Q: Arbeiterkampf, Jg. 7, Nr. 118, Hamburg 28.11.1977

12.12.1977:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 119 (vgl. 28.11.1977, 9.1.1978) mit fehlerhafter Nummer heraus.
Berichtet wird über die ML in der BRD (vgl. Nov. 1977).
Q: Arbeiterkampf, Jg. 7, Nr. 119, Hamburg, 12.12.1977

09.01.1978:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 120 (vgl. 12.12.1977, 23.1.1978) heraus.

Aus Hessen wird berichtet von einer Antifawoche in Kassel (vgl. 12.12.1977) und einer Repressionsveranstaltung in Marburg (vgl. 20.12.1977).

Aus Schleswig-Holstein wird berichtet von einer Repressionsveranstaltung in Lübeck (vgl. 25.1.1977).
Quelle: Arbeiterkampf, Jg. 8, Nr. 120, Hamburg, 9.1.1978

23.01.1978:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 121 (vgl. 9.1.1978, 6.2.1978) heraus.

Von der KPD wird berichtet über Reisen von Semler nach Portugal (vgl. 5.1.1978) und Italien (vgl. 12.1.1978) und in einem Artikel "KPD verschärft rechte Töne", in dem es heißt, die KPD habe das "Manifest der SED-Opposition" in der DDR "mit allerhöchstem Lob in der Roten Fahne" bedacht. Das würde dazu führen, daß sie sich nicht direkt von "CDU/CSU, Springerpresse, Löwenthal usw abzugrenzen" versteht. "Am zutiefst reaktionären, konterrevolutionären und bei jeder Verschärfung der Klassenkämpfe direkt pro-faschistischem Wesen der Linie der KPD kann kein Zweifel bestehen".

Es erscheint auch ein "Offener Brief des LG des Kommunistischen Bundes an die KPD/ML." U.a. geht das LG auf eine Grußadresse der KPD/ML zur "Außenpolitik der chinesischen Regierung" ein. Der KPD/ML sei ein "schwerer opportunistischer Fehler unterlaufen … diese konterrevolutionäre Politik" zu unterstützen". Das LG fordert die KPD/ML dazu auf, "zu den Ereignissen nach dem Tode Mao Tsetungs und der Ausschaltung der Viererbande im Herbst 1976 öffentlich" Stellung zu beziehen.

Aus Hamburg wird berichtet von Wahlen an der Uni (vgl. Jan. 1978) und einer AKW-Demonstration (vgl. 21.1.1978).
Q: Arbeiterkampf, Jg. 8, Nr. 121, Hamburg, 23.1.1978

06.02.1978:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 122 (vgl. 23.1.1978, 20.2.1978) heraus.
Von den SP-Wahlen im Wintersemester 77/78 werden u.a. von folgenden Gruppen an den Hochschulen nachstehende Ergebnisse bekanntgegeben:
Uni Bielefeld: BG: 537 Stimmen (13 Sitze),
TU Braunschweig: KBW: 2 Sitze,
Uni Bremen: KBW/KSV der KPD: 3 Sitze,
Uni Freiburg: GIM/KB: 310 Stimmen (3 Sitze) KBW: 210 Stimmen (2 Sitze),
Uni Göttingen: LDK: 907 Stimmen (8 Sitze) KBW: 218 Stimmen (2 Sitze),
Uni Hamburg: LDK: 1106 Stimmen KBW: 404 Stimmen,
TU Hannover: SBü/LHV: 697 Stimmen (7 Sitze) KBW: 95 Stimmen (1 Sitz),
Ev. Fachhochschule Hannover: SBL/LHV: 135 Stimmen (10 Sitze),
Uni München: AEL: 22 Sitze.

Gerd Genger, ehemals prominenter Führer der KPD/ML-ZB, betreibe nun Wahlpropaganda für die DKP.

Es erscheint auch ein Artikel über das im Berliner Rotbuch Verlag erschienene Buch "Wir warn die stärkste der Partein… Erfahrungsberichte aus der Welt der K-Gruppen".
Der KB weiß, daß sich "acht der neun im Buch wiedergegebenen Schilderungen auf die KPD bzw. deren Massenorganisationen (KSV, KOV, LgdI) und einer auf die KHG (Studentenorganisation des KBW) beziehen. Weiter heißt es:"
Diese allzu offensichtliche Beschränktheit des Erfahrungsbereichs wird wettgemacht, indem bereits im Vorwort - das als kollektive Stellungnahme aller Autoren des Buches deklariert ist - ihre eigene Erfahrung verallgemeinert wird auf 'das ganze Spektrum dieser Organisationen '(K-Gruppen) und darüber hinaus auch gleich noch auf organisierte, nicht-reformistische linke Politik überhaupt …
'Wir warn die stärkste der Partein' ist ein Buch gegen den Marxismus-Leninismus, gegen organisierte nichtreformistische Politik … Das Buch … ist unwissenschaftlich und demagogisch, indem es die Absage an den Marxismus-Leninismus und an kommunistische Organisierung nicht auf der Ebene einer sachlichen Auseinandersetzung formuliert, sondern einzig und allein mit dem aus bürgerlichen Propaganda bekannten Mittel der Stimmungsberichte, die zudem nur einen ganz begrenzten Erfahrungsbereich abdecken, die also weder das ganze Spektrum der immerhin über 100-jährigen Geschichte kommunistischer Organisierung noch auch nur das Spektrum der heute in der BRD aktiven kommunistischen Gruppierungen erfassen.
Kulturhistorisch gesehen, gehört das Buch in die lange Tradition der 'Überläufer'-Bekenntnisse, der von der Bourgeoisie vorgeführten Kronzeugen von Ruth Fischer und Herbert Wehner bis zu Ruhland, Müller und Klein … Die einzelnen Berichte scheinen, von möglichen oder nicht nachprüfbaren Übertreibungen abgesehen, das Klima in der KPD - bzw. in einem Bericht KHG/KBW - recht genau zu treffen."

Aus Berlin wird berichtet vom Tunix-Kongreß (vgl. 27.1.1978).

Aus Hamburg wird berichtet von einer Berufsverbote (BV) Demonstration (vgl. 2.2.1978) und einer Osteuropaveranstaltung (vgl. 3.2.1978).

Aus Hessen wird berichtet von einer Berufsverbote (BV) Demonstration in Frankfurt (vgl. 28.1.1978).
Q: Arbeiterkampf, Jg. 8, Nr. 122, Hamburg, 6.2.1978

20.02.1978:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 123 (vgl. 6.2.1978, 6.3.1978) heraus.
Von der KPD wird berichtet über ihre internationalen Beziehungen (vgl. 26.7.1977).

Aus Niedersachsen wird berichtet vom Harz-Manöver des KBW (vgl. Jan. 1978), der AStA-Wahl an der Uni Göttingen (vgl. 16.2.1978) sowie über Antifa-Aktionen in Göttingen (vgl. 14.2.1978), Hannover (vgl. 28.1.1978) und Oldenburg (vgl. 4.2.1978).
Q: Arbeiterkampf, Jg. 8, Nr. 123, Hamburg, 20.2.1978

06.03.1978:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 124 (vgl. 20.2.1978, 20.3.1978) heraus. Berichtet wird vom bundesweiten Wahlkongreß der WGA Hameln/Bad Pyrmont (vgl. 25.2.1978).

Aus Baden-Württemberg wird berichtet über Antifa-Aktionen in Tübingen (vgl. 30.1.1978).

Aus Bayern wird berichtet über Antifa-Aktionen in Amberg (vgl. 26.2.1978).

Aus Hamburg wird berichtet über Antifa-Aktionen (vgl. 26.2.1978, 1.3.1978).

Aus Niedersachsen wird berichtet von Antifa-Aktionen in Braunschweig (vgl. 25.2.1978).

Aus NRW wird berichtet über Antifa-Aktionen in Düsseldorf (vgl. 25.2.1978).

Aus Schleswig-Holstein wird berichtet über die Kommunalwahlen (KW - vgl. 5.3.1978).
Q: Arbeiterkampf, Jg. 8, Nr. 124, Hamburg, 6.3.1978

20.03.1978:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 125 (vgl. 6.3.1978, 3.4.1978) heraus.

Aus Hamburg wird berichtet vom Bunte Liste Kongreß (vgl. 18.3.1978).

Aus Niedersachsen wird berichtet von Antifa-Aktionen in Hildesheim (vgl. 11.3.1978).

Aus NRW wird berichtet von Antifa-Aktionen in Moers (vgl. 18.3.1978).
Q: Arbeiterkampf, Jg. 8, Nr. 125, Hamburg, 20.3.1978

03.04.1978:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 126 (vgl. 20.3.1978, 17.4.1978) heraus.
Berichtet wird vom Antifa-Treffen in Nürnberg (vgl. 11.3.1978).
Q: Arbeiterkampf, Jg. 8, Nr. 126, Hamburg, 3.4.1978

17.04.1978:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 127 (vgl. 3.4.1978, 28.4.1978) heraus. Berichtet wird vom Russel-Tribunal (vgl. 28.3.1978) und der Haltung der MLD dazu.

Aus Berlin wird berichtet von den Betriebsratswahlen (BRW) bei KWU (IGM-Bereich - vgl. Apr. 1978).

Aus Bremen wird berichtet von den Betriebsratswahlen (BRW) bei Klöckner (IGM-Bereich - vgl. Apr. 1978).

Aus Niedersachsen wird berichtet von der NPD in Hannover (vgl. 8.4.1978).

Aus Schleswig-Holstein wird berichtet von den Betriebsratswahlen (BRW) bei HDW Kiel (IGM-Bereich - vgl. Apr. 1978).
Q: Arbeiterkampf, Jg. 8, Nr. 127, Hamburg, 17.4.1978

28.04.1978:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 128 (vgl. 17.4.1978, 16.5.1978) heraus, der mit 12 Seiten die seit mehreren Jahren dünnste Nummer ist. Berichtet wird von der internationalen Antifa-Demo in Köln (vgl. 22.4.1978).

Aus Berlin wird berichtet von den Betriebsratswahlen (BRW) im IGM-Bereich beim Bosch-Siemens Hausgerätewerk (vgl. Apr. 1978) und bei Orenstein und Koppel (O+J - vgl. Apr. 1978).

Aus Hamburg wird berichtet von den Betriebsratswahlen (BRW) im ÖTV-Bereich bei der HHLA (vgl. Apr. 1978), im IGM-Bereich bei Daimler-Benz (vgl. Apr. 1978), Thyssen (vgl. Apr. 1978) und HDW (vgl. Apr. 1978) sowie im DP-Bereich bei Broschek (vgl. Apr. 1978).

Aus NRW wird berichtet von den Betriebsratswahlen (BRW) im IGM-Bereich bei der GHH Oberhausen (vgl. Apr. 1978) und bei Mannesmann (MM) Kammerich Bielefeld (vgl. Apr. 1978).
Q: Arbeiterkampf, Jg. 8, Nr. 128, Hamburg, 28.4.1978

16.05.1978:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 129 (vgl. 28.4.1978, 29.5.1978) heraus. Berichtet wird vom Tribunal Gewalt gegen Frauen in Köln (vgl. 28.4.1978, 30.4.1978) und der bundesweiten Demonstration der KPD gegen den Breschnew-Besuch in Hamburg (vgl. 6.5.1978).

Aus Baden-Württemberg wird berichtet vom 1. Mai in Freiburg, Heidelberg, Karlsruhe, Mannheim, Pforzheim, Stuttgart und Tübingen sowie den Betriebsratswahlen (BRW, IGM-Bereich - vgl. Mai 1978) bei Daimler Stuttgart-Untertürkheim.

Aus Bayern wird berichtet vom 1. Mai in Bamberg, Erlangen, Landshut, München, Nürnberg und Würzburg sowie von den Betriebsratswahlen (BRW) im IGM-Bereich bei Agfa München (vgl. Mai 1978) und der Kemptener Maschinenfabrik (vgl. Mai 1978).

Aus Berlin wird berichtet vom 1. Mai und den Betriebsratswahlen (BRW) im BSE-Bereich bei Pegel und Sohn (vgl. Mai 1978), im CPK-Bereich bei Schering (vgl. Mai 1978) und im IGM-Bereich bei BMW (vgl. Mai 1978) und Daimler-Benz (vgl. Mai 1978).

Aus Bremen wird berichtet vom 1. Mai in Bremen, Bremen-Nord und Bremerhaven sowie von den Personalratswahlen (PRW - vgl. Mai 1978) im Rot-Kreuz Krankenhaus (ÖTV-Bereich).

Aus Hamburg wird berichtet vom 1. Mai.

Aus Hessen wird berichtet vom 1. Mai in Darmstadt, Frankfurt, Gießen, Hanau, Kassel, Marburg, Rüsselsheim und Wiesbaden sowie den Betriebsratswahlen (BRW) im IGM-Bereich bei VDO Frankfurt (vgl. Mai 1978) und Hartmann und Braun (H+B - vgl. Mai 1978) Frankfurt.

Aus Niedersachsen wird berichtet vom 1. Mai in Braunschweig, Celle, Emden, Göttingen, Hameln, Hannover, Hildesheim, Lüneburg, Oldenburg (vgl. 30.4.1978), Osnabrück, Salzgitter, Wilhelmshaven und Wolfsburg und von der NPD in Göttingen (vgl. 15.4.1978).

Aus NRW wird berichtet vom 1. Mai in Aachen, Bielefeld, Bochum, Bonn, Dortmund, Düsseldorf, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen, Herne, Köln, Mülheim und Münster sowie von den Betriebsratswahlen (BRW) im IGM-Bereich bei Opel Bochum (vgl. Mai 1978) und Siemens in Gladbeck (vgl. Mai 1978) und Witten (vgl. Mai 1978).

Aus Rheinland-Pfalz wird berichtet vom 1. Mai in Mainz.

Aus dem Saarland wird berichtet vom 1. Mai in Neunkirchen.

Aus Schleswig-Holstein wird berichtet vom 1. Mai in Flensburg, Kiel, Lübeck, Neumünster und Niebüll.

Der Artikel "Von der Vaterlandsverteidigung zur Vorwärtsverteidigung" geht davon aus, daß sich nach dem Rechtsputsch vom 6.10.1976 in China, die "pro-imperialistische Außenpolitik der VR China noch weiter verschärft" habe, und nun eine "ausschließliche Orientierung gegen den Hauptfeind Sozialimperialismus" auf der Tagesordnung sei, die auch im Lager der westdeutschen Bourgeoisie dazu geführt habe, "den imperialistischen Anspruch" zu erheben "weltweit der angeblich sowjetischen Bedrohung entgegenzutreten". Diese Politik würde auch von der "KPD unterstützt, unter dem scheinheiligen Vorwand, die BRD müsse ihre Verteidigungsbereitschaft stärken". Diese Politik würde den "Namen Vaterlandsverteidigung im Grunde schon nicht mehr verdienen".

Zum KBW heißt es, dieser habe in einem internen Dokument am 10.1.1976 bekanntgegeben, daß man "in dieser Lage alle Anstrengungen zu machen (habe!), um den Parteiaufbau einen entscheidenden Schritt voranzubringen, der zur Gründung der Partei führen muß". Der KB meint dazu:"
Konkret wurde angepeilt, nach den Bundestagswahlen (Oktober 1976) die Partei zu gründen … Einen entscheidenden Strich durch diese Pläne machte der im Herbst 1976 offen ausbrechende 'Kampf zweier Linien'. Der KBW-Mitbegründer und KVZ-Chefredakteur Wilfried Maier, der bis dahin immer wieder Elemente einer realistischen Politik im KBW vertreten hatte, sowie mehrere seiner Mitarbeiter wurden abgesetzt. Der Weg war damit frei für die Durchsetzung einer vollständigen surrealistischen und sektiererischen Politik, die innerhalb weniger Monate zur totalen Isolierung des KBW von allen Massenbewegungen und zum weitgehenden Zusammenbruch der Organisation führte."
Q: Arbeiterkampf, Jg. 8, Nr. 129, Hamburg, 16.5.1978

29.05.1978:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 130 (vgl. 16.5.1978, 12.6.1978) heraus.
Aus Baden-Württemberg wird berichtet von den Betriebsratswahlen (BRW) im IGM-Bereich bei Daimler Stuttgart-Untertürkheim (vgl. Mai 1978) und Schmalbach Heilbronn (vgl. Mai 1978).

Aus Bayern wird berichtet von den Betriebsratswahlen (BRW) im IGM-Bereich bei der Kemptener Maschinenfabrik (vgl. Mai 1978) sowie in München bei Agfa (vgl. Mai 1978) und Siemens (vgl. Mai 1978).

Aus Berlin wird berichtet von den Personal- (PRW) bzw. Betriebsratswahlen (BRW) im IGM-Bereich bei KWU (vgl. Apr. 1978), Bosch-Siemens Haushaltsgerätewerk (vgl. Apr. 1978), Orenstein und Koppel (O+J - vgl. Apr. 1978), BMW (vgl. Mai 1978) und Daimler-Benz (vgl. Mai 1978), im ÖTV-Bereich am Krankenhaus Neukölln (vgl. Mai 1978), im CPK-Bereich bei Schering (vgl. Mai 1978) und im BSE-Bereich bei Pegel und Sohn (vgl. Mai 1978).

Aus Bremen wird berichtet von den Betriebsratswahlen (BRW) bei Klöckner (IGM-Bereich - vgl. Apr. 1978).

Aus Hamburg wird berichtet von der NPD (vgl. 20.5.1978) sowie von den Betriebsratswahlen (BRW) im DP-Bereich bei Broschek (vgl. Apr. 1978), im ÖTV-Bereich bei der HHLA (vgl. Apr. 1978), im CPK-Bereich bei Beiersdorf (vgl. Mai 1978) und den HAW (vgl. Mai 1978) und im IGM-Bereich bei Daimler-Benz (vgl. Apr. 1978), HDW (vgl. Apr. 1978), MBB (vgl. Mai 1978) und DLH (vgl. Mai 1978).

Aus Hessen wird berichtet von den Betriebsratswahlen (BRW) im CPK-Bereich bei Cassella Frankfurt (vgl. Mai 1978) und im IGM-Bereich bei Hartmann und Braun Frankfurt (H+B - vgl. Mai 1978), VDO Frankfurt (vgl. Mai 1978) und Opel Rüsselsheim (vgl. Mai 1978).

Aus NRW wird berichtet von den Betriebsratswahlen (BRW) im IGM-Bereich bei Mannesmann (MM) Kammerich Bielefeld (vgl. Apr. 1978), GHH Oberhausen (vgl. Apr. 1978), Opel Bochum (vgl. Mai 1978), Siemens Gladbeck (vgl. Mai 1978) und Witten (vgl. Mai 1978), Thyssen Duisburg (ATH - vgl. Mai 1978) und bei Hoesch Union Dortmund (vgl. 20.4.1978).

Aus Rheinland-Pfalz wird berichtet von der Betriebsratswahl (BRW) bei der BASF Ludwigshafen (CPK-Bereich - vgl. Mai 1978).

Aus Schleswig-Holstein wird berichtet von den Betriebsratswahlen (BRW) bei HDW (IGM-Bereich - vgl. Apr. 1978).
Q: Arbeiterkampf, Jg. 8, Nr. 130, Hamburg, 29.5.1978

12.06.1978:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 131 (vgl. 29.5.1978, 26.6.1978) heraus. Aus dem Ausland wird berichtet aus Großbritannien (vgl. Mai 1978).

Aus Hamburg wird berichtet von den Bürgerschaftswahlen (BüW - vgl. 4.6.1978).

Aus Niedersachsen wird berichtet von den Landtagswahlen (LTW - vgl. 4.6.1978).

Aus NRW wird berichtet von der NPD in Düsseldorf (vgl. 26.5.1978), Essen (vgl. 3.6.1978) und Herne (vgl. 3.6.1978).
Q: Arbeiterkampf, Jg. 8, Nr. 131, Hamburg, 12.6.1978

26.06.1978:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 132 (vgl. 12.6.1978, 11.7.1978) heraus.
Aus Hamburg wird berichtet von einer Osteuropa-Veranstaltung (vgl. 14.6.1978).

Aus Hessen wird berichtet von der Anti-NPD Demonstration in Frankfurt (vgl. 17.6.1978).

Aus NRW wird berichtet von einer Paragraph 90a Veranstaltung in Bonn (vgl. 15.6.1978).

Es beginnt die Diskussion: "Wie gehts weiter im KB".

Der Artikel "KPD im geistigen Notstand" geht auf "die Entwicklung der pro-imperialistischen KPD von der Vaterlandsverteidigung zur Vorwärtsverteidigung" ein und kommt zu den Aussagen daß:
- Die KPD ein wissenschaftliches Herangehen an die Fragen der Militärpolitik, des militärischen Kräfteverhältnisses scheut.
- Es der KPD nicht um die wissenschaftliche Untersuchung des Kräfteverhältnisses geht,
- Daß die KPD sich nicht mehr damit begnügt, die Bundesregierung wegen 'Beschwichtigungspolitik' anzuklagen, sondern auch den Bundeswehrgenerälen 'Liebdienerei gegenüber Breschnew' vorwirft.

"Es muß besonders hervorgehoben werden, daß die KPD mit ihrer Polemik gegen den Beschwichtigungspolitiker Strauß sogar die chinesische Führung (und ebenso die westdeutsche Gruppe MLD) eindeutig überflügelt: Die haben nämlich bisher keinen Zweifel gelassen, daß sie Strauß für einen wachsamen und weitblickenden Vertreter des deutschen Imperialismus halten."
Q: Arbeiterkampf, Jg. 8, Nr. 132, Hamburg, 26.6.1978

11.07.1978:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 133 (vgl. 26.6.1978, 24.7.1978) heraus. Berichtet wird vom Russell-Tribunal (vgl. 24.6.1978, 1.7.1978) und von Rudolf Bahro in der DDR (vgl. 30.6.1978), angekündigt die Gründung der GAZ (vgl. 12.7.1978).

Aus Bayern wird berichtet von der Wahlbewegung (vgl. 8.7.1978).

Aus Berlin wird berichtet von den StuPa-Wahlen an der FU (vgl. Juli 1978), der Bahro-Solidarität (vgl. 4.7.1978) und der Wahlbewegung (vgl. 27.6.1978).

Aus Hamburg wird berichtet von der Bunten Liste (vgl. 30.6.1978), den StuPa-Wahlen (vgl. Juli 1978) und der Bahro-Solidarität (vgl. 8.7.1978).

Aus Hessen wird berichtet von den StuPa-Wahlen in Marburg (vgl. Juli 1978).

Aus Niedersachsen wird berichtet von den StuPa-Wahlen an der TU Braunschweig (vgl. Juli 1978).

Aus NRW wird berichtet von den Betriebsratswahlen (BRW) bei Hoesch Union Dortmund (IGM-Bereich - vgl. 22.6.1978).

Es wird auch ein "Offener Brief an die Westdeutsche Linke" veröffentlicht. Der Brief ist vom LG des KB unterzeichnet und hat die Prozesse gegen die "sogenannten Kominformisten, benannt nach der Kominform in Prag, die nach der Auflösung der Komintern durch Stalin Anfang der 40er Jahre zeitweise deren Arbeit fortführte" in der CSSR zum Inhalt:"
Um die Front des Schweigens … aufzubrechen … wenden wir uns daher jetzt erneut an einen noch größeren Kreis von Organisationen und Persönlichkeiten als bei unserem ersten Versuch und wir erwarten, daß es diesmal möglich sein müßte, wenigstens von einigen der linken Organisationen und Persönlichkeiten unseres Landes klare Stellungnahmen zu diesem Thema zu erhalten."
Q: Arbeiterkampf, Jg. 8, Nr. 133, Hamburg, 11.7.1978

24.07.1978:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 134 (vgl. 11.7.1978, 7.8.1978). Berichtet wird vom LG-Vorschlag zur Umgestaltung des 'Arbeiterkampf' (vgl. 10.7.1978) und der Einstellung der Hilfe Chinas für Albanien (vgl. 7.7.1978).

Im Artikel "KPD verteidigt Repressionen in China" heißt es:"
Entlarvend für die Verkommenheit der KPD-Führer ist besonders die Aussage, es würden nur Leute verurteilt, 'an deren Händen Blut klebt' - und dies ausgerechnet in Zusammenhang mit den Verfassern der ersten Wandzeitung 1966. Mit dieser Wandzeitung wurde die Massen-Phase der Kulturrevolution eröffnet … Die KPD-Führer freilich, das ist absolut klar, können auf die Frage nach den politischen Gefangenen in China keine andere Antwort geben als die, die wir von der DKP zu hören kriegen, wenn es um Bahro (DDR, d.Vf.) und andere geht … Es ist die Theorie des 'realen Sozialismus', … die die KPD-Führer dazu treibt, jedem, aber auch wirklich jedem Schritt der chinesischen Machthaber ihren Segen zu erteilen."

Im Artikel "Lissaboner Konferenz: KPD kneift!" (vgl. 20.5.1978) heißt es:"
Insgesamt macht die KPD mit ihrer seltsamen Informationspolitik zur 'Lissaboner Konferenz' ein sehr schwaches Bild. Das tollste und lächerlichste ist dabei wohl, daß sie selbst jetzt noch - nachdem man es schon mehrfach im AK lesen konnte! - vor den Lesern der 'Roten Fahne' zu verbergen versucht, mit wem konkret sie in Lissabon den 'positiven Ansatz' gemacht hat, sich 'an einen Tisch' zu setzen. Das kann doch nicht gut gehen?"

Aus Bayern wird berichtet vom Wahltreffen (vgl. 22.7.1978).

Aus Bremen wird berichtet vom landesweiten Wahltreffen (vgl. 21.7.1978).

Aus Niedersachsen wird berichtet von der neuen Anti-AKW Zeitung 'Gorleben aktuell' (vgl. 19.5.1978) in Lüneburg.

Aus NRW wird berichtet von Wahltreffen in Aachen (vgl. Juli 1978), Bielefeld (vgl. 20.7.1978), Bochum (vgl. Juli 1978), Bonn (vgl. 13.7.1978), Düsseldorf (vgl. 19.7.1978), Essen (vgl. 19.7.1978) und Münster (vgl. 20.7.1978).

Aus Schleswig-Holstein wird berichtet von der Wahlbewegung in Lauenburg (vgl. 21.7.1978) und Lübeck (vgl. 14.7.1978).
Q: Arbeiterkampf, Jg. 8, Nr. 134, Hamburg, 24.7.1978

07.08.1978:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 135 (vgl. 24.7.1978, 21.8.1978) heraus.

In einer Beilage "Nach dem Sturm auf AKW's - Grüne und Bunte auf dem Vormarsch ins Parlament" wird von der Wahlbewegung berichtet aus Berlin (vgl. 21.7.1978), aus Bremerhaven (vgl. 24.7.1978), aus Flensburg (vgl. 26.7.1978) und aus Hessen von der GLH (vgl. 22.7.1978).

Zu den Unvereinbarkeitsbeschlüssen (UVB) der GLU Niedersachsen (vgl. 22.7.1978) heißt es:"
In Wolfsburg ist ein Ausschluß bereits erfolgt. In Lüneburg wurde KB-Mitgliedern eine Vier-Wochen-Frist gegeben, aus dem KB auszutreten oder sonst aus der GLU rausgeschmissen zu werden."
Q: Arbeiterkampf, Jg. 8, Nr. 135, Hamburg, 7.8.1978

21.08.1978:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 136 (vgl. 7.8.1978, 4.9.1978) heraus.
Zur Diskussion über die Zukunft des KB (vgl. 26.6.1978) heißt es:"
Hierzu hat es inzwischen eine Vielzahl von Diskussionen überall im KB gegeben, es sind Artikel, Leserbriefe und schriftliche Stellungnahmen in großer Zahl geschrieben worden. … Wir haben uns deshalb nach Diskussion verschiedener Alternativen dafür entschieden: Eine Broschüre mit den gesamten bisher erschienenen Texten der Diskussion sowie zahlreichen neuen Artikeln, Leserbriefen etc. herauszubringen. Überlegung war dabei, daß sich inzwischen so viel an Material angesammelt hat, daß es den Rahmen des AK sprengen würde. … Das praktische Problem ist derzeit, daß die Diskussion an so ziemlich allen Fragen unserer Politik ansetzt - innere Strukturen des KB, Widersprüche zwischen politischer Arbeit und persönlichen Bedürfnissen, Kampagnen-Politik, Arbeit in Betrieb und Gewerkschaft, Arbeit in Initiativen, Bündnispolitik u.a.m. Dabei 'zerflattert' die Diskussion zum einen, und zum anderen ergeben sich Schwierigkeiten, all diese Beiträge noch sinnvoll zu vermitteln (zu veröffentlichen). Wir schlagen vor, jetzt schwerpunktmäßig über die innere Situation des KB zu diskutieren, und danach als nächsten Schwerpunkt die Bündnispolitik anzupacken. In den bisher vorliegenden Stellungnahmen besteht weitgehende Übereinstimmung darin, für mehr Schulung und systematische Qualifizierung im KB einzutreten, als entscheidender Hebel für eine Verbesserung unserer politischen Arbeit. In vielen Einheiten ist inzwischen mit Schulungen an 'Klassikertexten' begonnen worden, in erster Linie derzeit Lenin-Texte ('Was Tun?', 'Ein Schritt vor und zwei zurück', 'Linker Radikalismus…'). Gemessen an der Größe unserer Organisation haben bisher noch relativ wenige Genossen tatsächlich mit einer schriftlichen Stellungnahme in die Debatte eingegriffen. Es fehlt insbesondere auch an Berichten über die Diskussion in den Einheiten, Ortsgruppen usw. Wir fordern dringend auf, daß verbindlich an das Abfassen von Berichten über den Stand der Diskussion (und eventueller Schulungen) in allen Einheiten herangegangen wird. Und die Texte, in der nun erscheinenden Broschüre zur Diskussion im KB müßten eigentlich insgesamt zur Pflichtlektüre aller Genossen werden."

Berichtet wird von den Beziehungen zwischen Albanien und der VR China (vgl. 29.7.1978).
Die Reaktionen von den ML-Organisationen darauf, sieht der KB so:
KPD:"
Der Brief der Führung der PAA enthüllt eine durchgängige opportunistische Linie und arbeitet dem sowjetischen Sozialimperialismus direkt in die Hände."

KBW:"
Der KBW versteht in seiner 'KVZ' meisterhaft die Kunst, wichtige Dinge in Miniatur-Notizen … an unübersichtlichster Stelle und unter nichtssagenden oder irreführenden Überschriften zu verstecken."

KPD/ML:"
Die KPD/ML - ein Köter, der seinen Herrn gewechselt hat, - kläfft heute so tapfer vor der albanischen Haustür wie früher vor der chinesischen."

KABD:"
Der KABD ist schon vor einiger Zeit dazu übergegangen, die chinesische Innen- und Außenpolitik zu kritisieren, nachdem er früher auch zu den 150%gen Verteidigern gehört hatte."

AB:"
Der Arbeiterbund München bleibt wie immer seinem obersten Prinzip treu: Wer schweigt, kann nichts falsches sagen! In diesem Sinne geht der Arbeiterbund in seiner 'KAZ' auf den Konflikt China - Albanien ebensowenig ein wie auf den Konflikt China - Vietnam."

Im Artikel "Lissabonner Konferenz - KPD kneift immer noch!" (vgl. 20.5.1978, 31.5.1978) wird ausgeführt:"
Es ist leider wahr: Drei Monate nach der sog. 'Lissaboner Konferenz gegen den russischen Sozialimperialismus' möchte sich die KPD immer noch um eine klare Stellungnahme zu ihrer Beteiligung an dieser Inszenierung herumdrücken. … Tatsache ist jedenfalls, daß die KPD sich bis heute mit keinem Wort von den Inhalten der Resolutionen distanziert hat, im Gegenteil … . … Es wird Zeit, daß die KPD-Oberen mal die Karten über ihre Techtelmechtel mit der CDU auf den Tisch legen."

Zur Haltung der KPD/ML zu Mao Tse-tung (vgl. Feb. 1978) heißt es:"
Nunmehr, ein halbes Jahr später, ist diese Frage endgültig entschieden worden: 'Mao Tse-tung ist kein Klassiker des Marxismus-Leninismus'. … Folgerichtig ist jetzt Maos freundlich lächelndes Profil aus dem Kopf des 'Roten Morgen' endgültig getilgt worden. …
Wir haben von Anfang an gesagt, daß die KPD/ML niemals eine maoistische Partei war. Die Gründer und Führer der KPD/ML haben davon gelebt, daß sie sich mit ganz besonders lautem, prinzipienfesten Geschrei und Getue an einen damals herrschenden modischen Trend für den Maoismus anhängten. … In ihrer Politik hat nichts von den Mao-Tse-tung-Ideen jemals einen Platz gehabt. Das gilt für ihre sektiererische Politik nach außen ebenso wie für ihre bürokratisch-größenwahnsinnige Politik nach innen. Daß die KPD/ML, die 1976 von einem Tag auf den anderen zur Politik der 'Vaterlandsverteidigung' umschwenkte (und selbstverständlich deswegen bis heute keine Selbstkritik geübt hat), jetzt ausgerechnet Mao Tse-tung als Mitverantwortlichen für die pro-imperialistische 'Theorie der Drei-Welten' hinzustellen versucht, ist eher als Witz anzusehen.
Bedeutungsvoller ist die sich anbahnende Verdammung der chinesischen Kulturrevolution (1967 - 1969) durch die KPD/ML. Albanien ist in dieser Frage vorausgegangen, und die KPD/ML wird ohne jeden Zweifel nachfolgen."
Q: Arbeiterkampf, Jg. 8, Nr. 136, Hamburg, 21.8.1978

04.09.1978:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 137 (vgl. 21.8.1978, 18.9.1978) heraus.
Aus NRW wird berichtet von der GLU bzw. nun GAZ (vgl. 27.8.1978).

Nach dem Artikel "Mit der Bunten Liste für die Vaterlandsverteidigung?" soll der KPD-Vorsitzede Semler erklärt haben, "welche Ziele sie mit ihrer Beteiligung an Bunten/Grünen Listen verfolgen. … 'Wir glauben, daß sich für einen längeren historischen Zeitraum ein historischer Block dr Demokraten, Sozialisten und Kommunisten herausbilden wird, der unter der Führung der Arbeiterklasse die nationale und soziale Befreiung des deutschen Volkes erstreiten wird. … Dieser Block wird unserer Auffassung nach auch unter der Diktatur des Proletariats fortwirken.'"

Dazu meint der KB:"
Die KPD sieht sich in letzter Zeit sogar zunehmender Kritik in den alternativen Listen ausgesetzt. Daß sie für den Atomvertrag BRD - Brasilien und für AKW's in China eintritt, wurde ihr beispielsweise vorgeworfen. Auch ihr Bündnis mit CDU-Leuten auf der 'Lissaboner Konferenz' geriet ins Kreuzfeuer der Kritik. Die KPD reagierte darauf mit Rückzugsmanövern. So wandte sie sich plötzlich gegen den Atomvertrag. … Hier gilt es, immer wieder öffentlich die tatsächlichen Absichten und die Worte der KPD miteinander zu konfrontieren, um Klarheit auch in den Wahlbündnissen zu schaffen."
Q: Arbeiterkampf, Jg. 8, Nr. 137, Hamburg, 4.9.1978

18.09.1978:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 138 (vgl. 4.9.1978, 2.10.1978) heraus.
Q: Arbeiterkampf, Jg. 8, Nr. 138, Hamburg, 18.9.1978

02.10.1978:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' Nr. 139 (vgl. 18.9.1978, 16.10.1978) heraus.

Aus Hamburg wird berichtet von der Bunten Liste (vgl. 30.9.1978) und es erscheint eine "Erklärung zum SSB/Schüler", für den das LG des KB nicht mehr die Verantwortung übernehmen möchte (vgl. 22.9.1978):"
Der SSB/Schüler ging 1972 aus der Spaltung des Kommunistischen Oberschülerbundes in eine KB/Fraktion und eine später beim KBW organisierte Fraktion hervor. Konzipiert war er als eine organisatorisch vom KB unabhängige Massenorganisation, die sich jedoch politisch am KB orientierte. Seinen politischen Höhepunkt erreichte der SSB/Schüler in den Jahren 75/76 im Zusammenhang mit dem Aufbau der 'Hamburger Aktionseinheit gegen die reaktionäre Jugend- und Bildungspolitik', einem Zusammenschluß von hauptsächlich Schülern, Lehrlingen und Studenten. In dieser Zeit wuchs dem SSB/Schüler an den Schulen ein breites Sympathisantenfeld heran, aus dieser Zeit rührten im wesentlichen auch beachtliche Erfolge bei den folgenden Wahlen zu den Schülervertretungen. Jedoch zeigte sich schon zu dieser Zeit, verschärft noch in den folgenden Jahren, daß der SSB/Schüler zu keinem Zeitpunkt in der Lage war, dieses Sympathisantenfeld zu organisieren und ihm eine politische Orientierung zu geben. Schon zu diesem Zeitpunkt traten massiv Strömungen auf, den neugewonnenen Sympathisanten gegenüber die politisch grundsätzliche Diskussion zu vernachlässigen, späterhin fast vollständig aufzugeben und anstelle dessen die sogenannten unmittelbaren Interessen der Schüler zu setzen. Das so entstehende Manko an neuen, qualifizierten Mitgliedern wurde durch die schrittweise Aufhebung der politischen Ansprüche ausgeglichen. Eine Orientierung am KB war von hier an nicht mehr Kriterium der Mitgliedschaft im SSB/Schüler. Wie weitgehend sich dies durchgesetzt hat, zeigte sich in der Diskussion der 'kleinen Hamburger Anleiterkonferenz', in der anleitende Genossen des SSB/Schüler behaupteten, es hätte niemals Mitgliedskriterien gegeben."

Im Artikel "KPD und alternative Wahlbündnisse" heißt es aus Hessen:"
Peinlich berührt müssen GLH-Aktivisten dieser Tage zur Kenntnis nehmen, daß ihre Grüne Liste Hessen in ununterbrochener Folge die Titelseite der 'Roten Fahne' ziert. Freilich: Niemand kann der KPD den Versuch verwehren, auf diese Weise Interesse für ihr wenig gelesenes Blatt zu wecken. Andererseits ist die penetrant zur Schau getragene Unterstützung der KPD für die GLH geeignet, ein falsches Bild über diese zu erzeugen. Die GLH ist keineswegs ein vaterländischer Verein, so sehr sich die KPD auch bei ihr anbiedert. … In der Grünen Liste Hessen (GLH), in der Mitglieder der KPD mitarbeiten, ist diese Problematik schon in der Phase der Konstituierung (Plattform-Diskussion) zutage getreten. Während die KPD in der Frage der sozialen Forderungen der GLH zu recht arbeiterfeindlichen Tendenzen entgegentrat, wie sie etwa von den Frankfurter Spontis vertreten werden, brachte sie in anderen Fragen offen reaktionäre Positionen ein, denen anfangs zuwenig Beachtung geschenkt wurde."

Eingegangen wird auf die bisherige KPD-Intervention in der GLH (vgl. 22.7.1978, 2.9.1978). Weiter heißt es:"
Geduld und Zurückhaltung ist auch das, was die KPD-Führung ihren Mitgliedern predigt. Dabeisein um jeden Preis - bis es günstigere Gelegenheiten gibt, den Kampf gegen 'die drohende sozialimperialistische Gefahr' in der GLH zu verankern. … Es ist nicht einzusehen, weshalb die Linke dieses Spielchen mitspielen sollte. Die KPD muß Farbe bekennen, und wenn sie nicht will, muß man eben nachhelfen. Die demokratischen Bewegungen in diesem Land (Anti-AKW-Bewegung, Russell-Tribunal usw.) entwickeln sich in genau entgegengesetzter Richtung, als es eine 'antihegemonistische Volksbewegung' im Sinne der chinesischen Drei-Welten-Theorie erfordern würde. Dies sollten die alternativen Wahlbündnisse gegenüber der KPD klarstellen, damit das Trittbrettfahren dieser Gruppe mal ein Ende hat."
Q: Arbeiterkampf, Jg. 8, Nr. 139, Hamburg, 2.10.1978

16.10.1978:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 140 (vgl. 2.10.1978, 31.10.1978) heraus. Aus Baden-Württemberg wird berichtet von den Betriebsratswahlen (BRW) bei Daimler-Benz Stuttgart-Untertürkheim (IGM-Bereich - vgl. Sept. 1978).
Q: Arbeiterkampf, Jg. 8, Nr. 140, Hamburg, 16.10.1978

31.10.1978:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 141 (vgl. 16.10.1978, 13.11.1978) heraus.
Berichtet wird vom Urteil gegen Kai Eherls (KB - vgl. 17.10.1978).

Von der KPD wird eine internationale Veranstaltung in München (vgl. 30.9.1978) erwähnt.

Aus Berlin wird berichtet von der AL (vgl. 1.10.1978, 4.10.1978, 5.10.1978).

Aus NRW wird berichtet von der Jugendarbeitslosigkeit Demonstration in Dortmund (vgl. 14.10.1978) und der Iran-Demonstration in Köln (vgl. 21.10.1978).
Q: Arbeiterkampf, Jg. 8, Nr. 141, Hamburg, 31.10.1978

13.11.1978:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' Nr. 142 (vgl. 31.10.1978, 27.11.1978) heraus.
Zum Russell-Tribunal (vgl. 28.10.1978, 3.1.1979) heißt es:"
Nachdem auf der ersten Sitzungsperiode die Berufsverbote und damit im Zusammenhang stehende Repressionen, wie z.B. die Unvereinbarkeitsbeschlüsse des DGB, behandelt wurden, wird sich die Jury diesmal mit der Zensur, den Methoden und der Entwicklung des Verfassungsschutzes und der Einschränkung der Rechte von Angeklagten und Verteidigern beschäftigen."

Berichtet wird vom Urteil gegen Kai Ehlers (KB - vgl. 17.10.1978):"
Ebenfalls wegen Staatsverunglimpfung und darüber hinaus wegen Beleidigung ist Jürgen Reents angeklagt: Die angeklagte Veröffentlichung ist das in der 'Antifaschistischen-Russell-Reihe' als Nr. 5 erschienene Buch mit dem Titel 'Nach Schleyer - Sonderkommandos in der BRD - zügiger Ausbau einer neuen GeStaPo'."

In der internationalen ML-Szene (vgl. 20.5.1978, Okt. 1978) finde eine "fortschreitende Zersetzung" statt:"
Die Anzeichen für eine Spaltung in der auf die KP Chinas orientierten ML-Internationale nehmen zu. Seit geraumer Zeit ist die CSU-freundliche Provokateurstruppe MLD (Marxisten-Leninisten Deutschland) bemüht, internationale Kontakte zu knüpfen, um in der ML-Bewegung einen noch wilderen und offeneren pro-imperialistischen Kurs durchzusetzen. Sie steht dabei im harten Konkurrenzkampf mit der gemäßigter auftretenden KPD, die bisher alle Werbungen der MLD um Gespräche und Bündnisse abgewiesen hat."

Aus Baden-Württemberg wird berichtet von Aktionen zur Reichskristallnacht (vgl. 9.11.1978) in Mannheim.

Aus Bayern wird berichtet von Aktionen zur Reichskristallnacht (vgl. 9.11.1978) in Bamberg, München und Nürnberg.

Aus Berlin wird berichtet von der Antifaschistischen Front (vgl. Nov. 1978) und türkischen Faschisten (vgl. 28.10.1978).

Aus Hamburg wird berichtet von Aktionen zur Reichskristallnacht (vgl. 9.11.1978).

Aus Hessen wird berichtet aus Frankfurt von türkischen Faschisten (vgl. 1.11.1978) und einer Palästina-Kundgebung (vgl. 4.11.1978), von Aktionen zur Reichskristallnacht (vgl. 9.11.1978) in Darmstadt und Offenbach und gegen den NPD-Bundesparteitag in Arolsen (vgl. 11.11.1978, 18.11.1978).

Aus Niedersachsen wird berichtet von Aktionen zur Reichskristallnacht (vgl. 9.11.1978) in Hannover.

Aus NRW wird berichtet von türkischen Faschisten in Dortmund (vgl. 29.10.1978) und Aktionen zur Reichskristallnacht (vgl. 9.11.1978) in Bochum, Köln, Paderborn und Düsseldorf.

Aus Schleswig-Holstein wird berichtet von der Grünen Liste (GLSH - vgl. 24.9.1978, 5.11.1978) und Aktionen zur Reichskristallnacht (vgl. 9.11.1978) in Lübeck.
Q: Arbeiterkampf, Jg. 8, Nr. 142, Hamburg, 13.11.1978

27.11.1978:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 143 (vgl. 13.11.1978,
11.12.1978) heraus.

In der "Stellungnahme des KB zu den Europaparlamentswahlen" heißt es vom LG:"
Der Kommunistische Bund (KB) begrüßt die von französischen Organisationen - zum einen von der PSU, zum anderen vom CEDETIM und dem Comitee contre une Europe sous hegemonie germano-americaine - ausgegangene Initiative, zu einem gemeinsamen Vorgehen der westeuropäischen Linken und Antiimperialisten anläßlich der im Juni 1979 stattfindenden Wahlen für ein 'Europäisches Parlament' zu kommen …

Der KB unterstützt eine gemeinsame Kampagne gegen den westeuropäischen Imperialismus und gegen die Festigung der sogenannten europäischen Einheit als Instrument der westeuropäischen Bourgeoisie zur koordinierten Ausbeutung der Arbeiterklasse, zur koordinierten Eindämmung der Arbeiterbewegung, zur koordinierten Verschärfung der politischen Repression, zur koordinierten Verteidigung und Erweiterung ihres Herrschaftsanspruches über die sog. 'Dritte Welt', zur koordinierten Rückgewinnung der osteuropäischen Länder unter kapitalistische Herrschaft, zum koordinierten Ausbau eines neuen imperialistischen Zentrums und einer neuen imperialistischen Supermacht. … Der KB ist der Ansicht, daß diese Kampagne auch außerhalb der EG-Staaten mit getragen werden sollte …

Eine gemeinsame Kandidatur zu den Europaparlamentswahlen halten wir für unrealistisch und sinnlos …

Wir sehen in einer solchen internationalen Kandidatur auch umso weniger Sinn, als die bestehende Schwäche der dafür in Frage kommenden Kräfte in der Mehrzahl dieser Länder überdies von vornherein mit einer Zersplitterung konfrontiert wäre: bereits jetzt haben die Mitgliederorganisationen der sog. IV. Internationale ihre separate internationale Kandidatur angekündigt, ohne auch nur zu einer Diskussion über diese Frage mit anderen Kräften bereit zu sein."

Angekündigt wird das bundesweite Treffen zur Europawahl (vgl. 3.12.1978). Berichtet wird von der Iran-Demonstration in Frankfurt (vgl. 25.11.1978), dem Bahrokongreß (vgl. 16.11.1978) und der Diskussion zwischen KPD und KB (vgl. 15.11.1978).

Die MLD rufen zur Einheit der Marxisten-Leninisten auf:"
Ansprechpartner dieser Initiative sind die KPD, der KBW und die ML Bochum … Ihnen unterbreitet die MLD folgende Vorschläge:
1. Gemeinsame Veranstaltungen zur Verteidigung der chinesischen Innen- und Außenpolitik, Vorbereitung einer gemeinsamen Veranstaltung und Demonstration anläßlich des Besuchs von Hua Guo-feng in der BRD im kommenden Jahr.
2. Eine Aktionseinheit gegen Vietnam, Durchführung einer gemeinsamen anti-vietnamesischen Demonstration, Gründung einer gemeinsamen Deutsch-Kambodschanischen Freundschaftsgesellschaft.
3. Ein Artikelaustausch in den Zeitungen der betreffenden Organisationen zu brennenden Fragen der internationalen kommunistischen Bewegung und zur Generallinie der deutschen Revolution.
4. Bildung einer gemeinsamen Liste zu den Europa-Wahlen unter dem Namen 'Für ein Vereinigtes Europa - gegen die imperialistische Bedrohung durch die UDSSR'. Vorbild dieser Liste soll die berüchtigte 'Lissabonner Konferenz' sein. Außer den angesprochenen 'ML'-Gruppierungen soll diese Liste auch Konservativen und Christdemokraten offenstehen."

Aus Baden-Württemberg wird berichtet von der Reichskristallnacht in Freiburg (vgl. 10.11.1978) und Ludwigsburg (vgl. 9.11.1978).

Aus Bayern wird berichtet von der Reichskristallnacht (vgl. 9.11.1978) in Bamberg, Dachau, München und Nürnberg.

Aus Bremen wird berichtet von der Wahlbewegung (vgl. Nov. 1978).

Aus Hamburg wird berichtet von der Reichskristallnacht (vgl. 9.11.1978).

Aus Hessen wird berichtet von der Reichskristallnacht (vgl. 9.11.1978) in Darmstadt und Offenbach.

Aus Niedersachsen wird berichtet von der Reichskristallnacht (vgl. 9.11.1978) in Bergen-Belsen, Clausthal-Zellerfeld, Göttingen, Hannover und Oldenburg.

Aus NRW wird berichtet von der Reichskristallnacht (vgl. 9.11.1978) in Köln,
Dortmund und Bonn sowie Münster (vgl. 22.10.1978).

Aus Schleswig-Holstein wird berichtet von der Reichskristallnacht in Lübeck
(vgl. 9.11.1978) und Wedel (vgl. 6.11.1978).
Q: Arbeiterkampf, Jg. 8, Nr. 143, Hamburg, 27.11.1978

11.12.1978:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 144 (vgl. 27.11.1978, 8.1.1979) heraus. Berichtet wird von den internationalen Beziehungen der MLD (vgl. 13.11.1978).
Q: Arbeiterkampf, Jg. 8, Nr. 144, Hamburg, 11.12.1978

08.01.1979:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 145 (vgl. 11.12.1978, 22.1.1979) heraus.
Berichtet wird vom Zensurprozeß gegen den Verlag Jürgen Reents des KB (vgl. 12.1.1979) und den Verantwortlichen des 'Arbeiterkampf', Kai Ehlers. Solidaritätsadressen dagegen gingen ein überregional bzw. nicht genau benannt bzw. von uns falsch ausgewertet (**) von:
Verlag Neue Welt, Maulwurf Buchvertrieb, Verband linker Buchhändler (VLB), Redaktion das Nebelhorn' - Zeitschrift für Literatur, Grafik, Kritik), 'Revolution' - Zeitung der Kommunistischen Liga (KL), Bundesdelegiertenkonferenz der Selbstorganisation der Zivildienstleistenden (SOdZDL), Sozialistisches Büro (SBü), der Gruppe Frauen gegen Repression und der Antifa-AG;
sowie aus:
- Baden-Württemberg aus Baden-Baden vom Redaktionskollektiv der Stadtzeitung 'Eulenspiegel', aus Freiburg vom Redaktionskollektiv des 'Dr. med. Mabuse', der Buchhandlung Edel und vom Arbeitskreis Strahlenschutz (AKS), Karlsruhe vom Doku-Verlag und dem Versand der Autoren, aus Stuttgart vom Windhueter-Verlag und von 's'Blättle' (Stadtzeitung für Stuttgart und Umgebung), aus Tübingen von der Initiative Verlagsanstalt;
- Bayern aus Bamberg vom Buch- Schallplattenladen Collibiri und der Stadtzeitung 'Dä Goblmoo', aus Lindau von der Redaktion der Jugendzeitung 'Collage', aus München von der politischen Literaturzeitung 'Fliegenpilz' und vom Weissmann Verlag/Frauenbuch-Verlag GmbH;
- Berlin von Buchhandlung Kiepert, Buchhandelsbetriebe in der Gewerkschaft HBV, Buchladenkollektiv Savignyplatz, Oberbaum Verlag, Verlag Das Arsenal, Basis-Verlag, Redaktion 'Cilip', 'einundzwanzig' Moabiter Stadtzeitung, Rote Hilfe Westberlin, Komitee zur Verteidigung demokratischer Grundrechte, Komitee gegen Berufsverbote und politische Disziplinierung an der FHSS, Aktionskomitee gegen Berufsverbote an der FU, von der Redaktion der Stadtzeitung für Umweltschutz 'Dicke Luft' und vom Agit-Druck-Kollektiv;
- Bremen von der Arbeitsgruppe Liberaler Bund;
- Hamburg von Neuer Konkret Verlag GmbH, Nautilus Buchhandlung, Arbeiterbuch, Merve-Verlag, der Initiative fortschrittlicher Filmer (IF bzw. IFF), Rockgruppe Oktober, Vorstand der Bunten Liste, Arbeitsgemeinschaft gegen Unterelbe-Industrialisierung (AGUI) in der BUU Hamburg und der Anti-AKW Gruppe in der ESG Hamburg;
- Hessen aus Frankfurt von Buchladen Verlag 2 000, Buchhandlung Ypsilon, Buchladen Land in Sicht, I.Stibor, Verlag und Vertrieb, aus Fulda vom Sofa-Buchladenkollektiv und der 'Fuldaer Stadtzeitung', aus Kassel vom ABC-Buchladen, aus Lollar vom Prolit-Buchvertrieb, aus Offenbach vom Verlag 2 000 GmbH, aus Wetzlar vom Verlag Büchse der Pandora, aus Wiesbaden von Der Buchladen;
- aus Niedersachsen aus Braunschweig von der Russell-Initiative und dem Antifaschistischen Arbeitskreis, Bremerhaven vom Arbeiterbuch-Kollektiv und von der Alternativzeitung 'Watt', Emden von der Sozialistischen Alternative, Göttingen vom Frauen- und Kinderbuchladen Laura und vom Buchladenkollektiv Rote Straße, Hannover vom Buchladen Hesperus, dem 'Zündplättchen', der Theaterwerkstatt, der AG Polizeimaßnahmen und Repression im Antirepressions- Arbeitskreis (ARAK), der Musiktheatergruppe Hammer und Harfe und dem Internationalismus-Buchladen, Hildesheim vom Antifaschistischen Arbeitskreis, Lüneburg vom Antifaschistischen Arbeitskreis und von SOS, Oldenburg vom Willi Münzenberg-Buchversand und der Antifaschistischen Gruppe, Osnabrück von Der Buchladen;
- NRW aus Bielefeld vom Buchladen Eulenspiegel und von Druckerei und Verlag des selbstverwalteten Arbeiterjugendzentrums (AJZ), Bochum von Das politische Buch, Bonn vom Frauenbuchladen Nora, Bornheim/Merten vom Lamuv-Verlag GmbH, Detmold von der 'Distel', Dortmund von der Bücherstube, Essen vom Bollschen Buchladen, Köln vom Verlag Rote Fahne, der Redaktion 'Spuren' und von der andere Buchladen, Wuppertal vom Peter Hammer Verlag GmbH in Barmen und von Der andere Buchladen;
- Rheinland-Pfalz aus Landau vom Buch- und Schallplattenladen Eumel, aus Speyer vom Spei'rer Buchladen, aus Trier von der Edition Treves.
- Schleswig-Holstein aus Burg/Ostholstein von der Zeitschrift für Jugend, Schule und Kultur 'Das Fenster', Kiel vom Buchladen Hundert Blumen und der Zeitschrift für Politik, Literatur und Kunst 'Das Einblatt', Norderstedt von den Bürgern gegen Faschismus.

Berichtet wird auch vom KB-Vorkongreß (vgl. Dez. 1978) und einem internationalen Treffen revolutionärer Linker in Turin (vgl. 25.11.1979).

Aus Berlin wird berichtet von der AL (vgl. 11.12.1978).

Aus Hamburg wird berichtet von Verboten der Irandemonstrationen (vgl. 8.12.1978, 16.12.1979).
Quelle: Arbeiterkampf, Jg. 9, Nr. 145, Hamburg, 8.1.1979

22.01.1979:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 146 (vgl. 8.1.1979, 5.2.1979) heraus.
Q: Arbeiterkampf, Jg. 9, Nr. 146, Hamburg, 22.1.1979

05.02.1979:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 147 (vgl. 22.1.1979, 19.2.1979)
heraus.

Aus Baden-Württemberg wird berichtet aus Freiburg von der Gründung der Bunten Liste (vgl. 18.1.1979) und einer Anti-NPD Aktion im Kaiserstuhl (vgl. Jan. 1979).

Aus Berlin wird berichtet von einer Antifa-Demonstration (vgl. 30.1.1979).

Aus Bremen wird berichtet von der Wahlbewegung (vgl. 13.1.1979, 27.1.1979).

Aus Hessen wird berichtet aus Frankfurt über die GRW bzw. den KBW (vgl. 2.2.1979) und die MLD (vgl. Jan. 1979).

Aus Niedersachsen wird berichtet von den Studentenparlamentswahlen (vgl. Jan. 1979) an der Uni Oldenburg, der Uni Göttingen sowie an TU, PH und FHS Braunschweig.

Aus NRW wird berichtet von den Studentenparlamentswahlen (vgl. Jan. 1979) an der GHS Wuppertal, der PH Dortmund, der FHS Aachen, der FHS Köln, der Uni Bonn, der Ruhruni Bochum, der Uni Münster und der GHS Essen.

Berichtet wird von einer internationalen Berufsverbotekonferenz in Darmstadt (vgl. 27.1.1979). Eingegangen wird auch auf den Parteitag der KPD/ML (vgl. 16.12.1978) sowie die MLD und deren Europawahlbündnis (vgl. 15.11.1978, 20.1.1979).

Der Artikel "Tauwetter und Krisen-Debatte in der KPD" geht davon aus, daß mit der 'Tauwetter-Periode' in China auch ein "zaghaftes Tauwetter" in der KPD vorherrscht:"
Vor allem äußert sich das im Abdruck von Leserbriefen in der 'Roten Fahne', wobei auch kritische Stimmen, Stimmen von Nicht-Mitgliedern u.ä. vorkommen. … Interessante Aspekte für den weiteren Gang der Dinge in der KPD enthält eine Rede des KPD-Vorsitzenden Semler, die er am 15. oder 16. Januar in Westberlin gehalten hat. … Recht ausführlich ging Semler in seiner Rede auf Auseinandersetzungen um die Notwendigkeit der kommunistischen Organisation ein. Sogar von einer 'Krise des Marxismus' sprach Semler in diesem Zusammenhang, ohne inhaltlich wirklich etwas zu dem Problem zu sagen, außer daß man sich theoretisch mehr mit bestimmten linksbürgerlichen, reformistischen, revisionistischen etc. Theoretikern auseinandersetzen müsse. … Zum Abschluß seiner Rede gab Semler bekannt, daß die KPD … sich entschlossen (habe), entschlossen eine Diskussion darüber zu führen, wie eine Kommunistische Partei heute aussehen muß, die erfolgreich den Marxismus-Leninismus auf die konkreten Bedingungen der Revolution in Westdeutschland anwenden will."

Laut KB haben die "jüngsten Ereignisse in Indochina beim Arbeiterbund München offensichtlich die seit langem überfällige Krise seines schizophrenen Weltbildes zum Ausdruck gebracht. Dieses Weltbild ergab sich aus dem Festhalten an der bedingungslosen Unterstützung der jeweils herrschenden chinesischen Führung, bei weitestgehender Anpassung an die DKP auf allen anderen Gebieten. … Über die jüngsten Ereignisse in Indochina war im ZK des Arbeiterbundes keine Einigkeit zu erzielen. Einigen konnte man sich lediglich darauf, daß es zur Zeit keine Einschätzung dazu geben kann, weil die Klärung und sorgfältige Prüfung wesentlicher Fragen noch aussteht."
Q: Arbeiterkampf, Jg. 9, Nr. 147, Hamburg, 5.2.1979

19.02.1979:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 148 (vgl. 5.2.1979, 5.3.1979) heraus.

Aus Baden-Württemberg wird berichtet aus Freiburg aus der Uni von den Studentenparlamentswahlen (vgl. Feb. 1979).

Aus Bayern wird berichtet von den Studentenparlamentswahlen in Bamberg (vgl. Feb. 1979).

Aus Bremen wird berichtet von der Gründung der Bremer Grünen Liste (vgl. 8.2.1979).

Aus Hamburg wird berichtet von den Studentenparlamentswahlen an der Uni (vgl. Feb. 1979).

Aus Niedersachsen wird berichtet von den Studentenparlamentswahlen in Clausthal-Zellerfeld (vgl. Feb. 1979).

Aus NRW wird berichtet von China-Demonstrationen in Bonn (vgl. 17.2.1979) und den Studentenparlamentswahlen (vgl. Feb. 1979) an der Uni Dortmund, der Uni Bielefeld und der Pädagogischen Hochschule Rheinland und deren Abteilungen in Aachen, Bonn, Köln und Neuß.

Im Artikel "China pokert mit dem Weltkrieg. Stellungnahme des LG des Kommunistischen Bundes" widmet man sich den Auseinandersetzungen zwischen China und Nordvietnam (vgl. 17.2.1979).
Q: Arbeiterkampf, Jg. 9, Nr. 148, Hamburg, 19.2.1979

05.03.1979:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 149 (vgl. 19.2.1979, 19.3.1979) heraus.
Aus Berlin berichten mehrere Artikel:
Dem Artikel "KPD hat Schwierigkeiten" folgend, ist augenscheinlich, "daß die KPD mit gebremstem Schaum in der AL mitarbeitet. … Auffällig ist, daß z.B. nur noch vor allem bekannte KPD-Größen, sowie zahlreiche Sympathisant(innen)en die AL in der entscheidenden Phase des Wahlkampfes aktiv unterstützen. Diese eingetretene Abstinenz resultiert in erster Linie aus der Niederlage der KPD in ihrem Ringen um die Durchsetzung von 'antihegemonistischen' Positionen. Anscheinend ist dieses Scheitern intern noch nicht richtig verdaut worden, vielen KPD'lern scheint die Kompromißbereitschaft zu weit gegangen zu sein. … Allgemein gesehen herrscht bei der KPD in der Frage der praktischen Wahlkampfführung eine Position vor, den Wahlkampf im Sinne der Selbstdarstellung, allzu eng am Programm klebend, zu führen. Das zeigt sich außerdem bei bestimmten bündnispolitischen Hemmungen gegenüber Bürgerinitiativen. So lehnten vor allem KPD-nahe Kräfte den Abdruck eines 'Offenen Briefes' von BBU und dem Westberliner LBU an den Gesundheits- und Umweltschutzsenator Pätzold (SPD) ab. Nach Meinung der KPD zeigte dieser 'Offene Brief' ein falsches Verständnis, da Herr Pätzold an sein Amt erinnert werde und mit den herrschenden Mißständen konfrontiert wird. … Die KPD unterstützt ebenso eine generelle Tendenz bei vielen in der AL, daß die 5%-Hürde sowieso nicht zu schaffen, die Breite des Bündnisses dahin sei usw. … Daß sich die Mitglieder der AL aus der Ecke der KPD noch auf einiges gefaßt machen müssen, dafür sorgte die KPD selbst, in dem sie darlegte, was sie unter 'eigenständiger Wahlkampfführung' versteht."
Es folgt ein Bericht von der KPD-Veranstaltung am 19.2.1979 und dann wird fortgefahren:"
Alles in allem betreibt die KPD in der AL und im Wahlkampf Sabotage gemessen vor allem auch daran, daß sie die stärkste organisierte Kraft innerhalb der AL darstellt. Es ist offensichtlich, daß es der KPD vor allem auf das Zustandekommen eines Bündnisses ankam, daß sie sich in Westberlin solange ersehnte - und nicht so sehr auf den Wahlkampf, die Chance in Westberlin tatsächlich die 5%-Hürde zu nehmen".

Im Artikel "Alternative Liste Westberlin rüstet zum Wahlkampf" wird gesagt:"
Die Alternative Liste (AL) hat ihren Wahlkampf zu den Abgeordnetenwahlen am 18. März eröffnet. Nachdem die Programmdiskussion und damit die Diskussion um die Grundlagen des Bündnisses eine lange Zeit in Anspruch genommen hatte, wurden Mitte Dezember die 75 Kandidaten und Kandidatinnen gewählt. Ein Drittel aller Kandidaten sind Frauen, die Spitzenplätze der Bezirkslisten sind von 7 Frauen und 5 Männern besetzt. … Die SEW hat sich voll auf die AL eingeschossen, weil sie zurecht befürchten muß, bei den Wahlen Federn zu lassen. … Um Wähler zu verwirren, preist sich die SEW auf einigen Wahlflugblättern als 'die Alternative' an. Die AL selbst sei ein 'Wahlverein der maoistischen KPD mit einigen Unorganisierten'. … Außerdem hat die SEW im Landeswahlausschuß gegen die Zulassung der AL und des KBW zu den Abgeordnetenhauswahlen gestimmt."

Aus Niedersachsen wird berichtet von einer Anti-NPD-Demonstration in Lüneburg (vgl. 3.3.1979).

Aus Schleswig-Holstein wird berichtet von den Studentenparlamentswahlen an der Uni Kiel (vgl. Feb. 1979).
Q: Arbeiterkampf, Jg. 9, Nr. 149, Hamburg, 5.3.1979

19.03.1979:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 150 (vgl. 5.3.1979, 2.4.1979) heraus.

Zu Pfingsten (2. bis 4. Juni) solle "der 1. Kongreß des KB stattfinden. Um diesen 1. Kongreß vorzubereiten, hatte im Dezember 1978 ein Vor-Kongreß mit rund 400 Delegierten stattgefunden … Bisher liegen schon einige Reaktionen auf die Ankündigung unseres Kongresses vor: Die trotzkistische GIM, die KPD/ML und die schwer zu definierende MRI (Marxisten-Reichisten) haben mitgeteilt, daß sie unsere Einladung an die linke Öffentlichkeit, Beobachter zu unserem Kongreß zu schicken, wahrnehmen wollen … Die Organisationen der Linken, über die … erwähnten Zusagen hinaus, bleiben eingeladen, gleichfalls Beobachter zum 1. Kongreß des KB zu schicken." (S.59)

Berichtet wird von Arbeitsgemeinschaft der Kleinverlage (mittlerweile AGAV - vgl. Mai 1975) sowie den Beziehungen des KB mit der KPD (vgl. 6.10.1978, 7.2.1979).

Enthalten ist auch der Artikel "Grüner Verbund kandidiert zur Euro-Wahl" (vgl. 17.3.1979).

Aus Bremen wird berichtet vom Prozeß gegen den AKW-Gegner Jens Scheer (KPD - vgl. 16.3.1979) sowie der Vietnamdemonstration (vgl. 22.2.1979).

Aus Niedersachsen wird berichtet von der Vietnamdemonstration in Göttingen (vgl. 22.2.1979).
Q: Arbeiterkampf, Jg. 9, Nr. 150, Hamburg, 19.3.1979

02.04.1979:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 151 (vgl. 19.3.1979, 16.4.1979)
heraus.

Aus Bremen wird berichtet vom Prozeß gegen den AKW-Gegner Jens Scheer (KPD - vgl. 16.3.1979).

Aus Niedersachsen wird berichtet von einer Anti-AKW Demonstration in Hannover (vgl. 31.3.1979) und einer Vietnamveranstaltung in Göttingen (vgl. 15.3.1979).

Laut KB bauen die MLD "ihre internationalen Kontakte in letzter Zeit neu aus". "Das Ziel der MLD, innerhalb der pro-chinesischen ML-Internationale einen harten rechten Flügel aufzubauen nimmt konkrete Gestalt an." Gespräche sollen stattgefunden haben mit:
- ORPCF/ml (Frankreich),
- PCMLB (Belgien),
- TIKP (Türkei), (***vermutlich TIIKP)
- PCUD'I (Italien),
- PCP/ML (Portugal).

Es erscheinen auch zwei Buchbesprechungen "Zur Geschichte der ML-Bewegung". Zum einen handelt es sich um R. Kurz: "Vorhut oder Nachtrab? Eine Kritik der politischen Dekadenz in der ml-Bewegung am Beispiel des Kommunistischen Arbeiterbundes Deutschlands (KABD)" und H. Karuscheit: "Zur Geschichte der westdeutschen ml-Bewegung".

Zu Kurzens Buch wird u.a. ausgeführt:"
Kurz beschäftigt sich nur mit dem KABD. Seine Methode ist eine Gegenüberstellung von Lenins 'Was Tun' mit den Schriften und der Praxis des KABD. Zur Kritik des KABD ist sein Buch hervorragend geeignet."

Zu Karuscheit heißt es u.a.:"
Sein Thema ist die gesamte ML-Bewegung, wobei er hauptsächlich auf KPD, KBW und die Westberliner PL/PI und KB/ML eingeht. Seine Methode ist: Nachzeichnen der wesentlichen Momente ihrer bisherigen Entwicklung, um aus dieser Entwicklung heraus die ML-Bewegung zu verstehen".
Q: Arbeiterkampf, Jg. 9, Nr. 151, Hamburg, 2.4.1979

16.04.1979:
Der KB gibt ein Extra des 'Arbeiterkampf' (AK - vgl. 2.4.1979, 30.4.1979) zum 1. Mai heraus. Im "Aufruf des KB zum 1. Mai 79" heißt es:"
Wie in den früheren Jahren ruft der Kommunistische Bund dazu auf, am 1. Mai an den Demonstrationen und Kundgebungen des DGB teilzunehmen. Zugleich unterstützen wir Aktivitäten unter weitgehenden Forderungen und Parolen, die sich nicht an den Rahmen der 'Staatstreue' und des Klassenfriedens halten. Der KB stellt in diesem Jahr folgende Fragen in den Mittelpunkt seiner Aktivitäten zum 1. Mai:
- Forderung der Arbeiter nach Arbeitszeitverkürzung (35-Stunden-Woche) und andere Maßnahmen gegen die Arbeitslosigkeit, Forderung nach offensiver Tarifpolitik statt Lohnraub-Abschlüssen; Verbot der Aussperrung, qualifizierte Ausbildung aller Jugendlichen, besonders für Mädchen.
- Kampf gegen Berufsverbote und staatliche Schnüffeleien.
- Kampf gegen das Atom-Programm der Bundesregierung, sofortige Stillegung der lebensbedrohenden Atomanlagen, insbesondere Kampf gegen das Gorleben-Projekt.
- Kampf gegen das internationale Wettrüsten und die Vorbereitung neuer imperialistischer Eroberungskriege."
Q: Arbeiterkampf, Jg. 9, Extra, Hamburg, 16.4.1979

30.04.1979:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 152 (vgl. 16.4.1979, 14.5.1979) heraus. Berichtet wird vom Kongreß der Bunten und Alternativen Listen (vgl. 22.4.1979).

Aus Baden-Württemberg wird berichtet von der Anti-NPD-Aktionseinheit in Tuttlingen (vgl. 8.4.1979) sowie von Aktionen gegen den Unfall im AKW Harrisburg (USA) am 3.4.1979 in Reutlingen und am 7.4.1979 in Freiburg, Lörrach, Pforzheim, Stuttgart und Überlingen.

Aus Bremen wird berichtet vom Protest gegen das AKW Harrisburg (vgl. 7.4.1979)

Aus Hamburg wird berichtet vom Protest gegen das AKW Harrisburg (vgl. 7.4.1979)

Aus Hessen wird berichtet vom Protest gegen das AKW Harrisburg in Frankfurt (vgl. 7.4.1979).

Aus Niedersachsen wird berichtet von Protesten gegen das AKW Harrisburg am 7.4.1979 in Braunschweig und Emden sowie am 4.4.1979 in Göttingen.

Aus NRW wird aufgerufen zu einer Demonstration gegen die JN der NPD in Kamen (vgl. 12.5.1979) sowie berichtet von Protesten gegen das AKW Harrisburg am 2.4.1979 in Castrop-Rauxel, am 4.4.1979 in Bielefeld, Bochum und Duisburg, am 6.4.1979 in Ahaus und Münster und am 7.4.1979 in Dortmund, Essen und Herne. Aus Bonn wird berichtet von der Diskussion über eine Alternative Liste (AL) (vgl. 24.4.1979).

Aus Rheinland-Pfalz wird berichtet von der Gründung der AL Trier (vgl. Apr. 1979).
Q: Arbeiterkampf, Jg. 9, Nr. 152, Hamburg, 30.4.1979

14.05.1979:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' Nr. 153 (vgl. 30.4.1979, 28.5.1979) heraus.

Berichtet wird von der Anti-AKW Bundeskonferenz (vgl. 5.5.1979) und dem Treffen der Komitees für Demokratie und Sozialismus (KDS - vgl. 13.4.1979). Angekündigt wird das Internationale Juragruppentreffen in Hannover (vgl. 18.5.1979).

Aus Baden-Württemberg wird berichtet vom 1. Mai in Göppingen, Heidelberg (vgl. auch 1.5.1978, 28.4.1979), Karlsruhe, Mannheim und Stuttgart.

Aus Bayern wird berichtet vom 1. Mai in Augsburg, Bamberg, München, Nürnberg und Würzburg.

Aus Berlin wird berichtet von einer Vietnamveranstaltung (vgl. 4.5.1979), vom 1. Mai und einem Urteil gegen die RH e.V. der KPD (vgl. Okt. 1977).

Aus Bremen wird berichtet vom 1. Mai in Bremen-Nord, Bremen-Mitte und Bremerhaven.

Aus Hamburg wird berichtet vom 1. Mai.

Aus Hessen wird berichtet von Maiaktionen in Darmstadt, Frankfurt (vgl. auch 30.4.1979), Friedberg, Fulda, Kassel und Marburg.

Aus Niedersachsen wird berichtet von Maiaktionen in Braunschweig, Emden, Hannover (vgl. auch 1.5.178), Göttingen, Lüneburg, Oldenburg, Salzgitter und Wolfsburg (vgl. auch 30.4.1979)

Aus NRW wird berichtet vom 1. Mai in Aachen, Bielefeld, Bochum, Bonn, Duisburg, Essen, Hagen, Herne, Köln und Münster, der Bunten Liste (BL) Bielefeld (vgl. Apr. 1979) und den Rekrutenvereidigungen in Dortmund (vgl. 3.5.1979, 9.5.1979).

Aus Rheinland-Pfalz wird berichtet vom 1. Mai in Ludwigshafen.

Aus dem Saarland wird berichtet vom 1. Mai in Saarbrücken.

Aus Schleswig-Holstein wird berichtet von Maiaktionen in Flensburg, Kiel, Lübeck (vgl. auch 30.4.1979) und Neumünster (vgl. auch 30.4.1979).

Die MLD wollen "doch nicht zu den Europa-Wahlen kandidieren" (vgl. 20.1.1979, 27.5.1979):"
Zuerst hatte die MLD (im November 1978) versucht, den KBW und die KPD zu einer gemeinsamen Kandidatur zu animieren. Die reagierten aber überhaupt nicht. Daraufhin proklamierte die MLD kurzentschlossen im Alleingang im Dezember eine Liste unter dem Namen Vereint Europa gegen die sowjetische Bedrohung."

Die KPD fordere "Atomraketen für die Bundesrepublik und die anderen imperialistischen Staaten Westeuropas" (S.62).
Q: Arbeiterkampf, Jg. 9, Nr. 153, Hamburg, 14.5.1979

28.05.1979:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 154 (vgl. 14.5.1979, 11.6.1979) heraus.
Aus Bayern wird berichtet aus Nürnberg von der Demonstration gegen die Wehrsportgruppe (WSG) Hoffmann (vgl. 19.5.1979).

Aus Bremen wird berichtet von der Gründung der Alternativen Liste (AL) in Bremen (vgl. 25.5.1979), für Bremerhaven wird dies angekündigt (vgl. 30.5.1979).

Aus Hamburg wird berichtet von der Jugendzentrumsinitiative (JZI) Harburg (vgl. Dez. 1973).

Aus NRW wird berichtet von der Gründung der Bunten Liste/Wehrt Euch (BL/WE) in Köln (vgl. 23.5.1979) und aus Dortmund vom Prozeß gegen Thomas Luczak (KPD - vgl. Mai 1979).

Aus Schleswig-Holstein wird berichtet von AKW Brokdorf-Prozessen gegen die KPDler Ulli Lenze und Jens Scheer (vgl. 8.5.1979).

Berichtet wird auch vom Europa-Forum der MLD (vgl. 27.5.1979).

Im 'Roten Morgen' habe die KPD/ML die Auffassung vertreten, daß "China ein imperialistisches Land" sei:"
China sei überhaupt niemals sozialistisch gewesen, denn die Mao-Tse-tung-Ideen seien eine gegen den Marxismus-Leninismus gerichtete revisionistische Ideologie. In China existiert - und nicht erst seit Maos Tod - der Kapitalismus … Der 'Rote Morgen' hat außerdem noch eine andere Argumentation auf Lager: China sei imperialistisch, weil es erstens mit seiner Politik dem Imperialismus diene und weil es sich zweitens zum Imperialismus hinentwickle … Die derzeitige Beweisführung der KPD/ML zum Thema China ist von derselben Skrupellosigkeit und Wissenschaftsfeindlichkeit gekennzeichnet, mit der sie bis 1976 jede noch so geringe Kritik an der chinesischen Politik als 'konterrevolutionär' bekläffte. Die KPD/ML hat diesbezüglich niemals eine ernsthafte Selbstkritik geleistet, sondern setzt einfach das alte Spiel unter umgekehrten Vorzeichen fort." (S.56)
Q: Arbeiterkampf, Jg. 9, Nr. 154, Hamburg, 28.5.1979

11.06.1979:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 155 (vgl. 28.5.1979, 25.6.1979) heraus.

Berichtet wird vom bundesweiten Anti-AKW Treffen in Göttingen (vgl. 26.5.1979), der eigenen KB-Konferenz (vgl. 2.6.1979), der ersten Versammlung der KB-Frauen (vgl. 19.5.1979) und den Komitees für Demokratie und Sozialismus (KDS - vgl. 13.4.1979).

Folgende Gruppen haben sich dem Bündnis Rock gegen Rechts angeschlossen:
- überregional oder Herkunft nicht ersichtlich die AG für Sozialdemokraten im Bildungsbereich, GIM, SBü, SOZDL, SAG, SJD-Die Falken, alle Rote Hilfen, MIR Chile und die Antifa-Kommission des KB;
- aus Berlin die Alternative Liste (AL), der Bund der politisch, rassisch, religiös Verfolgten, die Rote Hilfe und der LV des Bund deutscher Pfadfinder (BDP), das Aktionskomitee Breufsverbote/FU (AK/FU), die 'Radikal', der Verein der *** Arbeiterjugend e.V. und das Agit-Druckerkollektiv;
- aus Bremen der Arbeitsausschuß der Alternativen Liste (AL) Bremen, der Buchladen im Ostertor, die Initiative gegen Reaktion und Faschismus Bremen, das 'Info Bremer Undogmatischer Gruppen' und der Initiativkreis grüne/bunte Liste Bremerhaven;
- aus Hamburg die Bunte Liste (BL) und der Verein der fortschrittlichen Arbeiter aus der Türkei Hamburg e.V.;
- aus Hessen der LV des BDP, die Grüne Liste Hessen (GLH), die Grüne Liste Umweltschutz (GLU) LV Hessen, Sozialistisches Zentrum (SZ) Marburg, BI's gegen Atomanlagen (AKW) Offenbach, Frankfurt Nordend-Bornheim, - westliche Vororte, Fulda, Marburg, Buchladen Roter Stern Marburg, 'Roter Gallier' Stadtteilzeitung Frankfurt-Gallus, 'Andere Zeitung' Frankfurt, 'Pflasterstrand' Frankfurt, Marburg und Bremen, 'Graswurzel-Revolution' Marburg, das Komitee zur Unterstützung der politischen Gefangenen in Chile/Frankfurt und das Komitee gegen die Grauen Wölfe Frankfurt;
- aus NRW die Initiative für eine Bunte Liste Münster;
und aus Rheinland-Pfalz die Anti-AKW BI Radioaktiv Mainz (S.4).

Rock gegen Rechts soll am 16./17. Juni in Frankfurt stattfinden. Es ist als Antifaschistisches Festival konzipiert, das sich vor allem gegen das geplante Deutschlandtreffen der NPD richten soll.

Die KPD spreche sich gegen die Grünen aus, die zur Europa-Wahl antreten. "Die KPD lehnt die Parole 'Nein zum Europa der Monopole' ab, weil die aktuelle Aufgabe darin bestehe, alle positiven Faktoren gegen den Hauptfeind … den sowjetischen Sozialimperialismus, zu nutzen." Die KPD könne daher, "die zu den Europa-Wahlen antretenden Grünen nicht unterstützen." (S.9)

Aus Berlin wird berichtet von der Auflösung der dortigen KB/Gruppe (vgl. 26.5.1979), den Studentenparlamentswahlen (StpW) an der FU (vgl. 30.5.1979) sowie von dem Papier der KPD zur Arbeit der AL in den Bezirksverordnetenversammlungen (BVV - vgl. 19.4.1979). Der Artikel "Zur politischen Kontroverse in der AL-Westberlin" geht u.a. davon aus, die AL, die seit dem 18. März mit 50 000 erhaltenen Stimmen in vier Bezirksparlamente einzog, sei "zu einem politischen Faktor geworden mit der Möglichkeit, gegenüber großen Teilen der Bevölkerung tatsächlich alternative Politik gegen die etablierten Parteien im Interesse der Bürger zu betreiben". Gegenwärtig werde in der AL Westberlin diskutiert, "mit welcher Politik diesem Wählervotum Rechnung getragen werden und weitere Erfolge erzielt werden können". Im Mittelpunkt der öffentlichen Arbeit der AL würde "die Arbeit in den Bezirksverordnetenversammlungen (BVV), in denen insgesamt 10 AL-Mitglieder vertreten sind - nämlich in Kreuzberg (3), Tiergarten (2), Schöneberg (3) und Wilmersdorf (2)" stehen. Der Einzug in die BVV's brachte auch eine Kontroverse "um die richtige Gestaltung der Parlamentsarbeit" mit sich. "Ein weiterer Streitpunkt ist, welche Haltung die AL gegenüber den Bürgerinitiativen und den Linken außerhalb der AL einnehmen soll. Zu all
diesen Fragen nimmt auch die KPD Stellung … Die KPD ist innerhalb der AL ziemlich einflußreich." Der KB wirft der KPD in diesem Zusammenhang vor, daß es ihr nicht darum geht, "die Lebensfähigkeit der AL als Massenansatz" zu erhalten und "eine enge Zusammenarbeit mit wichtigen … Repräsentanten des Bürgerprotests" auszudehnen. "Tatsächlich scheint es, daß die KPD die AL von allen neu zu gewinnenden Strömungen abschotten will, auch von den Teilen der Linken, die bislang abseits stehen/standen … Offenbar spielt bei der AL-Politik der KPD eine Parteiladen-Logik, d.h. Angst vor dem Verlust des relativ starken Einflusses beim jetzigen Zustand, die Hauptrolle. Dieser Verdacht wird im weiteren kraß bestätigt. Bei ihren mittelfristigen Zielen mit der AL geht es der KPD um eine erhebliche Einengung des politischen Spektrums … Die Existenz einer pluralistischen AL ist also an die Ausklammerung dieser Fragen aus jeder Beschlußfassung gebunden. Genau genommen orientiert die RF auf die Schaffung einer KPD-nahen Massenorganisation, auf eine Spaltung, die entlang der Frage des Antihegemonismus verläuft. Ob diese Marschroute tatsächlich realisiert wird, hängt natürlich auch von der Resonanz ab, die dieser Weg innerhalb der AL findet." "Wenn sich die KPD innerhalb der AL zur Speerspitze gegen jede Zusammenarbeit mit bürgerlichen Parteien profiliert, dann geschieht dies keineswegs aus prinzipiellen Überlegungen, sondern dient der Anbiederung bei der starken radikal-anti-parlamentarischen Strömung innerhalb der AL." (S.10)

Aus Hamburg wird berichtet von der Spaltung des eigenen Lehrerbereichs (vgl. 1.6.1979).

Aus NRW wird berichtet aus Dortmund von der Gründung der Bunten Liste (BL - vgl. Sept. 1978, 28.5.1979).
Q: Arbeiterkampf, Jg. 9, Nr. 155, Hamburg, 11.6.1979

25.06.1979:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 156 (vgl. 11.6.1979, 9.7.1979) heraus.
Berichtet wird von Rock gegen Rechts (RGR - vgl. 16.6.1979) in Frankfurt, der KB-Konferenz (vgl. 2.6.1979) sowie der Herausbildung der Kritikfraktion im KB (vgl. 4.6.1979). Dazu heißt es im Artikel "Struktur-Debatte und Fraktionierung im KB" der AK-Redaktion (S.56) u.a.:"
Ausgehend von einer fraktionellen Gruppe im KB, die zunächst etwa 30 namentlich genannte Mitglieder umfaßte (heute gewiß mehr als das Doppelte ausmachen dürfte), sind dem oppositionellen Zusammenschluß mittlerweile etliche 'ehemalige' (KBler) beigetreten bzw. wurden hinzugezogen. Es charakterisiert das Selbstverständnis der Fraktionisten wohl am besten, daß im Hamburger KB-Bezirk Bergedorf Leitungsmitglieder von einer Vollversammlung … ausgeschlossen, Unorganisierte jedoch eingeladen werden sollten. Es ist völlig eindeutig, daß (namentlich) die führenden Köpfe der Kritik-Fraktion auf eine Vergrößerung ihres Kreises innerhalb und außerhalb des KB - sprich die Bildung einer neuen, anderen Organisation - hinsteuern und dafür auch eine Spaltung des KB zumindest in Kauf nehmen wollen."

Es wird auch die Stellungnahme der Kritikfraktion im KB abgedruckt (S.56f). Diese Fraktion ist ein "oppositioneller Zusammenschluß … Ehemaliger des KB" aus dem Raume Hamburg und darüber hinaus:"
Dieser Beitrag ist Produkt eines - wenn man so will - fraktionellen Zusammenschlusses eines Teils der unterzeichnenden Genossen. Wir verlangen als solcher von daher sofortigen Abdruck im Zentralorgan unserer Organisation, dem Arbeiterkampf."
Die Genossen konstatieren:"
Nach einem Jahr Krise und Krisendebatte im KB ist die Situation in der Organisation von Resignation, allgemeiner Abschlaffungstendenz, Zerfahrenheit und Unübersichtlichkeit gekennzeichnet. Die Diskussion über die Krise findet nicht mehr zentral, wie anfangs der Debatte statt, sondern in Form von einzelnen Personen oder Gruppen um ihre jeweiligen konkreten Fragen, Vorkommnisse etc. und auch immer häufiger in Gestalt von Interventionen des LG bzw. einzelner seiner Mitglieder. Die Organisation - jedenfalls ist das aus unserer Perspektive nicht anders zu erkennen - droht in den meisten Bereichen sich stark zu reduzieren, ja tendenziell zu zerfallen. Eine richtungsweisende, zentrale Auseinandersetzung um die in der ersten Phase der Krisendebatte aufgeworfenen Probleme findet nicht statt … Eine begründete Vorstellung zur weiteren Arbeit bzw. Entwicklung der Organisation liegt seitens des LG bis dato nicht vor. Zunächst hatte das offenbar den Grund, möglichst viele Kritiken blühen zu lassen, um politische Schwachstellen besser erkennen zu können. Einen vorläufigen Abschluß der Krisendebatte sollten dann die beiden Kongresse darstellen. Nach dem anfänglichen Schwung des Vor-Kongresses ist inzwischen aber die Luft wieder raus. Die Kongreßvorbereitung läuft auf Sparflamme, viele der in diesem Rahmen diskutierten Themen betreffen ohnehin allgemeinpolitische Fragen (Faschismusfrage, Stalinfrage, Internationalismus etc.) und führen (naturgemäß) nicht zur Diskussion der konkreten Praxis der Genossen oder nur ansatzweise." Der aktuelle Rechenschaftsbericht des LG würde "nicht eine Aufarbeitung der Arbeit an der Basis und auch nicht der organisatorischen Entwicklung des KB" leisten. "Die Debatte um die organisatorischen Fragen, um die angewandten Methoden der organisatorischen Arbeit und ihre Auswirkungen auf die Entwicklung des KB's, die Arbeitsbereitschaft und Initiative der einzelnen Genossen etc. findet so gut wie nicht statt. Im Gegenteil, wo diese Debatte von der Basis gefordert wird, da ist sie nach Ansicht von LG-Genossen 'ungeeignetes Terrain' zur 'Verwischung' der eigentlichen politischen Differenzen u.a.m. … Es ist daher nicht verwunderlich, daß es häufig zunächst organisatorische Fragen sind, an denen sich politische Differenzen festmachen, an denen sie aufbrechen … Der organisatorische Zustand des KB, seine innere Arbeitsweise, wie auch die Methoden, wie im bündnispolitischen Bereich gearbeitet wird, hängen eng mit dem Selbstverständnis der Mehrheit der Organisation, speziell der Leitung zusammen. Die Lösung dieser Frage führt uns zwangsläufig zur Diskussion um die künftige organisatorische Gestalt des KB, um seinen organisatorischen Zustand, um sein politisches Selbstverständnis in der Linken (ist es der Parteiansatz?), kurz um die Perspektive zur Überwindung der Krise im positiven Sinne, wie generell zur Diskussion um eine neue Perspektive linker Politik." Folgende Vorstellungen "vom Zustand und der Entwicklung des KB" würden in der Organisation (einschließlich des LG) vorherrschen:"
Die Krise ist keine Krise des KB allein, sondern eine Krise der Linken in ganz Westeuropa … Die radikaldemokratischen Massenbewegungen der letzten Jahre haben den KB mit einem Potential überschwemmt, das sich zwar politisch engagieren will, aber zu großen Teilen nicht fähig und nicht willens ist … kommunistische Politik zu machen und den daraus sich ergebenden politischen Anforderungen zu genügen … Die Krisendebatte hat nun vor allem ein aus diesen Kreisen genährtes Potential hervorgebracht, das sich - anstatt die zentralen politischen Differenzen zu diskutieren - darauf verlegt hat, Stimmung zu machen, Gerüchte zu verbreiten, mit Lügen hausierenzu gehen etc., mit einem Wort kein politisches Interesse mehr an der Entwicklung der Organisation hat, sondern seinen Frust mit obigen Methoden - speziell auch gegen die Leitungsebene austobt … Es scheint insgesamt eine Tendenz vorzuherrschen, zum einen abzuwarten, bis diese Leute ihren Endkampf geführt haben und von sich aus das Feld räumen, zum anderen hier und dort durch massive Interventionen, gegen die Widerstand zwecklos erscheinen soll, diesen Prozeß zu beschleunigen." Kritisiert wird desweiteren, daß sich das LG "selbst in seinen bisherigen Äußerungen zur Krise in keiner Weise miteinbezogen hat … Es ist ihm nicht einmal eingefallen, im Rechenschaftsbericht … in irgendeiner Weise seine Aktivitäten einer kritischen Bilanz zu unterziehen … Wir sind bezüglich der Krise ebenfalls der Ansicht, daß es sich um eine Krise der Linken, und zwar in ganz Westeuropa, handelt. Eine Krise, die ihre wesentliche Ursache darin hat, daß es den linken Organisationen und Gruppierungen der Nach-Apo-Zeit nicht gelungen ist, ein brauchbares Konzept und brauchbare Methoden zur wirkungsvollen und kontinuierlichen Bekämpfung des Kapitalismus zu entwickeln. Zehn Jahre nach der Bildung der Organisationen der Neuen Linken ist der Kapitalismus trotz ökonomischer relativer Talfahrt in Westeuropa ideologisch nahezu stabiler als vorher … Wir haben insgesamt die Befürchtung, daß der KB so, wie bislang die Diskussion verläuft, und was sie als bisherige (dürftige) Ergebnisse hervorgebracht hat, in Sachen Krise der Linken nicht die notwendige vorantreibende Rolle einlösen kann, die er bei drei wesentlichen Hürden in der Entwicklung der Linken bewies: in der Auseinandersetzung um die Entwicklung der VR China und der Frage der sog. weltrevolutionären Zentren (SU, China) … in (gewisserweise damit zusammenhängend) der Auseinandersetzung um die Neuauflage der Vaterlandsverteidigung … in der Faschismusfrage."
Einen weiteren Makel sehen die Genossen im konkreten "organisatorischen Zustand unserer Organisation". Der eingeschlagene Weg würde ein "Weg des Gesundschrumpfens zur Kaderorganisation als ein Fehler mit katastrophalen Folgen" sein. "Deutlichstes Beispiel der jüngsten Zeit ist etwa die Abtrennung des Schüler-SSB von der Schirmherrschaft des KBs … Das ist ein Defizit in der Organisationsfrage und erfordert gerade auf diesem Gebiet ausführliche und gründliche Auseinandersetzung. Und es zeigt sich ebenfalls ein allgemeines bewußtseinsmäßiges Defizit in der praktischen Verarbeitung der gescheiterten sozialistischen Versuche des sog. realen Sozialismus auf. Diesem Manko mit dem 'Gesundschrumpfen' zu begegnen, wird keine Kaderorganisation hervorbringen, sondern einen kleinen, unterwürfigen Sektiererhaufen, der trotz derzeitiger theoretischer Potenz in die Isolation geraten muß … Die Krisendebatte in unserer Organisation gerät allerdings mehr und mehr in das Fahrwasser einer falschen Disziplin, der Fiktion, der Farce … Niemand hat eigentlich eine theoretische Vorstellung von Disziplin, geschweige denn von der Kaderorganisation … was ist das, wer ist dazu prädestiniert? … Mehr und mehr haben wir auch den Eindruck, daß das LG sich gerade auf diese Vertreter, vorwiegend aus der zweiten und dritten Anleitungsebene, stützt, um in ihrem Sinne zu retten, was zu retten ist bzw. den Prozeß des Hinausdrängens der Stimmungsmacher, Zweifler etc. zu beschleunigen. Dieser schon frühzeitig (Anfang Juni 78 nach unseren Recherchen) seitens der Leitung mit 'Gesundschrumpfen' umschriebene Prozeß ist in Wirklichkeit ein Krankschrumpfen in die Kaderstrukturen, wie sie von KPD, KBW, KPD/ML und anderen Sekten vor uns mit verheerenden Konsequenzen durchexerziert wurden, in genau die Strukturen, von denen sich der KB gerade positiv in den letzten Jahren abgehoben hat."

Laut KB beginnt in diesem AK auch die Eskalation zwischen der ZL-Gruppe und dem Rest-KB mit Artikeln zweier Göttinger Genossen. Dazu heißt es vom Rest- KB:"
Dort wurde argumentiert, daß in letzter Zeit persönliche Belange (Sterilisation von Männern, SM-Diskussion, Frauenunterdrückung im KB) zuviel Platz im KB und im AK eingenommen hätten. Darauf führten es die Genossen zurück, daß andererseits das Interesse an den großen politischen Themen stark abgenommen habe. Die Göttinger Autoren befaßten sich mit der von ihnen so genannten 'Krisen-Literatur' der Frauen im KB und warfen den Genossinnen vor, sie würden die 'Reduzierung der Politik aufs Private' auf die Spitze treiben. Außerdem klagten die beiden Genossen über 'Grauzonen des Feminismus' im KB."

Dem Artikel "Zum Hungerstreik der politischen Gefangenen" (S.43) folgend unterstützt der KB die Hungerstreikaktionen der Mitglieder der RAF. Die Forderungen lauten:
- Freilassung von Günther Sonnenberg und Irmgard Möller,
- Abschaffung der Isolationsbunker- und trakts ,
- Aufhebung der Isolationsbeschränkungen und der Trennscheibe.
Der KB distanziert sich gleichzeitig von "der Politik der RAF". Weiter heißt es:"
Angesichts der aktuellen Bedrohung durch die Hochsicherheitstrakte halten wir es für absolut vordringlich, für die Gefangenen wie für die demokratische Öffentlichkeit draußen, diesen perfekten Knast im Knast zu verhindern. Das liegt im Interesse aller: der politischen Gefangenen, die als erste da rein gesteckt werden, aller anderen Gefangenen, denen bei Widerstand gegen die Justiz dasselbe droht; und der Linken draußen - denn für sie werden schon die entsprechenden Zellen mitgebaut."

Aus Bremen wird berichtet vom Berufsverbot (BV) gegen Jens Scheer (KPD - vgl. 7.6.1979).

Aus Hamburg wird berichtet vom Prozeß gegen Jürgen Reents (KB - vgl. 11.6.1979).

Aus Schleswig-Holstein wird berichtet vom Brokdorf-Prozeß in Itzehoe gegen Jens Scheer und Ulli Lenze von der KPD (vgl. 19.6.1979).
Q: Arbeiterkampf, Jg. 9, Nr. 156 und 169, Hamburg, 25.6.1979 bzw. 14.1.1980, o.S. bzw. S.48

09.07.1979:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' Nr. 157 (vgl. 25.6.1979, 23.7.1979) heraus.
Berichtet wird vom bundesweiten Treffen der Alternativen, Bunten und Grünen (vgl. 30.6.1979) sowie dem Bahro-Kongress in Marburg in Hessen (vgl. 30.6.1979).

Aus Berlin wird berichtet aus dem Studentenparlament (StuPa) der FU (vgl. 15.6.1979).

Aus Hamburg wird berichtet aus dem eigenen Lehrerbereich (vgl. 1.6.1979, 9.7.1979).

Aus Hessen wird berichtet von einer Kampuchea-Veranstaltung in Darmstadt (vgl. 8.6.1979) und dem Antifatreffen in Frankfurt (vgl. 17.6.1979).

Auf S. 24 findet sich der Aufruf der Landeskonferenz antifaschistischer Arbeitskreise aus Nordrhein-Westfalen (NRW) für einen Antifaschistischen Bundeskongreß. Aus Bochum wird berichtet von einer Tötung durch die Polizei (vgl. 24.5.1979).

Auf Seite 55 erscheint ein Leserbrief von Gerd Flatow (KPD/ML-Mitbegründer und Mitglied des KABD), in dem es u.a. heißt:"
Von befreundeten Genossen wurde mir mitgeteilt, daß ihr meine Gegnerschaft zur neuen politischen Linie des KABD zu China damit erklärt, daß ich als China-Kaufmann tätig sei. Ihr macht es euch etwas zu einfach: Ich habe zwar den größten Teil meines bewußten Lebens in China zugebracht und als 'China-Kaufmann' bis zum Jahre 1965 dort und anschließend (seit 1956) auch teilzeitlich in der BRD gearbeitet.
Seit ich 1965 diese Tätigkeit aufgab, habe ich kein Chinageschäft mehr gemacht oder mich auch nur darum bemüht. Zunächst hatte ich von der Firma, für die ich tätig war, eine fünfjährige Sperrfrist. Danach fehlten mir die Möglichkeiten. Die Gründe für die kritische Sympathie, die ich der VR China, dem chinesischen Volk und seiner Führung gegenüber empfinde, beruhen auf einer langjährigen persönlichen Erfahrung in diesem Land. Eine solche Sympathie mit kommerziellen Interessen erklären zu wollen, ist kein Beitrag zur politischen Auseinandersetzung mit einem Problem, das rund ein Viertel der Menschheit angeht."

Ebenfalls auf S.55 wird in "KPD/ML: Zurück zum Sektierertum!" u.a. auf die Texte von Ernst Aust in den beiden letzten 'Roter Morgen'-Ausgaben (vgl. 29.6.1979, 6.7.1979) eingegangen.

Die MLD sollen sich "nach anfänglichem Zögern nun doch zu einem offenen Bekenntnis für Otto von Habsburg, Präsident der extrem rechten 'Paneuropa-Union' und Europa-Kandidat der CSU" durchgerungen haben (S.55). "Die MLD setzt derzeit, so scheint es zumindest, wieder einmal stärker auf das konservative Lager, weil sie ich dort eher als in der Linken oder auch im Bereich der SPD eine gewisse Bündnisbereitschaft erhofft. Andererseits gefährdet die MLD aber mit ihren Sympathie-Kundgebungen für Habsburg und Co. ihr Nebenziel, einen Einbruch in die Reihen der KPD und des (Ex-) KBW zu erreichen."
Q: Arbeiterkampf, Jg. 9, Nr. 157, Hamburg, 9.7.1979

23.07.1979:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 158 (vgl. 9.7.1979, 6.8.1979) heraus.

Die KPD sei "endlich bereit, ihre strikt ablehnende Haltung gegenüber den MLD … aufzugeben und sich auf deren Angebot zur 'Einheit der Marxisten-Leninisten' einzulassen. … Die MLD reagierte auf den Hinweis auf ihre angebliche Linienkorrektur einigermaßen verschnupft … Trotzdem wird es nun demnächst wohl losgehen können mit der Einheit. Gute Gelegenheit dazu bietet die gemeinsame Kambodscha-Solidarität mit dem gestürzten Pol-Pot-Regime. In Darmstadt bestritt man, mit anderen, bereits erstmals eine gemeinsame Veranstaltung (vgl. 8.6.1979) zu diesem Thema. In Paris trafen sich kürzlich Hügel (MLD) und J. Horlemann (KPD) auf einer internationalen Konferenz zum selben Thema" (S.42).

Auf S. 42 heißt es über "Die Indochina-Solidarität der Vaterlandsverteidiger" u.a.:"
In der Kampagne um die Flüchtlinge aus Vietnam zeigt die vaterländische KPD einen besonderen Eifer. Die unbestreitbare Not dieser Menschen soll maximal ausgeschlachtet werden, um zum einen direkt Hetze gegen Vietnam zu betreiben (und damit zur Stimmungsmache für den Fall einer neuen neuerlichen chinesischen Aggression gegen Vietnam beizutragen) und um indirekt auch die Sowjetunion (Sozialimperialismus) zu treffen … Für die KPD ist selbstverständlich klar, daß die alleinige Schuld am Elend der Flüchtlinge bei der Regierung Vietnams liegt. Die KPD spricht von 'Hanois Holocaust' und behauptet, Vietnam habe 250 000 Flüchtlinge in den sicheren Tod geschickt … Das Wort 'Holocaust' in diesem Zusammenhang wurde erstmals von der Springerpresse hierzulande in die Debatte eingebracht.Die KPD hat es natürlich sofort gierig aufgegriffen … Als Zweck ihrer Beteiligung an der Flüchtlings-Kampagne gibt die KPD selbst an, daß Vietnam 'international mehr und mehr isoliert' werden müsse. Daher hetzt sie von 'Holocaust' und 'Völkermord', und verbrüdert sich mit denjenigen, die noch vor ein paar Jahren den realen Völkermord in Vietnam höchst erfreulich fanden - Springerpresse, FAZ, SPD-Rechte, Löwenthal, CDU/CSU etc. pp. … Um humanitäre Hilfe geht es dabei der KPD absolut nicht. Ihr geht es allein darum, das Flüchtlings-Elend auszuschlachten, um unter Linken und Demokraten eine moralische Verurteilung Vietnams zu erreichen. Daß die KPD damit zu einem Klima beizutragen versucht, in dem nicht nur wirtschaftliche, sondern auch militärische Maßnahmen gegen Vietnam denkbar werden, liegt nach der Begeisterung der KPD über die chinesische Aggression vom Februar/März auf der Hand … Das Elend der Vietnam-Flüchtlinge oder beispielsweise auch die 'Kampuchea-Solidarität' (gemeint ist die Solidarität mit dem alten Regime) erscheinen der KPD als geeignetere Wege des Herankommens an das langfristige Ziel der antihegemonistischen Einheitsfront" (vgl. 8.6.1979 in Darmstadt). "Die Internationale der Vaterlandsverteidiger plant nunmehr für den Herbst eine 'Internationale Kampuchea-Solidarität-Konferenz', die in Stockholm stattfinden soll … Es bleibt abzuwarten, wer sich in eine solche Aktionseinheit mit Leuten begeben wird, deren strategisches Hauptziel die Ankurbelung eines militärischen Kreuzzugs gegen die Länder Osteuropas und deren internationale Verbündete ist."

Auch auf S.42 "hat die KPD/ML ihre vor einigen Monaten verkündete Abkehr vom Sektierertum kürzlich wieder korrigiert … Aust bekräftigt, daß die KPD/ML die Bunten/Grünen Listen nicht unterstützen dürfe … Aust fordert seine Anhänger dazu auf, von der Arbeit in kleinbürgerlichen Bewegungen generell abzulassen und sich stattdessen auf den nächsten Bündnispartner des Proletariats zu konzentrieren. Das sei nämlich nicht das Kleinbürgertum, sondern die Bauern … Die KPD/ML soll wieder stärker gegen kleinbürgerliche Einflüsse abgeschottet werden … Der Grund für die derzeitige Kurswende der KPD/ML: Die zaghafte Abkehr von den alten sektiererischen Prinzipien hatte zu Einbrüchen und Aufweichunserscheinungen in der KPD/ML geführt … Die KPD/ML ist also mit den allgemeinen Krisen-Erscheinungen der Linken konfrontiert - und sie reagiert, indem sie erneut die Isolierung der Partei von den Ansteckungsherden anordnet, d.h. von den kleinbürgerlichen Bewegungen, die derzeit immer noch die wichtigsten politischen Bewegungen hierzulande sind".

Aus Baden-Württemberg wird berichtet über die StuPawahlen (StpW) an der Uni Tübingen (vgl. Juli 1979).

Aus Berlin wird berichtet von den StuPawahlen (StpW) an PH (vgl. Juli 1979), TFH (vgl. Juli 1979), TU (vgl. Juli 1979) und ***** (vgl. Juli 1979).

Aus Bremen wird berichtet über Bremer Grüne Liste (vgl. 23.7.1979) und AL (vgl. 25.5.1979, 27.7.1979) sowie von den StuPawahlen (StpW) an der ************.

Aus Hamburg wird berichtet von den StuPawahlen (StpW) an der Uni (vgl. Juli 1979).

Aus Hessen wird berichtet von den StuPawahlen (StpW) an der Uni Frankfurt (vgl. Juli 1979), der Uni Gießen (vgl. Juli 1979) und der GHS Kassel (vgl. Juli 1979) sowie der obigen Kampuchea-Veranstaltung in Darmstadt (vgl. 8.6.1979).

Aus Niedersachsen wird berichtet über die StuPawahlen (StpW) in Braunschweig (vgl. Juli 1979).
Q: Arbeiterkampf, Jg. 9, Nr. 158, Hamburg, 23.7.1979

06.08.1979:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' Nr. 159 (vgl. 23.7.1979, 20.8.1979) heraus.
Aus der AKW-Bewegung wird berichtet vom bundesweiten Treffen (vgl. 21.7.1979).

Im Artikel "KPD-Störfaktor in den alternativen Listen" wird auf S.6 u.a. ausgeführt:"
Vor einem Jahr unternahm Chr. Semler, Vorsitzender der KPD, den Versuch, den strategischen Stellenwert alternativer Wahlbündnisse für die Politik der KPD zu bestimmen. Demnach betrachtet die KPD solche Wahlbündnisse als Teil ihrer langfristigen Perspektive, nämlich der Herstellung einer 'demokratisch antihegemonistischen Einheitsfront' … Diese von Semler angegebene politische Stoßrichtung ließ immerhin noch eine positive Rolle der KPD bei der Unterstützung fortschrittlicher Programmpunkte zu. In der Praxis war es allerdings schon damals so, daß die KPD ihre Energie in erster Linie darauf verwendete, Parolen gegen die DDR, gegen AKW's in der DDR u.ä. in die Programme zu drücken … Lediglich in der Westberliner AL boten sich der KPD aufgrund ihrer zahlenmäßigen Dominanz Chancen für die Durchsetzung einer derartigen Programmatik. Die KPD schreckte allerdings vor dem Ausspielen dieser Dominanz letztlich zurück, da sie (wohl zu Recht) andernfalls ein Platzen des Bündnisses befürchtete. Obwohl diese Zurückhaltung im eigensten Interesse der KPD geboten war, hat die Taktik in der Westberliner AL offenbar heftige Auseinandersetzungen in der KPD-Führung ausgelöst. Das Ergebnis ist eine deutliche Verschärfung des KPD-Kurses. In einer Diskussionsgrundlage des ZK der KPD wird bemängelt, daß es in der KPD zu Erscheinungen der Anpassung an die vorherrschenden ideologischen Strömungen gekommen sei, daß man in der Bündnispolitik zu einer Politik des Machbaren gekommen sei, statt sich an der Gesamtstrategie zu orientieren …

Die Hauptaussagen sind:
1.Die KPD betrachtet die Durchsetzung antisowjetischer (antihegemonistischer) Parolen als das zentrale Ziel ihrer Arbeit in demokratischen Bündnissen. 2.Die KPD will zukünftig offensiv für dieses Ziel kämpfen und von sich aus die Auseinandersetzung darum provozieren. Das würde, in die Tat umgesetzt, eine radikale Wende der KPD-Taktik bedeuten, die bisher dem Streit um ihre antihegemonistischen Thesen lieber ausgewichen ist, um sich nicht von vornherein zu isolieren. Das hat dazugeführt, daß die KPD bisher zwar relativ oft in demokratischen Bündnissen präsent war, aber ohne dort ihre speziellen (antihegemonistischen) Inhalte plazieren zu können. Die neue Taktik hingegen läuft faktisch auf die Preisgabe von Bündnismöglichkeiten hinaus. So stellte sich die KPD bereits bei den Vorgesprächen zum Frankfurter 'Rock gegen Rechts' selbst ins Abseits, indem sie die Aktion in ein 'Rock gegen die DDR' umfunktionieren wollte - mit der Begründung für den Neonazismus in der BRD sei die DDR verantwortlich, und die Gefahr eines neuen Faschismus kommt heute sowieso nicht von rechts, sondern von der DKP. Auch in der alternativen Wahlbewegung zeigt der Taktikwechsel der KPD erste Folgen. Auffallende Beispiele sind die Europa-Wahlen und die Wahlen in Bremen. In der 'Roten Fahne' vom 31.5.79 erklärte der Ständige Ausschuß … daß die KPD die 'Grünen' bei den Europa-Wahlen nicht unterstützen werde … Trotz Gemeinsamkeiten im Kampf für Umweltschutz und demokratische Rechte gebe es außenpolitisch allzu tiefe Differenzen, nämlich in der zentralen Frage des notwendigen europäischen Zusammenschlusses gegen die Supermächte, besonders gegen den sowjetischen Hegemonismus. Deshalb seien die Grünen nicht wählbar … So betrachtet könnte die KPD zukünftig keine einzige alternative Liste mehr unterstützen, da kaum Aussichten bestehen, daß sich die KPD irgendwo mit ihrer antihegemonistischen Linie durchsetzen wird", was sich in Bremen zeigte (vgl. 25.5.1979, 12.7.1979, 27.7.1979, 6.8.1979):"
Die in Bremen von der KPD verfolgte provokatorische Taktik könnte zukünftig durchaus modellhaft für ihr Vorgehen in anderen Städten werden. Wenn die KPD schon nicht in der Lage ist, alternative Wahlbündnisse inhaltlich zu beeinflussen, so hat sie vielerorts noch die Kraft, sie zu schwächen und zu behindern. Sie baut dabei auf das liberale Selbstverständnis einer Linken, die sich lieber angeekelt vom Schauplatz derartiger Machtkämpfe abwendet, statt die Provokateure vor die Tür zu setzen … Die KPD … zielt darauf ab, der alternativen Wahlbewegung ihre für die Herrschenden bedrohlichste Seite zu nehmen. Für die Bundestagswahlen 1980 hat die KPD in ihrer zentralen Stellungnahme schon jetzt die Behauptung aufgestellt, ein mögliches alternatives Wahlbündnis werde mit Sicherheit die 5% Hürde nicht schaffen, also auch keine Abgeordneten ins Parlament schicken können … Sich darauf einzulassen, käme für die alternative Wahlbewegung einer Kapitulation gleich, bevor der Kampf überhaupt begonnen hat. Aus den Äußerungen und Verhaltensweisen der KPD ergibt sich für die Bundestags-Wahldiskussion folgende Prognose: Die KPD geht (wohl zu recht) davon aus, daß sich bei der Diskussion zu den Bundestagswahlen die zentralen Fragen (vor allem Außenpolitik, Frage der Abrüstung, Haltung zur Sowjetunion usw.) nicht ausklammern lassen. Im Gegenteil ist damit zu rechnen, daß jedes denkbare demokratische Wahlbündnis sich zu diesen Fragen in einer Weise äußern wird, die total der antihegemonistischen Linie der KPD widerspricht. Die KPD ist daher an einer Mitarbeit in einem solchen demokratischen Wahlbündnis nicht interessiert. Da sie die Chancen eines solchen Wahlbündnisses zudem nicht besonders hoch einschätzt, stellt sich für die KPD die Frage eines eigenständigen antihegemonistischen Wahlbündnisses nach der Devise 'Klein aber rein' - in Perspektive gemeinsam mit MLD, KBW und Teilen der 'Komitees' ehemaliger KBWler (KDS, d.Vf.) …
Unabhängig von der Frage einer eigenen Kandidatur zielt aktuell die Taktik der KPD darauf ab, die alternative Wahldiskussion negativ zu beeinflussen. Den derzeitigen Schwerpunkt bildet dabei ihr Versuch, eine gemeinsame Stoßrichtung der alternativen Wahlbewegung gegen den CDU/CSU-Kandidaten Strauß zu verhindern. Strauß soll nach Willen der KPD geschont werden, weil sie in ihm einen wachsamen und weitsichtigen Politiker im Sinne ihres antihegemonistischen Kampfes sieht … Es muß auch befürchtet werden, daß die KPD (eventuell gemeinsam mit Teilen der Ex-KBW-Komitees) nach Bremer Muster Provokationen unternimmt, die insbesondere die linken Teile der Wahlbewegung gegenüber den rechteren Grünen schwächen könnten. Nach den bisherigen Erfahrungen wird sich die KPD bei dieser Taktik vorzugsweise einer superlinken Phraseologie bedienen und eine entsprechende Bündnispolitik gegenüber Spontis, Wahlboykott-Anhängern usw. versuchen."

In "Studenten wählen links. Reaktionäre ohne Chance." heißt es u.a.:"
Die Gruppierungen mit revolutionärem Anspruch spielen nur noch eine sehr geringe Rolle. Der einst in dieser Hinsicht führende KBW hat seinen Einfluß jetzt vollständig verloren, auch in seinen Hochburgen in Baden-Württemberg. Der KSV (Studentenverband der KPD) spielt nur noch in der Basisgruppenliste in Westberlin (an der FU) eine gewisse Rolle. Mit der beabsichtigten Auflösung des KSV wird dieser Prozeß sich noch fortsetzen. Die mit dem KB sympathisierenden Studenten haben eine Reihe von Positionen wieder verloren, was im wesentlichen auf einen Rückzug aus der Hochschulpolitik zurückzuführen ist.
In beiden Hochburgen, in Göttingen und Hamburg, konnten dagegen die früheren Ergebnisse gehalten oder sogar leicht verbessert werden."

Aus Baden-Württemberg wird berichtet aus Freiburg vom Kampf um freie Information (vgl. Juli 1979) sowie aus Tübingen von den Stupawahlen (StpW) an der Uni (vgl. Juli 1979).

Aus Bayern wird berichtet von den Stupawahlen (StpW) an der Uni München (vgl. Juli 1979).

Aus Berlin wird berichtet von der AL Kreuzberg (vgl. 6.7.1979) sowie den Stupawahlen (StpW) an der ***************** (vgl. Juli 1979).

Aus Hessen wird berichtet von den Stupawahlen (StpW) an der Uni Marburg (vgl. Juli 1979).

Aus NRW wird berichtet von der Grün-Bunten Liste Münster (vgl. 6.8.1979).
Q: Arbeiterkampf, Jg. 9, Nr. 159, Hamburg, 6.8.1979

20.08.1979:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 160 (vgl. 6.8.1979, 3.9.1979) heraus.
Berichtet wird vom Kampucheatreffen in Frankfurt (vgl. 4.8.1979).

Aus NRW wird berichtet von der Bunten Liste Dortmund (vgl. 4.8.1979), Bunten und Grünen in Köln (vgl. 20.8.1979) und dem Bahro-Lesekreis Köln (vgl. 6.10.1979).

Laut KB tritt eine Zentrumsleitungs- (ZL) Fraktion im KB erstmals mit der Veröffentlichung mehrerer Grundsatzartikel in Erscheinung.
Die Fraktion ist derzeit noch in Hamburg beheimatet (vgl. 22.8.1979).

Damit habe sie ihre Meinung schriftlich eskaliert durch:
- Einen Artikel, der sich über den 'Utopismus' im KB beklagt,
- Einen Artikel, der sich mit der 'Krisen-Literatur' der KB-Genossinnen, als Fortführung der Göttinger Artikel beschäftigt.
- Einen Artikel, der auf die 'Grauzonen des Feminismus im KB' eingeht.
Q: Arbeiterkampf, Jg. 9, Nr. 160, 163, 165 und 169, Hamburg, 20.8.1979, 1.10.1979, 29.10.1979 bzw. 14.1.1980, o.S., S. 45, S. 52 bzw. S.48

03.09.1979:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 161 (vgl. 20.8.1979, 17.9.1979) heraus.
Aus Bayern wird berichtet vom Antikriegstag (AKT - vgl. 1.9.1979) in München und Nürnberg.

Aus Berlin wird berichtet vom Antikriegstag (AKT - vgl. 1.9.1979).

Aus Hessen wird berichtet vom Antikriegstag (AKT - vgl. 1.9.1979) in Frankfurt.

Aus NRW wird berichtet vom Antikriegstag (AKT - vgl. 1.9.1979) in Krefeld.

Aus Schleswig-Holstein wird berichtet vom Antikriegstag (AKT - vgl. 1.9.1979) in Kiel.
Q: Arbeiterkampf, Jg. 9, Nr. 161, Hamburg, 3.9.1979

17.09.1979:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 162 (vgl. 3.9.1979, 1.10.1979) heraus.
Laut KB "vertritt die LG-Mehrheit die These, daß die ZL nunmehr mit einer gewissen inneren Zwangsläufigkeit beginnen werde, sich eine Rechtfertigungsideologie für die von ihr provozierte Polarisierung zu schaffen. Indem ein maßloses Zerrbild von der Politik und den Absichten der LG-Mehrheit aufgebaut wird, schafft sich die ZL-Gruppe ein Feindbild nach Maß, als dessen 'leninistischer' Widerpart sie nun zu erscheinen versucht … Die LG-Mehrheit habe … einen Waffenstillstand mit den Fehlströmungen im KB geschlossen. Die LG-Mehrheit wolle den ideologischen Kampf gegen Feminismus, Utopismus usw. usf. verhindern und verbieten. Dies gelte, so behauptet die ZL weiter, keineswegs nur für die innere Situation des KB, sondern auch für die Bündnispolitik des KB nach außen: Auch diese sei durch einen Waffenstillstand und ein opportunistisches Arrangement mit allen möglichen kleinbürgerlichen Fehlströmungen gekennzeichnet. Um die Krise zu bewältigen, müsse der KB endlich nach innen wie nach außen schärfere Konturen ziehen, den ideologischen Kampf gegen die Fehlströmungen aufnehmen. Bevorzugtes Angriffsziel der ZL und Adressat ihrer ungebetenen Ratschläge war die Frauen-Politik im KB. Den Frauen vor allem wurde von der ZL der Vorwurf gemacht, unsere bewährten Grundsätze schon lange zugunsten eines Aufgehens im Feminismus verlassen zu haben. Genossinnen, die sich gegen chauvinistisches Verhalten von Genossen zur Wehr setzten, wurden von der ZL darüber belehrt, daß der Chauvinismus am besten dadurch zu bekämpfen sei, daß frau den ideologischen Kampf gegen feministische Fehlströmungen führt … Ein weiterer zentraler Punkt der damaligen ZL-Polemik war ihre schematische Gegenüberstellung von 'Keimform' und 'Zweckbündnis'. Der KB müsse einerseits politisches Zweckbündnis sein, andererseits allerdings auch Keimform-Elemente der sozialistischen Gesellschaft vorwegnehmen. Jedoch müsse … in diesem Widerspruch das Zweckbündnis stets die Hauptseite bilden. Die Mehrheit des KB und des LG wolle hingegen den Keimform-Aspekt überstrapazieren. Das müsse zur Zersetzung des KB führen. In dieser Phase des Fraktionskampfes behauptete die ZL, sie vertrete das leninistische Element im KB. Die Mehrheit hingegen sei gegen das leninistische Organisationsmodell und gegen wesentliche Vorstellungen Lenins" (vgl. 16.9.1979, 23.9.1979).
Q: Arbeiterkampf, Jg. 9, Nr. 162 und 169, Hamburg, 17.9.1979 bzw. 14.1.1980, o.S. bzw. S.48

01.10.1979:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 163 (vgl. 17.9.1979, 15.10.1979) heraus. Berichtet wird vom bundesweiten Treffen der Grünen und Bunten (vgl. 22.9.1979) und den eigenen Fraktionskämpfen (vgl. 20.8.1979, 16.9.1979), u.a. aus Hamburg (vgl. 5.9.1979, 25.9.1979).

Aus Bremen wird berichtet von F.J. Strauß (FJS, CSU - vgl. 25.9.1979).

Aus Niedersachsen wird berichtet von der Bunten Liste (BL) Braunschweig (vgl. 17.9.1979).
Q: Arbeiterkampf, Jg. 9, Nr. 163, Hamburg, 1.10.1979

15.10.1979:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 164 (vgl. 1.10.1979, 29.10.1979) heraus.
Berichtet wird von der bundesweiten Anti-AKW Demonstration (vgl. 14.10.1979).

Aus Bremen wird berichtet von den Bürgerschaftswahlen (vgl. 7.10.1979).

Aus NRW wird berichtet aus Köln über die DDR-Woche des Bahro Lesekreises der KPD (vgl. 4.10.1979, 6.10.1979).
Q: Arbeiterkampf, Jg. 9, Nr. 164, Hamburg, 15.10.1979

29.10.1979:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 165 (vgl. 15.10.1979, 12.11.1979) heraus. Berichtet wird vom anstehenden bundesweiten Antifakongreß (vgl. 10.11.1979, 17.11.1979), dem Kongreß der Bunten und Grünen (vgl. 3.11.1979), der Gründung der Volksfront der KPD/ML (vgl. 6.10.1979) und von den eigenen Fraktionskämpfen über die LG-Thesen (vgl. Juli 1979), die Kritik-Fraktion (vgl. 14.9.1979, 25.10.1979), die ZL-Fraktion (vgl. 20.8.1979, Sept. 1979, 5.9.1979, 24.11.1979) sowie über Stellungnahmen von KB-Gruppen aus Freiburg (vgl. 7.10.1979), Hamburg (vgl. 25.9.1979, 17.10.1979), Göttingen (vgl. 19.10.1979) und Köln (vgl. 22.10.1979).

Aus Bremen wird berichtet von der Bürgerschaftswahl (vgl. 7.10.1979).

Aus Hessen wird berichtet von der Grünen Liste Hessen (GLH - vgl. 22.10.1979).

Aus Niedersachsen wird berichtet über Bunte und Alternative in Lüneburg (vgl. 23.10.1979).
Q: Arbeiterkampf, Jg. 9, Nr. 165, Hamburg, 29.10.1979

12.11.1979:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 166 (vgl. 29.10.1979, 26.11.1979) heraus. Berichtet wird vom bundesweiten Treffen der Grünen und Bunten (vgl. 3.11.1979) und dem Kampucheakongreß (vgl. 2.11.1979).

Aus Hamburg wird berichtet vom SSB Schüler (vgl. Juli 1978, Feb. 1979).

Laut KB bringt die ZL-Fraktion in diesem AK "erstmals die Politik des KB gegenüber der sich formierenden Grünen Partei in die Debatte: Bei der KB-Mehrheit sei derzeit eine Abkehr von der Wahlbewegung erkennbar, die 'hinter maximalistischen Forderungen, Parolen und Ansprüchen versteckt' werde. Dadurch werde die 'Tahlfahrt des KB in die politische Bedeutungslosigkeit beschleunigt und zahlreiche Arbeitsfelder des KB akut gefährdet". Der AK vertritt hierzu die Auffassung, "diese Spekulationen waren die offizielle Geburtsstunde der Legende, daß der KB die ZL-Fraktion ausgeschlossen habe, weil er gegen eine Mitarbeit bei den GRÜNEN sei. Zugleich mit der Geburt dieser Legende ließ die ZL-Fraktion alle Thesen und Themen, die sie bis dahin in der Auseinandersetzung verfochten hatte, fallen wie eine heiße Kartoffel.
Einzig und allein die Polemik gegen 'feministische Fehlströmungen' wurde (in deutlich reduziertem Umfang) auch nach der Spaltung der Gruppe Z fortgeführt".

Damit habe die ZL "völlig unerwartet eine totale Wendung ihrer Polemik" vollzogen.

Die ZL-Fraktion im KB wolle "am 24./25. November eine Arbeitskonferenz durchführen … Eingeladen zu dieser fraktionellen Bundeskonferenz sind alle KB-Mitglieder, die weitgehend aber auch nur punktuell mit unseren Ansichten übereinstimmen oder sympathisieren" (S.54). Die Bundeskonferenz soll das "zukünftige Vorgehen der Fraktion beraten". Am 1. Tag sollen sich folgende Arbeitsgruppen bilden:
- Was können wir aus der Krise der SDAPR lernen?
- Alte und neue Krisendebatte des KB.
- Kommunistische Parteitheorie.
- Frauen: kommunistische und feministische Theorien.
- Feminismus im KB/Antichauvinistischer Kampf.
Am 2. Tag ist geplant: Berichte aus den Arbeitsgruppen, Aussprache darüber und Diskussion zum weiteren Vorgehen. Die LG-Mehrheit des KB nimmt Stellung:"
Die von der ZL angegebene Tagesordnung enthält keinerlei Bezug zur Kongreß-Vorbereitung … Unserer Meinung nach behindert eine fraktionelle Bundeskonferenz mit einer derartigen TO, knapp 6 Wochen vor dem 1. KB-Kongreß, ganz wesentlich die Vorbereitung auf den 1. Kongreß, die ohnehin im Verzug ist … Fraktionen im KB haben überhaupt nur ihre Existenzberechtigung, wenn sie sich an den gemeinsamen von der Organisation festgelegten Arbeitsschwerpunkten orientieren, statt sich quer zu diesen zu legen. Ein bundesweites Treffen der ZL-Fraktion in der letzten Phase vor dem 1. Kongreß des KB könnte seine Berechtigung überhaupt nur daraus beziehen, daß es der Vorbereitung der Fraktion auf den 1. Kongreß dient. Das würde bedeuten, daß die auf und seit dem Vor-Kongreß gemeinsam festgelegten Arbeitsschwerpunkte im Mittelpunkt einer solchen fraktionellen Kongreß-Vorbereitung stehen müßten: Statuten-Frage, Antifa-Resolution, Resolution zu RGW/Stalinismus, Diskussion des Rechenschaftsberichts usw. Die Einberufung einer fraktionellen Konferez durch die ZL steht im Widerspruch zu dem Umstand, daß die ZL sich immer noch nicht offiziell und verbindlich über ihren Status geäußert hat … Nach dem bisherigen Stand der Meinungsbildung im KB kann die ZL nicht weiter die Rechte einer Fraktion wahrnehmen - und die Einberufung einer fraktionellen Bundeskonferenz setzt ein solches Recht voraus -, ohne sich offiziell und verbindlich als Fraktion zu erklären und sich entsprechend politisch-ideologisch zu definieren."
Zur Vorbereitung des 1. Kongresses des KB am 1. und 2. Dezember solle ein weiteres Treffen zum Thema Internationalismus stattfinden (S.51).
Themen sollen u.a. sein:
- 3. Welt und Imperialismus,
- Gefahr eines 3. Weltkrieges,
- Außenpolitik der Sowjetunion,
- Proletarischer Internationalismus.

Laut S. 50 "erschien kürzlich als bezahlte Anzeige ein Offener Brief an Hua Guo-feng wegen der Verurteilung des Dissidenten Wei Jingsheng zu 15 Jahren Haft. Unterzeichnet war der Brief von zahlreichen Akademikern, insbesondere Sinologen und China-Experten, darunter auch einige der KPD recht nahestehende". Daraus folgert der AK:"
Heute regieren dort anscheinend China-Händler und bürgerliche China-Freunde, denen der Sozialismus bestenfalls gleichgültig ist."
Q: Arbeiterkampf, Jg. 9, Nr. 166, 169, 171 und 184, Hamburg, 12.11.1979, 14.1.1980, 11.2.1980 bzw. 8.9.1980, o.S., S. 48, S. 50 bzw. S.45

26.11.1979:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 167 (vgl. 12.11.1979, 10.12.1979) heraus. Berichtet wird vom bundesweiten Treffen der Grünen und Bunten (vgl. 14.12.1979), dem Ökopaxkongreß (vgl. 27.10.1979), dem Antifakongreß (vgl. 10.11.1979), der Pazifistisch-Sozialistischen Gruppe (PSG - vgl. Okt. 1979, 1.12.1979) und den eigenen Fraktionskämpfen (vgl. 25.11.1979), u.a. auf S.56, wo es heißt, die ZL-Fraktion habe derzeit ca. 200 Anhänger, hauptsächlich in Hamburg:"
60% kommen aus den Zentrums-Bereichen, weitere 30% kommen aus Ortsgruppen in Schleswig-Holstein und Niedersachsen, die von Mitgliedern der ZL angeleitet werden."

Aus Baden-Württemberg wird berichtet von der Bunten Liste (BL) Freiburg (vgl. Sept. 1978).
Q: Arbeiterkampf, Jg. 9, Nr. 167, Hamburg, 26.11.1979

10.12.1979:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 168 (vgl. 26.11.1979, 14.1.1980) heraus.
International wird berichtet von der NATO (vgl. 9.12.1979).

Berichtet wird auch von den Grünen (vgl. 10.12.1979).

Aus Baden-Württemberg wird berichtet vom NPD-Parteitag in Mannheim (vgl. 8.12.1979).

Aus Berlin wird berichtet über die AL (vgl. 10.12.1979).

Aus Hessen wird berichtet von den Grauen Wölfen in Frankfurt (vgl. 8.12.1979).

Aus Niedersachsen wird berichtet von den Grünen (vgl. 9.12.1979).

Aus NRW wird berichtet von den Grünen (vgl. Nov. 1979, 15.12.1979), u.a. in Münster (vgl. 23.11.1979).

Berichtet wird von den eigenen Fraktionskämpfen u.a. vom bundesweiten Treffen der ZL-Fraktion (vgl. 24.11.1979, 25.11.1979) und deren Beurlaubung sowie der VV der Bunten Liste Hamburg (vgl. 1.12.1979).

Laut S. 54 wurde am "22.8.79 von der Zentrumsleitung (ZL) der bisher schwerste Fraktionskampf im KB seit dessen Gründung 1971 ausgelöst. Drei Monate zunehmender Polemik, Unterstellungen und offene Feindseligkeiten liegen nun hinter uns. Die Situation ist unerträglich geworden: Verhärtete Fronten in den fraktionierten Bereichen, weit verbreitete Apathie gegenüber der ideologischen Auseinandersetzung im AK; offene Konfrontation in der Wahlpolitik; Bindung von Kräften durch zunehmend irrationalere Auseinandersetzungen im Inneren; verminderte Handlungsfähigkeit nach außen".

Das LG des KB formuliert auf dieser und der folgenden Seite u.a., daß es jetzt höchste Zeit sei, "dem gegenwärtigen Zustand des KB ein Ende zu setzen. Das kann derzeit unserer Erfahrung und Einschätzung nach nur durch eine organisatorische Trennung der ZL-Fraktion vom KB erreicht werden, da eine Zusammenarbeit in einer Organisation sich vorerst als unmöglich erwiesen hat und die Konfrontation immer weiter verschärft, statt sie zu entspannen. Wir befürworten, daß die ZL-Fraktion sich als autonome Organisation formiert mit eigener Leitung, eigenen Strukturen, eigenem Zentralorgan, eigenen Finanzen usw. Dieser Prozeß soll bereits vor dem 1. KB-Kongreß im Januar bzw. parallel zu diesem abgeschlossen sein, um zu erreichen, daß auf dem 1. Kongreß tatsächlich mit Blick nach vorn diskutiert werden kann, statt den unfruchtbaren Fraktionsstreit mit der ZL noch einmal aufzukochen. Dieser Vorschlag schafft keine Spaltung, sondern registriert nur die tatsächliche Entwicklung:
- Die Wahlpolitik, die … das einige Arbeitsfeld ist, auf dem die ZL noch wesentliche Aktivitäten entfaltet, wird von der ZL-Fraktion schon heute weitgehend autonom und losgelöst vom KB … gestaltet.
- Die ZL setzt sich völlig eigene Schwerpunkte, die autonom gegenüber den vom KB gesetzten Arbeitsschwerpunkten … sind.
- Die ZL-Fraktion wertet ihre Fraktionsgeschäfte vorrangig gegenüber der Arbeit innerhalb der Strukturen ds KB.
- Die ZL-Fraktionsleitung hat angeordnet, den finanziellen Beitrag ihrer Anhänger an den KB auf einen sogenannten Mindestbeitrag zu senken, und zwar z. T. rückwirkend ab Oktober … Zugleich wurde eine Fraktions-Kasse eingerichtet.
- Die ZL hat sich weitgehend aus der Arbeit am AK - abgesehen von ihren Polemik-Artikeln zurückgzogen und geht zudem frech mit der Behauptung hausieren, sie sei redaktionell kaltgestellt worden …Aus den genannten Gründen kann eine ausdrücklich erklärte organisatorische Trennung nur den bestehenden Zustand konstatieren … Wir wollen uns in diesem Sinne dafür einsetzen, daß die sich aus der ZL-Fraktion bereits herausgebildete autonome Organisation und der KB in möglichst engem Bezug zueinander bleiben sollten, daß möglichst intensive Beziehungen auf der Grundlage des klassischen Gegensatzpaares von Zusammenarbeit und Auseinandersetzung entwickelt werden. Wir befürworten dringend, eine solche organisatorische Trennung noch vor dem 1. Kongreß des KB (Anfang Januar 1980) auf einer Delegierten-Konferenz zu beraten und zu beschließen."
Das LG des KB erklärt weiter, daß sich diesem Artikel-Entwurf das Alternative Zentrum Hamburg und das Komitee Hamburg anschließen. Im Alternativen Zentrum, das aus der Aufteilung des alten Zentrums hervorgegangen ist, sind folgende Bereiche vertreten:
- ÖTV-Bereich (Mehrheit),
- Chemie-Bereich (Minderheit) (vgl. 3.12.1979),
- Bezirk Barmbek (Minderheit),
- Bezirk Eimsbüttel (Minderheit) (vgl. 2.12.1979),
- Bezirk Bergedorf (Minderheit),
- Lehrer (Mehrheit),
- Pastoren,
- Anti-AKW-Zelle,
- Antifa-Zelle,
- Kulturzelle (vgl. 4.12.1979),
- Nahost-Kommission,
- Lateinamerika-Kommission,
- Druck/HBV-Bereich (vgl. 2.12.1979).

Im Komitee (vgl. 5.12.1979) sind vertreten:
- Bezirk Wandsbek (vgl. 4.12.1979),
- Bezirk Steilshoop,
- Bezirk Harburg/Wilhelmburg,
- Bezirk St. Pauli/St. Georg,
- Metall-Bereich,
- Jugend-Bereich (vgl. 3.12.1979),
- Bezirk Altona (vgl. 6.12.1979).
Für den Artikel erklären weitere Organisationsteile ihre Unterstützung:
- AG Frauen Hamburg (vgl. 3.12.1979),
- Kinder-Kommission-Hamburg,
- Zellen I bis III im Kinder/Erzieherbereich Hamburg (vgl. 5.12.1979),
- Aus Bayern 2 Genossen aus Nürnberg (Mitglieder der erweiterten ZRK);
- Ortsleitung Bremen (vgl. 3.12.1979),
- aus Hessen die Ortsgruppe Marburg;
- aus Niedersachsen die KB-Ortsgruppe Braunschweig und 6 Genossen aus Lüneburg;
- aus NRW 2 Genossen aus Paderborn und 9 Genossen aus Bochum;
sowie 11 Genoss(innen) aus Schleswig-Holstein.

Zustimmungen zur Beurlaubung der ZL (vgl. 25.11.1979) kamen auch:
- von der Delegiertenkonferenz des KB außerhalb Hamburgs,
- aus NRW von den Ortsgruppen Bochum und Münster;
- der Mehrheitsgruppe im Chemie-Bereich Hamburg und der VV des SSB Studenten;
- aus Niedersachsen von der örtlichen Leitung des KB Göttingen;
- von der Ortsleitung Bremen sowie von Westberliner KB-Genossen.

Protest kommt vom Hamburger Zentrum (vgl. 28.11.1979) und aus NRW aus Bielefeld (vgl. 1.12.1979). Über die Zusammensetzung der ZL-Fraktion heißt es auf S.56, sie habe z.Zt. zwischen 150 und 200 Mitglieder:"
Von diesen kommen ca. 54% aus den alten 'Zentrums'-Bereichen. Ca. 16% kommen aus der übrigen Hamburger Ortsgruppe, insbesondere aus dem SSB (Studenten). Ca. 30% kommen aus Ortsgruppen außerhalb Hamburgs, vor allem aus den bisher von der ZL angeleiteten Bereichen Schleswig-Holstein, Westberlin, Hannover und Göttingen (in Niedersachsen, d.Vf.). Zur ZL-Fraktion sind außerdem seit kurzem die Ortsgruppen Landshut (in Bayern, d.Vf.) und Bielefeld (in NRW, d.Vf.) gestoßen. Die ZL-Fraktion hat im Bezirk Eimsbüttel eine 2/3 Mehrheit, im Chemie-Bereich eine Mehrheit, im Bezirk Barmbek eine knappe Mehrheit, außerdem eine recht starke Minderheit im ÖTV-Bereich (Post und Angestellte). Von den ca. 30 Fachkommissionen des KB gehören folgende zur ZL-Fraktion: Afrika-Kommission, Dänemark-Kommission, Großbritannien-Kommission, Portugal-Kommission, AG-Schwule, Skandinavien-Kommission. In der Kommission Betrieb und Gewerkschaft haben bisher noch ZL-Anhänger mitgearbeitet, allerdings ihre Tätigkeit zunehmend zugunsten der Fraktionsgeschäfte eingeschränkt."
Q: Arbeiterkampf, Jg. 9, Nr. 168, Hamburg, 10.12.1979

14.01.1980:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 169 (vgl. 10.12.1979, 28.1.1980) heraus.
Auf S.1 wird "Für einen Kongreß der Linken" aufgerufen. Dieser Kongreß, den die Bereitschaft der verschiedenen Organisationen auf dem 1. KB-Kongreß hervorrief, solle möglichst noch im Frühjahr 1980 stattfinden.

Berichtet wird von der Gründung der Grünen (vgl. 12.1.1980) dem eigenen Kongreß (vgl. 4.1.1980) und den eigenen Fraktionskämpfen (vgl. 25.6.1979, 20.8.1979, 22.8.1979 Hamburg, 17.9.1979, 12.11.1979, 25.11.1979, 1.12.1979 Hamburg, 17.12.1979 Hamburg, 22.12.1979) sowie der Auflösung der KPD (vgl. 21.6.1979, 19.7.1979, 15.11.1979 Berlin, 1.12.1979, 6.12.1979, 13.12.1979, 14.1.1980).
Quelle: Arbeiterkampf, Jg. 10, Nr. 169, Hamburg, 14.1.1980

28.01.1980:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 170 (vgl. 14.1.1980, 11.2.1980) heraus.
Berichtet wird von der Gründung der Grünen über die KPD (vgl. 12.1.1980).

Aus Berlin wird berichtet vom Mord an Celattim Kesim (vgl. 5.1.1980, 12.1.1980).

Aus Hamburg wird berichtet von der MV der Bunten Liste (vgl. 22.1.1980).

Aus NRW wird berichtet von der Gründung der Grünen (vgl. 15.12.1979).

Der ex-DDR Dissident Rudolf Bahro (bekanntgeworden durch das Buch "Die Alternative. Zur Kritik des real existiernden Sozialismus") veröffentlicht auf S.45 einen "Offenen Brief an die Bunten und Alternativen, an den KB und die KPD." Darin erklärt er:"
Ich bin für Mitarbeit möglichst vieler Sozialisten aller Couleur bei den Grünen, ohne fraktionellen Schrägstrich zwischen grün hier und bunt bzw. alternativ dort. Daher bin ich konzeptionell von vornherein gegen Doppelmitgliedschaften als Dauerzustand. Und ich bin dagegen, daß ihr eine aussichtsreiche politische Perspektive, darunter Eure eigene, an dieser Frage scheitern laßt. Wer die Mitgliedschaft im KB und KPD in absehbarer Zeit nicht aufgeben will, wer einstweilen in diesen Splittergruppen noch eine und seine politische Zukunft sieht, der muß sich eben darauf beschränken, die Grüne Bewegung außerhalb der Grünen Bewegung zu unterstützen."
Q: Arbeiterkampf, Jg. 10, Nr. 170, Hamburg, 28.1.1980

11.02.1980:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 171 (vgl. 28.1.1980, 25.2.1980) heraus. Eingegangen wird auf die eigene Spaltung (vgl. 12.11.197, 22.1.1980, 31.1.1980). Berichtet wird von den Grünen (vgl. 3.11.1979) und Alternativen (vgl. 2.2.1980) sowie der Volksfront der KPD/ML (vgl. 6.10.1979, 26.1.1980), die laut S.57 zu den Bundestagswahlen (BTW) kandidieren will.

Aus Bremen wird berichtet von der Spaltung (vgl. 13.1.1979) der Wahlbewegung, und ihrer weiteren Entwicklung (vgl. 30.8.1979, 1.9.1979, 7.10.1979), in die sich u.a. auch die SPD (vgl. 16.8.1979) und Rudi Dutschke (vgl. 29.8.1979) einmischten.

Aus Berlin wird berichtet von der AL (vgl. 13.11.1979, 20.11.1979, 21.11.1979, 4.12.1979).

Aus Hamburg wird berichtet von der Bunten Liste (vgl. 1.12.1979, 22.1.1980) und den Studentenparlamentswahlen (StpW) an der Uni (vgl. Feb. 1980).

Aus Hessen wird berichtet aus Frankfurt von Afghanistan-Aktionen (vgl. 25.1.1980, 26.1.1980) und der Ortsgruppe der Grünen Liste Hessen (GLH - vgl. 18.1.1980, 31.1.1980, 7.2.1980).

Aus NRW wird berichtet von der Afghanistan-Demonstration in Bonn (vgl. 2.2.1980).
Q: Arbeiterkampf, Jg. 10, Nr. 171, Hamburg, 11.2.1980

25.02.1980:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 172 (vgl. 11.2.1980, 10.3.1980) heraus. Enthalten ist u.a. ein Artikel "ZL-Machtpoker in der Bunten Liste" Hamburg.

Berichtet wird vom Treffen der Sozialistischen Konferenz (vgl. 23.2.1980).

Aus Hamburg wird berichtet vom Autonomentreffen (vgl. 9.2.1980) und der RAF-Demonstration (vgl. 23.2.1980).

Aus NRW wird berichtet von der RGO bei Hoesch Dortmund (IGM-Bereich - vgl. 12.2.1980, 15.2.1980, 19.2.1980).
Q: Arbeiterkampf, Jg. 10, Nr. 172, Hamburg, 25.2.1980

10.03.1980:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 173 (vgl. 25.2.1980, 24.3.1980) heraus.
Berichtet wird vom Parteitag der KPD (vgl. 7.3.1980), einem Papier der KDS (vgl. 18.2.1980), dem Palaver des SB (vgl. 25.4.1980) und dem Antifakongreß (vgl. 23.2.1980, 4.4.1980).

Aus Berlin wird berichtet von der Gründung der Grünen (vgl. 22.2.1980).

Aus Hamburg wird berichtet von der Spaltung der Bunten Liste (vgl. 2.3.1980).

Laut S.49 geht aus einer Erklärung der Zentralen Parteikontrollkommission (ZPKK) der KPD/ML hervor, "daß es bei der Schärfung der Wachsamkeit und der Säuberung der Parteireihen einige Mitglieder-Verluste … gegeben hat".
Q: Arbeiterkampf, Jg. 10, Nr. 173, Hamburg, 10.3.1980

24.03.1980:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 174 (vgl. 10.3.1980, 21.4.1980) heraus. Berichtet wird vom Parteitag der Grünen (vgl. 22.3.1980), dem Antifaschismus (vgl. März 1980) und den KDS (vgl. 8.3.1980).

Aus Rheinland-Pfalz wird berichtet von den Nationalrevolutionären (vgl. März 1980).
Q: Arbeiterkampf, Jg. 10, Nr. 174, Hamburg, 24.3.1980

21.04.1980:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 175 (vgl. 24.3.1980, 5.5.1980) heraus. Aus Hamburg wird berichtet vom Anti-FJS Treffen (vgl. 9.4.1980).

Aus Hessen wird berichtet aus Frankfurt von der Antifawoche (vgl. 14.6.1980).
Q: Arbeiterkampf, Jg. 10, Nr. 175, Hamburg, 21.4.1980

05.05.1980:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 176 (vgl. 21.4.1980, 19.5.1980) heraus. Berichtet vom Palaver des SB (vgl. 24.4.1980).

Aus Baden-Württemberg wird berichtet vom 1. Mai in Esslingen, Freiburg, Heidelberg und Stuttgart.

Aus Bayern wird berichtet vom 1. Mai in Bamberg und Nürnberg.

Aus Berlin wird berichtet vom 1. Mai.

Aus Bremen wird berichtet vom 1. Mai in Bremen und Bremerhaven.

Aus Hamburg wird berichtet vom Anti-FJS Treffen (vgl. 9.4.1980, 24.4.1980), dem 1. Mai, einer Türkeiveranstaltung (vgl. 2.5.1980) und auf S.12 auch über die sich Sprecherrat der Bunten Liste nennende Gruppe, die der Z nahestehe.

Aus Hessen wird berichtet vom 1. Mai aus Darmstadt, Frankfurt, Kassel und Marburg sowie aus Frankfurt von einer Türkeiveranstaltung (vgl. 25.4.1980).

Aus Niedersachsen wird berichtet vom 1. Mai in Braunschweig, Delmenhorst, Emden, Hannover, Lüneburg und Rotenburg.

Aus NRW wird berichtet vom 1. Mai in Bielefeld, Bochum, Dortmund, Essen, Köln und Münster. Aus Münster wird berichtet vom Strauß-Besuch (FJS, CSU - vgl. 23.4.1980).

Aus Rheinland-Pfalz wird berichtet vom 1. Mai in Trier.

Aus Schleswig-Holstein wird berichtet vom 1. Mai in Flensburg, Kiel, Lübeck und Neumünster.

Laut S.54 werden seit einigen Monaten auf Initiative der aus dem KBW hervorgegangenen Gruppe Komitees für Demokratie und Sozialismus (KDS):"
Gespräche zwischen verschiedenen linken Gruppierungen über eine engere Zusammenarbeit und einen intensiveren Diskussionsprozeß geführt. Beteiligt sind an diesen Gesprächen bisher außer den Komitees … auch der KB, die aus dem KB ausgestiegene Gruppe Z, die Hauptfraktionen der aufgelösten KPD (Gruppe der 41 und Gruppe der 99) sowie einige örtliche Zirkel. Im Mittelpunkt steht das von den Komitees … vorgeschlagene Projekt einer gemeinsamen theoretischen Zeitung. Als konkreter Vorgriff auf dieses Projekt ist eine Broschüre - zur Problematik der Grünen Partei und zum Ökologismus - in Vorbereitung. Diese Broschüre soll gemeinsam herausgegeben werden von Komitees …, KB und Gruppe Z."

Auf S.55f erscheint ein Interview mit Uwe Carstensen "zur Auflösung der KPD".
Uwe Carstensen war ehemaliger Vorsitzender der für die KPD bedeutenden OG Köln und ist wohl Mitinitiator des Auflösungsprozess der KPD gewesen. Bekannt wurde die u.a. aus seiner Hand stammende Resolution 'Antrag der 41', die auf dem III. Parteitag der KPD (vgl. 7.3.1980), deren Auflösung beschleunigen sollte. Zu den Gründen der Auflösung der KPD äußert sich Carstensen wiefolgt:
"Wir haben seit 1972 versucht, eine Identität als kommunistische Organisation zu finden, indem wir uns auf den ML berufen haben und versucht haben, von dieser revolutionären Theorie her die gesellschaftlichen Verhältnisse heute zu erklären, und wir haben dabei geglaubt, daß der ML mehr oder weniger ein Rezept ist, mit dem man seine Strategie entwickeln kann … In der Auseinandersetzung innerhalb der KPD ging es hauptsächlich darum, ob es möglich ist, ausgehend von der Theorie des ML eine Identität zu finden und eine Strategie zu entwickeln, statt - und das ist die Gegenseite davon - die konkreten Verhältnisse zu analysieren und aus den konkreten Verhältnissen heraus strategische Vorstellungen zu entwickeln. Beispielsweise haben wir einfach solche Theorien, wie die der Diktatur des Proletariats, übernommen und haben geglaubt, daß das so richtig ist, ohne uns genügend radikal vor Augen zu führen, daß im Namen der Diktatur des Proletariats ja grundlegende unterdrückerische Verhältnisse geschaffen worden sind, wie beispielsweise in der Sowjetunion und in anderen osteuropäischen Ländern …
Wir haben z.B. mehr oder weniger unwidersprochen die Revolutions-Strategien und Vorstellungen der III. Internationale übernommen, was die Revolutionierung der Teilkämpfe betrifft: So z.B. in der Gewerkschaftsfrage, wo wir die RGO-Politik der Thälmann-KPD übernommen haben, ohne ernsthaft zu hinterfragen, ob diese Politik nicht eine Niederlage erlitten hat. Weiter haben wir unwidersprochen fast alle zu Lenins Zeiten wohl zutreffenden Analysen über den Imperialismus übernommen, uns aber nicht genügend vor Augen geführt, daß nicht nur die gesellschaftlichen Verhältnisse - oder genauer: Machtverhältnisse - eine Rolle spielen, sondern ebenso die Entwicklung der Produktivkräfte selbst eine wichtige Rolle spielen und grundlegend unter den heutigen Verhältnissen neu überdacht werden müssen. Unsere Politik war mit einem gwissen Objektivismus verbunden, der in der Geschichte des ML ja eine große Rolle spielt. Bei uns beruhte dies auf dem Glauben, daß durch die Analyse der objektiven Verhältnisse, wie z.B. der Krisenentwicklung des Imperialismus oder der objektiven Entwicklung derSU zur Supermacht, eine antihegemonistisch-demokratische Linie aufgrund dieses objektiven geschichtlichen Verlaufs die Massen schon ergreifen wird. Wir haben nicht untersucht und sind nicht ausgegangen von den real stattfindenden Bedingungen und den sich real vollziehenden Gedanken in den Köpfen der Menschen."

Zu den Fraktionen 99er und 41er führt Carstensen aus:
"Die 99er Gruppe hat für sich schon erklärt, daß sie sich als kommunistische Fraktion konstituieren will und für die Entwicklung einer revolutionären Partei eintritt. Sie sagen jetzt nicht der Arbeiterklasse, sondern des linken Flügels der Arbeiterklasse und sie sagen gleichzeitig, daß sie an wesentlichen Positionen des Parteitages von 1975 festhalten wollen … Sie haben auch erklärt, daß die wesentlichen Elemente der antihegemonistischen-demokratischen Linie nach wie vor richtig sind, und sie haben erklärt, daß sie es für falsch halten, wenn sich Kommunisten nur mit sich als Sozialisten definierenden Linken gemeinsam zusammenschließen und sich nicht mehr auch eigenständig organisieren. Sie haben gesagt, daß sie an einer eigenständigen kommunistischen Organisierung festhalten … Im übrigen glaube ich, daß die Gruppe der 99er, die hauptsächlich aus Funktionären oberer, mittlerer und unterer Ebenen der ehemaligen KPD stammt, noch viel weniger mit der sozialen Bewegung verbunden ist, als die KPD es als Ganzes gewesen ist. Was die Gruppe der 41er angeht, muß man sagen, daß sie als sogenannte 'Negativ-Koalition' auf dem Parteitag denunziiert worden ist. Sie hat aber mehrheitlich durchsetzen können, daß die KPD aufgelöst wird … Ich persönlich glaube, daß es notwendig wird, eine Art sozialisäische Sammelbewegung zu forcieren, wo sich linke, sozialistische und kommunistische Kräfte zusammenfinden und ihre unterschiedlichen Positionen austragen. Längerfristig kann darüber eine neue kommunistische oder sozialistische Identität hergestellt werden."

Laut S.60 wird die Zeitung 'Arbeiterkampf' "künftig in einem neuen Verlag, der 'Hamburger Satz- und Verlags-Kooperative GmbH' erscheinen. Dieser Verlag ist Rechtsnachfolger des J. Reents Verlages und wird, mit Ausnahme des Sektors Buchverlag, die bisherigen Aktivitäten weiterführen".
Q: Arbeiterkampf, Jg. 10, Nr. 176, Hamburg, 5.5.1980

19.05.1980:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 177 (vgl. 5.5.1980, 2.6.1980) heraus.
Aus Bremen wird berichtet von der Rekrutenvereidigung (vgl. 6.5.1980).

Aus Hamburg wird berichtet von der Anti-MHP Türkei-Demonstration (vgl. 17.5.1980) und der Gründung der Grünen (vgl. 11.5.1980).
Q: Arbeiterkampf, Jg. 10, Nr. 177, Hamburg, 19.5.1980

02.06.1980:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 178 (vgl. 19.5.1980, 16.5.1980) heraus. Berichtet wird von der Sozialistischen Konferenz (vgl. 17.5.1980).
Eingegangen wird auch auf die eigene Geschichte in Hamburg (vgl. 23.5.1970).

Aus Hamburg wird berichtet von den Schülern gegen Rechts (vgl. Okt. 1979, 1.5.1980).
Q: Arbeiterkampf, Jg. 10, Nr. 178, Hamburg, 2.6.1980

16.06.1980:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 179 (vgl. 2.6.1980, 30.6.1980)
heraus.
Aus Hamburg wird berichtet vom Rock gegen Strauß (FJS) in Steilshoop (vgl.
30.5.1980).
Q: Arbeiterkampf, Jg. 10, Nr. 179, Hamburg, 16.6.1980

30.06.1980:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' Nr. 180 (vgl. 16.6.1980, 14.7.1980) heraus.
Berichtet wird vom Parteitag der Grünen (vgl. 21.6.1980) und der eigenen Betriebsarbeitstagung (vgl. 7.6.1980).

Die MLD ist laut S.8 "bei CDU-Rechtsaußen hoch im Kurs" (vgl. Mai 1980).
Q: Arbeiterkampf, Jg. 10, Nr. 180, Hamburg, 30.6.1980

14.07.1980:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 181 (vgl. 30.6.1980, 28.7.1980) heraus. Berichtet wird von der eigenen Delegiertenkonferenz (vgl. 5.7.1980) und dem Großen Ratschlag des SB (vgl. 27.6.1980).

Aus Berlin wird berichtet von Grünen und AL (vgl. 11.7.1980).

Aus Hamburg wird berichtet von den Grünen (vgl. 5.7.1980) sowie den Kontakten zwischen KB und Z wegen dem Wahlaufruf (vgl. 11.6.1980, 27.6.1980, 2.7.1980).
Q: Arbeiterkampf, Jg. 10, Nr. 181, Hamburg, 14.7.1980

28.07.1980:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 182 (vgl. 14.7.1980, 25.8.1980) heraus.
Q: Arbeiterkampf, Jg. 10, Nr. 182, Hamburg, 28.7.1980

25.08.1980:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 183 (vgl. 28.7.1980, 8.9.1980) heraus.
Berichtet wird von der Freilassung von Horst Mahler (ex-RAF) (vgl. 17.8.1980).

Aus Hessen wird berichtet aus Frankfurt vom Anti-Strauß (FJS) Protest (vgl. 22.8.1980).

Aus Schleswig-Holstein wird berichtet aus Kiel von der Demonstration gegen die türkischen Grauen Wölfe (vgl. 16.8.1980).
Q: Arbeiterkampf, Jg. 10, Nr. 183, Hamburg, 25.8.1980

08.09.1980:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 184 (vgl. 25.8.1980, 22.9.1980) heraus.
Berichtet wird aus der AKW-Bewegung (vgl. 23.8.1980) und von der Behinderung der Behinderung der Volksfront der KPD/ML im Bundestagswahlkampf (vgl. 23.8.1980).

Aus Hamburg wird berichtet von der Anti-FJS Demonstration (vgl. 25.8.1980), dem darauf folgenden Tod von Olaf Ritzmann und der Demonstration dagegen (vgl. 6.9.1980) sowie vom Antikriegstag (AKT - vgl. 1.9.1980).

Aus Bayern wird berichtet vom Antikriegstag (AKT - vgl. 1.9.1980) in Nürnberg.

Aus Berlin wird berichtet vom Antikriegstag (AKT - vgl. 1.9.1980).

Aus Bremen wird berichtet vom Antikriegstag (AKT - vgl. 31.8.1980) und der Olaf Ritzmann Demonstration (vgl. 5.9.1980).

Aus Hessen wird berichtet aus Frankfurt von der Startbahn (vgl. 31.8.1980) sowie der Ritzmann-Demonstration (vgl. 2.9.1980).

Aus Niedersachsen wird berichtet vom Antikriegstag (AKT - vgl. 1.9.1980) in Göttingen.

Aus NRW wird berichtet vom Olaf Ritzmann Protest in Münster (vgl. 1.9.1980).

Aus Schleswig-Holstein wird berichtet vom Antikriegstag (AKT) (vgl. 1.9.1980) in Flensburg und Neumünster.

Im Artikel "Ein Jahr nach der Spaltung des KB" (vgl. Dez. 1979) wird auf S.43 ausgeführt:"
Mit einer Artikelserie im AK 160 (20.9.1979) begann vor einem Jahr die Auseinandersetzung, die schließlich im Dezember 1979 zur Abspaltung der ZL-Fraktion (heute Gruppe Z) vom KB führte. Diese Abspaltung von nahezu einem Fünftel der Mitglieder - darunter zahlreiche Genoss(inn)en, die entscheidenden Anteil am Aufbau des KB hatten - bedeutete zweifellos einen schweren Schlag für den ohnehin 'krisen'geschüttelten KB … Die dreimonatige Eskalation des Fraktionskampfes im Herbst 1979 bietet ein kompliziertes Bild, weil von der ZL-Fraktion gerade auf dem Höhepunkt der Konfrontation eine Totalwendung in ihrer Argumentation vorgenommen wurde. In der Folge entwickelte sich die Gruppe Z nach der Spaltung völlig anders, als es aufgrund der ersten Phase des Fraktionskampfes zu vermuten war. Mehr oder weniger ergab sich so in einer Reihe von Fragen geradezu eine Umkehrung der 'Fronten' zwischen ZL-Fraktion und KB-Mehrheit. Da diese Totalwendung der ZL-Fraktion nicht schrittweise und allmählich, sondern als plötzlicher Bruch erfolgte, lassen sich die zwei Phasen des damaligen Fraktionskampfes sehr sauber voneinander unterscheiden: Die erste Phase umfaßte den Zeitraum vom AK 160 (20.8.1979) bis AK 165 (29.10.1979), also gut zwei Monate. Die zweite Phase wurde von der ZL-Fraktion mit dem AK 166 (12.11.1979) eröffnet. In der ersten Phase war die ZL-Fraktion darum bemüht, sich als 'leninistische Avantgarde' zu stilisieren, die im kleinbürgerlich versumpfenden KB die Fahne der alten politisch-ideologischen Ideale hochhielt. Der KB sei, so klagte damals die ZL-Fraktion zum 'Tummelplatz aller möglichen emanzipatorischen Ansprüche' geworden, die 'sich in diversen Gewändern bestimmter Fehlströmungen kleiden'. Seitens der Leitungs- und Organisationsmehrheit fehle die Bereitschaft, diesen 'Fehlströmungen' durch 'ideologischen Kampf' entgegenzutreten. Stattdessen werde von der Mehrheit 'eine Theorie der friedlichen Koexistenz aller möglichen ideologischen Strömungen in unserer Organisation' praktiziert. In der zweiten Phase des Fraktionskampfes beschränkte sich die ZL-Fraktion ausschließlich auf das Thema der Politik gegenüber den GRÜNEN. Die Polemik der ZL-Fraktion kreiste dabei ständig um den ebenso grobschlächtigen wie falschen Vorwurf des 'Ausstiegs aus der Wahlbewegung'. Von nun an zog die ZL-Fraktion bzw. dann Gruppe Z alle bewährten Register der antikommunistischen Polemik, um den KB als eine 'stalinistische', rigide undemokratische, dogmatische, hierarchistische, sektiererische etc. pp. Gruppe darzustellen. Sich selbst hingegen stilisierte die ZL-Fraktion (mit einigem Erfolg) als eine undogmatische, zum 'Abschneiden alter Zöpfe' der ML-Vergangenheit des KB bereite Vereinigung. Zugunsten dieses neuen Profils wurden fast sämtliche Themen und Thesen der ZL-Fraktion aus der ersten Phase des Streits stillschweigend zugrabe getragen. Zugleich war und ist die Gruppe Z darum bemüht, die bloße Erinnerung daran auszulöschen, daß von ihr praktisch sämtliche materielle Voraussetzungen für die Spaltung des KB bereits in der ersten Phase des Streits geschaffen worden waren.
Ihre offizielle Version lautet jetzt: 'Ende letzten Jahres mußten wir … den KB verlassen - unser Engagement auch in der Grünen Partei (vgl. Nov. 1979, d.Vf.) wurde nicht geduldet. Zweifellos hatten allein die Inhalte der ZL-Argumentation in der ersten Phase des Streits eine sehr schroffe Polarisierung hervorgerufen. Insbesondere gilt das für das damalige Lieblingsthema der ZL 'die Grauzonen des Feminismus' im KB. In diesem Punkt haben sich KB und Gruppe Z nach der Spaltung sogar noch weiter voneinander entfernt …
Die ZL definiert ihre Fraktion ausdrücklich als 'Instrument für die Schlacht um die Mehrheit' und verfuhr in ihrer gesamten Praxis immer mehr nach diesem Prinzip. Das heißt, die gesamte Aktivität der ZL-Fraktion ordnete sich immer mehr dem Ziel einer 'Schlacht um die Mehrheit' unter: Breite Teile des KB wurden zunehmend durch Konfrontation lahmgelegt; die Zusammenarbeit zwischen ZL-Fraktion und Mehrheit brach zusammen: das Berichtswesen der ZL-Fraktion gegenüber dem LG starb allmählich ab; der ZL-Fraktion angehörende Kader (darunter sogar von der Organisation bezahlte Funktionäre) widmeten ihre Arbeitskraft fast nur noch dem Fraktionskampf und dem Aufbau eigener Fraktionsstrukturen. In der umstrittenen Frage der Politik gegenüber den GRÜNEN lehnte es die ZL-Fraktion schließlich fast vollständig ab, dem LG überhaupt noch Berichte zu geben. In der letzten Phase des Fraktionskampfes stellte die ZL-Fraktion auch ihre Beitragszahlungen an den KB fast total ein. Eine Fortführung des Streits in dieser Form hätte in absehbarer Zeit zur Zerstörung des KB geführt. Um überhaupt als Organisation weiterbestehen zu können, war zum damaligen Zeitpunkt eine Trennung unvermeidlich. Der sprichwörtliche letzte Tropfen, der am Ende das Faß zum Überlaufen brachte, waren öffentliche Provokationen der ZL gegen den KB im Zusammenhang mit der grünen Problematik. Die Ursache der Spaltung ist aber selbstverständlich nicht in diesem allerletzten Tropfen zu suchen, sondern in der gesamten Vorgeschichte …
Uns stellt es sich auch im Rückblick so dar, daß die ZL mit ihrer ultimativen Spaltungsdrohung ('Notbremse' am 22.8.1979) gleich zu Beginn des Konflikts Formen vorgelegt hatte, von denen sie später - unabhängig von ihrem eigenen Willen oder von den Einsichten mancher ZL-Genoss(inn)en - nicht wieder herunter konnte. So ergab sich für die ZL-Fraktion subjektiv zwingend, daß sie die Inhalte ihrer Polemik mehr und mehr ausweitete und verschärfte. Im Rückblick ist es verblüffend, in welchem atemberaubenden Tempo und mit welch spielerischer Leichtigkeit die ZL im Verlauf weniger Wochen immer grobere Vorwürfe gegen die - bis dahin von ihr ohne ernste Widersprüche mitgetragene - Politik des KB aus dem Hut zauberte. Noch erstaunlicher ist, daß es der ZL ausnahmslos gelang, ihre gesamte Fraktion 150%ig auf diese Polemiken zu 'vereinheitlichen'. Nachdem die ZL-Fraktion zur von ihr proklamierten 'Schlacht um die Mehrheit' angetreten war, gab es für sie offenbar nur noch die Devise 'Sieg oder Spaltung'. Die ZL hatte den Fraktionskampf begonnen mit der Selbstdarstellung, ihr gehe es um eine 'Rückbesinnung' auf die KB-Tradition. Ihre Polemik gegen die Mehrheit könne sich in jeder Hinsicht 'auf bereits erarbeitete Positionen stützen' … In der Praxis ging die Gruppe Z nach ihrer Abspaltung den entgegengesetzten Weg. Dies begann damit, daß sie keine Gelegenheit und keine Klamotte ausließ, um den KB als dogmatische K-Gruppe zu diffamieren - und sich auf diese Weise billige Sympathien bei 'undogmatischen Linken' zu kaufen. Diese herzlich platte Polemik setzte sich dann fort mit Distanzierungen von Inhalten bisheriger KB-Politik: Polemik gegen die Revisionismuskritik, Polemik gegen die Internationalismus-Politik des KB u.a.m …
Eine politische 'Lücke' konnte von der ZL-Fraktion nur eindeutig rechts vom KB erobert werden. Daß eine 'Lücke' hier in der Tat vorhanden ist, zeigt sich an den ganz respektablen 'Rekrutierungs'erfolgen der Gruppe Z. Verbunden mit dieser Profilierung der Gruppe Z nach rechts ist eine weitgehende Einstellung politischer Praxis …
(Die) ZL setzt ihre gesamte Arbeitskraft möglichst total auf wenige ausgewählte Arbeitsfelder … Konkret: Die GRÜNEN und das Spektrum der 'undogmatischen Linken' (plus die Schwulenbewegung als traditionelles Arbeitsgebiet einiger Z-Genossen). In diesem sehr reduzierten Rahmen konzentriert sich die Gruppe Z zudem in erster Linie darauf, sich als eine theoretisch potente Gruppe darzustellen. (Einige Parallelen lassen sich insofern zur alten Strömung 'Hauptseite Theorie' in der ML-Bewegung ziehen). Die Gruppe Z hat durch diese Schwerpunkt-Setzung einige Voraussetzungen, um real vorhandene, teilweise schmerzliche Theorie- und Schulungsdefizite des KB zu bearbeiten. Als ein besonderes Arbeitsgebiet der Gruppe Z zeichnet sich dabei die marxistische Ökonomie ab. Dies alles zusammengenommen, bietet der von der Gruppe Z nach der Spaltung eingeschlagene Weg aber gewiß keine Alternative zur Politik des KB …
Ein Wegfall des KB würde für die gesamte Linke eine weitere Verschiebung des Spektrums nach rechts bedeuten. Offensichtlich hat gerade die Existenz des KB als linksextremistischer Buhmann eine erhebliche Schutzfunktion für die marxistische Linke bei den GRÜNEN, namentlich die Gruppe Z gehabt. Zumindest in der Anfangszeit hat der KB auf diese Weise antikommunistische Aggressionen von 'undogmatischen Linken' bei den GRÜNEN aufgefangen, die sich andernfalls wahrscheinlich gegen die Gruppe Z gerichtet hätten. In einem ähnlichen Zusammenhang ist auch die legendäre 'erfolgreiche Bündnispolitik' der Gruppe Z ins Spektrum der 'undogmatischen Linken' zu sehen: Diese Erfolge hängen sehr weitgehend von der Fähigkeit und Bereitschaft der Gruppe Z ab, ihren Bruch mit den ollen Kamellen der KB-Vergangenheit zu dokumentieren. Solange die Gruppe Z dem antikommunistischen Vorurteil Zucker gibt und solange sie Bereitschaft signalisiert, mit den 'leninistischen Ladenhütern' (Diktatur des Proletariats usw. usf.) zu brechen, sind in diesem Spektrum Erfolge zu erzielen. Kritisch wird es für die Gruppe Z hingegen immer dann, wenn ihre undogmatischen Partner wieder einmal … zu entdecken meinen, daß die Gruppe Z sich in Wirklichkeit doch nicht wesentlich vom bösen KB unterscheidet … In jedem Fall läßt die gesamte Vorgeschichte der Spaltung Spekulationen auf eine 'Wiedervereinigung' in absehbarer Zeit illusionär erscheinen. Unter den konkreten Umständen stellt sich sogar die Frage, ob die derzeitige faktische 'Arbeitsteilung' nicht für beide Seiten nützlicher ist als eine voreilige 'Wiedervereinigungs-Debatte' …
Die Gruppe Z gibt sich trotz ihres sagenhaft undogmatischen Anspruchs nach außen hin als einheitlicher, 'monolithischer' Block. Wir wissen beispielsweise, daß es innerhalb der Gruppe Z … unterschiedliche Meinungen zum Thema 'Vergewaltigung', 'Verteidigung von Vergewaltigern durch linke Anwälte', 'Belästigungen von Frauen durch (ausländische) Männer' u.a.m. gegeben hat … Dieses Bestreben der Gruppe Z, sich nach außen als wasserdicht, 'vereinheitlichter' Block zu präsentieren, schafft selbstverständlich kein fruchtbares Klima für Diskussionen."
Q: Arbeiterkampf, Jg. 10, Nr. 184, Hamburg, 8.9.1980

22.09.1980:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' Nr. 185 (vgl. 8.9.1980, 7.10.1980) heraus. Auf der Titelseite erscheint der Aufruf "Am 5.10. alternativ wählen", in dem es heißt:"
Eine parlamentarische Alternative zu den Pseudo-Wahlen zwischen dem etwas kleineren und dem etwas größeren Übel gibt es bisher nicht. Keine der kandidierenden linken und alternativen Listen hat am 5.10. Aussichten, die undemokratische 5%-Klausel zu überwinden. Immerhin stellt sich aber mit den Grünen erstmals eine Partei zur Wahl, die erheblich mehr Stimmen als die üblichen Promille-Ergebnisse linker Gruppen auf sich vereinigen wird. Die Grünen treten u.a. ein gegen das Bonner Atomprogramm, für Stillegung der lebensbedrohenden Atomkraftwerke (AKW, d.Vf.); gegen Atomraketen in der Bundesrepublik, für vollständige Abrüstung und Austritt der BRD aus dem Kriegsbündnis NATO; gegen Polizeistaat und Berufsverbote, gegen Vergiftung und Zerstörung der Umwelt … Die Wahl der Grünen ist deshalb ein gutes Mittel, Protest gegen die Fortsetzung der verhängnisvollen Politik der SPD/FDP-Regierung auszudrücken."

Laut S.20 rollt "die seit dem Dortmunder Grünen Parteitag (21./22. Juni) angekündigte große Herbst-Offensive der Gruppe Z gegen die Undogmatischen." Dies gehe aus der soeben erschienenen Nummer der Zeitschrift 'Z' (vgl. 12.9.1980) hervor. In ihr rechne Jürgen Reents (ehemaliger Verleger des 'AK') mit den Basisdemokratischen Undogmatischen Sozialisten (BUS) ab. Bei den BUS handele es sich um eine Fraktion in der Grünen Partei, die sich um Klaus Wolschner (TAZ-Redaktion), Manfred Zieran (Frankfurt) und Ernst Hoplitschek (Westberlin) gruppiere. "Erklärter Hauptzweck der BUS ist zur Zeit der Kampf gegen die Gruppe Z."

Aus Hamburg erscheint ein Interview mit der grünen Frau Marion Pein, die eintritt für eine eigenständige Organisierung der Frauen, eine Frauenkasse und für die Mitarbeit in der Hamburger Frauenaktionseinheit. Schwerpunkte der grünen Frauen in Hamburg, die auf der Landesliste auf Platz 2 durch Marion Pein und auf Platz 4 durch Gustine Johannsen (AUD) vertreten sind seien der Paragraph 218, eine Anfrage im Bezirksparlament Eimsbüttel über Vergewaltigung und die Arbeit der Frauen für den Frieden.

Aus Hessen wird berichtet von einer geplanten Türkei-Demonstration in Frankfurt (vgl. 27.9.1980).

Aus Niedersachsen wird berichtet von der Anti-NATO Demonstration in Hildesheim (vgl. 20.9.1980).

In "China: Mao stirbt zum zweiten Mal" wird auf S.44 berichtet von Deng (vgl. 1973), seiner Ablösung (vgl. 7.4.1976), seiner Wiedererstarkung (vgl. März 1977) und seiner Wiedereinsetzung in seine Ämter (vgl. Juli 1977) sowie vom ZK der KPCh (vgl. Dez. 1978, März 1980), von Hu Yao-bang (vgl. Jan. 1979), Zhao Ziyang (vgl. Apr. 1980) und dem Volkskongress (vgl. Sept. 1980).
Q: Arbeiterkampf, Jg. 10, Nr. 185, Hamburg, 22.9.1980; Z Nr. 8, Hamburg, 17.12.1980, S. 19

07.10.1980:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 186 (vgl. 22.9.1980, 20.10.1980) heraus. Berichtet wird von der Frankfurter Gegenbuchmesse (vgl. 10.10.1977, Okt. 1978, Okt. 1979, Okt. 1980) und deren Vorläufern (vgl. 1963, Mai 1968, 9.9.1968, 1970, 23.4.1977)

Aus Bremen wird berichtet von der Demonstration gegen Franz Josef Strauß (FJS, CSU - vgl. 24.9.1980).
Q: Arbeiterkampf, Jg. 10, Nr. 186, Hamburg, 7.10.1980

20.10.1980:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 187 (vgl. 7.10.1980, 3.11.1980) heraus. Berichtet wird von der Sozialistischen Konferenz (SK - vgl. 12.7.1980, 18.10.1980).

Aus NRW wird berichtet von Hoesch Dortmund (IGM-Bereich - vgl. 24.9.1980).
Q: Arbeiterkampf, Jg. 10, Nr. 187, Hamburg, 20.10.1980

03.11.1980:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 188 (vgl. 20.10.1980,
17.11.1980) heraus.

Aus Hessen wird berichtet von der Uni Marburg (vgl. 23.10.1980), von
Frankfurter Schülerinnen (vgl. Okt. 1980), einer Antifa-Demonstration in
Darmstadt (vgl. 4.10.1980) und der Startbahn-West (vgl. 2.11.1980).

Aus Niedersachsen wird berichtet von der rekrutenvereidigung in Lüneburg (vgl. 13.11.1980).

Aus NRW wird berichtet von Rekrutenvereidigungen in Bonn (vgl. 8.11.1980) und Köln (vgl. 12.11.1980).

Aus dem Saarland wird berichtet von den Grünen (vgl. 20.10.1980).

Aus Schleswig-Holstein wird berichtet von der Rekrutenvereidigung in Schleswig (vgl. 12.11.1980).
Q: Arbeiterkampf, Jg. 10, Nr. 188, Hamburg, 3.11.1980

17.11.1980:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 189 (vgl. 3.11.1980, 1.12.1980)
heraus.
Berichtet wird von den Komitees für Demokratie und Sozialismus (KDS - vgl.
1.11.1980).

Aus dem Ausland wird berichtet aus China (vgl. 17.11.1980).

Aus Berlin wird berichtet von Grünen und AL (vgl. Nov. 1980).
Q: Arbeiterkampf, Jg. 10, Nr. 189, Hamburg, 17.11.1980

01.12.1980:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 190 (vgl. 17.11.1980, 15.12.1980) heraus.

Aus NRW wird berichtet von einer Antifa-Veranstaltung in Köln (vgl. 15.12.1980).

Aus Schleswig-Holstein wird berichtet von den Grünen (vgl. 23.11.1980).

Aus dem Ausland wird berichtet aus der VR China (vgl. 20.11.1980).
Q: Arbeiterkampf, Jg. 10, Nr. 190, Hamburg, 1.12.1980

15.12.1980:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 191 (vgl. 1.12.1980, 5.1.1981) heraus. Aus Schleswig-Holstein wird aufgerufen zur Anti-AKW Demonstration in Brokdorf (vgl. 21.12.1980).
Q: Arbeiterkampf, Jg. 10, Nr. 191, Hamburg, 15.12.1980

05.01.1981:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 192 (vgl. 15.12.1980, 19.1.1981) heraus.

Aus NRW wird berichtet von einer Antifa-veranstaltung in Köln (vgl. 15.12.1980).

Aus Schleswig-Holstein wird berichtet von der Anti-AKW Demonstration in Brodkdorf (vgl. 21.12.1980) und deren landesweiter Auswertung (vgl. 4.1.1981).

Aus dem Ausland wird berichtet aus der VR China (vgl. 5.1.1981).
Quelle: Arbeiterkampf, Jg. 11, Nr. 192, Hamburg, 5.1.1981

19.01.1981:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 193 (vgl. 5.1.1981, 7.2.1981) heraus.

Berichtet wird von den Türkeidemonstrationen am 17.1.1981 und der Sozialistischen Konferenz (SK - vgl. 10.1.1981).

Aus Hamburg wird berichtet von den Grünen (vgl. 17.1.1981).

Aus dem Ausland wird berichtet von Big Flame Großbritannien (vgl. 6.12.1980).
Q: Arbeiterkampf, Jg. 11, Nr. 193, Hamburg, 19.1.1981

02.02.1981:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' Nr. 194 (vgl. 19.1.1981, 16.2.1981) heraus.

Aufgerufen wird zur 2.Sozialistischen Konferenz (SK - vgl. 13.2.1981), berichtet von der bundesweiten El Salvador-Demonstration (vgl. 31.1.1981).

Aus Berlin wird berichtet aus der AL (vgl. Jan. 1981).

Aus Hamburg wird berichtet von Chinaaktionen (vgl. 26.1.1981).

Aus Hessen wird berichtet von zu den Kommunalwahlen (KW - vgl. 22.3.1981) antretenden Listen in Friedberg, Hanau und Marburg.

Aus Niedersachsen wird berichtet von den Studentenparlamentswahlen (StPW) an der Uni Göttingen (vgl. Jan. 1981).
Q: Arbeiterkampf, Jg. 11, Nr. 194, Hamburg, 2.2.1981

16.02.1981:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 195 (vgl. 2.2.1981, 2.3.1981) heraus.

Berichtet wird von den Grünen (vgl. 21.2.1981) und der Gruppe Z (vgl. 16.2.1981).

Aus Baden-Württemberg wird berichtet von den Grünen (vgl. 7.2.1981).

Aus Bayern wird berichtet von der Lateinamerikawoche in Nürnberg (vgl. 25.1.1981).

Aus Hessen wird berichtet von der Antifa-Demonstration in Frankfurt (vgl. 31.1.1981).

Aus Niedersachsen wird berichtet von den Studentenparlamentswahlen (StPW) an der TU Hannover (vgl. Feb. 1981).

Aus NRW wird berichtet von den Studentenparlamentswahlen (StPW) an der Ruhr-
Uni Bochum (RUB - vgl. Feb. 1981).

Aus Schleswig-Holstein wird berichtet von den Studentenparlamentswahlen (STPW) an der Uni Kiel (vgl. Feb. 1981) und der internationalen Demo gegen das AKW Brokdorf (vgl. 28.2.1981), die auf einer bundesweiten AKW-Konferenz (vgl. 14.2.1981) beschlossen wurde.
Q: Arbeiterkampf, Jg. 11, Nr. 195, Hamburg, 16.2.1981

02.03.1981:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 196 (vgl. 16.2.1981, 16.3.1981) heraus.

Berichtet wird von der Sozialistischen Konferenz (SK - vgl. 13.2.1981) und den Grünen (vgl. 21.2.1981).

Aus Bremen wird berichtet über eine Iran-Veranstaltung (vgl. 10.2.1981).

Aus Hamburg wird berichtet vom Schülerstreik (vgl. 26.2.1981).

Aus NRW wird berichtet aus der ÖTV Duisburg (vgl. Feb. 1981).

Aus Schleswig-Holstein wird berichtet von der Anti-AKW-Demonstration in Brokdorf (vgl. 28.2.1981).
Q: Arbeiterkampf, Jg. 11, Nr. 196, Hamburg, 2.3.1981

16.03.1981:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' Nr. 197 (vgl. 2.3.1981, 30.3.1981) heraus.

Aus Berlin wird berichtet von der AL (vgl. 4.3.1981) und aus dem IGM-Bereich von AEG Telefunken (vgl. 18.3.1981).

Aus Hamburg wird berichtet von der Demonstration für die Freiburger Hausbesetzer (vgl. 13.3.1981).

Aus Hessen wird berichtet von den Kommunalwahlen (KW - vgl. 22.3.1981), u.a. in Hanau und Wiesbaden.

Aus NRW wird berichtet von Siemens Witten (IGM-Bereich - vgl. Feb. 1981).
Q: Arbeiterkampf, Jg. 11, Nr. 197, Hamburg, 16.3.1981

30.03.1981:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 198 (vgl. 16.3.1981, 13.4.1981) heraus.

Aus Baden-Württemberg wird berichtet von den Betriebsratswahlen (BRW) bei Freudenberg Weinheim (GLeder-Bereich - vgl. März 1981).

Aus Berlin wird berichtet von den Betriebsratswahlen (BRW) bei AEG Telefunken (IGM-Bereich - vgl. 18.3.1981).

Aus Hamburg wird berichtet von den Grünen (vgl. 28.3.1981).

Aus Hessen wird berichtet von den Betriebsratswahlen (BRW) bei Hoechst Frankfurt (vgl. Apr. 1981).

Aus NRW wird berichtet von den Betriebsratswahlen (BRW) bei Ford Köln (IGM-Bereich - vgl. März 1981).

Aus Rheinland-Pfalz wird berichtet von den Betriebsratswahlen (BRW) bei BASF Ludwigshafen (CPK-Bereich - vgl. März 1981).

Aus Schleswig-Holstein wird berichtet von den Betriebsratswahlen (BRW) bei HDW Kiel (IGM-Bereich - vgl. 6.3.1981).
Q: Arbeiterkampf, Jg. 11, Nr. 198, Hamburg, 30.3.1981

13.04.1981:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 199 (vgl. 30.3.1981, 27.4.1981) heraus.

Berichtet wird von den Strafverfolgung gegen die Volksfront der KPD (vgl. 13.4.1981).

Aus Baden-Württemberg wird berichtet von den Betriebsratswahlen (BRW) bei Daimler Stuttgart (IGM-Bereich - vgl. Apr. 1981).

Aus Berlin wird berichtet von den Betriebsratswahlen (BRW) bei KWU (IGM- Bereich - vgl. Apr. 1981) und von der Hausbesetzerbewegung (vgl. 11.4.1981), u.a. von der FU (vgl. 10.4.1981).

Aus Bremen wird berichtet von den Betriebsratswahlen (BRW) beim Bremer Vulkan (IGM-Bereich - vgl. Apr. 1981).

Aus Hamburg wird berichtet von den Betriebsratswahlen (BRW) im CPK-Bereich bei Beiersdorf (vgl. Apr. 1981) und im IGM-Bereich bei Daimler-Benz (vgl. Apr. 1981).

Aus Hessen wird berichtet von den Betriebsratswahlen (BRW) bei Kalle Wiesbaden (CPK-Bereich - vgl. Apr. 1981).

Aus NRW wird berichtet von den Betriebsratswahlen (BRW) in Dortmund bei Hoesch Union (IGM-Bereich - vgl. Apr. 1981).
Q: Arbeiterkampf, Jg. 11, Nr. 199, Hamburg, 13.4.1981

27.04.1981:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 200 (vgl. 13.4.1981, 11.5.1981) heraus.

Aus Baden-Württemberg wird berichtet vom Ostermarsch in Reutlingen (vgl. 18.4.1981) und vom NPD-Parteitag in Nürtingen (vgl. 12.4.1981).

Aus Berlin wird berichtet von den Betriebsratswahlen (BRW) im IGM-Bereich bei BMW (vgl. Apr. 1981) und im Bosch-Siemens Hausgerätewerk (vgl. Apr. 1981).

Aus Bremen wird berichtet von den Betriebsratswahlen (BRW) bei Klöckner Bremen (IGM-Bereich - vgl. Apr. 1981).

Aus Hamburg wird berichtet von den Betriebsratswahlen (BRW) im IGM-Bereich bei HDW (vgl. Apr. 1981) und im ÖTV-Bereich bei der HHLA (vgl. Apr. 1981), vom Tod von Sigurd Debus (vgl. 15.4.1981, 25.4.1981), vom Atomforum gegen die Nachrüstung (vgl. 24.4.1981) und von einem geplanten NPD-Treffen (vgl. 10.5.1981).

Aus NRW wird berichtet von den Betriebsratswahlen (BRW) bei Ford Köln (IGM- Bereich - vgl. Apr. 1981).

Aus Schleswig-Holstein wird berichtet von den Betriebsratswahlen (BRW) bei HDW Kiel (IGM-Bereich - vgl. Apr. 1981).
Q: Arbeiterkampf, Jg. 11, Nr. 200, Hamburg, 27.4.1981

11.05.1981:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 201 (vgl. 27.4.1981, 25.5.1981) heraus. Eingegangen wird u.a. auf die Gruppe Z (vgl. 11.5.1981).

Aus Baden-Württemberg wird aufgerufen zur Friedensdemonstration in Heidelberg (vgl. 13.6.1981).

Aus Bayern wird berichtet vom 1. Mai in München und Nürnberg.

Aus Berlin wird berichtet vom 1. Mai.

Aus Bremen wird berichtet vom 1. Mai in Bremen sowie von einer Friedenswoche (vgl. 6.5.1981).

Aus Hamburg wird berichtet vom 1. Mai und der Irlandsolidarität (vgl. 9.5.1981).

Aus Hessen wird berichtet vom 1. Mai in Frankfurt und Kassel.

Aus Niedersachsen wird berichtet von der Wahlbewegung in Buxtehude (vgl. 26.3.1981, 24.4.1981) und vom 1. Mai in Braunschweig, Delmenhorst, Hannover und Göttingen.

Aus NRW wird berichtet vom 1. Mai in Duisburg und aufgerufen zur Friedensdemonstration in Mönchengladbach (vgl. 16.6.1981).

Aus Schleswig-Holstein wird berichtet vom 1. Mai in Flensburg und Lübeck.
Q: Arbeiterkampf, Jg. 11, Nr. 201, Hamburg, 11.5.1981

25.05.1981:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 202 (vgl. 11.5.1981, 9.6.1981) heraus. Aus NRW wird berichtet von den Betriebsratswahlen (BRW) bei Bayer Leverkusen (CPK-Bereich - vgl. Mai 1981).
Q: Arbeiterkampf, Jg. 11, Nr. 202, Hamburg, 25.5.1981

09.06.1981:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 203 (vgl. 25.5.1981, 22.6.1981) heraus.

Berichtet wird von den Grünen (vgl. 21.2.1981, 11.5.1981) und dem KBW (vgl. 9.6.1981).

Aus Berlin wird berichtet von den Betriebsratswahlen (BRW) bei AEG Brunnenstraße (IGM-Bereich - vgl. Mai 1981).

Aus Hamburg wird berichtet von den Grünen (vgl. 16.3.1981) und der Wahlbewegung (vgl. 26.5.1981, 4.6.1981) sowie von der Gruppe Z (vgl. 9.6.1981).

Aus NRW wird berichtet von einer Hausbesetzerdemonstration in Köln (vgl. 26.5.1981).
Q: Arbeiterkampf, Jg. 11, Nr. 203, Hamburg, 9.6.1981

22.06.1981:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 204 (vgl. 9.6.1981, 6.7.1981)
heraus.

Aus Baden-Württemberg wird berichtet von den Betriebsratswahlen (BRW) im
GLeder-Bereich bei Freudenberg Weinheim (vgl. Apr. 1981) und im IGM-Bereich bei Daimler Stuttgart-Untertürkheim (vgl. Apr. 1981).

Aus Bayern wird berichtet

Aus Berlin wird berichtet von den Betriebsratswahlen (BRW) im IGM-Bereich bei AEG Telefunken (vgl. März 1981), Bosch-Siemens (vgl. Apr. 1981), Gillette (vgl. Apr. 1981) und KWU (vgl. Apr. 1981) und im CPK-Bereich bei Schering (vgl. Apr. 1981).

Aus Bremen wird berichtet von den Betriebsratswahlen (BRW) im IGM-Bereich beim Bremer Vulkan (vgl. Apr. 1981).

Aus Hamburg wird berichtet vom Arbeiterbuch (vgl. Juni 1970), vom antifaschistischen Kampf (vgl. 17.6.1981) und von den Betriebsratswahlen (BRW) im CPK-Bereich bei Beiersdorf (vgl. Apr. 1981) und Texaco (vgl. Apr. 1981), im IGM-Bereich bei Daimler-Benz (vgl. Apr. 1981) und HDW (vgl. Apr. 1981) sowie im ÖTV-Bereich bei der HHLA (vgl. Apr. 1981).

Aus Hessen wird berichtet von den Betriebsratswahlen (BRW) im CPK-Bereich bei Röhm Darmstadt (vgl. Apr. 1981), Hoechst Frankfurt (vgl. Apr. 1981) und Kalle Wiesbaden (vgl. März 1981) und im IGM-Bereich bei Opel Rüsselsheim (vgl. Apr. 1981). Von den Studentenparlamentswahlen (StPW) wird berichtet aus Marburg (vgl. Juni 1981).

Aus Niedersachsen wird berichtet von den Betriebsratswahlen (BRW) im IGM-Bereich bei Karmann Osnabrück (vgl. Apr. 1981) und bei den Stahlwerken Peine-Salzgitter (P+S) in Peine (vgl. März 1981). Von der Wahlbewegung wird berichtet in landesweiter Zusammenfassung sowie aus Buxtehude (vgl. Juni 1981), Celle (vgl. Juni 1981), Göttingen (vgl. Juni 1981), Goslar (vgl. Juni 1981), Hannover (vgl. 8.2.1981), Hildesheim (vgl. Juni 1981), Lüchow-Dannenberg (vgl. Juni 1981), Lüneburg (vgl. Juni 1981), Oyten (vgl. Juni 1981), Salzgitter (vgl. Juni 1981), Stade (vgl. Juni 1981), Syke (vgl. Juni 1981), Uelzen (vgl. Juni 1981), Verden (vgl. Juni 1981), Wagenfeld (vgl. Juni 1981), Weyhe (vgl. Juni 1981), Wilhelmshaven (vgl. Juni 1981), Winsen/Luhe (vgl. Juni 1981), Wolfsburg (vgl. Juni 1981) und Wolfenbüttel (vgl. Juni 1981).

Aus NRW wird berichtet von den Betriebsratswahlen (BRW) im CPK-Bereich bei Bayer Leverkusen (vgl. Mai 1981) und im IGM-Bereich bei Opel Bochum (vgl. Apr. 1981), Hoesch-Union Dortmund (vgl. Apr. 1981), Thyssen ATH Duisburg-Hamborn (vgl. Apr. 1981), Ford Köln (vgl. Apr. 1981) und Siemens Witten (vgl. Apr. 1981).

Aus Rheinland-Pfalz wird berichtet von den Betriebsratswahlen (BRW) im CPK-Bereich bei der BASF Ludwigshafen (vgl. Apr. 1981).

Aus dem Saarland wird berichtet

Aus Schleswig-Holstein wird berichtet von den Betriebsratswahlen im IGM-Bereich bei HDW Kiel (vgl. Apr. 1981).

Aus dem Ausland wird berichtet über das neue Buch des KB zur chinesischen Kulturrevolution (vgl. Juni 1981).
Q: Arbeiterkampf, Jg. 11, Nr. 204, Hamburg, 22.6.1981

06.07.1981:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 205 (vgl. 2.6.1981, 17.8.1981) heraus. Aus Hamburg wird berichtet aus der Bunten Liste (BuLi - vgl 24.6.1981) und den Grünen (vgl. 23.6.1981).

Aus Niedersachsen wird berichtet aus der GBAL Hannover (vgl. 14.6.1981, 29.6.1981) und der AGIL Göttingen (vgl. 21.6.1981, 1.7.1981) bzw. den dortigen Grünen (vgl. 23.6.1981).

Aus Schleswig-Holstein wird berichtet von der Wahlbewegung in Neumünster (vgl. 15.5.1981).
Q: Arbeiterkampf, Jg. 11, Nr. 205, Hamburg, 6.7.1981

17.08.1981:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 206 (vgl. 6.7.1981, 31.8.1981) heraus.

Eingegangen wird u.a. auf das Erscheinen der 'Modernen Zeiten' (MOZ - vgl. Juli 1981).

Aus Hessen wird berichtet vom 'Schwarzen Block' in Frankfurt (vgl. 17.8.1981).

Aus Niedersachsen wird berichtet von der Wahlbewegung in Göttingen (vgl. 28.7.1981) und Hameln (vgl. Juni 1981).
Q: Arbeiterkampf, Jg. 11, Nr. 206, Hamburg, 17.8.1981

31.08.1981:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 207 (vgl. 17.8.1981, 14.9.1981)
heraus.

Berichtet wird von der Sozialistischen Konferenz (SK - vgl. 15.8.1981),
aufgerufen zur bundesweiten Türkeidemonstration (vgl. 12.9.1981).

Aus Hamburg wird berichtet von der Wahlbewegung (vgl. 20.8.1981, 22.8.1981,
25.8.1981) und der Besetzung der eigenen Technik anläßlich des RAF-
Hungerstreiks (vgl. 23.8.1981).
Q: Arbeiterkampf, Jg. 11, Nr. 207, Hamburg, 31.8.1981

14.09.1981:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 208 (vgl. 31.8.1981, 28.9.1981) heraus.

Berichtet wird von den 'Modernen Zeiten' (MOZ - vgl. Juli 1981) und der bundesweiten Türkeidemonstration (vgl. 12.9.1981).

Aus Berlin wird berichtet von der Haigdemonstration (vgl. 13.9.1981).

Aus Hamburg wird berichtet von der Gruppe Z (vgl. 14.9.1981).
Q: Arbeiterkampf, Jg. 11, Nr. 208, Hamburg, 14.9.1981

28.09.1981:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 209 (vgl. 14.9.1981, 12.10.1981)
heraus.
Berichtet vom Bundeshauptausschuß (BHA - vgl. 12.9.1981) der Grünen und aus
der Friedensbewegung (vgl. 19.9.1981).

Aus Baden-Württemberg wird berichtet von der Friedensbewegung in Tübingen
(vgl. 21.9.1981).

Aus Hamburg wird berichtet von der Bunten Liste (BuLi - vgl. 18.9.1981) bzw.
der Wahlbewegung allgemein (vgl. 28.9.1981).

Aus Niedersachsen wird berichtet von den Kommunalwahlen (KW - vgl. 27.9.1981) allgemein und aus Braunschweig, Buxtehude, Gartow, Göttingen, Hannover, Hildesheim, Lüneburg, Oldenburg, Osnabrück und Wilhelmshaven.
Q: Arbeiterkampf, Jg. 11, Nr. 209, Hamburg, 28.9.1981

12.10.1981:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 210 (vgl. 28.9.1981, 26.10.1981) heraus.

Berichtet wird von den Grünen (vgl. 2.10.1981) und der Bonner Friedensdemonstration (vgl. 10.10.1981).
Q: Arbeiterkampf, Jg. 11, Nr. 210, Hamburg, 12.10.1981

26.10.1981:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 211 (vgl. 12.10.1981, 09.11.1981) heraus.
Q: Arbeiterkampf, Jg. 11, Nr. 211, Hamburg, 26.10.1981

09.11.1981:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 212 (vgl. 26.10.1981, 23.11.1981) heraus.
Q: Arbeiterkampf, Jg. 11, Nr. 212, Hamburg, 9.11.1981

23.11.1981:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 213 (vgl. 9.11.1981, 7.12.1981) heraus.
Q: Arbeiterkampf, Jg. 11, Nr. 213, Hamburg, 23.11.1981

07.12.1981:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 214 (vgl. 23.11.1981, 21.12.1981) heraus.
Q: Arbeiterkampf, Jg. 11, Nr. 214, Hamburg, 07.12.1981

21.12.1981:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 215 (vgl. 7.12.1981, ??.01.1982) heraus.
Q: Arbeiterkampf, Jg. 11, Nr. 215, Hamburg, 21.12.1981

Letzte Änderung: 15.04.2021