Vorstellung - Materialien zur Analyse von Opposition

Materialien zur Analyse von Opposition

Kurze Vorstellung des Datenbankprojektes MAO

Inhaltsverzeichnis

1......Entstehung und Inhalt der Datenbank
2......Aufbau der Datenbank
2.1......Die Kennungszeile
2.2......Der Textkörper
2.2.1......Ereignisse
2.2.2......Schriften
2.3......Die Quellenzeile(n)
3......Die Kennungen
3.1......Kennungen mit geographischem Bezug
3.1.1......Kennungen mit INT
3.1.2......Kennungen mit BRD
3.2......Kennungen mit thematischen oder sozialstrukturellen Bezügen
3.3......Kennungen für Organisationen und ideologische Strömungen

1  Entstehung und Inhalt der Datenbank

MAO ist eine Volltextdatenbank über politische (Protest-) Ereignisse mit einem Umfang von ca. 100 Megabyte Text (Stand: März 2005), was ca. 25.000 DIN-A4-Seiten entspricht.

MAO ist ein privates Projekt, an dem als Autoren Dietmar Kesten und Jürgen Schröder sowie vor allem im EDV-Bereich unterstützend Dieter Osterloh teilnehmen.

Hervorgegangen aus dem Projekt der Erstellung einer Chronik der ML-Bewegung der inzwischen aufgelösten, von den „Kommunistischen Gruppen - Neue Hauptseite Theorie“ (KG NHT) abgespaltenen „Arbeitsgruppe Westdeutsche Linke“ (AWL), wurde ab 1985 durch eine Zusammenarbeit mit Jürgen Schröder, der von 1983-1993 im APO-Archiv der Freien Universität Berlin tätig war, die Untersuchung auf einer breiteren Basis vorgenommen.

Die von uns zur Auswertung beschafften Materialien wurden - soweit möglich - dem APO-Archiv übergeben, daneben wurden von uns aber auch Bestände anderer Archive und von Privatpersonen durchgearbeitet.

Neben der ML-Bewegung wurden auch viele andere oppositionelle Strömungen sowie die Aktivitäten von Gewerkschaften, Parteien, Tageszeitungen, Gremien etc. untersucht.

Unserer Meinung nach handelt es sich gerade bei oppositionellen Entwicklungen häufig um schwer überschaubare Vorgänge, die nur durch genaue Betrachtung verstanden und danach erklärt werden können. Da die Bearbeitung der ungeheuren Vielfalt von Quellen zumeist für einzelne Personen oder Gruppen unmöglich ist, bieten wir einen Grundstock von Informationen zu (fast) allen Themen oppositioneller Regungen an. Schwerpunkte ergeben sich aus unseren Untersuchungsinteressen, aus uns gerade zugänglichen Materialien oder aus der Zusammenarbeit mit Dritten. Diesen bieten wir Kooperation verschiedenster Art an. Während wir an Geld nicht sonderlich interessiert sind, streben wir vor allem den Datenaustausch an, wobei wir entweder eine von uns durchgeführte Recherche zu einzelnen Themen bzw. Zugriff auf sämtliche Inhalte unserer Datenbank bieten, je nach Art der Gegenleistung und Vertrauen unsererseits.

In der Datendank enthalten sind Einträge aus allen Bereichen des politischen und sozialen Geschehens, wie z.B. Demonstrationen, Inflationsraten, Streiks, Versammlungen von Parlamenten, Organisationen, Veröffentlichungen und Verbreitung von Interna aller Art.

Die Bezeichnung MAO verweist hierbei gleichzeitig ein wenig auf unseren Ansatz, da wir in einem lang andauerndem Papierkrieg begonnen haben die Entwicklung in der BRD und Westberlin zwischen sechziger und achtziger Jahren, von der APO bis zu den Grünen zu untersuchen, wobei wir die Städte vom Land aus umzingelt haben, neben der Auswertung zentraler Quellen uns einer großen Menge örtlicher oder von einzelnen Einheiten von Organisationen verfaßter Schriften bedient haben, so dass neben der Perspektive der überregionalen Quellen auch stets mehr oder minder viele entlegene Quellen von einem Ereignis berichten.

Über eine bundesweite Demonstration könnte der Eintrag in der Datenbank so aussehen: Datum, Teilnehmerzahl, Aufrufende, Ablauf, zentrale Aufrufe und Einschätzungen bzw. Berichte, dort verbreitete Schriften und dann aber auch: Aus Hessen kommen aus Fritzlar, laut Gruppe X, ca. 50 Personen mit eigenem Lautsprecherwagen. Dadurch werden von Organisationsspitzen verbreitete Schilderungen mit Darstellungen unterer Einheiten ergänzt oder verglichen.

Bei der Quellenauswertung hat sich gezeigt, dass die beste Schilderung eines Ereignisses manchmal gerade nicht aus den überregionalen Quellen, sondern z.B. aus einer der von uns recht intensiv ausgewerteten Betriebszeitungen stammt.

Oft auch ist z.B. der Bericht einer unmittelbar am Ereignisort erscheinenden Quelle nicht so informativ wie derjenige aus einer anderen Stadt oder sozialen Einheit. Während dann eine Betriebs-, Schüler- oder Studentenzeitung ohne Datumsangabe nur über den letzten Streik oder ohne ausgeschriebene oder korrekte Namensangabe über die Gruppen XYZ und oder ohne Positionsangabe über die Haltung von Herrn Müller und Frau Schneider berichtet, wird in einer anderen Stadt oder in einem anderen Betrieb, einem anderen Hochschulbereich, einer anderen Schule ein Artikel verbreitet, der erklärt, wann etwas stattfand, was die Gruppe XZY für eine Herkunft und Position hat etc.

Der Zeitraum der Einträge erstreckt sich von den Anfängen verschiedener Bewegungen im 18. Jahrhundert bis heute, regional kommen Einträge aus allen Ländern der Erde vor. Schwerpunkt der Einträge ist die Untersuchung der Entwicklung in der BRD und Westberlin in der Zeit von 1960 bis 1980, wobei aber weder internationale Ereignisse noch Einflüsse sowie z.B. von verschiedenen Gruppen verbreitete Analysen und Berichte über historisch oder geographisch entlegene Ereignisse ausgespart werden.

2  Aufbau der Datenbank

Jeder Eintrag (Datensatz) der Datenbank besteht aus drei Teilen:

2.1  Die Kennungszeile

Die Kennungszeile ist die erste Zeile in jedem Datensatz. Sie gliedert sich in drei Teile: (1) Ein Dollarzeichen ($), welches dazu dient, per Suchfunktion schnell von Datensatz zu Datensatz springen oder - zusammen mit dem Datum - schnell einen bestimmten Datensatz ansteuern zu können. (2) Ein sechsstelliges Datum im Format JJMMTT (z.B. 701203 = 3.12.1970). (3) Eine bzw. mehrere inhaltliche Kennungen, die jeweils durch einen Backslash (\) eingeschlossen sind. Näheres zu den Kennungen folgt im dritten Abschnitt.

2.2  Der Textkörper

Direkt auf die Kennungszeile folgt die eigentliche Information, der Text zu einem Ereignis (Textkörper). Grundsätzlich zu unterscheiden sind hier Einträge über Ereignisse (siehe: 2.2.1) und Einträge über Schriften (siehe: 2.2.2).

Bei allen Einträgen über Ereignisse und zur Erstellung und/oder zum Erscheinen von Schriften, die nicht genau datierbar waren, wurde von uns eine ungefähre Datierung vorgenommen. Diese kann sich auf Jahrzehnte (z.B.: „in den zwanziger Jahren“), Wochen (z.B.: „Anfang April“, „also vermutlich in dieser Woche“), Tage (z.B.: „vermutlich am“) oder sogar Stunden beziehen.

2.2.1  Ereignisse

Bei Ereignissen wird von uns entweder ein Referat auf der Grundlage einer oder mehrerer Quellen verfasst oder aus einer oder mehrerer Quellen zitiert. Im Text erfolgt stets ein kurzer Hinweis auf die Quelle, wobei wir uns hier gegen Datendiebstahl insoweit absichern, dass wir z.B. nur sagen, laut Gruppe X, war es so: ..., während sich in der Quellenliste eine ganze Reihe von Schriften der Gruppe X befinden (wir den Bericht aber vielleicht aus einem Organ der Gruppe Z, der diesen dokumentierte übernommen haben). Lediglich wenn sich verschiedene Berichte einer Gruppe gegenseitig widersprechen wird von uns genauer auf die herausgebende Einheit verwiesen.

2.2.2  Schriften

Bei Schriftgut aller Art (Publikationen, Interna) verfahren wir so, dass wir - je nachdem, wie genau wir das Material bearbeitet haben - eine Beschreibung geben (z.B. immer Ort und zumindest vermutliches Datum, evt. Preis, Umfang, Druckbesonderheiten, presserechtliche Verantwortung, Auflage, Papierart etc.) und sodann ggf. den Inhalt referieren. Während bei einigen Schriften zunächst nur das Erscheinen verzeichnet wurde, weil entweder die Quelle selbst uns nicht zugänglich oder der Inhalt uns nicht sonderlich wichtig erschien, wurden andere Quellen nahezu vollständig aufgenommen. Dazwischen wurden eine Vielzahl Quellen mit längeren oder kürzeren Zitaten, Angabe der wichtigsten Bestandteile (Artikel, Kapitel etc.) und Auswertungen nach einem geographisch-sozialem Raster (z.B.: Berichtet wird aus Hessen aus der Druckindustrie in Marburg und Fritzlar) verzeichnet.

Da Schriften häufig eine Masse von Informationen entahlten, die wenig verdaulich ist, wurden von uns aus dem Schrifteneintrag, der diese selbst referiert, alle Berichte über Ereignisse, soweit diese von uns bisher wenigstens ansatzweise datierbar waren, unter den jeweiligen Ereignissen einsortiert. Es befindet sich dann stets ein Verweis - eine Klammer mit vgl. und einem Datum - auf das jeweilige Ereignis. Bei o.g. Eintrag z.B. würde eine Klammer hinter Fritzlar eine Meldung über ein betriebliches oder lokales Ereignis bedeuten. Wird in einer Schrift ein Bericht über eine ganze Kette von Ereignissen gegeben, so tragen wir stets das erste Ereignis ein, welches selbst wiederum auf die nächsten Teile des Berichts verweist.

Bei periodisch erscheinenden Schriften (Periodika) wird von uns - soweit bekannt - ein Verweis auf die vorhergehende und nachfolgende Ausgabe gegeben. Dies geschieht im Kopf des Eintrags, gleich hinter dem Titel oder - soweit vorhanden - auch der Nummer der Schrift in einer Klammer: (vgl. Datum, Datum). Ist diese Klammer bei Periodika nicht vorhanden, so ist uns keine andere Ausgabe bekannt geworden, enthält die Klammer nur ein Datum, so handelt es sich bei der vorliegenden Ausgabe um die erste oder letzte uns bekannt gewordene.

Das Erscheinen von Periodika wird auch dann verzeichnet, wenn diese uns nicht vorlagen, sondern ihr Erscheinen entweder in anderen Quellen erwähnt wird oder durch weitere vorliegende Ausgaben und den Erscheinungsrhythmus vermutet werden kann.

Bei internen Materialien von gefährdeten, d.h. nicht staatstragenden Organisationen, aus denen wir ebenso wie aus Veröffentlichungen intensiv zitieren, werden von uns grundsätzlich keinerlei Namen, Vornamen, Spitznamen etc. genannt, sondern entweder stets Funktionsangaben (das Mitglied, der Zellenleiter) oder Kürzel wie: Beim Treffen der Ortsgruppe Gießen mit dem Stützpunkt Fritzlar sagte Gen. Fritzlar1 zu Gen. Gießen1: Fritzlar2 sei krank und könne deshalb nicht kommen. Gen. Fritzlar3 meinte dagegen, Gen. Fritzlar2 zwei betrunken!

Auch Hinweise auf Arbeitsplätze, Berufe oder sonstige Angaben wurden von uns nicht übernommen, bzw. selbst inmitten von Zitaten hemmungslos gefälscht. Auch Geschlechtsangaben wurden, wenn diese zur Identifizierung führen könnten, durch neutrale Bezeichnungen ersetzt.

2.3  Die Quellenzeile(n)

Direkt auf den Textkörper folgt ein Gleichheitszeichen (=), das die erste Quellenzeile und damit die erste Quelle einleitet. Jede weitere Quelle beginnt in einer neuen Zeile. Die einzelnen Quellen sind durch ein Semikolon (;) getrennt.

3  Die Kennungen

Inhaltskennungen bestehen aus einem bis vier groß geschriebenen Zeichen. Sie geben Aufschluss über den groben Inhalt, die Herausgeber oder den regionalen Bezug einer Meldung. Im Rahmen unseres dynamischen Datenbankkonzeptes werden diese Kennungen je nach Bedarf verfeinert und die einzelnen Einträge entsprechend weiter aufgegliedert, falls sonst zu viele Informationen nebeneinander liegen würden (z.B. Aufteilung der Daten eines Bundeslandes auf die einzelnen Regierungsbezirke).

Die Kennungen sind in drei Klassen unterteilt:

  1. Kennungen mit geographischem Bezug
  2. Kennungen mit thematischem oder sozialstrukturellem Bezug
  3. Kennungen für Organisationen oder ideologische Strömungen.

3.1  Kennungen mit geographischem Bezug

Auf Kennungen mit geographischem Bezug können noch Kennungen der Klassen 2 und/oder 3 (s.u.) folgen.

Allen diesen Kennungen eigen ist es, dass sie sich doppeln können, d.h., dass in einem Verzeichnis HBG (für Hamburg) wiederum eine Datei mit der Kennung HBG liegen kann. Diese enthält dann allgemeine Informationen über Hamburg, z.B. Wahlen, die in keinen anderen Kennungsbereich fallen.

Die Kennungen mit geographischem Bezug gliedern sich in die beiden Hauptbereiche BRD und INT (wie Internationales, Internationalismus).

Da unsere Datenbank derzeit auf die BRD (inklusive Westberlin) ausgerichtet ist, wird dieses Kürzel bei den Kennungen nicht mit angegeben.

3.1.1  Kennungen mit INT

INT-Kennungen tauchen einerseits in regionalen Unterverzeichnissen der BRD auf (z.B. als NOR/HBG/INT für ein Internationalismus-Ereignis in Hamburg), andererseits gibt es auf der Ebene eines Monats einen Bereich INT mit einer Unterteilung der Daten, vorerst nach Kontinenten sowie allen nicht-geographischen Kennungen (vgl. 3.2 und 3.3). Hierbei steht AF für Afrika, AS für Asien, LA für Lateinamerika (Mittel- und Südamerika), NA für Nordamerika und O für Australien und Ozeanien.

Weitere Kennungen sind NAT für NATO, UNO für UNO.

Weiter gibt es für einzelne Länder und Regionen Unterkennungen, wobei wir uns weitgehend an den internationalen Autokennzeichen orientiert haben. Es stehen:

AF/P für portugiesische Kolonien in Afrika

AS/FO für Fernost
AS/FO/J für Japan
AS/FO/KOR für Südkorea
AS/FO/VRC für VR China
AS/FO/VRK für Nordkorea
AS/MO für den Mittleren Osten (Indien, Sri Lanka, Pakistan, Afghanistan)
AS/NO für den Nahen Osten
AS/NO/JOR für Jordanien
AS/NO/IL für Israel
AS/NO/IR für Iran
AS/NO/IRQ für Irak
AS/NO/OM für Maskat und Oman
AS/NO/PAL für Palästina
AS/NO/RL für Libanon
AS/SO für Südostasien
AS/SO/IC für Indochina
AS/SO/IC/K für Kambodscha
AS/SO/IC/LAO für Laos
AS/SO/IC/THA für Thailand
AS/SO/IC/VN für Vietnam gesamt
AS/SO/IC/VN/N für Nordvietnam
AS/SO/IC/VN/S für Südvietnam
AS/SO/RI für Indonesien
AS/SO/RP für Philippinen

EU/A für Österreich
EU/AL für Albanien
EU/B für Belgien
EU/BRD für BRD
EU/CS für CSSR
EU/DDR für DDR
EU/DK für Dänemark
EU/E für Spanien
EU/EG für Europäische Gemeinschaft (nebst Vorläufern wie EWG etc.)
EU/F für Frankreich
EU/GB für Großbritannien
EU/GB/IRL für Nordirland
EU/GR für Griechenland
EU/H für Ungarn
EU/I für Italien
EU/IRL für Irland
EU/LUX für Luxemburg
EU/N für Norwegen
EU/NL für Niederlande
EU/P für Portugal
EU/PL für Polen
EU/R für Rumänien
EU/S für Schweden
EU/SU für Sowjetunion
EU/TR für Türkei
EU/WP für Warschauer Pakt-Staaten und deren Bündnissysteme
EU/YU für Jugoslawien.

3.1.2  Kennungen mit BRD

Die BRD und Westberlin, deren Kennung BRD, wie in 3.1 angemerkt, eine implizite ist, werden geographisch zunächst aufgegliedert in:

BAY für Bayern
BER für Westberlin
BW für Baden-Württemberg
HES für Hessen
NOR für Hamburg und Schleswig-Holstein
NRW für Nordrhein-Westfalen
NS für Bremen und Niedersachsen
RPS für Rheinland-Pfalz und Saarland.

BAY für Bayern gliedert sich in:

MFR für Mittelfranken
NIB für Niederbayern
OBB für Oberbayern
OBB/M für Oberbayern/München
OBB/R für Oberbayern/Rest
OFR für Oberfranken
OPF für Oberpfalz
OPF/REG für Oberpfalz/Regensburg
OPF/R für Oberpfalz/Rest
SCH für Schwaben
UFR für Unterfranken

BER für Berlin gliedert sich bisher nicht besonders, außer im Metallbereich (IGM). Hier gibt es folgende Sonderkennungen:

AEG für AEG
BOR für Borsig
BOS für Bosch
DAI für Daimler
DIA für die DIAG (u.a. F. Werner, Loewe, Schwartzkopff)
DTW für DeTeWe
DWM für DWM
KRO für Krone
KWU für KWU
NCR für NCR
OSR für Osram
R für restliche Betriebe
SEL Für SEL
SIE für Siemens

BW für Baden-Württemberg gliedert sich in:

FRE für Regierungsbezirk Freiburg
FRE/F für Freiburg Stadt
FRE/R fär Bezirk Freiburg Rest
KAR für Regierungsbezirk Karlsruhe
KAR/H für Heidelberg
KAR/K für Stadt Karlsruhe
KAR/M für Mannheim
KAR/R für Rest Bezirk Karlsruhe
S für Regierungsbezirk Stuttgart
S/H für Stadt und Landkreis Heilbronn
S/L für Kreis Ludwigsburg
S/R für Rest Bezirk Stuttgart
S/S für Stadt Stuttgart
TUE für Regierungsbezirk Tübingen
TUE/R für Rest Bezirk
TUE/RL für Kreis Reutlingen
TUE/T für Kreis Tübingen
TUE/U für Ulm.

HES für Hessen gliedert sich in:

DA für Regierungsbezirk Darmstadt
DA/D für Stadt Darmstadt
DA/F für Frankfurt
DA/F/P5 für Frankfurt/Stadtbezirke mit Postleitzahlanfang 5
DA/F/P6 für Frankfurt/Stadtbezirke mit Postleitzahlanfang 6
DA/F/P7 für Frankfurt/Stadtbezirke mit Postleitzahlanfang 7
DA/G für Kreis Groß-Gerau
DA/G/G für Stadt Groß-Gerau
DA/G/MW für Gemeinde Mörfelden-Walldorf
DA/G/R für Rest Kreis Groß-Gerau
DA/G/RUE für Rüsselsheim
DA/MIT (Mitte) für alle Gebiete des Bezirks Darmstadt nördlich des Main
DA/O für Kreis Offenbach
DA/R für Bezirk Darmstadt Rest (Kreis Bergstraße und Odenwald)
GIE für Regierungsbezirk Gießen
GIE/D für Lahn-Dill-Kreis
GIE/G für Stadt und Kreis Gießen
GIE/L für den Kreis Limburg-Weilburg
GIE/M für den Kreis Marburg-Biedenkopf
GIE/V für den Vogelsbergkreis
KAS für den Regierungsbezirk Kassel

NOR für Norddeutschland gliedert sich in:

HBG für Hamburg
S-H für Schleswig-Holstein gesamt
S-H/KIE für Kiel
S-H/DIT für Kreis Dithmarschen
S-H/F für Stadt Flensburg
S-H/L für Stadt Lübeck
S-H/LAU für Kreis Herzogtum Lauenburg
S-H/NF für Kreis Nordfriesland
S-H/NMS für Stadt Neumünster
S-H/OH für Kreis Ostholstein
S-H/PI für Kreis Pinneberg
S-H/PLO für Kreis Plön
S-H/RD für Kreis Rendsburg-Eckernförde
S-H/SEG für Kreis Bad Segeberg
S-H/SLW für Kreis Schleswig-Flensburg
S-H/STE für Kreis Steinburg
S-H/STO für Kreis Stormarn

NRW für Nordrhein-Westfalen gliedert sich in:

ARN für Regierungsbezirk Arnsberg
ARN/B für Bochum
ARN/B/IGM/K für Krupp Bochum
ARN/B/IGM/O für Opel Bochum
ARN/B/IGM/R für Rest Metall Bochum
ARN/D für Dortmund
ARN/D/IGM/H für Hoesch Dortmund
ARN/D/IGM/R für Rest Metall Dortmund
ARN/EN für Ennepe-Ruhrkreis
ARN/HE für Herne
ARN/HG für Hagen
ARN/HM für Hamm
ARN/HSL für Hochsauerlandkreis
ARN/MAE für Märkischer Kreis
ARN/OLP für Kreis Olpe
ARN/S für Kreis Siegen
ARN/SOE für Kreis Soest
ARN/UN für Kreis Unna
DET für Regierungsbezirk Detmold
DUE für Regierungsbezirk Düsseldorf
DUE/DD für Düsseldorf
DUE/DU für Duisburg
DUE/DU/IGM/K für Krupp Duisburg
DUE/DU/IGM/M für Mannesmann Duisburg
DUE/DU/IGM/T für Thyssen Duisburg
DUE/DU/IGM/R für Rest Metall Duisburg
DUE/E für Essen
DUE/E/IGM/K für Krupp Essen
DUE/E/IGM/R für Rest Metall Essen
DUE/KRE für Krefeld
DUE/MET für Kreis Mettmann
DUE/MGB für Mönchengladbach und Kreis Viersen
DUE/MUL für Mülheim
DUE/NEU für Neuß
DUE/OH für Oberhausen
DUE/REM für Remscheid
DUE/SOL für Solingen
DUE/WES für Kreise Wesel und Kleve-Geldern
DUE/WUP für Wuppertal
KOE für Regierungsbezirk Köln
KOE/A für Aachen
KOE/B für Bonn
KOE/K für Stadt Köln
KOE/R für Rest Bezirk Köln
MUE für Regierungsbezirk Münster
MUE/BOR für Kreis Borken
MUE/BOT für Bottrop
MUE/COE für Kreis Coesfeld
MUE/G für Gelsenkirchen
MUE/M für Münster
MUE/RH für Kreis Recklinghausen
MUE/RH/CR für Castrop-Rauxel
MUE/RH/G für Gladbeck
MUE/RH/HE für Herten
MUE/RH/M für Marl
MUE/RH/NOR für Dorsten und Haltern
MUE/RH/OST für Datteln, Waltrop, Oer-Erkenschwick
MUE/RH/RE für Stadt Recklinghausen
MUE/STF für Kreis Steinfurt
MUE/WAF für Kreis Warendorf

NS für Niedersachsen gliedert sich in:

BRE für Land Bremen
BRE/B für Stadt Bremen
BRE/BH für Bremerhaven
BRS für Regierungsbezirk Braunschweig
BRS/B für Stadt Braunschweig
BRS/G für Kreis Göttingen
BRS/GIF für Kreis Gifhorn
BRS/GL für Kreis Goslar
BRS/HEL für Kreis Helmstedt
BRS/N für Kreis Northeim
BRS/O für Kreis Osterode
BRS/P für Kreis Peine
BRS/S für Stadt Salzgitter
BRS/WFB für Kreis Wolfenbüttel
BRS/WOB für Stadt Wolfsburg
HAN für Regierungsbezirk Hannover
HAN/H für Stadt Hannover
HAN/HA für Kreis Hameln-Pyrmont
HAN/HI für Kreis Hildesheim
HAN/R für Rest Bezirk Hannover
LUE für Regierungsbezirk Lüneburg
OLD für Regierungsbezirk Weser-Ems (Oldenburg)

RPS für Rheinland-Pfalz gliedert sich in:

KAI für Regierungsbezirk Kaiserslautern
KOB für Regierungsbezirk Koblenz
SAA für das Saarland
TRI für Regierungsbezirk Trier.

Hinter all diesen Kennungen können noch weitere (z.T. mehrere) Kennungen der Arten INT mit Unterarten (s.o.) auftauchen.

3.2  Kennungen mit thematischen oder sozialstrukturellen Bezügen

Diese Kennungen beziehen sich auf bestimmte Bewegungen und Politikfelder. Äußert sich z.B. die DKP in einem Dokument ausschließlich zu AKWs, so wird diese Informationen unter der Kennung AKW verschlüsselt und erst, falls unter AKW zuviele Einträge vorliegen, ggf. mit AKW/DKP näher aufgegliedert. Handelt es sich um eine DKP-Studentengruppe, so wird diese zunächst unter dem Studentenkürzel VDS einsortiert.

Momentan existieren in diesem Bereich die Kennungen:

AKW für Umweltschutz und Atomkraftwerke
FRA für Frauen
HOM für Homosexuelle (Lesben als FRA/HOM)
KJA für Jugend allgemein, Arbeiterjugend, DGB-Jugend
KIR für Kirche, Religion, Atheismus
MIE wie Mieter für Mietkämpfe, Reproduktionssektor (Fahrpreise), Stadtteile
REP für Repression, Knäste, Berufsverbote, bewaffneter Kampf
SMV für Schüler (außer Berufsschulen: KJA)
SRK für EDL, Soldaten und Reservisten, Polizeigewerkschaft, Friedensbewegung
VDS für Studenten
VLB für Broschüren, Bücher, Medien, Kunst

3.3  Kennungen für Organisationen oder ideologische Strömungen

Für einzelne Organisationen bzw. für jeweils mehrere kleine Gruppen gemeinsam gibt es Kennungen, die auf allen geographischen Ebenen auftauchen können. Gefolgt werden können diese Kennungen von Kennungen mit organisatorischem Bezug. Diese sind:

AA für Ausschlussverfahren
IO für Internes Organ
ND für Nachrichtendienst
RB für normale interne Dokumente (Rundbriefe)
TO für Theoretisches Organ
VV für Sitzung
ZO für Zentralorgan

Vorläufer einzelner Organisationen wurden, wenn der spätere Anschluss weitgehend ungespalten vollzogen wurde, mit der Organisationskennung der späteren Mutterorganisation versehen.

Auf die Organisationskennung können auch verschiedene Kennungen der Gruppe 2 folgen:

KJA für Jugendorganisation
REP für z.B. Rechtsschutzorganisation
SMV für Schülergruppe
SRK für Soldatengruppe, Friedenskomitee
VDS für Studentengruppe
VLB für Sonderveröffentlichungen (Flugblätter, Bücher, Broschüren etc.)

Momentan existieren folgende Organisations- oder Ideologiekennungen:

ANA für Anarchisten
ABG für Arbeiterbasisgruppen bzw. Arbeiterbund für den Wiederaufbau der KPD
AO für KPD/AO bzw. KPD (Semler/Horlemann)
BSE für IG Bau Steine Erden und deren Organisationsbereich
CDU für Christlich Demokratische Union und Christlich Soziale Union
CPK für IG Chemie und Gewerkschaft Holz und Kunststoff
DGB für den DGB, DAG, CGB, BDI, BDA etc. und Wirtschaft / Arbeiter allgemein
DKP für die Deutsche Kommunistische Partei
DP für die Industriegewerkschaft Druck und Papier und Gewerkschaft Kunst
FDP für die Freie Demokratische Partei
GEW für Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Lehrer, Intellektuelle
GIM für die Gruppe Internationaler Marxisten
GLF für die Gewerkschaft Landwirtschaft und Forsten sowie Bauern
GRM für die KPD/ML bzw. 1970-1973 KPD/ML-ZK
GRU für Grüne, Bunte und Alternative
HBV für den Bereich der Gewerkschaft Handel, Banken und Versicherungen
IAK für die Internationale Arbeiterkorrespondenz sowie BSA (Lambert/Healy)
IGM für die Industriegewerkschaft Metall
KJO für KJO Spartacus, Spartacus BL, Spartacusbund, TLD etc.
KAB für KAB/ML, KABD, MLPD
KB für KB und Gruppe Z
KBW für KBW und BWK
MLD für Marxisten-Leninisten Deutschlands, ML-Bewegung, GDS/WBK, MG, KPD/ML-Abspaltungen
NE für KPD/ML-Neue Einheit
NPD für NPD, andere Nazis und Antifa
PL für PL/PI Berlin und Betriebssponties (ASM, PF, RFO, RK), Rätegruppen und Linkskommunisten
RC für Republikanischer Club oder überfraktionelle Einrichtungen, Organe
SBO für Sozialistisches Büro Offenbach
SDS für SDS
SPD für SPD
TEX für Gewerkschaft Textil und Bekleidung sowie IG Leder
TRO für diverse Trotzkisten (weder GIM, IAK noch KJO-Abstammung)
ZB für KPD/ML-Zentralbüro

Berlin, den 4.3.2005

Seitenanfang |  Startseite |  Impressum