"Albanische Hefte - Zeitschrift der Gesellschaft der Freunde Albaniens"

Materialien zur Analyse von Opposition

Von Dietmar Kesten, Gelsenkirchen


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Hier können nur einige Ausgaben der "Albanischen Hefte" vorgestellt werden. Wir bitten um Ergänzungen. Die "Gesellschaft der Freunde Albaniens e. V." wurde 1971 gegründet. Sie gab die Hefte heraus und organisierte u. a. Reisen nach Albanien. Die GFA, die der KPD/ML nahestand, benannte sich 1979 in "Deutsch-Albanische Freundschaftsgesellschaft" um und löste sich in den 80er Jahren langsam vom politischen Einfluss der Partei.

Liste der als Scans vorhandenen Zeitungen

Auszug aus der Datenbank "Materialien zur Analyse von Opposition" (MAO)

März 1972:
Laut "Albanische Hefte. Zeitschrift der Gesellschaft der Freunde Albaniens e. V." erscheint wohl im März die Nr. 1 der "Albanischen Hefte". Dazu schreibt die GdFA: "Im Frühjahr 1972 habe man das erste "Albanische Hefte" herausgegeben. Seit 1971 "waren wir öfters als Gäste in der albanischen Botschaft in Wien eingeladen, und bereits 1972 und später waren noch zweimal Vertreter des Vorstandes zu Albanienreisen vom Komitee für kulturelle und freundschaftliche Kontakte mit dem Ausland eingeladen und in Tirana herzlichst empfangen worden". Die Gruppe wurde nach eigenen Angaben im November 1971 gegründet.
Quelle: Albanische Hefte. Zeitschrift der Gesellschaft der Freunde Albaniens e. V., Nr. 3, München, o. J. (Oktober 1976).

April 1972:
Die "Gesellschaft der Freunde Albaniens" (GdFA) gibt vermutlich im April die Nr. 2 ihrer Zeitschrift "Albanische Hefte. Zeitschrift der Gesellschaft der Freunde Albaniens e. V." heraus.
Artikel der Ausgabe sind:
- "Bericht über unsere Arbeit. Was sind unsere nächsten Pläne?"
- "Frau im Sozialismus"
- "Die albanische Frau vor dem Befreiungskampf"
- "Die albanische Frau beim Aufbau ihres sozialistischen Landes"
- "Die Rolle der Partei bei der Befreiung der Frau"
- "Aus der Geschichte des Landes. 1912-1972. 60 Jahre Albanien"
- "Nach 500 Jahren: Die Unabhängigkeitserklärung von 1912"
- "Eine Selbständigkeit für das Volk"
- "Ein König und sein Volk"
- "Die Gründung der KP"
- "Das Volk an der Macht"
- "Partisanenlied"
- "Aus der albanischen Presse"
- "Neue Bücher aus Albanien"
- "Aus Kunst und Kultur des albanischen Volkes"
- "Wintersaison im Cafe Riviera"

In "Was sind unsere nächsten Pläne?" wird ausgeführt: "Wir werden in der Reihe unserer öffentlichen Veranstaltungen fortfahren. So findet demnächst ein zweiter Filmabend statt, diesmal zum Thema Erziehung im Sozialismus-Schüler in der Produktion. Wie bisher, werden wir auch diese Veranstaltung durch Plakate und Flugblätter in der Stadt bekannt machen. Da dieses Thema besonders für Schüler und Lehrer aller Schularten wichtig ist, hoffen wir auf das besondere Interesse der Schulen.

Etwa im Dezember laden wir zum dritten Filmabend ein. Er bringt einen albanischen Spielfilm über den Befreiungskämpfe der Albaner gegen den Faschismus. Dieser Film -wie alle vorher gezeigten-entstammt der albanischen Filmproduktion und gibt einen unmittelbaren Eindruck in die jüngste Geschichte des Landes. Ebenfalls gegen Ende des Jahres wollen wir einen Filmbericht über unsere Reise nach Albanien öffentlich vorführen. Inzwischen bereitet sich die Reisegruppe auf die Fahrt vor, in einzelnen Arbeitkreisen besprechen die Teilnehmer spezielle Themen, deren genauere Kenntnis unserer Reise zum Erfolg verhelfen soll … Dieses Heft steht unter dem besonderen Thema "Die Frau im Sozialismus".

Geworben wird für Bücher von Enver Hoxha. Aufgerufen wird dazu das deutschsprachige Programm von "Radio Tirana" zu hören.
Q: Albanische Hefte. Zeitschrift der Gesellschaft der Freunde Albaniens e. V., Jg. 1, Nr. 2, München (April 1972).

Dezember 1972:
Die "Gesellschaft der Freunde Albaniens" (GdFA) gibt die Nr. 3/4 ihrer Zeitschrift "Albanische Hefte. Zeitschrift der Gesellschaft der Freunde Albaniens e. V." heraus.

Laut Vorbemerkung lud die GdFA im Frühjahr 1972 "zu einer Gruppenreise nach Albanien ein. 31 Reiseteilnehmer sollten die Möglichkeit haben, Albanien kennenzulernen und Ihre Kenntnisse über dieses Land zu überprüfen … Die Reiseteilnehmer bereiteten sich in Arbeitsgruppen vor- z. B. Erziehung, Wirtschaft, Geschichte, Kultur und Gesundheitswesen; denn viele von ihnen hatten nur vage Vorstellungen über Albanien gehabt … Dieses Heft soll einen allgemeinen Eindruck von unseren Erlebnissen vermitteln. In weiteren Heften werden wir auf spezielle Themen eingehen. Die Vorträge, die wir in Albanien hörten, sollen gesondert veröffentlicht werden. Außerdem werden wir in Veranstaltungen unsere Dias, Fotos und unseren Reisefilm Albanien-Eindrücke einer Reise" zeigen …"

Artikel der Ausgabe sind:
- "Grußbotschaft"
- "Vorbemerkung"
- "Besichtigungsfahrten in Albanien"
- "Albanien 1972 - Ein Reisebericht"
- "Albanien 1973?"
- "Im Traktorenersatzteilwerk"
- "Acht Stunden und nicht länger"
- "Der Mensch, das wichtigste Kapital"
- "Flete Rrufe"
- "Arbeiterklassenkontrolle"
- "Studieren und arbeiten"
- "Arbeiten und studieren"
- "Interview mit einem Arbeiter des Traktorenersatzteilwerks"
- "Gegenseitige Hilfe"
- "China und der proletarische Internationalismus"
- "Unser lieber Genosse Enver"
- "Die Bedeutung der Vergangenheit"
- "Wohnen und Sozialleistungen"
- "Für jeden eine Wohnung"
- "Für Kranke und Alte ist gesorgt"
- "Erziehung der Jugend"
- "Im Kindergarten"
- "Der Fuchs und die sauren Weintrauben"
- "Im Pionierlager Kemal Stafa"
- "Bei den Aktionisten"
- "Zeri i Popullit"
- "Land der Lernenden"
- "Freizeit"
- "Misca Garantia"
- "Albanien-Eindrücke einer Reise"
- "Karikaturen über den Revisionismus"
- "Aus unserer Vereinsarbeit"
- "Radio Tirana … Programm in deutscher Sprache"

Berichtet wird über die die Münchener GdFA. Am 27.10. wurde im "Zunfthaus" der albanische Film "Die Arbeit der Schüler in der Produktion" gezeigt.
Q: Albanische Hefte. Zeitschrift der Gesellschaft der Freunde Albaniens e. V., Jg. 1, Nr. 3/4, München, Dezember 1972.

August 1973:
Es erscheint die Nr. 2 der "Albanischen Hefte. Zeitschrift der Gesellschaft der Freunde Albaniens".
Artikel der Ausgabe sind:
- "Aus unserer Vereinsarbeit"
- "Programmatische Erklärung der Gesellschaft der Freunde Albanien e. V."
- "Der Mensch ist unser teuerstes Kapital-Über das Gesundheitswesen in Albanien"
- "Albanien heute"
- "Sozialversicherungen-Ein umfassendes Versorgungsprogramm"
- "10. Juli-Tag der Armee"
- "VII. Kongress des Albanischen Frauenverbandes"
- "Radio Tirana-Sendezeiten und- Frequenzen"

Berichtet wird über einen Schwerpunkt der Vereinsarbeit, der auf "der Vorführung unseres Reisefilms Albanien-Eindrücke einer Reise" lag. Weiter wird über eine Mitgliederversammlung aus dem Mai berichtet. Dort wurde auch eine "Programmatische Erklärung" verabschiedet. "Nach unserer neuen Satzung wird die Gesellschaft fortan in Sektionen gegliedert, deren - für ihr Gebiet - selbständige Aktivitäten vom Vereinsvorstand koordiniert und unterstützt werden". Entstanden sind die Sektionen Bayern mit dem Sitz in München und in West-Berlin. Weitere Sektionen sind im Ruhrgebiet geplant (Bochum) und für den Raum Bielefeld.

In der "Programmatische Erklärung der Gesellschaft der Freunde Albaniens e. V." wird u. a. ausgeführt:
"Die Aufgaben der GESELLSCHAFT DER FREUNDE ALBANIENS.
Über diese beispielhafte Entwicklung des albanischen Volkes erhält das deutsche Volk in Zeitungen, Zeitschriften und Fernsehen unvollständige, verzerrte oder tendenziöse Berichte und Kommentare. Aber im deutschen Volk wächst das Bedürfnis den Charakter und die Bedeutung dieser neuen, sozialistischen Entwicklung in Albanien kennen und verstehen zu lernen. Die GESELLSCHAFT DER FREUNDE ALBANIENS greift dieses Interesse auf, um es zu fördern und im Rahmen ihrer Organisation zu festigen.

Die GESELLSCHAFT DER FREUNDE ALBANIENS will helfen, die durch mangelnde Information und Vorurteile geprägten Vorstellungen über die Volksrepublik Albanien zu überwinden. Sie will die Freundschaft zwischen dem deutschen und dem albanischen Volk stärken, indem sie versucht, umfassend und unverfälscht über die albanische Wirklichkeit zu berichten, wie über die Geschichte des albanischen Volkes, über die albanische Kultur der Vergangenheit und Gegenwart, über die Geschichte, Perspektiven und Ziele des sozialistischen Aufbaus in Albanien.

Die GESELLSCHAFT DER FREUNDE ALBANIENS will allen Interessierten in der Bundesrepublik Deutschland und in Westberlin die Möglichkeit zu geben, das Leben und den Sozialismus in der Volksrepublik Albanien kennenzulernen und Freunde Albaniens zu werden. Sie will eine breite Bewegung der Unterstützung für das sozialistische Albanien schaffen, namentlich im Falle eines imperialistischen Angriffs auf Albanien.

Das will die GESELLSCHAFT DER FREUNDE ALBANIENS durch folgende Mittel erreichen:
- die Herausgabe und Verbreitung der ALBANISCHEN HEFTE
- regelmäßige Vereinsabende mit informativem und geselligem Charakter
- öffentliche Veranstaltungsreihen mit Vorträgen, Filmvorführungen, Ausstellungen, Diskussionen u. ä.
- offene Informationsreisen nach Albanien
- Einrichtung von Bibliotheken und Archiven für Literatur, Schallplatten und sonstigem Informationsmaterial aus und über Albanien
- Veröffentlichungen in Publikationsorganen aller Art und Kontakt mit Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens
- Kontaktpflege mit dem albanischen "Komitee für kulturelle und freundschaftliche Beziehungen mit dem Ausland"
- Propagierung der deutschsprachigen Sendungen von Radio Tirana als Mittel der Information über Albanien.

Charakter der GESELLSCHAFT DER FREUNDE ALBANIENS
In der GESELLSCHAFT DER FREUNDE ALBANIENS ist Platz sowohl für die, die ihre uneingeschränkte Sympathie für die albanische Politik und Weltanschauung äußern als auch für jene, die nicht voll damit übereinstimmen, aber einig sind in dem Bemühen, die Freundschaft zwischen dem deutschen und dem albanischen Volk zu fördern.

Die GESELLSCHAFT DER FREUNDE ALBANIENS ist inhaltlich und organisatorisch unabhängig von anderen Organisationen. Sie unterscheidet sich durch ihre Ziele und Aufgaben von politischen Parteien und Organisationen, die ihre Arbeit unmittelbar auf die Gestaltung oder Veränderung der politischen Verhältnisse in der BRD richten. Sie ist kein Forum für die politische oder organisatorische Auseinandersetzung zwischen Organisationen.

Die GESELLSCHAFT DER FREUNDE ALBANIENS ist offen für eine Mitwirkung auf Veranstaltungen anderer Organisationen, soweit die Ziele der GESELLSCHAFT DER FREUNDE ALBANIENS dadurch gefördert werden und ihre inhaltliche und organisatorische Unabhängigkeit gewährleistet werden kann.

Die GESELLSCHAFT DER FREUNDE ALBANIENS ruft alle dazu auf, ungeachtet ihrer verschiedenen politischen und weltanschaulichen Oberzeugungen bei der gemeinsamen Aufgabe in der GESELLSCHAFT DER FREUNDE ALBANIENS mitzuwirken, um die Freundschaft zwischen dem deutschen und albanischen Volk zu fördern und zu festigen. (Beschlossen auf der Mitgliederversammlung der Gesellschaft der Freunde Albaniens e.V. am 27.5.1973 in München)".

Geworben wird für das "Deutschsprachige Programm von Radio Tirana".
Q: Gesellschaft der Freunde Albaniens e. V. (Hrsg.): Albanische Hefte, München, Jg. 2, Nr. 2, August 1973.

März 1974:
Die "Gesellschaft der Freunde Albaniens" (GdFA) gibt die Nr. 1 ihrer Zeitschrift "Albanische Hefte. Zeitschrift der Gesellschaft der Freunde Albaniens e. V." heraus.
Artikel der Ausgabe sind:
- "Liebe Leser. Albanische Hefte-Dritter Jahrgang"
- "Eisenbahnlinie Durres-Prrenjas vorzeitig beendet"
- "Zeri i Popullit (12.1.1974): Jugend, dein triumphaler Schwung. Telefonisch von unserem Sonderbeauftragen bei der Bahnstrecke"
- "Glückwunschtelegramm an den albanischen Jugendverband"
- "Zur Energiekrise"
- "Zum Thema: Arbeiterklassenkontrolle"
- "Der Kampf gegen Bürokratismus wird mit vielfältigen Mitteln geführt"
- "Arbeiterklassenkontrolle. Werkzeug zur Revolutionierung der Arbeiterklasse"
- "Arbeiterklassenkontrolle in allen Lebensbereichen"
- "Freude an der Arbeit (aus "Neues Albanien" 6/1973)"
- "Arbeitslosigkeit kennt man im sozialistischen Albanien nicht"
- "Aus unserer Vereinsarbeit"
- "Aktivitäten der Sektion München"
- "Freundesgruppe Bielefeld"
- "Sektion Ruhrgebiet"
- "Protesterklärung-Januar 1974"
- "Albanienreisen 1974"
- "Leserbriefe"
- "Briefmarken im Dieste des Volkes"

Berichtet wird über eine Albanien-Ausstellung im Gelsenkirchener "Revierpark Nienhausen", die vom 26.2.-3.3. stattfand und von Mitgliedern der GdFA in der BRD veranstaltet wurde. Die "Sektion München" führte am 16.2. eine Mitgliederversammlung durch, auf der ein neuer Sektionsvorstand gewählt wurde. Ein Arbeitsplan für das nächste Vierteljahr wurde erstellt.

In Bielefeld wurden drei Veranstaltungen durchgeführt, auf denen ein Reisefilm aus Albanien gezeigt wurde. Weitere Aktivitäten: Veranstaltungen zum Thema: "Frau im Sozialismus". Am 2. März will man einen "Stammtisch" zum Thema: "Gewerkschaft in Albanien" durchführen. Die "Freundesgruppe Bielefeld" "berichtet von drei Veranstaltungen: Vorführung des Reisefilms". Auch soll eine Veranstaltung zum Thema: "Frau im Sozialismus aus Anlass des Weltfrauentages" durchgeführt werden.

Die "Sektion Ruhrgebiet" trifft sich in Bochum "ab 2.5.1974 14tägig". Ein Schwerpunkt: "Vorbereitung auf die Albanien-Reise 1974".
Q: Albanische Hefte. Zeitschrift der Gesellschaft der Freunde Albaniens e. V., Jg. 3, Nr. 1, München, März 1974.

November 1974:
Die "Gesellschaft der Freunde Albaniens" (GdFA) gibt vermutlich im November die Nr. 3/4 ihrer Zeitschrift "Albanische Hefte. Zeitschrift der Gesellschaft der Freunde Albaniens e. V." heraus.
Artikel der Ausgabe sind:
- "Geschenk zum Jahresende"
- "Liebe Mitglieder, liebe Freunde"
- "30 Jahre sozialistisches Albanien"
- "Jahrhundertelanger Freiheitskampf"
- "Organisierter Befreiungskampf"
- "Vom Nullpunkt begonnen"
- "Bruch mit der Sowjetunion"
- "Sich stützen auf die eigenen Kräfte"
- "Aufbau der sozialistischen Landwirtschaft"
- "Industrieland Albanien"
- "In enger Verbundenheit von Staat, Partei und Volk besteht die Kraft des Sozialismus in Albanien"
- "Erziehung des neuen Menschen"
- "Bashkimi. Organ Qendror-Frontit Demokratik Te Shqiperise"
- "Preisteilnehmer der Reisen 1974 berichten"
- "6. Oktober 1974: Wahl zur Volksversammlung. Die Volksmacht stärken"
- "Shkiperija. Ein Land der Zukunft"
- "Aktivitäten zum 30. Jahrestag"
- "Befreiung in ganz Europa"
- "Aus Kunst und Kultur-Auf der Schwelle der Freiheit"
- "Lieder aus Abanien"
- "Neue Literatur aus Albanien"
- "Dokumente der albanischen Außenpolitik"
- "Unsere Leser schreiben"
- "Aus unserer Vereinsarbeit"

Berichtet wird davon, dass zwei Vorstandsmitglieder der GdFA, Inge Junck und Dagmar Rosskopf, beide Lehrerinnen "vom Berufsverbot bedroht" seien. Ferner von einem Bombenanschlag auf die albanische Botschaft in Paris. Aufgerufen wird zur Spenden der "Aktion gegen die Berufsverbote". In "Aus unserer Vereinsarbeit", wird über die Agitation im München gegen den Film: "Die Chinesen in Paris" berichtet. Vom 15.-18. November fand dort im "Thomasbräukeller" eine Albanienwoche statt. In der "Sektion Ruhrgebiet" fand in Bochum ein "Stammtisch" statt, der sich mit Reisevorbereitungen nach Albanien beschäftigt. In Dortmund-Scharnhorst soll am 19.11. ein Dia-Vortrag stattfinden, am 20.11. einer in Essen und am 22.11. in Bochum. Thema: "30 Jahre sozialistisches Albanien". Am 23.11. soll noch in Dortmund eine zentrale Veranstaltung zum Thema: "30 Jahre sozialistisches Albanien" stattfinden. Die "Sektion Ruhrgebiet" trifft sich jeden 3. Donnerstag in der Bochumer Bibliothek. Kontaktadresse der "Sektion Ruhrgebiet" ist: Gelsenkirchen.

In Berlin (West) fand am 18.7. ein "Stammtisch" statt, an dem ca. "50 Besucher" teilnahmen. Die GFA in Frankfurt/M. besteht seit Mitte Januar 1974. Im April führte sie eine Veranstaltung zum Thema: "Frau im Sozialismus" durch. Dort wurde auch über Albanien-Reisen berichtet. Am 17.10. fand dort erneut ein "Stammtisch" statt. Es wurden albanische Lieder vorgetragen. Zwischen dem 24.-29. November plant die Gruppe eine Fotoausstellung, einen "Kulturabend mit Folklore, Dias … und Erlebnisberichten aus Albanien am 27. November". Zum 30. Jahrestag der Befreiung Albaniens, soll am 29.11. eine Veranstaltung stattfinden.

In Bielefeld will die "Freundesgruppe" zur "Feier des 30. Jahrestages der Befreiung Albaniens" eine Veranstaltung am 10.12. durchführen, einen Infostand am 30.11. Auch aus Braunschweig wird berichtet. Dort will man auf einem Stand über den "30. Jahrestag der Befreiung Albaniens" informieren. Die "Freunde aus Hamburg, Kiel, Lübeck" planen eine Veranstaltungsreihe "mit Infoständen und Diaveranstaltungen". Man will auch über die "Erfolge des albanischen Volkes beim sozialistischen Aufbau" informieren.

Geworben wird für Schriften von Enver Hoxha, u. a.: "Ausgewählte Reden und Aufsätze", die über die "Gesellschaft für die Verbreitung des wissenschaftlichen Sozialismus" erhältlich sind. Aufgerufen wird dazu, "Radio Tirana" zu hören.
Q: Albanische Hefte. Zeitschrift der Gesellschaft der Freunde Albaniens e. V., Jg. 3, Nr. 3/4, München, o. J. (November 1974).

April 1975:
Es erscheint (vermutlich im Frühjahr) die Nr. 1/1975 der "Albanischen Hefte. Zeitschrift der Gesellschaft der Freunde Albaniens".

Artikel der Ausgabe sind:
- "Angedrohte Berufsverbote zurückgezogen"
- "Befreiung der Frau-Entscheidender Faktor beim Aufbau des Sozialismus"
- "Mutter und Kind"
- "Feierlichkeiten zum 30. Jahrestag der Befreiung Albaniens"
- "in Tirana"
- "In aller Welt"
- "In unserer Vereinsarbeit"
- "ATA: Über die schwierige Lage der Frau in den kapitalistischen und revisionistischen Ländern"
- "Aus Kunst und Kultur"
- "Katrina, aus dem Roman Die Hochzeiten von I. Kadare"
- "I. Kadare, Am Jahrestag der 12. Brigade"
- "Enver Hoxha, Ausgewählte Reden und Aufsätze erschienen"
- "Nachrichten aus Albanien"
- "Richtigstellung zum Thema: Arbeiterklassenkontrolle"
- "Unsere Leser schreiben uns"
- "Dokumente der albanischen Außenpolitik"
- "Neue Intrigen der beiden Supermächte, um sich politisch und militärisch auf Zypern zu etablieren"

Geworben wird für die "Gesellschaft für die Verbreitung des wissenschaftlichen Sozialismus. Publikationen aus der Volksrepublik China und der Volksrepublik Albanien" aus Hamburg. Dort sind u. a. erhältlich: Enver Hoxha: "Bericht über die Tätigkeit des ZK der PAA. Erstattet auf dem VI. Parteitag der PAA am 1. November 1971", "Albanien - Leuchtfeuer des Sozialismus in Europa" und Enver Hoxha: "Ausgewählte Reden und Aufsätze" (auch im "Verlag Roter Morgen" erhältlich).
Q: Albanische Hefte. Zeitschrift der Gesellschaft der Freunde Albaniens e. V., Jg. 4, Nr. 1, München, (April) 1975.

Mai 1976:
Die Gesellschaft der Freunde Albaniens (GdFA) gibt vermutlich im Mai die Nr. 1 ihrer Zeitschrift "Albanische Hefte. Zeitschrift der Gesellschaft der Freunde Albaniens e. V." heraus.
Artikel der Ausgabe sind:
- "Verfassungsentwurf der Sozialistischen Volksrepublik Albanien"
- "Volksrepublik Albanien. Ein Sozialistischer Staat"
- "Ob Albanien ein sozialistisches Land ist oder nicht, entscheidet nicht Chruschtschow, sondern hat das albanische Volk mit seinen Kämpfen und seinem Blut entschieden. Aus einem Gespräch mit J. Andropow in Moskau"
- "Aus unserem Vereinsleben"
- "Unsere Leser schreiben uns"
- "Praline-Redakteur. D. Hesse hetzt gegen das sozialistische Albanien"
- "Hostene-Nachrichten aus Albanien"
- "Dokumente der albanischen Außenpolitik"

Berichtet wird darüber, dass auch die GdFA den Protest gegen die 14. Strafrechtsänderung unterstützt und in einer "Resolution" erklärt, dass die "Gesetzesvorlage einen Eingriff in die Meinungs- und Informationsfreiheit" bedeutet.
In "Aus unserem Vereinsleben" wird darüber berichtet, dass in Frankfurt/M. vom 22.11.-30.11. eine Ausstellung in Frankfurt/M. zum Thema: "Kunst und Kultur in Albanien" stattfindet, am 29.11. eine Veranstaltung zum "31. Jahrestag der Befreiung Albaniens", zu der ca. "180 Freunde kamen". In einem Kommunalen Kino wurden vom 16.-19.1. die albanische Filme: "Triumph über den Tod", "Weiße Straße", "Alte Wunden" und "Operation Feuer" gezeigt.
Die Gruppe Bremen berichtet über eine Veranstaltung am 2.12.75. Reiseteilnehmer, die Albanien besuchten, berichteten.
Die "Sektion München" führte einen "Stammtisch" am 14.1. zum "30. Jahrestag der Gründung der Volksrepublik Albanien" durch. Zudem eine Veranstaltung am 26.11. zur Kampagne "Kunst und Kultur". "Am 10.12.75 nahmen 15 Freunde am Stammtisch teil, der die Kunst und Kultur in der Geschichte zum Thema hatte".

Die "Gruppe Kiel" berichtet am 28.2. über eine Veranstaltung "mit Film und Lichtbildern über Kunst und Kultur". Die "Sektion West-Berlin" führte zum 31. Jahrestag der VR Albanien eine Veranstaltung zum Thema: "Kunst und Kultur in Albanien" durch. Am 3.12. 75 "zeigten Mitglieder der italienisch-albanischen Freundschaftsgesellschaft in West-Berlin einen Reisefilm". Die "Gruppe Bielefeld" führte am 9.12.75 "eine Veranstaltung mit einer Ausstellung zum 31. Jahrestag der Befreiung Albaniens" durch. Im Februar wurde der Film "Operation Feuer" im Uni-Filmclub gezeigt.

Die "Gruppe Hamburg" verfasste eine "Protesterklärung" zu einem Hetzartikel in der Zeitschrift "Praline". Die "Sektion Ruhrgebiet" berichtet über Essen und Dortmund. Dort wurden Veranstaltungen zum Thema: "Kunst und Kultur" durchgeführt. "Das Auslandsinstitut Dortmund veranstaltete am 8.11.1975 ein Seminar über Albanien mit dem Titel Tiefrot ist unsere Fahne-Albanien".. Im März wurde in Dortmund der Film "Alte Wunden" gezeigt. Auch in Wuppertal fand eine Veranstaltung zum Thema: "Kunst und Kultur" statt.

In Essen eröffnet "die Sektion Essen ihr Albanien-Zentrum". Berichtet wird noch über einen Anschlag in der Nacht vom 28. auf den 29.4 auf das Albanien-Zentrum.
Die Gruppe Bremen führte im Februar eine Veranstaltung zu "Kunst und Kultur" durch. Auf einer weiteren Veranstaltung zeigte die Rote Garde der KPD/ML "ihren Dia-Reisebericht". Die "Sektion München" zeigte vom 3.-7.3. einige albanische Spielfilme.
Geworben wird für "Radio Tirana. Ausgewählte Sendungen", die "Albanischen Hefte", für Bücher aus Albanien, u. a. über "Histoire de L Albanie".
Q: Albanische Hefte. Zeitschrift der Gesellschaft der Freunde Albaniens e. V., Jg. 5, Nr. 1, München, o. J. (Mai 1976).

Juli 1976:
Die Gesellschaft der Freunde Albaniens (GdFA) gibt vermutlich im Juli die Nr. 2 ihrer Zeitschrift: "Albanische Hefte. Zeitschrift der Gesellschaft der Freunde Albaniens e. V." heraus.
Artikel der Ausgabe sind:
- "Jugend im Sozialismus"
- "Die Heldin. Das Leben der Shajnaze Juka"
- "Die albanische Jugend im nationalen Befreiungskampf"
- "BRPSH-Verband der Jugend der Arbeit Albaniens"
- "Schule und Ausbildung. Besuch in der allgemeine Mittelschule in Korca"
- "Jugendarbeitslosigkeit: In Albanien unbekannt!"
- "Was tun denn da die Jugendlichen in ihrer Freizeit?"
- "Besuch im Aktionslager"
- "Reiseeindrücke: Am Strand von Durres"
- "Spartakiade 1974: Bei den jungen Pionieren"
- "Leserbriefe"
- "Land ohne Gott-Ja. Land ohne Hoffnung-Nein!"
- "Bücherspiegel"
- "Eine ehrliche und sachliche Berichterstattung im Rundfunk"
- "Nachrichten aus Albanien"
- "1. Mai in Albanien"
- "Aus dem Vereinsleben"
- "Dhimiter/S. Shuteriqi: "Die Straße der Jugend"
- "Dokumente der albanischen Außenpolitik. Warum verweigert Bonn die Zahlung von Reparationen? Aus "Zeri I Popullit"
- "Presseerklärung der KPD/ML zu einer gegen Albanien gerichteten Hetzkampagne"

In "Aus unserem Vereinsleben" wird berichtet aus der "Sektion Rhein-Main", wo Albanienfreunde "aus Wiesbaden ein Literaturarchiv bzw. eine Karte über albanische Veröffentlichungen und Sekundärliteratur eingerichtet haben".
Bielefeld: "In der Schulklasse eines Gymnasiums in Höxter wurde während des Geschichtsunterrichts mit großem Erfolg der Reisefilm vorgeführt. Wir hatten diese Schüler kennengelernt beim Verteilen der Flugblätter für eine Albanienveranstaltung im Jugendzentrum. Diese Veranstaltung (war) eine Veranstaltung der ROTEN GARDE". Vom 26.-29. Mai wurde im JZ eine Ausstellung über Albanien gezeigt.

In West-Berlin wurde ein Film über "Reiseeindrücke aus Albanien" gezeigt, den "die italienisch-albanische Freundschaftsgesellschaft gedreht hatte".
"Sektion München": Berichtet wird über die letzten beiden "Stammtisch", wo "der neue Verfassungsentwurf" debattiert wurde.
"Sektion Ruhrgebiet": "In Dortmund fand beim Stammtisch am 24.6.76 eine Diskussion darüber statt, weshalb die BRD Kriegsreparationen an Albanien verweigert". Der nächste Stammtisch soll am 15.7.76 stattfinden.
Über Essen wird berichtet, dass der lokale Stadtanzeiger, der "Rote Morgen", die "Rote Fahne" und die "KVZ" zur Eröffnung eines Büros der GdFA eine Notiz abgedruckt haben. "Stammtische" sind geplant.
In der BRD wurden erstmals "im Rahmen der Filmveranstaltungen der GFA albanische Spielfilme gezeigt". In 11 Städten (u. a. West-Berlin, Bochum, Dortmund, München, Hannover) "kamen in mehr als 50 Vorstellungen ca. 5.000 Besucher".
Geworben wird für "Neues Albanien", für "Albanien Heute".
Q: Albanische Hefte. Zeitschrift der Gesellschaft der Freunde Albaniens e. V., Jg. 5, Nr. 2, München, o. J. (Juli 1976).

Oktober 1976:
Die "Gesellschaft der Freunde Albaniens" (GdFA) gibt vermutlich im Oktober die Nr. 3 ihrer Zeitschrift: "Albanische Hefte. Zeitschrift der Gesellschaft der Freunde Albaniens e. V." heraus.
Artikel der Ausgabe sind:
- "Das Gesundheitswesen im sozialistischen Albanien. Der Mensch steht im Mittelpunkt"
- "Wer behindert ist, muss nicht abseits stehen. Ein Besuch in der Behindertenschule in Tirana"
- "Rückkehr ins Leben"
- "Vorbeugen ist besser als Heilen. Gesundheitsschutz im albanischen Betrieb"
- "Im albanischen Krankenhaus. Alle arbeiten an der gemeinsamen Aufgabe. In der Kinderklink von Korca"
- "Leserbrief: Eine Blinddarmoperation auf albanisch"
- "Wertschätzung der Arbeit"
- "Nachrichten aus Albanien"
- "35. Jahrestag der Gründung der PAA"
- "Dokumente der albanischen Außenpolitik"
- "Beileidstelegramm des ZK der Partei der Arbeit Albanien" (zum Tod von Mao, d. Verf.)
- "Chinesisch-albanische Freundschaft"
- "Leserbriefe"
- "Bücherspiegel. Neuerscheinungen"
- "Nationale Konferenz für Ethnografische Studien"
- "Aus dem Vereinsleben"
- "Fünf Jahre GFA"
- "Aus Kunst und Kultur in Albanien. Auszug aus dem Roman: Kommissar Memo von Dritero Agolli"

Geworben wird für "Radio Tirana. Ausgewählte Sendungen", für Enver Hoxha: "Augewählte Werke, Bd. 1", für "Stürmische Jahre", erschienen im Rotfront-Verlag.
In "Aus dem Vereinsleben", wird berichtet aus der "Sektion Ruhrgebiet", wo die Hauptaktivität im Sommer auf der "Vorbereitung und Durchführung einer Reise nach Albanien" lag. "Im September und Oktober fanden in Dortmund und Essen Stammtische zum Thema: 35-Jahrestag der Gründung der PAA statt".
Veranstaltungspläne: U. a.: 21.10-14.11. Ruhrlandmuseum: "Denkmäler albanischer Kultur", 11.11. Ruhrlandmuseum: "Dia-Referat und Fotoausstellung über das albanische Gesundheitswesen", 12.11. Ruhrlandmuseum: Film: "Alte Wunden",
25.11. Dortmund-Scharnhorst: Film: "Alte Wunden". Am 18.11. und 16.12. sollen in Dortmund weitere Veranstaltungen stattfinden. In Essen will man am 25.10. eine Veranstaltung zum 35. Jahrestag der Gründung der PAA durchführen, am 22.11. eine zur "albanisch-chinesischen Freundschaft" und am 20.12. sollen ein Dia-Vortrag und eine Fotoausstellung "über die Jugend in Albanien" stattfinden.
Die "Sektion Rhein-Main" will vom 20.11.-26.11. Filme aus Albanien zeigen. Vom 25.-28.11. will man im Volksbildungsheim eine "Ausstellung zum Gesundheitswesen in Albanien" zeigen. Am 26.11. soll im "Haus der Jugend" ein Dia-Vortrag "zum Gesundheitswesen in Albanien" gezeigt werden.

Die "Gruppe Bielefeld" will am 5.11. einen "Stammtisch" mit einem Reisebericht aus Albanien durchführen. Am 7.12. soll im "Thüringer Hof" eine Fotoausstellung über Albanien stattfinden. Weiter soll am 10.12. in Brackwede der Film "Alte Wunden" gezeigt werden. Die "Gruppe Kiel" führt am 5.12. eine "Veranstaltung zum Gesundheitswesen" durch. "Die "Gruppe Bremen" plant regelmäßige Vereinsabende.
Am 5.11. soll im "Alten Dorfkrug" eine Veranstaltung zum "35. Jahrestag der PAA" stattfinden. Am 3.12. will man im "Weidenhöfer" eine "Ausstellung zum Gesundheitswesen, über Briefmarken aus Albanien, Karikaturen" durchführen.
Die "Sektion München" plant am 26.11. ein Albanien-Abend zum Thema: "Gesundheitswesen".

Die "Sektion West-Berlin" will am 27.11. "eine Veranstaltung zum Gesundheitswesen" durchführen. Berichtet wird noch davon, dass am 14.11.1971 in München die GdFA gegründet wurde. 1973 habe man damit begonnen, Sektionen aufzubauen. Im Frühjahr 1972 habe man das erste "Albanische Heft" herausgegeben. Seit 1971 "waren wir öfters als Gäste in der albanischen Botschaft in Wien eingeladen, und bereits 1972 und später waren noch zweimal Vertreter des Vorstandes zu Albanienreisen vom Komitee für kulturelle und freundschaftliche Kontakte mit dem Ausland eingeladen und in Tirana herzlichst empfangen worden". Die Vertreter der Gesellschaft waren auch auf Albanienkongressen in Brüssel und Paris 1975.
Q: Gesellschaft der Freunde Albaniens e. V: Albanische Hefte. Zeitschrift der Gesellschaft der Freunde Albaniens e. V., Jg. 5, Nr. 3, München, o. J. (Oktober 1976).

Januar 1977:
Die "Gesellschaft der Freunde Albaniens" (GdFA) gibt vermutlich im Januar oder Anfang Februar die Nr. 1 der Zeitschrift: "Albanische Hefte. Zeitschrift der Gesellschaft der Freunde Albaniens e. V." heraus.
Artikel der Ausgabe sind:
- "Die Außenpolitik der Sozialistischen Volksrepublik Albanien"
- "Chronik der Außenpolitik Albaniens"
- "Radio Tirana"
- "Ist Albanien isoliert?"
- "Dokumente zu den Beziehungen Albaniens zur Deutschen Bundesrepublik"
- "Zeri i Popullit: Das Leben und Werk des Genossen Mao Tsetung sind unsterblich"
- "Albanien hat Freunde in aller Welt"
- "Nachrichten aus Albanien"
- "Aus Kunst und Kultur: Mao Tsetung hat gesprochen"
- "7. Parteitag der Partei der Arbeit Albaniens. Bedeutsames Ereignis für das albanische Volk und auch für alle Völker der Welt. Interview mit einem Mitglied der Delegation der KPD/ML"
- "Bücherspiegel: Imperialistisches Denken, aber keine Tatsachen aus Albanien"
- "Neuerscheinungen: Ein Buch über den Kampf der albanischen Jugend"
- "Leserbriefe"
- "Reise in die Vergangenheit. Interview mit einem Freund Albaniens aus Bielefeld. Als Kriegsgefangener in Albanien- und 26 Jahre danach"
- "Albanische Rezepte"
- "Aus dem Vereinsleben"
- "Einreiseverbot für Delegation der Partei der Arbeit Albaniens. Angriff auf die Freundschaft zwischen dem deutschen und albanischen Volk"

Berichtet wird über einen "faschistischen Anschlag auf die albanische Botschaft in Paris" vom 23. zum 24.12.1976. Darüber berichtet auch die französische ml-Tageszeitung "L'humanite Rouge".
In: "Aus dem Vereinsleben" wird übe die "Sektion West-Berlin" berichtet. Dort führt man monatlich "einen Stammtisch" durch. Im Januar diskutiere man "über die Ergebnisse des 7. Parteitags der PAA".

Die "Sektion Ruhrgebiet" führt "eine Ausstellung mit albanischen Fototafeln zur Architektur und Archäologie, über kunstgewerbliche Gegenstände" durch. In Dortmund will man am 8.2. eine Veranstaltung durchführen, auf der "Reiselichtbilder" gezeigt werden sollen. Eine weitere Veranstaltung ist für den 5.4. geplant. Thema: "Erziehungswesen im sozialistischen Albanien".
Geworben wird für die "Albanischen Hefte", für "Albanien heute", "Neues Albanien" für die Werke Enver Hoxhas und "Radio Tirana".
Die "Gruppe Bremen" führt am 5.2. einen "Stammtisch zum 35. Jahrestag der Gründung der PAA" durch. Weitere Veranstaltungen sind: 4.3. Thema: "Der Umbruch von der Agrar-Industrie zum Industrie-Agrarland". 18. 3: "Religion, Albanien, ein atheistisches Land", 6. 5.: "Reiseerinnerungen", 20. 5.: Reisevorbereitungen.

Die "Gruppe Bielefeld" führt "monatlich Stammtische" durch. Am 5.1. wurde ein "Reisebericht" vorgetragen. Die "Sektion München" trifft sich "regelmäßig in ihrem Büro". Die "Gruppe Kiel" veranstaltet am 17.4. einen "Stammtisch". Thema: "Vorbereitung des Films Alte Wunden", der am 22.4. gezeigt werden soll.
Die "Gruppe Göttingen" will Ende April/Anfang Mai den Film "Alte Wunden" zeigen.
In der "Sektion Rhein-Main" fand am 18.1. ein Vereinsabend statt. Diskutiert wurde der Bericht Hoxhas an den 7. Parteitag der PAA. Am 11.3. soll im "Haus der Jugend" der Film "Lernen sie Albanien kennen"

"Auf Einladung des KSB/ML nahmen die Frankfurter Freunde an einer Veranstaltung anlässlich des 35. Jahrestages der Gründung der PAA teil und zeigten den DIA-Vortrag: "Wir leben und arbeiten in Albanien". In Wiesbaden fand am 4.3. in der Gaststätte "Zum Anker" einen Vortrag über Albanien statt. Am 4.3. soll der Film "Alte Wunden" gezeigt werden. Am 29.11. reiste eine Delegation der GdFA anlässlich der Feiern zum 32. Jahrestag der Befreiung Albaniens und des 64. Jahrestages der Unabhängigkeit Albaniens in die Wiener albanische Botschaft. Auch Vertreter der österreichischen Freundschaftsgesellschaft und eine Delegation der KPD/ML nahmen daran teil. Alle Sektionen und Gruppen der GdFA "waren sehr aktiv, um den Protest gegen die Einreiseverweigerung für eine Delegation des ZK der Partei der Arbeit zu verbreiten".
Q: Albanische Hefte. Zeitschrift der Gesellschaft der Freunde Albaniens e. V., Jg. 6, Nr. 1, München, o. J. (Januar 1977).

Juni 1977:
Die "Gesellschaft der Freunde Albaniens e. V." (GdFA) gibt vermutlich im Sommer die Nr. 2 ihrer Zeitschrift "Albanische Hefte. Zeitschrift der Gesellschaft der Freunde Albaniens e. V." heraus.

Einleitend wird zur Herausgabe der Ausgabe erklärt, dass man versuchen will, einen Abriss über die "vielfältigen Schönheit dieses Landes" zu geben, zu erzählen "von den großen Errungenschaften des sozialistischen Aufbaus". Das Heft will weiter "Kurzinformationen" geben und "persönliche Eindrücke und Erlebnisse, Hinweise auf Kunstwerke und albanische Literatur übermitteln".

Artikel der Ausgabe sind:
- "Episoden aus dem Lebenslauf des albanischen Volkes"
- "Der Bürokrat"
- "Die Volkskunst ist in Albanien aktiv, ständig in Bewegung und entwickelt sich weiter"
- "Der größte Dichter der albanischen Wiedergeburt: Naim Frasheri Unsere Sprache"
- "Das Partisanenlied"
- "Der kleine Partisan"
- "Sitten und Gebräuche"
- "Albanische Gastfreundschaft"
- "Die Feinde Albaniens geben keine Ruhe. Gottes Schmuggler"
- "Aus der Vergangenheit lernen, die Zukunft gestalten"
- "Das lernst Du nie …- Der Kampf um die vollständige Befreiung der Frau in Albanien"
- "Die Industrie als führender Faktor. Die Landwirtschaft als Grundlage"
- "Impressionen einer Reise … durch den Süden Albaniens"
- "Aus dem Vereinsleben"
- "Bücherspiegel"
- "Leserbriefe"
- "Nachrichten aus Albanien"
- "Internationalistische Aktivitäten"
- "Zeitschriften aus der Volksrepublik Albanien"

Berichtet wird über eine ordentliche Delegiertenversammlung der GdFA in München am 30.3. Es wurde u. a. "eine Änderung der Programmatischen Erklärung verabschiedet". In der "Programmatischen Erklärung" heißt es u.a. dass die GdFA alles aufgreifen will, "um die Freundschaft zwischen dem deutschen und dem albanischen Volk zu fördern und zu entwickeln". Ziele sollen sein:
"Herausgabe und Verbreitung der ALBANISCHEN HEFTE
- Öffentliche Veranstaltungen mit Vorträgen, Filmvorführungen, Ausstellungen, Diskussionen usw.
- Vereinsabende mit informativem und geselligem Charakter
- Verbreitung albanischer Literatur, sowie der deutschsprachigen Sendungen von Radio Tirana und den Zeitschriften Albanien heute und Neues Albanien als Mittel der Information über Albanien
- Veröffentlichungen in Publikationsorganen aller Art und Kontakt mit Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens
- Kontaktpflege mit dem albanischen Komitee für kulturelle und freundschaftliche Beziehungen mit dem Ausland
- Informationsreisen nach Albanien.

Die GFA ist eine unabhängige Organisation. Sie ruft alle dazu auf, ungeachtet verschiedener Anschauungen, bei der gemeinsamen Arbeit mitzuwirken.
Es lebe die Freundschaft zwischen dem deutschen und dem albanischen Volk!"

In der BRD, worüber berichtet wird, fanden "breite Aktivitäten gegen das Einreiseverbot der Delegation der Partei der Arbeit Albaniens" statt, so im Rhein-Main-Gebiet.
Die "Sektion Ruhrgebiet" veranstaltete am 21. Mai einen "Albanischen Nachmittag".
Die "Sektion West-Berlin" führte am 20.4. ein Albanien-Reisevorbereitungstreffen" durch. Die "Gruppe Kiel" gibt bekannt, dass sich am 22.4. mehrere Jugendliche zu einer Albanien-Reise angemeldet haben. Aus Göttingen wird von einer Filmveranstaltung am 11. Mai berichtet, die auch in Braunschweig am 23.4. stattfand.
Die Hamburger Gruppe rief zum 26.5. zu einem "albanischen Kulturabend" auf.

In Bremen verfasste die Gruppe einen Leserbrief zur GdFA, die vom "Senat als linksextremistisch" eingestuft wurde.
In Frankfurt/M. kommen am 11.3 zu einem Albanien-Filmabend ca. "70 Besucher".
In Wiesbaden fanden 2 Veranstaltungen statt, am 4.3. zu einem Dia-Vortrag und am 7.5. zum Thema: "Lernen sie Albanien kennen".
Die Gruppe Bielefeld führte "zwei Stammtische" zu den Themen: "Albanien-Ein Staat der Diktatur des Proletariats" und: "Literatur und Musik in Albanien".

Geworben wir u. a. für "Radio Tirana. Ausgewählte Sendungen", für Filip Kota: "Zwei entgegengesetzte Linien in der Weltgewerkschaftsbewegung", für die "Verfassung der sozialistischen Volksrepublik Albanien", für Enver Hoxha: "Bericht über die Tätigkeit des Zentralkomitees der Partei der Arbeit Albanien" und E. Hoxha: "Ausgewählte Reden und Aufsätze", erschienen im "Verlag Roter Morgen".
Q: Albanische Hefte. Zeitschrift der Gesellschaft der Freunde Albaniens e. V., Jg. 6, Nr. 3/4, München, o. J. (Juni 1977).

November 1978:
Es erscheint (vermutlich im Herbst) die Nr. 3 der "Albanischen Hefte. Zeitschrift der Gesellschaft der Freunde Albaniens".
Artikel der Ausgabe sind:
- "Ein Sohn des Volkes. Zum 70. Geburtstag von Enver Hoxha"
- "Chronik internationaler Aktivitäten der SVR Albanien"
- "Albaniens Antwort auf den Bruch der Beziehungen durch China"
- "Am 31. Juli 1978 im Traktori-Werk von Tirana. Besuch in der Fabrik und bei einer Arbeiterfamilie"
- "Zu den albanisch-chinesischen Beziehungen Interview mit dem Chefredakteur von NEUES ALBANIEN"
- "Gerade jetzt: Freundschaft mit Albanien"
- "Großveranstaltung der GFA in Frankfurt/M."
- "Rede des Vorstandes auf der Veranstaltung"
- "Manifest europäischer Freundschaftsgesellschaft mit Albanien"
- "Auf Tournee in Albanien"
- "Die Theatergruppe Rotes Sprachrohr aus Hamburg auf Gastspielreise in Albanien"
- "Die jungen Autofahrer von Albanien: Spielzeug selbst gemacht"
- "Fußball-Europapokal: "Von Zweitklassigkeit kann nicht die Rede sein"
- "Ein Liebeslied"
- "Delegation des Vorstandes der GFA besucht Albanien"

Berichtet wird von der Großveranstaltung der GFA am 21.10. in Frankfurt/M. und vom "Internationalen Treffen zur Unterstützung der Sozialistischen Volksrepublik Albanien" bei Paris.

Geworben wird für das deutschsprachige Programm von Radio Tirana, für die "Albanischen Hefte": 1/1973 (Erziehung im Sozialismus, 3-4 1973 (Reiseeindrücke), 2/1974 (Landwirtschaft im Sozialismus), 3-4/1974 (30 Jahre sozialistisches Albanien), 1/1975 (Frau im Sozialismus), 2/1975 (Gewerkschaft in Albanien), 3-4/1975 (Kunst und Kultur im Sozialismus), 1/1976 (VR Albanien-Ein sozialistischer Staat), 2/1976 (Jugend im Sozialismus), 3/1976 (Gesundheitswesen und Sozialsystem), 1/1977 (Außenpolitik der SVR Albanien), 2/1977 (Land und Leute), 3/1977 (Der industrielle Aufbau Albaniens), 1/1978 (Kinder in Albanien), 2/1978 (Tirana-Rote Hauptstadt/Der Kampf um die albanische Nation) sowie: Dritero Agoli: "Kommissar Memo" und "Albanien Heute", "Neues Albanien".

Adressen der GFA sind u. a.: Vorstand (München), Sekretariat (Hamburg), Sektion West-Berlin, Sektion Ruhrgebiet (Dortmund/Gelsenkirchen), Sektion Rhein-Main (Frankfurt/M., Wiesbaden), Sektion München, Köln, Bielefeld, Göttingen, Hildesheim, Bremen, Hamburg, Kiel. Die GFA arbeitet außerdem in Mannheim, Darmstadt, Stuttgart und Münster.
Q: Albanische Hefte. Zeitschrift der Gesellschaft der Freunde Albaniens e. V., Jg. 7, Nr. 3, München, (November) 1978.

Mai 1979:
Die "Gesellschaft der Freunde Albaniens" (GdFA) gibt vermutlich im Mai die Nr. 1 der Zeitschrift "Albanische Hefte. Zeitschrift der Gesellschaft der Freunde Albaniens e. V." heraus.
Artikel der Ausgabe sind:
- "Liebe Leser"
- "Chronik"
- "Freunde in aller Welt"
- "Albanien Rundschau. Neuigkeiten-Interessantes-Meldungen-Notizen-Bilder-Dokumente-Nachrichten"
- "Freunde in aller Welt"
- "Buchbesprechung: Die Entmythologisierung des Maoismus. Enver Hoxha: "Imperialismus und Revolution"
- "Albanische Gesichter. Bericht aus Rembec". Über die Bewohner eines ostalbanischen Dorfes"
- "Der Verlust des Sohnes"
- "Aktuelle Beilage: Einer für alle, alle für einen. Erdbeben im Norden Albaniens"
- "Die Hilfe läuft an"
- "Albanische Seismologie"
- "Ein Volk hält zusammen"
- "Telegramme"
- "Erinnerungen an eine Gruppenreise"
- "Armin Hetzer: Die albanische Sprache. Zur Geschichte und zum gegenwärtigen Stand der Erforschung der albanischen Sprache"
- "Die Verbreitung der albanischen Sprache"
- "Wie lernen wir am besten Albanisch? Ein Überblick über das Angebot an Lehrmittel"
- "Sporti Poppular: Rund um den Sport. Sportler des Jahres"
- "Zu Gast in Wien"
- "Albanische Spielfilme in Berlin"
- "In Kiel albanischen Boden betreten"
- "Leserbriefe"
- "Reiseland Albanien"
- "Wer hat das schönste Foto?"
- "Literatur aus Albanien in deutscher Sprache"
- "Der albanische Film"

In "Liebe Leser" wird über Reisen in die albanische VR berichtet. Enver Hoxha richtet einen Brief an die GdFA und bedankt sich für die "warmherzigen Glückwünsche zu seinem 70. Geburtstag".
In "Zu Gast in Wien" wird über einen Empfang am 4.11.78 in der Residenz der albanischen Vertretung in Österreich berichtet, an dem Freunde Albaniens aus der BRD und West-Berlins teilnahmen. Am 24.2. brachte der SFB in seinem 1. Programm im Rahmen der Sendung "Berlin aktuell" "ein Interview mit zwei Mitgliedern der Berliner Ortsgruppe". Abends wurden albanische Filme gezeigt. Die GdFA will folgende Filme zeigen: "Die Mohnblume an der Mauer", "Die Dame aus der Stadt", "Der letzte Winter" und "Weite Horizonte". Dazu wurde ein Plakat erstellt.

Geworben wird für "Albanien heute", "Neues Albanien", für "Sozialistische Volksrepublik Albanien. Allgemeine Notizen", Dritero Agolli: "Kommissar Memo".
Q: Albanische Hefte. Zeitschrift der Gesellschaft der Freunde Albaniens e. V., Jg. 8, Nr. 1, München, o. J. (Mai 1979).

15.08.1979:
Die "Gesellschaft der Freunde Albaniens" (GdFA) gibt die Nr. 2 der Zeitschrift: "Albanische Hefte. Zeitschrift der Gesellschaft der Freunde Albaniens e. V." heraus.
Artikel der Ausgabe sind:
- "Liebe Leser"
- "Albanien Rundschau. Neuigkeiten-Interessantes-Meldungen-Notizen-Bilder-Dokumente-Nachrichten"
- "Hosteni. Mit spitzer Feder. Satire über die Mao Tsetung-Ideen. Hauptwiderspruch in der Kompanieküche gelöst"
- "Internationale Aktivitäten der SVR Albanien in der Zeit vom 15.2-15.6. 1979"
- "Chronik"
- "Mit dem Zeichenstift in Albanien. Da habe ich lange etwas davon. Ein Gespräch mit der Malerin Olga Wiedecke"
- "Ismail Kadare: Portrait eines albanischen Schriftstellers"
- "Der neue Mensch. AusLiteraturgeschichte des albanischen sozialistischen Realismus"
- "Zustände wie im Mittelalter?
- "Wintersaison im Cafe Riviera. Erzählungen"
- "Bücher Spiegel. Tagebuch. Notizen über China"
- "Fotos von Enver Hoxha: Blick in die Geschichte"
- "Systematischer Einblick in die Malerei Albaniens"
- "Reisebericht. Begrüßenswert, aber mit Untertönen. Albanien: Ein Reisebericht vom Sommer 1978 einer ESG-Gruppe"
- "Neuerscheinungen"
- "Leserbriefe"
- "Literatur aus Albanien in deutscher Sprache"

Berichtet wird über Gelsenkirchen. Dort fand im Januar die "ordentliche und satzungsgemäße Delegiertenversammlung der GFA statt. Ihre Aufgabe: Entgegenahme des Rechenschaftsberichts des Vorstands, Wahl eines neuen Vorstands, Festlegung der Grundzüge der Arbeit der GFA, Verabschiedung notwendiger Satzungsänderungen. Im Verlauf dieser Sitzung wurde sehr schnell klar, dass es eine große Unzufriedenheit mit dem Vorstand und vor allem mit seinem Rechenschaftsbericht gab … Es wurde ein neuer Vorstand gewählt. Als es aber an die Beschlussfassung über die neue Satzung ging, entwickelte sich eine Diskussion, die so kontrovers war, dass Beschlüsse praktisch nicht mehr zustande kamen".

Kontroverse Punkte waren: "Verhältnis Vorstand-Ortsgruppen, konkret: die Ortsgruppen sollten selbstständiger handeln dürfen, ohne vom Vorstand an die Leine gelegt zu werden; schlechte Information innerhalb des Vereins, konkret: der Vorstand macht alles mögliche neu, zum Teil auch wirklich besser, aber er erklärt nicht alte Fehler; es tauchten unterschiedliche Vorstellungen über die Art der Mitgliedschaft in der GFA auf (einerseits: jemand, der in die Freundschaftsgesellschaft eintritt, drückt damit seine freundschaftlichen Gefühle aus, und nur wenn er Lust hat, beteiligt er sich an Aktivitäten des Vereins; andererseits: jedes Mitglied muss durch Information, Unterlagen, persönliche Ansprache aufgefordert werden, am Vereinsleben aktiv teilzunehmen), usw. Es entstanden fast grundlegende Unklarheiten über die Tätigkeit einer Freundschaftsgesellschaft, die Sitzung wurde vertagt.

Die Fortsetzung Ende März in Essen begann unter neuen Voraussetzungen: die Delegierten und der Vorstand kamen mit dem gemeinsamen Ziel, für die freundschaftlichen Bestrebungen zwischen unserem und dem albanischen Volk in der Vereinsstruktur und -politik die Grundlagen zu legen. Aber sie hatten offensichtlich den festen Willen, sich nicht wie wohl in früheren Jahren … zur Einigkeit drängen zu lassen. Die dadurch eingeleitete Aussprache behandelte den Kernpunkt, an dem die Entwicklung unserer Freundschaftsgesellschaft in den zurückliegenden Jahren gemessen werden kann: das Verhältnis zur Politik.

In einem Rückblick auf die Delegiertenversammlung schreibt der neue Vorsitzende der GFA, Peter Platzmann, in den Mitglieder-Mitteilungen (GFA-Nachrichten vom Juli 1979) u. a.: Auf dieser Delegiertenversammlung haben wir ja vor allem die Frage des Charakters unserer Gesellschaft geklärt. Es wurde herausgestellt, dass sich die Menschen aufgrund verschiedener Interessen an unsere Gesellschaft wenden-mögen sie sich für die Politik Albaniens, für die Sprache des albanischen Volkes, für seine Geschichte, Kultur oder Kunst interessieren-, dass sie aufgrund ihres besonderen Interessengebietes sehr wohl wirkliche Freunde Albaniens sein können, ohne deshalb mit seiner Weltanschauung übereinzustimmen. Dem muss unsere Gesellschaft bei ihrer Arbeit Rechnung tragen …

So wurde auch zu Beginn des zweiten Teils der Delegiertenversammlung klar, dass es sich um Entwicklungsprobleme der ganzen Freundschaftsgesellschaft handelt, nicht nur um Fehler des Vorstandes. Entsprechend wurde bei der Beschlussfassung über die Satzung Abschnitt für Abschnitt diskutiert: Was ist dem demokratischen Charakter des Vereins schädlich? Was hindert die Entfaltung vielfältiger Interessen im Verein und durch den Verein? Und in durchaus auch knappen Abstimmungen wurde so ein gemeinsamer, wenn auch in einzelnen Punkten mit unterschiedlicher Mehrheit getragener Text der neuen Satzung erarbeitet. Vielleicht wurde seit den Anfängen unserer Freundschaftsgesellschaft nie so offen, frei, kritisch und freundschaftlich diskutiert. Dieser erarbeitete Text wurde dann im Ganzen und Punkt für Punkt einstimmig beschlossen. So kam also Einstimmigkeit zustande.

Vielleicht hätten wir in unserer damaligen bornierten Vorstellung vor einigen Jahren Ihnen als Leser unserer Vereinszeitschrift nur die Mitteilung gemacht: Neue Satzung einstimmig beschlossen! Sie hätten das zur Kenntnis genommen und Ihnen wären sicher nicht ganz zu Unrecht Zweifel an der demokratischen Struktur unserer Freundschaftsgesellschaft gekommen, Ich habe nun versucht, aus meiner Sicht aufzuzeigen, was sich zugetragen hat, und wie der Versuch eingeleitet wurde, die Wirkung unserer Freundschaftsarbeit zu erhöhen. Und dies sind nun die wichtigsten Bestimmungen der neuen Satzung:
1. Namensänderung
Die Delegiertenversammlung beschloss, den Verein in DEUTSCH-ALBANISCHE FREUNDSCHAFTSGESELLSCHAFT e. V. umzubenennen. Das geschah aus folgenden Gründen: Der Name soll zum Ausdruck bringen, dass es sich um die Freundschaft von Menschen unseres Landes zu Albanien handelt. Er stellt klar, dass es sich um eine nationale Organisation handelt und soll den gegenseitigen Charakter der Völkerfreundschaft besser zum Ausdruck bringen als es bisher der Fall war. Der bisherige Name hat sich mitunter als Hemmschwelle gezeigt bei der Bereitschaft Mitglied zu werden; er erweckt nach außen leicht den Eindruck eines exklusiven Kreises. Unsere Freundschaftsgesellschaft soll das aber gerade nicht sein, sondern jedem, der an der Entwicklung der Beziehungen zu Albanien und zum albanischen Volk auf der Grundlage der Völkerverständigung und Freundschaft interessiert ist, offenstehen …
2. Verankerung der Ortsgruppen als Untergliederung
Als allgemeine Untergliederung wurden Ortsgruppen (mit gewähltem Vorstand usw.) eingeführt. Sektionen werden danach in Ortsgruppen aufgelöst und die bisherigen Gruppen erhalten eine selbstständige gewählte Leitung.
3. Stärkung der Ortsgruppen
Die Diskussion der Delegiertenversammlung hatte herausgearbeitet, dass die bisherige Satzung "kopflastig, war, dass sie eine Vielzahl von Bestimmungen enthielt, die dem Vorstand Rechte und Eingriffsmöglichkeiten zubilligte, die nicht günstig für die Entfaltung der Arbeit des Vereins sind. Entsprechend enthält die Satzung stärkere Rechte der Ortsgruppen.

Was die Vereinsstruktur angeht, so bekräftigte die DV, dass die Freundschaftsgesellschaft ein einheitlicher Verein (mit Ortsgruppen und zentralem Vorstand) ist und bleiben soll. Die Form eines Dachverbandes (Ortsvereine mit eigenen, eingetragenen Satzungen usw.) wurde abgelehnt. Und unser neuer Vorstand soll natürlich auch vorgestellt werden: Erster Vorsitzender wurde Peter Platzmann, Apotheker aus Gelsenkirchen. Stellvertretende Vorsitzende ist Inge Junck (die nicht wieder zum ersten Vorsitz kandidierte), sie ist Oberstudienrätin an einer Berufsbildenden Schule in München, der andere stellvertretende Vorsitzende und neu im Vorstand ist der Sekretär der GFA, Rüdiger Pier aus Hamburg. Wiedergewählt in den Vorstand wurden Dr. Elisabeth Gedeon (Ärztin aus Gelsenkirchen) und Alfred L. Lorenz (Psychologe aus Bremen). Neu in den Vorstand kamen Beate Ullrich-Graf (Angestellte in Frankfurt) und Guiseppe de Siati (Bibliotheksangestellter aus Berlin) …"

Berichtet wird noch darüber, dass E. Aust als Leiter einer Delegation des ZK der KPD/ML auf Einladung der PAA Gast in Albanien war (7.4.). Geworben wird für "Radio Tirana", für "Albanische Hefte", für "Sozialistische Volksrepublik Albanien. Allgemeine Notizen", für Dritero Agolli: "Mutter Albanien", "Albanien heute" und "Neues Albanien".
Q: Albanische Hefte. Zeitschrift der Gesellschaft der Freunde Albaniens e. V., Jg. 8, Nr. 2, München, 15. August 1979.

20.12.1979:
Der "Vorstand der Gesellschaft der Freunde Albaniens e. V." gibt die "Albanischen Hefte. Deutsch-Albanische Freundschaftsgesellschaft e. V." Nr. 3 heraus. Herausgeber ist nun der "Vorstand der Gesellschaft der Freunde Albaniens e. V." Eingangs wird zum 35. Jahrestag der Befreiung Albaniens Stellung bezogen. Wozu es heißt: "Am 29. November 1979 jährte sich um 35. Mal der Tag, an dem die Nationale Befreiungsarmee Albaniens die letzten Reste der deutschen Besatzungstruppen aus dem Lande jagten … Wir haben uns entschlossen, aus den Erfahrungen dieses Jahres zu schöpfen und so ein Bild von dem Land zu zeichnen, das nun 35 Jahre Freiheit, Unabhängigkeit und sozialistischen Aufbau kennt …"

Bekannt gegeben wir, dass die "Die Gesellschaft der Freunde Albaniens e. V." auf ihrer DK beschlossen hat, dem Verein den Namen "Deutsch-Albanische Freundschaftsgesellschaft e. V." zu geben. "Mit Beginn des Jahres 1980 soll dieser neue Name nun allgemein verwendet werden … Es handelt sich bei der DAFG um die bisherige GFA. Die DAFG ist keine neue Freundschaftsgesellschaft, sie wurde 1972 (als GFA) in München gegründet".

Artikel der Ausgabe sind:
- "Liebe Leser"
- "Wichtiger Hinweis"
- "Hosteni. Mit spitzer Feder"
- "Offener Brief an Albturist"
- "Albanien Rundschau. Neuigkeiten - Interessantes - Meldungen - Notizen - Bilder - Dokumente - Nachrichten"
- "Trauer um Hysni Kapo"
- "Internationale Aktivitäten der SVR Albanien in der Zeit vom 15. Juni-15. Oktober 1979"
- "Chronik"
- "Albaniens Zukunft steht auf sicheren Füßen"
- "Wolfgang Ruß: 35 Jahre Freiheit, Unabhängigkeit, sozialistischer Aufbau"
- "Begegnung mit Albanien.
- "Raimer Hoffmann: Die Hausärzte von Vrisera"
- "Wilma Marx: Die Frauen von Kavaja. Oder: Wer heute sein Gesicht verbergen müsste …"
- "Zwei Tage im Norden Albaniens nach dem schweren Erdbeben. Wiederaufbau in 5 Monaten und 8 Tagen"
- "Günther Marx: Einer für alle, alle für einen!"
- "Gisela Trowe: Eine Schauspielerin besucht Albanien"
- "Ortsgruppe Frankfurt der GFA: Die treffsicheren Mädchen"
- "Guiseppe de Siati: Deutsch-albanische Begegnungen auf der Frankfurter Buchmesse"
- "Llasar Lilici: Schriftsteller aus Albanien, über die Literatur des sozialistischen Realismus"
- "Peter Platzmann: Vorsitzender der Gesellschaft der Freunde Albanien, über die Freundschaft zwischen unserem und dem albanischen Volk"
- R. Pohl: Bücher-Spiegel. Eine gründliche Untersuchung über den Entwicklungsgang Albaniens"
- "DAFG-Informationen: Neue Reihe" (u. a. "Die Frauen Albaniens")
- "Leserbriefe"

Adressen der GFA sind: Vorstand der Gesellschaft der Freunde Albaniens e. V. (München). Kontakt gibt es in Berlin-West, Bielefeld, Bochum, Bremen, Dortmund, Duisburg, Essen, Frankfurt/M., Göttingen, Hamburg, Hildesheim, Kiel, Köln, Mannheim, Oldenburg, Wiesbaden, Darmstadt; Münster, Stuttgart.

Zu den Aufgaben Der DAFG wird ausgeführt: "Freundschaft mit Albanien. Die Deutsch-Albanische Freundschaftsgesellschaft e.V. (DAFG) hat sich folgende Aufgabe gestellt: Entwicklung und Verbreitung des Gedankens der Freundschaft mit dem albanischen Volk und deren Pflege auf breitester Ebene im Geiste internationaler Gesinnung, der Toleranz auf allen Gebieten der Kultur und des Völkerverständigungsgedankens.
Diese Ziele werden insbesondere durch folgende Maßnahmen verwirklicht:
Förderung aller freundschaftlichen Bestrebungen zwischen dem deutschen und dem albanischen Volk, Entwicklung vielfältiger, gegenseitiger Beziehungen zwischen beiden Völkern auf allen Ebenen, Förderung und Vertiefung gegenseitigen Verständnisses durch die Entwicklung menschlicher Beziehungen, umfassende Information und Durchführung von wissenschaftlichen und allgemeinbildenden Veranstaltungen über Geschichte und Gegenwart Albaniens und seine Kultur, Förderung und Verbreitung sowie Pflege der Kunst und Folklore des albanischen Volkes, Herausgabe und Verbreitung von Publikationen über und aus Albanien.

Die DAFG verfolgt dieses Ziel in der Bundesrepublik Deutschland und in Berlin (West) nach dem Grundsatz der Freiwilligkeit und unter Ausschluss von parteipolitischen, konfessionellen, beruflichen, rassistischen und militärischen Gesichtspunkten. Wir rufen dazu auf, diese Ziele durch die Mitgliedschaft in der DAFG zu Unterstützen. Der Mitgliedsbeitrag beträgt z. Zt. 15 DM pro Quartal, darin ist der Bezug der ALBANISCHEN HEFTE enthalten. Die DAFG ist als gemeinnützig anerkannt, Mitgliedsbeiträge und Spenden sind steuerlich absetzbar.

Wenden Sie sich an die Ihnen nächstliegende Ortsgruppe oder an das Sekretariat der DAFG". Berichtet wird u. a. von den "Erinnerungen an den schwarzen Tag der deutschen Fußballnationalmannschaft 1967 in Tirana".

Geworben wird für Bücher von Enver Hoxha, für Bildbände, u. a.: "Bildende Kunst Albaniens-Malerei".
Q: Albanischen Hefte. Deutsch-Albanische Freundschaftsgesellschaft e. V.", Jg. 8, Nr. 3, München, 20. Dezember 1979.

April 1980:
Es erscheinen im April die "Albanischen Hefte. Deutsch-Albanische Freundschaftsgesellschaft e. V." Nr. 1.
Artikel der Ausgabe sind:
- "Liebe Leser"
- "Peter Platzmann: Schreiben an Nannen" (Stern)"
- "Chronik"
- "Albanien Rundschau. Neuigkeiten - Interessantes - Meldungen - Notizen - Bilder - Dokumente - Nachrichten"
- "Wolfgang Ruß: Als Gast der Akademie der Wissenschaft in Albanien"
- "Mit spitzer Feder. Warum diese Gleichgültigkeit gegenüber einer so wertvollen Erfahrung?"
- "Überlegungen zur Malerei des sozialistischen Realismus Albaniens. Optimistische Gefühle"
- "Normalisierung der deutsch-albanischen Beziehungen nach Begleichung deutscher Kriegsschulden"
- "Peter Platzmann: Nachspiel in Meinerzhagen"
- "Ortsgruppe Berlin-West: Augenblicke in Berlin"
- "Peter Platzmann: Nachspiel in Tirana"
- "Wolfgang Ruß: Bücherspiegel"
- "Gerhard Stäbler: Albanien feiert"
- "Der albanische Film"
Q: Albanischen Hefte. Deutsch-Albanische Freundschaftsgesellschaft e. V.", Jg. 9, Nr. 1, München, April 1980 [Fragment].

Letzte Änderung: 05.12.2018