'Spartacus'
Zentralorgan von Spartacus (Bolschewiki Leninisten) (1972-1973)

Materialien zur Analyse von Opposition

Von Jürgen Schröder, Berlin, 30.1.2018


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Es können hier bisher nicht alle Ausgaben des 'Spartacus' von Spartacus (Bolschewiki Leninisten) vorgestellt werden. Wir bitten um Ergänzungen.

Diese Serie des 'Spartacus' setzte nach der Spaltung der Kommunistischen Jugendorganisation (KJO) Spartacus den alten 'Spartacus' fort, was auch die andere Fraktion, die den Namen KJO Spartacus beibehielt, tat.

Ende 1973 begann dann die Wiedervereinigung der beiden Fraktionen zum Spartacusbund, an der sich die meisten Mitglieder der beiden Gruppen beteiligten.

Der Spartacusbund gab dann ebenfalls wieder ein Zentralorgan 'Spartacus' heraus.

Liste der als Scans vorhandenen Zeitungen

Auszug aus der Datenbank "Materialien zur Analyse von Opposition" (MAO)

Januar 1972:
Vermutlich im Januar gibt Spartacus Bolschewiki/Leninisten (BL) mit der Nr. 25 für Dez. 1971 und Jan. 1972 erstmals seinen eigenen 'Spartacus' (vgl. Nov. 1971, Feb. 1972) heraus, in dem von der eigenen Abspaltung von der bisherigen KJO Spartacus (vgl. 12.12.1971) berichtet wird. Eingegangen wird in diesem Zusammenhang auch auf den Anschluß der Gruppe Roter Anfang (GRA) Bonn (vgl. Sept. 1970), die nationale Vorkonferenz (vgl. 31.10.1970), das Eingreifen am 1. Mai 1971 in Berlin, Hamburg, Essen und Frankfurt und die Bildung der Kommunistischen Fraktion (vgl. 29.11.1971).

Kontakt ist u.a. möglich in Rhein/Main in Frankfurt und im Bereich Südwest in Kornwestheim.

Aus Bayern wird berichtet von Siemens München (IGM-Bereich). Kontakt in der Region Süd ist möglich in München.

Aus Bremen wird berichtet von Klöckner (IGM-Bereich).

Aus Hamburg und Schleswig-Holstein wird berichtet vom Drupa Bezirk Nordmark, Kontakt ist möglich im Bereich Nord in Kiel.

Aus Hessen wird berichtet von Opel Rüsselsheim und aus dem IG Metall (IGM) Bezirk Frankfurt.

Aus Niedersachsen wird berichtet von Klöckner Osnabrück (IGM-Bereich). Kontakt in Niedersachsen ist möglich in Göttingen und im Weser-Ems Bereich in Aurich.

Aus NRW wird berichtet aus Bonn, über die IKD in der DruPa-Jugendgruppe Köln sowie aus dem IGM-Bereich von der Hoesch MF Deutschland Dortmund, Krupp Bochum und Klöckner Hagen. Kontakt ist möglich in Essen.
Quelle: Spartacus Nr. 25, Bonn Dez. 1971/Jan. 1972

Februar 1972:
Spartacus Bolschewiki/Leninisten gibt seinen 'Spartacus' (vgl. Jan. 1972, Feb. 1972) als Sonderausgabe heraus mit dem Leitartikel "Gegen den Verrat der Revolution in Indochina" zum Besuch von US-Präsident Nixon in der VR China.

Weitere Artikel sind:
- "Zur Kritik der Volksfrontstrategie";
- "Militärputsch im Sudan";
- "'Revolutionäre Diplomatie' der VR China" zu Bangla Desh und Ceylon;
- "Geschichte und Programm der vietnamesischen Revolution";
- "Chinas Eintritt in die UNO"; sowie
- "Die Konterrevolution in Indonesien - eine Frucht der Volksfrontillusion".

Kontaktadressen werden angegeben aus Kiel, Göttingen, Aurich, Essen, Frankfurt, Kornwestheim und München.
Q: Spartacus Sonderausgabe Gegen den Verrat der Revolution in Indochina, Bonn Feb. 1972

März 1972:
Spartacus Bolschewiki/Leninisten gibt im März seinen 'Spartacus' Nr. 26 (vgl. Jan. 1972, Apr. 1972) als Doppelnummer für Februar und März heraus mit den Artikeln bzw. Abschnitten:
- "Offener Brief an die Frühjahrskampagne '72 für Abrüstung, Sicherheit und internationale Solidarität", der zum Klassenkampf auch in der Bundeswehr aufruft;
- "Polizei-Psychiatrie und Terrorjustiz - Krücken der Sowjetbürokratie!!" zum Prozess gegen Bukowski in der Sowjetunion;
- "Die Kapitulation des Stalinismus";
- - "Stalin - Hitlers Quartiermacher;
- - "Chruschtschow und Mao: Feinde Gewehr gegen Gewehr?";
- - "Mao - Nixons Herbergsvater";
- - "Aus dem gemeinsamen Kommunique von Nixon und Tschou En-lai" vom 27.2.1972;
- "Italien 2" eine Fortsetzung aus der Nr. 24;
- - "Die Klassenkampfsituation";
- - - "Der Süden";
- - - "Die Hauptstadt";
- - - "Die Faschisten";
- - - "Das Kräfteverhältnis";
- - - "Die KPI";
- - - "Die Linksopportunisten";
- - "Spontaneität der Massen Krise der Avantgarde";
- "Der sowjetische Staatsbankier zur Krise der kapitalistischen Welt";
- "Der 1. Mai und die Aufgaben der Kommunisten";
- "Die IKD - kleine Taschendiebe des Marxismus";
- "Tarifsituation im Bergbau im Zeichen der Strukturkrise" zur BETR;
- "Chemietarifrunde '72" zur CTR, wobei berichtet wird aus der IG Chemie in Baden-Württemberg, von Hoechst und Degussa in Frankfurt, aus dem IG Chemie Bezirk Nordrhein und von Bayer Leverkusen und von der BASF Ludwigshafen;
- - "Die besondere Lage der Chemischen Industrie";
- - "Wie müssen die Forderungen aussehen?";
- "Das zentristische Debakel in Bolivien" aus 'Workers Vanguard' der SLUS;
- - "Die Volksversammlung";
- - "Zentristisches Schwanken";
- - "Sowjets: Form und Inhalt";
- "Irland - Religionskrieg oder Klassenkampf?"; sowie
- "2 Programme: Bolschewismus - Faschismus.
Q: Spartacus Nr. 26, Bonn Feb. / März 1972

April 1972:
Spartacus Bolschewiki/Leninisten gibt seinen 'Spartacus' Nr. 27 (vgl. März 1972, Juni 1972), für den nun Thomas Adam in Mainz verantwortlich zeichnet, heraus mit dem Leitartikel "Unser Kampftag - der 1. Mai".

Weitere Artikel sind:
- "Ostverträge: Diplomatie - Ersatz für Klassenkampf?";
- "Redaktionelle Notiz" zu den beiden ersten Nummern, die Kampfzeitung und theoretisches Organ vermischten;
- "Zechenschliessungen: Wir sollen die Zeche zahlen!" zur Ruhrkohle AG (RAG);
- "Augen zu - blind der SPD vertrauen? Landtagswahlen in Baden-Württemberg" zu den LTW;
- "Betriebsräte Rückgrat des Systems oder Stosskiel der Arbeiterklasse?" zu den Betriebsrätewahlen (BRW);
- "Spanien: Maschinengewehrfeuer auf Arbeiter"; sowie
- "Faschisten Demonstration in Bonn" am 30.4.1972.

Kontaktadressen werden angegeben für Berlin, für Niedersachsen in Hildesheim, für Nord in Kiel, für NRW in Essen, für Weser-Ems in Aurich, für Süd-West in Kornwestheim, für Rhein-Main in Frankfurt und für Süd in München.
Q: Spartacus Nr. 27, Mainz Apr. 1972

Juni 1972:
Spartacus Bolschewiki/Leninisten gibt vermutlich im Juni seinen 'Spartacus' Nr. 28 (vgl. Apr. 1972, Juli 1972) für Mai / Juni heraus mit dem Leitartikel "Für den Sieg der proletarischen Revolution in Indochina".

Weitere Artikel sind:
- "Der 1. Mai - ein Schritt vorwärts im Kampf für ein Arbeiterprogramm!";
- "Dient die SPD der Arbeiterklasse?";
- "Imperialismus und Stalinismus: Von der deutschen Teilung bis zu den Ostverträgen";
- "Mit Bomben gegen das Kapital?" zur RAF; sowie
- "Individueller Terror oder Klassenaktion des Proletariats" zur RAF.

Geworben wird für den 'Spartacist' und die 'Workers Vanguard' der Spartacist League US (SLUS).

Kontaktadressen werden angegeben für Berlin, für Niedersachsen in Hildesheim, für Nord in Kiel, für NRW in Essen, für Weser-Ems in Aurich, für Süd-West in Kornwestheim, für Rhein-Main in Frankfurt und für Süd in München.
Q: Spartacus Nr. 28, Mainz Mai / Juni 1972

Juli 1972:
Spartacus Bolschewiki/Leninisten gibt vermutlich im Juli eine Sondernummer Bergbau seines 'Spartacus' (vgl. Juni 1972, Aug. 1972) heraus mit dem Leitartikel "IGBE-Tarifrunde 72. Durch Absetzung der Urabstimmung zum Lohnverrat".

Weitere Artikel sind:
- "Unternehmerprofit Ruin des Bergbaus!! Zur Nachkriegssituation in der Steinkohle";
- "Was bleibt von der 7% Tariferhöhung in der Lohntüte übrig? IGBE-Führung hat 180 000 Kumpels belogen und betrogen!" zur BETR;
- ""Kampf den Zechenstillegungen: 4-Tage-Woche bei vollem Lohnausgleich!" wobei eingegangen wird auf den Bergbau in Essen und Gelsenkirchen sowie die Zechen Alstaden Oberhausen und Prosper Bottrop;
- "Entschädigungslose Enteignung der Energiemonopole. Gegen die Sanierung der Profite durch Verstaatlichung";
- "Ruhrkohle und Imperialismus" u.a. zur RAG;
- "Lehren aus dem englischen Bergarbeiterstreik";
- "Der Bankrott der Mitbestimmung"; sowie
- "Unsere Forderungen für den Bergbau:".

Vor den Zechen Thyssen 2/5 in Duisburg und Unser Fritz und Mathias Stinnes in Essen konnten, nach internen Angaben (vgl. 20.6.1972), über 200 Bergbau-Sondernummern verkauft werden. Weiter heißt es:"
Innerhalb von Spartacus BL wird anonym von dieser Sondernummer und der eigenen Intervention in die Bergbautarifrunde (BETR) im Ruhrbergbau (vgl. 20.6.1972) berichtet:"
RAG-Sondernummer

Die Vorbereitungen für die RAG-Sondernummer überschnitten sich dummerweise mit der TR. Dies wäre nicht ganz so tragisch gewesen, wenn nicht die alte Redaktion ausgeflippt wäre. Bis zu einem gewissen Datum sollten alle Artikel für die Zeitung fertig geschrieben sein. An diesem bestimmten tage traf sich die alte red. mit den Mitarbeitern. Da stellte sich dann heraus, daß 2 Artikel (von X. und Y.). Grund: pausenloser Einsatz, um uns das Feld nicht von Maos ganz abgrasen zu lassen. Dem 'großen' Theoretiker Z. fiel nichts besseres ein, als sich in einer derart beschmierten Weise aufzublähen, so daß nach einer in schnodderiger Manier geführten Auseinandersetzung zwischen X. und Z. die alte Red. jegliche Verantwortung für die Zeitung ablehnte und den gesamten Krempel hinschmiß. Begründung: In der verfahrenen Situation sei es wichtiger gewesen, den Kumpels unsere Position zur Bergbaukrise unter die Weste zu jubeln und somit zu versuchen, gegenüber den Maos Boden zu gewinnen, anstatt eine Kampffront gegen den anstehenden Tarifbetrug aufzubauen und damit Vertrauen bei den Kumpels zu bekommen. Diese Einschätzung war völlig unrichtig, doch zeigt sie uns sehr deutlich, wie arrogant wir den Arbeitern gegenüberstehen. Unsere Politik hat nämlich nicht an den konkreten Bedürfnissen der Arbeiter anzuknüpfen, sondern die Kumpels haben das zu fressen, was wir 'Bolschewiki' ihnen servieren. Und nachdem wir zum tausendstenmal damit Schiffbruch erlitten haben, können wir doch wohl nicht immer noch so arrogant sein und den subjektiven Faktor dafür allein verantwortlich machen.

Ich meine, es ist an der Zeit, uns darauf zu besinnen, eine Politik zu betreiben, die an den konkreten Bedürfnissen der Arbeiter anknüpft, um nicht noch länger im eigenen Saft zu schmoren, bis letztendlich die Organisation kaputt ist. Das Ausflippen der alten Red. ist meiner Meinung nach auf folgendes zurückzuführen: durch die 'gesunde' Arbeitsteilung, wie sie in unserer Organisation herrscht, malochen sich einige gen. kaputt, um unsere Org. vorwärts zu bringen. Manche lassen dafür sogar ihr Studium sausen. Wenn diese Gen. dann tagtäglich aufs Neue eine Stagnation der org. feststellen müssen, ist natürlich eines Tages ihre Frustrationstoleranz erschöpft. So ist es nicht weiter verwunderlich, wenn es dann irgendwann einmal zu einer, nennen wir es mal Entgleisung, kommt. Solange wir nicht darangehen, diesen politischen Mißstand aufzuheben, ist es lächerlich, in derartigen Situationen eine Rüge oder sonstiges auszusprechen. Mit solchen Rügen würde man sich Scheuklappen anlegen und wäre blind für die Realitäten. Somit nehme ich natürlich Abstand von meinem damaligen Entschluß, eine Rüge für die alte Red. zu beantragen."

Etwas anders wird die Sache in dem von zwei Mitgliedern unterzeichneten folgenden Papier betrachtet, welches ebenfalls im 'Internen Bulletin' von Spartacus BL (vgl. 23.1.1973) erscheint:"
Antwort auf den bericht von Unbekannt zur Bergbautarifrunde

Die Unvollständigkeit und Falschheit des Bergbau-Berichts zwingt uns, ehemalige gen. der Redaktion und jetzt ZK-Mitglieder, zu einer kurzen Richtigstellung und Kritik.

Erstmal verlangen wir Klärung darüber, wer für den Bericht VERANTWORTLICH ist. (Der Gen., der ihn verfaßt hat, sagt, das RK (Regionalkomitee, d.Vf.) habe ihn vor langer Zeit nach mündlichem Vortrag akzeptiert; ein RK-Gen., A., sagt, das RK sei noch nicht dazu gekommen, das Papier zu billigen.)

Zum Verlauf unserer Bergbau-Intervention:
Der Genosse schreibt: 'Unsere Intervention im Bergbau (wurde wesentlich) von Bottrop getragen.' (S. 2) Es ist richtig, daß die damaligen BOT-Genossen etliche Papiere zum Bergbau vorgelegt hatten. Aber der Genosse vergißt, daß die entscheidende Stoßrichtung unserer Intervention von den Genossen nicht bzw. falsch angegeben wurde und die Klärung erst von Seiten der Bundesleitung (Aufrechterhaltung der Produktion, keine Sozialpläne) und der alten red. (Aufrechterhaltung der Arbeitsplätze, konkretisiert in 4-Tage-Woche, entschädigungslose Enteignung, Offenlegung der Bücher) am.

Es ist richtig, daß sich der BOT-Genosse Y. sehr stark für den Bergbau eingesetzt hat. In Bottrop selbst aber wurde die Intervention so gut wie nicht geführt, das verschweigt er.

Der Genosse beklagt sich über die nur 'individuelle Einsatzbereitschaft', die 'nur gering zur Verfügung stehenden Genossen', 'die fehlende oder nur geringe Initiative der betroffenen GEs' und 'daß nur X., Y. und Z. bei dieser Intervention voll im Einsatz waren' (S. 2). Er unterschlägt aber den GRUND FÜR DIESE SITUATION, weil er dann nämlich harte Selbstkritik üben müßte und die Berechtigung des Verhaltens der alten Red. zugeben müßte. Die Bergbau-Intervention war nämlich in keinster Weise in den OGs (Ortsgruppen, d.Vf.) durchdiskutiert worden, so daß sie überhaupt Initiative hätten entfalten können. Das lag z.T. daran, daß die endgültigen Positionen zur Bergbau-Krise nicht zusammengefaßt vorlagen. Das war der erste Grund, weshalb wir die Fertigstellung der Zeitung für vorrangig hielten, um nach innen eine gemeinsame Grundlage der Intervention zu schaffen. Nur das hätte überhaupt die Führung der Kampagne in ALLEN OGs möglich gemacht. Einsatzbereitschaft ist keine Sache der Moral, sondern der politischen Einsicht!

Das spontan entstandene und sich selbst legitimierende Dreierkomitee hat nichts dafür getan, die Genossen zu einer Beteiligung zu befähigen, sondern sie zu ERSETZEN versucht und sich dabei ständig über die Passivität der anderen Genossen beklagt. (X.: 'Wir würden uns freuen, wenn sich mehr Genossen beteiligen würden.') Ihr Aktivismus fand im Nichterstellen ihrer Artikel seinen Ausdruck. Sie hatten FÜR SICH (ohne Rücksprache mit Bundesleitung, RK oder Redaktion) entschlossen, daß sie die Bergbau-Tarifrunde ohne diese inhaltliche Grundlage besser führen könnten. Sie verstanden also gerade nicht, daß es uns NICHT NUR auf die TARIFRUNDE ALS ISOLIERTE KAMPAGNE ankam, sondern gerade die Einordnung in die Krisensituation der Branche und in umfassendere Forderungen (die ja unser Trumpf waren) wichtig gewesen wäre, auch gerade, um über vereinzelte Kraftakte hinauszukommen.
Wir wollten nicht die Tarifrunde nicht führen, wie der Bericht unterstellt, sondern waren der Auffassung, daß wir in der Tarifrunde nur gewinnen können, auch gerade gegenüber den Maos, wenn wir sie in den Rahmen unserer Bergbau-Forderungen stellen. Gerade die Profilierung gegenüber den Maos, die zur Bergbau-Krise nichts sagen konnten, im Rahmen der Tarifrunde erforderte die Fertigstellung unserer Zeitung. Das war der zweite Grund. (Übrigens fehlten drei Artikel, und wir haben nicht gleich alles hingeschmissen, sondern einen an dem Abend noch selbst geschrieben.)

Das schlimmste an dem Bericht des Gen. ist, daß er NICHT OFFEN ist. Er verschweigt z.B. die politischen Fehler des Dreierkomitees und die Kritik, die an ihm geübt wurde.

1. sie steuerten eine Aktionseinheit mit den Maos (nach deren Unterschriftenaktion) an, ohne überhaupt das Aktionsziel angeben zu können, was also auf eine Einheit der Propaganda hinauslief. Sie konnten sich also nur an die Maos anhängen (s. Verzicht auf Zeitung).
2. Die Flugblätter suggerierten eine gewerkschaftsfeindliche Einstellung.

Der Genosse ergeht sich seitenlang in hochmütigen Diffamierungen, verschweigt die tatsächlichen Hintergründe und Fehler und ist noch nicht einmal in der Lage, eine DETAILLIERTE AUSWERTUNG UNSERER INTERVENTION zu leisten, die uns allein weiterbringen kann. Rechenschaft ablegen, heißt ja auch gerade, Fehler festzustellen und daraus zu lernen. Mit diesem Wisch können wir wenig anfangen. Wichtig wäre gerade: Art und Umfang der Intervention in einzelnen OGs, Echo, Kontakte (was wurde daraus); Untersuchung der Gründe, weshalb wir (RK/Region) zur systematischen Weiterführung der Kampagne nicht fähig waren, obwohl wir wie in keiner anderen Branche umfassende Forderungen besaßen; wie wir die Sache in der Wahlkampagne wieder aufgegriffen haben (konkretisierte Flugblätter vor und nach den Wahlen) usw.

Nach Prüfung der Verantwortlichkeiten beantragen wir eine Rüge für den den Bericht erstattenden Genossen und das RK NRW."
Q: Spartacus Sdr.Nr. Bergbau, Mainz 1972; Spartacus BL-Internes Bulletin Nr. 4, o.O. 23.1.1973

August 1972:
Spartacus Bolschewiki/Leninisten gibt seinen 'Spartacus' Nr. 29 (vgl. Juli 1972, Sept. 1972) heraus mit dem Leitartikel "Neuwahlen keine Stimme den bürgerlichen Parteien!" zu den Bundestagswahlen (BTW), der berichtet aus dem IGM-Bereich von Klöckner Osnabrück, VW und den Rheinstahl-Nordseewerken in Emden, Klöckner Hagen-Haspe und den SSW Hagen-Eckesey, von den Mannesmann Röhrenwerken (MMRW) Witten (vgl. 30.6.1972), von VW, Hanomag und Conti Hannover

Weitere Artikel sind:
- "Kohle und Stahl von den Unternehmer in die Krise gestürzt";
- "Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten! Gibt es eine Alternative?";
- "Für wen regiert die SPD?";
- "Allende am Ende" zu Chile;
- "Nixon und Mc Govern: die rechte und die linke Hand des Teufels" zu den USA; sowie
- "Dockerstreik in England".

Geworben wird für den 'Spartacist' der SLUS.

Beigelegt ist das Flugblatt "Gegen Lohnraub und Entlassungen!", in dem berichtet wird von Voith Heidenheim, Teves Frankfurt,
Q: Spartacus Nr. 29, Mainz Aug. 1972

September 1972:
Spartacus Bolschewiki/Leninisten gibt seinen 'Spartacus' Nr. 30 (vgl. Aug. 1972, Okt. 1972) heraus mit dem Leitartikel "Metalltarifrunde jetzt beginnen" zur MTR, der berichtet von Opel und VW, aber auch von Ford Saarlouis, wo schon mehrfach kurzgearbeitet wurde, von Klöckner Georgsmarienhütte und Hagen-Haspe, sowie aus Hagen von den SSW Eckesey (vgl. Aug. 1972) sowie von einem Textilbetrieb (vgl. Aug. 1972), aber auch von Hoesch Dprtmund, Klöckner Osnabrück, Budesrus wetzlar, Teves Frankfurt, Krupp Bochum, der Burbacher Hütte in Saarbrücken, ATH und Mannesmann Duisburg und Eickhoff Rheinhausen u

Weitere Artikel sind:
- "Offener Brief an die Mitglieder der Deutschen Kommunistischen Partei anlässlich der Bundestagswahlen" (NTW) an die DKP, zu deren Wahl aufgerufen wird;
- "Vorgezogene Lohn- und Gehaltstarifänderungen im Kfz-Handwerk und -Handel in Hessen;
- "Olympia 1972 Heitere Spiele oder blutiger Ernst?" zum Massaker in München;
- "DKP-Führung versucht opportunistischen Kurs in der Partei durchzusetzen!";
- "Vor der Entscheidung. Englands Arbeiter zwischen bürokratischer Bankrottpolitik und revolutionärem Kampf";
- "Kongreß des britischen Gewerkschaftsbundes" zum TUC; sowie
. "Bundeskonferenz der Bolschewiki-Leninisten" (vgl. 29.7.1972).
Q: Spartacus Nr. 30, Mainz Sept. 1972

Oktober 1972:
Spartacus Bolschewiki/Leninisten gibt seinen 'Spartacus' Nr. 31 (vgl. Sept. 1972, Nov. 1972) heraus mit dem Leitartikel "Wahlaufruf an die arbeitende Bevölkerung - Brecht mit den Parteien des Kapitals" zu den Bundestagswahlen (BTW) mit dem Aufruf zur Wahl der DKP.

Weitere Artikel sind:
- "Wem dient die Ausländerjagd?" zum GUPS-/GUPA-Verbot;
- "Die Lage der arbeitenden Klasse vor der Bundestagswahl" zu den BTW;
- "Sozialpolitische Vorschläge der DKP - Antwort auf die brennenden Probleme der Arbeiterklasse?";
- "DKP-Führung steuert ins Kielwasser der Sozialdemokratie";
- "Wer arbeitet, soll auch Steuern zahlen?" zu den Steuererhöhungen;;
- "10. Kongreß der IGBE: 4-Tage-Woche gefordert" (vgl. 24.9.1972);
- "Zeche Bismarck wiedereröffnet" in Gelsenkirchen; sowie
- "Streik gegen Massenentlassung bei Glanzstoff - Ein Lehrstück für Rheinstahl!" zu Wuppertal bzw. zu Hanomag Hannover und den Nordseewerken in Emden, wo Spartacus ein Flugblatt verteilte.

Geworben wird für 'Ergebnisse & Perspektiven' Nr. 1 sowie den 'Spartacist' und die 'Workers Vanguard' der Spartacist League US (SLUS).

Kontaktadressen werden angegeben für Berlin, für Niedersachsen in Hannover, für Nord in Kiel, für NRW in Essen, für Weser-Ems in Aurich, für Süd-West in Stuttgart, für Rhein-Main in Mainz und für Süd in München.

Es erscheint auch zu den BTW die:"
Kurze Notiz zur Nummer 29 unseres Zentralorgans

Das ZK hat beschlossen, den Verkauf von SPARTACUS 29 einzustellen. Neben unverständlichen Formulierungen und Passagen war der entscheidende Grund für die Einstellung des Verkaufs, daß unsere Position zu den Neuwahlen nicht vermittelt wurde. Weder DKP noch SPD-Arbeiter konnte der Neuwahlartikel ansprechen. So sah sich das ZK zu seinem schwerwiegenden Entschluß gezwungen."
Q: Spartacus Nr. 31, Mainz Okt. 1972

November 1972:
Spartacus Bolschewiki/Leninisten gibt seinen 'Spartacus' Nr. 32 (vgl. Okt. 1972, Nov. 1972) heraus mit dem Leitartikel "Neuwahlen: Gegen die Offensive des Kapitals - Kampf um Arbeiterforderungen" zu den BTW.

Weitere Artikel sind:
- "Friedensverhandlungen abgeschlossen: Sieg oder Niederlage der vietnamesischen Revolution?";
- "Einigkeit von SPD und CDU - Politik auf dem Rücken der Arbeiter! Zu den Parteitagen in Dortmund und Wiesbaden" (vgl. 9.10.1972, 12.10.1972);
- "Kampf gegen die Ausländerverfolgung - Aber wie?" zur Demonstration am 8.10.1972;
- "Unsere Wahlkampagne" zu den Bundestagswahlen (BTW);
- "Leserbrief. Nicht das 'kleinere Übel' - sondern Arbeiterpolitik";
- "Metallarbeiter vor der Machtprobe. IGM-Bürokraten wollen einen ruhigen Wahlkampf" zur Metalltarifrunde (MTR); sowie
- "Was ist die richtige Taktik zu den Neuwahlen?" zu den BTW.

Kontaktadressen werden angegeben für Berlin, für Niedersachsen in Hannover, für NRW in Essen, für Süd-West in Stuttgart, für Rhein-Main in Mainz und für Süd in München.
Q: Spartacus Nr. 32, Mainz Nov. 1972

November 1972:
Spartacus Bolschewiki/Leninisten gibt eine Sondernummer Stahlbereich seines 'Spartacus' (vgl. Nov. 1972, Dez. 1972) heraus mit dem Leitartikel "Entlassung für Stahlarbeiter - Unternehmerprofit ruiniert die Stahlindustrie" mit einem Bild aus Hagen (vgl. 4.10.1972) mit Berichten aus Dortmund von Hoesch, Duisburg von Mannesmann, aus Georgsmarienhütte, Hannover, Hagen, Hilden und Witten.

Weitere Artikel sind:
- "Stahl- und Metalltarifrunde '72 - Den Kampf beginnen"!" zur MTR;
- "Stahlbosse ruinieren den Bergbau auf unsere Kosten" zur Ruhrkohle AG (RAG);
- "Streik und Betriebsbesetzung verhindern Stillegung bei Glanzstoff" in Wuppertal;
- "Umsetzung im Betrieb - der Willkür des Unternehmers ausgesetzt" zu TN Duisburg bzw. DEW Krefeld;
- "Statt Mitbestimmung - Arbeiterkontrolle über alle Maßnahmen, die Lebensstandrad und Sicherheit der Arbeitsplätze betreffen!"; sowie
- "Entschädigungslose Enteignung der Kohle- und Stahlmonopole".

Kontaktadressen werden angegeben für Berlin, für Niedersachsen in Hannover, für Nord in Kiel, für NRW in Essen, für Weser-Ems in Oldenburg, für Süd-West in Stuttgart, für Rhein-Main in Mainz und für Süd in München.
Q: Spartacus Sondernummer Stahlbereich, Mainz Nov. 1972

Dezember 1972:
Spartacus Bolschewiki/Leninisten gibt seinen 'Spartacus' Nr. 33 (vgl. Nov. 1972, Jan. 1973) heraus mit dem Leitartikel "Wahlsieg der SPD - Sieg für die Arbeiterklasse?" zu den Bundestagswahlen (BTW).

Weitere Artikel sind:
- "Lohnkampf der ÖTV" zur ÖDTR;
- "Metalltarifrunde - Es geht um jeden Pfennig!" zur MTR;
- "Vorfahrt fürs Kapital! Das Regierungsprogramm der Koalition";
- "Das Wahlergebnis und unsere Wahlkampagne" zu den Bundestagswahlen (BTW);
- "Willy auf Tournee" zu den Wahlkampfauftritten von Willy Brandt;
- "'KPD': Statt Einheitsfront Selbstbestätigung" zu deren Aufruf zum Wahlboykott;
- "Revolution oder Konterrevolution in Chile";
- "Chile: Hoechst-Arbeiter heizen ein - Mit Benzinfässern gegen Hoechst-Kapitalisten";
- "ÖTV-Tarifrunde / Bezirk Frankfurt - Mit Statistiken gegen die Arbeiter" zur ÖDTR;
- "Sozialisierung der Verluste b- Privatisierung der gewinne" zur Ruhrkohle AG (RAG); sowie
- "Vietnam: Frieden in greifbarer Nähe?".

Kontaktadressen werden angegeben für Berlin, für Nord in Kiel, für Niedersachsen in Hannover, für Weser-Ems in Oldenburg, für NRW in Essen, für Süd-West in Stuttgart, für Rhein-Main in Mainz und für Süd in München.
Q: Spartacus Nr. 33, Mainz Dez. 1972

Januar 1973:
Spartacus Bolschewiki/Leninisten gibt seinen 'Spartacus' Nr. 1 (vgl. Dez. 1972, Feb. 1973) heraus mit dem Leitartikel "Stillhalten für Schmidt und Brandt?"

Weitere Artikel sind:
- "Gegen Lohnraub - gemeinsamer Streik" zur Stahltarifrunde (STR) in NRW und zur Metalltarifrunde (MTR) zu der lineare Forderungen aufgestellt wurden bei Honeywell Dörnigheim, in Frankfurt bei Adler, Klimsch und T+N, im Kreis Darmstadt bzw. bei Opel Rüsselheim, bei Klöckner Bremen und Daimler-Benz Mannheim, Öffnungsklauseln wurden gefordert bei Hoesch Dortmund, Vulkan Bremen und Opel Rüsselsheim;
- "Vietnam: Erpressung durch Bombenterror";
- "Vertrauensleutewahlen der IG-Metall. Für die Stärkung der gewerkschaftlichen Interessenvertretung im Betrieb!";
- "'Teile und herrsche' - Englands Irlandpolitik in der Krise;
- "ÖTV-Tarifrunde: Kluncker beugt sich dem Unternehmerdiktat" zur ÖDTR, von der berichtet wird von der Müllabfuhr Hannover, aus Gießen und aus Frankfurt u.a. von der DPG Frankfurt, ihrem Ortsverein und dem Paketumschlag im Hauptbahnhof;
- "Bei Hartmann und Braun: Kampf gegen Entlassungen" zu H+B Frankfurt mit den Werken Bockenheim und Praunheim und den Werken in Braunschweig und Heiligenhaus, vom Betriebsausschuss der Ortsgruppe Frankfurt;
- "Pack schlägt sich… …und verträgt sich" zu Kluncker (ÖTV) und Schulz (SPD);
- "Die Tragödie des deutschen Proletariats. Vor 40 Jahren: der Sieg des Faschismus in Deutschland";
- "Daimler Benz - Stuttgart. Angriff auf gewerkschaftliche Opposition" zum Werk Untertürkheim; sowie
- "55 Jahre Oktoberrevolution".

In der "Resolution der ÖTV-Vertrauensleute in den Ämtern und Betrieben der Stadt Frankfurt am Main" heißt es u.a. einleitend:"
Wir fordern die Einstellung von Unternehmenssubvention auf Kosten des Staatshaushaltes. Die Stillegung der Zeche Bismarck in Gelsenkirchen kostet 140 Mio. Steuergelder; davon konnten allein die Zecheninhaber privat DM 30 Millionen als Stillegungsprämie kassieren. Laut der IG-Bergbau-Zeitung 'Einheit' soll diese Zeche jetzt wieder mit Riesenaufwendungen - wiederum Steuergeldern - in Betrieb genommen werden."
Q: Spartacus Nr. 1, Mainz Jan. 1973

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Februar 1973:
Spartacus Bolschewiki/Leninisten gibt seinen 'Spartacus' Nr. 2 (vgl. Jan. 1973, 5.3.1973) heraus mit dem Leitartikel "Vietnam: Krieg oder Frieden? Sieg oder Niederlage?".

Weitere Artikel sind:
- "Stabilität der Profite durch Lohnraub" zur Metalltarifrunde (MTR);
Q: Spartacus Nr. 2, Mainz Feb. 1973)

05.03.1973:
Spartacus Bolschewiki/Leninisten gibt seinen 'Spartacus' Nr. 3 (vgl. Jan. 1973, 14.4.1973) heraus.
Berichtet wird von der eigenen Bundeskonferenz (vgl. 9.2.1973).

Aus Baden-Württemberg wird berichtet aus Stuttgart von der Uniondruckerei (DruPa-Bereich - vgl. Feb. 1973), aus der ÖTV und vom Berufsverbote (BV) Komitee, in dem alle linken Gruppen vertreten seien, u.a. man selbst, die DKP und die Jusos der SPD.

Aus Bayern wird berichtet aus dem DruPa-Bereich in München.

Aus Berlin wird eine Leserversammlung angekündigt (vgl. 21.3.1973). Aus dem DruPa-Bereich wird berichtet aus der Bundesdruckerei, von der Schließung von Officina (DruPa-Bereich - vgl. 28.8.1972), aus der DJU und aus den DruPa-Bezirken Charlottenburg/Moabit und Steglitz. Aus dem IGM-Bereich wird von AEG Telefunken und Siemens berichtet.

Aus Hamburg wird berichtet vom DruPa OV.

Aus Hessen wird berichtet aus dem DruPa Bezirksverband Frankfurt und aus dem CPK-Bereich von Kalle Wiesbaden und Merck Darmstadt.

Aus NRW wird berichtet aus dem IGM-Bereich aus Velbert, von Hoesch (Phoenix, Union und Westfalenhütte) und IGM OV Dortmund, von Mannesmann Duisburg, der Schalker Eisenhütte und Rheinstahl Gelsenkirchen.
Aus dem DruPa-Bereich wird berichtet aus Köln und vom OV Essen, von der DKP aus Gelsenkirchen (vgl. 9.2.1973).
Q: Spartacus Nr. 3, Mainz 5.3.1973

14.04.1973:
Spartacus Bolschewiki/Leninisten (SBL) gibt seinen 'Spartacus' Nr. 4 (vgl. 5.3.1973, Mai 1973) heraus.
Aus Baden-Württemberg wird berichtet von Daimler-Benz Stuttgart-Untertürkheim (IGM-Bereich) und Salamander Kornwestheim (Bereich der G Leder).

Aus Bayern wird berichtet von Hörbach Aschaffenburg (Bereich der G Leder).

Aus Berlin wird berichtet aus der HBV und aus dem DruPa-Bereich aus der DJU und von Officina. Am 1.Mai wolle man sich an der Demonstration des Maikomitee 73 in Kreuzberg beteiligen. Aufgerufen wird zur Leserversammlung (vgl. 10.5.1973).

Aus Bremen wird berichtet von Klöckner (IGM-Bereich).

Aus Hessen wird berichtet von Ada Ada Frankfurt (Bereich der G Leder, 400 Besch.), aus dem IGM-Bereich von MAN Gustavsburg und Opel Rüsselsheim, dem IGM Bezirk sowie der DruPa Frankfurt.

Aus Niedersachsen wird berichtet aus der IGM Göttingen.

Aus NRW wird berichtet aus dem IGM-Bereich von Hoesch Dortmund, dem IGM OV Duisburg, von Hülsbeck und Fürst (HuF) Velbert, AEG Küppersbusch Gelsenkirchen und von Opel Bochum. Man habe zwar in Bochum noch keine Ortsgruppe, arbeite aber trotzdem im Solidaritätskomitee für Rudi Wischnewski mit, in dem u.a. auch KPD/ML, KPD, ESG, Judos der FDP und Jusos der SPD vertreten seien. Von Mannesmann Duisburg-Huckingen (MM - vgl. 28.2.1973) wird u.a. berichtet über die SPD-Betriebsgruppe, die Eisenbahner, die Blasstahlwerke I und II und das Profilwalzwerk.
Aus dem IGBE-Bereich wird berichtet von den Zechen Pörtigsiepen/Carl Funke, Mathias Stinnes, Emil Fritz, Zollverein und Katharina in Essen, Prosper 2 in Bottrop, Pluto, Consolidation und Graf Moltke in Gelsenkirchen, Holland in Wattenscheid (heute Bochum), Ewald Herten, der Zeche Recklinghausen, der IGBE Oberhausen sowie aus Ibbenbüren von Preussag Ostfeld und Westfeld. Aus dem ÖTV-Bereich wird berichtet von der Müllabfuhr Duisburg, aus der DruPa aus dem OV Essen, aus dem G Leder Bereich von Roland Wermelskirchen, über Arbeitslose aus Bottrop, Essen, Gelsenkirchen und Gladbeck.

Aus Rheinland-Pfalz wird berichtet von Salamander Speyer (Bereich der G Leder).

Aus Schleswig-Holstein wird berichtet aus der ÖTV Kiel.
Q: Spartacus Nr. 4, Mainz 14.4.1973

Juni 1973:
Spartacus Bolschewiki/Leninisten gibt vermutlich im Juni seinen 'Spartacus' Nr. 5 (vgl. 14.4.1973, Aug. 1973) heraus mit dem Leitartikel "Preise und Profite steigen weiter. Kampf um neue Tarifverträge" zu den Teuerungszulagen (TZL).

Weitere Artikel sind:
- "SPD-Regierung auf Kommunistenjagd" zu den Angriffen gegen die KPD und den Demonstrationen in Dortmund am 18. und 20.5.1973. Gefragt wird: "Was macht die DKP?" wobei auf deren Bericht über Idar-Oberstein eingegangen wird;
- "Butzbach: Linksopposition verlässt DKP" (vgl. 29.5.1973). Geworben wird für die Austrittserklärung;
- "SAG-Frankfurt - 'Die Stimmung steigt - die Syndikalisten steigen hinterher'" mit der Werbung für die Broschüre der OG Frankfurt: "1. mai in Frankfurt - Kritik an KG und SAG";
- "Spartacus-BL und der 1. Mai";
- "Das Sozialistische Büro und die Tarifpolitik" zum SBü;
- "17. Juni und stalinistische Geschichtsfälschung" zum 17.6.1953, mit der Werbung für die Broschüre "Der Arbeiteraufstand vom 17. Juni 1953" vom Juni 1973;
- "Saubere Herrschaften" zur Steiner-Wienand-Affäre;
- "Zur Entwicklung der Sowjetunion II." zur SU; sowie
- ein Bericht zur Chemietarifrunde (CTR) aus Auszügen der Betriebszeitung für die VEBA-Chemie der Ortsgruppe Wanne-Eickel mit einem Bild von der BASF Ludwigshafen.

Kontaktadressen werden angegeben für Berlin, für Nord in Kiel, für Niedersachsen in Hannover, für Weser-Ems in Oldenburg, für NRW in Essen, für Süd-West in Stuttgart, für Rhein-Main in Mainz und für Süd in München.
Q: Spartacus o. Nr., Mainz o. J. (1973)

August 1973:
Spartacus Bolschewiki/Leninisten gibt seinen 'Spartacus' Nr. 6 (vgl. Mai 1973, Sept. 1973) heraus.
Aus Baden-Württemberg wird berichtet von den DGB-Demonstrationen in Stuttgart (vgl. 23.6.1973) und Mannheim (vgl. 11.7.1973) gegen Jugendvertreterentlassungen, von Daimler-Benz (IGM-Bereich), von IGM Mannheim und Stuttgart, von John Deere Mannheim (IGM-Bereich), von den Jugendvertretungen bei Bosch Stuttgart-Feuerbach (IGM-Bereich), BBC Mannheim (IGM-Bereich) und dem Großkraftwerk Mannheim (ÖTV-Bereich) sowie aus der HBV aus dem Landesbezirk und aus Stuttgart von OV, OJA, Jugendgruppe und Feinkost Böhm.

Aus Bremen wird berichtet aus der GEW und vom DGB KJA.

Aus Hamburg wird berichtet von der RACAG (Chemie-Bereich).

Aus Niedersachsen wird berichtet vom IGM LBJA, den DGB KJAs Hannover und Osnabrück, dem IGM KJA Braunschweig und den IGM-Jugendgruppen Hildesheim.

Aus NRW wird berichtet aus dem IGM-Bereich von Mannesmann Duisburg, Hella Lippstadt und Paderborn und Hoesch Dortmund (vgl. 8.2.1973), aus dem DruPa-Bereich von OV und OJA in Essen.
Q: Spartacus Nr. 6, Mainz Aug. 1973

September 1973:
Spartacus Bolschewiki/Leninisten gibt seinen 'Spartacus' Nr. 7 (vgl. Aug. 1973, Okt. 1973) heraus.
Berichtet wird aus NRW von der Gesamtschule Gelsenkirchen sowie aus dem IGM-Bereich aus Datteln, Herne, Oberhausen und Velbert, von AEG Küppersbusch Gelsenkirchen (vgl. 16.8.1973), wobei u.a. die DKP-Betriebsgruppe erwähnt wird, von Pierburg Neuss, Hella Lippstadt, Dorn Schrauben Herne, Rheinstahl und IGM OV Gelsenkirchen.
Q: Spartacus Nr. 7, Mainz Sept. 1973

Oktober 1973:
Spartacus Bolschewiki/Leninisten gibt seinen 'Spartacus' Nr. 8 (vgl. Sept. 1973, Nov. 1973) heraus.

Aus Baden-Württemberg wird berichtet von John Deere Mannheim (IGM-Bereich).

Aus Bayern wird berichtet von Hubmann München (BSE-Bereich - vgl. Aug. 1973).

Aus Berlin wird berichtet aus dem BSE-Bereich (vgl. 16.8.1973).

Aus Bremen wird berichtet von Klöckner (IGM-Bereich).

Aus Niedersachsen wird berichtet aus dem BSE-Bereich aus Hannover (vgl. 24.7.1973) und von den BSE-Geschäftsstellen Hannover und Hildesheim, aus dem IGM-Bereich von Karmann Osnabrück.

Aus NRW wird berichtet aus dem IGM-Bereich von Hella Lippstadt, Opel Bochum, Mannesmann Duisburg, Pierburg Neuss und Ford Köln, wobei auch die Kommunistische Initiative (KI) Köln erwähnt wird und aus dem BSE-Bereich von Kun.
Q: Spartacus Nr. 8, Mainz Okt. 1973

November 1973:
Spartacus Bolschewiki/Leninisten gibt seinen 'Spartacus' Nr. 9 (vgl. Okt. 1973, Feb. 1974) heraus.
Berichtet wird von der eigenen Bundeskonferenz (vgl. Okt. 1973).

Aus Baden-Württemberg wird berichtet aus dem IGM-Bereich aus Stuttgart aus dem IGM OV und von Daimler-Benz und Bosch Feuerbach, von Daimler-Benz Sindelfingen, Wafios Reutlingen und Mann und Hummel Ludwigsburg.

Aus NRW wird berichtet aus dem IGM-Bereich von Hoesch Dortmund, Mannesmann Duisburg (MM - vgl. 29.10.1973, 10.11.1973) und Mülheim, Ford Köln-Niehl und AEG Küppersbusch Gelsenkirchen, aus dem IGBE-Bereich aus dem Aachener Revier und über die Zechen Westerholt Polsum in Herten und Nordstern Gelsenkirchen.

Aus dem Saarland wird berichtet aus dem IGBE-Bereich (vgl. 23.10.1973).
Q: Spartacus Nr. 9, Mainz Nov. 1973

Letzte Änderung: 30.01.2018