KJV: Kämpfende Jugend, Jg. 4, Nr. 3, 5.2.1975

05.02.1975:
Der Kommunistische Jugendverband (KJV) der KPD gibt die Nr.3 seiner 'Kämpfenden Jugend' (KJ - vgl. 22.1.1975, 19.2.1975) heraus. Der Leitartikel "Deutsche und ausländische Arbeiter – Gemeinsam gegen die Arbeitslosigkeit" berichtet auch von den Demonstrationen in Bielefeld (vgl. 18.1.1975) und in Dortmund (vgl. 1.2.1975). Gefordert wird zur Bundeswehr: "Arbeitslosengeld auch für entlassene Soldaten!". Berichtet wird vom Bundesgrenzschutz (BGS) bzw. dem Gesetzentwurf zur Personalstruktur des BGS, aber auch von den Mordanschlägen auf Heinz Scholz beim Bremer Vulkan und den Kollegen Dreisbach von Opel Rüsselsheim. Prophezeit wird zur JU der CDU/CSU und deren neuem Leitfaden zur Lehrlingsarbeit: "Die Arbeiterjugend wird die Junge Union zum Teufel jagen!".

Aus dem Ausland wird berichtet aus Eritrea, aus Kambodscha, vom Vietnamprotest in Berlin (vgl. 25.1.1975) und vom Besuch von Franz-Josef Strauß (FJS) in der VR China..

Aus Ingolstadt wird berichtet über die ÖTV-Soldatengruppe und deren 'Ingolstädter Soldatenpresse', aus München vom Prozeß gegen vier Antifaschisten, darunter Hanns Marzini (vgl. 28.1.1975).

Aus Berlin wird berichtet aus dem ÖTV-Bereich von den Krankenhäusern (vgl. 10.2.1975). Zu den Abgeordnetenhauswahlen (AW) kandidiert auch Hildegard Mathies vom KJV-Stadtteiljugendkomitee Kreuzberg. Zu Auseinandersetzungen kam es auf einer Wahlveranstaltung der CDU, ein verhasster Hauptsschullehrer wird verletzt. In Kreuzberg wird das Bethanienkrankenhaus besetzt.

Aus Hessen wird berichtet von der Schülerunion (SU) der CDU bzw. dem Schülerarbeitskreis der JU am Gymnasium Dillenburg, gegen deren undemokratische Praktiken in der SV ein Sozialistischer Schülerkreis der Schule angeht. Neu aufgelegt wurde das KJV-Agitationsheft Nr.6 "Militarismus / Antimilitarismus in Hessen". KJ-Treffs gibt es in Frankfurt, Marburg, Michelstadt, Reichelsheim und Wetzlar.

Aus Cuxhaven wird berichtet von der Durchbrechung des Demonstrationsverbotes gegen die Jugendzentrumsinitiativen und von der Protestveranstaltung gegen den Polizeiterror (vgl. 1.2.1975).

Zu den Landtagswahlen (LTW) in NRW kandidiert in Köln Stefan Siebenkäs von Felten und Guillaume (F+G – vgl. 12.1.1975).
Aus Ahlen wird berichtet aus der Westfalenkaserne.
Vermutlich von Schering Bergkamen wird berichtet über einen Kandidaten zur Betriebsratswahl und die IG Chemie (CPK) Verwaltungsstelle Dortmund.
Aus Dortmund wird berichtet von der Hauptschule Flurstraße, wo es den fortschrittlichen 'Schülerexpreß' gebe, dessen Redaktion mit dem KJV zusammenarbeite, es werden geschildert: "Unsere Erfahrungen im Arbeitslosentreff", u.a. über eine Flugblattverteilung vor Hoesch und eine von Wohnungsräumung bedrohte griechische Familie, aber auch über die Reportage des WDR zur Arbeitslosigkeit. Die Zelle Städtische Kliniken Dortmund berichtet über 14 Ausschlussverfahren (UVB) aus der ÖTV am dortigen Krankenhaus, wogegen bereits in der ÖTV Essen und durch die ÖTV-Jugendgruppen der Westberliner Krankenhäuser protestiert worden sei. In Dortmund gibt es nun auch einen KJ-Treff.

Zu den Landtagswahlen (LTW) in Rheinland-Pfalz kandidiert auch der Soldat Klaus Marx von der Soldatenzelle Koblenz, die mit ihrem 'Roten Soldatenkurier' über die Verweigerung des Wahlurlaubs für ihn informierte.
Q: Kämpfende Jugend Nr.3,Dortmund 5.2.1975

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