Unter dem roten Banner Jg. 2, Sondernummer 2, Jan. 1973

16.12.1972:
Im Kommunistischen Studentenbund (KSB) Bremen beginnt ein weiteres zweitägiges Plenum (vgl. 14.10.1972), auf dem es erneut zu 11 Austritten kommt, wobei die Gen., laut KSB, zur selben Fraktion gehören wie beim letzten Mal. Im Jan. 1973 veröffentlicht der KSB die Dokumente zu diesem Fraktionskampf (vgl. dort). Im "Politischen Bericht des Zentralen Ausschusses des KSB" heißt es u.a., daß der KSB eine schlechte Position an den Fachhochschulen habe.
Q: Unter dem Roten Banner Sdr.Nr.2,Bremen Jan. 1973

Januar 1973:
Der KSB Bremen gibt die Sdr.Nr. 2 (vgl. Juni 1972) seiner 'Unter dem Roten Banner' (vgl. 6.12.1972, 17.1.1973) heraus, die sich den Fragen Parteiaufbau und Bündnispolitik widmet. Hierbei handelt es sich um eine Dokumentation der beiden letzten KSB-Plena (vgl. 14.10.1972, 16.12.1972), auf denen es zu Abspaltungen kam. Gegen die geistigen Ziehväter der Ausgetretenen wendet sich H.H. in "Die Hunde kläffen - Die Karawane zieht weiter". Dort heißt es zur Marxistischen Gruppe (MG) Erlangen:"
Die Vorstellungen der MG decken sich weitgehend mit denen der AK-Fraktion der Roten Zellen München. Auch der SHB/SF glaubt in ihnen das Heilkraut für seine ideologische Schwindsucht gefunden zu haben. Der liquidatorische Charakter dieser Politik ist bei der Bremer SF besonders klar an den Tag gekommen. Die SF hat dem KBB schlicht die Auflösung der eigenen Organisation vorgeschlagen und an der Universität diese Selbstliquidation als politische Organisation mit dem Verzicht auf Teilnahme an den Wahlen zum AStA und zum SR gleich vorexerziert. …
Die Erlanger MG ist mangels Masse für die Arbeiterbewegung nicht sichtbar. (Die MG, die sich ausdrücklich als Zirkel, also nicht als Hochschulorganisation versteht, hat in der Metalltarifrunde '71 ein paar lahme Flugblätter gemacht und offenbar gleich wieder den Mut verloren. Das ist politisch alles, was die Arbeiterklasse von der MG je gesehen hat.)"

Darin sehr ähnlich sei die MG "der Bremer Gruppe Arbeiterpolitik …, deren politische Tätigkeit sich auf schlaue 'Bemerkungen' zu den Klassenkämpfen beschränkt."
Allerdings wird auch konstatiert, daß "beide Gruppen einen gewissen Einfluß auf die Intelligenz haben" und "sich die MG als eine der wenigen 'nichtdogmatischen' Gruppen in der BRD hinstellt", dann aber "als ersten öffentlichen Beitrag eine Hochschul-Broschüre herausgibt." Nach der Abspaltung der 'Kopf'- bzw. Theoriefraktion sei nun die Rest-MG ja vielleicht sogar für Aktionen zu gewinnen. Bisher hätten in der MG die Intellektuellen allzu deutlich das Sagen gehabt, was mit einem MG-Zitat belegt wird, in dem festgehalten wird, "daß der Ausschuß für theoretische Arbeit (dem auch die Intellektuellen aus dem Betriebsausschuß angehören) und der Betriebsausschuß (dem Intellektuelle und Arbeiter angehören) selbständig über die konkreten Schritte ihrer Arbeit beschließen."

Zum konkreten Anlaß dieser eher allgemeinen Ausführungen werden einige Dokumente veröffentlicht. Auf dem Oktoberplenum des KSB war nämlich nicht nur vom ZA der Text "Kampf der kapitalistischen Ausbildung! Für eine Ausbildung im Dienste des Volkes!" sowie ein Referat "Der demokratische Kampf und die proletarische Demokratie" vorgelegt worden, sondern von 24 Genossen des KSB war ein "Versuch einer Kritik des Parteiaufbaukonzepts" verfaßt worden. Den eigenen Parteiaufbauplänen wurde darin u.a. vorgeworfen die Partei nicht von unten aufzubauen. Herauskommen würde eine Studentenpartei. Die auf den beiden Plenen ausgetretene Gruppe legte ihre Kritik in einem Papier "Kampf - Kritik - Umgestaltung" vor, ein Kommentar des KSB dazu erscheint unter dem Titel "Radikaler Reformismus?"
Q: Unter dem Roten Banner Sdr.Nr.2,Bremen Jan. 1973; Kampf-Kritik-Umgestaltung Nr.6,Ulm 1981,S.57

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