Aachen und Aldenhoven: Philips-Valvo

Materialien zur Analyse von Opposition

Von Jürgen Schröder, Berlin, 9.10.2020

Bei Philips-Valvo Aachen war vor allem die KPD aktiv, die hier ihre örtlichen, vermutlich bereits im Betrieb aktiven Sympathisanten u.a. durch den Berliner Kader Martin Thomas ergänzte, der dann 1973 zum 'wilden' Streikführer avancierte. Für die KPD war Aachen dabei mit Bonn, Köln und Düsseldorf eine der Städte in NRW, wo sie sich, im Gegensatz zu ihren anderen Stützpunkten in Bochum und Dortmund, kaum einer nennenswerten Konkurrenz der KPD/ML's ausgesetzt sah. Deren örtliche Aachener Überreste waren entweder klein oder ergangen sich eher vorwiegend in ideologisch-theoretischer Vaterlandsgewinnung (siehe Aachen - Die Marxisten-Leninisten Aachen, hart an der Grenze des Vaterlandes angesiedelt.

Die KPD-Sympathisantengruppe rekrutierte sich vermutlich aus der Ml-Fraktion der Sozialistischen Betriebsprojektgruppe, wobei die Namensgleichheit der durch die SBPG herausgegebenen 'Arbeitermacht' mit der Bonner Zeitung der BPG bzw. GAM auf den vermutlichen Verlauf der Kontaktanbahnung verweist.

Wichtige Themen und Ereignisse

Die Darstellung beginnt mit der Gründung der Betriebszelle der KPD (vgl. 10.4.1972). Wobei diese keineswegs zufällig erfolgt sein dürfe, etwa weil dort nennenswerter betrieblicher Einfluss vorhanden gewesen wäre, sondern weil dieser Betrieb mit insgesamt 5 000 Beschäftigten in den verschiedenen Philips- und Valvo-Werken als sog. Schwerpunktbetrieb für den Raum Aachen betrachtet wurde. Für eine Intervention im Steinkohlebergbau des Aachener Reviers dagegen, was als weiterer betrieblicher Interventionsschwerpunkt in Frage gekommen wäre, dürften der KPD die erfahrenen Kader aus Berlin gefehlt haben, um eventuell vorhandene örtliche bzw. regionale Sympathisanten zur pflichtgetreuen Parteizelle zusammenzuschweißen. Dies fiel für die auch in Berlin reichlich vorhandene Elektroindustrie weit leichter. So bot sich auch für den in Berlin bereits aus der IG Metall ausgeschlossenen, und damit dank des dreckigen dauernden Dreibunds von Staat, Gewerkschaft und Kapitals quasi zur Arbeitslosigkeit, bzw. zur Nichteinstellung zumindest in den größeren Betrieben des Metallbereichs verurteilten, Martin Thomas die Möglichkeit des Wohnsitzwechsels nach Westdeutschland. Typisch erscheint die Gewinnung jugendlicher Beschäftigter für die KPD (vgl. Apr. 1972), die Rekrutierung erwachsener Kollegen dagegen gestaltete sich meist weit schwieriger. In der Folge beteiligen sich die KPD-Anhänger von Philips-Valvo an den nationalen Gewerkschaftertreffen der KPD (vgl. 21.5.1972, 1.10.1972) und auch das Glaswerk Granus gerät in ihr Blickfeld (vgl. 23.8.1972). Die 'Kommunistische Arbeiterpresse' (KAP) erscheint in ungefähr monatlichem Rhythmus (vgl. Apr. 1972, Mai 1972, 6.6.1972, 15.8.1972, 5.9.1972, 24.10.1972, 18.12.1972). Für die KPD ist ihre Zelle Philips scheinbar der zentrale Einflußfaktor in Aachen, der auch in die Stadt zurückstrahlt und seine Arbeit auch nach Aldenhoven ausdehnt (vgl. 5.12.1972, 6.12.1972, 18.12.1972, 23.1.1973).

Besondere Bedeutung erlangt Valvo Aachen während des deutschen Arbeiteraufstandes im Jahre 1973. Diesbezüglich agitiert zunächst die KPD (vgl. 22.8.1973, 23.8.1973), am 24.8.1973 beginnt dann auch bei Valvo Aachen ein illegaler Ausstand für eine Teuerungszulage und den Wegfall der Leichtlohngruppen. Besonders die zweite Forderung macht die eigentliche Basis dieser Bewegung deutlich, die ausländischen Band- und Hilfsarbeiter und nicht etwa, wie bei den gewerkschaftlich organisierten Streikaktionen, vor allem die deutschen Handwerker und Facharbeiter.

Anlässlich des Streiks berichtet auch die Kommunistische Gruppe Aachen des AB von Philips-Valvo (vgl. 27.8.1973, 28.8.1973), die aber vermutlich vorher Philips keine besondere Aufmerksamkeit schenkte, sondern sich wohl eher auf andere Betriebe konzentrierte.

Es wird eine Streikleitung gebildet (vgl. 25.8.1973), der DGB KJA zeigt sich solidarisch (vgl. 25.8.1973), ebenso wie u a. spanische Arbeiter, DKP, SDAJ, KPD und KG Aachen sowie ein Antiinflationskomitee (vgl. 27.8.1973). Auch in anderen Städten wird sowohl Solidarität mit Entlassenen geübt (vgl. 27.8.1973) als auch mit Hilfe von Vertretern von Valvo Aachen zu weiteren Aktionen aufgerufen (vgl. 27.8.1973).

Es soll in die Stadt soll demonstriert werden (vgl. 28.8.1973, 29.8.1973), es kommt aber zum Polizeieinsatz (vgl. 29.8.1973) und zur Niederschlagung des Streiks (vgl. 31.8.1973), gefolgt von Entlassungen u.a. des KPD-Kaders und Mitglieds der Streikleitung, Martin Thomas.

In der Folge nutzt die KPD die prominente Teilnahme einiger ihrer Anhänger an verschiedenen Streiks propagandistisch aus (vgl. 1.9.1973, 11.9.1973, 30.9.1973), u.a. indem sie sich im Vergleich zur KPD/ML zu profilieren sucht (vgl. 31.8.1973, 10.9.1973).

Der KPD gelingt in der Folge die Gründung einer Gruppe oppositioneller Gewerkschafter (GOG - 24.9.1973), die sich mit den entlassenen Ford-Arbeitern solidarisiert (vgl. 17.10.1973) und auch gegen die Entlassungen in den eigenen Werken vorgeht (vgl. 10.12.1973, 19.12.1973, 28.1.1974) sowie für die KPD den örtlichen 1. Mai 1974 wesentlich mit vorbereitet (vgl. 7.4.1974).

Es kommt zu Prozessen gegen Flugblattverteiler (vgl. Jan. 1974, 14.10.1974) und die KPD veröffentlicht detaillierte Analysen der Entwicklung bei Philips Aachen (vgl. 26.1.1974).

Martin Thomas wird später auch durch die IG Metall unter Druck gesetzt (vgl. Feb. 1974, 27.2.1974, 29.4.1974), wobei dies kurz vor seinem Arbeitsgerichtsprozess (vgl. 27.3.1974) stattfindet, also auch seinen Rechtsschutz in dieser Auseinandersetzung berührt.

Es kommt auch noch zu weiteren IGM-Ausschlussverfahren bei Valvo (vgl. 20.5.1974, 29.5.1974), gegen die sich ein örtliches Komitee bildet (vgl. 15.7.1974, 16.9.1974) und auch bundesweit protestiert wird (vgl. 21.9.1974).

Thomas kann seine Wiedereinstellung nicht erlangen (vgl. 17.10.1974), wird auch bei Nordmende in Bremen entlassen (vgl. 4.11.1974) und ist vom IGM-Metall-Ausschluss (vgl. 4.12.1974) betroffen.

Die KPD bleibt im Betrieb aktiv, benennt ihre Zeitung in 'Schmelzpunkt' um und einer ihrer Anhänger wird auch Ersatzbetriebsrat (vgl. 17.3.1975), aber in der Folge entlassen (vgl. 28.4.1975, 5.5.1975, 12.5.1975).

Das Verhältnis der örtlichen Linken zum DGB ist mittlerweile äußerst gespannt (vgl. 30.4.1975).

Es finde sich einige Erwähnungen des Streiks von 1973 in der Propaganda der KPD (vgl. 26.5.1975, 2.6.1975), während die Betriebszelle den Kampf gegen die Entlassungen von Ingo Clemens organisiert (vgl. 7.5.1975, 27.6.1975) und gegen die Supermächte agitiert.

Es folgt ein weiterer Auftritt von Martin Thomas (vgl. 15.9.1975) als ehemaliger Streikführer und später als Bundestagskandidat der KPD (vgl. 22.9.1976), wobei auch sein Lebenslauf bekannt gegeben wird. Dies erfolgt auch für einen weiteren Aachener KPD-Kader, Hans Dieter Schaffrath (vgl. 29.9.1976).

Auch der Arbeiterbund (vgl. 14.11.1976) beginnt gegen Schluß dieser Darstellung mit der Berichterstattung.

Auszug aus der Datenbank "Materialien zur Analyse von Opposition" (MAO)

10.04.1972:
Bei Philips Aachen gibt die Betriebszelle der KPD ihre 'Kommunistische Arbeiterpresse' (vgl. Mai 1972) Nr. 1 für April vermutlich in dieser Woche heraus mit dem Leitartikel "1. Mai Kampftag der Arbeiterklasse!".

Weitere Artikel sind:
- "Die Aufgaben der Betriebszelle Philips";
- "Kampf der verschärften Arbeitshetze", eine Arbeiterkorrespondenz;
- "Der Kampf der Arbeiterjugend ist Teil des Kampfes der Arbeiterklasse".

Eingeladen wird zur Arbeiterrunde am 19.4.1972. Angekündigt wird der Verkauf der 'Roten Fahne' am Mittwoch und zweimal am Donnerstag Nachmittag.

Die KPD (vgl. 19.4.1972) berichtet vermutlich spätestens aus dieser Woche:"
WEITERE FORTSCHRITTE BEIM AUFBAU DER PARTEI

Die Mitgliederversammlung der Region Rhein-Ruhr am 12. März hatte dem Vorschlag des Zentralkomitees, eine Reihe weiterer Zellen einzurichten, zugestimmt (…).

Inzwischen sind zwei weitere Betriebszellen mit ihren Kommunistischen Arbeiterpressen (KAP, d.Vf.) vor die Kollegen ihres Betriebes getreten: In Aachen die Zelle Philips … . Der Zeitpunkt der Gründung ermöglichte es beiden Zellen, noch propagandistisch in die Betriebsratswahlen (BRW, d.Vf.) einzugreifen und für den 1. Mai gegen Reformismus und Revisionismus - für die revolutionäre Einheit der Arbeiterklasse unter Führung der KPD zu mobilisieren.

DIE GRÜNDUNG BEIDER ZELLEN IST DAS ERGEBNIS DER SCHÖPFERISCHEN ANWENDUNG DER EINHEIT VON UNTERSUCHEN UND ORGANISIEREN:

Der Gründung der Zelle Philips in Aachen ging eine lange ideologische und organisatorische Arbeit mit einer sympathisierenden Gruppe voraus, deren marxistisch-leninistischer Kern für die Partei gewonnen werden konnte. Unter Anleitung des Regionalkomitees führten die Genossen die Untersuchung über die Lage der Arbeiterklasse in Aachen, schulten sich an den Schulungsheften der Partei und begannen mit dem regelmäßigen Verkauf der RF und der Verteilung von regionalen Flugblättern. Der Stand der Untersuchung und die Gewinnung von weiteren Sympathisanten ermöglichte nun die Gründung der Zelle."
Durch die u.a. darin entfachte Maikampagne werden, nach eigenen Angaben, auch jugendliche Beschäftigte der Firma für die KPD gewonnen.
Quellen: Rote Fahne Nr. 9 und 41, Dortmund 19.4.1972 bzw. 28.2.1973, S. 2 bzw. S. 5; Kommunistische Arbeiterpresse Philips Nr. 1, Aachen Apr. 1972

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Mai 1972:
Bei Philips Aachen gibt die Betriebszelle der KPD vermutlich im Mai ihre 'Kommunistische Arbeiterpresse' Nr. 2 (vgl. 10.4.1972, 6.6.1972) heraus mit dem Leitartikel "Die Partei im Kampf um die revolutionäre Einheit der Arbeiterklasse!" mit Bericht vom 1. Mai, wo man nach Dortmund fuhr, aber auch aus Bad Kreuznach, Berlin, Düsseldorf, Hamburg, Karlsruhe, München und Nürnberg.

Weitere Artikel sind:
- "Bericht von der Arbeiterrunde" am 19.4.1972, an der auch ein Altgenosse teilnahm und auf der das Konzept der Partei den Zirkeln entgegengestellt wurde;
- "Warmes essen für alle Schichten" anstatt die Ersetzung des Kantinenessens durch Automaten für einige Schichten;
- "Kampf der Mitbestimmungsillusion";
- "Sieg im Volkskrieg" zu Vietnam.
Q: Kommunistische Arbeiterpresse Philips Die Partei im Kampf um die revolutionäre Einheit der Arbeiterklasse!, Aachen o. J. (1972)

21.05.1972:
An der ersten nationalen Konferenz der der KPD-nahestehenden oppositionellen Gewerkschafter (vgl. 1.10.1972) nehmen, nach eigenen Angaben, über 100 Gewerkschafter teil, u.a. von Philips Aachen.
Q: Rote Fahne Nr. 44 und 50, Dortmund Mai 1972 bzw. 5.7.1972, S. 1f bzw. S. 4; Revolutionäre Gewerkschafts Opposition Nr. 1, o.O. (Dortmund) o.J. (1972), S. *;KPD-OL Dortmund:1 200 DM Mindestlohn! 40 DM mehr für alle pro Woche!, Dortmund o.J. (1973), S. 2

06.06.1972:
Bei Philips Aachen gibt die Betriebszelle der KPD ihre 'Kommunistische Arbeiterpresse' Nr. 3 (vgl. Mai 1972, 15.8.1972) heraus mit dem Leitartikel "Aus der Arbeit unserer Betriebszelle".

Weitere Artikel sind:
- "Die Rote Fahne jetzt wöchentlich!";
- "Aachen: Büro des Verlag eröffnet!";
- "Das Volk wird siegen!" zu Vietnam;
- "Neue Jugendvertretungen bei Philips und Valvo".
Q: Kommunistische Arbeiterpresse Philips Nr. 3, Aachen 6.6.1972

15.08.1972:
Bei den Philipswerken in Aachen gibt die Betriebszelle der KPD ihre 'Kommunistische Arbeiterpresse' Nr. 5 (vgl. 6.6.1972, 5.9.1972) mit dem Leitartikel "Kampf der Pausenverkürzung" heraus.

Weitere Artikel sind:
- "Bericht von der Arbeiterrunde" am 3.8.1972, zu der rund 20 Kollegen und Genossen gekommen seien, und auf der sich der Jugendvertreter Esser entlarvt habe. Eine Solidaritätsresolution mit Opel Bochum wurde verabschiedet;
- "Solidarität mit dem Freiheitskampf des irischen Volkes" zu Nordirland.
Q: Kommunistische Arbeiterpresse Philips Nr. 5, Aachen 15.8.1972

23.08.1972:
In der Nr. 57 der 'Roten Fahne' der KPD (vgl. 16.8.1972, 30.8.1972) wird aus Aachen berichtet, daß die Zelle Philips der KPD eine 'Kommunistische Arbeiterpresse' herausgab, die sich u.a. mit Valvo und dem Philips Glaswerk Granus befaßte.
Q: Rote Fahne Nr. 57, Dortmund 23.8.1972, S. 2

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05.09.1972:
Bei den Philipswerken in Aachen gibt die Betriebszelle der KPD ihre 'Kommunistische Arbeiterpresse' Nr. 6 (vgl. 15.8.1972, 24.10.1972) falsch datiert auf den 5.8.1972 mit dem Leitartikel "Valvo-Betriebsrat Handlanger der Geschäftsleitung" vermutlich heute heraus.

Weitere Artikel sind:
-"Großer Sieg für die Sache des kämpfenden vietnamesischen Volkes!" über die Demonstration gegen die Olympiade in München am 26.8.1972;
- "Die Spaltung der Lehrlinge durch den Prämienlohn".
Q: Kommunistische Arbeiterpresse Philips Nr. 6, Aachen 5.8.1972

01.10.1972:
In Dortmund nehmen, nach eigenen Angaben über 100 Personen an einem Treffen oppositioneller, der KPD-nahestehender Metaller teil, u.a. von Philips
Aachen.
Q: Rote Fahne Nr. 63, Dortmund 4.10.1972; Revolutionäre Gewerkschaftsopposition Nr. 1, Dortmund o.J. (1972), S.36

24.10.1972:
In Aachen gibt die Zelle Philips der KPD die Nr. 8 ihrer 'Kommunistischen Arbeiterpresse' (vgl. Apr. 1972, 18.12.1972) heraus.
Q: Rote Fahne Nr. 9, Dortmund 28.2.1973, S. 5

05.12.1972:
Die KPD betont anläßlich der Gründung ihres Stadtteilkomitees in Aachen, seit der Einrichtung der KPD-Zelle bei Philips sei "der Spuk der örtlichen Zirkel nur noch ein Schatten seiner selbst - er diskutiert seitdem 'die Organisationsfrage und das Programm'." Die Zelle Philips habe dagegen schon 10 Ausgaben ihrer 'Kommunistischen Arbeiterpresse' herausgegeben und 3 Arbeiterrunden durchgeführt und nicht nur auch im Werk Aldenhoven gearbeitet sondern auch im Ostviertel.
Q: Rote Fahne Nr. 73, Dortmund 13.12.1972, S. 2

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06.12.1972:
In der Nr. 72 der 'Roten Fahne' der KPD (vgl. 29.11.1972, 13.12.1972) beschäftigt sich die Zelle Philips Aachen anläßlich der Jugendversammlung mit dem IGM OJA und den Lehrlingen bei Valvo und im Werk Aldenhoven.
Q: Rote Fahne Nr. 72, Dortmund 6.12.1972, S. 5

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18.12.1972:
Vermutlich in dieser Woche gibt die Gewerkschaftsabteilung des ZK der KPD erstmals ihre 'Revolutionäre Gewerkschaftsopposition' (RGO) (vgl. März 1973) heraus. Die Rationalisierung wird u.a. unter Erwähnung der Betriebe Granus und Philips Aachen geschildert: "4-Schicht-Betrieb - heute um 6 Uhr stempeln, morgen um 14 Uhr, übermorgen um 22 Uhr".
Q: Revolutionäre Gewerkschaftsopposition Nr. 1, Dortmund o.J. (1972), S. 29

18.12.1972:
In Aachen gibt die Zelle Philips der KPD vermutlich in dieser Woche die Nr. 11 ihrer 'Kommunistischen Arbeiterpresse' (vgl. 24.10.1972, 23.1.1973) heraus, die sich u.a. mit der Jugendvertretung und auch dem Werk in Aldenhoven befaßt.
Q: Rote Fahne Nr. 9, Dortmund 28.2.1973, S. 5

23.01.1973:
In Aachen und Aldenhoven gibt die Zelle Philips der KPD die Nr. 12 ihrer 'Kommunistischen Arbeiterpresse' (vgl. 18.12.1972, Feb. 1973) heraus, mit de Leitartikel "Die Betriebszelle nimmt die Arbeit in Aldenhoven auf.

Weitere Artikel sind:
- - "Den Kampf um höhere Löhne weiterführen!" zum Abschluss der Metalltarifrunde (MTR);
- "Arbeiterrunde der Zelle Philips" am 15.1.1973;
- "Vietnam: Die Front der Solidarität wächst" zur Vietnamdemonstration in Bonn am 14.1.1973;
- "Betriebsversammlung bei Philips!" im Glühlampenwerk am 8.1.1973;
- "Brief eines Kollegen an die Zelle" u.a. zum Akkordsystem in der Mechanischen Werkstatt und der Frauenarbeit in Halle N bzw. den Leichtlohngruppen.
Q: Rote Fahne Nr. 9, Dortmund 28.2.1973, S. 5; Kommunistische Arbeiterpresse Philips Nr. 12, Aachen 23.1.1973

Februar 1973:
In Aachen und Aldenhoven gibt die Zelle Philips der KPD die Nr. 13 ihrer 'Kommunistischen Arbeiterpresse' (KAP - vgl. 23.1.1973, 23.8.1973) heraus.
Q: Rote Fahne Nr. 9, Dortmund 28.2.1973, S. 5

22.08.1973:
Die KPD gibt ihre 'Rote Fahne' Nr. 34 (vgl. 15.8.1973, 29.8.1973) heraus und berichtet, daß sie in die laufende Streikwelle mit Flugblättern eingegriffen habe, die u.a. verteilt worden sind bei Philips Aachen.
Q: Rote Fahne Nr. 34, Dortmund 22.8.1973

23.08.1973:
Laut KBW (vgl. 12.9.1973) beginnt in der Nacht von heute auf morgen der einwöchige Streik bei Philips Aachen.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 2, Mannheim 12.9.1973, S. 6

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23.08.1973:
Bei Philips Aachen und Aldenhoven ruft die Zelle der KPD, nach eigenen Angaben, mit einem Sonderdruck ihrer 'Kommunistischen Arbeiterpresse' zu einem Streik für eine Teuerungszulage (TZL) auf (vgl. 24.8.1973). Berichtet wird in diesem Sonderdruck 1 u.a. von Streiks bei Opel Bochum (vgl. 22.8.1973), Pierburg Neuß (vgl. 13.8.1973), Hella Lippstadt (vgl. 16.7.1973), Holstein und Kappert (H+K) Dortmund (vgl. 8.8.1973), MF Olbrich Bocholt (vgl. 20.8.1973), Kestermann Bochum (vgl. 21.8.1973), Rheinstahl Bielefeld-Brackwede (vgl. 22.8.1973), Philips Krefeld (vgl. 23.8.1973) und Rheinzink Datteln (vgl. 20.8.1973).
Q: Rote Fahne Nr. 35, Dortmund 29.8.1973, S. 4; Revolutionäre Gewerkschaftsopposition Nr. 6/7, Dortmund Sept. 1973, S. 87

24.08.1973:
Die Rote Hilfe (RH) e.V. der KPD berichtet von ihrer bald bundesweiten Solidaritätsarbeit (vgl. 28.8.1973) mit den Streiks, die heute in NRW im IGM-Bereich u.a. bei Klöckner VDI Düsseldorf, Ford Köln und Valvo Aachen beginnen:"
Bei Beginn des Streiks am Freitag war klar: die Kollegen brauchten Megaphone für die Agitation und die Führung der Streiks. Die Verpflegung der Streikenden mußte organisiert werden. Klar war auch, daß es Entlassungen und materielle Not geben würde, daß die Organisierung der Rechtshilfe vorbereitet werden mußte. Diese Aufgaben hat die RH entschlossen in Angriff genommen."
Q: Rote Hilfe Nr. 1, Dortmund o.J. (1973), S. 5

24.08.1973:
Bei Philips Aachen fordern die Kollegen, laut KFR in Dortmund, eine Teuerungszulage (TZL) von 200 DM und 60 Pfg. mehr pro Stunde. Bei Valvo Aachen wird auch laut KB gestreikt.

Laut KPD beginnt nachts um 1 Uhr 30 ein Streik für eine Teuerungszulage (TZL) von 60 Pfennig und 200 DM Zulage sowie den Wegfall der unteren Lohngruppen (vgl. 23.8.1973).

Die Kommunistische Gruppe (KG) Aachen des AB (vgl. 27.8.1973) berichtet (vgl. 25.8.1973):"
STREIK BEI VALVO

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag schmiß die Nachtschicht bei Valvo die Klamotten hin. Seit Monaten forderten die Kollegen die Abschaffung der Samstagsschicht, den Wegfall der Lohngruppe 2 und eine Teuerungszulage von 150 DM, und immer hat man sie hingehalten. Jetzt hatten die Kollegen es wirklich satt: 'Wir lassen uns nicht verschaukeln!' 'Ohne den Streik tut sich hier überhaupt nichts!' meinten Kollegen. - Man war sich schnell einig. Ohne lange Vorbereitungen stand die Streikfront bei Valvo. Die Kollegen machten eine Unterschriftensammlung für den Streik und überreichten sie um 1 Uhr dem Meister. Einige arbeiteten noch eine kurze Zeit weiter, damit in der laufenden Produktion nichts kaputtging. Dann setzte sich ein Zug von ca. 350 Kolleginnen und Kollegen durch die drei Philipswerke in Bewegung. Nur drei Mann blieben bei Valvo als Streikbrecher zurück.

Auf einer Streikversammlung in der Kantine wurde eine Streikleitung gewählt, in der neben ausländischen und deutschen Kollegen zwei Vertrauensleute (der IGM, d.Vf.) sind. Sie sollen den Streik organisieren und die Interessen der Kollegen gegenüber der Geschäftsleitung vertreten. Die Forderungen der Kollegen sind:
- 200 DM Teuerungszulage
- 60 Pfg. mehr Stundenlohn für alle
- Wegfall der Lohngruppe 2
- Wegfall der Samstagsschicht
- Bessere Bezahlung der Auszubildenden
- Bezahlung der Streiktage
- Weg mit den Entlassungsdrohungen
- Weg mit den Hausverboten

Mehrere Frauen wurden zuerst am Mitmachen gehindert, indem sie man sie nicht in ihre Umkleidekabinen ließ. Gemeinsam setzten sie sich aber schnell gegen diesen üblen Trick durch, und niemand konnte sie mehr aufhalten.

Gegen 3 Uhr morgens kam das erste Angebot von oben. 150 DM Teuerungszulage und VIELLEICHT 3% mehr Lohn. Aber die Streikenden lehnten das Almosen ab. Und sie hatten recht: schon am Mittag wurde das Angebot wieder zurückgezogen. Valvo-Boß Oertel: 'Unsere Zentrale in Hamburg hat sich alle Schritte vorbehalten. Wir haben noch viele Werke im Bundesgebiet. Alle müssen gleichbehandelt werden.' Dabei ist bekannt, daß Philips Aachen das einzige Werk im Konzern ist, wo noch drei bzw. vier (Granus) Schichten gefahren werden. Und da reden die von gleicher Behandlung. Alle drei Schichten am Freitag haben den Streik fortgeführt. Die Nachtschicht fuhr nach einer Streikversammlung vor dem Betriebstor fast vollständig wieder nach Hause. Die Kollegen ließen sich nicht weichkloppen, weder durch die Polizei noch durch die Spaltungsmanöver der Geschäftsleitung. Sie hatte versucht, sechs Mann, die ihrer Meinung nach für den Streik verantwortlich sind, zu entlassen, mußte die Entlassungen aber durch die Ablehnung des Betriebsrats in Hausverbote umändern. Deswegen werden die Streikversammlungen nicht mehr auf dem Werksgelände abgehalten, sondern vor den Toren. An der Geschlossenheit der Streikfront hat das nichts geändert. Dagegen kamen auch Betriebsratsvorsitzender Maanen und der 1.IGM-Bevollmächtigte Bieth nicht an.

Sie sahen ihre Aufgabe nur darin, die Kollegen zu beruhigen. Was heißt denn hier beruhigen? Beruhigen kann man die Kollegen jetzt nur noch, wenn man ihre Forderungen erfüllt."
Q: Kommunistische Arbeiterzeitung Nr. 2/3, Aachen Juli/Aug. 1973, S. 1 und 4; Rote Fahne Nr. 35, Dortmund 29.8.1973;Revolutionäre Gewerkschaftsopposition Nr. 6/7, Dortmund Sept. 1973;Der Metallarbeiter Nr. 12, Hamburg 14.11.1973;Roter Hoesch Arbeiter/Roter Kumpel Extra, Dortmund 27.8.1973, S. 2

24.08.1973:
Die Zelle der KPD gibt vermutlich noch heute einen einseitigen Sonderdruck ihrer 'Kommunistischen Arbeiterpresse' (KAP - vgl. 23.8.1973, Feb. 1975) unter der Schlagzeile "Streik!" heraus.

In den nächsten Tagen folgen zumindest noch ein KAP-Sonderdruck "Valvo: Die Streikfront steht!" und ein 'Rote Fahne' Sonderdruck, der unter der Schlagzeile "Polizeiterror, Entlassungen, Ausweisungen" zur KPD-Veranstaltung nach Dortmund aufruft (vgl. 1.9.1973).
Q: Rote Fahne Nr. 35, Dortmund 29.8.1973, S. 4; Revolutionäre Gewerkschaftsopposition Nr. 6/7, Dortmund Sept. 1973, S. 88

25.08.1973:
Bei Philips/Valvo Aachen erscheint vermutlich heute, laut KPD, das erste Flugblatt der Streikleitung (vgl. 29.8.1973).

Die Kommunistische Gruppe (KG) Aachen des AB (vgl. 27.8.1973) berichtet (vgl. 24.8.1973, 27.8.1973):"
Am Samstagmorgen vor der Frühschicht konnten sich die Kollegen auf der Streikversammlung über ihren eigenen Streik in der Aachener Presse 'informieren'. Dort ist immer wieder zu lesen, daß Arbeitswillige aus Angst vor Gewalt seitens der Streikenden nicht arbeiten können. Über sowas können die Kollegen nur lachen. Sie wissen, daß sie keinen zum Streik zwingen brauchen."

Vermutlich von heute berichtet die KG Aachen auch über den DGB-KJA:"
Er hat zusammen mit einer Solidaritätsadresse eine Geldspende überreicht und den Streikenden versichert, daß er jede Schweinerei der Geschäftsleitung veröffentlichen wird."
Q: Kommunistische Arbeiterzeitung Nr. 2/3, Aachen Juli/Aug. 1973, S. 4; Revolutionäre Gewerkschaftsopposition Nr. 6/7, Dortmund Sept. 1973

27.08.1973:
Bei Opel Bochum endet der Streik vom 22.8.1973. Im weiteren Verlauf erscheint ein Sonderdruck der 'Kommunistischen Arbeiterpresse' der KPD, der zur "Solidarität mit den Entlassenen", u.a. bei Philips Aachen aufruft.
Q: Revolutionäre Gewerkschaftsopposition Nr. 6/7, Dortmund Sept. 1973; Rote Fahne Nr. 35, Dortmund 29.8.1973

27.08.1973:
Vermutlich erscheint zu Beginn dieser Woche das Flugblatt der Ortsleitung (OL) Dortmund der KPD bezüglich der Streiks für Teuerungszulagen (TZL) mit der landesweiten:"
EINLADUNG ZUR GROSSVERANSTALTUNG DER KPD ZU DEN STREIKKÄMPFEN! … Es sprechen Arbeiter der bestreikten Betriebe!
Ford - Opel - Philips - Hella Lippstadt und andere Delegationen aus anderen Betrieben werden anwesend ein, KPD, KJV, ausländische Organisationen!
Dortmund 1.9.1973, Parkhaus Barop 18 Uhr! Zu erreichen mit Straßenbahnlinie 4!
Unterstützt die Streikkassen der Kollegen! Spendet auf das Konto der Roten Hilfe: Rote Hilfe e. V. PschK 308-556-102 W. Berlin.
Für die Kollegen von Philips Aachen: Stadtsparkasse Aachen Girokonto: 7012313 Frau Crnjavic."
Q: KPD-OL Dortmund: Einladung zur Großveranstaltung der KPD zu den Streikkämpfen, Dortmund o. J. (1973)

27.08.1973:
Eine gemeinsame Extraausgabe der Dortmunder Betriebszeitungen 'Roter Hoesch-Arbeiter' (vgl. Aug. 1973, 18.9.1973) und 'Roter Kumpel' (vgl. Juli 1973, 12.9.1973), herausgegeben von den Kommunistischen Kollektiven Hoesch und Zeche Hansa Dortmund sowie Gewerkschaft Viktor Castrop-Rauxel der KFR erscheint:"
METALLER GEHEN NACH VORN …
24.8. … Bei Philips in Aachen und Krefeld fordern die Kollegen: Teuerungszulage von 200
DM und 60 Pfennig pro Stunde mehr."
Q: Roter Hoesch Arbeiter/Roter Kumpel Extra, Dortmund 27.8.1973

27.08.1973:
Die Kommunistische Gruppe (KG) Aachen des AB berichtet heute vom Streik bei Valvo (vgl. 25.8.1973, 28.8.1973) u.a. von heute:"
Heute morgen treffen sich alle drei Schichten wieder zu einer Streikversammlung vor den Toren. da soll dann auch die Ausweitung des Streiks auf Granus und Philips-Glühlampen besprochen werden. Denn denen geht es ja wohl auch nicht besser als den Kollegen bei Valvo.

Und wie sieht es in den anderen Aachener Betrieben aus?

Am Mittwoch letzter Woche war bei Garbe-Lahmeyer (IGM-Bereich - vgl. 22.8.1973, d.Vf.) schon ein Warnstreik. Ale anderen Kollegen sind bestimmt nicht weniger sauer über die unverschämte Preistreiberei und Inflation. Deshalb, Kollegen, erklärt euch solidarisch mit den Streikenden bei Valvo. Schickt Grußadressen an die Streikleitung. So hat es der DGB-Kreisjugendausschuß (KJA - vgl. 25.8.1973, d.Vf.) gemacht."

Morgen berichtet die KG Aachen:"
VALVO: DER STREIK GEHT WEITER!

Montag Mittag marschierte ein Zug von mehreren Hundert Kollegen vom Philips-Haupttor zum Streiklokal. Mitgeführt wurden Transparente mit den Hauptforderungen.

Unter der Führung der Streikleitung von ausländischen und deutschen Arbeitern begann die Diskussion über die Streiksituation. Es wurden zuerst Solidaritätsadressen von spanischen Arbeitern, der DKP, SDAJ, KPD, später auch von der Kommunistischen Gruppe Aachen und einem Antiinflationskomitee verlesen, die alle mit großem Beifall aufgenommen wurden. Auch die Spenden von DKP, KPD und Kommunistischer Gruppe Aachen wurden begeistert begrüßt.

Dann begann die Beratung über die Streikforderungen, die folgendermaßen entschieden wurde:
- Kein Kollege darf entlassen werden, darf versetzt werden oder sonstigen Repressalien ausgesetzt werden. Dazu muß eine schriftliche Erklärung der Geschäftsleitung vorliegen. Diese Forderung ist eine Grundbedingung der Wiederaufnahme der Arbeit.
- 60 Pfennig pro Stunde mehr für alle. Dazu liegt bisher kein Angebot der Geschäftsleitung vor. Eine Lohnerhöhung pro Stunde, die selbstverständlich nicht mit der nächsten Tariferhöhung abgegolten werden darf, bleibt eine weitere unverzichtbare Grundforderung. Die Verhandlungen der deutschen Kollegen über eine Prämienvereinbarung haben damit nichts zu tun und können damit nicht verrechnet werden.
- Abschaffung der Samstagsschichten. Hier waren die Kollegen mit dem Angebot der Geschäftsleitung einverstanden. Allerdings soll diese Regelung möglichst bald in Kraft treten, nicht erst ab 1. Januar.
- Volle Bezahlung der Streikzeit. Das Angebot der Geschäftsleitung: 50%-Bezahlung der Streikzeit wurde zurückgewiesen.
- Abschaffung der Leichtlohngruppe 2. Das Angebot der Geschäftsleitung, die Sachlage zu überprüfen und eventuell Bruttolohnerhöhungen zuzugestehen, war unannehmbar.
- Das Pauschalangebot der Geschäftsleitung von 280 DM wird angenommen, kann aber die Forderung nach Lohnerhöhung pro Stunde niemals ersetzen. Die Erhöhung des Stundenlohns bleibt Hauptforderung, dafür wird weiter gestreikt.

Dieses ganze Paket von Forderungen und der Beschluß, bei diesen Angeboten der Geschäftsleitung weiterzustreiken, wurde von mehreren Hundert Kollegen ohne eine einzige Gegenstimme angenommen! Die Streikfront stand wie ein Mann.

In diese Diskussion haben sich auch der Konzernbetriebsratsvorsitzende Tenbruck, der Betriebsratsvorsitzende Maanen und Hans Bieth von der IG Metall eingeschaltet. Die Frage eines Kollegen, wo denn diese drei in den letzten gewesen seien, blieb natürlich unbeantwortet.

DER BETRIEBSRATSVORSITZENDE MAANEN:
Er kam kaum zu Wort, da er sich seit seiner Wahl nicht richtig für die Interessen der Kollegen eingesetzt hat. Er erklärte, daß die Geschäftsleitung all denen, die jetzt nicht zur Arbeit gehen, schreiben will, daß man beabsichtigt, sie zu entlassen. Diese Provokation konnte die Kollegen nicht einschüchtern. Ihre Antwort: 'Die Geschäftsleitung ist von uns abhängig!' Allerdings, eine geschlossene Kampffront zwingt jede Geschäftsleitung in die Knie.

DER KONZERNBETRIEBSRATSVORSITZENDE:
Er stellte die unverschämte Frage, mit welchen Menschen er es hier zu tun habe. 'Bin ich denn unter erwachsenen Menschen?' Er meinte, wenn die Geschäftsleitung die Forderungen nicht erfülle, könne man doch ein zweites Mal streiken. Also mit anderen Worten, jetzt erstmal den Streik abbrechen. Das wagte er natürlich nicht offen zu sagen. Auf Verlangen der anwesenden Kollegen mußten er und Maanen den Saal verlassen.

IG METALL BIETH:
Bieth meinte ein paar 'klärende Worte' von ihm seien nötig. Man müsse doch die Sache real betrachten und dürfe die arbeitsrechtliche Situation nicht übersehen. Und außerdem müsse man mitdenken, nicht nur Emotionen hervorbringen, und mitbestimmen. Außerdem seien in Kompromissen ja Ansatzpunkte zum Weiterverhandeln. Vieles sei doch illusionär und eine gesunde Einschätzung der Sachlage sei wichtig. Als er sich mit diesem Herumgerede nicht durchsetzen konnte, packte er auch eine Drohung aus: 'Wer von Euch ist denn zu Verhandlungen in der Lage? Wer kann denn das? Darüber müßt Ihr Euch klar sein, wenn ich weg bin, komme ich nicht so schnell wieder.'

Schließlich wurde entschieden, Bieth könne dableiben und zuhören und soll dann das Diskussionsergebnis der Geschäftsleitung überbringen.

Nach einer Pause um 17 Uhr ein 'neues' Angebot der Konzernleitung aus Hamburg: 280 DM Teuerungszulage für alle drei Philipswerke in Aachen. Das wurde natürlich wieder einstimmig abgelehnt, die alten Forderungen bleiben auf dem Tisch.

Dann kam das große Warten.

Gegen 19 Uhr kam Bieth mit folgendem Angebot der Geschäftsleitung wieder: Wegen einfacher Beteiligung am Streik soll niemand entlassen werden. Es werden aber keine vollen Garantien gegeben. Damit sollen die aktivsten Kollegen, besonders die der Streikleitung, als Rädelsführer abgestempelt und entlassen werden können. Außerdem sollen die Streiktage nur zur Hälfte bezahlt werden, und zwar bis zu einem Festbetrag von 100 DM brutto! Alles andere hatten die Bosse von vornherein abgelehnt.

Von der Konzernleitung in Hamburg kam die Aufforderung nach Aachen, die Produktion zu reduzieren und mit denen zu arbeiten, die wollen.

Dazu meinte die Streikleitung unter großem Beifall: Unsere Forderungen bleiben. Mit den paar Streikbrechern können die gar nicht weiterarbeiten.

Zum Schluß forderte die Streikleitung noch einmal auf, den Streik so organisiert weiterzuführen wie bisher, sich durch nichts provozieren und spalten zu lassen und durchzuhalten bis zum vollen Sieg!

Nach der Streikversammlung wurde noch vor den Toren eine Kollegin in den Streikrat gewählt. Frauen haben nämlich auch mitgestreikt."
Q: Kommunistische Arbeiterzeitung Nr. 2/3 und Sdr.druck, Aachen Juli/Aug. 1973 bzw. 28.8.1973, S. 4 bzw. S. 1f

28.08.1973:
Die Kommunistische Gruppe (KG) Aachen des AB berichtet heute vom Streik bei Philips Aachen (vgl. 27.8.1973, 29.8.1973) über die gestrige Versammlung:"
Die Streikleitung gab weiter bekannt, daß heute tagsüber die streikenden Kollegen mit einer Demonstration in die Stadt die Bevölkerung informieren und zur Solidarität auffordern wollen."
Q: Kommunistische Arbeiterzeitung Sdr.druck, Aachen 28.8.1973, S. 2

28.08.1973:
Die Kommunistische Gruppe (KG) Aachen des AB gibt einen Sonderdruck ihrer 'Kommunistischen Arbeiterzeitung' (KAZ - vgl. 27.8.1973) mit zwei Seiten DIN A 4 unter Verantwortung von H. Finken heraus, in dem sie vom Streik bei Valvo (IGM-Bereich - vgl. 27.8.1973, 28.8.1973) berichtet und aufruft:"
Kollegen! Solidarisiert Euch mit den Streikenden! Schickt Solidaritätsadressen und Spenden ins Streiklokal (Kappertz/Hüttenstraße)!"
Q: Kommunistische Arbeiterzeitung Sdr.druck, Aachen 28.8.1973; Revolutionäre Gewerkschaftsopposition Nr. 6/7, Dortmund Sept. 1973

29.08.1973:
Die KPD gibt ihre 'Rote Fahne' Nr. 35 (vgl. 22.8.1973, 5.9.1973) heraus und berichtet von Streiks für Teuerungszulagen (TZL) u. a. bei Philips Aachen (vgl. 23.8.1973, 24.8.1973).
Q: Rote Fahne Nr. 35, Dortmund 29.8.1973, S. 4

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29.08.1973:
Bei Philips/Valvo Aachen soll heute, laut KPD, eine Demonstration stattfinden, zu der die Streikleitung mit ihrem zweiten Flugblatt (vgl. 25.8.1973) aufruft.

Die Rote Hilfe (RH) e.V. der KPD berichtet:"
Am Mittwoch den 29.8. knüppelte die Polizei bei Valvo in Aachen streikende Arbeiter nieder. Einer wurde bewußtlos geschlagen und festgenommen."
Q: Rote Hilfe Nr. 1, Dortmund o.J. (1973), S. 4

Revolutionäre Gewerkschaftsopposition Nr. 6/7, Dortmund Sept. 1973

31.08.1973:
In Aachen endet der Streik bei Philips/Valvo (vgl. 29.8.1973). U.a. wird das KPD-Mitglied Martin Thomas entlassen.

Von einem Prozeß gegen Thomas wegen 'Rädelsführerschaft' wird berichtet in:
- NRW in Bonn durch SpB, KSG und KBW-SyG (vgl. 23.10.1974), in Dortmund durch die Ortsgruppe (OG) der Roten Hilfe (RH) e.V. der KPD (vgl. 10.11.1974, 11.11.1974, 15.11.1974).

Die KPD gibt heute eine Presseerklärung heraus.

In einer ersten Auswertung des Streiks gibt die Betriebszelle der KPD bekannt, daß sie während des Streiks vom 25.-31.8.1973 vier Sonderdrucke ihrer 'Kommunistischen Arbeiterpresse' und drei Sonderdrucke der 'Roten Fahne' verteilt habe. Die Anzahl der verkauften 'Roten Fahnen' sei von durchschnittlich 20 auf nunmehr 150 gestiegen, weiterhin sei die Gründung einer GOG geplant.

Die Rote Garde (RG) der KPD/ML verteilt, laut KPD, nur ein einziges Flugblatt.
Q: Rote Fahne Nr. 36 und 40, Dortmund 5.9.1973 bzw. 3.10.1973; RH e.V.-OG Dortmund: Holger Meins - im Gefängnis ermordet!, Dortmund o.J. (Nov. 1974), S. 2;RH e.V.-OG Dortmund: Verhindert weitere Morde an politischen Gefangenen! Version A und B, Dortmund o.J. (Nov. 1974), S.2;SpB, KSG, KBW-SyG Bonn: Steckhan muß Farbe bekennen!, Bonn o.J. (23.10.1974), S. 2

September 1973:
Der Kommunistische Jugendverband (KJV) der KPD gibt die Nr. 8 seiner 'Kämpfenden Jugend' (vgl. Juli 1973, Okt. 1973) für September heraus. Über Streiks wird u.a. berichtet von Philips Aachen.
Q: Kämpfende Jugend Nr. 8, Dortmund Sept. 1973, S. 5

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September 1973:
Die Kommunistische Gruppe (KG) Aachen gibt die Nr. 4 ihrer 'Kommunistischen Arbeiterzeitung' (KAZ - vgl. 2.8.1973, 29.10.1973) heraus mit dem Leitartikel "Philips-VALVO. Eine Woche Streik", wozu auch ein Flugblatt vom 14.9.1973 dokumentiert wird.
Q: Kommunistische Arbeiterzeitung Nr. 4, Aachen Sept. 1973, S. 1ff

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01.09.1973:
An einer Großveranstaltung der KPD um 18 Uhr im Parkhaus in Dortmund-Barop gegen Polizeiunterdrückung, Gewerkschaftsausschlüße (UVB) und Lohnraub nehmen, nach eigenen Angaben, über 700 Personen teil. Die KPD/ML habe während der Streiks nur Flugblätter verteilt, die SPD gegen Ausländer gehetzt. Die KPD mobilisiert u.a. durch ein Flugblatt in Dortmund (vgl. 27.8.1973) und bei Philips Aachen (IGM-Bereich).
Q: Rote Fahne Nr. 34 und 36, Dortmund 22.8.1973 bzw. 5.9.1973; Revolutionäre Gewerkschaftsopposition Nr. 6/7, Dortmund Sept. 1973;

06.09.1973:
In der GIM erscheint die Nr. 26 des 'Organisationsinformationsbrief' (OIB - vgl. 21.7.1973, 5.10.1973) mit Presseausschnitten zum Streik bei Valvo Aachen (vgl. 23.8.1973) und einer "Einschätzung des Streiks bei den Valvo-Bildröhrenwerken" in Aachen, in den vor allem KPD und KPD/ML eingriffen, während die KG Aachen des AB Unterstützungsarbeit leistete, die SBPG des KABD nur beobachtete und die GIM bei Garbe-Lahmeyer und Krantz agitierte.
Q: GIM: Organisationsinformationsbrief Nr. 26, O. O. 6.9.1973, S. 9ff

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10.09.1973:
Die Nr. 6/7 der 'Revolutionären Gewerkschaftsopposition' der KPD (vgl. Aug. 1973, 15.10.1973) erscheint vermutlich in dieser Woche. Angegriffen werden u.a. die KPD/ML bzw. ihre Rote Garde u.a. bei Philips/Valvo Aachen.
Q: Revolutionäre Gewerkschaftsopposition Nr. 6/7, Dortmund Sept. 1973, S. 86ff

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10.09.1973:
Bei Philips/Valvo Aachen gibt die KPD vermutlich in dieser Woche einen zweiseitigen 'Rote Fahne' Sonderdruck heraus, der unter der Schlagzeile "Solidarität mit den Entlassenen" zur Demonstration in Köln (vgl. 15.9.1973) aufruft.
Q: Revolutionäre Gewerkschaftsopposition Nr. 6/7, Dortmund Sept. 1973

11.09.1973:
Bei DTW Berlin gibt die KPD die Nr. 11 ihrer 'Kommunistischen Arbeiterpresse' (vgl. Aug. 1973, 9.10.1973) heraus, die für die Erkämpfung einer Teuerungszulage (TZL) eintritt, wobei man sich ein Beispiel u.a. an den Kollegen von Philips Aachen nehmen solle.
Q: Kommunistische Arbeiterpresse - Ausgabe DeTeWe Nr. 11, Berlin 11.9.1973

12.09.1973:
Die KPD gibt ihre 'Rote Fahne' Nr. 37 (vgl. 5.9.1973, 19.9.1973) heraus und berichtet u.a. über die eigene Zelle Philips Aachen.
Q: Rote Fahne Nr. 37, Dortmund 12.9.1973, S. 1 und 4

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12.09.1973:
Frühestens heute gibt die SAG die auf September datierte Nr. 27 ihres 'Klassenkampf' (vgl. Juli 1973, Okt. 1973) heraus, in der sie u.a. vom Streik bei Philips-Valvo Aachen berichtet.
Q: Klassenkampf Nr. 27, Frankfurt Sept. 1973

13.09.1973:
Die Zelle Springer Hamburg der KPD gibt die Nr. 18 ihrer 'Kommunistischen Arbeiterpresse' (vgl. 23.8.1973, 25.10.1973) heraus, in der im Leitartikel "Was Bild verschweigt: Deutsche und ausländische Metaller in einer Streikfront" mit einem Bild von Valvo Aachen auf die Berichterstattung der 'Bild' zu den wilden Streiks für Teuerungszulagen (TZL) eingegangen wird.
Q: Kommunistische Arbeiterpresse - Springer Nr. 18, Hamburg 13.9.1973, S. 1

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15.09.1973:
Zu einer nationalen Demonstration für die entlassenen Ford-Arbeiter in Köln wurde auch aufgerufen bei Philips/Valvo Aachen.
Q: Rote Pressekorrespondenz Nr. 34, Dortmund 25.10.1973, S. 6; Revolutionäre Gewerkschaftsopposition Nr. 6/7, Dortmund Sept. 1973;Rote Fahne Nr. 38 und 40, Dortmund 19.9.1973 bzw. 3.10.1973

19.09.1973:
Die KPD gibt ihre 'Rote Fahne' Nr. 38 (vgl. 12.9.1973, 26.9.1973) heraus. Ford-Spenden gingen u.a. ein von Valvo Aachen.
Q: Rote Fahne Nr. 38, Dortmund 19.9.1973

19.09.1973:
Bei KWU Berlin gibt die KPD die Nr. 29 ihrer 'Kommunistischen Arbeiterpresse' (vgl. 3.9.1973, 28.9.1973) heraus mit dem Artikel "Schafft Rote Hilfe!" zur Spendensammlung für die Entlassenen bei Ford Köln, Philips Aachen und Opel Bochum, denen die Rote Hilfe e.V. bereits 172 DM überwiesen habe, während bisher insgesamt 210 DM bei KWU gesammelt worden seien.
Q: Kommunistische Arbeiterpresse - Ausgabe KWU Nr. 29, Berlin 19.9.1973, S. 6

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24.09.1973:
Bei Philips/Valvo Aachen wird, laut KPD, vier Wochen nach dem Streik (vgl. 24.8.1973) also vermutlich in dieser Woche eine Gruppe oppositioneller Gewerkschafter (GOG) gegründet.
Q: Rote Fahne Nr. 40, Dortmund 3.10.1973, S. 4

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30.09.1973:
In Köln findet eine regionale Konferenz oppositioneller Gewerkschafter für NRW statt, an der, laut KPD, u.a. Mitglieder der Streikleitung Philips Aachen, wo mittlerweile eine GOG gegründet worden ist (vgl. 24.9.1973), teilnehmen.
Q: Rote Fahne Nr. 40, Dortmund 3.10.1973, S. 3; Kommunistische Arbeiterpresse - Ausgabe DeTeWe Nr. 12, Berlin 9.10.1973

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Oktober 1973:
Die Nr. 1 (vgl. Okt. 1973) der Reihe 'Agitationsheft des Kommunistischen Jugendverbandes' (Jugendverband der KPD) erscheint. Erwähnung findet auch der Streik bei Philips Aachen.
Q: Rote Pressekorrespondenz Nr. 31, Dortmund 1973, S. 20; KJV: Agitationsheft Nr. 1, Dortmund Okt. 1973

Oktober 1973:
Die Nummer 2 der Reihe 'Agitationsheft des Kommunistischen Jugendverbandes' (Jugendorganisation der KPD - vgl. Okt. 1973, Feb. 1974) erscheint, in der es auch heißt: "Bereits heute hat die Arbeiterklasse in den Kämpfen bei Ford in Köln oder bei Philips in Aachen die Knebelgesetze des Betriebsverfassungsgesetzes durchbrochen".
Q: KJV: Agitationsheft Nr. 2, Dortmund Okt. 1973, S. 2

Oktober 1973:
Die KB-Schülergruppen geben vermutlich im Oktober die Nr. 20/21 ihres 'Sozialistischen Schülerforums' (vgl. 19.9.1973, 18.2.1974) heraus mit dem Artikel "Gemeinsamer Feind - gemeinsamer Kampf!" zur Hetze gegen die ausländischen Streikenden auch bei Valvo Aachen.
Q: Sozialistisches Schülerforum Nr. 20/21, Hamburg Okt. 1973, S. 25

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15.10.1973:
Die Gewerkschaftsabteilung des ZK der KPD gibt vermutlich in dieser Woche ihre auf Oktober datierte 'Revolutionäre Gewerkschaftsopposition' Nr. 8 (vgl. 10.9.1973, Feb. 1974) heraus. Über politische Entlassungen wird u.a. berichtet von Valvo (Philips) Aachen.
Q: Revolutionäre Gewerkschaftsopposition Nr. 8, Dortmund Okt. 1973, S. 18

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15.10.1973:
Vermutlich erscheint zu Beginn dieser Woche ein Flugblatt der Sympathisantengruppe Dortmund des KOV der KPD mit einem Aufruf zur bundesweiten Demonstration:"
GEGEN POLITISCHE ENTLASSUNGEN UND GEWERKSCHAFTSAUSSCHLÜSSE! … - bei den Philips-Werken in Aachen soll fast die gesamte Vertrauenskörperleitung entlassen werden, weil sie während des Streiks die Streikleitung gebildet hatte".
Q: KOV-Sympathisantengruppe Dortmund: Gegen politische Entlassungen und Gewerkschaftsausschlüsse, Dortmund o.J. (1973)

17.10.1973:
Die KPD gibt ihre 'Rote Fahne' Nr. 42 (vgl. 10.10.1973, 24.10.1973) heraus und veröffentlicht u.a. eine Solidaritätsadresse für Baha Targün von u. a. der GOG Philips Aachen.
Q: Rote Fahne Nr. 42, Dortmund 17.10.1973, S. 5

24.10.1973:
Die KPD gibt ihre 'Rote Fahne' Nr. 43 (vgl. 17.10.1973, 31.10.1973) heraus. Die Ortsleitung Aachen befaßt sich mit den Ausländerwohnheimen u.a. von Philips.
Q: Rote Fahne Nr. 43, Dortmund 24.10.1973, S. 7

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24.10.1973:
In Aachen erscheint die Nr. 23 der 'Aachener Studentenzeitung' - Zeitung des sozialistischen AStA der RWTH Aachen (ASZ - vgl. 4.7.1973, 14.11.1973) mit dem Artikel "Was haben wir Studenten schon mit den Streiks zu tun?" zu Valvo.
Q: Aachener Studentenzeitung Nr. 23, Aachen 24.10.1973, S. 3

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04.11.1973:
An einer bundesweiten Metallarbeiterkonferenz in Dortmund beteiligen sich, laut und mit KPD, u.a. Beschäftigte von Valvo (Philips) Aachen.
Q: KPD-Gewerkschaftsabteilung: Gegen Lohnraub und Arbeitshetze, Dortmund 1974; Rote Fahne Nr. 45, Dortmund 7.11.1973

14.11.1973:
Der KB/Gruppe Hamburg gibt die Nr. 12 seines 'Metallarbeiters' (vgl. 24.10.1973, 6.2.1974) heraus mit einem Bild von Valvo Aachen.
Q: Der Metallarbeiter Nr. 12, Hamburg 14.11.1973, S. 8

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Dezember 1973:
Die SAG gibt ihren 'Klassenkampf' Nr. 30 (vgl. Nov. 1973, Feb. 1974) heraus und berichtet von Entlassungen aktiver Kollegen u.a. bei Philips Aachen.
Q: Klassenkampf Nr. 30, Frankfurt Dez. 1973

Dezember 1973:
Vermutlich diesen Monat wird im Regionalkomitee (RK) Rhein/Ruhr der KPD von Alexander Tilkowski ein Bericht über die Arbeit des RK verfaßt. Man arbeite in der Metallindustrie (IGM-Bereich), u.a. bei Philips Aachen.
Q: Rote Fahne Nr. 1, Dortmund 3.1.1974

19.12.1973:
Die KPD gibt ihre 'Rote Fahne' Nr. 51/52 (vgl. 12.12.1973, 3.1.1974) heraus. Aus Aachen berichtet die Gruppe oppositioneller Gewerkschafter (GOG) Philips Aachen von Entlassungen bei Valvo (Philips) wegen des Streiks.
Q: Rote Fahne Nr. 51/52, Dortmund 19.12.1973, S. 4

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09.01.1974:
In Aachen wird, laut KPD, ein Strafbefehl über 900 DM für die Verteilung eines Flugblattes vor Philips zugestellt.
Q: Rote Fahne Nr. 5, Dortmund 30.1.1974, S. 2

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26.01.1974:
In Duisburg beginnt das Regionalkomitee (RK) Rhein/Ruhr der KPD mit seiner zweitägigen Konferenz oppositioneller Gewerkschafter, an der sich über 100 beteiligen, u.a. von Philips Aachen. Uns lag dazu u.a. das "Material zur Konferenz oppositioneller Gewerkschafter in NRW am 26./27. Januar in Duisburg Hauptreferat" mit 16 Seiten DIN A 4 vor. Darin heißt es u.a.:"
PHILIPS AACHEN: Hier existiert bis zum Frühjahr 1972 kaum Gewerkschaftsarbeit, die IGM-Ortsverwaltung unternimmt keine Anstrengungen, irgendwelche Initiativen größeren Umfangs zu entfalten, der VK arbeitet quasi nicht. Eine Reihe von oppositionellen Kollegen, die zu diesem Zeitpunkt zusammentreffen, schlagen folgenden Weg ein: Über Abteilungskonflikte, Unterschriftensammlungen und Auftritte auf Betriebsversammlungen gewinnen sie schnell das Vertrauen der Kollegen, die bisher nur reaktionäre Betriebsräte und kaum geschulte sozialdemokratische Abwiegler kennen. Von vornherein wird Propaganda gegen die Gewerkschaftsführung gemacht, gleichzeitig werden aber über 60 Kollegen für die IGM gewonnen. Bei der VL-Wahl zieht - bisher noch kaum größeren Angriffen der trägen Bonzen ausgesetzt - eine starke Truppe oppositioneller und fortschrittlicher Kollegen in den VK ein. Die ersten Auseinandersetzungen zwischen der alteingesessenen Clique und den neuen enden mit dem Sieg der fortschrittlichen Vertrauensleute (z.B. in der Frage der VK-Leitung), da sie - z.B. bei willkürlichen Versetzungen - immer wieder die Kollegen mobilisieren können. Eingefleischte Opportunisten könnten sich jetzt kaum vor Begeisterung einkriegen und würden die vollständige Eroberung des VK an die Wand malen. Die weitere Zuspitzung der Fronten im VK (langsam erwacht die Ortsverwaltung) macht bei der zunehmenden Empörung der Philips-Arbeiter über die Preisentwicklung eine Entscheidung nötig: Entweder Vertrauen darauf, daß man den gesamten VK für einen Streik gewinnt (Resolutionen konnten bereits durchgesetzt werden) oder Vertrauen auf die Stärke der Kollegen. Der erfolgreich initiierte Streik, der von einer Gruppe fortschrittlicher Vertrauensleute und Kollegen der Nachtschicht ausging (dokumentiert in RGO 6/7 (vgl. 10.9.1973, d.Vf.) beweist, daß man unter größtmöglicher Ausnutzung der jeweiligen Möglichkeiten große Erfolge erzielen kann, wenn man in den Vordergrund immer die Frage stellt: wofür muß der Kampf geführt werden, wie schafft man es, sich immer auf die Kollegen zu stützen und wie macht man es der Sozialdemokratie unmöglich oppositionelle Kollegen zu isolieren. … Nach den Streiks sind bei Hella in Lippstadt, Philips in Aachen Gruppen aufgebaut worden …
- Es ist nicht immer richtig mit der Bildung oppositioneller Gruppen zu beginnen, wenn vier oder fünf Kollegen existieren. Es muß bereits im Betrieb ein Trennungsstrich zwischen fortschrittlicher und reaktionärer Linie gezogen sein (Also zum Beispiel nach einem Streik, nach einer BR-Wahl, nach jeder Form der Mobilisierung im Betrieb. Gute Ausgangsbedingungen schaffen Kampfausschüsse wie bei Frö*lich (gegen die Samstagsarbeit) und in Köln gegen den Schacher in der Ortsverwaltung) Bei Philips Aachen hat sich das Mittel bewährt, Vertrauensleute zwischen den Schichten zusammenzufassen."
Q: Rote Fahne Nr. 3 und 5, Dortmund 16.1.1974 bzw. 30.1.1974; KPD-RK Rhein/Ruhr: Material zur Konferenz oppositioneller Gewerkschafter in NRW am 26./27. Januar in Duisburg Hauptreferat, O. O. o. J. (Jan. 1974)

Februar 1974:
Bei Philips Aachen wird, laut KPD, vermutlich im Februar Martin Thomas (KPD) durch die IG Metall (IGM) zum Unterschreiben eines Reverses bis zum 27.2.1974 aufgefordert.
Q: Rote Fahne Nr. 10, Dortmund 6.3.1974, S. 4

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06.02.1974:
In der Nr. 6 ihrer 'Roten Fahne' (vgl. 30.1.1974, 13.2.1974) berichtet die KPD u.a. von Philips über das Glühlampenwerk und Valvo, den Werksschutz, Türken, Jugoslawen, die eigene Zelle und die Gruppe oppositioneller Gewerkschafter (GOG).
Q: Rote Fahne Nr. 6, Dortmund 6.2.1974, S. 4

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14.02.1974:
In Bochum-Stiepel führt der KSV der KPD eine Veranstaltung gegen sein eigenes Verbot durch, an der sich nach seinen Angaben über 300 Personen, u.a. von Philips Aachen beteiligen.
Q: Rote Fahne Nr. 7 und 8, Dortmund 13.2.1974 bzw. 20.2.1974

25.02.1974:
In Gelsenkirchen führt vermutlich das Regionalkomitee Rhein/Ruhr der KPD vermutlich in dieser Woche eine Veranstaltung zum Bergarbeiterstreik in Großbritannien mit über 250 Teilnehmern, u.a. von der Gruppe oppositioneller Gewerkschafter (GOG) Philips Aachen durch.
Q: Rote Fahne Nr. 10, Dortmund 6.3.1974, S. 7

27.02.1974:
In der Nr. 9 ihrer 'Roten Fahne' (vgl. 20.2.1974, 6.3.1974) befaßt sich die KPD u.a. mit Unvereinbarkeitsbeschlüssen (UVB) bei Valvo.
Q: Rote Fahne Nr. 9, Dortmund 27.2.1974, S. 3

20.03.1974:
Die GIM gibt ihre 'Was tun im Betrieb' - Zeitung für die Kollegen der Aachener Metallbetriebe Nr. 8 (vgl. 6.3.1974) heraus mit dem Artikel "Solidarität mit Martin Thomas" dem entlassenen Streikleiter bei Valvo, dem auch ein IGM-UVB-Verfahren droht.
Q: Was tun im Betrieb Nr. 8, Aachen 20.3.1974, S. 1 und 3

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25.03.1974:
In Aachen führt die DKP, laut KPD, vermutlich in dieser Woche ein 'UZ'-Pressefest durch, zu dem auch die KPD, u.a. der bei Valvo entlassene Martin Thomas hingehen.
Q: Rote Fahne Nr. 14, Dortmund 3.4.1974, S. 2

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27.03.1974:
In der Nr. 13 ihrer 'Roten Fahne' (vgl. 20.3.1974, 3.4.1974) befaßt sich die KPD u.a. mit dem Arbeitsgerichtsprozeß von Martin Thomas gegen Valvo, um den sich u.a. die Betriebszelle der KPD, der KJV und die GOG kümmern.
Q: Rote Fahne Nr. 13, Dortmund 27.3.1974, S. 2

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03.04.1974:
In der Nr. 14 ihrer 'Roten Fahne' (vgl. 27.3.1974, 10.4.1974) befaßt sich die KPD u.a. mit dem IG Metall (IGM) Ausschlußverfahren gegen Martin Thomas (KPD), der bei Valvo arbeitete, wobei auch die Schumacher Metallwerke erwähnt werden.
Q: Rote Fahne Nr. 14, Dortmund 3.4.1974, S. 4

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17.04.1974:
In der Nr. 16 ihrer 'Roten Fahne' (vgl. 10.4.1974, 24.4.1974) berichtet die KPD aus Aachen vom Maikomitee (MK) und von Valvo.
Q: Rote Fahne Nr. 16, Dortmund 17.4.1974, S. 5

20.05.1974:
Bei Valvo Aachen werden, laut und gegen KPD, vermutlich in dieser Woche zwei fortschrittliche Jugendvertreter gewählt und es werden drei neue Auschlußverfahren aus der IG Metall (IGM) aufgrund der Unvereinbarkeitsbeschlüsse (UVB) gegen alle 3 Kandidaten zu den Jugendvertreterwahlen (JVW) eingeleitet.
Q: Rote Fahne Nr. 22, Dortmund 29.5.1974, S. 4

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24.05.1974:
Die KPD-Sympathisantengruppe Michelstadt im Odenwaldkreis (ODW) führt eine Veranstaltung durch, bei der man sich u.a. auch mit den wilden Streiks u.a. bei Philips Aachen befaßt.
Q: Rote Fahne Nr. 21, Dortmund 29.5.1974

26.06.1974:
Der Kommunistische Jugendverband (KJV) der KPD gibt die Nr. 12 seiner 'Kämpfenden Jugend' (KJ - vgl. 6.6.1974, 10.7.1974) heraus. U.a. berichtet der KJ-Treff Aachen von Philips.
Q: Kämpfende Jugend Nr. 12, Dortmund 26.6.1974, S. 2

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15.07.1974:
In Aachen wird, laut und mit KPD, vermutlich in dieser Woche ein Komitee gegen die Gewerkschaftsausschlüsse gebildet, welches gegen die Verfahren aufgrund der Unvereinbarkeitsbeschlüsse (UVB) u.a. in der IG Metall (IGM) Verwaltungsstelle, der Jugendvertretung (JV) Philips Glühlampenwerk und dem DGB KJA aktiv wird.
Q: Rote Fahne Nr. 30, Dortmund 24.7.1974, S. 5

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16.09.1974:
Vermutlich in dieser Woche gibt in Aachen, laut KPD, das Komitee gegen Gewerkschaftsausschlüsse eine Broschüre (vgl. 30.9.1974) heraus, u.a. über die Unvereinbarkeitsbeschlüsse (UVB), die IGM Ortsverwaltung und die Jugendvertretung (JV) Valvo.
Q: Rote Fahne Nr. 39, Dortmund 25.9.1974, S. 4

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21.09.1974:
In Hannover führt die KPD, laut KB, eine Veranstaltung mit 600 Personen als Gegenveranstaltung zum heute endenden Gewerkschaftstag der IG Metall (vgl. 15.9.1974, 19.9.1974) durch.

Laut KPD beteiligen sich über 600 Personen u.a. von Valvo Aachen.
Q: Rote Fahne Nr. 36, 38 und 39, Dortmund 4.9.1974, 18.9.1974 bzw. 25.9.1974, S. 5, S. 1 bzw. S. 1 und 4; Arbeiterkampf Nr. 50, Hamburg 1.10.1974, S. 28

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Oktober 1974:
Die Gewerkschaftsabteilung des ZK der KPD gibt ihre 'Revolutionäre Gewerkschaftsopposition' (RGO) Nr. 3 heraus. Berichtet wird u.a. von Philips/Valvo Aachen, u.a. über Martin Thomas.
Q: Revolutionäre Gewerkschaftsopposition Nr. 3, Dortmund Okt. 1974, S. 36

14.10.1974:
In Aachen findet vermutlich in dieser Woche, laut KPD, ein Prozeß gegen Studenten wegen dem Valvo-Streik statt.
Q: Rote Fahne Nr. 43, Dortmund 23.10.1974, S. 2

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17.10.1974:
Vor dem Landesarbeitsgericht Düsseldorf findet, laut KPD, ein Arbeitsgerichtsprozeß von Valvo Aachen (IGM-Bereich) um die Wiedereinstellung von Martin Thomas statt, die abgelehnt wird.
Q: Rote Fahne Nr. 43, Dortmund 23.10.1974, S. 4

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04.11.1974:
Bei Nordmende Bremen kommt es, laut KPD, vermutlich in dieser Woche zu vier politischen Entlassungen, u.a. gegen den KPD-Anhänger Martin Thomas, bekanntgeworden durch den Streik bei Valvo Aachen.
Q: Rote Fahne Nr. 46, Dortmund 13.11.1974, S. 4

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06.11.1974:
Die Zelle Philips Aachen und Aldenhoven der KPD gibt ihre 'Kommunistische Arbeiterpresse' (KAP - vgl. 24.8.1973, 7.5.1975) heraus unter der Überschrift "Kampf gegen: Kurzarbeit und Entlassungen!".
Q: Rote Fahne Nr. 51/52, Dortmund 18.12.1974, S. 4

10.11.1974:
Die Ortsgruppe (OG) Dortmund der Roten Hilfe (RH) e.V. der KPD gibt vermutlich heute das folgende Flugblatt heraus:"…
Uwe Maack, Opel-Arbeiter (IGM-Bereich in Bochum - vgl. 28.10.1974, d.Vf.), und Martin Thomas, Philips-Arbeiter (IGM-Bereich in Aachen - vgl. 31.8.1973, d.Vf.), werden wegen 'Rädelsführerschaft' beim Streik im letzten Jahr vor Gericht gestellt."
Q: RH e.V.-OG Dortmund: Holger Meins - im Gefängnis ermordet!, Dortmund o.J. (Nov. 1974)

20.11.1974:
In der Nr. 47 ihrer 'Roten Fahne' (vgl. 13.11.1974, 27.11.1974) berichtet die KPD aus Aachen von Philips über die Kurzarbeit.
Q: Rote Fahne Nr. 47, Dortmund 20.11.1974, S. 5

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04.12.1974:
In der Nr. 49 ihrer 'Roten Fahne' (vgl. 27.11.1974, 11.12.1974) berichtet die KPD aus Aachen von den IGM-Ausschlußverfahren aufgrund der Unvereinbarkeitsbeschlüsse (UVB) gegen Jugendvertreter von Philips, die verhindert werden konnten.
Q: Rote Fahne Nr. 49, Dortmund 4.12.1974, S. 5

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11.12.1974:
In der Nr. 50 ihrer 'Roten Fahne' (vgl. 4.12.1974, 18.12.1974) berichtet die KPD aus Aachen über ausländische Arbeitslose und die eigene Zelle Philips, die die ausländischen Kollegen in den Landtagswahlkampf (LTW) einbeziehen will.
Q: Rote Fahne Nr. 50, Dortmund 11.12.1974, S. 4

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03.02.1975:
Die KPD, vermutlich ihr Büro Bielefeld, gibt heute ein Flugblatt als 'KPD-Sonderdruck Kalldorf 7' (vgl. 30.1.1975, 5.3.1975) heraus:" … Bevor es jedoch zu größeren Kampfmaßnahmen kommt, die den Konzern wirklich empfindlich genug treffen, müssen noch eine Reihe Fragen geklärt werden: …
- Welche Erfahrungen sind bei selbständigen Streiks bei Ford/Köln, Philips/Aachen oder Hella/Lippstadt gemacht worden, die ohne gewerkschaftliche Unterstützung im Sommer 1973 stattfanden und wo zumindest wichtige Teilforderungen durchgesetzt wurden - warum weigerte sich die Gewerkschaftsführung, diese Streiks und Werksbesetzungen zu unterstützen?"
Q: KPD-Sonderdruck Kalldorf 7, o.O. o.J. (3.2.1975)

12.02.1975:
In der Nr. 6 ihrer 'Roten Fahne' (RF - vgl. 5.2.1975, 19.2.1975) berichtet die KPD aus Aachen u.a. über Philips und Valvo.
Q: Rote Fahne Nr. 6, Dortmund 12.2.1975, S. 8

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26.02.1975:
Die KPD gibt ihre 'Rote Fahne' (RF) Nr. 8 (vgl. 19.2.1975, 5.3.1975) heraus und berichtet aus Aachen aus dem IGM-Bereich über die oppositionelle Liste zu den Betriebsratswahlen (BRW) für die drei Philipswerke (5 000 Besch.), zu denen noch ein Forschungsinstitut und das Werk Aldenhoven bei Aachen hinzukommt, wobei u.a. auf die Jugendvertretung, das Valvo Bildröhrenwerk und die Glasfabrik Granus (CPK-Bereich) eingegangen wird.
Q: Rote Fahne Nr. 8, Köln 26.2.1975, S. 4

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05.03.1975:
Die KPD gibt ihre 'Rote Fahne' (RF) Nr. 9 (vgl. 26.2.1975, 12.3.1975) heraus und berichtet: "Bei Philips in Aachen haben die oppositionellen Gewerkschafter die Kandidatur auf der Wahlliste mit eigenem Programm und massiver Propaganda gegen die Betriebsräte des Klassenfriedens erkämpft."
Q: Rote Fahne Nr. 9, Köln 5.3.1975, S. 6

17.03.1975:
Bei Philips Aachen finden vermutlich in dieser Woche die Betriebsratswahlen (BRW) statt, bei denen, nach eigenen Angaben, ein auf dem Platz 22 der IGM-Liste stehendes KPD-Mitglied zum Ersatzbetriebsrat gewählt wird.
Q: Rote Fahne Nr. 12 und 22, Köln 26.3.1975 bzw. 4.6.1975, S. 5 bzw. S. 5

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09.04.1975:
In Berlin gibt die Initiative gegen Gewerkschaftsausschluß, politische Entlassung und Berufsverbot! der KPD ihre Zeitung Nr. 3 (vgl. 7.6.1975) heraus mit dem Leitartikel "Weiter vorwärts gegen Bosse und Bonzen! Die nächsten Schritte der Initiative!" zum bundesweiten Treffen von 15 Initiativen am 6.4.1975, in dem u.a. berichtet wird:"
In Aachen gelang es der geschlossenen Front der Kollegen, die Angriffe der IGM-Führung vorerst abzuschlagen. Ein Jugendvertreter von Philips, der ausgeschlossen wurde, wurde von den Kollegen in derselben Woche zum Mitglied des Ortsjugendausschusses gewählt. Weit mehr als die notwendige Anzahl von Kollegen gab ihre Unterschrift für seine Kandidatur zu den Betríebsratswahlen (BRW, d. Vf.). DARAUFHIN NAHMEN DIE BONZEN DEN AUSSCHLUSS ZURÜCK, ER KANDIDIERT AUF DER IGM-LISTE!"
Q: Initiative gegen Gewerkschaftsausschluß, politische Entlassung und Berufsverbot! Nr. 3, Berlin 9.4.1975, S. 12

28.04.1975:
Bei Philips Aachen wird, laut KPD, vermutlich in dieser Woche ein Ersatzbetriebsrat des Glühlampenwerkes entlassen (vgl. 5.5.1975).
Q: Rote Fahne Nr. 18, Dortmund 7.5.1975, S. 5

05.05.1975:
Vor Philips Aachen führt die KPD eine Kundgebung gegen die heutige Entlassung eines Ersatzbetriebsrates aus dem Glühlampenwerk wegen einem Interview mit der 'Kommunistischen Arbeiterpresse' (KAP) der KPD, in dem er zur Wahl der KPD aufrief, durch.
Q: Rote Fahne Nr. 18, Köln 7.5.1975, S. 5

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07.05.1975:
In Aachen und Aldenhoven gibt die Zelle Philips der KPD ihre 'Kommunistische Arbeiterpresse' (KAP - vgl. 6.11.1974, 27.6.1975) vermutlich Mitte dieser Woche als Sonderdruck "Sonderdruck Keine Entlassung von Ingo Clemens" zur Entlassung von und dem Hausverbot gegen den Jugendvertreter und 1. Ersatzbetriebsrat im Glühlampenwerk heraus.
Q: Kommunistische Arbeiterpresse Philips Sonderdruck Keine Entlassung von Ingo Clemens, Aachen o. J. (1975)

12.05.1975:
In Aachen gibt u.a. das Komitee gegen das Berufsverbot für Albert Sparla vermutlich in dieser Woche die Broschüre "1. Mai: Polizeiterror in Aachen - Dokumentation und Hintergründe" heraus mit dem Abschnitt "Der Fall Ingo Clemens" Ersatzbetriebsrat und Jugendvertreter beim Philips Glühlampenwerk, der am 5.5.1975 entlassen wurde, u.a. wegen der 'Kommunistischen Arbeiterpresse' Nr. 40 vom 24.4.1975.
Q: Komitee gegen das Berufsverbot für Albert Sparla: 1. Mai: Polizeiterror in Aachen - Dokumentation und Hintergründe, Aachen o. J. (1975), S. 16ff

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26.05.1975:
Das KPD-Büro Bielefeld gibt vermutlich in dieser Woche an der Carl Severing Berufsschule das folgende Flugblatt heraus:"…
- Sie setzen jetzt schon brutal Polizei gegen streikende Arbeiter wie in Aachen, Köln, Bielefeld u.a. 1973 ein."
Q: KPD-Büro Bielefeld: Wer war Carl Severing?, Bielefeld o.J. (Mai 1975)

26.05.1975:
Die KPD, Büro Bielefeld, gibt vermutlich in dieser Woche ein Flugblatt heraus:"…
Und wo stand denn die Polizei 1973? Sie stand vor den Fabriktoren bei … Philips in Aachen, um die streikenden Arbeiter niederzuknüppeln, Hunde auf sie zu hetzen und damit die Wahrung der Interessen der Kapitalisten durchzusetzen."
Q: KPD-Büro Bielefeld: Wen schützt die Polizei?, Bielefeld o.J. (Mai 1975)

02.06.1975:
Die KPD, Büro Bielfeld, gibt in dieser Woche ein Flugblatt heraus: "… Der Einsatz der SPD-Polizei gegen streikende Arbeiter 1973 in Aachen, Köln, Lippstadt und Bielefeld und jetzt wieder gegen die Dynamit-Nobelarbeiter in Nürnberg (CPK-Bereich - vgl. 13.5.1975, d.Vf.) ist eines Severings würdig!"
Q: KPD-Büro Bielefeld: Severing - Arbeitermörder!, Bielefeld o.J. (Juni 1975)

07.06.1975:
In Berlin gibt die Initiative gegen Gewerkschaftsausschluß, politische Entlassung und Berufsverbot! der KPD ihre Zeitung Nr. 5 (vgl. 9.4.1975) heraus mit dem Leitartikel "Betriebsratswahlen 1975: Der Kampf der Opposition in den Grossbetrieben" zu den BRW, wozu es u.a. heißt:"
Der presserechtlich Verantwortliche des NATIONALEN KOMITEES, Ingo Clemens wurde bei Philips Aachen entlassen. Politische Polizei und Gewerkschaftsführung wußten Bescheid, ehe die Entlassung mit Zustimmung der reaktionären Betriebsräte überhaupt ausgesprochen worden war. Die Justiz lehnte eine einstweilige Verfügung ab, obwohl er gerade für die Jugendvertreter-Wahl (JVW, d. Vf.) kandidierte und Jugendvertreter ist."
Q: Initiative gegen Gewerkschaftsausschluß, politische Entlassung und Berufsverbot! Nr. 5, Berlin 7.6.1975, S. 3

27.06.1975:
Die Zelle Philips Aachen und Aldenhoven der KPD gibt ihren 'Schmelzpunkt' Nr. 1 (vgl. 7.5.1975, 21.8.1975) heraus mit dem Leitartikel "Kampf gegen Massenentlassungen - Die Arbeiter von SEL sind ein Vorbild für uns" zu SEL Dortmund, der auch auf Serbokroatisch erscheint.

Weitere Artikel sind:
- "Unterstützt den Kampf um die Freilassung der 28 Türken" von Dynamit Nobel Fürth;
- "Sofortige Zurücknahme der Entlassung von Ingo Clemens!", der am 5.5.1975 entlassen wurde.

Aufgerufen wird zur Großveranstaltung "Wer den Frieden will, muß gegen die imperialistischen Supermächte kämpfen!" am 28.6.1975 in Düsseldorf, eingeladen wird zum Treffen am 6.7.1975 in der Gaststätte Zur Krone am Elsaßplatz sowie zur Marxistischen Arbeiterschulung (MASCH) am 27.6.1975 im Parteibüro in der Düppelstr. 40.
Q: Schmelzpunkt Nr. 1, Aachen 27.6.1976

23.07.1975:
Die KPD gibt ihre 'Rote Fahne' (RF) Nr. 29 (vgl. 16.7.1975, 30.7.1975) heraus. Aus Aachen wird u.a. berichtet vom UVB-Gewerkschaftsausschlu gegen Ingo Clemens, aus der IGM Verwaltungsstelle, von Valvo, dem Philips Glühlampenwerk und der Jugendvertretung bei Philips.
Q: Rote Fahne Nr. 29, Köln 23.7.1975

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15.09.1975:
Die Zelle Opel Bochum der KPD gibt vermutlich in dieser Woche eine Ausgabe ihrer 'Betriebszeitung' (vgl. **.**.197*, **.**.197*) mit zwei Seiten DIN A 5 unter Verantwortung von Thomas Luczak in Dortmund mit einem Aufruf zum 19.9.1975 heraus:"
VERANSTALTUNG … Wie kämpfen wir für höhere Löhne? Dazu wird auf unserer Veranstaltung sprechen der damalige Vertrauensmann von Valvo Aachen, Martin Thomas, der bei den Streiks 1973 in der Streikleitung arbeitete und die Streiks ohne die Gewerkschaftsführung leitete. Er ist in der Zwischenzeit aus der Gewerkschaft geflogen."
Q: KPD-Zelle Opel: Betriebszeitung, Bochum o.J. (Sept. 1975)

21.08.1975:
Die Zelle Philips Aachen und Aldenhoven der KPD gibt ihren 'Schmelzpunkt' Nr. 2 (vgl. 27.6.1975, 9.9.975) heraus mit dem Leitartikel "er den Frieden will, muß gegen die imperialistischen Supermächte, UdSSR und USA, kämpfen!" zur KSZE.

Weitere Artikel sind:
- "Gespräch mit den entlassenen Kollegen I. Clemens!"
- "Rationalisierung bei Philips: Die Supermächte wälzen die Krise auf Europa ab!".

Aufgerufen wird zum Kampftag gegen den imperialistischen Krieg am 30.8.1975 in Frankfurt.
Q: Schmelzpunkt Nr. 2, Aachen 21.8.1975

09.09.1975:
Die Zelle Philips Aachen und Aldenhoven der KPD gibt ihren 'Schmelzpunkt' (vgl. 21.8.1975, 25.9.1975) als Sonderdruck heraus mit dem Leitartikel "Wer gegen die Krise kämpfen will, muss gegen die Supermächte kämpfen!" mit der Einladung zur Arbeiterrunde am 11.9.1975.

Weitere Artikel sind:
- "UZ-Pressefest in Düsseldorf: Entspannungsrummel soll die wirklichen Ziele der DKP verschleiern!";
- "Kampftag gegen den imperialistischen Krieg: Über 5000 demonstrierten" am 30.8.975 in Frankfurt.
Q: Schmelzpunkt Sonderdruck Wer gegen die Krise kämpfen will, muss gegen die Supermächte kämpfen!, Aachen 9.9.1975

25.09.1975:
Die Zelle Philips Aachen und Aldenhoven der KPD gibt ihren 'Schmelzpunkt' Nr. 3 (vgl. 9.9.1975, 9.10.1975) heraus mit dem Leitartikel "Spanien: Rettet das Leben der eingekerkerten Antifaschisten und Patrioten!" mit dem Aufruf zur Kundgebung am 27.9.1975 in der Adalbertstraße.

Weitere Artikel sind:
- "Die Agenten Breschnews und Honeckers in Betrieb und Gewerkschaft entlarven!" zum 'UZ'-Volksfest in Düsseldorf am 20./21.9.1975;
- "Tarifrunde '75: Den selbstständigen Kampf gegen den Lohnraub vorbereiten!" zur MTR;
- "Sofortige Wiedereinstellung von Ingo Clemens!" mit dem Aufruf zum Arbeitsgerichtsprozeß am 17.10.1975 und der Einladung zum Frühschoppen am 5.10.1976 sowie der ersten Spendensammlung am 3.10.1975.

Beigeheftet ist das Flugblatt der KPD-Ortsleitung "Keine Fahrpreiserhöhung bei der ASEAG!" mit dem Aufruf zur Veranstaltung am 29.9.1975
Q: Schmelzpunkt Nr. 3, Aachen 25.9.1975; KPD-OL: Keine Fahrpreiserhöhung bei der ASEAG!, Aachen 25.9.1975

09.10.1975:
Die Zelle Philips Aachen und Aldenhoven der KPD gibt ihren 'Schmelzpunkt' (vgl. 25.9.11975, 15.10.1975) als Sondernummer "Sofortige Wiedereinstellung von Ingo Clemens!" heraus mit dem Aufruf zur Veranstaltung am 15.10.1975 und zum Arbeitsgerichtsprozeß am 17.10.1975.
Q: Schmelzpunkt Sondernummer Sofortige Wiedereinstellung von Ingo Clemens!, Aachen 9.10.1975

15.10.1975:
Die Zelle Philips Aachen und Aldenhoven der KPD gibt ihren 'Schmelzpunkt' Nr. 4 (vgl. 9.10.1975, 20.10.1975) heraus mit dem Aufruf zur Veranstaltung mit Ingo Clemens um 19 Uhr und zum Arbeitsgerichtsprozeß am 17.10.1975 und den Artikeln:
- "Persönliche Erklärung von Ingo Clemens";
- "Letzte Meldung" zur Rede von Clemens in der Kantine, bei der der Betriebsrat den Werkschutz rief;
- Artikel auf Serbokroatisch und Türkisch zu Clemens;
- "Nach der Ermordung der 5 spanischen Patrioten: Der Widerstand gegen den Franco-Faschismus wächst".
Q: Schmelzpunkt Nr. 4, Aachen 15.10.1975

20.10.1975:
Die Zelle Philips Aachen und Aldenhoven der KPD gibt ihren 'Schmelzpunkt' (vgl. 15.10.1975, 18.11.1975) vermutlich in dieser Woche als Sondernummer "Wiedereinstellung von Ingo Clemens vom Arbeitsgericht abgelehnt!" heraus.
Q: Schmelzpunkt Sondernummer Wiedereinstellung von Ingo Clemens vom Arbeitsgericht abgelehnt!, Aachen o. J. (1975)

18.11.1975:
Die Zelle Philips Aachen und Aldenhoven der KPD gibt ihren 'Schmelzpunkt' (vgl. 20.10.1975, 13.1.1976) als Sondernummer "8.11. in Dortmund: 40.000 auf Dortmunds Straßen - Konzept der DGB- und DKP-Bonzen durchkreuzt!" heraus.
Q: Schmelzpunkt Sondernummer 8.11. in Dortmund: 40.000 auf Dortmunds Straßen - Konzept der DGB- und DKP-Bonzen durchkreuzt!, Aachen 18.11.1975

13.01.1976:
Die Zelle Philips Aachen und Aldenhoven der KPD gibt ihren 'Schmelzpunkt' Nr. 7 (vgl. 18.11.1975, 28.4.1976) heraus mit dem Leitartikel "1976 - Zum Jahresbeginn neue Märchen vom Aufschwung".

Weitere Artikel sind:
- "2000 Freunde und Genossen auf der Großveranstaltung 'Vorwärts mit der ROTEN FAHNE!" in Recklinghausen am 20.12.1975, aus der 'Roten Fahne';
- "Vorwärts im Kampf für die Einheit der Marxisten-Leninisten" zu den Verhandlungen mit der KPD/ML, nicht aber mit der DKP;
- "Neujahrsgrüße des ZK der KPD";
- "Ehre dem Andenken des Gen. Tschou En-lai".
Q: Schmelzpunkt Nr. 7, Aachen 13.1.1976

28.04.1976:
Die Zelle Philips Aachen und Aldenhoven der KPD gibt ihren 'Schmelzpunkt' Nr. 10 (vgl. 13.1.1976, 17.8.1976) heraus mit dem Leitartikel "Heraus zum 1. Mai 1976 - Internationaler Kampftag der Arbeiterklasse" mit dem Aufruf zur Demonstration in Dortmund und zur Veranstaltung in Aachen am 29.4.1976, der auch auf Serbokroatisch erscheint.

Weitere Artikel sind:
- "Neuer Sieg der revolutionären Linie in der VR China";
- "Akutelle Dokumente von 'Hsinhua' zum Kampf gegen den 'Wind von rechts'".
Q: Schmelzpunkt Nr. 10, Dortmund 28.4.1976

17.08.1976:
Die Zelle Philips Aachen und Aldenhoven der KPD gibt ihren 'Schmelzpunkt' Nr. 12 (vgl. 28.4.1976, 13.9.1976) heraus mit dem Leitartikel "Vor 20 Jahren: KPD-Verbot - ein Schlag gegen die Arbeiterklasse", der auch auf Türkisch erscheint mit dem Aufruf zu Veranstaltungen in Köln am 18.8.1976.

Weitere Artikel sind:
- "Den Kapitalisten einen heißen Herbst" zur Metalltarifrunde (MTR);
- "Kämpft mit der KPD, wählt KPD" zu den Bundestagswahlen (BTW).

Eingeladen wird zur Arbeiterrunde am 17.9.1976 in der Pschorr-Schänke in der Zeppelinstr. 45.
Q: Schmelzpunkt Nr. 12, Dortmund 17.8.1976

13.09.1976:
Die Zelle Philips Aachen und Aldenhoven der KPD gibt ihren 'Schmelzpunkt' (vgl. 17.8.1976, 5.10.1976) vermutlich Anfang dieser Woche heraus mit dem Leitartikel "Genosse Mao Tsetung ist gestorben".

Weitere Artikel sind:
- "Machtvolle Demonstration gegen den sowjetischen Sozialimperialismus" am 4.9.1976 in Köln;
- "Kampf der politischen Unterdrückung in der BRD und der DDR" mit Korrespondenzen aus der 'Roten Fahne';
- "Den Kapitalisten einen heißen Herbst" zur Metalltarifrunde (MTR), der auch auf Türkisch erscheint.

Eingeladen wird zur Arbeiterrunde am 17.9.1976 in der Pschorr-Schänke in der Zeppelinstr. 45.
Q: Schmelzpunkt Genosse Mao Tsetung ist gestorben, Dortmund o. J. (1976)

22.09.1976:
Die KPD gibt ihre 'Rote Fahne' (RF) Nr. 38 (vgl. 15.9.1976, 29.9.1976)
heraus,
Es werden auch die Kandidaten zu den Bundestagswahlen, wo die KPD per
Landesliste und direkt in Bremen-West und Bremen-Nord/Bremerhaven kandidiert,
vorgestellt.
Martin Thomas kandidiert in Bremen-West. Er schloß sich 1970 in Berlin der
KPD an und wurde aus der IGM ausgeschlossen (später: UVB), ging 1972 nach NRW
zu Philips Aachen und wurde dann im Juni 1974 Vorsitzender der Ortsleitung
(OL) Bremen.
Q: Rote Fahne Nr. 38, Köln 22.9.1976

29.09.1976:
Die KPD gibt ihre 'Rote Fahne' (RF) Nr. 39 (vgl. 20.9.1976, 6.10.1976)
heraus.
Vorgestellt werden die eigenen Bundestagswahl-KandidatInnen.
Hans Dieter Schaffrath auf Platz 1 der Landesliste Niedersachsen ist
Büromaschinenmechaniker. Ab Mitte 1970 war er Sympathisant, ab 1971 Mitglied
der KPD und arbeitete in NRW bei Philips Aachen (IGM-Bereich). 1975 wurde er
Mitglied des Regionalkomitees (RK) NRW, seit Anfang 1976 ist er in
Niedersachsen tätig.
Es wird auch berichtet aus Aachen von Philips, u.a. über die
Bildschirmproduktion bei Valvo und die automatische Presserei, die Packerei
Q: Rote Fahne Nr. 39, Köln 29.9.1976

05.10.1976:
Die Zelle Philips Aachen und Aldenhoven der KPD gibt ihren 'Schmelzpunkt' Nr. 14 (vgl. 13.9.1976, 5.11.1976) heraus mit dem Leitartikel "Das Wahlergebnis: Das Monopolkapital hat gewonnen" zu den Bundestagswahlen (BTW).

Weitere Artikel sind:
- "Der Kampf muss weitergehen!" zur Entlassung des Kollegen Celik bei Granus, der auch auf Türkisch erscheint;
- "In Sachen Granus: Unsere Antwort";
- "Bericht eines Rote Fahne-Verkäufers" über ein Gespräch mit einem Kollegen von Granus.
Q: Schmelzpunkt Nr. 14, Dortmund 5.10.1976

05.11.1976:
Die Zelle Philips Aachen und Aldenhoven der KPD gibt ihren 'Schmelzpunkt' (vgl. 5.10.1976, 30.11.1976) heraus mit dem Leitartikel "Es lebe die Kommunistische Partei Chinas!".

Weitere Artikel sind:
- "Jetzt für Lohnerhöhungen kämpfen!";
- ein türkischer Artikel zum Treffen der Faschisten in Hagen;
- "Das Geheimnis von Granus: hat er - oder hat er nicht?".
Q: Schmelzpunkt Es lebe die Kommunistische Partei Chinas!, Aachen 5.11.1976

14.11.1976:
Der AB gibt seine 'Kommunistische Arbeiterzeitung' Nr. 100 (vgl. 31.10.1976,
28.11.1976) heraus. Es berichtet die Sympathisantengruppe Aachen u.a. von Valvo.
Q: Kommunistische Arbeiterzeitung Nr. 100, München 14.11.1976, S. 6

ABG_KAZ1976_041


30.11.1976:
Die Zelle Philips Aachen und Aldenhoven der KPD gibt ihren 'Schmelzpunkt' (vgl. 5.11.1976, 21.12.1976) heraus mit dem Leitartikel "Stahltarifrunde: 8,5% sind Lohnraub!" zur STR, der auch auf Türkisch erscheint.

Weitere Artikel sind:
- "Gegen das Atomprogramm der Schmidt-Regierung: Der Kampf in Brokdorf wird weitergeführt", zum Teil aus der 'Roten Fahne';
- "Nach den Protesten gegen die Ausweisung Biermanns: Verschärfte Unterdrückung in der DDR";
- "KABD - keine Kommunisten!", der seit einiger Zeit vor Philips agitiert.
Q: Schmelzpunkt Stahltarifrunde: 8,5% sind Lohnraub!, Dortmund 30.11.1976

21.12.1976:
Die Zelle Philips Aachen und Aldenhoven der KPD gibt ihren 'Schmelzpunkt' (vgl. 30.11.1976, 25.1.1977) heraus mit dem Leitartikel "Gegen den Verrat der Gewerkschaftsführung: 200 DM mehr für alle!" zur Metalltarifrunde (MTR) mit einem Aufkleber.

Weitere Artikel sind:
- "…der Schwindel von der 'Vermögensbildung'";
- "Lest und abonniert die ROTE FAHNE!";
- "Der 'neue' Bundestag";
- "Kurzgeschichte: Für ein unabhängiges, vereintes, sozialistisches Deutschland!";
- "Das Wort zur Weihnacht".
Q: Schmelzpunkt Gegen den Verrat der Gewerkschaftsführung: 200 DM mehr für alle!, Aachen 21.12.1976

25.01.1977:
Die Zelle Philips Aachen und Aldenhoven der KPD gibt ihren 'Schmelzpunkt' (vgl. 21.12.1976, 24.2.1977) heraus mit dem Leitartikel "'Probeweise' Einführung des Vier-Schicht-Betriebes für die Arbeiter bei Granus".

Weitere Artikel sind:
- "Unsere Meinung zum Wirtschaftsquiz von Robert Lemke", das als Weihnachtsgeschenk von Philips verteilt wurde;
- "Afrika: Die Tage der Rassisten sind gezählt!" zu Zimbabwe;
- "Nein zu den Atomkraftwerken!" mit dem Aufruf nach Brokdorf am 19.2.1977.

Beigelegt ist das Flugblatt des KPD-RK NRW: "KPD zur Metall- und ÖTV-Tarifrunde: Gegen Lohnraub und Arbeitshetze!" (vgl. 10.1.1977) zu MTR und ÖDTR.
Q: Schmelzpunkt 'Probeweise' Einführung des Vier-Schicht-Betriebes für die Arbeiter bei Granus, Dortmund 25.1.1977; KPD-RK NRW: KPD zur Metall- und ÖTV-Tarifrunde: Gegen Lohnraub und Arbeitshetze!, Dortmund o. J. (1977)

24.02.1977:
Die Zelle Philips Aachen und Aldenhoven der KPD gibt ihren 'Schmelzpunkt' (vgl. 25.1.1977, 22.3.1977) heraus mit dem Leitartikel "Brokdorf: Demonstrationsverbot wurde durchbrochen".

Weitere Artikel sind:
- "Auch 1977 müssen Entlassungen verhindert werden!";
- "Prozesse gegen Teilnehmer der 1. Mai-Demonstration 1975!".
Q: Schmelzpunkt Brokdorf: Demonstrationsverbot wurde durchbrochen, Dortmund 24.2.1977

22.03.1977:
Die Zelle Philips Aachen und Aldenhoven der KPD gibt ihren 'Schmelzpunkt' (vgl. 24.2.1977, 28.6.1977) heraus mit dem Leitartikel "6. März: Internationaler Kampftag gegen Arbeitslosigkeit".

Weitere Artikel sind:
- "Deutsche und ausländische Arbeiter - eine Kampffront!" zu den Ausländergesetzen;
- "Korrespondenz eines Philips-Arbeiters: Knochenmühle Philips";
- "KPD informiert" u. a. zum Baustop für das AKW Wyhl;
- "Wie war es möglich, daß es in der Sowjetunion, dem ersten sozialistischen Staat auf der Welt, zu einer kapitalistischen Restauration gekommen ist, und daß die Sowjetunion sozialimperialistische geworden ist?" mit Werbung für das Buch "Die Neuen Zaren".

Eingeladen wird zur Marxistischen Arbeiterschulung (MASCH), jeden zweiten Freitag.
Q: Schmelzpunkt 6. März: Internationaler Kampftag gegen Arbeitslosigkeit, Dortmund 22.3.1977

28.06.1977:
Die Zelle Philips Aachen und Aldenhoven der KPD gibt ihren 'Schmelzpunkt' (vgl. 22.3.1977) heraus mit dem Leitartikel "Lockheed auch bei Granus?!", der auch auf Türkisch erscheint.

Weitere Artikel sind:
- "Die neue Verfassung in der UdSSR: Grundgesetz des Sozialfaschismus und der Weltherrschaftspläne der Sowjetunion";
- "Gewerkschaftsbonzen u. DKP-Führer spalten die Kampffront der Arbeiter: Für die selbständige Kampfesführung!" zum Druckerstreik in Bremen und vor allem zur Chemietarifrunde (CTR) in Rheinland-Pfalz;
- "Philips Aldenhoven: Ausbeutung der Arbeiter wird immer unerträglicher!";
- ein Artikel zur Türkei auf Türkisch.
Q: Schmelzpunkt Lockheed auch bei Granus?!, Dortmund 28.6.1977

Letzte Änderung: 09.10.2020