Sozialistische Studentengruppe (SSG): 'Rote Presse' – Sozialistische Hamburger Studentenzeitung

Materialien zur Analyse von Opposition

Von Jürgen Schröder, Berlin

Die hier leider bei weitem nicht vollständig (wir bitten um Ergänzungen) dokumentierte 'Rote Presse' – Sozialistische Hamburger Studentenzeitung wurde anfänglich noch herausgegeben durch die Sympathisanten des Kommunistischen Bundes (SdKB) an den Hamburger Hochschulen, die sich damals aber bereits in harten Auseinandersetzungen mit dem KB befanden und bald mehrheitlich die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg bildeten.

Einen direkten Zusammenhang mit der 'Roten Presse' der Zelle Produktion scheint es nicht zu geben, da die Nr. 1 im ersten Jahrgang erscheint. Personelle Überschneidungen zwischen der Zelle Produktion und den SdKB bzw. danach dann der SSG aber gab es durchaus.

Die SSG bildete die Hamburger Vertretung der Bremer Kommunique-Gruppen, das heißt der Vorläufer des Kommunistischen Bundes Westdeutschland (KBW) wobei die 'Rote Presse' sich nicht allein mit den Belangen der Hamburger Hochschulen befasste, sondern vielmehr zeitweise die Funktion eines örtlichen Zirkelorgans übernahm, bis dies durch die Herausgabe der 'Hamburger Arbeiterzeitung' (HAZ) hinfällig wurde.

Die SSG organisierte nicht nur Studenten, sondern zeitweise auch sowohl berufstätige Intellektuelle in ihrer Berufstätigen-Sektion wie auch Schüler in ihren SSG-Schülergruppen. Nachdem die 'Rote Presse' zunächst sowohl der Berichte über diese Gruppen als auch über allgemeinpolitische und internationalistische Themen weitgehend entkleidet wurde, erfolgte zeitweise auch eine völlige Vernachlässigung der zentralen 'Roten Presse' zugunsten der an den einzelnen Fachbereichen herausgegebenen Zellenzeitungen, was sich aber bald wieder änderte und sich in der wieder deutlich steigenden Auflagenhöhe ausdrückte.

Liste der als Scans vorhandenen Zeitungen

Auszug aus der Datenbank „Materialien zur Analyse von Opposition“ (MAO)

25.10.1971:
In Hamburg verfasst in den Sympathisanten des SALZ (SdS) an den Hamburger Hochschulen die PI-Fraktion eine Stellungnahme.
Quelle: Rote Presse Sdr.Nr. 1, Hamburg o. J. (1972), S. 2ff

November 1971:
Die Sympathisanten des Kommunistischen Bundes (SdKB) an den Hamburger Hochschulen geben erstmals ihre 'Rote Presse' – Sozialistische Hamburger Studentenzeitung (vgl. Dez. 1971) mit dem Leitartikel "Berufsverbot für Demokraten" heraus, wobei auch auf Bernhard Laux eingegangen wird. Die Auflage beträgt 2 000. Zur eigenen Geschichte erscheint der Artikel: "KHB/ML: Der Ochsenfrosch ist geplatzt".

Zur Lehrerausbildung bzw. der RPO erscheint der Artikel "Diese Prüfungsordnung muß vom Tisch!". Jüngst erschienenen Flugblättern von NHB und RCDS widmet sich der Artikel "Den Faschisten kein Pardon!"

Berichtet wird vom Betriebsverfassungsgesetz (BVG), gefragt wird: "Mobilmachung: gegen wen?". Berichtet wird aus Jordanien vom Schwarzen September.
Q: Rote Presse Nr. 1, Hamburg Nov. 1971; Unser Weg, Hamburg Feb. 1972, S. 8

Dezember 1971:
Die SdKB Hamburg geben ihre 'Rote Presse' – Sozialistische Hamburger Studentenzeitung Nr. 2 (vgl. Nov. 1971, 3.12.1971) mit dem Leitartikel "Soziale Demagogie – Zur Bildungs'reform' der SPD" heraus. Die Auflage beträgt 2 300.

Berichtet wird von der bundesweiten Konferenz zur HRG-Kampagne (vgl. 20.11.1971) sowie in "Unverschämter Angriff der CDU" über deren Broschüren gegen Linke an den Hamburger Hochschulen. Kritisiert wird die Politik des MSB Spartakus an der Hamburger Universität. Berichtet wird aus den Wirtschaftswissenschaften und der Germanistik.

Aus dem IGM-Bereich wird berichtet über die MTR. Zum Tod von Georg von Rauch wird gefragt: "Politischer Mord an der Tagesordnung?". Zur VR China wird gefragt: "Familienstreit bei Mao's?". Berichtet wird auch über Bangla Desh.
Q: Rote Presse Nr. 2, Hamburg Dez. 1971

03.12.1971:
Die SdKB Hamburg geben vermutlich Ende dieser Woche ein Extra ihrer 'Roten Presse' – Sozialistische Hamburger Studentenzeitung (vgl. Dez. 1971, Jan. 1972) unter der Schlagzeile "CDU zum entscheidenden Angriff auf Hamburgs Hochschulen bereit" heraus. Weitere Artikel sind:
- "CDU/CSU - Kern der faschistischen Gefahr"; sowie
- "Verbrechen und Politik" zu Franz Josef Strauß (FJS) gegen dessen Besuch am 11.12.1971 eine Demonstration und am 6.12.1971 ein teach-In stattfinden sollen.
Q: Rote Presse Extra CDU zum entscheidenden Angriff auf Hamburgs Hochschulen bereit, Hamburg o. J. (1971)

Januar 1972:
Die SdKB Hamburg geben ihre 'Rote Presse' – Sozialistische Hamburger Studentenzeitung Nr. 1 (vgl. Dez. 1971, Feb. 1972) heraus. Die Auflage beträgt 3 000. Der Leitartikel fragt: "Warum das antikapitalistische Studium?". Den PI-Genossen wird mit dem Leitartikel Gelegenheit zur Erwiderung auf die Angriffe des KB geboten. Dies geschieht auch im Artikel "Unsere Aufgaben – Zur Auseinandersetzung mit dem KB".

Vom Senatserlaß bzw. den Berufsverboten wird berichtet über den AStA der Uni und MSB/SHB in: "Verfassungsbruch – 'Unerhört!'". Abgedruckt wird dazu Lenins "Zwei Welten". Geworben wird für die eigenen "Materialien zum Berufsverbot für demokratische und sozialistische Lehrer".

Der Artikel "Bündnis mit dem Lehrkörper" berichtet vom Brief der 28 rechten Professoren. Es erfolgt auch ein "Bericht aus dem Germanistik-Bereich". Es wird vom 'Spartakus-Tribunal' des RCDS wird berichtet (vgl. 19.1.1972), aber auch über die hochschulbezogenen "CDU-Anträge in der Bürgerschaft".

Im Artikel "Imperialisten planen Überfall auf Guinea-Bissao" wird durch das Komitee Südliches Afrika (KSA) Heidelberg vom Angriff auf Guinea-Conakry berichtet. Aufgerufen wird zur "Solidarität mit den Heidelberger Kommilitonen".

Mit Hilfe des 'Arbeiterkampf' wird berichtet vom Streik in der Texaco Raffinerie Hemmingstedt über Streikbrecher bzw. "Akademische Leiharbeiter"
Q: Rote Presse Nr. 1, Hamburg Jan. 1972

Februar 1972:
Die Initiativgruppe '30. Januar' innerhalb der SdKB Hamburg gibt vermutlich noch im Februar die Sondernummer 1 ihrer 'Roten Presse' (vgl. Jan. 1972, Feb. 1972) in einer Auflage von 2 000 Stück unter dem Titel "Gegen Subjektivismus und Sektierertum. Zur Kontroverse mit dem KB Hamburg" heraus. Inhalt ist:
- "Versuch einer historischen Einschätzung der Kontroverse zwischen dem KB und den SdKB";
- "'Aber Spaß beiseite…' zur neuesten 'Kritik' des KB" bzw. zur Sondernummer der Zeitschrift 'Unser Weg';
- "Zur Faschismusfrage" und
- "Wie der KB es versäumt, den Kampf gegen den Sozialdemokratismus zu organisieren".

Dokumentiert werden:
- die Stellungnahme der SdS (vgl. 3.11.1971);
- die Stellungnahme der PI-Fraktion (vgl. 25.10.1971);
- die Stellungnahme des KB zur Resolution des KG/SdS vom 29.10.1971;
- ein Flugblatt der SdS vom 21.10.1971;
- Auszüge aus dem Rundschreiben der Aktionseinheit zur Metalltarifrunde vom 25.10.1971 und
- die Stellungnahme des KB auf der Vollversammlung der SdKB am 12.2.1972.
Eine redaktionelle Vorbemerkung der Redaktionsmehr geht auf die Vollversammlung der SdKB vom 12.2.1972 ein. In der Initiativgruppe arbeiten mit die Fachgruppen PI, Germ, SPI, Teile der Fachgruppen Jur und Wiwi, die Mehrheit des Abendschulbereichs sowie Genossen aus der Fachgruppe Psych und dem Kommunistischen Oberschulbund (KOB).
Q: Rote Presse Sdr.Nr. 1, Hamburg o. J. (1972)

Februar 1972:
Die Internationalismuskommission der SdKB Hamburg gibt ein Extrablatt "Klassenkämpfe in Irland" ihrer 'Roten Presse' (vgl. Feb. 1972, 30.3.1972) - Sozialistische Hamburger Studentenzeitung - heraus. Eingeladen wird zum Irland Teach-In am 8.2.1972.
Q: Rote Presse Extrablatt Klassenkämpfe in Irland, Hamburg Feb. 1972

08.02.1972:
In Hamburg riefen die SdKB für heute zum Irland Teach-In auf.
Q: Rote Presse Extrablatt Klassenkämpfe in Irland, Hamburg Feb. 1972, S. 1

30.03.1972:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg gibt ein Extra "Kampf dem Abbau der demokratischen Rechte des Volkes!" ihrer 'Rote Presse' (vgl. 30.3.1972, 13.4.1972) - Sozialistische Hamburger Studentenzeitung - in einer Auflage von 2 000 Stück heraus. Enthalten sind die Artikel:
- "Zur Einschätzung der 2. Verfolgungswelle" ein Referat der KG (NRF) Heidelberg vom 27.1.1972;
- "Aspekte zum KPD-Verbot" bzw. Ausschnitte aus der Heidelberger 'Roten Robe' Nr. 1/1972;
- "Die Ziele der Kampagne gegen die RAF" wobei auch auf die Hamburger Solidarität eingegangen wird;
- "§129 - Instrument zur Kriminalisierung von 'Verfassungsfeinden'";
- "Bewaffneter Kampf in Westeuropa. Eine Kritik der 'Rote-Armee-Fraktion'" leicht bearbeitet aus der 'Wahrheit' des KB Bremen; sowie
- "Die Lage an den Hochschulen" zu BfDW, Ausländerrecht und Berufsverboten.
Q: Rote Presse Extra Kampf dem Abbau der demokratischen Rechte des Volkes!, Hamburg 30.3.1972

13.04.1972:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg gibt ein Extra "Für den Sieg im Volkskrieg" ihrer 'Rote Presse' (vgl. 30.3.1972, 25.4.1972) - Sozialistische Hamburger Studentenzeitung - zu Vietnam in einer Auflage von 2 000 Stück heraus. Enthalten ist auch der Artikel "Die amerikanische 'Friedens'-propaganda - Vorbereitung einer neuen Eskalation".
Aufgerufen wird zu Vietnam zur Filmveranstaltung (vgl. 14.4.1972) und Demonstration (vgl. 15.4.1972).
Q: Rote Presse Extra Für den Sieg im Volkskrieg, Hamburg 13.4.1972

14.04.1972:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg lud für heute zu Vietnam zur Filmveranstaltung "Der 17. Breitengrad" um 19 Uhr im Hörsaal A des Uni-Hauptgebäudes ein.
Q: Rote Presse Extra Für den Sieg im Volkskrieg, Hamburg 13.4.1972, S. 4

15.04.1972:
In Hamburg demonstrieren, laut und mit SSG (vgl. 25.4.1972), 1 200 Menschen gegen die Eskalation des Vietnamkriegs der USA. Es riefen auch auf der KSV der KPD und verschiedene trotzkistische Gruppen, also vermutlich GIM und KJO SpartacuS. Nicht aufgerufen wurde vom KB, lediglich sein SSB trat auf.
Q: Rote Presse Extra Für den Sieg im Volkskrieg und Nr. 3, Hamburg 13.4.1972 bzw. 25.4.1972, S. 4 bzw. S. 4f

25.04.1972:
In der Hamburger Zeitschrift 'Rote Presse' Nr. 3 (vgl. 13.4.1972, 1.6.1972) - Sozialistische Hamburger Studentenzeitung -, die von der Sozialistischen Studentengruppe (SSG) Hamburg in einer Auflage von 2 500 Stück herausgegeben wird, erscheint der Aufruf "1. Mai Kampftag der Arbeiterklasse" Darin wird u.a. ausgeführt:"
In diesem Jahr kommt es in Hamburg zu der makabren Situation, daß 3 verschiedene Demonstrationen von Organisationen vorbereitet werden, die sich selbst als kommunistisch begreifen. Daß in diesem Jahr keine einheitliche Mai-Demonstration und kein gemeinsamer Aufruf kommunistischer Organisationen zustande kommen konnte, entspringt der Zersplitterung, dem Sektierertum und der ideologischen Zerfahrenheit innerhalb der kommunistischen Bewegung. … Wenn wir als sozialistische Studentengruppe die 1. Mai-Demonstration des KB unterstützen, tun wir das, obwohl auch in prinzipiellen Fragen grundlegende Differenzen bestehen. Wir unterstützen diese Demonstration, weil uns lediglich bei der vom KB vorgelegten Plattform eine Grundlage für sinnvolle Diskussion über die aktuellen Aufgaben der Arbeiterbewegung gegeben zu sein scheint. … Abgesehen von allen Differenzen untereinander haben sowohl KPD als auch KPD/ML(ZB) und KPD/ML(ZK) in den Mittelpunkt ihrer Agitation den Kampf um die Einheit der Marxisten-Leninisten gestellt. Dagegen vertreten wir die Auffassung, daß im Mittelpunkt der Agitation und Propaganda zum 1. Mai solche Parolen und Losungen zu stehen haben, die auf der Basis der Erfahrungen des ökonomischen Kampfes der Arbeiter durch Hereintragen der politischen Dimension in die Kämpfe des Proletariats den antagonistischen Charakter des Widerspruchs zwischen Lohnarbeit und Kapital aufzeigen, die Einsicht in den Klassencharakter des Staates und in die Notwendigkeit des Sturzes der Bourgeoisie-Diktatur entwickeln können. Zum 1. Mai gilt es, die Vereinheitlichung der Arbeiterklasse im Kampf gegen die Angriffe der Kapitalistenklasse, im Kampf gegen die bürgerliche und sozialdemokratische Ideologien in den Reihen der Arbeiterbewegung voranzutreiben. … Wir unterstützen die 1. Mai-Demonstration des KB deshalb, weil er als einziger Zirkel in Hamburg zumindest den Versuch unternimmt, auf der Grundlage der tatsächlichen Klassenkämpfe Aufgaben und Losungen seiner Politik zu bestimmen."

Erläutert wird auch, warum die SSG die Maidemonstration des KB unterstützt.

U.a. zum Numerus Clausus wird gezogen "Das Fazit der Reform: NC und Ordnungsrecht". Zu den Bundeswehrhochschulen (BWHS) erscheint der Artikel "Offensive des Militarismus an den Hochschulen: der Ellweinplan". Berichtet wird von der Vietnamdemonstration am 15.4.1972.
Q: Rote Presse Nr. 3, Hamburg 25.4.1972

01.06.1972:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg gibt ein Extra ihrer 'Roten Presse' (vgl. 25.4.1972, 7.6.1972) - Sozialistische Hamburger Studentenzeitung - in einer Auflage von 5 000 Stück unter dem Titel "S(t)aat der Gewalt" zu den Bombenanschlägen der RAF heraus. Eingeladen wird zur Diskussionsveranstaltung dazu (vgl. 2.6.1972), kritisiert werden die Methoden des KB (vgl. 29.5.1972).
Q: Rote Presse Extra, Hamburg 1.6.1972

02.06.1972:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg will im PI-Hörsaal eine Diskussionsveranstaltung zu den Bombenanschlägen der RAF durchführen.
Q: Rote Presse Extra, Hamburg 1.6.1972, S. 1

07.06.1972:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg gibt die Nr. 4 ihrer 'Roten Presse' (vgl. 1.6.1972, 26.6.1972) - Sozialistische Hamburger Studentenzeitung - in einer Auflage von 2 500 Stück heraus. Der Leitartikel berichtet: "Freispruch für Angela Davis!". Gefragt wird: "Friedhofsruhe an der Uni HH?". Geschildert wird über die Freunde der KPD "Eine erste Erfahrung mit dem KSV in Hamburg" wobei dessen Theorie zum NC durch die Einführung des NC in allen Fächern fehlschlug. Aufgerufen wird: "Unterstützen wir die revolutionäre Sache des palästinensischen Volkes!", berichtet vom Massaker auf dem Flughafen Lod durch die RAF Japan (vgl. 30.5.1972), dokumentiert werden Auszüge aus einer Erklärung der FPDLP. Zu den Ostverträgen wird berichtet über das "Parteiengerangel in Bonn". Von den Betriebsratswahlen (BRW) wird berichtet u.a. von Opel Bochum. Geworben wird für die 'Sozialistische Juristenzeitung' (vgl. Juni 1972). Eingegangen wird auch auf den RCDS der CDU, aufgerufen zur Irandemonstration (vgl. 9.6.1972), berichtet aus dem PI-Bereich und vom Prozeß gegen Werner Hoppe, wozu die Basisgruppe Jura und die Rote Hilfe Hamburg eine Kampagne durchführen (vgl. 13.6.1972).
Q: Rote Presse Nr. 4, Hamburg 7.6.1972

26.06.1972:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg gibt ein Extra "Sozialisten ins SP" ihrer 'Rote Presse' (vgl. 7.6.1972, 3.7.1972) - Sozialistische Hamburger Studentenzeitung - in einer Auflage von 2 500 Stück zu den Studentenparlamentswahlen (StPW) heraus mit dem Leitartikel "Die bürgerliche Demokratie bleibt stets eng, beschränkt, falsch und verlogen" was ein Lenin-Zitat ist. Ein Artikel schildert "Die Lage an der Hochschule" wobei vor allem auf den MSB/SHB-AStA eingegangen wird. Ein Artikel ruft auf: "Auch das Hamburger SP muß Tribüne des Klassenkampfs sein!".
Q: Rote Presse Extra Sozialisten ins SP, Hamburg 26.6.1972

03.07.1972:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg gibt die Nr. 5 ihrer 'Roten Presse' (vgl. 26.6.1972, 1.9.1972) - Sozialistische Hamburger Studentenzeitung - in einer Auflage von 2 000 Stück heraus. Der Leitartikel berichtet: "Ausländergesetz: Knebelung von Antiimperialisten", wobei vor allem auf GUPS Palästina und CISNU Iran eingegangen wird. Man äußert sich auch "Zur kommunistischen Politik in der Verfolgungswelle", "Zur Lage in Chile" sowie in "Kampf dem Militarismus" zum Wehrkundeerlaß (WKE) und den Bundeswehrhochschulen (BWHS). Aus der Schweiz wird berichtet vom Besuch des Schah von Iran (vgl. 13.6.1972).

Gefragt wird auch "'Reform' des Medizinstudiums – für wen?", berichtet wird vom Disziplinarverfahren gegen den Gerichtsreferendarausschuß, man äußert sich anhand der Erfahrungen der Basisgruppe PI, aus der der KSV und der SSB austraten, "Zu den Aufgaben der Basisgruppen", aufgerufen wird zur Studentenparlamentswahl (StPW).
Q: Rote Presse Nr. 5, Hamburg 3.7.1972

22.08.1972:
Von der CISNU Iran in der BRD wird eine Erklärung gegen den MSB Spartakus der DKP, der sich durch das ZK der Tudeh Partei leiten lasse, verfasst.
Q: Rote Presse Nr. 9/10, Hamburg 21.11.1972, S. 6

01.09.1972:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg gibt ein Extra "Olympia '72: BRD-Imperialismus im Blümchenhemd" ihrer 'Roten Presse' (vgl. 3.7.1972, 8.9.1972) - Sozialistische Hamburger Studentenzeitung - heraus mit einer Auflage von 1 500 Stück. Enthalten sind die Artikel:
- "Bürgerliche Sportbewegung - 7 Jahrzehnte im Dienst des Imperialismus", u.a. zum DSB;
"2 000 000 000 DM - ein 'Geschenk der Gemeinschaft an sich selbst'?" zu den Kosten der Olympiade;
- "Unter dem Banner der 'Neuen Ostpolitik'" zum Verhältnis der BRD zum
Sport in der DDR;
- "Kapitalistischer Sportbetrieb - pervertiert und verlogen"; und
. "Sport im sozialistischen China".

Zu Zimbabwe wird aufgerufen: "Rhodesienkonflikt: Solidarität mit den afrikanischen Völkern".
Q: Rote Presse Extra Olympia '72: BRD-Imperialismus im Blümchenhemd, Hamburg 1.9.1972

08.09.1972:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg gibt ein Extra "Geheuchelte Trauer und Volksverhetzung" ihrer 'Roten Presse' (vgl. 1.9.1972, 3.10.1972) - Sozialistische Hamburger Studentenzeitung - zum Massaker in Fürstenfeldbruck in einer Auflage von 4 000 Stück heraus. Eingeladen wird zur Diskussionsveranstaltung (vgl. 12.9.1972).
Q: Rote Presse Extra Geheuchelte Trauer und Volksverhetzung, Hamburg 8.9.1972

03.10.1972:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg gibt ein Extra "Kampf den reaktionären Ausländergesetzen" ihrer 'Roten Presse' (vgl. 8.9.1972, 16.10.1972) - Sozialistische Hamburger Studentenzeitung - heraus, in der sie sich mit dem Ausländergesetz und der Haltung des KB dazu befaßt. Aufgerufen wird zur Diskussionsveranstaltung am 5.10.1972 und zur Demonstration am 8.10.1972, berichtet von der Vorgeschichte (vgl. 9.9.1972), der Hamburger Demonstration am 27.9.1972, aus Griechenland, dem Iran, aus der Türkei und aus Spanien sowie aus Hamburg von der Norddeutschen Affinerie, über die Ausweisung eines Jordaniers und die Brandanschläge auf den Buchladen 'Manifest' (vgl. 21.9.1972, 28.9.1972) und aus Frankfurt in einem Interview mit einem italienischen Kollegen von VDM.
Q: Arbeiterkampf Nr. 24, Hamburg Dez. 1972; Rote Presse Extra Kampf den reaktionären Ausländergesetzen, Hamburg 3.10.1972

06.10.1972:
In der 'Welt' erscheint, laut Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg (vgl. 30.10.1972), ein Artikel des Hamburger Vorsitzenden des RCDS der CDU, R. Kimmich, "Linksradikale helfen arabischen Terroristen", der die SSG angreift.
Q: Rote Presse Nr. 8, Hamburg 30.10.1972, S. 1

16.10.1972:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg gibt die Nr. 6/7 ihrer 'Roten Presse' (vgl. 3.10.1972, 30.10.1972) - Sozialistische Hamburger Studentenzeitung - heraus. Der Leitartikel zu den Neuwahlen gibt die Zuordnung der SSG zu der nationalen Front um den KB Bremen und die KG (NRF) Mannheim/Heidelberg bekannt. Kritisiert wird der KB wegen seinem Aufruf zur Wahl der SPD.

Geworben wird für die 'Rote Robe'. Streikberichte werden aus der 'Arbeiterzeitung' Mannheim/Heidelberg übernommen. Zum Thema "Proletarische Demokratie" werden Auszüge aus dem Programm des Spartakusbundes dokumentiert. Gefragt wird: "Schweden ein 'Wohlfahrtsstaat'?". Berichtet wird über die Inflation, eingeladen zur Podiumsdiskussion über die 'Innere Sicherheit' (vgl. 30.10.1972).
Q: Rote Presse Nr. 6/7, Hamburg 16.10.1972

25.10.1972:
In Hamburg demonstrieren, laut und mit Sozialistische Studentengruppe (SSG) (vgl. 30.10.1972), rund 700 gegen das Verbot des KB Bremen (vgl. 26.10.1972) und die Verbotsdrohungen gegen die SSG Hamburg (vgl. 6.10.1972), die trotz des Boykotts von KPD, KB und DKP die relativ hohe Teilnehmerzahl bewirkt hätten.
Q: Rote Presse Nr. 8, Hamburg 30.10.1972, S. 1ff

30.10.1972:
Im Audimax der Universität Hamburg soll eine Podiumsdiskussion der Fachschaft Philosophie "Wählt … Innere Sicherheit?" mit u.a. Erich Fried, Ossip Flechtheim und Joscha Schmierer stattfinden. Aufgerufen wurde auch von der Sozialistischen Studentengruppe (SSG). Diese dokumentiert die Debatte, an der auf dem Podium Erich Fried, Joscha Schmierer, Manfred Grabe (Dozent am PI, SPD), Kurt Groenewold und Bruno für die SSG teilnahmen in einer Broschüre mit einem Nachwort von Bruno.
Q: Rote Presse Nr. 6/7, 9/10 und 11, Hamburg 16.10.1972, 21.11.1972 bzw. 12.12.1972, S. 12, S. 6 bzw. S. 12

30.10.1972:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg gibt die Nr. 8 ihrer 'Roten Presse' (vgl. 16.10.1972, 21.11.1972) - Sozialistische Hamburger Studentenzeitung - in einer Auflage von 2 500 Stück heraus. Aufgerufen wird zur Vietnamfilmveranstaltung und zur Vietnamdemonstration (vgl. 4.11.1972), berichtet vom Protest gegen das Verbot des KB Bremen (vgl. 25.10.1972) und den Verbotsdrohungen gegen die SSG (vgl. 6.10.1972). Dokumentiert wird ein Aufruf der FPDLP Palästina, berichtet von Angriffen Israels gegen Libanon und Syrien (vgl. 15.10.1972), dokumentiert wird ein Interview des KSV Frankfurt mit Ly Van Sau, Delegierter der PRR Südvietnam in Paris vom 11.8.1972. Geworben wird für den Trikontverlag, aufgerufen zur Irlandveranstaltung (vgl. 7.11.1972).
Q: Rote Presse Nr. 8, Hamburg 30.10.1972

01.11.1972:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg rief für heute 19 Uhr zur Vietnamfilmveranstaltung im PI-Hörsaal mit den Filmen "Der Dschungel wird entlaubt", "Sturm aufs Pentagon" und "Ein Tag in Hanoi" auf.
Q: Rote Presse Nr. 8, Hamburg 30.10.1972, S. 1

04.11.1972:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg rief für heute zur Vietnamdemonstration auf.
Q: Rote Presse Nr. 8, Hamburg 30.10.1972, S. 1

07.11.1972:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg (vgl. 30.10.1972) rief für heute 19 Uhr zur Irlandveranstaltung im PI-Hörsaal der Universität mit einem Vertreter der IRA (Officials) auf.
Q: Rote Presse Nr. 8, Hamburg 30.10.1972, S. 8ff

09.11.1972:
In Hamburg Eppendorf ziehen, laut Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg (vgl. 12.12.1972), im Anschluss an eine Protestversammlung, die das Komitee "Freiheit für Seckendorff und Ewe" einberufen hatte, 200 Studenten und Assistenten zum Klinikrat des Universitätskrankenhauses Eppendorf (UKE) um die Einstellung von Seckendorff zu fordern (vgl. 10.11.1972).
Q: Rote Presse Nr. 11, Hamburg 12.12.1972, S. 3

10.11.1972:
In Hamburg Eppendorf findet, laut Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg (vgl. 12.12.1972), eine weitere Versammlung von 150 Menschen für die Einstellung von Seckendorff am Universitätskrankenhaus Eppendorf (UKE) statt (vgl. 9.11.1972), wobei Seckendorff Hausverbot erhält.
Q: Rote Presse Nr. 11, Hamburg 12.12.1972, S. 3

15.11.1972:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg gibt einen Sonderdruck ihrer 'Roten Presse' (vgl. 30.10.1972, 21.11.1972) - Sozialistische Hamburger Studentenzeitung - unter dem Titel "Was will die SSG?" in einer Auflage von 2 500 Stück "Zur gegenwärtigen Lage an der Hamburger Hochschule und den Aufgaben kommunistischer Hochschulpolitik" heraus. Aufgerufen wird zur Wahlveranstaltung zu den Bundestagswahlen (vgl. 17.11.1972).
Q: Rote Presse Sonderdruck Was will die SSG?, Hamburg 15.11.1972

17.11.1972:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg will heute ihre Wahlveranstaltung zu den Bundestagswahlen im PI-Hörsaal durchführen.
Q: Rote Presse Sonderdruck, Hamburg 15.11.1972, S. 10

21.11.1972:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg gibt die Nr. 9/10 ihrer 'Roten Presse' (vgl. 15.11.1972, 12.12.1972) - Sozialistische Hamburger Studentenzeitung - in einer Auflage von 2 500 Stück heraus. Der Leitartikel zu den Bundestagswahlen (BTW) fragt: "Willy's Sieg – unser Sieg?", berichtet wird: "SPD: beschließt Regelstudienzeit und Prüfungsterror", gefragt wird: "Zum Mahler-Prozess – Solidarität mit der RAF?". Zu SVI und VDS wird eingetreten "Für den Aufbau eines einheitlichen studentischen Dachverbandes!". Geworben wird für eine eigene "Materialsammlung zur Entwicklung in der BRD und der Politik der bürgerlichen Parteien" und für die Broschüre von der Veranstaltung zur Inneren Sicherheit (vgl. 30.10.1972). Von der CISNU Iran wird eine Erklärung gegen den MSB Spartakus dokumentiert (vgl. 22.8.1972). Berichtet wird aus dem Germanischen Seminar, u.a. durch eine von den Teilnehmern seines Seminars gewählte Redaktionsgruppe: "Reaktionär Schirmer abgeschlagen!". Auf Bitte des Autors erscheint von Einar Schlereth: "Indonesien – Musterbeispiel des Neokolonialismus". Mit Hilfe der KFML(R) Schweden wird berichtet aus Kambodscha: "Breschnjew macht Profite am Krieg in Indochina". Aus den USA wird berichtet vom Wahlsieg Nixons, aus Hamburg vom RAF-Prozess gegen Margit Schiller (vgl. 14.11.1972, 22.11.1972).
Q: Rote Presse Nr. 9/10, Hamburg 21.11.1972

12.12.1972:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg gibt die Nr. 11 ihrer 'Roten Presse' (vgl. 21.11.1972, 10.1.1973) - Sozialistische Hamburger Studentenzeitung - mit dem Leitartikel "Organisieren wir den Streik!" zum heute beginnenden Warnstreik gegen die Rahmenprüfungsordnung (RPO) bis zum 14.12.1972 in einer Auflage von 2 500 Stück heraus. Von den Hamburger Hochschulen wird berichtet von der Fachhochschule (FHS) sowie von der Universität aus der Psychiatrie (vgl. 9.11.1972, 10.11.1972) bzw. vom Universitätskrankenhaus Eppendorf (UKE), aus der Germanistik, dem Historischen Seminar und der Romanistik. Eingegangen wird auch auf die Haltung des BDI zur Hochschulreform. Der Artikel "100 000 im Streik" bezieht sich auf die bundesweiten Hochschulkämpfe, von denen berichtet wird aus Bayern bzw. der Hochschule für Politik (HfP) München und der Universität Regensburg (vgl. 26.10.1972), Frankfurt, Heidelberg (vgl. 6.12.1972), Kiel (vgl. 1.12.1972), NRW (vgl. 27.11.1972) und Westberlin (vgl. 13.11.1972, 27.11.1972).
Aufgerufen wird zum eigenen Teach-In (vgl. 13.12.1972), zur RPO-Demonstration (vgl. 14.12.1972), zum Mehrganfest der CISNU Iran (vgl. 16.12.1972) und zur eigenen Chinaveranstaltung (vgl. 11.1.1973). Angekündigt wird ein "Seminar zu den Grundlagen unserer Politik".

Berichtet wird auch vom RAF-Prozeß gegen Margit Schiller (vgl. 6.12.1972), aus Afghanistan, über "Terrorgesetze in Irland", wobei für die Broschüre "Der Kampf des irischen Volkes und die Rolle der IRA(O)" des Irland Komitee Hamburg geworben wird, über die Vietnamsolidarität in den USA (vgl. 3.11.1972) und von der KSZE, wozu Auszüge aus der 'Peking Rundschau' Nr. 42/1972 erscheinen sowie aus der Denkschrift der Regierung der VR Albanien an die Regierung der Republik Finnland. Begrüßt wird die "Stellungnahme zum Programm der westdeutschen Kommunisten" der späteren KBW-Gründer. Geantwortet wird auf eine Karikatur in der 'Solidarität' des SSB des KB.
Q: Rote Presse Nr. 11, Hamburg 12.12.1972

13.12.1972:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg (vgl. 12.12.1972) rief auf zum eigenen Teach-In zur Hochschulpolitik "Kampf im Bündnis mit der Arbeiterklasse für Demokratie und Sozialismus oder Demokratisierung der Hochschule?" mit Vertretern der Asten der Unis Kiel und Heidelberg um 19 Uhr im Hörsaal Phil D.
Q: Rote Presse Nr. 11, Hamburg 12.12.1972, S. 5

14.12.1972:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg (vgl. 12.12.1972) rief auf zur RPO-Demonstration "Gegen Reglementierung und politische Disziplinierung" um 16 Uhr ab Audimax der Universität.
Q: Rote Presse Nr. 11, Hamburg 12.12.1972, S. 4

16.12.1972:
Zum Mehrganfest der CISNU Iran in der Mensa der Universität Hamburg rief auch die SSG (vgl. 12.12.1972) auf.
Q: Rote Presse Nr. 11, Hamburg 12.12.1972, S. 11

10.01.1973:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg gibt die Nr. 12 ihrer 'Roten Presse' (vgl. 12.12.1972, 15.1.1973) - Sozialistische Hamburger Studentenzeitung - in einer Auflage von 3 200 Stück heraus. Der Leitartikel fordert: "Vietnam. Zwingt den US-Imperialismus zur Unterzeichnung des 9-Punkte-Abkommens!" und ruft auf zur bundesweiten Demonstration in Bonn (vgl. 14.1.1973), wobei auch von der Hamburger Vietnamdemonstration (vgl. 6.1.1973) berichtet wird. Aufgerufen wird auch zur Studentenparlamentswahl (StPW). Dokumentiert wird eine Stellungnahme des zentralen Ausschusses der KG (NRF) Mannheim/Heidelberg zu den BTW: "Die Ergebnisse der Bundestagswahlen und unsere Taktik". Festgestellt wird: "Die Massen wollen vorwärts!".

Berichtet wird auch von der Metalltarifrunde (MTR) der IGM, der Gründung eines nationalen SSB durch den SHB/SF sowie zur Ausländergesetzdemonstration vom 8.10.1972: "Warum dem KB die 'bedeutungslose' Dortmunder Demonstration noch immer zu schaffen macht". Gefragt wird zum IKAH: "Wem hilft die 'Arbeiterhilfe'?". Auslandsberichte fragen: "Israel. Spionage oder Kampf für ein volksdemokratisches Palästina?", vorgestellt wird: "Das politische Programm des revolutionären Kommunistischen Bundes Israel", berichtet wird auch von den Golan-Höhen und aus dem Gaza-Streifen sowie aus Italien (vgl. 22.11.1972, 12.1.1973). Geschildert werden: "Der Kampf der ägyptischen Studenten um die nationale Befreiung" und die "Unterdrückung an Spaniens Hochschulen".

Angekündigt wird ein "Seminar zu den Grundlagen unserer Politik".
Q: Rote Presse Nr. 12, Hamburg 10.1.1973

10.01.1973:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg (vgl. 29.1.1973) berichtet von ihrer eigenen Vietnamfilmveranstaltung in der Gaststätte Franzenburg, Lutterothstraße/Heußweg, auf der auch Mitglieder des NVK der KPD anwesend waren.
Q: Rote Presse Nr. 2, Hamburg 29.1.1973, S. 6

11.01.1973:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg (vgl. 12.12.1972) hatte für heute eine Veranstaltung zum "Aufbau des Sozialismus in China" angekündigt.
Q: Rote Presse Nr. 11, Hamburg 12.12.1972, S. 13

15.01.1973:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg gibt ein Wahl-Extra ihrer 'Roten Presse' (vgl. 10.1.1973, 29.1.1973) - Sozialistische Hamburger Studentenzeitung - zur Studentenparlamentswahl (StPW) in einer Auflage von 3 200 Stück heraus, in dem auch das eigene AStA-Aktionsprogramm veröffentlicht und der MSB/SHB-AStA kritisiert wird, aber auch der KSV der KPD und der SSB des KB. Berichtet wird von der Bonner Vietnamdemonstration (vgl. 14.1.1973). Geworben wird für eine Broschüre "Solidarität mit der jordanisch-palästinensischen Einheitsfront!". Aufgerufen wird zu Teach-In (vgl. 17.1.1973) und Demonstration (vgl. 18.1.1973) "Kampf der reaktionären Bildungspolitik!".
Q: Rote Presse Wahl-Extra, Hamburg 15.1.1973

17.01.1973:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg (vgl. 15.1.1973) rief auf zum Teach-In "Kampf der reaktionären Bildungspolitik!" (vgl. 18.1.1973).
Q: Rote Presse Wahl-Extra, Hamburg 15.1.1973, S. 4

18.01.1973:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg (vgl. 15.1.1973) rief auf zur Demonstration "Kampf der reaktionären Bildungspolitik!" (vgl. 17.1.1973).
Q: Rote Presse Wahl-Extra, Hamburg 15.1.1973, S. 4

29.01.1973:
An der Universität Hamburg soll um 14 Uhr im Audimax eine Vollversammlung (VV) der Studenten stattfinden.

Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg (vgl. 19.2.1973) übt später Selbstkritik, weil sie dort eine Vietnamresolution des MSB Spartakus für einstellung aller Kriegshandlungen unterstützte, wofür sie dann vom KSV angegriffen wird.
Q: Rote Presse Nr. 3, Hamburg 13.2.1973, S. 11; Kommunist Extra, Hamburg 29.1.1973, S. 1

29.01.1973:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg gibt die Nr. 2 ihrer 'Roten Presse' (vgl. 15.1.1973, 13.2.1973) - Sozialistische Hamburger Studentenzeitung - in einer Auflage von 3 200 Stück heraus. Der Leitartikel berichtet "12 142 für Streik" gegen die RPO. Gefragt wird diesbezüglich auch: "RPO: Mit welchem Ziel muß der Kampf geführt werden?". Berichtet wird auch vom Schülerprotest gegen die RPO, von einer Befragung von Lehrern und Lehrerstudenten sowie vom Historischen Seminar. Aufgerufen wird: "Verhindert die Polizeiuniversität", berichtet wird von Hochschulkämpfen in Hannover, Freiburg (vgl. 17.1.1973), Göttingen, Westberlin, Bayern, Kiel, Stuttgart, Bonn, Braunschweig und Tübingen (vgl. 29.1.1973). Enthüllt wird: "Wie der MSB Spartakus den Kampf der Studenten sabotiert!" berichtet vom "Kampf zweier Linien im MSB?", beklagt wird: "Was einem bei der Raumsuche an der Uni alles passieren kann!" aus der Agitationsarbeit der Streikkomitees wird u.a. berichtet über die Theatergruppe. Eingegangen wird auch auf "1 Jahr Berufsverbote", die Tode von Amilcar Cabral (vgl. 20.1.1973) und Lyndon B. Johnson sowie das "'Linksbündnis' in Frankreich".

Die Redaktion wendet sich an die Leser. Eingegangen wird auf die Regierungserklärung der Bundesregierung (vgl. 18.1.1973), berichtet von der Drucktarifrunde (DTR) der DruPa aus Hamburg, wobei auch der OJA Erwähnung findet. Mit dem KSV der KPD befasst sich der Artikel "Eine unausstehliche, widerwärtige Strömung", berichtet wird auch von der eigenen Vietnamveranstaltung (vgl. 10.1.1973), über "China: Ausbildung und Wissenschaft im Dienste des Volkes" und aus dem Libanon.

Angekündigt werden ein "Seminar zu den Grundlagen unserer Politik" (vgl. 10.2.1973) sowie eine Irlandwoche (vgl. 31.1.1973) sowie zu Vietnam eine Blutspendeaktion (vgl. 31.1.1973) und das Tetfest (vgl. 2.2.1973).
Q: Rote Presse Nr. 2, Hamburg 29.1.1973

31.01.1973:
Zur heute beginnenden Irlandwoche des Irland-Komitees Hamburg bis zum 3.2.1973 rief auch die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg (vgl. 29.1.1973) auf.
Q: Rote Presse Nr. 2, Hamburg 29.1.1973, S. 14

31.01.1973:
Zur heute beginnenden Blutspendaktion "Hilfe für ein freies Vietnam" in der ESG, die bis zum 2.2.1973 dauert, rief auch die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg (vgl. 29.1.1973) auf. Sie meldet über 700 Teilnehmer und einen Erlös von ca. 28 000 DM. Der KB habe nur verbal unterstützt, sei aber kaum aufgetaucht, AStA der Universität, KSV der KPD, KPD/ML und Proletarische Front (PF) hätten nicht mitgemacht. In der ESG führt die Aktion zum Konflikt mit der Kirche (vgl. 12.3.1973).
Q: Rote Presse Nr. 2 und 3, Hamburg 29.1.1973 bzw. 13.2.1973, S. 16 bzw. S. 9

02.02.1973:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg lud ein zum vietnamesischen Tet-Fest in der Mensa der Uni. Sie meldet über 700 Besucher.
Q: Rote Presse Nr. 2 und 3, Hamburg 29.1.1973 bzw. 13.2.1973, S. 16 bzw. S. 8f

10.02.1973:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg lud ein zum zweitägigen "Seminar zu den Grundlagen unserer Politik".
Q: Rote Presse Nr. 2 und 3, Hamburg 29.1.1973 bzw. 13.2.1973, S. 5 bzw. S. 1ff

13.02.1973:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg gibt die Nr. 3 ihrer 'Roten Presse' (vgl. 29.1.1973, 5.3.1972) - Sozialistische Hamburger Studentenzeitung - in einer Auflage von 2 500 Stück heraus. Dokumentiert wird eine Rede vom eigenen Seminar (vgl. 10.2.1973) und berichtet vom Tet-Fest (vgl. 2.2.1973). Bruno äußert sich über "Die Entwicklung der SSG und unsere nächsten Aufgaben", wobei auch die Kommunistische Gruppe Hamburg Erwähnung findet. Aus Dortmund wird berichtet über "Spontane Streiks bei Hoesch" (vgl. 8.2.1973), wobei u.a. auch auf HuF Velbert Bezug genommen wird. Eingeladen wird zur "Diskussionsveranstaltung zum Programm der westdeutschen Kommunisten" am 14.2.1973 um 18 Uhr im PI-Hörsaal. Eingegangen wird auf den austritt von neun Genossen am 31.1.1973.

Bei den Studentenparlamentswahlen (StPW) an der Universität Hamburg erreichten, nach SSG-Berechnungen, die SSG mit 15, 9% 2 Sitze (zuvor 12, 3% - 0), der SHB mit 33, 0% 17 Sitze (37, 9% - 23), der MSB Spartakus mit 22, 5% 11 (28, 4% - 15), der LHV mit 13, 6% 9 Sitze (8, 9% - 2). Erneut keinen Sitz erlangte der SSB des KB mit 11, 7% (12, 6%), ebenfalls ohne Sitz ging der KSV der KPD mit 3, 2% aus, dafür ging ein Sitz für 2, 3% an Unabhängige. Zum MSB Spartakus heißt es, dieser sei für "Bildung und Bomben", wie der von ihm geführte Fachschaftsrat Germanistik zeigte. Aus der Fachschaft Medizin, wo der Fachschaftsrat von MSB/SHB gestellt wird, wird berichtet aus der Anatomie-AG. Am Studienseminar für Volks- und Realschulen wird der NC eingeführt.

Von Hochschulstreiks und Schülerprotesten wird berichtet aus Bochum (vgl. 25.1.1973), Braunschweig (vgl. 25.1.1973), Frankfurt (vgl. 29.1.1973), Gießen (vgl. 1.2.1973, 8.2.1973), Heidelberg, Köln (vgl. 22.1.1973, 30.1.1973), Konstanz und Marburg (vgl. 23.1.1973). Berichtet wird auch von der Gründungsversammlung der Hamburger Sektion des BFdW, gegen die der KSV vor Ort protestierte, während die SSG eine Protestversammlung im Foyer des Uni-Audimax mit fast 200 Studenten durchführte.

Aus den USA berichtet Lothar Störmer: "Nixons Antrittsrede: Ein Meisterwerk der Demagogie und Heuchelei". In "Ein Dokument des Sektierertums und der Verzagtheit" wird auf die Haltung des KB zur Ausländergesetzdemonstration am 8.10.1972 und der Bonner Vietnamdemonstration am 14.1.1973 eingegangen sowie von der Hamburger Vietnamdemonstration (vgl. 6.1.1973) berichtet. Selbstkritik wird geübt für eine falsche Vietnamresolution (vgl. 29.1.1973). Zum Nahen und Mittleren Osten bzw. der Ölversorgung der USA und dem Kampf der PFLOAG Oman wird festgestellt: "Die Lage des US-Imperialismus wird immer auswegloser", erläutert wird: "So verhält es sich mit der Pressefreiheit in China". Berichtet wird aus Ägypten (vgl. 5.2.1973), Belgien, Griechenland (vgl. 17.1.1973), Irland (vgl. 5.2.1973), Italien (vgl. 23.1.1973), dem Libanon, aus Spanien, Zimbabwe, und den USA. Von Einar Schlereth stammt ein Gedicht auf Amilcar Cabral. Angekündigt wird der nächste Auftritt des Chors der SSG am 14.2.1973.
Q: Rote Presse Nr. 3, Hamburg 13.2.1973

14.02.1973:
Von der Sozialistischen Studentengruppe (SSG) Hamburg wurde eingeladen zur "Diskussionsveranstaltung zum Programm der westdeutschen Kommunisten" am 14.2.1973 um 18 Uhr im PI-Hörsaal. Auftreten soll der Chor der SSG. Vermutlich wird diese am 21.2.1973 fortgesetzt.
Q: Rote Presse Nr. 3 und 4, Hamburg 29.1.1973 bzw. 12.3.1973, S. 3 und 16

15.02.1973:
In Mainz beginnt, laut Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg (vgl. 12.3.1973), der Kongreß der vietnamesischen Studenten in der BRD, der bis zum 18.2.1973 dauert, wobei 150 Delegierte 1 500 Studenten vertreten. Die SSG verfasst eine Grußadresse.
Q: Rote Presse Nr. 4, Hamburg 12.3.1973, S. 13

03.05.1973:
Vermutlich Anfang dieser Woche geben in Hamburg die Schülergruppen der Sozialistischen Studentengruppe (SSG-Schülergruppen) eine Extraausgabe der 'Roten Presse' (vgl. 13.2.1973, 12.3.1973) - Sozialistische Hamburger Studentenzeitung - zum Preis von 10 Pfennig mit einer Auflage von 1 500 heraus, in der sie in einer redaktionellen Bemerkung ihre Aufnahme der Arbeit unter den Hamburger Oberschülern bekanntgeben. Die bisherige Sozialistische Schülerfront (SSF) habe mit ihrem 'Schulkampf' die Darlegung der Anschauungen der Kommunisten unter den Hamburger Schülern nur unzureichend wahrgenommen.

Der Leitartikel behandelt das "SVG ein Glanzstück bürgerlicher Bildungspolitik". In "Schluß mit politischer Disziplinierung!" wird berichtet vom Gymnasium Farmsen über den Rausschmiß J. Buttlers, wozu auch eine Dokumentation erschien. Aus Farmsen wird auch berichtet in "MSB - linker Fuss von Schmidt" über die Verweigerung der Solidarität mit Buttler durch die vom MSB/H gestellten dortigen Schulsprecher.
Eingeladen wird zu einem zweiten Sympathisantenseminar der SSG "Zu den Grundlagen unserer Politik" (vgl. 17.3.1973).
Q: Rote Presse Extraausgabe für Hamburger Schüler, Hamburg o. J. (1973)

12.03.1973:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg gibt die Nr. 4 ihrer 'Roten Presse' (vgl. 13.2.1973, 4.4.1973) - Sozialistische Hamburger Studentenzeitung -in einer Auflage von 1 400 Stück heraus. Berichtet wird von der "Diskussionsveranstaltung zum Programm der westdeutschen Kommunisten" am 21.2.1973. Erläutert wird: "Die Arbeit der SSG mit ihren Sympathisanten". Sympathisantengruppen gibt es u.a. an der HfBK sowie an der Uni für PI, Germanistik, Psychologie, Med/Wiwi/Jur und Sport.

Aufgerufen wird: "Kampf dem Justizterror!", wobei dieser sich u.a. gegen ASTA Uni und KHG Freiburg richtet. Festgestellt wird: "Weltwährungskrise: Krise des kapitalistischen Systems". Berichtet wird aus der DruPa Hamburg von deren 40. Delegiertenversammlung, aus Dortmund von Hoesch. Man äußert sich auch "Zum 'Kampf um die Fabrik'" als Jugendzentrum in Altona. Enthüllt wird angesichts der Vietnamblutspendeaktion 8vgl. 31.1.1973) die "Politische Gängelung der ESG". Berichtet wird auch vom Studienseminar (vgl. 12.2.1973).

Vom Hochschulkampf wird berichtet aus Hamburg über "Neue RPO-Entwürfe" und über "Die Durchsetzung der RPO bei den Anglisten". Im Fachbereichsrat des PI sind nun zwei SSGler, die 897 Stimmen erhielten, während die SHBler 1 400 bis 1 700 und die MSBler 1 015 bis 1 164 Stimmen bekamen.

Vom internationalen Hochschulkampf wird berichtet aus Ägypten, Azania, Griechenland (vgl. 21.4.1972, 22.2.1973), Italien (vgl. 21.2.1973), Marokko und Spanien. Eingegangen wird auch auf Laos (vgl. 21.2.1973), Island, die Auswanderung sowjetischer Juden nach Israel, Irland (vgl. 28.2.1973, 8.3.1973), Streiks in Großbritannien und den Kongreß der vietnamesischen Studenten in der BRD (vgl. 15.2.1973). Geworben wird für die SSG-Broschüre "Unser Programm" und die Zeitung 'Irischer Volkskampf' des Irland-Komitees Hamburg, aufgerufen zum Neujahrsfest der Iranischen Studentenvereinigung (vgl. 24.3.1973).
Q: Rote Presse Nr. 4, Hamburg 12.3.1973

17.03.1973:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg will mit der Wiederholung ihres zweitägigen Sympathisantenseminars beginnen.
Q: Rote Presse Extraausgabe für Hamburger Schüler, Hamburg o. J. (1973), S. 4

24.03.1973:
Zum Neujahrsfest der Iranischen Studentenvereinigung Hamburg rief auch die Sozialistische Studentengruppe (SSG) auf (vgl. 12.3.1973).
Q: Rote Presse Nr. 4, Hamburg 12.3.1973, S. 15

04.04.1973:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg gibt die Nr. 5 ihrer 'Roten Presse' (vgl. 12.3.1973, 17.4.1973) - Sozialistische Hamburger Studentenzeitung - in einer Auflage von 1 400 Stück heraus. Zu Vietnam wird im Leitartikel gefragt: "Wer bricht das Waffenstillstandsabkommen?". Aufgefordert wird zur RPO: "Keinen Schritt zurück im Kampf gegen die Rahmenprüfungsordnung", aus dem Studentenparlament (STP) wird berichtet von den Wahlfälschungen zugunsten der SSG, weswegen die SSG die Wahl angefochten hat.

Berichtet wird vom VDS (vgl. 22.3.1973), von der Bundeswehrhochschule (BWHS) Hamburg. Geschildert werden: "Der Kampf der Bremer Schüler gegen politische Entlassungen" (vgl. 23.3.1973) sowie aus Hamburg vom Gymnasium Farmsen die politische Entlassung von J. Buttler.

Aus Frankfurt berichtet der Artikel "Brutaler Polizeieinsatz gegen Hausbesetzer" (vgl. 28.3.1973). In "Kampf der 'gewöhnlichen' Unterdrückung der Ausländer" wird berichtet aus Kiel über Türken in der Fleischverarbeitungsfirma Fritz Mahrt (NGG-Bereich) Kiel und Spanier in Nürnberg, aufgerufen wird zur Mitarbeit im Ausländerforum, welches die Infos 'Kampf den reaktionären Ausländergesetzen' herausgebe und sich in der ESG treffe. Aus der JVA Köln-Ossendorf wird berichtet über vier Selbstmorden in den letzten sechs Wochen von wegen dem Ausländergesetz Inhaftierten, u.a. eine Jugoslawin. Aus Itzehoe wird berichtet von Gruner + Jahr (DP-Bereich – vgl. 22.3.1973). Aus der DruPa wird berichtet vom Unvereinbarkeitsbeschluss (vgl. 9.3.1973). Aus Hamburg wird berichtet aus der GEW, von der Chemietarifrunde (CTR) der IG Chemie, wobei u.a. wegen der linearen Forderungen der Vertrauensleute Reichold, Beiersdorf, die Norddeutsche Affinerie und Promonta Erwähnung finden.

Man äußert sich "Zur Polemik des KB-Nord gegen die KP China" und würdigt den 102. Jahrestag der Pariser Kommune. Zur SU heißt es: "Die sowjetische Wirtschaftskrise: Krise des restaurierten Kapitalismus". Aufgerufen wird: "Kampf den imperialistischen Wiederaufbauplänen in Vietnam", kundgetan wird zu den Grenzstreitigkeiten zwischen Kuwait und dem Irak: "Der Kampf der Supermächte um das Öl im Nahen Osten spitzt sich zu!". Berichtet wird über "Streiks an Frankreichs Schulen" und "Massenkämpfe in Dänemark", gefragt wird: "Wem gehört der Panamakanal?". Vom internationalen Hochschulkampf wird berichtet aus Griechenland, Venezuela und Spanien.
Q: Rote Presse Nr. 5, Hamburg 4.4.1973

09.04.1973:
An der Universität Hamburg stimmen, laut Sozialistische Studentengruppe (SSG) (vgl. 17.4.1973), da sie bereits eine Woche zuvor mit ihrer Erstsemesterberatung im Foyer begann, alle 400 Erstsemester am Pädagogischen Institut (PI) gegen nur zwei Stimmen für die Resolution der SSG gegen die von der Univerwaltung vorgesehene Verlosung der Seminarplätze und für den Kampf gegen die RPO sowie die Regelung der Sache durch den Fachschaftsrat (FSR – vgl. 11.4.1973).
Q: Rote Presse RPO-Extra, Hamburg 17.4.1973, S. 1f

10.04.1973:
In Hamburg beteiligen sich, laut und mit Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg (vgl. 2.5.1973), heute zunächst rund 300 an einer Vietnamdemonstration gegen den Thieubesuch, der Schlusskundgebung am Mönckebrunnen hören rund 600 Leute zu.
Q: Rote Presse Nr. 6, Hamburg 2.5.1973, S. 6

10.04.1973:
Die Hamburger Bürgerschaftsfraktion der SPD verabschiedet, laut Sozialistische Studentengruppe (SSG) (vgl. 17.4.1973), die "Allgemeinen Grundsätze für das Prüfungswesen" (Rahmenprüfungsordnung – RPO).
Q: Rote Presse RPO-Extra, Hamburg 17.4.1973, S. 1

12.04.1973:
An der Universität Hamburg stimmt, laut Sozialistische Studentengruppe (SSG) (vgl. 17.4.1973), im Fachbereichsrat des Pädagogischen Instituts (PI) der MSB Spartakus für eine paritätisch besetzte Kommission zur Vergabe der Seminarplätze für Erstsemester, während die SSG diese ablehnt (vgl. 9.4.1973).
Q: Rote Presse RPO-Extra, Hamburg 17.4.1973, S. 2

12.04.1973:
An der Universität Hamburg versammeln sich, laut Sozialistische Studentengruppe (SSG) (vgl. 17.4.1973), ca. 3 000 Studenten zur Uni-Vollversammlung um Maßnahmen gegen die "Allgemeinen Grundsätze für das Prüfungswesen" (Rahmenprüfungsordnung – RPO – vgl. 10.4.1973) zu beraten.
Q: Rote Presse RPO-Extra, Hamburg 17.4.1973, S. 1

17.04.1973:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg gibt ein RPO-Extra ihrer 'Roten Presse' (vgl. 2.4.1973, 19.4.1973) - Sozialistische Hamburger Studentenzeitung - in einer Auflage von 2 500 Stück heraus. Berichtet wird von der Verabschiedung der RPO (vgl. 10.4.1973, 12.4.1973) sowie vom Pädagogischen Institut (PI – vgl. 9.4.1973). Kritisiert werden MSB Spartakus der DKP, KSV der KPD und SSB des KB. Berichtet wird vom VDS (vgl. 22.3.1973), von Schul- und Hochschulkämpfen und aus Hamburg auch von der Gewerbeschule Angerstraße.
Q: Rote Presse RPO-Extra, Hamburg 17.4.1973

19.04.1973:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg gibt ein Mai-Extra ihrer 'Roten Presse' (vgl. 17.4.1973, 2.5.1973) in einer Auflage von 2 500 Stück heraus, in dem sie zur Maidemonstration der DGB-Jugend im Block der Kommunistischen Gruppe (KG) Hamburg aufruft.
Q: Rote Presse Mai-Extra, Hamburg 19.4.1973

02.05.1973:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg gibt die Nr. 6 ihrer 'Roten Presse' (vgl. 19.4.1973, 28.5.1973) - Sozialistische Hamburger Studentenzeitung - in einer Auflage von 3 000 Stück heraus. Der Leitartikel "Verbot der Kommunisten?" befasst sich mit der Bonner Rathausbesetzung (vgl. 10.4.1973) und dem Verbot der KPD. Auch in Hamburg wurde gegen den Thieubesuch demonstriert (vgl. 10.4.1973). Berichtet wird aus der GEW Hamburg (vgl. 26.4.1973), von der Drucktarifrunde (DTR der DruPa) bundesweit (vgl. 6.4.1973, 9.4.1973) sowie aus Hamburg (vgl. 9.4.1973), Bremen (vgl. 10.4.1973), Köln (vgl. 9.4.1973) und München (vgl. 8.4.1973). Von der IGM wird berichtet über den Unvereinbarkeitsbeschluß (UVB – vgl. 16.4.1973), aus dem Hamburger IGM-Bereich von Still-Esslingen (SE) über die Maivorbereitung der DKP (vgl. 25.4.1973). Von der SPD Hamburg wird über ihre Haltung zu den Fahrpreiserhöhungen berichtet. Aus Hohenfelde wird berichtet über die "Hausbesetzung in der Ekhofstraße 39".

Von Hamburger Hochschulen wird berichtet von der FHS über die Staatsaufsicht, von der HfBK über die Wahlordnung, von der Universität aus der Medizin, dem Historischen Seminar, den Wirtschaftswissenschaften und vom PI über den Protest gegen das Abreißen von Wandzeitungen bei den Romanisten, aber auch am Soz/Pol-Institut, bei den Anglisten, in der Wiso, bei den Psychologen und im Foyer des PhilturmS. Vom PI wird berichtet über die auf der RPO (vgl. 10.4.1973) basierende Lehrerprüfungsordnung (LPO), wobei von den VR-Lehrerstudenten berichtet wird sowie von Elterninitiativen für kleinere Klassen etc. in Altona, Eimsbüttel, Eppendorf, Farmsen, Lohbrügge und Wandsbek. Berichtet wird auch von der Schule Kielortallee (vgl. 26.4.1973).

Vom bundesweiten Hochschulkampf wird berichtet vom SVI (vgl. 13.4.1973), aus Bonn (vgl. 13.4.1973, 15.4.1973), aus Schleswig-Holstein (vgl. 16.4.1973) bzw. Kiel (vgl. 25.4.1973) und aus Marburg vom Sozialkampf. Vom internationalen Hochschulkampf wird berichtet aus dem Libanon (vgl. 5.4.1973), aus Italien (vgl. 11.4.1973) und aus Frankreich (vgl. 2.4.1973). Vom internationalen Klassenkampf wird berichtet aus Kambodscha, aus Frankreich von Renault, aus Italien, den Niederlanden und Spanien, wo sich die Zahl der durch Streiks ausgefallen Arbeitsstunden in den letzten fünf Jahren verdreifachte. Zu Vietnam wird gefragt: "Foltern die DRV und die FNL ihre Gefangenen?".

Aufgerufen wird zu Spenden für die SSG. Von der Oberschülerzelle in der SSG erscheint die "Erklärung zur Auflösung der SSF und den Aufgaben der Kommunisten im Schulbereich", die die Gründung der SSG-Schülergruppen bekanntgibt. Dies geschieht zum Anlaß der Auflösung der bisherigen Sozialistischen Schülerfront (SSF) Hamburg und Bildung der Oberschülerzelle der SSG als Leitung der SSG-Schülergruppen, zu denen auch die alte Gruppe selben Namens an den Fachoberschulen und die Gruppe Sozialistischer Abendschüler (GSA) hinzustoßen. Die Oberschülerzelle ist eine normale Zelle der SSG und wird durch ein Mitglied der SSG-Leitung angeleitet, ihre Mitglieder werden gleichzeitig Mitglieder bzw. Kandidaten der SSG.
In der Erklärung heißt es u.a.:
"Auch die SSF hat die Aufgabe, die sie sich gesteckt hat – Mobilisierung und Organisierung der Massen im Oberschülerbereich und Ausrichtung der Kämpfe auf das Bündnis mit der Arbeiterklasse im Kampf um den Sozialismus - nicht erfüllt. … Die SSF hat sich vielmehr von den Massen isoliert. … Entscheidend für diese Fehler der SSF war das Fehlen einer kommunistischen Organisation in Hamburg, die in der Arbeiterklasse arbeitet und die Arbeit der SSF politisch-ideologisch hätte anleiten können. … Die Auflösung der SSF ist also ein Schritt voran, wo die organisatorische Unabhängigkeit der SSF zu einer Fessel wurde für die Entwicklung der Hamburger Schülerschaft, diese Fessel zu sprengen und auf politischer Grundlage und unter Anleitung der SSG einen kommunistischen Kern zu entwickeln, der in der Lage ist, eine kommunistische Schülerorganisation aufzubauen … . Die Arbeit unter den Oberschülern ist gegenwärtig noch im Rahmen der SSG zu organisieren, die KG wird jedoch auch organisatorische Schritte einleiten, um einen direkten Einfluß in diesem Bereich zu gewinnen. Dies geschieht derzeit durch die Einrichtung einer KG-Zelle in der SSG, die die Linie der KG in der SSG durch Überzeugungsarbeit durchsetzen soll. Ziel der organisatorischen Schritte, die wir unternommen haben, wird es sein, eine kommunistische Massenorganisation unter den Hamburger Oberschülern aufzubauen, die sich parteilich orientiert an der KG Hamburg."

Enthalten ist auch eine Beilage Schulkampf mit einer Auflage von 500 Stück. Diese berichtet in "Haftbefehl gegen 2 Flugblattverteiler" vom Gymnasium Wiesloch. Zum SVG wird gefragt "Mit welcher Perspektive führen wir den Kampf gegen politische Disziplinierung?"
Q: Rote Presse Nr. 6, Hamburg 2.5.1973

15.05.1973:
Die SSG Hamburg (vgl. 29.5.1973) berichtet aus München vermutlich von der LMU:"
Am 15. Mai versuchte der Nationaldemokratische Hochschulbund (Ableger der NPD) einen 'Informationsstand' in der Mensa aufzubauen. Zahlreiche empörte Kommilitonen forderten den NHB mehrere Male auf, den Stand abzubauen. Als das nicht geschah, wurde ihm beim Einpacken 'geholfen'. Diese Polizeispitzel, die den Staat nach Kräften in seinen Angriffen auf die politischen Rechte der Studenten unterstützen, denen das Bayrische Hochschulgesetz (BHG, d.Vf.) noch nicht reaktionär genug ist, wollen Rechte für sich in Anspruch nehmen, die sich die fortschrittlichen Studenten gegen den Staat und seine Handlanger vom NHB erkämpft haben. Ein schlechter Witz, über den die Münchener Kommilitonen nicht lachen konnten."
Q: Rote Presse Nr. 7, Hamburg 29.5.1973, S. 6

28.05.1973:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg gibt ein Extra ihrer 'Roten Presse' (vgl. 2.5.1973, 29.5.1973) - Sozialistische Hamburger Studentenzeitung - in einer Auflage von 5 000 Stück unter der Überschrift "Gefühle, Wünsche, Entrüstung, Empörung… Unterstützt die KG ein Verbot der Gruppe Rote Fahne ('KPD')?" heraus, wobei die Redaktion von Mitgliedern der Kommunistischen Gruppe Hamburg gebildet wird. Geantwortet wird auf den 'Rote Fahne Sonderdruck' der KPD: "Kommunistenhetze unter der Maske der Solidarität", erläutert wird: "Warum war die Bonner Rathausbesetzung falsch?".
Q: Rote Presse Extra Gefühle, Wünsche, Entrüstung, Empörung… Unterstützt die KG ein Verbot der Gruppe Rote Fahne ('KPD')?, Hamburg 28.5.1973

29.05.1973:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg gibt die Nr. 7 ihrer 'Roten Presse' (vgl. 28.5.1973, 20.6.1973) - Sozialistische Hamburger Studentenzeitung - in einer Auflage von 3 000 Stück heraus. Der Leitartikel berichtet über die Hausbesetzung in der Ekhofstraße 39 bzw. über den "Belagerungszustand in Hohenfelde". Eingegangen wird auf die Hausbesetzung auch in "Täglich Polizeiterror" und hinsichtlich der eventuellen Belegung der Wohnungen durch das Studentenwerk. Geschildert werden "Schmutzige Geschäfte mit der Wohnungsnot". Zur Erhöhung der Mineralölsteuer (vgl. 1.7.1973) erscheint der Artikel "Fröhliche Preistreiberei". Berichtet wird von einem arabischen Kommilitonen über "Schikanen gegen Ausländer" bzw. das Ausländergesetz. Berichtet wird in "Die Polizei, dein Freund und Helfer" von den Spezialeinsatzkommandos (SEK) der Bereitschaftspolizei Rheinland-Pfalz, die es in Koblenz, Mainz und Ludwigshafen gibt.

Dokumentiert werden "Der Kampf der Studenten und das Bündnis mit der Arbeiterklasse. Rede auf dem Teach-In der SSG zum 1.Mai" sowie zum 1. Mai in Bremen ein Leserbrief aus den 'Bremer Nachrichten' vom 12.5.1973 und ein Bericht der 'UZ' der DKP vom 4.5.1973. Berichtet wird aus Bremen auch von der Auflösung des DGB KJA (vgl. 11.5.1973) sowie mit Hilfe der 'Roten Fahne' der KPD, vom 1. Mai in Dortmund.

Von der Hamburger Universität wird berichtet vom Kampf um die Wandzeitungen, u.a. am Romanischen Seminar, von einem Go-In der "Initiativgruppe gegen die Teilzulassungen" von Lehrerstudenten beim Akademischen Senat, vom Historischen Seminar, aus dem PI und aus der Mathematik. An der HfBK helfe der vom MSB Spartakus gestellte AStA der Reaktion, die eigene Zelle opponiert mit Hilfe ihrer 'Kulturfront'. Auch an der FHS stellt der MSB den AStA, sabotiere den Kampf.

Berichtet wird von der Demonstration gegen das Verbot der KPD (vgl. 24.5.1973), in "Eine schlechte Verteidigung einer schlechten Sache" wird berichtet von der Haltung von DKP und MSB Spartakus dazu.

In "HH-Stellingen: 100 Schüler besetzen Rathaus" wird berichtet von der Forderung nach einem Jugendhaus, die an der Schule Sportplatzring erhoben wird. Vom Schulkampf wird auch berichtet aus Hamburg von der Abendschule St. Georg (vgl. 15.5.1973) und der Abendschule Holstenglacis sowie aus Ostrhauderfehn (Kreis Cloppenburg).

Vom Hochschulkampf wird berichtet aus Bremen (vgl. 8.5.1973, 14.5.1973), Heidelberg (vgl. 2.5.1973), Karlsruhe (vgl. 18.5.1973), München (vgl. 15.5.1973) und Westberlin (vgl. 15.5.1973).

Vom internationalen Hochschulkampf wird berichtet aus Venezuela, wo in Barquisimeto 50 Studenten durch die Polizei, die auch Tränengas einsetzte, teils schwer verletzt wurden, aus Mexiko, England und Portugal.
In "'Daddy bricht es fast das Herz'" wird aus den USA berichtet über Nixon bzw. Watergate. Vom internationalen Klassenkampf wird berichtet aus Island, aus Vietnam u.a. über Dien Bien Phu, aber auch über erneute Bombenanagriffe, aus Australien, Finnland, Indien, aus Belgien vom Hafenarbeiterstreik in Antwerpen und Gent sowie aus Oman.

Dokumentiert wird der "Aufruf zur Solidarität mit dem revolutionären Kampf der arabischen Völker im Nahen Osten. Wen vertritt der Bundeskanzler in Israel?" gegen den Israelbesuch von Willy Brandt, der bereits unterschrieben wurde von der KHG (NRF) Heidelberg / Mannheim, dem SPK Heidelberg, dem KSB Göttingen, der KSG Clausthal, der KHG Köln, dem Palästina-Komitee Münster, der SSG Hamburg, dem Indochina-Komitee Hamburg, dem Solidaritätskomitee zur Unterstützung des Befreiungskampfes der arabischen Völker Hamburg und der KG Hamburg.

Zwecks Verbesserung gibt es eine Leserumfrage.
Q: Rote Presse Nr. 7, Hamburg 29.5.1973

20.06.1973:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg gibt ein Extra "Wahlaufruf der SSG" ihrer 'Roten Presse' (vgl. 29.5.1973, 25.6.1973) - Sozialistische Hamburger Studentenzeitung - mit einer Auflage von 5 000 heraus. Eingeladen wird zur eigenen Filmveranstaltung (vgl. 22.6.1973). In "ASTA contra Mietwucher" wird eingegangen auf die unsolidarische Haltung des AStA zum Kampf der Mieter in Hohenfelde. In "Antikommunismus" wird berichtet über Äußerungen von Peter Schütt (DKP) und Martin Buchholz zu den Verfolgungen der KPD. In "Gewerkschaftliche Disziplinierung" wird berichtet von der durch die GEW-Hauptversammlung beschlossenen Demonstration am 3.7.1973, die MSB Spartakus und DKP am PI zu sabotieren versuchten.
Q: Rote Presse Extra Wahlaufruf der SSG, Hamburg 20.6.1973

22.06.1973:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg (vgl. 20.6.1973) lud ein zur Filmveranstaltung mit dem film "Wir haben nur soviel Rechte, wie wir uns nehmen" über die Kämpfe der Heidelberger Studenten.
Q: Rote Presse Extra Wahlaufruf der SSG, Hamburg 20.6.1973, S. 1

25.06.1973:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg gibt die Nr. 8 ihrer 'Roten Presse' (vgl. 20.6.1973, 4.7.1973) - Sozialistische Hamburger Studentenzeitung - in einer Auflage von 3 000 Stück heraus. Der Leitartikel "Lehrerprüfungen: Einschüchterung und Gesinnungsschnüffelei" berichtet vom NC für VR-Lehrerstudenten am Studienseminar, dem sich auch ein weiterer Artikel widmet. Von den Hamburger Hochschulen wird berichtet von der Uni vom Historischen Seminar, über die Berufung in der Medizinsoziologie, vom Slavischen Seminar
Aufgerufen wird zur Wahl der SSG bei den Studentenparlamentswahlen (StPW) und zur GEW-Demonstration gegen die Bildungspolitik (vgl. 3.7.1973), zu der auch die Aktion Kleine Klasse (AKK) aufruft. Erwähnung finden dabei die AKK Süderelbe bzw. Fischbek, die streikbereite Wolfgang Borchert-Schule Eppendorf, der Heizungsstreik in Farmsen, Streiks in Altona und an der Gesamtschule Horn.

Von den Hamburger Schulen wird berichtet von Warnstreik der Berufsaufbau- und Fachoberschüler (BAS/FOS – vgl. 24.5.1973, 3.6.973), aber auch vom Wirtschaftsgymnasium (WG) Berliner Tor, wo für freie Plakatierung gekämpft wird und Peter R. vom Rausschmiß bedroht ist.

Berichtet wird auch über die Gründung des KBW (vgl. 8.6.1973), über die Korruption im Bundestag, aus Nordhorn Range (vgl. 14.6.1973), über die Streiks für Teuerungszulagen (TZL), u.a. bei Honeywell Dörnigheim (vgl. 5.6.1973), und die Entlassungen von Redakteuren (DJU-Bereich) der 'Hamburger Morgenpost' wegen der Berichterstattung über die Hausbesetzung in der Ekhofstraße, vom BVG-Urteil bzgl. des Vorschaltgesetzes in Niedersachsen (vgl. 29.5.1973), vom bundesweiten Hochschulkampf aus Aachen, Baden-Württemberg (vgl. 7.6.1973), Bayern (vgl. 25.6.1973), Coburg (vgl. 5.6.1973), Erlangen-Nürnberg (vgl. 18.6.1973), Freiburg, Kiel (vgl. 23.5.1973), Marburg, München (vgl. 2.6.1973, 4.6.1973), Lüneburg (vgl. 6.6.1973), Münster (vgl. 10.6.1973).
Über den internationalen Klassenkampf wird berichtet aus Irland und von der Irlandveranstaltung (vgl. 12.6.1973), aber auch aus Ägypten, Azania (Südafrika), Spanien, Großbritannien, Finnland, Italien, Angola, dem Libanon, und der Schweiz sowie aus Vietnam (vgl. 13.6.1973) und von den Studentenvisa.
MSB/SHB würden die antiimperialistische Arbeit des VDS sabotieren.
Q: Rote Presse Nr. 8, Hamburg 25.6.1973

04.07.1973:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg gibt ein Extra "Warum ist eigentlich seit der Verabschiedung der RPO der Kampf an der Uni nicht so recht vorangekommen?" ihrer 'Roten Presse' (vgl. 25.6.1973, Sept. 1973) - Sozialistische Hamburger Studentenzeitung - heraus. Dargelegt werden "Die nächsten Aufgaben unseres Kampfes" und erklärt: "Worum ging es in diesem Semester?". Gefragt wird: "BVG-Urteil - ein Angriff auf die 'Mitbestimmung'?", aufgerufen wird: "Den Kampf organisieren! Das bewußte Element stärken!".
Eingeladen wird zum eigenen Seminar.
Q: Rote Presse Extra Warum ist eigentlich seit der Verabschiedung der RPO der Kampf an der Uni nicht so recht vorangekommen?, Hamburg 4.7.1973

September 1973:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg gibt die Sondernummer 2/3 ihrer 'Roten Presse' (vgl. 4.7.1973, 6.11.1973) - Sozialistische Hamburger Studentenzeitung - in einer Auflage von 2 200 Stück heraus, in der sie das Protokoll ihrer Mitgliederversammlung vom 11./12 und 21./22.7.1973 sowie einen Kommentar dazu veröffentlicht.
Q: Rote Presse Sdr.Nr. 2/3, Hamburg Sept. 1973

06.11.1973:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg gibt die Nr. 9 ihrer 'Roten Presse' (vgl. Sept. 1973, 10.12.1973) - Sozialistische Hamburger Studentenzeitung - in einer Auflage von 2 000 Stück heraus. Der Leitartikel ruft auf zum Chileprotest gegen den Besuch von Eduardo Frei. Geschildert werden, mit Hilfe der 'KVZ' Nr. 4 des KBW (vgl. 10.10.1973), auch "Die Bedingungen des Freiheitskampfes". Geführt wurden ein "Interview mit zwei Genossen, die in Chile waren" sowie ein "Interview mit Luis Badilla (Linkschrist)". Dokumentiert wird das Glückwunschtelegramm von Carlos Altamirano an Mao Tse-tung.

Aus Ellerau wird berichtet: "Ein Dorf kämpft um seinen Pastor", wobei auch über Edda Groth in Bramfeld berichtet wird. Berichtet wird auch aus dem AjLE der GEW (vgl. 10.10.1973) sowie vom Kampf gegen die Berufsverbote von Marita Hindemith und Peter Altenburg.

Geschildert werden die jüngsten Erkenntnisse der SSG über "Unsere Aufgaben im Kampf an der Hochschule", dokumentiert wird die "Hauptresolution der Delegiertenkonferenz" der KHG Mannheim/Heidelberg/Karlsruhe. Von Hamburger Hochschulen wird berichtet von der Uni aus der Wiwi.

Gefragt wird zum Studentenverband Deutscher Seefahrtschulen (SVDS – vgl. 1970, 23.6.1973): "Wer sind die heimlichen Freunde der Unternehmer in der Studentenschaft?".

Berichtet wird vom Streik im Saarbergbau (vgl. 24.10.1973) sowie von der Ford Köln-Solidaritätsveranstaltung der KPD (vgl. 16.10.1973). Aus Hamburg wird berichtet von DEMAG-Conz.
Q: Rote Presse Nr. 9, Hamburg 6.11.1973

10.12.1973:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg gibt ein Extra ihrer 'Roten Presse' (vgl. 6.11.1973, 28.1.1974) - Sozialistische Hamburger Studentenzeitung - in einer Auflage von 2 500 Stück mit einem Leitartikel zur Ölkrise bzw. den Notstandsmaßnahmen und den Demonstrationen dagegen (vgl. 8.12.1973) heraus. Zum BaFöG wird gefordert: "Einheitliche und kostendeckende Ausbildungsförderung!", aufgerufen wird zur morgigen Uni-VV sowie zur Diskussionsveranstaltung "Imperialistische Krise und Notstandsmaßnahmen" (vgl. 13.12.1973). Berichtet wird über die Energieeinsparungen in der Universität und den Studentenwohnheimen sowie von der Lehrerprüfungsordnung (LPO – vgl. 4.12.1973) und von der Universitätsklinik Eppendorf (UKE) über den Sonderforschungsbereich SFB 115 zur Isolation in: "Ausbeutungs-, Folter- und Kriegsforschung an der Uniklinik".
Q: Rote Presse Extra, Hamburg 10.12.1973

28.01.1974:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg gibt ein Extra "SSG ins SP" ihrer 'Roten Presse' (vgl. 10.12.1973, 26.4.1974) - Sozialistische Hamburger Studentenzeitung - zu den Studentenparlamentswahlen (StPW) mit einer Auflage von 2 000 Stück zum Preis von 20 Pfennig heraus. Der Leitartikel trägt den Untertitel "Die Front gegen die Verschlechterung der materiellen Lage weiter verbreitern und ausrichten".

Weitere Artikel sind:
- "Die Machtpolitik von MSB und SHB in VDS und ASTA wird immer unerträglicher!";
- "KSV und SSB - Pat und Patachon"; sowie
- "DKP und MSB unterstützen Unvereinbarkeitsbeschluss des GEW-Vorstandes".

Aufgerufen wird zur Blutspendeaktion für Chile (vgl. 30.1.1974).
Q: Rote Presse Extra SSG ins SP, Hamburg 28.1.1974

26.04.1974:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg gibt die Nr. 1/74 ihrer 'Roten Presse' (vgl. 8.2.1974, 8.5.1974) - Sozialistische Hamburger Studentenzeitung - in einer Auflage von 1 000 Stück zum Preis von 30 Pfennig mit dem Leitartikel "Heraus zum 1. Mai!" heraus. Aufgerufen wird auch zur Maiveranstaltung des KBW (vgl. 30.4.1974). Zum KB wird gefragt: "Aktionseinheit?". Ein Artikel stellt fest: "Auch die Studenten müssen sich unter den Forderungen der Arbeiterklasse sammeln" wobei auf Medizinstudenten Bezug genommen wird, sowie - "Zur Bundeswehrhochschule" (BWHS) über die Ablehnung der Kooperation der Uni mit dieser am Fachbereich Jura, am PI und in der Soz/Pol.

Weitere Artikel sind:
- "'Soll der AStA politisch liquidiert werden?'" zum politischen Mandat;
- "Weg mit §218" zur letzten Demonstration (vgl. 17.4.1974);
- "Die Geschichtsstudenten werden sich die Zwangsjacke der Teilnehmerzahlbeschränkung nicht überziehen";
- "Verschärfung des Examens am PI. Zweitgutachten für alle Arbeiten";
- "26. ordentliche MV des VDS. Machtkampf zwischen MSB, SHB und Jusos" (vgl. 26.4.1974);
- FHS Sozialpädagogik: Behörde vor Gericht abgeblitzt - VV beschließt Vorbereitung des Kampfes gegen Semesterverlängerung" sowie
- "Studienberatung für Erstsemester am PI".
Q: Rote Presse Nr. 1, Hamburg 26.4.1974

08.05.1974:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg gibt die Nr. 2 ihrer 'Roten Presse' (vgl. 26.4.1974, 21.5.1974) - Sozialistische Hamburger Studentenzeitung - in einer Auflage von 1 000 Stück zum Preis von 40 Pfennig heraus. Der Leitartikel tritt ein "Für eine FSR-Politik, die dem Kampf der Studenten für ihre Rechte dient und die den Kampf für die Rechte des Volkes unterstützt!". Weitere Artikel sind:
- "Sozialpraktikum" zur Lehrerausbildung am PI;
- "1. Mai in Hamburg"; und
- "Wir lassen uns nicht in Seminare stopfen, die uns nicht interessieren" zur Psycholinguistik bzw. der Germanistik;
- "Nicht für ein demokratisches Hochschulgesetz - für die Rechte der Studenten! Der Kampf gegen das HRG" aus der Broschüre "Für eine VDS-Politik, die dem Kampf der Studenten für ihre Rechte dient und die den Kampf für die Rechte des Volkes unterstützt!" (vgl. Apr. 1974);
- "Erfolgreich im Kampf für das Recht auf freie Wahl der Seminare" vom Fachbereich Geschichte, wo MSB/SHB die Mehrheit im FSR haben;
- "Teilerfolg im 'Sozialkampf'?" zur BAFöG-Demonstration am 24.1.1974 (aus der Braunschweiger 'Roten Hochschulzeitung' (vgl. 24.4.1974);
- ein Bildbericht aus der umgebauten Mensa;
- "Für die Einbeziehung der Studenten in die gesetzliche Krankenversicherung. Übertragung des Gesundheitswesens an eine sich selbstverwaltende Krankenkasse" zur DSKV;
- "Aus gegebenem Anlaß: 25 Jahre Grundgesetz" (GG), wobei zur KBW-Veranstaltung am 22.5.1974 eingeladen wird;
- "Schikanen bei der Raumvergabe" für die Chile-Veranstaltung am 13.5.1974;
- "GEW-HH: Unvereinbarkeitsbeschluß gefaßt" zum UVB (vgl. 25.4.1974);
- "NC am Studienseminar", was auf der PI-VV am 9.5.1974 diskutiert werden solle; sowie
- "China: Die Hunde bellen - die Karawane zieht weiter" zur Darstellung der VR China in den westlichen Medien, wobei eingeladen wird zu Filmen im Abaton (vgl. 9.5.1974).
Q: Rote Presse Nr. 2, Hamburg 8.5.1974

21.05.1974:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg gibt ein HRG-Extra ihrer 'Roten Presse' (vgl. 26.4.1974, 28.5.1974) - Sozialistische Hamburger Studentenzeitung - mit einer Auflage von 8 000 Stück heraus mit dem Leitartikel "Einheitliche Demonstration für unsere Rechte vorbereiten". Weitere Artikel sind:
- "Notiz" zum SPZ, wo der neue FSR von Institutsgruppe SPZ und SSG gegen das HRG mobilisiert;
- "Vorschlag zur Aktionseinheit der Studenten";
- "Die Perspektive im Kampf gegen das HRG ist nicht die Demokratisierung der Hochschule, sondern die Herrschaft der Arbeiterklasse und der Sozialismus";
- "Beraten, Beschlüße fassen - die Uni-VV vorbereiten"; sowie
- "Warum wendet sich die SSG mit dieser Plattform an die Studenten".
Q: Rote Presse HRG-Extra, Hamburg 21.5.1974

24.05.1974:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg (vgl. 15.6.1974) berichtet von den beiden Diskussionsveranstaltungen über die Programmentwürfe für eine gemeinsame Kandidatur zu den Studentenparlamentswahlen an der Uni Hamburg heute und am 27.5.1974, an denen sich KSV, SSB und SSG beteiligten, die sich aber nicht einigen konnten.
Q: Rote Presse Extra ASTA und SP müssen dem Kampf der Studenten um ihre Rechte dienen und den Kampf für die Rechte des Volkes unterstützen, Hamburg 15.6.1974, S. 1

28.05.1974:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg gibt die Nr. 3 ihrer 'Roten Presse' (vgl. 21.5.1974, 13.6.1974) - Sozialistische Hamburger Studentenzeitung - in einer Auflage von 500 Stück zum Preis von 40 Pfennig heraus mit dem Leitartikel "HRG: der bürgerliche Staat plant die völlige Entrechtung der Studenten". Berichtet wird auch vom Tod von Neset Danis (vgl. 21.5.1974) und aufgerufen zur morgigen Veranstaltung dazu. Weitere Artikel sind:
- "Keine Miterhöhung in den Wohnheimen!", wobei auf Gustav-Radbruch-Haus, Paul-Sudeck-Haus, Unnastraße, Grindelheim, Hagenbeckstraße, Bugenhagen-Konvikt, Christopherus-Haus und die Burse eingegangen und vom Go-In am 14.3.1974 berichtet wird;
- "Thieme-Seminar abgebrochen weil die Studenten einen Diskussionsleiten gewählt haben" zur in Kooperation der Jur. Fak mit der Bundeswehrhochschule (BWHS) durchgeführten Veranstaltung, wobei auch auf KSV und MSB eingegangen wird;
- "Fischer-Appelt vollstreckt OVG-Urteil" zum politischen Mandat des AStA;
- "PI: Die Diplom-Päd-PO können wir nicht annehmen!";
- "Die neue Approbationsordnung: alle 90 sec. eine Antwort" zur Medizin;
- "Wie gehabt: ASTA verhindert tätlich Auseinandersetzung um Chile" zum Solidaritätsfussballspiel auf dem Platz des Instituts für Leibesübungen (IFL) während der Chile-Solidaritätswoche, bei dem die durch Ordner vertriebenen zwei SGG-Genossen dann am IfL agitierten;
- "Unterstützen wir die Kämpfe des Volkes" zu den FSR bzw. dem SSB des KB;
- "10 000 Bürger vom hohen Senat überstimmt" zur Stillegung der Straßenbahnlinie 9;
- "'Behutsame Stadtsanierung und sozialer Wohnungsbau' in St. Pauli" zur SAGA, wobei zur Mitarbeit in der BI aufgerufen wird;
- "Referendar im Osdorfer Born entlassen!" über Jürgen Paulick (KPD/ML);
- "Kampf für Spielmöglichkeiten in Altona";
- "Berufung der Hochschullehrer durch die Institutsvollversammlung" zu SPZ, Soz/Pol und Anglistik.

Aufgerufen wird zur heutigen Veranstaltung zu Fragen der britischen Arbeiterbewegung und zur heutigen Kundgebung um 16 Uhr von der Mieterinitiative Eimsbüttel / Eppendorf.
Q: Rote Presse Nr. 3, Hamburg 28.5.1974

13.06.1974:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg gibt ein Extra "WM 74 Polizei-Sportfest" ihrer 'Roten Presse' (vgl. 28.5.1974, 15.6.1974) - Sozialistische Hamburger Studentenzeitung - in einer Auflage von 1 000 Stück zum Preis von 10 Pfennig heraus. Weitere Artikel sind:
- "WM '74: Werbung für die Junta in Chile";
- "Spitzensport: Mittel zur Klassenversöhnung";
- "Entwicklung des Fussballsports";
- "Fussball in der DDR";
- "Presse: Die Massen sollen für Deutschland fühlen";
- "'Sport ist eine freiheitliche Selbstverwirklichung, eine höchst individuelle Angelegenheit…'" zum DSB und Willi Weyer bzw. zum Vereinssport, wozu auch ein Leserbrief aus Straubing an die Süddeutsche Zeitung' dokumentiert wird;
- "Fussballgeldmeisterschaften";
- "Erst Freundschaft - dann Wettbewerb";
- "Fussball 'die herrlichste Nebensache der Welt'"; und
- "Für die Aufnahme der VR China in die internationalen sportpolitischen Gremien" zur FIFA (vgl. 11.6.1974).
Q: Rote Presse Extra WM 74 Polizei-Sportfest, Hamburg 13.6.1974

15.06.1974:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg gibt ein Extra "ASTA und SP müssen dem Kampf der Studenten um ihre Rechte dienen und den Kampf für die Rechte des Volkes unterstützen" ihrer 'Roten Presse' (vgl. 13.6.1974, 19.6.1974) - Für eine Ausbildung im Dienste des Volkes - in einer Auflage von 1 500 Stück zum Preis von 10 Pfennig heraus. Berichtet wird darin von den beiden Diskussionsveranstaltungen über die Programmentwürfe für eine gemeinsame Kandidatur (vgl. 24.5.1974), an denen sich KSV, SSB und SSG beteiligten, die sich aber nicht einigen konnten. Beispiele werden gegeben vom PI und aus dem Historiker-Bereich. Weitere Artikel bzw. Abschnitte sind:
- "Die Studenten müssen mit der Arbeiterklasse zusammengehen im Kampf für die Rechte der Arbeiterklasse und des Volkes und den Sieg des Sozialismus";
- "Um sich mit dem Volk zusammenzuschließen, müssen die fortschrittlichen Studenten mit dem Revisionismus brechen" zum MSB Spartakus der DKP; sowie
- "Eine Politik der Entmutigung und der Niederlage: KSV und SSB", wobei diesen auch vorgeworfen wird, sich nicht an der Kampagne für den Rücktritt des Innensenators Klose aufgrund des "Mord türkischer Faschisten an dem Arbeiter Neset Danis" beteiligt zu haben.

Aufgerufen wird zur Veranstaltung mit Joscha Schmierer (vgl. 27.6.1974).
Q: Rote Presse Extra ASTA und SP müssen dem Kampf der Studenten um ihre Rechte dienen und den Kampf für die Rechte des Volkes unterstützen, Hamburg 15.6.1974

19.06.1974:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg gibt die Nr. 4 ihrer 'Roten Presse' (vgl. 15.6.1974, 4.7.1974)- Für eine Ausbildung im Dienste des Volkes -in einer Auflage von 500 Stück zum Preis von 40 Pfennig heraus mit dem Leitartikel "Uni-Bürokratie gegen Aufdeckung des Mordes an Neset Danis". Weitere Artikel sind:
- "An die Leser!", wobei erklärt wird, warum die SSG "lange Zeit keine zentrale Hochschulzeitung mehr herausgab";
- "Wie müssen wir den Kampf um Berufungsfragen führen?";
- "Wie muß der Kampf gegen das HRG weitergeführt werden?" (vgl. 3.7.1974);
- "AStA handelt mit dem HRG" zum Verkauf des kostenlosen Textes für eine DM seitens des AStAs;
- "PI-Examen: Keine Zweitkopie - Ausschluß von der Prüfung?";
- "Peter Schneiders 'Lenz': 'in hohem Tempo durch die Landschaft…' zur Harmonie?", vermutlich von einem Mitglied der Germanistikzelle verfasst;
- "Sofortige Aufenthaltsgenehmigung für Karam Khella!", den aus Ägypten stammenden Lehrbeauftragten am SPZ;
- "Thieme versteckt sich vor Studenten!" zur in die Bundeswehrführungsakademie in Blankenese verlegten Juraveranstaltung in Kooperation mit der Bundswehrhochschule (BWHS);
- "Kirchenleitung will ESG 'rausschmeißen" (vgl. 24.6.1974);
- "Referendar suspendiert" zu Stefan Jensen von der Volks- und Realschule Kielkoppelstraße in Rahlstedt, der ebenso wie Jürgen Paulick am Osdorfer Born die KPD/ML propagiere;
- "Polizei verbietet Kundgebung gegen NPD" (vgl. 7.6.1974);
- Gericht und Reynolds gegen die Bevölkerung" zum AKW Stade, DOW Chemical Stade und dem Reynolds-Aluminiumwerk in Finkenwerder;
- "Physik und Kernkraftwerke";
- "Strahlenungück in St. Georg" zum AK St. Georg;
- "MI-Eppendorf: Kein Abriß von Wohnraum gegen den Willen der Bevölkerung!", wobei im Text die Mieterinitiative Eimsbüttel erwähnt wird;
- "WM 74" zur Fussballweltmeisterschaft und den Chile-Aktionen;
- "Kiel: Diskussion und Abstimmung gleich Nötigung" zum Prozess gegen elf Studenten (vgl. 6.6.1974);
- "Tod in der Vorlesung - Kein 'unglücklicher Zufall'!" zu der in Aachen während einer Medizinvorlesung an der TH verstorbenen Marokkanerin Jamina Abdeljaliki (vgl. 21.5.1974); sowie
- "Betrogene Betrüger. Aktionseinheit á la GRF und KB" zum Bündnis von KSV der KPD und SSB des KB.

Aufgerufen wird zur PI-Vollversammlung am 20.6.1974, zur Irlandveranstaltung (vgl. 20.6.1974); zum Teach-In über Frankfurt (vgl. 24.6.1974) und zur Veranstaltung mit Joscha Schmierer (vgl. 27.6.1974).
Q: Rote Presse Nr. 4, Hamburg 19.6.1974

24.06.1974:
Heute soll in Hamburg um 15 Uhr die Synodensitzung der Evangelischen Kirche im Bürgerschaftssaal des Rathauses tagen und über die ESG entscheiden, die evtl. aufgelöst werden solle. Die ESG wandte sich, laut SSG (vgl. 19.6.1974) an 12 Gruppen um Unterstützung, u.a. AStA Uni, Jusos, KSV, MSB, SSB und SSG.
Q: Rote Presse Nr. 4, Hamburg 19.6.1974, S. 5

04.07.1974:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg gibt die Nr. 5 ihrer 'Roten Presse' (vgl. 19.6.1974, 16.10.1974) - Für eine Ausbildung im Dienste des Volkes - in einer Auflage von 500 Stück zum Preis von 40 Pfennig heraus mit dem Leitartikel "Um das politische Mandat wird nicht gehandelt!". Weitere Artikel sind:
- "Kampf um Öffentlichkeit in der Lehrerprüfung" am PI;
- "Uni-HH zum Thieme-Seminar" welches in Kooperation der Jur. Fak mit der Bundeswehrhochschule (BWHS) stattfindet;
- "FBR-PI scheut Öffentlichkeit";
- "'Demokratischer Kampf' Nr. 2" der von der Aktionseinheit von KSV und SSB im Fachschaftsrat PI herausgegeben wird;
- "PI: Berufungsschwindel im BA 10";
- "Politische Zensur am SozPol" zur mit 5 bewerten Examensarbeit von Th. Rochlitz, wozu am 4.7.1974 eine öffentliche Debatte durchgeführt werden soll;
- "Gesamthochschule: HRG angewendet" zur GHS Hamburg, zu der Bundeswehrhochschule, Fachhochschule und Uni gehören sollen;
- "5 Jahre ZAS" zum 'Zentralblatt für den Ausbildungssektor';
- "Wegen 'Mitbestimmung' im Studentenwerk kein Mietstreik?" zu den Wohnheimen, wobei auch die vom AStA angemieteten Wohnräume in der Ekhofstraße und Haynstraße erwähnt und im Bild das Wohnheim Unnastraße gezeigt wird;
- "Gott und Mao?" zur Pastorin Edda Groth in Hamburg-Bramfeld (vgl. 20.5.1974);
- "Keine Erhöhung von Gas-, Wasser-, Strom-Gebühren";
- "Unterricht über Mord an türkischem Arbeiter von Schulbehörde vorläufig verboten!" zum von Verena Maeffert am Gymnasium Curschmannstraße durchgeführten Projekt über Neset Danis;
- "Das Volk von Oman muß unterstützt werden!", wobei eingeladen wird zur Oman-Veranstaltung am 8.7.1974;
- "Tito-Besuch: Belagerungszustand in Hamburg" zum Besuch aus Jugoslawien;
- "Vorwärts in der Solidarität mit dem Volk von Kambodscha";
- "Wer einen Büffel anschießt, muß ihn auch töten" zu Portugal; sowie
- "Nordirland: Neue politische Lage durch Generalstreik der protestantischen Arbeiter".

Geworben wird für die Broschüre "Der Schülerstreik in Osdorf" zum Kampf gegen die Entlassung von Jürgen Paulick.
Q: Rote Presse Nr. 5, Hamburg 4.7.1974

16.10.1974:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg gibt ein Extra "Der Hamburger Senat wirtschaftet im Interesse der Kapitalisten – kein Stellenstop im Öffentlichen Dienst" ihrer 'Roten Presse' (vgl. 4.7.1974, 24.10.1974) - Für eine Ausbildung im Dienste des Volkes - in einer Auflage von 3 000 Stück heraus. Berichtet wird in zwei Kästen über den "Stellenstop am UKE… … und am Mathe-Bereich".
Q: Rote Presse Extra Der Hamburger Senat wirtschaftet im Interesse der Kapitalisten – kein Stellenstop im Öffentlichen Dienst, Hamburg 16.10.1974

24.10.1974:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg gibt die Nr. 6 ihrer 'Roten Presse' (vgl. 16.10.1974, 12.11.1974) - Für eine Ausbildung im Dienste des Volkes - in einer Auflage von 800 Stück heraus mit dem Leitartikel "Wir fordern: Keine Sparmaßnahmen auf dem Rücken des Volkes!", wobei die Bewilligung der Tutorengelder gefordert wird. Weitere Artikel sind:
- "Technisches Verwaltungspersonal weist Spaltungsversuche zurück!"
- "Der Kampf für die freie Wahl der Seminare" am PI;
- "BAFÖG: Nichts als Schulden!" von einem Mitglied der PI-Zelle;
- "Studienplan am Ifl: 50 Pflichtstunden in 6 Semestern!" aus dem Sportbereich;
- "Entlassungsdrohung wegen Biertrinken an der Uni!" gegen Bibliothekswächter;
- "Semesterbeitrag";
- "Setzen wir den Kampf gegen Mieterhöhungen in Wohnheimen fort!", wozu auch ein Kasten "Unter dem Deckmantel der Bündnispolitik: AStA-Bürokraten geht Sessel im Studentenwerk über die materiellen Interessen der Studenten!" erscheint;
- "'Ansichten einer künftigen Geschichtswissenschaft'";
- "'Kompensatorische Spracherziehung' und die Aufgaben des Deutschlehrers" vom PI;
- "Wie ein Prüfer auf Behördendruck reagiert" vom PI von einer VR-Lehrerstudentin;
- "Seminarankündigung. Thema: Zur Funktion der Intelligenz";
- "Der Senat plant Fahrpreiserhöhungen" zum HVV;
- "Unsere Erfahrungen im Kampf gegen die Tariferhöhungen von gas, Wasser und Strom" von einem Mitglied der Zelle Historiker;
- "In der Tarifrunde im Öffentlichen Dienst und in der Metalltarifrunde haben auch die Studenten Aufgaben!" zu ÖDTR und MTR der IGM;
- "Unterstützen wir den Befreiungskampf des Volkes von Zimbabwe gegen das rhodesische Siedlerregime"; sowie
- "Zum Tod von Miguel Enriquez" in Chile.
Aufgerufen wird zur Guinea-Bissau Veranstaltung (vgl. 1.11.1974).
Q: Rote Presse Nr. 6, Hamburg 24.10.1974

12.11.1974:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg gibt die Nr. 7 ihrer 'Roten Presse' (vgl. 24.10.1974, 26.11.1974) - Für eine Ausbildung im Dienste des Volkes - in einer Auflage von 800 Stück heraus mit dem Leitartikel "Sparprogramm an der Uni: gespart wird zu Lasten der Studenten und des Personals, nicht aber bei kapitalistischen Forschungsvorhaben". Weitere Artikel sind:
- "Wollt ihr nach diesen Kriterien eure Examensarbeit schreiben?" zu den vom Lehrerprüfungsamt für das PI vorgegebenen Kriterien;
- "Sparmassnahmen auf Kosten der Gesundheit" zu den frierenden Garderobe-Frauen im Philturm-Foyer;
- "Für die Wiedereinstellung des Bibliothekswächters Herrn Engelb.!" von einem Mitglied der Zelle Hist.;
- "Bafög-Bürokratie";
- "PI-Seminar: Geld für Matritzen und Papier";
- "Stellenstop am PI",
- "Biologiepraktikum: 26 DM für Studienmaterial" in der Medizin;
- "Der 'ideale' Physikstudent" vom einem Mitglied der Zelle Physik;
- "Kann die Rüstungsforderung des MSB die Einheit der Studenten mit dem Volk herstellen?";
- "Patienten als Demonstrationsobjekte" aus der Medizin;
- "Der Wiederstand gegen die Fahrpreiserhöhungen entwickelt sich" zum HVV, wobei Komitees genannt werden für Bramfeld, Eimsbüttel, Harburg und Wandsbek;
- "Erklärung der SSG zum Ausgang der PI-FSR-Wahlen" bei denen MSB/SHB mit ca. 600 Stimmen siegten, KSV/SSB ca. 400 und die SSG nur ca. 80 Stimmen erhielten;
- "Korruption des AStA" zu dessen Zusammenarbeit mit der einem DKP-Mitglied gehörenden Druckerei Paasch; sowie
- "Jepsen contra Studenten und Dozenten" zu den Examenskandidaten der Anglisten und Germanisten.
Q: Rote Presse Nr. 7, Hamburg 12.11.1974

26.11.1974:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg gibt die Nr. 8 ihrer 'Roten Presse' (vgl. 12.11.1974, 10.12.1974) - Für eine Ausbildung im Dienste des Volkes - in einer Auflage von 800 Stück mit dem Leitartikel "Die berechtigten Forderungen der Studenten auf die Strasse tragen und die Zustände an der Uni enthüllen" heraus. Weitere Artikel sind:
- "Resolution zum Stellenstop verabschiedet" am PI;
- "Erfolg im Bio-Praktikum" in der Medizin;
- "Vater arbeitslos - trotzdem kein Bafög";
- "Medizin im Dienst zur Unterdrückung politischer Häftlinge" zu Holger Meins und vor allem zu Katharina Hammerschmidt, wozu mit zwei Bilder berichtet wird "2 200 demonstrierten gegen Isolierhaft politischer Gefangener. 1500 Polizisten im Einsatz" von der Solidarität mit dem Hungerstreik der gefangenen u.a. aus der RAF;
-. "Die Kontroverse um die Perspektive des Kampfes, welche Bedeutung hat die Steuerforderung?";
- "Bafög für Ausländer!";
- "Einführung in die VWL für Nichtökonomen" aus der Soz/Pol-Zelle.
- "Unsere Position zu den Kriterien des LPA" vom PI;
- "Wir brauchen auch im Examen das Recht, unsere Meinung zu vertreten";
- "Betrifft Examen" zu Soz/Pol Prof. Hartwich;
- "Verhindert die Ausweisung Kharam Khellas!" des ägyptischen Lehrbeauftragten am SPZ, wozu auch gefordert wird: "Weg mit den reaktionären Ausländergesetzen!";
- "'Das Reden mit den Jugendlichen ist verboten'" aus der PI-Zelle zu einer geplanten Diskussion im Haus der Jugend Harburg;
- "Stellenstop bei der Staatsbibliothek"; sowie
- "Keine Tariferhöhungen beim HVV!" zu den Fahrpreiserhöhungen, wozu es auch eine Veranstaltung (vgl. 2.12.1974) gibt.

Aufgerufen wird zur Blutspendeaktion des Chilekomitees Hamburg und zur Zimbabweveranstaltung (vgl. 5.12.1974).

Ein Mitglied der Zelle Soz/Pol berichtet:"
ÜbrigenS. ..

Eine Untersuchung der Barmer Ersatzkasse ergab, daß 80 % aller Professoren Übergewicht haben, während etwa 60 % aller Studenten Untergewicht haben. Die Ursache sieht die Barmer Ersatzkasse im steigenden Leistungsdruck für die Studenten und in schlechter Ernährung. (Radiomeldung vom 1.11.74)".
Q: Rote Presse Nr. 8, Hamburg 26.11.1974

10.12.1974:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg gibt die Nr. 9 ihrer 'Roten Presse' (vgl. 26.11.1974, 21.1.1975) - Für eine Ausbildung im Dienste des Volkes - in einer Auflage von 800 Stück mit dem Leitartikel "4 000 kamen zur Demonstration. Erfahrungen und Lehren des bisherigen Kampfes" heraus. Weitere Artikel sind:
- "Solche Nichtstuer werden aus den Steuern der Werktätigen bezahlt" zum Fachbereich Freie Kunst der HfbK;
- "Erfahrungen von unserem Infotisch" zur Bafögkampagne, nach der Fachschaftszeitung Anglistik;
- "Sofortige Erteilung der Aufenthaltsgenehmigung für Kharam Khella!";
- "Wie läufts in der Frage Examen" zum LPA bzw. PI, wozu auch erscheint "Jepsen macht sich immer unbeliebter";
- "Was man im Englisch-Unterricht über Cecil Rhodes lernt" eine Schulbuchkritik zu Zimbabwe;
- "SFB 115" am UKE, wo die Isolationshaft gegen die RAF erforscht wird, wozu zur Veranstaltung am 12.12.1974 mit Dr. Seckendorff aufgerufen wird;
- "Weg mit Isolations- und Vernichtungshaft! Interview mit Seckendorff";
- "Bürgerliche Wissenschaft im Fernsehen" zur Vorstellung des Buches von Prof. Heinz Haber: Stirbt unser blauer Planet?;
- "'Something is rotten…'" aus der Anglistik;
- "Gegen die Eigenfinanzierung der Seminararbeiten!" vom Historischen Institut;
- "Der Kampf gegen die Fahrpreiserhöhungen muss weitergehen" zum HVV, wofür sich auch Seminare in Anglistik, Germanistik, bei den Historiker und in Soz/Pol aussprachen;
- "'Wir sind für die Beibehaltung der jetzigen ESG'. Theologiestudenten setzen sich für die fortschrittliche Arbeit der ESG ein!" mit Bericht vom 4.12.1974.

Berichtet wird:"
Klassenjustiz!!!

Die Vollversammlung der HfbK-Studenten verabschiedete am 12.11. eine Resolution zum Tod von Holger Meins, in der die Aufhebung der Isolations- und Vernichtungshaft gefordert wird und der gerechte Hungerstreik der politischen Gefangenen unterstützt wird. Diese Resolution wurde in der 'Kulturfront'-Extra veröffentlicht. Jetzt hat die Polizei gegen Jürgen Bätz als verantwortlichen Redakteur der 'Kulturfront' ein Ermittlungsverfahren wegen Verdachts der 'Beleidigung, übler Nachrede und politisch übler Nachrede' (§ 185 StGB) und der Verunglimpfung des Staates und seiner Symbole' (§ 90a StGB) eingeleitet. - Höchststrafe 3 Jahre Gefängnis!"
Q: Rote Presse Nr. 9, Hamburg 10.12.1974

21.01.1975:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg gibt die Nr. 1 ihrer 'Roten Presse' (vgl. 10.12.1974, 6.2.1975) in einer Auflage von 800 Stück heraus mit dem Leitartikel "Die Aktionstage vorbereiten!". Weitere Artikel sind:
- "VDS/SVI-Kongreß von MSB/SHB zerschlagen";
- "Menschenordnung als Affenordnung" aus der Medizin;
- "Wie ein Physiker den Sozialismus 'erledigt" von einem Mitglied der Mathezelle;
- "Germanistik: Auseinandersetzung um Kerngruppe" mit dem MSB/SHB, wozu ein Bericht über die Kerngruppe Linguistik erscheint, aber auch einer über die Sozial-AG Germanistik;
- "MSB drückt beide Augen zu" zur Sozial-AG Germanistik;
- "Historiker: Protest gegen Kürzung der Öffnungszeiten der Bibliothek";
- "Berufsverbote gegen drei Examenskandidaten. Wie kann unser Kampf erfolgreich sein?" zu drei Lehramtsanwärtern am PI;
- "'Der Fachbereichsrat hat sich mit Angelegenheiten der Forschung und Lehre zu befassen und mit sonst nichts!'" vom Fachbereich Sozialwissenschaft bzw. Soz/Pol;
- "Die Vietnam-Solidarität verstärken!";
- "Rechnen mit U und S" zu Unterrichtsmaterialien, die für den HVV werben; sowie
- "FSR Sport und die Fahrpreiserhöhungen" beim HVV.

Aufgerufen wird zur eigenen Veranstaltung zur Krise (vgl. 30.1.1975) und zu der vom Chile-Komitee (vgl. 25.1.1975).
Q: Rote Presse Nr. 1, Hamburg 21.1.1975

06.02.1975:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg gibt die Nr. 2 ihrer 'Roten Presse' (vgl. 21.1.1975, 6.4.1975) in einer Auflage von 800 Stück heraus mit dem Leitartikel "Die Demonstration der Arbeiterjugend am 19.2. unterstützen!" zur Jugendarbeitslosigkeit. Weitere Artikel sind:
- "Die Schwierigkeiten der Erziehungsberatungsstellen" zu einer Veranstaltung des Bundes deutscher Psychologen (BDP);
- "Durst- und Hungerstreik abgebrochen - die Ziele des Streiks sind nicht erreicht" zur RAF bzw. der Isolationshaft;
- "Behörde plant: Keine fortschrittlichen Sozialarbeiter an soziale Brennpunkte" aus der Zelle Sozialpädagogik;
- "Was ist gelaufen im Kampf gegen die Berufsverbote?" zu den drei Lehramtsanwärtern am PI;
- "Das Verhalten des MSB/SHB gegenüber den Berufsverboten ist schädlich" aus der PI-Zelle und auch "LPA setzt Examenskandidaten auf 5";
- "Vietnam-Basar am UKE";
- "'Der liegt hier in seinem Sack, und wir bezahlen das mit unseren Steuern'" zur Bildhauerei an der HfbK;
- "Kuczynski wußte keine Antwort auf die Krise" (vgl. 27.1.1975);
- "Luis Vitale kommt nach Hamburg" aus dem Chilekomitee; sowie
- "Die Misere der Psychiatrie - was ist zu tun?" mit Einladung zur Diskussionsveranstaltung der Zelle Medizin.

Eingeladen wird zur Albanienveranstaltung (vgl. 5.3.1975).
Q: Rote Presse Nr. 2, Hamburg 6.2.1975

06.04.1975:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg gibt ein Extra "1.o. Mitgliederversammlung der VDS: Ein Kampfprogramm wurde nicht beschlossen!" ihrer 'Roten Presse' (vgl. 6.2.1975, 15.4.1975) mit einer Auflage von 2 500 Stück heraus. Ein Artikel stellt fest: "SSB hat 'Magenschmerzen'".
Q: Rote Presse Extra 1.o. Mitgliederversammlung der VDS: Ein Kampfprogramm wurde nicht beschlossen!, Hamburg 6.4.1975

15.04.1975:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg gibt die Nr. 3 ihrer 'Roten Presse' (vgl. 6.4.1975, 22.4.1975) in einer Auflage von 500 Stück heraus mit dem Leitartikel "Beteiligt Euch an der Demonstration zum 1.Mai!". Aufgerufen wird zur eigenen Maiveranstaltung (vgl. 22.4.1975) zur Vietnam-Solidaritätsveranstaltung (vgl. 17.4.1975) und zur Chileveranstaltung (vgl. 18.4.1975). Weitere Artikel sind:
- "Sport und Reproduktion der Ware Arbeitskraft";
- "Den Kampf gegen die Ausschlüsse führen als Kampf um die Aufgaben der GEW" aus der GUV zu den UVB;
- "Für ein kostendeckendes Bafög! - ein Vorschlag für den weiteren Kampf";
- "Schikane bei der Bafög-Vergabe" aus der Zelle Historiker;
- "Sportinstitut reichlich Gelder gestrichen";
- "AStA beugt sich dem Angriff des Staates auf das politische Mandat";
- "Kernkraftwerke: AG am Physikinstitut" zu den AKW u.a. in Brokdorf;
- "Bibliothekszeiten am Soz/Pol gekürzt";
- "Examenssituation in der Anglistik";
- "Kritik an der Gesprächstherapie" aus der Psychologie;
- "Das vietnamesische Volk erringt den Sieg" mit einem Bericht vom 11.4.1975;
- "Weg mit Paragraph 218! Das Volk selber soll entscheiden!" sowie
- "Zu den Einwänden des KB gegen unseren Vorschlag" zum §218.
Q: Rote Presse Nr. 3, Hamburg 15.4.1975

22.04.1975:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg gibt ein Extra "Die Lage der Studenten erfordert die Teilnahme am 1. Mai!" ihrer 'Roten Presse' (vgl. 15.4.1975, 29.4.1975) in einer Auflage von 5 000 Stück heraus. Weitere Artikel sind:
- "Den Kampf der Studenten konsequent gegen den bürgerlichen Staat organisieren!";
- "Für den Kampf brauchen wir einen einheitlichen, kämpferischen Dachverband!" zu SVI/VDS (vgl. 8.5.1975); sowie
- "Was ist von den Vorschlägen des AStA und des MSB zu halten?".

Aufgerufen wird zu den Maiveranstaltungen der SSG (vgl. 22.4.1975) und des KBW (vgl. 29.4.1975).
Q: Rote Presse Extra Die Lage der Studenten erfordert die Teilnahme am 1. Mai!, Hamburg 22.4.1975

29.04.1975:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg gibt die Nr. 4 ihrer 'Roten Presse' (vgl. 22.4.1975, 2.5.1975) in einer Auflage von 700 Stück heraus, die uns in zwei Versionen vorlag, von denen eine offensichtlich erst nach dem 1. Mai erschien (vgl. 2.5.1975). Der Leitartikel "Für einheitliche kämpferische FSR-Listen" widmet sich den Fachschaftsratswahlen. Weitere Artikel sind:
- "1 Mai 75. Initiative zur Mai-Demonstration" aus der Medizin;
- "Zu den Vorschlägen des SSB am FB-Soz.Päd." von der FHS - Fachbereich Sozialpädagogik; wozu auch erscheint
- "Sollen die Sozialarbeiter sich auf das Grundgesetz einschwören lassen?";
- "Überfüllte Englischkurse" aus der Anglistik;
- "Demonstration der Sportstudenten";
- "Reichel auf den Lehrstuhl für Tabellenablesen!" aus der Medizin;
- "NC auch für Gymnasiallehrer" vom PI;
- "Didaktik-Seminar am PI: Bereitstellung von Tutoren!";
- "Votum der Studenten?" zu einer MSB-Wandzeitung bzw. dem geplanten Sternmarsch auf Bonn;
- "Bafög-Vergabe: eine einzige Schikane!" aus dem Physikbereich;
- "Konfliktregelung oder Klassenkampf" aus der Soz/Pol über Ralf Dahrendorf;
- "Senat will Abbruch der Mietverweigerung erzwingen" zum Mietstreik in den Studentenwohnheimen und zur Schließung des Gustav-Radbruch-Hauses; sowie
- "Der Imperialismus ist nicht 'stabil'! Gegen die 'Ansichten einer künftigen Geschichtswissenschaft'" von den Historikern.

Aufgerufen wird zur Maiveranstaltung des KBW (vgl. 29.4.1975), zum Volksfest gegen das AKW Brokdorf (vgl. 30.4.1975) und zur Zimbabweveranstaltung (vgl. 6.5.1975).
Q: Rote Presse Nr. 4, Hamburg 29.4.1975

02.05.1975:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg gibt vermutlich heute eine zweite Version der Nr. 4 ihrer 'Roten Presse' (vgl. 29.4.1975, 27.5.1975) in einer Auflage von 700 Stück heraus, die statt dem Artikel "1 Mai 75. Initiative zur Mai-Demonstration" aus der Medizin den Bericht "1. Mai: 25 000 demonstrierten" und statt dem Aufruf zum 1. Mai ein Bild von diesem enthält. Weitere Artikel sind:
- "Zu den Vorschlägen des SSB am FB-Soz.Päd." von der FHS - Fachbereich Sozialpädagogik; wozu auch erscheint
- "Sollen die Sozialarbeiter sich auf das Grundgesetz einschwören lassen?";
- "Überfüllte Englischkurse" aus der Anglistik;
- "Demonstration der Sportstudenten";
- "Reichel auf den Lehrstuhl für Tabellenablesen!" aus der Medizin;
- "NC auch für Gymnasiallehrer" vom PI;
- "Didaktik-Seminar am PI: Bereitstellung von Tutoren!";
- "Votum der Studenten?" zu einer MSB-Wandzeitung bzw. dem geplanten Sternmarsch auf Bonn;
- "Bafög-Vergabe: eine einzige Schikane!" aus dem Physikbereich;
- "Konfliktregelung oder Klassenkampf" aus der Soz/Pol über Ralf Dahrendorf;
- "Senat will Abbruch der Mietverweigerung erzwingen" zum Mietstreik in den Studentenwohnheimen und zur Schließung des Gustav-Radbruch-Hauses; sowie
- "Der Imperialismus ist nicht 'stabil'! Gegen die 'Ansichten einer künftigen Geschichtswissenschaft'" von den Historikern.

Aufgerufen wird zum Volksfest gegen das AKW Brokdorf (vgl. 30.4.1975) und zur Zimbabweveranstaltung (vgl. 6.5.1975).
Q: Rote Presse Nr. 4 - Version B, Hamburg "29.4.1975"

27.05.1975:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg gibt die Nr. 5 ihrer 'Roten Presse' (vgl. 2.5.1975, 6.6.1975) in einer Auflage von 700 Stück mit dem Leitartikel "Einstellung aller Lehrer und Referendare in den Schuldienst" heraus. Weitere Artikel sind:
- "Warnstreik der Sozialpädagogen" an der FHS;
- "Einheitlicher Dachverband gegründet" zum VDS (vgl. 8.5.1975);
- "FSR-Wahlen - ein kleiner Schritt voran";
- "Richtigstellung zum SSB des KB in der Psychologie;
- "AStA Sternmarsch: 'und wir bewegen uns doch'" zu einem SHB-Flugblatt;
- "Zur Fortführung des Kampfes gegen den §218" wozu heute eine KBW-Veranstaltung im PI-Hörsaal mit Martin Fochler stattfindet;
- "Fehldiagnose?" zum §218;
- "Wenn man Beziehungen hat…" zum §218;
- "Psychologen betreiben NC-Forschung";
- "Seit 5 Monaten warte ich auf meine Examenszensur - weitere Richtlinien des LPA" von einem der drei Lehramtsanwärter am PI;
- "Wieder Klausurenschikanen im Physiologiepraktikum" aus der Medizin;
- "Scheinvergabe:" aus der Medizin;
- "Jochen Hiltmann muß Hochschullehrer bleiben!" von der HfbK; sowie
- "…zum Schutze des Volkes" zur Polizei bzw. zur JU-Vietnamdemonstration (vgl. 11.4.1975).

Eingeladen wird zur Veranstaltungsreihe der SSG (vgl. 5.6.1975) und zum Vietnam-/Kambodscha-Solidaritätsfest (vgl. 7.6.1975).

Eine Beilage "Was ist die theoretische Grundlage der Politik des MSB und was ist daran falsch?" befasst sich mit dem MSB Spartakus der DKP.
Q: Rote Presse Nr. 5, Hamburg 27.5.1975

06.06.1975:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg gibt eine Sondernummer zu den SP-Wahlen ihrer 'Roten Presse' (vgl. 27.5.1975, 10.6.1975) in einer Auflage von 4 000 Stück heraus mit dem Leitartikel "Aufruf zu den SP-Wahlen". Weitere Artikel sind:
- "Aktionsprogramm";
- "Die Politik des MSB ist gescheitert";
- "Unsere Argumente für einen zentralen Streik im WS und gegen den 'Sternmarsch 75'";
- "Die Liste des SSB ist keine Alternative"; sowie
- "Vorschlag zu einem SP-Wahl Teach-In".
Q: Rote Presse Sondernummer zu den SP-Wahlen, Hamburg 6.6.1975

10.06.1975:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg gibt die Nr. 6 ihrer 'Roten Presse' (vgl. 6.6.1975, 24.6.1975) in einer Auflage von 700 Stück unter der Überschrift "Demonstration der Sozialpädagogik- und Lehrerstudenten gegen die Sparpolitik am 12.6. heraus, wozu die Berichte "Vorbereitung an der FH Sozialpädagogik" von der FHS und "Konsequenz aus dem 'Streik' am PI: die Demonstration aktiv vorbereiten!" gehören. Weitere Artikel sind:
- "Streik am IFL" vom Sportinstitut;
- "Meldungen" über "Feuergefahr im Phil Turm", "Keine Lehrereinstellung" über die Personalversammlung der VR-Lehrer und Referendare am 3.6.1975, "Studiengebühren" in Baden-Württemberg und "HBK-VV";
- "Aufruf zum §218 Komitee an der Uni";
- "Abtreibung - eine Privatsache?";
- "Die Ballade vom Doktor Netter";
- "Der SHB und der §218;
- "Something is rotten…" aus der Fachschaftszeitung Anglistik vom Dez. 1974;
- "der MSB und die 'Aufgaben der Wissenschaft'" aus der Physik;
- "Mathe-Examen: mit knapper Not bestanden" aus 'Integrix' - Zeitung der Fachschaft Mathematik Nr. 2 vom 1.6.1975;
- "Germ VV. ADK im FSR, ein Fortschritt?";
- "Eingestellt oder arbeitslos?" aus der Historikerzelle über Lehrerstudenten;
- "Augenzwinkern oder Achselzucken" vom Fachbereich 08 über die Lehramtsanwärter;
- "MSB: 'die Maoisten sind keine Linken'" zur SP-Wahlzeitung des MSB;
- "Die SG (SSB) weiß keinen Rat!" der Zelle HfbK über den Fachbereich Visuelle Kommunikation; sowie
- "Die nächsten Aufgaben im Kampf gegen die Berufsverbote an der HBK" der Zelle HfbK.

Eingeladen wird zur Veranstaltung am Psychbereich (vgl. 12.6.1975) sowie zur Veranstaltung "Die Emanzipation der Frau ist eine Klassenfrage" (vgl. 24.6.1975).
Q: Rote Presse Nr. 6, Hamburg 10.6.1975

24.06.1975:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg gibt die Nr. 7 ihrer 'Roten Presse' (vgl. 10.6.1975, 13.10.1975) in einer Auflage von 700 Stück mit dem Leitartikel "Den Kampf gegen die Klassenschule führen!" zur Demonstration gegen die Sparmaßnahmen am 18.6.1975 heraus. Weitere Artikel sind:
- "Wie man arbeitslose Lehrer beseitigt";
- "Weitere Kampfschritte gegen den NC am Studienseminar";
- "MSB/SHB-AStA und Politisches Mandat";
- "Beschluß der Psych-VV";
- "Erfahrungen aus Seminardiskussionen über den §218";
- "Unikomitee hat die Arbeit aufgenommen" zum §218;
- "SSB: §218 - rien ne va plus";
- "'Durch die Praxis die Wahrheit entdecken' (Mao Tse Tung). Zur Erkenntnistheorie von C. Rogers" aus der Psychologie;
- "Approbationsordnung: Alter wein in neue Schläuche" aus der Medizin;
- "Sternmarsch '75 - nicht der Rede wert" zum Sternmarsch in Dortmund;
- "Einen Lehrauftrag für Dr. Cho!" aus der Soz/Pol;
- "Polizei, Bundeswehr, BGS - Formationen gegen das Volk" zur eigenen Veranstaltung (vgl. 8.7.1975); sowie
- "Ein guter Vorschlag" zum FSR Philosophie.

Gemeldet wird auch:"
Im Seminar 'Sport mit Randgruppen' haben alle 12 Teilnehmer die Unterschriftenliste gegen den § 218 und für Volksentscheid gegen den §218 unterschrieben.
Im Kompaktkurs Leichtathletik haben 13 von 15 Teilnehmern unterschrieben, darunter auch ein Mitglied des SHB (ehemalige Studentenorganisation der SPD). Die beiden Studenten, die nicht unterschrieben haben sind Mitglieder des MSB Spartakus (Studentenorganisation der DKP)."

Aufgerufen wird zur §218-Veranstaltung (vgl. 25.6.1975) und angekündigt eine Eritrea-Veranstaltung der EFLE.
Q: Rote Presse Nr. 7, Hamburg 24.6.1975

13.10.1975:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg gibt die Nr. 8 ihrer 'Roten Presse' (vgl. 24.6.1975, 27.10.1975) in einer Auflage von 700 Stück heraus mit dem Leitartikel "Das Programm der Regierung: Eine Ohrfeige für die Studenten". Weitere Artikel sind:
- "Sparmaßnahmen am Jur-Bereich";
- "HfBK-AStA legt Vorschlag vor: Aktive Streikwoche!";
- "40 Soldaten fordern. Sofortige Ausweisung von OtL. K. Kraushaar" dem Chilenen an der Bundeswehrführungsakademie Blankenese;
- "ESG soll zerschlagen werden!";
- "J. Hiltmann muß Hochschullehrer bleiben! Erklärung der HfbK-Zelle der SSG";
- "Interview mit einer arbeitslosen Lehrerin" aus dem GEW-Bereich;
- "Uni-Bürokratie verhindert Versendung der Erstsemester Broschüre des AStA! Der AStA kneift!";
- "SSB: Spaltertum im Namen der Einheit" zu den Fachschaftsratswahlen; sowie
- "Das Strafgesetz 218 muß vom Volk beseitigt werden!".

Eingeladen wird zur Veranstaltung des KBW (vgl. 21.10.1975), durch die Soz./Pol. Zelle zur Schulung, zur Lektüre und Diskussion von Franz Dick: Kritik der bürgerlichen Sozialwissenschaften und zur Vorbereitung der Fachschaftsratswahlen sowie durch die Zelle Romanistik zur Schulung und zu den Basisgruppen.
Q: Rote Presse Nr. 8, Hamburg 13.10.1975

27.10.1975:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg gibt die Nr. 9 ihrer 'Roten Presse' (vgl. 13.10.1975, 12.11.1975) in einer Auflage von 700 Stück heraus mit dem Leitartikel "VDS-Aktionstage: Kräfte sammeln!" . Weitere Artikel sind:
- "Vorschlag aus dem Hiltmann Seminar (HBK): Veranstaltungsreihe für eine aktive Streikwoche";
- "Kampf gegen KPD-Verbot und Beamtenrecht. Auseinandersetzung mit der 'Erklärung Hamburger Hochschullehrer'";
- "Raumverbot für Bafög-Veranstaltung" in der Psychologie;
- "Wandzeitungsverbot am Geomatikum" aus der Mathematik;
- "Recht auf Gruppenarbeit soll abgeschafft werden. In Proseminaren Literaturwissenschaft werden Einzelarbeiten eingeführt";
- "Englisches Seminar: Studienplan verabschiedet, oder: der Coup der Reaktion" aus der Anglistik;
- "NC in der praktischen Ausbildung in Gesprächstherapie konnte vorläufig verhindert werden" aus der Psychologie;
- "Den Kampf der Arbeiterjugend unterstützen heisst: für ihre Forderungen eintreten" zur Jugendarbeitslosigkeit;
- "Weg mit der Scheinbenotung!" vom PI;
- "Bafög Schikane gegen Examenskandidaten" in der Psychologie;
- "'Der Gang nach Canossa'" aus der Romanistik;
- "Korrespondenz von einem Romanistik-Studenten";
- "Prüferwillkür" in der Medizin;
- "Das Lehrstück Amelang oder: wie der Kampf gegen Prüfungsverschärfungen geführt werden kann" aus der Psychologie;
- "Bürger wehren sich gegen das Atomkraftwerk Brokdorf" wozu aufgerufen wird zur Veranstaltung (vgl. 7.11.1975);
- "Für eine gemeinsame FSR-Liste am Soz/Pol";
- "Aktionseinheit à la SSB" in der Medizin;
- "Germanistik: 200 Teilnehmer im Hauptseminar Bachhofer!"; sowie.
- "Diplompädagogen. Die Arbeit des Diplom-Prüfungsausschusses wird von Seiten des Lehrkörpers blockiert!" vom PI.

Eingeladen wird zur Schulung der HBK-Zelle, zur Veranstaltung für die ESG (vgl. 31.10.1975), zur Namibia-Veranstaltung (vgl. 30.10.1975) und zum Rekrutenvorbereitungskurs des HSRK.
Q: Rote Presse Nr. 9, Hamburg 27.10.1975

12.11.1975:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg gibt die Nr. 10 ihrer 'Roten Presse' (vgl. 27.10.1975, 25.11.1975) in einer Auflage von 700 Stück heraus mit dem Leitartikel "AStA Marburg zwangsenthoben!" (vgl. 2.11.1975). Weitere Artikel sind:
- "Diplom-Pädagogen: Der Staat will Friedhofsruhe an der Uni!" vom PI;
- "FSR Medizin: Bloss keinen Ärger" zur Raumverweigerung für den FSR;
- "Basisgruppe Physik in den FSR!";
- "Germ VV: Das lassen wir uns nicht mehr bieten!" zur Machtpolitik des MSB gegen den FSR der ADK bzw. des SSB;
- "HBK-VV: Der SSB wiegelt ab!";
- "FSR Psych: die ADK als kleineres Übel gewählt";
- "FSR-Wahlen Mathematik";
- "FHS Soz-Päd: Gegen die Aberkennung des Studentenstatus bei Berufspraktikanten";
- "Angriffe der Behörde auf die Organe der HWP";
- "Mensa UKE: Ausweiskontrollen!" aus der Medizin;
- "Klose: 'Das erwarten wir von der Uni…'";
- "Germanistik: Wer andern eine Grube gräbt…" zu den Einzelarbeiten bz. Gruppenarbeiten;
- "Paragraf 218. Keine Frömmigkeit gegenüber Staat und Verfassung!";
- "FSR Medizin: Fristenlösung durch die Hintertür!" zum §218;
- "Keine Einheit über den Weg der ESG" (vgl. 31.10.1975); sowie
- "Solidarität mit dem nationalen Befreiungskampf des Volkes von Oman!" (vgl. 20.11.1975).

Eingeladen wird zur Schulung der HBK-Zelle.
Q: Rote Presse Nr. 10, Hamburg 12.11.1975

25.11.1975:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg gibt ein Extra "Aufruf zur Uni-VV: In den Aktionstagen einen Streik an allen Hochschulen vorbereiten" ihrer 'Roten Presse' (vgl. 12.11.1975, 1.12.1975) heraus welches zur Uni-VV um 14 Uhr aufruft. Berichtet wird auch über "Streikvorbereitungen an anderen Hochschulen" in Baden-Württemberg (vgl. 20.11.1975), Heidelberg (vgl. 20.11.1975), Schleswig-Holstein (vgl. 3.11.1975), Freiburg (vgl. 3.11.1975) und Bremen (vgl. 1.12.1975).
Q: Rote Presse Extra Aufruf zur Uni-VV: In den Aktionstagen einen Streik an allen Hochschulen vorbereiten, Hamburg 25.11.1975

01.12.1975:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg des KBW gibt ihre 'Rote Presse' Nr. 11 (vgl. 25.11.1975, 15.12.1975) in einer Auflage von 650 Stück heraus mit dem Leitartikel "Marburg. Die Studentenschaft lässt sich ihrer Vertretungsorgane nicht nehmen!". Weitere Artikel sind:
- "Aufruf zur Demonstration 3.12. 16 Uhr 30 Mensa" als Abschluss der VDS-Aktionstage;
- "Einmal mehr: MSB Machtpolitik" aus der Soz/Pol, wo die eigene Schulung beginnt;
- "Sport in den Aktionstagen wird die Bibliothek besetzt!";
- "Germanistik. Kampf um Studienplan";
- "Physik. Aktionstage";
- "Psychologie. Aktionsberatung";
- "Berichte aus anderen Hochschulen" aus der 'KVZ';
- "Psychologie. Bafögentzug soll Kampf gegen Klausuren schwächen";
- "MSB Spartakus: Die Profs in den Reihen der Studenten" aus der Psychologie;
- "HWP: Klärung der Fronten";
- "Die Freiheit der Kunst an der HBK";
- "'Blinde Kuh' an der HBK";
- "Medizin. Staat plant Internatsjahr!";
- "Diese Tür lassen wir uns nicht vernageln!" von der HBK;
- "Witz der Woche" zum Sit in des MSB bei Biallas;
- "Kein Kernkraftwerk in Brokdorf!" (vgl. 7.11.1975, 12.12.1975);
- "Streikwoche an der HBK. Ein Streik der keiner war";
- "PI: 'Die Studenten sind in den letzten Jahren vernachlässigt worden…'";
- "Oman Veranstaltung. Ein erster Erfolg" (vgl. 20.11.1975); sowie
- "Solidarität à la SSB" zu einer Veranstaltung der Initiative gegen die Lehrerarbeitslosigkeit am PI.

Geworben wird für die Broschüre "Disziplin in der Schule eine exemplarische Kritik neuerer Theorien zur Schuldisziplin" (vgl. Nov. 1975).
Q: Rote Presse Nr. 11, Hamburg 1.12.1975

15.12.1975:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg gibt ein Extra ihrer 'Roten Presse' (vgl. 1.12.1975, 5.1.1976) unter der Schlagzeile "Reaktion auf Kampf der Studenten: HRG verabschiedet" heraus. Weitere Artikel sind:
- "Politisches Mandat: Behörde stellt AStA Ultimatum";
- "MSB: entschieden staatstreu";
- "Aktionstage" (vgl. 3.12.1975) mit Berichten aus Medizin, Sport und Soz/Pol;
- "Medizin: Polizeieinsatz gegen Klausurboykott";
- "Germ: Kampf gegen reaktionären Studienplan"; sowie
- "SP-Aufruf" mit dem eigenen Aktionsprogramm.
Q: Rote Presse Extra Reaktion auf Kampf der Studenten: HRG verabschiedet, Hamburg 15.12.1975

05.01.1976:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg gibt eine Ausgabe ihrer 'Roten Presse' (vgl. 15.12.1975, 12.1.1976) in einer Auflage von 2 500 Stück heraus mit dem Leitartikel "Weg mit dem Ultimatum gegen den AStA. Kampf der Zerschlagung der Asten!". Weitere Artikel sind:
- "Germ: FBR-Sitzung gesprengt. Kein Studienplan gegen den Willen der Studenten!";
- "Schulungskurse zu Lenins Text 'Staat und Revolution'";
- "Sport: Kein Studienplan auf der Grundlage der LPO!";
- "ÖTV-Tarifrunde: Front gegen den Dienstherrn!" zur ÖDTR (vgl. 9.1.1976);
- "Demonstration gegen die Fahrpreiserhöhungen!" beim HVV (vgl. 2.1.1976); sowie
- "SP-Wahlen: Auf einem Kampfprogramm zusammenschliessen".

Aufgerufen wird zur Uni-VV am 14.1.1976 und zur eigenen Veranstaltung zum Grundgesetz (vgl. 15.1.1976).
Q: Rote Presse, Hamburg 5.1.1976

12.01.1976:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg gibt eine Ausgabe ihrer 'Roten Presse' (vgl. 5.1.1976, 19.1.1976) in einer Auflage von 2 500 Stück heraus mit dem Leitartikel "Uni-VV muss beschliessen: Kampf bis das Ultimatum fällt!". Meldungen dazu kommen aus Physik, vom PI, aus der Germanistik und Soz/Pol sowie von den Historikern. Beschlüsse werden dokumentiert aus Anglistik, Germanistik und Romanistik. Weitere Artikel sind:
- "SSB: Alles unklar";
- "Med.-Prof als 'Klatschspaltenkolumnist!'";
- "Anatomie: Kein Testat mehr als bisher!" aus der Medizin;
- "Medizin: Streik gegen Internatsjahr vorbereiten!";
- "Germ: Die Reformer verlumpen"; sowie
- "Germ-Dozent bekennt Farbe".

Aufgerufen wird zur Uni-VV am 14.1.1976, zur eigenen Veranstaltung zum Grundgesetz (vgl. 15.1.1976) und zur China-Filmvorführung (vgl. 13.1.1976).
Q: Rote Presse, Hamburg 12.1.1976

19.01.1976:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg gibt ein Extra "'Solange das Ultimatum bleibt, sind wir Studenten streikbereit'" ihrer 'Roten Presse' (vgl. 12.1.1976, 27.1.1976) mit einer Auflage von 2 000 Stück und dem Leitartikel "'Solange das Ultimatum bleibt, sind wir Studenten streikbereit'" heraus, welches uns in zwei Versionen vorlag. Weitere Artikel sind:
- "Fischer-Appelt kneift!";
- "Dem Reißer auf die Tür geklebt!";
- "Alt-Historiker Segert: Streikposten mit Tränengas bedroht!";
- "Wiwi Profs brechen den Streik nicht!";
- "Med.: Plakatieren sollte eingeschränkt werden!";
- "Veranstaltung mit RA Groenewoldt";
- "Mathe. Bereich";
- "Hofstätter stört im Streiklokal Psychologie!";
- "PI: Prof. Ahlborn bahnt sich seinen Weg!";
- "Prof. Hetzel plant Hungerstreik!" aus der Slawistik;
- "MSB kontra Streik";
- "TVP: solidarisch!" zu den Garderobefrauen; sowie
- "Reaktionär Moltmann drohte mit Strafgesetz - Es nutzte ihm nichts!";
- "Vorschlag für eine Erklärung der Hamburger Studentenschaft"; sowie
- "Vorschlag der SSG an die Uni-VV: Die Uni-VV erklärt".
Aufgerufen wird zur Uni-VV am 21.1.1976.

Berichtet wird auch:"
Sport: Lehrbetrieb fand nicht statt!

Der Streik am IFL war schlecht vorbereitet. Erst am Mittwoch (14.1.) begann der FSR mit seinen Aktivitäten. Da erreichte man nur noch wenige Studenten und kann für die Studenten keine Diskussion etc. mehr anbieten. Auf Initiative von SSG und ADK konnte ein gemeinsames Vorgehen mit dem FSR und dem MSB erreicht werden. Am Donnerstag und Freitag wurden alle Seminare besucht und es konnte durchgesetzt werden, daß in keinem am Lehrstoff diskutiert wurde. Viele Sportstudenten sind auch am PI oder Phil-Bereich aktiv geworden. Aufgrund fehlender Alternativen zu den Seminaren sind aber sehr viele zu Hause geblieben.
An der Demonstration haben sich mehr als 100 Sportstudenten beteiligt."

In der zweiten Version fehlt der Bericht "Fischer-Appelt kneift!" und dafür ist enthalten der "Vorschlag: Erklärung an die Bevölkerung". Von der Uni-VV am 21.1.1976 ist nun auch die Uhrzeit (14 Uhr) bekannt. Enthalten sind im weiteren die Beiträge:
- "Resolution" für die Uni-VV;
- "'Sollen sie doch mal versuchen, die ganze Uni-VV zu verhaften!'";
- "Dem Reißer auf die Tür geklebt!";
- "Reaktionär Moltmann drohte mit Strafgesetz - Es nutzte ihm nichts!";
- "Prof. Hetzel plant Hungerstreik!" aus der Slawistik;
- "TVP: solidarisch!" zu den Garderobefrauen; sowie
- "Mathe. Bereich".
Q: Rote Presse Extra 'Solange das Ultimatum bleibt, sind wir Studenten streikbereit', Hamburg 19.1.1976

27.01.1976:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg gibt eine Ausgabe ihrer 'Roten Presse' (vgl. 19.1.1976, 3.2.1976) mit einer Auflage von 2 500 Stück und dem Leitartikel "Vorschlag an die Streikkomitees: Aktionen und Kundgebung gegen Pressehetze" heraus. Weitere Artikel sind:
- "Erklärung zur Urabstimmung";
- "FBR-PI feuert gewählten studentischen Vertreter";
- "Kampf dem Staatszensor Jepsen!" am Lehrerprüfungsamt (LPA) bzw. am PI;
- "RCDS und Fischer-Appelt: Gegen die Studenten!"; sowie
- "Warnstreik der Medizinstudenten".

Eingeladen wird zur Angolaveranstaltung (vgl. 29.1.1976) sowie zu Schulungskursen zu Lenins 'Staat und Revolution' für Uni und Medizin.
Q: Rote Presse, Hamburg 27.1.1976

03.02.1976:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg gibt eine Ausgabe ihrer 'Roten Presse' (vgl. 27.1.1976, 9.2.1976) mit einer Auflage von 2 500 Stück und dem Leitartikel "Bürgerschaftsdebatte über Streik: '… Aus Sicht der Behörde unerträglich…'" heraus. Weitere Artikel sind:
- "§ 218 - der achte Anlauf der Reaktion";
- "Aufruf zur Demonstration am 13.2.1976"; sowie
- "Germ-Studienplan: MSB-Vertreter verschenken Abstimmungssieg".
Q: Rote Presse, Hamburg 3.2.1976

09.02.1976:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg gibt eine Ausgabe ihrer 'Roten Presse' (vgl. 3.2.1976, 23.3.1976) mit einer Auflage von 2 500 Stück und dem Leitartikel "Unserer Vertreter wählen wir und nicht die Profs!" zu den Diplompädagogen am PI heraus. Weitere Artikel sind:
- "Die Funktion des PA" zum Prüfungsausschuss am PI;
- "Jugenddemonstration am 13.2. Zusammenschluss gegen den Staat ist auf der AStA-Plattform nicht möglich!", wozu auch der FSR Physik eine Veranstaltung macht;
- "Zu den Ergebnissen der SP-Wahl: Die Einheit auf einem Kampfprogramm muss noch hergestellt werden!" wobei die SSG mit 628 Stimmen 4, 3 % erhielt (zuvor mit 491 Stimmen 5, 4 %), der KSV mit 136 0, 9 % (zuvor mit 130 1, 4 %) und die LDK mit 2 116 Stimmen 14, 5 % (zuvor mit 1 353 Stimmen 14, 8 %);
- "Der §218 wird fallen! Demonstration am 21. Februar", wozu auch eine Veranstaltung (vgl. 12.2.1976) stattfindet; sowie
- "KB geht mit Fristenlösern zusammen" zum §218.
Q: Rote Presse, Hamburg 9.2.1976

23.03.1976:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg gibt eine Ausgabe ihrer 'Roten Presse' (vgl. 9.2.1976, 5.4.1976) mit einer Auflage von 2 500 Stück und dem Leitartikel "Das Recht auf Ausbildungsförderung muss behauptet werden!" zum Bafög heraus. Weitere Artikel sind:
- "Senatsbeauftragter für Bespitzelung" zum Senatsbeauftragten für die Einstellung von Bewerbern in den Vorbereitungsdienst an den Schulen (GEW-Bereich);
- "Bundeshaushalte: Die Bankiers bereichern sich";
- "Studentenwerk schröpft Studenten" zu den Mensa-Preiserhöhungen;
- "FHS Soz Päd: Solidarität mit Heidenreich und Harbeck"; sowie
- "Zimbabwe: Befreiungskampf im Vormarsch" (vgl. 24.3.1976).
Q: Rote Presse, Hamburg 23.3.1976

05.04.1976:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg gibt eine Ausgabe ihrer 'Roten Presse' (vgl. 23.3.1976, 14.4.1976) mit einer Auflage von 2 500 Stück und dem Leitartikel "Die Behörde sucht die Entscheidung, wir sind bereit: Streik!" zum politischen Mandat des AStA heraus, wozu auch eine Resolution dokumentiert wird. Weitere Artikel sind:
- "Aufruf zum 1. Mai";
- "Univerwaltung erstattet Strafanzeige gegen 40 PI-Studenten!";
- "Der Schnüffler muss weg!" zum Beauftragten für Fragen der Einstellung in den öffentlichen Dienst;
- "Weg mit den einführenden Veranstaltungen bei den Historikern!";
- "PI: für freie Wahl der Seminare - den Boykott organisieren!";
- "Streik an der Fachhochschule Soz Päd" zur FHS; sowie
- ein Artikel aus der 'KVZ' zu Heidenreich & Harbeck.
Q: Rote Presse, Hamburg 5.4.1976

14.04.1976:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg gibt ein Extra "Um unsere Forderungen durchzusetzen – den weiteren Streik vorbereiten!" ihrer 'Roten Presse' (vgl. 5.4.1976, 20.4.1976) in einer Auflage von 2 500 Stück heraus welches zur heutigen Demonstration aufruft. Weitere Artikel sind:
- "Der MSB bereitet die Niederlage vor";
- "Unser SP schläft noch";
- "Die Jusos bereiten dem RCDS den Weg"; sowie
- "Der SSB ist ratlos und beschönigt die Behörde".
Q: Rote Presse Extra Um unsere Forderungen durchzusetzen – den weiteren Streik vorbereiten!, Hamburg 14.4.1976

20.04.1976:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg gibt eine Ausgabe ihrer 'Roten Presse' (vgl. 14.4.1976, 27.4.1976) mit einer Auflage von 2 500 Stück und dem Leitartikel "Um unsere Forderungen durchzusetzen den weiteren Streik vorbereiten!" heraus, der zur Uni-VV am 22.4.1976 aufruft. Weitere Artikel sind:
- "Der Staat senkt die Kosten der Ausbildung auf dem Rücken des Volkes!" zum Bafög;
- "Tausch betreibt Gesinnungsschnüffelei im Hauptdiplom der Psychologen!";
- "Tribunal gegen Rabels!" am PI;
- "'Ich zeig' sie alle an!'" zum Streik bei Kleinstück in der Anglistik;
- "Saul-Seminar" von den Historikern;
- "Reaktionär Buisson muß sich Streik beugen" ebenfalls von den Historikern;
- "Soz.Pol.: Protokoll einer Seminar-Sprengung";
- "Mai-Aufruf des Streikkomitee Jura";
- Jusos: Unterwerfung unter SPD";
- "FSR-Wahlen: Die Einheit stärken - Kampfprogramme aufstellen!";
- "Neue Mietverträge in Wohnheimen";
- "Erfolgreicher Streik" an der FHS Sozpäd; sowie
- "Sozialistisches Büro und Grundgesetz: Sozialdemokraten in linkem Gewand!" zum SBü.

Eingeladen wird zur §218-Veranstaltung zum 1. Mai (vgl. 21.4.1976) und zur Veranstaltung gegen die Kriegsgefahr (vgl. 27.4.1976).
Q: Rote Presse, Hamburg 20.4.1976

27.04.1976:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg gibt eine Ausgabe ihrer 'Roten Presse' (vgl. 20.4.1976, 12.5.1976) mit einer Auflage von 2 500 Stück und dem Leitartikel "Heraus zum 1. Mai!" heraus. Weitere Artikel sind:
- "Go-In zum Studentenwerk";
- "Wirtschaft: Sorge um Studienabbrecher";
- "Am 1. Mai: Weg mit §218";
- "Nach der Uni-VV: Mit der Versöhnung brechen - den Kampf organisieren!";
- "Kommissarischer AStA HBK gewählt" mit je zwei Mitgliedern der Liste SSG/Unorganisierte und LDK;
- "Das FSR-Programm der LDK am PI: Kläglich";
- "FSR Wahlen am Medizin Bereich";
- "Historiker: Die Einführenden Veranstaltungen müssen weg!";
- "Germanistik: Die Runterzensierung muß zurückgenommen werden!";
- "Biochemie Klausur bestreikt!" aus der Medizin; sowie
- "Streik der französischen Studenten" aus der 'KVZ'.
Q: Rote Presse, Hamburg 27.4.1976

12.05.1976:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg gibt eine Sondernummer "Gegen den Entspannungsschwindel. Nur die Revolution kann den Krieg verhindern!" ihrer 'Roten Presse' (vgl. 27.4.1976, 19.5.1976) zur KSZE heraus. Weitere Artikel sind:
- "KSZE. Die Völker werden betrogen";
- "SALT: Aufrüstungsverhandlungen";
- "Militärdoktrin der SU. Theoretische Rechtfertigung imperialistischer Kriegsführung";
- "BRD-Imperialismus bereitet Krieg vor";
- "KB (Nord) / SSB: Sozialchauvinismus und Konterrevolution"; sowie
- "Bildung statt Bomben?" zu DKP und MSB SpartakuS.
Q: Rote Presse Sondernummer Gegen den Entspannungsschwindel. Nur die Revolution kann den Krieg verhindern!, Hamburg 12.5.1976

19.05.1976:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg gibt eine Ausgabe ihrer 'Roten Presse' (vgl. 12.5.1976, 24.5.1976) mit einer Auflage von 2 500 Stück und dem Leitartikel "Raumverbot für Uni-VV. VDS Aktionstage nutzen - die Kampffront aufbauen" heraus. Weitere Artikel sind:
- "Keine Staatsaufsicht!" zum LPA bzw. den Examenskandidaten am PI;
- "'Wer austeilen kann, muss auch empfangen können' (Zwischenruf auf Mandelkow-Veranstaltung)" aus der Germanistik;
- "Medizin: Urabstimmung für Streik. Weg mit der Eingangsklausur in Biochemie!";
- "Keinen Studienplan gegen den Willen der Studenten!";
- "SSB will Spuren verwischen" zu dessen Haltung im VDS;
- "Hist: EVS im FBR Hist verabschiedet. Schacher um die Interessen der Studenten";
- "Anglistik: Den studienplan verhindern!";
- "Zahnmediziner streiken!" sowie
- "KB / SSB: Frauen und Staat gegen Männer. Die Polizei - dein Freund und Helfer!" von der HBK.
Q: Rote Presse, Hamburg 19.5.1976

24.05.1976:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg gibt eine Ausgabe ihrer 'Roten Presse' (vgl. 19.5.1976, 28.5.1976) mit einer Auflage von 2 500 Stück und dem Leitartikel "Neuer Kniefall des SP: Unsere Forderungen zentral erheben!" heraus. Weitere Artikel sind:
- "An der 'Bündniskonferenz' teilnehmen";
- "Examen als Staatsprüfung: 'Wer glaubt diesem durch GG und Volkswillen legitimierten Staat nicht dienen zu können, muss darauf verzichten, Beamter zu werden'";
- "Medizin: Der Praktikumsstreik muss vorbereitet werden!";
- "Herr Biallas stellt klar…" zur FHS Sozpäd;
- "SP-Wahlen: Jusos kämpfen für die 'volle Ausnutzung des Spielraums des HRG'";
- "Urabstimmung der Druckarbeiter: Die Großbetriebe beugen sich dem Lohnraubschluß nicht" zur Drucktarifrunde (DTR) der DruPa;
- "Für eine Solidaritätsveranstaltung mit der SASM!" aus Azania;
- "Entspannungsschwindel hat nicht verfangen" zur Agitation des MSB für die KSZE u.a. am PI und am IFL; sowie
- "KBW kandidiert zum Bundestag: Nieder mit dem Lohnsystem! Es lebe der Sozialismus!".
Q: Rote Presse, Hamburg 24.5.1976

28.05.1976:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg gibt ein Wahlblatt ihrer 'Roten Presse' (vgl. 24.5.1976, 1.6.1976) mit einer Auflage von 5 000 Stück zu den Studentenparlamentswahlen (StPW) unter der Überschrift "Ein Kampfprogramm gegen den Angriff des Staates wählen!" heraus. Weitere Artikel sind "SHB - SP-Präsident: '…ich danke Ihnen Herr Präsident!'" zur öffentlichen SP-Sitzung mit Fischer-Appelt sowie die "Hauptresolution des AStA Uni Osnabrück an die 1. o. MV des VDS".
Q: Rote Presse Wahlblatt, Hamburg 28.5.1976

01.06.1976:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg gibt eine Ausgabe ihrer 'Roten Presse' (vgl. 28.5.1976, 14.6.1976) mit einer Auflage von 2 500 Stück und dem Leitartikel "VDS-Demonstration am 22. Juni: Marsch zu Ehren des Grundgesetzes - oder Kampfdemonstration für die Rechte der Studenten" heraus. Weitere Artikel sind:
- "Ein Streik ist unumgänglich!" aus der Psychologie;
- "Tausch versucht die Front ideologisch zu zersetzen!" aus der Psychologie;
- "Lehrerexamen: FBR 07, entschieden staatstreu!" aus der Anglistik;
- "Geographie: Angriffe auf die Vollversammlung!";
- "Fischer-Appelt im 'Spiegel': Den NC überflüssig machen durch die verschärfte Unterdrückung der Oberschüler und Studenten!";
- "Die 'Welt' zu Prof. Huber: 'Eine ungewöhnliche Position, die dieser Professor einzunehmen hat.' Die 'ZAS' deckt den Professor!" zum Senatsbeauftragten für Fragen der Einstellung in den öffentlichen Dienst;
- "RCDS: Unschlagbar in der Kunst der Bereicherung!";
- "IX. Parteitag der SED: Düstere Zukunftsaussichten für die Bourgeoisie" zur DDR bzw. einer Veranstaltung der DKP-Hochschulgruppen am 25.5.1976; sowie
- "Erdkundebuch verherrlicht den südafrikanischen Rassismus" zum Seydlitz bzw. zu Namibia.
Q: Rote Presse, Hamburg 1.6.1976

14.06.1976:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg gibt eine Ausgabe ihrer 'Roten Presse' (vgl. 1.6.1976, 28.6.1976) mit einer Auflage von 2 500 Stück und dem Leitartikel "Aufruf zur Demonstration der Vereinigten deutschen Studentenschaften am 22. Juni in Bonn" heraus. Weitere Artikel sind:
- "Psych: Streik beschlossen";
- "FHS-Sozialpädagogik: Angriff auf die Verfaßte Studentenschaft";
- "Neuer Brief des LPA: Weitere Verschärfung des Prüfungsterrors";
- "Prof. Briegleb - Germ: Wegen Untergrabung des Vertrauens des LPA Prüfungsberechtigung entzogen!";
- "Verhöhnung der Studentenbewegung und Verschonung von MSB und Jusos" zur Wahlzeitung der LDK;
- "Uni-Gesetz: Zwangsjacke für die Studentenbewegung";
- "Der reaktionäre Kern der Ideologie vom 'Kampf der Geschlechter' wird offensichtlich!" zum Streitgespräch des §218-Komitees mit den Frauengruppen; sowie
- "Erneute Provokation des RCDS: Machen wir die RCDS-Veranstaltung zu einem Tribunal gegen die Ausbeuterordnung und den RCDS!".

Eingeladen wird zur Chinaveranstaltung (vgl. 24.6.1976).
Q: Rote Presse, Hamburg 14.6.1976

28.06.1976:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg gibt eine Ausgabe ihrer 'Roten Presse' (vgl. 14.6.1976, 6.9.1976) mit einer Auflage von 2 500 Stück und dem Leitartikel "Die Völker des südlichen Afrika erheben sich gegen die Kolonialherrschaft. Spendenkampagne für die ZANU!" zu Azania und Zimbabwe heraus. Weitere Artikel sind:
- "Zur Afrika Kampagne des KB (Nord): Beschönigung von Imperialismus und Sozialimperialismus!" zu Angola;
- "Psych-Institut III: Nach 9 Tagen streik: Ziel erreicht!" zum Erhalt der praktischen Ausbildung in Gesprächstherapie;
- "Zu den Positionen von MSB und SSB" von der Psych-Zelle;
- "Fischer-Appelt, Vize Otto und prof. Hölzer reißen Wandzeitung ab" aus der Medizin;
- "FBR-Hist will rigorose Teilnehmerzahlbeschränkungen einführen";
- "Medizinstudium nur für Studenten mit Geld!";
- "Fachochschule Soz Päd: MSB/SHB FSR abgewählt!" von der FHS;
- "Germ-Streik";
- "'Aktionseinheitspolitik' des SSB: Die Interessen der Studenten werden verhökert!" aus der Germanistik;
- "Examensveranstaltung mit presse und Fernsehen: Im wesentlichen Buckelei vor der Behörde!" zum Entzug der Prüfungsberechtigung für den Germanistik-Professor Briegleb; sowie
- "VDS Demonstration: Forderungen des Kampfes bestimmten das Bild!" (vgl. 22.6.1976).
Aufgerufen wird zur §218-Veranstaltung (vgl. 29.6.1976).
Q: Rote Presse, Hamburg 28.6.1976

06.09.1976:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg gibt ein Extra "Die Behörde diktiert: Studentenwerk auf Raubzug" ihrer 'Roten Presse' (vgl. 28.6.1976, 14.10.1976) in einer Auflage von 2 000 Stück heraus. Weitere Artikel sind:
- "Bundesbank stellt die Weichen für die nächste Regierung".

Aufgerufen wird zur Wahlveranstaltung des KBW (vgl. 7.9.1976) und zur Sitzung des Studentenwerk-Verwaltungsrats am 9.9.1976.
Q: Rote Presse Extra Die Behörde diktiert: Studentenwerk auf Raubzug, Hamburg 6.9.1976

14.10.1976:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg gibt eine Ausgabe ihrer 'Roten Presse' (vgl. 6.9.1976, 25.10.1976) in einer Auflage von 2 500 Stück mit dem Leitartikel "100, - DM mehr pro Monat für alle Bafög-Bezieher, Erhöhung des Elternfreibetrags auf 1 500, - DM, rückwirkend ab 1.10.76!" heraus. Weitere Artikel sind:
- "Erstsemester PI: Boykott der PE-Verteilung";
- "Die sofortige Zahlung fordern!" zum Bafög;
- "Mitleid heucheln geht nicht mehr!" zu MSB und SSB;
- "Selbstverwaltung des Studentenwerks durch die Studenten!";
- "Englisches Seminar. Anzeige gegen Kommilitonen wegen des Streiks im April - Profs im IR wollen sich rausreden";
- "Die neue HL-LPO" der Handelslehrer;
- "Auch im 4. Anlauf - die Plünderung der Studenten konnte nicht durchgesetzt werden" zum Studentenwerk;
- "Auf der Conti-Tagung am Donnerstag und im Fachschaftsrat Psych werden wir folgenden Antrag einbringen:";
- "Briegleb will sich mit dem Staat versöhnen - wir nicht!" zum PI;
- "PI, Proseminar Gesamtschule C. L. Furck";
- "Das Beutin-Seminar muss durchgeführt werden!" aus der Germanistik; sowie
- "Filmrezension: Vera Romeyke ist nicht tragbar".
Q: Rote Presse, Hamburg 14.10.1976

25.10.1976:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg gibt eine Ausgabe ihrer 'Roten Presse' (vgl. 14.10.1976, 2.11.1976) in einer Auflage von 2 500 Stück mit dem Leitartikel "PI: PE's und Deutsch-Didaktiken: Gegen diese Studienbedingungen den Kampf aufnehmen!" heraus. Weitere Artikel sind:
- "Erstsemester beschliessen: GO-IN zum Bafög-Amt";
- "Warnstreik?";
- "Der Elternfreibetrag muss auf 1 500 DM erhöht werden!" zum Bafög;
- "Den Studenten gehts schlecht… den Bourgeois gehts gut" zum Bafög bzw. den Diäten;
- "Aktionen und Beschlüsse gegen das Ausbildungsförderungsgesetz";
- "Hamburger Hochschulgesetz";
- "Prüfungsterrorsystem der HWP soll auf die Uni übertragen werden";
- "Prozeß gegen 218-Gegener";
- "Antwort auf den 'offenen Brief an die studentische Linke' des SSB";
- "Jura: Vorlesung im Arbeitsrecht. Arbeiterschutzrecht: die Arbeiterklasse erkämpft sich Rechte gegen den bürgerlichen Staat!";
- "Sozpol-Hauptseminar Max Weber. Baum der Erkenntnis"; sowie
- "Mandelkorn-Seminar Vormärz. 'Für eures Volkes Zukunft nehmt Partei!' (Herwegh)" aus der Germanistik.

Berichtet wird auch:"
IFL: 22, - DM pro Stunde oder Streik

Am Institut für Leibesübungen (IfL) werden ca. 70% der Lehre von studentischen Lehrbeauftragten getragen, wofür sie bisher fast alle 22, - pro Stunde bekamen.
Der Hamburger Rechnungshof und auch das Hochschulamt beschlossen, examinierten Studenten für Lehraufträge nur noch 17, 50 zu bezahlen (weil die Unistunde nur 3/4 stunde ist!), den nichtexaminierten 10, 50 DM. Dieser Beschluß gilt für die ganze Uni. Für das Wintersemester soll eine Übergangsregelung am IFL von 17, 50 DM für alle gelten.
Auf einer VV beschlossen die Lehrbeauftragten ein Ultimatum: Entweder eine verbindliche Zusage bis zum 25.10.76, 12 Uhr, daß die 22, - DM für alle weiterbezahlt werden, oder der Lehrbetrieb liegt still!
Zahlreiche Seminare unterstützen bereits das Vorgehen der Lehrbeauftragten.
Sollte das Ultimatum nicht erfüllt werden, findet am Mittwoch, den 27.10., 10 Uhr eine IFL-VV aller Studenten statt, um weitere gemeinsame Kampfschritte zu beschließen. Das muß heißen: bis zur Erfüllung der Forderung findet am IFL nichts statt - Streik!"
Q: Rote Presse, Hamburg 25.10.1976

02.11.1976:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg gibt eine Ausgabe ihrer 'Roten Presse' (vgl. 25.10.1976, 24.11.1976) in einer Auflage von 2 500 Stück mit dem Leitartikel "Uni VV am 4.11. Warnstreik gegen das LHG - bundesweite Urabstimmung über einen Streik an allen Hochschulen für mehr Geld!" heraus. Weitere Artikel sind:
- ein Bildbericht von der Aktion am Bafög-Amt;
- "Sport: Erfolgreicher Streik";
- "Beutin (Germ): Hauptseminar Beutin durchgesetzt";
- "Erstsemesterseminar Martens (Germ): BAföG-Beschluß";
- "Bafög-beschluß" im LWS-Seminar Hillmann;
- "PI-Studienbedingungen";
- "§218-Prozess: Angeklagte freigesprochen";
- "'Arbeiterkinder an die Uni': revisionistischer Betrug";
- "Kleinstück: Anerkennung , vom Unipräsidenten ausgesprochen" aus der Anglistik;
- "Die neue HL-LPO - ein Teil der imperialistischen Bildungsreform" von den Handelslehrern am PI;
- "Klausurenneuregelung - Schikane und Entrechtung!";
- "SSB: 'Warm anziehen' zieht nicht mehr";
- "Soz. Päd.: Einheitliches Konzept durchgesetzt" von der FHS;
- "Wonneberger ist verhaßt" zum Chef des Bafög-Amts;
- "Diskussionsbeitrag für Soz.Päd.-VV";
- "Mensa: Ausweiskontrollen geplant";
- "Herwegh: 'Das Lied vom Hasse' - 'erschreckend primitiv' oder revolutionär?" aus der Germanistik;
- "PI: Pof. Furck wehrt sich gegen Abstimmung über sein Seminarkonzept"; sowie
- "Hauptseminar Altertum: Beschluß gegen die Verschärfung der Studienbedingungen gefaßt!" aus dem Historiker-Bereich.

Berichtet wird auch:"
Erstsemesterseminar Böhme (Germ): Beschlüsse zu Bafög und Brokdorf

In dem Erstsemesterseminar Böhm wurde bei 3 Enthaltungen folgender Beschluß gefaßt:
Der FSR wird aufgefordert, die Forderungen der Erstsemester nach sofortiger Auszahlung des BAföGs oder Zahlung eines entsprechenden Überbrückungsgeldes zu unterstützen, am Germbereich festzustellen, wer von den Erstsemestern von der Nichtauszahlung betroffen ist und Aktionen zur Durchsetzung der obigen Forderungen vorzuschlagen.
Weiter wurde mit 22 Fürstimmen, 7 Gegenstimmen und 8 Enthaltungen folgende Resolution verabschiedet:
'Das Seminar erklärt sich mit dem Kampf der Bauern von Brokdorf und Umgebung gegen den Bau des KKW solidarisch und unterstützt die Durchführung der Kundgebung am Sonnabend am Bauplatz. Wir fordern alle Studenten der HHer Universität auf, sich an der Kundgebung zu beteiligen.'

Eine ähnlich lautende Resolution wurde auch auf der Vollversammlung der FHS/Soz.Päd Studenten am 27.10.76 einstimmig verabschiedet."
Q: Rote Presse, Hamburg 2.11.1976

24.11.1976:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg gibt eine Sondernummer "Objektive Aufgaben der Studentenbewegung" ihrer 'Roten Presse' (vgl. 2.11.1976, 12.4.1977) mit einer Auflage von 500 Stück heraus.
Q: Rote Presse Sondernummer Objektive Aufgaben der Studentenbewegung, Hamburg 24.11.1976

17.01.1977:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg gibt eine Ausgabe ihrer 'Roten Presse' (vgl. 24.11.1976, 12.4.1977) in einer Auflage von 2 500 Stück mit dem Leitartikel "Nach dieser Uni-VV: Wählt SSG ins SP!" heraus. Weitere Artikel sind:
- "BAFöG und Hist.-Streik";
- "KB Nord 'zwei, drei, viele Brokdorf - Fernhaltung vom Klassenkampf führt zur Spaltung" mit dem aufruf zur Hamburger Brokdorfdemonstration am 22.1.1977;
SozPol - Rücknahme des PO Entwurfes! Sonst Streik!";
- "Med. VV zum Praktischen Jahr" zum PJ;
- "Schikane durch Bafög-Regelung" aus der Physik;
- "Freispruch für §218 Gegner";
- "Examen: Die gesetzliche Anerkennung unserer Forderungen erkämpfen!" zum LPA und der Anglistik;
- "Unter der Forderung nach 100 DM mehr und 1 500 DM Elternfreibetrag können sich die Studentenmassen zusammenschließen!" zum Bafög;
- "Den Befreiungskampf in Zimbabwe unterstützen!";
- "HIST: Der HL-Studienplan muß vom Tisch - sonst Streik!" zu den Handelslehrern;
- "Der Gegner zeigt Wirkung" aus der Anglistik;
- "Kleinstück: 'Herren der Erde'" aus der Anglistik;
- ein 'Offener Brief' von der HfbK; sowie
- "FHS Soz/Päd: Seit 6 Wochen Seminarboykott!"

Berichtet wird auch:"
Schöne Bescherung'

In der Januar-Zas hat der AStA herausgelassen, wie er sich den 'Bafög-Kampf vorstellt: Kurz vor Weihnachten erschienen 100 Erstsemestern am Sportinstitut zwei Christkinder. Es war nicht ganz klar, woher sie kamen. Entweder aus Bonn - denn sie brachten Bonbons statt mehr Bafög und viele Grüße von Rohde - oder von der Sozial-AG - denn sie verteilten vorgedruckte Wunschzettel von der VDS. Jedenfalls rührten sie die Studenten durch weihnachtliche Gedichte und Lieder und verschwanden dann mit ausgefüllten Wunschzetteln, 80 Studenten hatten sich mehr Bafög gewünscht.

Revisionisten und Reformisten können gar nicht besser ausdrücken, daß sie den Kampf für mehr Geld unterdrücken wollen. Seit wann läßt sich der bürgerliche Staat mit Weihnachtsliedern und Wunschzetteln - womit die Postkarten-Aktion vortrefflich charakterisiert ist - unter Druck setzen?

Wir müssen eine a. o. VDS MV fordern, die bundeseinheitlichen Streik beschließt für mehr Geld. Anders wird es nichts. Um diesen Kampf erfolgreich führen zu können, muß sich die Studentenbewegung von Revisionismus und Reformismus trennen."
Q: Rote Presse, Hamburg 17.1.1977

12.04.1977:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg gibt eine Ausgabe ihrer 'Roten Presse' (vgl. 17.1.1977, 11.7.1977) in einer Auflage von 4 000 Stück mit dem Leitartikel "Unterstützt den bundesweiten Streik der Medizinstudenten!" heraus. Weitere Artikel sind:
- "Einzelreferate… keine Gruppenarbeit" aus der Germanistik;
- "'Sozialparasiten'?" zum Bafög;
- "Streik im Sommersemester; aber mit welcher Perspektive?";
- "Funktion der praxisbezogenen Einführungskurse" am PI;
- "Soz./Pol.: Prüfungsordnung und Scheinverweigerung werden nicht hingenommen";
- "Sprechhandlungstheorie. Begründung für Schülerdressur" aus der Germanistik;
- "Strafbefehl gegen Streikposten" aus der Anglistik;
- "Boykott der Beitragsordnung an der HfbK. Die Lage spitzt sich zu!";
- "Aufruf der Zimbabwe African National Union (ZANU) an die Jugend in Westdeutschland";
- "Zweiter Anlauf zur Durchsetzung des Energieprogramms wird vorbereitet"; sowie - die Resolution der Betriebsgruppe Arbeitslose Lehrer zum "Kampf gegen das Energieprogramm am 1. Mai".

Aufgerufen wird zu den Maiveranstaltungen (vgl. 14.4.1977, 1.5.1977).
Q: Rote Presse, Hamburg 12.4.1977

11.07.1977:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg gibt eine Ausgabe ihrer 'Roten Presse' (vgl. 12.4.1977, 31.10.1977) in einer Auflage von 4 000 Stück heraus mit dem Leitartikel "Zum Ausgang der Stupa-Wahlen" bei denen die Liste SSG / Institutsgruppen mit 335 Stimmen 3,6 % erhielt (im WS 76//7 waren es 4,6 % für 445 Stimmen). Weitere Artikel sind:
- "Keine 5en und 6en mehr" vom PI;
- "Ergebnisse der Bafög-Umfrage";
- "Keine 5en und 6en bei der Mathe-Klausur für Wiwis";
- "Weg mit den Schikanen bei der Sportprüfung";
- "Hist: Weg mit der EV-Regelung";
- "Klausuren bei Köhler, Lin. Algebra I. 60% Auslese nicht genug" aus der Mathematik;
- "Die Opportunisten hissen die gelbe Fahne" zur Fachtagung Medizin aus der 'KVZ';
- "'Des Malers Protest ist Kunst'" von der HfBK;
- eine Bild berichtet aus dem Studentenwohnheim Schröderstift,
- "Kriegsvorbereitung… das glaube ich nicht. Rentnermordung… ihr spinnt wohl";
- "GO-In zum Studentenwerk" von der HfBK; sowie
- "KB-Nord zu China. Gegen die Diktatur des Proletariats - Hoffnung auf Erdbeben"

Institutsgruppen gibt in der Anglistik (Initiative), in Jura, Mathe, Romanistik und am PI, Examensgruppen in Anglistik, Germanistik, Romanistik, Soz/Pol, bei den Historikern und in der Pädagogik an der HBK.
Q: Rote Presse, Hamburg 11.7.1977

31.10.1977:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg gibt eine Ausgabe ihrer 'Roten Presse' (vgl. 11.7.1977, 28.11.1977) mit dem Leitartikel "Man muß die Ziele des Streiks klären, alles andere ergibt sich" heraus. Weitere Artikel sind:
- "Abschaffung aller Verfassungs- und Gesetzesbestimmungen, welche die Meinungs-, Rede- und Pressefreiheit einschränken oder unterdrücken" - ein offener Brief der SSG an Fischer-Appelt;
- "Die Erfahrungen der Kämpfe beweisen: 100 DM, 1 500 DM, bundeseinheitlicher Streik ist richtig" mit dem Aufruf zur Uni-VV am 2.11.1977;
- "Die BRD-Imperialisten bereiten mit dem Fregattenprogramm erneut den krieg vor";
- "von Melle - kein 'ehrenwerter Lump'?";
- "Schluß mit der Unterdrückung im Examen" zum LPA;
- "Jura-VV - Soziale Demagogie der Jungen Union" zu JU;
- "Keine benoteten Scheine! Keine Scheinverweigerung!" von der Sozpol-Zelle; sowie
- "Ausbildung zum Spitzel und 'Kostendämpfer'" ebenfalls von der Sozpol-Zelle.
Aufgerufen wird auch zur Veranstaltung gegen die Verbotsdrohungen (vgl. 10.11.1977).
Q: Rote Presse, Hamburg 31.10.1977

28.11.1977:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg gibt eine Ausgabe ihrer 'Roten Presse' (vgl. 31.10.1977, 9.1.1978) in einer Auflage von 4 000 Stück heraus mit dem Leitartikel "Spaltung, Drohung und faule Versprechungen" zum heute beginnenden bundesweiten Streik. Weitere Artikel sind:
- "Pressespiegel" zum Streik;
- "Wie sich die Univerwaltung darstellt - äußerlich stark - innerlich zersetzt";
- "Worte der offenen Reaktion";
- "MSB von der Bourgeoisie geleimt";
- "Die Geschichte der Burschenschaften. '…übergibt die deutsche Burschenschaft ihre Fahne dem NSDStB zu treuen Händen.'";
- "1 500 DM Steuerfreibetrag! Die 'soziale Gerechtigkeit' der Steuergesetzgebung"; sowie
- "In der Unterstützung des Lohnkampfes kann sich die Studentenbewegung mit der Arbeiterklasse zusammenschließen".
Q: Rote Presse, Hamburg 28.11.1977

09.01.1978:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg gibt eine Ausgabe ihrer 'Roten Presse' (vgl. 28.11.1977, 5.6.1978) in einer Auflage von 4 000 Stück heraus mit dem Leitartikel "SP-Wahlprogramm der Liste SSG, KSV, KSB/ML und Unorganisierte". Weitere Artikel sind:
- "Wir werden den Kampf für die Einheit der Studentenbewegung fortsetzen";
- "… ein Chamäleon namens Biallas. 'Erörterung' zur Gesamthochschule" zur GHS;
- "Studienseminar. 'Auswahlgrundsätze' und 'Bevorzugte Zulassung'" von der Zelle Germanistik;
- "Expansionistische Unternehmungen der Hamburger Bourgeoisie. Schon immer auf Kurs südlich des Wendekreises des Krebses";
- "Kürzung der Anwärterbezüge - Angriff auf alle Beschäftigten im Öffentlichen Dienst" von der Zelle Jura;
- "FHS-Soz.Päd. Mitgliederversammlung der ÖTV" von der Zelle FHS;
- "Professor Zeuner 'Flexibles Vorantasten' bei der Unterdrückung von Streiks" von der Zelle Jura; sowie
- "Die geplante Prüfungsordnung für HL. Rechtlosigkeit / Konkurrenzdruck / Erhöhung der Anforderungen" zu den Handelslehrern von der Zelle Germanistik.
Q: Rote Presse, Hamburg 9.1.1978

05.06.1978:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg gibt eine Ausgabe ihrer 'Roten Presse' (vgl. 1.9.1978, 5.6.1978) mit dem Leitartikel "'…die Gesetze zum Schutze der Jugend unter der Nazi-Herrschaft nicht so schlecht waren…' Seminar Jugendrecht, FHS Soz.Päd." heraus. Weitere Artikel sind:
- "Gegen die Prozesses am 13.6. und 20.6. soll eine Demonstration stattfinden - Die Aktionseinheit entwickelt sich. Aktionsberatung beim FSR Germ. Mo., 5.6., 13.00 Phil" mit Berichten aus Medizin, Physik und Romanistik;
- "Hochschullehrerreformgruppe mobilisiert gegen den bewaffneten Aufstand";
- "Bürgerschaft lässt Möglichkeit für Raumverbote prüfen";
- "Jura Klausurenbenotung: Kleiner Fortschritt";
- "Der Kampf gegen die Prüfungsunterdrückung ist die Grundlage um die Musterprüfungsordnung WiWi vom Tisch zu bekommen";
- "Bundeseinheitliche Kämpfe gegen das BAFöG und für einen Tarifvertrag müssen für den Herbst vorbereitet werden";
- "Die Bunte Liste zieht am gleichen Strang wie die SPD - sie malt Ehrenbergs Strick nur bunt an";
- "Historiker VV beschließt Warnstreik";
- "Erstsemestergeldauszahlung: Die Aktionseinheit entwickelt sich" aus der Anglistik zum Bafög;
- "FSR PI: Offener Brief an die Behörde wegen G. Haase";
- "Ausweispflicht bei Prüfungen zurückgeschlagen" zum LPA;
- "'Die Lebensbedingungen der alten Gesellschaft sind schon vernichtet in den Lebensbedingungen des Proletariats.' (Kommunistisches Manifest)" von der Zelle Jura; sowie
- "Seminarauseinandersetzungen an den Bereichen" von den Historikern.
Q: Rote Presse, Hamburg 5.6.1978

Letzte Änderungen: 2.5.2012

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