Kommunistische Volkszeitung - Ortsbeilage Hamburg, Jg. 2, Nr. 21, 16. Okt. 1974

16.10.1974:
Die Ortsgruppe Hamburg des KBW gibt eine Ortsbeilage Hamburg zur 'Kommunistischen Volkszeitung' (KVZ) Nr. 21 (vgl. 2.10.1974, 30.10.1974) heraus. Zur Metalltarifrunde (MTR) und der Tarifrunde im Öffentlichen Dienst (ÖDTR) erscheint der Artikel "Tarifrunden bei Metall und im Öffentlichen Dienst". Berichtet wird auch durch einen Kollegen von H&H über die Metalltarifrunde (MTR):"
Vorbereitung der Tarifrunde bei Heidenreich

Auch bei Heidenreich & Harbeck sind die Vorbereitungen für die kommende Tarifrunde angelaufen, so wie in anderen Hamburger Betrieben sicher auch. Bei Heidenreich & Harbeck kann man es daran merken, daß die Vertrauensleute mit Zetteln durch ihre Abteilungen gehen und die Kollegen nach ihren Lohnforderungen befragen, sich diese Lohnforderungen notieren und die Zettel dann der VK-Leitung übergeben. Die VK-Leitung wird wahrscheinlich so wie in jedem Jahr die Umfrage auswerten und danach die Lohnforderungen Heidenreich & Harbeck aufstellen. ich halte es nicht für richtig, daß in dieser Form die Lohnforderungen bei heidenreich & Harbeck aufgestellt werden. So kann es bei heidenreich & Harbeck zu keiner breiten Diskussion über die Lohnforderungen kommen mit dem Ziel, daß Heidenreich & Harbeck mit großer Mehrheit hinter der Lohnforderung steht, die aufgestellt wird, und daß sich die Kollegen auch dafür einsetzen werden. In kleineren Diskussionsgruppen wird schon einmal darüber diskutiert, ob man eine festgeld- oder eine Prozentforderung aufstellen sollte. Wobei ich der Meinung bin, daß eine Festgeldforderung schon richtig wäre, denn jeder muß die gleiche Preiserhöhung zahlen; die werden ja auch nicht in Prozenten zum Lohn erhoben. Und außerdem kann auch für eine Lohnerhöhung, die für jeden gleich ist, bestimmt eine höhere Einheit im Betrieb hergestellt werden, weil eben jeder für den gleichen Geldbetrag kämpft.

Ich bin der Meinung, daß bei einer Lohnforderung, die auf der Grundlage einer breiten Diskussion zustande kommt auch von jedem Kollegen getragen wird. Und es wird nicht passieren, so wie in all den anderen Jahren, daß die Aufstellung einer Lohnforderung als Pflichtübung angesehen wird, auf deren Durchsetzung man keinen Einfluß mehr hat."

Unter der Überschrift "Bundeswehr: Armee gegen das Volk" wird berichtet in "'Staatsgefährdende Zersetzung'. Ermittlungsverfahren gegen den Sekretär der Ortleitung" wegen dem 'Querschläger' sowie von der Bundeswehr in Wentorf wird zu den Fahrpreiserhöhungen beim HVV berichtet in "Soldaten müssen schwarzfahren". Aus der Bose-Bergmann Kaserne in Wentorf wird berichtet in "Unteroffiziersabend" und aus der 4. / Pz Artl Btl 165 in der Bose-Bergmann Kaserne in "Draufhalten!".
Q: Kommunistische Volkszeitung Ortsbeilage Hamburg Nr. 21, Hamburg 16.10.1974

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