1. Mai 1977 bis 1981 in Hamburg

Materialien zur Analyse von Opposition

Von Jürgen Schröder, Berlin, 28.4.2013

Zum 1. Mai 1977 werden die Forderungen der neuen sozialen Bewegungen, vor allem in Gestalt der Anti-AKW-Bewegung noch wichtiger, beherrschen mittlerweile das Bild des Ersten Mai, während traditionelle Arbeiterforderungen mehr und mehr in den Hintergrund treten (vgl. 1.5.1977). Dies scheint sich auch in den folgenden Jahren bis zum vorläufigen Abschluss dieser Darstellung fortzusetzen, wobei aber auch die ausländischen Gruppen stark an Bedeutung zu gewinnen scheinen und die DKP mittlerweile gar zum Bündnis mit dem früher verfemten KB bereit scheint (vgl. 1.5.1981, 11.5.1981).

Auszug aus der Datenbank „Materialien zur Analyse von Opposition“ (MAO)

März 1977:
Die Bezirksleitung Hamburg-Unterelbe des KBW gibt vermutlich im März ein Chemie-Extra der KVZ-Bezirksbeilage Hamburg-Unterelbe heraus mit dem Artikel "Am 1. Mai gegen Fahrpreiserhöhung beim HVV".
Quelle: KVZ-Ortsbeilage Hamburg Chemie-Extra, Hamburg o. J. (März 1977), S. 2

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14.04.1977:
Die SSG Hamburg des KBW lud ein zu ihrer Maiveranstaltung (vgl. 22.4.1977) zum Thema "Die Steuerfalle - Mittel gegen den Lohnkampf und zur Finanzierung des imperialistischen Staatsapparates" um 19 Uhr im Phil Turm Hörsaal A.
Q: Rote Presse, Hamburg 12.4.1977, S. 1

15.04.1977:
Das Komitee gegen den § 218 Hamburg (vgl. 7.4.1977) rief auf zur Veranstaltung "1. Mai 1977: Fester Bestandteil des Kampfes der Arbeiterklasse ist die Forderung nach ersatzloser Streichung des § 218" um 19 Uhr 30 im Philturm der Universität.
Q: Komitee gegen den § 218 Hamburg: Dokumentation eines § 218 Prozesses - Hamburg, 7.4., Hamburg o. J. (1977), S. 2

21.04.1977:
Der Bezirk Hamburg-Unterelbe des KBW gibt ein Metall-Extra (vgl. 27.1.1977, 24.5.1977) der Bezirksbeilage (vgl. 21.4.1977, 28.4.1977) zur 'Kommunistischen Volkszeitung' (KVZ) mit einer Auflage von 5 000 Stück heraus mit dem Leitartikel "Am 1. Mai - Mit der Klassenversöhnung der SPD brechen - Für klassenbewußte, kampfstarke Einheitsgewerkschaften!".

Weitere Artikel sind:
- "Blohm und Voss-Arbeiter haben sich noch nie vor den Karren der Imperialisten spannen lassen" zum 1. Mai 1890 und 1977
- "Gegen Ausbeutung und imperialistische Kriegsvorbereitung! Für die proletarische Weltrevolution! Aufruf zum 1. Mai" des Ständigen Ausschuss des UK des KBW;
- "Haller Meurer. Für den 7-Stunden-Tag! Verbot der Akkordarbeit!";
- "Sozialdemokratie in den Gewerkschaftsvorständen: Kein Schwindel zu plump, um das imperialistische Energieprogramm durchzupauken" zum Protest gegen AKWs, der am 1. Mai erhoben werden müsse;
- "Lockungen in die Schuldknechtschaft" zu eienr Anzeige der Commerzbank für Kredite;
- "23.2. im Gymnasium Bramfeld" zur Kundgebung in der Pausenhalle, aus "Weg mit dem Schulgesetzentwurf" vom Ausschuß gegen den Schulgesetzentwurf;
- "Die Schulbewegung muß sich am 1. Mai mit der Arbeiterbewegung verbinden" zum landesweiten Schulstreik gegen den Schulgesetzentwurf; sowie
- "Maschinenschlosserlehrlinge fordern: Weg mit dem Deutschlehrer!" von der Gewerbeschule.

Berichtet wird:"
Der Vertrauensleutekörper von Montblanc beschloß auf seiner letzten Sitzung folgende Forderungen an den Gewerkschaftstag der IGM:
- Streichung der unteren Lohn- und Gehaltsgruppen.
- Festgeldforderungen in Tarifrunden.
- Einrichtung von Betriebskindergärten unter Kontrolle des Betriebsrates.
- Erhöhung der Renten 1978 auf Grundlage der Bruttolohnsteigerung. Berechnung der Neurenten 1978 auf der Grundlage der Bruttolöhne von 74 und 75 und 76, Abschaffung der Rezeptgebühr, gleichzeitige und einheitliche Erhöhung der Renten mit den Löhnen, mindestens in Höhe von 75 % des Facharbeiterlohns."

Geworben wird für die Broschüre von KBW, KJB und GUV: "Neuer Schulgesetzentwurf: Reaktion auf der ganzen Linie".

Aufgerufen wird zu Maiveranstaltungen (vgl. 22.4.1977, 29.4.1977), zur Vietnamveranstaltung (vgl. 30.4.1977) und zur Arbeiterbildungsveranstaltung (vgl. 24.4.1977).
Q: Kommunistische Volkszeitung Bezirksbeilage Hamburg-Unterelbe Metall-Extra, Hamburg 21.4.1977

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22.04.1977:
Die SSG Hamburg des KBW lud ein zu ihrer Maiveranstaltung (vgl. 14.4.1977, 29.4.1977) zum Thema "Die Imperialisten verstärken die Kriegsvorbereitungen - nur die proletarische Revolution kann den Krieg verhindern" um 19 Uhr im Phil Turm Hörsaal A.

Aufgerufen wurde auch vom KBW im Metallbereich (vgl. 21.4.1977).
Q: Rote Presse, Hamburg 12.4.1977, S. 1; Kommunistische Volkszeitung Bezirksbeilage Hamburg-Unterelbe Metall-Extra, Hamburg 21.4.1977, S. 4

29.04.1977:
Die SSG Hamburg und der KBW riefen auf zur zentralen Maiveranstaltung (vgl. 22.4.1977, 1.5.1977) mit Martin Fochler zum Thema "Nieder mit Imperialismus und Reaktion - es lebe die proletarische Weltrevolution" im PI-Hörsaal.
Q: Rote Presse, Hamburg 12.4.1977, S. 1; Kommunistische Volkszeitung Bezirksbeilage Hamburg-Unterelbe Metall-Extra, Hamburg 21.4.1977, S. 4

30.04.1977:
Das Hamburger Soldaten- und Reservistenkomitee (HSRK) des KBW lud ein zu seiner Veranstaltung zum Jahrestag der Befreiung Vietnams um 17 Uhr in der Mensa der Universität. Die 100 Teilnehmer verabschieden einstimmig eine gegen den Wehrkraftzersetzungsprozeß in Flensburg.
Q: Volksmiliz Nr. 7, Lohnfortzahlung! Recht auf jederzeitige Kündigung! und Extra, Hamburg 11.4.1977, o. J. (1977) bzw. 1.5.1977, S. 1, S. 4 bzw. S. 2

01.05.1977:
Die Liga gegen den Imperialismus (LgdI) gibt ein Flugblatt ihrer Zeitschrift 'Internationale Solidarität' heraus, welches unter der Überschrift "1. Mai" aufruft zu den Blöcken der LgdI auf den revolutionären Maidemonstrationen in Köln, Westberlin, Frankfurt/Main, Hamburg, Stuttgart und München sowie zu Spenden für die ZANU Zimbabwe.
Q: Internationale Solidarität 1. Mai,Köln o. J. (1977)

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01.05.1977:
1. Mai in Hamburg.
Laut KB kommen ca. 10 000 - 20 0000 Menschen zu der DGB-Jugend Demo. An der ÖTV/IGM-Demo sollen sich ca. 10 000 Menschen beteiligt haben. "Beide Demos waren stark von oppositionellen Parolen etc. geprägt. Mehr als zwei Drittel aller Demonstranten trugen die bekannten Anti-AKW-Plaketten, während man die offiziellen DGB-Mai-Plaketten kaum sah. 20 000 - 25 000 Leute nahmen an der Kundgebung teil, die für den DGB zur Katastrophe wurde. Alle Reden wurden immer wieder von massiven Sprechchören unterbrochen … Mehr als 7 000 Menschen folgten nach der Kundgebung dem Aufruf der Hamburger Aktionseinheit zur eigenständigen Demo und Kundgebung … Diese AE - bereits traditioneller Bestandteil der Hamburger Linken - wurde wiederum vom KB initiiert. An ihr nahmen schließlich über 150 Betriebs-, Gewerkschafts-, Frauen-, Jugend-, Schülergruppen, Bürgerinitiativen (BUU) und Ausländerorganisationen teil. Leider waren auch dieses Jahr außer dem KB keine anderen politischen Organisationen mit von der Partie (KBW und KPD waren unerwünscht, SB (SBü,d.Vf.) und GIM lehnten ab). Als Erfolg, der auch die positivsten Erwartungen noch übertraf, muß das Mai-Fest der AE eingeschätzt werden." Zu diesem "kamen ca. 12 000 - 13 000 Leute in die z.T. hoffnungslos überfüllten vier Messehallen, Konferenzräume etc. … Der KBW veranstaltete nach der DGB-Kundgebung seine eigene Ansprache an die Volksmassen. 100 Anhänger hörten ihm dabei auch dieses Jahr wieder zu. Die KPD demonstrierte mit 150 - 200 Anhängern aus Norddeutschland unter ihren bekannten vaterländischen Ladenhütern. Während eine kleine Gruppe Hamburger Anarchisten sich der AE-Demo anschloß, verweigerte sich eine etwa 200 Leute starke Gruppe von Super-Spontis, die seit geraumer Zeit in der Hamburger Bürgerinitiative Umweltschutz Unterelbe - BUU herumlärmt und sich nicht vor den Karren des KB spannen lassen will. Mit dieser Gruppierung, die auf dem Delegierten-Plenum der Hamburger BUU stark überrepräsentiert ist, gab es zuvor scharfe Auseinandersetzungen um eine Beteiligung der BUU an den Mai-Aktivitäten der AE. Die BUU entschied sich mit großer Mehrheit für eine Beteiligung an der AE."

Von der Hamburger Maivorbereitung berichtet der KB am 18.4. 1977 so: Der KB habe eine Einladung für ein Maifest am 30.4. und eine Aufforderung an fortschrittlichen Gruppen und Organisationen, zu eigenen Aktivitäten ausgesprochen. Eine weitere "Initiative der KB Ortsgruppe war die öffentliche Aufforderung für die Demos am 1. Mai und die Vereinheitlichung eines konkreten Projekts dafür:
a) Teilnahme an beiden DGB-Demos in oppositionellen Blöcken,
b) Teilnahme an der einheitlichen DGB-Kundgebung,
c) Protest-Abzug während der Matthöfer-Rede … und Formierung zur oppositionellen Demo,
d) Durchführung einer gemeinsamen Kundgebung, auf der ein Sprecher einer ausländischen Organisation (unser Vorschlag: Gladys Diaz von der MIR-Leitung (Chile,d.Vf.)), ein Betriebsrat in Vertretung beteiligter Gewerkschafts- und Betriebsgruppen, eine Sprecherin der Frauengruppen, sowie ein Sprecher der Jugendgruppen, sowie ein Sprecher der Hamburger-Anti-AKW-Bewegung auftreten soll …
Zu sehr scharfen Auseinandersetzungen hat unser Mai-Vorschlag in der Hamburger Anti-AKW-Bewegung geführt und zwar sowohl in den einzelnen Bürgerinitiativen, als auch auf dem Delegierten-Plenum. Hier kam es schließlich zur Kampfabstimmung, wobei 36 Delegierte für eine Beteiligung an der DGB-Demo, aber gegen eine anschließende oppositionelle Demo und Kundgebung stimmten. Eine Mehrheit von 52 Delegierten stimmte schließlich für unseren Vorschlag und 14 Delegierte enthielten sich der Stimme, hauptsächlich deswegen, weil das Problem bei ihnen noch nicht in der Bürgerinitiative abschließend diskutiert wurde … Unter Berücksichtigung aller Faktoren, kann bei einiger Anstrengung eine solide 2/3 Mehrheit der AKW-Gegner insgesamt für unseren Vorschlag gewonnen werden. Gegen unseren Vorschlag haben u.a. die von anderen politischen Organisationen (KBW, GIM, KPD) beeinflußten Sektoren der BUU gestimmt, sowie dem Reformismus nahestehenden Sektoren der sog. 'Gewaltfreien' und eine einflußreiche Sponti-Linie, die mehrere BI's beherrscht und die sich u.a. einer wild-antikommunistischen Hetze innerhalb der BUU hingegeben hat."

Laut AB beteiligen sich 40 000 an dem Zug von IGM und ÖTV von den Landungsbrücken. Gegen AKWs sprachen sich ca. 90 Transparente aus.

Laut Spartacusbund (SpB) demonstrieren 25 000.
Q: Spartacus Sdr.Nr.,Berlin 13.7.1977; Kommunistische Arbeiterzeitung Nr.111,München 3.5.1977;Arbeiterkampf Nr.103 bzw. 104,Hamburg 18.4.1977 bzw. 16.5.1977,S.1 bzw. S.10

01.05.1977:
Das Hamburger Soldaten- und Reservistenkomitee (HSRK) des KBW gibt ein Extra seiner 'Volksmiliz' (vgl. 25.4.1977, 30.5.1977) heraus unter der Schlagzeile "1. Mai in Hamburg: Imperialist Matthöfer mußte seine Rede abbrechen!". Unter den über 20 000 Demonstranten seien auch ca. 40 Soldaten in Uniform gewesen. Dokumentiert werden Resolutionen aus der 2./72 in der Röttiger-Kaserne in Fischbek und gegen den Wehrkraftzersetzungsprozeß in Flensburg.

Eingeladen wird zu den HSRK-Stadtteilgruppen in Wandsbek/Rahlstedt, Bergedorf und Harburg/Neugraben.
Q: Volksmiliz Extra, Hamburg 1.5.1977

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24.05.1977:
Der Bezirk Hamburg-Unterelbe des KBW gibt ein Metall-Extra (vgl. 21.4.1977, 17.11.1977) der Bezirksbeilage (vgl. 23.5.1977, 30.5.1977) zur 'Kommunistischen Volkszeitung' (KVZ) heraus mit dem Leitartikel "Die Einheit der Arbeiterklasse im Kampf für den 7-Stundentag muß gefestigt werden" zum IGM-Tag bzw. den am 1. Mai getragenen Parolen. Vom 1. Mai berichtet auch "Keine Fahrpreiserhöhung bei der HVV" mit einem Bild.

Weitere Artikel sind:
- "Dokumentation einer Reihe von Anträgen an den Gewerkschaftstag der IG-Metall und wie die Sozialdemokraten diese Anträge 'erledigt' haben" von Kolben-Schmidt, Thyssen, Ortmann & Herbst, A (vermutlich AEG), Maihka, Montblanc, DEMAG, Siemens und Valvo, wozu Maitransparente "Abschaffung der unteren Lohngruppen. Weg mit dem Akkordsystem" von Haller-Meurer sowie für die 35-Stundenwoche von AEG abgebildet werden.
Q: Kommunistische Volkszeitung Bezirksbeilage Hamburg-Unterelbe Metall-Extra, Hamburg 24.5.1977, S. 1f

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01.05.1978:
1. Mai-Demonstration in Hamburg.
Laut KB beteiligen sich an der offiziellen DGB-Demonstration ca. 25 000 bis 30 000 Menschen. Eine von der Bunten Liste (BL) organisierte oppositionelle Demonstration umfaßt ca. 8 000 Menschen. Ein Block von ca. 200 - 300 Anarchisten und Spontis, nach unserer Zählung eher 1 500 bis 2 000, die an der DGB-Demonstration teilnehmen, wird von der Polizei brutal angegriffen um drei Personen, die Wahlplakate und einige Luxuswagen (Rolls Royce, Daimler) beschädigt hatten, festzunehmen bzw. zunächst zusammenzuprügeln. Da diese sich am Schluß des Blocks befinden und darauf der Frauenblock, vorneweg mehrere Reihen Kinderwagen, folgt, gelingt dies den Beamten auch.
Q: Arbeiterkampf Nr.129,Hamburg 16.5.1978,S.12; Eigener Bericht,Berlin 1989

19.03.1979:
Die Vereinigung für revolutionäre Volksbildung Soldaten- und Reservisten Hamburg-Unterelbe des KBW gibt ihre 'Kommunistische Volkszeitung - Kasernenausgabe' Nr. 6 (vgl. 22.1.1979) heraus mit dem Leitartikel "Die Front für Arbeiterrechte zum 1. Mai muß aus den Kasernen unterstützt werden".
Q: Kommunistische Volkszeitung - Kasernenausgabe Nr. 6, Hamburg 19.3.1979, S. 1

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09.04.1979:
Der KBW gibt in Hamburg bei Still Esslingen (SE) seine 'Kommunistische Volkszeitung für die Still-Betriebe' Nr. 7 (vgl. 26.3.1979, 23.4.1979) heraus mit dem Artikel "1. Mai 1979. Die Einheit stärken und demonstrieren!", dem Aufruf des ZK des KBW.
Q: Kommunistische Volkszeitung für die Still-Betriebe Nr. 7, Hamburg 9.4.1979, S. 4

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23.04.1979:
Der KBW gibt in Hamburg bei Still Esslingen (SE) seine 'Kommunistische Volkszeitung für die Still-Betriebe' Nr. 8 (vgl. 9.4.1979, 21.5.1979) heraus. Aufgerufen wird zu den Maiveranstaltungen des KBW und den Maidemonstrationen des DGB.
Q: Kommunistische Volkszeitung für die Still-Betriebe Nr. 8, Hamburg 23.4.1979, S. 4

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01.05.1979:
Laut KB beteiligen sich in Hamburg an einer DGB-Demonstration ca. 30 000 Menschen:"
Auch die im Anschluß an die DGB-Kundgebung von der Bunten Liste und mehreren Ausländerorganisationen durchgeführte Demonstration und Kundgebung waren mit knapp 6 000 Teilnehmern … die bestbesuchte oppositionelle 1. Mai-Aktion in diesem Lande."
Q: Arbeiterkampf Nr.153,Hamburg 14.5.1979,S.14

04.06.1979:
Die KPD/ML gibt in Hamburg vermutlich in dieser Woche ihren 'Roten Stapler' für Still Esslingen (SE - vgl. Nov. 1977, Aug. 1979) für Juni heraus mit dem Artikel "Nachlese: 1. Mai '79 - Ein seltsamer Widerspruch!" zu den beiden Transparenten von Still-Kollegen und den Aufnahmen des Verfassungsschutz von der Maikundgebung.
Q: Roter Stapler Neue Werkshallen: Es fehlte einiges, aber Hauptsache, die Meisterbude fehlt nicht, Hamburg Juni 1979, S. 3

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01.05.1980:
Laut KB beteiligen sich an einer 1. Mai-Demonstration des DGB in Hamburg ca. 25. 000 Menschen.
"An dieser Demonstration beteiligten sich nahezu alle linken Gruppen und Strömungen Hamburgs, erstmals auch die KPD/ML … Während der Rede von Klose formierte sich der gleichfalls schon seit vielen Jahren traditionelle Zug der Hamburger Linken zu einer eigenen Demonstration und Abschlußkundgebung. Aufgerufen hatten hierzu beide Teile der Bunten Liste, Ausländerorganisationen, die Frauenaktionseinheit, Schüler gegen rechts, KB und andere."

Vor dem HEW-Zentrum kommt es zu mindestens einer Festnahme (vgl. Nov. 1980).
Q: Arbeiterkampf Nr.176,Hamburg 5.5.1980,S.4; 1984, Itzehoe Dez. 1980

01.05.1980:
In Hamburg nimmt, laut KB, die Schülerinitiative Schüler gegen Rechts (SgR) (vgl. Mai 1980) mit einem eigenen Schülerblock an der 1. Mai-Demonstration mit ca. 400 Schülern teil
Q: Arbeiterkampf Nr.178,Hamburg 2.6.1980,S.15

November 1980:
Die Bürgerinitiative Umweltschutz Unterelbe (BUU) Itzehoe und die Bewegung Weiße Rose berichten aus Hamburg vom Prozess gegen einen Glückstädter wegen dem 1. Mai 1980.
Q: 1984, Itzehoe Dez. 1980, S. 24

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30.04.1981:
In Hamburg führt die DKP, laut KB, ein eigenes Maifest durch.
Q: Arbeiterkampf Nr.201,Hamburg 11.5.1981,S.46

01.05.1981:
1.Mai Demonstration in Hamburg. Der KB berichtet:"
An der DGB-Demo beteiligten sich wie auch im vergangenen Jahr 25 000 Menschen. Im Mittelpunkt stand der Protest gegen Atomrüstung und Kriegsgefahr. Eine Gruppe von Kriegsgegnern hatte zu diesem Zweck eine riesige Atomrakete mitgebracht … Besonders auffällig waren auch der Frauenblock und die Blöcke der ausländischen Linken, vor allem der Türken und Kurden … Während der sterbenslangweiligen Abschlußkundgebung des DGB … formierte sich der alternative Zug. Viele hatten allerdings nach mehr als dreistündigem Marsch durch Wind und Regen, während der alternativen Abschlußkundgebung echte Konditionsschwächen und zogen vorzeitig ab, zudem schon um 14 Uhr das Maifest beginnen sollte. Zu diesem Fest, das in diesem Jahr von der gesamten Hamburger Linken einschließlich der DKP getragen wurde, kamen leider lange nicht so viele Besucher, wie im vergangenen Jahr: ca. 7 000."
Q: Arbeiterkampf Nr.201,Hamburg 11.5.1981,S.8

11.05.1981:
Der KB äußert sich heute in einem Artikel "Der Taktikwechsel der DKP und der Zangengriff der Z" über die von ihm abgespaltene Gruppe Z u.a. so:"
- Am traditionellen linken Mai-Fest in Hamburg wurde in diesem Jahr auch die DKP beteiligt. Das hinderte sie allerdings nicht, am Vorabend des 1.Mai auch noch ihr eigenes Mai-Fest zu veranstalten."
Q: Arbeiterkampf Nr.201,Hamburg 11.5.1981,S.46

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