Hamburg-Hohenfelde - Die Hausbesetzung in der Ekhofstrasse 39 im Jahr 1973

Materialien zur Analyse von Opposition

Von Jürgen Schröder, Berlin

Artikel mit Fotos: Hamburg, Eckhofstraße: Polizeiterror gegen Hausbesetzer (Quelle: Dem Volke dienen)

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Hier werden nur wenige Angaben und Dokumente verfügbar gemacht, die nur einen ungefähren Eindruck über die Bedeutung der Besetzung und polizeiliche Räumung des Hauses Ekhofstraße 39 in Hamburg-Hohenfelde im Frühjahr 1973 zu geben vermögen.

Hamburg-Hohenfelde war in den frühen siebziger Jahren nicht unbedingt ein bevorzugtes Pflaster für die Hamburger Linke, jenseits der Hausbesetzung 1973 konnte so in unserer, freilich überaus unrepräsentativen, Quellenauswertung lediglich eine weitere Erwähnung dieses Innenstadtnahen Stadtteil aufgefunden werden (vgl. 19.2.1975).

Diese Hamburger Hausbesetzung reihte sich ein in eine ganze Welle von Hausbesetzungen des Frühjahres 1973, die wohl nicht zuletzt unter dem Eindruck der Frankfurter Häuserkämpfe erfolgten, soweit sie nicht eher, wie z.B. in Bielefeld und Dortmund oder bei der Hamburger 'Fabrik' durch die Jugendzentrumsbewegung erfolgten.

Bei Hoesch Dortmund sah die KPD/ML-ZK, in der ersten hier dokumentierten Erwähnung der Hamburger Hausbesetzung (vgl. 23.4.1973), so bereits die Revolution herannahen. Auch die örtliche Rote Garde (RG) Hamburg ist offenbar an der Besetzung beteiligt (vgl. 5.5.1973), die ansonsten u.a. von Leuten aus der Gruppe Internationaler Marxisten (GIM) und wohl auch der Proletarischen Front (PF) - Gruppe westdeutscher Kommunisten, (PF-GWK) sowie der evtl. bereits aufgelösten ex PF-Gruppe Hamburg (PF GH) getragen wurde.

Nicht wenige der kriminalisierten BesetzerInnen, wie z.B. die früher der GIM – die sich ja mit den Linksradikalen seit langem den Manifestbuchladen teilte - zugehörige Christa Eckes, aber auch Karl-Heinz Dellwo und Margit Schiller, werden später für die Rote Armee Fraktion (RAF) aktiv.

Die Besetzer gebärdeten sich militant, obwohl es dann doch bei der gewalttätigen Räumung (vgl. 23.5.1973), nur für ein schickes, lebensechtes Manöver der neuen Einsatzkräfte der Polizei in Form des Mobilen Einsatzkommandos (MEK) reichte. Die Zahlenverhältnisse von 70, angeblich bis an die Zähne bewaffneten Besetzern, die gerne in den Hauseingängen mit Helm und Knüppel für die geneigte Presse posiert hatten, in deren unbotmäßigen Reihen es im Gefolge allerdings durchaus zu Repression zu kommen scheint (vgl. 4.6.1973), gegen lediglich 60 normale Polizisten und nur 45 MEKler – verdeutlichen, dass es der Polizei nicht zuletzt um sportlichen Ehrgeiz ging bzw. man die Kampfkraft der BesetzerInnen für eher gering hielt und sich das MEK als neueste Truppe der Saison zur Lösung von politischen Problemen bewähren sollte. Da kam diese Hausbesetzung für einige Strategien sicher gerade recht.

Auch die örtliche Bevölkerung, bei der sich die Besetzer offenbar nachhaltig unbeliebt gemacht hatten (vgl. 19.10.1973), wird nach den linken Quellen am Nachmittag erfolgreich eingeschüchtert, ein guter Teil der radikalsten Hamburger Linken aber nachhaltig inhaftiert bzw. kriminalisiert.

Aus Leserkreisen erreichte uns folgende namenlose Zuschrift einer Person:

"Ich wundere mich, das in diesem Bericht nichts davon steht, dass die ach so guten Hausbesetzter uns damalige Grundschüler auf dem Schulweg mit Stahlkugeln aus Zwillen beschossen haben? Warum steht da nichts davon, dass die Wichser da gehaust haben wie die Ratten, die Verkäuferinnen vom Bolle-Laden für ein paar Kippen verprügelt wurden, warum lese ich nichts davon, das kleinen Kindern der Roller oder das Fahrrad weggenommen wurde, damit es von ein paar langhaarigen und bärtigen Rockern kaputt gemacht werden konnte. So eine Scheiße kann man nur schreiben, wenn man nicht selber dabei gewesen ist. Ich habe diese Schweine dort jeden Tag erlebt und würde denen heute noch auf die Fresse schlagen, für die Stahlkugeln die mich getroffen haben. Das waren ganz tolle Kerle, die sich da mit Erstklässlern angelegt haben. Also, wenn Du eins von den Arschlöchern warst, die damals dort auf der Haustreppe gesessen haben, dann komm doch mal bei mir vorbei, wir haben da noch eine Rechnung offen." (Email vom 4.1.2010)

Der Protestzug der Linken gegen die Räumung am folgenden Wochenende (vgl. 26.5.1973) erscheint nicht sonderlich gut besucht, angesichts dessen, dass die linksradikalen Gruppen, also Spontis, RAF-Freunde, Anarchos, KPD, KPD/ML sowie die GIM vermutlich ziemlich komplett aufmarschierten, sowie auch der spätere KBW, der damals in Hamburg noch Kommunistische Gruppe (KG) Hamburg bzw. Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg hieß (vgl. 2.5.1973, 29.5.1973, 25.6.1973) und auch der der Kommunistische Bund (KB), worauf die Darstellung der Hausbesetzer hindeutet, dass sowohl KB als auch die KG Hamburg gemeinsam Ketten vor dem Weg zum ehemals besetzten Haus bildeten.

Vom weiteren Verlauf der juristischen Verfahren wird in dieser Darstellung vor allem vermittels der Zeitung der KPD/ML auf verschiedene Artikel verwiesen (vgl. 22.9.1973, 6.10.1973, 27.10.1973, 17.11.1973, 29.4.1974, 22.6.1974), war die KPD/ML bzw. ihre RG doch nicht nur an der Besetzung beteiligt, sondern versuchte auch längere Zeit über, mit den eher auf die RAF orientierten örtlichen Roten Hilfen (RH - vgl. Nov. 1973, 5.11.1973), die sich für die Hausbesetzer einsetzten, eine gemeinsame Kampffront zu konstruieren, bevor sie sich – oft gezwungenermaßen - aus diesem Spektrum letztendlich in die Rote Hilfe Deutschlands (RHD) verabschiedete, ebenso wie die KPD und deren Anhänger, die ebenfalls wiederholt über die Folgen der Hausbesetzung berichten (vgl. Okt. 1973, 19.11.1973, 12.12.1973, 17.1.1974, 18.1.1974, 5.8.1974, 7.8.1974).

Später werden die Urteile gegen die Hausbesetzer teilweise vom Bundesgerichtshof wieder aufgehoben um schwerwiegendere Anklagen zu formulieren (vgl. 30.4.1975, 16.6.1975).

Auszug aus der Datenbank „Materialien zur Analyse von Opposition“ (MAO)

19.04.1973:
In Hamburg-Hohenfelde wird das Haus Ekhofstraße 39 besetzt.
Quelle: Rote Hilfe Nr. 20, Frankfurt Juni 1973, S. 19

23.04.1973:
Eine Extra-Ausgabe der 'Stählernen Faust' - Betriebszeitung der KPD/ML-ZK für die Hoesch-Betriebe (vgl. 12.3.1973, Juli 1974) in Dortmund erscheint in dieser Woche:"
STRASSE FREI FÜR DEN ROTEN 1. MAI

Das Kapital, seine Regierung, die Bonzen des DGB, die Verräter in der Führung der D'K'P (DKP,d.Vf.) haben Angst bekommen.

Rote Fahnen weh'n wieder im Land! Rote Fahnen in Frankfurt (in Hessen, d.Vf.) - Kämpfe gegen Mietwucher und Wohnungsnot. Rote Fahnen auf dem Bonner Rathaus (vgl. 10.4.1973,d.Vf.). Rote Fahnen in Düsseldorf. In Hamburg, in Bielefeld wehen die roten Fahnen auf besetzten Häusern."
Q: Stählerne Faust Extra, Dortmund 1.5.1973

Mai 1973:
Es erscheint die 'Befreiung' - anarchistische Zeitung (vgl. Apr. 1973, Juni 1973) mit dem Artikel "Hausbesetzungen" zur Ekhofstraße Hamburg.
Q: Befreiung, Mülheim Mai 1973, S. 19

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Mai 1973:
Es erscheint die 'Rote Hilfe' Zeitung Nr. 19 (vgl. März 1973, Juni 1973). Zur Ekhofstraße heisst es: "Die einzig richtige Antwort auf Frankfurt: Häuserkampf in Hamburg".
Q: Rote Hilfe Nr. 19, Berlin Mai 1973, S. 10f

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02.05.1973:
Die SSG Hamburg gibt die Nr. 6 ihrer 'Roten Presse' (vgl. 19.4.1973, 28.5.1973) heraus. Aus Hohenfelde wird berichtet über die "Hausbesetzung in der Ekhofstraße 39".
Q: Rote Presse Nr. 6, Hamburg 2.5.1973, S. 14

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05.05.1973:
Die KPD/ML-ZK gibt ihren 'Roten Morgen' (RM) Nr. 17 (vgl. 28.4.1973, 12.5.1973) heraus. Aus Hamburg wird berichtet von der Hausbesetzung in der Ekhofstraße in Hohenfelde, an der sich auch die eigene Rote Garde (RG) beteiligt.
Q: Roter Morgen Nr. 17, Dortmund 5.5.1973,S.1f

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23.05.1973:
In Hamburg-Hohenfelde wird das besetzte Haus Ekhofstr.39 das der BEWOBAU gehört, geräumt. Gegen 38 der 70 Besetzer bestehen, laut KPD, Haftbefehle bzw. werden erlassen (vgl. 26.5.1973).

Für die 'WWA' (vgl. 25.6.1973) berichtet "Viete Kampf im Auftrag der Hausbesetzer", dass um 4 Uhr früh 45 MEKler und 60 Polizisten die 70 Besetzer aus dem haus getrieben hätten, 40 seien ins Untersuchungsgefängnis (UG) gebracht worden, davon 21 später in die Justizvollzugsanstalt (JVA), wo 6 immer noch einsäßen. 18 hätten Haftverschonung erhalten.

Nachmittags hätten 1 000 Leute ein teach in besucht und ein großer Teil von ihnen sei nach Hohenfelde demonstriert, wo die Polizei geknüppelt und 21 Menschen festgenommen habe, von denen nur 2 Demonstranten waren, wärend die anderen zur Bevölkerung des Viertels gehörten.

Bei der Neue-Heimat (NH) Verwaltung seien als Rache die Scheiben eingeworfen worden.
Q: Wir wollen alles Nr. 5, Gaiganz Juni 1973; Rote Fahne Nr. 22, Dortmund 29.5.1973;Rote Hilfe Nr. 20, Frankfurt Juni 1973, S. 19

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24.05.1973:
Die Kommunistische Gruppe (KG) Hamburg gibt die Nr. 2 ihrer 'Hamburger Arbeiterzeitung' (HAZ – vgl. 21.5.1973, 28.6.1973) heraus mit den Artikeln "Letzte Meldung: Ekhofstr. 39 von der Polizei geräumt!" und "Hausbesetzung in Hohenfelde".
Q: Hamburger Arbeiterzeitung Nr. 2, Hamburg 24.5.1973, S. 4 und 9

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26.05.1973:
In Hamburg demonstrieren laut KPD etwa 2 000 gegen die Räumung der Ekhofstr. 39 (vgl. 23.5.1973) von St. Georg bis in die Nähe des geräumten Hauses. Die KPD rief mit einem 'Rote Fahne Sonderdruck' unter dem Titel "Kampf dem Mietwucher und der Bodenspekulation – Solidarität mit den Hausbesetzern!" auf.

Für die 'WWA' (vgl. 25.6.1973) berichtet "Viete Kampf im Auftrag der Hausbesetzer", dass sich 2 000 an der Demonstration beteiligten. Bei der Schlußkundgebung hätten der KB und die KG Hamburg des späteren KBW Sperrketten vor der Ekhofstr.39 gebildet, um eine spontane Wiederbesetzung zu verhindern.

Ein kleinerer Teil der Demonstranten habe versucht noch zum Untersuchungsgefängnis zu ziehen, sei aber von 400 Polizisten aufgehalten worden, wobei es zu 17 Festnahmen kam. Der Rest der Leute sei dann einzeln zum UG durchgedrungen. Spenden können an Udo Vetter gesandt werden.
Q: Wir wollen alles Nr. 5, Gaiganz Juni 1973; Rote Fahne Nr. 22, Dortmund 29.5.1973;Rote Fahne Sonderdruck Kampf dem Mietwucher und der Bodenspekulation – Solidarität mit den Hausbesetzern!, Hamburg o. J. (1973);Rote Hilfe Nr. 20, Frankfurt Juni 1973, S. 20

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29.05.1973:
Die SSG Hamburg gibt die Nr. 7 ihrer 'Roten Presse' (vgl. 28.5.1973, 25.6.1973) heraus. Der Leitartikel berichtet über die Hausbesetzung in der Ekhofstraße 39 bzw. über den "Belagerungszustand in Hohenfelde". Eingegangen wird auf die Hausbesetzung auch in "Täglich Polizeiterror" und hinsichtlich der eventuellen Belegung der Wohnungen durch das Studentenwerk. Geschildert werden "Schmutzige Geschäfte mit der Wohnungsnot".
Q: Rote Presse Nr. 7, Hamburg 29.5.1973, S. 1f und 19f

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Juni 1973:
In Berlin erscheint vermutlich im Juni die Zeitung 'Bambule' Nr. 8/9 (vgl. 23.4.1973) mit dem Artikel "Hamburg-Hohenfelde-Eckhofstr. 39- Besetzt 19.4. - Geräumt 23.5.".
Q: Bambule Nr. 8/9, Berlin o. J. (1973), S. 7f

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Juni 1973:
Der KB/Gruppe Hamburg gibt die zweite Nr. 27, also vermutlich die Nr. 28, seines 'Chemiearbeiters' (vgl. 11.5.1973, Juli 1973) heraus mit dem Artikel "Polizeiterror gegen Hausbesetzer" zur Ekhofstrasse in Hamburg-Hohenfelde.
Q: Der Chemiearbeiter Nr. 27b, Hamburg Juni 1973, S. 6f

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02.06.1973:
Die KPD/ML gibt ihren 'Roten Morgen' (RM) Nr. 21 (vgl. 26.5.1973, 9.6.1973) heraus. Aus Hamburg wird berichtet von der Hausbesetzung in der Ekhofstraße in Hohenfelde.
Q: Roter Morgen Nr. 21, Dortmund 2.6.1973, S. 8

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04.06.1973:
Die KPD/ML (vgl. 16.6.1973) bzw. deren Rote Garde (RG) berichtet vermutlich aus dieser Woche von der Hausbesetzung in der Ekhofstr., dass ein Redakteur der 'Morgenpost' wegen Sympathie mit den Besetzern gekündigt worden sei.
Q: Roter Morgen Nr. 23, Dortmund 16.6.1973, S. 8

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18.06.1973:
Die KB-Schülergruppen geben die Nr. 17 des 'Sozialistischen Schülerforums' (SSF - vgl. 8.5.1973, 19.9.1973) heraus mit dem Artikel "Wohnungskampf" zu Frankfurt bzw. dem Kettenhofweg, aber auch in Hamburg-Hohenfelde in der Ekhofstraße.
Q: Sozialistisches Schülerforum Nr. 17, Hamburg 18.6.1973, S. 6ff

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20.06.1973:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg gibt ein Extra "Wahlaufruf der SSG" ihrer 'Roten Presse' (vgl. 29.5.1973, 25.6.1973) - Sozialistische Hamburger Studentenzeitung - heraus. In "ASTA contra Mietwucher" wird eingegangen auf die unsolidarische Haltung des AStA zum Kampf der Mieter in Hohenfelde.
Q: Rote Presse Extra Wahlaufruf der SSG, Hamburg 20.6.1973, S. 2

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25.06.1973:
Die SSG Hamburg gibt die Nr. 8 ihrer 'Roten Presse' (vgl. 29.5.1973, 6.11.1973) heraus. Berichtet wird auch über die Entlassungen von Redakteuren der 'Hamburger Morgenpost' wegen der Berichterstattung über die Hausbesetzung in der Ekhofstraße.
Q: Rote Presse Nr. 8, Hamburg 25.6.1973, S. 6

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28.06.1973:
Die Kommunistische Gruppe (KG) Hamburg gibt die Nr. 3 ihrer 'Hamburger Arbeiterzeitung' (HAZ – vgl. 24.5.1973, 26.7.1973) heraus mit den Artikeln "Rausschmisse bei der Morgenpost" gegen zwei leitende Redakteure wegen ihrer Berichterstattung zur Hausbesetzung in der Ekhofstraße und "Stadtsanierung - Geschäft der Kapitalisten", wobei außer auf Mieterinitiativen in St. Georg/Hohenfelde, St. Pauli, Eimsbüttel, in der Haynstraße und in Ottensen auch auf Billwerder-Allermöhe eingegangen wird.
Q: Hamburger Arbeiterzeitung Nr. 3, Hamburg 28.6.1973, S. 10f

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21.08.1973:
In Hamburg veranstalten die ehemaligen Hausbesetzer der Ekhofstr. 39 ein Teach-In in der ESG. Im Anschluß wird einer der Hausbesetzer, der Haftverschonung hat, festgenommen. Eine Durchsuchung der ESG scheitert.
Q: Rote Hilfe Nr. 21, Berlin o. J., S. 8f

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22.09.1973:
Die KPD/ML gibt ihren 'Roten Morgen' (RM) Nr. 37 (vgl. 15.9.1973, 29.9.1973) heraus. Aus Hamburg wird berichtet von der Hausbesetzung in der Ekhofstrasse und dem UG.
Q: Roter Morgen Nr. 37, Dortmund 22.9.1973, S. 7

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26.09.1973:
In Hamburg beginnt der Prozess gegen mehrere Hausbesetzer der Ekhofstrasse in Hohenfelde.
Q: Roter Morgen Nr. 39, Dortmund 6.10.1973, S. 1

Oktober 1973:
Die Ortsgruppe Hamburg der Rote Hilfe (RH) e. V. der KPD gibt vermutlich im Oktober das Flugblatt "Freiheit für die Hausbesetzer. Im Prozeß gegen die Ekhofstraße fordert der Staatsanwalt hohe Gefängnisstrafen" zum Prozeß wegen der Besetzung der Ekhofstraße 39 (vgl. 26.9.1973) heraus.
Q: RH e.V.: Freiheit für die Hausbesetzer. Im Prozeß gegen die Ekhofstraße fordert der Staatsanwalt hohe Gefängnisstrafen, Hamburg o. J. (1973)

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06.10.1973:
Die KPD/ML gibt ihren 'Roten Morgen' (RM) Nr. 39 (vgl. 29.9.1973, 13.10.1973) heraus. Berichtet wird u.a. über die Hausbesetzung in der Ekhofstrasse.
Q: Roter Morgen Nr. 39, Dortmund 6.10.1973, S. 8

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08.10.1973:
Die Zelle Jura Uni Hamburg des KSV der KPD gibt vermutlich Anfang dieser Woche das Flugblatt "Freiheit für alle politischen Gefangenen!" heraus zum Hausbesetzerprozeß wegen der Ekhofstraße und zum Prozeß gegen Uli Kranzusch wegen der Rathausbesetzung in Bonn am 10.4.1973. Aufgerufen wird zur Veranstaltung (vgl. 10.10.1973).
Q: KSV-Zelle Jura: Freiheit für alle politischen Gefangenen!, Hamburg o. J. (1973)

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10.10.1973:
Der KBW gibt seine KVZ Nr. 4 (vgl. 26.9.1973, 24.10.1973) heraus. Aus Hamburg wird auch berichtet vom "Prozess gegen Hausbesetzer" in der Ekhofstraße 39 in Hohenfelde.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 4, Mannheim 10.10.1973, S. 4

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10.10.1973:
Die Zelle Jura Uni Hamburg des KSV der KPD (vgl. 8.10.1973) rief für 14 Uhr im Rechtshaus auf zur Veranstaltung zum Hausbesetzerprozeß wegen der Ekhofstraße und zum Prozeß gegen Uli Kranzusch wegen der Rathausbesetzung in Bonn am 10.4.1973.
Q: KSV-Zelle Jura: Freiheit für alle politischen Gefangenen!, Hamburg o. J. (1973), S. 2

19.10.1973:
In Hamburg wird im Prozeß wegen der Hausbesetzung in der Ekhofstrasse heute das Urteil gegen Karl-Heinz Dellwo (12 Monate Gefängnis), D. Meyer (9 Monate) und Arreststrafen für die Anderen verkündet. Die Rote Hilfe Hamburg schildert aus diesem Anlaß ihre erfolglose Solidaritätskampagne in Hohenfelde, wobei auch das falsche Verhalten der Hausbesetzer, die u.a. "mit Zwillen auf Kinder und Frauen schossen, bis spät in die Nacht Musik und Lärm" machten, gegenüber der Bevölkerung kritisiert wird.
Q: Rote Hilfe Nr. 22, Hamburg o. J., S. 7f

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27.10.1973:
Die KPD/ML gibt ihren 'Roten Morgen' (RM) Nr. 42 (vgl. 20.10.1973, 3.11.1973) heraus. Berichtet wird von der Hausbesetzung in der Ekhofstrasse über die Urteile gegen 6 Hausbesetzer, darunter Karl-Heinz Dellwo.
Q: Roter Morgen Nr. 42, Dortmund 27.10.1973, S. 6

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November 1973:
Die Rote Hilfe (RH) e.V. der KPD gibt ihre Zeitschrift 'Rote Hilfe' Nr. 2 (vgl. 10.10.1973, Jan. 1974) für November heraus mit dem Artikel "Landesverband Nord: Ekhofstrasse. Polizei und Klassenjustiz wollen Exempel gegen Hausbesetzer schaffen" zum Prozess gegen Karl-Heinz Dellwo und fünf weitere Angeklagte wegen der Hausbesetzung in Hamburg-Hohenfelde.
Q: Rote Hilfe Nr. 2, Dortmund Nov. 1973, S. 6f

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05.11.1973:
Die Rote Hilfe (RH) Hamburg gibt spätestens Anfang dieser Woche das Flugblatt "Freiheit für alle politischen Gefangenen!" zu den Prozessen wegen der Hausbesetzung in der Ekhofstraße 39 (vgl. 14.1.11973) und gegen Ernst Aust (vgl. 7.11.1973) heraus.
Q: RH: Freiheit für alle politischen Gefangenen!, Hamburg o. J. (1973)

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14.11.1973:
In Hamburg beginnt der zweite Prozeß gegen die Hausbesetzer der Ekhofstraße 39. Zum Prozeßbesuch rief die Rote Hilfe (RH) Hamburg auf (vgl. 5.11.1973).
Q: RH: Freiheit für alle politischen Gefangenen!, Hamburg o. J. (1973), S. 2; RH e.V.: Freiheit für die Hausbesetzer!, Hamburg o. J. (1973), S. 1

17.11.1973:
Die KPD/ML gibt ihren 'Roten Morgen' (RM) Nr. 45 (vgl. 10.11.1973, 24.11.1973) heraus. Aus Hamburg wird u.a. berichtet vom Prozeß wegen der Hausbesetzung in der Ekhofstrasse.
Q: Roter Morgen Nr. 45, Dortmund 17.11.1973, S. 7

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19.11.1973:
Die Ortsgruppe Hamburg der Rote Hilfe (RH) e. V. der KPD gibt vermutlich in dieser Woche das Flugblatt "Freiheit für die Hausbesetzer!" zum Prozeß wegen der Besetzung der Ekhofstraße 39 (vgl. 14.11.1973) heraus. Aufgerufen wird zur Veranstaltung (vgl. 23.11.1973).
Q: RH e.V.: Freiheit für die Hausbesetzer!, Hamburg o. J. (1973)

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23.11.1973:
Die Ortsgruppe Hamburg der Rote Hilfe (RH) e. V. der KPD (vgl. 19.11.1973) rief für heute 19 Uhr im Z, Karolinenstraße Ecke Feldstraße, zur Veranstaltung gegen die Prozesse gegen die Hausbesetzer der Ekhofstr. 39 auf. Sprechen sollen Rechtsanwalt Hartmut Jacobi und ein Vertreter des Komitees Kampf der Isolationsfolter.
Q: RH e.V.: Freiheit für die Hausbesetzer!, Hamburg o. J. (1973), S. 2

12.12.1973:
Die KPD gibt ihre Rote Fahne Nr. 50 (vgl. 5.12.1973, 19.12.1973) heraus. Die Ortsgruppe Hamburg der Roten Hilfe e.V. berichtet vom Prozeß wegen der Hausbesetzung in der Ekhofstr.39, u.a. gegen Karl Heinz Dellwo.
Q: Rote Fahne Nr. 50, Dortmund 12.12.1973

17.01.1974:
In Hamburg rief der KSV der KPD (vgl. 15.1.1974) auf zur Kundgebung gegen den Prozeß gegen die Hausbesetzer der Ekhofstraße 39 (vgl. 18.1.1974) um 17 Uhr 30 im Einkaufszentrum Altona.
Q: KSV-HL: Johanna Mayr wiedereingestellt! Erfolg im Kampf gegen politische Entlassungen, Hamburg o. J. (1974), S. 2

18.01.1974:
In Hamburg rief der KSV der KPD (vgl. 15.1.1974) auf zur Urteilsverkündung im Prozeß gegen die Hausbesetzer der Ekhofstraße 39.
Q: KSV-HL: Johanna Mayr wiedereingestellt! Erfolg im Kampf gegen politische Entlassungen, Hamburg o. J. (1974), S. 2

29.04.1974:
Die KPD/ML (vgl. 11.5.1974) berichtet vermutlich aus dieser Woche aus Hamburg, vom Erscheinen ihrer 'Kämpfenden Station' für die Krankenhäuser. Im Zusammenhang damit wird auch auf die Hausbesetzung in der Ekhofstr.in Hohenfelde eingegangen.
Q: Roter Morgen Nr. 19, Dortmund 11.5.1974, S. 7

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22.06.1974:
Die KPD/ML gibt ihren 'Roten Morgen' Nr.25 (vgl. 15.6.1974, 29.6.1974) heraus. Aus Hamburg wird u.a. berichtet über die bei der Hausbesetzung in der Ekhofstr. Festgenommenen.
Q: Roter Morgen Nr. 25, Dortmund 22.6.1974, S. 7

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05.08.1974:
In Hamburg werden, laut KPD, vermutlich in dieser Woche Prozesse gegen Hausbesetzer aus der Ekhofstraße geführt, die von dort in das Untersuchungsgefängnis gebracht worden waren. Zum Einsatz kam dabei auch das MEK.
Q: Rote Fahne Nr. 33, Dortmund 14.8.1974

07.08.1974:
In der Nr. 32 ihrer 'Roten Fahne' (RF - vgl. 31.7.1974, 14.8.1974) berichtet die KPD aus Hamburg vom Polizeiterror in Krankenhäusern (ÖTV-Bereich), u.a. nach der Räumung des besetzten Hauses Ekhofstraße (vgl. 23.5.1973).
Q: Rote Fahne Nr. 32, Dortmund 7.8.1974

19.02.1975:
Die KPD gibt ihre 'Rote Fahne' (RF) Nr. 7 (vgl. 12.2.1975, 26.2.1975) heraus. Aus Hamburg wird u.a. berichtet aus Hohenfelde.
Q: Rote Fahne Nr. 7, Köln 19.2.1975

30.04.1975:
Die KB/Gruppe Hamburg gibt ihre 'Unsere Stadt' Nr. 7 (vgl. 3.4.1975, 16.6.1975) heraus mit den Artikeln "Bebauungspläne für Hohenfelde. Die Sanierung liegt bereits fest", wobei auch eingegangen wird auf die Ekhofstraße 43, von der Bezirksgruppe St. Georg und "Wer ist eine 'kriminelle Vereinigung'?" zum § 129 bzw. der Hausbesetzung in der Ekhofstraße.
Q: Unsere Stadt Nr. 7, Hamburg 30.4.1975, S. 2 und 20

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16.06.1975:
Die KB/Gruppe Hamburg gibt ihre 'Unsere Stadt' Nr. 8 (vgl. 30.4.1975, 26.8.1975) heraus mit dem Artikel "Wer einen Sturzhelm trägt ist Mitglied einer 'kriminellen Vereinigung'" zur Aufhebung von Urteilen gegen Hausbesetzer der Ekhofstraße durch den Bundesgerichtshof (BGH), von der Bezirksorganisation Harburg-Wilhelmsburg
Q: Unsere Stadt Nr. 8, Hamburg 16.6.1975, S. 7

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Letzte Änderungen: 6.2.2014

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