Atomtransporte Gruppe Hamburg:
"Atom - Strom - Anlagen - Transporte & Hamburg" (1990)

Materialien zur Analyse von Opposition

Von Dietmar Kesten, Gelsenkirchen, 23.3.2019


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Von der "Atomtransporte Gruppe Hamburg" erscheint eine Broschüre, die sich mit dem Atomprogramm und der Atomwirtschaft beschäftigt und speziell auf die Verhältnisse in Hamburg eingeht. Zudem werden "Verflechtungsverhältnisse" zwischen "RWE/KWU/Siemens/Preußenelektra/VEBA" aufgezeigt. In Hamburg geht es konkret um die "HWE". Hamburg wird auch als "atomare Drehscheibe" bezeichnet, wo z. B. der Hamburger Hafen als Umschlagplatz für "Uranimporte aus Namibia" dient.

Auszug aus der Datenbank "Materialien zur Analyse von Opposition" (MAO)

Februar 1990:
Von der "Atomtransporte Gruppe Hamburg" erscheint (mit der Unterstützung von "Umdenken - Politisches Bildungswerk e. V.", Hamburg) die Broschüre: "Atom - Strom - Anlagen - Transporte & Hamburg".

In der Vorbemerkung heißt es: "Im Frühjahr 1986 schien sich mit der Katastrophe von Tschernobyl und den weltweiten Folgen eine Wende im öffentlichen Bewußtsein über Risiken (und angebliche Vorteile) der Atomenergie abzuzeichnen.
Den sog. Akzeptanzproblemen wurde seitens der Atomwirtschaft und vermittelt über Politikerreden durch die Ausstiegsdebatte der politischen Parteien und die sogenannte Neuordnung der bundesdeutschen Atomwirtschaft scheinbar Rechnung getragen. Dennoch trat ein Bruch in der Atompolitik nicht ein. Die Probleme bei der Durchsetzung des Atomprogramms haben sich lediglich vom Expansionsinteresse im Sinne eines weltweiten Ausbaus hin zur Bestandsgarantie (vor allem auch der Profite) verschoben.

Wie läßt sich effektiver Widerstand organisieren gegen ein flächendeckend installiertes und weitgehend reibungslos funktionierendes Atomprogramm?
Ansatzpunkte lassen sich unseres Erachtens durch eine Analyse der neueren Entwicklung innerhalb der Atomwirtschaft, der zugrundeliegenden ökonomischen Interessenverflechtungen gewinnen. Daher bemühen sich die folgenden Beiträge darum, Zusammenhänge zwischen der Geschichte des bundesdeutschen Atomprogramms und der Entwicklung der Kapitalinteressen bzw. der Politik der großen bundesdeutschen Konzerne sowie den Veränderungen der Weltmarktsituation-Kernbrennstoffe, EG-Binnenmarkt etc.-darstellen.

Den zweiten Schwerpunkt der Broschüre bildet eine Darstellung der speziellen Situation Hamburgs. Auch hier geht es um ein Zusammenspiel und die Verflechtung verschiedener Interessensphären der Atomwirtschaft: auf der einen Seite ist dies die Durchsetzung einer Energiepolitik im Sinne der Atomwirtschaft. Andererseits ergibt sich aus der wirtschaftspolitischen Orientierung die besondere Rolle Hamburgs als Verkehrsknotenpunkt unterschiedlichster Transporte und Umschlagsorte von radioaktivem Material jeder Art". (S. 1)

Inhalt der Broschüre:
- Vorbemerkung
- "Die AKW-Betreiber wollen wieder in die Offensive gehen!"
- "Der Widerstand gegen die Atommafia in Hamburg organisieren!"
- "Teil 1: Atomenergie, National/International. Ist die Atomenergie am Ende?"
- "Das Ende der Atomwirtschaft ist trotzdem gekommen!"
- "Die atomare Brennstoffspirale"
- "Uranabbau- und Handel"
- "Woher bezieht die BRD ihr Uran?"
- "Bedeutende Firmen im Urangeschäft"
- "Zwischenlager in der BRD für Yello Cake"
- "Nächste Verarbeitungsstufe ist die Herstellung von Brennelementen"
- "Wiederaufbereitung und Entsorgung"
- "Atomtransporte"
- "Die Anlagenproduzenten"
- "Die KWU"
- "Verflechtungsverhältnisse/Siemens/KWU"
- "Die Exportgeschäft der KWU"
- "Der Strommarkt"
- "Der europäische Atommarkt"
- "Der Strommarkt in der BRD"
- "Die RWE"
- "Braunkohle. Rohstoff und Reichtum der RWE"
- "Die Investition in die Atomkraft"
- "Das Geschäft mit dem Atomstrom"
- "Strombereich RWE"
- "Die neue RWE"
- "Die VEBA"
- "Die Preußenelektra AG"
- "Das Verbundnetz"
- "Atom und Arbeit"
- "Arbeitsbedingungen in bundesdeutschen Atomanlagen"
- "ArbeiterInnen, die mit Atomtransporten zu tun haben"
- "Teil II: Hamburg"
- "Die HEW"
- "Die Beteiligung der HEW"
- "Atomare Drehscheibe Hamburg"
- "Straßentransporte"
- "Bahntransporte"
- "Transporte über den Hamburger Hafen"
- "Wichtige Schiffstransportwege"
- "Kennzeichnung der radioaktiven Güter"
- "Transportgenehmigung- und Überwachung"
- "Zur Praxis der Überwachung. Ein Beispiel"
- "Uranimporte aus Namibia"
- "Das weltweite Geschäft mit Namibia-Uran"
- "Der Umschlag von Namibia-Uran im Hamburger Hafen"
Quellen: Atomtransporte, Gruppe Hamburg: Atom-Strom-Anlagen-Transporte & Hamburg, Hamburg, Februar 1990.

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Letzte Änderung: 23.03.2019