Briefwechsel zwischen dem KAB (RW) (Frankfurt/M.) und der Zeitschrift "Klassenkampf" (Duisburg) (1976/77)

Materialien zur Analyse von Opposition

Von Dietmar Kesten, Gelsenkirchen, 5.4.2017


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Der hier vorliegende Briefwechsel zwischen dem Kommunistischen Arbeiterbund (Revolutionärer Weg) und der Gruppe um die Zeitschrift "Klassenkampf" (Duisburg) dokumentiert das Interesse der Gruppen an einem Material- und Meinungsaustausch. Der KAB (RW) erklärt, dass er einige Positionen, die er bei seinem Austritt aus dem KABD vertreten habe, aktuell nicht mehr aufrechterhalten würde. Wichtig ist der Hinweis, dass sich ein Teil der Duisburger Gruppe 1971 von der KPD/ML abgespalten habe. Die Mitglieder der Duisburger Gruppe arbeiteten u. a. "innerhalb der klassenkämpferischen Bewegung sowie z. T. in Bürgerinitiativen und Gesellschaften für Völkerfreundschaft" mit.

Auszug aus der Datenbank "Materialien zur Analyse von Opposition" (MAO)

10.10.1976:
Die Leitung des KAB (RW) schreibt einen Brief an die Zeitschrift "Klassenkampf" (Duisburg). Der KAB (RW) erklärt, dass sie vor einigen Monaten aus dem KABD ausgetreten sind. Zudem macht er den "Klassenkampf'" auf einen Hinweis des 1. ZDT des KABD vom September 1972 aufmerksam, wo es heißt: "Die Dortmunder Gruppe der KPD/ML bezog eine gemeinsame Linie mit der Duisburger Gruppe Udo Baers. Nach dieser neuen Linie war die KPD/ML (RM) eine durch und durch revisionistische Partei." Weiter wird um Materialzusendung gebeten. Der KAB (RW) arbeite z. Z. "an einer ausführlichen Kritik am KABD". Der KABD in NRW gehöre "im Übrigen zu den Vertretern des extremen Rechtsopportunismus".
Quellen: KAB (RW): Brief an die Zeitschrift "Klassenkampf", Frankfurt/M., 10. Oktober 1976.

Briefwechsel_KABRW_KK_Duisburg_19761010_01


08.07.1977:
Die Redaktion "Revolutionärer Weg", Organ des Kommunistischen Arbeiterbundes (Revolutionärer Weg). schreibt einen Brief an die Zeitschrift "Klassenkampf" (Duisburg). Erklärt wird, dass man einige Positionen im Hinblick auf die "Gemeinsame Erklärung", die im Mai 1976 von Ausgetretenen aus dem KABD verfasst worden war, "nicht mehr vertreten" würde. Auch von der "Grundsatzerklärung" des KABD und einigen "RW's" nehme man Abstand. Nun würde man mit einer Kritik am KABD beginnen. In diesem Zusammenhang würde man in der Zeitschrift "Revolutionärer Weg" "eine Besprechung eurer, jetzt vorliegenden Kritik am KABD bringen".
Q: Redaktion Revolutionärer Weg, Organ des KAB (RW), Brief an die Zeitschrift "KLassenkampf", Frankfurt/M., 8. Juli 1977.

Briefwechsel_KABRW_KK_Duisburg_19770708_01


29.07.1977:
Ein Vertreter der Zeitschrift "Klassenkampf" aus Duisburg antwortet der "Redaktion 'Revolutionärer Weg' (KAB/RW)". Danach arbeitet der "KK" zurzeit an einer "Politischen Erklärung". Weiter heißt es: "Um den 'KK' herum arbeiten Genossinnen und Genossen, die praktisch aktiv sind innerhalb der klassenkämpferischen Bewegung sowie z. T. in Bürgerinitiativen und Gesellschaften für Völkerfreundschaft." Erklärt wird, dass ein Teil der Gruppe, die jetzt den "Klassenkampf" bildet, aus der 1971er KPD/ML-Spaltung kommt. Die KABD-Kritik will man zunächst nicht fortsetzen.
Q: Brief eines Vertreters der Zeitschrift "Klassenkampf" an die Redaktion "Revolutionärer Weg (KAB/RW)", Duisburg, 29. Juli 1977.

Briefwechsel_KABRW_KK_Duisburg_19770729_01


11.08.1977:
Die Leitung des KAB (RW) schreibt einen Brief an die Redaktion "Klassenkampf" (Duisburg). Erklärt wird, dass man mit einem Materialaustausch einverstanden sei und Bereitschaft bestehe, zu einem Gespräch "über den jeweiligen Entwicklungsprozess" nach Duisburg zu kommen.
Q: Brief der Leitung des KAB (RW) an die Redaktion "Klassenkampf" (Duisburg), o. O. (Frankfurt/M.), 11. August 1977.

Briefwechsel_KABRW_KK_Duisburg_19770811_01


Letzte Änderung: 21.11.2017