"Die Bombe aus Hanau? Materialien der DKP Hessen" (1988)

Materialien zur Analyse von Opposition

Von Dietmar Kesten, Gelsenkirchen, 29.11.2019


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1988 gibt die DKP Hessen eine Broschüre heraus, die sich mit "Gefahren und Problemen, die von den Hanauer Nuklearbetrieben ausgehen", beschäftigt (vgl. S. 3).

Auszug aus der Datenbank "Materialien zur Analyse von Opposition" (MAO)

April 1988:
Von der DKP Hessen herausgegeben, erscheint vermutlich im Frühjahr die Broschüre: "Die Bombe aus Hanau? Materialien der DKP Hessen".

In "Liebe Leserinnen und Leser!" heißt es dazu u. a.: "Wir möchten mit dieser Broschüre unseren Beitrag leisten zur umfassenden Information über die Gefahren und Probleme, die von den Hanauer Nuklear- Betrieben ausgehen. Vieles von dem, was hier zusammengetragen wurde, ist nicht neu. Wir glauben trotzdem, dass die zusammenfassende Darstellung für die demokratische Bewegung gegen Raketen und Reaktoren nützlich sein kann.

Die Kommunisten dieses Landes sind seit den 50er Jahren aktiv gegen Remilitarisierung und NATO-Einbindung, gegen atomare Rüstung und die bundesdeutsche Atombewaffnung gewesen. Die DKP selbst hat seit Anfang der 70er Jahre auf die Hanauer Betriebe aufmerksam gemacht und sich gegen sie gewandt. Aber auch wir Kommunisten haben im Laufe der Jahre unser Verhältnis zur Atomstromproduktion verändert und gewandelt. Wir haben-so wie viele andere politische Kräfte auch-gelernt von den demokratischen Massenprotesten gegen das bundesdeutsche Atomprogramm und den in diesem Zusammenhang ins Bewußtsein der Öffentlichkeit gerückten Erkenntnissen. (…) Die Monopole stellen sich also auf die neue Lage ein. Es ist die Aufgabe der demokratischen Bewegungen, darauf zu achten, dass sie dabei nicht ungeschoren davon kommen".

Inhalt der Broschüre:
"Conrad Schuhler, München:
TRANSNUKLEAR-Skandal erster Teil:
Statt gesicherter Entsorgung unkontrollierter Atommüll-Tourismus
Die Bonner Entsorgungslüge
TRANSNUKLEAR-Skandal zweiter Teil:
Im Atommüll steckt der Stoff für die Bombe
Der lange Griff nach der Bombe
TRANSNUKLEAR-Skandal dritter Teil:
Die Atommafia exportiert die Bombe

Reinhard Hamel, Gießen
Die Hanauer Nuklearbetriebe-Herz der Atomwirtschaft
Am Anfang war die DEGUSSA
Der 'Aufbruch' konnte beginnen: NUKEM
Es gibt sicherlich keinen Zweifel
RBU
TRANSNUKLEAR-Weltweite Drehscheibe im atomaren Geschäft
Die Plutoniumschmiede
Der Bunker
Nuklear-Technik GmbH
Abzweigungen für die Bombe in Hanau
Behördliche 'Überwachung'
Gefährdungen der Beschäftigten und der Bevölkerung
Die Kette reißt nicht ab
Genehmigungen: Erst überflüssig-dann nachgesehen
NUKEM
RBU
Der ALKEM-Prozess
Weitere Prozesse in Sicht?
Teilerrichtungsgenehmigung für ALKEM

Dr. Udo Schelb, Marburg
Reaktoren und Raketen:
Über den Zusammenhang von ziviler und militärischer Nutzung der Kernenergie
Urangewinnung
Urananreicherung
Das Atomkraftwerk
Wiederaufarbeitungsanlage
Schneller Brüter
Direkte Endlagerung
Transporte
Die Waffentauglichkeit von Reaktorplutonium
Militärische Atomprogramme
Staatliche und Kapitalinteressen am Atomprogramm

Die Position der DKP: Aussteigen und Enteignen!
Der Ausstieg ist machbar
Stopp der Plutoniumwirtschaft
Vollständige Vergesellschaftung bei strenger demokratischer
Kontrolle
Beendigung des Im- und Exports von Atommüll
Schaffung gleichwertiger Ersatzarbeitsplätze
Wie weiter in Hanau?
Endgültige Stillegung der Brennelementeproduktion und Plutoniumverarbeitung in Hanau!
Enteignen und vergesellschaften, um auszusteigen!
Sicherung der Arbeitsplätze!
Die Konzerne müssen zahlen!
Worauf es jetzt ankommt".

Aufgerufen wird dazu den Protest der DKP "für eine Entschließung des Deutschen Bundestages zum Ausstieg aus der Atomwirtschaft" zu unterstützen.
Quelle: DKP Hessen (Hrsg.): Die Bombe aus Hanau? Materialien der DKP Hessen, Frankfurt/M., o. J. (April 1988).

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Letzte Änderung: 29.11.2019