1. Mai in der Bundesrepublik Deutschland (1974)

Materialien zur Analyse von Opposition

26.01.1974:
In Duisburg beginnt das Regionalkomitee (RK) Rhein/Ruhr der KPD mit seiner zweitägigen Konferenz oppositioneller Gewerkschafter, auf der sich über 100 u.a. an den Arbeitskreisen IGM, CPK, DruPa, HBV und ÖTV/Post beteiligen. Uns lag dazu u.a. das "Material zur Konferenz oppositioneller Gewerkschafter in NRW am 26./27. Januar in Duisburg Hauptreferat" mit 16 Seiten DIN A 4 vor. Das Hauptreferat führt u.a. aus:"
WIE BEREITET SICH DER KLASSENFEIND AUF DIE KOMMENDEN KLASSENAUSEINANDERSETZUNGEN VOR? Wie stark ist seine Position? Wohl verallgemeinerbare Erfahrung ist die Tatsache, daß im letzten Jahr vom DGB und den Industriegewerkschaften keine regelrechten breiten Kampagnen durchgeführt wurden, mit denen sie sich an die Kollegen erneut ranschmeißen konnten (mit Ausnahme des Jugendbereichs: 'Von den Kollegen gewählt…'). Ein von der Sozialdemokratie her dürftiger 1. Mai, kaum stärkere Versuche in den Betrieben, die Mitbestimmungsforderung breit zu verankern, Verzicht auf bundesweite Mobilisierung bei Tarifrunde. Vergleichen wir diese Politik mit der Politik in den 50er Jahren: Massendemonstrationen des DGB, Großkundgebungen im Westfalenpark in Dortmund gegen das Betriebsverfassungsgesetz (BVG, d.Vf.), Riesenwirbel um reformistische Ziele. Der Unterschied liegt auf der Hand: gerade heute MUSS die Gewerkschaftsführung darauf verzichten, durch breite Mobilisierung für reformistische Ziele die Gefahr einzugehen, daß ihr diese Bewegung aus der Hand gleitet."
Q: Rote Fahne Nr. 3 und 5, Dortmund 16.1.1974 bzw. 30.1.1974; KPD-RK Rhein/Ruhr:Material zur Konferenz oppositioneller Gewerkschafter in NRW am 26./27. Januar in Duisburg Hauptreferat, o.O. o.J. (Jan. 1974)

27.03.1974:
In der Nr. 13 ihrer 'Roten Fahne' (vgl. 20.3.1974, 3.4.1974) veröffentlicht die KPD ihren Maiaufruf.
Q: Rote Fahne Nr. 13, Dortmund 27.3.1974, S. 8

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April 1974:
Die Gewerkschaftsabteilung des ZK der KPD gibt ihre 'Revolutionäre Gewerkschaftsopposition' (RGO) Nr. 2 (vgl. 18.2.1974, Okt. 1974) mit Leitartikel zum 1. Mai heraus.
Q: Revolutionäre Gewerkschaftsopposition Nr. 2, Dortmund Apr. 1974

April 1974:
1. Mai-Aufruf des KABD. Er steht unter der Losung "Arbeiteroffensive gegen Monopoloffensive - Gemeinsam sind wir stark".

Weitere Losungen sind:
- Kampf der kapitalistischen Rationalisierung und der Arbeitshetze,
- Kampf gegen Entlassungen - für Erhaltung des Arbeitsplatzes,
- Für die 35 Stundenwoche bei vollem Lohnausgleich,
- Gegen Preissteigerung - Kampf für höheren Lohn,
- Gegen den Abbau demokratischer Rechte, Notstandskurs und Militarisierung,
- Für selbständige Streiks zur Durchsetzung wirtschaftlicher und politischer Forderungen,
- Für ein vollständiges und allseitiges gesetzliches Streikrecht,
- Solidarität mit dem Freiheitskampf der unterdrückten Völker,
- Solidarität mit dem Kampf des chilenischen Volkes,
- Unterstützung der indochinesischen Völker bis zur endgültigen Befreiung,
- Kampf gegen Imperialismus, Aufrüstung und Kriegsgefahr,
- Für Frieden und Sozialismus.
Q: KABD: Aufruf des Kommunistischen Arbeiterbundes Deutschland zum 1. Mai 1974, Tübingen 1974; KABD-ZL-Sek: Rundschreiben, o.O. Apr. 1974

April 1974:
Der KOV der KPD gibt vermutlich im April einen Sonderdruck ihres 'Schulkampf' (vgl. März 1974, Mai 1974) zum 1. Mai heraus.
Aus Berlin wird eingegangen auf die Zelle Martin Buber Oberschule (MBO) und deren Solidarität mit den Hombergarbeitern, aus NRW auf Münster und Warendorf, wozu aufgefordert wird zur "Solidarität mit Elmar Beiers".
Aus der Nr. 14 der 'Internationalen Solidarität' der LgdI wird übernommen die "Kurzgeschichte 1. Mai 73 Dortmund. Trotz Verbot - der 1. Mai bleibt rot!". Geschildert wird die Geschichte des 1. Mai.
Q: Schulkampf Sdr.druck 1. Mai, Dortmund 1974

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April 1974:
Vermutlich im April erscheint das 'Rote Signal' der MLSG des KABD Nr. 3/4 für März und April (vgl. Feb. 1974). Aufgerufen wird zum 1. Mai.
Q: Rotes Signal Nr. 3/4, Erlangen März/Apr. 1974, S. 12ff

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April 1974:
Vermutlich im Februar erscheint der 'Rote Pfeil' Nr. 2 (vgl. Feb. 1974, Mai 1974) der KSG des KABD mit den Artikeln "KABD. Heraus zum 1. Mai. Arbeiteroffensive gegen Monopoloffensive - Gemeinsam sind wir stark" und "1. Mai weist Studenten Weg und Perspektive".
Q: Roter Pfeil Nr. 2, Tübingen 1974, S. 3ff

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06.04.1974:
Die KPD/ML gibt ihren 'Roten Morgen' Nr. 14 (vgl. Apr. 1974, 13.4.1974) heraus. Die KPD/ML spricht sich für eine Maiaktionseinheit mit der KPD aus.
Q: Roter Morgen Nr. 14, Dortmund 6.4.1974

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06.04.1974:
1. Mai- Aufruf des ZK des KBW: "1. Mai Kampftag der internationalen Arbeiterklasse. Aufruf des Zentralen Komitees des Kommunistischen Bundes Westdeutschland."
Der 1. Mai Aufruf steht unter den Hauptlosungen: "Vorwärts im Kampf für die Rechte der Arbeiterklasse und des Volkes! Vorwärts im Kampf für den Sozialismus!".
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 8, Mannheim 17.4.1974, S. 3; Der Rote Wecker Nr. 2, Braunschweig 29.4.1974, S. 3

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10.04.1974:
Der Kommunistische Jugendverband (KJV) der KPD gibt die Nr. 7 seiner 'Kämpfenden Jugend' (KJ - vgl. 27.3.1974, 24.4.1974) heraus, aufgerufen wird: "Arbeiterjugend - vorwärts zum 1. Mai".
Q: Kämpfende Jugend Nr. 7, Dortmund 10.4.1974, S. 8

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17.04.1974:
In der Nr. 16 ihrer 'Roten Fahne' (vgl. 10.4.1974, 24.4.1974) veröffentlicht die KPD den Entwurf ihres Aktionsprogramms. Die KPD/ML trete zwar für eine Maiaktionseinheit ein, verleumde aber gleichzeitig die KPD.
Q: Rote Fahne Nr. 16, Dortmund 17.4.1974

22.04.1974:
Die KPD/ML gibt vermutlich in dieser Woche eine Sondernummer ihres 'Roten Morgen' (vgl. 20.4.1974, 27.4.1974) mit 4 Seiten DIN A3 heraus.
Aufgerufen wird zu Maidemonstrationen in Berlin ab Brunnenstraße, Kiel-Gaarden, Hannover-Linden, Duisburg von Hamborn nach Marxloh, Dortmund ab Nordmarkt, , Schweinfurt ab Ernst-Sachs-Bad, Nürnberg und München ab Karolinenplatz.

Maiveranstaltungen sollen stattfinden in Berlin (vgl. 28.4.1974) und Dortmund (vgl. 30.4.1974), sowie Duisburg-Marxloh (vgl. 1.5.1974), München, Nürnberg und Schweinfurt (vgl. jeweils 1.5.1974).
Q: Roter Morgen Sdr.Nr. zum 1. Mai 1974, Dortmund 1974

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24.04.1974:
Der Kommunistische Jugendverband (KJV) der KPD gibt die Nr. 8 seiner 'Kämpfenden Jugend' (KJ - vgl. 10.4.1974, 8.5.1974) heraus. Aufgerufen wird zum 1. Mai.
Q: Kämpfende Jugend Nr. 8, Dortmund 24.4.1974, S. 1

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27.04.1974:
Die KPD/ML gibt ihren 'Roten Morgen' Nr. 17 (vgl. 20.4.1974, 4.5.1974) heraus. Aufgerufen wird zu Maidemonstrationen in Berlin, Kiel, Lübeck, Hamburg, Bremen, Hannover, Duisburg, Dortmund, Bielefeld, Mannheim, Stuttgart, Schweinfurt, Nürnberg und München.

Maiveranstaltungen sollen bzw. sollten stattfinden in:
- Baden-Württemberg in Freiburg (vgl. 29.4.1974), Friedrichshafen (vgl. 26.4.1974), Heidenheim (vgl. 27.4.1974), Mannheim (vgl. 29.4.1974), Reutlingen (vgl. 30.4.1974) und Stuttgart (vgl. 28.4.1974, 1.5.1974).
- Bayern in München (vgl. 27.4.1974) und Nürnberg (vgl. 1.5.1974).
- Berlin (vgl. 28.4.1974).
- Bremen in Bremen-Walle (vgl.1.5.1974).
Hamburg (vgl. 30.4.1974).
- Hessen in Marburg (vgl. 28.4.1974).
- Niedersachsen aus Buxtehude (vgl. 29.4.1974),
- NRW in Aachen (vgl. 27.4.1974), Bielefeld (vgl. 30.4.1974), Bochum (vgl. 29.4.1974), Dortmund-Eving (vgl. 30.4.1974), Köln- Kalk (vgl. 28.4.1974), Köln-Nippes (vgl. 27.4.1974), Köln (vgl. 1.5.1974), Mülheim (vgl. 28.4.1974) und Münster (vgl. 1.5.1974).
- Schleswig-Holstein in Lübeck-Moisling (vgl. 26.4.1974, 30.4.1974).

Maispenden gingen ein aus:
- Baden-Württemberg von einer Veranstaltung in Reutlingen (vgl. 5.4.1974).
- Berlin.
- Hessen aus Kassel.
- Hamburg.
- Niedersachsen aus Holzminden.
- NRW aus Bochum, u.a. vom RMLK, aus Bielefeld-Brackwede und Gelsenkirchen.
Q: Roter Morgen Nr. 17, Dortmund 27.4.1974, S. 1 und 10

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28.04.1974:
Die KPD Rhein/Ruhr will heute ihre Maiveranstaltung im Städtischen Saalbau Essen durchführen.
Q: Kämpfende Jugend Nr. 8, Dortmund 24.4.1974, S. 1

Mai 1974:
Der Kommunistische Oberschülerverband (KOV) der KPD gibt seinen 'Schulkampf' (SK) Nr. 4 (vgl. Apr. 1974, 11.6.1974) mit dem Leitartikel "Schlappe für die Bonzen - 1. Mai unter roten Fahnen" heraus.
Q: Schulkampf Nr. 4, Dortmund Mai 1974, S. 1f

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01.05.1974:
Vom 1. Mai berichtet auch der KJV der KPD (vgl. 8.5.1974).
Q: Kämpfende Jugend Nr. 9, Dortmund 8.5.1974, S. 3

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01.05.1974:
Zum 1. Mai 1974 erscheint ein Extrablatt der 'Roten Fahne' des KABD.

Auf Seite 2 wird unter dem Titel 'ARBEITEROFFENSIVE IM VORMARSCH' berichtet von Streiks allgemein (vgl. Sept. 1973) sowie aus Hannover vom Fuhramt(vgl. 10.9.1973), aus Duisburg von Mannesmann Huckingen (vgl.2.11.1973), aus Mannheim vom Tiefbauamt (vgl. 13.2.1974), aus Stockach von der MF Allma-Saurer (vgl. 15.2.1973), aus Darmstadt von der MF Schenck (vgl. 21.2.1974) und fortgefahren:"
Mit den Tarifabschlüssen in der Metallindustrie hat sich die Gewerkschaft Stillhalten bis Ende 1974 auferlegt. Die Abschlüsse gleichen den Nachholbedarf bei den Löhnen nicht aus. Preise, Steuern und unsere Arbeitsleistung steigen immer noch schneller. Dagegen bleibt für 1974 nur die 1973 bewährte Waffe: der selbständige Kampf um übertarifliche Zulagen. Gleichzeitig wird die Durchsetzung politischer Forderungen immer dringender. Für ein vollständiges gesetzliches Streikrecht - gegen die Illegalisierung selbständiger Streiks! Für ein allseitiges gesetzliches Streikrecht - gegen das Verbot politischer Streiks! Dafür gilt es in jedem Betrieb die in den letzten Monaten gewonnene Kampfkraft mobil zu machen."
Q: Rote Fahne Extrablatt, Tübingen 1. Mai 1974.

01.05.1974:
Zum 1. Mai gibt der KB ein Extrablatt seines 'Arbeiterkampfes' (AK) heraus, am 1. Mai selbst die Nr. 43 (vgl. Apr. 1974, 22.5.1974).

Im Extrablatt erscheint der 1. Mai-Aufruf des KB: "Vereinigt siegen - nicht getrennt unterliegen". Darin werden u.a. folgende Parolen propagiert:
- Gegen die beschleunigte Faschisierung und Militarisierung von Staat und Gesellschaft,
- Gegen die Angriffe der Kapitalisten auf die Lebensbedingungen der Werktätigen,
- Weg mit dem KPD-Verbot, Kampf gegen den Angriff auf das Organisations-, Demonstrations- und Streikrecht,
- Gegen die Angriffe der Kapitalistenklasse die einheitliche Kampffront der Arbeiterklasse,
- Gegen die Politik der Klassenversöhnung und Sozialpartnerschaft,
- Gegen den Ausschluß kämpferischer Gewerkschafter, gegen die Spaltung der Gewerkschaft durch die DGB-Führer,
- Machen wir die Gewerkschaften zu Kampforganisationen der Arbeiterklasse, - Vorwärts zum Aufbau der Kommunistischen Partei der Arbeiterklasse,
- Proletarier aller Länder und unterdrückter Völker, vereinigt euch.

Die Gruppen des KB rufen zu Aktionen auf in Bremerhaven, Berlin, Flensburg, Frankfurt, Göttingen, Hamburg, Hannover, Kiel, Lübeck und Oldenburg.

Die Nr. 43 enthält den Artikel "Kommunisten und deutsche Wiedervereinigung". Hier werden dem ZK der KPD/ML u.a. "rechtsgerichtete Positionen unter dem Titel des Kommunismus und Marxismus-Leninismus" vorgeworfen. Der Artikel bezieht sich auf die "Erklärung zur nationalen Frage" des ZK der KPD/ML vom Dezember 1973, in der die "Wiedervereinigung unseres Vaterlandes" als Kampfziel aller "wahren deutschen Patrioten" herausgestellt wird. Dazu führt der KB aus:"
Die deutsche Wiedervereinigung stellt sich uns dagegen nicht als ein besonderes programmatisches Ziel. … Es gibt aber, wie gesagt, gegenwärtig keine besondere Gemeinsamkeit und Parallelität zwischen den Klassenkämpfen in der BRD und DDR, demnach auch keine besondere Wahrscheinlichkeit einer gleichzeitigen revolutionären Entwicklung. … Die Wiedervereinigung als besondere programmatische Forderung, aufgebauscht zur nationalen Frage, gegenüber allgemeinen Interessen wie z.B. Schaffung einer gemeinsamen Kampffront zwischen westdeutschen und ausländischen Arbeitern in der BRD und im Rahmen der 'EG' ist daher in jedem Fall eine Absurdität, und je mehr diese Frage programmatisch ausgewalzt wird, umso schlimmer. Die KPD/ML geht diesen Weg bis zur äußersten Konsequenz, indem sie in ihrer 44-seitigen 'Erklärung zur nationalen Frage' nicht nur rechtsopportunistische, sondern auch glatt rechte Positionen bezieht."
Q: Arbeiterkampf Extrablatt zum 1.5.1974 und Nr. 43, Hamburg 1974 bzw. 1.5.1974

01.05.1974:
Der KBW gibt seine 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ - vgl. 17.4.1974, 15.5.1974) Nr. 9 heraus.

Auf Seite 1 erscheint der Aufruf des KBW zum 1. Mai: "Gegen Mitbestimmungsfeiern, Kampftag der Arbeiterklasse!"
Er ruft desweiteren dazu auf, sich an den Demonstrationen und Kundgebungen des DGB zu beteiligen. " Der KBW ruft darüberhinaus in über 3O Städten zu anschließenden eigenen Kundgebungen des KBW auf."
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 9, Mannheim 1.5.1974

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01.05.1974:
Eine gemeinsame Mai-Zeitung "Für den Sturz des westdeutschen Imperialismus - Für die Vertreibung der Supermächte" wird von den Gruppen: ML Bochum, ML Aachen, ML Mönchengladbach, ML Duisburg und Frankfurter Marxisten-Leninisten (FML) herausgebracht.
Q: ML Bochum, ML Aachen, ML Mönchengladbach, ML Duisburg, FML:Für den Sturz des westdeutschen Imperialismus - Für die Vertreibung der Supermächte, Frankfurt 1974

01.05.1974:
Zum 1. Mai gibt die SAG ein Extra ihres 'Klassenkampf' (vgl. Mai 1974, Juni 1974) heraus, in dem die Kontaktadresse für Hanau fehlt. Für 20 Pfennig befaßt man sich mit dem DGB KV Frankfurt, dem IGM OV Köln, dem Recht auf Ausbildung, dem Paragraph 218, mit Jusos, den Landtagswahlen und dem Parteiaufbau. Anzeigen werben für "Gegen Reformismus und Stalinismus - Was will die SAG" (3 DM), "Die maoistische Linke" (4 DM) sowie für die eigenen 'Schulungstexte' Nr. 1 bis 3 (vgl. Feb. 1974).
Q: Klassenkampf Nr. 35, Frankfurt Mai 1974

01.05.1974:
Die trotzkistische 'Voran' (vgl. Juni 1974) berichtet, voller Stolz, daß von ihr zum 1. Mai für Nordhessen 20 und für Berlin 30 Exemplare (zu der üblichen Menge von 50) extra bestellt worden seien. Auf der Stuttgarter DGB-Kundgebung sei es gar gelungen 80 Stück zu verkaufen.
Q: Voran Nr. 4/5, Dortmund Sommer 1974

11.05.1974:
Die KPD/ML gibt ihren 'Roten Morgen' Nr. 19 (vgl. 4.5.1974, 18.5.1974) heraus. Eine "Beilage zum Roten 1. Mai 1974" berichtet vom 1.5.1974 bzw. Maifeiern an anderen Tagen (Datum in Klammern) aus:
- Baden-Württemberg aus Mannheim und Stuttgart.
- Bayern aus München, Nürnberg und Schweinfurt.
- Berlin (vgl. 28.4.1974, 1.5.1974), Bremen und Hamburg.
- Niedersachsen aus Hannover.
- NRW aus Bielefeld, Dortmund (vgl. 30.4.1974, 1.5.1974) und Duisburg sowie aus Köln von KHD über die Werksfeuerwehr.
- Schleswig-Holstein aus Kiel und Lübeck.
Q: Roter Morgen Nr. 19, Dortmund 11.5.1974, S. 2, 4 und 9f

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15.05.1974:
Der KBW gibt seine 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ - vgl. 1.5.1974, 29.5.1974) Nr. 10 heraus.

Berichtet wird über den "1. Mai im DDR-Fernsehen" und u.a. vom 1. Mai aus:
- Baden-Württemberg aus Bruchsal, Emmendingen, Freiburg, Heidelberg, Karlsruhe, Mannheim, Saulgau, Stuttgart und Wiesloch;
- Bayern aus Augsburg und München;
- Berlin, Bremen und Hamburg (vgl. auch 30.4.1974);
- Niedersachsen aus Alfeld, Braunschweig (vgl. auch 30.4.1974), Diepholz, Emden, Göttingen, Hannover, Hildesheim, Northeim, Oldenburg, Osnabrück, Seesen (vgl. auch Apr. 1974) und Wolfsburg;
- NRW aus Aachen, Bochum, Bielefeld, Dortmund, Essen, Hamm, Herne, Köln, Mönchengladbach, Münster (vgl. auch 30.4.1974), Opladen, Paderborn, Unna, Witten und Wuppertal;
- Rheinland-Pfalz aus Ludwigshafen, Mainz und Speyer;
- dem Saarland aus Saarbrücken;
- Schleswig-Holstein aus Kiel und Neumünster.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 10, Mannheim 15.5.1974, S. 10ff und 16

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25.05.1974:
Innerhalb des Spartacusbundes (SpB) findet eine ZK-Sitzung (vgl. 12.4.1974, 13.7.1974) statt. Über den 1. Mai wird berichtet aus Baden-Württemberg aus Esslingen, Göppingen, Karlsruhe und Stuttgart, aus Bayern aus München, aus Berlin, aus Hessen aus Butzbach, Darmstadt, Frankfurt, Hanau, Gießen und Wetzlar, aus NRW aus Duisburg, Essen, Gelsenkirchen, Köln, Münster, Wanne-Eickel und Wuppertal und aus Rheinland-Pfalz aus Koblenz.
Q: Spartacusbund: Internes Bulletin Nr. 8, o.O. Juli 1974

Dezember 1974:
Vom Deutschen Komitee der Revolutionären Antifaschistischen und Patriotischen Front (FRAP) Spaniens wird die Dokumentation "Die Urteile gegen die Festgenommenen vom 1. und 2.Mai 1973 stehen nahe bevor. Genoveva Forest und ihre Freunde - Opfer der faschistischen Provokation" herausgegeben.
Q: Deutsches Komitee der FRAP: Dokumentation: Die Urteile gegen die Festgenommenen vom 1. und 2.Mai 1973 stehen nahe bevor, o.O. Dez. 1974

03.12.1974:
Arbeitsplan des Sekretariats der ZL des KABD für 1975.
Danach sind u.a. folgende Termine für alle Mitglieder bindend:
- Apr. 1975: Vorbereitungen auf den 1. Mai,
- 1.Feb./1. Mai 75: Rote-Fahne Werbekampagne.
Q: KABD-ZL-Sek: Rundschreiben, o.O. 3.12.1974