Materialien zu Hochschulpolitik und Studentenbewegung in Tübingen - Zweites Halbjahr 1968

Materialien zur Analyse von Opposition

Von Jürgen Schröder, Berlin, 15.5.2017


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Es können hier nur wenige Dokumente und Hinweise zur Hochschulpolitik und Studentenbewegung in Tübingen vorgestellt werden. Wir bitten um Ergänzungen.

Diese Darstellung stützt sich vor allem auf einige Akten des SDS-Bundesvorstandes.

Im zweiten Halbjahr des Jahres 1968 bildet sich in Tübingen die Gruppe Marxisten-Leninisten, die an der Herausgabe des 'Rebell' beteiligt ist (vgl. 26.8.1968, Sept. 1968, 13.10.1968, 26.10.1968, Nov. 1969) und die Keimzelle des späteren Kommunistischen Arbeiterbundes (ML) darstellt.

Es beginnt nun der Prozeß wegen der Vietnam-Solidaritätsaktionen vom 8. Feb. 1968 (vgl. 9.10.1968, 14.10.1968, 21.10.1968, 25.10.1968), der auch landesweite Aufmerksamkeit erfährt (vgl. 6.11.1968).

Als konkretes Ziel des Protestes gegen den Vietnam-Krieg wird nun das Amerikahaus bestimmt (vgl. 7.11.1968, 26.11.1968).

Es bilden sich auch erste Basisgruppen, wie in der Germanistik (vgl. Nov. 1968, 18.12.1968), deren Aktivitäten die Schließung der Philosophischen Fakultät bewirken (vgl. 4.12.1968).

In einem weiteren Prozeß werden lediglich Geldstrafen und keine Haftstrafen gegen die ersten 5 von insgesamt 129 Angeklagten verhängt (vgl. 3.12.1968).

Auszug aus der Datenbank "Materialien zur Analyse von Opposition" (MAO)

05.07.1968:
An der Universität Heidelberg erscheint, laut AStA-Archiv heute, das Flugblatt des SDS "Der Gegner entlarvt sich zur rechten Zeit" zu den Studentenparlamentswahlen (StPW) und zur GO-Versammlung. Berichtet wird:"
In Tübingen wählten 7,31 % Studenten 15 ADS-Vertreter und einen RCDS-ler, als dort zur GO-Versammlung gewählt wurde. 92,69 % boykottierten die Wahl".
Quelle: SDS: Der Gegner entlarvt sich zur rechten Zeit, O. O. (Heidelberg) o. J. (1968), S. 2

18.07.1968:
Der Kommunistische Studentenverband (KSV - vgl. 25.10.1972) der KPD berichtet aus Baden-Württemberg (vgl. 15.6.1971) bzw. Tübingen (vgl. Dez. 1971, 26.10.1972):"
Am 18.7.1968 wurde in das Baden-Württembergische Hochschulgesetz der Paragraph 68a aufgenommen, der besagte, daß 'die Studentenschaft als Gliedkörperschaft der Universität' zu dem Zeitpunkt aufgelöst werden sollte, wenn durch ein neues Gesetz 'die Fortführung der Aufgaben der bisherigen Studentenschaft gewährleistet ist.'

DIE ANTWORT DER STUDENTEN AUF DIESEN VERSUCH SEITENS DER MINISTERIALBÜROKRATIE, DIE VERFASSTE STUDENTENSCHAFT (VS, d.Vf.) FAKTISCH AUFZULÖSEN, WAR EIN VIERWÖCHIGER STREIK AN ALLEN GROSSEN HOCHSCHULEN DES LANDES."
Q: Dem Volke dienen Nr. 1, Dortmund 25.10.1972, S. 6

26.08.1968:
In Mannheim erscheint vermutlich in dieser Woche datiert auf August erstmals die 'Rote-SDAJ-Opposition - leninistisch-antirevisionistisch' (vgl. Sept. 1968), später 'Rebell', herausgegeben von denjenigen früheren Anhängern der SDAJ Mannheim, die in der Folge u.a. den KAB/ML bzw. die RJ/ML mit aufbauen. Die Gruppe setzt sich, laut H. Modau, zusammen aus u.a. Nichtrevisionisten, Anarchisten, Trotzkisten, Antiautoritären und Marxisten-Leninisten.

Die ersten drei Nummern der Zeitschrift beschäftigen sich mit den Vorgängen in der Mannheimer und in andren SDAJ-Gruppen. Propagiert werden Anschauungen aus der 'Roten Fahne' der MLPÖ und dem 'Roten Morgen'. Es wird dazu aufgerufen, diese Zeitschriften zu abonnieren. Die SDS-Betriebsgruppe Tübingen sah die Frage des Aufbaus einer ml-Partei vom Standpunkt der Transformation der Jugend- und Studentenbewegung aus. Hierin lag der Kern der eigenen Vorstellung, die die 'Rebell'-Gruppen von der KPD/ML trennten.
Q: Modau, Helmut: Zur Geschichte der KPD/ML und des KABD, o.O. 1979, S. 9af; GRW: Rebell (Reprint), Frankfurt 1978, S. III, S. 1;MLPD-ZK: Geschichte der MLPD, I. Teil, Stuttgart 1985, S. 37f;Rote-SDAJ-Opposition Nr. 1, Mannheim Aug. 1968

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September 1968:
Die Septemberausgabe des 'Roten Morgens' (RM - vgl. Aug. 1968, Nov. 1968) erscheint. Im Leitartikel "Die marxistisch-leninistische Bewegung wächst und erstarkt." wird u.a. ausgeführt:"
Die letzten Wochen, der letzte Monat brachten ein verstärktes Anwachsen, eine zunehmende Aktivierung der Arbeit der marxistisch-leninistischen Gruppen in Westdeutschland. Der totale Bankrott des modernen sowjetischen Revisionismus, seine völlige Entlarvung als 'sozial-imperialistisches System' durch den Überfall auf die CSSR, stärkten die Reihen der marxistisch-leninistischen Weltbewegung und vergrößerten die Zwietracht, die Widersprüche im revisionistischen Lager. In mehreren westdeutschen Großstädten fanden Demonstrationen statt und wurde in Flugblättern das Vorgehen der Sowjetrevisionisten und ihrer Satelliten gegen die CSSR scharf verurteilt. In einer Flugschrift der 'GRUPPE ROTER MORGEN MANNHEIM und der MARXISTEN/LENINISTEN TÜBINGEN zur Lage in der CSSR' wird der Kampf der beiden revisionistischen Linien Novotny und Dubcek in der CSSR aufgezeigt und anhand zahlreicher Fakten bewiesen, daß … die Diktatur des Proletariats abgeschafft und ihre Liquidierung mit hohlen Phrasen überdeckt wurde".
Q: Roter Morgen, Hamburg Sept. 1968; Modau, Helmut: Zur Geschichte der KPD/ML und des KABD, o.O. 1979, S. 3

26.09.1968:
Laut KFR wird eine Erklärung eines Teils der Gruppen Roter Morgen Hamburg, Mannheim, Karlsruhe und Tübingen, die sich nicht an der späteren Gründung der KPD/ML beteiligen verfaßt. Laut Knut Mellenthin und MLPD wird von der GRM Hamburg zur Bildung einer ML-Liga aufgerufen, wobei sich später die anderen Gruppen anschliessen (vgl. 13.10.1968).
Laut SALZ und KAB Hamburg entsteht die Erklärung erst am 28.9.1968.

In der Erklärung bzw. dem Rundschreiben heißt es:"
Die Auf den Roten Morgen orientierten Gruppen sind weder organisatorisch noch ideologisch (dazu) in der Lage, eine Partei zu gründen. Beweis dafür ist einerseits die innere Zerrissenheit der Gruppen, andererseits die meist persönlich motivierten Machtkämpfe zwischen einzelnen Gruppen. Wir sehen darin einen klaren Ausdruck mangelnder politischer Reife. Würde dennoch eine Gründung vollzogen, so würde dadurch der Sache der Arbeiterklasse unabsehbarer Schaden zugefügt. … Die Bildung einer marxistisch-leninistischen Partei, die diesen Namen auch verdient, kann nur das Ergebnis eines langen Prozesses sein. Die Gründung muß genau zu dem Zeitpunkt vollzogen werden, wenn alle subjektiven und objektiven Bedingungen dafür herangereift sind, und nicht schon in einem Moment, der aus irgendwelchen anderen Gründen opportun erscheinen mag."

Laut SALZ und KAB Hamburg schlug die Gruppe auch vor, die Diskussion um eine Reorganisierung der westdeutschen Marxisten-Leninisten zu eröffnen. Eine programmatische Erklärung zur Bildung einer marxistisch-leninistischen Liga wird gefordert.
Q: SALZ und KAB Hamburg: Was sind die Superlinken und wie schaden sie der Sache des Proletariats?, Hamburg 1971, S. 6; Mellenthin, Knut: Einige Bemerkungen zur Vorgeschichte der KPD/ML, o.O. o.J., S. 2;MLPD-ZK: Geschichte der MLPD, I. Teil, Stuttgart 1985;Klassenkampf und Programm Nr. 3, Dortmund Apr. 1973, S. 40f

Oktober 1968:
Vermutlich im Oktober erscheint das Flugblatt "Zwei Erklärungen der mexikanischen Studenten" mit der Erklärung des Streikkomitees vom 2.10.1968 und seiner Erklärung "An die Jugend der Welt". Verbreitet wird das Flugblatt durch den SDS, u.a. in Tübingen.
Q: N. N.: Zwei Erklärungen der mexikanischen Studenten, O. O. o. J. (1968)

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Oktober 1968:
In Tübingen wird vermutlich im Herbst das Papier "Warum in Tübingen noch kein sozialistischer KL möglich ist" verfasst zum Kinderladen.
Q: N. N.: Warum in Tübingen noch kein sozialistischer KL möglich ist, O. O. (Tübingen) o. J.

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09.10.1968:
In Tübingen beginnt der Prozeß wegen der Vietnamdemonstration des SDS vom 8.2.1968. In einer Dokumentation von AStA der Universität und SDS werden dokumentiert das Plädoyer des Staatsanwalts, eine Erklärung von Köblitz, der wegen einem Zwischenruf eine Ordnungsstrafe erhalten hatte, und die Schlussworte der Angeklagten.
Q: AStA / SDS: Prozessbericht & Dokumentation 2 zum Prozess gegen Behnken, Winterhagen & Wolf: Plädoyer des Staatsanwalts, Erklärung von Köblitz & Schlussworte der Angeklagten, Tübingen 1968

13.10.1968:
Die Gruppe Roter Morgen (GRM) Mannheim stimmt, laut SALZ und KAB Hamburg, der Erklärung der GRM Hamburg (vgl. 26.9.1968, 19.10.1968) zu. Der Erklärung stimmten später ebenfalls die Karlsruher und die Tübinger Gruppe zu.
Q: SALZ und KAB Hamburg: Was sind die Superlinken und wie schaden sie der Sache des Proletariats?, Hamburg 1971, S. 7; Klassenkampf und Programm Nr. 3, Dortmund Apr. 1973, S. 41

14.10.1968:
Der AStA der Universität und der SDS Tübingen veröffentlichen vermutlich Anfang dieser Woche die Broschüre "Prozessbericht & Dokumentation 1 zum Prozess gegen Behnken, Winterhagen, Wolf & zum geheimen Protokoll des baden-württembg. Justizministeriums über Verfahren gegen Studenten" als Nr. 6 der SDS-Schriftenreihe (vgl. 24.5.1968, 21.10.1968) mit den Abschnitten:
- "Bericht von der Demonstration am 7.2.68";
- "Vietnam" - Flugblatt des SDS vom 7.2.1968;
- "Prozess gegen Vietnam-Demonstranten" - Flugblatt des SDS vom 7.10.1968;
- "Anklageschrift" vom 30.7.1968;
- "Prozessbericht";
- "Justiz-Info 3" von AStA und SDS vom 10.10.1968;
- "Reaktion der Öffentlichkeit";
- "Interview mit Justizminister Schieler (SPD) vom 11.10.68"; sowie
- "Presseanalyse".
Aufgerufen wird zu Spenden für den Tübinger Rechtshilfefonds.
Q: AStA / SDS: Dokumentation zur Vietnam-Demonstration am 8. Febr. '68 in Tübingen & zum Prozess am 9. Okt. '68 vor dem Amtsgericht gegen Behnken, Winterhagen, Wolf, Tübingen 1968

21.10.1968:
Vermutlich der SDS veröffentlicht vermutlich in dieser Woche in Tübingen eine "Dokumentation zur Vietnam-Demonstration am 8. Febr. '68 in Tübingen & zum Prozess am 9. Okt. '68 vor dem Amtsgericht gegen Behnken, Winterhagen, Wolf", die die SDS-Flugblätter vom 7.10.1968, 7.2.1968 und 8.2.1968 enthält und vermutlich als Nr. 7 der SDS-Schriftenreihe (vgl. 14.10.1968, 25.10.1968) gilt.
Q: Dokumentation zur Vietnam-Demonstration am 8. Febr. '68 in Tübingen & zum Prozess am 9. Okt. '68 vor dem Amtsgericht gegen Behnken, Winterhagen, Wolf, O. O. (Tübingen) o. J. (1968)

25.10.1968:
In Tübingen werden heute, laut SDS, drei Genossen wegen einer Vietnamdemonstration im Februar und einem Go-In nach der Wahl von Nixon und Agnew zu drei Monaten ohne Bewährung wegen Nötigung verurteilt. Aus Protest erfolgt eine "spontane Massenaktion" vor dem Amerikahaus (vgl. 7.11.1968).

Der AStA und der SDS riefen mit einem Flugblatt "Terror-Urteil: 3 Monate (ohne Bewährung!)" auf zum Teach-In um 15 Uhr vor der Uni.
Q: SDS-Info Nr. 1, Frankfurt falsches Datum: 4.11.1968, S. 5; AStA, SDS: Terror-Urteil: 3 Monate (ohne Bewährung!), O. O. (Tübingen) o. J. (1968)

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25.10.1968:
Der AStA der Universität und der SDS veröffentlichen vermutlich Ende dieser Woche die Schrift "Prozessbericht & Dokumentation 2 zum Prozess gegen Behnken, Winterhagen & Wolf: Plädoyer des Staatsanwalts, Erklärung von Köblitz & Schlussworte der Angeklagten" als Nr. 8 der Schriftenreihe des SDS Tübingen (vgl. 21.10.1968). Die Teilnehmer der Demonstration werden aufgerufen zu Selbstanzeigen. Aufgerufen wird zu Spenden für den Tübinger Rechtshilfefonds.
Q: AStA / SDS: Prozessbericht & Dokumentation 2 zum Prozess gegen Behnken, Winterhagen & Wolf: Plädoyer des Staatsanwalts, Erklärung von Köblitz & Schlussworte der Angeklagten, Tübingen 1968

26.10.1968:
In Köln findet eine Konferenz der auf den 'Roten Morgen' orientierten Gruppen (vgl. 19.10.1968) statt. Laut SALZ und KAB Hamburg sind u.a. neben Ernst Aust auch die FSP/ML und Personen aus Kiel und Berlin beteiligt, nicht aber, laut Knut Mellenthin, die Gruppen Roter Morgen (GRM) Hamburg, Mannheim und Karlsruhe. Ein vorläufiger Vorstand zur Gründung der KPD/ML konstituiert sich, laut Mellenthin allerdings nur gegen den Widerstand einer starken Minderheit.

Laut OG Essen RF-O (ex-KPD/ML-ZB) war es so:"
In Köln (…) berief … (Aust) am 26. Oktober 68 eine Konferenz ein, die sich zum vorläufigen Vorstand der sich neu konstituierenden KPD/ML bestimmte. Diesen ersten Spaltungsakt machten die Mannheimer, die Hamburger und die Tübinger … nicht mit. Sie schlossen sich dem 'Rebell', …, an."
Q: Diskussionsorgan KPD/ML-RF, Bochum 1973, S. 18; Klassenkampf und Programm Nr. 3, Dortmund Apr. 1973, S. 41;SALZ und KAB Hamburg: Was sind die Superlinken und wie schaden sie der Sache des Proletariats?, Hamburg 1971, S. 7;Mellenthin, Knut: Einige Bemerkungen zur Vorgeschichte der KPD/ML, o.O. o.J., S. 2;KPD/ML-ZB-LV NRW-LKK: Diskussionsorgan KPD/<ML-RF, Bochum 1973, S. 18;Roter Morgen, Hamburg Okt./Nov. 1968;KPD/ML: Gründungsaufruf, Kiel o. J. (1968)

November 1968:
Mit der Nr. 4 ändert die Zeitschrift 'Rote SDAJ-Opposition' (vgl. Okt. 1968, 27.12.1968) ihren Namen in 'Rebell' (ehemals Rote SDAJ-Opposition). Herausgegeben wird der 'Rebell' von der Revolutionären Jugend (Marxisten-Leninisten) - RJ/ML.

Helmut Modau vermutet, daß es sich bei der RJ/ML um die ML-Tübingen sowie die aus der SDAJ stammenden Kräfte der Gruppe Roter Morgen in Mannheim gehandelt habe.
Q: KPD/ML-ZK-OG Würzburg: Rote Front Nr. 6, Würzburg Sept. 1970, S. 1; Rebell Nr. 4, Mannheim Nov. 1968;Modau, Helmut: Zur Geschichte der KPD/ML und des KABD, o.O. 1979, S. 10;GRW: Rebell Reprint: Auszüge aus den Jahren 1968-1970, Frankfurt 1978, S. 17;Rebell Nr. 1, Hamburg 1974, S. 1

November 1968:
An der Universität Tübingen erscheinen Anfang November die Flugblätter der Basisgruppe Germanistik "Kritik der reinen Vorlesung" und "Kritik der reinen Vorlesung - Schluss".
Q: BG Germanistik: Kritik der reinen Vorlesung, O. O. (Tübingen) o. J. (1968); BG Germanistik: Kritik der reinen Vorlesung - Schluss, O. O. (Tübingen) o. J. (1968);SDS-Info Nr. 2, Frankfurt 18.12.1968, S. 7

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November 1968:
Der AStA der Universität Hamburg gibt sein 'Auditorium - Hamburger Studentenzeitung' Nr. 57 (vgl. Okt. 1968, Apr. 1969) heraus. Aus der Tübinger Studentenzeitung 'notizen' wird der Artikel "Minirock - Mode der Revolution" nachgedruckt.
Q: Auditorium Nr. 57, Hamburg Nov. 1968, S. 13

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06.11.1968:
Martin Mugnug (NPD) stellt heute im Landtag von Baden-Württemberg eine Kleine Anfrage hinsichtlich der Studentenprozesse u.a. in Tübingen.
Q: SDS-Info Nr. 1, Frankfurt falsches Datum: 4.11.1968, S. 6

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07.11.1968:
In Tübingen beschließt das Studentenparlament der Universität heute, laut und auf Antrag des SDS, nicht mehr mit dem Amerikahaus zusammenzuarbeiten (vgl. 25.10.1968, 26.11.1968).
Q: SDS-Info Nr. 1, Frankfurt falsches Datum: 4.11.1968, S. 5

26.11.1968:
In Tübingen findet heute, laut SDS, eine Veranstaltung im Amerikahaus (vgl. 7.11.1968) mit dem Journalisten Thilo Koch statt. Der SDS verteilte dazu ein Flugblatt "Jetzt müssen wir endlich mit der Zerschlagung der Amerika-Häuser beginnen!", wobei 500 bis 600 Studenten erscheinen, aber auch Polizei und Burschenschaften bzw. HTS. Am folgenden Tag berichten die Projektgruppe 'Zerschlagt das Amerikahaus' und der SDS in einem Flugblatt davon.
Q: SDS-Info Nr. 1, Frankfurt falsches Datum: 4.11.1968, S. 5

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03.12.1968:
Im Tübinger Luftschutz-Prozeß werden die ersten drei von 124 angeklagten Mitläufern und fünf Rädelsführern, zu 360 DM Geldstrafe ersatzweise einen Monat Haft verurteilt.
Q: SDS-Info Nr. 1, Frankfurt falsches Datum: 4.11.1968, S. 6

04.12.1968:
An der Universität Tübingen erscheint nach einer handschriftlichen Datierung heute das Fugblatt "Schließung oder Denkpause der Phil. Fak.?" der Fakultätenvertreter der Philosophischen Fakultät mit dem Aufurf zur VV am 9.12.1968.
Q: Phil-Fak.-Vertreter: Schließung oder Denkpause der Phil. Fak.?, O. O. (Tübingen) o. J. (1968)

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18.12.1968:
Es erscheint das 'SDS-Info' Nr. 2 (vgl. 8.12.1968, 8.1.1969) mit einem Bericht der Basisgruppe Germanistik Tübingen.
Q: SDS-Info Nr. 2, Frankfurt 18.12.1968, S. 6ff

Letzte Änderung: 21.11.2017