Materialien zu Hochschulpolitik und Studentenbewegung in Tübingen - Zweites Quartal 1968

Materialien zur Analyse von Opposition

Von Jürgen Schröder, Berlin, 15.5.2017


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Es können hier nur wenige Dokumente und Hinweise zur Hochschulpolitik und Studentenbewegung in Tübingen vorgestellt werden. Wir bitten um Ergänzungen.

Diese Darstellung stützt sich vor allem auf einige Akten des SDS-Bundesvorstandes.

Im zweiten Quartals des Jahres 1968 werden die Vietnam-Solidaritätsaktionen fortgeführt (vgl. 3.4.1968), das beherrschende Thema aber sind die Notstandsgesetze (vgl. 8.4.1968) und der Protest gegen das Attentat auf Rudi Dutschke (vgl. 11.4.1968), der sich nicht zuletzt in der Kritik am Axel-Springer-Konzern und den Osterunruhen in Esslingen (vgl. 12.4.1968, 13.4.1968, 18.4.1968, 22.4.1968, 28.4.1968) niederschlug.

Fortgeführt wird auch die Kritik am Hochschulgesetz (vgl. 6.5.1968).

Im Mai beginnen dann die Aktionen gegen die Notstandsgesetze (vgl. Mai 1968, 11.5.1968, 14.5.1968, 27.5.1968) aber auch der Pariser Mai wird in Tübingen zeitnah unterstützt (vgl. 11.5.1968, 13.5.1968, 24.5.1968), wobei auch die französischen Soldaten agitiert werden (vgl. 15.6.1968).

Auszug aus der Datenbank "Materialien zur Analyse von Opposition" (MAO)

April 1968:
Vermutlich im April erscheint die Broschüre "SDS-Flugblätter zur Hochschulpolitik. Tübingen, Sommer-Semester 1967 Winter-Semester 1967/68".

Enthalten sind die Flugblätter:
- "Hochschulpolitik in Tübingen" vom 27.6.1967;
- "Vorne Bach hinten Bach und dazwischen Blech!" zur Immatrikulationsfeier (vgl. Okt. 1967);
- "Fall Bechtoldt" zu dessen Verweigerung einer Diskussion in seiner Vorlesung über den "Vietnam-Konflikt" (vgl. Dez. 1967);
- "Go-In" mit dem Aufruf dazu am 17.1.1968 beim Soziologen Tenbruck, wo über Autorität an der Hochschule diskutiert werden solle;
- "Hochschulgesetz" (vgl. Feb. 1968);
- "Warschau ist nicht allein" zu Polen (vgl. 15.3.1968); sowie
- "Waffen für den Vietcong!" (vgl. 14.2.1968).
Quelle: SDS-Flugblätter zur Hochschulpolitik. Tübingen, Sommer-Semester 1967 Winter-Semester 1967/68, Tübingen o. J. (1968)

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03.04.1968:
Zur Vietnam-Demonstration in Stuttgart um 17 Uhr 30 ab Schillerplatz, die durch zahlreiche Infostände am 30.3.1968 vorbereitet wurde, rufen u.a. die Kampagne für Demokratie und Abrüstung (KfDA), die DFU, der SDS, die USG Stuttgart, HU und HSU, LSD, IdK, NFJ, VVN, der Bund der Deutschen, die demokratische Linke und zahlreiche Einzelpersonen auf.

Es beteiligt sich vermutlich auch der SDS Tübingen.
Q: KfDA u.a.: Aufruf zur Kundgebung und Demonstration gegen den Krieg in Vietnam, Stuttgart o. J. (1968)

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08.04.1968:
Der LSD Tübingen gibt vermutlich Anfang dieser Woche das Flugblatt "Schlaf, Bürger, schlaf, der Notstand ist die Straf'…" heraus zu den Notstandsgesetzen (NSG) bzw. dem Streik dagegen an der Universität Tübingen am 10.4.1968.
Q: LSD: Schlaf, Bürger, schlaf, der Notstand ist die Straf'…, O. O. (Tübingen) o. J. (1968)

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11.04.1968:
Vermutlich heute erscheint von den Landesverbänden Baden-Württemberg der HSU und des SDS sowie den ASten der Universitäten Freiburg, Heidelberg und Tübingen das Flugblatt "Dutschke niedergeschossen!".
Q: HSU, SDS, ASten Freiburg, Heidelberg, Tübingen: Dutschke niedergeschossen!, O. O. o. J. (1968)

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12.04.1968:
In Esslingen finden im Rahmen der Anti-Springer-Kampagne Demonstrationen gegen das Druck- und Verlagshaus Bechtle statt, an denen sich auch die Gruppe Heidelberg des SDS beteiligt. Sie führen u.a. zu einem Verfahren gegen den Heidelberger Gerichtsreferendar Jürgen Laubscher (SDS - vgl. 16.8.1968).

Aufgerufen wurde u.a. vom SDS Landesverband Baden-Württemberg mit dem Flugblatt "Im Anschluss an den Ostermarsch Demonstration gegen den Springerkonzern in Esslingen vor der Bechtle-Druckerei". Verbreitet wird das Flugblatt auch in Tübingen.
Q: SC: Info Nr. 6, Frankfurt 21.6.1969; Innenministerium Baden-Württemberg: Verfügung: Verbot und Auflösung der Hochschulgruppe Heidelberg des Sozialistischen Deutschen Studentenbundes, Stuttgart 24.6.1970, zitiert nach: Kommunistischer Nachrichtendienst Nr. 10, Bochum 29.6.1970;SDS-LV Baden-Württemberg: Im Anschluss an den Ostermarsch Demonstration gegen den Springerkonzern in Esslingen vor der Bechtle-Druckerei, O. O. o. J. (1968)

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12.04.1968:
Vermutlich heute erscheint vom SDS Tübingen und dem AStA der Uni das Flugblatt "Mordanschlag auf Dutschke!", das vermutlich auch in Esslingen sowie auf dem Ostermarsch in Stuttgart verteilt wird. Aufgerufen wird:"
Fangen wir an die Verhältnisse zu verändern mit der Zerschlagung des Springerkonzerns!".
Q: SDS / AStA: Mordanschlag auf Dutschke!, Tübingen o. J. (1968)

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13.04.1968:
Vermutlich heute erscheint vermutlich vom SDS das Fugblatt "Mordanschlag auf Rudi Dutschke" das auch an der Universität Tübingen verbreitet wird. Berichtet wird aus Berlin, dass ein Springer-Auslieferungsfahrzeug zwei auf dem Boden liegende Studenten überfahren habe.
Q: N. N.: Mordanschlag auf Rudi Dutschke, O. O. o. J. (1968)

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14.04.1968:
An der Universität Tübingen wird mit einem Flugblatt die "Ansprache des Bundesjustizministers Dr. Gustav Heinemann im Fernsehen am 14.4.1968" zu den Osterunruhen bzw. den Springerblockaden u.a. in Esslingen verbreitet.
Q: N. N.: Ansprache des Bundesjustizministers Dr. Gustav Heinemann im Fernsehen am 14.4.1968, O. O. (Tübingen) o. J. (1968)

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18.04.1968:
Der SDS und die Studentische Linke (SL) Tübingen geben vermutlich heute das Flugblatt "Kollegen! Warum Widerstand gegen Springer!" heraus das vermutlich an Betrieben in Tübingen und auch Esslingen verteilt wird. Berichtet wird von den Springerblockaden in Esslingen und aus Berlin vom Tod von Klaus Frings und eingeladen zu einer Trauerfeier für ihn um 14 Uhr in der Neuen Aula der Universität Tübingen. Anschließend soll eine Geldsammlung für Frau Frings durchgeführt werden.

Der SDS gibt dazu das Flugblatt "Erklärung des SDS Tübingen auf der Kundgebung zum Tode von Klaus Frings (18.4.68)" heraus.
Q: SDS / SL: Kollegen! Warum Widerstand gegen Springer!, Tübingen o. J. (1968); SDS: Erklärung des SDS Tübingen auf der Kundgebung zum Tode von Klaus Frings (18.4.68), Tübingen o. J. (1968)

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22.04.1968:
Der SDS Tübingen gibt vermutlich in dieser Woche die erste Broschüre seiner Schriftenreihe (vgl. 13.5.1968) heraus als "Analyse & Dokumentation. Zum Widerstand der Ausserparlamentarischen Opposition - Ostern 1968" mit einer Analyse, die sich teilt in die Abschnitte:
- "I Dutschke = SDS = Volksfeind Nr. 1";
- "II Vom Protest zum Widerstand";
- "III Innerer Notstand";
- "IV Einübung in den Faschismus"; und
- "V Konsequenzen", wozu es abschließend heißt: "Die Aggression der Bevölkerung gegen die außerparlamentarische Opposition muß durch breite Aufklärungsaktionen auf die Ursachen unseres Widerstandes gewendet werden."

Die Dokumentation berichtet von den Osterunruhen aus Berlin, Frankfurt, Hamburg, und Esslingen.
Q: SDS: Analyse & Dokumentation. Zum Widerstand der Ausserparlamentarischen Opposition - Ostern 1968, Tübingen 1968

28.04.1968:
Der Sozialistische Club Esslingen rief auf zum Anti-Springer-Tag gegen den Bechtle-Verlag. Dazu geben die Evangelischen Studentengemeinden (ESG) ein Flugblatt "an alle Esslinger Bürger" heraus, in dem es u.a. heißt:"
Bitte, bemühen Sie sich, Ausschreitungen Ihrer Mitbürger gegen Studenten zu verhindern, wie auch wir Studenten jede Gewalttätigkeit aus unseren Reihen heraus zu unterbinden versuchen."

Eingeladen wird zur Podiumsdiskussion um 20 Uhr 30 im Evangelischen Gemeindehaus.

Der SDS Tübingen verteilt dort ein Flugblatt an die Demonstranten, in dem aufgefordert wird:"
Aktivisten daran hindern, gegen Polizei und andere Leute vorzugehen - bei aggressivem Verhalten von Demonstrationsgegnern zurückweichen und am Sammelplatz (Rathausplatz) Nachricht geben".
Q: ESG: an alle Esslinger Bürger, Tübingen / Stuttgart / Esslingen Apr. 1968; SDS: Anfangs verteilten wir Flugblätter, Tübingen o. J. (1968);SC: Aufruf zum Anti-Springer-Tag in Esslingen am 27.4.68, Esslingen o. J. (1968)

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Mai 1968:
In Tübingen finden ebenso wie in anderen westdeutschen Universitätsstädten Aktivitäten gegen die Verabschiedung der Notstandsgesetze (NSG - vgl. 30.5.1968) statt. Die Aktionen werden, laut Modau, zum Auslöser für einen Teil der SDSler, sich dem Aufbau von Betriebsgruppen zu widmen.

Während der Notstandsdemonstration werden, nach eigenen Angaben, Flugblätter vor den Betrieben verteilt und ein Marsch mit ca. 100 Arbeitern zum DGB-Haus organisiert. Ein paar Lehrlinge kommen zu den Betriebsgruppensitzungen, jedoch gab es keine Perspektive für die Betriebsarbeit. Nach den Springer-Blockaden traten einzelne Gruppen aus Tübingen, Esslingen etc. an die Tübinger Gruppe mit der Aufforderung heran, ein Informations- und Koordinationsgremium zu schaffen, das gemeinsame Aktionen leitet. So kam das ZAK (Zentrale Aktionskomitee) zustande.
Q: SDS: Info Nr. 20, Frankfurt 1969; H. Modau: Zur Geschichte der KPD/ML und des KABD, o.O. 1979, S. 9

06.05.1968:
Vermutlich in dieser Woche erscheint die "Zeitung der Studentenschaften des Landes Baden-Württemberg zum Hochschulgesetz des Landtags vom April 1968" zum HG. Sie wird "herausgegeben in der Erkenntnis, dass dieses Gesetz die Krise des bestehenden Hochschulwesens verlängern wird, mit dem Willen, Widerstand gegen dieses Gesetz zu leisten und die Forderung nach einer neuen Universität zu bekräftigen." Die Auflage von 50 000 Stück werde vertrieben an der Uni Freiburg (10 000), der Uni Heidelberg (10 000), der TU Karlsruhe (6 000), der Uni Mannheim (4 000), der TU Stuttgart (6 0000), der Uni Tübingen (10 000), der PH Heidelberg (500) und der Hochschule für Gestaltung Ulm (300).

Enthalten sind die Artikel:
- "Hochschulgesetz gegen die Studenten. Lehren aus der Behandlung studentischer Vorschläge", mit den Abschnitten "Mußte das Gesetz reaktionär werden?" und "Gute Manieren bringen nichts ein", von Nicolaus Becker, Freiburg;
- "Parlamentarismus am Beispiel der Verabschiedung des Hochschulgesetzes";
- "Natürlicher Anspruch auf Geltung. Interview mit Herrn Dr. Filbinger" mit den Abschnitten "Autoritas muß glaubhaft repräsentiert werden." und "Bereitschaft zur Diskussion vorhanden?" vom 5.3. und 8.4.1968;
- "Reform durch Novellierung. Interview mit Frau Dr. Mugdan, Kandidatin der DL";
- "Der Leidensweg eines Gesetzes. Aus dem Schlußwort von Dr. Vogt (FDP)";
- "Das Todesurteil von Ulm. Bund und Land streichen Zuschüsse. Stuftung gibt HfG preis" von Joachim Heimbacher, Ulm;
- "Vom Hochschulgesetz zur Technokratenuniversität. Perspektiven für die studentische Hochschulpolitik", von Burkhart Braunbehrens, Heidelberg;
- "Die Hierarchie bleibt. Rechte des Mittelbaus werden nur scheinbar verbessert", von Siegfried de Witt, Freiburg;
- "Erst Erfahrungen sammeln. Studentische Aufgaben in der Grundordnungskommission" zur GO, von Bodo Voigt, Heidelberg;
- "Hochschuldemokratie - aus den Münchener Beschlüssen des VDS";
- "'Das Wesen des Assistenten und seine Erscheinungen im Gebiet der Freiheit'", von Dr. Klaus Jürgen Gantzel, Mannheim;
- "Abhängige Universität. Die Fiktion der Autonomie wird durch staatliche Eingriffe zerstört", von Bodo Voigt, Heidelberg;
- "Der autonome Ordinarius. Skurriles Selbstverständnis Freiburger Physikprofessoren";
- "Die Lage in Eßlingen ist ganz ausgezeichnet" zu den Springerunruhen (vgl. 12. und 15.4.1968) mit dem Abschnitt "Schäferhunde gegen Demonstranten";
- "Heidelberger Resolution" von einem Teach-In am 18.4.1968 zum Attentat auf Rudi Dutschke und den Springerunruhen;
- "Verselbständigte Gewalt" zu den beiden bei den Springerunruhen getöteten Unbeteiligten, Klaus Frings und Rüdiger Schreck, von Eckhard Jaus;
- "Vorsorglicher Austritt. AStA Karlsruhe verläßt VDS wegen 'politischer Agitation'" was gemeinsam mit den Asten der Unis Saarbrücken und Würzburg und der TH Clausthal geschah;
- "Keine Beschränkung mehr auf die Universität. Der Verband Deutscher Studentenschaften emanzipiert sich" zur Politisierung des VDS, mit einem Kasten "Aus dem Vietnam-Beschluß des VDS", von Siegfried de Witt, Freiburg; sowie
- "Disziplinarrecht" von N. Becker, S. de Witt und B. Braunbehrens.
Q: Zeitung der Studentenschaften des Landes Baden-Württemberg zum Hochschulgesetz des Landtags vom April 1968, Mannheim o. J. (1968)

11.05.1968:
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Zum Sternmarsch gegen die Notstandsgesetze (NSG) wurde auch in Hamburg aufgerufen (vgl. 9.5.1968), durch das Kuratorium Notstand der Demokratie - Baden-Württemberg und in Tübingen durch SDS, HSU, SL und LSD.

Das Kuratorium Notstand der Demokratie veröffentlicht im Vorfeld eine "Antwort an den Deutschen Bundestag".
Q: Kuratorium Notstand der Demokratie: Antwort an den Deutschen Bundestag, Frankfurt o. J. (1968); Kuratorium Notstand der Demokratie - Baden-Württemberg: Aufruf zum Sternmarsch nach Bonn, Plochingen o. J. (1968);SDS, HSU, SL, LSD: Aufruf zum Sternmarsch nach Bonn, O. O. (Tübingen) o. J. (1968)

11.05.1968:
Der AStA der Universität und der SDS Tübingen geben vermutlich heute das Flugblatt "Quartier Latin brennt!" zum Pariser Mai in Frankreich heraus mit dem Aufruf, die Informations-Teach-Ins zu besuchen und Sympathiekundgebungen durchzuführen.
Q: AStA, SDS: Quartier Latin brennt!, Tübingen o. J. (1968)

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13.05.1968:
Der SDS Tübingen gibt vermutlich in dieser Woche die zweite Broschüre seiner Schriftenreihe (vgl. 22.4.1968, 24.5.1968) heraus als "Augenzeugenbericht Paris 10 & 11. Mai 1968 Arno Münster (Paris)" zu den Maiunruhen in Paris, Frankreich.
Q: SDS: Augenzeugenbericht Paris 10 & 11. Mai 1968 Arno Münster (Paris), Tübingen 1968

13.05.1968:
Der SDS Tübingen gibt vermutlich Anfang der Woche das Flugblatt "D'ou vient la violence? Woher kommt die Gewalt?" zu Frankreich heraus mit dem Text eines Flugblatts der JCR Paris vom 6.5.1968.
Q: SDS: D'ou vient la violence? Woher kommt die Gewalt?, Tübingen o. J. (1968)

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14.05.1968:
Der VDS, der AStA Uni Tübingen, der SDS Tübingen, LSD, SHB, RCDS, HSU und die Studentische Linke geben vermutlich heute ein Flugblatt für Schüler heraus zu den Notstandsgesetzen (NSG) bzw. dem morgigen Streik dagegen an der Universität Tübingen und dem heutigen Teach-in um 20 Uhr im Festsaal.
Q: VDS et al.: Die kleine radikale Minderheit…, O. O. (Tübingen) o. J. (1968)

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24.05.1968:
Der SDS Tübingen gibt vermutlich Ende dieser Woche die dritte Broschüre seiner Schriftenreihe (vgl. 13.5.1968, 14.10.1968) heraus als "Berichte & Dokumente. Paris Mai 68" zu den Maiunruhen in Paris, Frankreich, mit den Artikeln:
- "Der Weg zur Niederlage" aus dem 'Nouvel Observateur' Nr. 183;
- "Leserbrief" aus 'Les Lettres Francaises' No. 1224;
- "Nanterre" aus einem Interview aus 'Les Lettres Francaises' No. 1224;
- "Die Technik der Demonstration" aus dem 'Nouvel Observateur' Nr. 183;
- "Travailleurs, Etudiantes" ein Flugblatt der JCR vom 21.5.1968;
- "L'UNED propose…" ein Flugblatt der Studentengewerkschaft UNEF vom 20.5.1968; sowie
- "Gespräch zwischen J. P. Sartre und D. Cohn-Bendit".
Q: SDS: Berichte & Dokumente. Paris Mai 68, Tübingen 1968

27.05.1968:
Der AStA der Universität Tübingen gibt vermutlich noch heute oder morgen früh das Flugblatt "Notstand-Streik" heraus, zum Beschluß der Uni-VV vom 27.5.1968 mit ca. 3 000 Studenten, vom 28.5. bis 30.5.1968 gegen die Notstandsgesetze (NSG) zu streiken."
Q: AStA: Notstand-Streik, O. O. (Tübingen) o. J. (1968)

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15.06.1968:
Der SDS Tübingen verteilt, laut einer handschriftlichen Datierung heute und morgen, das Flugblatt "L'Internationale de la repression - en France et en Allemagne", das sich an französische Soldaten wendet.
Q: SDS: L'Internationale de la repression - en France et en Allemagne, O. O. (Tübingen) o. J. (1968)

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Letzte Änderung: 21.11.2017