Ludwigsburg:
Fachhochschule (FHS) und Pädagogische Hochschule (PH)

Materialien zur Analyse von Opposition

Von Jürgen Schröder, Berlin, 27.6.2018


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Es können hier nur wenige Dokumente und Hinweise zu den Hochschulen in Ludwigsburg vorgestellt werden. Wir bitten um Ergänzungen.

Einleitend für diese knappe Darstellung schließt sich ein vermutlich vor allem an der späteren PH aktiver Sozialistischer Lehrerbund (SLB) Ludwigsburg den baden-württembergischen ML-Gruppen um das Zentrale Aktionskollektiv, aus dem der KAB/ML bzw. später der KABD hervorging, an (vgl. 22.2.1969, März 1969).

In der Studentenpresse der Freunde des KAB/ML finden sich wiederholt Berichte über die PH Ludwigsburg (vgl. Feb. 1971, Okt. 1971) und die KSG/ML stellt offenbar auch den AStA (vgl. 18.10.1971, 15.11.1971), während die KJO Spartacus dort ehemalige MLer als Sympathisanten schult (vgl. 17.10.1971).

An einer Demonstration gegen das Hochschulrahmengesetz (HRG - vgl. 1.12.1971) beteiligen sich dann auch die Fachhochschüler, deren Ausbildung bedroht ist (vgl. 26.1.1972, 27.1.1972).

Aktiv beteiligt sind die Studenten im Protest gegen den Wehrkundeerlaß (WKE - vgl. 23.2.1972, 14.6.1972).

Ab Anfang 1973 sind dann im AStA der Fachhochschule offenbar Sympathisanten der Vorläufer des KBW vertreten (vgl. 9.1.1973, 17.3.1973, 14.4.1973) und auch der PH, wo gegen das Landeshochschulgesetz (LHG - vgl. 25.6.1973) gestreikt wird, verliert die KSG/ML des KABD offenbar an Einfluß (vgl. 6.7.1973), bleibt aber an der PH präsent (vgl. Juni 1974, Okt. 1974, 29.5.1975, Sept. 1976), ebenso wie die Anhänger des KBW (vgl. 1.5.1976, 6.6.1977, 13.6.1977, 24.10.1977, 5.12.1977, 2.1.1978).

Auszug aus der Datenbank "Materialien zur Analyse von Opposition" (MAO)

22.02.1969:
In Tübingen beginnt, laut RJ/ML, die erste zweitägige Arbeitstagung des zunächst auf Baden-Württemberg beschränkten Zentralen Arbeitskomitees (ZAK - vgl. Sept. 1968, 24.5.1969), auf der u.a. beschlossen wird den durch die RJ/ML herausgegebenen 'Rebell' als Mitteilungsorgan des ZAK zu verwenden. Das ZAK wurde, laut MLPD (2), ursprünglich von DKP-nahen Gruppen gegründet. Es organisierte sich überregional aus Teilen u.a. des Sozialistischen Lehrerbundes (SLB) Ludwigsburg.
Quellen: Rebell Nr. 10, Mannheim Juni 1969; MLPD-ZK: Geschichte der MLPD, I. Teil, Stuttgart 1985, S. 179;ZAK-Info 1, Tübingen 1969

März 1969:
Die Nr. 7 des 'Rebell' (vgl. Feb. 1969, April 1969) berichtet über ein Zentrales Arbeitskomitee (ZAK) welches u.a. von folgenden Gruppen gebildet worden sei: Sozialistischer Lehrerbund (SLB) Ludwigsburg.
Q: Rebell Nr. 7, Mannheim März 1969

30.06.1969:
An der Universität Tübingen erscheint Streik-Info Nr. 3 der 'Roten Notizen' (vgl. 27.6.1969, 1.7.1969) der Basisgruppen und des Politischen AStA (PAStA) mit den "Informationen der Streikzentrale Mo. 30.6.", die erstmals Außentermine enthalten mit einer Diskussion auch an der HGP Ludwigsburg.
Q: Rote Notizen Streik-Info Nr. 3, Tübingen 30.6.1969, S. 10

Februar 1971:
Es erscheint der 'Rote Pfeil' Nr. 13 (vgl. 7.12.1970, Apr. 1971), mit dem Artikel "Ludwigsburg: Auszug aus den Betrugsgremien" von der PH.
Q: Roter Pfeil Nr. 13, Tübingen Feb. 1971, S. 7

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Oktober 1971:
Es erscheint der 'Rote Pfeil' Nr. 18 (vgl. Juli 1971, Nov. 1971) der KSG des KAB/ML mit dem Artikel "Kampferfolge der PH-Studenten" über Ludwigsburg und Reutlingen.
Q: Roter Pfeil Nr. 18, Tübingen Okt. 1971, S. 4

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17.10.1971:
Innerhalb der KJO Spartacus erscheint, nach diesem Tage, das 'Interne Diskussions Bulletin' Nr. 8/9. Die Ortsgruppe Ludwigsburg (17 Personen) habe eine Sympathisantengruppe an der PH, deren 15 Teilnehmer zum Großteil ex-MLer seien.
Q: KJO Spartacus: Internes Diskussions Bulletin Nr. 8/9, o.O. Okt. 1971

18.10.1971:
Im VDS findet eine Sitzung des Zentralrates (ZR) (vgl. **.**.197*, **.**.197*) statt. Die DKP berichtet über die von der KSG/ML des KAB/ML gestellten ASten u.a. der PH Ludwigsburg:"
Sie waren nicht bereit, eine Resolution gegen die 'verfassungswidrigen Angriffe auf Angehörige legaler Organisationen' - d.h. auf unsere Genossen - zu unterstützen."
Q: Kommunist Nr. 4, Stuttgart Nov. 1971, S. 1

15.11.1971:
Die DKP Hochschulgruppe Stuttgart gibt frühestens in dieser Woche die Nr. 4 des 1. Jahrganges ihres 'Kommunist' heraus. U.a. heißt es:"
Ein Genosse berichtet uns:
'Vor einigen Tagen hatte ich ungefähr folgendes Gespräch mit einer Kommilitonin von der KSG/ML: …
ICH: Du würdest also auch nicht unsern Kampf für die Einstellung etwa des Genossen Henne in den Schuldienst unterstützen?

SIE: Nein! Sollte sie durchgesetzt werden, so nährt sie wiederum nur die Illusion, daß in diesem System demokratische Lehrinhalte möglich sind (Das darf nicht sein, also kann es auch nicht… d.Verf.). Außerdem wird Herr Henne vom Staat bezahlt und ist folglich gezwungen auch dessen Ideologie zu vertreten.'

Diesen Tenor kennen wir langsam. Genauso sind die ASten Tübingens, Hohenheims, der PH Ludwigsburg im VDS aufgetreten" (vgl. 18.10.1971).
Q: Kommunist Nr. 4, Stuttgart Nov. 1971

01.12.1971:
In Ludwigsburg demonstrieren, laut und mit MLSG (vgl. Dez. 1971), 300 Schüler und Studenten der Höheren Fachschule für Sozialarbeit und der Pädagogischen Hochschule (PH), an der es bereits ein Seminar zur Wehrkunde gibt, gegen das Hochschulrahmengesetz (HRG).

Die KSG(ML) berichtet:"
Ein HRG-Aktionskomitee nahm die Vorbereitung der gemeinsamen Demonstration von PH- und Höheren Fachhochschulstudenten in Angriff. Über 300 Demonstranten protestierten gegen die Willkürmaßnahmen des Staates und forderten:
- 'Weg mit dem reaktionären Fachhochschulgesetz!'
- "Weg mit dem reaktionären PH-Statusgesetz!'

Dem trotzkistischen Häuflein 'Marxistische Gruppe' war das zu unbedeutend. Sie gingen deshalb gleich wieder nach Hause.

Redner des ZAK und der KSG(ML) drückten den Willen vieler Kommilitonen aus, indem sie ihnen zuriefen: 'Weiter auf dem Weg der Festigung und Verbreiterung der Aktionseinheit von Ingenieurstudenten, PH-Studenten, Uni-Studenten und Schülern, ganz Westdeutschlands und Westberlins.'"
Q: Roter Pfeil Sdr.Nr. 1. Dezember 1971: Kampftag der westdeutschen Studenten gegen das reaktionäre HRG der SPD/FDP-Regierung, Tübingen Dez. 1971, S. 2; Rotes Signal Nr. 11, Tübingen 1971, S.8

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26.01.1972:
Der AStA der PH Dortmund berichtet von der FHS für Sozialarbeit Ludwigsburg (vgl. 27.1.1972) mit Hilfe einer Pressemitteilung:"
Am Mittwoch, dem 26.1.1972, 16 Uhr wurde dem AStA der Höheren Fachschule (Fachhochschule) für Sozialarbeit in Ludwigsburg mitgeteilt, daß der Träger der Schule, die Evangelische Landeskirche Württemberg, sich entschlossen hat, keine Fachhochschulausbildung auf Dauer durchzuführen, d.h. die Schule wird aufgelöst."
Q: AStA PH Dortmund: AStA-Information Nr. 8, Dortmund 2.2.1972, S. 14

27.01.1972:
Der AStA der PH Dortmund berichtet von der FHS für Sozialarbeit Ludwigsburg (vgl. 26.1.1972) durch eine am 31.1.1972 erhaltene:"
PRESSEMITTEILUNG AN DPA VOM 28. JANUAR 1972

Am Mittwoch, dem 26.1.1972, 16 Uhr wurde dem AStA der Höheren Fachschule (Fachhochschule) für Sozialarbeit in Ludwigsburg mitgeteilt, daß der Träger der Schule, die Evangelische Landeskirche Württemberg, sich entschlossen hat,keine Fachhochschulausbildung auf Dauer durchzuführen, d.h. die Schule wird aufgelöst.

Obwohl den derzeitigen Studenten zugesichert wurde, sie könnten ihre Ausbildung abschließen, wurde am Donnerstag sofort eine außerordentliche Vollversammlung einberufen - der Unterricht wurde bis auf weiteres niedergelegt.

In der von 9 bis 17 Uhr dauernden Sitzung verabschiedete die Studentenschaft einstimmig folgende Resolution:

Am 26.1.1972 teilte der Oberkirchenrat der Evangelischen Landeskirche in Württemberg der Schulleitung seinen Beschluß mit, die Höhere Fachhochschule (FHS) aufzulösen.

Dies bedeutet:
1. Im Wintersemester 1972/1973 keine Aufnahmen
2. Verminderung der Studienplätze
3. Verschärfung des Numerus Clausus (NC, d.Vf.)
4. Keine Studienplätze für den Vorkurs
5. Studienabbruch des jetzigen 1. Semesters nach dem Grundstudium
6. Im Gegensatz zu den Sonntagsreden der Bildungspolitiker eine weitere Beschneidung des zweiten Bildungsweges (ZBW)

Um die jetzigen Studierenden zu beruhigen, wird vom Oberkirchenrat ein formaler Hochschulabschluß zugesichert. Diese Zusicherung kann es jedoch nicht geben, da die Entscheidung des Kultusministeriums (KuMi, d.Vf.) aussteht. Außerdem ist damit zu rechnen, daß die meisten Dozenten abwandern.

DAS IST EINE BEWUSSTE IRREFÜHRUNG!

Der Vorschlag, unsere Studierenden an anderen HFS (FHS) unterzubringen, ist unmöglich: So wurden an der HFS Ludwigsburg 300 Anfragen und 71 Bewerbungen registriert. An anderen Schulen ist dies ähnlich.

Daß die finanzielle Situation nicht der eigentliche Grund sein kann, unsere Schule aufzulösen, wird deutlich, wenn man sich vor Augen hält, daß die Landeskirche Württemberg noch 1970 die Badische Landeskirche bei der Errichtung der FHS Freiburg unterstützen konnte. (Einer Äußerung von Herrn Oberkirchenrat Leube am 26.1.1972 an der HFS in Ludwigsburg entnommen). - Außerdem hat das Land Baden-Württemberg eine Kostenübernahme von 50% der laufenden Kosten bzw. 30% der Baukosten zugesichert.

Welches Interesse kann die Landeskirche daran haben, einerseits die Ausbildung von qualifizierten Sozialarbeitern an der Fachhochschule einzustellen, andererseits jedoch den Ausbau der Fachschule Karlshöhe (Kirchliches Ausbildungszentrum) voranzutreiben, die in kürzerer Zeit zum entschieden minderqualifizierten Sozialassistenten ausbilden soll. Die Landeskirche zieht den Sozialassistenten als billigere und bequemere Arbeitskraft dem Sozialarbeiter vor. Sie kann kritische Sozialarbeiter, die Sozialarbeit als politisches und nicht nur als caritatives Handeln begreifen, nicht brauchen. Deshalb sabotiert sie deren Ausbildung.

Die Studentenschaft der HFS (FHS) Ludwigsburg und der Vorkurs fordern:
- konsequente Weiterführung des Studienbetriebs
- Neuaufnahmen zum Wintersemester 1972/1973
- garantierte Aufnahme des Vorkurses
Es ist für jedermann einzusehen, daß die Schließung einer Ausbildungsstätte auf einem ohnehin überfüllten Studienzweig die Studienmöglichkeiten in drastischer Weise einschränkt. Hier werden vor allem jene betroffen, die über den 2.Bildungsweg ein Studium absolvieren wollen. Dies steht im krassen Gegensatz zu den ständigen Erklärungen des Kultusministeriums.

Wie soeben zu erfahren war, besteht die Absicht, die Höhere Fachschule für Sozialarbeit in Heidelberg (Caritasverband) ebenfalls aufzulösen.

Ihre Solidarität mit der Studentenschaft der HFS Ludwigsburg bekundeten bis heute: HFS Stuttgart, HFSp Reutlingen, AStA PH Ludwigsburg, alle Lehrer des Vorbereitungskurses für die HFS (FHS).

Die ASten der HFS/HFSp in Baden-Württemberg haben eine außerordentliche Landesastenkonferenz (LAK - vgl. 31.1.1972, d.Vf.) einberufen."
Q: AStA PH Dortmund: AStA-Information Nr. 8, Dortmund 2.2.1972, S. 14f

23.02.1972:
In Ludwigsburg beteiligen sich, laut MLSG des KAB/ML, ca. 350 Schüler, Studenten und Berufsschüler an einer Demonstration gegen den Wehrkundeerlaß (WKE), die von einer Aktionseinheit Weg mit dem Wehrkundeerlaß aus u.a. KSG/ML, RJ/ML, MLSG, GEW-Mitgliedern und der Schülerinitiative gegen den Wehrkundeerlaß organisiert worden sei.
Q: Rebell Nr. 8, Tübingen Aug. 1972, S. 5; Münchner Schüler Zeitung Nr. 9, München Apr. 1972;Rotes Signal Nr. 2, Tübingen März 1972, S. 9f

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14.06.1972:
Die KSG (ML) berichten in "Militarismusbewerber ziehen durchs Land" von der vermutlich ab heute in Ludwigsburg stattfindenden Bundeswehrausstellung 'Unser Heer', gegen die die KSG (ML) zu einer Aktionseinheit aufrief, an der sich ca. 30 Studenten der PH aktiv beteiligten.

Von KAB/ML, RJ/ML, KSG/ML und MLSG Ludwigsburg erschien dazu eine Flugschrift "Es geht eine Bundeswehrschau auf Reisen" die sich gliedert in die Abschnitte:
- "Kampf dem Militarismus";
- "Kriegsdienstverweigerung: Stumpfes Schwert gegen Militarismus";
- "Schmidt befiehlt: Haare müssen fallen!" mit einem bricht vom Amtsgericht Ludwigsburg;
- "Wehrkunde: Teil einer breiten Militarisierung!";
- "Widerstand gegen NATO" zu Nordhorn-Range; sowie
- "Soldatenbericht" aus einem Jägerbataillon.
Q: KAB/ML, RJ/ML, KSG/ML, MLSG: Es geht eine Bundeswehrschau auf Reisen, Ludwigsburg o. J. (1972); Roter Pfeil Nr. 6, Tübingen Sept. / Okt. 1972, S. 7f

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09.01.1973:
Vermutlich in dieser Woche gibt die KG (NRF) Mannheim/Heidelberg die Nr. 11 ihrer 'Arbeiter-Zeitung' (vgl. 4.12.1972, 31.1.1972) heraus, die sich vor allem mit der Vorbereitung der Vietnamdemonstration in Bonn am 14.1.1973 befaßt. Beteiligen wollen sich u.a. auch die ASten der Fachhochschule Ludwigsburg sowie der PH Ludwigsburg.
Q: Arbeiter-Zeitung Nr. 11, Mannheim/Heidelberg Jan. 1973

17.03.1973:
In Stuttgart findet auf Initiative des Komitee gegen die Berufsverbote und die politische Entrechtung im Öffentlichen Dienst Heidelberg ein Treffen statt, bei dem die Jusos trotz Zusage nicht kommen und die DKP ablehnte. Anwesend sind ESG, Jungdemokraten, KSG/ML des KABD, AStA Uni Stuttgart, KJO Spartacus, GIM, AStA Uni Freiburg, BKA Freiburg, Initiativgruppe für ein Komitee gegen die Berufsverbote Freiburg, Gruppe Hohenheim, AJV Waiblingen, KJG Öhringen, KSG Öhringen, AStA FHS Ludwigsburg, Verband demokratischer Juristen (VdJ) Heidelberg, KSG Waldkirch, Komitee gegen die Berufsverbote Karlsruhe, Mannheim Heidelberg, AStA Uni Heidelberg, KG (NRF) Mannheim / Heidelberg, KSV und KPD. ESG, VdJ und Jungdemokraten gingen während der Verhandlungen, die KJO war gegen Plattformen, die KSG/ML hatte ihre eigene und KSV / KPD kritisierten die von den anderen Gruppen dann unterzeichnete Plattform.
Q: Kampf dem Berufsverbot Nr. 2, Heidelberg o. J. (1973), S. 4

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14.04.1973:
In Stuttgart beteiligen sich, laut KHG (NRF) und IFS Freiburg, über 6 000, laut KG (NRF) 5 000 bis über 5 000, an einer landesweiten Demonstration gegen den Schieß-Erlaß bzw. die Berufsverbote. Aufgerufen hatte, laut KG (NRF), eine Aktionseinheit u.a. mit dem AStA der Fachhochschule Ludwigsburg.
Q: Kommunistische Hochschulzeitung Nr. 23, Heidelberg o. J. (Apr. 1973); Schulkampf Nr. 11, Heidelberg o.J. (1973);Kommunistische Jugendzeitung Nr. 5, Mannheim Apr./Mai 1973

Arbeiter-Zeitung Nr.4, 5 und Extra, Mannheim Apr. 1973, 25.4.1973 bzw. Mai 1973

25.06.1973:
Die KHG Heidelberg (vgl. 27.6.1973) berichtet vom Streik gegen das LHG von den PH Ludwigsburg, Schwäbisch-Gmünd und Weingarten vermutlich von Anfang dieser Woche:"
In allen drei PH's stimmten in den Urabstimmungen jeweils an die 50 % für Streik. Die Streiks wurden bis zu 90 % befolgt."
Q: Kommunistische Hochschulzeitung Extrablatt Vorwärts im Kampf gegen die HSG-Novelle!, Heidelberg 27.6.1973, S. 2

06.07.1973:
Die KHG Heidelberg/Mannheim/Karlsruhe (HD/MA/KR) gibt die Nr. 27 ihrer 'Kommunistische Hochschulzeitung' (vgl. 20.6.1973, 17.10.1973) heraus. Konstatiert wird ein "Auflösungsprozeß der 'Stuttgarter Aktionseinheit' der KSG/ML, die u.a. vom AStA der PH Ludwigsburg nicht mehr unterstützt wird.
Q: Kommunistische Hochschulzeitung Nr. 27, Heidelberg 6.7.1973

Juni 1974:
Vermutlich im Juni erscheint der 'Rote Pfeil' Nr. 4 (vgl. Mai 1974, Okt. 1974) der KSG des KABD mit dem Artikel "Vorgeschmack auf integrierten Studiengang Germanistik" von der PH Ludwigsburg bzw. der Gesamthochschule (GHS) Stuttgart.
Q: Roter Pfeil Nr. 4, Tübingen 1974, S. 12f

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Oktober 1974:
Im Herbst 1974 führen die KSG/ML des KABD ihren 2. zentralen Delegiertentag (ZDT) durch. Festgestellt wird, daß sich die Zahl der Ortsgruppen seit dem letzten ZDT im Juni 1973 von 14 auf 23 (u.a. Ludwigsburg) erhöht habe.
Q: KSG/ML: Dokumente des 2. Zentralen Delegiertentages der Kommunistischen Studentengruppen, o.O. o.J. (1974)

08.03.1975:
Der KBW (vgl. 26.3.1975) berichtet, daß für eine heutige Gründungsversammlung des Verbandes Deutscher Studentenschaften (VDS) die folgenden, nicht von MSB und SHB der DKP getragenen ASten eingetreten seien: … PH Ludwigsburg.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 12, Mannheim 26.3.1975, S. 11

29.05.1975:
Eröffnung des 2. Zentralen Delegiertentages (ZDT) der Kommunistischen Studentengruppen (KSG bzw. KSG/ML) des KABD (vgl. Juni 1973). Anwesend sind ca. 60 Delegierte der Ortsgruppen, u.a. aus Ludwigsburg.
Q: MLPD-ZK: Geschichte der MLPD, II. Teil, 1. Halbband, Düsseldorf 1986, S. 168; KSG-ZL: Dokumente des 2. Zentralen Delegiertentages der Kommunistischen Studentengruppen, o.O. 1975;KABD-ZL-Sek: Rundschreiben, o.O. 1.6.1975

05.01.1976:
Die Ortsleitung der KBW Ortsgruppe Ludwigsburg verabschiedet einstimmig ihren Rechenschaftsbericht für Februar bis Dezember 1975, der auf der vierten ordentlichen Mitgliederversammlung der Ortsgruppe am 18.1.1976 diskutiert werden soll und auf den Rechenschaftsberichten der Zellen basiert, u.a. der Zelle PH, die die Fachschaftsarbeit aufbaut und auch im Jugendzentrum aktiv ist.
Q: KBW: Rechenschaftsbericht der Ortsleitung, Ludwigsburg 5.1.1976, S. 5 und 7

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September 1976:
Innerhalb des KABD erscheint 'Lernen und kämpfen' Nr. 9 (vgl. Aug. 1976, Okt. 1976). Darin kommen die Ludwigsburger Ortsleitungen von KABD, RJVD und KSG mit einem Beitrag zum Aktionseinheitsangebot des KBW ('Weg mit dem KPD-Verbot!') zu Wort.
Q: Lernen und kämpfen Nr. 9, o.O. Sept. 1976

06.06.1977:
Der KBW Bezirk Mittlerer Neckar gibt die 'Kommunistische Volkszeitung - Bezirksbeilage Mittlerer Neckar' Nr. 23 (vgl. 14.4.1977, 13.6.1977) heraus mit dem Artikel "Linguistik-Seminar PH Ludwigsburg: Wettrüsten - ein Kommunikationsfehler?".
Q: Kommunistische Volkszeitung - Bezirksbeilage Mittlerer Neckar Nr. 23, Stuttgart 6.6.1977, S. 2

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13.06.1977:
Der KBW Bezirk Mittlerer Neckar gibt die 'Kommunistische Volkszeitung - Bezirksbeilage Mittlerer Neckar' Nr. 24 (vgl. 6.6.1977, 27.6.1977) zur KVZ heraus mit dem Artikel zu Hellmuth Kaiser "Weitere Solidaritätserklärungen haben verabschiedet" der AStA der FHS für Bibliothekswesen Stuttgart, der AStA der PH Ludwigsburg und das Fachschaftssprecherkollektiv Deutsch der PH Ludwigsburg.
Q: Kommunistische Volkszeitung - Bezirksbeilage Mittlerer Neckar Nr. 24, Stuttgart 13.6.1977, S. 4

24.10.1977:
Der KBW Bezirk Mittlerer Neckar gibt die 'Kommunistische Volkszeitung - Bezirksbeilage Mittlerer Neckar' Nr. 43 (vgl. 17.10.1977, 31.10.1977) zur KVZ heraus mit dem Artikel "Aufbau der Streikfront an den Hochschulen. Jetzt kann und muß das Blatt gewendet werden" mit Berichten von den Universitäten Hohenheim und Tübingen, u.a. aus der Psychologie, den Fachhochschulen Esslingen und Heilbronn, der Kunstakademie Stuttgart, aus Ludwigsburg und Reutlingen.
Q: Kommunistische Volkszeitung - Bezirksbeilage Mittlerer Neckar Nr. 43, Stuttgart 24.10.1977, S. 1f

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05.12.1977:
Der KBW Bezirk Mittlerer Neckar gibt die 'Kommunistische Volkszeitung - Bezirksbeilage Mittlerer Neckar' Nr. 49 (vgl. 28.11.1977, 12.12.1977) heraus. Der Artikel "'Wes Brot ich ess, des Lied ich sing'. Professorenreaktion gegen den Streik der Studenten - 2 Beispiele" befasst sich mit Rektor Hunken von der Universität Stuttgart und Prof. Dr. Grob, Rektor der PH Ludwigsburg.
Q: Kommunistische Volkszeitung - Bezirksbeilage Mittlerer Neckar Nr. 49, Stuttgart 5.12.1977, S. 2

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02.01.1978:
Der KBW Bezirk Mittlerer Neckar gibt einen Bezirksteil (vgl. 26.12.1977, 9.1.1978) zur heutigen 'Kommunistischen Volkszeitung' (KVZ) Nr. 1 heraus mit dem Artikel "Stuttgarter Studentenwerk. Absegnung der weiteren Verelendung der besitzlosen Studenten" zur Vertreterversammlung vom 21.12.1977, des auch für die PH Ludwigsburg zuständigen Studentenwerks, vom studentischen Vertreter.
Q: Kommunistische Volkszeitung - Bezirksteil Mittlerer Neckar Nr. 1, Stuttgart 1.1.1978, S. 20

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Letzte Änderung: 27.06.2018