Ludwigsburg:
Lehrer und Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW)

Materialien zur Analyse von Opposition

Von Jürgen Schröder, Berlin, 27.6.2018


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Es können hier nur wenige Dokumente und Hinweise zu den Lehrern und der GEW in Ludwigsburg vorgestellt werden. Wir bitten um Ergänzungen.

Separat dokumentiert wird die Broschüre GEW in Gefahr? Dokumentation zur innergewerkschaftlichen Auseinandersetzung im Bezirkslehrerverein Ludwigsburg und der GEW Württemberg: Zusammenarbeit mit den Eltern im Kampf um bessere Arbeitsbedingungen. Innergewerkschaftliche Kritik führt zum Ausschluß (vgl. 26.10.1973).

Nachdem einleitend für diese knappe Darstellung ein Sozialistischer Lehrerbund (SLB) Ludwigsburg sich den baden-württembergischen ML-Gruppen um das zentrale Aktionskollektiv (ZAK), aus dem der KAB/ML bzw. später der KABD hervorging, anschließt (vgl. 22.2.1969, März 1969), sind danach offenbar Sympathisanten des KBW in der GEW Ludwigsburg vertreten (vgl. 26.10.1973, 12.11.1973, 15.4.1974) und auch später ist der KBW noch unter den Lehrern aktiv (vgl. 31.10.1977, 19.12.1977).

Auszug aus der Datenbank "Materialien zur Analyse von Opposition" (MAO)

22.02.1969:
In Tübingen beginnt, laut RJ/ML, die erste zweitägige Arbeitstagung des zunächst auf Baden-Württemberg beschränkten Zentralen Arbeitskomitees (ZAK - vgl. Sept. 1968, 24.5.1969), auf der u.a. beschlossen wird den durch die RJ/ML herausgegebenen 'Rebell' als Mitteilungsorgan des ZAK zu verwenden. Das ZAK wurde, laut MLPD (2), ursprünglich von DKP-nahen Gruppen gegründet. Es organisierte sich überregional aus Teilen u.a. des Sozialistischen Lehrerbundes (SLB) Ludwigsburg.
Quellen: Rebell Nr. 10, Mannheim Juni 1969; MLPD-ZK: Geschichte der MLPD, I. Teil, Stuttgart 1985, S. 179;ZAK-Info 1, Tübingen 1969

März 1969:
Die Nr. 7 des 'Rebell' (vgl. Feb. 1969, April 1969) berichtet über ein Zentrales Arbeitskomitee (ZAK) welches u.a. von folgenden Gruppen gebildet worden sei: Sozialistischer Lehrerbund (SLB) Ludwigsburg.
Q: Rebell Nr. 7, Mannheim März 1969

26.10.1973:
Der Arbeitskreis junger Lehrer und Erzieher (AjLE) in der GEW Ludwigsburg gibt frühestens Ende dieser Woche die Broschüre "GEW in Gefahr? Dokumentation zur innergewerkschaftlichen Auseinandersetzung im Bezirkslehrerverein Ludwigsburg und der GEW Württemberg: Zusammenarbeit mit den Eltern im Kampf um bessere Arbeitsbedingungen. Innergewerkschaftliche Kritik führt zum Ausschluß" heraus zum Ausschluß (UVB) des Vertreters der Junglehrer, Roland D., und der Androhung dessen gegen seinen Nachfolger. Zum Konflikt kam es wegen der Unterstützung der Aktion Kleine Klasse (AKK).

Enthalten sind neben einem Vorwort die Abschnitte:
- "Teil A Die chronologische Darstellung der Ereignisse" von Beginn des Jahres 1973 bis zum 23.10.1973;
- "Teil B Unsere Kritik ist berechtigt!";
- "Resolution" für die Landesbezirkstagung junger Lehrer und Erzieher vom 20.10.1973 mit einer Unterschriftenliste;
- das Jahresprogramm 1973 des Bezirkslehrervereins Ludwigsburg;
- ein Flugblatt des Ludwigsburger Arbeitskreis Grundschule mit der Resolution des Regionalen Grundschulkongresses in Ludwigsburg am 29.3.1973;
- ein Flugblatt des Ludwigsburger Arbeitskreis Grundschule mit der Einladung zur Elternversammlung am 28.6.1973;
- ein Schreiben des Ludwigsburger Arbeitskreis Grundschule vom 30.6.1973;
- "Vorstandsbeschluss der GEW Baden-Württemberg vom 18.3.1972";
- ein Schreiben des AjLE vom 13.7.1973 zur Unterstützung der AKK;
- die Antwort des GEW Landesvorstandes vom 13.9.1973;
- die Antwort des AjLE darauf vom 4.10.1973;
- die Antwort des GEW Landesvorstandes vom 8.10.1973;
- ein Schreiben des Landesvorstands an den neuen Junglehrervertreter;
- ein Protest von Roland D. gegen seinen Ausschluß vom 15.10.1973; sowie
- ein Schreiben des Ludwigsburger Arbeitskreis Grundschule an den Bezirkslehrerverein der GEW vom 24.10.1973, in dem dieser sich für eine Zusammenarbeit ausspricht.
Q: AjLE: GEW in Gefahr? Dokumentation zur innergewerkschaftlichen Auseinandersetzung im Bezirkslehrerverein Ludwigsburg und der GEW Württemberg: Zusammenarbeit mit den Eltern im Kampf um bessere Arbeitsbedingungen. Innergewerkschaftliche Kritik führt zum Ausschluß, Ludwigsburg Okt. 1973

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12.11.1973:
Die Sektion Lehrer der Sozialistischen Studentengruppe (SSG) Hamburg des KBW gibt ihre 'Kommunistische Schulzeitung' Nr. 1 (vgl. 17.12.1973) heraus mit dem Artikel "Württemberg: GEW-Vorstand schließt Junglehrer aus!" in Ludwigsburg.
Q: Kommunistische Schulzeitung Nr. 1, Hamburg 12.11.1973, S. 9

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15.04.1974:
Vermutlich in dieser Woche erscheint die "Dokumentation zum Ausschluss von 7 Kollegen aus der GEW-Nordbaden" mit dem Abschnitt "Anhang zu Beispiel 4: Ausschluss wegen Durchführung der Politik der GEW - Der Fall Dittus" in Ludwigsburg.
Q: Kampf der politischen Entrechtung im Öffentlichen Dienst Anhörungsverfahren: Praxis und Kampf dagegen, Heidelberg Apr. 1974, S. 5; Dokumentation zum Ausschluss von 7 Kollegen aus der GEW-Nordbaden, Mannheim o. J. (1974), S. 26f

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31.10.1977:
Der KBW Bezirk Mittlerer Neckar gibt die 'Kommunistische Volkszeitung - Bezirksbeilage Mittlerer Neckar' Nr. 44 (vgl. 24.10.1977, 7.11.1977) zur KVZ heraus. In "Ludwigsburg. GEW-Kreisvorsitzender Setzer gegen Zusammenschluß der Junglehrer" wird berichtet von der Sitzung des AjLE am 6.10.1977.
Q: Kommunistische Volkszeitung - Bezirksbeilage Mittlerer Neckar Nr. 44, Stuttgart 31.10.1977, S. 2

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19.12.1977:
Der KBW Bezirk Mittlerer Neckar gibt einen Bezirksteil (vgl. 12.12.1977, 26.12.1977) zur 'Kommunistischen Volkszeitung' (KVZ) Nr. 51 heraus mit dem Artikel "Die Lehrer treten der weiteren Spaltung mit der Vorbereitung des Lohnkampfes und Einreihung in den ganzen Öffentlichen Dienst entgegen!" zur ÖDTR bzw. einem Brief von Teilzeitlehrern im Kreis Ludwigsburg, u.a. an GEW und ÖTV.
Q: Kommunistische Volkszeitung - Bezirksteil Mittlerer Neckar Nr. 51, Stuttgart 19.12.1977, S. 17

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Letzte Änderung: 27.06.2018