Aktionskreis Leben - Gewerkschafter gegen Atom: Info (1977-1983)

Materialien zur Analyse von Opposition

Von Dietmar Kesten, Gelsenkirchen, 26.9.2019


Die Datenbank MAO ist ein
vollständig selbstfinanziertes Projekt.
Unterstützen Sie uns durch:

Der "Aktionskreis Leben" der "Gewerkschafter gegen Atom" war die Initiative "von Kolleginnen und Kollegen aus verschiedenen Einzelgewerkschaften des DGB", die sich mit einem "Aufruf zur Bildung eines Aktionskreis Leben/Gewerkschafter gegen Atom an die innergewerkschaftliche Öffentlichkeit" gewandt haben, da "immer offensichtlicher wurde, dass der Atomfilz in Form des 'Aktionskreis Energie', die wackligen und halbherzigen Positionen des DGB-Vorstands in der Frage der Atomenergie über den Haufen zu rennen drohte. Durch den Umfall von Vetter und Loderer und die schändliche, von den Unternehmern bezahlte Pro-Atom-Aktion im Dortmunder Westfalenstadion sehen wir uns in unsern Befürchtungen leider voll bestätigt. (…)

Wir rufen alle Kolleginnen und Kollegen, besonders in Organisationsbereich der IG Metall, der ÖTV, der IG Chemie, der IG Bergbau und Energie sowie der IG Bau Steine, Erden, aber auch alle andern gewerkschaftlich Organisierten und Aktiven auf: Unterstützt den Aktionskreis Leben! Informiert über die Gefahren der Atomenergie, stellt die Gewerkschaftsfunktionäre zur Rede, wie sie zur Atomfrage und zu den Aktionen des Atomfilz stehen! Tretet der Lüge entgegen, Atomenergie sichere Arbeitsplätze! Diskutiert über die Ausarbeitung eines gewerkschaftlichen Aktionsprogramms zur wirklichen Sicherung unserer bedrohten Arbeitsplätze und zum Abbau des Arbeitslosenheers! Bildet am Ort Initiativen und Aktionskreise, die diese Ziele verfolgen! (…)

Der Aktionskreis Leben kann nur mit Leben erfüllt werden, wenn er von euch, von der großen Zahl von Atomgegnern in den Betrieben und Gewerkschaften getragen, propagiert und unterstützt wird.

Deshalb wenden wir uns an euch mit diesem ersten Informationsblatt in dem wir einige Materialien zu den Aktionen des Atomfilz, den örtlichen Reaktionen von gewerkschaftlichen Atomkraftgegnern und Material zur immer noch völlig ungelösten Entsorgungsfrage zusammengetragen haben. (…) Schickt uns deshalb Berichte und Stellungnahmen zur Weiterverbreitung. Wir müssen die schändlichen Aktivitäten des 'Aktionskreis Energie' restlos ans Licht bringen. Wir müssen Klarheit über die ungeheuren Gefahren der sog. friedlichen Verwendung der Atomenergie in viel breiteren Kreisen von Kollegen schaffen, als das heute noch der Fall ist.

Das ist die wichtigste Voraussetzung für unsere Aktivierung- gegen den Atomwahnsinn, für ein alternatives Energieprogramm und für ein Programm, das unser Interesse an der Verteidigung der Arbeitsplätze und der Wiederherstellung der Vollbeschäftigung wirklich verteidigt. Dies kann zugleich ein Schritt sein zur Wiederbelebung der Kampfbereitschaft in den Betrieben, wo die Kolleginnen und Kollegen unter dem Druck der Krise und der Perspektivlosigkeit der Gewerkschaftsführung vielfach passiv und demoralisiert sind". (AKL: Info, Nr. 1, S. 2)

Gegründet wurde der AKL Anfang Oktober 1977 u. a. von Heinz Brandt und Jakob Moneta, ehemaligen Redakteuren der "Metall", der Mitgliederzeitung der IG Metall. Die erste Nummer des "Infos" erschien im Dezember 1977 in Frankfurt/M. Mit der Ausgabe 32/33 wurde das "Info", laut "Deutscher Nationalbibliothek", 1983 eingestellt. Wir bitten um Ergänzungen.

Liste der als Scans vorhandenen Zeitungen

Auszug aus der Datenbank "Materialien zur Analyse von Opposition" (MAO)

05.12.1977:
Vom "Aktionskreis Leben - Gewerkschafter gegen Atom" erscheint das "Info Nr. 1".
Im Artikel "Wer ist und was will der Aktionskreis Leben?" wird u. a. erklärt, dass die Initiative von "Kolleginnen und Kollegen aus verschiedenen Einzelgewerkschaften des DGB" getragen ist, die sich "mit einem 'Aufruf zur Bildung eines Aktionskreis Leben/Gewerkschafter gegen Atom an die innergewerkschaftliche Öffentlichkeit' gewandt haben", um gegen die Positionen des DGB-Vorstands zu agitieren, den Filz in Form des "Aktionskreis Energie" und die von Unternehmern bezahlte "Pro Atom-Aktion" in der Dortmunder Westfalenhalle.

Aufgerufen wird zur Mitarbeit am "Informationsblatt": "Auch dieses Info kann aber nur dann fortgesetzt werden, wenn es sich stützen kann auf eure Berichte, Diskussionsbeiträge und nicht zuletzt auf eure finanzielle Hilfe. Schickt uns deshalb Berichte und Stellungnahmen zur Weiterverbreitung. Wir müssen die schändlichen Aktivitäten des 'Aktionskreis Energie' restlos ans Licht bringen. Wir müssen Klarheit über die ungeheuren Gefahren der sog. friedlichen Verwendung der Atomenergie in viel breiteren Kreisen von Kollegen schaffen, als das heute noch der Fall ist."

Artikel der Ausgabe sind:
- "Wer ist und was will der Aktionskreis Leben?"
- "Aufruf für ein Aktionskreis Leben!"
- "Ein böses Foul im Stadion Rote Erde"
- "Tagesthema Gewerkschaften a la USA"
- "Presseschau: Augen zu und durch"
- "ÖTV-Betriebsgruppe Deutsche Bibliothek"
- "Der DGB gestern und heute"
- "Radioaktive Verseuchung bei Siemens"
- "CFDT: Dokumentation zur Arbeitsplatzsituation in der Wiederaufbereitungsanlage von La Hague/Frankreich"
Forderungen des "Aktionskreis Leben" sind:
- "Sofortige Einstellung des Atomenergieprogramms"
- "Kein weiterer Bau- und Betriebsgenehmigungen für Atomanlagen"
- "Stillegung sämtlicher in Bau und Betrieb befindlicher Atomkraftwerke unter größtmöglichen Sicherheitsvorkehrungen"
- "Exportstopp für Atomtechnologie"
- "Eröffnung einer demokratischen Diskussion und Beschlußfassung über ein gewerkschaftliches Aktionsprogramm zur Verteidigung des Rechts auf Arbeit für alle!"
- "Verkürzung der Wochen-, Jahres- und Lebensarbeitszeit"
- "Ein Programm öffentlicher Investitionen"
- "Für die beschleunigte Entwicklung und Anwendung Menschen- und umweltfreundlicher Energiequellen (Sonnen-, Wind- und geothermische Energie) unter Kontrolle der Gewerkschaften"
- "Für die massenhafte Schaffung von Arbeitsplätzen dort, wo der gesellschaftliche Bedarf am größten ist: in den sozialen Betrieben der Erziehung und der Ausbildung, im Gesundheitswesen der Altenpflege, der Freizeitgestaltung und in der Sanierung der Umwelt"
- "Für die Übergangszeit die verstärkte Nutzung der Stein- und Braunkohlevorkommen unter strengen Umweltschutzaufgaben".
Quelle: AKL: Info Nr. 1, Frankfurt/M., 5. Dezember 1977.

27.01.1978:
Vom "Aktionskreis Leben - Gewerkschafter gegen Atom" erscheint das "Info Nr. 2".
In "Anstatt eines Vorworts" wird u. a. erklärt, dass sich die Gegenseite gerührt und behauptet habe, dass der Aktionskreis "vom KBW unterwandert sei". Die ÖTV-Betriebsgruppe an der Deutschen Bibliothek in Frankfurt/M. sei ein "Ermahnungsschreiben" der ÖTV-Kreisverwaltung Frankurt/M. verschickt worden. Danach habe man sich an die "Richtlinien" zu halten. Sie sei nicht berechtigt, öffentliche Erklärungen abzugeben.

Artikel der Ausgabe sind:
- "Anstelle eines Vorworts. Zu einem Brief des ÖTV Kreisvorstands Frankfurt/M. an die ÖTV-Betriebsgruppe an der Deutschen Bibliothek Frankfurt/M"
- "Aktionskreis Leben: Erklärung der Dietzenbacher Tagung vom 11./12. Dezember 1977"
- "Resolution des Bundesvorstands des VS in der IG Druck und Papier"
- "Hamburger Drucker gegen AKW"
- "Wehrt Euch. Bericht aus der Provinz"
- "Brief aus Bremen über die Anti-Atom Arbeit in den Gewerkschaften"
- "Die Gewerkschaft der Eisenbahner Deutschlands zur Atomenergie"
- "Der Atomfilz seine Freunde"
- "Recht auf Energie"
- "Dokumente zur Wiederaufbereitung"
- "Kritischer Bericht der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg zu den Wiederaufbereitungsanlangen Karlsruhe und Cap de la Hague"
- "Uran-Wiederaufbereitung technisch ungelöst"

Berichtet von der "Dietzenbacher-Erklärung". Danach habe sich der Aktionskreis am 10./11.12.1977 getroffen und erklärt, dass man "in den Gewerkschaften und Betrieben" den "Kampf gegen die Atomenergie aufnehmen" will. Die Versammlung habe auch beschlossen, am 11./12.3. 1978 "eine Arbeitstagung durchzuführen". Eingeladen sind Vertreter der örtlichen Initiativen. "Das Treffen hat zum Ziel, diese örtlichen Initiativen gegen Atom auszuweiten und die Kontakte zwischen ihnen zu festigen."
Q: AKL: Info Nr. 2, Frankfurt/M., 27. Januar 1978.

März 1978:
Vom "Aktionskreis Leben - Gewerkschafter gegen Atom" erscheint das "Info Nr. 3" (mit einem falschen Erscheinungsdatum auf der Titelseite).
Agitiert wird eingangs gegen den "Atom-Filz" und die "energiepolitische Tagung der IG Metall vom 9.2.", die die "politische Verfilzung der IG-Metall Führung mit dem 'Atom-Filz" zeigen würde.

Artikel der Ausgabe sind:
- "Heinz Brandt: Volk ohne Energie?"
- "IG-Metall Tagung. Ein Forum des 'Atom-Filz' (persönlich)"
- "Energiepolitische Tagung der IGM"
- "Nachrichten: Nordseeküste durch radioaktive Stoffe aus La Hague und Windscale verseucht"
- "Aus der Gewerkschaftspresse (Hamburger Lehrerzeitung)"
- "Carl Amery: Natur als Politik. Die ökologische Chance des Menschen
- "Sichern Atomkraftwerke die Arbeitsplätze? Aus: Abeiterpolitik. Informationsbriefe der Gruppe Arbeiterpolitik"
- "BR Honeywill contra BR KWU. Ein Briefwechsel"
- "Auch in Österreich: Gewerkschafter gegen AKW"
- "Aufruf: Gewerkschafter gegen Atomkraftwerke"
- "Aktionskreis Leben. Gewerkschafter gegen Atomstrom-Initiative Köln"
- "Aufruf für einen Aktionskreis Leben im Kreis Nürnberg"

Berichtet wird u. a. über die österreichische Initiative: "Gewerkschafter gegen Atomkraftwerke", die gegen die Inbetriebnahme des AKW Zwentendorf agitiert. Dazu hat sie einen "Aufruf" verfasst, der u. a. die Forderungen enthält: "Zwentendorf verhindern". Die "Initiative Köln" fordert dazu auf, sich mit dem "Aktionskreis Leben" zu solidarisieren. Ein "Aktionskreis Leben" soll auch in Nürnberg gegründet werden. Ein Treffen soll am 1.3. stattfinden.
Q: AKL: Info Nr. 3, Frankfurt/M., (März, 1978).

19.04.1978:
Vom "Aktionskreis Leben - Gewerkschafter gegen Atom" erscheint das "Info Nr. 4".
Eingangs wird u. a. erklärt, dass sich an immer mehr Orten "gewerkschaftliche Initiativen für einen Aktionskreis Leben bilden". Das "Info" soll daher nun auch als "Koordination zum gegenseitigen Informationsaustausch" dienen.

Artikel der Ausgabe sind:
- "Erklärung der Frankfurter Arbeitstagung des Aktionskreis Leben vom 11./12. März 1978"
- "Carl Amery: Umweltprobleme"
- "Nationale Arbeitstagung Aktionskreis Leben"
- "Heinz Brandt: Eröffnungsrede auf der Arbeitstagung des 'Aktionskreis Leben' am 11./12. März 1978 in Frankfurt/M."
- "Koordinationsvorschlag für den Aufbau eines 'Aktionskreis Leben' in den Gewerkschaften in West-Berlin"
- "Aus der Gewerkschaftspresse (Hamburger Lehrerzeitung)"
- "Aktionskreis Leben-Initiativgruppe Stuttgart: Gewerkschaftler gegen Atom"
- "Österreich: Gewerkschafter gegen AKW in der Offensive

Berichtet wird u. a. über die "Erklärung der Frankfurter Arbeitstagung des Aktionskreis Leben vom 11./12. März 1978". Danach besteht der "Aktionskreis Leben aus örtlichen Aktionskreise, die auf der Grundlage des 'Aufruf für einen Aktionskreis Leben' arbeiten wollen. (…) Das Informationsblatt des 'Aktionskreis Leben' berichtet über die Aktivitäten der örtlichen Aktionskreise, fördert ihren gegenseitigen Erfahrungsaustausch und dokumentiert die innergewerkschaftliche Diskussion".
Weiter berichtet wird über eine Arbeitstagung des Aktionskreis Leben am 11./12.3.1978 in Frankfurt/M. und über die "Initiativgruppe Stuttgart", die sich am 23.1.1978 traf "um sich über Ziele des Aktionskreises Leben zu informieren".
Q: AKL: Info Nr. 4, Frankfurt/M., 19. April 1978.

20.06.1978:
Vom "Aktionskreis Leben - Gewerkschafter gegen Atom" erscheint das "Info Nr. 5".
Artikel der Ausgabe sind:
- "Die 'Grünen': Hoffnung oder Gefahr?"
- "Aktionskreis Leben aktiv zum DGB-Kongress"
- "Pressekonferenz"
- "Veranstaltung"
- "Dokumentation: Beschluss des DGB-Kongresses zur Kernenergie (gegen 30 Stimmen angenommen)"
- "Kommentar"
- "Lutz Mez: Arbeitsplätze durch Atomstrom (aus: 'Forum')"
- "Kein Export von AKW's"
- "Kernkraft: Es gibt keine Alternative (aus: Der Gewerkschafter)"
- "Atomfilz kneift vor Diskussion"
- "Flugblatt zum 1. Mai, herausgegeben von den Bürgerinitiativen gegen KKW aus Luxemburg, Trier, Saarbrücken, Merzig, Metz, Thionville"
- "Energiekrise"
- "Aktionskreis Leben Frankfurt/M. stellt sich vor"
- "Frankfurter Postler unterstützen Aktionskreis Leben"
- "Gewerkschafter gegen Atomenergie (aus:HBV-Banken-Info)"

Berichtet wird über die "Erklärung der Frankfurter Arbeitstagung des Aktionskreis Leben vom 11./12.3.1978", über eine parallel verlaufende Veranstaltung des Aktionskreises zum DGB-Kongress, von einer Pressekonferenz des Aktionskreises, von einem Flugblatt verschiedener Bis gegen KKW, Der 'Aktionskreis Leben', Frankfurt/M., stellt sich vor. Und lädt zu einer öffentlichen Veranstaltung: "Gewerkschafter gegen Atom' am 19.5. ein. In Einer Erklärung vom 22.4. solidarisieren sich Frankfurter Postler mit dem Aktionskreis.
Q: AKL: Info Nr. 5, Offenbach, 20. Juni 1978.

24.09.1978:
Vom "Aktionskreis Leben - Gewerkschafter gegen Atom" erscheint das "Info Nr. 6".
Artikel der Ausgabe sind:
- "Der Aktionskreis zur Hessenwahl"
- "Prüfsteine des Aktionskreis Leben zur Wahl"
- "Loderer contra Aktionskreis Leben"
- "Eugen Loderer über die Energiediskussion: Einfluss durch Geschlossenheit"
- "Die 'Geisterbeschwörung' des Detlev Hensche"
- "Der grüne Spuk"
- "Diskussion: Umweltprobleme von C. Amery"
- "Arbeitsgruppe Energie und Umwelt im Aktionskreis Leben"
- "Nachrichten: Volksabstimmung zum AKW Zwentendorf"
- "Betriebsräte für mehr Rüstung"
- "Energiepolitische Tagung"
- "Berlin: DGB-Spitze reagiert nervös auf Aktivitäten des Aktionskreis Leben"
- "DGB: An Arbeitskreis Energie und Umwelt im Aktionskreis Leben"
- "DGB: Berliner Nachrichten, Verwaltungsstelle Berlin"
- "Pressemitteilung"
- "Solidarität"
-"Jetzt sieht der Atomfilz sogar schon den 'Ruf' seiner Herren geschädigt!"
- "850? Es gibt viel mehr!"
- "Veranstaltungsreihe abgebrochen. ÖTVler druckten ihre Beiträge"
- "USA: Werftarbeiter sterben durch Radioaktivität"

Berichtet wird über die Landtagswahlen in Hessen, über die Prüfsteine des Aktionskreises zur Wahl am 8.10., über die Arbeitsgruppe "Energie und Umwelt" im Aktionskreis, über das AKW Zwentendorf in Österreich, über eine "Energiepolitische Tagung" des DGB-Kreis Starkenburg am 16.9. zum Thema: "Energiepolitik für die Zukunft. Chancen und Risiken einer zukunftsorientierten Energiepolitik", über den Landesbezirk West-Berlin des DGB, über eine "Pressemitteilung" der AG "Energie und Umwelt" im Aktionskreis zum Spitzenlastkraftwerk in Neukölln, über ein Solidaritätsschreiben des Aktionskreises zu Michelin, über eine Broschüre von ÖTVler an den Unikliniken Göttingen zum Thema: "Gesammelte Arbeitspapiere zu den wichtigsten Fragen zum Thema Kernenergie".
Q: AKL: Info Nr. 6, Offenbach, 24. September 1978.

08.12.1978:
Vom "Aktionskreis Leben - Gewerkschafter gegen Atom" erscheint das "Info Nr. 8".
Artikel der Ausgabe sind:
- "Solidarität mit H. Schumacher: Offener Brief an Apel"
- "400 iranische KWU-Techniker in der BRD im Streik. Interview mit einigen streikenden Technikern und Ingenieuren der iranischen Atomenergiebehörde bei deer KWU"
- "Nein zum AKW Zwentendorf!"
- "Aufruf: Sozialisten gegen Atomenergie"
- "Atomfilz in Österreich: Hintergrund"
- "Die 'vertraulichen' DWK-Dokumente"
- "Niedersächsische DGB-Delegation in der französischen Wiederaufbereitungsanlage"
- "Gegen AKWs, aber…"
- "Antragsteller: ÖTV an Delegiertenversammlung 28.11.78"
- "Veranstaltungen des Aktionskreis Leben"
- "GEW-Saar gegen AKW"

Geworben wird für: "Bauer Maas: Lieder gegen Atomenergie" und für den "Umweltkalender 1979". Berichtet wird u. a. über den Streik von iranischen KWU-Technikern in der BRD, über das AKW Zwentendorf in Österreich, über einen Aufruf von österreichischen Sozialisten gegen Atomenergie vom 5.11. mit den Forderungen: "Nein zur Atomenergie!", "Nein zum Atomkraftwerk Zwentendorf", weiter über Veranstaltungen des Aktionskreises (15.11.) in Hamburg, über Grohnde, über ein Gewerkschaftsseminar in Saarbrücken zum Thema: "Atomenergie und die Aufgaben der Gewerkschaften".

Kontakte zum Aktionskreis gibt es in: Aschaffenburg, Augsburg, West-Berlin, Bielefeld, Braunschweig, Bremen, Dietzenbach, Düsseldorf, Duisburg, Eßlingen, Frankfurt/M., Freiburg, Hamburg, Hanau, Hannover, Hildesheim, Karlsruhe, Köln, Mainz, München, Nürnberg, Rüsselsheim, Saarbrücken, Stuttgart.
Q: AKL: Info Nr. 8, Offenbach, 8. Dezember 1978.

03.02.1979:
Vom "Aktionskreis Leben - Gewerkschafter gegen Atom" erscheint das "Info Nr. 9".
Zum "Aktionskreis Leben" heißt es darin u. a.: "Der 'Aktionskreis Leben' lebt durch die Initiative und das Engagement der Kollegen in ihren Betrieben und Gewerkschaften. Der 'Aktionskreis Leben' besteht aus örtlichen Aktionskreisen, die auf der Grundlage des 'Aufrufs für einen Aktionskreis Leben' arbeiten wollen. Der 'Aktionskreis Leben' tritt deshalb auch nicht als anonyme Organisation auf, sondern für seine Aktivitäten stehen die Kollegen persönlich mit ihrem Namen ein. Er versteht sich als Bestandteil der Gewerkschaftsbewegung. Das Informationsblatt des 'Aktionskreis Leben' berichtet über Aktivitäten der örtlichen Aktionskreise, fördert ihren gegenseitigen Erfahrungsaustausch und dokumentiert die innergewerkschaftliche Diskussion. Erklärung der Frankfurter Arbeitstagung des Aktionskreis Lebe vom 11/12.3.1978".

Artikel der Ausgabe sind:
- "Jakob Moneta: Rückschlag für die 35-Stundenwoche"
- "Bundesweite Arbeitstagung des Aktionskreises Leben"
- "Betriebsräte-Lobby. Arbeitskreis von Rüstungsunternehmen von der IG Metall aufgelöst"
- "Aktionskreis Leben West-Berlin an Vorstand der IG Metall (Benz)"
- "Vertrauen ist hin. Kontrolle macht sich immer breiter"
- "Kernkraft, ja bitte. Spiegel-Report über Strategie und Methoden westdeutscher Bürgerinitiativen für Atomenergie"
- ÖTV greift Stuttgarter Universitätsverwaltung an: Gewerkschaftsaktivität als Kündigungsgrund?
- "Aktionskreis Leben-Gruppe Hamburg: An die Kreisverwaltung Stuttgart der Gewerkschaft Öffentliche Dienste, Transport und Verkehr"
- "Gewerkschaftsseminar 'Atomenergie und die Aufgaben der Gewerkschaften" (Saarbrücken)"
- "Immer mehr Bürger lehnen die Nutzung der Atomenergie ab. Umfrage zeigt Verunsicherung wegen der kontroversen Diskussion"
Berichtet wird u. a. über die "Bundesweite Arbeitstagung des Aktionskreis Leben" vom 8.-10.12. In Dietzenbach. Themen waren:
- Bilanz der einzelnen Aktivitäten
- Ergänzung oder Aktualisierung der Plattform
- Konzeption des Infos
- Perspektiven und zukünftige Schwerpunkte
Berichtet wird weiter über den Aktionskreis West-Berlin und der Bildung von Arbeitsgruppen:
- Rationalisierung und Arbeitsplatzabbau
- Senatssparprogramm und gewerkschaftliche Gegenmaßnahmen
- Abbau demokratischer Rechte in Betrieb und Gewerkschaft
- Frauen in Betrieb und Gewerkschaft, über ein Gewerkschaftsseminar in Saarbrücken vom 25.11. zum Thema: "Atomenergie und die Aufgaben der Gewerkschaften", über den GEW-LV Niedersachsen und die Verabschiedung von einigen Anträgen, u. a. zum "Atomenergieprogramm der Bundesregierung", deren Einstellung gefordert wird.

Geworben wird für den Verlag "Olle & Wolter".
Q: AKL: Info Nr. 9, Offenbach, 3. Februar 1979.

März 1979:
Vom "Aktionskreis Leben - Gewerkschafter gegen Atom" erscheint das "Extra I".
Zum Aktionskreis wird eingangs ausgeführt: "Der AKL ist eine Gegengründung gegen den Aktionskreis Energie. Er wurde im Oktober 1977 u. a. von Heinz Brandt und Jakob Moneta, ehemaligen Redakteuren von "Metall", der Mitgliederzeitung der IG Metall gegründet. Seither haben mehrere Tausend Kolleginnen und Kollegen aus den Einzelgewerkschaften des DGB den Aufruf für einen Aktionskreis Leben/Gewerkschafter gegen Atom unterzeichnet, unter ihnen viele Betriebs- und Personalräte. Heute arbeiten mehrere hundert Gewerkschaftsmitglieder in örtlichen Aktionskreisen in 26 Städten der BRD.

Der AKL tritt ein:
-für die sofortige Einstellung des Atomenergieprogramms
-keine weiteren Bau- und Betriebsgenehmigungen für Atomanlagen
-Stillegung sämtlicher in Bau und Betrieb befindlicher Atomkraft werke unter größtmöglichen Sicherheitsvorkehrungen
-Exportstopp für Atomtechnologie.

Die Arbeitslosigkeit ist nicht durch Energiemangel verursacht und kann deshalb auch nicht durch den Bau neuer Kraftwerke behoben werden. Gegen die Auswirkungen der Automation, der Einführung von Mikroprozessoren in den Produktionsprozess usw., wodurch millionenfach Arbeitsplätze vernichtet werden, fordert der AKL
a) Eine radikale Verkürzung der Wochen-, Jahres- und Lebensarbeitszeit bei vollem Lohnausgleich
b) Milliardeninvestitionen der öffentlichen Hand für die Entwicklung Menschen- und umweltfreundlicher Energiequellen… unter Kontrolle der Gewerkschaften
c) die massenhafte Schaffung von Arbeitsplätzen dort, wo der gesellschaftliche Bedarf am größten ist: in den sozialen Betrieben der Erziehung und der Ausbildung, im Gesundheitswesen, der Altenpflege, der Freizeitgestaltung und in der Sanierung der Umwelt."

Artikel der Ausgabe sind:
- "Alexander Scherz: Brauchen wir Atomkraftwerke?"
- "Hartmut Euler: Strombedarfsprognosen. Zur Einschätzung der Notwendigkeit des Baus von Atomkraftwerken"

Geworben wird für: "Atomkraft. Dokumentation der innergewerkschaftlichen Diskussion. Ja oder Nein?"
Q: AKL: (Info,) Extra I, Offenbach, März 1979.

März 1979:
Vom "Aktionskreis Leben - Gewerkschafter gegen Atom" erscheint das "Info Nr. 10" als Doppelnummer.
Artikel der Ausgabe sind:
- "Gewerkschafter gegen Atom in der GEW"
- "Landeskriminalpolizeiamt Niedersachsen: Antwort"
- "Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft-Landesverband West-Berlin: Vorgang"
- "Ergebnisse der Arbeitsgruppe Gewerkschaften auf dem bundesweiten Arbeitstreffen der AKW-Gegner in Braunschweig"
- "Claudia Gabriel: Veranstaltung des Aktionskreises Leben Frankfurt/M. zum Streik der Stahlarbeiter: Der Stahlstreik und die Folgen für uns"
- "Verurteilt zum Erfolg. Film über die Wiederaufbereitungsanlage von Kernbrennstoffen in La Hague"
- "Zellen in Celle"
- "Im Blickpunkt innergewerkschaftliche Demokratie: Wi(e)der die Bürokratie oder: Warum die Vertrauensleute der Deutschen Bibliothek Funktionsverbot erhalten haben"
- "Aufstand gegen den Vorstand"
- "IG-Chemie Vorstand möchte umstrittene Praxis zementieren. Die Berufung von Vertrauensleuten durch Ortsvorstände soll Normalfall werden können. Satzungsänderung beabsichtigt"
- "Resolution zu Ergebnis, Verlauf und Folgen des Streiks in der Stahlindustrie von Dezember 1978/Januar 1979"
- "Eugen Loderer besucht Grafenrheinfeld"
- "Der Streik der Praktikanten der iranischen Atomenergiebehörde in der Bundesrepublik geht weiter"
- "Spendenaufruf: Die Arbeiter in Iran unterstützen!"

Berichtet wird u. a. über ein Arbeitstreffen der Atomgegner in Braunschweig vom 30.11.-2.12. 1978 über die Fachtagung "Entsorgung" des DGB Landesbezirks Niedersachsen, über den Stahlarbeiterstreik an Rhein und Ruhr und eine Versammlung dazu am 19.2.1979 in Frankfurt/M., über den La Hague Film, über das Gefängnis Celle-Salinenmoor, über den IG Chemie Vorstand und eine "Resolution: Zu Ergebnis, Verlauf und Folgen des Streiks in der Stahlindustrie von Dezember 1978/Januar 1979". Der Saarbrücker Aktionskreis ruft zur Teilnahme an einer Pfingstdemonstration auf. "Der Saarbrücker Aktionskreis Leben wird die Mobilisierung für die Demonstration bei Cattenom durch ein Seminar für Gewerkschaftsmitglieder unterstützen".
Q: AKL: Info Nr. 10, Offenbach, März 1979.

Juli 1979:
Vom "Aktionskreis Leben - Gewerkschafter gegen Atom" erscheint das "Extra II".
Der Untertitel lautet jetzt komplett: Gewerkschafter gegen Atom - für menschenwürdige Arbeits- und Lebensbedingungen".

In "Liebe Leserinnen und Leser" wird ausgeführt: "Wie wir aus dem Öko-Institut in Freiburg erfahren konnten, wurden die Daten, die Zusammenhänge und Resultate dieser von Eppler herausgegebenen Studie wiederholt und gewissenhaft geprüft, Und es sind auch gerade diese Fakten, in ihrer pragmatischen Aneinanderreihung, die diese Studie für uns zu einer wertvollen Arbeitshilfe macht. In einem Punkt dieser Studie werden die entschiedenen Gegner der Kernenergie unter uns wohl daher zumindestens Bauchschmerzen bekommen. Sie geht davon aus, dass die KKWs, die wir schon mal haben oder die im Bau sind, nicht stillgelegt werden. Allerdings wird auch nachgewiesen, dass wir auf Atomstrom durchaus verzichten können".

Artikel der Ausgabe sind:
"Studie des Öko-Institutes Freiburg: Kurzfassung vom April 1979: Ohne Atomenergie und Erdöl leben?

I. Überblick
1. Es geht um die Energiedienstleistung, nicht um die Energie
2. Zwei Wege dazu: Mehr Energie oder bessere Nutzung
3. Bessere Nutzung bedeutet mehr Lebensqualität und mehr Sicherheit
4. Richtmarken setzen
5. Beschränkung der Wachstumsrate des Stromverbrauchs
6. Verringerter Strombedarf und seine Konsequenzen

II. Ziele und Kriterien
1. Ziele des Energieprogramms
2. Umfassender Kriterienkatalog für die Energieversorgung
3. Bemerkungen zur Entstehung des Energieszenarios

III. Möglichkeiten zur Reduzierung unserer Abhängigkeit vom Erdöl
1. Das Langzeitproblem: Der absolute und relative Anteil des Erdöls
2. Der Verbrauchsbereich
3. Substitutionsmöglichkeiten durch andere Energieträger
4. Ölsubstitution durch Kernenergie ist wirtschaftlich und ökologisch nicht sinnvoll
5. Reduktion der Abhängigkeit durch Einsparungen

IV. Stromverbrauchsszenario
1. Für welche Energieleistungen ist Strom sinnvoll?
2. Kein weiteres Wachstum des Stromverbrauchs durch ineffiziente Stromnutzung
3. Stromverbrauch der Wirtschaft
4. Angenommene Zuwachsraten

V. Notwendige Kraftwerkskapazitäten
1. Zubaupläne für Kernkraftwerke
2. Auch bei einem Stromverbrauch von 580 TWH im Jahre 2000 müssten Kernkraftwerke weniger als 20% des Stroms erzeugen
3. Kraftwerkskapazitäten, Leistung, Nutzungsdauer

VI. Primärenergiesparende, dezentrale Strom- und Wärmeversorgung
1. Dezentrale Versorgung führt zu Einsparungen im Primärenergieverbrauch
2. Dezentrale Elektrizität und Wärmeversorgungstechnologien sind erprobt und einsatzbereit!

VII. Maßnahmen
1. Positive Konsequenzen, bessere Energienutzung
2. Maßnahmen zur besseren Energienutzung

VIII. Anhang: Kostenvergleich Stromwärmepumpe und Wärmedämmung".
Q: AKL: (Info,) Extra II, Offenbach, Juli 1979.

September 1979:
Vom "Aktionskreis Leben - Gewerkschafter gegen Atom" erscheint das "Info Nr. 13".
Artikel der Ausgabe sind:
- "Aufruf zur Demonstration in Bonn am 14.10."
- "Sind die Ölscheichs schuld??"
- "Uranabbau gleich Völkermord. BRD Beteiligung an internationaler Uranausbeutung. Vernichtung der Ureinwohner Australiens und Amerikas"
- "Aktionskreis Leben Stuttgart: Offener Brief"
- "Freiburg: Beschlüsse von gewerkschaftlichen Gremien gegen Atomenergie"
- "West-Berlin: Arbeitsgruppe Rationalisierung und Arbeitsplatzabbau: Diskussion und Veröffentlichung"
- "Augsburg: Stellungnahme zum Eppler-Papier, Stellungnahme zum 'Extra II des AKL-Infos"
- "An Helmut Schmidt"
- "Daten zur Energieverwendung und Erzeugung"
- "Weitere Daten zur Energieverwendung"

Berichtet wird u. a. über die Demo in Bonn am 14.10. Parolen dazu: "Weg mit dem Atomprogramm!", "Keine Wiederaufbereitungsanlage in Gorleben und Anderswo!", "Sofortige Stilllegung aller Atomkraftwerke!". Weiter wird berichtet über den "Aktionskreis Leben-Stuttgart, betrifft: "Protest gegen deine Haltung (Zimmermann, DGB, d. Verf.) im Zusammenhang mit dem SPD-Leitantrag zur Energiepolitik, verabschiedet am 14.7.1979 in Fellbach", über die West-Berliner Arbeitsgruppe: "Rationalisierung und Arbeitsplatzabbau", über Weinheim und den örtlichen Aktionskreis (gegründet im Juli), über Leeste und eine Bildungsveranstaltung zum Thema: "Atomenergie und Gewerkschaften", über den Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz Karlsruhe und die BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg.

Geworben wird für die vom Aktionskreis West-Berlin herausgegebene Broschüre: "Braucht Berlin noch ein Kraftwerk?"
Q: AKL: Info, Nr. 13, Offenbach, September 1979.

April 1981:
Vom "Aktionskreis Leben - Gewerkschafter gegen Atom" erscheint vermutlich im April das "Info Nr. 21/22" als "Dokumentation: Brokdorf, 28. Februar 1981".

Zur Doku heißt es u. a. in der Vorbemerkung: "Der Abdruck der verschiedenen Flugblätter, Stellungnahmen und anderer Materialien soll die Möglichkeiten, die die gewerkschaftlich organisierten Atomkraftgegner heute haben, dokumentieren und Anregung für weitere Aktivitäten sein. Wichtiger aber war uns, darzustellen, wie Vorbereitung und Durchführung des 28.2. sich aus unserer Sicht darstellen. Wir wollen damit nicht nur ein sicherlich weitgehend unzureichendes Gegengewicht zu der bürgerlichen Presse schaffen, sondern auch in der innergewerkschaftlichen Meinungsbildung deutlich auch die Beteiligung von Gewerkschaftmitgliedern an der Demonstration und der sie vorbereitenden Diskussion dokumentieren. ( …) Der Zusammenhang mit dem Demonstrationsverbot am 28.2. stellt sehr deutlich die Frage, ob die Gewerkschaften insgesamt sich eine Einschränkung des Demonstrationsrechts leisten können. Schließlich ist dieses Recht historisch unter anderem durch die Gewerkschaften gegen Verbote erkämpft worden, weil das Recht zu demonstrieren wann und wo man es für richtig hält, ein unentbehrliches Mittel war und ist, um die Rechte und Forderungen der abhängig Beschäftigten zu verteidigen und durchzusetzen".

Inhalt der Dokumentation:
- "DGB Kreisvorstand wollte pro Brokdorf Beschluss durch die Hintertür"
- "Demonstration zum SPD-Parteitag"
- "HBV Hamburg gegen Brokdorf"
- "Presseerklärung des GEW-Landesvorstandes gegen das Kernkraftwerk Brokdorf"
- "Aktionskreis Leben-Flugis"
- "Auseinandersetzung in der Anti-AKW-Bewegung zur Vorbereitung des 28.2."
- "In Brodorf wird weitergebaut! Das können wir nicht tatenlos hinnehmen. Deshalb rufen wir zu einer Großdemonstration für den 28.2.1981 am Bauplatz in Brokdorf auf"
- "Gemeinsamer Aufruf der Bürgerinitiativen"
- "2 Anträge an die Bundeskonferenz der Anti-AKW-Initiativen in Hannover: Aufruf für eine internationale Großdemonstration in Brodorf"
- "Mobilisierung unter Hamburger Gewerkschaftern"
- "Aktionskreis Leben. Gewerkschafter gegen Atom: Internationale Großdemonstration am 28. Februar in Brokdorf"
- "Warum wir vor Gericht gingen. Wo Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht"
- "Hamburger Senat verhindert Buskonvoi"
- "Presseerklärung des Aktionskreis Leben. Gewerkschafter gegen Atom, Hamburg vom 27.2.1981"
- "Hamburger Gewerkschafter gegen Atomenergie: Aufruf"
- "Demonstration zum Bauplatz und Kundgebung"
- "Probleme bei der Durchführung der Demonstration am 28.2."
- "Brokdorf, Symbol für Einheit"
- "Polizeiüberfall auf Gewerkschafter"
- "Berichte von beteiligten und betroffenen Kolleginnen und Kollegen
- "1000.000 haben sich das Recht auf Demonstration genommen"
- "Gewerkschafter-AKW-Gegner: Eine Solidarität!"
- "Beschluss der Koordinationsgruppe der Gewerkschaft Öffentliche Dienste Transport und Verkehr-ÖTV Hamburg im Gesundheitswesen vom 2.3.1981"
- "IG Druck übt Solidarität"
- "Vorläufiger Bericht des Ermittlungsausschusses"
- "Ermittlungsaufruf"
- "Perspektiven: Wie im Kampf gegen das Atomenergieprogramm"
- "Brokdorfchronik 1981"
Q: AKL: Info Nr. 21/22 (Dokumentation: Brokdorf, 28. Februar 1981), Hamburg, o. J. (April 1981).

Februar 1982:
Vom "Aktionskreis Leben - Gewerkschafter gegen Atom" erscheint das Info Nr. 26.
Artikel der Ausgabe sind:
- "Die Atomlobby bläst zum Angriff"
- "Arbeitskreis Umwelt-Gronau: Stellungnahme zur Baugenehmigung der Urananreicherungsanlage"
- "Die energiepolitischen Vorstellungen des DGB"
- "Die militärstrategischen Konzepte der NATO"
- "Wir wollen Leben, Arbeit, Demokratie"

Der "Initiativkreis soziale Sicherheit" aus Gelsenkirchen richtete einen Appell an die Bundesregierung: "Die Krise erfordert nicht den Abbau, sondern den Ausbau des Sozialstaates. Die ökonomische Krise darf nicht auf dem Rücken der Schwachen und Schwächsten ausgetragen werden. Solidarität erweist sich gerade in Krisenzeiten. Verhindern Sie, daß ganze Bevölkerungsgruppen in den Schatten gestellt werden. Wer den Sozialstaat abbaut, muss wissen, daß er einen Grundpfeiler der Demokratie ins Wanken bringt. Wir wissen, daß sozialstaatliche Politik finanzielle Voraussetzungen hat. Es gibt einen Weg, den Staatshaushalt zu entlasten: die Vergeudung materieller Ressourcen für den Rüstungswettlauf muss zum Halt gebracht, Rüstungsgelder müssen eingespart werden. Wir appellieren an alle verantwortungsbewußten und verantwortlichen Politiker des Bundestags, der Landtage, der Kreistage und Gemeinden, an alle Gewerkschaften, Parteien und Kirchen, an alle Mitbürger: UNTERSTÜTZEN SIE UNSERE FORDERUNGEN AN DIE BUNDESREGIERUNG! Wir fordern: Sicherung des Lebensstandards! Sicherung einer menschlichen Existenz bei Arbeitslosigkeit! Sicherung der gewerkschaftlichen Handlungsfreiheit! Sicherung der Gesundheitsfürsorge! Sicherung des Lebensabends Sicherung der Zukunft der arbeitenden und lernenden Jugend!"
Q: AKL: Info, Nr. 26, Offenbach, Februar 1982.

Letzte Änderung: 03.11.2019