Atom-Express - Zeitung der Initiativen gegen Atomenergie, Nr. 12, Göttingen, Februar 1979
Februar 1979:
Der "Atom-Express - Zeitung der Initiativen gegen Atomenergie" Nr. 12 erscheint.
In "In eigener Sache" heißt es zum "Selbstverständnis" und zu den "Prioritäten" des "Atom-Express" u. a.: "Uns bleibt nichts anderes übrig, als irgendwie auszuwählen, irgendwie Prioritäten zu setzen. Das ist eine unangenehme Aufgabe, denn jeder von uns kennt nur zu genau (aus der eigenen Arbeit in der Redaktion) die Enttäuschung darüber, dass trotz der Mühe, die man sich gemacht hat, ein Artikel, ein Leserbrief etc. nicht abgedruckt wird. Wir haben es bisher auch noch nicht geschafft, wenigstens demjenigen, der sich die Mühe gemacht hat, uns zu schreiben, zurückzuschreiben, warum wir seine Sache nicht abdrucken konnten. Das ist arbeitsmäßig einfach nicht zu schaffen weil die Zeitungsarbeit nur ein Teil unserer Arbeit im Göttinger Arbeitskreis ist. Außerdem haben wir eine bestimmte Vorstellung von dem Konzept unserer Zeitung. Wir wollen neben Sachinformationen und Berichten über den Widerstand auch unsere Vorstellungen zu Fragen des Widerstandes vermitteln. Das heißt, wir haben eine politische Meinung darüber. (…) Diese Kritik ist sehr wichtig für uns, für unsere eigene Meinungsbildung. Wir nehmen sie aber nicht zum Anlass, unser Konzept insofern zu verändern, dass wir den 'Atomexpress' nun zu einem Meinungsforum z. B. zur Frage des Widerstandes umfunktionieren wollen. Wir fassen uns nicht als eine Gruppe auf, die die technischen Arbeiten verrichtet für eine Zeitung, die sozusagen wertfrei alle Meinungen innerhalb der Anti-AKW-Bewegung wiedergibt. Das ist nicht das Ziel unserer Zeitungsarbeit. Was wir wollen ist, andere Ansichten als wir sie haben zu akzeptieren und zu verarbeiten, sowohl für uns selbst als auch in der Zeitung". (S. 2).
Inhalt u. a.:
- In eigener Sache
- Braunschweig darf kein Trebel werden
- Grohnde-Prozesse
- Anti-Atom-Dorf Prozess
- Von uns keinen Pfennig … erst recht keine 24.000,-
- Das deutsch-brasilianische Atomprojekt: Milliarden verschwinden im Sand
- 18.2.197: Atom-Referendum
- Gewerkschaftsarbeit: DGB an seinen Widersprüchen packen!
- Rund um Gorleben
- Atommüllpark statt Naturschutzpark
- Polizeispitzel / Weiterer Polizeispitzel entdeckt
- Interview mit B., dem Leiter des Kriminalamts
- Zwei Positionen: Gewaltfreiheit als Dogma?
- Professor Grimmel: Salzstock Gorleben völlig ungeeignet!
- 2. internationales AKW-Gegner Treffen in Basel
- Der Minister legt fest, was Wahrheit ist!
- Wer macht hier Panik?
- Grüne Liste zur Europawahl möglich
- Aktionen zu Gorleben
- Gorleben Aktionswoche in Göttingen 21.1-27.1.
- Radioaktivität aus Kohlekraftwerken?
- KWU: Iraner streiken
- Bastelecke (2. Teil)
- Nachrichten vom Widerstand
- 15.1. Baubeginn in Gorleben
- Alternativen nicht gefragt
- Diskussion mit der Polizeigewerkschaft
Berichtet wird u. a. über eine Schadenersatzklage des Landgerichts Hannover gegen Grohnde-Demonstranten, über das "Deutsch-brasilianische Atomprojekt", über das AKW Würgassen, den GB, Gorleben, wo ein Arbeitstreffen in Trebel am 16.12.1878 stattfand, über das LKA, die Frage der Gewalt, über den "Salzstock Gorleben", mit einem Gutachten eines Professors (S. 22). Berichtet wird noch über ein "2. internationales AKW-Gegner Treffen in Basel" am 2./3.12.1978 und über eine "Gorleben Aktionswoche vom 21.-27.1." (S. 29). In Gronau beginnt der Bau der Uran-Anreicherungsanlage bereits am 15.1.
Q: Atom-Express - Zeitung der Initiativen gegen Atomenergie, Nr. 12, Göttingen, Februar 1979.



































