'Internationale Solidarität. Zeitschrift der Liga gegen den Imperialismus' (1/1972 - 4/1975)

Materialien zur Analyse von Opposition

Von Dietmar Kesten, Gelsenkirchen, 13.12.2014

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Zur Gründung der Liga und der Zeitschrift "Internationale Solidarität"

Die "Liga gegen den Imperialismus" (ehemals: "Komitee Kampf dem Imperialismus") war eine antiimperialistischen Vereinigung, die sich am 14. Juli 1971 als überparteiliche Massenorganisation der KPD konstituierte. In der "RPK" Nr. 124/125 war noch davon die Rede, den "Aufbau der Liga gegen den Imperialismus" zu unterstützen, in der darauf folgenden Ausgabe Nr. 126/127 war die Gründung der "Liga gegen den Imperialismus" (demnächst nur noch Liga) bereits beschlossene Sache:

"Am Mittwoch, dem 14. Juli, wurde in der Technischen Universität in Westberlin die Gründungsversammlung der LIGA GEGEN DEN IMPERIALISMUS abgehalten. Das 'Komitee Kampf dem Imperialismus' gab den ca. 500 Anwesenden einen Rechenschaftsbericht über seine bisherige Arbeit. Vom 'Komitee Kampf dem Imperialismus' war ein Programm und Statut vorbereitet worden, das zur Diskussion und danach mit einigen Veränderungen zur Abstimmung gestellt wurde. Die Anwesenden stimmten dem Programm und Statut ohne Gegenstimme zu. Danach wurde der vom 'Komitee Kampf dem Imperialismus' vorgeschlagene 15-köpfige Vorstand der LIGA GEGEN DEN IMPERIALISMUS einzeln vorgestellt und von den Versammelten ohne Gegenstimme gewählt. Mit der Gründung der LIGA GEGEN DEN IMPERIALISMUS hat das 'Komitee Kampf dem Imperialismus' seine Aufgabe erfüllt und ist somit aufgelöst. Die Veranstaltung wurde mit der Internationale beschlossen."

Allerdings gibt es hierzu einen Widerspruch. Der erste LV der Liga soll, nach der Zeitschrift "Internationale Solidarität" (IS) Nr. 1/1972, in NRW bereits am 15.1.1971 gegründet worden sein, also weit vor der eigentlichen Konstituierung der Liga am 14. Juli 1971.

Die erste Nummer der mit dem Emblem rote Sonne, Speer mit roter Fahne und Gewehr mit Bajonett versehenen Zeitschrift der Liga erschien am 10. Februar 1972. Das Emblem sollte wohl den Befreiungskampf in der Dritten Welt symbolisieren.

Zum "Erscheinen der Zeitschrift" wurde festgehalten, dass die "Internationale Solidarität der Kampfruf der Arbeiterklasse und der unterdrückten Völker im gemeinsamen Kampf gegen die Unterdrückung und Ausbeutung" sei. In der ersten Nummer hieß es: "INTERNATIONALE SOLIDARITÄT ist der Kampfruf der Arbeiterklasse und der unterdrückten Völker im gemeinsamen Kampf gegen die Unterdrückung und Ausbeutung. INTERNATIONALE SOLIDARITÄT ist die Waffe der Arbeiterklasse und der unterdrückten Völker … INTERNATIONALE SOLIDARITÄT wird die Arbeiter aller Länder und die unterdrückten Völker schließlich zum weltweiten Sieg über den Imperialismus führen … Die LIGA GEGEN DEN IMPERIALISMUS, die die INTERNATIONALE SOLIDARITÄT herausgibt, ist eine Massenorganisation aller antiimperialistischen Kräfte des Volkes. Die LIGA hat sich den Kampf gegen den Imperialismus mit dem USA-Imperialismus an der Spitze zur Aufgabe gemacht und die Solidarität mit allen um ihre Freiheit und Unabhängigkeit kämpfenden Völkern …"

So wurden die verschiedenen "Vietnam-Ausschüsse" im Februar 1974 schnell in die Liga überführt.

Die Zeitschrift solle dazu beitragen, "die Kampfkraft der Organisation weiter zu verstärken … dazu beitragen, die antiimperialistischen Kräfte zusammenzuschließen und wichtige und aktuelle Informationen über den weltweiten antiimperialistischen Kampf der Völker verbreiten …" Aufklären wolle sie "über den antiimperialistischen Kampf in der BRD und Westberlin" und berichten über den "den Volkskrieg in Vietnam, Laos und Kambodscha" und allgemeiner über "die Kämpfe der Völker in aller Welt gegen den Imperialismus". So sehr sie sich auch bemühte, in der Zeitschrift ihre überparteiliche Mission herauszustellen und mit anderen antiimperialistischen Organisationen und Gruppen im In- und Ausland zusammenzuarbeiten, umso deutlicher wurde quasi in vielen Artikeln der Treueschwur zur KPD.

So übermittelte die Liga der KPD in einer "Grußadresse" die "herzlichsten Kampfesgrüße und Glückwünsche zum erfolgreichen Abschluss des 1. Parteitages" und erklärte: "Denn wenn der 1. Parteitag für Euch der Anlass gewesen ist, Rückschau zu halten über die Entwicklung Eurer Kämpfe und die Richtung zukünftiger Kämpfe festzulegen, so ist dies gleichzeitig ein Anlass für uns, uns zu erinnern an die zahlreichen Kämpfe, die wir gemeinsam mit der KPD geführt haben, und unsere Entschlossenheit zu bekräftigen, noch viele weitere Kämpfe gemeinsam zu führen, bis unser gemeinsame Feind, der Imperialismus, geschlagen ist" (vgl. Nr. 7/1974).

Auch im "Programm und Statut" bekräftigte sie ihre Entschlossenheit: "Wir halten daran fest, dass die Volksrepublik China, die Volksrepublik Albanien, die Koreanische Volksrepublik und die Demokratische Republik Vietnam, weil sie auf die eigene Kraft vertrauen, ihre Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur entwickeln und ihre Kräfte entschlossen zur Unterstützung der Befreiungsbewegungen mobilisieren, zu entscheidenden Stützen gegen den Imperialismus geworden sind" (Liga gegen den Imperialismus: Programm und Statut, 1973).

Die Propaganda für den Sozialismus sollte ebenfalls im Mittelpunkt stehen. Als sozialistische Länder galten: die VR China, die VR Albanien, die Koreanische Demokratische Volksrepublik (Nordkorea) und die Demokratischen Republik Vietnam (Nordvietnam).

Für die Zeitschrift zeichnete zuerst (Nr. 1 bis Nr. 14) Christian Hommerich verantwortlich, danach (ab der Nr. 15, Juli 1973) Uwe Carstensen. Die "Internationale Solidarität" wurde zum Preis von 1 DM verkauft. Sie kostete im Abo vierteljährlich 3,90 DM, halbjährlich 7,80 DM und jährlich 15,60 DM. Die Seitenzahlen waren unterschiedlich, mindestens hatte die "Internationale Solidarität" jedoch 26 Seiten.

Mit vielen Fotos aus den Kampfgebieten der Dritten Welt, in denen das "Kampfbündnis der Völker …" (Nr. 2/1971) geschmiedet wurde, glich sie oft "China im Bild" oder "Albanien heute", wo nur historische Taten abgebildet wurden und mit Pathos heroische Kämpfe und Kämpfer verklärt wurden. Ab der Nr. 18 erschien die Zeitschrift im "Verlag Internationale Solidarität" in Köln, zuvor in West-Berlin. Der "Verlag Internationale Solidarität" benannte sich mit der Ausgabe 8/1974 in: "Hermann Böke Verlagsgesellschaft mbH für Internationale Solidarität" um. Mit der Auflösung der KPD 1980 löste sich auch die Liga auf. Die letzte Ausgabe der "Internationalen Solidarität" erschien zum Frühjahr/Sommer 1978.

Mit der ersten Nummer der Zeitschrift "Internationale Solidarität" (IS) wurde ein Novum in der maoistischen Bewegung eingeführt: eine "Beitrittserklärung"; hier für die Liga, mit dem Hinweis: "Ich erkenne Programm und Statut an und verpflichte mich, monatlich 2 DM Mitgliedsbeitrag zu zahlen."

Zu Auseinandersetzungen mit anderen ML-Gruppen erschien im Berichtszeitraum lediglich ein Artikel im September 1974 zum KBW und zur GIM: "Solidarität mit Chile, aber - kein Kampf gegen den Imperialismus." Dabei ging es um eine nationale Demonstration in Frankfurt/M.

"Sonderdrucke" erschienen im Berichtszeitraum zum 1. Mai 1972, zum "BRD-Imperialismus" im Oktober 1972 und zu "Nordhorn-Range" im Juni 1973.

Leider fehlen uns die Nummern der Zeitschrift ab 5/1975. Wer die Ausgaben besitzt, den bitten wir darum, sie dem MAO-Projekt zur Verfügung zu stellen.

Internationale Solidarität und Befreiungsbewegungen

Die "Internationale Solidarität" wollte den "Kampf gegen den Imperialismus führen" und die "weltweite Kampffront gegen Ausbeutung und Unterdrückung" organisieren; denn der Imperialismus sei der "Hauptfeind der Menschheit". Daher sei die Liga, die "die INTERNATIONALE SOLIDARITÄT herausgibt … eine Massenorganisation aller antiimperialistischen Kräfte des Volkes".

Die Zeitschrift zeichnete sich durch eine besondere Parteinahme für die Befreiungskämpfe in den Ländern der Dritten Welt aus. Darüber wollte sie möglichst umfassend berichten. In der "Internationale Solidarität" wurden die unterschiedlichsten politischen Strömungen allerdings selten näher beleuchtet. Wichtig sei es, eine Solidaritätsbewegung für sie zu entfachen, getreu dem Motto Maos: "Staaten wollen Unabhängigkeit, Nationen wollen Befreiung, Völker wollen Revolution!"

Als Sprachrohr der KPD sah die "Internationale Solidarität" in der Dritten Welt eine "große revolutionäre Kraft" heranwachsen. Besonders der Kampf der Völker Indochinas stand in der Zeitschrift im Mittelpunkt. Dabei wurden gerade diese Kämpfe nicht differenziert und kritisch reflektiert. Oft hat man beim Lesen den Eindruck, dass die Prämisse galt: Hauptsache die Kämpfe richten sich gegen den US-Imperialismus und möglichst gegen den sowjetischen Sozialimperialismus.

Dass das Blüten schlagen musste, liegt auf der Hand: Wenn etwa völlig wahllos die verschiedenen, unter sich konkurrierenden Befreiungsbewegungen in Kambodscha schnell der nationalen Revolution und dem "revolutionären Befreiungskampf", der chinesischen Generallinie für die Befreiungsorganisationen, zugeschlagen wurden, zudem, wie etwa bei der GRUNK ihr eine antirevisionistische Haltung unterstellt wurde (vgl. Nr. 3/1974). Für die Positionen der Liga, scheinbar gegen den "Sozialimperialismus" zu agitieren, war das Wasser auf ihre Mühlen und entsprach den Vorgaben der KPD.

Rivalitäten und Positionskämpfe unter ihnen wurden stets ausgeklammert und existierten gar nicht. Alles wurde unter der Rubrik "Verbündete" und "Einheitsfronten" abgehandelt. Die Stoßrichtung lag jeweils auf ihrer vermeintlichen "antiimperialistischen Politik". Kenntnisse über die politisch-ideologischen Differenzen, gar religiöse Verbrämungen, wie etwa bei den Befreiungsbewegungen im Nahen Osten, kannte die Zeitschrift nicht oder unterschlug sie.

Die "Khemer" (später: "Rote Khemer") existierten bei der Gründung der FUNK unter Sihanouk im März 1970 nicht, obwohl gerade sie es waren, die die Richtung in Kambodscha vorgaben. Wer die "FAPLNK" ("Volksbefreiungsarmee Kambodschas") war, blieb lange Zeit über im Dunkeln. Es reichte schon, wenn "Bauern die Kämpfer begrüßen". Erst in der Ausgabe 3/1975 erfuhr man etwas über ihre "Generaloffensive".

Gerade diese Ausgabe verdeutlicht die Unkenntnis der politischen Verhältnisse in Indochina. Alle Befreiungsbewegungen in Kambodscha wurden im Artikel "Kambodscha. Festigung der befreiten Gebiete. Aufstand in den Städten" unkritisch und mit Siegergefühlen ummantelt, zunächst die "FAPLNK", dann die "FUNK", die "GRUNK" und dann noch die "patriotischen Khemer".

Ähnliches galt dann auch für Laos. Hier war es die "Neo Lao Haksat" ("Befreiungsfront von Laos") unter Prinz Souvanne Phong, die aus den Gewirr der "Befreiungsfronten" wie der Phönix aus der Asche auftauchte und das Volk im "Kampfbündnis mit dem kambodschanischen und vietnamesischen Volk" anführte.

Das Gleiche galt für die "ZANU". Gruppen wie etwa in Dhofar die "PFLOAG" oder in Guinea-Bissau die "P.A.I.G.C." oder die "M.T.P.E." (Bewegung der portugiesisch emigrieren Arbeiter) wurden nur mit Zitaten aus ihren Organen bekannt gemacht. Nicht ander wurde mit den Befreiungsbewegungen in Äthiopien und Eritrea, der ELF (Eritreanische Befreiungsfront) und PLF (Volksbefreiungsfront), umgegangen. Sie hatten auch nur eine Aufgabe: "einen wichtigen Beitrag zum weltweiten Kampf der Völker gegen den Imperialismus" zu leisten (vgl. Nr. 3/1975).

Getreu dem marxistisch-leninistischen Lehrsatz, dass die "Arbeiterklasse in allem die Führung inne haben muss", wurde etwa der vietnamesische Widerstand gegen die USA schnell zu einem Kampf, in dem die "Arbeiterklasse an der Spitze" stehe. Dass die "National Liberation Front" (FNL) aus verschiedenen Gruppen und Bevölkerungsschichten bestand und als die eigentliche Guerillaorganisation galt, war der Zeitschrift "Internationale Solidarität" (IS) oftmals nur eine Randnotiz wert und hatte nur dann Sprengkraft, wenn das Leitmotiv und die Ideologie passten (vgl. Nr. 11/1974 und 2/1975).

Zum palästinensischen Widerstand las man viele allgemeine Floskeln. Scheinbar gab es nur Arafat und die PLO. Andere Gruppen wurden, wie etwa die "Volksfront", das "Generalkommando zur Befreiung Palästinas" (PFLP-GC), die "Demokratische Front zur Befreiung Palästinas" (DFLP) oder etwa die "Revolutionäre Volksfront zur Befreiung Palästinas" (PRFLP), einfach unter den Tisch gekehrt. Zwar nannte die "Internationale Solidarität" die Gruppe "Schwarzer September", die bei den Olympischen Spielen 1972 in München am 5. September für negative Schlagzeilen sorgte, aber insgesamt schien der palästinensische Widerstand unter der Führung der PLO zu stehen; denn die "wichtigsten Befreiungsorganisationen haben sich zusammengeschlossen, um unter dem gemeinsamen Oberkommando der palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) neue Erfolge zu erringen".

Auch wenn in der Nummer 7/1972 eine Erklärung der palästinensischen "FDPLP" veröffentlicht wurde, so blieb in der Summe, dass die "Befreiung Palästinas" "ein revolutionärer Kampf der Volksmassen gegen Imperialismus, Zionismus und arabische Reaktion" sei, um die "revolutionäre Partei aufzubauen" (vgl. Nr. 7/1972). Auch die Agitation gegen den Zionismus und gegen die israelische Siedlungspolitik war mit einer gewissen antiisraelitischen Haltung ummantelt. "Sie (die arabischen Völker, d. Verf.) werden den Zionismus zerschlagen und Palästina befreien." Ob das als Judenfeindlichkeit interpretiert werden kann, muss offen bleiben (vgl. Nr. 14/73).

Die Unterstützung der Befreiungsbewegungen, der Schwerpunkt der Zeitschrift und der internationalistischen Arbeit der Liga, war getragen von der Propagandaarbeit. Dies drückte sich in dem Ergebnis der Spendenaktionen aus, die durchgeführt wurden. Sie sollten helfen, die Rundreisen von Vertretern der ZANU und des PAC zu organisieren. Spenden, mit nicht unerheblichen Beträgen, sollten auch verschiedenen Befreiungsbewegungen in Kambodscha, Zimbabwe, Azania Namibia zu Gute kommen. Welche Erfolge damit erzielt wurden, ist unbekannt. Mit einer Reihe von Demonstrationen, die nicht selten unter dem alten Motto der Jugend- und Studentenbewegung standen, unterstützten die Liga und die Zeitschrift überall den "Sieg im Volkskrieg!"

Wichtige Ereignisse im Berichtszeitraum

Delegiertentage, Landeskonferenzen, Kampf zweier Linien

Die Liga führte im Berichtszeitraum eine Reihe von Delegiertentagen und Landeskonferenzen in verschiedenen Landesverbänden durch, auf der die Richtlinien ihrer Politik bestimmt wurden. Andere wiederum nur zu dem Zweck, die bisherigen Vietnam-Komitees in die Liga zu überführen.

Die erste Delegiertenkonferenz der Liga fand am 23.1.1972 in West-Berlin statt, worüber die "Internationale Solidarität" in erster Ausgabe allerdings nicht berichtete; jedoch die "Rote Fahne" der KPD (Nr. 35/1972). Auf ihr sollen bereits "über 80 Delegierten von den antiimperialistischen Komitees, dem Landesverband NRW und den Sektionen an den Berliner Universitäten, Fachhochschulen und der PH" anwesend gewesen sein. Es wurde ein ZV von 15 Mitgliedern gewählt. Beschlossen wurde u. a., die bisherigen Berliner Kampfkomitees Neukölln, Wedding, Moabit und Reinickendorf in Ortsgruppen umzuwandeln. Diese führten zunächst eine Vietnamkampagne durch.

Die KPD berichtet dazu: "VORWÄRTS IN DER SOLIDARITÄTSKAMPAGNE DER LIGA DEN IMPERIALISMUS! DELEGIERTENKONFERENZ DER LIGA! Am Sonntag, dem 23.1.1972 fand in Berlin die 1. Delegiertenkonferenz der LIGA GEGEN DEN IMPERIALISMUS statt …" Der 1. ZV habe bereits einen "ausführlichen Rechenschaftsbericht über die geleistete Arbeit seit der Gründung der LIGA am 14.7.1971" abgegeben.

"Der erste Teil gab Auskunft über den Stand der Analyse des USA-Imperialismus und des Sozialimperialismus neuen Typs in der Phase siegreicher Kämpfe der unterdrückten Völker. Eine genaue Untersuchung galt dem BRD-Imperialismus, der sich zunehmend an der Ausbeutung und Unterdrückung anderer Völker beteiligt und im eigenen Land seinen Klassenkriegsapparat gegen die Arbeiterklasse ausbaut. Im zweiten Teil des Berichtes wurde festgestellt, dass die Liga schnell entwickelt und vor allem in letzter Zeit, nachdem die antiimperialistischen Kampfkomitees ihre Arbeit aufgenommen haben … Innerhalb der nächsten vier Monate werden zwei weitere Landesverbände der LIGA gegründet werden und die Arbeit in weiteren Regionen der BRD wird aufgenommen. Als weiterer Haupttagesordnungspunkt stand ein Antrag des Zentralvorstands zur Änderung des Statuts und Programms der LIGA GEGEN DEN IMPERIALISMUS zur Diskussion. Die Änderungen beziehen sich im wesentlichen auf die Umorientierung der LIGA als breiter Massenorganisation aller antiimperialistischen Kräfte des Volkes, auf die Aufnahme eines Abschnitts über den Kampf gegen die sowjetischen Sozialimperialisten und eines Abschnitts über den Kampf gegen den Abbau der demokratischen Rechte des Volkes. Nach ausführlicher Diskussion und Beratung wurde die Änderung des Programms und Statuts ohne Gegenstimmen bei einer Enthaltung beschlossen …" (Rote Fahne, Nr. 35/1972). Ein neuer ZV wurde bestellt, dem auch Mitglieder der KPD und des KSV angehörten.

Vermutlich vorher gab die Liga in West-Berlin ein Flugblatt "Liga gegen den Imperialismus" heraus, in dem bekanntgegeben wurde, dass der Aufbau von Kampfkomitees in Wedding, Neukölln, Moabit und Reinickendorf in Angriff genommen worden sei.

Am 25. Februar 1973 fand in West-Berlin die 2. Nationale Delegiertenkonferenz der Liga statt. Es versammelten sich "über 200 Delegierte aus 37 Ortsgruppen und 6 antiimperialistischen Komitees". Der ZV legte einen RB vor, der "mit einer Reihe von Änderungen und Verbesserungen" angenommen wurde. Wichtig war die Verabschiedung eines Programms und eines Statuts. Ins Programm wurde u. a. die Parole der KPD "Gegen MONOPOLDIKTATUR - FÜR VOLKSDEMOKRATIE" aufgenommen. Ein neuer 15-köpfiger ZV wurde gewählt (vgl. März 1973)

Am 8. und 9. Juni 1974 führte die Liga mit "mehr als 250 Delegierten und Gastdelegierten aus über 50 Ortgruppen, aus antiimperialistischen Komitees, Aufbaugruppen und Vietnamausschüssen" ihren 3. Nationalen Delegiertentag durch, auf dem sie sich ein "revolutionäres Programm" gab, das auf einen "konsequenten Kampf gegen den Imperialismus" hinsteuern wolle. Die Liga meinte, dass sie nun die "führende antiimperialistische Kraft in der BRD und Westberlin" sei.

Erstmals wurde in der Zeitschrift geschrieben, dass sich in der Liga der "Kampf zweier Linien" abspiele, der "bürgerlichen und der proletarischen". Es ginge um die Frage: "Halten wir am notwendigen Sturz des Imperialismus fest oder propagieren wir einen sog. 3. Weg, arrangieren wir uns mit dem Imperialismus?" Dazu wurden allerdings keine näheren Ausführungen gemacht, Details wurden ausgeklammert. Offenbar erschienen da erste Risse im Gebäude der Liga (vgl. Nr. 7/1974).

Im September 1974 fand im LV NRW eine Delegiertenkonferenz statt, auf der die bisherige Linie weiterentwickelt wurde. Nach der "Internationale Solidarität" wurde die Frage heftig debattiert, ob nicht auch die Liga "für die einzige Alternative der Arbeiterklasse und der Werktätigen eintreten muss - den Sozialismus?" Es kam weiter zu Auseinandersetzungen um der Frage, "ob die Kampagne zum 25. Jahrestag der VR China unter der zentralen Linie stehen muss: Gegen Imperialismus, Ausbeutung und Unterdrückung und Aggression - Vorwärts im Kampf für den Sozialismus?" Und ob die Liga nicht "die entscheidende Rolle der Völker, Staaten und Nationen im Kampf für den Sturz des Imperialismus vernachlässige und die Kämpfe der Arbeiter in unserem Land überschätze?"

Abweichler und Fraktionisten würden so den "den Kampf gegen den Imperialismus, für den Sozialismus ablehnen". Einem "Rechtsopportunismus" in diesen Fragen sei eine klare Abfuhr" erteilt worden (vgl. Nr. 10/1974). "Rechter Opportunismus" würde sich in Bonn, Hamburg, Gelsenkirchen und München herauskristallisieren und sei offen gegen die politische Linie der KPD gerichtet. Weitere Differenzen schien es in der Frage der Haltung zur SPD zu geben. Offenbar korrespondierte das mit der Analyse im "Programmentwurf der KPD", in dem es zur SPD hieß: "sie mache sich zum geeigneten Vollstrecker einer nochmaligen faschistischen Entwicklung …" (Programm der Kommunistischen Partei Deutschlands - Entwurf, 1974).

Im Januar 1975 fand eine "Außerordentlichen Delegiertenkonferenz der Liga" statt. Die Liga beschloss u. a., dass sie "alle ihre Kämpfe zur Unterstützung der unterdrückten Völker und der Proletarier aller Länder mit dem Ziel führt, das Joch von imperialistischer Ausbeutung und Unterdrückung abzuwerfen, das menschenverachtende imperialistische System endgültig zu beseitigen und die Gesellschaft zu errichten, die ein Leben ohne Ausbeutung und Untererdrückung, ohne Aggression und Krieg verwirklicht - den Sozialismus".

Der ZV wurde beauftragt, "der Erfahrung der Mitglieder der LIGA, dass immer mehr Menschen in der BRD nach einer Alternative zu dem korrupten, verbrecherischen imperialistischen System suchen, Rechnung zu tragen, die Perspektive des Sozialismus als diese Alternative in unseren Kämpfen aufzunehmen und zur Grundlage der zukünftigen Programmatik der LIGA zu machen".

Der allgemein unter "Massenarbeit" bekannte Passus rief offenbar heftigen Widerspruch hervor; denn dieser Beschluss hatte wohl zum sog. "Kampf zweier Linien" in der Liga geführt.

Näheres wurde in der "Internationalen Solidarität" nicht bekannt gegeben. Es hieß nur, dass die "Mitglieder sich um die revolutionäre Linie der LIGA zusammengeschlossen" hätten. Diese "revolutionäre Linie" solle zum 25. Jahrestag der VR China und bei der Unterstützung der indochinesischen Völker durchgesetzt werden. Die Ergebnisse wurden vom ZV in einem Statut und der "Entschließung": "Die gegenwärtige Lage und die Aufgaben der LIGA" zusammengefasst (vgl. Nr. 2/1975).

Im Februar 1975 fand in Baden-Württemberg eine Mitgliederversammlung der Liga statt. Im Zentrum der Auseinandersetzungen stand, so die "Internationale Solidarität", die "schonungslose Aufdeckung aller rechtsopportunistischen Auffassungen, die uns vom Kampf abhalten wollen und den Vorstellungen einer friedlichen Verankerung nachhängen".

In der "Schlussresolution" wurde zum "Kampf zweier Linien" u. a. festgehalten: "Wir stellen ermutigt fest, dass sich unser Landesverband auf dem richtigen Weg befindet. Die begeistert aufgenommenen Beispiele aus der Massenarbeit einzelner Ortgruppen haben gezeigt, dass mit Tatkraft und gestützt auf die revolutionäre Linie wir wieder angefangen haben, aus Stagnation und Trägheit herauszufinden, dass wir es verstehen, die Praxis zum Prüfstein von Erfolg und Misserfolg zu machen …"

"Rechten Positionen" werde eine Absage erteilt. Klar wurde allerdings nicht, worin im Einzelnen die "rechten Positionen" bestanden. Offenbar ging es aber zunehmend auch hier um die Frage der "Massenarbeit", die seit dem Frühjahr 1974 als Damoklesschwert über der Liga schwebte. Die "Rechtsopportunisten" wollten die Liga zu einer "antiimperialistischen-demokratischen Organisation machen", die "nicht den Sozialismus propagieren dürfe". Daher auch die massenhafte Propagierung der "China"-Kampagne und die breite Unterstützung für die "indochinesischen Völker".

Aus den Berichten der "Internationale Solidarität" ist weiter zu entnehmen, dass es um die Grundfragen der Politik der Liga ging, etwa:

Auf der "Außerordentlichen Delegiertenkonferenz" der Liga am 22. und 23. März 1975 in Köln mit "450 Delegierte aus den Ortsgruppen und Vietnamausschüssen" wurde ein neues Statut und eine "Entschließung" zur "Gegenwärtigen Lage und die Aufgaben der Liga gegen den Imperialismus" verabschiedet. Die Konferenz beschloss, "… den Kampf gegen die imperialistischen Supermächte verstärkt zu führen, das Gerede der Sozialimperialisten von "Abrüstung" und "Entspannung" zu entlarven und die Kriegstreiberei der imperialistischen Supermächte entschieden zu bekämpfen, den Kampf der Völker,, Staaten und Nationen nach Kräften zu unterstützen. Die Delegiertenkonferenz stellte fest, dass heute die Hauptkraft im Kampf gegen das imperialistische Weltsystem die 3. Welt ist, den Kampf gegen den BRD-Imperialismus und den staatlichen Terror in unserem Land zu verstärken …"

Die Konferenz führte die Auseinandersetzungen mit dem "Rechtsopportunismus" weiter. Es ging nun auch um die Frage der "3-Welten-Theorie". Die "Internationale Solidarität" erklärte dazu nur: " … die Delegierten erteilten jeder schematischen Auslegung der Einschätzung der 3 Welten eine Absage" und betonten, "dass der Sturz des BRD-Imperialismus der entscheidende Beitrag der Antiimperialisten in der BRD und Westberlin zur sozialistischen Weltrevolution ist …" (vgl. Nr. 4/1975).

Über Ausschlüsse und Ausschlussverfahren in den Landesverbänden und Ortsgruppen wurde in der "Internationale Solidarität" nichts bekannt gegeben. Darüber erfuhr man erst später aus Verlautbarungen, mit denen Ausgeschlossene an die Öffentlichkeit traten.

Gründung von Ortsgruppen und Landesverbänden der Liga laut "Internationale Solidarität"

Die Gründung von Ortsgruppen und Landesverbänden war ein Thema für sich. Mangels Kadern wurden oftmals nur ein oder zwei Genossen zu einer OG zusammengefasst, die dann in den Zentralorganen überdimensional aufgeblasen wurde und mit allerlei Aktivitäten hervortrat.

In den Landesverbänden wurden alle Ortsgruppen zusammengefasst, die in der jeweiligen Region aktiv waren und den Parteiaufbau auf nationaler Ebene vorantrieben.

Hier kann nur ein Überblick über Ortsgruppen, Ortsaufbaugruppen und den Aufbau von Landesverbänden gegeben werden, über die die "Internationale Solidarität" berichtete. Manche Angaben waren nur vage und widersprachen sich von Nummer zu Nummer. Über wichtige Ortsgruppen, etwa Bochum, Hamburg, Bremen, Kassel, Wiesbaden, Gießen, Saarbrücken oder Hannover, werden keine Angaben gemacht.

West-Berlin:

NRW:

Bayern:

Baden-Württemberg:

Niedersachsen

Hessen/Rheinland Pfalz:

Die "Internationale Solidarität" hält folgende Stände fest:

Auszug aus der Datenbank „Materialien zur Analyse von Opposition“ (MAO)

10.02.1972:
FDie "Liga gegen den Imperialismus" der KPD gibt erstmals ihre Zeitschrift "Internationale Solidarität" (IS) mit 20 Seiten im Format DIN A3 heraus. Verantwortlich im Sinne des Pressegesetzes zeichnet: Christian Hommerich in 1 Berlin 19.

Einleitend heißt es zum Erscheinen der Zeitschrift:
"INTERNATIONALE SOLIDARITÄT ist der Kampfruf der Arbeiterklasse und der unterdrückten Völker im gemeinsamen Kampf gegen die Unterdrückung und Ausbeutung.

INTERNATIONALE SOLIDARITÄT ist die Waffe der Arbeiterklasse und der unterdrückten Völker, die verhindert, dass in einzelnen Teilen der Welt ein isolierter Kampf gegen die Herrschaft der Kapitalisten geführt wird, dass die Imperialisten und ihre Handlanger auch nicht dem kleinsten Volk ohne weltweiten Widerstand ihren Willen aufzwingen können.

Die INTERNATIONALE SOLIDARITÄT wird die Arbeiter aller Länder und die unterdrückten Völker schließlich zum weltweiten Sieg über den Imperialismus führen.

Wenn diese Zeitschrift den Namen INTERNATIONALE SOLIDARITÄT führt, so sind damit bereits ihre Aufgaben und ihre Ziele klar benannt, so gibt sie mit ihrem Namen eine Leitlinie an, der sie sich unbedingt verpflichtet weiß. Alle, die an dieser Zeitschrift mitarbeiten, tun dies, ohne dafür bezahlt zu werden, tun dies, weil sie den Kampf gegen den Imperialismus führen und sich in die weltweite Kampffront gegen Ausbeutung und Unterdrückung organisiert eingereiht haben, weil sie erkannt haben, dass der Imperialismus der Hauptfeind der Menschheit ist.

Die LIGA GEGEN DEN IMPERIALISMUS, die die INTERNATIONALE SOLIDARITÄT herausgibt, ist eine Massenorganisation aller antiimperialistischen Kräfte des Volkes.

Die LIGA hat sich den Kampf gegen den Imperialismus mit dem USA-Imperialismus an der Spitze zur Aufgabe gemacht und die Solidarität mit allen um ihre Freiheit und Unabhängigkeit kämpfenden Völkern.

Während die LIGA bisher hauptsächlich ihre Agitation und Propaganda durch Rundbriefe an ihre Mitglieder und durch Flugblätter, die zu aktuellen Anlässen verteilt wurden, betrieb, soll die Zeitschrift der LIGA dazu beitragen, die Kampfkraft der Organisation weiter zu verstärken. Sie soll durch eine kontinuierliche Aufklärung unter einem möglichst breiten Leserkreis in der BRD und Westberlin dazu beitragen, die antiimperialistischen Kräfte zusammenzuschließen und wichtige und aktuelle Informationen über den weltweiten antiimperialistischen Kampf der Völker verbreiten.

Das Erscheinen dieser Zeitschrift ist Ausdruck der fortschreitenden Entwicklung des Aufbaus der LIGA GEGEN DEN IMPERIALISMUS und ein Mittel, die Massenarbeit der LIGA auf eine höhere Stufe zu heben. Die vorliegende Ausgabe der Zeitschrift enthält bereits einige Berichte über die bisherigen Erfolge der Arbeit der LIGA. Durch Artikel über den antiimperialistischen Kampf in der BRD und Westberlin, durch Berichte über den Volkskrieg in Vietnam, Laos und Kambodscha, über die Kämpfe der Völker in aller Welt gegen den Imperialismus, durch Aufklärung über den erfolgreichen Aufbau des Sozialismus in der Volksrepublik China, der Volksrepublik Albanien, der Koreanischen Demokratischen Volksrepublik (Nordkorea) und in der Demokratischen Republik Vietnam (Nordvietnam), durch die Brandmarkung der sowjetischen Sozialimperialisten und ihrer Helfer usw. wird diese Zeitschrift ein wichtiges Instrument im antiimperialistischen Kampf sein.

Freunde und Genossen, abonniert die INTERNATIONALE SOLIDARITÄT und werbt in Eurem Bekanntenkreis weitere Abonnenten. Schreibt der Redaktion Eure Meinung über einzelne Artikel und Berichte, schreibt Leserbriefe, die in Zukunft ihren festen Platz in der Zeitschrift haben werden. Helft durch Eure Kritik und Anregungen, dieses Organ zu einem Kampfinstrument der antiimperialistischen Bewegung in der BRD und in Westberlin zu machen, das seinem Namen vollauf gerecht wird und dazu beiträgt, die antiimperialistischen Kräfte des Volkes weiter zusammenzuschließen und neue Kämpfer zu gewinnen, die dem Ruf folgen: INTERNATIONALE SOLIDARITÄT!

Präsidium des Zentralvorstands der LIGA GEGEN DEN IMPERIALISMUS!

MACHEN WIR DIE LIGA ZU EINER STARKEN ANTIIMPERIALISTISCHEN KAMPFORGANISATION".

Artikel der ersten Nummer sind:
- "Zum Erscheinen dieser Zeitschrift"
- "Fortschritte beim nationalen Aufbau der Liga gegen den Imperialismus"
- "Das vietnamesische Volk wird siegen"
- "Der Kampf des irischen Volkes gegen den englischen Imperialismus"
- "Die Arbeit der Werktätigen in den imperialistischen Kampfkomitees"
- "Korrespondenzen" (Lüneburg, Erlangen, "Bericht aus dem antiimperialistischen Kampfkomitee Reinickendorf")
- "Sieg im Volkskrieg"

Im Artikel "Fortschritt beim nationalen Aufbau der LIGA GEGEN DEN IMPERIALISMUS" wird berichtet von der Japan-Kampagne und der langandauernden Vietnam-Aktivität. So heißt es dazu: "Seit ihrer Gründung im Juli 1971 (vgl. 14.7.1971, d. Verf.) war es das Bestreben der LIGA, sich in Westberlin, wo sie die meisten Gründungsmitglieder hatte, zu festigen und gleichzeitig ihren nationalen Aufbau in der BRD voranzutreiben. Die von der LIGA im September/Oktober 1971 durchgeführten bundesweiten Kampagnen gegen den japanischen Imperialismus und die gegenwärtig noch andauernde Aktivität zur Unterstützung der Demokratischen Republik Vietnam haben sich als die wichtigsten Hebel beim nationalen Aufbau der LIGA erwiesen."

Der Artikel "Das vietnamesische Volk wird siegen" bietet auf fast sechs Seiten eine Hintergrunddarstellung. Der Artikel: "Der Kampf des irischen Volkes gegen den englischen Imperialismus" berichtet aus Berlin. Aus Berlin wird auch berichtet von den eigenen Kampfkomitees (KK), u. a. im Zusammenhang mit den Vietnam-Aktivitäten und durch eine Korrespondenz aus dem KK Reinickendorf. Aus Bayern kommt eine Korrespondenz aus Erlangen. Aus Niedersachsen berichtet der Arbeitskreis Anti-Imperialismus Lüneburg.

Wichtig erscheint der Abdruck einer "Beitrittserklärung" für die "Liga" mit dem Hinweis: "Ich erkenne Programm und Statut an und verpflichte mich, monatlich 2 DM Mitgliedsbeitrag zu zahlen."
Quelle: Internationale Solidarität. Zeitschrift der Liga gegen den Imperialismus, Jg. 1, Nr. 1, West-Berlin, 10.2.1972.

10.03.1972:
Die Nr. 2 der Zeitschrift "Internationale Solidarität" (IS) erscheint mit der Titelüberschrift: "Das irische Volk wird siegen!".

Inhalt der Ausgabe ist:
- "Höhepunkt der Vietnam-Aktivität"
- "Bericht aus einem Westberliner Kampfkomitee"
- "Kampf dem Faschismus"
- "Neue Niederlage des USA-Imperialismus"
- "Der Streik der englischen Bergarbeiter"
- "Der Militarismus - Bestandteil des Imperialismus auch in der BRD"
- "Den Militarismus organisiert bekämpfen"
- "Der Volkskrieg - die einzige Waffe gegen Imperialismus und Militarismus"
- "Kampf dem Abbau der demokratischen Rechte des Volkes"
- "Mord in Persien"

Reklame gemacht wird für die "Internationale. Buch- und Zeitschriftenhandlung" in West-Berlin.
Q: Internationale Solidarität. Zeitschrift der Liga gegen den Imperialismus, Jg. 1, Nr. 2, West-Berlin, 10.3.1972.

24.04.1972:
Die Nr. 3 der Zeitschrift "Internationale Solidarität" (IS) erscheint mit der Titelüberschrift: "Maidemonstrationen." Angegeben werden auch die Demonstrationsorte: West-Berlin, Bad Kreuznach, Dortmund, Erlangen/Nürnberg, Hamburg und München.

Inhalt der Ausgabe ist:
- "Maiaufruf"
- "Aufruf des ZK der Partei der Werktätigen Vietnams und der Regierung der DRV"
- "Kommunique der TTIA und der Liga"
- "Kossygin im Irak"
- "Der Sieg des vietnamesischen Volkes schreitet voran"
- "Brief gefangener US-Soldaten"
- "Erklärung des 56. Infanterieregiments"
- "Grußadresse an das ZK der FNL"
- "Es lebe der Freiheitskampf der afrikanischen Völker"
- "Bericht aus Atterdorn"
- "Der Widerstand des spanischen Volkes
- "Argentinien"
- "Brief aus Barcelona"
- "Fortschritte beim nationalen Aufbau der Liga"
- "Nachrichten"

Bekannt gegeben wird, dass sich am 7. April der LV der "Liga" West-Berlin unter "500 anwesenden Mitgliedern" konstituiert hat. Ebenfalls habe sich Anfang April 1972 der LV NRW der "Liga" konstituiert, in München der Bayerische LV am 22. April unter "120 anwesenden Mitgliedern".

Reklame gemacht wird für die "Internationale. Buch- und Zeitschriftenhandlung" in West-Berlin.
Q: Internationale Solidarität. Zeitschrift der Liga gegen den Imperialismus, Jg. 1, Nr. 3, West-Berlin, 24.4.1972.

April 1972:
Die Nr. 4 der Zeitschrift "Internationale Solidarität" (IS) erscheint ohne Titelüberschrift. Dafür befindet sich auf der ersten Seite der Ausschnitt einer Landkarte, die Thailand, Laos, Kambodscha und Südvietnam zeigt. Dazu die "Hauptkampfrichtungen der bewaffneten Befreiungskräfte der FNL, befreite Städte und umkämpfte Städte".

Inhalt der Ausgabe ist:
- "1. Mai"
- "Solidarität mit der türkischen Freiheitskämpfern"
- "Befreiungskampf in Eritrea"
- "Da Nang, den …
- "Vietnam"
- "Neue Erfolge der Befreiungsfronten in Indochina"
- "Schaumburg"
- "Märzstürme 1921"
- "Hon Dat"
- "Der antiimperialistische Kampf mit dem Kampf gegen den Abbau der demokratischen Rechte des Volkes verbinden"
- "Hof"

Zum 1. Mai wird berichtet aus Dortmund, Erlangen/Nürnberg, München und West-Berlin. Aufgerufen wird dazu, die "Solidaritätssammlung der Liga gegen den Imperialismus - Alles für den Sieg des kämpfenden Vietnam" zu unterstützen. Gespendet wurde u. a. in NRW, Bonn (Rote Zellen), Trier (Imperialistischer Arbeitskreis), Lüneburg (AIK), Braunschweig (Vietnamkomitee), Helmstedt (AIK), West-Berlin, (Kampfkomitee Neukölln, Kampfkomitee Moabit, Maikomitee oppositioneller Gewerkschafter). Für die Aufrüstung des technischen Apparates und für die "Anschaffung einer elektrischen Schreibmaschine für die Internationale Solidarität" "kamen mehr als 2000,- zusammen".

Reklame gemacht wird für Broschüren und Zeitschriften der Liga.
In der Reihe "Schulungs- und Agitationshefte" für:
- "Der japanische Imperialismus"
- "Alles für den Sieg des kämpfenden Vietnam"
- "Der BRD-Imperialismus"
- "Der revolutionäre Kampf der Völker von Eritrea".
Q: Internationale Solidarität. Zeitschrift der Liga gegen den Imperialismus, Jg. 1, Nr. 4, West-Berlin, Mai 1972.

Juni 1972:
Die Nr. 5 der Zeitschrift "Internationale Solidarität" (IS) erscheint vermutlich als Juni-Nummer.

Inhalt der Ausgabe ist:
- "Die Zerschlagung des Neokolonialismus ist die Pflicht der gesamten Menschheit"
- "Es lebe das Kampfbündnis der Völker Indochinas"
- "Kambodscha"
- "Laos"
- "Vietnam"
- "Nixons Lüge vom Truppenabzug"
- "Die Friedenspolitik der USA- und Sozialimperialisten: Ausbeutung und Unterdrückung"
- "Die Sozialimperialisten versuchen, den Sieg im Volkskrieg zu sabotieren"
- "Vietnamkomitee, Gründungskongress in Bonn"
- "Vorreiter des Neokolonialismus"
- "Erste Ortsgruppen der Liga gegründet"
- "Die Trotzkisten verraten den Befreiungskampf der unterdrückten Völker"
- "Den wachsenden Widerstand der Gis unterstützen"
- "Der Faschismus in der Türkei dient den imperialistischen Monopolen"
- "Zur Front"
- "Verkauf der Internationalen Solidarität im Stadtteil"
- "Afrika kämpft"

Bekannt gegeben wird, dass sich am 17. Juni in Bonn "150 Delegierte zum Gründungskongress eines nationalen Vietnamkomitees" trafen. "Der Gründungskongress beriet die Plattform einer für mehrere Monate geplanten breiten Solidaritätsbewegung für das kämpfende vietnamesische Volk … In der ersten Junihälfte waren diese Vietnamausschüsse auf Initiative fortschrittlicher Betriebsräte, Hochschullehrer, Ärzte, Künstler aus der BRD und Westberlin und teilweise auch aus dem Ausland ins Leben gerufen worden." Weiter wird zur "Vorlage" der Plattform erklärt, dass sie "von allen Vietnamausschüssen ausführlich beraten worden ist und bereits erste Schritte zu seiner praktischen Umsetzung eingeleitet werden." Sie geht "von der jüngsten Eskalation der US-Aggressoren in Vietnam" aus. "Die Liga gegen den Imperialismus unterstützt die Solidaritätsbewegung des Vietnamkomitees und hat sich bereit erklärt, den Vietnamausschüssen den Filmdienst der Liga zur Verfügung zu stellen. Die Liga fordert alle ihre Mitglieder auf, aktiv in den Vietnam-Ausschüssen mitzuarbeiten …"

Bekannt gegeben wird, dass sich Mitte Mai die Kampfkomitees der West-Berliner Stadtteile Neukölln, Wedding und Moabit in Ortsgruppen der "Liga" umgewandelt haben. Am 26. Mai fand in Dortmund "die Gründungsversammlung" der "Ortsgruppe Dortmund" der "Liga" statt. Und Ende März die der OG Düsseldorf der "Liga".

Reklame gemacht wird für "Afrika kämpft". Eine erste Ausgabe erscheint im Juni 1972.
Q: Internationale Solidarität. Zeitschrift der Liga gegen den Imperialismus, Jg. 1, Nr. 5, West-Berlin, (Juni) 1972.

August 1972:
Die Nr. 6 der Zeitschrift "Internationale Solidarität" (IS) erscheint vermutlich im August 1972 ohne Titelüberschrift mit einer Demonstrationsbild.

Inhalt der Ausgabe ist:
- "Alles für den Sieg des kämpfenden vietnamesischen Volkes"
- "BRD als Helfershelfer der USA-Aggression in Vietnam"
- "Die Sozialimperialisten versuchen, den Kampf des vietnamesischen Volkes zu sabotieren"
- "Portugal: Giftkrieg gegen Mozambique"
- "Es lebe der Kampf der arabischen Völker gegen Imperialismus, Zionismus und arabische Reaktion"
- "Solidarität mit dem Kampf der vietnamesischen Studenten in der BRD"
- "Thailand: Der neue Stützpunkt der USA Imperialisten in Südostasien"
- "Ho Chi Minh, Symbol des Kampfes für Sozialismus und Unabhängigkeit der unterdrückten Völker"
- "Irland: Mittelalterliches Trauerspiel oder antiimperialistischer Kampf?"
- "Die Gesetze zur 'inneren Sicherheit'. Ein weiterer Schritt beim Abbau der demokratischen Rechte des Volkes"
- "Korea: Das Volk kämpft für die friedliche Vereinigung des Landes"
- "Juan und Jose"

Bekannt gegeben wird, dass am 8. Juli in Bonn eine Großveranstaltung des "nationalen Vietnam-Komitees" stattfand. Ein Bulletin zur "Unterstützung des kämpfenden vietnamesischen Volkes" in im Büro des Vietnam-Komitees in Bonn erhältlich. Die "Liga" ruft zudem zur "Medikamentensammlung" für das vietnamesische Volk auf. Bisher konnten Medikamente in der Höhe von ca. "100.000 DM den Botschaften der DRV und der PRR übergeben werden".
Q: Internationale Solidarität. Zeitschrift der Liga gegen den Imperialismus, Jg. 1, Nr. 6, West-Berlin, (August) 1972.

Oktober 1972:
Die Nr. 7 der Zeitschrift "Internationale Solidarität" (IS) erscheint vermutlich im Oktober mit einem Demonstrationsfoto und verschiedenen anderen Fotos.

Inhalt der Ausgabe ist:
- "Kommentar"
-"Erklärung der FPDLP"
-"Israelischer Überall"
- "Pogromhetze"
- "Demonstration in Dortmund"
- "Deutsche und ausländische Arbeiter - eine Kampffront"
- "Griechische Eltern kämpfen"
- "Juan Carlos in Bonn"
- "USA Terror in Vietnam"
- "Juan Carlos raus aus der BRD"
- "BRD Broschüre erschienen"
- "Volksfest und US Luftwaffentag"
- "Fotoreport München"
- "Faschistische Bombardierung der Deiche"
- "Spendenaufruf Vietnam"
- "Die Völker kämpfen"
- "Nationaler Aufbau der Liga"
- "Antiimperialistischer Kampf - aus der Sicht der Betroffenen"

Zum "25. Jubiläum der Air-Force" findet in West-Berlin "auf Initiative der Liga und anderer befreundeter Organisationen" am 16./17. September eine antiimperialistische Demonstration statt. Für die "Sache des kämpfenden vietnamesischen Volkes" demonstrieren "5.000 Menschen" in München. Allerdings gibt es hierzu kein Datum. Aufgerufen wird dazu, für Vietnam zu spenden. Berichtet wird über die Gründung des LV Baden-Württemberg der "Liga" am 7.9.1972 in Stuttgart; der Gründung der OG Köln am 22.10 mit gleichzeitiger Verlagerung der Zentrale.

Zur Geiselnahme am 5. September 1972 in München, erklärt die "Liga" u. a.: "Spektakuläre Anschläge dieser Art, die nur auf die Schlagzeilen der bürgerlichen Presse gerichtet sind, können aber nicht die palästinensischen Volksmassen im Volkskrieg gegen die israelischen Okkupanten zusammenschließen, im Gegenteil: sie schließen die Massen von den Kämpfen aus und lenken von den wirklichen Aufgaben ab … Stellvertreteraktionen von der Art des Münchner Anschlages zeigen nur, wie wenig Vertrauen diese Menschen in die revolutionäre Kraft des Volkes haben, wie sehr sie von den Massen isoliert sind."

Zur Ausländerdemonstration in Dortmund am 8. Oktober heißt es: "Das Nationale Komitee 'Kampf den reaktionären Ausländergesetzen', das von der Liga gegen den Imperialismus, der KPD und ihrer Jugendorganisation sowie den griechischen und irakischen Kommunisten unterstützt wird, beteiligte sich mit 3.000 Demonstranten. Die übrigen gehörten den verschiedenen Zirkeln und Sekten an."

Solidaritätsaktionen fanden weiter in Bonn, Düsseldorf, Dortmund, Frankfurt/M., Hamburg, Mainz, München und West-Berlin statt. Parolen dazu sind u. a.:
- "Gleiche Rechte und gleiche Lebensbedingungen für Deutsche und ausländische Arbeiter und ihre Kinder"
- "Kampf der Kollaboration des BRD-Imperialismus mit dem griechischen Faschismus"
- "Ausländische Geheimdienste raus aus der BRD und Westberlin"

Bestellt werden können bei der "Liga" in Köln das Statut und Plaketten mit dem Liga-Emblem. Reklame gemacht wird für die Schrift: "Der revolutionäre Befreiungskrieg in Angola, Guinea-Bissau und Mozambique" von der "Projektgruppe Afrika" und die Zeitschrift: "Afrika kämpft."
Q: Internationale Solidarität. Zeitschrift der Liga gegen den Imperialismus, Jg. 1, Nr. 7, West-Berlin, (Oktober) 1972.

Oktober 1972:
Im Oktober erscheint ein "Sonderdruck" der Zeitschrift "Internationale Solidarität" (IS) mit der Überschrift: "Nieder mit dem BRD-Imperialismus!".

Inhalt des Sonderdrucks ist:
- "Die ausländischen Arbeiter - Eine gewaltige Profitquelle für die Monopole"
- "Die imperialistische Lüge von der Entwicklungshilfe"
- "Die Militärhilfe der BRD dient der Unterdrückung der Völker"
- "Den Wahlkampf zum Tribunal gegen den BRD-Imperialismus machen!"

Parolen sind:
- "Nieder mit dem USA-Imperialismus und dem sowjetischen Sozialimperialismus"
- "Es lebe der Befreiungskampf der unterdrückten Völker Afrikas, Asiens und Lateinamerikas"
- "Hoch die internationale Solidarität"
Q: Internationale Solidarität. Zeitschrift der Liga gegen den Imperialismus, Jg. 1, Sonderdruck, West-Berlin, Oktober 1972

Dezember 1972:
Die Nr. 8 der Zeitschrift "Internationale Solidarität" (IS) erscheint vermutlich Ende November/Anfang Dezember 1972 mit einem Verweis auf einen Artikel im Hauptteil: "Aufbau des Sozialismus in Albanien, 1. Teil".

Inhalt der Ausgabe ist:
- "Kommentar zur Wahl"
- "Wahlkampf-Aktivitäten"
- "Entwicklungshilfe - Hilfe für wen?"
- "Vietnam-Aktivitäten"
- "Sofortige Unterzeichnung des 9-Punkte-Abkommens"
- "Vietnam-Kongress in Frankfurt"
- "BRD-Imperialismus in Afrika"
- "Afrika kämpft (Bildteil)"
- "Antikriegsbewegung in den USA"
- "20. Jahrestag der FNL"
- "Studentenbewegung in Südvietnam"
- "Kambodscha"
- "Albanien: Aufbau des Sozialismus - Reisebericht 1. Teil"
- "An den revolutionären Prinzipien festhalten - die Massen zusammenschließen"
- "Hoch die internationale Solidarität"

Berichte zu den Wahlkampfaktivitäten der "Liga" kommen aus: West-Berlin, Nürnberg, Öhringen. Berichtet wird auch über die Befreiungsbewegungen in Afrika: MPLA, FRELIMLO, PAIGC.

Schulungshefte der "Liga" sind:
- "Der japanische Imperialismus"
- "Alles für den Sieg des kämpfenden Vietnam"
- "Kampf dem BRD-Imperialismus"

Großveranstaltungen zum "Befreiungskampf der afrikanischen Völker mit Vertretern afrikanischer Befreiungsbewegungen" finden statt in:
- West-Berlin (8.12)
- München (9.12.)
- Stuttgart ( 10. oder 11.12.)
- Frankfurt/M. oder Mainz (12.12.)
- Hamburg (14.12.)
- Köln (15.12.)
Q: Internationale Solidarität. Zeitschrift der Liga gegen den Imperialismus, Jg. 1, Nr. 8, (Dezember) 1972.

Januar 1973:
Die Nr. 9 der Zeitschrift "Internationale Solidarität" (IS) erscheint vermutlich im Januar mit der Titelüberschrift: "Tod der US-Mörderbande".

Inhalt der Ausgabe ist:
- "Kommentar"
- "3 Gesichter des BRD-Imperialismus" (Kapitalexport nach Spanien, die Interessen in Persien, Militärhilfe an Griechenland)
- "Solidarität mit der CISNU"
- "Solidaritätsmeetings"
- "Rede eines Genossen der MPLA"
- "Interview mit Jose Condesse"
- "Kambodscha siegt"
- "Hilfe der USA an Laos"
- "Erklärung der Regierung der DRV"
- "Geschichte der Befreiungsbewegungen"
- "Erklärung des Nationalen Vietnamkomitees"
- "DKP beschimpft Ho Chi Minh"
- "Albanien: Aufbau des Sozialismus (Reisebericht 2. Teil)"
- "Can Binh, das wissbegierige Dorf"
- "Geschichte einmal anders"
- "Die Logik der Völker"

Vom 9.-15. Dezember "führte die Liga gemeinsam mit dem Afrika-Komitee eine Reihe von Solidaritätsmeetings mit dem Kampf der Völker von Angola, Mozambique und Guinea-Bissau durch". Die Rundreise bediente die Städte München, Stuttgart, Frankfurt/M., West-Berlin, Hamburg, Trier und Köln.

Berichtet wird über die kambodschanischen Befreiungsbewegungen: FUNK, GRUNK, FAPLNK. Mit Vertretern der DRV fand am 21.12. ein Gespräch statt, bei dem das NVK und die Vertreter der Botschaft darin übereinstimmten, "dass es zum gegenwärtigen Zeitpunkt, da die US-Imperialisten durch Friedensdemagogie die Weltöffentlichkeit täuschen und die Protestbewegungen demoralisieren wollen, darauf ankommt, die verstärkten US-Aggressionen eine neue Stufe der Solidaritätsbewegungen entgegenzusetzen, die ihren Ausdruck auch in großer Entschiedenheit der Kampfformen finden muss."

Neu in der Reihe "Der antiimperialistische Kampf der Völker. Dokumente und Analysen der Liga gegen den Imperialismus" ist: "Truong Chinh: Zur gegenwärtigen Arbeit der vaterländischen Front Vietnams." Die Rede wurde gehalten am 17.12.1971 auf dem III. Kongress der VFV.

Reklame gemacht wird für Bücher und Schriften aus dem "Oberbaum-Verlag", so u. a. für:
- "Sieben vietnamesische Erzählungen" (Xanu)
- "Ein südvietnamesisches Dort im Befreiungskampf" (Anh Duc, Hon Dat)
- "Der revolutionäre Befreiungskrieg in Angola, Guinea-Bissau und Mozambique".
Q: Internationale Solidarität. Zeitschrift der Liga gegen den Imperialismus, Jg. 2, Nr. 9, (Januar) 1973.

Februar 1973:
Die Nr. 10 der Zeitschrift "Internationale Solidarität" (IS) erscheint im Februar 1973 mit der Titelüberschrift: "Dem endgültigen Sieg entgegen."

Inhalt der Ausgabe ist:
- "Kommentar zum Waffenstillstandsabkommen in Vietnam"
- "Laos: Auf dem Weg zum Sieg"
- "Kurznachrichten"
- "Die Frauen im antiimperialistischen Kampf"
- "Äthiopien"
- "Fahndungsanzeige"
- "Kurznachrichten"
- "Bildbericht: 20.000 demonstrieren in Bonn"
- "Einheit lässt sich nicht erschachern"
- "Vietnamesischen Kurzgeschichte"
- "Vietnamaktivitäten"
- "Albanien: Aufbau der Industrie"
- "Ägyptische Studenten für Volkskrieg"
- "Bericht der Ortsgruppe Calw"
- "12 Jahre Befreiungskrieg in Angola"

Berichtet wird über die "größte Massendemonstration zur Unterstützung des kämpfenden vietnamesischen Volkes" am 14.1. in Bonn, an der über 20.000 Menschen teilgenommen haben sollen.

Die OG Calw der "Liga" führte in der Woche vom 18.-22.12. "ihre ersten Aktivitäten zur Unterstützung der Befreiungsbewegungen in Angola, Guinea-Bissau und Mozambique durch". Verkauft und verteilt wurde: "Afrika kämpft".
Q: Internationale Solidarität. Zeitschrift der Liga gegen den Imperialismus, Jg. 2, Nr. 10, Februar 1973.

März 1973:
Die Nr. 11 der Zeitschrift "Internationale Solidarität" (IS) erscheint im März 1973 mit einem Zitat von Ho Chi Minh: "Unsere Flüsse, unsere Berge, Menschen werden immer bleiben, ist der Yankee geschlagen, erbauen wir das Land zehnmal schöner als je!"

Inhalt der Ausgabe ist:
- "Bericht von der 2. Delegiertenkonferenz der Liga"
- "Bildbericht"
- "Vorwärts mit der Liga"
- "Ortsgruppe in Helmstedt gegründet"
- "Sammelergebnisse"
- "Befreiungsbewegungen aus sowjetischer Sicht"
- "Sowjet-Diplomatie in Idar-Oberstein: Ratlos"
- "Kurznachrichten"
- "Weltkongress der CISNU"
- "Die rhodesischen Rassisten werden isoliert"
- "Afrika-Demonstrationen"
- "Aktivitäten der Ortsgruppen"
- "Eritrea"
- "Die Zionisten begehen immer abscheulichere Verbrechen"
- "Leserforum"
- "Vietnam"

Zur "2. Nationalen Delegiertenkonferenz der Liga" heißt es u. a.: "Am 25. Februar fand in Berlin die 2. Nationale Delegiertenkonferenz der LIGA GEGEN DEN IMPERIALISMUS statt. Aus allen Teilen der BRD und Westberlin waren über 200 Delegierte aus 37 Ortsgruppen und 6 antiimperialistischen Komitees zusammengekommen. Vom Zentralvorstand wurde ein Rechenschaftsbericht vorgelegt, der ausführlich beraten wurde … Der Rechenschaftsbericht des 2. Zentralvorstands wurde mit einer Reihe von Änderungen und Verbesserungen, die nach den vorausgegangenen Diskussionen in den Ortsgruppen eingebracht wurden, von den Delegierten einstimmig ohne Enthaltungen verabschiedet. In das Programm und Statut der Liga wurden einige Änderungen und Erweiterungen aufgenommen. So wurde die Parole GEGEN MONOPOLDIKTATUR - FÜR VOLKSDEMOKRATIE in das Programm der Liga aufgenommen … Am Schluss der Delegiertenkonferenz wurde der neue Zentralvorstand gewählt, dessen 15 Mitglieder bis auf eine Ausnahme einstimmig gewählt wurden."

Bekannt gegeben wird, dass am 19.2.1973 die OG der "Liga" in Helmstedt gegründet wurde. Für den "Kampf der Völker Afrikas" wurde am 3. und 4. Februar in folgenden Städten demonstriert: München, Nürnberg, Frankfurt/M., Trier, Braunschweig, Hamburg, Essen. Die OG Düsseldorf und Nürnberg berichten von ihren Veranstaltungen "zur Unterstützung der afrikanischen Völker".

Reklame wird gemacht für Bücher und Schriften aus dem "Oberbaum-Verlag" und "Afrika kämpft", das "Bulletin des Afrika Komitees".
Q: Internationale Solidarität. Zeitschrift der Liga gegen den Imperialismus, Jg. 2, Nr. 11, März 1973.

April 1973:
Die Nr. 12 der Zeitschrift "Internationale Solidarität" (IS) erscheint im April 1973 mit der Titelüberschrift: "1. Mai 1973. Deutsche und ausländische Arbeiter - eine Kampffront!"

Inhalt der Ausgabe ist:
- "Bildbericht 1. Teil; Sanrizuka"
- "Deutsche und ausländische Arbeiter - Eine Kampffront"
- "Warum musste Ljubica Skldar sterben?"
- "Pattakos - Mörder Brandt Komplize"
- "Nicht einschüchtern lassen"
- "Kurzgeschichte"
- "Wounded Knee"
- "Kurznachrichten"
- "Albanien: Ausbildung im Dienste des Volkes"
- "Leserforum"
- "Entwicklungshilfe"
- "Ortsgruppen berichten"
- "Thailand: Ein Funke wird zum Steppenbrand"
- "Vietnam-Hilfe - Alles für den Sieg"
- "Vietnam"
- "Kambodscha"
- "Demonstration des NVK in Frankfurt"

Bekannt gegeben wird die Gründung der OG Frankfurt/M. der "Liga" im April 1973 und damit gleichzeitig die Konstituierung des LV Hessen-Rheinland-Pfalz.

Reklame wird gemacht für "Afrika kämpft","Alnasier Irak-Info" Nr. 4 vom Januar 1973 sowie für die Schrift der "Liga": "Erziehungswesen in der Demokratischen Republik Vietnam".
Q: Internationale Solidarität. Zeitschrift der Liga gegen den Imperialismus, Jg. 2, Nr. 12, April 1973.

Mai 1973:
Die Nr. 13 der Zeitschrift "Internationale Solidarität" (IS) erscheint im Mai 1973 mit den Überschriften "Breschnew kommt!", Pogromhetze gegen Antiimperialisten" und "Afrika: Der Sieg ist gewiss!" Zudem: Das Foto einer Parole an einer Häuserwand: "Breschnew u. Brandt. Volksfeinde Hand in Hand!"

Inhalt der Ausgabe ist:
- "Thieu, Henker aus Saigon, raus aus Bonn"
- "Wie man aus Antifaschisten Verbrecher macht"
- "Breschnew kommt"
- "DKP - Agentur der Sozialimperialisten"
- "Ortsgruppen berichten"
- "Kurznachrichten"
- "Die Hilfsdienste des Malteser-Ordens"
- "1. Mai 1973"
- "Lon Nols Tage sind gezählt"
- "Laos"
- "Das Gesundheitswesen in Albanien"
- "Leserforum"
- "Afrika, der Sieg ist gewiss"
- "Reisebericht aus Namibia"
- "Das Gesundheitswesen in Angola"
- "Kriegskommunique der Frelimo"

Zu Uli Kranzusch, der wegen angeblichem "versuchten Totschlag" "in Isolierhaft gehalten wird", wird Solidarität eingefordert.

Bekannt gegeben wird die Gründung der OG Neuwied der "Liga" am 7.4.1973 und der "neue eingerichteten Bezirksleitung Köln-Bonn" im April 1973. Demonstrationen zum 1. Mai, die von der KPD und ihren Unterorganisationen organisiert wurden, fanden statt in: Dortmund, Hamburg, Stuttgart, Nürnberg, Frankfurt/M., Dortmund und West-Berlin.

Reklame wird gemacht für´: "Bulletin. Initiativkomitee für die Stärkung des Filmwesens in der Demokratischen Republik Vietnam (DVR)" Nr. 2., "Afrika Kämpft", "Angola in Arms", "Alnasier - Irak-Info" (Nr. 5).
Q: Internationale Solidarität. Zeitschrift der Liga gegen den Imperialismus, Jg. 2, Nr. 13, Mai 1973.

01.05.1973:
Zum 1. Mai 1973 erscheint ein "Sonderdruck" der Zeitschrift "Internationale Solidarität" (IS): "Aufruf der Liga gegen den Imperialismus: Deutsche und Ausländische Arbeiter - Eine Kampffront!"

Inhalt der Ausgabe ist:
- "Die ausländischen Arbeiter - Eine gewaltige Profitquelle für die Monopol"
- "Die imperialistische Lüge von der Entwicklungshilfe"
- "Die Militärhilfe der BRD dient der Unterdrückung der Völker"

Parolen zum 1. Mai 1973 sind u. a.:
- "Kampf den reaktionären Ausländergesetzen"
- "BRD - Raus aus der NATO"
. "Nieder mit dem BRD Imperialismus"
- "Nieder mit dem USA-Imperialismus - Dem Hauptfeind der Völker"
- "Kampf dem staatlichen Terror der SPD-FDP Regierung"
- "Nieder mit dem sowjetischen Sozialimperialismus"
- "Alles für den endgültigen Sieg des kämpfenden vietnamesischen Volkes"
- "Sieg im Volkskrieg"
- "Es lebe der 1. Mai. Es lebe die Weltrevolution"
- "Gegen Monopoldiktatur - Für Volksdemokratie"
Q: Internationale Solidarität. Zeitschrift der Liga gegen den Imperialismus, Jg. 2, Sonderdruck zum 1. Mai, West-Berlin, April 1973.

Juni 1973:
Die Nr. 14 der Zeitschrift "Internationale Solidarität" (IS) erscheint im Juni 1973.
Inhalt der Ausgabe ist:
- "Ist die Liga eine kriminelle Organisation?"
- "Solidaritätserklärungen"
- "Weyer. Ein Mann, wie die Bourgeoisie ihn braucht"
- "Solidarität mit allen politischen Gefangenen"
- "Demonstration gegen den Breschnew Besuch"
- "Kurzgeschichte zum 1. Mai"
- "Kurznachrichten"
- "Watergate, ein Blick hinter die Kulissen"
- "Chronik Israel"
- "Brandt reist nach Israel"
- "Das palästinensische Volk schlägt zurück"
- "Ortsgruppen berichten"
- "Wie unsere amerikanischen Freunde die Interessen des deutschen Volkes schützen"
- "Die Befreiung der Frau in China"
- "Meeting zum 3. Jahrestag der Gipfelkonferenz der Völker Indochinas in Paris"
- "Kambodscha, die Lüge des CIA zerplatzen wie Seifenblasen"

Gegen die "Pogromhetze in der BRD gegen die Liga gegen den Imperialismus, die KPD und das Nationale Vietnamkomitee, bekunden zahlreiche ausländische kommunistische und antiimperialistische Organisationen ihre feste Solidarität", so die "Partita Communista - Marxista-Leninista" (Italien), das "Nationale Vietnamkomitee der Niederlande", die "Indochina-Palästina Komitees" aus Frankreich, das "Dänische Vietnamkomitee", der "Zentralvorstand der Schweizerischen Vietnamkomitees", der "Zentralvorstand der Kommunistischen Partei der Schweiz" (KPS), das "Indochinakomitee Wien" (Österreich).

Berichtet wird über die Demonstrationen und Aktionen gegen Breschnew in Dortmund am 19. und 20.5.1973.

Bestellt werden können beim "Vertrieb der Liga" in Köln: "Plakate für den endgültigen Sieg der Völker Indochinas" und "Sieg im Volkskrieg" sowie "Plakette mit dem Emblem der Liga". Reklame wird für die Zeitschrift "Nhan Dan", das ZO der "Partei der Werktätigen Vietnams", in der in der Ausgabe vom 12.4.1973 über die Bonner Rathausbesetzung berichtet wurde.
Q: Internationale Solidarität. Zeitschrift der Liga gegen den Imperialismus, Jg. 2, Nr. 14, Juni 1973.

18.06.1973:
Von der "Liga" herausgegeben, erscheint ein "Sonderdruck" der Zeitschrift "Internationale Solidarität" (IS): "Weg mit dem Bombenabwurfplatz in Nordhorn-Range! Die Bevölkerung von Klausheide kämpft für die endgültige Beseitigung des Bombenabwurfplatzes". Inhalt des zweiseitigen "Sonderdrucks" ist:
- "Chronik der Kämpfe"
- "Weiterkämpfen: Der Bombenabwurfplatz muss weg"
- "Wem nutzt die NATO?"
Q: Internationale Solidarität. Zeitschrift der Liga gegen den Imperialismus (Sonderdruck), 18. Juni 1973.

Juli 1973:
Die Nr. 15 der Zeitschrift "Internationale Solidarität" (IS) erscheint im Juli 1973 mit den Titelüberschriften: "Nordhorn-Range. Bildbericht über den Kampf gegen den Bombenabwurfplatz" und "NATO: Aufrüstung gegen den Kampf der Völker".

Inhalt der Ausgabe ist:
- "Die NATO, Feuerwehr, Stoßtrupp gegen die Erpresserpolitik der Sowjetunion"
- "Bekämpft die NATO - Ein Werkzeug des Imperialismus"
- "Nordhorn-Range"
- "Portugal - Wie der Imperialismus ein Land zerstört"
- "Griechenland - Boykott des Referendums"
- "Kurznachrichten"
- "Hände weg von der KPD"
- "Ortsgruppen berichten"
- "Leserforum"
- "Interview mit Saydi Mingas (MPLA)"
- "Die befreiten Gebiete in Kambodscha"
- "Grußadresse der laotischen Genossen"
- "Vietnam: Neue Siege"
- "Vor 20 Jahren: Das koreanische Volk besiegt die US-Aggression"

Berichtet wird von der Großdemonstration "Hände weg von der KPD. Sofortige Freilassung von Uli Kranzusch! Freiheit für alle politischen Gefangenen" in Karlsruhe am 23. Juni 1973, zu der "5.000 Demonstranten zusammenkamen". Organisiert wurde die Demo u. a. vom "Komitee: Hände weg von der KPD".

Gegründet hat sich in Erlangen das "Komitee: Freiheit für Abraham Beiene", das "sich zum Ziel gesetzt hat, die Entlassung des fortschrittlichen Eritreaners A. Beiene aus dem Bezirkskrankenhaus Erlangen zu erzwingen, wo er seit 1 Jahr widerrechtlich festgehalten wird".

Reklame wird gemacht für die Nr. 1 des Bulletins: "Hände weg von der KPD", das 14-tägig erscheinen soll und für Schriften von Kim Il Sung: "Der Rechenschaftsbericht des Zentralkomitees der Partei der Arbeit Koreas an den V. Parteitag" und: " Kurze Geschichte der revolutionären Tätigkeit des Genossen Kim Ir Sen".
Q: Internationale Solidarität. Zeitschrift der Liga gegen den Imperialismus, Jg. 2, Nr. 15, Juli 1973.

August 1973:
Die Nr. 16 der Zeitschrift "Internationale Solidarität" (IS) erscheint im August 1973 mit der Titelüberschrift: "Es lebe der Sozialismus!".

Inhalt der Ausgabe ist:
- "Die wahren Helden sind die Massen"
- "Der Norden Koreas- Ein sozialistisches Industrieland"
- "Mit einer Hand den Hammer, mit der anderen das Gewehr halten"
- "Machen wir die Kunst zu einer Waffe im antiimperialistischen Kampf"
- "Kurznachrichten"
- "Freiheit für Uli Kranzusch"
- "Ortsgruppen berichten"
- "Bericht aus Uruguay"
- "Neckermanns Apartheitspolitik"
- "Stroessner - Raus aus Hof"
- "Eine klassische Geschichte"
- "Mozambique: Um die Unterdrückung der Völker aufrecht zu erhalten, ist den Imperialisten kein Verbrechen abscheulich genug"
- Die X. Weltjugendfestspiele"

Im Artikel "Machen wir die Kunst zu einer Waffe im antiimperialistischen Kampf" heißt es u. a.: "Die vielen kulturellen Aktivitäten, die im vergangenen Jahr in der BRD an der antiimperialistischen Front entwickelt wurden, haben bewiesen, dass die Kultur ein wichtiges Mittel zur Gewinnung immer breiterer Teile des Volkes für die gerechte Sache des antiimperialistischen Kampfes ist. Diese Aktivitäten knüpfen an bei den revolutionären Traditionen der deutschen Arbeiterklasse, sie haben zum Inhalt die revolutionären Befreiungskriege, die die in vorderster Front gegen den Imperialismus kämpfenden Völker führen. Sie verbinden also nationale künstlerische Formen mit der Propagierung des weltweiten, internationalen antiimperialistischen Kampfes … Die fortschrittlichen Kulturschaffenden, die gegenwärtig ihre Arbeit in den Dienst des antiimperialistischen Kampfes stellen, spielen bei dieser Entwicklung eine bedeutsame Rolle."

Berichtet wird weiter aus Ingolstadt, wo die Ingolstädter Sympathisantengruppe der "Liga", unterstützt von der OG Erlangen, Nürnberg und München gegen eine Militärschau der Bundeswehr protestierte, von der OG Kreuzberg, die gegen "Türkei, eine neue Kolonie der Bundesrepublik" agitierte, von der OG Münster, die am 19. und 20.7. eine Veranstaltung durchführte, die unter dem Motto stand: "Deutsche und ausländische Arbeiter - Eine Kampffront".

Agitiert wird gegen die "X. Weltjugendfestspiele", die "nicht dazu dienen, den weltweiten antiimperialistischen Kampf der Jugend voranzubringen, sondern allein das Ziel haben, fortschrittliche Jugendliche aus aller Welt Sand in die Augen zu streuen".
Q: Internationale Solidarität. Zeitschrift der Liga gegen den Imperialismus, Jg. 2, Nr. 16, August 1973.

September 1973:
Die Nr. 17 der Zeitschrift "Internationale Solidarität" (IS) erscheint im September 1973 mit den Titelüberschriften: "Kambodscha: Keine Chance den Kriegsverbrechern" und "Nahost. Die Jagd nach den Ölprofiten".

Inhalt der Ausgabe ist:
-"Die Jagd nach den Ölprofiten"
-"Schah Reza Pahlevi: Kettenhund der USA-Ölmonopole am Golf"
-"Kambodscha: Keine Chance den Kriegsverbrechern"
- "Bildbericht über Kambodscha"
- "Erklärung der GRUNK"
- "Ortsgruppen berichten"
-" Freiheit für alle Gefangenen des Thieu-Regimes"
- "Uli Kranzusch schreibt aus der Haft: Solidarität hilft siegen"
- "Leserforum"
- "SPD - Auf der Seite der Völker der Dritten Welt?"
- "Auf wessen Seite die SPD-Regierung wirklich steht (Brief von der MPLA)"
- "Weltjugendfestspiele"
- "Streik"
- "Kurznachrichten"

Aufgerufen wird zu einem "Internationale Solidarität"-Fotowettbewerb mit dem Ziel, "auch die Fotografie verstärkt in den Dienst der antiimperialistischen Agitation und Propaganda zu stellen, die Kamera als Waffe im Kampf gegen die Imperialisten einzusetzen".

Reklame gemacht wird für die Neuerscheinung der "Liga": "Der antiimperialistische Kampf der Völker. Dokumente und Analysen. Kambodscha. Der Sieg des Volkes ist gewiss." Bestellt werden kann beim "Vertrieb der Liga" in Köln:
- "Afrika kämpft"
- "Grundschulung"
- "Freiheit für Uli Kranzusch" vom "Komitee: Hände weg von der KPD".
Q: Internationale Solidarität. Zeitschrift der Liga gegen den Imperialismus, Jg. 2, Nr. 17, September 1973.

Oktober 1973:
Die Nr. 18 der Zeitschrift "Internationale Solidarität" (IS) erscheint im Oktober 1973 mit der Titelüberschrift: "Solidarität mit dem Kampf des chilenischen Volkes!".

Inhalt der Ausgabe ist:
- "Die Unabhängigkeitserklärung Guinea-Bissaus"
- "Gegen Entlassungsterror und politische Unterdrückung"
- "Frankreich: Streik! Die richtige Antwort auf Rassenhetze und Abschiebeterror"
- "Kurznachrichten"
- "Chile: Die Unidad Popular liefert das Volk dem Terror der Faschisten aus"
- "Ortsgruppen berichten"
- "Genschers Mördertruppe"
- "Aufruf zur Demonstration gegen Lohnraub, Arbeitshetze und Teuerung"
- "Marokko: Vor dem Volkskrieg"
- "Sudan: Der Widerstand des sudanesischen Volkes wächst"
- "Laos: Sofortige Einhaltung des Friedensabkommens durch die USA-Imperialisten"

Der Prozess gegen Uli Kranzusch soll wegen "versuchten Totschlag" am 15.10. beginnen. Die Parolen dazu lauten: "Freiheit für Uli Kranzusch!", "Freiheit für alle politischen Gefangenen."

Berichtet wird vom "Ford-Solidaritätskomitee", das sich während des Ford-Streiks konstituierte. Am 15.9.1973 führte es in Köln eine Demo "von 3.000 in Köln" an. Aufgerufen wird zur "Solidarität mit Baha Targün und allen anderen entlassenen Fordarbeitern". Berichtet wird von der neugegründeten OG Braunschweig, die "faschistische Parolen entfernte" und der OG Attendorn, die am 30.8. gegen den Militarismus agitierte. Die OG Schöneberg veranstaltete ein "antiimperialistisches Fest". "Die Liga fordert alle Antiimperialisten und fortschrittliche Menschen auf, dem Aufruf der KPD zur Demonstration gegen Lohnraub, Arbeitshetze und Teuerung in Dortmund, am 3.11.1973, zu folgen!"

Neu wird von der "Liga" "Programm und Statut" herausgegeben. Eine weitere Neuerscheinung ist: "Alnasier - Ira-Info Nr. 5."
Die IS erscheint nun im "Verlag Internationale Solidarität" in Köln.
Q: Internationale Solidarität. Zeitschrift der Liga gegen den Imperialismus, Jg. 2, Nr. 18, Oktober 1973.

November 1973:
Die Nr. 19 der Zeitschrift "Internationale Solidarität" (IS) erscheint im November 1973 mit der Titelüberschrift: "Solidarität mit dem gerechten Kampf der arabischen Volksmassen!"

Inhalt der Ausgabe ist:
- "Nahostkrieg: Im Volkskrieg liegt die Zukunft der arabischen Völker"
- "Weder Krieg noch Frieden: Die Linie der Sozialimperialisten im Nahen Osten"
- "Zionistische Verbrechen"
- "Kurznachrichten"
- "Uli Kranzusch-Prozess: Tribunal gegen die Imperialisten"
- "Gespräch mit Uli Kranzusch: Solidarität hilft siegen"
- "Weg mit der Bestie Thieu - Interview mit J. und D. Barton"
- "Sofort eine Aufenthaltsgenehmigung für Baha Targün"
- "Albanien: Justiz im Dienste des Volkes"
- "Thailand: Das Volk jagt die faschistische Thanom-Prapas-Clique aus dem Land"
- "Augenzeugenbericht: Ich war in Chile"
- "Ortsgruppen berichten"
- "Freiheit für alle politischen Gefangenen des Schah-Regimes"
- "Oman: Ein Funke wird zum Steppenbrand"

Berichtet wird von der Großdemo der KPD und der "Liga" in Dortmund gegen: "Lohnraub, Arbeitshetze, Teuerung und politische Unterdrückung", zu der sich über "6.000 Menschen" zusammenfanden.

Zum Prozess gegen Uli Kranzusch wird erklärt, dass die "Solidaritätsbewegung mit Uli Kranzusch von ca. 30 Komitees getragen wurde und in deren Verlauf eine große Zahl von Solidaritätsveranstaltungen in Städten der BRD und Westberlin durchgeführt wurden". Und später: "Die Freilassung des Genossen Uli Kranzusch hat der gesamten antiimperialistischen Bewegung eine große Ermutigung gegeben."

"1.000 Menschen" demonstrierten in Köln für eine Aufenthaltsgenehmigung für Baha Targün und "aller nach dem Streik entlassenen Ford-Kollegen".

Berichtet wird von der OG Leverkusen der "Liga", die bei einer öffentlichen Versammlung der Jusos deren "Anbiederungstaktik zu den wilden Streiks" kritisierte, von der OG Augsburg, die einen "Laden eröffnete", von der OG Nürnberg, die bei einem "Prozess gegen sieben Genossen der OG Nürnberg" wegen eines "Aufrufs zu einer verbotenen Demonstration gegen Breschnew und Brandt am 20.5. In Dortmund", Solidarität übte.

Reklame gemacht wird für: "Rote Hilfe. Zeitung der Roten Hilfe e. V., sowie für: "Rote Hilfe: Uli Kranzusch klagt an. Broschüre zum Prozess gegen Uli Kranzusch".
Q: Internationale Solidarität. Zeitschrift der Liga gegen den Imperialismus, Jg. 2, Nr. 19, November 1973.

Dezember 1973:
Die Nr. 20 der Zeitschrift "Internationale Solidarität" (IS) erscheint im Dezember 1973 mit der Titelüberschrift: "Sofortige Einhaltung des Pariser Friedensabkommens!"

Inhalt der Ausgabe ist:
- "Ölkrise? Nein!"
- "Die Energiepolitik der BRD-Imperialisten"
- "Kambodscha: Die GRUNK nicht länger mehr Exilregierung"
- "Vietnam: Sofortige Einhaltung des Friedensabkommens durch die USA-Imperialisten und die Thieu-Clique"
- "Kurznachrichten"
- "Nieder mit der braunen Pest"
- "Griechischer Kollege zusammengeschlagen"
- "Schandurteil gegen Uli"
- "Abraham Beiene freigekämpft"
- "Ortsgruppen berichten"
- "Bandiera rosa trionfera"
- "Türkei"
- "Tod dem Faschismus in Griechenland"
- "Rede des Genossen der PFLOAG"

Reklame gemacht wird für die Zeitschriften: "Angola in Arms", "Mozambique Revolution", "Afrika kämpft" und Nr. 1. von "Al Tahir. Zeitschrift des Komitees zur Unterstützung der kämpfenden Völker im Nahen und Mittleren Osten."

Uli Kranzusch wird nach dieser Ausgabe zu "einem Jahr ohne Bewährung" verurteilt.

Die OG Nürnberg berichtet über die "Klassenjustiz gegen LIGA-Genossen", die OG Neuwied "prangert das kapitalistische Gesundheitswesen" an.

Weiter wird berichtet vom "3. Nationalen Kongress der FILE" und vom "1. Auftritt der Künstlergruppe Liga des roten Windes".
Q: Internationale Solidarität. Zeitschrift der Liga gegen den Imperialismus, Jg. 2, Nr. 20, Dezember 1973.

Januar 1974:
Die Nr.1, 3. Jg., der Zeitschrift "Internationale Solidarität" (IS) erscheint im Januar 1974 mit der Titelüberschrift: "Kampf den Notstandsmaßnahmen!"

Inhalt der Ausgabe ist:
- "Ölkrise"
- "Expansion und Ausbeutung durch den BRD-Imperialismus"
- "Naher Osten"
- "DKP - Geschäftlich unterwegs"
- "China ohne Energiekrise"
- "Spanien: Das Volk kämpft"
- "Solidarität mit der Vietnam Hilfe"
- "Vietnam: Pariser Friedensabkommen"
- "Wettlauf der Imperialisten"
- "Verfolgung fortschrittlicher vietnamesischer Studenten in der BRD"
- "Die dritte Kraft"
- "Kurznachrichten"
- "Island: Reisebericht Teil 1"
- "Kein Verbot des KSV"
- "Oman und Dhofar"
- "Hungersnot in Äthiopien"
- "Frelimo und SPD"
- "Zum 80. Geburtstag des Genossen Mao Tsetung"

Berichtet wird vom Vietnam-Fest am 15. Dezember 1973 in Frankfurt/M. und einer sich anschließenden Demonstration, die u. a. unter dem Motto "Alles für den Sieg der kämpfenden indochinesischen Völker!" stand. Die "Internationale Solidarität" interviewt ein Mitglied der ZL des KSV, der hier gegen den "Verbotsantrag der Westberliner CDU" agitiert. Aufgerufen wird zur Demo "zum Ersten Jahrestag des Pariser Friedensabkommens am 26.1.1974 in West-Berlin". Aufgerufen haben:
- Liga gegen den Imperialismus
- NVK
- Vietnam-Hilfe: "Alles für den Sieg"
- KPD
- KJV
- KSV
- Indochina Komitee/Verband gegen den Imperialismus (Dänemark)
- NVK (Niederlande)
- Verband gegen den Imperialismus (Belgien)
- Indochina-Palästina Komitee (Frankreich)
- Schweizer Vietnamkomitees.

Parolen sind u. a.:
-"Sofortige Einhaltung des Pariser Friedensabkommens durch die USA-Imperialisten und das Thieu-Regime"
- "Alles für den endgültigen Sieg der kämpfenden Völker Indochinas"
- "Nieder mit dem USA-Imperialismus, dem Hauptfeind der Menschheit"
- "Sieg im Volkskrieg"
- "Es lebe die weltweite Solidarität mit dem siegreichen Kampf der Völker Indochinas."

Mit dem 3. Jahrgang ändert die IS ihre Zählweise von durchgehend auf jährlich; nach der Nr. 20 (1973) folgt die Nr. 1 (1974).
Q: Internationale Solidarität. Zeitschrift der Liga gegen den Imperialismus, Jg. 3, Nr. 1, Januar 1974.

Februar 1974:
Die Nr. 2 der Zeitschrift "Internationale Solidarität" (IS) erscheint im Februar 1974 mit der Titelüberschrift: "Solidarität mit dem Kampf der englischen Arbeiterklasse!"

Inhalt der Ausgabe ist:
- "Das Energiesicherungsgesetz ist ein Ermächtigungsgesetz"
- "Klassenjustiz unter der Regie der Politischen Polizei"
- "Weg mit den Todesurteilen im Iran. Kein Verbot der CISNU"
- "Neues Buch über Guinea Bissao: Ein Volk in Bewegung kann niemand aufhalten"
- "England"
- "Irland: Interview mit einem Vertreter der SINN FEIN"
- "Kurznachrichten"
- "SPD bescheinigt Söldnerbande Ehrlichkeit"
- "In den befreiten Gebieten von Laos"(Bildbericht)
- "Nachricht der Ortsgruppe Schöneberg zur sogenannten Ölkrise"
- "Ortsgruppen berichten"
- "Internationaler Vietnamtag in Westberlin am 26.1."
- "Spanien: Revolutionäre Antifaschistische Volksfront FRAP gegründet"
- "Island: Reisebericht Teil II"

Die OG Kreuzberg der "Liga" agitiert im Januar gegen die "Ölkrise" mit den Parolen: "Weg mit dem Fahrverbot" und "Runter mit den Benzin- und Ölpreisen!". Die OG Moabit und die "Vietnam-Hilfe" in West-Berlin führten zur Unterstützung des "Kampfes des vietnamesischen Volkes" in der Woche vom 26.11. - 1.12.1973 "eine große Sammel- und Propaganda-Kampagne durch".

Am 26.1.1974 führte die "Liga", die KPD und das NVK, "Rote Hilfe" und "Vietnam-Hilfe- Alles für den Sieg" in West-Berlin ihren "Internationalen Vietnamtag" durch, der unter der Hauptforderung: "Strikte Einhaltung des Pariser Friedensabkommens - Punkt für Punkt" durch. Es schließt sich eine Demonstration an, an der "5.000 Menschen aus dem In- und Ausland" teilnahmen. Vertreter folgender Gruppen waren anwesend:
- Vietnamkomitee der Niederlande
- PCMLI
- Komitee gegen den Faschismus im Mittelmeer (Italien)
- Indochina- und Palästina Komitee (Dänemark)
. Beheiren (Japan)
- EKKE (Griechenland)
- ETA
- A.A.S.P.
- TTIA (Irak)
- CISNU
- FRAP
- FILE (Italien)
- ÄSU (Äthiopien).

Bekannt gegeben wird, dass sich im Februar 1974 die FRAP in Spanien gegründet hat. Filmveranstaltungen der "Liga" sollen zu Korea im Februar/März 1974 stattfinden.
Q: Internationale Solidarität. Zeitschrift der Liga gegen den Imperialismus, Jg. 3, Nr. 2, Februar 1974.

März 1974:
Die Nr. 3 der Zeitschrift "Internationale Solidarität" (IS) erscheint im März 1974 mit den Überschriften: "Klassenkämpfe in Westeuropa", "Italien: Gegen Korruption und Teuerung".

Inhalt der Ausgabe ist:
- "Irland"
- "Heath und der 3-Phasen-Plan"
- "Italien: Arbeiter und Bauern: Gegen Korruption und KPI-Bonzen"
- "Nieder mit der Franco-Diktatur"
- "Landesverband Hessen/Rheinland-Pfalz gegründet"
- "Ortsgruppen berichtet"
- "OG-Wedding: Aktivitäten zum Internationalen Vietnamtag"
- "Folter in der BRD"
- "Interview mit der PLO"
- "Korea: Not kämpfend in Wohlstand verwandeln"
- "Kambodscha siegt"

Berichtet wird über die Verurteilung zum Tod von Salvador Puig Antich am 8. Januar 1974 in Spanien. Antich wurde am 1. März hingerichtet. Die "Liga" und die FRAP organisieren am 16. Februar in Düsseldorf eine Solidaritätsdemonstration für Antich.

Im "Verlag der Internationalen Solidarität" erscheint neu: "Liga Aktuell (1): Erdölimperialismus", "Liga Aktuell (2): Interview mit Wilfried Burchett" sowie im "Oberbaum-Verlag" vom "Afrika Komitee" herausgegeben: "Ein Volk in Bewegung kann niemand aufhalten." Neuerscheinungen sind weiter eine Broschüre zu Oman/Dhofar: "Aus einem Funke wird ein Steppenbrand. Dokumente aus den befreiten Gebieten." Das "Schulungs- und Agitationsheft" Nr. 2 der "Liga" ist erschienen. Thema: "Alles für den Sieg des kämpfenden Vietnam."

Am 26.1.1974 findet in Münster "eine Demonstration aus Solidarität mit dem persischen Volk" statt.
Das Kemptner Nah-Ost-Aktiv der "Liga" führte am 2. Februar eine Straßenkampagne durch. Zu einem Palästina Fest kommen in Göttingen "300 Menschen". Organisiert wurde es vom "Antiimperialismus-Komitee-Göttingen", vom "Nah-Ost-Komitee" und der "Liga".
Die OG Wedding führte zahlreiche Aktivitäten zum Vietnamtag durch.

Bekannt gegeben wird, dass im Februar die verschiedenen "Vietnam-Ausschüsse" in die "Liga" überführt wurden. Im März 1974 wurde der Landesverband Hessen/Rheinland-Pfalz der "Liga" gegründet.

Der Artikel: "Korea: Not kämpfend in Wohlstand verwandeln", berichtet über "Die Linie der koreanischen Volksdemokratie beim sozialistischen Wiederaufbau", in dem Kim Il Sung gehuldigt wird. Dazu erscheint im März das "Bulletin Nr. 1 des Korea Komitees."

"Internationale Kambodscha-Aktivitäten" sollen in der Zeit vom 17.-23.3.1974 stattfinden.
Q: Internationale Solidarität. Zeitschrift der Liga gegen den Imperialismus, Jg. 3, Nr. 3, März 1974.

April 1974:
Die Nr. 4 der Zeitschrift "Internationale Solidarität" (IS) erscheint im April 1974 mit der Titelüberschrift: "1. Mai 1974. Gegen den Vormarsch des westdeutschen Imperialismus!" Darunter: "Stärkt die internationale Kampffront gegen Ausbeutung und Unterdrückung!"

Inhalt der Ausgabe ist:
- "Gesinnungs-Paragraph 90a - Vom Faschismus übernommen"
- "Der BRD-Imperialismus plündert die Völker - Irland, Brasilien"
- "Militärhilfe"
- "Ein türkischer Freund berichtet"
- "Für ein Kulturzentrum deutscher und ausländischer Arbeiter"
- "Schah Mörder -Brandt Komplize"
- "Nah-Ost-Aktiv Lindenberg"
- "Chlorgas - Lebensqualität"
- "Ortsgruppen berichten"
- "Rache für Salvador Puich2
- "Kurznachrichten"
- "Chile: Reisebericht"
- "Japan: interview mit Beheiren"
- "Solidaritätsveranstaltungen mit zwei laotischen Genossen"
- "Internationale Kambodschawoche"

Berichtet wird über das Lindenberger "Nah-Ost-Aktiv der Liga", das sich für Abraham Beiene einsetzt, über die OG Neuwied der "Liga", die einen Kulturabend zu Friedrich Wolf veranstaltete, über die OG Cuxhaven der "Liga", die gegen die "jungen Nationaldemokraten" agitiert. Über Nordkorea wird berichtet, dass es dort "keine Steuern mehr gibt".

Am 2. März führe die "Liga" in München eine "Solidaritätsveranstaltung mit laotischen Genossen" durch. Berichtet wird auch über die "Internationale Kambodscha-Woche vom 17.-23.3.1974.

Es erscheint: "Liga Aktuell" (3) mit dem Thema: "Das kambodschanische Volk wird Phnom Penh befreien".
Q: Internationale Solidarität. Zeitschrift der Liga gegen den Imperialismus, Jg. 3, Nr. 4, April 1974.

Mai 1974:
Die Nr. 5 der Zeitschrift "Internationale Solidarität" (IS) erscheint im Mai 1974 mit der Titelüberschrift: "Verteidigt die Revolution in Oman und Dhofar!"

Inhalt der Ausgabe ist:
- "Arabischer Golf"
- "Ortsgruppen berichten"
- "Japan: Interview mit Beheiren"
- "Kurznachrichten"
- "Internationale Konferenz zum Pariser Vietnam Abkommen"
- "Spinoala - Ein Freund der Völker Afrikas"
- "Spendenaufruf für die Republik Guinea Bissau"
- "Pressehetze gegen die VR China"
- "Griechenland"
- "Bundesgrenzschutz in Luxemburg"
- "Korrespondenz"
- "Weg mit dem Bundeswehrmunitionslager"
- "Chile: Die Politik der Faschisten"
- "Asylrecht für politische Flüchtlinge"
- "Pariser Club"
- "Ausländerlager Zirndorf"
- "Spanien: 43 Jahrestag der 2. Spanischen Republik"
- "Veranstaltung der FRAP"

Die OG Düsseldorf berichtet über Costa-Gavras Film: "Der heimliche Aufstand" (heißt: "Der unsichtbare Aufstand", d. Verf.) und einer sich anschließenden Diskussionen mit Filmbesuchern, die OG Siegen über die "Freundschaft zwischen dem deutschen und türkischen Volk", die OG München-Nord über die "Agitation vor einem Einkaufszentrum", die OG Frankfurt/M. übt Solidarität für "verhaftete türkische Patrioten".

Berichtet wird auch über den 1. Mai 1974, aus den Städten: West-Berlin, Dortmund, Düsseldorf, Erlangen, Hamburg, Nürnberg, Frankfurt/M., Stuttgart.

Erhältlich sind im "Verlag Internationale Solidarität" "3 Schallplatten mit revolutionären türkischen Kampfliedern", eine "Schallplatte des Nationalen Vietnamkomitees: Alles für den Sieg des kämpfenden Vietnamesischen Volkes."

Bei der "Großveranstaltung in Gelsenkirchen zur Feier des 43. Jahrestages der 2. Spanischen Republik" am 24.4.1974 kam es zu einem Eklat. Vertreter der KPD/ML wollten Genossen der "Liga" daran hindern, eine "Solidaritätsadresse" zu verlesen. Sie soll gegen "die Absprachen verstoßen" haben.
Q: Internationale Solidarität. Zeitschrift der Liga gegen den Imperialismus, Jg. 3, Nr. 5, Mai 1974.

Juni 1974:
Die Nr. 6 der Zeitschrift "Internationale Solidarität" (IS) erscheint im Juni 1974 mit der Titelüberschrift: "Solidarität mit dem chilenischen Volk! Nieder mit der faschistischen Junta!"

Inhalt der Ausgabe ist:
- "Chile: Unterdrückung und Widerstand"
- "Faschistische Kulturgruppe vertrieben"
- "Prozesse gegen UP-Mitglieder"
- "Gegen die Teilnahme Chiles an der Weltmeisterschaft"
- "Persische Offiziere in Darmstadt"
- "Portugal - Veranstaltung der MTPE"
- "Kurznachrichten"
- "Griechenland"
- "Freiheit für Wallraff"
- "Freiheit für alle politischen Gefangenen"
- "Hier spricht der Sender TH Athen"
- "Italien: Kongress der FARP"
- "Indien"
- "Studentenkämpfe in Südkorea"
- "Ortsgruppen berichten"
- "Eine Frauenklinik für das vietnamesische Volk"
- "Interview mit einem Bewohner des Ausländerlagers Zirndorf"

Reklame wird gemacht für die "monatlich erscheinende Zeitung":
- "Alles für den Sieg der kämpfenden Völker Indochinas", den
- "Vietnam Kurier", der Zeitung der "Vietnam-Hilfe: Alles für den Sieg."
Die "Dokumente (1972-1973) der Revolutionären Kommunistischen Bewegung Griechenlands (E.K.K.E.)" sind ebenfalls erhältlich.

Die OG Darmstadt der "Liga" berichtet über die Agitation gegen "persische Söldner". Mit der "Liga" Hamburg, Frankfurt/M. und Köln führte die MTPE (Portugal) eine Veranstaltungen durch, bei der es um Spinola ging und u. a. um die Frage, ob dessen Machtergreifung "für die Befreiungsbewegungen in den Kolonien bedeutet, dass sie die Waffe aus der Hand legen können?"

Die OG Hamburg berichtet über die Diskussion mit Dr. Couto, Mozambique, die OG Cuxhaven übe die Verhinderung einer NPD-Veranstaltung, die OG Bochum über die Eröffnung eines Kulturzentrums für deutsche und ausländische Arbeiter, die OG Steglitz von ihrer Agitation gegen Faschisten, das AIK Göttingen von der "erfolgreichen Solidarität mit dem griechischen Volk". Die OG Nürnberg wird von der "Liga" zum Ausländerlager Zirndorf interviewt.

Neue Filme:
- "Hände weg von der KPD. Film der Roten Hilfe als Dokument eines erfolgreichen Kampfes gegen den Abbau der demokratischen Rechte an der Seite der Kommunistischen Partei Deutschlands"
- "Vietnam nach dem Pariser Friedensabkommen- Der Preis des Friedens" und "Volk von Irland".
Q: Internationale Solidarität. Zeitschrift der Liga gegen den Imperialismus, Jg. 3, Nr. 6, Juni 1974.

Juli 1974:
Die Nr. 7 der Zeitschrift "Internationale Solidarität" (IS) erscheint im Juli 1974 mit der Titelüberschrift: "Klassenkämpfe in Südeuropa".

Inhalt der Ausgabe ist:
- "Frankfurt: SPD unterstützt Faschisten"
- "Günter Routhier ermordet"
- "Internationale Zusammenarbeit für die Völker Afrikas"
- "Klassenkampf in Südeuropa"
- "Portugal"
- "Catarina Eufemia lebt"
- "Cunhal: Spinolas linke Hand"
- "Griechenland"
- "Interview mit der E.K.K.E."
- "Die Angst der Junta wächst"
- "Italien"
- "Reisebericht aus Sardinien"
- "Spanien"
- "Bericht eines Arbeiters"
- "Aperatura - Zur Scheinliberalisierung in Spanien"
- "Kurznachrichten"
- "Delegiertenkonferenz der Liga"
- "Zum ersten Parteitag der KPD"
- "Nixon raus aus Brüssel"
- "Ortsgruppen berichten"
- "Zum Tod von Neset Danis"
- "Lindenberg: Schlupfwinkel der sowjetischen Sozialimperialisten"
- "Sportfest des LV NRW"
- "Britischer Terror in Irland"
- "Chile si, Junta no"

Neben der Berichterstattung zu Danis, Jendrian und Hytrek wird ausführlich über G. Routhier berichtet, der am 13. Juni "an den Folgen von Verletzungen, die ihm prügelnde Polizisten beigebracht hatten", so die IS, verstarb. Der 24. Juni, der Tag der Beerdigung, sei ein "revolutionäres Begräbnis" gewesen; denn die "Anwesenden verharrten nicht in Trauer über den Tod von Günter Routhier, sondern sie bekundeten ihre Empörung über seine feige Ermordung und ihre feste Entschlossenheit, den Kampf gegen die imperialistische Herrschaft fortzusetzen bis zu ihrem Sturz und bis zur Errichtung einer neuen sozialistischen Gesellschaft".

Veröffentlicht wird eine "Solidaritätsadresse", die die "Internationale Zusammenarbeit zur Unterstützung der kämpfenden Völker Afrikas" unterstützen soll. Hintergrund ist der Putsch in Portugal am 25.4. Eine gemeinsame Beratung der am 22./23.6. in Salzburg versammelten Organisationen und antiimperialistischen Komitees aus Angola, Guinea Bissau, den Kapverden, Mozambiques und SaoTome, sowie MPLA, PAIGC, Frelimo und CLSTP, erklären ihre "feste Entschlossenheit, Euren Befreiungskampf bis zum endgültigen Sieg über Kolonialismus, Neokolonialismus und Imperialismus zu unterstützen". Dazu veranstaltet die "Liga" vom 22.-27.9. eine "Solidaritätswoche".

Bekannt gegeben wird, dass am 8. und 9. Juni mit "mehr als 250 Delegierten und Gastdelegierten aus über 50 Ortgruppen, aus Antiimperialistischen Komitees, Aufbaugruppen und Vietnamausschüssen … der 3. Nationale Delegiertentag der Liga durchgeführt" wurde. "Die Liga hat mit einem revolutionären Programm einen konsequenten Kampf gegen den Imperialismus geführt, sie ist die führende antiimperialistische Kraft in der BRD und Westberlin." Erstmals wird davon gesprochen, dass sich in der "Liga" der "Kampf zweier Linien", der "bürgerlichen und der proletarischen Linie verstärkt". Es würde um die Frage gehen: "Halten wir am notwendigen Sturz des Imperialismus fest oder propagieren wir einen sog. 3. Weg, arrangieren wir uns mit dem Imperialismus?"

Zum 1. Parteitag der KPD wird eine "Grußadresse" verabschiedet.

In Hannover stören Mitglieder der "Liga" eine Versammlung mit Löwenthal, In Nordhorn findet eine "Antifaschistische Kundgebung" gegen eine "Wahlveranstaltung der NPD" mit Thadden statt. Die OG Tempelhof der "Liga" agitiert gegen eine "Aktionswoche der SPD in Tempelhof". Die OG Eimsbüttel berichtet über Solidaritätsaktionen mit Neset Danis.

Im "Verlag der Internationalen Solidarität" ist als Neuerscheinung zu erwerben: "Brennpunkt Afrika 1: Eine Reise des Afrikakomitees" und: "Tod dem Faschismus in Chile. Solidarität mit dem kämpfenden chilenischen Volk." Der Bochumer Aktionskreis "Südliches Afrika", bringt die Broschüre: "Solidarität mit der FRELIMO" heraus.

Reklame wird auch gemacht für die "Rote Hilfe".

Zu Pfingsten 1974 findet in Köln "ein Fußballturnier statt". Dazu hatte der LV NRW der "Liga" aufgerufen. Zum Wettkampf wurde die Parole ausgegeben: "Solidarität - Nicht Sieg entscheidet! Für die Rote Sporteinheit!"
Q: Internationale Solidarität. Zeitschrift der Liga gegen den Imperialismus, Jg. 3, Nr. 7, Juli 1974.

August 1974:
Die Nr. 8 der Zeitschrift "Internationale Solidarität" (IS) erscheint im August 1974 mit der Titelüberschrift: "Schluss mit Schmidts Polizeistaatsterror!"

Inhalt der Ausgabe ist:
- "SPD Polizeimaßnahmen"
- "Dieser Terror hat System"
- "Sofortige Freilassung der spanischen Patrioten"
- "Gesinnungsurteil gegen 3 spanische Arbeiter"
- "Prügel für Antifaschisten im Klarsfeld Prozess"
- "Terrorurteil gegen B. Asdonk"
- "Fiete Schulz zum 2-ten mal verurteilt"
- "Eine alte Antifaschistin berichtet"
- "Der letzte Landesverband der Liga gegründet"
- "Ortsgruppen Berichte"
- "1. Parteitag der KPD"
- "Milliarden für Krupp und Schah"
- "Griechenland: Die politischen Gefangenen sind frei"
- "Zypern-Schlappe für die US-Imperialisten"
- "Indien: Eisenbahner gegen die Regierung"
- "Reisebericht aus Sardinien. 2. Teil"
- "Kurznachrichten"
- "Erklärung des Korea-Komitees"
- "Aufbau des Filmwesens in Vietnam"
- "Solidarität"

Die IS erscheint jetzt in der "Hermann Böke Verlagsgesellschaft mbH für Internationale Solidarität". Eine Neuerscheinung ist: Norodum Sihanouk und Wilfred Burchett: "Mein Krieg mit dem CIA", die allerdings im "Oberbaum-Verlag" erscheint.

Im Kölner Prozess gegen Beate Klarsfeld, wird diese zu "zwei Monaten Gefängnis ohne Bewährung" verurteilt. Im Berliner Asdonk-Prozess fällt die Justiz "Terrorurteile". "Höchststrafen von 7 bis 13 Jahren."

Reklame wird für die "Befreiung Nr. 2" gemacht und für ein "Plakat des Korea-Komitees zum Aufbau des Sozialismus in der KVDR".

Bekannt gegeben wird die Gründung des LN Niedersachsen in NS, wohl Ende Juli 1974. Zum LV NS gehören u. a.: Göttingen, Braunschweig und Helmstedt.

Die OG München-Nord führt einen "politischen 'Kaffeeklatsch' mit älteren Sympathisanten", die "Liga" aus Minden berichtet über die Bespitzelung von "antiimperialistischen Schülern", die "Liga" aus Marburg richtet sich gegen eine "Propagandaveranstaltung für den Schah"."Liga"-Mitglieder aus Idar-Oberstein berichten darüber, dass eine "Straßensammlung für die PFLOAG verboten" wurde und die OG Kiel richtet sich gegen eine "Militärschau in der Kieler Woche".
Q: Internationale Solidarität. Zeitschrift der Liga gegen den Imperialismus, Jg. 3, Nr. 8, August 1974.

September 1974:
Die Nr. 9 der Zeitschrift "Internationale Solidarität" (IS) erscheint im September 1974 mit der Titelüberschrift: "Tod der Junta in Chile! US-Imperialismus raus!"

Inhalt der Ausgabe ist:
- "Wahlaufruf der Liga"
- "Chile: CIA Putsch"
- "Trotz alledem"
- "Ortsgruppenberichte"
- "Die Politik der Opportunisten"
- "IS-Interview mit chilenischen Flüchtlingen"
- "Spanien: Carillos demokratische Junta"
- "Afrika: Niedergang des portugiesischen Kolonialismus"
- "Ortsgruppenberichte"
- "Täglich neue Polizeiüberfälle"
- "Arbeitermorde im Iran"
- "Italien: Volkstribunal in Brescia"
- "Kurznachrichten"
- "Nixon-Rücktritt"
- "Vietnam: Jeder Versuch, das rad der Geschichte zurückzudrehen, wird scheitern"
- "Zum 25. Jahrestag der Gründung der VR China"

Die "Liga" ruft zu den Landtagswahlen in Hessen und Bayern am 20. Oktober auf: "Keine Stimme den Vertretern der bürgerlichen Parteien! Stimmt für die einzige Alternative. Für den Sozialismus. Wählt KPD!"

Erstmals erscheint ein Artikel zum KBW und zur GIM: "Solidarität mit Chile, aber - kein Kampf gegen den Imperialismus." Hier geht es um eine nationale Demonstration in Frankfurt/M.
Zu KBW und GIM meint man: "Ihr Ziel: Aktionseinheit mit Führen von SPD und DKP." Aufgefordert wird dazu, in Frankfurt/M. "gegen USA-Imperialismus und faschistische Junta" zu demonstrieren. Ein Aufruf ist unterzeichnet von: Liga, KPD, KJV, KOV, Rote Hilfe, CISNU, ATÖF, FRAP, FILE und E.K.K.E. würden die Demo unterstützen.

Die OG Steglitz berichtet über einen "Chile-Bazar", die OG München-Nord über einen Polizeiüberfall in München anlässlich einer Kundgebung zur "Ermordung von 16 Arbeitern in Iran", zu der CISNU am 1.8. aufgerufen hatte, die OG Bonn über ein "brutales Polizeivorgehen". Und die OG Köln setzt sich für einen "Freispruch für Ole Callsen" ein.
Q: Internationale Solidarität. Zeitschrift der Liga gegen den Imperialismus, Jg. 3, Nr. 9, September 1974.

Oktober 1974:
Die Nr. 10 der Zeitschrift "Internationale Solidarität" (IS) erscheint im Oktober 1974 mit der Titelüberschrift: "25 Jahre VR China - 25 Jahre Herrschaft des Volkes".

Inhalt der Ausgabe ist:
- "25 Jahre VR China"
- "Die Arbeiter sind die Herren der Fabrik"
- "Dem Volke Dienen"
- "Chinesische Kurzgeschichte"
- "Die Gebirgsstraße"
- "Kampf gegen Konfuzius"
- "Der Sozialimperialismus ist ein gefährlicher Feind der Völker"
- "Hände weg von China"
- "Staatlicher Terror"
- "Wählt KPD"
- "Kurznachrichten"
- "Aufruf zur außerordentlichen Delegiertenkonferenz"
- "Erfolgreiche Delegiertenkonferenz NRW"
- "Nixon-Amnestie"
- "Spinola hat sich verrechnet"
- "Ortsgruppe Tempelhof"
- "Ortsgruppe Minden"
- "Massenbewegung zur Solidarität mit dem chilenischen Volk"

Reklame gemacht wird für die chinesischen Zeitschriften:
- "Peking Rundschau"
- "China im Bild"
- "China Reconstructs". Sie sind im "Verlag Rote Fahne" in Dortmund erhältlich.

Reklame wird gemacht für Postkarten der E.K.K.E. und "Dokumente der Frelimo".

Zum Prozess am 7. Oktober in Kölner Antifaschistenprozess, wird die Parole ausgegeben: "Kein Prozess gegen die 7 Angeklagten!" Die "Revision gegen Uli Kranzusch" wurde "abgelehnt". Am 30. September soll eine neuer "Haftprüfungstermin durchgeführt werden". Zum RAF-Prozess wird gefordert: "Freiheit für alle politischen Gefangenen." Uwe Carstensen, der bisherige presserechtlich Verantwortliche der "Internationale Solidarität" ist wegen "Verleumdung und Verunglimpfung der BRD" angeklagt.

Die "Liga" führte am 12. Oktober in Bonn zusammen mit dem Uni-Kollektiv der Roten Zellen eine Demonstration "gegen den Besuch des Faschisten Hirohito, des japanischen Kaisers" durch. Teilnehmer der Demo werden festgenommen. Am 18. Oktober soll der Prozess stattfinden. Gefordert wird: "Freispruch für die Angeklagten im Bonner Hirohito-Prozess."

Bekannt gegeben wird, dass im LV NRW der "Liga" eine "Delegiertenkonferenz erfolgreich durchgeführt worden sei, die wahrscheinlich im September 1974 stattfand. Die bisherige Linie der "Liga" sei weiter entwickelt worden. Der Kern, dass "auch die Liga für die einzige Alternative der Arbeiterklasse und der Werktätigen eintreten muss - den Sozialismus". Es kommt u. a. zu Auseinandersetzungen in der Frage, "ob die Kampagne zum 25. Jahrestag der VR China unter der zentralen Linie stehen muss: Gegen Imperialismus, Ausbeutung und Unterdrückung und Aggression- Vorwärts im Kampf für den Sozialismus" stehen muss. Und ob die "Liga" nicht "die entscheidende Rolle der Völker, Staaten und Nationen im Kampf für den Sturz des Imperialismus vernachlässige und die Kämpfe der Arbeiter in unserem Land überschätze?" Damit würden sie "den Kampf gegen den Imperialismus, für den Sozialismus ablehnen". Dieser "Fraktionsmacherei" der "Rechtsopportunisten" erteilten die Delegierten "eine klare Abfuhr".

Neuerscheinungen im September 1974 sind in der Reihe:
- "Der antiimperialistische Kampf der Völker. Dokumente und Analysen: Die Niederlage wird zum Sieg. Revolution und Konterrevolution in Chile"
- "Eine Frauenklinik für das Volk Vietnams."

Die OG Tempelhof der "Liga" freut sich über die Teilnahme von "10 Kollegen", die mit auf die Chile-Demonstration gehen und die OG Münster agitiert gegen den amerikanischen Botschafter: "Amerikanischer Botschafter - raus aus Münster."

Am 14. September fand in Frankfurt/M. mit über "20. 000 Menschen" eine "machtvolle Unterstützung des Kampfes des chilenischen Volkes" statt, an der "Liga", die KPD, Rote Hilfe, Frankfurter Marxisten-Leninisten, E.K.K.E., FRAP, CISNU, FILE, ATÖF, die PCmIL, die Türkische Arbeiter- und Bauernpartei teilnahmen. Parolen waren: "Nieder mit dem USA-Imperialismus!", "Tod dem Faschismus in Chile!", "Hoch die internationale Solidarität!"
Q: Internationale Solidarität. Zeitschrift der Liga gegen den Imperialismus, Jg. 3, Nr. 10, Oktober 1974.

November 1974:
Die Nr. 11 der Zeitschrift "Internationale Solidarität" (IS) erscheint im November 1974 mit der Titelüberschrift: "Vietnam, Kambodscha, Laos - den Imperialisten keine Atempause".

Inhalt der Ausgabe ist:
- "Wahlergebnisse"
- "Entlassung wegen Liga-Mitgliedschaft"
- "Indochina"
- "Solidarität bis zum Sieg"
- "Dem vietnamesischen Volk gehört die Zukunft"
- "Die GRUNK" in der UNO"
- "Sammelverbote für die Vietnamhilfe"
- "Nationale Befreiungsbewegung und portugiesische Revolution"
- "China-Kampagne"
- "Afrika-Solidaritätsveranstaltung"
- "Miguel Enriquez ermordet"
- "Propagandaschau für den Schah"
- "Ohne die Befreiung Palästinas kein Friede im Nahen Osten"
- "Aufhebung des GUPS/GUPA Verbots"
- "Oman: Schah-Truppen greifen wieder an"
- "Bonn: Tenno Prozess vertagt"
- "Köln: Antifaschistenprozess"
- "Freispruch für Klaus Öllerer"
- "Mittelmeerkonferenz gegen die NATO in Rom"
- "Regierungswechsel in Portugal"
- "Generalstreik in Spanien"
- "Wahlen in Griechenland"
- "Kurznachrichten"

Bei den LTW in Bayern und Hessen stimmen 10.871 für die KPD. Die meint dazu, dass das "Stimmen für den Sozialismus" seien.
Bestellt werden kann: Ho Chi Minh: "Ausgewählte Werke" (Bd. 1, 2 und 3) und ein Zusatzband, sowie: "Kambodscha dem kambodschanischen Volk", von Le Duan, Truong Chinh, Nguyen, Giap, PhanHung, Le Duc To u. a.: "Sozialistischer Aufbau in der demokratischen Republik Vietnam."
Die OG Giesing der "Liga" legt ihre politische Linie fest, die "VR China nicht als sozialistisches Wunderland anzupreisen, sondern den Sozialismus als einzige Alternative zum imperialistischen System" zu propagieren, die OG Moabit bereitet eine "Kampagne zum 25. Jahrestag der Gründung der Volksrepublik China" vor.
In Bonner ist der Hirohito Prozess vertagt worden.
Für Klaus Öllerer wird "Freispruch" eingefordert. Dazu wird eine "Solidaritätsresolution" veröffentlicht, die den Tenor hat, dass auch "das Recht auf freie Meinungsäußerung … auch in der Bundeswehr gewährleistet sein muss".
Aufgerufen wird dazu den "revolutionären Generalstreik in Spanien" zu unterstützen.
Q: Internationale Solidarität. Zeitschrift der Liga gegen den Imperialismus, Jg. 3, Nr. 11, November 1974.

Januar 1975:
Die Nr. 1, 4. Jg., der Zeitschrift "Internationale Solidarität" (IS) erscheint im Januar 1975 mit der Titelüberschrift: "Weg mit Thieu!"

Inhalt der Ausgabe ist:
- "2 Jahre Friedensabkommen"
- "Führung der Arbeiterklasse"
- "OG Moabiut berichtet"
- "Thieu: Plan Komet"
- "China Kampagne"
- "Staatlicher Terror in der BRD"
- "Kein Ausrutscher mehr"
- "Gesinnungsurteile"
- "Gesetze gegen das Volk"
- "Ausbildungsverbot"
- "Naher Osten"
- "Sowjetische Bomben gegen das kurdische Volk"
- "Nieder mit dem südafrikanischen Rassismus"
- "Briefe an die Liga"

Zum "Pariser Friedensabkommen" plant die "Liga" abends eine "Großveranstaltung" in Köln am 25.1.1975 und vormittags eine "Großkundgebung".
Die OG Moabit der "Liga" berichtet über ihre Vorbereitungen eines Agit.-Prop Stücks zur "Solidarität mit den kämpfenden Völkern Indochinas".
Zur "China Kampagne" sei die Leitlinie gewesen dass die "deutsche Arbeiterklasse mit der chinesischen gemeinsam hat, "jegliche Ausbeutung" abzuschaffen und "die neue Gesellschaft zu errichten".
Uwe Carstensen erhält im August einen "Strafbefehl über 6.500 DM".
Im Kölner Antiimperialistenprozess wird gefordert, dass die "Gesinnungsurteile fallen müssen". Vor einem Jahr seien die Angeklagten "zu insgesamt 7 1/2 Jahren Gefängnis verurteilt worden".
Eine OG Heidelberg der "Liga" wird am 8.12.1974 gegründet.
Ein "Vietnam Fest" soll in Frankfurt/M. am 4.1.1975 stattfinden.
Berichtet wird über eine Rundreise der ISK mit der italienischen Gruppe "Liga des Roten Windes" durch 8 BRD-Städte im Dezember 1974.
Ein Kalender der FRAP für 1975 ist erhältlich.
Q: Internationale Solidarität. Zeitschrift der Liga gegen den Imperialismus, Jg. 4, Nr. 1, Januar 1975.

Februar 1975:
Die Nr. 2 der Zeitschrift "Internationale Solidarität" (IS) erscheint im Februar 1975 mit der Titelüberschrift: "Naher Osten. Vereint gegen die imperialistischen Supermächte".

Inhalt der Ausgabe ist:
- "Naher und mittlerer Osten"
- "Volkskrieg in Oman"
- "Für ein autonomes Kurdistan"
- "Vietnam: Wir werden niemals um Frieden betteln"
- "Indochina Tag in Westberlin"
- "OG Baden-Baden berichtet"
- "Buchbesprechung: DRV Broschüre"
- "LV Hessen-Rheinland/Pfalz
- "Wählt KPD"
- "Strauß in der VR China"
- "Freiheit für Hanns Marzini"
- "Polizeimord in München"
- "Prozess gegen türkische Patrioten"
- "Kein Kernkraftwerk in Marckolzheim"
- "Chile-Solidarität"
- "Massenstreik in Spanien"
- "Aufruf des ZV der Liga"
- "Ogs München berichten"

Zur "Außerordentlichen Delegiertenkonferenz der Liga" heißt es u. a.: "Auf der 3. Nationalen Delegiertenkonferenz der LIGA haben die Delegierten von über 50 Ortsgruppen beschlossen, dass die LIGA alle ihre Kämpfe zur Unterstützung der unterdrückten Völker und der Proletarier aller Länder mit dem Ziel führt, das Joch von imperialistischer Ausbeutung und Unterdrückung abzuwerfen, das menschenverachtende imperialistische System endgültig zu beseitigen und die Gesellschaft zu errichten, die ein Leben ohne Ausbeutung und Untererdrückung, ohne Aggression und Krieg verwirklicht - den Sozialismus. Der Zentralvorstand wurde auf dieser Delegiertenkonferenz beauftragt, der Erfahrung der Mitglieder der LIGA, dass immer mehr Menschen in der BRD nach einer Alternative zu dem korrupten, verbrecherischen imperialistischen System suchen, Rechnung zu tragen, die Perspektive des Sozialismus als diese Alternative in unseren Kämpfen aufzunehmen und zur Grundlage der zukünftigen Programmatik der LIGA zu machen. Dieser Beschluss und seine Umsetzung in der Massenarbeit der LIGA hat zu einem heftigen Kampf zweier Linien in der gesamten Organisation geführt, in dem die Mitglieder sich um die revolutionäre Linie der LIGA zusammengeschlossen haben. Der Zentralvorstand hat diese Linie, die vor allem in der Kampagne zum 25. Jahrestag der Gründung der VR China sowie der Unterstützung der indochinesischen Völker in den letzten Wochen ihre Anwendung gefunden hat, genutzt, um die Analyse der Entwicklung der Widersprüche im internationalen und nationalen Rahmen voranzutreiben, die Kampferfahrungen der Organisation in den letzten Monaten zu verallgemeinern und, gestützt auf die Diskussionen in den Ortsgruppen, größere Klarheit über die Aufgaben der LIGA zu schaffen. Das Ergebnis der Beratungen des Zentralvorstandes ist in einem Entwurf für das zukünftige Statut sowie der Entschließung 'Die gegenwärtige Lage und die Aufgaben der LIGA', die beide im Januar veröffentlicht worden sind, zusammengefasst …"

Aufgerufen wir dazu, an der Diskussion von Statut und Entschließung teilzunehmen."
Parolen sind u. a.: "Erhöhen wir unsere Klarheit über die Aufgaben im antiimperialistischen Kampf!" "Vorwärts mit der Liga gegen den Imperialismus!" 5.000 Menschen" demonstrieren in West-Berlin am 25.1. ihre Solidarität mit dem vietnamesischen Volk. Die OG Baden-Baden berichtet über ihren "Aufruf zur Gründung der Vietnamausschüsse". Lu den LTW in Hessen und Rheinland-Pfalz wird dazu aufgerufen die "Liste der KPD" zu wählen. Im Münchener Antifaschisten Prozess wird "Freispruch für die 4 Angeklagten" und "Freispruch für Hanns Marzini" gefordert. Die OG Braunschweig berichtet über "falsche Freunde" zur Chile-Solidarität.

Aufgerufen wird dazu, für "den Kampf des spanischen Volkes", für die "Freistellung proletarischer Genossen" und für den "Aufbau des technischen Apparates" zu spenden. Dazu erscheint der "Aufruf des Zentralvorstands der Liga gegen den Imperialismus."
Q: Internationale Solidarität. Zeitschrift der Liga gegen den Imperialismus, Jg. 4, Nr. 2, Februar 1975.

März 1975:
Die Nr. 3 der Zeitschrift "Internationale Solidarität" (IS) erscheint im März 1975 mit der Titelüberschrift: "Imperialistische Supermächte - Raus aus Europa!"

Inhalt der Ausgabe ist:
- "Imperialistische Supermächte"
- "In England"
- "Türkei"
- "Italien"
- "Spanien"
- "Portugal"
- "Die neue Verfassung der Volksrepublik China"
- "Die Revolution in Oman/Dhofar"
- "OG Berichte zur Vietnamkampagne"
- "Die befreiten Gebiete in Kambodscha"
- "Laos: Das Volk führt die Revolution fort"
- "Zum Jahr der Frau"
- "Bethanien wird besetzt"
- "Berufsverbote gegen Liga-Mitglieder"
- "Mitgliederversammlung des LV Baden-Würtemberg"
- "Briefe an die Liga"
- "Kurznachrichten"

In St. Wendel soll eine OG der "Liga" gegründet werden. Dazu fand am 20. 2. eine "Vietnam-Veranstaltung" statt. Damit sei ein erster Schritt "des Liga-Aufbaus im Saarland getan".
Die OG Kreuzberg sammelt für eine "Frauenklinik in den befreiten Gebieten".
Am 15.2. wird in West-Berlin eine Demo unter dem Motto: "Bethanien gehört uns. Bethanien wird besetzt" durchgeführt.
In Baden-Württemberg findet im Februar eine Mitgliederversammlung der "Liga" statt. Bekannt gegeben wird, dass "9 Vietnamausschüsse aufgebaut wurden". Im Zentrum der Auseinandersetzungen, stand die "schonungslose Aufdeckung aller rechtsopportunistischen Auffassungen, die uns vom Kampf abhalten wollen und den Vorstellungen einer friedlichen Verankerung nachhängen".
In der "Schlussresolution" heißt es zum "Kampf zweier Linien": "Wir stellen ermutigt fest, dass sich unser Landesverband auf dem richtigen Weg befindet. Die begeistert aufgenommenen Beispiele aus der Massenarbeit einzelner Ortgruppen haben gezeigt, dass mit Tatkraft und gestützt auf die revolutionäre Linie wir wieder angefangen haben, aus Stagnation und Trägheit herauszufinden, dass wir es verstehen, die Praxis zum Prüfstein von Erfolg und Misserfolg zu machen. Wir geben uns damit nicht zufrieden, sondern sehen dadurch bestätigt,
* dass der Kampf zweier Linien auch nach dem Ausscheiden der offen rechten Positionen aus unserem Landesverband nicht beendet ist,
* dass die Einheit des Landesverbandes stets durch die Entfaltung des antiimperialistischen Kampfes unter den Massen und im Geist des Angriffs gegen die Imperialisten neu erkämpft werden muss und sich nicht von selbst herstellt,
* dass auf der Grundlage von Statut und 'Entschließung' der LIGA es keine Neutralität im Ringen zwischen Imperialismus und Revolution geben kann,
* dass wir Schwankungen in unserer Organisation als Ausdruck des Klassenkampfes sehen müssen, dass sie beseitigt werden müssen, indem wir die Kräfte der Revolution stärken, Genossen zur Umkehr bewegen, indem wir den Zentralismus, d.h., den Zusammenschluss auf der Grundlage eines einheitlichen Kampfplans stärken.
* In den Diskussionen der Mitgliederversammlung haben wir Positionen zurückgewiesen, die die Schwierigkeiten in der Massenarbeit in den Vordergrund stellen, die nicht davon ausgehen, dass wir uns Kampfziele stecken müssen, um die Massen zu begeistern und ihre Initiative organisiert zu entfalten. Wir lehnen jede Strömung und alle Auffassungen über unsere Aufgaben ab, die auf friedliche Verankerung, auf Meinungskampf statt Klassenkampf, auf bloße Propaganda hinauslaufen wird. Im Kampf für eine Welt ohne Ausbeutung und Unterdrückung, für die Beseitigung des Imperialismus durch den Sozialismus unter der Führung der Arbeiterklasse darf es keine Massenverachtung geben … "
Q: Internationale Solidarität. Zeitschrift der Liga gegen den Imperialismus, Jg. 4, Nr. 3, März 1975.

April 1975:
Die Nr. 4 der Zeitschrift "Internationale Solidarität" (IS) erscheint im April 1975 mit der Titelüberschrift: "Alles für den Sieg der Völker Indochinas!"

Inhalt der Ausgabe ist:
- "Freiheit für die revolutionäre Presse"
- "1. Mai-Aufruf: Kampf der imperialistischen Kriegstreiberei"
- "Portugal: Nicht Ford, nicht Breschnew"
- "Naher Osten: 'Friedens'henry abgeblitzt"
- "Krise des sowjetischen Sozialimperialismus"
- "Kampf dem Militarismus"
- "Innere Sicherheit"
- "Anwerbung zur Polizei"
- "Polizeiüberfälle auf Arbeiterjugendzentren"
- "Polizeimord in Köln-Vingst"
- "Kampf gegen KKW in Wyhl"
- "Delegiertenkonferenz"
- "Indochina"
- "Einreiseverbote"
- "Grußadresse der GRUNK"
- "Ortsgruppenberichte"
- "Erklärung der Provisorischen Revolutionären Regierung"
- "Wahlaufruf des Landesvorstands Nordrhein-Westfalen"
- "Korea: Rede des Genossen Kim Il Sung"
- "Filmkritik: Flammendes Inferno"

Berichtet wird über die "Straf- und Ermittlungsverfahren" gegen die der "Liga". Parolen dazu sind u. a.:
"Freiheit für die revolutionäre Presse", "Freispruch für Uwe Carstensen",
"Freispruch für alle Angeklagten Flugblattverteiler, Zeitungsverkäufer und Presserechtlich Verantwortliche", "Weg mit dem Gesinnungs- und Staatsschutzparagraphen!" Aufgerufen wir dazu für die Prozesse zu spenden. Der Prozess gegen Carstensen soll am 15. April vor dem Amtsgericht in Köln stattfinden.
Am 22. und 23. März "tagte die außerordentliche Delegiertenkonferenz der LIGA GEGEN DEN IMPERIALISMUS in Köln" Anwesend waren "450 Delegierte aus den Ortsgruppen und Vietnamausschüssen". Ein neues Statut und eine "Entschließung" zur "Gegenwärtigen Lage und die Aufgaben der Liga gegen den Imperialismus" wurden verabschiedet.
U. a. beschloss die Konferenz:
"… den Kampf gegen die imperialistischen Supermächte verstärkt zu führen, das Gerede der Sozialimperialisten von "Abrüstung" und "Entspannung" zu entlarven und die Kriegstreiberei der imperialistischen Supermächte entschieden zu bekämpfen, den Kampf der Völker,, Staaten und Nationen nach Kräften zu unterstützen. Die Delegiertenkonferenz stellte fest, dass heute die Hauptkraft im Kampf gegen das imperialistische Weltsystem die 3. Welt ist, den Kampf gegen den BRD-Imperialismus und den staatlichen Terror in unserem Land zu verstärken. Die Delegierten erteilten jeder schematischen Auslegung der Einschätzung der 3 Welten eine Absage und betonten, dass der Sturz des BRD-Imperialismus der entscheidende Beitrag der Antiimperialisten in der BRD und Westberlin zur sozialistischen Weltrevolution ist …"
Die OG Kiel der "Liga" führte am 24.3. eine Kundgebung gegen "die Einreiseverbote" gegen die GRUNK durch". Berichtet wird darüber, dass "Anfang des Jahres" in Gifhorn der "Vietnam-Ausschuss Gifhorn" gegründet wurde. Zur LTW in NRW ruft die "Liga" dazu auf: "Wählt KPD!"
Q: Internationale Solidarität. Zeitschrift der Liga gegen den Imperialismus, Jg. 4, Nr. 4, April 1975.

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