Braunschweig:
Rote Universitäts-Zeitung / Rote Hochschul Zeitung

Materialien zur Analyse von Opposition

Von Jürgen Schröder, Berlin, 3.12.2020

Die hier bisher leider nur lückenhaft (wir bitten um Ergänzungen) dokumentierte Braunschweiger 'Rote Universitäts-Zeitung', später 'Rote Hochschul Zeitung' wurde zunächst herausgegeben vom Sozialistischen Bund Braunschweig (vgl. Juni 1972, 3.7.1972, 12.7.1972, 11.9.1972), aus dem der örtliche Kommunistische Bund Braunschweig und später der Kommunistische Bund Westdeutschland (KBW) entstand sowie an den Braunschweiger Hochschulen der Kommunistische Studentenbund (KSB) Braunschweig. Anlässlich dieser Trennung sowie vermutlich auch der Ausdehnung auf andere Hochschulen wie die SHfBK erfolgte die Umbenennung in 'Rote Hochschul Zeitung'.

Die Sondernummern ergänzen die regulären Ausgaben und aktuellen Extras mit ihren aktuellen Bezügen durch theoretische Erörterungen und Abgrenzungen, wie in Omansolidarität von der KPD (vgl. Juni 1972), aber auch in der Palästinasolidarität von der bundesweiten Linie der KBW-Vorläufer (vgl. Juni 1973). Ab 1974 erfolgte, zugunsten der 'Kommunistischen Volkszeitung' (KVZ) des KBW eine Beschränkung auf hochschulspezifische Themen. Fortgeführt wurde die Zeitung als 'Kommunistische Studentenzeitung'.

Wir danken Dr. Bernd Rother und der Friedrich-Ebert-Stiftung Bonn für die Unterstützung.

Liste der als Scans vorhandenen Zeitungen

Auszug aus der Datenbank "Materialien zur Analyse von Opposition" (MAO)

Juni 1972:
Der Sozialistische Bund Braunschweig gibt erstmals sein Hochschulorgan 'Rote Universitäts-Zeitung' (RUZ - vgl. 3.7.1972) heraus. Erwähnt wird allerdings die Existenz einer alten RUZ (vgl. Okt. 1971), während nun die neue RUZ erscheine. Das neue daran könnte eventuell die Trennung in normale Nummern als Hochschulorgan und Sondernummern als Organ des SB sein. Berichtet wird unter der Verantwortung von F. König u.a. über "Polizeiterror und Notstandsübungen!", u.a. über die Tötungen von Petra Schelm in Hamburg am 13.7.1971, Georg von Rauch am 3.12.1971 in Berlin und von Thomas Weisbecker in Augsburg (vgl. 2.3.1972), eine Hausbesetzung in Hannover (vgl. 8.12.1971) und über Razzien jüngst in Braunschweig. Ein Artikel behandelt das Institut für Psychologie, an dem neben der Basisgruppe und dem SB auch die Hochschulorganisation (HO) des KSV der KPD tätig ist.
Quelle: Rote Universitäts-Zeitung Nr. 1, Braunschweig Juni 1972

Juni 1972:
Der Sozialistische Bund Braunschweig gibt erstmals sein Organ 'Rote Universitäts Zeitung' (RUZ) Sondernummer 1 (vgl. Juni 1973) heraus. Unter der Verantwortung von Fritz König beschäftigt man sich für 50 Pf. (auswärts 60) mit dem antiimperialistischen Kampf. Hierbei setzt man sich vor allem mit den örtlichen Anhängern der LgdI der KPD, den Gruppen Hochschulorganisation (HO) und Sozialistische Oberschülerorganisation (SOSO) auseinander. Außer auf die letzte Vietnamkampagne (vgl. Apr. 1972) wird auch auf die Auseinandersetzung zwischen der LgdI und dem Solidaritätskomitee (SK) für die Unterstützung der arabischen Befreiungsbewegungen Berlin eingegangen. Während das SK sich in einer Erklärung auf die eigene Grundsatzerklärung (vgl. Nov. 1970) beruft und mitteilt, daß die LgdI die Spaltung betreibe, veröffentlichten LgdI und TTIA Irak in der RPK Nr.157 (vgl. 3.3.1972) eine gemeinsame Erklärung, daß man keine Fehler gemacht habe. Die Dhofar-Broschüre sei nicht von SK-Mitgliedern gemacht worden, diese träten vielmehr zu Unrecht als SK-Mitglieder auf. Damit hätten LgdI und TTIA fast das ganze SK für ausgeschlossen erklärt.
Q: Rote Universitäts-Zeitung Sdr.nr. 1, Braunschweig Juni 1972

03.07.1972:
In der vermutlich in dieser Woche erscheinenden Nr. 2 seiner 'Roten Universitäts-Zeitung' (vgl. Juni 1972, 12.7.1972) befaßt sich der Sozialistische Bund (SB) Braunschweig u.a. mit dem Wehrkunde-Erlaß (WKE), der Fachschaft Mathematik / Physik der TU Braunschweig, den Gremienwahlen und Vietnam. Erwähnt wird eine Zelle Politik des SB. Der Abbau der demokratischen Rechte trat außer am Fachbereich Psychologie der TU und an der Staatlichen Hochschule für bildende Künste (SHfbK) auch an der PH zutage, wo es eine PH-Fraktion des SB gibt. Berichtet wird vom Erscheinen der eigenen ersten Sondernummer (vgl. Juni 1972), in der u.a. die LgdI der KPD kritisiert wird.
Q: Rote Universitäts-Zeitung Nr. 2, Braunschweig Juli 1972

12.07.1972:
Der Sozialistische Bund (SB) Braunschweig gibt seine 'Rote Universitäts-Zeitung' Nr. 3 (vgl. 3.7.1972, 11.9.1972) heraus, in der über die Vorgeschichte der heutigen Vietnamdemonstration, über Oman und Dhofar und die Südamerika Veranstaltung (vgl. 10.7.1972) berichtet wird.
Von der Kampagne gegen den Wehrkunde-Erlaß (WKE) wird kundgetan, daß sich in diese u.a. die vierköpfige Oberschülerkommission (OSK) des SB, die innerhalb der Schülerbasisgruppe (SBG) Braunschweig arbeitet, u.a. mit einer Zellenzeitung eingemischt hat.
Die Marxisten-Leninisten (ML) Braunschweig aber, die ehemalige Ortsgruppe der KPD/ML-ZK (vgl. 27.11.1971), hätten eine abstrakte Diskussion initiiert, weswegen zur Demonstration nur 80 erschienen seien.
Man selbst stellt wieder den AStA der TU, in dem zumindest zwei SB-Mitglieder Studenten der Chemie sind und eines Student von Politologie und Germanistik ist.
Q: Rote Universitäts-Zeitung Nr. 3, Braunschweig 12.7.1972

11.09.1972:
Der Sozialistische Bund (SB) Braunschweig gibt, nach eigenen Angaben, ein Extra seiner 'Roten Universitäts-Zeitung' (vgl. 12.7.1972, 18.10.1972) zu den Vorfällen bei der Olympiade in München und in Fürstenfeldbruck heraus.
Q: Rote Universitäts-Zeitung Nr. 4, Braunschweig 18.10.1972,S.6

18.10.1972:
In Braunschweig erscheint die 'Rote Universitäts-Zeitung' Nr. 4 (vgl. 11.9.1972, 30.10.1972), bei der über den Rotdruck, der sie als Hochschulorgan des Sozialistischen Bundes Braunschweig ausweist, in Schwarz KSB (Kommunistischer Bund Braunschweig) gedruckt wurde, da sich ja der SB in KSB und KB aufteilte (vgl. 4.10.1972). Vermutlich wurde für diese Zeitung lediglich bereits in Rot vorgedrucktes Papier aufgebraucht. In dem Bericht über die Teilung des SB wird u.a. auch eine KB-Hochschulzelle erwähnt. Man befaßt sich u.a. mit der FPDLP (Palästina), dem Anschlag von Fürstenfeldbruck, vergangenen (vgl. 20.9.1972, 5.10.1972) und zukünftigen (vgl. 24.10.1972) örtlichen und bundesweiten (vgl. 8.10.1972) Demonstrationen, u.a. gegen die Ausländergesetze, aber auch gegen das Verbot des KB Bremen (KBB).
Q: Rote Universitäts-Zeitung Nr. 4, Braunschweig 18.10.1972

01.11.1972:
Der Kommunistische Studentenbund (KSB) Braunschweig gibt die Nr. 5 seiner 'Roten Hochschul Zeitung' (vgl. 30.10.1972, 14.11.1972) heraus, in der es zur Titeländerung (vgl. 30.10.1972) heißt, daß seit diesem Semester Sympathisantengruppen des ehemaligen Sozialistischen Bundes Braunschweig an PH und Staatlicher Hochschule für bildende Künste (SHfbK) gebildet worden seien, aus denen jetzt KSB-Zellen hervorgingen, so daß der KSB nun nicht mehr nur an der TU sondern an allen Hochschulen in Braunschweig vertreten sei. Berichtet wird dann für 20 Pf. unter der Verantwortung von Arend-Rembert von Horn u.a. über PH, SHfbK, und Politik und Psychologie an der TU, wo der KSB wieder den AStA stelle, vom Antiimperialismuskomitee (AIK) der Hochschulorganisation (HO), der eigenen Initiativgruppe/Kommunistischer Oberschülerbund (IG/KOB) Braunschweig und dem Wilhelmgymnasium, sowie von Vietnam (vgl. 30.10.1972, 4.11.1972), der Demonstration gegen die politische Unterdrückung (vgl. 24.10.1972) und mit Hilfe des BKA Freiburg auch von BMW München.
Q: Rote Hochschul Zeitung Nr. 5, Braunschweig 1.11.1972

14.11.1972:
Der KSB Braunschweig gibt ein Extra "Neuwahlen" seiner 'Roten Hochschul Zeitung' (vgl. 1.11.1972, 4.12.1972) heraus, welches 10 Pf. kostet und in der Verantwortung von Axel Bosse aus Wolfsburg erscheint.
Q: Rote Hochschul Zeitung Extra Neuwahlen, Braunschweig 14.11.1972

04.12.1972:
Der KSB Braunschweig gibt ein Extra seiner 'Roten Hochschul Zeitung' (vgl. 14.11.1972, 11.12.1972) zum Verfahren gegen den presserechtlich Verantwortlichen der 'Roten Arbeiter Zeitung' des KB Braunschweig, Willi Buschmeier, heraus.
Q: Rote Hochschul Zeitung Extra, Braunschweig 4.12.1972

11.12.1972:
Der KSB Braunschweig gibt ein Extra "Plattform zum Kampf für freie politische Betätigung in Ausbildung und Beruf" seiner 'Roten Hochschul Zeitung' (vgl. 4.12.1972, 12.12.1972) heraus.
Q: Rote Hochschul Zeitung Extra Plattform zum Kampf für freie politische Betätigung in Ausbildung und Beruf, Braunschweig 11.12.1972

12.12.1972:
Der KSB Braunschweig gibt die Nr. 6 seiner 'Roten Hochschul Zeitung' (vgl. 11.12.1972, 10.1.1973) heraus, für die Bernd Krauß die Verantwortung übernimmt. Das Zentrale Gremium (ZG) des KSB legt nach seinem Aufruf (vgl. 4.12.1972) nun auch ein Aktionsprogramm zum demokratischen Kampf vor. Von der Vietnamkampagne (vgl. 4.11.1972) wird berichtet, daß die RKJ Braunschweig den Plattformunterzeichnern noch nicht beigetreten sei, obwohl dies national bereits geschehen sei. In Braunschweig allerdings wurde zunächst eine Einheitsplattform zwischen KB Braunschweig und Hochschulorganisation (HO) Braunschweig der KPD ausgehandelt, in der auch der Sozialimperialismus angegriffen wurde. Hierfür wird nun Selbstkritik geübt.
Ein Artikel ruft auf: "Kampf dem Ausbau des staatlichen Unterdrückungsapparates. Kampf der Militarisierung der Gesellschaft", ein weiterer fordert: "Kampf der monopolkapitalistischen Hochschulreform".

Dokumentiert wird der Aufruf zur bundesweiten Palästinawoche (vgl. 11.12.1972).
Q: Rote Hochschul Zeitung Nr. 6, Braunschweig 12.12.1972

10.01.1973:
Der KSB Braunschweig gibt die Nr. 7 seiner 'Roten Hochschul Zeitung' (vgl. 12.12.1972, 23.1.1973) heraus mit dem Leitartikel "Gegen den Opportunismus im demokratischen Kampf", der sich sowohl gegen den MSB Spartakus und den SHB als auch gegen GIM / RKJ sowie die HO des KSV der KPD wendet und u.a. mit Berichten von der Erstsemester-VV an der TU, auf der neben der RKJ auch die Hochschulorganisation (HO) der KPD anwesend war, diese sich aber hinter dem Streikausschuß Architektur versteckte. Vertreten ist die HO auch am Fachbereich Psychologie der TU. Eingegangen wird auch auf den Lohnraub, den Grundvertrag mit der DDR und auf Palästina.
Berichtet wird auch von den Protesten gegen die Hochschulgesetze in Kiel bzw. Schleswig-Holstein, in Bremen, Berlin, Tübingen, Konstanz, aus Bayern u.a. aus München und Regensburg, aus NRW und aus Heidelberg.
Aufgerufen wird zur Vietnamdemonstration in Bonn (vgl. 14.1.1973).
Q: Rote Hochschul Zeitung Nr. 7, Braunschweig 10.1.1973

23.01.1973:
Der KSB Braunschweig gibt die Nr. 8 seiner 'Roten Hochschul Zeitung' (vgl. 10.1.1973, 25.4.1973) mit dem Leitartikel "Nutzen wir die Organe der Verfassten Studentenschaft als Instrumente im demokratischen Kampf" zu den Studentenparlamentswahlen (StPW) an der TU heraus und berichtet vom demokratischen Kampf an PH, SHfbK, TU (Architektur, Politik) und der Fachhochschule für Sozialwesen (Sowe). Die dortige Basisgruppe Sozialwesen (BG Sowe) sei mit der Hochschulorganisation (HO) Braunschweig der KPD befreundet.

Berichtet wird auch von der Vietnamdemonstration in Bonn (vgl. 14.1.1973) und deren Vorbereitung, u.a. durch die Wahl eines zentralen Vietnamkomitees der Braunschweiger Hochschulen am 9.1.1973.
Q: Rote Hochschul Zeitung Nr. 8, Braunschweig 23.1.1973

25.04.1973:
Der KSB Braunschweig gibt die Nr. 9 seiner 'Roten Hochschul Zeitung' (vgl. 23.1.1973, 17.5.1973) heraus u.a. mit Berichten vom Kampf gegen das Niedersächsische Hochschulgesetz (NHG) an PH, SHfbK und TU (Architektur, Politik und Pharmazie). Berichtet wird von Urteilen gegen Heidelberger Studenten von der KHG (NRF) und von der 25. Mitgliederversammlung des VDS (vgl. 22.3.1973) sowie der 27. MV des SVI (vgl. 13.4.1973).

Eingegangen wird auch auf den Bundesgrenzschutz (BGS), den Irak, den Iran und Kuwait, die Ausführungen der ehemaligen Hochschulorganisation (HO) Braunschweig der KPD und jetzigen KSV-Sympathisantenorganisation (KSV-SO) zu Indochina, die diese in ihrem örtlichen Zentralorgan 'Dem Volke Dienen' (vgl. 16.4.1973) tätigte sowie auf den Thieubesuch und die Rathausbesetzung in Bonn (vgl. 10.4.1973), zu der auch eine Beilage mit der Erklärung des ZK des KB Bremen erscheint. Man berichtet von VW Braunschweig und ruft zum 1.Mai auf.
Q: Rote Hochschul Zeitung Nr. 9, Braunschweig 25.4.1973

17.05.1973:
In der Nr. 10 seiner 'Roten Hochschul Zeitung' (vgl. 25.4.1973, Juni 1973) beschäftigt sich der KSB Braunschweig mit dem 1.Mai, u.a. in Bremen, Hanoi, Großbritannien und Portugal, dem Breschnewbesuch in Bonn, der SHfbK (vgl. 8.5.1973) und der KSV-Sympathisantenorganisation (KSV-SO) Braunschweig bzw. deren falscher Linie im demokratischen Kampf, aber auch den Verbotsdrohungen gegen die KPD. Zu Wort kommt auch die eigene Zelle Architektur. Gefordert wird das Recht auf Büchertische, wobei der SHB/GIM-ASTA kritisiert wird.
Berichtet wird vom Hochschulkampf in Heidelberg (vgl. 9.5.1973, 13.5.1973) und Berlin.
Q: Rote Hochschul Zeitung Nr. 10, Braunschweig 17.5.1973

Juni 1973:
Der KSB Braunschweig gibt die Sdr.Nr. 2 (vgl. Juni 1972, Apr. 1974) seiner 'Roten Hochschul Zeitung' (vgl. 17.5.1973, 6.6.1973) heraus, in der unter dem Titel "Kommunistische Politik und Einheitsfront" und unter Verantwortung von Bernd Krauß, Dokumente der letzten eigenen Delegiertenversammlung (vgl. 24.4.1973) und eine Kritik an der Nahostkampagne kommunistischer Hochschulorganisationen der Göttinger Aktionskonferenz zum für den 5.Juni anstehenden Brandtbesuch in Israel enthalten sind. Der Nahostaufruf von Organisationen und Komitees aus Berlin, Bremen, Braunschweig, Frankfurt, Freiburg, Gießen, Göttingen, Hamburg, Hannover, Kiel, Köln und Münster wird von KB und KSB Braunschweig nicht unterstützt.

Der Artikel "Zu den Agitpropformen der Zellen" befasst sich auch mit dem Internationalismus. Zu den Agitationskollektiven wird angemerkt, dass diese an der Kunsthochschule mit ihren kleinen Studiengruppen nicht probat seien. Basisgruppen seien noch an vielen Fachbereichen existent, stellten aber oft lediglich Sympathisantengruppen politischer Organisationen, häufig des KSB, dar.
Q: Rote Hochschul Zeitung Sdr.nr. 2, Braunschweig Juni 1973

06.06.1973:
In der Nr. 11 seiner 'Roten Hochschul Zeitung' (vgl. Juni 1973, 9.7.1973) beschäftigt sich der KSB Braunschweig anlässlich der Reise Walter Scheels nach Ägypten, Jordanien und den Libanon mit dem Nahen Osten, wobei auch auf den Jemen und Oman und Dhofar eingegangen wird, mit Island, dem Breschnewbesuch, dem Kampf gegen die Hochschulgesetze, u.a. in Berlin, Bremen, Freiburg, Hamburg, Heidelberg und München, dem Verlust des AStAs an der TU, der jetzt von SHB und Sozialistischer Hochschulgruppe (SHG) gebildet wird, mit der Rektorwahl an der TU, mit dem BVG-Urteil zum Vorschaltgesetz, und der Auflösung des DGB KJA (vgl. 30.4.1973). Die Ausgabe kostet 30 Pfennig. Berichtet wird auch von der anstehenden Gründung des KBW, wobei die KSV-SO Braunschweig kritisiert wird, angekündigt wird die KBW-Programmschulung der KSB-Zellen.
Q: Rote Hochschul Zeitung Nr. 11, Braunschweig 6.6.1973

09.07.1973:
In der Nr. 12 seiner 'Roten Hochschul Zeitung' (vgl. 6.6.1973, 5.11.1973) beschäftigt sich der KSB Braunschweig im Leitartikel "Das Ende des Streiks ist nicht das Ende des Kampfes" u.a. mit dem Rektor Henze vom BFdW, dem Fachbereich Architektur und dem Verbot, zum Streik aufzurufen (vgl. 19.6.1973, 26.6.1973). Bei der Wahl zum AStA an der TU habe von den 39 Sitzen des StuPa der SHB 8 gewiß und ca. 5 Sympathisanten, der KSB habe 2, 2 weitere von der gemeinsamen Liste und eventuell zusammen 5 bis 6 Stimmen. SHB und GIM hatten gemeinsam kandidiert, der GIM aber wird eine "mangelnde Verankerung in den Fachbereichen, Chemie vielleicht ausgenommen" vorgehalten. Beim SHB an der TU Braunschweig scheint es sich um die Sozialistische Fraktion (SHB/SF) zu handeln, denn der KSB schreibt:"
Wir haben aufgrund der in vielen Punkten fortschrittlichen AStA-Politik dieses Semesters dem SHB eine Koalition angeboten". Auch von Anwürfen durch andere SHB-Gruppen in Braunschweig und den MSB Spartakus gegen den SHB an der TU wird berichtet.

Während die KSV-Sympathisantenorganisation (KSV-SO) zumindest am Fachbereich Architektur tätig ist, kontrolliere der MSB Spartakus mit seinen befreundeten Gruppen die Asten von PH, FHS und SHfbK (vgl. 27.6.1973), der GEW/AKS an der SHfBK vertrete MSB-Positionen, SHB PH und FHS seien dem MSB befreundet. Der MSB musste sich aber im Fachbereich Psychologie dem Streik anschließen, am Fachbereich Sozialwesen der FHS lehnte der MSB den Streik ab.

Noch vor der niedersächsischen Hochschulgesetzdemonstration in Hannover (vgl. 29.6.173), dem Hochschulkampf in Baden-Württemberg (vgl. 7.6.1973), Bayern (vgl. 28.6.1973) und Schleswig-Holstein bzw. Kiel (vgl. 22.6.1973) sowie der Gründung des KBW wird "Der Wiederaufbau der KP in Norwegen" geschildert (vgl. 1961, Feb. 1973). Mit Hilfe der 'Arbeiterzeitung' Mannheim / Heidelberg wird berichtet vom Streik bei John Deere Mannheim (vgl. 22.5.1973).
Q: Rote Hochschul Zeitung Nr. 12, Braunschweig 9.7.1973

05.11.1973:
Der KSB Braunschweig gibt seine 'Rote Hochschul Zeitung' (vgl. 9.7.1973, 3.12.1973) als Extra "Prozess gegen 6 Architekturstudenten - Im Namen des Volkes?" (vgl. 25.1.1973) heraus, der Preis beträgt 20 Pf., die Verantwortung trägt Remo Campen.
Kritisiert wird die Linie der KSV-Sympathisantenorganisation (KSV-SO), den Hauptstoß gegen die Klassenjustiz zu führen. Damit werde vom Hochschulkampf abstrahiert (vgl. 23.10.1973). Berichtet wird vom Büchertischverbot (vgl. 19.10.1973, 22.10.1973) und der Rektorwahl an der TU (vgl. 27.10.1973).
Man berichtet vom Nahostkrieg, u.a. über die Kriegsziele Ägyptens und Syriens sowie die Sowjetunion (SU), und bietet Einführungsschulungen an SHfbK, PH, TU allgemein sowie TU Politik und TU Psychologie an.
Q: Rote Hochschul Zeitung Extra Prozess gegen 6 Architekturstudenten - Im Namen des Volkes?, Braunschweig 5.11.1973

03.12.1973:
Der KSB Braunschweig gibt die Nr. 13 seiner 'Roten Hochschul Zeitung' (vgl. 5.11.1973, Apr. 1974) heraus, in der für 30 Pfennig u.a. über die Energiekrise und die politische Unterdrückung an den Braunschweiger Hochschulen berichtet wird. Das Institut für Politik wurde u.a. bis zum 4.12.1973 geschlossen (vgl. 27.11.1973), weil ein KSBler aus höheren Semestern eine Einführungsübung besucht hatte.

Zum Kampf gegen die Polizeiuniversität (vgl. 7.11.1973, 9.11.1973, 14.11.1973), wie er auch in Erlangen und Heidelberg geführt wird, werden auch Spenden gegen die Prozesse gesammelt, 89.48 DM an der PH, 126.25 DM beim Prozeß selbst und 45.59 in der Kunstpädagogik der SHfbK (vgl. 8.11.1973). Beleuchtet wird auch das Verhalten von MSB und SHB beim Hechtboykott, eingegangen auch auf den Offenen Brief des Niedersächsischen Kultusministers an die Studenten der TU Braunschweig (vgl. 29.11.1973). Man berichtet auch über die eigene KSB-Zelle Kunstpädagogik die eine Ausstellung 'Für eine kämpferisch-realistische Kunst im Dienste des Volks' der Künstlergruppen Kunst & Politik (die dem KBW nahesteht) sowie 'Gruppe Realismus', deren Mitglieder an der Bielefelder Hochschule für Gestaltung studierten, an die SHfBK zu bringen trachtete, und in "PH: Staatskommissar ignoriert Beschluss der Vollversammlung!" von der Auflösung der Abteilungskonferenz als höchstem Organ PH (vgl. 13.11.1973), wo auch der MSB Spartakus der DKP vertreten ist, über die Parlamentswahlen in der Türkei (vgl. 14.10.1973) sowie die Feiern zum 50. Jahrestag der Republik am 20.10.1973 sowie aus Griechenland vom Putsch (vgl. 25.11.1973) und aufgerufen zur Chileveranstaltung (vgl. 13.12.1973).
Q: Rote Hochschul Zeitung Nr. 13, Braunschweig 3.12.1973

April 1974:
Der KSB Braunschweig gibt von seiner 'Roten Hochschul Zeitung' (vgl. 3.12.1973, 24.4.1974) die Sondernummer 3 (vgl. Juni 1973) heraus, in der die Dokumente der 6. Delegiertenversammlung des KSB (vgl. 16.3.1974) veröffentlicht werden. Die Verantwortung trägt Remo Campen.
Q: Rote Hochschul Zeitung Sdr.Nr. 3, Braunschweig Apr. 1974

24.04.1974:
Der KSB Braunschweig gibt seine 'Rote Hochschul Zeitung' Nr. 14 (vgl. Apr. 1974, 21.5.1974) heraus, deren Preis 10 Pfennig beträgt, während die Auflage mit 800 angegeben wird. Berichtet wird im Leitartikel "Der Numerus Clausus ist der offene Bankrott der bürgerlichen Bildungspolitik" vom NC an der TU, von HBK und TU (Bauingwesen, Elektrotechnik, Haus- und Ernährungswissenschaften, Mineralogie und Biologie), aus dem Wahlkampf (vgl. 8.3.1974, 28.3.1974), über die ESG, deren Pfarrer Weert Hüttmann nicht werden darf, in "RCDS: So kommt die Made zum Speck" über den RCDS der CDU und deren Wirtschaftsrat, über "Solschenizyn - ein Vertreter bürgerlicher Literatur" in der Sowjetunion (SU), die bundesweite BAFöG-Demonstration (vgl. 24.1.1974), die örtliche CDU-Veranstaltung (vgl. 28.3.1974), die eigene Maikampagne (vgl. 29.4.1974, 30.4.1974, 1.5.1974) und die politische Unterdrückung in Braunschweig, wie sie sich u.a. gegen Plakatkleber wendet und im Prozeß gegen 5 Teilnehmer einer Tarif- bzw. Fahrpreiserhöhungsdemonstration (vgl. 10.3.1973, 9.4.1974) zeigt.

Aus der Chemie wird gefordert: "Weg mit dem Stöchiometrie-Schein!", aus der Anglistik wird berichtet: "Lehrstühle provozieren Konkurrenz bis zum Faustrecht!".
Über das Regionalmarketing der Stadt Braunschweig bzw. das IAKT wird berichtet in "Internationales Arbeiter-Künstler-Treffen oder wie die Bourgeoisie versucht, die Bewegung im Volk auf ihre Mühlen zu lenken!", dem die eigene Chile-Veranstaltung mit dem Roten Signal entgegengesetzt wird (vgl. 5.5.1974).

Von der Zelle PH wird eine Veranstaltung über das Volksbildungswesen in der VR China angekündigt (vgl. 25.4.1974).
Q: Rote Hochschul Zeitung Nr. 14, Braunschweig 24.4.1974

21.05.1974:
Der KSB Braunschweig des KBW gibt seine 'Rote Hochschul Zeitung' Nr. 15 (vgl. 24.4.1974, 11.6.1974) für 10 Pfennig in einer Auflage von 700 Exemplaren heraus. Aufgerufen wird im Leitartikel "Keinen Schritt Zurückweichen im Kampf um das politische Mandat", welches u.a. für die Unterstützung des Kampf in Oman und Dhofar benötigt werde. Der PH AStA, der von der Juso-ähnlichen GEW-Studentengruppe gestellt wird, sammelte auf 3 Veranstaltungen für die PFLOAG 2 000 DM, das Studentenparlament (SP) der HBK spendete 100 DM, das der TU 500 DM und das der PH ebenfalls 500 DM. Berichtet wird von den SVI und VDS-MVs (vgl. 26.4.1974), wo auch der LHV beim VDS mit unter 1% der Stimmen vertreten war, während er an der TU Braunschweig 15% hat. An der TU habe sich der MSB Spartakus der DKP im Studentenrat (SR) mit Fritz Güde solidarisiert, an der HBK nicht. Zu Wort kommt die eigene Zelle Mathematik/Physik an der TU, weitere TU-Artikel behandeln die Sozialwissenschaftliche Fakultät sowie die Fachbereiche Anglistik, Politik und Architektur und in "TU AStA gibt Lebenshilfe" dessen Rat, sich als Nebenhörer an der PH einzutragen. Man befaßt sich mit der Brandt-Kundgebung in Braunschweig (vgl. 7.5.1974) und seinem Rücktritt, der Gründung der GUV (vgl. 1.5.1974) und deren Unvereinbarkeit mit der GEW (vgl. 9.5.1974), mit der Firma Jägermeister und deren Bemühungen um die Fussballfans von Eintracht Braunschweig, der UdSSR, wozu ein Reisebericht erscheint, dem Internationalen Arbeiterkünstlertreffen (vgl. 1.5.1974) in Braunschweig, einer Plastik von Erich Hauser im Salve Hopes, wo auch Günter Grass seine Zeichnungen ausstelle, und mit einem Kambodscha Infostand. Aufgerufen wird zur KBW-Veranstaltung zum Grundgesetz (vgl. 21.5.1973).
Q: Rote Hochschul Zeitung Nr. 15, Braunschweig 21.5.1974

11.06.1974:
Der KSB Braunschweig gibt ein Extra "Wahlplattform des KSB" seiner 'Roten Hochschul Zeitung' (vgl. 21.5.1974, 19.6.1974) heraus mit einer Auflage von 2 000 Stück. Eingegangen wird auf die Jusos der SPD, den MSB der DKP, den LHV, ALU, SLA und RCDS. Zum KSV der KPD heißt es u.a.: "selbst in der ehemaligen KSV Hochburg Architektur hört und sieht man nichts." Zum Ersten Mai habe der KSV dieses mal nach Hannover mobilisiert.
Q: Rote Hochschul Zeitung Extra Wahlplattform des KSB, Braunschweig 11.6.1974

19.06.1974:
Der KSB Braunschweig gibt die Nr. 16 seiner 'Roten Hochschul Zeitung' (vgl. 11.6.1974, 12.11.1974) für 10 Pf. in einer Auflage von 700 Stück heraus.
Man befaßt sich mit dem Hochschulrahmengesetz im Leitartikel "HRG - Plan der bürgerlichen Klasse für die Hochschule", mit dem Fachbereich 2 (Gestaltung) der HBK und der PH, wo am 13.6.1974 der AStA-Vorsitzende abgewählt wurde, sich die Jusos aber doch durchsetzen konnten. Gefordert wird die Abschaffung des NC an der PH.

Die Zelle FHS des KSB, ist an der FHS Braunschweig/Wolfenbüttel mit MSB Spartakus und SHB konfrontiert. Am Wolfenbütteler Fachbereich Technik arbeiten neben dem KSB auch MSB und KSV. Eingegangen wird auch auf die TU-Bereiche Elektrotechnik, Bauing.wesen, Anglistik, Architektur, Politik, wo die SHG/Juso ein Flugblatt verteilten, Chemie, Germanistik und die Fachschaft Mathematik/Physik.

Man beschäftigt sich auch mit Chile, den Kernkraftwerken (AKW), wozu die Zelle Mathematik / Physik eine Veranstaltung machen wolle, den Landtagswahlen in Niedersachsen, mit Siemens Braunschweig, dem Einsatz von Lichtkanonen gegen Demonstranten, den Landtagswahlen (LTW), sowie mit Dieter Duhm, der auf einer ESG-Veranstaltung auftrat.
Q: Rote Hochschul Zeitung Nr. 16, Braunschweig 19.6.1974

12.11.1974:
In Braunschweig gibt die Zentrale Leitung (ZL) des KSB des KBW ein Extra "Zum Streik der Wohnheimstudenten" (vgl. 1.10.1974), in den auch KSV der KPD und MSB Spartakus der DKP eingriffen, der 'Roten Hochschul Zeitung' (vgl. 19.6.1974, 25.11.1974) heraus mit einer Auflage von 2 000 Exemplaren.
Q: Rote Hochschul Zeitung Extra Zum Streik der Wohnheimstudenten, Braunschweig 12.11.1974

25.11.1974:
Der KSB Braunschweig des KBW gibt seine 'Rote Hochschul Zeitung' (vgl. 12.11.1974, 3.12.1974) in einer Auflage von 400 Stück heraus mit der Schlagzeile "Erfolge im Mietkampf".

Ein Kasten fragt "Kompromiss?" zum Gespräch mit Kühbacher am Morgen. Augerufen wird zur Senatssitzung am 26.11.1974.
Q: Rote Hochschul Zeitung Erfolge im Mietkampf, Braunschweig 25.11.1974

03.12.1974:
Der KSB Braunschweig des KBW gibt seine 'Rote Hochschul Zeitung' Nr. 18 (vgl. 25.11.1974, 14.1.1975) in einer Auflage von 700, zu einem Preis von 10 Pfg. heraus.
Mit dem Mietstreik in den Studentenwohnheimen (vgl. 1.10.1974) solidarisierte man sich auf der TU-VV und an den Bereichen Chemie, Politik und Geschichte. An der PH soll eine Aktionswoche zum Berufsverbot (BV) stattfinden. Berichtet wird auch von der, von Eltern gebildeten, Aktion Kleine Klasse (AKK) und Referendaren an der Hohenstiegschule, von den Schulen Bebelhof und Querum, der Volksschule Rothenburg in der Weststadt, der Grund- und Hauptschule Vechelde, der Oberstufe der Comeniusschule, der Grund- und Hauptschule Pestalozzistraße, aber auch über Christiane Huth in Hamburg.

Berichtet wird vom NC, vom Umzug der FHS Fachbereich Sozialwesen, der Kunstpädagogik an der HBK sowie von der TU von der eigenen Zelle Romanistik, die ein Flugblatt verteilte, der eigenen Zelle Politik, die seit Semestern einen Büchertisch durchführt, der ihr jetzt verwehrt werden soll, über eine Veranstaltung der Deutsch-Israelischen Gesellschaft am Fachbereich Politik, bei der arabischen Studenten und KSBlern der Zutritt verweigert wurde, und über einen Juso aus dem Fachschaftsrat Politik, der die neue Wohnheimmiete bezahlt habe, sowie aus den Bereichen Chemie, Elektrotechnik, Bauingenieurswesen, Mathematik/Physik, Anglistik, Wirtschaftspädagogik (Handelslehrer), Psychologie und von der Demokratischen Linken, deren Linie SPD-nah sei.

Zur Frage der Prüfungen erscheint ein Interview mit Professor Müller von der PH. es erscheint auch ein Artikel "Zur Kritik der bürgerlichen Linguistik". Ein Leserbrief widmet sich dem Dieter Duhm-Artikel der letzten Nummer, wobei es sich offenbar um den ersten Leserbrief überhaupt handelt.
Q: Rote Hochschul Zeitung Nr. 18, Braunschweig 3.12.1974

14.01.1975:
Der KSB Braunschweig des KBW gibt seine 'Rote Hochschul Zeitung' (vgl. 3.12.1974, 21.1.1975) in einer Auflage von 1500 Stück heraus unter der Schlagzeile "Für eine Ausbildung im Dienste des Volkes" mit seiner Wahlplattform, die sich gliedert in die Abschnitte:
- "Wodurch ist die gegenwärtige Lage an den Hochschulen gekennzeichnet?";
- "Recht der Studenten auf materielle Gewährleistung des Studiums, soweit sie keine reichen Eltern haben, die ihnen das Studium finanzieren können!";
- "Für das uneingeschränkte Recht auf freien Zugang zu den Hochschulen und freien Zugang zu allen Studienveranstaltungen!";
- "Recht der Studenten auf Selbstverwaltung aller studentischen Sozialeinrichtungen und ihre Finanzierung durch den Staat!" u. a. zum Ball der Nationen der Ausländer und zum Arbeitskreis Homosexueller Braunschweigs;
- "Recht der Studenten auf uneingeschränkte politische Betätigungsfreiheit und politische Organisierung an der Hochschule!";
- "Recht der Studenten ihre Prüfungsthemen, Prüfer und Prüfungsbedingungen frei zu wählen und auf Öffentlichkeit aller Prüfungsangelegenheiten!";
- "Recht der Studenten auf Bildung von Vertretungskörperschaften mit politischem Mandat, Satzungs- und Finanzhoheit!";
- "Die Studenten müssen sich Klarheit über die gesellschaftlichen Verhältnisse verschaffen und sich in die Volkskämpfe einreihen!".

Der Artikel "Zu den Gremien" gliedert sich in die Abschnitte:
- "Was bleibt in den Hochschulgremien zu tun?";
- "Allen Beschränkungen des freien Zugangs zur Hochschule und den Lehrveranstaltungen entgegentreten!";
- "Keine Schweigepflicht! Öffentlichkeit aller Gremien!";
- "Für das imperative Mandat!".
Q: Rote Hochschul Zeitung Für eine Ausbildung im Dienste des Volkes, Braunschweig 14.1.1975

21.01.1975:
Der KSB Braunschweig des KBW gibt seine 'Rote Hochschul Zeitung' (vgl. 14.1.1975, 28.1.1975) heraus unter der Schlagzeile "Die Ergebnisse des Münchner Kongresses: Die Gründung eines starken Dachverbandes aller Studentenschaften ist nicht sichergestellt!" zum Kongreß von SVI und VDS am 18./19.1.1975.

Zur Urabstimmung wird aufgerufen, mit Ja zu stimmen.
Q: Rote Hochschul Zeitung Die Ergebnisse des Münchner Kongresses, Braunschweig 21.1.1975

28.01.1975:
Der KSB Braunschweig des KBW gibt seine 'Rote Hochschul Zeitung' Nr. 19 (vgl. 21.1.1975, 3.2.1975) zu einem Preis von 10 Pf. in einer Auflage von 700 und unter der Verantwortung von Hubertus Geisler heraus. Berichtet wird vom Mietstreik in den Studentenwohnheimen und aus den Heimen Schunter, Langer Kamp, dem kirchlichen Heim Sielkamp und dem der FHS Wolfenbüttel. Aufgerufen wird: "Das Augenmerk auf das Studentenwerk richten".

Die Zelle PH steht in Konkurrenz zu KSV, MSB Spartakus und Jusos und führte während der Aktionswoche zum Berufsverbot (BV) eine Veranstaltung mit Christiane Huth (Hamburg) durch, an der ca. 200 teilnahmen. Die Prüfungsordnung (PO) wurde verschärft.

Eingegangen wird auch auf die TU und deren Höchstzahlen für Studienplätze sowie den Fachbereich Architektur, auf die Zelle Bauingenieurswesen, die Chemie, das Geographische Institut, die Psychologie, die Zelle Mathematik/Physik, die Germanistik, und zum Politikprofessor Lompe wird gefragt: "Wie sozial ist ein demokratischer Sozialist?".

Berichtet wird auch über die FHS, wo ein Vorlesungsboykott ansteht und die eigene Zelle vom Fachbereich Sozialwesen berichtet und sich mit dem MSB befaßt, der zusammen mit dem SHB den ASTA trägt, und auf die FHS's Hildesheim/Holzminden und Buxtehude/Suderburg.

Von der HBK wird eingegangen auf den Besuch des Kultusministers Grolle und den 10-köpfigen Studentenrat, in dem der KSV und die eigene Zelle Kunstpädagogik 4 Sitze einnehmen sowie berichtet vom Fachbereich 4 experimentelle Umweltgestaltung und aus dem Industrie-Design. Man berichtet noch von Kernkraftwerken, dem Vietnamesischen Studentenverein, dem neuen eigenen Büro und der geplanten China Woche (vgl. 24.1.1975). Vorgestellt wird das Buch von Franz Dick: Kritik der bürgerlichen Sozialwissenschaft.
Q: Rote Hochschul Zeitung Nr. 19, Braunschweig 28.1.1975

03.02.1975:
Der KSB Braunschweig des KBW gibt seine 'Rote Hochschul Zeitung' (vgl. 28.1.1975, 7.2.1975) in einer Auflage von 600 Stück heraus mit der Schlagzeile "Heute um 14.00 Uhr: TU-Vollversammlung / Audi-Max" auf der Die studentischen Vertreter für Konzil und Senat gewählt werden sollen. Die KSB-Kandidaten dafür werden vorgestellt.

Behandelt werden auch "Prozesse gegen die Studentenschaft" und zwar:
- "a) 6 Architekturstudenten in Abwesenheit zu Geld- und Freiheitsstrafen verurteilt!" am 24.1.1975;
- "b) Prozess gegen das politische Mandat der Studentenschaft" gegen den gestern im Studentenrat eine Resolution des AStA mit eingearbeitetem Text des KSB verabschiedet wurde. Diese werden bis zur VV noch im 'AStA-Info' veröffentlicht.
Q: Rote Hochschul Zeitung Heute um 14.00 Uhr: TU-Vollversammlung / Audi-Max, Braunschweig 3.2.1975

07.02.1975:
Der KSB Braunschweig des KBW gibt seine 'Rote Hochschul Zeitung' (vgl. 3.2.975, 10.2.1975) heraus mit der Schlagzeile "Für einen starken, in der Studentenschaft verankerten AStA!", auf den der KSB als mit 9 von 45 Sitzen stärkste Fraktion des Studentenrats Anspruch erhebt, während die Jusos eine Beteiligung ablehnen. Eine Koalition mit dem KSV, der nur 72 Stimmen erhielt, wäre "keine Stärkung" des AStAs.
Q: Rote Hochschul Zeitung Für einen starken, in der Studentenschaft verankerten AStA!, Braunschweig 7.2.1975

10.02.1975:
Der KSB Braunschweig des KBW gibt seine 'Rote Hochschul Zeitung' (vgl. 7.2.1975, 12.2.1975) heraus mit der Schlagzeile "Politikinstitut - Die Politik-Studenten fordern Stellungnahmen von ihrem Professor!" zur Examensprüfung bzw. zu den Profs Rosen und Lompe, der am 12.2.1975 in seiner Vorlesung aufgesucht werden soll. Berichtet wird von Lompes Protest gegen den Kindergaren in Groß-Wülper.
Q: Rote Hochschul Zeitung Politikinstitut, Braunschweig 10.2.1975

12.02.1975:
Der KSB Braunschweig des KBW gibt seine 'Rote Hochschul Zeitung' (vgl. 10.2.1975, 26.5.1975) heraus mit der Schlagzeile "Politik-Professor Lompe kneift!", der seine heutige Vorlesung, in der er zur Examensregelung befragt werden sollte, ausfallen läßt.

Aufgerufen wird zur Diskussionsveranstaltung am 12.2.1975 um 19 Uhr.
Q: Rote Hochschul Zeitung Politik-Professor Lompe kneift!, Braunschweig 12.2.1975

26.05.1975:
Der KSB Braunschweig des KBW gibt seine 'Rote Hochschul Zeitung' (vgl. 12.2.1975, 6.6.1975) heraus mit der Schlagzeile "Einheitliche Kampffront gegen die Aufrechterhaltung des Paragrafen 218 aufbauen!" zur Ablehnung der Fristenlösung durch das Bundesverfassungsgericht (BVrfG). Gefordert wird ein "Volksentscheid zum § 218!".

Eingeladen wird zur Komiteegründung am 29.5.1975, aufgerufen zur Diskussionsveranstaltung am 27.5.1975.

Eine neue 'Rote Hochschul Zeitung' wird für den 28.5.1975 angekündigt.
Q: Rote Hochschul Zeitung Einheitliche Kampffront gegen die Aufrechterhaltung des Paragrafen 218 aufbauen!, Braunschweig 26.5.1975

06.06.1975:
Der KSB Braunschweig des KBW gibt seine 'Rote Hochschul Zeitung' (vgl. 26.5.1975, 24.6.1975) heraus mit der Schlagzeile "Heraus zur Demonstration gegen die Nichteinstellung von 1900 Lehramtsbewerbern" am 10.6.1975 um 16 Uhr vor der PH.

Hingewiesen wird auch auf die Demonstration am 14.6.1975 in Hannover.
Q: Rote Hochschul Zeitung Heraus zur Demonstration gegen die Nichteinstellung von 1900 Lehramtsbewerbern, Braunschweig 6.6.1975

24.06.1975:
Der KSB Braunschweig des KBW gibt seine 'Rote Hochschul Zeitung' (vgl. 6.6.1975, 27.10.1975) heraus mit der Schlagzeile "Veranstaltung des KSB" zum Thema "Nichteinstellung von Lehramtsbewerbern und die Lage an den Schulen" am 25.6.1975.
Q: Rote Hochschul Zeitung Veranstaltung des KSB, Braunschweig 24.6.1975

27.10.1975:
Der KSB Braunschweig des KBW gibt seine 'Rote Hochschul Zeitung' (vgl. 24.6.1975, 28.0.1975) heraus mit der Schlagzeile "Widerstand gegen Fahrpreiserhöhungen ist nötig" mit dem Aufruf zur Demonstration am 1.11.1975 um 12 Uhr ab Kohlmarkt.

Aufgerufen wird zur Veranstaltung des KBW am 30.10.1975.
Q: Rote Hochschul Zeitung Widerstand gegen Fahrpreiserhöhungen ist nötig, Braunschweig 27.10.1975

Letzte Änderung: 13.10.2021