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Bremen-Nord: Bremer Vulkan AG

Materialien zur Analyse von Opposition

Von Jürgen Schröder, Berlin, 26.9.2008

Die Bremer Vulkan AG in Bremen-Nord ist eine der wichtigsten bundesdeutschen Werften. Hier werden vorerst nur einige der vorliegenden betrieblichen, örtlichen und überörtlichen Materialien vorgestellt. Aufgrund der Zufälligkeiten unserer Auswertung ist dieser Artikel stark von der KPD geprägt.

Während der Bremer Vulkan während der Septemberstreiks 1969 noch relativ ruhig bleibt (vgl. 13.9.1969), kommt es in der Metalltarifrunde 1970 zu Streiks (vgl. Sept. 1970, 26.10.1970).

Auch in der Metalltarifrunde 1971 kommt es wieder zu Streiks (vgl. 21.10.191, 27.10.1971, 29.10.1971, 11.10.1971).

Neben der DKP (vgl. 4.12.1969) ist nun auch der Kommunistische Bund Bremen (KBB) auf dem Vulkan aktiv (vgl. Sept. 1970, Juli 1971, Sept. 1971, Jan. 1972, 16.5.1972), wenn auch zunächst noch im Aufbau befindlich (vgl. 10.6.1972, 5.10.1972).

Ein bekannter KPD/ML-ZB-Kader wird schnell wieder entlassen (vgl. 15.2.1972).

Es kommt nun auf dem Bremer Vulkan wiederholt zu Lehrlingsstreiks (vgl. 8.5.1972, 26.5.1972, Juni 1972), was in der Bundesrepublik ja sonst nicht so oft passiert und entsprechend gern in der linken Presse gewürdigt wird.

Auch von den ausländischen Arbeitern wird wiederholt berichtet (vgl. 28.6.1972, Juni 1973) und sogar die Jusos der SPD engagieren sich mittels betrieblicher Presse beim Bremer Vulkan (vgl. Okt. 1972), wo gerade die Metalltarifrunde (MTR) 1972/73 eingeläutet wird (vgl. Okt. 1972), in der nicht zuletzt aufgrund der erhobenen Forderung zahlreiche Gruppen vom Vulkan berichten (vgl. Nov. 1972, 15.11.1972, 14.12.1972).

Nun beginnt auch der KB Bremen mit der Herausgabe seiner Betriebszeitung 'Das Ruder' (vgl. Dez. 1972, Apr. 1973, Mai 1973), seine Betriebszelle wird nun noch um eine Jugendzelle Bremer Vulkan des Kommunistischen Arbeiterjungendbundes (KAJB) Bremen ergänzt (vgl. 15.1.1973).

Streik der Vulkan-Werft-Arbeiter, Sommer 1973
Streik der Vulkan-Werft-Arbeiter, Sommer 1973

Es kommt zunächst zu kleineren Streiks (vgl. 2.3.1973, 30.3.1973), dann aber beteiligt sich die ganze Bremer Vulkanwerft an der großen wilden Streikwelle für Teuerungszulagen (TZL – vgl. 7.6.1973, 14.6.1973, 15.6.1973, 18.6.1973, 19.6.1973, 20.6.1973, 21.6.1973) und erringt zumindest einen teilweisen Erfolg (vgl. 22.6.1973), offenbar auch die Belegschaft der Hoesch Westfalenhütte Dortmund inspirierend (vgl. 27.6.1973).

Die KPD, die bisher in dieser wie immer unvollständigen Darstellung noch gar nicht auftauchte, verfügt nun offenbar über gute Kontakte zum Betriebsrat Heinz Scholz (vgl. 23.6.1973) und beginnt mit der Berichterstattung vom Bremer Vulkan (vgl. Juli 1973, 4.7.1973, 18.7.1973, 22.8.1973), während der u.a. vom KB Bremen gegründete KBW sich intern um die Auswertung der Streiks bemüht (vgl. 7.7.1973, 15.9.1973, 13.10.1973) und von diesen bundesweit berichtet (vgl. 9.7.1973, 11.7.1973, 23.7.1973, 27.10.1973), was aber auch andere Gruppen tun (vgl. 10.7.1973, 21.7.1973, 26.7.1973, 3.9.1973).

Der KBW verkauft nun auch seine 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ) vor dem Vulkan (vgl. 11.7.1973, 12.9.1973, 26.9.1973, 10.10.1973, 24.10.1973, 7.11.1973) mit sinkendem Erfolg, und schildert auch die Repressalien gegen Heinz Scholz (vgl. 1.10.1973), der vermutlich dem Rote Fahne Freundeskreis (RFFK) Bremen (vgl. 10.10.1973) nahesteht. Beschäftigte des Bremer Vulkans besuchen nun offenbar verschiedene Veranstaltungen der KPD und ihrer Freunde (vgl. 16.10.1973, 17.11.1973), die KPD berichtet auch immer wieder von der Vulkanwerft (vgl. 14.11.1973, 20.11.1973, 13.2.1974), wo es vermutlich meist im Zusammenhang mit der Metalltarifrunde 1974 wieder zu kleineren Streiks kommt (vgl. 21.1.1974, 25.2.1974, 3.3.1974).

Die KPD (vgl. 20.3.1974, 27.3.1974) ist nun mit der Gruppe Oppositioneller Gewerkschafter (GOG) befreundet (vgl. Apr. 1974), aber auch der KBW scheint beim Vulkan weiterhin aktiv (vgl. 10.4.1974, 1.5.1974, 26.6.1974).

Es kommt zu verschiedenen Repressalien (vgl. 13.5.1974, 20.5.1974, 31.5.1974, 3.6.1974, 31.7.1974). Die KPD etabliert sich nun offiziell in Bremen (vgl. 26.6.1974, 27.7.1974) und ihre Zelle Vulkan beginnt mit der Herausgabe ihrer Betriebszeitung 'Der Vulkan' (vgl. 3.9.1974, 29.11.1974). In der u.a. gegen die weiter laufenden Ausschlussverfahren aus der IG Metall (vgl. 7.10.1974, 11.11.1974, 25.11.1974, 27.11.1974) angegangen wird.

Zwischen der KPD und dem KBW, der auch unter der Jugend aktiv zu sein scheint (vgl. 27.11.1974, 5.12.1974) ist das Verhältnis offenbar gespannt (vgl. 25.11.1974).

Nun aber kommt es zum Mordanschlag auf Heinz Scholz (vgl. 29.1.1975), was die KPD offenbar zumindest indirekt der Sozialdemokratie anlastet, wobei aus Dortmund eine entsprechende Veröffentlichung der KPD dokumentiert wird (vgl. 31.1.1975). Mit dem KBW gibt es diesbezüglich Differenzen (vgl. 17.2.1975).

Beim Protest bleibt die KPD offenbar gänzlich auf sich allein gestellt, so dass trotz Delegationen aus anderen Orten nur wenige Hundert durch Bremen-Nord demonstrieren (vgl. 1.2.1975). Solidarisch mit Heinz Scholz zeigt man sich aber auch anderswo (vgl. 1.2.1975, 10.2.1975) bzw. bundesweit (vgl. 3.2.1975).

Bei den Betriebsratswahlen 1975 ziehen sowohl Heinz Scholz als auch aus der IGM ausgeschlossene Vertreter des KBW in den Betriebsrat ein (vgl. 16.4.1975), ergänzt wird das bunte Bild der bolschewistischen Avantgarden nun auch um die KPD/ML-Neue Einheit (NE – vgl. 5.5.1975), während die KPD ihre Vertreter vom Vulkan gar gen China reisen lässt (vgl. 11.5.1975).

Betriebsräte des Vulkan organisieren die Solidarität mit Seibel Erwitte (gl. 12.5.1975), die KPD probiert sich nun an der Kandidatur zu den Bürgerschaftswahlen (vgl. 18.7.1975), greift aber auch in die Metalltarifrunde 1976 mit ein, in der es wieder zu Aktionen beim Vulkan kommt (vgl. 24.2.1976, 15.3.1976).

Aktiv beim Vulkan ist auch die DKP (vgl. 6.9.1976), was der KPD mißfällt (vgl. 10.12.1976).

Es kommt erneut zu einem kleineren Streik (vgl. 6.1.1977, 7.1.1977), die Jugendvertretung Vulkan scheint der Linken verbunden, zu denen mittlerweile vermutlich auch der Arbeiterbund zählt (vgl. 23.1.1977, 23.8.1977), aber auch immer noch der KBW (vgl. 1.5.1979).

Bei den Betriebsratswahlen 1981 (vgl. Apr. 1981) scheinen die Linken meist erfolgreich zu werden.

Auszug aus der Datenbank „Materialien zur Analyse von Opposition“ (MAO)

13.09.1969:
Die Tarifverhandlungen für die Bremer Stahlindustrie werden, laut IMSF, morgens um 6 Uhr 30 mit einem Ergebnis von u.a. Anhebung der Ecklöhne um 11% und einem 75 prozentigen 13. Monatsgehalt abgeschlossen. In der Folge des Klöcknerstreiks fordern u.a. 800 Schweißer der Bremer Vulkanwerft übertarifliche Zulagen.
Q: IMSF:Die Septemberstreiks 1969,Frankfurt Nov. 1969

04.12.1969:
Die DKP bringt die Nr.36 ihrer 'Unsere Zeit' (UZ) heraus (vgl. 27.11.1969, 11.12.1969). Aus Bremen wird u.a. berichtet vom Bremer Vulkan.
Q: Unsere Zeit Nr.36,Essen 4.12.1969

September 1970:
Vermutlich im September kommt es auf der Vulkanwerft in Bremen, laut KPD/ML-ZB, während der Metalltarifrunde (MTR) zu einem einstündigen Streik der Kranführer.
Q: Das Rote System Nr.3,Berlin Sept. 1970

September 1970:
Der Kommunistische Bund Bremen (vgl. 29.8.1970) gibt erstmals seine 'Kommunistische Arbeiter Korrespondenz' (vgl. Nov. 1970) heraus, die allerdings aus Angst vor Reisekadern zunächst nur intern verbreitet wird. Berichtet wird darin u.a. von Vulkan.
Q: Kommunistische Arbeiter Korrespondenz Nr.1 und 3,Bremen Sept. 1970 bzw. Feb. 1971

26.10.1970:
Die DKP berichtet von der Metalltarifrunde (MTR) der IGM im Bezirk Bremen/Bremerhaven (vgl. 28.10.1970):":"
WERFTARBEITER UND METALLER STREIKTEN

50 000 Metallarbeiter legten im gesamten Tarifbezirk Bremen/Bremerhaven am 26. Oktober für zwei Stunden die Arbeit nieder. In Bremen-Nord und in Bremerhaven demonstrierten 15 000 Werftarbeiter durch die Innenstadt. Auf Transparenten forderten sie 15 Prozent mehr Lohn. Diese einheitlich geführten Streikaktionen sind der Protest der Kollegen gegen die Ablehnung des Zwölf-Prozent-Schlichtungsvorschlages durch die Unternehmer. Die 50 000 Metallarbeiter bereiten sich auf die Urabstimmung am 28./29. Oktober vor. Die Große Tarifkommission der IG Metall empfahl darüber hinaus allen Kollegen, ab sofort keine Überstunden mehr zu machen. Der Ortsbevollmächtigte der IG Metall, Arno Weinkauf, erklärte uns dazu: 'Das sind in dieser Phase keine wilden Streiks mehr, sondern Aktionen, die von uns ganz klar akzeptiert werden.' Der Vorsitzende des Vertrauenskörpers der größten Bremer Werft (Vulkan,d.Vf.), Werner Trost, zur UZ: 'Wir rechnen mit einem 100prozentigen Erfolg der Urabstimmung.'"
Q: Unsere Zeit Nr.44,Düsseldorf 31.10.1970,S.2

Juli 1971:
Beim Bremer Vulkan, bei Siemens und Nordmende gibt der KB Bremen ein Flugblatt "Metalltarifrunde Herbst 71 - '125 DM für Alle'" heraus.
Q: Der Brenner Nr.3,Bremen Juli 1971

September 1971:
Auf der AG Weser Bremen gibt der KBB die Nr.4 seines 'Brenners' (vgl. Juli 1971, 8.11.1971) heraus, in der man sich u.a. mit Vulkan befaßt.
Q: Der Brenner Nr.4,Bremen Sept. 1971

21.10.1971:
Im Bremer Hafen findet, laut RJ/ML, ein Streik und eine Demonstration mit 2 000 Teilnehmern statt. Diese Zahl verbreiten auch die ABG München. Die KB/ML's Flensburg und Eutin sind dagegen nicht nur der Ansicht, daß sich lediglich 1 800 versammelt hätten, sondern meinen auch, daß es sich um Arbeiter der Vulkanwerft und eine Demonstration in Vegesack gehandelt habe, was vom Bremer Hafen doch einige Kilometer entfernt ist. Der BKA Freiburg zählt gar nur 1 500 streikende Vulkanesen, die RFO Saarland heute (vgl. 29.10.1971) über 2 000. Laut RKJ der GIM streiken gar nur rund 1 000 Werftarbeiter zwei Stunden lang.

Bei Hoesch Dortmund (IGM-Bereich - vgl. 1.11.1971) berichtet die KPD vermutlich u.a. von diesem Streik. In Berlin berichtet die PL/PI (vgl. 1.11.1971) von 1 500 Streikenden, u.a. Hallen- und Turmkranführer beim Bremer Vulkan, die durch Vegesack demonstrieren.
Q: Kommunistische Arbeiterpresse Hoesch Nr.5,Dortmund Nov. 1971,S.2;
Rebell Nr.37,Tübingen Nov. 1971;
Metallarbeiter Nr.9,München 1971;
Was Tun Nr.10,Mannheim Nov. 1971,S.10;
Klassenkampf Nr.20,Berlin Nov. 1971;
Klassenkampf Extrablatt An alle Metaller,Freiburg 10.11.1971,S.2;
Metallkampf Nr.5,Eutin 22.11.1971;
Kommunistische Arbeiter Zeitung Sdr.ausgabe,Flensburg 22.11.1971;
Rote Fahne - Hadir Nr.16,St. Ingbert o.J. (1971)

27.10.1971:
In Heidelberg gibt die KG (NRF) einen zweiseitigen 'Kommentar' (vgl. 16.9.1971, 3.11.1971) mit der Schlagzeile "Die einheitliche Kampffront der Metaller aufbauen!" heraus. Darin wird u.a. von Streiks in der vergangenen Woche bei Vulkan Bremen und in 4 Hamburger Betrieben berichtet.
Q: Kommentar,Heidelberg 27.10.1971

29.10.1971:
In Bremen wird heute, laut KBB, auf dem Bremer Vulkan gestreikt und demonstriert. Bei Krupp Spinnbau streiken ebenfalls 800 und machen eine Kundgebung. Laut den KB/ML's Eutin und Flensburg und der RFO Saarland demonstrieren 3 000 Vulkanarbeiter.

Die Berliner Proletarische Linke / Parteiinitiative (PL/PI - vgl. 1.11.1971) berichtet, dass 4 300 von Bremer Vulkan und Krupp demonstrieren.
Q: Klassenkampf Nr.20,Berlin Nov. 1971;
Kommunistische Arbeiter Zeitung Sdr.ausgabe,Flensburg 22.11.1971;
Metallarbeiter Nr.9,München 1971;
Metallkampf Nr.5,Eutin 22.11.1971;
Kommunistische Arbeiter Korrespondenz Nr.9,Bremen o.J. (1971);
Der Brenner Nr.5,Bremen Nov. 1971;
Rote Fahne - Hadir Nr.16,St. Ingbert o.J. (1971);
Kommunistischer Nachrichtendienst Nr.84,Bochum 3.11.1971

10.11.1971:
Der Bund Kommunistischer Arbeiter (BKA) Freiburg gibt ein Extra seines 'Klassenkampf' (vgl. 3.11.1971, 16.11.1971) für alle Metaller (vgl. 3.11.1971, 23.11.1971) zur Metalltarifrunde (MTR) heraus.
Ein Bild vom Streik auf der Vulkanwerft Bremen (vgl. 21.10.1971) wird kommentiert:"
Nur durch einheitliche Streikmaßnahmen können wir die 11% durchsetzen.

DIE EINZIGE ANTWORT, DIE DIE METALLARBEITER DEM GENERALANGRIFF DER KAPITALISTEN GEBEN KÖNNEN IST: STREIK FÜR DIE VOLLEN 11%"
Q: Klassenkampf Extrablatt An alle Metaller,Freiburg 10.11.1971

15.11.1971:
Der KJVD der KPD/ML-ZB bringt die Nr.7 seines 'Jungen Bolschewik' (vgl. 15.10.1971, 3.4.1972) heraus und berichtet u.a. aus Bremen auch vom Bremer Vulkan.
Q: Der Junge Bolschewik Nr.7,Bochum 15.11.1971

Januar 1972:
Eventuell im Januar, vieleicht aber auch schon im Dezember gibt die AG Weser Betriebsgruppe des KB Bremen die Nr.6 ihres 'Brenners' (vgl. 8.11.1971) heraus, die sich u.a. mit dem Bremer Vulkan befaßt.
Q: Der Brenner Nr.6,Bremen o.J.

15.02.1972:
Laut KPD/ML-ZB wird ihr Mitglied Kretschmann bei der Bremer Vulkan-Werft politisch entlassen, nachdem dies zuvor bereits bei Klöckner Bremen geschah (vgl. 9.1.1972).
Q: Kommunistischer Nachrichtendienst Nr.21,Bochum 15.3.1972

08.05.1972:
In Bremen bestreiken, laut Bericht der KPD/ML-ZB, 1 000 Schüler der Berufsfachschule den Unterricht und führen eine Demonstration zum Arbeitgeberhaus durch. Auch 60 Lehrlinge der Vulkanwerft sollen sich dem Streik angeschlossen haben. Laut KBB führen über 1 000 Berufsschüler eine Spontandemonstration für eine Ausbildungsentgelterhöhung im Metallbereich um 100 DM bei einer Laufzeit von 9 Monaten durch. Organisiert worden sei das ganze vom Dachverband Bremer Berufsschüler (DBBS) an allen Berufsschulzentren und den Berufsschulen Elektrotechnik, Maschinenbau, Einzelhandel, Gestaltung, KFZ-Mechanik und Kredit, Verkehr und Industrie. Auch der IGM OJA habe nicht abgewiegelt. Beim Vulkan zählt der KBB 60 bis 70 Lehrlinge.

Die Berliner PL (vgl. Aug. 1972) berichtet aus Bremen von der Lehrlingsmetalltarifrunde (LMTR - vgl. 8.5.1972) im Gebiet Unterweser und Hamburg, daß am ersten Verhandlungstag eine Demonstration von der Berufsschule zum Arbeitgeberverband gemacht worden sei. Auf dem Bremer Vulkan hätten 60 Lehrlinge durch die Werft demonstriert. Gestreikt hätten Lehrlinge u.a. bei Krupp-Atlas-Elektronik (KAE), AG Weser (AGW - ca. 110), bei Siemens ZN und bei VFW Fokker.
Q: Klassenkampf Nr.24,Berlin Aug. 1972;
Rote Fahne Nr.12,Bochum 12.6.1972;
Kämpfende Jugend Nr.1,Bremen Jan. 1973;
Wahrheit Nr.4 und 5/6,Bremen Mai 1972 bzw. Juni/Juli 1972

16.05.1972:
Frühestens heute gibt der KB Bremen die Nr.4 seiner 'Wahrheit' (vgl. 3.4.1972, 1.7.1972) heraus. Betriebsberichte behandeln u.a. Vulkan.
Q: Wahrheit Nr.4,Bremen Mai 1972

26.05.1972:
In Bremen treten, laut KPD/ML-ZB und KBB, die Lehrlinge aus 5 Metallbetrieben (AG Weser, Siemens ZN, Vulkanwerft, VFW-Fokker und Krupp Atlas Elektronik) in den Streik. Der KJVD der KPD/ML-ZB verteilt Flugblätter.
Q: Der Kampf der Arbeiterjugend Nr.6,Bochum,Juli 1972;
Rote Fahne Nr.12,Bochum 12.6.1972;
Wahrheit Nr.5/6,Bremen Juni/Juli 1972;

Juni 1972:
In der Nr.5 seines 'Der Kampf der Arbeiterjugend' (KDAJ) (vgl. Mai 1972, Juli 1972) berichtet der KJVD der KPD/ML-ZB aus Bremen u.a. von der Lehrlingsmetalltarifrunde (LMTR) von Berufsschulen und der Vulkanwerft.
Q: Der Kampf der Arbeiterjugend Nr.5,Bochum Juni 1972

10.06.1972:
In Bremen beginnt, nach eigenen Angaben, eine zweitägige Delegiertenkonferenz des Kommunistischen Bundes Bremen (KBB) bei der es sich um die 3. Halbjahreskonferenz des KBB handelt. Anwesend sind Vertreter aller Grundeinheiten (GE). Der Bericht der Betriebsinstrukteure wird angenommen, enthält er doch auch viel Angenehmes. Neben den Betriebszellen gibt es noch Aufbauzellen u.a. auf dem Bremer Vulkan.
Q: Wahrheit Nr.5/6 und 7/8,Bremen Juni/Juli 1972 bzw. Aug./Sept. 1972

28.06.1972:
In Bremen beteiligen sich, laut KBB, 1 200 an einer Demonstration gegen die reaktionären Ausländergesetze, zu der ein Initiativkomitee aus KBB, KPD/ML-ZB, der Organisation spanischer Arbeiter, der Landeszentrale der EDL, dem Kommunistischen Studentenbund (KSB) Bremen, Schülerorganisationen und MSB Spartakus, nicht aber der DKP, aufrief. Zum selben Anlaß wird auch eine Veranstaltung durchgeführt, die sich u.a. mit der Lage der ausländischen Arbeiter (Türken, Jugoslawen, Spanier, Italiener, Griechen, Tunesier und Portugiesen) in Bremen, u.a. bei Vulkan, Klöckner und auf der AG Weser befaßt.
Q: Wahrheit Nr.5/6,Bremen Juni/Juli 1972;
Unter dem Roten Banner Nr.2,Bremen o.J. (1972)

26.07.1972:
Die Nr.47 des 'KND' der KPD/ML-ZB und des KJVD (vgl. 19.7.1972, 2.8.1972) erscheint. Aus Bremen wird berichtet vom Bremer Vulkan.
Q: Kommunistischer Nachrichtendienst Nr.47,Bochum 26.7.1972

Oktober 1972:
Auf dem Bremer Vulkan erscheint, laut KAJB des KBB, erstmals die Betriebszeitung der Jusos der SPD.
Q: Kämpfende Jugend Nr.1,Bremen Jan. 1973

Oktober 1972:
Der Kommunistische Bund Bremen (KBB - vgl. 20.11.1972) berichtet vermutlich aus dem Oktober über die Aufstellung der MTR-Forderungen:"
VULKAN: 185 DM für Arbeiter, Angestellte und Lehrlinge, Kündigung des Tarifvertrages bei 3% Inflationsrate!"

Die KG (NRF) Mannheim/Heidelberg (vgl. 1.11.1972) berichtet vermutlich aus dem Oktober über die Aufstellung der MTR-Forderungen:"
Der Vertrauensleutekörper der Firma VULKAN in Bremen (6 000 Beschäftigte) hat mit Zweidrittelmehrheit beschlossen, eine Lohnerhöhung um 185 DM für alle (Arbeiter, Angestellte, Lehrlinge) zu fordern. Der Vertrag soll eine gemeinsame Laufzeit haben und gekündigt werden, wenn die Inflationsrate 3% erreicht."
Q: Die Rote Front Nr.5,Dortmund Dez. 1972,S.5

05.10.1972:
Frühestens heute gibt der KB Bremen die auf Oktober datierte Nr.9 seiner 'Wahrheit' (vgl. 1.9.1972, 9.11.1972) heraus. Arbeiterkorrespondenzen kommen u.a. von der eigenen Zelle Bremer Vulkan.
Q: Wahrheit Nr.9,Bremen Okt. 1972

November 1972:
Der Kommunistische Arbeiterjugendbund (Neues Rotes Forum) Mannheim/Heidelberg (KAJB (NRF)) gibt erstmals seine 'Kommunistische Jugendzeitung' (KJZ) (vgl. 11.2.1972) heraus, mit Berichten u.a. aus Bremen von Klöckner und Vulkan.
Q: Arbeiter-Zeitung Nr.11,Mannheim/Heidelberg Jan. 1973;
Kommunistische Jugendzeitung Nr.1 und 2,Mannheim Nov. 1972 bzw. Dez. 1972

November 1972:
In Flensburg gibt der KB seinen 'Metallarbeiter' Nr.18 (vgl. 4.7.1972, Dez. 1972) heraus, der u.a. berichtet vom Bremer Vulkan.
Q: Der Metallarbeiter Nr.18,Flensburg Nov.1972

15.11.1972:
Der BKA Freiburg gibt die Nr.26 seines 'Klassenkampfes' (vgl. Nov. 1972, 24.1.1973) heraus, die u.a. von den Zellen Vulkan und Klöckner des KB Bremen berichtet.
Q: Klassenkampf Nr.26,Freiburg 15.11.1972

Dezember 1972:
Die Zelle Bremer Vulkan des KB Bremen gibt erstmals ihre Betriebszeitung 'Das Ruder' (vgl. Apr. 1973) heraus.
Q: Wahrheit Nr.1,Bremen Jan. 1973

14.12.1972:
Die KG Frankfurt/Offenbach (vgl. Nov. 1972) gibt erstmals ihre 'Arbeiter-Zeitung' (AZ) heraus (vgl. 26.1.1973). Berichte kommen u.a. aus Bremen vom Vulkan.
Q: Arbeiter-Zeitung,Frankfurt/Offenbach 14.12.1972

14.01.1973:
Die KPD/ML-ZK gibt die Nr.1 ihres 'Roten Morgens' (vgl. 31.12.1972, 20.1.1972) heraus, der KB Bremen (KBB) wird in einem Leserbrief angegriffen. Er sei nämlich in der Metalltarifrunde (MTR) anfangs für 150 DM eingetreten, ebenso wie die Jugendversammlung bei Klöckner und der Vertrauensleutekörper auf dem Bremer Vulkan. Nach der Beschlußfassung der Tarifkommission habe der KBB dann nur noch die volle Durchsetzung der verräterischen 11% gefordert.
Q: Roter Morgen Nr.1,Hamburg 14.1.1973

15.01.1973:
Frühestens heute gibt der Kommunistische Arbeiterjugendbund (KAJB) Bremen, der sich am KBB orientiert, erstmals seine 'Kämpfende Jugend' (vgl. Feb. 1973) heraus. U.a. wird eine KAJB-Jugendaufbauzelle (JAZ) Vulkan erwähnt. Berichtet wird aus Bremen u.a. vom Vulkan.
Q: Kämpfende Jugend Nr.1,Bremen Jan. 1973

02.03.1973:
Auf dem Bremer Vulkan streikt, laut KBB, die Mehrheit der Werkstoffprüfer im Labor von Arbeitsbeginn bis 9 Uhr 30 und setzt so die Zahlung von Leistungslohn durch.
Q: Wahrheit Nr.4,Bremen Apr. 1973;
Das Ruder Nr.5,Bremen Apr. 1973

30.03.1973:
Auf dem Bremer Vulkan streiken, laut KBB, 300 der 700 Schweißer (organisiert zumeist in der DAG) für Wassergeld und genügend Anzüge und bessere Handschuhe. Daraufhin beteiligen sich die Schweißerinnen der Schiffbauhalle, und auch die Schweißer von Helgen und Baudock machen mit, so daß sich die Schweißer bis Feierabend durchgesetzt haben (vgl. 2.3.1973).
Q: Wahrheit Nr.4,Bremen Apr. 1973;
Das Ruder Nr.5,Bremen Apr. 1973

April 1973:
Auf dem Bremer Vulkan gibt die Zelle des KBB 'Das Ruder' Nr.5 (vgl. Mai 1973) heraus, in deren 8 Seiten sie außer von den Lehrlingen und der IG Metall Jugendgruppe auch von den letzten Streiks im Werk (vgl. 2.3.1973) berichtet. Vermutlich ebenfalls diesen Monat erscheint auch noch ein Extrablatt zum 1.Mai.
Q: Das Ruder Nr.5 und Extrablatt,Bremen Apr. 1973 bzw. o.J. (1973)

Mai 1973:
Auf dem Bremer Vulkan gibt die Zelle des KBB 'Das Ruder' Nr.6 (vgl. Apr. 1973) heraus, das auf seinen 12 Seiten vom 1.Mai in Berlin und Bremen-Nord berichtet. Der Vorsitzende der eigenen Jugendvertretung, Hartwig Elster, soll aus der IG Metall ausgeschlossen werden (UVB). Erstmals erscheint ein Jugendteil 'Kämpfende Jugend', der außer von den Lehrlingen noch über die geplante Auflösung des DGB KJA berichtet.
Q: Das Ruder Nr.6,Bremen Mai 1973

Juni 1973:
Die 'Wir wollen alles' (WWA – vgl. 27.7.1973) berichtet von Nordmende Bremen, vermutlich aus dem Juni, unter Erwähnung von Klöckner und Bremer Vulkan, dass dort Frauen arbeiten, darunter 60 % ausländische, wobei nicht nur die Fließbänder, sondern auch die Heime der Jugoslawinnen angesprochen werden.
Q: Wir wollen alles Nr.6,Gaiganz 27.7.1973

07.06.1973:
Die 'Wir wollen alles' (WWA – vgl. 27.7.1973) berichtet vom Bremer Vulkan (vgl. 14.6.1973), dass heute die Verhandlungen über eine Teuerungszulage scheitern, woraufhin es in den nächsten Tagen in einigen Abteilungen zu Streiks kommt.
Q: Wir wollen alles Nr.6,Gaiganz 27.7.1973

14.06.1973:
Auf dem Bremer Vulkan beginnt, laut KAJB Mannheim/Heidelberg/Wiesloch ein Streik bis zum 22.6.1973 für eine Teuerungszulage von netto 70 DM und einen 13. Monatslohn (vgl. 7.6.1973, 15.6.1973).
Laut RFO Saarland beteiligen sich rund 5 000 am Ausstand.

Laut ABG erreichen die 5 000 bis zum 21.6.1973 Streikenden eine Teuerungszulage (TZL) von 25 Pfg. bzw. 43 DM im Monat und 60 bzw. 120 DM für Lehrlinge. Gefordert hatten sie 70 DM.

Laut KPD beteiligen sich 4 000 an einer Streikdemonstration durch Bremen-Nord für eine Teuerungszulage (TZL) von 70 DM. Es wird ein Streik zunächst bis zum 18.6.1973 beschlossen (vgl. 21.6.1973). Getragen worden sei die Aktion u.a. von fortschrittlichen Betriebsräten.

Berichtet wird auch durch die KPD/ML (vgl. 30.6.1973) und durch die 'Wir wollen alles' (WWA – vgl. 27.7.1973).
Q: Wir wollen alles Nr.6,Gaiganz 27.7.1973;
Roter Morgen Nr.25,Dortmund 30.6.1973;
Rote Fahne Nr.25 und 41,Dortmund 20.6.1973 bzw. 10.10.1973;
Arbeitersache Nr.33,Regensburg Juni 1973;
Roter Widerdruck o.Nr.(18),Regensburg o.J. (Juni 1973);
Roter Aufmucker Nr.28,München Juli 1973;
Roter Widerdruck Nr.24,München Juli 1973;
Kommunistische Jugendzeitung Nr.7,Mannheim Juli 1973;
Rote Fahne - Röchling o.Nr.(7),Völklingen o.J. (1973)

15.06.1973:
Auf der Vulkanwerft in Bremen beginnt, laut SAG, ein siebentägiger Streik u.a. der Lehrlinge.

Die 'Wir wollen alles' (WWA – vgl. 27.7.1973) berichtet vom Bremer Vulkan (vgl. 14.6.1973, 18.6.1973), dass heute der Streik fortgesetzt wird.
Q: Wir wollen alles Nr.6,Gaiganz 27.7.1973;
Klassenkampf Nr.25/26,Frankfurt Juli/Aug. 1973

18.06.1973:
Die 'Wir wollen alles' (WWA – vgl. 27.7.1973) berichtet vom Bremer Vulkan, dass heute der Streik fortgeführt wird (vgl. 15.6.1973, 19.6.1973).
Q: Wir wollen alles Nr.6,Gaiganz 27.7.1973

19.06.1973:
Die 'Wir wollen alles' (WWA – vgl. 27.7.1973) berichtet vom Bremer Vulkan, dass heute der Streik fortgeführt wird (vgl. 18.6.1973, 20.6.1973).
Q: Wir wollen alles Nr.6,Gaiganz 27.7.1973

20.06.1973:
Die 'Wir wollen alles' (WWA – vgl. 27.7.1973) berichtet vom Bremer Vulkan, dass heute der Streik u.a. mit einer Demonstration durch Vegesack fortgeführt wird (vgl. 19.6.1973, 21.6.1973).
Q: Wir wollen alles Nr.6,Gaiganz 27.7.1973

21.06.1973:
Auf der Bremer Vulkanwerft wird, laut KPD (vgl. 27.6.1973), nach 7 Tagen Streik (vgl. 14.6.1973) die Arbeit wieder aufgenommen.

Die 'Wir wollen alles' (WWA – vgl. 27.7.1973) berichtet vom Bremer Vulkan, dass heute der Streik fortgeführt wird (vgl. 20.6.1973, 22.6.1973).
Q: Wir wollen alles Nr.6,Gaiganz 27.7.1973;
Rote Fahne Nr.26,Dortmund 27.6.1973

22.06.1973:
Die 'Wir wollen alles' (WWA – vgl. 27.7.1973) berichtet vom Bremer Vulkan, dass heute der Streik (vgl. 7.6.1973, 21.6.1973) mit einem Ergebnis von 25 Pfennig mehr und einer Treueprämie von 30 DM nach sechs Monaten plus 15 DM pro Jahr abgeschlossen wird. Dafür sei aber die Gewinnbeteiligung weggefallen und auch die Streikzeit werde nicht bezahlt.
Q: Wir wollen alles Nr.6,Gaiganz 27.7.1973

23.06.1973:
An der Karlsruher Demonstration "Hände weg von der KPD!" nehmen, laut KPD, bei Regen über 5 000 Personen teil. Zusätzlich zu den aufrufenden Organisationen (vgl. 20.6.1973) beteiligen sich u.a. auch PCML Frankreich, TTIA Iran und MCE Spanien, sowie Mitglieder der SJD - Die Falken und ein Mitglied des DKP Kreisvorstandes Düren aus NRW. Grüße kommen u.a. von der Initiative oppositioneller Gewerkschafter (von deren Mitgliedern werden der Betriebsrat Scholz vom Bremer Vulkan, der Betriebsrat Lechner aus Berlin, der Betriebsrat Aufermann der IMG Gummersbach aus Bochum, das Mitglied der VK-Leitung bei Bayer Leverkusen, Achilles, Mitglieder der IGM-Jugend Geislingen, des DGB KJA Rendsburg und Jugendvertreter von u.a. IWKA Karlsruhe, Siemens und Schering Berlin sowie von Mannesmann Düsseldorf-Lierenfeld genannt).

Laut KBW demonstrieren ca. 5 000 Anhänger der KPD und der GIM in Karlsruhe unter der Parole "Hände weg von der KPD" auf einer Demonstration der gleichnamigen Komitees, in denen sich neben der KPD selbst fast nur die GIM mit dieser solidarisierte, was sie mit einer Abspaltung in Berlin bezahlen mußte. Später kommt es zu Prozessen, u.a. in NRW in Köln (vgl. 8.4.1974, 10.6.1974).
Q: Dortmunder Solidaritätskomitee-Hände weg von der KPD:Hände weg von der KPD,Dortmund o.J. (Juni 1973);
KPD-OL Dortmund:Freiheit für J. Horlemann, U. Kranzusch und Chr. Semler. Aufruf der KPD zur Demonstration,Dortmund o.J. (Juni 1973);
Kommunistische Volkszeitung Nr.1,Mannheim Juli 1973,S.15;
Eigener Bericht,Berlin 1988;
Rote Fahne Nr.23, 24, 25, 26, 16 und 25,Dortmund 6.6.1973, 13.6.1973, 20.6.1973, 27.6.1973, 17.4.1974 bzw. 19.6.1974

23.06.1973:
Die KPD/ML gibt ihren 'Roten Morgen' (RM) Nr.24 (vgl. 16.6.1973, 30.6.1973) heraus und berichtet u.a. aus Bremen von der Vulkanwerft.
Q: Roter Morgen Nr.24,Dortmund 23.6.1973

27.06.1973:
An diesem Tag erscheint eine zweiseitige Ausgabe von 'Die Rote Front aktuell' – Aktuelle Information für die Hoesch-Kollegen (vgl. 20.6.1973, 9.7.1973):"
'BREMEN: KLÖCKNER - KOLLEGEN IM STREIK!
60 PFG. MEHR FÜR ALLE!"

Die Kollegen der Klöckner Hütte in Bremen haben auf die ständigen Preissteigerungen, die Lohnraubabschlüsse, die Hinhaltemanöver von Kapitalisten und Gewerkschaftsspitze jetzt die einzige mögliche Antwort gegeben: Sie STREIKEN für 60 Pfg. mehr für alle.
...
Angespornt durch den Streik der Kollegen von der Bremer-Vulkan-Werft (für 70 DM mehr für alle!) und deren Aufruf zur Solidarität, der auf der Belegschaftsversammlung verlesen wurde, führten die Kollegen im Kaltwalzwerk am Donnerstagabend einen 3-stündigen Warnstreik durch."
Q: Die Rote Front aktuell,Dortmund 27.6.1973

Juli 1973:
Bei Siemens Berlin gibt die Jugendzelle des KJV der KPD ihre 'Kommunistische Jugendpresse' Nr.9 (vgl. Juni 1973) heraus, die u.a. berichtet aus Bremen von Vulkan.
Q: Kommunistische Jugendpresse - Siemens Nr.9,Berlin Juli 1973

04.07.1973:
Die KPD gibt ihre 'Rote Fahne' Nr.27 (vgl. 27.6.1973, 11.7.1973) heraus. Aus Bremen wird u.a. berichtet von der Vulkanwerft.
Q: Rote Fahne Nr.27,Dortmund 4.7.1973

06.07.1973:
Die KHG Heidelberg/Mannheim/Karlsruhe (HD/MA/KR) gibt die Nr.27 ihrer 'Kommunistische Hochschulzeitung' (vgl. 20.6.1973, 17.10.1973) heraus, die u.a. berichtet von den Streiks bei Vulkan und Klöckner Bremen.
Q: Kommunistische Hochschulzeitung Nr.27,Heidelberg/Mannheim/Karlsruhe 6.7.1973

07.07.1973:
Es findet die zweite Sitzung des ZK des KBW (vgl. 16.6.1973, 15.9.1973) statt. Es gibt u.a.:"
Beschlußanträge:
...
In Ausführung der Beschlüsse der Gründungskonferenz, die die Notwendigkeit einer gründlichen Auswertung der Streikerfahrungen der einzelnen Betrieb festgestellt hat, beschließt das ZK die Herstellung und Veröffentlichung einer Broschüre, in der die Streiks bei Mecano Bundy, Harvester, John Deere, Vulkan, Klöckner (alle IGM-Bereich in Bremen, Heidelberg und Mannheim,d.Vf.) ausgewertet werden sollen. Die betreffenden Kollektive werden beauftragt bis spätestens Ende August ausführliche Berichte anzufertigen, die unabhängig von Charakter und Gliederung des Berichts folgende Informationen enthalten sollen: Charakterisierung des Betriebs, Organisationsgrad, Vorgeschichte des Streiks, Auslösung des Streiks, Verhalten des Betriebsrats und des VLK. Besonders sorgfältig soll das Vorgehen des örtlichen Gewerkschaftsapparats und der Geschäftsleitung untersucht werden. Nachgeschichte des Streiks. Auswirkungen auf die Belegschaft, Verschiebungen in BR und VLK. Politik der Zelle vor, während und nach dem Streik. Die Kollektive sollen sofort an die Ausarbeitung ihres Beitrags zur Broschüre gehen. Mit dem Vorwort zur Broschüre werden die Genossen B. und A. beauftragt. Das Vorwort wird vom Ständigen Ausschuß geprüft und verabschiedet. Der Ständige Ausschuß zeichnet für die Broschüre verantwortlich."
Q: KBW-ZK-StA:ZK-Sitzung vom 7.7.1973,o.O. o.J. (1973);
KBW-N.N.:ZK-Sitzung 7.7.1973 Protokoll,o.O. o.J. (1973)

09.07.1973:
Wahrscheinlich heute erscheint im Raum Mannheim/Heidelberg die Nr.7 der 'Kommunistischen Jugendzeitung' (vgl. Juni 1973, 15.9.1973) und berichtet u.a. von Streiks bei Vulkan und Klöckner Bremen.
Q: Kommunistische Jugendzeitung Nr.7,Mannheim Juli 1973

10.07.1973:
Die Gruppe Arbeiterstimme gibt ihre 'Arbeiterstimme' (ARSTI - vgl. 8.5.1973, 22.9.1973) Nr.3 heraus. Aus Bremen wird u.a. berichtet von Vulkan.
Q: Arbeiterstimme Nr.3,Nürnberg 10.7.1973

11.07.1973:
Von der ab heute erscheinenden 'KVZ' Nr.1 des KBW verkauft der Arbeiter- und Jugendverein (AJV) Waiblingen insgesamt 188 Exemplare. Im Bericht heißt es u.a.:"
Da wir bisher als AJV nur wenige Male im Stadtbereich aufgetreten sind und wir infolgedessen nicht erwarten konnten, daß die Bevölkerung den Zusammenhang zwischen AJV und dem KBW bzw. KVZ kennt, hatten wir zusätzlich zum Verkauf eine Ausgabe der Arbeiterstimme verteilt, in der wir auf diesen Zusammenhang und unsere Unterstützung der Politik des KBW hinwiesen.

Außerdem hatten wir einen Info-Stand mit folgenden Artikeln gemacht:
1. die wirtschaftliche Lage der Arbeiterklasse (Reallohnabbau, Steuern, Inflation)
2. die zunehmenden Kämpfe der Arbeiterklasse (z.B. AEG Winnenden, Vulkan usw.)
3. die Aufgaben der Kommunisten (die Rolle der KVZ)"
Q: AJV Waiblingen:KVZ-Verkaufsbericht,Waiblingen o.J. (1973)

11.07.1973:
Die Kommunistische Gruppe (KG) Frankfurt/Offenbach gibt zum letzten Mal ihre 'Arbeiter-Zeitung' (vgl. Mai 1973) heraus. Im Leitartikel wird u.a. ausgeführt:"
AUS DEN STREIKBEWEGUNGEN LERNEN!
NIEDERLAGEN IN SIEGE VERWANDELN!

Eine Welle von heftigen Arbeitskämpfen geht durch die Betriebe in Westdeutschland. Hoesch, Mannesmann, John Deere, Vulkan, Karmann, AEG und Klöckner - diese Namen stehen jeweils für kraftvolle Streikaktionen tausender Kollegen, die auch von der Unternehmerpresse nicht totgeschwiegen werden konnten. Neben diesen großen, oft eine Woche oder länger dauernden Kämpfen fanden hunderte kleinerer Streiks statt, oder wurde auf andere Weise Lohnforderungen Nachdruck verliehen. So auch in Frankfurt und Umgebung, bei Adler, bei Messer, Klimsch, Honeywell (in Dörnigheim,d.Vf.)... Praktisch IN ALLEN Betrieben wurde und wird über solche Forderungen diskutiert."
Q: Arbeiter-Zeitung Extra,o.O. (Frankfurt) 11.7.1973

11.07.1973:
Von der ab heute erscheinenden 'KVZ' Nr.1 verkauft der Bezirk Nord der OG Bremen des KBW beim Vulkan 21 Exemplare.
Q: KBW-OG Bremen:Statistik zum Verkauf der KVZ Nr.1,Bremen 25.7.1973

11.07.1973:
Der KSB Bremen des KBW gibt die Nr.12/13 seiner 'Unter dem Roten Banner' (13.6.1973, 24.10.1973) heraus, in der er sich u.a. mit dem Streik bei Vulkan befaßt.
Q: Unter dem Roten Banner Nr.12/13,Bremen 11.7.1973

18.07.1973:
Die KPD gibt ihre 'Rote Fahne' Nr.29 (vgl. 11.7.1973, 25.7.1973) heraus. Aus Bremen wird berichtet von der Vulkanwerft.
Q: Rote Fahne Nr.29,Dortmund 18.7.1973

21.07.1973:
Die KPD/ML gibt ihren 'Roten Morgen' (RM) Nr.28 (vgl. 21.7.1973, 28.7.1973) heraus. Aus Bremen wird u.a. berichtet von der Vulkanwerft.
Q: Roter Morgen Nr.28,Dortmund 21.7.1973

23.07.1973:
Vermutlich erscheint zu Beginn der dritten Juli-Woche die Nr.1 des 'Roten Hansa-Kumpel' (vgl. 12.9.1973) - Zeitung des kommunistischen Kollektivs Zeche und Kokerei Hansa. Die Ausgabe erscheint mit einem einzigen Artikel:"
LOHNRAUBABSCHLUß '73
...
Die Metallarbeiter bei Krupp, Kloeckner, Hoesch, Mannesmann, Vulkan-Werft, John-Deere, und in anderen Betrieben haben ein Beispiel gegeben. Sie haben aus dem Stabilitätsabschluß im Frühjahr gelernt, haben auf Betriebs -und Vertrauensleuteversammlungen Forderungen aufgestellt und zu ihrer Durchsetzung den selbständigen gewerkschaftlichen Kampf ergriffen."
Q: Roter Hansa Kumpel Nr.1,Dortmund Juli 1973

26.07.1973:
Der KB/Gruppe Hamburg gibt die Nr.9 seines 'Metallarbeiters' heraus. Berichtet wird u.a. über Vulkan und Klöckner Bremen.
Q: Der Metallarbeiter Nr.9,Hamburg 26.7.1973

22.08.1973:
Die KPD gibt ihre 'Rote Fahne' Nr.34 (vgl. 15.8.1973, 29.8.1973) heraus. Aus Bremen wird berichtet von Klöckner und der Vulkanwerft.
Q: Rote Fahne Nr.34,Dortmund 22.8.1973

03.09.1973:
In Flensburg bringt der KB die Nr.25 seines 'Metallarbeiters' (vgl. 4.7.1973, 18.9.1973) heraus, der sich u.a. mit dem Bremer Vulkan befaßt.
Q: Der Metallarbeiter Nr.25,Flensburg 3.9.1973

12.09.1973:
Von der heutigen 'KVZ' Nr.2 verkauft der Bezirk Nord der OG Bremen des KBW beim Vulkan 13 Exemplare.
Q: KBW-OG Bremen:KVZ-Statistik Bremen/Delmenhorst,Bremen o.J. (1973)

15.09.1973:
Es beginnt die zweitägige 3. Sitzung des ZK des KBW (vgl. 7.7.1973, 13.10.1973), im Protokoll heißt es u.a.:"
F.: Was G. sagt ist richtig.
zu H.: Vulkan, Klöckner, Nordmende, AG-Weser (alle Bremen,d.Vf.) - in allen Streiks haben Zellen einen wesentlichen Anteil gehabt. Vulkan: VKL hat Streik organisiert, drei in Streikleitung, zwei in VK. Bis zu Forderungen hin starker Einfluß. IGM wagt es nicht Genossen auszuschließen."
Q: KBW-ZK-N.N.:ZK-Sitzung 15.Sept.,o.O. o.J. (Sept. 1973)

26.09.1973:
Von der heutigen 'KVZ' Nr.3 verkauft der Bezirk Nord der OG Bremen des KBW beim Vulkan und bei Krupp Spinnbau Farge 15 Exemplare.
Q: KBW-OG Bremen:Verkaufsstatistik der Ortsgruppe Bremen von KVZ Nr.3,Bremen o.J. (1973)

01.10.1973:
Der KBW berichtet vermutlich aus dieser Woche vom Bremer Vulkan:"
BETRIEBSRAT STRAFVERSETZT

Unter dem Vorwand, ihm einen gesünderen Arbeitsplatz zu schaffen, wurde Kollege Scholz von seinem Kranführerposten ins Archiv versetzt. Kollege Scholz ist Betriebsrat. Die Kollegen sagen von ihm: endlich mal einer, der sich richtig einsetzt und der das sagt, was schon lange mal einer hätte sagen müssen! (aus einem Leserbrief an die Betriebszeitung der KBW-Zelle Vulkan)

Die Geschäftsleitung will ihn durch diese Versetzung von seinen Kollegen isolieren, um 'den größten Quertreiber vom ganzen Vulkan' (so nannte ihn Direktor Schiff) endlich 'unschädlich' zu machen."
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr.5,Mannheim 24.10.1973,S.5

10.10.1973:
Die KPD gibt ihre 'Rote Fahne' Nr.41 (vgl. 3.10.1973, 17.10.1973) heraus. Aus Bremen wird berichtet vom Rote Fahne Freundeskreis (RFFK) über sein eigenes Flugblatt für die Kranführer der Vulkanwerft und den dortigen letzten Streik (vgl. 14.6.1973).
Q: Rote Fahne Nr.41,Dortmund 10.10.1973

10.10.1973:
Von der heutigen 'KVZ' Nr.4 verkauft der Bezirk Nord der OG Bremen des KBW in Betrieben, d.h. hauptsächlich beim Vulkan, 14 Exemplare.
Q: KBW-OG Bremen:KVZ-Verkaufsstatistik Nr.4,Bremen o.J. (1973)

13.10.1973:
Es beginnt die zweitägige 4.Sitzung des ZK des KBW (vgl. 15.9.1973, 10.11.1973), vom Verlauf der Sitzung lag uns das handschriftliche Protokoll vor, in dem es u.a. heißt:"
Streikbroschüre:
Nach wie vor Misere. Vulkan, Klöckner (beide IGM-Bereich in Bremen,d.Vf.) fehlt. Laut B. sind Berichte losgeschickt und lang auf Tonband, Harvester (IGM-Bereich in Heidelberg,d.Vf.) gibt es noch nicht. Streikbroschüre noch auf dem gleichen Stand."
Q: KBW-ZK-N.N.:Protokoll vom 13.10.1973,o.O. o.J. (1973)

16.10.1973:
Heute findet in Hamburg, laut und mit KPD, ein Solidaritätsmeeting ihrer Roten Hilfe e.V. (RH) und des Solidaritätskomitees für die entlassenen Ford-Arbeiter (Köln) für Baha Targün (entlassenes Mitglied der Streikleitung) um 19 Uhr im Audimax der Uni mit 1 200 Personen statt. Anwesend sind auch Beschäftigte der Vulkanwerft Bremen und Mitglieder des KBW. Aufgerufen wurde auch durch die RH e.V. (vgl. 10.10.1973).
Q: Rote Hilfe Nr.1,Dortmund o.J. (1973),S.8;
Rote Fahne Nr.41 und 43,Dortmund 10.10.1973 bzw. 24.10.1973

24.10.1973:
Von der heutigen 'KVZ' Nr.5 verkauft der Bezirk Nord der OG Bremen des KBW in Betrieben, d.h. hauptsächlich beim Vulkan, 14 Exemplare.
Q: KBW-OG Bremen:Statistik vom KVZ-Verkauf Nr.5,Bremen o.J. (Nov. 1973)

27.10.1973:
Die Schülerkommission der Ortsgruppe Waiblingen des Kommunistischen Bundes Westdeutschland (KBW) gibt die Nr.1 ihres 'Schulkampf' (vgl. Nov. 1973) heraus. Von den "Streiks der Metallarbeiter" wird u.a. berichtet von Vulkan Bremen.
Q: Schulkampf Nr.1,Waiblingen 27.10.1973

07.11.1973:
Von der heutigen 'KVZ' Nr.6 verkauft der Bezirk Nord der OG Bremen des KBW im Betriebe, d.h. beim Vulkan, 7 Exemplare.
Q: KBW-OG Bremen:Statistik über den Verkauf der KVZ Nr.6,Bremen o.J. (1973)

14.11.1973:
Die KPD gibt ihre 'Rote Fahne' Nr.46 (vgl. 7.11.1973, 20.11.1973) heraus. Aus Bremen wird berichtet von der Vulkanwerft u.a. über die Kranfahrer und die SPD. Der Betriebsrat Bettelhäuser wird positiv dargestellt.
Q: Rote Fahne Nr.46,Dortmund 14.11.1973

17.11.1973:
An einer Metallerkonferenz ihres Regionalkomitees Wasserkante nehmen, laut KPD, Arbeiter von Vulkan Bremen und den Hamburger Werften HDW und Blohm und Voss teil.
Q: Rote Fahne Nr.47,Dortmund 20.11.1973

20.11.1973:
Die KPD gibt ihre 'Rote Fahne' Nr.47 (vgl. 14.11.1973, 28.11.1973) heraus. Aus Bremen wird berichtet von den Teilnehmern an der Metallerkonferenz Wasserkante der KPD in Hamburg (vgl. 17.11.1973) sowie von der Vulkanwerft über die Kranführer, die SPD, den Rote Fahne Freundeskreis (RFFK) der KPD und Heinz Scholz.
Q: Rote Fahne Nr.47,Dortmund 20.11.1973

21.01.1974:
Bei Vulkan Bremen wird, laut AB, in dieser Woche eine Stunde lang gestreikt.
Q: Metallarbeiter Extrablatt und In die gleiche Kerbe hauen,München 30.1.1974 bzw. o.J. (1.2.1974)

13.02.1974:
In der Nr.7 ihrer 'Roten Fahne' (vgl. 19.12.1973, 9.1.1974) befaßt sich die KPD u.a. mit Bremen. Vopn dort berichtet der Rote Fahne Freundeskreis (RFFK) vom IG Metall (IGM) Bezirk und von Klöckner und der Vulkanwerft.
Q: Rote Fahne Nr.7,Dortmund 13.2.1974

20.02.1974:
Der KBW gibt seine 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ - vgl. 6.2.1974, 6.3.1974) Nr.4 heraus. Aus Bremen wird u.a. berichtet von der Betriebszelle Bremer Vulkan.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr.4,Mannheim 20.2.1974

25.02.1974:
In Bremen kommt es, laut KPD, vermutlich in dieser Woche zum Streik auf der Vulkanwerft, in den auch der Rote Fahne Freundeskreis (RFFK) Bremen der KPD eingreift.
Q: Rote Fahne Nr.10,Dortmund 6.3.1974

03.03.1974:
In der Metallindustrie in Bremen kommt es, laut KPD, vermutlich in dieser Woche zu Streiks u.a. in Bremen bei VFW Fokker, VFW Erno, der AG Weser und dem Bremer Vulkan, in die auch die DKP eingreift. Der eigene Rote-Fahne-Freundeskreis (RFFK) Bremen habe in einem Großbetrieb (Bremer Vulkan) eine Gruppe oppositioneller Gewerkschafter (GOG) aufgebaut.
Q: Rote Fahne Nr.11,Dortmund 13.3.1974

20.03.1974:
In der Nr.12 ihrer 'Roten Fahne' (vgl. 13.3.1974, 27.3.1974) befaßt sich die KPD u.a. aus Bremen mit dem Bremer Vulkan (u.a. den Angestellten).
Q: Rote Fahne Nr.12,Dortmund 20.3.1974

27.03.1974:
In der Nr.13 ihrer 'Roten Fahne' (vgl. 20.3.1974, 3.4.1974) befaßt sich die KPD u.a. aus Bremen mit der Metalltarifrunde (MTR) im Gebiet Unterweser u.a. beim Bremer Vulkan.
Q: Rote Fahne Nr.13,Dortmund 27.3.1974

April 1974:
Die Gewerkschaftsabteilung des ZK der KPD gibt ihre 'Revolutionäre Gewerkschaftsopposition' (RGO) Nr.2 (vgl. 18.2.1974, Okt. 1974) heraus. Aus Bremen wird u.a. berichtet von der IG Metall (IGM) und der Metalltarifrunde (MTR) Bremen-Unterweser sowie vom Bremer Vulkan, wo seit dem Streikende (vgl. **.*.1974) eine Gruppe oppositioneller Gewerkschafter (GOG) bestehe.
Q: Revolutionäre Gewerkschaftsopposition Nr.2,Dortmund Apr. 1974

10.04.1974:
In der Nr.15 ihrer 'Roten Fahne' (vgl. 3.4.1974, 17.4.1974) befaßt sich die KPD u.a. mit der Metalltarifrunde (MTR) im Gebiet Unterweser, wobei außer auf den Bremer Vulkan und die IG Metall (IGM) Verwaltungsstelle Bremen auch auf den KBW eingegangen wird.
Q: Rote Fahne Nr.15,Dortmund 10.4.1974

01.05.1974:
In Bremen-Nord beteiligen sich laut KBW an der DGB-Maidemonstration ca. 1 5OO Menschen:"
Im Block der Vulkan-Kollegen wurden die Hauptparole und andere Parolen des KBW-Maiaufrufs mitgeführt. Im Anschluß führten unsere Genossen mit höchstens 25O Teilnehmern eine KBW-Kundgebung auf einem nahegelegenen Platz durch. Die zentralen Veranstaltungen zum Mai waren erfolgreich. In der Stadthalle Bremen über 8OO Teilnehmer bei etwa 15O abgewiesenen Menschen, in Nord 8O bis 1OO Teilnehmer, d.h. über den Kreis der Organisierten und Sympathisanten hinaus."

Die Gruppe Arbeiterstimme (vgl. 18.5.1974) berichtet, dass der DGB keine Demonstration organisiert habe, sondern einen evangelischen Gottesdienst in der Kirche Unser lieben Frau. Danach habe er eine Kundgebung mit 2 500 Leuten auf dem Domhof durchgeführt. In Bremen-Nord hätten sich 3 000 an den Maiaktionen beteiligt. Der KBW habe mit mehreren hundert Personen demonstriert.
Q: Arbeiterstimme Nr.2,Nürnberg 18.5.1974,
Kommunistische Volkszeitung Nr.10,Mannheim 15.5.1974

13.05.1974:
Beim Bremer Vulkan wird vermutlich in dieser Woche, laut KPD, ein Ingenieur aus der Gießerei entlassen.
Q: Rote Fahne Nr.21,Dortmund 22.5.1974

20.05.1974:
In Bremen werden, laut KPD, vermutlich in dieser Woche auf dem Bremer Vulkan 4 Ausschlußanträge aus der IG Metall (IGM), u.a. gegen Jugendvertreter (JV) gestellt, woran die SPD Betriebsgruppe beteiligt sind. Weitere Verfahren aufgrund der Unvereinbarkeitsbeschlüsse (UVB) gibt es in Bremen bei der Postgewerkschaft (DPG), nämlich 6 und vier bei VFW Fokker.
Q: Rote Fahne Nr.22,Dortmund 29.5.1974

31.05.1974:
In Bremen führt das Regionalkomitee Wasserkante (RK WK) der KPD eine Veranstaltung über den Programmentwurf der KPD durch, zu der, laut KPD, auch der KBW aufrief. Es kommen über 600 Personen.

Eine Aktionseinheit mit dem KBW sei bei den Ausschlußverfahren (vgl. 20.5.1974) auf dem Bremer Vulkan aufgrund der Unvereinbarkeitsbeschlüsse (UVB) der IG Metall (IGM) entstanden.
Q: Rote Fahne Nr.23,Dortmund 5.6.1974

03.06.1974:
Auf dem Bremer Vulkan wird, laut KPD, vermutlich in dieser Woche ein Former nach dem Unvereinbarkeitsbeschluß (UVB) Verfahren und dem Ausschluß aus der IG Metall (IGM) entlassen, woran auch die SPD mitgearbeitet habe.
Q: Rote Fahne Nr.24,Dortmund 12.6.1974

26.06.1974:
In Bremen wird eine Ortsleitung (OL) der KPD gebildet, die im IGM-Bereich mit ihrer Betriebszelle Bremer Vulkan und ihren Sympathisanten bei der AG Weser (AGW) u.a. mit dem KBW als alteingessener Organisation zu tun hat.
Q: Rote Fahne Nr.27,Dortmund 3.7.1974

27.07.1974:
In Bremen führt die KPD Ende Juli, also vermutlich an diesem Wochenende ihre erste Mitgliederversammlung (MV) durch, auf der eine erste Ortsleitung (OL) gewählt wird.
Die KPD interessiert sich in Bremen u.a. vor allem für den Bremer Vulkan (BV), wo sie eine Betriebszelle hat.
Q: Rote Fahne Nr.34,Dortmund 21.8.1974

31.07.1974:
In der Nr.31 ihrer 'Roten Fahne' (vgl. 24.7.1974, 7.8.1974) berichtet die KPD u.a. aus Bremen von den Unvereinbarkeitsbeschlüssen (UVB) im IGM-Bereich beim Bremer Vulkan und bei Klöckner.
Q: Rote Fahne Nr.31,Dortmund 31.7.1974

03.09.1974:
Die Betriebszelle Bremer Vulkan der KPD gibt erstmals ihre Betriebszeitung 'Der Vulkan' (vgl. 29.11.1974) heraus, in der sie sich u.a. mit der Gießerei, der Tischlerei und den Ausschlußverfahren aufgrund der Unvereinbarkeitsbeschlüsse (UVB) befaßt.
Q: Rote Fahne Nr.37,Dortmund 11.9.1974

04.09.1974:
In der Nr.36 ihrer 'Roten Fahne' (RF - vgl. 28.8.1974, 11.9.1974) berichtet die KPD u.a. von der Vorbereitung des IG Metall (IGM) Tages in Hannover in Niedersachsen (vgl. 15.9.1974) u.a. von Vulkan Bremen.
Q: Rote Fahne Nr.36,Dortmund 4.9.1974

Oktober 1974:
Die Gewerkschaftsabteilung des ZK der KPD gibt ihre 'Revolutionäre Gewerkschaftsopposition' (RGO) Nr.3 heraus. Aus Bremen wird berichtet vom Bremer Vulkan (IGM-Bereich).
Q: Revolutionäre Gewerkschaftsopposition Nr.3,Dortmund Okt. 1974;
Rote Fahne Nr.48 und 51/52,Dortmund 27.11.1974 bzw. 18.12.1974

07.10.1974:
Vermutlich in dieser Woche werden, laut KPD, beim Bremer Vulkan vier Ausschlußanträge aus der IGM aufgrund der Unvereinbarkeitsbeschlüsse (UVB), u.a. gegen Heinz Scholz gestellt. Die SPD-Betriebsgruppe unterstütze den Ausschluß, im Gegensatz zur GOG.
Q: Rote Fahne Nr.42,Dortmund 16.10.1974

11.11.1974:
Auf der Bremer Vulkanwerft werden, laut KPD, vermutlich in dieser Woche vier Ausschlußverfahren aus der IGM aufgrund der Unvereinbarkeitsbeschlüsse (UVB) weiter getrieben, die zumindest vom Vorsitzenden der SPD-Betriebsgruppe befürwortet werden (vgl. 7.10.1974, 25.11.1974).
Q: Rote Fahne Nr.47,Dortmund 20.11.1974

25.11.1974:
Auf dem Bremer Vulkan werden, laut KPD, vermutlich in dieser Woche von den Drehern die IGM-Vertrauensleute abgewählt, die als Mitglieder der SPD-Betriebsgruppe die 4 Ausschlußverfahren aufgrund der Unvereinbarkeitsbeschlüsse (UVB - vgl. 11.11.1974) unterstützten.
Q: Rote Fahne Nr.49,Dortmund 4.12.1974

25.11.1974:
Auf dem Bremer Vulkan fälscht der KBW, laut KPD, vermutlich in dieser Woche ein Flugblatt gegen die 4 IGM-Ausschlußverfahren aufgrund der Unvereinbarkeitsbeschlüsse (UVB).
Q: Rote Fahne Nr.49,Dortmund 4.12.1974

27.11.1974:
In der Nr.48 ihrer 'Roten Fahne' (vgl. 20.11.1974, 4.12.1974) berichtet die KPD aus Bremen erneut von den IGM-Ausschlußverfahren aufgrund der Unvereinbarkeitsbeschlüsse (UVB) beim Bremer Vulkan.
Q: Rote Fahne Nr.48,Dortmund 27.11.1974

27.11.1974:
In Bremen besuchen, laut KAJB des KBW (vgl. 12.12.1974), heute ca. 120 Jugendliche, u.a. von der AG Weser und vom Bremer Vulkan sowie von der Jugendvertretung Klöckner die Veranstaltung des IGM-OJA zur Stufenausbildung.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr.28,Mannheim 12.12.1974

29.11.1974:
Die Zelle Bremer Vulkan der KPD gibt ihre Zeitung 'Der Vulkan' (vgl. 3.9.1974, 22.1.1975) heraus.
Q: Rote Fahne Nr.51/52,Dortmund 18.12.1974

05.12.1974:
Der KBW gibt seine 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ - vgl. 28.11.1974, 12.12.1974) Nr.27 heraus. Die Zelle Vulkan berichtet über Stahlbauschüler (Anlernlinge), das Gerhard Rohlfs Gymnasium (GRG) und die Jugendvertretung.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr.27,Mannheim 5.12.1974

Januar 1975:
Laut KB wird der linke Betriebsrat Heinz Scholz auf der Bremer Vulkan-Werft niedergestochen.
Q: Arbeiterkampf Nr.58/59 und 90,Hamburg 2.4.1975 bzw. 4.10.1976,S.44 bzw. S.17

08.01.1975:
In der Nr.1 ihrer 'Roten Fahne' (vgl. 18.12.1974, 15.1.1975) berichtet die KPD aus Bremen über die Dreher auf dem Bremer Vulkan (IGM-Bereich).
Q: Rote Fahne Nr.1,Dortmund 8.1.1975

22.01.1975:
Auf dem Bremer Vulkan gibt die Zelle der KPD ihren 'Vulkan' Nr.4 (vgl. 29.11.1974, 15.9.1975) heraus, in der sie u.a. die Gewerkschaftsoppositionelle Gruppe (GOG) propagiert.
Q: Rote Fahne Nr.5,Dortmund 5.2.1975

29.01.1975:
Die KPD berichtet von den heutigen Mordanschlägen (vgl. 3.2.1975) im IGM-Bereich bei Vulkan Bremen (vgl. 1.2.1975) und Opel Rüsselsheim:"
In der Nacht zum Donnerstag (31.1.) wurde auf zwei Arbeiter ein heimtückischer Mordanschlag verübt. ... Die beiden feigen Anschläge geschahen zur gleichen Zeit, in beiden Fällen mit einem Messer - In beiden Fällen war der Täter mit einer Strumpfmaske maskiert. Ein Zufall?"

Berichtet wird auch in:
- NRW durch das Regionalkomitee (RK) der KPD im IGM-Bereich (vgl. 6.2.1975) und in Dortmund durch die Ortsleitung (OL) der KPD (vgl. 31.1.1975).
Q: KPD-RK NRW:Metalltarifrunde: 10 000 Metallarbeiter streikten gegen den Lohnraub,Dortmund o.J. (Feb. 1975),S.2;
KPD-OL Dortmund:Mordanschlag auf Rüsselsheimer Opel-Arbeiter und kommunistischen Betriebsrat der Vulkan-Werft-Bremen!,Dortmund o.J. (31.1.1975),S.1;
Rote Fahne Nr.5,Dortmund 5.2.1975,S.*

29.01.1975:
Bei Opel Rüsselsheim wird, laut KPD, der fortschrittliche Kollege Dreisbach aus dem Modellbau niedergestochen, woran er am 31.1.1975 stirbt.
Im Zusammenhang mit dem Mordanschlag auf Heinz Scholz bei der Vulkanwerft Bremen (IGM-Bereich - vgl. 29.1.1975) heißt es:"
In Rüsselsheim wurde etwa zur gleichen Zeit, ebenfalls von einem mit Strumpfmaske maskierten Täter ein Mordanschlag auf den 48jährigen Kollegen Dreisbach aus dem Opel-Modellbau verübt. Der Opel-Arbeiter wurde von mindesten zehn Messerstichen getroffen."

Berichtet wird auch in:
- NRW durch das Regionalkomitee (RK) der KPD im IGM-Bereich (vgl. 6.2.1975) und durch die Ortsleitung (OL) Dortmund der KPD (vgl. 31.1.1975), u.a. im IGM-Bereich bei Holstein und Kappert (H+K - vgl. 10.2.1975).
Q: KPD-OL Dortmund:Mordanschlag auf Rüsselsheimer Opel-Arbeiter und kommunistischen Betriebsrat der Vulkan-Werft-Bremen!,Dortmund o.J. (31.1.1975),S.1;
KPD-OL Dortmund:Zeitung,Dortmund o.J. (1975),S.3;
Rote Fahne Nr.5,Dortmund 5.2.1975,S.*;
KPD-RK NRW:Metalltarifrunde: 10 000 Metallarbeiter streikten gegen den Lohnraub,Dortmund o.J. (Feb. 1975),S.2

29.01.1975:
In Bremen wird, laut KPD, Heinz Scholz (KPD-Anhänger und Betriebsrat beim Bremer Vulkan) niedergestochen:"
In Bremen wurde der bekannte Betriebsrat der Vulkan-Werft Heinz Scholz (40 Jahre, Mitglied der KPD) im Anschluß an eine Sitzung der gewerkschaftsoppositionellen Gruppe (GOG,d.Vf.) von hinten niedergestochen. Genosse Scholz gelang es noch bevor er bewußtlos wurde, den Täter in die Flucht zu schlagen - deshalb kam er mit dem Leben davon. Der auf das Herz gezielte Stich drang unterhalb des Herzens nur 3cm tief ein, ein zweiter Stich traf den Oberarm. Der Messerstecher trug eine Strumpfmaske."

Der KBW (vgl. 6.2.1975) berichtet, auf das Betriebsratsmitglied der Bremer Vulkan Werft, Heinz Scholz, wurde nach einer Sitzung der gewerkschaftsoppositionellen Gruppe Bremer Vulkan, ein Mordanschlag verübt.
Heinz Scholz, Mitglied der KPD wird dabei schwer verletzt. In einem Flugblatt, daß vor den Toren verteilt wird, behauptet die KPD, daß "die Sozialdemokraten die politische Verantwortung für den Mordanschlag hätten".

Berichtet wird auch in:
- NRW im IGM-Bereich durch das KPD-RK (vgl. 6.2.1975), in Dortmund durch die Ortsleitung (OL) der KPD (vgl. 31.1.1975) und bei Holstein und Kappert (H+K, IGM-Bereich - vgl. 10.2.1975) berichtet die OL Dortmund der KPD von dem Mordanschlag als Ausfluß der Politik der IGM-Spitze.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr.5,Mannheim 6.2.1975,S.3;
KPD-OL Dortmund:Zeitung,Dortmund o.J. (1975),S.1 und 3;
KPD-OL Dortmund:Mordanschlag auf Rüsselsheimer Opel-Arbeiter und kommunistischen Betriebsrat der Vulkan-Werft-Bremen!,Dortmund o.J. (31.1.1975),S.1;
Rote Fahne Nr.5,Dortmund 5.2.1975,S.*;
KPD-RK NRW:Metalltarifrunde: 10 000 Metallarbeiter streikten gegen den Lohnraub,Dortmund o.J. (Feb. 1975),S.2

31.01.1975:
Die Ortsleitung Dortmund der KPD gibt vermutlich heute das folgende Flugblatt mit einer Seite DIN A 4 unter Verantwortung von T. Luczak, Dortmund, Zimmerstr.19, zu Mordanschlägen im IGM-Bereich (vgl. 29.1.1975) heraus:"
MORDANSCHLAG AUF RÜSSELSHEIMER OPEL-ARBEITER UND KOMMUNISTISCHEN BETRIEBSRAT DER VULKAN-WERFT-BREMEN!

Kolleginnen und Kollegen!

In der Nacht zum Donnerstag wurde auf zwei Arbeiter ein Mordanschlag verübt.

In Bremen auf den bekannten kommunistischen Betriebsrat Heinz Scholz der Vulkanwerft als er nach einer Sitzung der Gewerkschaftsoppositionellen Gruppe (GOG,d.Vf.) in sein Auto steigen wollte, in Rüsselsheim auf den Kollegen Dreisbach, einen 48-jährigen Arbeiter aus dem Modellbau Opel. Heinz Scholz liegt schwerverletzt im Krankenhaus, Dreibsach ist nach unbestätigten Meldungen aus dem Betrieb heute gegen Mittag verstorben.

Beidesmal war der gekaufte Mörder maskiert, beidesmal zur gleichen Uhrzeit, beidesmal mit einem Messer. Wer steckt hinter diesen eindeutig politischen Mordanschlägen?

Seit Wochen schüren die politischen Parteien der Bourgeoisie in Betrieb und Gewerkschaft ein Klima der Hetze und Verfolgung gegen fortschrittliche Arbeiter. Die Reaktion, voran die Berufsbetriebsräte und Gewerkschaftsmafia der SPD gehen in der Betriebsratswahl (BRW,d.Vf.) mit den Mitteln der Kommunistenhetze und Spitzelei gegen fortschrittliche Arbeiter vor. In Westberlin ließ Gewerkschaftsbonze Sickert eine Gewerkschaftskonferenz durchführen (vgl. DGB - S1.**.197*,d.Vf.) unter dem Titel: 'Kommunistische Infiltration und Gegenmaßnahmen', in Frankfurt wurde der KPD-Genosse Schmidt bei den VDM-Werken (IGM-Bereich - vgl. S1.**.1974,d.Vf.) entlassen, weil er die SPD-Betriebsräte in einem Flugblatt angegriffen hat.

Die Krise, die Geißel der Arbeitslosigkeit soll ohne Widerstand der Arbeiterklasse die Werktätigen unterdrücken.

Nach Polizeimorden an G. Routhier in Duisburg (vgl. 18.6.1974,d.Vf.), Remizko in Mannheim (vgl. 17.7.1974), an dem Taxifahrer Jendrian in München (vgl. 24.5.1974,d.Vf.), kaufen sich jetzt die Kapitalisten Mörder oder lassen faschistische Banden gegen kämpfende Arbeiter vorgehen. In Braunschweig erhob der Staatsanwalt keine Anklage gegen zwei stadtbekannte NPD-Faschisten, die einen kommunistischen Buchladen zerstört hatten (vgl. 7.3.1974, Jan. 1975,d.Vf.) - in München sitzt das KPD-Mitglied Hanns Marzini seit Monaten in Untersuchungshaft, weil er gegen den NPD-Parteitag (vgl. 12.10.1974,d.Vf.) demonstrierte! Unsere ausländischen Klassenbrüder werden mit Abschiebung, Verbot und Verfolgung ihrer Organisationen unterdrückt.

Diese Mordanschläge müssen mit unserer ganzen geballten Solidarität beantwortet werden! Gewerkschafter reiht Euch ein in die Reihe oppositioneller Gewerkschafter, die kämpferische und kommunistische Betriebsräte aufstellen und wählen (BRW,d.Vf.)!

Ausländer, Werktätige, Schüler und Studenten reiht Euch ein in die Demonstration der türkischen Arbeitervereine (TAV,d.Vf.) und der KPD am Samstag, 1.Februar Nordmarkt in Dortmund.

Demonstriert Solidarität gegen politischen Terror von Kapital und arbeiterfeindlicher Schmidt-Regierung!

Demonstration gegen Arbeitslosigkeit und politische Unterdrückung

Sa., 1. Feb. 12 Uhr Dortmund Nordmarkt"
Q: KPD-OL Dortmund:Mordanschlag auf Rüsselsheimer Opel-Arbeiter und kommunistischen Betriebsrat der Vulkan-Werft-Bremen!,Dortmund o.J. (31.1.1975)

01.02.1975:
Die KPD berichtet vom Mordanschlag auf Heinz Scholz, Betriebsrat der Vulkanwerft (IGM-Bereich - vgl. 29.1.1975):"
Der feige Mordanschlag auf den kommunistischen Betriebsrat Heinz Scholz hat große Empörung unter den Bremer Metallern ausgelöst. Über 400 Arbeiter und Werktätige folgten am 1.2. dem Aufruf zur Protestdemonstration im Bremer Arbeiterviertel Nord. Die Demonstration wurde angeführt von der Frau des Genossen Scholz, von Genossen des Regionalkomitees Wasserkante der Partei und dem Betriebsrat der Vulkan-Werft, Kollegen Wurtz. Arbeiterdelegationen aus allen Regionen der BRD und Westberlin waren zu dieser Demonstration gekommen.

Genosse Scholz ließ vom Krankenhaus seine Entschlossenheit übermitteln, in den Reihen der KPD noch entschiedener für die Sache der Arbeiterklasse einzutreten.

Sein Betriebsratskollege Wurtz bekundete auf der Schlußkundgebung die Solidarität der Vulkanarbeiter, die voller Abscheu den feigen Mordanschlag verurteilen."

Verbreitet wird dieser Bericht auch in:
- NRW durch das Regionalkomitee (RK) der KPD im IGM-Bereich (vgl. 6.2.1975).
Q: KPD-RK NRW:Metalltarifrunde: 10 000 Metallarbeiter streikten gegen den Lohnraub,Dortmund o.J. (Feb. 1975),S.2;
Rote Fahne Nr.5,Dortmund 5.2.1975,S.*

01.02.1975:
In Dortmund soll heute ab Nordmarkt gegen die Arbeitslosigkeit demonstriert werden, wozu, laut KPD, sie selbst und der Türkische Arbeiterverein (TAV) bzw. die TAVs Initiative ergriffen hätten. Laut KPD beteiligen sich über 1 000 Personen, nicht aber KBW und KPD/ML.

Aufgerufen wurde u.a. von der Ortsleitung Dortmund der KPD (vgl. 31.1.1975).

In der 'Roten Fahne' (RF - vgl. 5.2.1975) der KPD heißt es im Zusammenhang mit der Bremer Demonstration (vgl. 1.2.1975) gegen den Mordanschlag auf der Vulkanwerft (IGM-Bereich - vgl. 29.1.1975) gegen Heinz Scholz:"
Auch auf der Dortmunder Demonstration der türkischen und deutschen Arbeiter erklang die Stimme der Arbeitersolidarität für Genossen Heinz Scholz."

Berichtet wird auch in:
- NRW durch das Regionalkomitee (RK) der KPD im IGM-Bereich (vgl. 6.2.1975).
Q: KPD-RK NRW:Metalltarifrunde: 10 000 Metallarbeiter streikten gegen den Lohnraub,Dortmund o.J. (Feb. 1975),S.2;
KPD-OL Dortmund:Mordanschlag auf Rüsselsheimer Opel-Arbeiter und kommunistischen Betriebsrat der Vulkan-Werft-Bremen!,Dortmund o.J. (31.1.1975),S.1;
Rote Fahne Nr.4 und 5,Dortmund 29.1.1975 bzw. 5.2.1975,S.* bzw. S.*

03.02.1975:
Gegen die Mordattentate im IGM-Bereich (vgl. 29.1.1975) auf Heinz Scholz von der Vulkanwerft Bremen und **** Dreisbach von Opel Rüsselsheim wird von der KPD nahestehenden Personen spätestens Anfang dieser Woche der folgende Text verfaßt:"
PROTESTERKLÄRUNG

Hiermit protestieren wir aufs schärfste gegen den Mordanschlag auf das KPD-Mitglied und Betriebsrat von der Bremer Vulkan-Wertf, Heinz Scholz, und dem Arbeiter Dreisbach von Opel Rüsselsheim.

Die beiden Mordanschläge wurden zur gleichen Zeit und in der selben Art und Weise durchgeführt.

Ob diese Mordanschläge von faschistischen Organisationen oder direkt von den Opel- und Vulkankapitalisten geplant und in Auftrag gegeben wurden, spielt dabei nicht die Hauptrolle, denn diese Mordanschläge sind mit das Ergebnis der Hetze der Bourgeoisie und ihrer Handlanger in der SPD und Gewerkschaftsführung gegen klassenbewußte und oppositionelle Gewerkschafter.

Heinz Scholz sagte nach dem Mordanschlag: 'Jetzt erst recht! So kriegen sie uns nicht klein!' Diese Worte gelten auch für uns oppositionelle Gewerkschafter und Betriebsratskandidaten.

Wir werden noch entschiedener für die Sache der Arbeiterklasse kämpfen, trotz aller Hetze und allem Terror durch die Reaktion.

Egon Redereit, Münster, IG Chemie-Vertrauensmann (CPK,d.Vf.), Betriebsratskandidat; Ludger Pries, Münster, Berufsschultagessprecher; Norbert Zöller, Bielefeld, IGM-Vertrauensmann; Rosi Reuthner, Düsseldorf, ÖTV-Betriebsrat; WESTBERLIN: Anton Papp, IGM-Betriebsrat; Dieter Schukai, Jugendvertreter, AEG-Brunnenstraße; Ingo Hoppe, Personalrat/Technische Universität (TUB,d.Vf.), ÖTV; Karin Kaiser, Vertrauensfrau, Rudolf-Virchow-Krankenhaus (RVK,d.Vf.); Evelin Cacke, Vertrauensfrau, Rudolf-Virchow-Krankenhaus; Ingrid Töteberg, Abteilungsvorstand Wissenschaft und Forschung (WiFo,d.Vf.), ÖTV; Hajo Ehrig, Vorstand Fachgruppe Gerichtsreferendare, ÖTV; Jan Greve, Vertrauensmann bei Schering-Müllerstraße, IG Chemie; Johannes Ruhs, Betriebsrat bei REWE, HBV; Michael König, Betriebsrat bei der Schaubühne; Helmut Lechner, Betriebsrat Krone, Uwe Tietz, Betriebsrat Krone; Gerhard Przygodda, Betriebsratsvorsitzender, IGM; Martin Moers, Hauptjugendvertretung, ÖTV; Ulrich Scherler, Personalrat, Urbankrankenhaus; Hubert Bacia, Betriebsrat, ÖTV; Ursula Heist, ehem. Jugendvertreterin DeTeWe (DTW,d.Vf.); Kordula Neubauer, ehem. Jugendvertreterin DeTeWe; Franz Seguin (Frank?,d.Vf.), ehem. VLK-Vorsitzender, Bosse-Telefonbau.

DIE UNTERZEICHNENDEN RUFEN AUF: UNTERSCHREIBT DIE PROTESTERKLÄRUNG!"

Verbreitet wird dieser Text u.a. durch die 'Rote Fahne' (RF - vgl. 5.2.1975) der KPD und in:
- NRW in Dortmund bei Holstein und Kappert (H+K, IGM-Bereich - vgl. 10.2.1975) durch die Ortsleitung (OL) Dortmund der KPD.
Q: KPD-OL Dortmund:Zeitung,Dortmund o.J. (1975),S.3;
Rote Fahne Nr.5,Dortmund 5.2.1975,S.*

10.02.1975:
Bei Holstein und Kappert (H+K) gibt die Ortsleitung (OL) Dortmund der KPD vermutlich in dieser Woche die folgende 'Zeitung' mit sechs Seiten DIN A 4 unter Verantwortung von Thomas Luczak, Dortmund, Zimmerstr.19, mit folgendem Leitartikel zur Entlassung von Bernhard Wolff (vgl. 3.2.1975) bzw. den BRW heraus:"
SOFORTIGE WIEDEREINSTELLUNG VON BERNHARD WOLFF - WÄHLT KLASSENBEWUSSTE BETRIEBSRÄTE!
...
Doch wer seine Kollegen zum gemeinsamen Kampf für einheitliche Lohnforderungen - 250 DM mehr für alle - auffordert, der wird entlassen! Wer wegen Wahlbehinderung eine Abteilungsversammlung einberuft - kurz, wer als Kommunist und kämpferischer Kollege eine Politik im Interesse der Kollegen macht, der wird fristlos entlassen. Außerdem wird dem Kollegen Bernhard Wolff noch der Ausschluß aus der IG Metall (UVB,d.Vf.) angekündigt, weil die Mitgliedschaft in der KPD unvereinbar mit der Zugehörigkeit zur IG Metall ist!

Jetzt fragen manche Kollegen: Bei den Kapitalisten ist das ja verständlich. Aber Betriebsrat und Gewerkschaft - Was haben die denn für einen Grund für so ein Vorgehen? - Die SPD-Betriebsräte haben eine Karriere in der Partei und im Gewerkschaftsapparat vor sich. Die Gewerkschaftsfunktionäre mästen sich an unseren Beiträgen und wollen natürlich nicht weg von ihren Fleischtöpfen. Deshalb schüren sie die Stimmung gegen jeden, der kämpft. Das Ergebnis ist dann schließlich, daß ein gekaufter Mörder einen Anschlag auf den kommunistischen Betriebsrat Heinz Scholz auf der Bremer Vulkan-Werft (IGM-Bereich - vgl. 29.1.1975,d.Vf.) beging, der nur knapp dem Tod entging."

Aus dem IGM-Bereich (vgl. 29.1.1975) wird berichtet:"
MORDANSCHLAG AUF KOMMUNISTISCHEN BETRIEBSRAT DER VULKAN-WERFT-BREMEN UND RÜSSELSHEIMER OPELARBEITER!

In der Nacht zum Donnerstag (30.1.) wurde auf zwei Arbeiter ein heimtückischer Mordanschlag verübt.

In Bremen wurde der bekannte BR der Vulkan-Werft Heinz Scholz (40 Jahre, Mitglied der KPD) im Anschluß an eine Sitzung der gewerkschaftsoppositionellen Gruppe (GOG,d.Vf.) seines Betriebes auf dem Parkplatz von hinten niedergestochen. Genosse Scholz gelang es noch, bevor er bewußtlos wurde, den Täter in die Flucht zu schlagen - deshalb kam er mit dem Leben davon. Der aufs Herz gezielte Stich drang unterhalb des Herzens nur drei Zentimeter tief ein, ein zweiter Stich traf den Oberarm. Der Messerstecher trug eine Strumpfmaske.

In Rüsselsheim wurde etwa zur gleichen Zeit, ebenfalls von einem mit Strumpfmaske maskierten Täter ein Mordanschlag auf den 48jährigen Kollegen Dreisbach aus dem Opel-Modellbau verübt. Der Opelarbeiter wurde von mindestens zehn Messerstichen getroffen. Die beiden feigen Anschläge geschahen zur gleichen Zeit, in beiden Fällen mit einem Messer - in beiden Fällen war der Täter mit einer Strumpfmaske maskiert!"

Dokumentiert wird eine bundesweite Protesterklärung (vgl. 3.2.1975).
Q: KPD-OL Dortmund:Zeitung,Dortmund o.J. (1975)

13.02.1975:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr.6 (vgl. 6.2.1975, 20.2.1975) heraus. Aus Bremen wird u.a. berichtet aus dem IGM-Bereich vom Vulkan.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr.6,Mannheim 13.2.1975

17.02.1975:
Auf dem Bremer Vulkan lehnt der KBW, laut KPD, vermutlich in dieser Woche die Erklärung zum Mordanschlag auf den Betriebsrat Heinz Scholz als falsch ab.
Q: Rote Fahne Nr.8,Köln 26.2.1975

20.02.1975:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr.7 (vgl. 13.2.1975, 27.2.1975) heraus. Aus Bremen wird u.a. berichtet aus dem IGM-Bereich vom Vulkan.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr.7,Mannheim 20.2.1975

05.03.1975:
Die KPD gibt ihre 'Rote Fahne' (RF) Nr.9 (vgl. 26.2.1975, 12.3.1975) heraus. Aus Bremen wird berichtet über die IGM Verwaltungsstelle sowie vom Bremer Vulkan über die eigene Zelle und die GOG.
Q: Rote Fahne Nr.9,Köln 5.3.1975

20.03.1975:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr.11 (vgl. 13.3.1975, 26.3.1975) heraus. Aus Bremen wird u.a. berichtet über JV und BR auf dem Vulkan.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr.11,Mannheim 20.3.1975

09.04.1975:
In der Nr.14 ihrer 'Roten Fahne' (RF - vgl. 2.4.1975, 16.4.1975) berichtet die KPD aus Bremen von der Vulkanwerft (IGM-Bereich).
Q: Rote Fahne Nr.14,Köln 9.4.1975

16.04.1975:
Der KBW (vgl. 24.4.1975) berichtet vom Bremer Vulkan über die heutigen Betriebsratswahlen (BRW - vgl. **.*.1972, **.*.1978), daß die zuvor aus der IGM per UVB Ausgeschlossenen Heinz Scholz (KPD), Bachmann (KBW, auf Platz 21) und Elster (KBW, Platz 23) gewählt wurden, davon die beiden KBWler erstmals. Der KBWler Koldehofe wurde auf Platz 28 zum Ersatzmitglied.

Laut SAG ergibt sich eine linke Mehrheit.
Laut KPD kommt im Rahmen der Persönlichkeitswahl für die KPD Heinz Scholz auf den 5. Platz (vorher 7.).
Laut KB wurden vor der Wahl Mitglieder des KBW und der KPD aufgrund der UVB aus der IGM ausgeschlossen.
Q: Rote Fahne Nr.22,Köln 4.6.1975;
Klassenkampf Nr.48,Frankfurt 17.6.1975;
Arbeiterkampf Nr.65,Hamburg 19.8.1975;
Kommunistische Volkszeitung Nr.16,Mannheim 24.4.1975

17.04.1975:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr.15 (vgl. 10.4.1975, 24.4.1975) heraus. Aus Bremen wird u.a. berichtet aus dem IGM-Bereich u.a. vom Vulkan.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr.15,Mannheim 17.4.1975

29.04.1975:
In Bremen besuchen, nach eigenen Angaben, über 80 Personen, u.a. von der Vulkanwerft (IGM-Bereich) die Maiveranstaltung der KPD.
Q: Rote Fahne Nr.18,Dortmund 7.5.1975

01.05.1975:
Die KPD will u.a. einen oppositionellen Block auf der Vulkan-Demonstration, womit wohl die DGB-Demonstration in Bremen-Nord gemeint ist, bilden.
Q: Rote Fahne Nr.16 und 18,Köln 23.4.1975 bzw. 7.5.1975

05.05.1975:
Die Zelle Bremer Vulkan des KBW Bremen (vgl. 15.5.1975) berichtet vermutlich aus dieser Woche von der Betriebsversammlung (BV), auf der ein Vertreter der KPD/ML-Neue Einheit (KPD/ML-NE) die Direktion aufforderte, den Staaten der Dritten Welt großzügigere Kredite zu geben, damit diese mehr Dampfer bei Vulkan bauen lassen können. Die Kollegen hätten ihn ausgelacht.
Die KPD/ML-NE stehe schon offen auf Seiten der Bourgeoisie, betrachte die soziale Revolution nicht als Hauptaufgabe, "Einheitsfront mit der Dritten Welt gegen die imperialistischen Supermächte wird ihr so zum Vorwand, um die Arbeiterklasse den Interessen der westdeutschen imperialistischen Bourgeoisie unterzuordnen."
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr.19,Mannheim 15.5.1975

07.05.1975:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr.18 (vgl. 30.4.1975, 15.5.1975) heraus. Aus Bremen wird u.a. berichtet aus dem IGM-Bereich durch die Zelle Vulkan.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr.18,Mannheim 7.5.1975

11.05.1975:
Die KPD entsendet eine Delegation in die VR China, deren 10 Teilnehmer derzeit bei Bosch Stuttgart, Vulkan Bremen, VDM Frankfurt, Trafo-Union Nürnberg, SEL Berlin, als Kraftfahrer in Münster und ehemals bei Daimler Berlin tätig sind bzw. waren.

Laut der Ortsleitung (OL) Dortmund der KPD (vgl. 11.7.1975) begann die bis zum 5.6.1975 dauernde Reise bereits gestern.
Q: KPD-OL Dortmund:Arbeiterdelegation aus der VR China zurück!,Dortmund o.J. (Juli 1975),S.1;
Rote Fahne Nr.19,Dortmund 14.5.1975

12.05.1975:
Der KBW (vgl. 22.5.1975) berichtet vermutlich aus dieser Woche aus Bremen von einer Solidaritätsveranstaltung mit Seibel Erwitte (CPK-Bereich), zu der einige Betriebsräte aus dem IGM-Bereich von Klöckner und Vulkan aufgerufen hatten.

Solidaritätsadressen werden verlesen von den Jusos der SPD und der Ortsgruppe des KBW.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr.20,Mannheim 22.5.1975

12.06.1975:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr.23 (vgl. 5.6.1975, 19.6.1975) heraus. Aus Bremen wird u.a. berichtet aus dem IGM-Bereich u.a. vom Vulkan.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr.23,Mannheim 12.6.1975

18.07.1975:
In Bremen führen die KPD und ihre Rote Hilfe (RH) e.V., laut KPD, eine Kundgebung vor der Vulkanwerft gegen Gewerkschaftsausschlüsse und Berufsverbote (UVB/BV) bzw. politische Entlassungen, wie es sie u.a. bei der AG Weser Werft (vgl. 7.7.1975) gibt, durch, bei der 20 Unterschriften für die KPD bei den Bürgerschaftswahlen (BW - vgl. 28.9.1975) gesammelt werden.
Q: Rote Fahne Nr.29,Köln 23.7.1975

25.07.1975:
In Bremen besuchen, laut und mit KPD, 60 eine Veranstaltung gegen politische Entlassungen, Gewerkschaftsausschlüsse und Berufsverbot (UVB/BV), die sich u.a. mit Prof. Jens Scheer von der Uni Bremen sowie aus dem IGM-Bereich mit Blohm und Voss (B+V) Hamburg, dem Bremer Vulkan und der AG Weser Werft (vgl. 7.7.1975) sowie einem Berufsverbot (BV) in Bremerhaven (vgl. 14.7.1975) befaßt.
Q: Rote Fahne Nr.30,Köln 30.7.1975

15.09.1975:
Auf dem Bremer Vulkan gibt die Zelle der KPD ihre Betriebszeitung 'Der Vulkan' (vgl. 22.1.1975, 10.12.1976) heraus.
Q: Rote Fahne Nr.5,Köln 4.2.1976

04.02.1976:
Die KPD gibt ihre 'Rote Fahne' (RF) Nr.5 (vgl. 28.1.1976, 11.2.1976) heraus.
Aus Bremen wird berichtet durch die eigene Zelle vom Bremer Vulkan (IGM-Bereich) u.a. über die Fremdfirmen und die Großsektionshalle.
Q: Rote Fahne Nr.5,Köln 4.2.1976

24.02.1976:
Die KPD gibt die Nr.8 ihres 'Rote Fahne Pressedienstes' (RFPD - vgl. 17.2.1976, 2.3.1976) heraus. Aus Bremen wird berichtet von der Metalltarifrunde (MTR - IGM-Bereich) aus Bremen u.a. vom Vulkan.
Q: Rote Fahne Pressedienst Nr.8,Köln 24.2.1976

08.03.1976:
Bei Vulkan Bremen demonstrieren, laut KPD, 3 000 anläßlich der Metalltarifrunde (MTR).
Q: Rote Fahne Nr.11,Köln 17.3.1976

15.03.1976:
Beim Bremer Vulkan demonstrieren, laut KPD, 1 000 anläßlich der Metalltarifrunde (MTR).
Q: Rote Fahne Nr.11,Köln 17.3.1976

15.03.1976:
Die Zelle Bremer Vulkan der KPD gibt, nach eigenen Angaben, vermutlich in dieser Woche ein Flugblatt zum Lohnraub in der Metalltarifrunde (MTR) heraus.
Q: Rote Fahne Nr.12,Köln 24.3.1976

23.03.1976:
Die KPD gibt die Nr.12 ihres 'Rote Fahne Pressedienstes' (RFPD) (vgl. 16.3.1976, 30.3.1976) heraus. Aus Bremen wird berichtet von der Vulkanwerft (IGM-Bereich).
Q: Rote Fahne Pressedienst Nr.12,Köln 23.3.1976

06.09.1976:
Die Werft Betriebsgruppen der DKP geben frühestens in dieser Woche eine gemeinsame Ausgabe ihrer Betriebszeitungen über die Werftkonferenz der DKP (vgl. 4.9.1976) heraus. Bei diesen Zeitungen handelt es sich aus Bremen u.a. um die 'Werft Nachrichten' für den Bremer Vulkan Bremen.
Q: DKP-Werft Betriebsgruppen:gemeinsame Ausgabe,o.O. o.J. (1976)

22.09.1976:
Die KPD gibt ihre 'Rote Fahne' (RF) Nr.38 (vgl. 15.9.1976, 29.9.1976) heraus. Aus Bremen wird u.a. berichtet aus dem IGM-Bereich von den Werften, u.a. vom Bremer Vulkan.
Q: Rote Fahne Nr.38,Köln 22.9.1976

28.11.1976:
Der AB gibt seine 'Kommunistische Arbeiterzeitung' (KAZ) Nr.101 (vgl. 14.11.1976, 12.12.1976) heraus. Aus Bremen wird u.a. berichtet von der Vulkanwerft.
Q: Kommunistische Arbeiterzeitung Nr.101,München 28.11.1976

10.12.1976:
Die Betriebszelle Bremer Vulkan der KPD gibt ihren 'Vulkan' (vgl. 15.9.1976) heraus, in dem sie sich außer mit der MTR u.a. auch mit der DKP und Klöckner Bremen befaßt.
Q: Rote Fahne Nr.51/52, 2 und 5,Köln 22.12.1976, 12.1.1977 bzw. 2.2.1977

05.01.1977:
Die KPD (vgl. 12.1.1977) berichtet vom Bremer Vulkan (vgl. 6.1.1977) über den nach der Mittagspause beginnenden spontanen Streik von 150 Drehern.

Auf der Vulkanwerft in Bremen beginnt auch laut AB ein zweitägiger Streik von 250 Drehern und Werkzeugmachern.
Q: Kommunistische Arbeiterzeitung Nr.103,München 9.1.1977;
Rote Fahne Nr.2,Köln 12.1.1977

06.01.1977:
Die KPD (vgl. 12.1.1977) berichtet vom Bremer Vulkan (vgl. 5.1.1977, 7.1.1977), daß sich nun auch 100 Werkzeugmacher dem spontanen Streik von 150 Drehern anschließen.

Vermutlich heute wird dazu auch ein Flugblatt der KPD verteilt.
Q: Rote Fahne Nr.2,Köln 12.1.1977

07.01.1977:
Die KPD (vgl. 12.1.1977) berichtet vom Bremer Vulkan (vgl. 5.1.1977, 6.1.1977) über den um 10 Uhr endenden spontanen Streik von 150 Drehern und 100 Werkzeugmachern.
Q: Rote Fahne Nr.2,Köln 12.1.1977

23.01.1977:
Der AB gibt seine 'Kommunistische Arbeiterzeitung' Nr.104 (vgl. 9.1.1977, 6.2.1977) heraus.
Die Kämpfende Jugend (KJ) berichtet u.a. aus Bremen von den Jugendvertretungen (JV) u.a. bei Vulkan.
Q: Kommunistische Arbeiterzeitung Nr.104,München 23.1.1977

23.08.1977:
Der AB gibt seine 'Kommunistische Arbeiterzeitung' Nr.119 (vgl. 26.7.1977, 6.9.1977) heraus. Die Kämpfende Jugend (KJ) berichtet aus Bremen von einem Brief der Jugendvertretung der Vulkan-Werft an den Oberleutnant (OLT) der Lützow-Kaserne in Schwanewede im niedersächsischen Landkreis Osterholz-Scharmbeck.
Q: Kommunistische Arbeiterzeitung Nr.119,München 23.8.1977

25.08.1977:
In Bremen demonstrieren, laut AB, 15 000 gegen Entlassungen in der Metallbranche, die u.a. auf den Werften AG Weser (AGW) und Vulkan, beim Stahlwerk Klöckner und bei den Vereinigten Flugtechnischen Werken (VFW) anstehen. Laut SAG beteiligen sich 10 000 bzw. an anderer Stelle 15 000 an einer Demonstration der IG Metall (IGM) gegen Arbeitsplatzvernichtung.
Q: Sozialistische Arbeiterzeitung Nr.30 und 31,Frankfurt 31.8.1977 bzw. 14.9.1977;
Kommunistische Arbeiterzeitung Nr.121,München 20.9.1977

01.05.1979:
Laut KB beteiligen sich in Bremen-Nord an einer DGB-Demonstration ca. 1 000 Menschen. U.a. hatte auch der KBW zur Demo aufgerufen. Im Verlaufe der Demonstration kam es "zu einem brutalen Bulleneinsatz gegen Vulkan-Jugendliche und KBW-ler".
Q: Arbeiterkampf Nr.153,Hamburg 14.5.1979,S.14

April 1981:
Laut KB werden bei den Betriebsratswahlen (BRW) bei der Bremer Vulkan Werft vermutlich im April vierzehn oppositionelle Kandidaten der 'Echolotgruppe' in den 21köpfigen Betriebsrat gewählt. Die RGO der KPD (ex-KPD/ML) erhält keinen Sitz.

Am 27.4.1981 schreibt der KB:"
Der vierte Wahlvorschlag um den Volksfront-Vorsitzenden Eike Hemmer trat mit Forderungen wie voller Lohnausgleich bei Kurzarbeit, gesetzliches Verbot der Aussperrung usw. an. Sie konnte sich gegen die starke Konkurrenz nicht durchsetzen. Die Kandidaten folgten erst ab Platz 44 in der Rangfolge der Stimmenzahl, wohl auch deshalb, weil ihre Forderungen auch von der Gruppe um G. Ziemann (der bisherige Betriebsratsvorsitzende) - wenn auch jetzt nicht ausdrücklich - im Wahlprogramm - vertreten werden."
Q: Arbeiterkampf Nr.199, 200 und 204,Hamburg 13.4.1981, 27.4.1981 bzw. 22.6.1981,S.18, S.22 bzw. S.19

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