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Bei den beiden Nordmende-Werken in Bremen-Hemelingen, d.h. dem Werk 1 (Rundfunkwerk) und dem Werk 2 (Fernsehwerk), handelt es sich um die Hauptwerke des Nordmende-Konzernes, neben denen es noch kleinere Nordmende-Werke in Bremerhaven und Verden gibt. Hier wird nur ein Bruchteil der, vor allem vom KBW bzw. seiner Vorläufer und Freunde vorliegenden Berichte, referenziert. Von der offenbar auch bei Nordmende Hemelingen aktiven SPD dagegen kann nur indirekt berichtet werden (vgl. 1969), Nordmende scheint auf dem Farbfernsehmarkt in Konkurrenz zu stehen, nicht zuletzt zu Graetz Bochum (vgl. 7.11.1970).
Der Kommunistische Bund Bremen (KBB) beginnt nun mit seiner Berichterstattung über Nordmende Hemelingen, wobei von Anfang an die Jugendlichen Beachtung finden (vgl. Apr. 1971), bald erscheint eine eigene Betriebszeitung, 'Die Antenne' (vgl. Sept. 1971), die dann auch im Wettstreit mit dem benachbarten Kommunistischen Bund bzw. dessen Gruppe Hamburg als eigener Pluspunkt benannt wird (vgl. Dez. 1971).
Kontakte zur KB/Gruppe Bremerhaven und deren eventuell bei Nordmende Bremerhaven tätigen Freunden können wir nicht dokumentiert werden. Auch die betriebliche Agitation des KBW bei Nordmende Bremen wird hier nur anhand der zentralen 'Wahrheit' erschlossen (vgl. 20.12.1971), wobei sich der KBB anlässlich der Betriebsratswahlen (BRW) 1972 auch zur Eroberung des Betriebsrats anzuschicken scheint (vgl. März 1972), wobei das Ergebnis hier zunächst offen bleibt (vgl. 1.7.1972).
Zumindest ein Jugendvertreter aber beteiligt sich mit dem KBB an der Vietnamaktionseinheit (vgl. 14.5.1972), was später mit zu seiner Entlassung Anlass bietet.
Die SPD-Betriebsgruppe übt sich derweil offenbar in Diffamierungen (vgl. 16.5.1972), was dem KBB bei Nordmende aber vermutlich nicht wirklich geschadet hat, zumindest nicht nach eigenem Bekunden, scheint sie doch zumindest publizistisch die gar die beste Zelle des KBB zu sein (vgl. 10.6.1972).
Der befreundete Jugendvertreter, vermutlich ist es derselbe, opponiert nun gar öffentlich gegen die Ausländergesetze, was vermutlich gemeinsam mit dem Vietnamprotest den Anlass zur Entlassung bietet (vgl. 1.7.1972).
Die Zelle Nordmende des KBB aber bleibt weiter aktiv (vgl. 1.9.1972, 6.9.1972, 5.10.1972), gehört sie doch nach Angaben des KBB immer noch zum publizistisch präsenteren Part seines Dutzend Betriebszellen (vgl. 16.10.1972, Dez. 1972), wie auch die beim Bundesbahn-Ausbesserungswerk (vgl. Dez. 1972).
Nun engagiert sich der KBB vermutlich auch noch in der IGM-Jugend (vgl. 9.11.1972), gibt weiter seine Betriebszeitung heraus (vgl. 21.1.1973), und bildet auch beim nun gegründeten Kommunistische Arbeiterjugendbund (KAJB) Bremen die erste reguläre Betriebszelle (vgl. 15.1.1973), erleidet aber eventuell gar eine weitere politische Entlassung (vgl. 9.4.1973).
Nun ist es an der Zeit für harte Zahlen, es gilt die 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ) des neu gegründeten KBW zu verkaufen, was zumindest beim Fernsehwerk nicht recht erfolgreich verläuft, beim Rundfunkwerk dagegen weit besser, wobei die Zahlen sich kaum ändern (vgl. 11.7.1973, 12.9.1973).
Ob es bei Nordmende tatsächlich einen wilden Branchenstreik für eine Teuerungszulage gegeben hat, wie im ZK des KBW berichtet wird (vgl. 15.9.1973), kann hier nicht anhand anderer Quellen belegt werden, ganz im Gegensatz zu den offenbar tendenziell eher abnehmenden Verkaufszahlen der KVZ bei Nordmende (vgl. 26.9.1973), die teils nur zusammen mit denen des AEG Lloyd Dynamowerks in Hastedt vorlagen (vgl. 10.10.1973, 24.10.1973, 7.11.1973).
Neben der Betriebszelle des KBW (vgl. 20.2.1974), sind nun bei Nordmende Bremen eventuell die KPD/ML (vgl. 23.3.1974), sicher aber auch die KPD aktiv (vgl. 20.3.1974, 27.7.1974), nicht zuletzt mit ihrem bei Philips-Valvo Aachen im wilden Streik bewährten Betriebskader Martin Thomas (vgl. 4.11.1974).
1969:
Der Kommunistische Bund Bremen (KBB - vgl. 3.4.1972) berichtet von Nordmende (vgl. März 1972):"
1969 besaß die SPD sogar die Frechheit, mit ihrem 'Genossen' Elmers und seiner 'modernen Personalführung' für sich in einer Broschüre über Bremen Reklame zu machen."
Quelle: Wahrheit Nr.3,Bremen Apr. 1972,S.17
07.11.1970:
Die Nr.48 des 'KND' der KPD/ML-ZB (vgl. 4.11.1970, 11.11.1970) erscheint. In "Preisbindung-Farbfernseher" heißt es:"
Nachdem das Großhandelsmonopol Ration zwei Graetz Farbfernseher-Typen unter dem gebundenen Preis verhökert (es hatte die Preisbindung der 2. Hand durch Re-Import von 1 000 Farbfernsehern aus dem EWG-Ausland unterlaufen) und auch eine große Zahl von Fachhändlern die Preisbindung umgehen, haben jetzt fast alle großen Farbfernseher-Produzenten ihre Preise um 6% gesenkt (AEG-Telefunken, Philips, Graetz, Imperial, Grundig, Nordmende, Blaupunkt)."
Q: Kommunistischer Nachrichtendienst Nr.48,Bochum 7.11.1970
April 1971:
Der KB Bremen gibt diesen Monat die Nr.5 und 6 seiner 'Kommunistischen Arbeiter Korrespondenz' (vgl. 7.2.1971, 9.5.1971) heraus. In der Nr.5 wird u.a. berichtet wird von Nordmende Bremen. In der Nr.6 wird u.a. auf die Jugendvertretung Nordmende eingegangen.
Q: Kommunistische Arbeiter Korrespondenz Nr.5 und 6,Bremen Apr. 1971
Juli 1971:
Beim Bremer Vulkan, bei Siemens und Nordmende gibt der KB Bremen ein Flugblatt "Metalltarifrunde Herbst 71 - '125 DM für Alle'" heraus.
Q: Der Brenner Nr.3,Bremen Juli 1971
September 1971:
Bei Nordmende Bremen gibt der KB Bremen erstmals seine 'Antenne' heraus (vgl. Juli 1971, 20.12.1971).
Q: Wahrheit Nr.9 und 7/8,Bremen o.J. (1971) bzw. Aug./Sept. 1972
September 1971:
Vermutlich diesen Monat gibt der KB Bremen die Nr.8 seiner 'Kommunistischen Arbeiter Korrespondenz' (vgl. 9.5.1971, Nov. 1971) heraus. Eingegangen wird aus dem IGM-Bereich u.a. auf Nordmende.
Q: Kommunistische Arbeiter Korrespondenz Nr.8,Bremen o.J. (1971)
Dezember 1971:
Vermutlich im Dezember gibt der KB Bremen die Nr.10 seiner 'Kommunistischen Arbeiter Korrespondenz' (vgl. Nov. 1971, 1.2.1972) heraus, in der u.a. zur Gründung des Kommunistischen Bundes in Hamburg Stellung genommen wird. Hierbei wird betont, daß man selbst auch schon 4 Betriebszeitungen herausgebe. Hierbei handelt es sich u.a. um die 'Antenne' bei Nordmende.
Q: Kommunistische Arbeiter Korrespondenz Nr.10,Bremen o.J.
20.12.1971:
In Bremen gibt die Zelle Nordmende des KBB ein Extrablatt ihrer 'Antenne' (vgl. Sept. 1971) gegen die Lohnrückhaltung heraus, in dem sie sich u.a. auch mit der SPD-Betriebsgruppe befaßt.
Q: Wahrheit Nr.1,Bremen Feb. 1972
März 1972:
Der Kommunistische Bund Bremen (KBB - vgl. 3.4.1972) berichtet vermutlich aus dem März von den BRW:"
NORDMENDE: FÜR EINEN KONSEQUENTEN BETRIEBSRAT
In den nächsten Wochen werden in der ganzen BRD die Betriebsratswahlen durchgeführt, so auch bei uns im Betrieb. Seit den letzten Wahlen der Betriebsräte 1968/1969 erhielt die Arbeiterbewegung in Westdeutschland einen großen Aufschwung. So fanden auch bei Mende in den letzten zwei Jahren spontane Arbeitsniederlegungen sowohl in der Produktion (Tarifrunde (MTR,d.Vf.) 1970) wie auch öfter in verschiedenen Abteilungen statt. Ganz anders als in all den Jahren zuvor gehören politische und gewerkschaftliche Themen zu unserer tagtäglichen Diskussion. Insbesondere hat ein großer Teil der Belegschaft die Politik der sozialdemokratischen Betriebsräte und SPD-Betriebsgruppe (SPD-BG,d.Vf.) durchschaut. Immer wieder konnten wir erfahren, daß unsere Forderungen und Interessen nur durchgesetzt wurden, wenn wir sie selbst in die Hand genommen haben. Seit mehr als fünfzehn Jahren ist unser Betriebsrat in Händen einer sozialdemokratischen Clique. Durch ihre Mehrheit im gewerkschaftlichen Vertrauenskörper (VLK,d.Vf.) erschien bei jeder Betriebsratswahl die gleiche Kandidatenliste, so daß die Belegschaft nur die Wahl hatte, entweder die alten Köpfe anzukreuzen oder sich an der Wahl gar nicht zu beteiligen.
Das berechtigte Mißtrauen und der Protest der Kollegen gegen diese SPD-Mauschelei wurde vor Jahren einmal von einem reaktionären Menschen namens Koch geschickt auf CDU-Mühlen gelenkt. Mit einer zweiten Liste konnte dieser Kollege sich behaupten und mit einigen Getreuen in den Betriebsrat einziehen. Als er nach einiger Zeit den Betrieb verließ, brach die braune Opposition zusammen.
Der SPD-Politik wurde die Maske vom Gesicht gerissen, als auf die Mauschelei der offene Übertritt in die Geschäftsleitung durch einen Betriebsrat erfolgte. Der sozialdemokratische Betriebsratsvorsitzende Elmers wurde Personalchaf unter Martin Mende und trat aus der IG Metall aus. Hier wurde deutlich, in wessen Diensten die Politik der SPD-Betriebsgruppe stand. Jeder Kollege im Betrieb wußte nun, daß die radikalen Sprüche auf der Betriebsversammlung (BV,d.Vf.) nur der Einsäuselung der Belegschaft und nicht der Durchsetzung ihrer Forderungen dienten. Auch der IGM-Arbeit wurde mit dieser Politik ein vernichtender Schlag ausgeteilt, ca. 300 Kollegen traten spontan aus der IG Metall aus und bis heute wirkt dieser Vorgang nach.
Der Schritt von Herbert Elmers war nicht der Schritt eines besonders schlechten Menschen, er war der Schritt eines sozialdemokratischen Karrieristen und lag auf der Linie der SPD. Trotz ihrer Bemühungen, sich wieder als Arbeiterpartei darzustellen und trotz aller 'Reform'-Versprechungen vertritt die SPD, wie alle anderen bürgerlichen Parteien, die Zusammenarbeit mit den Kapitalisten. Mit Hilfe der Sozialpartnerschaftsideologie versucht sie zu verschleiern, daß Kapitalistenklasse und Arbeiterklasse gegensätzliche Interessen haben. 1969 besaß die SPD sogar die Frechheit, mit ihrem 'Genossen' Elmers und seiner 'modernen Personalführung' für sich in einer Broschüre über Bremen Reklame zu machen (vgl. 1969,d.Vf.).
Die Politik der SPD-Betriebsgruppe zeichnet sich bis heute durch konsequente Mauschelei und Cliquentaktik aus. Wichtig ist auch, daß alle freigestellten Betriebsräte schon unter Elmers im Betriebsrat tätig waren. Uns ist inzwischen allen klar, daß er hier gute Erben gefunden hat.
Damit man sich als Betriebsrat halten kann, ist es natürlich, daß man die notwendigsten Arbeiten verrichtet und z.B. einzelnen Kollegen Unterstützung erteilt; doch über diesen Rahmen kommen die Aktivitäten des bisher 19-köpfigen Betriebsrats nicht hinaus. Anstehende Probleme werden nicht in Zusammenarbeit und ständiger Information zwischen Betriebsrat und Belegschaft gegen die Kapitalistenfamilie Mende durchgesetzt, sondern im Kämmerlein mit Hermann Mende ausgemauschelt. So wurde z.B. zwischen Betriebsrat und Geschäftsleitung vereinbart, das Prämiensystem bei Mende einzuführen; daß dieses nicht in UNSEREM Interesse ist, wissen wir inzwischen alle. Und wenn auf Druck der Belegschaft Verhandlungen um eine 'Neu'-Ordnung der Prämie geführt werden mußten, so geschah dies wiederum nach der alten Methode im stillen Kämmerlein bei Mende und der Belegschaft wurde anschließend ein 'Ergebnis' serviert.
An die Stelle der geschlossenen Durchsetzung von Forderungen durch Betriebsrat und Belegschaft GEGEN Mende tritt die 'vertrauensvolle Zusammenarbeit' MIT Mende gegen die Belegschaft.
Dabei wissen wir alle, daß uns noch nie etwas geschenkt wurde. Nur durch geschlossenes Auftreten, nur wenn der Betriebsrat die Belegschaft im Rücken hat, haben Verhandlungen Erfolg. Dies aber ist nicht im Interesse der Fischer und Lilienthal, denn hierzu wäre notwendig die Kontrolle des Betriebsrates durch die Belegschaft und durch einen aktiven großen gewerkschaftlichen Vertrauenskörper.
Die SPD-Betriebsgruppe hat den Wahlkampf für die Betriebsrätewahlen schon begonnen. Mancher Kollege wunderte sich schon in den letzten Tagen über die plötzlich ausgebrochene 'soziale Bemutterung' und Fürsorge der Betriebsräte.
Kolleginnen und Kollegen, lassen wir uns nichts vormachen. Dahinter steckt nichts anderes als die Stimmenfangpolitik der SPD-Betriebsgruppe!"
Q: Wahrheit Nr.3,Bremen Apr. 1972,S.17
14.05.1972:
In Bremen lud der KBB, nach eigenen Angaben, mit einem Offenen Brief zu Verhandlungen über eine Vietnamaktionseinheit ein. Heute treffen sich daraufhin 41 Organisationen, u.a. auch DKP, SDAJ und MSB Spartakus, nicht aber die SPD. An der Aktionseinheit beteiligt sich auch ein Jugendvertreter von Nordmende.
Q: Wahrheit Nr.4 und 5/6,Bremen Mai 1972 bzw. Juni/Juli 1972
16.05.1972:
Frühestens heute gibt der KB Bremen die Nr.4 seiner 'Wahrheit' (vgl. 3.4.1972, 1.7.1972) heraus. Bei Nordmende habe die SPD-Betriebsgruppe versucht den KBB mit der RAF gleichzusetzen.
Q: Wahrheit Nr.4,Bremen Mai 1972
10.06.1972:
In Bremen beginnt, nach eigenen Angaben, eine zweitägige Delegiertenkonferenz des Kommunistischen Bundes Bremen (KBB) bei der es sich um die 3. Halbjahreskonferenz des KBB handelt. Anwesend sind Vertreter aller Grundeinheiten (GE).
Der Bericht der Betriebsinstrukteure wird angenommen, enthält er doch auch viel Angenehmes:
Sämtliche Betriebszellen, bis auf die Klöckner-Zelle, geben z.T. schon seit einiger Zeit etwa monatlich Betriebszeitungen heraus. ... 'Das Triebwerk' bei VFW-Erno (vgl. Juli 1971) habe Fehler gemacht, dafür aber handele es sich bei 'Der Antenne' von Nordmende (vgl. Sept. 1971) um die verankerteste Betriebszeitung des KBB."
Q: Wahrheit Nr.5/6 und 7/8,Bremen Juni/Juli 1972 bzw. Aug./Sept. 1972
28.06.1972:
In Bremen beteiligen sich, laut KBB, 1 200 an einer Demonstration gegen die reaktionären Ausländergesetze, zu der ein Initiativkomitee aus KBB, KPD/ML-ZB, der Organisation spanischer Arbeiter, der Landeszentrale der EDL, dem Kommunistischen Studentenbund (KSB) Bremen, Schülerorganisationen und MSB Spartakus, nicht aber der DKP, aufrief. Die Kundgebungsrede wird von einem Jugendvertreter bei Nordmende, der gleichzeitig im IGM OJA sitzt, gehalten. =Wahrheit Nr.5/6,Bremen Juni/Juli 1972;
Unter dem Roten Banner Nr.2,Bremen o.J. (1972)
01.07.1972:
Vermutlich Anfang Juli gibt der KB Bremen die auf Juni/Juli datierte Nr.5/6 seiner 'Wahrheit' (vgl. 16.5.1972, 1.9.1972) heraus. Berichtet wird u.a. von der Vietnamkampagne, wegen der ein Jugendvertreter bei Nordmende (vgl. 14.5.1972) entlassen wurde. Solidarität dagegen wurde vom Arbeitskreis der Vertrauensleutekörpervorsitzenden der IGM Bremen bezeugt. Bei den Betriebsratswahlen wurden in Bremer Großbetrieben 8 KBB-Mitglieder gewählt. Aus Bremen kommen Berichte u.a. von Nordmende, wo es jetzt auch ein neues Werk (ex-AEG) in Verden gibt.
Q: Wahrheit Nr.5/6,Bremen Juni/Juli 1972
01.09.1972:
Vermutlich Anfang September gibt der KB Bremen die Nr.7/8 seiner 'Wahrheit' (vgl. 1.7.1972, 5.10.1972) heraus. Betriebsberichte kommen u.a. aus Bremen von der Zelle Nordmende.
Q: Wahrheit Nr.7/8,Bremen Aug./Sept. 1972
06.09.1972:
Der KB Bremen gibt ein Flugblatt "Gegen individuellen Terror" zur Geiselnahme auf der Olympiade in München heraus. Verteilt wird das Flugblatt u.a. im IGM-Bereich bei Nordmende.
Q: Wahrheit Nr.9,Bremen Okt. 1972
05.10.1972:
Frühestens heute gibt der KB Bremen die auf Oktober datierte Nr.9 seiner 'Wahrheit' (vgl. 1.9.1972, 9.11.1972) heraus. Arbeiterkorrespondenzen kommen von den eigenen Zellen u.a. bei Nordmende ('Die Antenne').
Q: Wahrheit Nr.9,Bremen Okt. 1972
16.10.1972:
Frühestens heute gibt der KSB Bremen die Nr.3/4 von 'Unter dem Roten Banner' (vgl. Juni 1972, 6.12.1972) heraus. Zum KBB-Verbotsantrag (vgl. 18.9.1972, 25.10.1972) wird u.a. ausgeführt, daß der KBB 12 Betriebszellen habe, von denen 6, nämlich u.a. Nordmende auch Betriebszeitungen herausgeben.
Q: Unter dem Roten Banner Nr.3/4,Bremen o.J. (1972)
09.11.1972:
Frühestens heute gibt der Kommunistische Bund Bremen (KBB) die Nr.10 seiner 'Wahrheit' (vgl. 5.10.1972, 1.12.1972) heraus.
'Die Antenne' bei Nordmende befaßte sich u.a. mit der eigenen IG Metall Jugendgruppe, von denen es derzeit in Bremen 10 Stück gibt.
Q: Wahrheit Nr.10,Bremen Nov. 1972
Dezember 1972:
Beim Bundesbahn-Ausbesserungswerk Bremen gibt die Zelle des KBB die Nr.8 ihrer 'Lok' (vgl. 8.11.1972, Apr. 1973) heraus, die sich u.a. mit Nordmende befaßt.
Q: Die Lok Nr.8,Bremen Dez. 1972
01.12.1972:
Vermutlich Anfang Dezember gibt der KB Bremen die Nr.11 seiner 'Wahrheit' (vgl. 9.11.1972, 21.1.1973) heraus. Es erschien 'Die Antenne' bei Nordmende.
Q: Wahrheit Nr.11,Bremen Dez. 1972
15.01.1973:
Frühestens heute gibt der Kommunistische Arbeiterjugendbund (KAJB) Bremen, der sich am KBB orientiert, erstmals seine 'Kämpfende Jugend' (vgl. Feb. 1973) heraus. An KAJB-Einheiten werden eine Jugendbetriebszelle (JBZ) Nordmende und eine Jugendaufbauzelle (JAZ) Vulkan erwähnt. Berichtet wird aus Bremen u.a. von Nordmende.
Q: Kämpfende Jugend Nr.1,Bremen Jan. 1973
21.01.1973:
Frühestens heute gibt der KB Bremen die Nr.1 seiner 'Wahrheit' (vgl. 1.12.1972, 1.2.1973) heraus. Aus den eigenen Betriebszeitungen werden Artikel übernommen u.a. aus 'Die Antenne' bei Nordmende.
Q: Wahrheit Nr.1,Bremen Jan. 1973
09.04.1973:
Die Nr.4 der 'Arbeiter-Zeitung' der KG(NRF) Mannheim/Heidelberg (vgl. 5.3.1973, 25.4.1973) erscheint vermutlich in dieser Woche. Berichtet wird u.a. von verschiedenen politischen Entlassungen, darunter eine bei Nordmende Bremen.
Q: Arbeiter-Zeitung Nr.4,Mannheim Apr. 1973
11.07.1973:
Von der ab heute erscheinenden 'KVZ' Nr.1 verkauft die Verteilerzelle Nordmende des Bezirks Ost der OG Bremen des KBW beim Nordmende Fernsehwerk 1 Exemplar.
Q: KBW-OG Bremen:Statistik zum Verkauf der KVZ Nr.1,Bremen 25.7.1973
11.07.1973:
Von der ab heute erscheinenden 'KVZ' Nr.1 verkauft die Verteilerzelle Nordmende des Bezirks Ost der OG Bremen des KBW beim Nordmende Rundfunkwerk 25 Exemplare.
Q: KBW-OG Bremen:Statistik zum Verkauf der KVZ Nr.1,Bremen 25.7.1973
12.09.1973:
Von der heutigen 'KVZ' Nr.2 verkauft der Bezirk Ost der OG Bremen des KBW bei Nordmende 29 Exemplare.
Q: KBW-OG Bremen:KVZ-Statistik Bremen/Delmenhorst,Bremen o.J. (1973)
15.09.1973:
Es beginnt die zweitägige 3. Sitzung des ZK des KBW (vgl. 7.7.1973, 13.10.1973). Im Protokoll heißt es u.a.:"
F.: - zu Streikbroschüre: In Bremen wurden von Leitung Verantwortliche beauftragt. Genossen haben sich schwer getan. OL hätte früher eingreifen müssen. Nächste Woche kommt was.
...
F.: ... Vulkan, Klöckner, Nordmende, AG-Weser (alle Bremen,d.Vf.) - in allen Streiks haben Zellen einen wesentlichen Anteil gehabt. ... Nordmende: Branchenstreik. Gen. organisiert gegen Geschäftsleitung aufgetreten."
Q: KBW-ZK-N.N.:ZK-Sitzung 15.Sept.,o.O. o.J. (Sept. 1973)
26.09.1973:
Von der heutigen 'KVZ' Nr.3 verkauft die Verteilerzelle Nordmende des Bezirks Ost der OG Bremen des KBW beim Lloyd Dynamowerk (LDW) und Nordmende 48 Exemplare.
Q: KBW-OG Bremen:Verkaufsstatistik der Ortsgruppe Bremen von KVZ Nr.3,Bremen o.J. (1973)
10.10.1973:
Von der heutigen 'KVZ' Nr.4 verkauft die Verteilerzelle Nordmende des Bezirks Ost der OG Bremen des KBW in Betrieben, d.h. beim Lloyd Dynamowerk (LDW) und bei Nordmende, 37 Exemplare.
Q: KBW-OG Bremen:KVZ-Verkaufsstatistik Nr.4,Bremen o.J. (1973)
24.10.1973:
Von der heutigen 'KVZ' Nr.5 verkauft die Verteilerzelle Nordmende des Bezirks Ost der OG Bremen des KBW in den Betrieben, d.h. beim Lloyd Dynamowerk (LDW) und bei Nordmende, 39 Exemplare.
Q: KBW-OG Bremen:Statistik vom KVZ-Verkauf Nr.5,Bremen o.J. (Nov. 1973)
07.11.1973:
Von der heutigen 'KVZ' Nr.6 verkauft die Verteilerzelle Nordmende des Bezirks Ost der OG Bremen des KBW in Betrieben, d.h. beim Lloyd Dynamowerk (LDW) und bei Nordmende, 20 Exemplare.
Q: KBW-OG Bremen:Statistik über den Verkauf der KVZ Nr.6,Bremen o.J. (1973)
20.02.1974:
Der KBW gibt seine 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ - vgl. 6.2.1974, 6.3.1974) Nr.4 heraus, es kommen Spenden u.a. aus Bremen von der Betriebszelle Nordmende.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr.4,Mannheim 20.2.1974
20.03.1974:
In der Nr.12 ihrer 'Roten Fahne' (vgl. 13.3.1974, 27.3.1974) berichtet die KPD u.a. aus Bremen wird von Nordmende, u.a. über die teils ausländischen BandarbeiterInnen und die Fremdfirmen.
Q: Rote Fahne Nr.12,Dortmund 20.3.1974
23.03.1974:
Die KPD/ML gibt ihren 'Roten Morgen' Nr.12 (vgl. 16.3.1974, 30.3.1974) heraus. Aus Bremen wird berichtet aus der IGM über Angestellte, u.a. Frauen, u.a. bei Nordmende.
Q: Roter Morgen Nr.12,Dortmund 23.3.1974
27.07.1974:
In Bremen führt die KPD Ende Juli, also vermutlich an diesem Wochenende ihre erste Mitgliederversammlung (MV) durch, auf der eine erste Ortsleitung (OL) gewählt wird.
Die KPD interessiert sich in Bremen u.a. für die Metallindustrie, wie u.a. Nordmende.
Q: Rote Fahne Nr.34,Dortmund 21.8.1974
09.10.1974:
In der Nr.41 ihrer 'Roten Fahne' (vgl. 2.10.1974, 16.10.1974) berichtet die KPD u.a. dank ihrer Ortsleitung über Nordmende vom IGM Ortsvorstand und der SPD.
Q: Rote Fahne Nr.41,Dortmund 9.10.1974
04.11.1974:
Bei Nordmende Bremen kommt es, laut KPD, vermutlich in dieser Woche zu vier politischen Entlassungen, u.a. gegen den KPD-Anhänger Martin Thomas, bekanntgeworden durch den Streik bei Valvo Aachen in NRW.
Q: Rote Fahne Nr.46,Dortmund 13.11.1974
05.10.1975:
Der AB gibt die Nr.71 seiner 'Kommunistischen Arbeiter Zeitung' (KAZ) (vgl. 21.9.1975, 19.10.1975) heraus. Aus Bremen wird berichtet von Nordmende.
Q: Kommunistische Arbeiterzeitung Nr.71,München 5.10.1975
18.11.1975:
Die KPD gibt ihren 'Roten Fahne Pressedienst' (RFPD) Nr.2 (vgl. 11.11.1975, 25.11.1975) heraus. Aus Bremen wird berichtet aus dem IGM-Bereich von Nordmende über die Farbfernseherproduktion.
Q: Rote Fahne Pressedienst Nr.2,Köln 18.11.1975
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