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Von der zum Krupp-Konzern gehörenden Werft AG Weser in Bremen-Gröpelingen wird in dieser wie immer unvollständigen Darstellung fast nur vom KB Bremen bzw. später dem KBW betriebliches Material vorgestellt.
Der Betriebsrat scheint den Anliegen der außerparlamentarischen Opposition verbunden (vgl. 20.1.1968), danach berichtet wiederholt die DKP (vgl. 27.11.1969, 4.12.1969), die eine Betriebszeitung für die AG Weser herausgibt (vgl. Feb. 1970, 26.4.1971, 6.9.1976).
Während es in den Bremerhavener Betrieben zum Streik kommt (vgl. 1.10.1970), berichtet bald darauf die AG Weser Betriebsgruppe der KPD/ML-ZB in ihrer Betriebszeitung davon (vgl. Nov. 1970, 11.12.1970, Apr. 1971).
Der Kommunistische Bund Bremen (KBB), der zuvor Flugblätter bei der AG Weser herausgab (vgl. 16.1.1971) ergänzt die betriebliche Presse bald um seinen 'Brenner', von dem uns einige Ausgaben vorlagen (vgl. Apr. 1971, Juni 1971, Juli 1971, Sept. 1971, 8.11.1971, Jan. 1972). Auch in seinem Zentralorgan aber berichtet der KBB immer wieder von der AG Weser (vgl. Apr. 1971, Dez. 1971, 1.2.1972), bezieht die dortige offenbar mangelnde Arbeitssicherheit auch in seinen Maiaufruf mit ein (vgl. März 1972, 3.4.1972).
Nach dem sich am 1.Mai 1972 auch AG Weser-Beschäftigte beteiligen – die Berichterstattung der KPD/ML-ZB scheint nicht allzu präzise (vgl. 1.5.1972) – tragen die Lehrlinge die örtlichen Auseinandersetzungen in der Lehrlingsmetalltarifrunde (LMTR) mit (vgl. 8.5.1972, 26.5.1972). Der KBB fühlt sich keineswegs bankrott, sondern wähnt sich zumindest auf der AG Weser Werft recht verankert (vgl. 10.6.1972), zumindest im Vergleich zur linken Konkurrenz in Gestalt der KPD/ML-ZB (vgl. Juli 1972) und der DKP (vgl. 5.10.1972).
Auch die Forderungsaufstellung für die Metalltarifrunde (MTR) 1972/73 verläuft ganz nach dem Geschmack des KBB (vgl. Nov. 1972, 15.1.1973), der bald auch bei der AG Weser die Jugendlichen separat im Kommunistischen Arbeiterjugendbund (KAJB) organisieren wird (vgl. 15.1.1973, 6.2.1973).
Der Streik Mitte 1973 (vgl. 18.6.1973) erfährt in der Linken nur ausgesprochen wenig Resonanz, der mittlerweile aus dem KBB mit entstandene KBW sieht seine eigene Zelle an führender Stelle der Auseinandersetzung (vgl. 15.9.1973). Der Vertrieb des Zentralorgans des KBW, der 'Kommunistischen Volkszeitung' (KVZ) bleibt vor den Toren sehr gering und auch im Stadtteil Gröpelingen nur mäßig erfolgreich (vgl. 11.7.1973, 10.10.1973, 24.10.1973, 7.11.1973).
Vermutlich u.a. aus der Gruppe der mittlerweile aufgelösten KPD/ML-ZB entstand eine Gruppe der KPD/ML, die nun auch eine Betriebszeitung veröffentlicht (vgl. 19.11.1973, 4.3.1974) und einen Roten Betriebsrat stellt (vgl. 17.4.1976), die KPD vervollständigt bald den bunten Reigen revolutionärer Avantgarden bei der AG Weser (vgl. Apr. 1974, 26.6.1974, 27.7.1974), die vermutlich u.a. unter den Jugendlichen aktiv wurden (vgl. 9.9.1974, 27.11.1974, 15.5.1975).
Zum vorläufigen Abschluß dieser Darstellung drohen auch bei der AG Weser Entlassungen, zur Ausnahme einmal ökonomischer und nicht politischer Art (vgl. 25.8.1977).
20.01.1968:
In Bremen wird, laut Haug/Maessen, im Zuge der heute eher ruhigen Auseinandersetzungen um die Fahrpreiserhöhungen (vgl. 19.1.1968, 20.1.1968) heute ein gemeinsames "Flugblatt an die Mitbürger" verteilt von USB, AStA der PH und ABS, welches mitunterzeichnet ist von den Betriebsräten von Klöckner, AG Weser und den Stadtwerken, von den Asten der Universitäten Kiel, Köln, FU Berlin und TU Berlin, von USG Berlin, SDS Berlin, SHB Berlin, IDK Berlin, RC Berlin, Büro Vietnam Berlin, HSU Kiel, LSD Kiel, AUSS Frankfurt und SDS Frankfurt. Darin heißt es u.a.:"
Wir fordern: Rücknahme unzumutbarer Tariferhöhungen. ... Wir fordern: sofortige Suspendierung des Polizeipräsidenten von Bock und Pollach und Überprüfung des Verhaltens der leitenden Polizeibeamten, ... . ... Wir fordern: Einstellung der Schnellgerichte und Aufhebung der Strafanträge gegen die Demonstranten, die keine Sachbeschädigung begangen haben."
Quelle: Haug,Hans-Jürgen,Maessen,Hubert:Was wollen die Schüler?,Frankfurt 1969,S.62f
27.11.1969:
Die DKP bringt die Nr.35 ihrer 'Unsere Zeit' (UZ) heraus (vgl. 20.11.1969, 4.12.1969). Aus Bremen wird berichtet von der AG Weser.
Q: Unsere Zeit Nr.35,Essen 27.11.1969
04.12.1969:
Die DKP bringt die Nr.36 ihrer 'Unsere Zeit' (UZ) heraus (vgl. 27.11.1969, 11.12.1969). Aus Bremen wird u.a. berichtet von der AG Weser.
Q: Unsere Zeit Nr.36,Essen 4.12.1969
Februar 1970:
Die DKP Bremen-West gibt eine Ausgabe ihrer Betriebszeitung 'Werft Nachrichten', vermutlich u.a. für die AG Weser (AGW) heraus.
Q: Werft Nachrichten,Bremen Feb. 1970
01.10.1970:
Heute kommt es, laut 'EXI', bei der AG Weser in Bremerhaven zu einem Warnstreik im Rahmen der Metalltarifrunde (MTR).
Q: Express International Nr.107,Frankfurt 16.10.1970,S.6
November 1970:
In Bremen gibt die Betriebsgruppe AG Weser der KPD/ML-ZB erstmals ihre Betriebszeitung 'Roter Werft Arbeiter' heraus, die sich im wesentlichen mit den jüngsten Streiks auf Bremerhavener Werften (Landnebenbetrieben von Hochseefischereibetrieben) befaßt.
Q: Roter Werft Arbeiter Nr.1,Bremen Nov. 1970
11.12.1970:
In Bremen erscheint ein Extrablatt des 'Roten Werft Arbeiters' der Betriebsgruppe AG Weser der KPD/ML-ZB.
Q: Roter Werft Arbeiter Extrablatt,Bremen 11.12.1970
16.01.1971:
Mitte Januar wird im Kommunistischen Bund Bremen (KBB) der Politische Bericht (PB) des Aktivistenkollektivs auf einer Konferenz verabschiedet und ein fünfköpfiges Zentrales Gremium (ZG) des KBB gewählt.
Auch auf die eigene Geschichte wird eingegangen (vgl. Dez. 1969, Nov. 1970). Man hat bisher u.a. ein Flugblatt zur Metalltarifrunde und eines speziell für Frauen, zwei Streikinformationen und ein Flugblatt zum Besuch von Willy Brandt auf der AG Weser Werft verteilt.
Q: Kommunistische Arbeiter Korrespondenz Nr.3,Bremen Feb. 1971
April 1971:
Im April gibt die Betriebsgruppe AG Weser des KB Bremen erstmals ihren 'Brenner' (vgl. Juni 1971) heraus, der sich u.a. mit den 800 ausländischen Kollegen der Werft und deren Wohnheimen befaßt.
Quellen: Kommunistische Arbeiter-Korrespondenz Nr. 7, Bremen o.J. (1971), S. 21f; Wahrheit Nr. 7/8, Bremen Aug./Sept. 1972


April 1971:
Laut KPD/ML-ZB agitiert der 'Rote Werft-Arbeiter' ihrer Betriebsgruppe AG Weser Bremen gegen "mehr Unfälle bei der Weser-Werft".
Q: Rote Fahne Nr.7,Bochum 12.4.1971,S.4

April 1971:
Der KB Bremen gibt die Nr. 6 seiner 'Kommunistischen Arbeiter-Korrespondenz' (vgl. März 1971, 9.5.1971) heraus mit dem Bericht "Betriebsgruppe AG-Weser: Kampf dem arbeiterfeindlichen BVG-Entwurf!", der auch zum 1. Mai aufruft.
Q: Kommunistische Arbeiter-Korrespondenz Nr. 6,Bremen Apr. 1971, S. 20

26.04.1971:
Vermutlich erst in dieser Woche verteilt in Bremen, laut KBB, die DKP die Märzausgabe ihrer AG Weser-Betriebszeitung.
Q: Kommunistische Arbeiter Korrespondenz Nr.7,Bremen o.J. (1971)
Juni 1971:
In Bremerhaven gibt das SALZ die Nr.10 seiner 'Arbeiterstimme' (vgl. 10.5.1971, Juli 1971) heraus. U.a. wird über die Werft AG Weser Bremen berichtet.
Q: Arbeiterstimme Nr.10,Bremerhaven Juni 1971, S. 3f


Juni 1971:
Auf der AG Weser (AGW) in Bremen gibt die Betriebsgruppe des KBB die Nr.2 ihres 'Brenners' (vgl. Apr. 1971, Juli 1971) heraus, auf dessen 12 Seiten sie sich außer mit Krupp Bochum auch mit den eigenen Abteilungen, dem neuen AGW Ausländerheim in Lesum (bisher Halmerweg), der Lehrwerkstatt (Maschinenschlosser, technische Zeichner, Schiffbauer) und den Angestellten befaßt.
Q: Der Brenner Nr.2,Bremen Juni 1971










Juli 1971:
Bei AG Weser Bremen gibt der KBB die Nr. 3 seines 'Brenners' (vgl. Juni 1971, Sept. 1971) heraus. Auf den 10 Seiten befaßt man sich u.a. mit der Chemietarifrunde (CTR der CPK) bei der Norddeutschen Affinerie Hamburg, Hoechst Frankfurt in Hessen, Bayer Leverkusen in NRW und BASF Ludwigshafen in Rheinland-Pfalz, aus dem IGM-Bereich mit Hoesch Dortmund und Ford Köln in NRW bzwq. der dortigen 125-DM-Forderung zur MTR, HDW Kiel in Schleswig-Holstein sowie Klöckner und VFW Bremen. Eingegangen wird auch die Jugendvertretungen der eigenen Werft und der benachbarten und ebenfalls zu Krupp gehörigen Seebeck-Werft in Bremerhaven. Dort gibt es auch eine SPD-Betriebsgruppe. Beigelegt ist das Metalltarifrundenflugblatt des KBB.
Q: Kommunistische Arbeiter-Korrespondenz Nr. 8, Bremen o.J. (1971), S. 30f; Der Brenner Nr. 3, Bremen Juli 1971
















September 1971:
Auf der AG Weser Bremen gibt der KBB die Nr.4 seines 'Brenners' (vgl. Juli 1971, 8.11.1971) heraus, in der man sich mit Hoesch Dortmund, Krupp Bochum, Voigtländer Braunschweig sowie den Bremer Betrieben Krupp Atlas Elektronik (vgl. 26.8.1971), Klöckner, Vulkan, Hanomag und Schünemann befaßt und zur DKP-Wahl aufruft.
Q: Der Brenner Nr.4,Bremen Sept. 1971










08.10.1971:
Bei der AG Weser (AGW) findet, laut KPD/ML-ZB Betriebsgruppe Hoesch Phoenix Dortmund, eine Betriebsversammlung (BV) statt, auf der Außenminister Scheel (FDP) ausführt:"
Mir wird nicht in den Sinn kommen die Spaltung Deutschlands oder die Vertreibung der Deutschen aus den Ostgebieten nachträglich für rechtswirksam zu erklären."
Q: Das Rote Schwungrad Schon wieder eine neue Zeitung,Dortmund o.J. (Apr. 1972),S.6
23.10.1971:
Die KPD/ML-ZB gibt ihren 'KND' Nr.81 (vgl. 20.10.1971, 27.10.1971) heraus. Die Ortsgruppe Bremen berichtet zur Bürgerschaftswahl u.a. von der AG Weser und über den Aufruf des KB Bremen (KBB) zur Wahl der DKP.
Q: Kommunistischer Nachrichtendienst Nr.81,Bochum 23.10.1971
08.11.1971:
In dieser Woche gibt die AG Weser Betriebsgruppe des KB Bremen die Nr.5 ihres 'Brenners' (vgl. Sept. 1971, Jan. 1972) heraus, der anläßlich der Metalltarifrunde von Streiks u.a. in Bremen (vgl. 29.10.1971) und in der Umgebung bei VFW Lemwerder (vgl. 4.11.1971) berichtet. Neben Berichten zur eigenen Werft erscheint auch erstmals ein türkischer Artikel.
Unserem verschickten Exemplar beigelegt ist ein Flugblatt des KBB zur Metalltarifrunde (MTR) (vgl. 11.11.1971).
Q: Der Brenner Nr.5,Bremen Nov. 1971









Dezember 1971:
Vermutlich im Dezember gibt der KB Bremen die Nr. 10 seiner 'Kommunistischen Arbeiter-Korrespondenz' (vgl. Nov. 1971, 1.2.1972) heraus mit dem Artikel "Warum starb Antonio Manchia?" aus dem 'Brenner' bei der AG Weser.
Q: Kommunistische Arbeiter-Korrespondenz Nr. 10, Bremen o.J., S. 15f


Januar 1972:
Eventuell im Januar, vieleicht aber auch schon im Dezember gibt die AG Weser Betriebsgruppe des KB Bremen die Nr.6 ihres 'Brenners' (vgl. 8.11.1971) heraus, die sich außer mit dem Bremer Vulkan vor allem mit den ca. 800 Ausländern auf der eigenen Werft und deren Heimen befaßt.
Q: Der Brenner Nr.6,Bremen o.J.










01.02.1972:
Der KB Bremen gibt Ende Januar oder Anfang Februar seine Zeitung erstmals unter dem neuen Titel 'Wahrheit' (vgl. Dez. 1971, 1.3.1972) auf Februar datiert heraus. Berichtet wird u.a. aus den eigenen Zeitungen, u.a. für AG Weser, wo über "Die Februarkämpfer" des Jahres 1919 berichtet wurde.
Q: Wahrheit Nr.1,Bremen Feb. 1972, S. 3


März 1972:
Der Kommunistische Bund Bremen (KBB - vgl. 3.4.1972) berichtet vermutlich aus dem März von der AGW:"
Auf der AG Weser fielen in sechs Monaten sieben Kollegen dem mörderischen Arbeitstempo zum Opfer (einschließlich Wegeunfälle), jeden Monat erleiden 80 Kollegen Arbeitsunfälle."
Der Kommunistische Bund Bremen (KBB - vgl. 3.4.1972) berichtet auch, vermutlich ebenfalls u.a. aus dem März:"
AG WESER: GEGEN ARBEITSHETZE - FÜR SICHERHEIT!
'Die Platzverhältnisse auf Bau Nr. 1382 im Maschinenbau und an Deck sind sehr beengt', teilte man uns freundlicherweise mit. Doch nicht nur an Bord, sondern auch in manchen Hallen herrschen solche Zustände. Die Maschinenbauhalle z.B. stammt noch aus dem 19.Jahrhundert. Doch seitdem hat sich die Produktion um ein Vielfaches gesteigert und der Platz reicht nicht mehr aus, um die angelieferten oder halbfertigen Teile sicher zu lagern. Besonders wenn Termine vorgezogen werden und die Arbeitshetze noch mehr gesteigert wird wie z.B. im letzten Jahr vor dem Betriebsurlaub, stehen die Teile in den Gängen und anderswo herum. Vernünftige Lagerplätze schmälern die Profite, also ist es das billigste, die Teile am Arbeitsplatz oder gleich neben der Maschine zu lagern. Das geht auf unsere Knochen, unsere Arbeitsplätze werden dadurch unübersichtlich und gefährlicher. Wir fordern deshalb
SICHERE ARBEITSPLÄTZE
Das heißt Schaffung von sicheren Lagerplätzen. so daß die Teile nicht überall herumstehen. Die Anschläger sind gezwungen, die Bauteile dort hinzustellen, wo gerade Platz ist. Dies bildet für die Anschläger ebenso eine Gefahr wie für alle anderen Kollegen und hinzu kommt die ständig steigende Arbeitshetze. So geschah es vor ca. zwei Monaten, daß ein Anschläger beim Absetzen eines Maschinenteils eingeklemmt wurde. Wahrscheinlich konnte der Kranführer die Zeichen des Anschlägers nicht mehr sehen, und der Anschläger konnte nicht mehr nach hinten ausweichen, weil hinter ihm ein Getriebe stand. Schuld an diesem und an vielen anderen Unfällen sind die Werftbosse, die ständig die Arbeitshetze höher schrauben, um ihre Profite zu steigern. Sie treffen nur solche Sicherheitsvorkehrungen, die sie kein Geld kosten. Wenn man nachts beigeht und auf dem Helgen den Kollegen die Schläuche abschneiden läßt, dann ist das immer noch die billigste Art. Unterweisungen über Unfallgefahren geben sie nur bei Neueinstellungen, um ihrer Pflicht zu genügen. Von den sogenannten Unfallschutzwochen merkt man nur etwas an den schwarzen Brettern. Unter der ständig schärfer werdenden Arbeitshetze dienen Appelle der Sicherheit wenig. Wenn im Mitteilungsblatt geschrieben steht, 'jeder muß mithelfen, daß ordentliche und unfallsichere Verhältnisse herrschen…', dann kostet das den Krupp-Konzern herzlich wenig und dient im voraus als Ausrede, um die Schuld auf die Fahrlässigkeit der Kollegen zurückzuführen. Das gipfelt dann in der Beschimpfung der Kollegen: 'Oft ist es die Gleichgültigkeit oder Bequemlichkeit, sich derart sicherheitswidrig zu verhalten…'. Kollegen, die acht oder mehr Stunden im Akkord oder Prämie arbeiten, als bequem hinzustellen, ist wohl die unverfrorenste Art, von den wirklichen Ursachen abzulenken und anderen die Schuld in die Schuhe zu schieben. In letzter Zeit wurden überall Tafeln mit elf Geboten für die Sicherheit ausgehängt. Doch all diese notwendigen Sicherheitsvorkehrungen sollen von den Kollegen im Akkordtempo durchgeführt werden, und ihre möglichst schnelle Abwicklung wird mit ein paar Prozenten 'honoriert'.
Die Herren, die schlimmstenfalls in ihrem Leben mal auf den Teppichen ihrer gutausgestattenen Büros ausrutschen, sind nicht ständiger Arbeitshetze ausgesetzt. Sie diktieren das Tempo; wir sollen unsere Knochen hinhalten. Die ständigen Kürzungen der Vorgabezeiten, die Einführung neuer noch ausgeklügelterer Lohnsysteme haben zur Folge, daß Sicherheitsvorkehrungen am Rande betrieben werden. Deshalb die Durchsetzung von Sicherheit am Arbeitsplatz gleichzeitig.
KAMPF GEGEN AKKORD UND PRÄMIEN-HETZE
Arbeitssicherheit könne wir genauso wie jede andere Forderung nur durchsetzen, wenn wir darum einen stetigen und beharrlichen Kampf führen. Maßnahmen (!) für die Arbeitssicherheit gehen an die Profite der Kapitalisten. Darum können wir Maßnahmen zur Arbeitssicherheit auch nur durchsetzen, wenn wir die Kapitalisten vor die Alternative stellen: entweder sichere Arbeitsplätze oder wir verweigern unsere Arbeitskraft.
VERWEIGERT GEFÄHRLICHE ARBEITEN, WENN DIE NÖTIGEN SICHERHEITSVORKEHRUNGEN NICHT GETROFFEN WERDEN!
In jeder Abteilung müssen deshalb die Sicherheitsbeauftragten gewählt werden und konsequent die Einhaltung der Sicherheitsvorkehrungen überprüfen.
Diese Kollegen müssen geschult werden, um unsere Interessen zu vertreten und sie müssen monatlich zusammentreffen und gemeinsam ihre Tätigkeit beraten und Forderungen aufstellen. Sie müssen uns beraten, nötigenfalls ungesicherte Arbeit zu verweigern."
Q: Wahrheit Nr. 3, Bremen Apr. 1972, S.2 und 17


03.04.1972:
Das ZK des Kommunistischen Bundes Bremen (KBB - vgl. 3.4.1972) veröffentlicht vermutlich in dieser Woche seinen:"
AUFRUF ZUM 1.MAI
...
Im Hinblick auf die anstehenden Tarifrunden werden wir am 1.Mai die Losungen propagieren:
KAMPF DEM ABBAU DER REALLÖHNE!
RAUS AUS DER KONZERTIERTEN AKTION!
WEG MIT DEN LOHNLEITLINIEN!
Kämpfe zur Verteidigung ihres wirtschaftlichen Lebensniveaus werden die westdeutschen Arbeiter im kommenden Jahr aber nicht bis zu den Tarifrunden hinausschieben können. Schon heute werden die Vorgabezeiten gekürzt, die Löhne durch ständige Umbesetzungen gedrückt; die Arbeitshetze wird größer. Die Angst um den Arbeistplatz führt dazu, daß kranke Kollegen sich nicht auskurieren. Zugleich steigen die Unfallquoten. Auf der AG Weser (IGM-Bereich - vgl. März 1972,d.Vf.) fielen in sechs Monaten sieben Kollegen dem mörderischen Arbeitstempo zum Opfer (einschließlich Wegeunfälle), jeden Monat erleiden 80 Kollegen Arbeitsunfälle. Ihren sinkenden Profitraten suchen die Kapitalisten zu begegnen durch Rationalisierung auf den Knochen der Arbeiter. Gegen diese ständigen Angriffe der Kapitalisten werden sich die Arbeiter der einzelnen Betriebe in dauernden Kleinkämpfen zur Wehr setzen müssen. Hier besonders brauchen sie einen Betriebsrat, der ihnen in den Abwehrkämpfen zur Seite steht und nicht mit der Geschäftsleitung gemeinsame Sache macht."
Q: Wahrheit Nr.3,Bremen Apr. 1972,S.1ff
03.04.1972:
Erstmals erscheint eine Ausgabe des 'Roten Schwungrades' - Betriebszeitung der KPD/ML-ZB bei Hoesch Phönix Dortmund (vgl. 20.3.1972, 10.4.1972), vermutlich heute. Im zweiten Artikel heißt es:"
FÜR DORTMUNDS ROTEN 1. MAI:
ARBEITEREINHEITSFRONT GEGEN NOTSTAND, AUFRÜSTUNG UND REVANCHEPOLITIK
...
Im Sommer führte die Bundeswehr zusammen mit den anderen Natotruppen das Manöver Brickstone (vgl. **.*.1971,d.Vf.) durch, Ziel: Eroberung der DDR im Blitzkrieg. Seit einiger Zeit stehen 4 Starfighter mit Atombomben einsatzbereit in der BRD (Bild am Sonntag 19.3.1972).
ATOMBOMBEN RAUS AUS DER BRD!
VERNICHTUNG ALLER ATOMWAFFEN!
KAMPF DER AUFRÜSTUNGSPOLITIK DER SPD-REGIERUNG!
WARUM NOTSTANDSMASSNAHMEN UND MILITARISIERUNG, WENN DIE SPD-REGIERUNG DOCH FRIEDEN WILL?
So ist es auch nicht glaubhaft, wenn die SPD-Regierung sagt, daß die Ostverträge den Frieden absichern. Sie wissen, daß kein Arbeiter Krieg will, deshalb verschleiern sie ihre Kriegspläne. Sie haben Angst ihre wahren Ziele vor der Arbeiterklasse darzulegen. Und das mit Recht! Denn wenn alle Arbeiter erkennen, was die SPD will, dann führen sie auch den Kampf dagegen und dann wackelt der Thron der Kapitalisten und aller ihrer Handlanger!
Schon seit Jahren versuchen sie die DDR zurückzuerobern. Nicht nur Adenauer, sondern auch SPD-Reuter, Oberbürgermeister von Berlin: 'Wir sind der Pfahl im Fleisch der DDR. Berlin ist die Klinke, mit der die Tür in den Osten aufgestoßen werden kann.' Reuter erklÄrte der amerikanischen Zeitung 'Newsweek' (vgl. **.**.195*,d.Vf.): 'Berlin ist die billigste Atombombe!' Willy Brandt sagt 1958 (vgl. **.**.1958,d.Vf.): 'Westberlin müßte die Rolle eines Störenfriedes spielen.' SPD-Redakteur Tausch (vgl. **.**.19**,d.Vf.): 'Berlin ist einen Krieg wert.'
Was sagen diese Leute heute zu uns: 'Wir wollen Frieden'? Aber dagegen schreibt Scheel in der Frankfurter Allgemeinen 1970 (FAZ - vgl. **.**.1970,d.Vf.):'Es werden keine Ansprüche aufgegeben, nur auf ihre gewaltsame Durchsetzung wird verzichtet.'
Am 8. Oktober 1971 auf der Belegschaftsversammlung der AG Weser Bremen (AGW - IGM-Bereich,d.Vf.):
'Mir wird nicht in den Sinn kommen die Spaltung Deutschlands oder die Vertreibung der Deutschen aus den Ostgebieten nachträglich für rechtswirksam zu erklären.'
Dies sind klare Worte!
WILL DIE SPD-REGIERUNG IHRE REVANCHEPOLITIK, DIE EROBERUNG DER DDR DURCHSETZEN, DANN KANN SIE KEINE REVOLUTIONÄRE ARBEITERKLASSE GEBRAUCHEN! SIE BRAUCHT VIELMEHR 'RUHE AN DER HEIMATFRONT'!
Deshalb schließen wir uns am 1. Mai unter der Losung zusammen:
ARBEITEREINHEITSFRONT GEGEN NOTSTAND, AUFRÜSTUNG UND REVANCHEPOLITIK!"
Q: Das Rote Schwungrad Schon wieder eine neue Zeitung,Dortmund o.J. (Apr. 1972)
01.05.1972:
Laut KPD/ML-ZB findet in Bremen der 1.Mai so statt: Die Demonstration von 1 700 bis 2 000 Leuten habe zur Hälfte aus Älteren bestanden. Die Gewerkschaftsjugend habe die KBB-Parolen unterstützt. Teils ein wenig vermischt seien Blöcke von 600 der ÖTV, 200 der HBV und 500 der BSE gebildet worden. 40 bis 50 seien mit dem KBB, 30 mit dessen Roter Liste an den Hochschulen und 30 bis 40 mit dem KBB-dominierten Dachverband Bremer Berufsschüler demonstriert. Von Klöckner (IGM-Bereich) hätten 60 bis 100 teilgenommen, von der AG Weser hätten ein Betriebsrat und 6 Lehrlinge gegen das KPD-Verbot demonstriert. Gezeigt habe sich, daß der KBB bald bankrott sei.
Q: Kommunistischer Nachrichtendienst Nr.34,Bochum 10.5.1972
08.05.1972:
Die Berliner PL (vgl. Aug. 1972) berichtet aus Bremen von der Lehrlingsmetalltarifrunde (LMTR) im Gebiet Unterweser und Hamburg, daß am ersten Verhandlungstag eine Demonstration von der Berufsschule zum Arbeitgeberverband gemacht worden sei. Auf dem Bremer Vulkan hätten 60 Lehrlinge durch die Werft demonstriert. Gestreikt hätten Lehrlinge u.a. bei Krupp-Atlas-Elektronik (KAE), AG Weser (AGW - ca. 110), bei Siemens ZN und bei VFW Fokker.
Q: Klassenkampf Nr.24,Berlin Aug. 1972;
Rote Fahne Nr.12,Bochum 12.6.1972;
Kämpfende Jugend Nr.1,Bremen Jan. 1973;
Wahrheit Nr.4 und 5/6,Bremen Mai 1972 bzw. Juni/Juli 1972
26.05.1972:
In Bremen treten, laut KPD/ML-ZB und KBB, die Lehrlinge aus 5 Metallbetrieben (AG Weser, Siemens ZN, Vulkanwerft, VFW-Fokker und Krupp Atlas Elektronik) in den Streik. Der KJVD der KPD/ML-ZB berichtet vom Streik auf der Werft AG Weser, wo ca. 100 Lehrlinge für die anstehenden Tarifverhandlungen 100 DM mehr für alle fordern. Der KJVD verteilt Flugblätter.
Q: Der Kampf der Arbeiterjugend Nr.6,Bochum,Juli 1972;
Rote Fahne Nr.12,Bochum 12.6.1972;
Wahrheit Nr.5/6,Bremen Juni/Juli 1972
10.06.1972:
In Bremen beginnt, nach eigenen Angaben, eine zweitägige Delegiertenkonferenz des Kommunistischen Bundes Bremen (KBB) bei der es sich um die 3. Halbjahreskonferenz des KBB handelt. Anwesend sind Vertreter aller Grundeinheiten (GE).
Der Bericht der Betriebsinstrukteure wird angenommen, enthält er doch auch viel Angenehmes:
Sämtliche Betriebszellen, bis auf die Klöckner-Zelle, geben z.T. schon seit einiger Zeit etwa monatlich Betriebszeitungen heraus. 'Der Brenner' bei der AG Weser (vgl. Apr. 1971) sei verankerter als die DKP und die KPD/ML-ZB.
Q: Wahrheit Nr.5/6 und 7/8,Bremen Juni/Juli 1972 bzw. Aug./Sept. 1972
28.06.1972:
In Bremen beteiligen sich, laut KBB, 1 200 an einer Demonstration gegen die reaktionären Ausländergesetze, zu der ein Initiativkomitee aus KBB, KPD/ML-ZB, der Organisation spanischer Arbeiter, der Landeszentrale der EDL, dem Kommunistischen Studentenbund (KSB) Bremen, Schülerorganisationen und MSB Spartakus, nicht aber der DKP, aufrief. Die Kundgebungsrede wird von einem Jugendvertreter bei Nordmende, der gleichzeitig im IGM OJA sitzt, gehalten. Zum selben Anlaß wird auch eine Veranstaltung durchgeführt, die sich u.a. mit der Lage der ausländischen Arbeiter (Türken, Jugoslawen, Spanier, Italiener, Griechen, Tunesier und Portugiesen) in Bremen, u.a. bei Vulkan, Klöckner und auf der AG Weser befaßt.
Q: Wahrheit Nr.5/6,Bremen Juni/Juli 1972;
Unter dem Roten Banner Nr.2,Bremen o.J. (1972)
Juli 1972:
Die Nr.6 des KDAJ des KJVD erscheint. Artikel sind u.a.: "AG Weser: Deutsche Werften produzieren für den Vietnam-Krieg".
Q: Der Kampf der Arbeiterjugend Nr.6 und Extrablatt,Bochum Juli 1972
05.10.1972:
Frühestens heute gibt der KB Bremen die auf Oktober datierte Nr. 9 seiner 'Wahrheit' (vgl. 1.9.1972, 9.11.1972) heraus. Arbeiterkorrespondenzen kommen auch von der eigenen Zelle AG Weser ('Der Brenner': "Der neue Betriebsrat wird die alte Politik fortsetzen"), wo auch DKP und KPD/ML-ZB tätig sind.
Q: Wahrheit Nr. 9,Bremen Okt. 1972, S. 5f


16.10.1972:
Frühestens heute gibt der KSB Bremen die Nr.3/4 von 'Unter dem Roten Banner' (vgl. Juni 1972, 6.12.1972) heraus. Zum KBB-Verbotsantrag (vgl. 18.9.1972, 25.10.1972) wird u.a. ausgeführt, daß der KBB 12 Betriebszellen habe, von denen 6, nämlich VFW, AG Weser, Siemens, Nordmende, Bundesbahn-Ausbesserungswerk und Druckindustrie, auch Betriebszeitungen herausgeben.
Q: Unter dem Roten Banner Nr.3/4,Bremen o.J. (1972)
November 1972:
Der Kommunistische Bund Bremen (KBB - vgl. 20.11.1972) berichtet vermutlich aus dem November über die Aufstellung der MTR-Forderungen bei der AGW:"
AG-WESER: Linear für alle!
Auf der Vertrauensleutevollversammlung wurden die linearen Lohnforderungen von allen Kollegen vertreten und unter dem Beifall der Versammlung unterstützt! Mit der klaren Unterstützung der Versammlung wurde eine kämpferische Tarifrunde zur Durchsetzung der Forderungen angekündigt."
Q: Die Rote Front Nr.5,Dortmund Dez. 1972,S.5
Dezember 1972:
Beim Bundesbahn-Ausbesserungswerk Bremen gibt die Zelle des KBB die zehnseitige Nr.8 ihrer 'Lok' (vgl. 8.11.1972, Apr. 1973) heraus, die sich u.a. mit der AG Weser befaßt.
Q: Die Lok Nr.8,Bremen Dez. 1972
15.01.1973:
Der KB Bremen gibt die Nr.11 seiner 'Metalltarifkampfinformationen' zur MTR heraus, die sich u.a. mit der AG Weser befassen.
Q: Metalltarifkampfinformation Nr.11,Bremen 15.1.1973
15.01.1973:
Frühestens heute gibt der Kommunistische Arbeiterjugendbund (KAJB) Bremen, der sich am KBB orientiert, erstmals seine 'Kämpfende Jugend' (vgl. Feb. 1973) heraus. Bei AG Weser ist noch die Zelle des KBB für die Jugendgruppe der IGM zuständig. Berichtet wird u.a. aus Bremen von AG Weser, u.a. von der IGM Jugendgruppe AG Weser.
Q: Kämpfende Jugend Nr.1,Bremen Jan. 1973
06.02.1973:
Der KB Bremen (KBB - vgl. 12.3.1973) berichtet, dass heute bei der AG Weser 30 Jugendliche die IGM Jugendmitgliederversammlung besuchen, wobei auch über den 'Brenner' der Betriebszelle des KBB diskutiert wird.
Q: Wahrheit Nr.3,Bremen März 1973, S. 5

18.06.1973:
Die KPD/ML (vgl. 30.6.1973) berichtet vermutlich aus dieser Woche aus Bremen von der AG Weser (AGW):"
50 Arbeiter der AG 'Weser' in Bremen ziehen zum Betriebsratsbüro. Sie wenden sich gegen die Mauschelpolitik der Geheimverhandlungen und fordern sofortige Durchführung einer Betriebsversammlung."
Q: Roter Morgen Nr.25,Dortmund 30.6.1973, S. 1
11.07.1973:
Die Nr.1 der 'Kommunistischen Volkszeitung' (KVZ), des Zentralorgans des Kommunistischen Bundes Westdeutschland (KBW), erscheint ab heute auf Juli datiert in Mannheim.
Eine Zusammenfassung der Kritiken aus den einzelnen Orten (vgl. auch dort) wird von einem Mitglied des Ständigen Ausschuß (StA) am 12.9.1973 für das ZK des KBW (vgl. auch dort) erstellt, in der es u.a. heißt:"
Trotzkismus-Verdacht: Zwei Genossen der Bremer Buchladen-Zelle bemängeln, daß die Ligue Communiste (LC des VS der Vierten Internationale,d.Vf.) als ein Flügel der kommunistischen Bewegung bezeichnet wurde. Sie fordern Richtigstellung. Wesentlich massiver kommt dieser Verdacht aus der AG Weser BZ (in Bremen,d.Vf.). Im Lip-Artikel werde die Arbeiterkontrolle propagiert. Außerdem habe das NRF sich vorher schon trotzkistischer Neigungen verdächtig gemacht."
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr.1,Mannheim Juli 1973;
KBW-StA-1 Mitglied:Die Kritik an der KVZ Nr.1,o.O. 12.9.1973
11.07.1973:
Von der ab heute erscheinenden 'KVZ' Nr.1 verkauft die AG Weser Zelle des Bezirks Mitte der OG Bremen des KBW bis zum 25.7.1973 nur 1 Exemplar:"
Zelle hat bisher praktisch noch nicht verkauft, Genossen sind im Urlaub, die AG-Weser hat Betriebsferien)."
Q: KBW-OG Bremen:Statistik zum Verkauf der KVZ Nr.1,Bremen 25.7.1973
11.07.1973:
Von der ab heute erscheinenden 'KVZ' Nr.1 verkauft die AG Weser Zelle des Bezirks Mitte der OG Bremen des KBW bis zum 25.7.1973 in Gröpelingen nur 1 Exemplar, da die Mitglieder meist im Urlaub sind.
Q: KBW-OG Bremen:Statistik zum Verkauf der KVZ Nr.1,Bremen 25.7.1973
27.07.1973:
Es erscheint die 'Wir wollen alles' (WWA – vgl. 25.6.1973, 12.9.1973) Nr.6. Berichtet wird, aus Bremen u.a. von der AG Weser.
Q: Wir wollen alles Nr.6,Gaiganz 27.7.1973
15.09.1973:
Es beginnt die zweitägige 3. Sitzung des ZK des KBW (vgl. 7.7.1973, 13.10.1973). Im Protokoll heißt es u.a.:"
F.: ... zu H.: Vulkan, Klöckner, Nordmende, AG-Weser (alle Bremen,d.Vf.) - in allen Streiks haben Zellen einen wesentlichen Anteil gehabt. Vulkan: VKL hat Streik organisiert, drei in Streikleitung, zwei in VK. Bis zu Forderungen hin starker Einfluß. IGM wagt es nicht Genossen auszuschließen. Klöckner: Vorher Tarifstreiks, wir beteiligt. Als alle streiken: VLK legalistisch, Streik nicht mehr organisiert. Unser Genosse vor Belegschaft. Zweiter Genosse gekündigt. Keine Kraft, die Kündigung zurückzunehmen. Drei BR jetzt gekündigt, DKP versucht juristisch, innerhalb der Belegschaft verbindet sich das. Nordmende: Branchenstreik. Gen. organisiert gegen Geschäftsleitung aufgetreten. AG Weser: Waren wir führend. Objektiv Gesamtstreik nicht möglich."
Q: KBW-ZK-N.N.:ZK-Sitzung 15.Sept.,o.O. o.J. (Sept. 1973)
Oktober 1973:
Bei der AG Weser (AGW) Bremen gibt die KPD/ML die Nr.7 ihrer 'Schlag zu' (vgl. 19.11.1973) heraus.
Q: Roter Morgen Nr.17,Dortmund 27.4.1974
10.10.1973:
Von der heutigen 'KVZ' Nr.4 verkauft die Verteilerzelle AG Weser des Bezirks Mitte der OG Bremen des KBW bei der AG Weser 5 Exemplare.
Q: KBW-OG Bremen:KVZ-Verkaufsstatistik Nr.4,Bremen o.J. (1973)
10.10.1973:
Von der heutigen 'KVZ' Nr.4 verkauft die Verteilerzelle AG Weser des Bezirks Mitte der OG Bremen des KBW im Stadtteil 9 Exemplare.
Q: KBW-OG Bremen:KVZ-Verkaufsstatistik Nr.4,Bremen o.J. (1973)
24.10.1973:
Von der heutigen 'KVZ' Nr.5 verkauft die Verteilerzelle AG Weser des Bezirks Mitte der OG Bremen des KBW bei der AG Weser 3 Exemplare.
Q: KBW-OG Bremen:Statistik vom KVZ-Verkauf Nr.5,Bremen o.J. (Nov. 1973)
24.10.1973:
Von der heutigen 'KVZ' Nr.5 verkauft die Verteilerzelle AG Weser des Bezirks Mitte der OG Bremen des KBW im Stadtteil 2 Exemplare und 31 an Genossen und Bekannte.
Q: KBW-OG Bremen:Statistik vom KVZ-Verkauf Nr.5,Bremen o.J. (Nov. 1973)
07.11.1973:
Von der heutigen 'KVZ' Nr.6 verkauft die Verteilerzelle AG Weser des Bezirks Mitte der OG Bremen des KBW bei AG Weser 6 Exemplare.
Q: KBW-OG Bremen:Statistik über den Verkauf der KVZ Nr.6,Bremen o.J. (1973)
07.11.1973:
Von der heutigen 'KVZ' Nr.6 verkauft die Verteilerzelle AG Weser des Bezirks Mitte der OG Bremen des KBW 5 Exemplare im Stadtteil sowie 15 an Genossen, Bekannte und Sympathisanten.
Q: KBW-OG Bremen:Statistik über den Verkauf der KVZ Nr.6,Bremen o.J. (1973)
19.11.1973:
Bei der AG Weser (AGW) erscheint vermutlich in dieser Woche durch die KPD/ML eine 'Schlag zu' (vgl. Okt. 1973) – Betriebszeitung für die Arbeiter und Angestellten der Ag Weser, die u.a. über die JugendvertreterInnen berichtet.
Q: Roter Morgen Nr.47,Dortmund 1.12.1973, S. 3

03.03.1974:
In der Metallindustrie in Bremen kommt es, laut KPD, vermutlich in dieser Woche zu Streiks u.a. in Bremen bei der AG Weser.
Q: Rote Fahne Nr.11,Dortmund 13.3.1974
04.03.1974:
Die KPD/ML (vgl. 16.3.1974) berichtet vermutlich aus dieser Woche aus Bremen von der AG Weser (AGW) über das Erscheinen einer Ausgabe ihrer 'Schlag zu', die sich u.a. mit den Lehrlingen und dem IGM-Bezirk Unterweser befasst.
Q: Roter Morgen Nr.11,Dortmund 16.3.1974, S. 1 und 3


April 1974:
Die Gewerkschaftsabteilung des ZK der KPD gibt ihre 'Revolutionäre Gewerkschaftsopposition' (RGO) Nr.2 (vgl. 18.2.1974, Okt. 1974) heraus. Aus Bremen wird berichtet u.a. von der AG Weser (AGW).
Q: Revolutionäre Gewerkschaftsopposition Nr.2,Dortmund Apr. 1974
26.06.1974:
In Bremen wird eine Ortsleitung (OL) der KPD gebildet, die im IGM-Bereich mit ihrer Betriebszelle Bremer Vulkan und ihren Sympathisanten bei der AG Weser (AGW) u.a. mit dem KBW als alteingessener Organisation zu tun hat.
Q: Rote Fahne Nr.27,Dortmund 3.7.1974
27.07.1974:
In Bremen führt die KPD Ende Juli, also vermutlich an diesem Wochenende ihre erste Mitgliederversammlung (MV) durch, auf der eine erste Ortsleitung (OL) gewählt wird. Die KPD interessiert sich in Bremen u.a. für die Werft AG Weser (AGW).
Q: Rote Fahne Nr.34,Dortmund 21.8.1974
09.09.1974:
Auf der AG Weser (AGW) Werft in Bremen werden, laut KPD, vermutlich in dieser Woche 4 JugendvertreterInnen (JV) entlassen, woran auch die SPD gedreht habe.
Q: Rote Fahne Nr.38,Dortmund 18.9.1974
27.11.1974:
In Bremen besuchen, laut KAJB des KBW (vgl. 12.12.1974), heute ca. 120 Jugendliche, u.a. von der AG Weser und vom Bremer Vulkan sowie von der Jugendvertretung Klöckner die Veranstaltung des IGM-OJA zur Stufenausbildung.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr.28,Mannheim 12.12.1974, S. 7

20.03.1975:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr.11 (vgl. 13.3.1975, 26.3.1975) heraus. Aus Bremen wird u.a. berichtet durch die Zelle AG Weser Werft.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr.11,Mannheim 20.3.1975, S. 5

17.04.1975:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr.15 (vgl. 10.4.1975, 24.4.1975) heraus. Aus Bremen wird u.a. berichtet von der AG Weser.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr.15,Mannheim 17.4.1975
15.05.1975:
In Bremen beteiligen sich, laut 'Sozialistische Arbeiterpolitik', 5 000 an der Demonstration der DGB-Jugend gegen die Jugendarbeitslosigkeit.
Laut und mit KBW demonstrieren 3 000, u.a. Lehrlinge von AG Weser.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr.20,Mannheim 22.5.1975;
Sozialistische Arbeiterpolitik Nr.39,Bochum Juli/Aug. 1975
12.06.1975:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr.23 (vgl. 5.6.1975, 19.6.1975) heraus. Aus Bremen wird u.a. berichtet von der AG Weser.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr.23,Mannheim 12.6.1975
07.07.1975:
Bei der AG Weser Bremen werden, laut KPD, vermutlich in dieser Woche zwei Kandidaten zu den Betriebsratswahlen (BRW - vgl. **.*.1975) entlassen.
Q: Rote Fahne Nr.30,Köln 30.7.1975
18.07.1975:
In Bremen führen die KPD und ihre Rote Hilfe (RH) e.V., laut KPD, eine Kundgebung vor der Vulkanwerft gegen Gewerkschaftsausschlüsse und Berufsverbote (UVB/BV) bzw. politische Entlassungen, wie es sie u.a. bei der AG Weser Werft (vgl. 7.7.1975) gibt, durch, bei der 20 Unterschriften für die KPD bei den Bürgerschaftswahlen (BW - vgl. **.*.1975) gesammelt werden.
Q: Rote Fahne Nr.29,Köln 23.7.1975
04.01.1976:
Bei VW Wolfsburg gibt die Betriebszelle des KBW die Betriebszeitung 'Zündkerze' (vgl. Jan. 1973, 18.1.1976) heraus. Berichtet wird auch von der AG Weser Bremen ("Vertrauensleutekörper AG Weser fordert: 10 %, für Programmlöhner 173 DM mehr. 10 % auf den Ecklohn bei Programmlohn sind 173 DM, 80 DM mehr für Lehrlinge.")
Q: Zündkerze,Wolfsburg 4.1.1976,S.5
07.01.1976:
Die KPD gibt ihre 'Rote Fahne' (RF) Nr.1 (vgl. Jan. 1976, 14.1.1976) heraus. Aus Bremen wird berichtet aus dem IGM-Bereich von der Metalltarifrunde (MTR) bei der AG Weser.
Q: Rote Fahne Nr.1,Köln 7.1.1976
17.04.1976:
Die KPD/ML gibt ihren 'Roten Morgen' Nr.16 (vgl. 10.4.1976, 24.4.1974) heraus. Über Arbeitsgerichtsprozesse gegen Rote Betriebsräte wird u.a. berichtet von der AG Weser Bremen.
Q: Roter Morgen Nr.16,Dortmund 17.4.1976, S. 5

06.09.1976:
Die Werft Betriebsgruppen der DKP geben frühestens in dieser Woche eine gemeinsame Ausgabe ihrer Betriebszeitungen über die Werftkonferenz der DKP (vgl. 4.9.1976) heraus. Bei diesen Zeitungen handelt es sich u.a. aus Bremen um die 'Werft Nachrichten' für die AG Weser Bremen.
Q: DKP-Werft Betriebsgruppen:gemeinsame Ausgabe,o.O. o.J. (1976)
22.09.1976:
Die KPD gibt ihre 'Rote Fahne' (RF) Nr.38 (vgl. 15.9.1976, 29.9.1976) heraus, in der sie aus Bremen u.a. berichtet von AGW.
Q: Rote Fahne Nr.38,Köln 22.9.1976
25.08.1977:
In Bremen demonstrieren, laut AB, 15 000 gegen Entlassungen in der Metallbranche, die u.a. auf den Werften AG Weser (AGW) und Vulkan, beim Stahlwerk Klöckner und bei den Vereinigten Flugtechnischen Werken (VFW) anstehen. Laut SAG beteiligen sich 10 000 bzw. an anderer Stelle 15 000 an einer Demonstration der IG Metall (IGM) gegen Arbeitsplatzvernichtung.
Q: Sozialistische Arbeiterzeitung Nr.30 und 31,Frankfurt 31.8.1977 bzw. 14.9.1977;
Kommunistische Arbeiterzeitung Nr.121,München 20.9.1977
Letzte Änderungen: 9.2.2012
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