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Die Ortsgruppe Essen der Rote-Fahne-Organisation gehörte zu den Rest-Zirkeln der KPD/ML-Zentralbüro, die sich im Zuge seines Zerfalls im Frühjahr 1973 gebildet hatten. Die Gruppe bildete einen Zusammenschluss aus den Rest-Ortsgruppen Gelsenkirchen, Bochum und Essen. Aus Bochum und Essen stammte u. a. das ehemalige „Druckerkollektiv“ des Zentralbüros, aus Gelsenkirchen waren Einzelgenossen in ihr organisiert. Ab Ende Mai/Anfang Juni 1973 gab es keinerlei Aktivitäten der OG Essen der RF-Organisation mehr.
Zu Zellensitzungen kam die Gruppe im ehemaligen „Hauptquartier“ des ZB, der Bochumer Goldhammerstraße, zusammen. Sie gehörte tatsächlich zu den letzten Ausläufern der KPD/ML-ZB und auch zur „Rebellionsbewegung NRW“, die mit ein oder zwei Ausgaben des gleichnamigen Organs ihre Kritik an der KPD/ML-ZK, die ihr „Erstgeburtsrecht“ nach der Auflösung des ZB verteidigte, äußerte.
Politische Aktivitäten der Gruppe sind kaum bekannt. Bis auf die Herausgabe der „Essener Arbeiterzeitung“ verlegte sie sich auf die Debatte: „Anschluss an den Roten Morgen oder nicht?“. Dazu erarbeitete sie eine Reihe von Papieren.
In der Auflösungsphase erschien u. a. von ihr die „Stellungnahme der Ortsgruppe Essen der RF-Organisation“ (siehe unten). Das Erscheinungsdatum war wohl der 18. Februar 1973. In ihr wurde über die Gründung der KPD/ML referiert. Eine weitere Grundlage für die Positionierung der Genossen waren seinerzeit u. a. auch mehrere Gespräche mit Willi Dickhut, der auch Material zur Verfügung stellte.
Im April 1973 veröffentlichte das Organ „Klassenkampf und Programm“, das von der Kommunistischen Fraktion im Ruhrgebiet für den Wiederaufbau der KPD herausgegeben worden war, u. a. eine „Dokumentensammlung“ über den Zerfall des Zentralbüros der KPD/ML. Neben anderen Stellungnahmen wurde dort auch die besagte „Stellungnahme der OG-Essen“ veröffentlicht.
Der Kontakt zu „KlaPro“ wurde vermutlich (?) über die Genossen des ehemaligen ZB-„Druckerkollektivs“ hergestellt, das auch noch weit über den Zerfall der Organisation hinaus für ML-Gruppen Flugblätter, Betriebszeitungen und Broschüren druckte.













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