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Aus dem Kreis Warendorf liegen bisher separate Darstellungen vor für die Stadt Ahlen sowie für die Westfalenkaserne Ahlen.
In dieser wie immer unvollständigen Darstellung berichtet einleitend die DKP wiederholt aus verschiedenen Orten des heutigen Kreises Warendorf (vgl. 1.5.1969, 22.1.1970, 5.2.1970, 12.3.1970, 23.2.1972), das eigentliche Thema aber sind die Anhänger der KPD in Warendorf, speziell unter der Oberschülerschaft.
Zunächst gründet sich ein Vietnamausschuß (vgl. 17.6.1972), über die SMV erfolgt offenbar die Zusammenarbeit mit Münster (vgl. Sept. 1972), später scheint es einen eigenen SMV-Bezirk Warendorf gegeben zu haben (vgl. 10.9.1973).
Die Warendorfer SMV ist nun auf jeden Fall einbezogen in die landesweiten Auseinandersetzungen um die SMV der allgemeinbildenden Schulen (vgl. Sept. 1972, 9.9.1972, 9.10.1972, 30.10.1972, 6.11.1972). Die Sympathisantengruppe des KOV unterhält in Warendorf zwei Schulkollektive (vgl. 9.3.1973, 11.3.1973), agitiert aber auch an weiteren Schulen (vgl. 15.12.1973, März 1974). Der KOV hat hier eine seiner Hochburgen. Auch in Ostbevern organisieren sich die Freunde der KPD unter den Oberschülern (vgl. 26.10.1972)
Die DKP wird damals im heutigen Kreis Warendorf wieder aktiver (vgl. Jan. 1974) und zeichnet sich durch eine ungewöhnliche Zusammenarbeit mit den Linksradikalen aus (vgl. 17.10.1973).
Am Laurentianum Warendorf kommt es nun zum Schulverweis gegen Elmar Beiers, wogegen der KOV zur Solidarität aufruft (vgl. 22.3.1974, Apr. 1974), diesen Vorgang als Beleg für die wahrgenommene brutale Unterdrückung in der Bundesrepublik benutzend (vgl. 13.5.1974, 20.5.1974).
Während sich im Kreis Warendorf nun eventuell auch trotzkistische Jusos in der Lehrlingsarbeit engagieren (vgl. 16.12.1974), unterliegen die Freunde der KPD, die auch zu den Wahlen antreten (vgl. 9.4.1975), der juristischen Verfolgung (vgl. 29.1.1975, 1.2.1975), werden aber schließlich freigesprochen (vgl. 25.2.1976, 19.3.1976, 20.3.1976) und können bald wieder Fußball spielen (vgl. 16.4.1976), bevor es gegen einen bundesweit presserechtlich Verantwortlichen doch zur Strafe kommt (vgl. 4.6.1976), die aber vermutlich durch Spenden, die auch aus Warendorf kommen (vgl. 14.7.1976), gemeinsam aufgebracht wurde.
Daneben macht der Kreis Warendorf auch durch die Zementindustrie von sich reden (vgl. 29.5.1975, 1.5.1975), zum Abschluss dieser wie immer unvollständigen Darstellung ist auch ein Arbeitskreis Umwelt (AKU) Warendorf aktiv, in dem vermutlich auch die örtlichen Freunde der KPD tätig sind (vgl. 1.5.1978).
01.05.1969:
Die DKP gibt die Nr.5 des Regionalteils NRW ihrer 'Unsere Zeit' (UZ) heraus (vgl. 24.4.1969, 8.5.1969). Berichtet wird u.a. über den Marxistische Studienkreis 69 Sektion Warendorf sowie den SPD Ortsverein Warendorf.
=Unsere Zeit NRW Nr.5,Essen 1.5.1969
22.01.1970:
Die DKP bringt die Nr.4 ihrer 'Unsere Zeit' (UZ) heraus (vgl. 15.1.1970, 29.1.1970). Leserbriefe kommen u.a. aus Ennigerloh.
=Unsere Zeit Nr.4,Essen 22.1.1970
05.02.1970:
Die DKP gibt die Nr.6 des Regionalteils NRW ihrer 'Unsere Zeit' (UZ) heraus (vgl. 29.1.1970, 12.2.1970). Berichtet wird u.a. von den Schülerstreiks an den Gymnasien u.a. in Warendorf.
=Unsere Zeit - Ausgabe NRW Nr.6,Essen 5.2.1970
12.03.1970:
Die DKP gibt die Nr.11 des Regionalteils NRW ihrer 'Unsere Zeit' (UZ) heraus (vgl. 5.3.1970, 19.3.1970). Berichtet wird u.a. über Drensteinfurt.
=Unsere Zeit - Ausgabe NRW Nr.11,Essen 12.3.1970
11.11.1970:
Die Nr.49 des 'KND' der KPD/ML-ZB (vgl. 7.11.1970, 14.11.1970) erscheint. Aus Rheinland-Pfalz wird berichtet von der Kurzarbeit bei John Deere im Werk Zweibrücken (vgl. 1.11.1971):"
Die Kurzarbeit bei Deere ist ein weiteres Zeichen der Krise in der Landmaschinenindustrie. Stille in Münster und Hagedorn in Warendorf haben bereits ihre Betriebe geschlossen (s. KND 35 und 36). So verstärkt die Krise die Konzentration, indem die kleinen und mittleren Betriebe kaputtgehen, die großen Konzerne aber ihre Profite sichern können auf Kosten der Arbeiterklasse und durch Ausschaltung der kleineren Konkurrenten nach der Krise die Preise weiter heraufsetzen können."
=Kommunistischer Nachrichtendienst Nr.49,Bochum 11.11.1970
23.02.1972:
Bei Hoesch Dortmund gibt die DKP frühestens in dieser Woche, laut Verteilerplan (vgl. 14.2.1972) heute ihre 'Heisse Eisen' (vgl. 14.2.1972, 22.3.1972) für Februar heraus. Berichtet wird auch vom Flugplatz Drensteinfurt.
=Heisse Eisen Jeden Spaltungsversuch zurückweisen,Dortmund Feb. 1972;
DKP-BGs Hoesch Westfalenhütte, Phoenix und Union:Herausgabe- und Verteilerplan für Heisse Eisen,o.O. (Dortmund) o.J. (Feb. 1972),S.1
17.06.1972:
Das Nationale Vietnam Komitee (NVK) wird gegründet (vgl. 5.6.1972) und kann sich auf dieser ersten Delegiertenkonferenz (vgl. 7.10.1972) u.a. auf folgende bereits existierende Vietnamausschüsse (VA) stützen: Warendorf Stadt.
=NVK:Bulletin Nr.1 und 5,Bonn 1972;
NVK:Resolution der Gründungsversammlung,Bonn 1972
September 1972:
Die Oberschülerkommission (OSK) des KSV gibt zum letzten Male ihre 'Kommunistische Schülerpresse' (KSP) (vgl. Juni 1972, 9.10.1972) heraus, bei der nächsten Ausgabe ist bereits der Kommunistische Oberschülerverband (KOV) gegründet (vgl. 7.10.1972) und dessen Zeitung in 'Schulkampf' umbenannt. Berichtet wird u.a. von der Gründung der Ortsgruppe Münster der LgdI, die auch vom Bezirksvorstand Münster der SMV der Gymnasien (u.a. auch zuständig für Warendorf) begrüßt wurde.
=Kommunistische Schülerpresse Nr.6,Berlin Sept. 1972
September 1972:
In NRW gibt die Landes-SMV an allgemeinbildenden Schulen vermutlich im September ihre 'SMV-Press' Nr.5 (vgl. Juni 1972, Aug. 1973) heraus. Laut den Freunden des KOV der KPD kommt es zu Behinderungen bei der Verteilung dieser Nummer, die erstmals so richtig gute Artikel enthalten habe (vgl. 26.9.1972).
=SMV allgemeinbildende Schulen NRW-Bezirksschülersprecher Dortmund, Münster, Warendorf, Düsseldorf, Mettmann, Planungsreferent, Innenreferent und Finanzreferent des Landesvorstandes NRW's:Resolution gegen die Behinderung der Arbeit fortschrittlicher Schülervertreter auf Schul-, Bezirks- und Landesebene,o.O. 17.10.1972
09.09.1972:
In Bonn beginnt eine zweitägige Landesversammlung der SMV der allgemeinbildenden Schulen NRW's (SMV/ABS). In einer achtseitigen "Erklärung: Bezirks-und Landes-SMV unter der politischen Kontrolle der Kultusbürokratie" heißt es u.a. zu dieser Tagung über die dort vorgebrachte Kritik an der letzten 'SMV Press':"
Die Bezirksschülersprecher aus Münster, Warendorf etc. waren mit den bisher erschienenen Nummern beileibe auch nicht zufrieden, denn die meisten Artikel waren Artikel von Jusos und DKPisten, die ihren langweiligen Mist über die sogenannte Mitbestimmung und Reformmöglichkeiten verschwafelten, ja sogar Kultusminister Girgensohn konnte seine Lügenmärchen in der SMV-Press drucken lassen...
In den letzten Nummern der SMV-Press konnten aber auch einige wichtige und informative Artikel von fortschrittlichen Schülervertretern untergebracht werden.
...
Die Bezirksschülersprecher aus Dortmund, Münster und Warendorf sowie der Finanz- und Innenreferent des Landesvorstandes der ABS, fordern alle entschieden demokratischen und fortschrittlichen Schüler, Lehrer und Organisationen auf, sich der Resolutionsbewegung gegen den Abbau der demokratischen Rechte anzuschließen, immer mehr Schüler und Lehrer über den tatsächlichen Charakter der SPD/FDP-Regierung aufzuklären und zu diesem Zweck Veranstaltungen, Meetings etc. durchzuführen.
...
Diese Erklärung wurde von Schülervertretern (Klassensprecher, Schülersprecher, Bezirksschülersprecher und Landesvorstandsmitglieder) aus Dortmund, Düsseldorf, Mettmann, Warendorf und Münster verfaßt."
Im Zusammenhang mit den Auseinandersetzungen um die Landes-SMV/Abs wird auch eine Resolution erarbeitet:"
RESOLUTION GEGEN DIE BEHINDERUNG DER ARBEIT FORTSCHRITTLICHER SCHÜLERVERTRETER AUF SCHUL-, BEZIRKS- UND LANDESEBENE
...
Die Bezirksschülersprecher von Münster, Warendorf, Dortmund, Mettmann sowie der Planungs-, Finanz- und Innenreferent des Landesvorstandes sind natürlich nicht gegen die Zusammenarbeit mit den Schülervertretern der berufsbildenden Schulen, jedoch erklären wir, daß mit der Klausel des Verbots sogenannter 'einseitiger politischer Propaganda' auch den entschieden demokratischen Berufsschülern ein Maulkorb umgehängt werden soll."
Verantwortlich erklären sich:"
Bezirksschülersprecher aus Dortmund, Münster, Warendorf, Düsseldorf, Mettmann, Planungsreferent, Innenreferent und Finanzreferent des Landesvorstandes NRW's"
Unterschriften für diese Resolution werden zumindest in dem uns vorliegenden, aus Dortmund stammenden Exemplar, erbeten an:
SMV-Bezirk Dortmund, 46 Dortmund, Geschwister-Scholl-Straße 33-37.
=SMV allgemeinbildende Schulen NRW-Bezirksschülersprecher Dortmund, Münster, Warendorf, Düsseldorf, Mettmann, Planungsreferent, Innenreferent und Finanzreferent des Landesvorstandes NRW's:Resolution gegen die Behinderung der Arbeit fortschrittlicher Schülervertreter auf Schul-, Bezirks- und Landesebene,o.O. o.J. (1972);
SMV/ABS NRW-Mitglieder:Erklärung: Bezirks- und Landes-SMV unter der politischen Kontrolle der Kultusbürokratie,Bonn 9./10.9.1972
09.10.1972:
Frühestens heute gibt der KOV erstmals seinen 'Schulkampf' (vgl. Sept. 1972, Nov. 1972) heraus, der die bisherige 'Kommunistische Schülerpresse' (KSP) der OSK des KJV ablöst. In der LandesSMV NRW konnte man fortschrittliche Kräfte u.a. in Warendorf ausfindig machen, an befreundeten Organisationen hat man u.a. eine Gruppe in Warendorf.
=Schulkampf Nr.1,Berlin Okt. 1972
26.10.1972:
In Ostbevern wird, laut KOV der KPD, auf einer Veranstaltung ein Vietnamausschuß (VA) des NVK gegründet, der u.a. am kirchlichen Internat auf der Lohburg tätig ist.
=Schulkampf Sdr.druck,Berlin Nov. 1972
30.10.1972:
Vom KOV der KPD in NRW wird vermutlich in dieser Woche ein siebenseitiger Entwurf vorgelegt:"
PLATTFORM DER KAMPFAKTIVS GEGEN DIE LIQUIDIERUNG DER LANDESSCHÜLERVERTRETUNG
...
KOMMT ZUM SCHÜLERKONGRESS AM SONNTAG DEN 12.11. IN DÜSSELDORF UM 13 UHR IN DER AULA DES COMENIUSGYMN. AN DER HANSAALLEE 90
Bisher unterstützen den Aufruf: SV Abendgymnasium und Lessinggymnasium Düsseldorf, Bezirks-SMV Dortmund, SV-Kampfaktivs in Neuss, Düsseldorf, Dinslaken, Solingen, Dortmund, Münster, Warendorf, Ostbevern und Zentralrat Düsseldorf, KSG Neuss, AK Warendorf, SK/ML Münster"
=KOV:Aufruf zum Schülerkongreß gegen die politische Disziplinierung sozialistischer und kommunistischer Schüler und Lehrer,Berlin o.J. (1972)
06.11.1972:
Vom KOV der KPD bzw. seinen Anhängern in NRW wird spätestens in dieser Woche folgender Text (vgl. 30.10.1972, 12.11.1972) verfaßt:"
ERWEITERUNG DER PLATTFORM der SV-Kampfaktive
...
Mittlerweile haben viele SV-Kampfaktive die Arbeit in Solingen, Münster, Warendorf, Dortmund, Neuß, Düsseldorf und Dinslaken aufgenommen. Mit vielfältiger Agitprop (Flugblätter, Artikel in Schülerzeitungen, Initiierung von Diskussionen in den Pausen, in Verfügungsstunden, Schülerratssitzungen, Durchführung von Schülermeetings) trieben sie die Protestbewegung mit tatkräftiger Unterstützung des KOV und der sozialistischen und kommunistischen Schüler und Organisationen am Ort voran.
Sie schufen die Voraussetzung mit, daß wir unser erstes Etappenziel: Verdoppelung der Unterschriften für die Protestresolution und Hinarbeiten auf einen regionalen Schülerkongreß, erstaunlich schnell erreicht haben. Die Resolutionsbewegung ist jetzt bereits von über 2 000 Schülern und Lehrer vorangetrieben worden."
=N.N.:Erweiterung der Plattform der SV-Kampfaktive,o.O. o.J. (1972)
09.11.1972:
Spätestens heute gibt der KOV einen auf Nov. datierten Sonderdruck seines 'Schulkampfs' (vgl. Nov. 1972, Dez. 1972) heraus. Beispiele von Repressionen kommen u.a. vom kirchlichen Internat auf der Lohburg in Ostbevern.
=Schulkampf Sdr.druck,Berlin Nov. 1972
22.01.1973:
Unter dem Titel "Aktivist" erscheint die Nummer 1 der "Zeitung des SV-Aktivs Lau".
= Aktivist, Zeitung des SV-Aktivs Lau, Nr. 1, 22.1.1973
09.03.1973:
Im 'Neuen Emsboten' erscheint, laut KOV der KPD, ein Bericht über die Warendorfer Schulkollektive am Laurentianum und am Aufbaugymnasium.
=Schulkampf Nr.6,Berlin März 1973
11.03.1973:
Frühestens heute gibt der KOV der KPD die auf März datierte Nr.6 seines 'Schulkampf' (vgl. 14.2.1973, Apr. 1973) heraus. Berichte kommen u.a. aus Warendorf (vgl. 9.3.1973), wo die beiden Schulkollektive am Laurentianum und am Aufbaugymnasium eine Schülerrunde durchführten.
=Schulkampf Nr.6,Berlin März 1973
15.03.1973:
Ein Flugblatt Nr. 4 wirbt für den "Schulkampf" und die "Werbewoche der Schulkollektive am AGW und Lau vom 8. bis 16. März 1973". Zudem lädt es für heute zu einer "Schülerrunde" in der Gaststätte Middendorf ein. Verantwortlich zeichnet K. Schaack, Dortmund.
=Schulkampf, Flugblatt Nr. 4, 15.03.1973
10.09.1973:
Der Unterbezirksschülersprecher Heinz Vennemeier aus Beckum berichtet vermutlich aus dieser Woche:"
ARBEITSVERBOT FÜR REALSCHÜLER
Mitte September fand in Gütersloh eine zweitägige Versammlung des Bezirks Warendorf statt. Dazu wurden alle Mitglieder - Realschüler und Gymnasiasten - eingeladen. Später kam uns zu Ohren, daß einem Realschüler verboten wurde, den Schülerrat und seine Mitschüler darüber zu informieren. Damit wurde vom Direktor der Realschule Beckum dem Schülersprecher das Informationsrecht entzogen. Dieses grundsätzliche SMV-Recht ist sogar oberste Pflicht jedes SMV'lers. Begründung für dieses Arbeitsverbot: 'der Bezirk der allgemeinbildenden Schulen Warendorfs sei nicht zuständig für die Realschüler des Regierungsbezirks Münster, da die Realschüler im Regierungsbezirk Münster einen eigenen Verband hätten.' Hier wird also krampfhaft versucht, die Realschüler aus unserem Verband heraus - und in den anderen Verband hineinzuzwingen."
=SMV-Ex-Press Nr.2,Düsseldorf Okt./Nov. 1973,S.2
17.10.1973:
Die KPD gibt ihre 'Rote Fahne' Nr.42 (vgl. 10.10.1973, 24.10.1973) heraus.
Die KPD veröffentlicht u.a. Solidaritätsadressen folgender Gruppen in NRW für Baha Targün DKP Kreisvorstand Ahlen-Beckum.
=Rote Fahne Nr.42,Dortmund 17.10.1973
15.12.1973:
Der Kommunistische Oberschülerverband (KOV) der KPD gibt seinen 'Schulkampf' Nr.12 (vgl. Nov. 1973, Jan. 1974) für Dezember vermutlich Ende dieser Woche heraus. Aus Warendorf wird berichtet über die Marienschule und das Schulkollektiv Laurentianum.
=Schulkampf Nr.12,Dortmund Dez. 1973
Januar 1974:
Der DKP Kreisverband Ahlen-Beckum-Oelde gibt seinen 'Metall Express' heraus. Nachfolgende uns vorliegende Ausgaben haben wir noch nicht ausgewertet.***
=Metall Express,Ahlen Jan. 1974
Januar 1974:
Die DKP Beckum gibt erstmals ihre Stadtzeitung 'Die Rote' heraus.
=Die Rote Nr.1,Beckum Jan. 1974
März 1974:
Der Kommunistische Oberschülerverband (KOV) der KPD gibt seinen 'Schulkampf' Nr.3 (vgl. Feb. 1974, Apr. 1974) heraus. Aus NRW berichtet die Sympathisantengruppe Warendorf von der Realschule und vom Laurentianum, wo die Schülervertretung (SV) von reaktionären Judos der FDP gestellt werde.
=Schulkampf Nr.3,Dortmund März 1974
22.03.1974:
In Münster findet, laut und mit KOV der KPD, eine Demonstration des Komitees "Kampf den politischen Disziplinierungen am Laurentianum" zum Schulkollegium Münster mit fast 200 Personen statt.
Anlaß ist der Verweis von Elmar Beiers (KOV-Sympathisant) von dem Warendorfer Gymnasium Laurentianum, wo eine KOV-Sympathisantengruppe tätig ist.
Von dem Verweis berichtet auch in:
- NRW der KOV der KPD (vgl. Apr. 1974) und die KOV OL Dortmund (vgl. 13.5.1974).
=KOV-OL Dortmund:25 Jahre Grundgesetz - ein Grund zum Feiern?,Dortmund o.J. (Mai 1974),S.1;
Rote Fahne Nr.14,Dortmund 3.4.1974,S.*;
KOV-Regionale Leitung NRW:Ausbildungsverbot für Elmar Beiers vom Kultusministerium erlassen!,Dortmund o.J. (1974),S.1
April 1974:
Der KOV der KPD gibt vermutlich im April einen Sonderdruck ihres 'Schulkampf' (vgl. März 1974, Mai 1974) zum 1.Mai heraus. U.a. wird eingegangen auf Warendorf.
=Schulkampf Sdr.druck 1.Mai,Dortmund 1974
April 1974:
Die KOV-Sympathisanten am Humboldtgymnasium Solingen geben vermutlich im Apr. 1974 ein Flugblatt "Elmar Beiers ans Humboldt-Gymnasium!" zu dessen Ausbildungsverbot in Warendorf heraus.
=KOV-Sympathisanten am Humboldtgymnasium Solingen: Elmar Beiers ans Humboldt-Gymnasium!,Solingen Apr. 1974

April 1974:
Die Regionale Leitung NRW des KOV der KPD gibt vermutlich im April das folgende Flugblatt mit einer Seite DIN A 4 unter Verantwortung von Bodo Stöcklein, Dortmund, Dürenerstr.43, heraus (vgl. 22.3.1974):"
AUSBILDUNGSVERBOT FüR ELMAR BEIERS VOM KULTUSMINISTERIUM ERLASSEN!
ELMAR ZURÜCK AN DIE SCHULE!
Gegen Elmar Beiers, Schüler der 13.Klasse am Gymnasium Laurentianum in Warendorf, verhängte das Kultus-Ministerium in Düsseldorf Schulverweis von allen Oberschulen in Nordrhein-Westfalen. Warum gerade gegen ihn zum ersten Mal ein Ausbildungsverbot in NRW?
Elmar Beiers war an seiner Schule als Sprecher einer SMV-Projektgruppe gewählt worden, die zum Kampf gegen die Oberstufenreform (OSR,d.Vf.) aufgerufen und dazu Flugblätter verteilt hatte. Elmar Beiers ist an seiner Schule bekannt dafür, daß er kein Blatt vor den Mund nimmt, wenn es darum geht, die Rechte der Schüler zu verteidigen. Die Schulleitung kannte und haßte Elmar wegen seiner politischen Haltung, denn er tritt als Kommunist gegen die zunehmende Disziplinierung der Schüler durch reaktionäre Hausordnungen auf, gegen das rüde Umspringen der Schulbürokratie mit SMV-Satzungen, die ihr nicht passen, gegen politische Zensuren. Wegen seines mutigen Eintretens für die freie politische Betätigung aller Schüler wurde er bereits vom Schlaungymnasium in Münster geschmissen.
Für Elmar Beiers bedeutet der zweite Rausschmiß aus der Schule und das Ausbildungsverbot einen harten Schlag: gerade jetzt wollte er sein Abitur machen. Jetzt ist er ohne jede Möglichkeit der weiteren Ausbildung, denn Schulverweis in NRW, das bedeutet praktisch Ausbildungsverbot in der ganzen Bundesrepublik. Selbst wenn Elmar in ein anderes Bundesland gehen könnte - was finanziell überhaupt nicht drin ist, so würden ihn dortige Schulen auch nicht aufnehmen.
Was ist das für ein menschenfeindliches Schulsystem, das mit den Mitteln der Existenzbedrohung gegen Schüler vorgeht, die dieses System in Frage stellen, die die Oberstufenreform als das bezeichnen, was sie ist: Leistungsdruck, stumpfsinniger Drill und Verpflichtung auf die 'ewigen' Werte bürgerlicher Klassenerziehung?
Der Fall Elmar Beiers ist nur die Spitze des Eisbergs der neuen, harten Linie der Schulbürokratie. Überall dort, wo sich der Widerstand der Schüler gegen die Oberstufenreform regt, versucht das KuMi, Schulkollegium oder Schulleitung drastische Exempel zu setzen: zum Beispiel in Dortmund wurden am Mallinckrodt-Gymnasium vier Schüler mit einem Schultadel belegt - was der Androhung des Schulverweises gleichkommt - weil sie gegen die Oberstufenreform aufgetreten sind und einen Mathe-Test verweigerten (vgl. Apr. 1974,d.Vf.).
Mit Elmar soll einer von Hunderten von Schülern bestraft werden, die sich gegen die Oberstufenreform zur Wehr setzen. In den Augen des KuMi steht Elmar für uns: deshalb werden wir für Elmar kämpfen.
An jeder Schule in NRW werden wir die Bedingungen dafür schaffen, daß Elmar überall sein Abitur machen kann.
UNTERZEICHNET DIE UNTERSCHRIFTENLISTE FÜR ELMAR!
SOLIDARITÄT MIT ELMAR HEISST: ELMAR SOLL AN UNSERE SCHULE!
KOMMT AUF DIE SOLIDARITÄTSVERANSTALTUNG FÜR ELMAR BEIERS!
GRÜNDET SOLIDARITÄTSKOMITEES!"
=KOV-Regionale Leitung NRW:Ausbildungsverbot für Elmar Beiers vom Kultusministerium erlassen!,Dortmund o.J. (1974)
13.05.1974:
Die Ortsleitung (OL) Dortmund des KOV der KPD gibt vermutlich in dieser Woche das folgende - für uns teilweise aufgrund der Druckqualität kaum lesbare - Flugblatt mit zwei Seiten DIN A 4 unter Verantwortung von B. Stöcklein, Dortmund, Osterholzstr.70, zum 25. Jahrestag des GG (vgl. 23.5.1974) heraus:"
25 JAHRE GRUNDGESETZ - EIN GRUND ZUM FEIERN?
Der 24.5.1974 ist ein staatlich angeordnetes Geburtstagsfest für unsere freiheitlich demokratische Grundordnung. Viele werden den Gedanken nicht los, der 25. Jahrestag sei ein sehr willkommener Anlaß, die Leute einzuschwören auf die Schlagwörter: 'die freiheitlichste Verfassung, die es je gab', ist die der Bundesrepublik Deutschland. Denn das Image der freiheitlich demokratischen Grundordnung ist stark angeschlagen:
- seit dem vorigen Jahr wurde unablässig Polizeiterror ausgeübt,
- immer mehr fortschrittliche Kollegen fliegen aus den Betrieben und Gewerkschaften (UVB,d.Vf.), erst kürzlich drei Landtagskandidaten (LTW - vgl. 26.10.1974,d.Vf.) der KPD in Hessen, nachdem ihre Kandidatur bekannt geworden
war,
- ebenso werden zunehmend mehr fortschrittliche Lehrer rausgeworfen, Berufsverbote (BV,d.Vf.) und Ausbildungsverbote für andere akademische Berufe ausgesprochen,
- Demonstrationen unter unglaublichen Begründungen verboten, Organisationen wie GUPS und GUPA (Palästina,d.Vf.), andere ständig mit Verbot bedroht wie CISNU (Iran,d.Vf.), die Liga gegen den Imperialismus (LgdI,d.Vf.) und besonders die KPD und ihre Organisationen,
- Demonstrationen werden für die Karteien des Verfassungsschutzes gefilmt.
Über allen politischen Aktivitäten steht die Drohung: Stehen Sie auf dem Boden der freiheitlich-demokratischen Grundordnung? Die Zahl derer, die sich das fragen oder die das in Verhören bei Behörden und Personalräten gefragt werden, steigt ständig. Jungsozialisten und Jungdemokraten (Jusos der SPD bzw. Judos der FDP,d.Vf.), die sich eigentlich zu den Hütern der Verfassung rechnen, sind bedroht, wenn sie z.B. im Kampf gegen die Berufsverbote dem Abbau der demokratischen Rechte Einhalt gebieten wollen.
Der 24.5. wird vor allem zur Rechtfertigung des zunehmenden Abbaus der demokratischen Rechte genutzt werden, die aufflammende Empörung soll mit Demagogie erstickt werden. Einmütig werden alle, und besonders laut die DKP und ... (hier ist auf unserem Exemplar die Papierkante,d.Vf.)
... de nicht etwa an unserem System liegen, sondern an den Feinden dieser Verfassung. Also kurz: wer gegen die Einschränkung der Demokratie ist, soll zunächst die 'Extremisten' bekämpfen.
Viele, die am 24. vieles sagen und dies meinen, werden sehr geschickt vorgehen, um uns wieder an 'unsere FdGO' zu binden. Wir sollten daher immer wieder nach der Demokratie und der Freiheit fragen, die es, wenn es sie gibt, ja im Alltag auch geben muß: im Betrieb, in der Schule und auf der Straße. Deshalb schlagen wir vor:
LASST LOBREDNER DER FDGO AM FALLE ELMAR BEIERS (in Warendorf - vgl. 22.3.1974,d.Vf.) BEWEISEN, DASS DIESER STAAT DER FREIHEITLICHSTE IST!
Die in der Verfassung garantierten Grundrechte klingen recht überzeugend: freie Entfaltung der Persönlichkeit (Art.2), Gleichheit vor dem Gesetz ungeachtet der politischen Anschauung (Art.4), Freiheit des weltanschaulichen Bekenntnisses (Art.5) und Meinungsfreiheit, Versammlungsfreiheit, Pressefreiheit usw. So steht es im Grundgesetz und ist zum Teil noch tief in uns verwurzelt.
Deshalb haben auch viele Schüler auf das Ausbildungsverbot für Elmar so reagiert: Eine Sauerei! Aber bestimmt hat der viel mehr auf dem Kerbholz, verschweigt es aber.
Das ist ein Irrtum! Das wenige, was Elmar gemacht hat, und das wir wissen, hat nämlich gereicht, um an die Grenzen der FdGO zu stoßen. Das Wesentliche an dieser FdGO ist nämlich im Art.18 festgelegt:
Wer diese Grundrechte 'zum Kampfe gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung mißbraucht, verwirkt diese Grundrechte'.
Also auf deutsch, man darf alles sagen, es sei denn, es ist verboten. Man darf jede politische Weltanschauung vertreten, es sei denn, man sei gegen den Kapitalismus, Soviel sei ... (hier ist wieder die Papierkante,d.Vf.)
Elmar hat mit seiner Einstellung gegen die Ausbildung an der Oberschule, insbesondere in ihrer durch die Oberstufenreform (OSR,d.Vf.) verschärften Form, über die Stränge der FdGO geschlagen. Er hat gesagt, was die meisten Schüler denken: diese Ausbildung nützt uns nichts, und die Reform ist nicht in unserem Interesse. Und dann hat er auch gesagt, in wessen Interesse sie dann eigentlich ist: wer braucht denn willfährige Klotzköpfe, die sich was Besseres dünken, wenn nicht die Kapitalisten. Die Alternative der Kommunisten zur jetzigen Aussbildung, die Einheitsschule, in der alle Jugendlichen theoretisch und praktisch Wissen, das dem ganzen Volk nützt, erwerben, kann im Kapitalismus nicht verwirklicht werden. Denn hier gilt neben der Devise, daß gut nur ist, was Profit bringt, noch eine andere: Teile und Herrsche!
Viele Oberschüler, in Dortmund wie in ganz NRW, viele darunter, die nicht unsere Meinung teilen, daß unser Unmut gegen die Ausbildung, gegen die Kasernenzustände in der Schule in diesem System nicht wegreformiert werden können, sondern mit diesem System weggekämpft werden müssen, solidarisieren sich mit Elmar. Sie fanden es nämlich gut, daß einer mal gesagt hat, was sie alle denken, und sie sammelten Unterschriften und Geld, drückten ihre Empörung aus.
Und prompt hagelte es Verbote und Drohungen!
IST SOLIDARITÄT MIT ELMAR BEIERS BEREITS EIN MISSBRAUCH VON GRUNDRECHTEN?
Ja, denn diese grundrechte sind nun mal nicht dazu da, daß die Mehrheit in IHREM Interesse davon Gebrauch macht. Es nützt auch nicht, wenn wir darauf hinweisen, daß bisher noch kein Gericht die Rechtmäßigkeit des Verweises bestätigt hat. In IHREM Interesse verstoßen Regierung und Behörden ohne Bedenken gegen die FdGO. Dies zeigt nochmal umso deutlicher: Das Grundgesetz ist gegen das Volk gemacht. Es ist nie vom Volk beschlossen worden.
In Dortmund berichten immer mehr Schüler, daß die Direxe mit Hinweis auf eine 'Dienstanweisung' vom Schulkollegium Münster alle Solidaritätsformen und Aktionen untersagen. Erklären können sie das nicht. Aber an den meisten Schulen kann das die Schüler nicht aufhalten: dieser Unverschämtheit der sich allmächtig dünkenden Behörde kann man nur mit noch entschiedenerem Protest
begegnen!
Und der Schülerrat am GSG (Geschwister Scholl Gymnasium,d.Vf.) hat die richtige Antwort erteilt: Die SMV wird für Elmar eintreten - jetzt eben gegen das Schulkollegium!
So sollten wir es überall machen, WENN EIN SCHÜLER FLIEGT, WEIL ER SICH FÜR ALLE SCHÜLER EINGESETZT HAT, DANN SIND ALLE SCHÜLER SOLIDARISCH!
Und diese Rechte, von denen am 24. so viel gefaselt wird, die geben wir nicht auf. Wir bestehen darauf, unsere Meinung sagen, schreiben und verbreiten zu können. Die Arbeiterklasse hat diese Rechte erkämpft, die das Schulkollegium mit einer Dienstanweisung vom Tisch wischt. Der Kampf für Elmar ist zum Kampf um unsere eigensten Interessen geworden: zum Kampf für freie politische Betätigung, für Informationsfreiheit, Versammlungsfreiheit an unserer EIGENEN Schule.
An diesen Rechten hängen wir, für sie kämpfen wir, für diese praktischen alltäglichen Rechte, die wir noch nie geschenkt bekommen haben - die sich das Volk immer hat nehmen müssen!
KAMPF DEM ABBAU DER DEMOKRATISCHEN RECHTE!
WAHRE DEMOKRATISCHE RECHTE FÜR DIE MASSEN WIRD ES NUR IM SOZIALISMUS, IN DER VOLKSDEMOKRATIE GEBEN!"
Eingeladen wird zu einer Veranstaltung (vgl. 20.5.1974).
=KOV-OL Dortmund:25 Jahre Grundgesetz - ein Grund zum Feiern?,Dortmund o.J.(Mai 1974)
20.05.1974:
Die Ortsleitung (OL) Dortmund des KOV der KPD rief vermutlich für diesen Montag zu einer "Informations- und Solidaritätsveranstaltung" zum Ausbildungsverbot für Elmar Beiers in Warendorf und anläßlich des 25. Jahrestages der Verabschiedung des Grundgesetzes (GG - vgl. 23.5.1974) um 17 Uhr im Schülerladen des KOV in der Oesterholzstr.70 u.a. mit einem Flugblatt (vgl. 13.5.1974) auf.
=KOV-OL Dortmund:25 Jahre Grundgesetz - ein Grund zum Feiern?,Dortmund o.J. (Mai 1974),S.2
16.12.1974:
Die Nr. 34 der 'Sozialistischen Arbeiterpolitik' (SAP – vgl. 25.11.1974, 27.1.1975) – Organ für Arbeiterpolitik in der SPD. Für SPD-Alleinregierung für Dez./Jan. erscheint vermutlich in dieser Woche. U.a. wird berichtet von einem Juso-AK Lehrlinge und seiner Aktivität im DGB KJA Münster/Warendorf.
=Sozialistische Arbeiterpolitik Nr.34,Bochum Dez. 1974/Jan. 1975
29.01.1975:
In der Nr.4 ihrer 'Roten Fahne' (vgl. 22.1.1975, 5.2.1975) berichtet die KPD u.a. aus Warendorf über die 10 angeklagten Mitglieder von KOV und LgdI.
=Rote Fahne Nr.4,Dortmund 29.1.1975
01.02.1975:
In Warendorf demonstrieren, laut und mit KPD, über 100 gegen die Urteile im Prozeß gegen die KPD-Anhänger.
=Rote Fahne Nr.5,Dortmund 5.2.1975
09.04.1975:
In der Nr.14 ihrer 'Roten Fahne' (RF - vgl. 2.4.1975, 16.4.1975) berichtet die KPD aus NRW, daß man bereits 7 000 Unterschriften zur Landtagswahl (LTW - vgl. 4.5.1975) sammeln konnte. In Warendorf habe man bereits 130 Unterschriften zu den LTW sammeln können, wobei die dortige OG der LgdI geholfen hat.
=Rote Fahne Nr.14,Köln 9.4.1975
16.04.1975:
Die KPD gibt ihre 'Rote Fahne' (RF) Nr.15 (vgl. 9.4.1975, 23.4.1975) heraus. U.a. wird berichtet aus Warendorf.
=Rote Fahne Nr.15,Dortmund 16.4.1975
29.05.1975:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr.21 (vgl. 22.5.1975, 5.6.1975) heraus, und berichtet u.a. aus Erwitte von Seibel und Söhne und der zuständigen CPK-Verwaltungsstelle Neubeckum.
=Kommunistische Volkszeitung Nr.21,Mannheim 29.5.1975
25.02.1976:
In Warendorf soll, laut KPD, ein Prozeß gegen acht Freunde und Genossen ihrer LgdI beginnen.
=Rote Fahne Nr.7 und 10,Köln 18.2.1976 bzw.10.3.1976
19.03.1976:
In Warendorf werden, laut KPD, die 8 Angeklagten von KOV und LgdI der KPD freigesprochen (vgl. 25.2.1976, 20.3.1976). Zur Solidarität war ein Komitee gegründet worden, das u.a. vom Katholischen Landjugendbund (KLJB) eingeladen worden war. Im Jugendzentrum (JZ) war eine Resolution gegen die 14. Strafrechtsänderung (SRÄ) mehrheitlich verabschiedet worden.
=Rote Fahne Nr.11 und 12,Köln 17.3.1976 bzw. 24.3.1976
20.03.1976:
In Warendorf hatte die KPD für heute vorsorglich eine Demonstration gegen das gestrige Urteil im Prozeß gegen 8 Anhänger von KOV und LgdI angekündigt. Da diese aber freigesprochen wurden, fiel diese Demonstration eventuell aus.
=Rote Fahne Nr.11,Köln 17.3.1976
16.04.1976:
Es beginnt das dreitägige Werner-Seelenbinder-Sportfest des KJVD der KPD (vgl. 17.4.1976, 8.4.1977) in Köln auf der Bezirkssportanlage Süd. Laut KPD beteiligen sich 26 Fußballteams u.a. vom KJVD Warendorf.
=Rote Fahne Nr.10, 13, 14, 15 und 17,Köln 10.3.1976, 31.3.1976, 7.4.1976, 14.4.1976 bzw. 28.4.1976,S.6, S.*, S.*, S.* bzw. S.*;
Rote Fahne Pressedienst Nr.11,Köln 16.3.1976;
KJVD-ZK:Aufruf des ZK des KJVD. Alle zum Werner-Seelenbinder-Sportfest! Köln,Ostern 1976 (16. - 18.4.),Köln o.J. (1976)
04.06.1976:
In Köln wird, laut KPD, das Urteil von 1 500 DM gegen den presserechtlich Verantwortlichen ihrer LgdI Uwe Carstensen wegen Flugblättern der LgdI Warendorf zur Polizeiwerbewoche der Kreispolizeibehörde Warendorf (vgl. **.**.197*) in einer Berufungsverhandlung bestätigt.
=Rote Fahne Nr.23,Köln 9.6.1976;
Rote Fahne Pressedienst Nr.23,Köln 8.6.1976
01.05.1976:
Die SAG gibt die Nr.1 ihrer 'Sozialistischen Arbeiter Zeitung' (vgl. Apr. 1976, 19.5.1976) heraus. Berichtet wird u.a. über Dyckerhoff Zement Neubeckum.
=Sozialistische Arbeiter Zeitung Nr.1,Frankfurt 1.5.1976
14.07.1976:
Die KPD gibt ihre 'Rote Fahne' (RF) Nr.28 (vgl. 7.7.1976, 21.7.1976) heraus. Wahlfondsspenden zu den Bundestagswahlen (BTW - vgl. 3.10.1976) gingen u.a. ein von KJVD-Sympathisanten in Warendorf.
=Rote Fahne Nr.28,Köln 14.7.1976
01.05.1978:
1. Mai in Münster. Laut KB beteiligen sich 1 200 - 1 500 Menschen an der DGB-Demonstration:"
Die Linke war zahlreich mit Anti-AKW-Transparenten, Transparenten des Antifa-Arbeitskreises und der Russell-Initiative vertreten. Außerdem beteiligte sich ein sehr kämpferischer Frauenblock mit 70 Frauen an der Demo. Auf Initiative des KB kam es dieses Jahr zu einer breiten AE, die dazu aufrief, gemeinsam unter eigenen Forderungen zu demonstrieren. Dieser Aufruf wurde unterstützt von: Antifa-AK, AKU (Arbeitskreis Umwelt), AKU-Warendorf, BG's an der FH, CISNU (Iran,d.Vf.), ZDL, Russell Initiative, UNI FG, einige Institutsgruppen, Männergruppe, KB, KPD."
=Arbeiterkampf Nr.129,Hamburg 16.5.1978,S.14
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