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1. Mai in Köln

Materialien zur Analyse von Opposition

Von Jürgen Schröder, Berlin

Diese, wie immer äußerst unvollständige Darstellung, beginnt 1970, wobei sich offenbar sowohl verschiedene Trotzkisten in Gestalt der IKD (vgl. 3.2.1970) und GIM (vgl. 18.12.1970) als auch sog. Maoisten teilweise miteinander verbünden, wobei die Beteiligung der KPD/ML (vgl. Apr. 1970) aber unklar bleibt.

Auch 1971 scheint die KPD/ML-ZK (vgl. 26.4.1971) wesentlich unter sich zu bleiben, jedenfalls nach ihren eigenen Angaben, aus denen sich dann aber die hohe Teilnehmerzahl an den Aktionen nicht erklärt. Es ist daher anzunehmen, dass auch die anderen linken Gruppen - mit Ausnahme der KJO Spartacus (vgl. 17.10.1971) - an der Kundgebung teilnahmen.

Von den Bündnisbemühungen des folgenden Jahres kann hier mehr erschlossen werden (vgl. März 1972, Apr. 1972, 24.4.1972, 1.5.1972) wobei die Kölner Freunde der KPD 1972 überwiegend noch auswärts agieren (vgl. 13.4.1972, 19.4.1972, 22.4.1972, 27.4.1972, 9.5.1972).

1973 aber tritt die KPD in Köln zum 1.Mai offenbar bei der DGB –Demonstration mit einem eigenen Block auf (vgl. 1.5.1973, 11.5.1973), bereitet dies auch vielfältig vor (vgl. 1.4.1973, 5.4.1973, 13.4.1973, 26.4.1973, 30.4.1973), nicht zuletzt mit einem Maikomitee, welches regional mit den Kollegen von Leverkusen gebildet wird.

Die neuen sozialen Bewegungen machen spätestens am 1.Mai 1977 auch in Köln stark von sich reden, wobei 1978 auch Ausländergruppen nun in der Berichterstattung mehr Erwähnung finden bevor die Linke zum vorläufigen Schluss dieser Darstellung auf den Maidemonstrationen 1979 und 1980 deutlich an Wirkung eingebüßt zu haben scheint.

Auszug aus der Datenbank „Materialien zur Analyse von Opposition“ (MAO)

03.02.1970:
In einem Plan der IKD-Leitung zur Maikampagne wird zu Köln (vgl. 20.1.1970, 18.2.1970) gesagt:"
Der DGB macht wahrscheinlich nur eine Saalversammlung, eine Demonstration wird durch Falken und 'arbeitende Gruppen' durchgeführt werden. Wir müssen unsere Linie vertreten im Lehrlingskomitee, soweit dieses noch eine Funktion haben wird, besonders aber in einem mit der GIM und den Maoisten zu bildenden Organisationskomitee. Darin GANZ HART auf dem DGB-Jugendblock und unseren 3 Forderungen (staatliche Lehrwerkstätten - Lehrlingsstipendium - EGJS (Eigenständiger Gewerkschaftsjugendsektor,d.Vf.)) bestehen zum Zweck der Bloßstellung der kleinbürgerlichen Tendenzen. Von besonderem Interesse wird die Haltung der GIM sein: ihr Dilemma zwischen Erkenntnis der Richtigkeit unserer Parolen und dem Bündnis mit den Maoisten. Möglichst Bildung eines Spartacus-Organisationskomitees mit der Lehrlingsfraktion entsprechend Rhein-Main."
Quelle: IKD-Leitung:An alle Gruppen,Berlin 3.2.1970

April 1970:
Die Nr.1 der 'Kölner Arbeiter-Zeitung' - Überbetriebliche Arbeiterzeitung der KPD/ML und der Roten Garde (RG) (vgl. 1.10.1970) erscheint vermutlich im April. Aufgerufen wird dazu, "eine starke KPD/ML aufzubauen, damit wir uns endlich das kapitalistische Ausbeutungs- und Unterdrückungssystem vom Hals schaffen und für immer hinwegfegen können. Begehen wir den 1. Mai unter der Hauptlosung: Bauen wir eine starke Kommunistische Partei Deutschlands/Marxisten-Leninisten auf! Kampf für die Einheit der Arbeiterklasse! Kampf der Kapitalistenklasse!"
Quelle: Kölner Arbeiter-Zeitung Nr.1,Köln 1970

01.05.1970:
In Köln rufen GIM und RC im Anschluß an die DGB Kundgebung auf dem Ebertplatz zu einer eigenen Kundgebung auf dem Neumarkt auf.

Einer der Redner der Maikundgebung wird, laut eigenen Angaben, von der IKD gestellt. Die Ortsgruppe Köln des KJVD gab dafür zum 1.Mai eine Broschüre "Arbeiterjugend! Hinein in die Kampffront des Roten 1. Mai." heraus.
Quellen: KJVD OG Köln:Arbeiterjugend! Hinein in die Kampffront des Roten 1. Mai,Köln 1970;
GIM,RC Köln:Aufruf zum 1.5.70,Köln o.J. (1970);
IKD-Leitung:Erklärung,o.O. 21.5.1970

01.05.1970:
In Köln erscheint die Nr.5 der 'apo press' (vgl. 13.3.1970, 1.6.1970), in der, nach der DGB-Demonstration, zum Besuch der sozialistischen Abschlußkundgebung von sozialistischem 1.Maikomitee, GIM, IKD und RC eingeladen wird.
Quelle: Apo press Nr.4,Köln 1.5.1970

18.12.1970:
Frühestens heute wird ein "Gruppenbericht der RKJ Köln" verfaßt. Darin heißt es u.a.:"
SUBGRUPPEN
1. Gewerkschaft / Lehrlinge
a. Druck und Papier

Durch Initiative eines Genossen der GIM entstand in Köln im März 1970 eine Jugendgruppe der IG Druck und Papier, die sich aus 12 Kollegen zusammensetzte: es waren 3 Lehrlinge, 1 Angestellter und 8 Gehilfen. Politische Tendenzen traten außer der SDAJ (Jugendorganisation der DKP,d.Vf.) (3 Gen.) und der RKJ nicht auf. Es gelang, aus dieser Gruppe einen Genossen für die RKJ zu rekrutieren. Darüberhinaus konnte ein dritter Genosse aus der RKJ in die Arbeit der Jugendgruppe einbezogen werden. Die RKJ-Genossen hatten die Leitung der Jugendgruppe inne - sie hatten folgende Funktionen: Jugendgruppenleiter, Beisitzer im OV-Vorstand als Vertreter der Jugendgruppe, Mitglied im KJA. Dies führte dazu, daß die SDAJ-Genossen nach 4-monatiger meist passiver Teilnahme nicht mehr in der Gruppe erschienen, da sie für ihre Organisation nichts kapitalisieren konnten. Die Gruppe erstellte sich ein vorläufiges Programm, daß zum größten Teil aus aktuellen Themen bestand (z.B. Geschichte des 1.Mai). Heute existiert diese Gruppe nicht mehr. Das Scheitern lag in erster Linie an der ungenügenden Verankerung der Arbeit in der RKJ."
Quelle: RKJ-Info Nr.9,Mannheim Mitte Januar 1971,S.1ff

26.04.1971:
Bei der Lehrwerkstatt von Ford Köln gibt die KPD/ML-ZK, nach eigenen Angaben, in dieser Woche die 'Zündkerze' zur Maivorbereitung heraus.
Quelle: Roter Morgen Nr.5,Hamburg Mai 1971

26.04.1971:
Bei KHD Köln gibt die KPD/ML-ZK, nach eigenen Angaben, in dieser Woche ihr 'Schwungrad' zur Maivorbereitung heraus.
Quelle: Roter Morgen Nr.5,Hamburg Mai 1971

01.05.1971:
In Köln führte die KPD/ML-ZK, nach eigenen Angaben, einen Agitpropstand in Kalk durch, um die Maidemonstration vorzubereiten. Ein Bündnis wurde eingegangen mit den Proletarischen Revolutionären der Türkei und Studenten aus Afrika, Asien und Lateinamerika. Die Kundgebung im Anschluß an die DGB-Kundgebung wurde von ca. 1 500 bis 2 000 Personen besucht.
Aufgerufen zur Maidemonstration der KPD/ML-ZK haben u.a mit einem Flugblatt unter Verantwortung von Günter Ackermann die KPD/ML-ZK Ortgruppe Köln, die Rote Garde (RG) Ortsgruppe Köln, die Rote Betriebsgruppe (RBG) von Klöckner-Humboldt-Deutz (KHD), das Rote IG Druck und Papier-Kollektiv (DruPa) Köln und der KSB/ML Köln.

Die Kölner Genossen der KJO Spartacus verteilen am 1.Mai, nach eigenen Angaben, Flugblätter und schicken Genossen in andere Städte.
In Köln habe man dies tun gemußt, weil man nicht verankert sei. Daraus entständen Widersprüche gegen die Zentrale Leitung und die RKJ werde immer stärker. Die RKJ rief zu einem eigenen Block mit eigenen Parolen auf der DGB-Demonstration auf.
Quellen: Basis Nr.1,Köln Mai 1971; KJO Spartacus:Nationales Internes Bulletin Nr.7,o.O. Juni 1971; Roter Morgen Nr.5,Hamburg Mai 1971; KPD/ML-ZK-OG Köln: 1, Mai '71,Köln o.J. (1971)

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17.10.1971:
Innerhalb der KJO Spartacus erscheint, nach diesem Tage, das 'Interne Diskussions Bulletin' Nr.8/9 (vgl. Feb. 1972). Enthalten ist eine "Einschätzung der ZL zur Maikampagne, vorgelegt zur DK am 12./13.6.71", die allerdings nicht stattfand. Darin betont die ZL u.a., Streit habe es um das Verhalten der Kölner gegeben, die am 1.Mai in andere Städte gefahren waren, während die ZL Köln eigentlich für so wichtig hält, daß man dort am 1.Mai ruhig präsent sein könne.
Quelle: KJO Spartacus:Internes Diskussions Bulletin Nr.8/9,o.O. Okt. 1971

März 1972:
Nach einem Bericht der Kommunistischen Gruppe Köln (KGK) erhält sie Ende März von der Kommunistischen Initiative Köln (KIK) ein Angebot für eine Aktionseinheit zum 1. Mai.
Quelle: Theorie und Praxis Nr.12,Köln Juli 1972,S.51ff

April 1972:
Die Kommunistische Gruppe Köln (KGK) berichtet von ihrer Maikampagne (vgl. März 1972, 26.4.1972), daß sie ihr Aktionsprogramm in einer Auflage von 15 000 herausgegeben habe sowie Branchenzeitungen, "mit deren Aufbau wir Mitte April begonnen hatten" (vgl. 17.4.1972) für Chemieindustrie, Druckindustrie und Metallindustrie. Die Arbeiterversammlung zur Maikomiteegründung sei zwar von einigen fortschrittlichen Kollegen besucht worden, diese hätten aber nicht kontinuierlich mitgearbeitet, im Gegensatz zu den Initiatoren von KGK und Kommunistischer Initiative Köln (KIK) sowie der GIM. Die KIK habe eine eigene Maizeitung herausgegeben.
Quelle: Theorie und Praxis Nr.12,Köln Juli 1972

13.04.1972:
In Köln erscheint die 'Kommunistische Arbeiterpresse' (KAP) der KPD Betriebszelle Ford Nr.2 (vgl. 17.3.1972, 9.5.1972) mit dem Leitartikel "Gegen Reformismus und Revisionismus – Für die revolutionäre Einheit der Arbeiterklasse" zum 1. Mai, wobei die Demonstration in Dortmund stattfindet und in Köln eine Arbeiterrunde für den 22.4.1972 angekündigt wird. Zum 1. Mai wird auch auf Türkisch aufgerufen.
Q: Kommunistische Arbeiterpresse Ford-Köln,Köln 13.4.1972,S.1f

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19.04.1972:
Die KPD berichtet heute über die Maiaktionen ihres KSV und seiner Freunde, es "werden Lehrerstudenten an der PH Rheinland und Medizinstudenten an der Uni Köln ... zur Demonstration in Dortmund aufrufen".
Quelle: Rote Fahne Nr.41,Dortmund 19.4.1972,S.5

22.04.1972:
In Köln will heute die KPD-Zelle Ford ihre Maiveranstaltung durchführen. In der 'Roten Fahne' (RF) vom 19.4.1972 waren genauer Ort und Zeit noch nicht bekannt.
Q: Rote Fahne Nr.41,Dortmund 19.4.1972,S.1 und 3; Kommunistische Arbeiterpresse Ford Nr.2,Köln 13.4.1972,S.2

24.04.1972:
Die Kommunistische Gruppe Köln (KGK) gibt vermutlich in dieser Woche einen Sonderdruck ihrer Branchenzeitungen für die Chemie- ('Zur Sache') (vgl. 17.4.1972), Druck- ('Rote Presse') (vgl. 17.4.1972) und Metallindustrie ('Einheit') (vgl. 17.4.1972) zum 1.Mai heraus. Aufgerufen wird zur Arbeiterversammlung (vgl. 26.4.1972). Beigelegt ist ein Flugblatt zu den Ostverträgen.
Quelle: Theorie und Praxis Nr.12,Köln Juli 1972

27.04.1972:
In Köln gibt die KPD einen 'Rote Fahne' Sonderdruck "Gegen die Regierung des Monopolkapitals" datiert auf April heraus, in der sie von der gestrigen Kundgebung und dem für heute angekündigten Streik bei Ford berichtet sowie zur Maidemonstration in Dortmund aufruft.
Vermutlich wird dieser Sonderdruck auch bei Ford verteilt.
Q: Rote Fahne' Sonderdruck Gegen die Regierung des Monopolkapitals, Köln April 1972

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01.05.1972:
In Köln demonstrieren, laut KB, 8 000 auf der größten 'Mai-Demonstration seit Kriegsende'.

Das "Sozialistische Mai-Komitee, das von der Kommunistischen Initiative (KI) Köln und der Kommunistischen Gruppe Köln (KGK) gebildet und von trotzkistischen Genossen unterstützt wurde, (bildete) einen geschlossenen Block von etwa 300 Personen. Das sozialistische Mai-Komitee hatte dafür zuvor auf der Grundlage eines politischen Aktionsprogramms eine gemeinsame intensive Agitations- und Propagandaarbeit entfaltet. Der Block der Kommunisten war einer der Kernteile der Demonstration und bedeutete einen unzweifelhaften Fortschritt für die Kölner Bewegung."

Laut Kommunistischer Gruppe Köln (KGK) beteiligen sich 500 von 4 000 Demonstranten am Block des von ihr und der Kommunistischen Initiative Köln initierten Maikomitees (MK) (vgl. 26.4.1972), u.a. auch die GIM.
Die KGK verteilt ein Flugblatt.

Zum 1. Mai 1972 erscheinen von der KGK herausgegeben einige Sonderdrucke ihrer Zeitungen: 'Zur Sache' - Zeitung der Kommunistischen Gruppe Köln (KGK) für die Kollegen der Chemischen Industrie, 'Rote Presse' - Zeitung der Kommunistischen Gruppe Köln für die Kollegen der Druckindustrie, 'Einheit' - Zeitung der Kommunistischen Gruppe Köln (KGK) für die Kollegen der Metallindustrie (vgl. 24.4.1972).
Quellen: Arbeiterkampf Nr.19,Hamburg Juni 1972,S.12;
Theorie und Praxis Nr.12,Köln Juli 1972,S.58

09.05.1972:
In Köln erscheint die 'Kommunistische Arbeiterpresse' (KAP) der KPD Betriebszelle Ford Nr.3 (vgl. 13.4.1972, 29.11.1972). Berichtet wird auch vom 1.Mai u.a. aus Dortmund und Düsseldorf sowie aus Köln u.a. von der Festnahme von Verteilern bei Felten und Guillaume (F+G).
Q: Kommunistische Arbeiterpresse Ford Nr.3,Köln 9.5.1972,S.3f

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01.04.1973:
Die KPD berichtet vermutlich von heute:"
Im 'Maikomitee' Köln werden zum größten Teil Ford-Kollegen (IGM-Bereich,d.Vf.) gegen die Einführung der kapitalistischen Stufenausbildung kämpfen und zusammen mit ihren türkischen Kollegen gegen die Spaltung von deutschen und ausländischen Arbeitern vorgehen."
Quelle: Rote Fahne Nr.15,Dortmund 11.4.1973,S.7

05.04.1973:
Die Zelle Ford Köln der KPD gibt ihre 'Kommunistische Arbeiterpresse' (KAP) Nr.11 (vgl. 25.1.1973, 11.5.1973) mit einem Umfang von sechs Seiten DIN A 4 und dem Leitartikel "Vorwärts zum 1. Mai" heraus, wobei zum 1. Mai auch auf Türkisch aufgerufen wird.
Q: Kommunistische Arbeiterpresse Ford Nr.11,Köln 5.4.1973,S.1ff

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13.04.1973:
Eine Maiveranstaltung des KJV der KPD war für heute in Köln angekündigt worden.
Quelle: Rote Fahne Nr.14,Dortmund 4.4.1973,S.2

26.04.1973:
Eine Maiveranstaltung der Ortsgruppe Köln der LgdI der KPD war für heute angekündigt worden.
Quelle: Rote Fahne Nr.14,Dortmund 4.4.1973,S.2

30.04.1973:
Eine Maiveranstaltung der KPD war für heute in Köln angekündigt worden.
Quelle: Rote Fahne Nr.14,Dortmund 4.4.1973,S.2

01.05.1973:
In Köln tritt auf der DGB Demonstration, laut KABD, u.a. die KPD auf. Man selbst beginne dort gerade erst mit der Arbeit. Der Demonstrationsblock des KABD wird, laut RJ/ML, abgeriegelt.

Laut KB Bremen kommen ca. 2 000 Menschen zusammen. An der Demonstration nimmt auch ein 'roter Block' teil. "Nach Schluß der Kundgebung blieben trotz Dauerregen über 1 200 Menschen, um sich die 1. Mai-Rede der Kommunistischen Gruppe Köln anzuhören." Die KG Köln hatte sich zuvor, laut KG Hamburg, im eigenen Block an der DGB Demonstration beteiligt.

Laut SAG beteiligen sich 2 000 an der Demonstration des DGB, u.a. auch die DruPa.

In Köln bilden, laut KPD, ihre Anhänger einen oppositionellen Block. Das oppositionelle Maikomitee der KPD arbeitet u.a. bei Ford Merkenich, in der IG Metall (IGM), bei Felten und Guillaume, in der Chemieindustrie und bei Bayer Leverkusen.
Quellen: Rote Fahne Nr.18,Dortmund 2.5.1973,S.3;
Revolutionäre Gewerkschaftsopposition Nr.4,Dortmund Juni 1973;
Klassenkampf Nr.24,Frankfurt Juni 1973;
Wahrheit Nr.5/6,Bremen ***1973,S.10;
Hamburger Arbeiter Zeitung 1. Mai-Extra,Hamburg Mai 1973,S.2;
Rebell Nr.5,Tübingen Mai 1973;
Rote Fahne Nr.5,Tübingen Mai 1973

11.05.1973:
Die Zelle Ford Köln der KPD gibt ihre 'Kommunistische Arbeiterpresse' (KAP) Nr.12 (vgl. 5.4.1973, 26.8.1973) mit dem Leitartikel "Trotz Verbot – der 1. Mai bleibt rot" heraus.
Q: Kommunistische Arbeiterpresse Ford Nr.12,Köln 11.5.1973,S.1

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01.04.1974:
In Köln wird vermutlich in dieser Woche, laut und mit KPD, ein Maikomitee (MK) oppositioneller Gewerkschafter gegründet, welches einen oppositionellen Block beim DGB bilden will. Auch die Zellen des KJV arbeiten mit.
Quellen: Rote Fahne Nr.15,Dortmund 10.4.1974;
Kämpfende Jugend Nr.8,Dortmund 24.4.1974

14.04.1974:
Heute möchte die KPD/ML in Köln-Ehrenfeld eine Veranstaltung 'Vorwärts zum roten 1.Mai' durchführen.
Quelle: Roter Morgen Nr.13,Dortmund 30.3.1974

22.04.1974:
In Köln geben die KPD und ihr KJV vermutlich in dieser Woche ein Flugblatt mit einem Bild vom Streik bei Ford und ihrem "Aufruf zum 1. Mai!" bzw. zur regionalen Demonstration in Dortmund heraus.
Q: KPD, KJV: Aufruf zum 1. Mai!,Köln o. J. (1974)

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22.04.1974:
Vermutlich in dieser Woche gibt das Oppositionelle Gewerkschaftliche Maikomitee Köln / Leverkusen der KPD eine Broschüre "1. Mai Internationaler Kampftag der Arbeiterklasse" mit 16 Seiten DIN A4 heraus. Eingegangen wird auf die Metalltarifrunde (MTR) der IG Metall (IGM), auf die Mitbestimmungsforderungen des DGB, auf die Geschichte des 1. Mai, auf das Stabilitätsgesetz und auf den 1. Mai 1973 in Köln sowie mit Hilfe der 'Roten fahne' der KPD über den IG Metall-Ortsvorstand Köln. Berichte kommen von Bayer Leverkusen, von Bauer-Druck Köln, von Ford Köln und von einem Jungarbeiter über die Lehrstellensuche.
Quelle: Oppositionelle Gewerkschaftliche Maikomitee Köln / Leverkusen: 1. Mai Internationaler Kampftag der Arbeiterklasse,Köln o. J. (1974)

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27.04.1974:
In Köln-Nippes möchte die KPD/ML eine Maiveranstaltung durchführen.
Quelle: Roter Morgen Nr.17,Dortmund 27.4.1974

28.04.1974:
In Köln-Kalk möchte die KPD/ML eine Maiveranstaltung durchführen.
Quelle: Roter Morgen Nr.17,Dortmund 27.4.1974

29.04.1974:
In Köln-Ehrenfeld findet, laut KPD/ML (vgl. 18.5.1974), eine Veranstaltung statt, auf der u.a. für die Maikampagne der KPD/ML gespendet wird.
Quelle: Roter Morgen Nr.20,Dortmund 18.5.1974

01.05.1974:
In Köln demonstrieren, laut RJVD, 6 000. KABD und RJVD führen eine Veranstaltung durch.
Laut KPD beteiligen sich 3 000 an der DGB-Demonstration, darunter ein roter Block mit 300 Leuten vom Maikomitee (MK) oppositioneller Gewerkschafter, welches von Mitgliedern der IGM, DruPa, CPK und ÖTV aus Köln und Leverkusen gebildet wurde.
KPD, KSV und LgdI führen eine Maiveranstaltung durch, auf der auch die CISNU Iran vertreten ist.

Laut KBW demonstrieren ca. 4 OOO Menschen und nehmen an einer Kundgebung des DGB teil:"
Im Anschluß an die DGB-Kundgebung führte die Ortsgruppe Köln des KBW eine Kundgebung durch. Gut 1 2OO Menschen waren geblieben, um sich die Kundgebung anzuhören. Im Mittelpunkt der Rede des KBW-Genossen stand die Frage der Perspektive unseres Kampfes, die Frage der politischen Macht und des Weges zum Sozialismus"

Innerhalb des Spartacusbundes (SpB) berichtet das ZK (vgl. 25.5.1974):"
KÖLN/BONN: die OG ging davon aus, das auf Grund der zu erwartenden und angekündigten Polizeieinsätze auf der 1.Mai Demo, ein eigener Block nicht möglich wäre (NRW-RK selbige Einschätzung). Dies wurde aber durch einen völlig unbehelligten GIM-Block widerlegt!"

In Köln möchte die KPD/ML heute eine Maiveranstaltung durchführen.
Quellen: Roter Morgen Nr.17,Dortmund 27.4.1974;
Spartacusbund:Internes Bulletin Nr.8,o.O. Juli 1974;
Kommunistische Volkszeitung Nr.10,Mannheim 15.5.1974;
Rote Fahne Nr.18,Dortmund 2.5.1974;
Kämpfende Jugend Nr.9,Dortmund 8.5.1974;
Rebell Nr.5,Tübingen Mai 1974

28.04.1975:
In Köln will die KPD/ML eine Maiveranstaltung durchführen.
Quelle: Roter Morgen Nr.17,Dortmund 26.4.1975

01.05.1975:
In Köln führt der KBW, nach eigenen Angaben (vgl. 7.5.1975), eine Demonstration und/oder eine Kundgebung mit 1 500 Teilnehmern durch.
Quelle: Kommunistische Volkszeitung Nr.18,Mannheim 7.5.1975

27.04.1976:
In Köln führt die KPD eine Maiveranstaltung durch.
Quellen: Rote Fahne Pressedienst Nr.18,Köln 4.5.1976;
Rote Fahne Nr.16, 17 und 18,Köln 21.4.1976, 28.4.1976 bzw. 5.5.1976

01.05.1976:
1. Mai Demonstration in Köln.
Laut KB nehmen ca. 5 000 Menschen an einer DGB-Demonstration teil.
"Nach deren Ende hielt der KBW durch andere Lautsprecher eine Rede in Richtung der abrückenden Menschen."

An den Maiaktionen beteiligen sich, laut AB, auch Soldaten in Uniform.

Auf der DGB-Demonstration bildet die KPD, nach eigenen Angaben, einen oppositionellen Block.
Quellen: Rote Fahne Nr.19,Köln 12.5.1976,S.11;
Kommunistische Arbeiterzeitung Nr.86,München 2.5.1976;
Arbeiterkampf Nr.80,Hamburg 14.5.1976,Beilage

01.05.1977:
1. Mai Demonstration in Köln.
Laut KB kommen ca. 3 500 Menschen DGB-Demonstration zusammen, "davon noch etwa 1 000 Linke ... Stärkste Fraktion der Linken war die KPD, die dazu regional mobilisierte (etwa 300 - 400). Der KBW war mit etwa 150 bis 200 Anhängern in mehreren kleinen Trupps vertreten und mit jeweils 100 bis 150 Teilnehmern traten ein Frauenblock und ein Block von AKW-Gegnern auf. Der KB nahm in Aktionseinheit mit CISNU (Iran,d.Vf.), Arbeiter- und Studentenverein der Türkei, ÄSU (Äthiopier) und GIM ebenfalls an der Demo teil, wenn auch mit geringer Wirkung."

Zur Demo der KPD nach der DGB-Kundgebung auf dem Neumarkt und zur Abschlußkundgebung um 13 Uhr auf dem Lenauplatz in Ehrenfeld rief der Zentralvorstand (ZV) der Roten Hilfe (RH) e.V. der KPD (vgl. 25.4.1977) oder zumindest deren OG Köln auf.

Die Gruppe Arbeiterstimme-Mehrheitsgruppe (vgl. 26.6.1977) berichtet, dass von 3500 Leuten über 1 000 Linke waren.
Quellen: Arbeiterstimme Nr.3/4,Nürnberg 26.6.1977;
RH e.V.-ZV:1.Mai 1977,Köln o.J. (1977),S.6;
Arbeiterkampf Nr.104,Hamburg 16.5.1977,S.11

01.05.1978:
1. Mai in Köln. Laut KB beteiligen sich an der DGB-Demonstration ca. 3 000 Menschen:"
Die Linke war insgesamt mit ca. 2 000 Leuten vertreten, darunter 800 Ausländer (Griechen, Türken, Palästinenser, Chilenen), die in kämpferischen Blöcken gingen ... Die KPD machte am Rande der Kundgebung einige Beiträge vor 500 Zuhörern."
Quelle: Arbeiterkampf Nr.129,Hamburg 16.5.1978,S.14

01.05.1979:
Laut KB beteiligen sich in Köln an einer DGB-Demonstration ca. 4 000 Menschen:"
Verschiedene Initiativen trugen oppositionelle Transparente mit, außerdem gab es einen Anti-AKW-Block und einen kleinen Bunte-Liste Block. Für eine Aktionseinheit hatte es keine Bemühungen gegeben. Die KB-Gruppe verharrte weitgehend in Untätigkeit."
Quelle: Arbeiterkampf Nr.153,Hamburg 14.5.1979,S.15

01.05.1980:
Laut KB beteiligen sich an einer 1. Mai-Demonstration des DGB in Köln ca. 8 000 Menschen. Eine geplante Demonstration der Kölner Linken kam nicht zustande.
Quelle: Arbeiterkampf Nr.176,Hamburg 5.5.1980,S.5

Letzte Änderungen: 11. Mai 2010

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