Düsseldorf:
Kommunistische Arbeiterpresse Mannesmann

Materialien zur Analyse von Opposition

Von Jürgen Schröder, Berlin, 6.1.2013

Die hier bisher leider nur sehr lückenhaft (wir bitten um Ergänzungen) dokumentierte Düsseldorfer 'Kommunistische Arbeiterpresse - Ausgabe Mannesmann' für die Düsseldorfer Mannesmann-Werke war eine der ersten Betriebszeitungen der KPD, vor allem aber eine der allerersten außerhalb Westberlins.

Während die ersten Ausgaben noch zentral und aufwändig gedruckt wurden, sind die letzten hier vorgestellten Ausgaben offenbar mit weit weniger großem Aufwand am Ort bzw. regional erstellt worden.

Immer wieder deutlich wird die enge Bindung der Zelle der KPD zu den Lehrlingen.

Als Herausgeber tritt zwar die KPD-Zelle MRW-Lierenfeld auf, verteilt wurde die Zeitung aber vermutlich auch vor den Mannesmann Röhrenwerken in Rath.

Liste der als Scans vorhandenen Zeitungen

Auszug aus der Datenbank „Materialien zur Analyse von Opposition“ (MAO)

19.07.1971:
Die KPD gibt ihre erste 'Kommunistische Arbeiterpresse' bei Mannesmann (MM) Düsseldorf (vgl. Aug. 1971) vermutlich frühestens in dieser Woche mit dem Leitartikel zur MTR: "Bereiten wir uns auf die kommende Metall-Tarifrunde vor!" heraus.

Berichtet wird aus der IGM Düsseldorf (vgl. 1.7.1971) sowie aus den Werken Rath (vgl. 7.7.1971) und Lierenfeld (vgl. 15.7.1971). Erläutert werden "Die Aufgaben der Betriebszelle Mannesmann und ihrer Betriebszeitung, der Kommunistischen Arbeiterpresse". Protestiert wird gegen die werksinterne "Milchpreiserhöhung" durch die Firma Galco, die die Automaten betreut.
Quellen: Kommunistische Arbeiterpresse Mannesmann Nr. 1, Düsseldorf Juli 1971; Rote Fahne Nr. 23, Berlin 13.8.1971, S. 4

August 1971:
Vermutlich im August gibt in Düsseldorf die Betriebszelle Mannesmann (MM) der KPD die Nr. 2 ihrer 'Kommunistischen Arbeiterpresse' (vgl. 19.7.1971, 13.9.1971) heraus.
Auf August datiert erscheint auch ein Sonderdruck "Zur Belegschaftsversammlung bei Mannesmann".
Q: Kommunistische Arbeiterpresse Mannesmann Sonderdruck, Düsseldorf Aug. 1971; Rote Fahne Nr. 24, Berlin 27.8.1971

13.09.1971:
Vermutlich Anfang dieser Woche gibt in Düsseldorf die Betriebszelle Mannesmann (MM) der KPD die Nr. 3 ihrer 'Kommunistischen Arbeiterpresse' (vgl. Aug. 1971, 27.9.1971) mit dem Leitartikel "Kampf den Stillegungsversuchen – Kampf dem Lohnraub" zur Umstrukturierung des Mannesmannkonzerns, die auch das Werk Remscheid betrifft, heraus. Eine Arbeiterkorrespondenz berichtet von der "Belegschaftsversammlung in Lierenfeld", ein Artikel äußert sich "Zu den jüngsten Verleumdungen und Angriffen gegen die KPD", die sowohl von der IGM-Ortsverwaltung als auch der DKP erfolgten. Aufgerufen wird zur Kampfveranstaltung zur Metalltarifrunde (MTR – vgl. 16.9.1971).
Q: Kommunistische Arbeiterpresse Mannesmann Nr. 3, Düsseldorf Sept. 1971

27.09.1971:
Vermutlich Anfang dieser Woche gibt in Düsseldorf die Betriebszelle Mannesmann (MM) der KPD die Nr. 4 ihrer 'Kommunistischen Arbeiterpresse' (vgl. 13.9.1971, 11.10.1971) mit dem Leitartikel "Das Ergebnis der Geheimverhandlungen zwischen Werksleitung und Betriebsrat – Neuer Lohnabbau und Arbeitshetze" zur Stopfenstraße heraus.

Berichtet wird von der Kampfveranstaltung zur Metalltarifrunde (MTR – vgl. 16.9.1971), auf der auch gegen das Massaker in Attica (USA – vgl. 14.9.1971) protestiert wurde. Aufgerufen wird zum BVG: "Kampf dem arbeiterfeindlichen Betriebsverfassungsgesetz". Eine Arbeiterkorrespondenz kommt von einem ausgelernten Betriebsschlosser aus Lierenfeld, der nun im Werk Düsseldorf-Rath arbeiten muss.
Q: Kommunistische Arbeiterpresse Mannesmann Nr. 4, Düsseldorf Sept. 1971

11.10.1971:
Bei Mannesmann Düsseldorf gibt die KPD vermutlich in dieser Woche die Nr. 5 ihrer 'Kommunistischen Arbeiterpresse' (KAP - vgl. 27.9.1971, Nov. 1971) mit dem Leitartikel zur MTR bzw. STR "Sofortige Urabstimmung! Kündigung aller Schlichtungsvereinbarungen" heraus.

Zur Jugendvertretung (JV - vgl. Mai 1971, Nov. 1971) heißt es:"
SCHLUSS MIT DER HETZE GEGEN FORTSCHRITTLICHE JUGENDVERTRETER

Seit Mai gibt es im Werk Lierenfeld eine neue Jugendvertretung, seit Mai merken die Kollegen - und nicht nur die Jugendlichen -, daß eine neue Jugendvertretung existiert. Erstmals seit geraumer Zeit wurde die Ausbeutung der Lehrlinge als billige Arbeitskräfte angeprangert, wurden die Mißstände in der Ausbildung benannt, wurden von den jugendlichen Kollegen Forderungen aufgestellt und zum Teil schon durchgesetzt. Seit ungefähr einem halben Jahr (vgl. Apr. 1971, d.Vf.) arbeitet unter Mitwirkung von zwei Jugendvertretern die IG-Metall-Jugendgruppe, die schon am 1.Mai unter den Losungen 'Kampf dem arbeiterfeindlichen Betriebsverfassungsgesetz (BVG, d.Vf.) - Gleicher Lohn für deutsche und ausländische Arbeiter - Gleicher Lohn für Männer und Frauen - 500 DM Existenzlohn und Streikrecht für Lehrlinge' für die Interessen aller Kollegen eintrat.

Trotzdem wurde ihre offizielle Anerkennung durch den Ortsjugendausschuß der IG-Metall erst letzte Woche wieder hinausgezögert.
Und seit Mai hört man auf Jugendversammlungen und in der Lehrwerkstatt Sätze wie: Es gibt im Prinzip keinen Unterschied zwischen älteren und jungen Arbeitern - oder - worauf es ankommt, ist der gemeinsame Kampf aller Arbeiter, der alten und der jungen.
Es ist klar, daß so etwas bestimmten Leuten nicht paßt, und es ist eine alte Erfahrung, daß fortschrittlichen Arbeitern, die sich für ihre Kollegen einsetzen, immer wieder Knüppel zwischen die Beine geworfen werden. Aber wie in letzter Zeit einige Leute - allen voran die Betriebsräte Kielholz (CDU), Lurz (SPD), Hammer (SPD) und Daniel (CDU) - die Auseinandersetzung mit zwei Kollegen aus der Jugendvertretung führten, das verdient wirklich, allen Kollegen vor Augen geführt zu werden.
Seit einigen Wochen versuchten diese bei jeder sich bietenden Gelegenheit, die Lehrlinge und Jungarbeiter gegen zwei fortschrittliche Jugendvertreter aufzuhetzen: Man solle einen Mißtrauensantrag stellen und die beiden abwählen. Bezeichnend ist, daß sie dies immer nur dann versuchten, wenn keiner der Jugendvertreter anwesend war, denn sie wußten genau, daß sie in einer Diskussion vor allen Lehrlingen - die Möglichkeit dazu bestand - sachliche Argumente benötigt hätten, um ihre Hetze zu rechtfertigen. Und die gab und gibt es nicht.

In dieselbe Kerbe schlug der dritte Jugendvertreter Donath (SPD), der zwar hinter dem Rücken seiner Kollegen hetzte, ihnen aber nie offen etwaige Bedenken ins Gesicht zu sagen wagte. Stattdessen versuchte man es klammheimlich: Eines Tages erschien der Sohn des Betriebsrats Kielholz (!) und erwähnte unvorsichtigerweise, daß er am nächsten Tag Unterschriften für einen Mißtrauensantrag gegen die zwei Jugendvertreter sammeln wolle. Als Antwort auf dieses Vorhaben unterzeichneten bis jetzt fast zwei Drittel aller Lehrlinge und Jungarbeiter eine Entschließung, in der das Vorgehen einiger Betriebsräte verurteilt, den beiden Jugendvertretern das Vertrauen ausgesprochen und der Jugendvertreter Donath zum Rücktritt aufgefordert wird, er habe lange genug als Jugendvertreter geschwiegen.

Als dies bekannt wurde, verbot der Betriebsratsvorsitzende Rettig das weitere Sammeln von Unterschriften mit der Begründung, die Unterschriftensammlung störe den Betriebsfrieden. Des weiteren drohte er mit dem Arbeitsgericht.

Bezeichnend an diesen Vorfällen ist die Einmütigkeit, mit der SPD- und CDU-Betriebsräte versuchen, einem Kollegen einen Posten zu erhalten, auf dem dieser schon seit zwei Jahren nichts anderes getan hat, als ihn schweigend mit seiner Masse auszufüllen. Bezeichnend ist weiterhin, daß sie versuchen, einen Keil zwischen die Jugendlichen und die Jugendvertreter zu treiben, die aktiv die Interessen der Kollegen vertreten. Doch bisher haben die Betriebsräte das Gegenteil von dem erreicht, was sie vorhatten: Als nächste Schritte fordern die Lehrlinge und Jungarbeiter:

EINBERUFUNG EINER JUGENDVERSAMMLUNG!
NEUWAHLEN VON FÜNFJUGENDVERTRETERN!
SOFORTIGER RÜCKTRITT DES JUGENDVERTRETERS KLAUS DONATH!"

Berichtet wird auch aus Hagen von Klöckner und SSW (vgl. 4.10.1971), vom Streik bei Opel Bochum (vgl. 6.10.1971) und enthüllt wird: "Werkswohnungen: keine sozialen Leistungen, sondern zusätzliche Profite für die Mannesmann-Kapitalisten". Zur Fahrtkostenbeteiligung heißt es: "Weiterer Abbau der sozialen Leistungen". Berichtet wird aus der IGM Düsseldorf (vgl. 6.10.1971).
Q: Kommunistische Arbeiterpresse Mannesmann Nr. 5, Düsseldorf Okt. 1971

November 1971:
Bei Mannesmann Düsseldorf gibt die KPD vermutlich im November die Nr. 6 ihrer 'Kommunistischen Arbeiterpresse' (KAP - vgl. 11.10.1971, 1.12.1971) heraus.
Q: Kommunistische Arbeiterpresse Mannesmann Nr. 5 und 7, Düsseldorf Okt. 1971 bzw. Dez. 1971

01.12.1971:
Bei Mannesmann Düsseldorf gibt die KPD vermutlich Mitte dieser Woche die Nr. 7 ihrer 'Kommunistischen Arbeiterpresse' (KAP - vgl. Nov. 1971, 20.12.1971) für Dezember mit dem Leitartikel "Die Mannesmannkapitalisten rüsten für die Krise. Sicherung der Profite durch Abbau der sozialen Leistungen" heraus, der für die Betriebsversammlung am 4.12.1971 zur Aufstellung von Übergangsforderungen aufruft und auch auf die Automaten der Firma Galco eingeht, stattdessen eine Kantine fordert.

Erstattet wird vom 12.11.1971 ein "Bericht von der Kampfveranstaltung der KPD zum Betriebsverfassungsgesetz". Geschildert wird auch ein "Neuester Angriff der SPD-Stadtverwaltung auf die werktätige Bevölkerung: Die Erhöhung der Strom- und Gaspreise".

Eine Arbeiterkorrespondenz berichtet: "Jugendvertreter zurückgetreten, um SPD-Leisetreter abwählen zu können", aus dem 'Hammer' der IGM-Jugendgruppe wird nachgedruckt das "Kampfprogramm für die Jugendvertretung".

Die LgdI ruft zu Spenden auf: "Helft die Flutkatastrophe in der Demokratischen Republik Vietnam zu überwinden!", aber auch zur Vietnam-Filmveranstaltung (vgl. 4.12.1971).
Q: Kommunistische Arbeiterpresse Mannesmann Nr. 7, Düsseldorf Dez. 1971

20.12.1971:
Bei Mannesmann Düsseldorf gibt die KPD vermutlich Anfang dieser Woche die Nr. 8 ihrer 'Kommunistischen Arbeiterpresse' (KAP - vgl. 1.12.1971, Jan. 1972) für Dezember, die uns bisher nur beschädigt vorlag, mit dem Leitartikel zur MTR: "Gegen die bundesweite Durchsetzung des 7, 5-Verrats – Proteststreiks" heraus. Angekündigt wird zur BKK: "Ab 1. Januar: Erhöhung der Krankenkassenbeiträge – Beibehaltung der alten Leistungen". Zu den Urlaubsplänen heißt es: "Wir lassen uns unseren Urlaub nicht diktieren!". Eine Arbeiterkorrespondenz aus dem Werk Lierenfeld stellt fest: "Alle reden vom Abbau sozialer Leistungen – nur der Betriebsrat nicht. Bericht von der Betriebsversammlung", die am 4.12.1971 stattfand. Eine zweite Arbeiterkorrespondenz behandelt den Zwangsurlaub zu Heiligabend und Sylvester bzw. die dafür verordnete Samstagsarbeit: "Zwei Rausholtage – trotz Zulagen ein Weihnachtsgeschäft für die MM-Bosse". Berichtet wird auch "Stadtteilkomitee in Eller-Lierenfeld gegründet" (vgl. 28.11.1971).

Berichtet wird über "Stahlwerker als Ärzte. Die Organisierung der Medizinischen Versorgung in der Volksrepublik China". Zu Bangla Desh wird gefragt: "Was sind die Kriegsziele der indischen Reaktionäre?".

Zu den Fahrpreiserhöhungen sowie den Erhöhungen der Gaspreise und Strompreise wird aufgerufen: "Kampf der staatlichen Preistreiberei! Den Kampf gegen die Preistreiberei verbinden mit dem Kampf um höhere Löhne".
Q: Kommunistische Arbeiterpresse Mannesmann Nr. 8, Düsseldorf Dez. 1971

16.02.1972:
Bei den Mannesmann Röhrenwerken Düsseldorf-Lierenfeld gibt die KPD Nr. 10 ihrer 'Kommunistischen Arbeiterpresse' (KAP - vgl. Jan. 1972, 21.2.1972) mit dem Leitartikel zu den Betriebsratswahlen (BRW): "Raus mit Rettig, Stoffels, Hammer und Co.! Wählt fortschrittliche Betriebsräte!" heraus.

Zur AAB erscheint eine "Arbeiterkorrespondenz zur analytischen Arbeitsplatzbewertung". Der Artikel "Gegen den Verrat des Betriebsrats an unseren Forderungen. Raus mit der Galco – Für eine bezuschußte MM-Kantine!" fordert eine außerordentliche Betriebsversammlung und setzt sich ein: "Für ein starkes Kampfkomitee!". Von den Jugendvertreterwahlen (JVW) am 16./17. Januar 1972 wird berichtet: "Sieg der fortschrittlichen Jugendvertreter bei Mannesmann-Lierenfeld". Aufgerufen wird zur "Solidarität mit dem Kampf der Wittener Kollegen!" (vgl. 12.2.1972). Berichtet wird von der Gründung des Landesverbandes NRW der LgdI (vgl. 15.1.1972) und aufgerufen zu deren Vietnamkampagne (vgl. 18.2.1972, 19.2.1972).
Q: Kommunistische Arbeiterpresse Mannesmann Röhrenwerke Lierenfeld Nr. 10, Düsseldorf 16.2.1972

01.03.1972:
Bei den Mannesmann Röhrenwerken Düsseldorf-Lierenfeld gibt die KPD Nr. 11 ihrer 'Kommunistischen Arbeiterpresse' (KAP - vgl. 21.2.1972, 29.3.1972) mit dem Leitartikel "Auf zwei Jahre Stillegungen und Rationalisierungen kann unsere Antwort nur heißen: Keine Stillegungen auf dem Rücken der Belegschaften!" heraus. Zu den Betriebsratswahlen (BRW) wird verlangt: "Keine Neuwahl des alten Betriebsrats" sowie eine Betriebsversammlung noch vor der Wahl.

In der "Erklärung der Redaktion zum neuen Titel der Kommunistischen Arbeiterpresse" wird darauf hingewiesen, dass weiterhin Berichte aus dem Werk Düsseldorf-Rath veröffentlicht werden und man sich auch dort für die Bildung einer eigenen Betriebszelle der KPD stark mache.

Zur seit sechs Monaten nicht mehr erschienenen Betriebszeitung der DKP 'Rohrwerker' heißt es: "Erscheinen des Rohrwerkers eingestellt: Erneute Bankrotterklärung der DKP".

Der Artikel "Geschlossen vorwärts" berichtet von der 4. Parteikonferenz der KPD (vgl. 5.2.1972), der Artikel "Alles für den Sieg des kämpfenden Vietnam" von der Vietnamdemonstration (vgl. 19.2.1972).
Q: Kommunistische Arbeiterpresse Mannesmann Röhrenwerke Lierenfeld Nr. 11, Düsseldorf 1.3.1972

29.03.1972:
Bei den Mannesmann Röhrenwerken Düsseldorf-Lierenfeld gibt die KPD Nr. 12 ihrer 'Kommunistischen Arbeiterpresse' (KAP - vgl. 1.3.1972, 11.4.1972) mit dem Leitartikel "Vorwärts zum 1. Mai!" heraus. Angeprangert wird: "Das Lohn- und Prämiensystem bei MM – ein Mittel zur Spaltung der Arbeiterklasse!", gefordert wird eine "Belegschaftsversammlung noch vor der Betriebsratswahl" (BRW). Berichtet wird von der Vertreterversammlung der IGM (vgl. 25.3.1972). Enthüllt wird zu den Ostverträgen u.a. mit der SU: "Moskauer Vertrag: Ein Geschäft auf Kosten der sowjetischen und deutschen Arbeiterklasse".

Erstmals gibt es eine Jugendseite, die unter dem Motto "Dem kommunistischen Jugendverband entgegen!" die eine Arbeiterkorrespondenz eines Schlosserlehrlings enthält und über die verweigerte Fahrgeldrückerstattung für die technische Zeichner-Lehrlinge berichtet.
Q: Kommunistische Arbeiterpresse Mannesmann Röhrenwerke Lierenfeld Nr. 12, Düsseldorf 29.3.1972

11.04.1972:
Bei den Mannesmann Röhrenwerken Düsseldorf-Lierenfeld gibt die KPD Nr. 13 ihrer 'Kommunistischen Arbeiterpresse' (KAP - vgl. 29.3.1972, 26.6.1972) mit dem Leitartikel "Betriebsratswahlen: der Stein, den sie erhoben haben, wird auf ihre eigenen Füsse fallen!" zu den BRW heraus. Aufgerufen wird: "Es lebe der 1.Mai" (vgl. 16.4.1972).

Veröffentlicht werden das "Kampfprogramm für MRW Lierenfeld" sowie vom Maikomitee der "Brief einer Verteilerin über die Vorfälle am 6.4."
Q: Kommunistische Arbeiterpresse Mannesmann Röhrenwerke Lierenfeld Nr. 13, Düsseldorf 11.4.1972

26.06.1972:
Bei den Mannesmann Röhrenwerken Düsseldorf-Lierenfeld gibt die KPD vermutlich in dieser Woche einen Sonderdruck ihrer 'Kommunistischen Arbeiterpresse' (KAP - vgl. 11.4.1972, 10.7.1972) unter dem Titel "Unser Kampf gegen die Mieterhöhungen" heraus.
Q: Kommunistische Arbeiterpresse Mannesmann Röhrenwerke Lierenfeld Sonderdruck Unser Kampf gegen die Mieterhöhungen, Düsseldorf o. J. (1972)

10.07.1972:
Bei den Mannesmann Röhrenwerken Düsseldorf-Lierenfeld gibt die KPD Nr. 17 ihrer 'Kommunistischen Arbeiterpresse' (KAP - vgl. 11.4.1972, 14.8.1972) mit dem Leitartikel "2 Möglichkeiten für den Kranbetrieb: Kampf oder Umorganisierung" heraus. Berichtet wird "SPD-Polizei erschiesst Duisburger Arbeiter" (vgl. 4.7.1972). Vom Betriebsrat wird berichtet über dessen "Vertrauensvolle Zusammenarbeit" mit der Geschäftsleitung. Geschildert wird "Lebensläufe ausgesuchter Arbeiterverräter. Alfred Kielholtz. Die Früchte 'harter' Betriebsratsarbeit". Zur Leistungsprämie heißt es: "Mehr Lohn – aber nicht so".

In "Die Sache des vietnamesischen Volkes ist auch unsere Sache!" wird berichtet von der Arbeiterrunde der KPD in Düsseldorf dazu (vgl.
Q: Kommunistische Arbeiterpresse Mannesmann Röhrenwerke Lierenfeld Nr. 17, Düsseldorf 10.7.1972

14.08.1972:
Bei den Mannesmann Röhrenwerken Düsseldorf-Lierenfeld gibt die KPD vermutlich in dieser Woche die Nr. 18 ihrer 'Kommunistischen Arbeiterpresse' (KAP - vgl. 10.7.1972, 6.11.1972) mit dem Leitartikel "Investition für Kantinenraum abgelehnt. Sozialer Abbau im Namen der Mitbestimmung" heraus. Berichtet wird "KJV gegründet" (vgl. 9.7.1972), wobei auch dessen Jugendbetriebszelle im Werk erwähnt wird. Aus Duisburg wird berichtet vom Streik bei Mannesmann Huckingen (vgl. 9.8.1972). Ein "Brief eines jugoslawischen Arbeiters" prangert die Verhältnisse in Jugoslawien an. Zur DKP erscheint der Artikel "Chinas Diplomatie und das Gezeter der Revisionisten".
Q: Kommunistische Arbeiterpresse Mannesmann Röhrenwerke Lierenfeld Nr. 18, Düsseldorf o. J. (1972)

06.11.1972:
Bei den Mannesmann Röhrenwerken Düsseldorf-Lierenfeld gibt die KPD vermutlich Anfang dieser Woche einen Sonderdruck ihrer 'Kommunistischen Arbeiterpresse' (KAP - vgl. 14.8.1972, 11.1.1973) zu den Bundestagswahlen (BTW) unter dem Titel "Unsere Antwort auf den bürgerlichen Wahlbetrug: Kampfprogramm für die MM-Belegschaft!" mit einem Aufruf zur morgigen Arbeiterrunde heraus.
Q: Kommunistische Arbeiterpresse Mannesmann Röhrenwerke Lierenfeld Sonderdruck Unsere Antwort auf den bürgerlichen Wahlbetrug: Kampfprogramm für die MM-Belegschaft!, Düsseldorf o. J. (1972)

11.01.1973:
Bei den Mannesmann Röhrenwerken Düsseldorf-Lierenfeld gibt die KPD die Nr. 23 ihrer 'Kommunistischen Arbeiterpresse' (KAP - vgl. 6.11.1972, 28.5.1973) mit dem Leitartikel "Streik!" zur Stahltarifrunde (STR) heraus. Aufgerufen wird: "1 Stundenlohn für Vietnam" sowie zur Vietnamdemonstration in Bonn am 14.1.1973.
Eingeladen wird zur heutigen Arbeiterrunde.

In der Rubrik "Kollegen berichten:" wird gefragt: "Arbeitsunfälle – Schuld der Kollegen???". Kundgetan wird zur KJP des KJV (vgl. 8.1.1973): "Erste Kommunistische Jugendpresse erschienen". Zu den Jugendvertretungswahlen (JVW) wird aufgerufen: "Keine Stimme den Speichelleckern!". Fortgesetzt wird der Artikel "Warum sind in China die Preise stabil?".
Q: Kommunistische Arbeiterpresse Mannesmann Röhrenwerke Lierenfeld Nr. 23, Düsseldorf o. J. (1972)

28.05.1973:
Bei Mannesmann Düsseldorf-Lierenfeld gibt die KPD vermutlich in dieser Woche eine 'Kommunistische Arbeiterpresse' (vgl. 11.1.1973, 24.9.1973) und in der Folge auch Flugblätter für die Abteilung Kaltzieherei heraus.
Q: Rote Fahne Nr. 25, Dortmund 20.6.1973

24.09.1973:
Bei Mannesmann Düsseldorf-Lierenfeld gibt die KPD vermutlich in dieser Woche einen Sonderdruck ihrer 'Kommunistischen Arbeiterpresse' (KAP - vgl. 28.5.1973, Nov. 1973) unter der Schlagzeile "Jetzt müssen alle Abteilungen den Kampf gemeinsam weiterführen" heraus.
Q: Kommunistische Arbeiterpresse Mannesmann Röhrenwerke Lierenfeld Sdr.druck Jetzt müssen alle Abteilungen den Kampf gemeinsam weiterführen, Düsseldorf o. J. (1973)

November 1973:
Die Zelle Mannesmann Düsseldorf-Lierenfeld der KPD gibt vermutlich im November einen Sonderdruck ihrer 'Kommunistischen Arbeiterpresse' (vgl. 28.9.1973) gegen die angekündigten Stillegungen verschiedener Teile des Mannesmann-Konzernes in Düsseldorf, Mülheim, Langenfeld und Solingen heraus, der auch bei Mannesmann Düsseldorf-Rath, Duisburg-Huckingen, Mülheim, Kronprinz Langenfeld und Mannesmann (ex Stahl- und Röhren) Düsseldorf-Reisholz verteilt wird.
Q: Rote Fahne Nr. 47, Dortmund 20.11.1973

November 1973:
Bei Mannesmann in Düsseldorf-Rath wird, laut KPD, vermutlich im November ein Sonderdruck der 'Kommunistischen Arbeiterpresse' der KPD-Zelle Mannesmann Düsseldorf-Lierenfeld gegen die Stillegungspläne von Mannesmann verteilt.
Q: Rote Fahne Nr. 47, Dortmund 20.11.1973

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