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1. Mai in Kiel

Materialien zur Analyse von Opposition

Von Jürgen Schröder, Berlin, 30.4.2009

Die hier erschlossenen Kieler Maiaktionen aus den Jahren 1970 bis 1977 scheinen zunächst maßgeblich durch die Rote Garde Kiel (vgl. 1.5.1970) bzw. später dann die Rote Garde Kiel / ML (vgl. 27.4.1971, 1.5.1971) geprägt zu sein, obwohl sich konkurrierende Fraktionen, wie die Spartacisten, durchaus frühzeitig um die Organisierung weiterer Aktionen bemühen im Bündnis mit u.a. der DKP (vgl. Jan. 1971), allein die Rote Garde scheint die stärkste Gruppe am Ort.

Unsere, wie immer lückenhafte Auswertung, läst die Rote Garde Kiel /ML dann zum 1. Mai 1972, zu dem sie intensiv mobilisierte (vgl. 17.4.1972, 21.4.1972, 26.4.1972) gar als einzig aktive Gruppe erscheinen, einen stattlichen Demonstrationszug organisierend.

Zum 1. Mai 1973 hat sich die Rote Garde der KPD/ML-ZK angeschlossen, die nun die Traditionen der Roten Kieler Maidemonstrationen fortführt (vgl. 1.5.1973) während sich die Szenerie für den 1. Mai 1974 um sowohl KBW als auch KB ergänzt und von der DKP kann die Abgrenzung von den 'maoistischen Spaltern' dargestellt werden (vgl. 29.4.1974).

Während der KBW am 1. Mai 1975 und 1976 zur stärksten Kraft der Kieler radikalen Linken geworden zu sein scheint, hat sich dies vermutlich bis zum vorläufigen Abschluss dieser Darstellung am 1. Mai 1977 wieder verändert.

Auszug aus der Datenbank „Materialien zur Analyse von Opposition“ (MAO)

01.05.1970:
In Kiel gestaltet sich der 1.Mai, laut 'Rote Skizze', so: eine Rote Garde Demonstration habe fast 2 000 Arbeiter, Lehrlinge, Schüler, Studenten und Lehrer (u.a. von Volksschulen) umfaßt.
Diese seien allerdings auch aus vielen Städten der Umgebung gekommen oder durch die RZ an Schulen, Uni und PH mobilisiert worden. Man habe in 3 Blöcke getrennt (RG, Schüler, Studenten) durch Gaarden demonstriert. Die Lehrlinge seien u.a. von Howaldt und Hell gekommen. Ganz allgemein wird anläßlich des Maiberichts noch festgestellt:"
Der bewußteste Teil des Proletariats ist … in Kiel die Rote Garde. Deswegen haben sich alle marxistisch-leninistischen Organisationen an Uni, Schule und PH unter ihre Führung gestellt."
Die RG habe eine Maizeitung erstellt und Flugblätter bei Hell, Howaldt, dem Marinearsenal und in der DGB Jugend (bes. IGM) verteilt.

Mit Maizeitung ist wohl der "AUFRUF - Die ROTE GARDE ruft alle Kieler Lehrlinge, Jungarbeiter und Angestellte auf zur 1.MAI-DEMONSTRATION mit anschließender Kundgebung" gemeint. Die Verantwortung für diesen Aufruf übernimmt Hans Baron. Außer mit dem Berufsbildungsgesetz und dem Krupp Stufenplan beschäftigt man sich u.a. auch noch mit der Entlassung von sechs Lehrlingen (darunter 2 Jugendvertreter) bei Hell.

Eine zweite Maidemonstration sei von DKP, SDAJ, AMS und Arbeitskreis Kieler Arbeiter und Studenten organisiert worden. Bei letzterem handele es sich um den ehemaligen Howaldt-Streikrat, "der korrumpierten Mißgeburt des Kieler Septemberstreiks", in dem "einige Genossen von uns eine überaus unrühmliche Rolle spielten." Die RGK habe nicht in das Aktionskomitee für die Demonstration hineingedurft und sollte so vom 1.Mai ausgeschlossen werden. Aber es kam ganz anders an, denn die zweite Demo sah so aus:"
10 Arbeiter!! Jungsozialisten!! Dann eine Reihe basisloser Cafeteria-Revolutionäre aus der Uni, ein paar Leute aus der Subkultur, dann die uns allen bekannten Führer der reaktionären DSU, Ganschow und Stypmann und … : Die Junge Union! … Die Gruppe wuchs später auf 250 Mann an." Wegen dieser Demo habe es später bei DKP und AMS Austritte gegeben.

Laut IKD beteiligen sich 500 an der Demonstration der Roten Garde Kiel (RGK), wovon je ein Drittel Schüler, Studenten und Lehrlinge waren. Eine Demonstration von Howaldt Arbeitskreis und Jusos, an der sich weitere Gruppen beteiligten, habe 250 Teilnehmer gehabt, darunter 30 bis 40 von den Jusos und 30 von der DKP. An den Berufsschulen seien Flugblätter von IKD, Jusos und RGK verteilt worden.
Quellen: IKD:Internes Bulletin,o.O. Juli 1970; Rote Skizze Nr.3,Kiel Mai 1970; RGK:AUFRUF - Die ROTE GARDE ruft alle Kieler Lehrlinge, Jungarbeiter und Angestellte auf zur 1.MAI-DEMONSTRATION mit anschließender Kundgebung,Kiel o.J. (1970)

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Januar 1971:
In Kiel wird, laut KJO Spartacus, auf ihre eigene Initiative hin, ein Maikomitee gegründet, an dem sich die ÖTV-JG, die HBV-JG, Jusos, die SDAJ und deren Jugendvertreter bei HDW beteiligen. Auch der DGB KJA habe 6 Mitglieder entsandt.
Q: KJO Spartacus:Nationales Internes Bulletin Nr.7,o.O. Juni 1971

27.04.1971:
In Kiel gibt die RG Kiel/ML, die sich unseres Wissens heute erstmals mit dem Namenszusatz 'ML' schmückt ein 12-seitiges Dokument "1.Mai Kampftag der Arbeiterklasse" in einer Auflage von 12 000 unter Verantwortung von Rainer Gebhardt heraus.
Q: RGK/ML:1.Mai Kampftag der Arbeiterklasse,Kiel 27.4.1971

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30.04.1971:
Die RG Kiel/ML gibt erstmals 'Das Bollwerk' – Kommunistische Betriebszeitung für die Arbeiter und Angestellten der HDW heraus. Die Auflage wird mit 6 000 angegeben, die Verantwortung übernimmt Rainer Gebhardt. Außer mit DKP und SDAJ befaßt man sich auch noch mit der Mobilisierung für die eigene Maidemonstration.

Dieser dient ebenfalls ein undatiertes Extrablatt des 'Roten Hellers' (vgl. Apr. 1971, 21.5.1971), für das ebenfalls Rainer Gebhardt verantwortlich ist.
Q: Das Bollwerk Nr.1,Kiel 30.4.1971; Der Rote Heller Extrablatt zum 1.Mai,Kiel o.J. (1971)

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01.05.1971:
In Kiel findet, laut internen Berichten der KJO Spartacus, eine Demonstration des Maikomitees (MK) der Gewerkschaftsjugend statt.

Dieses sei, auf ihre Initiative hin, im Januar gegründet worden. Ein von ihr selbst verfaßter Flugblattentwurf sei im MK und im DGB-KJA verabschiedet worden, nur wurden die Parolen durch den DGB-Kreisvorstand verboten. Daraufhin sei die Mehrheit des MK für eine oppositionelle Demonstration eingetreten. Zur nächsten Sitzung hätten SDAJ und AMS Spartakus ihre Mitglieder mobilisiert, so daß die strittigen Parolen auch im MK abgelehnt worden seien. Transparente mit diesen Parolen seien in der letzten Nacht geklaut worden.

Von den 200 Teilnehmern seien 30 bis 40 im eigenen Block, über 100 aber bei SDAJ/DKP/AMS Spartakus marschiert.

Ziel der Demonstration war die Feier des DGB im Schloß mit 700 Besuchern, von denen auch 150 noch an der anschließenden Diskussion teilnahmen.

Später habe noch eine Demonstration der RG Kiel/ML mit 350 Teilnehmern, die aber zumeist Schüler und Studenten gewesen seien, stattgefunden.

Die Rote Garde Kiel/ML rief zu ihrer Maidemonstration u.a. mit einem zweiseitigen Flugblatt "Heraus zum 1.Mai" auf, in dem unter Verantwortung von Rainer Gebhardt auch auf die Demonstration von DGB-Jugend und DKP eingegangen wird. Weiter wird noch eine Flugschrift "1.Mai Kampftag der Arbeiterklasse" herausgegeben.

Das SALZ Hamburg vermeldet lediglich, daß ca. 1 000 demonstrierten. Die selbe Zahl macht sich auch der KB/ML Flensburg zu eigen.

Dieser mobilisierte zur Maidemonstration in Kiel u.a. mit einer Schrift "1.Mai Internationaler Kampftag der Arbeiterklasse. Zur Frage der Aktionseinheit. Aufruf zur zentralen Maidemonstration", in der u.a. ausgeführt wird, daß der KB/ML solidarisch mit der Aktionseinheitserklärung der RG Kiel/ML sei und deshalb u.a. mit dieser die Kieler Demonstration durchführen möchte.
Q: KB/ML Flensburg:1.Mai Internationaler Kampftag der Arbeiterklasse. Zur Frage der Aktionseinheit. Aufruf zur zentralen Maidemonstration,Flensburg o.J. (1971); Kommunistische Arbeiter Zeitung Nr.1,Flensburg Mai 1971; Kommunistische Arbeiter Zeitung Nr.7,Hamburg 26.5.1971; KJO Spartacus:Nationales Internes Bulletin Nr.7,o.O. Juni 1971; RGK/ML:Heraus zum 1.Mai,Kiel 1971; RGK/ML:1.Mai Kampftag der Arbeiterklasse,Kiel 1971

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17.04.1972:
Die RG Kiel/ML gibt die Nr.2 ihrer 'Zentralen Kommunistischen Blätter' (vgl. April 1972, 21.4.1972) mit einem Titelbild zum 1. Mai heraus. Diese geben eine Auflage von 12 000 an, die unter Verantwortung von W. Walter verteilt werden vor HDW, Hell, Elac, Hagenuk, MAK und der Berufsschule. Dabei haben sie den stattlichen Umfang von 20 Seiten.
Q: RGK/ML:Zentrale Kommunistische Blätter Nr.2,Kiel 17.4.1972

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21.04.1972:
Die RG Kiel/ML gibt die Nr.3 ihrer 'Zentralen Kommunistischen Blätter' (vgl. 17.4.1972) heraus. Für die in einer Auflage von 13 000 gedruckten 8 Seiten übernimmt W. Walter die Verantwortung. Eingegangen wird auf die Ostverträge, die u.a. von der DKP zur zentralen Mailosung erkoren wurden.
Q: RGK/ML:Zentrale Kommunistische Blätter Nr.3,Kiel 21.4.1972

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26.04.1972:
Die RG Kiel/ML gibt ihren Maiaufruf mit sechs Seiten DIN A4 in einer Auflage von 15 000 heraus.
Q: RGK/ML:Heraus zum 1. Mai 1972,Kiel 26.4.1972

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01.05.1972:
In Kiel demonstrieren, laut KB, 1 000 mit der Roten Garde Kiel/ML (RGK/ML).
Q: Arbeiterkampf Nr.19,Hamburg Juni 1972,S.9

01.05.1973:
In Kiel führt die KPD/ML-ZK eine eigene Maidemonstration in Gaarden mit, nach eigenen Angaben über 1 000 Personen und eine eigene Maiveranstaltung mit 500 Teilnehmern durch. Später (vgl. 26.5.1973) nennt die KPD/ML gar 1 200 Demonstranten,
Q: Roter Morgen Nr.15, 16, 19 und 20,Dortmund 21.4.1973, 28.4.1973, 19.5.1973 bzw. 26.5.1973

April 1974:
Die DKP Kiel gibt vermutlich im April ihr 'Kieler Betriebs-Echo' für Metallbetriebe (vgl. 21.3.1974, 7.10.1974) zum 1.Mai heraus, in dem sie u.a. auf KPD/ML, KB und KBW eingeht. Aus dem Jahre 1974 lag uns auch noch eine Nr.12 vor, die wir leider nicht datieren konnten.
Q: Kieler Betriebs-Echo o.Nr. bzw. Nr.12,Kiel o.J. (1974) bzw. 1974

April 1974:
Bei HDW Kiel gibt die DKP vermutlich im April ihr 'Werft-Echo' (vgl. 20.3.1974, 29.4.1974) zum 1.Mai heraus.
Q: Werft-Echo,Kiel o.J. (1974)

April 1974:
In Kiel-Mettenhof gibt die DKP vermutlich im April ihre 'Kontraste' Nr.7 (vgl. März 1974, Aug. 1974) zum 1.Mai heraus.
Q: Kontraste Nr.7,Kiel 1974

29.04.1974:
Bei HDW Kiel gibt die DKP ihr 'Werft-Echo' (vgl. Apr. 1974, 6.6.1974) heraus.
Zu KBW und KPD/ML sowie vermutlich auch zum KB heißt es:"
FÜR ARBEITEREINHEIT UND ARBEITERSOLIDARITÄT - GEGEN MAOISTISCHE SPALTER

Seit einiger Zeit sind in Kiel verschiedene maoistische Gruppen aktiv. Ob sie sich nun 'Kommunistischer Bund' oder 'KPD/ML' nennen, eines ist ihnen gemeinsam, sie mißbrauchen den Namen der Kommunisten.

Nicht das Großkapital, nicht die CDU/CSU, nicht die Unternehmensleitungen in den Betrieben sind das Ziel ihrer Angriffe - nein, ihr Wirken gilt vor allem dem Kampf gegen unsere Einheitsgewerkschaft und gegen die DKP.

Zum 1.Mai wird das besonders deutlich. Die KPD/ML will gegen unsere Gewerkschaften demonstrieren. Der KBW formuliert seine Spalterziele geschickter. Aber auch diese Sekte sieht ihren Hauptgegner in der Organisation der Arbeiterklasse, dem DGB.

Der 1.Mai wird von den Arbeitern und ihren Gewerkschaften international als Kampftag gegen das Großkapital - für die Durchsetzung der Arbeiterinteressen begangen.

Wie in den verschiedenen Lohnkämpfen, so versuchen diese Gruppen auch am 1.Mai zu spalten. Gleichzeitig soll der Name Kommunisten in der BRD durch diese antigewerkschaftlichen Aktionen in Mißkredit gebracht werden.

Die einzige kommunistische Partei in der BRD - die DKP - distanziert sich von diesen Sekten.

Bürgersöhnchen, die während einer kurzen Zeit ihres Lebens politische Abenteuer suchen, haben mit der Arbeiterklasse nichts gemein.

Die DKP ruft alle Kolleginnen und Kollegen in Kiel auf:

Beteiligt Euch an der DGB-Kundgebung um 10 Uhr auf dem Rathausplatz!

Kommt zur Demonstration der Gewerkschaftsjugend um 9 Uhr zum Blücherplatz!"
Q: Werft-Echo,Kiel 29.4.1974

29.04.1974:
In Kiel-Mitte gibt die DKP vermutlich in dieser Woche ihren 'Roten Kanal' Nr.7 (vgl. Apr. 1974, Mai 1974) heraus. Aufgerufen wird zum 1.Mai.
Q: Der rote Kanal Nr.7,Kiel 1974

01.05.1974:
In Kiel-Gaarden zählt die KPD/ML (vgl. 11.5.1974) 500 bis 600 Personen auf ihrer Maidemonstration, ebenso viele meldet sie von der DGB-Jugenddemonstration, an der auch der KBW teilnahm.
Der KB will sich an der Demonstration des Maikomitees des DGB KJA beteiligen. Zu dieser kommen laut KB ca. 800 bis 900 Jugendliche:"
Auch der KB, die Genossen der ehemaligen KPD/ML-ZB, die zuvor auf einer gemeinsamen ausgearbeiteten Plattform eine Aktionseinheit bildeten, und die 'Ortsaufbaugruppe' des KBW hatten zu dieser Demonstration aufgerufen." Im Anschluß an die Demonstration "führten der KB (in Aktionseinheit mit der ehemaligen ZB-Gruppe) und der KBW im Anschluß daran eine sozialistische Kundgebung mit mehreren hundert Teilnehmern" durch.

Die DKP will in Kiel eine Maiveranstaltung durchführen, ruft aber auch zur DGB-Kundgebung auf.

Laut KBW (vgl. 15.5.1974) nehmen an der 1.Mai Kundgebung des DGB ca. 1 OOO Menschen teil. Die Ortsaufbaugruppe des KBW führt im Anschluß an die offizielle DGB-Kundgebung eine eigene Abschlußkundgebung durch, an der ca. 2OO-3OO Menschen teilgenommen haben sollen.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr.10,Mannheim 15.5.1974; Der rote Kanal Nr.7,Kiel 1974,S.2; Roter Morgen Nr.17,Dortmund 27.4.1974; Arbeiterkampf Extrablatt zum 1.5.1974 und Nr.44,Hamburg 1974 bzw. 22.5.1974, o.S. bzw. S.13

April 1975:
In Kiel-Mitte gibt die DKP vermutlich im April ihren 'Roten Kanal' Nr.6 (vgl. 24.3.1975, Mai 1975) zum 1.Mai heraus.
Q: Der rote Kanal Nr.6,Kiel 1975

21.04.1975:
Die DKP-Hochschulgruppe Kiel gibt vermutlich in dieser Woche das Extra Nr.2 ihres 'Kommunist' (vgl. 7.4.1975, 5.5.1975) mit einem Aufruf zum 1.Mai heraus.
Q: Kommunist Extra Nr.2,Kiel 1975

01.05.1975:
In Kiel rief die KPD/ML zur Roten Maidemonstration in Gaarden auf und will auch eine Veranstaltung machen.

Der DGB führt eine Demonstration um 9 Uhr ab Sophienblatt durch. Die DKP Kreis Kiel will ihre Veranstaltung im Club M im Stadtfeldkamp 22 abhalten. Der KBW führt eine Demonstration und/oder eine Kundgebung durch, die vom KBW selbst (vgl. 7.5.1975) zu den größten Aktionen dieser Art in diesem Jahr, mit Teilnehmerzahlen zwischen 500 und 2 000 gerechnet wird.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr.18,Mannheim 7.5.1975; Kontraste Nr.7,Kiel 1975,S.2; Roter Morgen Sdr.Nr. Zum Roten 1.Mai 75,Nr.17 und 19,Dortmund o.J. (1975),26.4.1975 bzw. 10.5.1975

April 1976:
Bei HDW Kiel gibt die DKP vermutlich im April ihr 'Werft-Echo' (vgl. 15.3.1976, 6.9.1976) zum 1.Mai heraus.
Q: Werft-Echo,Kiel o.J. (1976)

April 1976:
In Kiel-Mitte gibt die DKP vermutlich im April ihren 'Roten Kanal' Nr.3 (vgl. Feb. 1976, Dez. 1977) mit einem Aufruf zum 1.Mai heraus.
Q: Der rote Kanal Nr.3,Kiel 1976

27.04.1976:
In Kiel-Ellerbek führt die KPD eine Maiveranstaltung durch.
Q: Rote Fahne Pressedienst Nr.18,Köln 4.5.1976; Rote Fahne Nr.16, 17 und 18,Köln 21.4.1976, 28.4.1976 bzw. 5.5.1976

01.05.1976:
Mai Demonstration in Kiel.
Laut KB nehmen ca. 1 000 Menschen daran teil, "die Hälfte vom KBW dazu mobilisierte Studenten. Nach der Kundgebung führte eine KBW-Demonstration mit ca. 450 und eine zweite vom KB mit 110 Teilnehmern durch Kiel. In einem anderen Stadtteil demonstrierte die KPD/ML mit 350 Anhängern aus ganz Schleswig-Holstein. … Das Kieler Mai-Fest des KB wurde von 130 Menschen besucht."

Zur DGB-Kundgebung in Kiel rief auch die DKP auf.

In Kiel beteiligen sich, nach eigenen Angaben, an der KB-Demonstration auch 15 Anhänger des Spartacusbundes (SpB) sowie Palästinenser und die CISNU Iran. Eine Maiaktionseinheit sei gebildet worden von KB, CISNU, SpB und der Unifrauengruppe.
Q: Spartacus Nr.29,Essen 1.7.1976; Der rote Kanal Nr.3,Kiel 1976; Arbeiterkampf Nr.80,Hamburg 14.5.1976,Beilage

01.05.1977:
1. Mai in Kiel.
Laut KB beteiligen sich ca. 400 Menschen an der DGB-Kundgebung:"
Nach der Kundgebung führte der KBW noch eine Demo mit 150 Anhängern durch … während die KPD/ML abseits vom Regierungs-Mai mit 250 Mitgliedern aus ganz Schleswig-Holstein demonstrierte. Der KB veranstaltete in Aktionseinheit mit Frauen- und Anti-AKW-Gruppen eine Mai-Veranstaltung mit 300 Teilnehmern."
Q: Arbeiterkampf Nr.104,Hamburg 16.5.1977,S.9

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