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Atomkraftwerk Wyhl

Materialien zur Analyse von Opposition

Von Jürgen Schröder, Berlin, 17.5.2011

Der Protest gegen das geplante Kernkraftwerk Wyhl stellt den Beginn der Anti-AKW-Bewegung in der Bundesrepublik der 1970er Jahre dar (vgl. 27.4.1974, 10.7.1974, 24.7.1974). Zwar waren vorher auch seitens örtlicher Bürgerinitiativen, Umweltschützer oder auch linker Gruppen vereinzelt Einwände erhoben worden, erst die Aktionen in Wyhl aber, die eng verschränkt waren mit dem Protest gegen das geplante Bleiwerk der Chemischen Werke München (CWM) Bärlocher im elsässischen Marckolsheim (vgl. 25.9.1974, 2.10.1974, 30.10.1974, 14.11.1974) auf der anderen Rheinseite, rückten die Frage der Kernkraftwerke in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit und auch vieler Linker, nicht zuletzt da sich am Kaiserstuhl auch viele Bauern und Winzer engagierten, der Protest also eine breite Basis besaß.

Aus Wyhl und Umgebung wird hier vorerst aufgrund unserer wie immer sehr unvollständigen Quellenauswertung außer durch den in der Region stark vertretenen Kommunistischen Bund Westdeutschland (KBW) zunächst vor allem durch die KPD wiederholt berichtet.

Es kommt wiederholt zur Bauplatzbesetzung (vgl. 18.2.1975, 20.2.1975, 23.2.1975, 26.2.1975), die KPD versucht sich als Vorhut in den Vordergrund zu rücken, offenbar aber ohne allzu viel Erfolg (vgl. 1.3.1975, 2.3.1975), was sich auch durch ihre Angriffe auf den KBW (vgl. 19.3.1975) vermutlich kaum geändert hat.

Wyhl wird nun zum immer wieder angeführten Beispiel für die Berechtigung auch militanter Protestformen bzw. auch als Beleg für den Rückhalt der Revolutionäre unter der Bevölkerung und die Gerechtigkeit der Propagierung von Gewaltanwendung bzw. Gesetzesbruch (vgl. 3.3.1975, 10.3.1975, 15.3.1975, 22.3.1975, 23.8.1975, 30.11.1975, 19.1.1976, 16.2.1976, Sept. 1976), in der ganzen Republik finden Solidaritätsveranstaltungen zu Wyhl statt (vgl. 17.3.1975, 11.6.1975).

Erneut wird der Bauplatz besetzt (vgl. 31.3.1975, Apr. 1975) und die AKW-Gegner aus Wyhl beteiligen sich auch anderswo an den Protesten gegen Kernkraftwerke, wie hier aus Grafenrheinfeld belegt, wo andererseits auch wieder ein direkter Bezug der Proteste zu Wyhl hergestellt wird (vgl. 19.4.1975).

Die Haltung der ML-Bewegung zur Atomkraft war keineswegs immer klar umrissen, einige Gruppen traten generell für die Kernkraft ein, wie der Arbeiterbund oder auch die Frankfurter ML (vgl. 1.5.1975), andere wie KBW und KPD waren der Ansicht, dass AKW in der VR China und anderen als sozialistisch erachteten Ländern positiv zu sehen wären (vgl. 24.3.1976). Die Marxistische Gruppe dagegen gibt sich rund herum kritisch (vgl. 5.12.1975).

Die Kader der KPD sind offensichtlich nicht heimgefahren, sondern agitieren weiterhin massiv sowohl gegen das AKW als auch gegen die ebenfalls eingreifende DKP (vgl. 4.6.1975), die den AKWs in der DDR und dem Ostblock durchaus wohl gesonnen war. Auch der Bremer Physik-Professor Jens Scheer beteiligt sich offenbar an den Protesten in Wyhl (vgl. Feb. 1976, 5.10.1976).

Zu den Landtagswahlen 1976 kandidieren im betroffenen Wahlkreis sowohl KBW als auch KPD (vgl. 17.3.1976, 4.4.1976), es werden aber nur sehr bescheidene Ergebnisse erzielt. Auch zu den Bundestagswahlen 1976 aber tritt die KPD erneut im Kaiserstuhl an (vgl. 8.9.1976), wobei das Ergebnis für KBW und KPD wiederum bescheiden bleibt, obwohl der CDU-Ministerpräsident Filbinger in der Region wenig willkommen zu sein scheint (vgl. 4.10.1976, 23.10.1976).

Die Kernkraftgegner aus Wyhl engagieren sich nun auch im Kampf gegen das AKW Brokdorf (vgl. 30.10.1976), es wurde von verschiedener Seite wiederholt ein Bezug zu Wyhl hergestellt (vgl. 14.11.1976, 16.11.1976), galt Wyhl doch als das große Vorbild des Protests gegen die Kernkraft.

Der mittlerweile erstellte Film "Lieber heute aktiv als morgen radioaktiv" von Nina Gladitz (vgl. Feb. 1977) wird vermutlich bundesweit auf Veranstaltungen der Anti-AKW-Bewegung gezeigt (vgl. 14.1.1977, 2.2.1977) während vor Ort das Hauptsacheverfahren eröffnet wird, in dem auch die KPD mit ihrem Professor Scheer zu intervenieren versucht (vgl. 27.1.1977, 31.1.1977).

Der vom Gericht verfügte Baustop aufgrund des fehlenden Berstschutzes (vgl. 14.3.1977) markierte die erste erfolgreiche Protestaktion der Anti-AKW-Bewegung und wirkte trotz teils kritischer Pressekommentare (vgl. 22.3.1977) sicherlich höchst inspirierend auf die Kernkraftgegner, die sich nur wenige Tage später in Grohnde heftige Auseinandersetzungen mit der Polizei lieferten (vgl. Apr. 1977), aber auch an anderen Standorten wie etwa in Krümmel (vgl. 4.4.1977) auf das Gerichtsurteil verwiesen.

Viele Kernkraftgegner aus Wyhl und dem Dreyeckland blieben trotz ihres Erfolges weiterhin in der Anti-AKW-Bewegung engagiert, mobilisieren dann auch für die bundesweite Demonstration in Kalkar (vgl. 5.9.1977).

Auszug aus der Datenbank „Materialien zur Analyse von Opposition“ (MAO)

27.04.1974:
Die Ortsaufbaugruppe Emmendingen des KBW berichtet vom heutigen Protest gegen das AKW Wyhl: "Mit Traktoren gegen Kernkraftwerk. Kaiserstühler Bauern wehren sich gegen Bau eines Kernkraftwerks".
Quelle: Kommunistische Volkszeitung Nr. 10, Mannheim 15.5.1974, S. 10

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10.07.1974:
Der KBW gibt seine 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ - vgl. 26.6.1974, 24.7.1974) Nr. 14 heraus. Berichtet wird vom AKW Wyhl: "90 000 Unterschriften – Gegen das Kernkraftwerk in Wyhl/Kaiserstuhl breiter Protest".
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 14,Mannheim 10.7.1974, S. 12

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24.07.1974:
Der KBW gibt seine 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ - vgl. 10.7.1974, 7.8.1974) Nr. 15 heraus. Vom AKW wird berichtet: "Der Widerstand der Wyhler wächst".
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 15, Mannheim 24.7.1974, S. 9

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24.07.1974:
An einer heute in Wyhl bei Freiburg stattfindenden Protestversammlung gegen das geplante AKW und einer weiteren Versammlung in Weisweil zu unbekannter Zeit beteiligen sich, laut KPD, zusammen über 2 000 Personen.
Q: Rote Fahne Nr. 6, Dortmund 12.2.1975

07.08.1974:
In der Nr. 32 ihrer 'Roten Fahne' (RF - vgl. 31.7.1974, 14.8.1974) berichtet die KPD aus Baden-Württemberg, daß eventuell Atomkraftwerke (AKW) in Wyhl, Mittelstadt (Reutlingen,d.Vf.), Ulm, Mannheim und Ludwigshafen (eigentlich Rheinland-Pfalz,d.Vf.) gebaut werden sollen, wogegen sich besonders bei den Bauern in Wyhl und am Kaiserstuhl Protest rege.
Q: Rote Fahne Nr. 32, Dortmund 7.8.1974

25.09.1974:
In der Nr. 39 ihrer 'Roten Fahne' (RF - vgl. 18.9.1974, 2.10.1974) tritt die KPD auch ein gegen das AKW Wyhl und das von den CWM Bärlocher (CPK-Bereich) München geplante Bleiwerk im elsässischen Marckolsheim in Frankreich.
Q: Rote Fahne Nr. 39, Dortmund 25.9.1974

02.10.1974:
In der Nr. 40 ihrer 'Roten Fahne' (vgl. 25.9.1974, 2.10.1974) berichtet die KPD über die Kämpfe gegen das Bleiwerk in Marckolsheim (Elsaß), welches auch von Einwohnern von Wyhl, Breisach, Sasbach und Emmendingen abgelehnt wird.
Q: Rote Fahne Nr. 40, Dortmund 2.10.1974

30.10.1974:
Der KBW gibt seine 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ - vgl. 16.10.1974, 7.11.1974) Nr. 22 heraus. Gemeldet wird vom AKW Whyl und dem CWM Bleiwerk:"
Am letzten Donnerstag haben auf einer erneuten Versammlung in Königsschaffhausen 400 Menschen die weitere Besetzung von Marckoldsheim und die Vorbereitung der Besetzung von Wyhl organisiert."
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 22, Mannheim 30.10.1974, S. 10

09.11.1974:
Die KPD/ML gibt ihren 'Roten Morgen' (RM) Nr. 45 (vgl. 2.11.1974, 16.11.1974) heraus und berichtet auch vom Kampf der Bauern und Winzer des Kaiserstuhls gegen das AKW Wyhl bei Freiburg.
Q: Roter Morgen Nr. 45, Dortmund 9.11.1974, S. 8

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10.11.1974:
In Sasbach demonstrieren, laut KPD/ML, rund 5 000 Winzer aus dem Kaiserstuhl, u.a. aus Breisach und Kiechlingsbergen gegen das in Wyhl geplante AKW.
Q: Roter Morgen Nr. 48, Dortmund 30.11.1974

13.11.1974:
In der Nr. 46 ihrer 'Roten Fahne' (vgl. 6.11.1974, 20.11.1974) berichtet die KPD über ein neues AKW-Projekt, welches angeblich in Bühl (wo die KPD Freunde hat) geplant sei. Da allerdings auch von Winzern in Kiechlingsbergen die Rede ist, darf man wohl annehmen, daß es sich um das altbekannte AKW Wyhl bei Freiburg handelt.
Q: Rote Fahne Nr. 46, Dortmund 13.11.1974

14.11.1974:
Der KBW gibt die Nr. 24 seiner 'KVZ' (vgl. 7.11.1974, 21.11.1974) heraus. Zum AKW Whyl und dem CWM Bärlocher Bleiwerk erscheint der Artikel: "Weder ein Bleiwerk in Marckolsheim, noch ein Kernkraftwerk in Wyhl!"
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 24, Mannheim 14.11.1974

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15.01.1975:
In der Nr. 2 ihrer 'Roten Fahne' (vgl. 8.1.1975, 22.1.1975) berichtet die KPD vom Kampf gegen das AKW Wyhl bei Freiburg, wobei die Kiesgrube Wyhl und Sasbach Erwähnung finden.
Q: Rote Fahne Nr. 2, Dortmund 15.1.1975

26.01.1975:
In Weisweil demonstrieren, laut KPD, ca. 3 000 gegen das AKW Wyhl, darunter auch 200 Studenten aus Freiburg.
Q: Rote Fahne Nr. 6, Dortmund 12.2.1975

17.02.1975:
Der KBW (vgl. 27.2.1975) berichtet vermutlich aus dieser Woche, daß der CDU Ortsverband Bischoffingen wegen der Auseinandersetzung um das AKW Wyhl aufgelöst wurde.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 8, Mannheim 27.2.1975

18.02.1975:
In Wyhl besetzen, laut KBW (vgl. 20.2.1975), 600 bis 700 Personen den Bauplatz des geplanten AKW (vgl. 20.2.1975).
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 7, Mannheim 20.2.1975

20.02.1975:
In Wyhl wird, laut KPD, der besetzte Bauplatz des AKW durch die Polizei geräumt (vgl. 18.2.1975, 21.2.1975).
Q: Rote Fahne Nr. 8, Dortmund 26.2.1975

21.02.1975:
In Wyhl wird, laut KPD, eine Kundgebung mit 5 000 Teilnehmern gegen das AKW und die gestrige Räumung durch die Polizei durchgeführt (vgl. 20.2.1975, 22.2.1975).
Q: Rote Fahne Nr.8,Dortmund 26.2.1975

22.02.1975:
In Wyhl demonstrieren, laut 'Sozialistische Arbeiterpolitik', 3 000 gegen den Bau eines AKW (vgl. 21.2.1975, 23.2.1975).
Q: Sozialistische Arbeiterpolitik Nr. 37, Bochum Apr. 1975

23.02.1975:
In Wyhl wird, laut KPD, eine Kundgebung mit über 12 000 Teilnehmern gegen das AKW durchgeführt und im Anschluß der Bauplatz von 1 000 Personen erneut besetzt (vgl. 22.2.1975, 24.2.1975). Laut und mit der Ortsaufbaugruppe (OAG) Emmendingen des KBW (vgl. 27.2.1975) sind über 10 000 auf der Kundgebung.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr.8,Mannheim 27.2.1975; Rote Fahne Nr. 8, Dortmund 26.2.1975

24.02.1975:
In Wyhl demonstrieren erneut, laut 'Sozialistische Arbeiterpolitik', 10 000 Personen gegen das geplante AKW (vgl. 23.2.1975, 26.2.1975)
Q: Sozialistische Arbeiterpolitik Nr. 37, Bochum Apr. 1975

26.02.1975:
Laut KB nehmen heute ca. 10 000 Menschen an einer Großkundgebung in Wyhl teil. Im Anschluß daran soll es zu einer Bauplatzbesetzung von ca. 3 000 Menschen gekommen sein (vgl. 24.2.1975)
Q: Arbeiterkampf Nr. 57, Hamburg 11.3.1975, S. 37f

März 1975:
Der AB gibt die Nr. 57 seiner 'Kommunistischen Arbeiter Zeitung' (KAZ) (vgl. Feb. 1975, 6.4.1975) heraus und berichtet über den AKW-Kampf in Wyhl.
Q: Kommunistische Arbeiterzeitung Nr. 57,München März 1975

01.03.1975:
Die KPD/ML gibt ihren 'Roten Morgen' (RM) Nr. 9 (vgl. 22.2.1975, 8.3.1975) heraus und berichtet vom Kampf der Bauern bei Freiburg in Wyhl, Kaiserstuhl und Sasbach gegen das AKW Wyhl.
Q: Roter Morgen Nr. 9, Dortmund 1.3.1975, S. 1 und 10

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01.03.1975:
In Sasbach bei Freiburg führt die KPD, nach eigenen Angaben, ihre erste Veranstaltung gegen das AKW Wyhl durch, die von über 100 Personen, darunter 20 Bauern, besucht worden sei.
Q: Rote Fahne Nr. 9, Dortmund 5.3.1975

02.03.1975:
Einundzwanzig Bürgerinitiativen (BI) gegen das AKW Wyhl fordern heute, laut KBW (vgl. 6.3.1975), die zwanzig Reisekader der KPD zur Heimfahrt auf.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 9, Mannheim 6.3.1975

03.03.1975:
Die DKP gibt ihre 'UZ' (vgl. **.*.1975, **.3.1975) heraus. Enthalten ist der Artikel "Die Hintermänner der neuen Hysteriewelle" von Georg Polikeit:"

Der Ruf nach dem 'starken Staat' ertönt in diesen Tagen von verschiedenen Seiten. Wir aber fragen: ein 'starker Staat' - wofür? Für die Niederknüppelung der Bürger von Wyhl (geplanter AKW-Standort in Baden-Württemberg,d.Vf.), die ihre Existenz und ihre Heimat verteidigen? Ein 'starker Staat' - für die Unterdrückung der Bewegung gegen den unsozialen und undemokratischen Paragraphen 218? Ein 'starker Staat' - zur Niederdrückung gewerkschaftlicher Lohnforderungen, zum weiteren Abbau gewerkschaftlicher Rechte, zur Unterbindung von Streiks, zur Verhinderung von Aktionen, wenn sich die Arbeiter gegen die Vernichtung von Arbeitsplätzen und gegen die Abwälzung von Krisenlasten wehren? Oder ein starker Staat, der Mitbestimmung und Demokratie im Betrieb garantiert, der den Arbeiterinteressen in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens gegen das Profitdiktat und die Macht des Großkapitals zum Durchbruch verhilft?

Gerade in diesen hektischen Tagen darf man sich nicht die Köpfe vernebeln und durch scheinbar plausible Parolen irreführen oder in künstlich geschürte Hysterie hineintreiben lassen. Solidarität ist wirklich notwendig - die Solidarität aller Demokraten gegen den Angriff der Reaktion, der erneut in der Maske des Kampfes gegen 'anarchistische Gewalt' geführt wird."
Q: Unsere Zeit, Düsseldorf 3.3.1975

05.03.1975:
Der Kommunistische Jugendverband (KJV) der KPD gibt die Nr. 5 seiner 'Kämpfenden Jugend' (KJ - vgl. 19.2.1975, 19.3.1975) heraus und berichtet vom AKW Wyhl.
Q: Kämpfende Jugend Nr. 5, Dortmund 5.3.1975, S. 8

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08.03.1975:
Die KPD/ML gibt ihren 'Roten Morgen' (RM) Nr. 10 (vgl. 1.3.1975, 15.3.1975) heraus und berichtet aus Wyhl bei Freiburg über den Kampf der Arbeiter und Bauern (Winzer), Frauen und Jugendlichen gegen das AKW, in den neben der Polizei auch KPD und KBW eingreifen. Erwähnung findet hierbei auch Breisach.
Q: Roter Morgen Nr. 10, Dortmund 8.3.1975, S. 1f

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10.03.1975:
Vermutlich spätestens Anfang dieser Woche gibt der KJV der KPD ein Flugblatt heraus, welches vermutlich einen bundesweiten Text enthält, aber nur zu Aktionen in NRW am 14.3.1975 in Köln und Münster aufruft:"
KAMPFWOCHEN GEGEN IMPERIALISTISCHE KRIEGSTREIBEREI UND MILITARISIERUNG

DIE VOLKSMASSEN LASSEN SICH DURCH POLIZEITERROR NICHT VOM KAMPF UM IHRE
INTERESSEN ABHALTEN!

Das hat die Dorfbevölkerung von Wyhl gezeigt, die in diesen Tagen gegen eine Polizeiarmee kämpft, um den Bau eines lebensgefährlichen Kernkraftwerks (AKW,d.Vf.) zu verhindern."
Q: KJV:Kampfwochen gegen imperialistische Kriegstreiberei und Militarisierung, Dortmund o.J. (1975)

13.03.1975:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 10 (vgl. 6.3.1975, 20.3.1975) heraus. Es wird berichtet durch die Ortsaufbaugruppe Emmendingen aus Wyhl.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 1O, Mannheim 13.3.1975

15.03.1975:
Die KPD/ML gibt ihren 'Roten Morgen' (RM) Nr. 11 (vgl. 8.3.1975, 22.3.1975) heraus. In einem 'Roter Morgen' Prozeß gegen Gernot Schubert, über den im Artikel "'Kapitalistenstaat' – ein verbotenes Wort" berichtet wird, geht es um Äußerungen zu Berlin, Ford Köln und das AKW Wyhl bei Freiburg.
Q: Roter Morgen Nr. 11, Dortmund 15.3.1975

17.03.1975:
Der KBW (vgl. 26.3.1975) berichtet vermutlich aus dieser Woche von der Veranstaltung seiner Ortsaufbaugruppe Dortmund gegen das AKW Wyhl.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 12, Mannheim 26.3.1975

17.03.1975:
Der KBW (vgl. 26.3.1975) berichtet vermutlich aus dieser Woche von der Veranstaltung seiner Kommunistischen Gruppe (KG) Düsseldorf gegen das AKW Wyhl, die von über 100 Menschen besucht wurde.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 12, Mannheim 26.3.1975

17.03.1975:
Der KBW (vgl. 26.3.1975) berichtet vermutlich aus dieser Woche von der Veranstaltung seiner Ortsgruppe Köln gegen das AKW Wyhl.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 12, Mannheim 26.3.1975

17.03.1975:
Der KBW (vgl. 26.3.1975) berichtet vermutlich aus dieser Woche von der Veranstaltung seiner Ortsaufbaugruppe Leverkusen gegen das AKW Wyhl.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 12, Mannheim 26.3.1975

17.03.1975:
Der KBW (vgl. 26.3.1975) berichtet vermutlich aus dieser Woche aus Ludwigshafen von der Veranstaltung des Aktionskomitees gegen den Bau des BASF KKW gegen das AKW Wyhl, die 60 Menschen besuchten.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 12, Mannheim 26.3.1975

19.03.1975:
Die KPD gibt die Nr. 11 ihrer 'Roten Fahne' (RF - vgl. 12.3.1975, 26.3.1975) heraus in der über Wyhl bei Freiburg u.a. aus dem 'Rote Fahne Infodienst' Nr.11, der uns leider bisher nicht zugänglich war, über Ihringen berichtet wird. Weiter heißt es, daß verkappte KBWler die Dorfbourgeoisie bei der Kapitulation vor Filbinger unterstützt hätten.
Q: Rote Fahne Nr. 11, Köln 19.3.1975

22.03.1975:
Die KPD/ML gibt ihren 'Roten Morgen' (RM) Nr. 12 (vgl. 15.3.1975, 29.3.1975) heraus. Auf die Lorenz-Entführung wird eingegangen auch anhand des Kampfes gegen das AKW Wyhl bei Freiburg.

Es wird berichtet vom Kampf der Bauern und Winzer des Kaiserstuhls gegen das AKW Wyhl bei Freiburg.
Q: Roter Morgen Nr. 12, Dortmund 22.3.1975

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26.03.1975:
In der Nr. 12 ihrer 'Roten Fahne' (RF - vgl. 19.3.1975, 2.4.1975) berichtet die KPD aus Wyhl bei Freiburg.
Q: Rote Fahne Nr. 12, Köln 26.3.1975

26.03.1975:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 12 (vgl. 20.3.1975, 3.4..1975) heraus, in der er u.a. berichtet aus Wyhl über Bauern.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 12, Mannheim 26.3.1975

31.03.1975:
In Wyhl versammeln sich, laut KBW, 10 000 zum Protest gegen das AKW. Die KBW Gruppen aus Emmendingen und Freiburg sowie Mannheim verkaufen 500 Exemplare der KBW-Broschüre "Kein KKW in Wyhl", 150 'KVZ' und 15 Programme des KBW.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 13, Mannheim 3.4.1975

April 1975:
Laut KB wird "seit Anfang April der Bauplatz für ein KKW" in Wyhl "nach dem Beispiel der gewaltfreien Aktion" besetzt. Zu Kundgebungen gegen das AKW erscheinen bis zu 15 000 Menschen.
Q: Arbeiterkampf Nr. 60, Hamburg 29.4.1975,S. 47

06.04.1975:
Der AB gibt vermutlich heute die auf April datierte Nr. 58 seiner 'Kommunistischen Arbeiter Zeitung' (KAZ) (vgl. März 1975, 20.4.1975) heraus und berichtet vom AKW-Kampf in Wyhl.
Q: Kommunistische Arbeiterzeitung Nr. 58, München Apr. 1975

10.04.1975:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 14 (vgl. 3.4.1975, 17.4.1975) heraus, in der er u.a. berichtet aus Wyhl vom AKW.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 14, Mannheim 10.4.1975

12.04.1975:
Die KPD/ML gibt ihren 'Roten Morgen' (RM) Nr. 15 (vgl. 5.4.1975, 19.4.1975) heraus. Eingegangen wird auch auf den Kampf gegen das AKW in Wyhl bei Freiburg, wobei auch das Illertal Erwähnung findet.
Q: Roter Morgen Nr. 15, Dortmund 12.4.1975, S. 1f

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19.04.1975:
In Schweinfurt findet, laut 'ID', eine Großdemonstration gegen den Bau des AKW Grafenrheinfeld statt. 10 000 Teilnehmer, darunter eine Reihe linker Organisationen.

Laut und mit KBW (vgl. 24.4.1975) kommen die über 10 000 Demonstranten u.a. auch aus Wyhl und Marckolsheim. Laut KPD/ML ist eine Parole "Wyhl, das ist jetzt unser Motto".
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr.16,Mannheim 24.4.1975; Frankfurter Informationsdienst Nr.77,Frankfurt ****1975,S.3;Roter Morgen Nr.18,Dortmund 3.5.1975

01.05.1975:
Die Frankfurter Marxisten-Leninisten (FML - vgl. 20.4.1975) riefen, unterstützt u.a. von den ML Aachen und den ML Bochum, zum 1.Mai auf:"
FÜR EINEN REVOLUTIONÄREN, PATRIOTISCHEN UND INTERNATIONALISTISCHEN 1.MAI

Der Kampf der Volksmassen wächst unaufhaltsam an. Die Streikkämpfe der Arbeiterklasse in Europa sind heftiger denn je. Gegen das Lohndiktat gab es im Februar die ersten Warnstreiks, gegen die Massenentlassungen häufen sich die Streiks, Betriebsbesetzungen und Demonstrationen.

In Wyhl erzielte ein breites Bündnis von Arbeitern, Bauern, Intellektuellen und anderen fortschrittlichen Kräften durch harten Kampf erste Erfolge gegen den umwelt- und volksfeindlichen Kernkraftwerksbau (AKW,d.Vf.). Wir Marxisten-Leninisten sind keineswegs gegen den Bau von Kernkraftwerken wie die revisionistische 5.Kolonne. Wir begrüßen alles, was sich gegen das Energie- und Rohstoffdiktat der Supermächte richtet, doch die Sicherung und die Standorte der Kernkraftwerke dürfen sich nicht gegen die Lebensbedingungen der Volksmassen richten. Die schwere Krise des kapitalistischen Systems macht das Joch des Kapitals und das Joch der Supermächte noch schwerer und drückender und deshalb erheben sich die breiten Volksmassen und versetzen dem bankrotten kapitalistischen System immer heftigere Schläge und werden es letztlich hinwegfegen.

FÜR DAS ARBEITER- UND BAUERNBÜNDNIS!

FÜR DEN ZUSAMMENSCHLUSS DES VOLKES IN EINER KAMPFFRONT

Immer häufiger stoßen die Volksmassen in ihren Kämpfen auf die bürgerliche Diktatur. Das Monopolkapital verstärkt die politische Unterdrückung, um die Krise auf die Massen abzuwälzen und um den revolutionären Kampf gegen den Kapitalismus zu unterdrücken. Der demokratische und parlamentarische Anstrich blättert immer mehr von der Diktatur der Bourgeoisie ab. Das zeigt die Schwäche der Bourgeoisie, die ihr System nur noch aufrechterhalten kann, wenn sie den Terror und die Unterdrückung des Volkes und der Revolutionäre steigert. Doch die Volksmassen lassen sich immer weniger einschüchtern wie letztes Jahr der Fahrpreiskampf in Frankfurt und wie Wyhl demonstrierte. Wenn die breiten Massen ihren Kampf verstärken, wenn sie sich unter Führung der marxistisch-leninistischen Vorhut zusammenschließen und der konterrevolutionären Gewalt die revolutionäre Gewalt entgegensetzen, sind sie unbesiegbar. Die 'Demokraten' an der Spitze der SPD und des DGB treiben selbst die verstärkte Unterdrückung voran. Ihre 'Verteidigung des Rechtsstaates' ist nichts anderes als die Verteidigung der Diktatur des Monopolkapitals. Von der Niederhaltung der Massen und der Verfolgung der Revolutionäre profitieren die Sozialimperialisten am meisten. Nichts fürchten sie mehr als eine kampfbereite und revolutionäre Arbeiterklasse, die ihrer Aggression und Expansion entgegentritt. Deshalb lassen sie auch in Portugal durch ihre 5.Kolonne das Verbot der revolutionären Organisationen betreiben. Ihre 5.Kolonne in der BRD, die DKP, betreibt auch hier das Verbot der revolutionären Organisationen, unterstützt Berufsverbote (BV,d.Vf.) und Gewerkschaftsausschlüsse (UVB,d.Vf.) für revolutionäre und Marxisten-Leninisten. Die DKP arbeitet daran, die BRD für die Eroberung durch den Sozialimperialismus sturmreif zu machen. Sie sind gegen die Neonazis, nicht weil sie die demokratischen Rechte verteidigen, sondern um der Errichtung einer sozialfaschistischen Diktatur den Weg zu bahnen, wie sie heute schon im Kolonialimperium der Neuen Zaren besteht."
Q: Frankfurter Marxisten-Leninisten: Marxisten-Leninisten zum 1. und 8.Mai 1975,Bochum 1975, S.5f und 9

04.06.1975:
In der Nr. 22 ihrer 'Roten Fahne' (RF - vgl. 28.5.1975, 11.6.1975) berichtet die KPD vom Kampf gegen das AKW in Wyhl bei Freiburg, für den man selbst einen 'Rote Fahne-Infodienst' herausgibt, während die DKP ein Jugendlager in einem Dorf im Kaiserstuhl durchführte. Erwähnt werden hierbei die Orte Weisweil, Kühl, Oberbergen und eine BI Kinzingen, womit wohl Kenzingen gemeint sein soll.
Q: Rote Fahne Nr. 22, Köln 4.6.1975

11.06.1975:
In der Nr. 23 ihrer 'Roten Fahne' (RF - vgl. 4.6.1975, 18.6.1975) berichtet die KPD in Villingen-Schwenningen habe der Rote Fahne Lesetreff (RFLT) nach der Besetzung des AKW-Bauplatzes in Wyhl bei Freiburg eine Kundgebung mit 100 Zuhörern durchgeführt.
Q: Rote Fahne Nr. 23, Köln 11.6.1975

Juli 1975:
Die Kommunistische Gruppe Bochum (KGB) gibt die Nr. 13 ihrer 'Bochumer Arbeiterzeitung' (BAZ - vgl. Juni 1975, Sept. 1975) heraus. Zu den AKWs wird gefragt: "Kernkraftwerke – Fortschritt oder Gefahr?", wobei auch auf Jens Scheer, Bremen, und auf das AKW Wyhl eingegangen wird.
Q: Bochumer Arbeiterzeitung Nr. 13, Bochum Juli 1975

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09.07.1975:
Der Kommunistische Jugendverband Deutschlands (KJVD) der KPD gibt die Nr. 13/14 seiner 'Kämpfenden Jugend' (KJ - vgl. 25.6.1975, 6.8.1975) heraus. Zum AKW-Protest wird gefragt: "Die Winzer von Wyhl – eine kriminelle Vereinigung?".
Q: Kämpfende Jugend Nr. 13/14, Köln 9.7.1975, S. 2

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13.07.1975:
Der AB gibt die Nr. 65 seiner 'Kommunistischen Arbeiter Zeitung' (KAZ) (vgl. 29.6.1975, 27.7.1975) heraus und berichtet von Wyhl.
Q: Kommunistische Arbeiterzeitung Nr. 65, München 13.7.1975

26.07.1975:
Die KPD/ML gibt ihren 'Roten Morgen' (RM) Nr. 30 (vgl. 19.7.1975, 2.8.1975) heraus. Spenden für die KPD/ML gingen u.a. ein von einer Wyhl-Veranstaltung in Freiburg.
Q: Roter Morgen Nr. 30, Dortmund 26.7.1975

23.08.1975:
Die KPD/ML gibt ihren 'Roten Morgen' (RM) Nr. 34 (vgl. 16.8.1975, 30.8.1975) heraus und berichtet aus Frankfurt über städtische Arbeiter und Kinder in Innenstadt und Bockenheim, wobei auch Bezug auf Wyhl genommen wird.
Q: Roter Morgen Nr. 34, Dortmund 23.8.1975

22.09.1975:
In Wyhl findet laut KB eine Solidaritätsveranstaltung zu Portugal statt. Ca. 50 Teilnehmer sammeln für die MPLA Angola.
Q: Arbeiterkampf Nr. 67, Hamburg 2.10.1975,S.5

25.10.1975:
Die KPD/ML gibt ihren 'Roten Morgen' (RM) Nr. 43 (vgl. 18.10.1975, 1.11.1975) heraus und berichtet u.a. über den Kampf der Bauern und Winzer des Kaiserstuhls gegen das AKW Wyhl bei Freiburg.
Q: Roter Morgen Nr. 43, Dortmund 25.10.1975

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02.11.1975:
Der AB gibt die Nr. 73 seiner 'Kommunistischen Arbeiter Zeitung' (KAZ) (vgl. 19.10.1975, 16.11.1975) heraus und berichtet aus Wyhl.
Q: Kommunistische Arbeiterzeitung Nr. 73, München 2.11.1975

30.11.1975:
In Bochum beteiligen sich, laut und mit KPD, 7 Verlage an dem Treffen der Initiative fortschrittlicher und kommunistischer Verlage gegen den Paragraphen 130a. Eingegangen wird dabei u.a. auf das AKW Wyhl in Baden-Württemberg.
Q: Rote Fahne Pressedienst Nr. 4, Köln 2.12.1975

05.12.1975:
Es erscheint die Nr. 8 der 'Marxistischen Studentenzeitung' (MSZ - Nov. 1975, Jan. 1976) als Hochschulzeitung der Arbeitskonferenz der Roten Zellen für die BRD und Westberlin. Zum KBW erscheint ein großer Artikel "Der KBW & seine Komitees: Des Volkes Rechtsanwälte" darin heißt es auf S. 5 unter Verweis auf Bauern und das Reynolds-Aluminiumwerk in Hamburg u.a. zum Kampf gegen das AKW Wyhl und Bauern u.a. aus Bottingen:"
Zusammen mit einigen Weinbauern kämpft in WHYL der KBW gegen die Errichtung eines Kernkraftwerkes." Erwähnt werden hierbei: "Die BÜRGERINITIATIVEN, die zudem nichts Eiligeres zu tun hatten, als sich von den linken Agitierern zu distanzieren … Dem KBW geht es … darum, das Interesse der Kaiserstühler GEGEN die Rechtsprechung als IHR Recht darzustellen." Es handele sich hierbei um die "Konstruktion einer prinzipiellen GEGNERSCHAFT ZWISCHEN STAAT UND VOLK. Dabei ist ihm der INHALT … gleichgültig … An allen Punkten versucht er, Interessenkonflikte aufzugreifen, sie in einen Kampf gegen den STAAT umzufunktionieren". Dabei "läßt er beiseite, daß die Bürger IHN (den Staat,d.Vf.) für die Durchsetzung ihrer Interessen ANERKENNEN und damit unzufrieden sind, WIEVIEL sie herausschlagen können". Zum §218 heißt es, "kämpft er nicht gegen das Abtreibungsverbot, sondern für das Recht, dagegen sein zu dürfen … Der KBW interessiert sich nur noch dafür, wie sich Interessenkampf in den Einsatz für sein Prinzip von Demokratie umfunktionieren läßt, und wiederholt noch einmal, daß er auf die Misere der Menschen ANGEWIESEN IST, um sie für seine Ziele anzustacheln, ohne sich um die Belange der Leute zu kümmern."

Fortgefahren wird auf S. 6:"
Der KBW leugnet beharrlich, daß die Staatsagenten GEWÄHLTE Repräsentanten des Volkswillens sind … Daß der Wille des Volkes die Basis des Staates ist, will der KBW nicht wahrhaben." So "tritt der KBW dafür ein, daß die Arbeiter endlich etwas selbständiger werden, und halst ihnen dafür alle möglichen Arbeiten auf." Wie z.B. die Selbstverwaltung der Sozialversicherung. "Er will sich selbst … als die wahre Gesellschaft herausstreichen". Dargelegt wird, das "Interesse des KBW, die Leute in einen Kampf zu hetzen, um den er sich nicht kümmert". Betont wird angesichts der Wahlbeteiligungen des KBW:"
Daß der KBW an den gesellschaftlichen Verhältnissen nichts ändern will, zeigt sich an der Art und weise, wie er die Interessen der Leute aufgreift, indem er ihnen eine Demokratie mit mehr Nutzen verspricht und sich in die Reihe derjenigen einreiht, die für die Verwirklichung der Demokratie eintreten."
Weiter heißt es zu den angestrebten Wirkungsprinzipien der KBW-Politik:"
Die NIEDERLAGE in dem Kampf, dessen Ausgang man vorher schon gewußt hat, wird, gemäß der Maxime, in einen SIEG verwandelt und in einen LERNPROZEß umgedeutet, in dem man den Charakter des Staats erfahren hat und sich als teil des Volkes fühlen konnte. … So ist der KBW schließlich dahin gelangt, den Massen zu empfehlen, sich durch den Kampf gegen den Staat zu Staatsfeinden erziehen zu lassen. … Der KBW spricht offen aus, daß die Leute das, was er vertritt, noch gar nicht WOLLEN und erst auf die Ochsentour dazu gebracht werden müssen … Die Politik der AKTIONSEINHEIT soll über politische Differenzen hinweg die Massen … zusammenschließen und SO die Politik des KBW durchsetzen, die - trickreich wie sie ist - gerade darin besteht die Aktionseinheit zu fordern … Esa ist ein Eingeständnis, daß er die Leute hintergehen muß, um sie für seine Zwecke einzusetzen, wie es gleichzeitig die beständige Aufgabe seines Zieles ist." Daraus erfolge zunächst ein rechter Opportunismus und dann ein linker sowie allzeit "das Problem, das Interesse, das man hat, den Leuten aufzuschwatzen". Diese gehe so weit, "daß er sich … das Desinteresse der Bürger am Kampf gegen den Staat nur mehr PSYCHOLOGISCH erklären kann." Der KBW "trägt dazu bei, Rechts- und Demokratieillusionen zu bestärken, die Arbeiterklasse von der Erkenntnis ihrer Interessen abzuhalten".
Q: Marxistische Studentenzeitung Nr. 8, München 5.12.1975

10.12.1975:
Der Kommunistische Jugendverband Deutschlands (KJVD) der KPD gibt die Nr. 24/25 seiner 'Kämpfenden Jugend' (KJ - vgl. 26.11.1975, Jan. 1976) heraus. In einem Jahresrückblick erscheinen Bilder auch vom AKW-Protest in Wyhl.
Q: Kämpfende Jugend Nr. 24/25, Köln 10.12.1975, S. 6

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17.12.1975:
Laut 'ID' findet heute eine Demonstration in Stuttgart gegen das AKW in Wyhl bei Freiburg statt.
Q: Frankfurter Informationsdienst Sdrnr., Frankfurt 27.2.1975,S.10

19.01.1976:
Die SMV der Carl-Severing-Schule Bielefeld für Metall- und Elektroberufe mit Berufsschule, Fachoberschule und Fachschule (BS, FOS bzw. FS) Abteilung Metall und Elektro (vgl. 2.2.1976) verfaßt vermutlich in dieser Woche die folgende Resolution zur 13. und 14.SRÄ (vgl. 16.1.1976):"
RESOLUTION DER SMV GEGEN DIE MAULKORBGESETZE

Wir protestieren gegen die Verabschiedung des 13.Strafrechtsänderungsgesetzes, mit dem vor allem die Paragraphen 88a, 130a und 140 geändert worden sind.

Wir verurteilen den Versuch der Bundesregierung, das System der 'Staatsschutz'paragraphen im westdeutschen Strafrecht weiter auszubauen, die Versammlungs-, Organisation- und Pressefreiheit noch weiter einzuschränken und umfassende politische Zensur zu legalisieren.

Das Ausmaß, in dem die demokratischen Rechte des Volkes weiter abgebaut werden sollen, erinnert an die Verhältnisse unter dem Nazi-Faschismus.

Wir wenden uns gegen die Kriminalisierung von Streiks, Fabrik- und Hausbesetzungen, Kämpfen gegen die Verseuchung unserer Umwelt. Wir protestieren gegen den Versuch, die Diskussion, die Billigung und die Berichterstattung über Widerstandsaktionen und Kämpfe des Volkes zu verbieten. Dieses Gesetz richtet sich in besonderer Weise gegen die Arbeiterbewegung, gegen die Verbreitung des wissenschaftlichen Sozialismus und gegen die Unterstützung der kämpfenden Völker der dritten Welt.

Wir fordern die Streichung des 13.Strafrechtsänderungsgesetzes!
Versammlungs-, Organisations- und Pressefreiheit dürfen nicht weiter eingeschränkt werden!
Wir fordern die Streichung aller Staatsschutzparagraphen!
Weg mit den Maulkorbparagraphen!"

Zum Hintergrund äußert sich die SMV so:"
STAATSGEWALT GEGEN VOLKSGEWALT
WEG MIT DEM MAULKORBEGSETZ 130A (88A)

Kollegen!

Am 16.1.1976 hat der Bundestag eine Reihe von Gesetzen, die 13. und 14. Strafrechtsänderung, einstimmig beschlossen. Umfassende politische Zensur, weiterer Abbau der Versammlungs-, Organisations- und Pressefreiheit! Verschärfter Ausbau des Systems der Staatsschutzparagraphen!

Angeblich sollen diese Gesetze die Bevölkerung vor dem 'Terrorismus' schützen. In Wirklichkeit aber richten sich diese Gesetze gegen Arbeiter, die sich gegen eine Verschlechterung der Arbeitsbedingungen wehren, für eine Lohnerhöhung kämpfen und ihre Interessen gegen die Kapitalisten durchsetzen wollen. Es richtet sich gegen Schüler, die sich zusammen tuen, um gegen ihre miserable Situation etwas zu unternehmen. Es richtet sich gegen die Bauern und die Bevölkerung einer Region, die sich gegen den Bau eines Kernkraftwerkes (AKW,d.Vf.) aussprechen und eine Bauplatzbesetzung durchführen. Kurzum, die ganzen Staatsschutzparagraphen richten sich gegen jeden fortschrittlich denkenden und handelnden Menschen.

In Paragraph 126 heißt es: Wer den 'öffentlichen Frieden durch Androhung von Straftaten stört', soll eine Geldstrafe oder bis zu drei Jahre Gefängnis bekommen. Solche Straftaten sind nach diesem Gesetz z.B. eine Fabrikbesetzung wie in Erwitte (bei Seibel - CPK-Bereich,d.Vf.), Verhinderung von Streikbruch, Straßenblockade demonstrierender Bauern, Baustellenbesetzung von Kernkraftgegnern (Wyhl). So rief der Ministerpräsident Filbinger (nicht zufällig ein alter Nazi), CDU, den kämpfenden Bauern in Wyhl zu, sie gefährdeten den Bestand der 'freiheitlich demokratischen Grundordnung' (FdGO,d.Vf.)!

Nach Paragraph 130a wird sogar der bestraft, der eine der oben angeführten Straftaten befürwortet, ja auch nur als notwendig und unvermeidbar darstellt! Auch der, der öffentlich den Kampf der Bauern von Wyhl gegen den Bau des Kernkraftwerkes richtig findet, der die Besetzung der Fabrik durch die streikenden Kollegen in Erwitte befürwortet, oder die Nachricht davon öffentlich verbreitet, kann bis zu drei Jahren Gefängnis bekommen!

Aber es kommt noch schlimmer: Auch wer eine Schrift, die eine solche Straftat enthält, herstellt, bezieht, liefert, vorrätig hat, ankündigt, anpreist usw., kann ebenfalls in den Genuß einer dreijährigen Freiheitsentzugsstrafe kommen.

Um aber auch jede noch so kleine Lücke im Gesetz zu schließen, heißt es weiter, daß nicht nur der bestraft wird, der z.B. ein Buch, ein Flugblatt oder eine Zeitung mit den obengenannten Inhalten, befürwortet, verkauft, besitzt oder für gut befindet, bestraft wird, sondern auch der, der sich mündlich, z.B. auf der Belegschaftsversammlung, in der Schule usw. für einen spontanen Streik, für eine Werksbesetzung, für eine Straßenblockade während eines Kampfes gegen Fahrpreiserhöhungen, für die Befreiungsbewegungen in der
dritten Welt, für die sozialistische Revolution ausspricht.

Was da auf uns zukommt, sieht man ganz drastisch daran, daß das südafrikanische Rassistenregime (Azania,d.Vf.) sofort eine amtliche Stellungnahme nach Bonn geschickt hat, worin die Rassisten dieses neue Gesetz ausdrücklich begrüßen und sich darüber freuen, daß nun ja wohl endlich Vertreter von Befreiungsbewegungen, die das Rassistenregime in Südafrika bekämpfen und auch diejenigen, die sie dabei unterstützen, in der BRD energisch verfolgt würden!

Der Paragraph 130 verfolgt jeden, der 'zum Haß gegen Teile der Bevölkerung (gemeint sind die Kapitalisten - Anm. des Verf.) oder zum Klassenkampf aufstachelt'. Demnach gehören sämtliche großen Führer der Arbeiterbewegung, von Bebel, Marx, bis zu Lenin, Stalin, Mao Tse-tung auf den Index. Sämtliche Bürgerinitiativen, wie z.B. Wyhl oder Werksbesetzungen, wie z.B. Erwitte oder Kalletal (Demag - IGM-Bereich,d.Vf.), wo die Betroffenen Dokumentationen über ihren Kampf herausgegeben haben, sind davon betroffen.

Wer ihre Schriften besitzt, verkauft, befürwortet, weitergibt usw. kann also auch mit der Bekanntschaft einer Gefängniszelle rechnen. Man höre aber und staune: all dieses, was einen so eindringlich an die Verhältnisse des Nazi-Faschismus erinnert, geschieht einzig und alleine um die sogenannte 'freiheitliche, demokratische Grundordnung' zu schützen. Hier bleibt uns nur eine Schlußfolgerung übrig: entweder, es gibt diese freiheitliche, demokratische Grundordnung nicht, oder sie schützt nur das Kapital und seine Vertreter. Da es sie aber offensichtlich gibt, bleibt nur noch eine Schlußfolgerung!"
Q: Carl-Severing-Schule Bielefeld:SMV-Info,Bielefeld Feb. 1976,S.7ff

Februar 1976:
Der Kommunistische Jugendverband Deutschlands (KJVD) der KPD gibt die Nr. 2 seiner 'Kämpfenden Jugend' (KJ - vgl. Jan. 1976, März 1976) heraus.
Von Prof. Jens Scheer Bremen erscheint ein Artikel zu AKWs: "'Jährlich werden zehntausend an Krebs sterben" der Bilder von Scheer in Wyhl zeigt.
Q: Kämpfende Jugend Nr. 2, Köln Feb. 1976, S. 16f

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08.02.1976:
Der AB gibt die Nr. 80 seiner 'Kommunistischen Arbeiter Zeitung' (KAZ) (vgl. 25.1.1976, 22.2.1976) heraus. Aus Baden-Württemberg wird berichtet vom AKW Wyhl.
Q: Kommunistische Arbeiterzeitung Nr. 80, München 8.2.1976

16.02.1976:
Die Ortsleitung (OL) Duisburg der KPD gibt spätestens Anfang dieser Woche ein Flugblatt zum Prozeß (vgl. 18.2.1976) wegen der Störung einer Löwenthal-Veranstaltung (vgl. 6.3.1975) heraus:"
LÖWENTHAL GESTÖRT - ANGEKLAGT WEGEN BESCHIMPFUNG DER BUNDESREPUBLIK

Verboten werden soll die Herstellung und Verbreitung von Schriften, in denen die Notwendigkeit der Gewaltanwendung der Arbeiterklasse und des Volkes gegen die Gewaltmaßnahmen der Kapitalisten und des bürgerlichen Staates nachgewiesen wird. Dies betrifft die Werke der großen Führer der internationalen Arbeiterbewegung Marx, Engels, Lenin, Stalin und Mao Tse-tung. Dies betrifft das Programm der Kommunistischen Partei. Denn in diesen Schriften geht es um die Unvermeidbarkeit des gewaltsamen Sturzes der herrschenden Klasse und die Errichtung der unumschränkten Herrschaft der Arbeiterklasse. Dies betrifft aber auch alle Schriften, in denen die Besetzung eines Grundstücks durch eine Bürgerinitiative, die Besetzung einer Fabrik durch die Belegschaft, eine Verkehrsblockade gegen die Erhöhung der Straßenbahntarife usw. propagiert werden. Gerechte Widerstandsaktionen der Arbeiterklasse und des Volkes, wie der Kampf der Winzer von Wyhl (gegen ein AKW,d.Vf.), wie die Aktionen der Arbeiter von Erwitte (bei Seibel - CPK-Bereich,d.Vf.) und Kalletal (Stübbe-Demag - IGM-Bereich,d.Vf.) dürfen nicht mehr 'befürwortet' werden - denn es handelt sich ja um Landfriedensbruch!"
Q: KPD-OL Duisburg: Löwenthal gestört - angeklagt wegen Beschimpfung der Bundesrepublik, Duisburg o.J. (Feb. 1976)

22.02.1976:
Demonstration an der NATO-Rampe in Wyhl gegen das geplante AKW. Neben einer Reihe von BIs nehmen auch zahlreiche linke Gruppierungen daran teil. Laut KB beteiligen sich über 10 000 Menschen.
Q: Frankfurter Informationsdienst Nr.112,Frankfurt 1976,S.3; Arbeiterkampf Nr. 75, Hamburg 1.3.1976,S.23

29.02.1976:
In Wyhl beteiligen sich, laut KPD, 10 000 an einer Kundgebung gegen das AKW.
Q: Rote Fahne Pressedienst Nr. 9, Köln 2.3.1976

17.03.1976:
Die KPD gibt ihre 'Rote Fahne' (RF) Nr. 11 (vgl. 10.3.1976, 24.3.1976) heraus. Berichtet wird von der eigenen Kandidatur zu den Landtagswahlen (LTW - vgl. 4.4.1976) mit je einem Kandidaten in Stuttgart-Feuerbach und im Landkreis Emmendingen bei Freiburg, in dem auch Wyhl liegt. Zum Landkreis Emmendingen wird kritisiert, daß "der DKP-Mann Ercht und der KBW, zwar … kandidieren, aber nicht einmal versuchten, Unterschriften in den Dörfern zu sammeln".
Nicht einmal der KBW ging für die DKP sammeln, obwohl die KBWler doch sonst gern "ihre Handlangerdienste für die modernen Revisionisten leisten."
Q: Rote Fahne Nr. 11, Köln 17.3.1976

24.03.1976:
Die KPD gibt ihre 'Rote Fahne' (RF) Nr. 12 (vgl. 17.3.1976, 31.3.1976) heraus. Auf Seite 6 wird im Artikel "Gegen Atomkraftwerke!" auch eingegangen auf die AKWs in Brokdorf in Schleswig-Holstein und Wyhl bei Freiburg in Baden-Württemberg und ganz allgemein, wozu erklärt wird, "die VR China ist ein sozialistisches Land, in dem die Atomenergie zum Wohl und im Dienste des Volkes genutzt wird, bei der deshalb, weil das unter Kontrolle der Volksmassen geschieht und nicht unter der von profitgierigen Kapitalisten, wirklich ausreichende Sicherheitsvorkehrungen getroffen sind." Das die DKP ähnliches von der DDR und Sowjetunion behauptet wird ihr übel genommen, weil dort ja gar kein Sozialismus ist.
Q: Rote Fahne Nr. 12, Köln 24.3.1976

27.03.1976:
Die KPD/ML gibt ihren 'Roten Morgen' (RM) Nr. 13 (vgl. 20.3.1976, 3.41976) heraus. Vom AKW Wyhl wird berichtet über das 'Offenbacher Papier': "Ein Erpressungsmanöver der Landesregierung".
Q: Roter Morgen Nr. 13, Dortmund 27.3.1976, S. 6

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02.04.1976:
In Bremen beginnt, laut KPD, eine viertägige Tagung der International Youth Federation for Environmental Studies (in der 'BRD': Jugendbund für Naturbeobachtung) über Kernenergie, auf der man sich u.a. mit den AKWs in Brokdorf und Wyhl bei Freiburg, der KFA Jülich und WAAs befaßt. Verabschiedet wird eine Resolution gegen Berufsverbote (BV) wie sie u.a. den KPD-Professor Jens Scheer treffen.
Q: Rote Fahne Nr.15,Köln 14.4.1976

03.04.1976:
Die KPD/ML gibt ihren 'Roten Morgen' Nr. 14 (vgl. 27.3.1976, 10.4.1976) heraus. Über AKWs wird berichtet aus Wyhl bei Freiburg.
Q: Roter Morgen Nr. 14, Dortmund 3.4.1976

04.04.1976:
Im Wahl- und Landkreis Emmendingen erhält die KPD bei den Landtagswahlen, nach eigenen Angaben, 164 Stimmen (0,25%).
Q: Rote Fahne Nr. 15, Köln 14.4.1976

September 1976:
Das KPD-RK NRW gibt spätestens in diesem Monat ein Flugblatt zu den Bundestagswahlen (BTW - vgl. 3.10.1976) heraus:"
BAUERN, WERKTÄTIGE DER KLEINEN STÄDTE UND DÖRFER!

DIE KPD RUFT EUCH AUF, AM 3.OKT. EURE STIMME DER KPD ZU GEBEN.

CDU und SPD sind sich im Grundsätzlichen einig in allen Existenzfragen des Landes:
Die Kommunalreform wird ebenso in CDU wie SPD regierten Ländern durchgeführt, Ansiedlung von Schmutzindustrie schreitet voran ob CDU oder SPD am Ruder ist - Beispiel hierfür: Wyhl in Baden-Württemberg, Atommülldeponie in Niedersachsen, Schmutzindustrie an der Elbmündung usw. Die chronische Arbeitslosigkeit auf dem Lande, die Landflucht, die Zusammenballung riesiger Industriegebiete geht im CSU regierten Bayern ebenso wie im SPD regierten Hessen vor sich."
Q: KPD-RK NRW: Bauern, Werktätige der kleinen Städte und Dörfer!, Dortmund o.J. (1976)

08.09.1976:
Die KPD gibt ihre 'Rote Fahne' (RF) Nr. 36 (vgl. 1.9.1976, 15.9.1976) heraus. Vom Wahlkampf zu den Bundestagswahlen (BTW - vgl. 3.10.1976) wird auch berichtet von Arbeitern und Bauern im Kaiserstuhl, die gegen das AKW Wyhl kämpfen. Vorgestellt werden die eigenen Kandidaten. Ulf Fiedler war Student und ist nun Hilfsarbeiter in einem Mittelbetrieb, vermutlich im Landkreis Emmendingen, und mit dem Kampf gegen das AKW Wyhl befaßt.
Q: Rote Fahne Nr. 36, Köln 8.9.1976

04.10.1976:
Vermutlich in dieser Woche besucht, laut KPD, der Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Filbinger (CDU), Kiechlingsbergen, wo tausende von Arbeitern, Bauern und Winzern gegen das AKW Wyhl protestieren.
Q: Rote Fahne Nr. 41, Köln 13.10.1976

05.10.1976:
In Freiburg besuchen, laut und mit KPD Bezirksleitung Südbaden, ca. 100 Personen die 'Volkshochschule Wyhler Wald' mit ihrem Professor Jens Scheer von der Uni Bremen. Verabschiedet wird eine Resolution gegen das Berufsverbot (BV) von Scheer.
Q: Rote Fahne Nr. 41, Köln 13.10.1976

20.10.1976:
Die SAG gibt die Nr. 11 ihrer 'Sozialistischen Arbeiter Zeitung' (vgl. 6.10.1976, 5.11.1976) heraus. Aus Baden-Württemberg wird berichtet über das AKW Wyhl bei Freiburg.
Q: Sozialistische Arbeiter Zeitung Nr. 11, Frankfurt 20.10.1976

23.10.1976:
Die KPD/ML gibt ihren 'Roten Morgen' (RM - vgl. 16.10.1976, 30.10.1976) Nr. 43 heraus und berichtet vom AKW Wyhl "Kaiserstühler Bevölkerung – 'Haltet ihn, den Filbinger!'".
Q: Roter Morgen Nr. 43, Dortmund 23.10.1976, S. 6

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30.10.1976:
Laut KPD/ML besetzen in Brokdorf von 10 000 Demonstranten, die auch aus Wyhl kamen, 5 000 den Platz, wobei sich der KBW negativ hervorgetan habe, ebenso die DKP.
Q: Roter Morgen Nr. 45, Dortmund 6.11.1976, S. 1 und 6

14.11.1976:
Der AB gibt seine 'Kommunistische Arbeiterzeitung' Nr. 100 (vgl. 31.10.1976, 28.11.1976) heraus. Aus Schleswig-Holstein wird berichtet von den AKW Brokdorf-Demonstrationen (vgl. 30.10.1976, 13.11.1976), wobei man sich an das baden-württembergische Wyhl erinnert fühlt.
Q: Kommunistische Arbeiterzeitung Nr. 100, München 14.11.1976

16.11.1976:
Der Ständige Ausschuß des Politbüros des ZK der KPD richtet eine Solidaritätsadresse an die gegen das AKW Brokdorf kämpfende BUU Wewelsfleth, in der auch auf das geplante AKW Wyhl in Baden-Württemberg eingegangen wird.
Q: Rote Fahne Nr. 47, Köln 24.11.1976

17.11.1976:
Die SAG gibt die Nr.13 ihrer 'Sozialistischen Arbeiter Zeitung' (vgl. 5.11.1976, Dez. 1976) heraus und berichtet über das AKW Wyhl.
Q: Sozialistische Arbeiter Zeitung Nr.13,Frankfurt 17.11.1976

28.11.1976:
Der AB gibt seine 'Kommunistische Arbeiterzeitung' (KAZ) Nr.101 (vgl. 14.11.1976, 12.12.1976) heraus. Erwähnung findet auch das geplante AKW Wyhl.
Q: Kommunistische Arbeiterzeitung Nr.101,München 28.11.1976

17.12.1976:
Die KPD/ML gibt ihren 'Roten Morgen' (RM - vgl. 10.12.1976, 24.12.1976) Nr. 51 heraus. Berichtet wird auch vom AKW Wyhl.
Q: Roter Morgen Nr. 51, Dortmund 17.12.1976, S. 12

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14.01.1977:
In Duisburg rief die KPD (vgl. 10.1.1977) für heute zum Besuch ihrer Anti-AKW Filmveranstaltung um 19 Uhr im 'Goldenen Stern' in Neudorf, Sternbuschweg Ecke Karl-Lehr-Straße auf, wo der Film "Lieber heute aktiv als morgen radioaktiv" von Nina Gladitz über den Kampf gegen das AKW Wyhl gezeigt werden soll.

Laut 'Rote Fahne' (RF - vgl. 19.1.1977) wurde die Veranstaltung von der KPD-
Ortsleitung (OL) organisiert.
Q: Rote Fahne Nr.3,Köln 19.1.1977; KPD: Kein Atomkraftwerk in Brokdorf und auch nicht anderswo, o.O. (Duisburg) o.J. (Jan. 1977), S. 1

14.01.1977:
Die KPD (vgl. 12.1.1977) berichtet aus Köln über die heute beginnenden und bis zum 20.1.1977 dauernden Vorführungen des Anti-AKW-Filmes 'Lieber heute aktiv als morgen radioaktiv' von Nina Gladitz, mit der heute eine Diskussion stattfinden soll (vgl. 23.1.1977).
Q: Rote Fahne Nr. 2, Köln 12.1.1977

27.01.1977:
In Freiburg soll, laut KB, die Eröffnung des Hauptsachenverfahrens über das AKW Wyhl stattfinden.

Laut KPD (vgl. 2.2.1977) beginnt in Herbolzheim der Prozeß um das AKW Wyhl, zu dessen Beginn ca. 700 Personen, u.a. Jens Scheer, erscheinen (vgl. 31.1.1977).
Q: Arbeiterkampf Nr.96,Hamburg 10.1.1977; Rote Fahne Nr. 5, Köln 2.2.1977

31.01.1977:
Die KPD (vgl. 9.2.1977) berichtet vermutlich aus dieser Woche vom AKW Wyhl-Prozeß (vgl. 27.1.1977, 2.2.1977), daß Jens Scheer als Gutachter abgelehnt worden sei.
Q: Rote Fahne Nr. 6, Köln 9.2.1977

Februar 1977:
Der Kommunistische Jugendverband Deutschlands (KJVD) der KPD gibt die Nr. 2 seiner 'Kämpfenden Jugend' (KJ - vgl. Jan. 1977, März 1977) heraus, vorgestellt wird der Film von Nina Gladitz "Lieber heute aktiv als morgen radioaktiv!" zum AKW Whyl.
Q: Kämpfende Jugend Nr. 2, Köln Feb. 1977, S. 25

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02.02.1977:
In Königschaffhausen findet, laut KPD (vgl. 9.2.1977), eine Veranstaltung zum AKW Wyhl-Prozeß (vgl. 31.1.1977) statt.

Vermutlich auf dieser Veranstaltung wird auch der Film von Nina Gladitz, "Lieber heute aktiv als morgen radioaktiv" vorgestellt, der von der KPD-Parteiorganisation Südbaden als überwiegend positiv eingeschätzt wird.
Q: Rote Fahne Nr.6 und 8,Köln 9.2.1977 bzw. 23.2.1977

20.02.1977:
Der Spartacusbund (SpB) gibt sein 'Spartacus' Nr.34 (vgl. 20.12.1976, März 1977) heraus. Berichtet wird vom Kampf gegen die AKWs in Brokdorf und Wyhl.
Q: Spartacus Nr.34,Essen 20.2.1977

14.03.1977:
Das Verwaltungsgericht Freiburg beschließt den Baustop für das AKW Wyhl.
Q: Kämpfende Jugend Nr. 4, Köln Apr. 1977, S. 7

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20.03.1977:
Der AB gibt seine 'Kommunistische Arbeiterzeitung' Nr.108 (vgl. 6.3.1977, 3.4.1977) heraus. Eingegangen wird u.a. auf das AKW Wyhl.
Q: Kommunistische Arbeiterzeitung Nr.108,München 20.3.1977

22.03.1977:
Der KBW Bezirk Oberbayern / Schwaben gibt die 'KVZ-Bezirksbeilage Oberbayern/Schwaben' Nr. 12 (vgl. 15.3.1977, 29.3.1977) heraus.
Zum Baustop für das AKW Wyhl wird in "'Lieber kein Fernsehen als Atomstrom?'" ein Artikel des Münchner Teils der 'Süddeutschen Zeitung' (SZ) kommentiert.
Q: Kommunistische Volkszeitung – Bezirksbeilage Oberbayern/Schwaben Nr. 12, München 1977, S. 1

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25.03.1977:
Die KPD/ML gibt ihren 'Roten Morgen' (RM) Nr. 12 (vgl. 18.3.1977, 1.4.1977) heraus. Zum Anti-AKW Protest erscheint der Artikel "Wyhl – der Kampf geht weiter".
Q: Roter Morgen Nr. 12, Dortmund 25.3.1977

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30.03.1977:
Die SAG gibt ihre 'Sozialistische Arbeiterzeitung' Nr.20 (vgl. 16.3.1977, 13.4.1977) heraus. Berichtet wird aus Freiburg, vom AKW Wyhl.
Q: Sozialistische Arbeiterzeitung Nr.20,Frankfurt 30.3.1977

April 1977:
Am Kieler Institut für Meereskunde gibt der MSB Spartakus der DKP vermutlich im April die Nr.5 seiner 'Antenne' heraus. Im Leitartikel äußert man sich so:"
AUF EIN WORT…

Nach den Ereignissen von Grohnde (in Niedersachsen am 19.3.1977,d.Vf.) glauben die Befürworter der Kernenergie wieder aufatmen zu können: Der Gerichtsentscheid von Schleswig und Freiburg (am 14.3.1977 in Baden-Württemberg,d.Vf.) hatte sie in arge Bedrängnis gebracht. Die als wenig fortschrittlich bekannten Gerichte konnten sich dem Protest der Bevölkerung nicht mehr entziehen und bestätigten offenkundige Mängel an der Konstruktion der AKWs. So müssen Bundes- und Landesregierung ebenso wie die Atomkonzerne - zumindest vorläufig - die Hoffnung auf juristischen Segen für den Ausbau des AKW-Netzes aufgeben.

In dieser Lage konnte ihnen gar nichts willkommener sein, als durch die 'Schlacht um Grohnde' von der Sicherheitsproblematik auf die 'Gewaltfrage' abzulenken.

Vieles deutet auf eine Provokation der Polizei hin, wobei sie bei maoistischen Gruppen bereitwillige Unterstützung fand. Vor allem die Freiburger Entscheidung zu Wyhl hat den Befürwortern die Argumentation vermiest. Wurde den Bürgerinitiativen vordem von Politikern der juristische Weg gepriesen, hat jetzt das Aufsichtsratsmitglied des Badenwerks, Filbinger, nichts eiliger zu tun als den Richtern mangelnden Sachverstand nachzusagen. Und das, obwohl die Medien berichteten, kaum je hätte ein Gericht so viel Material als Entscheidungshilfe zur Verfügung gehabt. Nachdem die Atom-Lobby gemerkt hat, daß sie mit der 'weichen Welle' nicht durchkommt, hat sie auch an anderen Stellen die harten Bandagen angelegt. Wieder war es Filbinger, der dazu den Auftakt gab. Er erklärte, die Bevölkerung Baden-Württembergs müsse jetzt mit massiven Sparmaßnahmen in der Energieversorgung rechnen. Dazu sei bereits ein Sparplan in Arbeit. Das ist umso erstaunlicher als das Badenwerk Stromüberkapazitäten verzeichnet und im vergangenen Geschäftsbericht über einen um 6% gesunkenen Stromverkauf klagte. Wirtschaftsminister Fridrichs wartete gar mit der Drohung auf, ohne AKWs gäbe es bald 2,5 Mio. Arbeitslose. Das ist das infamste der 'Argumente'! Der Bau von Kohlekraftwerken (KKW) erfordert fast ebenso viele Arbeitskräfte wie der von AKWs. Der Bau von KKWs ist aber etwa um die Hälfte billiger. Diese jeweils ca. 1/2 Mrd. könnte zur Schaffung weiterer Arbeitsplätze eingesetzt werden. Rechnet man die ca. 300 000 Arbeitsplätze hinzu, die durch verstärkte Förderung im Kohlebergbau gesichert werden könnten, wird klar, was hinter solchen 'Argumenten' steckt. Und Kohle haben wir nach Aussage der Zechen so reichlich, daß sie bei der berechneten Steigerung des Energieverbrauchs noch einige hundert Jahre ausreichen würde. Bis dahin steht aber mit Sicherheit die Kernfusion als Energielieferant zur Verfügung.

Die Sicherheit von Arbeitsplätzen hängt eben nicht ursächlich mit der Frage Atom- oder Kohlekraftwerke zusammen. Sie werden gefährdet, weil die kapitalistische Produktion ohne Rücksicht auf die Bevölkerung Kosten zu senken und den Profit zu erhöhen (gezwungen ist,d.Vf.). Dazu gehört auch die Vernichtung von Arbeitsplätzen durch Rationalisierung.

Es verwundert deshalb nicht, daß keine der Wirtschaftskrisen der Vergangenheit durch Energiemangel verursacht wurde. Die Gründe liegen in der kapitalistischen Mißwirtschaft."
Q: Antenne Nr.5,Kiel 1977

04.04.1977:
Vermutlich in dieser Woche gibt die DKP Geesthacht ihren 'DKP Express Geesthacht' Nr.2 heraus. Ein Artikel lautet:"
WARUM WIR DAS KKW KRÜMMEL NICHT BRAUCHEN!

Das Verwaltungsgerichtsurteil aus Freiburg, daß das AKW in Wyhl nicht gebaut werden darf, weil ein Berstschutz fehlt, zeigt, daß die Konzerne nicht alles technisch Mögliche zur Unfallsicherheit getan haben. 'Unser' KKW Krümmel hat ebenfalls keinen Berstschutz! Daher: AUCH IN KRÜMMEL MÜSSEN DIE BAUARBEITEN GESTOPPT WERDEN! DAS UNSICHERE DING DARF NICHT IN BETRIEB GEHEN!"
Q: DKP Express Geesthacht Nr.2,Geesthacht 1977

27.04.1977:
Die SAG gibt ihre 'Sozialistische Arbeiterzeitung' Nr.22 (vgl. 13.4.1977, 1.5.1977) heraus, es wird auch eingegangen auf das AKW Wyhl.
Q: Sozialistische Arbeiterzeitung Nr.22,Frankfurt 27.4.1977

05.09.1977:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr.112 (vgl. 22.8.1977, 19.9.1977) heraus.
Im Leitartikel "Kalkar: Breites Bündnis! Unterstützungskonferenz erfolgreich abgeschlossen" heißt es u.a.:"
Immer größere Teile der westdeutschen Anti-AKW-Bewegung beschließen ihre Unterstützung für die nationale Großkundgebung am 24. September in Kalkar, direkt am Bauplatz des Schnellen Brüters. Die Unterstützung kommt sowohl von den großen Regional- und Landesverbänden der AKW-Gegner (am 3. September beschlossen z.B. die fünf Regionalverbände der BUU, nämlich Elbmarschen, Hamburg, Westküste, Ostküste und Oberelbe, einmütig die Unterstützung der Aktion und breite Mobilisierung dazu aus Norddeutschland, eine Unterstützung des Aufrufes beschlossen am 3.9. auch 11 bayrische BIs), als auch den national organisierten Umweltschutz-Verbänden (z.B. BBU, Bund für Umwelt und Naturschutz, etc.), sowie politische Organisationen, u.a. dem KB, dem SB (SBü,d.Vf.), diversen Sponti-Strömungen und - mit regionaler Begrenzung auf NRW - auch der KPD und der Falken (SJD der SPD,d.Vf.). DKP und KBW haben bisher noch keine abschließende Stellungnahme zur Kalkar-Großkundgebung abgegeben. In Norddeutschland hetzt der KBW gegen die Kalkar-Aktion als dem 'Itzehoe des KB'. Erstmals rufen auch die badisch-elsässischen Bürgerinitiativen (Wyhl) zu einer nationalen Großaktion auf."
Q: Arbeiterkampf Nr.112,Hamburg 5.9.1977

Februar 1978:
Die Gruppe Arbeiterstimme-Minderheitsgruppe bzw. Montagsfraktion gibt ihre 'Arbeiterstimme' (ARSTI - vgl. 28.11.1977) Nr. 3/4 für 1977, laut der Mehrheitsgruppe (vgl. 6.3.1978), erst im Februar 1978 heraus. Berichtet wird u.a. über Anti-AKW-Bürgerinitiativen (BIs) bzw. Proteste in Wyhl.
Q: Arbeiterstimme Nr.1/2 bzw. 3/4,Nürnberg 6.3.1978 bzw. Nürnberg 1977

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