KSV: Nicht SPD als "kleineres Übel", Sozialismus heißt die Alternative! Wählt KPD (Oktober 1974)

Oktober 1974:
Vermutlich Anfang Oktober erscheint in München zum Landtagswahlkampf in Bayern vom KSV Regionalkomitee Bayern die Agitationsbroschüre: "Nicht SPD als kleineres Übel, Sozialismus heißt die Alternative! Wählt KPD". Sie wendet sich u. a. gegen die SPD und ihren "demagogischen Versuchen", sich als "sozialistische Alternative" zu erklären.

Eingangs wird erklärt: "Im Landtagswahl kämpf in Bayern steigen die bürgerlichen Parteien, an ihrer Spitze SPD und CSU erneut auf ihre sorgfältig zurechtgezimmerte Tribüne der wortradikalen Demagogie und des Scheingefechts. Die CSU, verantwortlich für die ökonomischen und politischen Verhältnisse in Bayern, verbindet ihre klerikal-reaktionäre Ideologie der freien Welt (Programm der KPD) mit unverhüllt antikommunistischer Hetze, vertritt unverblümt die Interessen der imperialistischen Bourgeoisie gegen die sich formierende Arbeiterklasse und die gegen den Imperialismus kämpfenden Völker der Welt. In der Situation zahlreicher Konkurse, steigender Arbeitslosigkeit und des täglichen Lohnraubs kann sie nur durch dreiste Lügen, hohle Versprechungen und antikommunistische Hetze von ihrer eigenen Funktion abzulenken versuchen, die darin besteht, abzusichern, dass die momentane Krise des BRD-Imperialismus auf dem Rücken der Arbeiterklasse ausgetragen wird.

Die SPD propagiert sich in dieser Situation demagogisch als die sozialistische Alternative und versucht damit, die aufbrechenden Widersprüche der Arbeiterklasse zum imperialistischen System der Ausbeutung und Unterdrückung zu kanalisieren, um sie an ihre eigene imperialistische Politik zu ketten. Ihre Rolle als Oppositionspartei in Bayern nutzt sie taktisch, um über ihre bundesdeutsche Praxis als derzeit beste Interessenvertreterin des westdeutschen Monopolkapitals hinwegzutäuschen, in der sie unter Beweis gestellt hat, dass ihr Programm das Programm der imperialistischen Bourgeoisie ist, dass der Wechsel in der Regierung von Brandt zu Schmidt nicht schlechtere oder bessere Vertretung der Interessen der Arbeiterklasse bedeutet, sondern Durchsetzung der Interessen der Ausbeuter mit verschiedenen Personen und verschiedenen Mitteln."

Inhalt der Broschüre ist:
- "Nicht Worte, Tagten zählen: CSU und SPD - Parteien des Monopolkapitals";
- - "Die Tradition der SPD ist die Tradition der Ebert und Noske";
- - "SPD-Krisenmanagement";
- - "Nicht 'kleineres Übel' - mit der KPD zum Sozialismus";
- "Gegen Monopoldiktatur. Für Volksdemokratie - Die Arbeiterklasse an die Macht!";
- "Arbeiter und Bauern - Gemeinsam kämpfen!";
- "Schluss mit der Profitsanierung!" mit Berichten aus München;
- "Für eine ausreichende medizinische Versorgung der werktätigen Bevölkerung!" wobei aus München berichtet wirr;
- "Gegen politische Entrechtung und Unterdrückung!";
- "Weg mit den Berufsverboten!";
- "Gegen bürgerliche Klassenerziehung, für eine Ausbildung im Dienste des Volkes!"; sowie
- "Nicht SPD/FDP, nicht CSU, nicht DKP und NPD, Arbeiter, Werktätige und Studenten - Eure Partei: KPD !".

Vorgestellt werden die drei Münchener Landtagskandidaten Bernhard Jehle, Hans Kumor und Monika Ampferl.
Quelle: KSV-RK Bayern: Nicht SPD als kleineres Übel, Sozialismus heißt die Alternative! Wählt KPD. Agitationsbroschüre zum Landtagswahlkampf, München o. J. (1974)

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Letzte Änderungen: 12.8.2017


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