Buchhaltung TZ-EasyBuch 3.0
Buchhaltungsprogramm TZ-EasyBuch 3.0

Anzeige

Buchhaltungssoftware speziell für Freiberufler und Kleinunternehmer

TZ-EasyBuch 3.0


  Zur Hauptübersicht der Datenbank MAO

Landkreis Amberg-Sulzbach

Materialien zur Analyse von Opposition

Von Jürgen Schröder, Berlin, 22.11.2006


Materiallage und Organisationen

Diese Darstellung beruht auf bundesweitem bis bestenfalls benachbartem örtlichen Material vor allem von der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP) und der Sozialistischen Betriebsgruppe (SBG) Regensburg bzw. später des Arbeiterbundes für den Wiederaufbau der KPD (AB), die im Landkreis aktiv zu sein scheinen. Vorliegendes örtliche Material, vor allem des KBW, wurde bisher nicht ausgewertet. In die Darstellung einbezogen wurden generelle Erwähnungen der Maxhütte, deren örtlicher Bezug bisher nicht ermittelt werden konnte.

Wichtige Themen und Ereignisse

Diese Darstellung widmet sich über weite Strecken ausschließlich dem Werk Sulzbach-Rosenberg der Maximilianshütte bzw. kurz Maxhütte, von der in dieser Dokumentenauswertung zuerst die DKP berichtet (vgl. 7.8.1969), und wo bald darauf der Funken der Septemberstreiks 1969 zündet (vgl. 8.9.1969), wobei sich das Werk Sulzbach-Rosenberg der Maxhütte früher als das Werk in Maxhütte-Haidhof durch Bereitschaft zu massenhaft vollzogenen verbrecherischen Akten innerhalb der insgesamt intensiv illegalen Septemberstreiks 1969 auszuzeichnen scheint (vgl. 9.9.1969). Beizeiten, dass sich Münchner maoistische Applaudeure zu Wort melden (vgl. 11.9.1969), erfolgt auch schon die Gratifikation für den getreulichen Gesetzesbruch in Form einer Lohnerhöhung nicht allein für die Maxhütte Werk Sulzbach-Rosenberg, sondern gleich für die mehr oder minder kampferprobten Kollegen in der oberpfälzischen Hüttenindustrie, wie in Amberg oder Maxhütte-Haidhof mit (vgl. 11.9.1969).

Aus Sulzbach-Rosenberg berichtet in der Folge vermutlich zuvorderst die DKP (vgl. 18.9.1969, 19.3.1970, 6.6.1970), bald aber auch die Sozialistische Betriebsgruppe (SBG) Regensburg (vgl. Jan. 1971), die sich wiederholt mit der Machütte befasst (vgl. Sept. 1971) bzw. mit der durch die Maxhütte dominierten oberpfälzischen Hüttenindustrie allgemein (vgl. Dez. 1971).

Wir erfahren auch dank der KPD/ML-ZB von der Kurzarbeit bei Siemens Auerbach (vgl. 3.5.1971), die IGBE widmet sich bestimmungsgemäß dem Bergbau der Maxhütte, der sich vornehmlich im Kreis Amberg-Sulzbach abspielt (vgl. 15.3.1972).

Die SBG Regensburg ist nun auch aus München amtlich bestätigt in Sulzbach-Rosenberg tätig (vgl. Apr. 1972), die Rote Schülerfront dagegen versucht sich in Sulzbach-Rosenberg offenbar eher ohne nachhaltigen Erfolg zu zeitigen (vgl. Juni 1973).

Die Belegschaft der Maxhütte aber beteiligt sich offenbar am deutschen Arbeiteraufstand 1973, obwohl davon nur örtlich benachbarte Quellen künden (vgl. Juni 1973), was kritisch stimmen mag bzgl. des Wahrheitsgehalts der Meldung.

Wirklich wahr ist dafür vermutlich das Programm des Arbeiterbundes, welches auch in Sulzbach-Rosenberg freimütig in der Arbeiterschaft diskutiert werden soll (vgl. 13.9.1973), allerdings führt dies vermutlich nicht zum gewünschten Erfolg, da aus den folgenden Jahren fast (vgl. 11.7.1976) nur noch Berichte aus dem trotzkistischen Lager (vgl. 14.4.1975, 8.9.1976) bzw. von der KPD (vgl. 25.8.1976, 8.9.1976, 21.9.1976) dokumentiert werden können, die zunächst auf die Septemberstreiks 1969 Bezug nehmen, aber auch – Seitens der KPD – auf die Stahltarifrunde 1976 (STR - vgl. 18.10.1976, 20.10.1976, 27.10.1976).

Die örtlichen Freunde des Arbeiterbundes in Sulzbach-Rosenberg scheinen zwar zunächst mit Berichten an das Zentralorgan zu geizen, zeigen sich aber dafür wiederholt spendabel (vgl. 28.11.1976, 12.12.1976), bemühen sich sodann vermutlich auch in Sulzbach-Rosenberg um den Zusammenschluss von Arbeitern und Akademikern im Kampf gegen die Berufsverbote (vgl. 25.1.1977), bedenken aber auch die Maxhütte publizistisch mit einer Broschüre gegen die Entlassungen (vgl. 29.3.1977), scheint also sowohl im Kampf gegen den politisch motivierten Arbeitsplatzverlust der Intellektuellen zu stehen, als auch gegen den profitbedingten Arbeitsplatzverlust der primär körperlich Arbeitenden.

Die DKP Sulzbach-Rosenberg verweigert offenbar trotzdem die Debatte (vgl. 22.4.1977), ob sich dies im Verlaufe des Kampfes gegen die Stilllegung ändert (vgl. 20.8.1977), von dem aus der folgenden Zeit zahlreiche Berichte der linken Presse künden (vgl. Sept. 1977, Okt. 1977, 1.11.1977, Feb. 1978), entzieht sich dem bisherigen Umfang dieser Auswertung, die derzeit mit dem Bericht über den fast zehn Jahre später immer noch anhaltenden Kampf um die Standortsicherung endet (vgl. 20.1.1988)


Auszug aus der Datenbank "Materialien zur Analyse von Opposition" (MAO)

07.08.1969:  Die DKP gibt die Nr.19 ihrer 'Unsere Zeit' (UZ) Regionalausgabe für Bayern/Baden-Württemberg heraus und berichtet von der Maxhütte Sulzbach-Rosenberg (IGM-Bereich).
=Unsere Zeit Bayern/Baden-Württemberg Nr.19,Essen 7.8.1969

08.09.1969:  Im Zweigwerk Haidhof der Maxhütte beginnen, laut IMSF, 3 600 einen zweitägigen Streik (vgl. 6.9.1969, 9.9.1969). Gefordert wird u.a. die Aufnahme von Tarifverhandlungen (vgl. 9.9.1969) Der gewerkschaftliche Organisationsgrad in den Betrieben der Maxhütte beträgt über 90% (IGM und IGBE). Auch der CGB stellt einige Betriebsräte. Neben einer starken IGM-Jugendgruppe in Sulzbach Rosenberg gibt es noch Betriebsgruppen von CSU, SPD und DKP, aber keine Betriebszeitungen. Der DKP Kreisvorstand Amberg hatte in den letzten Tagen ein Flugblatt "Das Schweigen durchbrechen! DKP Forderungen für die Maxhüttenarbeiter" herausgegeben, in dem auf die Sorge um die Arbeitsplätze und die geringen Löhne hingewiesen wurde, ansonsten aber eine stärkere Besteuerung der Großunternehmen und Mitbestimmung in allen bereichen von Wirtschaft und Gesellschaft, auch über die Verteilung der Unternehmergewinne gefordert wurde. Den Anfang machen um 8 Uhr 45 die Adjustage und das Kaltwalzwerk in Haidhof. Als um 9 Uhr 30 der technische Direktor zu den Verhandlungen eintrifft, versammeln sich alle Beschäftigten vor dem Verwaltungsgebäude A. Der technische Direktor fordert zur Wiederaufnahme der Arbeit auf. In Sulzbach Rosenberg streiken ab 10 Uhr 30 ca. 2 500 Beschäftigte des Zweigwerkes Rosenberg der Maximilianshütte 5 Stunden lang. Dort findet um 13 Uhr eine Betriebsversammlung statt, auf der als wichtigste Forderung eine Lohnerhöhung von 50 Pf. ab 1.9.1969 beschlossen wird. Nachdem Verhandlungen für den 10.9.1969 zugesichert wurden, wurde der Streik in Sulzbach-Rosenberg abgebrochen.

Im Werk Haidhof wurden die Streikenden über Lautsprecher vom Betriebsratsvorsitzenden über die Streiks im Ruhrgebiet informiert. Um 16 Uhr 30 beginnt hier eine Betriebsversammlung, auf der Unmut über den Streikabbruch in Sulzbach-Rosenberg geäußert wird. Der Arbeitsdirektor behauptet, daß auch im Ruhrgebiet keine 50 Pf. gezahlt würden, kann aber danach wegen der Proteste nicht weitersprechen. Als die für den 10.9.1969 vereinbarten Verhandlungen um eine Woche verschoben werden sollen, wird die Forderung auf 70 Pf. erhöht.
=IMSF:Die Septemberstreiks 1969,Frankfurt Nov. 1969

09.09.1969:  In der Oberpfalz beginnt heute, laut IMSF, der zweite und letzte Streiktag im Werk Haidhof der Maximilianshütte. Die DKP verteilt ein Flugblatt, in dem keine politischen Forderungen aufgestellt werden. Dieses sei in Sulzbach-Rosenberg mit Sympathie aufgenommen worden, während in Haidhof die Verteilung durch sozialdemokratische Betriebsräte verhindert wurde. Hingewiesen wird darin auf die günstige Profitlage und die ungünstige Lohnlage, erinnert wird daran, daß Lohnfragen Machtfragen sind. Bekundet wird die Solidarität der DKP mit dem Streik. In München beginnen Tarifverhandlungen für die oberpfälzische Hüttenindustrie (vgl. 11.9.1969).
=IMSF:Die Septemberstreiks 1969,Frankfurt Nov. 1969

11.09.1969:  In München verteilen die ABG der APO München Nord, Ost, Süd, West und Neuhausen, nach eigenen Angaben, heute und morgen vor 19 Betrieben folgendes Flugblatt Nr.5 (vgl. 2.9.1969, 17.9.1969) mit zwei Seiten DIN A 4 unter Verantwortung von Achim Bergmann in einer Auflage zwischen 20 000 und 24 000:"
Dienstag voriger Woche: Hoesch-Westfalenhütte in Dortmund - Mittwoch: Hoesch-Werke Union und Phoenix - Donnerstag: Rheinstahl-Hüttenwerke in Mülheim und Mannesmann (MM in Duisburg,d.Vf.) in Huckingen - Freitag: Klöckner in Bremen und Osnabrück, Eisenwerke Neunkirchen im Saarland, Saarwerke AG (?,d.Vf.*), Maschinenfabrik Geislingen in Baden-Württemberg - Samstag: Gelsenkirchen und Röchling (in Völklingen,d.Vf*) - Montag: Krupp in Essen., AEG in Mülheim, Edelstahlwerke in Witten, im gesamten saarländischen Bergbau, Maxhütte in Sulzbach in Bayern - Dienstag: Maxhütte in Haidhof, Klöckner in Düsseldorf, Thyssenwerke in Düsseldorf und Hamm, Howaldt-Werft in Kiel ...

DER STREIK ROLLT"
=Agitation Nr.2,München o.J. (1969),S.22 bzw. o. Nummerierung

11.09.1969:  Für die oberpfälzische Hüttenindustrie wird heute, laut IMSF, ein Tarifvertrag mit rückwirkender Gültigkeit vom 1.9.1969 bis zum 31.10.1970 abgeschlossen (vgl. 9.9.1969). Es wird eine Lohnerhöhung von 50 Pf. erreicht, woraufhin die Kollegen der Maxhütte ihren Streik abbrechen (vgl. 13.9.1969). Hierbei handelt es sich um den ersten regionalen Tarifabschluß in der Eisen- und Stahlindustrie in dieser Tarifrunde.
=IMSF:Die Septemberstreiks 1969,Frankfurt Nov. 1969

18.09.1969:  Die DKP bringt die Nr.25 ihrer 'Unsere Zeit' (UZ) heraus (vgl. 11.9.1969, 25.9.1969) und berichtet von der Maxhütte (4 500 Besch.) in Haidhof und Sulzbach-Rosenberg.
=Unsere Zeit Nr.25,Essen 18.9.1969

19.03.1970:  Die DKP bringt die Nr.12 ihrer 'Unsere Zeit' (UZ) heraus (vgl. 12.3.1970, 26.3.1970). Ein Leserbrief kommt aus einem Sulzbach, bei dem es sich das bayrische handeln könnte.
=Unsere Zeit Nr.12,Essen 19.3.1970

06.06.1970:  Die DKP bringt die Nr.23 ihrer 'Unsere Zeit' (UZ) heraus (vgl. 30.5.1970, 13.6.1970). Aus uns unbekannter Gegend kommt ein Leserbrief aus Sulzbach.
=Unsere Zeit Nr.23,Essen 6.6.1970

Januar 1971:  Die SBG Regensburg befaßt sich in der Nr.4 ihrer 'Arbeitersache' (vgl. Dez. 1970, Feb. 1971) u.a. mit der Maxhütte Sulzbach-Rosenberg.
=Arbeitersache Nr.4,Regensburg Jan. 1971

03.05.1971:  Die KPD/ML-ZB berichtet vermutlich aus dieser Woche von Siemens:"
In der oberpfälzischen Stadt AUERBACH wurde für 350 Kollegen ebenfalls Kurzarbeit eingeführt; einer bisher unbekannten Zahl von Arbeiterinnen soll ganz gekündigt werden. Für die Kurzarbeiterinnen beträgt die Lohneinbuße zwischen 10 und 20%."
=Kommunistischer Nachrichtendienst Nr.36,Bochum 12.5.1971,S.8

September 1971:  In der Nr.12 der Regensburger 'Arbeitersache' (vgl. Aug. 1971, Okt. 1971) beschäftigt sich die SBG u.a. mit der Maxhütte.
=Arbeitersache Nr.12,Regensburg Sept. 1971

Dezember 1971:  Die Nr.18 der südbayrischen 'Kommunistischen Arbeiter Zeitung' (vgl. 22.11.1971, Jan. 1972) erscheint. Die SBG Regensburg beschäftigte sich in ihrer 'Arbeitersache' mit den oberpfälzischen Hütten u.a. in Sulzbach-Rosenberg.
=Kommunistische Arbeiter Zeitung Nr.18,München Dez. 1971

15.03.1972:  Die IGBE gibt ihre 'Einheit' Nr.6 (vgl. 1.3.1972, 1.4.1972) heraus und berichtet vom Eisenerzbergbau der Maxhütte in der Oberpfalz.
=Einheit Nr.6,Bochum 15.3.1972

April 1972:  Das ZK der ABG verfaßt einen Rechenschaftsbericht für die 3.o.MV der ABG im Juni 1972. Die SBG Regensburg ist auch in Sulzbach-Rosenberg tätig. =ABG:Rechenschaftsbericht des Zentralkomitees der ABG angenommen von der 3.o.MV Juni 1972,München o.J. (1972)

Juni 1973:  Innerhalb der bayrischen Roten Schülerfront (RSF) der ABG wird vermutlich im Juni vom Zentralkollektiv der folgende Text verfaßt:"
Rechenschaftsbericht des ZKolls (Gliederung)
...
Bei den Kontakten zu Deggendorf, Amberg, Sulzbach-Rosenberg und Zwiesel, die kurzfristig, den Schulungen und der Anleitung der Massenarbeit, die teilweise dort bestehen, bewiesen unsere Regensburger Genossen hohen revolutionären Einsatz. An all diesen Orten bildeten sich jedoch in den Gruppen selbst, die alle stark antiautoritär infiziert waren, keine Führer, die die Arbeit dort hätten einigermaßen selbständig hätten anführen können. Es wäre sehr unverantwortlich gewesen, in diese Gruppen, die ja unplanmäßig entstanden sind, weiter Arbeitskraft hineinzustecken, die dem Aufbau unserer OG und Stützpunkte gefehlt hätte. So haben wir zu diesen Orten nur noch losen Kontakt."
=RSF:Rechenschaftsbericht des Z-Kolls,o.O. o.J. (1973)

Juni 1973:  In der Maxhütte in Sulzbach-Rosenberg findet, laut AB, vermutlich im Juni ein eintägiger Streik von 400 Beschäftigten für eine Teuerungszulage (TZL) statt.
=Auf Draht Nr.7,Regensburg Juli 1973;
Roter Widerdruck Nr.19,Regensburg o.J. (Juli 1973)


13.09.1973:  In Sulzbach-Rosenberg will der AB heute eine Veranstaltung zur Diskussion des eigenen Programmentwurfs durchführen.
=Kommunistische Arbeiterzeitung Nr.39,München Sept. 1973

14.04.1975:  Der Spartacusbund (SpB) gibt sein 'Spartacus' Nr.15 (vgl. März 1975, 1.5.1975) heraus und berichtet von der Maxhütte Sulzbach-Rosenberg (IGM-Bereich).
=Spartacus Nr.15,Essen 14.4.1975

11.07.1976:  Der AB gibt seine 'Kommunistische Arbeiterzeitung' Nr.91 (vgl. 27.6.1976,
25.7.1976) heraus und berichtet von der Maxhütte Sulzbach-Rosenberg.
=Kommunistische Arbeiterzeitung Nr.91,München 11.7.1976

25.08.1976:  Die KPD gibt ihre 'Rote Fahne' (RF) Nr.34 (vgl. 18.8.1976, 1.9.1976) heraus und berichtet von der Stahltarifrunde (STR der IGM) von der Maxhütte Sulzbach-Rosenberg u.a. über den Hochofenbetrieb, das OBM Stahlwerk, den E-Ofen, die Stranggußanlage, die Blockstraße, das nahtlose Rohrwerk und das Profilwalzwerk (PWW).
=Rote Fahne Nr.34,Köln 25.8.1976

08.09.1976:  Die KPD gibt ihre 'Rote Fahne' (RF) Nr.36 (vgl. 1.9.1976, 15.9.1976) heraus. Berichtet wird von den Septemberstreiks 1969 bei der Maxhütte Haidhof und Sulzbach-Rosenberg (IGM-Bereich).
=Rote Fahne Nr.36,Köln 8.9.1976

08.09.1976:  Die SAG gibt die Nr.8 ihrer 'Sozialistischen Arbeiter Zeitung' (vgl. 25.8.1976, 22.9.1976) heraus. Berichtet wird von der Maxhütte Sulzbach-Rosenberg.
=Sozialistische Arbeiter Zeitung Nr.8,Frankfurt 8.9.1976

21.09.1976:  Bei Klöckner Bremen verteilt auch die KPD, nach eigenen Angaben, zur heutigen Betriebsversammlung (BV - vgl. **.*.1976, **.**1.97*) ein Flugblatt, in dem sie u.a. auf die Maxhütte in Bayern eingeht.
=Rote Fahne Nr.40,Köln 6.10.1976

18.10.1976:  Das KPD-RK NRW gibt vermutlich in dieser Woche das folgende Flugblatt von zwei Seiten DIN A4 unter Verantwortung von Marianne Brentzel, Dortmund, Münsterstr.95, zur STR der IGM heraus:"
STAHLTARIFRUNDE: DEN KAPITALISTEN EINEN HEISSEN HERBST!
1) Der Prozeß der Konzentration und der Monopolisierung setzt sich beschleunigt fort. Mannesmann (MM,d.Vf.) kauft Demag, Krupp die Stahlwerke Südwestfalen (SSW,d.Vf.), Hoesch ging mit Hoogovens (in den Niederlanden,d. Vf.) zusammen, die Gute Hoffnungs Hütte (GHH,d.Vf.) kauft die Maxhütte usw. Die Folgen für die Arbeiterklasse: Rationalisierung, Steigerung der Arbeitshetze, Betriebsschließungen."
=KPD-RK NRW:Stahltarifrunde: Den Kapitalisten einen heißen Herbst!,Dortmund o.J. (1976)

20.10.1976:  Die KPD gibt ihre 'Rote Fahne' (RF) Nr.42 (vgl. 13.10.1976, 27.10.1976) heraus und berichtet von der Stahltarifrunde (STR der IGM) bei der Maxhütte.
=Rote Fahne Nr.42,Köln 20.10.1976

27.10.1976:  Die KPD gibt ihre 'Rote Fahne' (RF) Nr.43 (vgl. 20.10.1976, 3.11.1976) heraus und berichtet von der Stahltarifrunde (STR der IGM) bei der Maxhütte.
=Rote Fahne Nr.43,Köln 27.10.1976

28.11.1976:  Der AB gibt seine 'Kommunistische Arbeiterzeitung' (KAZ) Nr.101 (vgl. 14.11.1976, 12.12.1976) heraus. Spenden kamen von der Maxhütte.
=Kommunistische Arbeiterzeitung Nr.101,München 28.11.1976

12.12.1976:  Der AB gibt seine 'Kommunistische Arbeiterzeitung' (KAZ) Nr.102 (vgl. 28.11.1976, 9.1.1977) heraus. Spenden gingen ein von der Maxhütte.
=Kommunistische Arbeiterzeitung Nr.102,München 12.12.1976

25.01.1977:  In Sulzbach-Rosenberg findet, laut und mit AB, eine Veranstaltung der örtlichen Bürgerinitiative (BI) "Verteidigt die Grundrechte - Aufhebung der Berufsverbote" statt, an der sich sowohl LehrerInnen als auch Beschäftigte der Maxhütte beteiligen.
=Kommunistische Arbeiterzeitung Nr.105,München 6.2.1977

29.03.1977:  Der AB gibt, nach eigenen Angaben, die Broschüre "Kampf gegen jede Entlassung auf der Maxhütte" heraus. An deren 7 500 Beschäftigte werden am 30./31.3.1977 in Sulzbach-Rosenberg 18 und in Haidhof 36 Broschüren verkauft.
Erwähnung findet in diesem Zusammenhang auch der 'Mitmischer' bei Klöckner
Bremen.
=Kommunistische Arbeiterzeitung Nr.110,München 17.4.1977

22.04.1977:  In Sulzbach-Rosenberg führt die DKP, laut AB, ihre Maiveranstaltung durch. Eine Diskussion mit dem AB über den Kampf gegen die Entlassungen auf der Maxhütte (vgl. 29.3.1977, 23.4.1977) wird abgelehnt.
=Kommunistische Arbeiterzeitung Nr.111,München 3.5.1977

20.08.1977:  In Sulzbach-Rosenberg führen, laut AB, Beschäftigte der Maxhütte eine Kundgebung durch.
=Kommunistische Arbeiterzeitung Nr.120,München 6.9.1977

September 1977:  In München gibt die Betriebsgruppe Druckindustrie des AB vermutlich im September eine Ausgabe ihres 'Roten Widerdrucks' (vgl. **.*.1977, **.**.1977)
heraus, in der u.a. berichtet wird von der Maxhütte Sulzbach-Rosenberg.
=Kommunistische Arbeiterzeitung Nr.121,München 20.9.1977

Oktober 1977:  Der Spartacusbund (SpB) gibt sein 'Spartacus' Nr.38 (vgl. 13.7.1977, Nov. 1977) heraus. Berichtet wird über die Maxhütte Sulzbach-Rosenberg.
=Spartacus Nr.38,Berlin Okt. 1977

01.11.1977:  Der AB gibt seine 'Kommunistische Arbeiterzeitung' Nr.124 (vgl. 18.10.1977, 15.11.1977) heraus und berichtet von der Maxhütte in der Oberpfalz.
=Kommunistische Arbeiterzeitung Nr.124,München 1.11.1977

Februar 1978:  Der Spartacusbund (SpB) gibt sein 'Spartacus' Nr.41/42 (vgl. Nov. 1977, März 1978) heraus und berichtet von der Maxhütte (IGM-Bereich).
=Spartacus Nr.41/42,Frankfurt Feb. 1978

20.01.1988:  Bei Hoesch Dortmund gibt die Betriebszelle der VSP ihre Betriebzeitung 'Die Rote' (ehemals 'Stählerne Faust' - vgl. 19.3.1987) heraus:"
HEUTE WARNSTREIK!

Liebe Kolleginnen und Kollegen!

Vier Verhandlungsrunden ohne irgendein Ergebnis! Die Stahlbosse haben auf stur geschaltet, denn dies ist keine normale Tarifrunde (STR,d.Vf.). Seit über einem Jahr hatten wir Aktion auf Aktion gegen die unglaubliche Arbeitsplatzvernichtung in der Branche. Ganze Standorte wie Hattingen, Oberhausen und Maxhütte (in Bayern,d.Vf.) kämpfen um das Überleben."
=Die Rote,Dortmund 20.1.1988

Valid HTML 4.01!   Valid CSS!


[ Zum Seitenanfang ]  [ Zur Hauptübersicht der Datenbank MAO ]